doolao GmbH & Co. KGLiquidiert
48163 Münster, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Aschendorff GmbH & Co. KGMünsterKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31.12.2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2021
Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2021
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben, Registergericht und Handelsregisternummer Die Muttergesellschaft ist unter der Firma Aschendorff GmbH & Co. KG mit Sitz in Münster beim Amtsgericht Münster unter der Handelsregisternummer HRA 209 eingetragen. Die Gesellschaft hat zum 31.12.2021 gemäß § 264b HGB i.V.m. §§ 290 ff HGB einen Konzernabschluss aufgestellt. Dieser Konzernabschluss befreit gemäß § 264b HGB die folgenden Gesellschaften als Personenhandelsgesellschaften im Sinne von § 264a HGB von der Verpflichtung, einen Einzel- bzw. Konzernabschluss nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften aufzustellen und offen zu legen:
II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze Die Gesellschaft hat zum 31.12.2021 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach § 290 ff. HGB für ihren Konsolidierungskreis aufgestellt. In den Konzernabschluss wurden neben der Aschendorff GmbH & Co. KG - mit Ausnahme von drei Tochterunternehmen - alle Beteiligungsgesellschaften einbezogen, bei denen die Aschendorff GmbH & Co. KG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Ein beherrschender Einfluss besteht in der Regel infolge einer der Kapitalbeteiligung entsprechenden Stimmrechtsmehrheit (§ 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB). Gegenüber dem Vorjahr sind drei neue Unternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen worden. Weiterhin hat sich die Anzahl der konsolidierten Unternehmen infolge von konzerninternen Anwachsungs- und Verschmelzungsvorgängen um 5 Personengesellschaften und 2 Kapitalgesellschaften verringert. Der Konsolidierungskreis (vollkonsolidierte Tochterunternehmen) umfasst 48 Kapitalgesellschaften und 25 Personengesellschaften. Einschließlich der Aschendorff GmbH & Co. KG werden somit 74 Gesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Veränderung des Konsolidierungskreises in 2021 hat mit Ausnahme des im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgedeckten Geschäfts- oder Firmenwerts keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, sodass die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss des Vorjahres nicht beeinträchtigt ist und auf diesbezügliche Angaben verzichtet wird. Der im Rahmen der Erstkonsolidierung einer neuen Konzerngesellschaft aufgedeckte Geschäfts- oder Firmenwert beträgt T€ 1.419 und wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauerschätzung ist wesentlich durch die Dauer der Kundenbindung begründet. Die Westline GmbH & Co. KG, die VWG Verlagsgesellschaft Westmünsterland GmbH und die Verlag für Regionalgeschichte UG (haftungsbeschränkt) wurden trotz beherrschendem Einfluss nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie über kein (nennenswertes) operatives Geschäft verfügen und für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind (§ 296 Abs. 2 HGB). Neben den vollkonsolidierten Tochterunternehmen wird mit der WN Online Service GmbH & Co. KG, Münster, ein Gemeinschaftsunternehmen mit einer Beteiligungsquote von 50 % im Wege der Quotenkonsolidierung nach § 310 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Dieses Gemeinschaftsunternehmen wird mit dem Mitgesellschafter gemeinsam im Sinne des § 310 HGB geführt. Die Beteiligungen an der Think11 Operations GmbH (46,5 %) und an der IVZ Medien GmbH & Co. KG (35,0 %) werden im Finanzanlagevermögen als assoziierte Unternehmen nach §§ 311 und 312 HGB im Wege der Bewertung "at equity" ausgewiesen. Die übrigen Beteiligungen, die den Vermutungstatbestand des § 311 Abs. 1 HGB (Anteil am Kapital mindestens 20 %) erfüllen, sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Dies betrifft die Lokalradio Steinfurt Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, die Lokalradio Steinfurt Betriebsgesellschaft mbH, die PIN Mail Münsterland GmbH, die Simply the Best GmbH & Co. KG, die Lippe Aktuell GmbH & Co. KG, die MyBox Münster GmbH, die Westline GmbH & Co. KG, VWG Verlagsgesellschaft Westmünsterland GmbH und die Verlag für Regionalgeschichte UG (haftungsbeschränkt). Sowohl die Bilanzsummen als auch der Umsätze und die Jahresergebnisse sind einzeln und in Summe im Verhältnis zu den entsprechenden Konzerngrößen von untergeordneter Bedeutung. Daher wurde auf eine Einbeziehung entsprechend den Vorschriften der §§ 311, 312 HGB verzichtet (§ 311 Abs. 2 HGB). Im Zusammenhang mit dem Konsolidierungskreis verweisen wir im Einzelnen auf die Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes zum 31.12.2021, die Bestandteil des Konzernanhangs ist. Einheitlicher Abschlussstichtag für sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen ist der 31.12.2021. Die Kapitalkonsolidierung der einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte grundsätzlich gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Dabei wurden im Teilkonzern der Westfälischen Medien Holding AG, der im Geschäftsjahr 2019 erstmals aufgestellt wurde, mit zwei Ausnahmen in Übereinstimmung mit § 301 Abs. 2 HGB die Wertansätze zu dem Zeitpunkt angesetzt, zu dem die betreffenden Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind (Erwerbszeitpunkt). Die Bezugnahme auf den historischen Erwerbszeitpunkt im Rahmen der Kapitalkonsolidierung war möglich, weil die Tochterunternehmen in Vorjahren bereits in andere Konzernabschlüsse einbezogen wurden. Für die Zeitungsverlag für das Hochstift Paderborn GmbH und für die Panorama Verlags- und Werbegesellschaft GmbH wurde im Rahmen der Kapitalkonsolidierung demgegenüber eine Neubewertung mit den Wertansätzen zum 1.1.2019 (zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung) vorgenommen. In Abweichung von der grundsätzlichen Anwendung der Neubewertungsmethode wurde für Konsolidierungsvorgänge bis zum 31.12.2009 in Übereinstimmung mit den Übergangsregelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes überwiegend die Buchwertmethode angewendet. Bei Anwendung der Neubewertungsmethode wird vor Verrechnung der Beteiligungsansätze mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften eine Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden der zu konsolidierenden Tochtergesellschaften vorgenommen. Für die Zeitungsverlag für das Hochstift Paderborn GmbH und die Panorama Verlags- und Werbegesellschaft GmbH wurden im Rahmen dieser Neubewertung mit den Wertansätzen zum 1.1.2019 (zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung) stille Reserven aus Titelrechten (insgesamt T€ 6.301) und dem Abonnenten- bzw. Kundenstamm (insgesamt T€ 11.489) aufgedeckt. Die Abschreibung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer über einen Zeitraum vom 6 bis 15 Jahren. Die Restbuchwerte zum 31.12.2021 betragen T€ 4.740 für die Titelrechte und T€ 8.446 für die Abonnenten- bzw. Kundenstämme. Ferner erfolgte eine Konsolidierung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträgen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen nach §§ 303 und 305 HGB. Konzerninterne Beteiligungserträge, Erträge aus Gewinnabführungen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen wurden ebenfalls eliminiert. Für den konzerninternen Verkauf einer Betriebsimmobilie im Jahr 2018 wurde eine Zwischenergebniseliminierung nach § 304 HGB vorgenommen. Eine Abgrenzung von latenten Steuern nach §§ 274 und/oder 306 HGB wurde vorgenommen. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Einbeziehung der Tochterunternehmen erfolgte auf der Grundlage konzerneinheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften (§§ 300 und 308 HGB) nach dem Recht der Aschendorff GmbH & Co. KG. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, die sich an der voraussichtlichen Nutzungsdauer orientieren, bewertet. Zwei Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. Verlagswerte aus der Kapitalkonsolidierung werden linear mit einer Nutzungsdauer von fünf und drei Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. Verlagswerte aus der Kapitalkonsolidierung werden linear über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Ein bereits auf Jahresabschlussebene ausgewiesener Verlagswert (Buchwert T€ 98) wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Diese Nutzungsdauerschätzungen sind wesentlich durch die Dauer der Kundenbindungen begründet. Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen aktiviert und entsprechend der gesetzlichen Regelungen überwiegend linear abgeschrieben. Soweit steuerlich zulässig, kam auch die degressive Abschreibungsmethode zur Anwendung. Sofern der niedrigere beizulegende Wert geringer war als die fortgeschriebenen Buchwerte, waren außerplanmäßige Abschreibungen zu berücksichtigen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von jeweils bis € 800,00 (in Vorjahren bis € 150,00) im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für die in Vorjahren zugegangenen geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear aufgelöst wird. Die Bewertung der assoziierten Unternehmen erfolgte nach der Equity Methode. Die aktiven Unterschiedsbeträge belaufen sich zum 31.12.2021 auf insgesamt T€ 1.062 und entfallen in voller Höhe auf den jeweiligen Verlagswert der assoziierten Unternehmen. Die Bewertung der Beteiligungen und der Ausleihungen des Finanzanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, vermindert um angemessene Abschläge. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergeben, wurden in ausreichendem Umfang vorgenommen; insbesondere sind die Vorräte verlustfrei bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angesetzt. Die liquiden Mittel wurden mit ihrem Nominalwert bilanziert. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung des Teilwertverfahrens und der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Für die Festlegung des Rechnungszinses wurde in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 2 HGB von einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren ausgegangen, sodass ein Rechnungszins von 1,87 % zur Anwendung kam. Ferner wurde ein Rententrend von 1,50 % bei der Bewertung berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen (1,35 %) und des zehnjährigen (1,87 %) Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf € 1.060.557,00. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen bzw. Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Eine Abgrenzung von latenten Steuern nach §§ 274 und/oder 306 HGB ist vor dem Hintergrund der Anwendung der Neubewertungsmethode erforderlich. Die Aufdeckung von stillen Reserven (Titelrechte und Abonnenten- bzw. Kundenstamm) wirkt sich nur auf Konzernebene, nicht jedoch in den Steuerbilanzen der betreffenden Tochterunternehmen aus. Infolgedessen waren passive latente Steuern abzugrenzen. Die aktiven latenten Steuern, die im Wesentlichen aus abweichenden Bewertungen in Handelsbilanz und Steuerbilanz im Bereich des Anlagevermögens, der Pensionsrückstellungen, der Altersteilzeitrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen resultieren, wurden mit den passiven latenten Steuern verrechnet. Der hieraus resultierende Überhang der aktiven latenten Steuern wird vor dem Hintergrund des Wahlrechts nach §§ 298 Abs. 1 i.V.m. 274 Abs.1 HGB nicht bilanziert. Im Bereich der aktiven latenten Steuern liegen ausschließlich "primäre" latente Steuern (§§ 298 i.V.m. 274 HGB) vor, während sich die passiven latenten Steuern aus "primären" und "sekundären" (§ 306 HGB) latenten Steuern zusammensetzen. Als Steuersatz für die Steuerabgrenzung wurde der Steuersatz für Kapitalgesellschaften von rd. 30 % verwendet. IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten des Konzernabschlusses Für die Aufgliederung und Entwicklung des Konzernanlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage beigefügten Konzernanlagenspiegel. Der Konzernanlagenspiegel enthält auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Die Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen mit T€ 98 auf originäre Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. Verlagswerte aus Jahresabschlüssen; der übrige Bilanzausweis betrifft derivative Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. Verlagswerte aus der Kapitalkonsolidierung. Im Konzern-Eigenkapitalspiegel ist die Veränderung des Eigenkapitals im Detail dargestellt. Für mittelbare Pensionsansprüche bestehen zum 31.12.2021 Pensionsverpflichtungen von T€ 8.836, die gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht passiviert wurden. Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf den Personalbereich (T€ 6.965). Davon entfallen T€ 4.846 auf Rückstellungen für Altersteilzeit. Weiterhin wurden Rückstellungen für ausstehende Rechnungen bzw. Gutschriften sowie für weitere Risiken gebildet. Für die Verbindlichkeiten ergeben sich die nachfolgenden Fristigkeiten:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist insgesamt ein Betrag von T€ 16.113 durch Pfandrechte (Grundschulden) und von T€ 18.270 durch Übereignung von technischen Anlagen gesichert. Zum 31.12.2021 besteht ein Überhang an aktiven latenten Steuern (§§ 298 i.V.m. 274 HGB). Es wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, diesen Aktivüberhang nicht zu bilanzieren. Vor diesem Hintergrund haben sich die latenten Steuern wie folgt entwickelt (in T€):
Aus der Veränderung der latenten Steuern resultiert in 2021 saldiert ein Steuerertrag von T€ 947. Auf eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten wurde verzichtet, da sich die Tätigkeitsbereiche und geographischen Märkte nicht erheblich voneinander unterscheiden. Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen von T€ 223 aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände enthalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 482. Diese entfallen auf die außerplanmäßige Abschreibung einer ERP-Software vor dem Hintergrund einer geänderten Nutzungsdauer. V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen für Miet- und Leasingverhältnisse betreffend Geschäftsstellen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen bestehen im Umfang von T€ 6.649. Auf Grund von Gesellschaftervereinbarungen verpflichtet sich die Gesellschaft gegenüber den übrigen Gesellschaftern von Beteiligungsunternehmen, nicht aber gegenüber den Beteiligungsunternehmen bare Zuzahlung in die jeweiligen Kapitalrücklagen zu leisten. Die finanziellen Verpflichtungen daraus betragen in Abhängigkeit der Beiträge anderer Gesellschafter zwischen T€ 1.555 und T€ 2.147. Darüber hinaus bestehen zwei Leasingverhältnisse für technische Anlagen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen hieraus belaufen sich bis 2025 auf jährlich T€ 1.255 und danach bis 2028 auf jährlich T€ 762. Sofern die Verlängerungsoption nach Ablauf einer Grundmietzeit von 48 Monaten nicht in Anspruch genommen wird, ergibt sich eine Abschlusszahlung. Ferner bestehen im Verhältnis zum Mitgesellschafter bei der AM Holding AG finanzielle Verpflichtungen aus gegenseitigen An- und Verkaufsrechten für Aktien. Die Höhe dieser finanziellen Verpflichtungen ist abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung des Teilkonzerns Westfälische Medien Holding AG bis zum Zeitpunkt einer etwaigen Ausübung dieser Rechte. Hinsichtlich der Angaben zum Konsolidierungs- und Beteiligungsbereich nach § 313 Abs. 2 HGB wird von der Befreiungsmöglichkeit des § 313 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung umfasst der Finanzmittelfonds den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2021 betrug:
Die Westfälische Nachrichten GmbH, Münster, ist die Komplementärin der Aschendorff GmbH & Co. KG. Die Geschäftsführung des Konzerns wird von den Geschäftsführern derWestfälische Nachrichten GmbH,
wahrgenommen. Die Honorare für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Konzernunternehmen betragen insgesamt T€ 215 und verteilen sich auf Abschlussprüfungsleistungen (T€ 96), auf Steuerberatungsleistungen (T€ 79) und auf sonstige Leistungen (T€ 40). Von der Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wurde auf Grund der analogen Anwendung der Befreiungsregelung des § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg bestehen Unsicherheiten, wie die negativen gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen mittel- bis langfristig ausfallen werden. Gleiches gilt für die finanziellen Auswirkungen auf unser Unternehmen und dessen Beteiligungsgesellschaften, die wir derzeit nicht abschließend quantifizieren können.
Münster, den 29. Juli 2022 Die Geschäftsführung Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Grundlagen des Konzerns Die Aschendorff GmbH & Co. KG, Münster, die diesen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgestellt hat, ist Holding einer modernen Mediengruppe, die auf eine mehr als 300-jährige Geschichte zurückblicken kann. Fortschritt gehört bei dem in der achten Generation inhabergeführten Verlag zur gelebten Tradition. So wandelte sich die Unternehmensgruppe Aschendorff vom traditionsreichen Zeitungs- und Buchverlag zum modernen Medienunternehmen mit einem breiten Tätigkeitsspektrum in den Bereichen Print, Online, Dienstleistungen und Lokalfunk. Die zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 unter dem Dach der Westfälische Medien Holding AG (kurz: WMH) wirksam gewordene Fusion der Tageszeitungsgruppen Aschendorff Medien und Westfalen-Blatt bedeutete den nächsten wichtigen Schritt des Wachstums der Unternehmensgruppe. Im operativen Geschäftsbereich "Zeitungen" gehören die "Westfälische Nachrichten", die "Münstersche Zeitung", das "Westfalen-Blatt", das "Herforder Kreisblatt" und das "Westfälische Volksblatt" als regionale Tageszeitungen mit einer verkauften Samstagsauflage einschließlich der Tageszeitungen der ZGM-Partnerverlage von rund 280.000 (IVW: II. Quartal 2022) zu den großen regionalen Tageszeitungsgruppen in Deutschland und zur größten in der Region Westfalen. Daneben stehen die inhaltlichen Angebote der gedruckten Tageszeitungen auch in Form eines ePapers sowie in erweitertem Umfang als Online-Angebot unter wn.de, muenstersche-zeitung.de und westfalen-blatt.de zur Verfügung. Der Anteil der ePaper-Auflage an der verkauften Auflage beträgt rund 14 % (IVW: II. Quartal 2022). Der Betrieb digitaler Nachrichten-Apps für mobile Endgeräte bietet, bei zunehmender Nutzung mobiler Anwendungen und Dienste durch alle Kundengruppen, eine wichtige Erweiterung des Produktangebots von Aschendorff. Ein weiteres Standbein der Unternehmensgruppe bildet der operative Geschäftsbereich "Druckhaus" mit zwei modernen Druck- und Dienstleistungszentren in Münster und Bielefeld, die kompletten Service und qualitativ hochwertige Dienstleistungen von der Druckvorstufe bis zum Versand im Zeitungsoffsetdruck anbieten. Hier erfolgen fortlaufend Investitionen in neue technische Anlagen für Druck und Versand, um den Anspruch an qualitativ hochwertige Dienstleistungen auch in Zukunft zu erfüllen. So wurde in 2013 in Bielefeld-Sennestadt ein modernes neues "Druckhaus" in Betrieb genommen. Das "Druckhaus" in Münster feierte im Jahr 2012 sein 250-jähriges Jubiläum und ist damit auch Zeichen für die Kontinuität und ständige Innovationskraft der gesamten Unternehmensgruppe. Bereits siebzehn Mal wurde es in den IFRA-Quality-Club aufgenommen, sowie ebenso häufig nach DIN/ISO 12674-3 zertifiziert. Damit nimmt es unter den Zeitungsdruckereien weltweit eine einmalige Spitzenposition ein. Durch den im Vorjahr abgeschlossenen Aufbau einer weiteren hochmodernen Druckmaschine wird die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Druckhauses in Münster sichergestellt. Nach Fertigstellung im Frühjahr 2020 steht der Unternehmensgruppe damit an den Standorten Bielefeld und in Münster ein hoch automatisierter und moderner neuer Maschinenpark zur Verfügung. Den Kunden können somit Produkte geliefert werden, die den höchsten Ansprüchen gerecht werden. Daneben bildet auch die Herausgabe von Büchern und wissenschaftlichen Publikationen mit Schwerpunkten in den Bereichen Theologie sowie Regional- und Kulturgeschichte im operativen Geschäftsbereich "Buchverlag" seit frühester Zeit einen traditionellen Schwerpunkt. Jährlich werden etwa 120 neue Veröffentlichungen vorgelegt, dazu kommen etwa 40 Neuauflagen. Zahlreiche Titel sind zu Standardwerken ihrer Fachrichtung geworden. Wichtige Gebiete wurden als Buchreihen konzipiert, die mit der Zeit ein unverwechselbares Profil bekamen. Neben diesen Geschäftsbereichen entwickelt Aschendorff über verschiedene Beteiligungen Aktivitäten im Bereich des lokalen Rundfunks, bei verschiedenen Anzeigenblättern und im Bereich "Digitale Medien". Der Geschäftsbereich "Radio" umfasst vier Radiogesellschaften. Im Geschäftsbereich "Anzeigenblätter" wurden in 2021 wöchentlich am Wochenende knapp 1 Mio. Anzeigenblätter im Münsterland und Ostwestfalen verbreitet. Insbesondere im Bereich "Digitale Medien" sind wichtige Weichen für eine in Zukunft weiterhin erfolgreiche Entwicklung der Unternehmensgruppe gestellt worden. Dies sind, neben der weiter verstärkten Integration von Print und Online sowohl hinsichtlich der Inhalteerstellung als auch der crossmedialen Vermarktung, die Erstellung und die Erweiterung von digitalen Angeboten für die Kunden in der Region. Außerdem beteiligt sich die Unternehmensgruppe im Geschäftsbereich "Aschendorff NEXT" an Unternehmen mit innovativen, digitalen Geschäftsmodellen und guten Wachstumsperspektiven, die sich unter eigenständigen Marken in regionalen, nationalen oder auch internationalen Märkten bewegen. Dabei versteht sich Aschendorff nicht nur als Kapitalgeber. Zusammen mit Co-Investoren und Experten aus der Medien-, Technologie- und Startup-Welt bildet das Unternehmen ein schlagkräftiges Netzwerk, das die Portfoliounternehmen auf ihrem Weg in eine erfolgreiche Zukunft unterstützt und begleitet. II. Wirtschaftsbericht II.1 Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat sich nach einem durch die Corona-Krise gebeutelten Vorjahr im Kalenderjahr 2021 wieder erholt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahresdurchschnitt 2021 um 2,7 % höher als im Vorjahr. Auch kalenderbereinigt wuchs das BIP um 2,7 %. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger. (Quelle: Statistisches Bundesamt). Entsprechend der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sind die Netto-Werbeeinnahmen der erfassbaren Werbeträger in Deutschland im Jahr 2021 deutlich um 8,8 % auf € 25,9 Mrd. gestiegen. Neben starken Zuwächsen der Online-Werbung (+16,4 %) konnte auch die Gattung Print um 5,8 % wieder positiv zulegen. Auch der am deutlichsten durch Corona gebeutelte Bereich Kino verzeichnete mit 17,8 % deutliche Umsatzanstiege (Quelle: ZAW e.V.). Im Bereich Tageszeitungen ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 6,4 % auf € 1,8 Mrd. zu verzeichnen. Die Netto-Werbeeinnahmen der Anzeigenblätter stiegen in 2021 ebenfalls, allerdings nur leicht um 1,1 % auf € 1,2 Mrd. Die größten Umsatzsprünge im Bereich Print erwirtschaftete der Print Digital Bereich, insbesondere für Display Advertising, mit einem Plus von 20,5 % auf € 2,1 Mrd. (Quelle: ZAW e.V.). Die Nutzung des Radios ist trotz weniger Berufspendler in der Corona-Krise unverändert auf einem hohen Niveau. Im Weitesten Hörerkreis (WHK), also in einem durchschnittlichen 4-Wochen-Zeitraum, wird weitgehend konstant von 93,8 Prozent (ma 2021 Audio I: 93,7 Prozent) der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren mindestens ein klassisches und/oder Online-Audio-Angebot genutzt (Audio Total). Die Hörer bleiben ihrem Sender mit mehr als vier Stunden (Verweildauer: 254 Minuten) auf hohem Niveau treu (ma 2020 Audio I: 260 Minuten). Die Umsätze der Buchbranche sind im Vergleich zum Jahr 2020 um +3,5 % auf € 9,63 (Vorjahr 9,3) Mrd. Euro gestiegen. Der stationäre Buchhandel blieb dabei mit knapp 40% der größte Vertriebsweg für Bücher mit allerdings sinkendem Umsatz vor Ort. Weiterhin wachsend war der Umsatz des Internetbuchhandels (gegenüber 2020 ein Plus von 16,5% von 2,24 auf 2,61 Mrd. Euro. Der Umsatz der E-Books stieg im zweiten Pandemiejahr nur noch leicht um 3,2%, der Anteil am Publikumsmarkt lag mit 5,7% in etwa auf Vorjahresniveau. Die positive Umsatzbilanz 2021 schlug sich in fast allen Publikums-Warengruppen nieder. Die mit 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr größten Zuwächse verzeichnete die Belletristik. Mit einem Umsatzanteil von 31,9 Prozent bleibt sie die wichtigste Warengruppe. Auch Kinder- und Jugendbücher (+4,4 Prozent), Sachbücher (+3,0 Prozent) und Ratgeber (+0,5 Prozent) legten zu. Reisebücher verbuchten ein kleines Minus von 0,4 Prozent (Quelle: Börsenverein des Deutschen Buchhandels). II.2 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2021 startete aufgrund des behördlich angeordneten Lockdowns im Winter 20/21 denkbar schlecht. Die Auswirkungen der SARS-Cov-2-Pandemie im Bereich Tageszeitungen und Anzeigenblätter der Aschendorff-Gruppe - insbesondere im Werbemarkt- haben deshalb auch im abgelaufenen Geschäftsjahr Spuren hinterlassen. Im weiteren Jahresverlauf 2021 konnte sich der Werbemarkt allerdings spürbar erholen und neben positiven Aufholeffekten bei den lokalen Geschäftsanzeigen führte insbesondere die erfolgreiche Nationalvermarktung über die Score Media Group zu positiven Ergebniseffekten. Auch das als unmittelbare Reaktion auf die negativen Umsatzauswirkungen 2020 in der Unternehmensgruppe Aschendorff eingeführte restriktive Kostenmanagement konnte die weiteren, ungeplanten Umsatzrückgänge im 1. Quartal 2021 kompensieren. Die bereits in 2019 durchgeführten Restrukturierungs- und Personalabbaumaßnahmen zahlten zusätzlich positiv auf das Konzernergebnis ein. Die Tageszeitungstitel "Westfälische Nachrichten" und "Westfalen-Blatt" feierten im Geschäftsjahr - wie andere Tageszeitungstitel in Deutschland auch - ihren 75. Geburtstag. Die "Münstersche Zeitung", seit 2015 Teil der Unternehmensgruppe, wurde sogar 150 Jahre alt. Zusammen mit den aus 2020 nachgeholten Feierlichkeiten zum 300-jährigen Bestehen der Unternehmensgruppe Aschendorff ("Aschendorff 525"), erschienen im Juni 2021 aus Sicht von Redaktion und Werbevermarktung an beiden Standorten insgesamt fünf sehr erfolgreiche Jubiläumsbeilagen. Die Geschäftsführung hat sich Anfang 2021 ferner dazu entschlossen, sich dauerhaft von größtenteils nicht betriebsnotwendigen Immobilien und Grundstücken zu trennen. Die Veräußerungserlöse aus den Immobilienverkäufen wirken sich im abgelaufenen Jahr positiv auf das Konzernergebnis aus (vgl. Ertragslage). Die Anzeigen- und Beilagenerlöse liegen mit € 63,2 Mio. in 2021 kumuliert wieder deutlich über dem Vorjahresniveau. Auch im Bereich Radiowerbung wurden geringfügige Umsatzzuwächse generiert. Die externen Druckereierlöse des Standortes Münster sind aufgrund rückläufiger Auflagen sowie in 2021 gesunkener Papierpreise leicht zurückgegangen. Im Lesermarkt der Tageszeitungen lag die verkaufte Auflage der Zeitungsgruppe Münster mit - 1,06 % unter Vorjahr, während die Abo-Auflage um -2,78 % nachgegeben hat. Die Zeitungstitel des Westfalen-Blatts verzeichneten einen Rückgang der verkauften Auflage um - 3,94 % und der Abo-Auflage von - 5,93 %. Insgesamt konnten insbesondere die Tageszeitungstitel der Zeitungsgruppe Münster im Bundesvergleich weiterhin überdurchschnittlich abschließen. Die Vertriebserlöse aus digitalen Abonnements haben sich dagegen um rd. + 23,9 % weiter deutlich gesteigert. Die Lesermarkterlöse betrugen insgesamt € 87,8 Mio.. Zur Stabilisierung der Liquiditätssituation während der Corona-Krise beantragte die Geschäftsführung in 2020 über seine Finanzierungspartner Unternehmerkredite bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die bewilligten Kredite wurden im vorherigen Geschäftsjahr aber nur in kleinerem Umfang in Anspruch genommen und in 2021 vollständig zurückgegeben bzw. getilgt. Die Gesamtinvestitionen des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von € 3,6 Mio. (ohne Finanzanlagen) entfielen insbesondere auf Investitionen in die vollständige Modernisierung der IT-Infrastruktur und konnten vollständig aus dem operativen Cash flow finanziert werden. Mit Wirkung zum 31.12.2021 wurden sämtliche Anteile an der Coesfelder Lokalradio Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG ("Radio Kiepenkerl) erworben und damit das Portfolio im Bereich Lokalradio Münsterland ausgebaut. Zusätzlich wurde im Kreis Coesfeld das Anzeigenblatt "Streiflichter" mit dem Ziel erworben, die Marktstellung des eigenen Titels "Stadtanzeiger" zu stärken. Im ostwestfälischen Verbreitungsgebiet hat die Westfalen-Blatt-Gruppe das Anzeigenblatt "Lippe Aktuell" erworben und gibt diesen Wochenzeitungstitel seit Anfang Oktober 2021 als Minderheitsgesellschafter in einem gemeinsamen Joint-Venture mit der Giesdorf Mediengruppe aus Detmold heraus. Die wöchentliche Auflage von 135.000 Exemplaren wird seit Anfang 2022 im Bielefelder Druckzentrum am Beckhof produziert. Insgesamt blickt die Unternehmensgruppe Aschendorff daher auf ein herausforderndes, aber sehr positives Konzerngeschäftsjahr 2021 zurück. Die bereits im Vorjahr angestoßenen Restrukturierungsmaßnahmen sowie der im Geschäftsjahr sich erholende Werbemarkt haben neben den positiven Einmaleffekten aus den Grundstücksverkäufen sowie eines erfolgreichen Exits im Geschäftsbereich "Aschendorff NEXT" maßgeblich Einfluss auf die erfolgreiche Entwicklung des Geschäftsjahres genommen. II.3 Wirtschaftliche Lage a) Ertragslage Die Konzernumsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 sind gegenüber dem Vorjahr um € 2,3 Mio. wieder deutlich angestiegen. Die Gesamtleistung hat sich unter Einbeziehung der Bestandsveränderung und der sonstigen betrieblichen Erträge gegenüber Vorjahr um € 8,1 Mio erhöht. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insbesondere Buchgewinne aus Immobilien- und Beteiligungsveräußerungen und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Den spürbaren Erlöszuwächsen stehen weiter deutliche, insbesondere aus der Restrukturierung des Teilkonzerns Westfalen-Blatt und der Integration der beiden Tageszeitungen verursachte Einsparungen gegenüber. Der größte Aufwandsposten der Gewinn- und Verlustrechnung bleibt der Personalaufwand, der in 2021 um € 1,3 Mio. unter Vorjahr liegt. Die Entwicklung des allgemeinen Mindestlohns führte im Bereich der Vertriebslogistik und damit in den Vertriebskosten auch im Jahr 2021 zu weiteren Kostenbelastungen. Die Abschreibungen des Konzerns sind mit € 10,3 Mio. auf Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis liegt in 2021 mit € 13,0 Mio. um € 7,7 Mio. über Vorjahr.Unter Einbeziehung des Finanzergebnisses beläuft sich das Ergebnis vor Steuern auf € 12,1 Mio. (Vorjahr € 4,5 Mio)Nach Verrechnung der ergebnisbedingt erhöhten Steueraufwendungen und -erträge (-€ 3,6 Mio.) verbleibt im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss im Konzern von € 8,4 Mio. (Vorjahr € 4,3 Mio.) vor Fremdanteilen. b) Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit € 14,3 Mio. deutlich positiv. Unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit (€ 0,6 Mio.), der Finanzierungstätigkeit (-€ 8,7 Mio.) sowie den konsolidierungsbedingten Veränderungen (€ 1,2 Mio.) hat sich der Finanzmittelbestand um € 7,4 Mio. auf € 16,4 Mio. erhöht. Die Liquiditätssteuerung der Unternehmensgruppe erfolgt zentral und stellt damit die Mittelversorgung sämtlicher Konzernunternehmen sicher, damit diese jederzeit den bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. c) Vermögenslage Die Bilanzstruktur des Konzerns wird bei einer Bilanzsumme von € 109,1 Mio. (Vorjahr: € 106,1 Mio.) wesentlich geprägt durch das Anlagevermögen von € 76,1 Mio. (69,8 % der Bilanzsumme). Der Rückgang des Anlagevermögens um € -5,0 Mio. resultiert insbesondere aus Grundstücks- und Immobilienveräußerungen sowie den planmäßigen Abschreibungen. Gegenläufig wirken sich Investitionen in die neue IT Infrastruktur sowie der Beteiligungserwerb an "Lippe aktuell" und der Erwerb des Anzeigenblattes "Streiflichter" aus. Im Umlaufvermögen werden insbesondere die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit € 12,5 Mio. (11,5 % der Bilanzsumme) und flüssige Mittel von € 16,4 Mio. (15,0 % der Bilanzsumme; € +7,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr) ausgewiesen. Das Eigenkapital des Konzerns beläuft sich zum Stichtag auf € 28,9 Mio. (Vorjahr: € 21,4 Mio.); dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 26,5 % (Vorjahr: 20,2 %) im Konzern. Der deutliche Anstieg der Eigenkapitalquote resultiert im Wesentlichen aus dem Konzernüberschuss im Berichtsjahr. Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) entfallen auf lang- und mittelfristige Verbindlichkeiten von € 22,5 Mio. (20,6 % der Bilanzsumme; -€ 4,4 gegenüber dem Vorjahr) und kurzfristige Verbindlichkeiten von € 43,5 Mio. (39,8 % der Bilanzsumme; +€ 7,0 Mio. gegenüber dem Vorjahr). Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von € 14,2 Mio. passiviert. Unter Einbeziehung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich das Engagement der Gesellschafter des Konzerns zum Stichtag auf insgesamt € 43,1 Mio. bzw. 39,5 % der Bilanzsumme. d) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Entwicklung der verkauften Auflage aller Tageszeitungstitel der Unternehmensgruppe zeigt einen Rückgang um -4.971 von 201.171 Exemplaren im vierten Quartal 2020 auf 196.200 im vierten Quartal 2021. Der relative Anteil der ePaper-Auflage hat sich im Jahr 2021 weiter erhöht. Im Jahresdurchschnitt wurden 1.123 Mitarbeiter beschäftigt. Davon sind 882 Angestellte und 241 gewerbliche Arbeitnehmer und sonstige Beschäftigte (ohne Boten). III. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Durch die im Jahr 2015 begonnene Konsolidierung der regionalen Werbe- und Lesermärkte im Tageszeitungsmarkt wurden deutliche positive Impulse für die Anzeigen-, Beilagen und Vertriebserlöse realisiert, die auch in den Folgejahren fortgesetzt werden konnten. Die Reichweite der gedruckten Tageszeitung konnte durch die Ergänzung um Online-Dienste signifikant gesteigert werden. Damit erreicht die Tageszeitung mit ihren Inhalten heute auf gedrucktem und digitalem Weg insgesamt mehr Leser als jemals zuvor. Die grundsätzliche Zuversicht für die künftige Entwicklung stützt sich dabei auch auf die hohe Qualität der Mitarbeiter in den Konzerngesellschaften sowie auf die bisherigen Erfolge von Investitionen in modernste Technik, verbunden mit einer stetigen Optimierung der betrieblichen Prozesse. Außerdem wurde die seit Jahren beschrittene Wachstumsstrategie durch die Fusion mit dem Westfalen-Blatt konsequent fortgesetzt. Die heutige Gesellschaftsstruktur bietet auch in Zukunft die Möglichkeit zur Aufnahme weiterer Partner. Die Viruspandemie Covid-19 und die damit verbundenen Auswirkungen auf unseren Geschäftserfolg sind seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine am 24. Februar 2022 im aktuellen Geschäftsjahr deutlich in den Hintergrund getreten. Der Ausblick auf den weiteren Verlauf des Jahres 2022 ist von mehreren Sorgen geprägt. Hohe Rohstoff- und Energiepreise sowie Logistik- und Lieferkettenprobleme machen auch unserer Unternehmensgruppe aktuell zu schaffen. Hinzu kommen die weiter steigende Inflation, die das Konsumverhalten einschränkt, sowie große Unsicherheiten infolge des Kriegsgeschehens. Im laufenden ersten Halbjahr 2022 zeigen sich zwei Gesichter, die eine Prognose für die Weiterentwicklung des Werbemarktes erschweren: Zum einen existiert auf der Konsumentenseite grundsätzlich die Lust zu konsumieren, denn es besteht nach mehr als zwei Jahren Corona-Beschränkungen schlicht Nachholbedarf. Hinzu kommt, dass sich ausreichend Vermögen in den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 angesammelt hat, da nicht im üblichen Maße konsumiert werden konnte. Andererseits stehen weniger finanzielle Mittel für größere Anschaffungen zur Verfügung, wenn für Benzin, Strom, Heizöl, Gas und viele Lebensmittel deutlich mehr Geld ausgegeben werden muss. Längerfristig stark ansteigende Preise sind für die Verbraucher und viele unserer Werbekunden erheblich negativ. Die Gesamtentwicklung des Werbe- bzw. Anzeigenmarktes ist deshalb weiterhin ein Risikofaktor für die künftige Entwicklung der Unternehmensgruppe. Der Digitalisierungstrend wurde durch die Pandemie überproportional verstärkt und damit einhergehende, langfristige Änderungen des Leserverhaltens und verstärkte Nutzung neuer Medien können die verkaufte Auflage und damit die Reichweite der Tageszeitungen beeinträchtigen. Gleichzeitig wird die Rentabilität insbesondere unseres Printgeschäfts durch steigende Materialpreise u.a. für Papier und die zum 1.10.2022 beschlossene Erhöhung des Mindestlohns auf 12 EUR deutlich negativ beeinflusst. Auf diese Entwicklung wird deshalb mit dem weiteren Ausbau von digitalen Angeboten reagiert. Bereits Anfang 2021 wurde in der gesamten Unternehmensgruppe ein umfassendes IT-Transformationsprojekt mit dem Ziel der Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit aufgesetzt. Mit Unterstützung einer auf IT-Transformation spezialisierten Beratungsgesellschaft sollen die IT-Systeme in der Unternehmensgruppe Aschendorff für Entwicklungen weiterer, digitaler Geschäftsfelder ausgebaut werden. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Unternehmensgruppe insbesondere von einer verstärkten Nutzung neuer Medien gerade im regionalen Bereich profitieren kann, da die Unternehmensgruppe sowohl über die sachlichen als auch über die personellen Ressourcen verfügt, um das vorhandene Informationsangebot auch crossmedial über Online-Produkte zu vermarkten. Gerade in der Corona-Krise und in Zeiten von "Fake-News" ist der Bedarf nach seriös recherchierten, regionalem Content gefragter denn je. Wir erwarten im Geschäftsbereich Lesermarkt für das Geschäftsjahr 2022 trotz der anhaltenden Krisen eine stabile Geschäftsentwicklung. Der Werbemarkt konnte deutlich zulegen und liegt bis zum Ende des 1. Halbjahres 2022 mit +5,0 % deutlich über Plan. Eine weitere Veränderung des Konsumverhaltens aufgrund der durch den Ukraine-Krieg verursachten Inflation sowie die Lieferkettenprobleme lassen den Vorstand jedoch besorgt auf das 2. Halbjahr schauen. Im Geschäftsbereich "Druckhaus" ist - auch vor dem Hintergrund der getätigten Investitionen und der langfristigen Verlängerung der ZENO-Verträge - derzeit nicht mit wesentlichen Marktrisiken zu rechnen. Aus der Drucktechnik sind darüber hinaus auch hinsichtlich Umweltrisiken oder Haftungsfragen keine besonderen Gefahren erkennbar. Die Entwicklung des Preises für Zeitungspapier bleibt aufgrund der hohen Energiepreise bei unseren Lieferanten sowie weiterer Konzentration auf der Anbieterseite kritisch zu beobachten. Die in 2022 erheblichen Preissteigerungen von bis zu 250 % im Vergleich zu 2021 wirken sich insbesondere negativ auf die Profitabilität unserer Anzeigenblattgruppe und deren Zukunftsfähigkeit aus. Diese Preissteigerungen sind stark durch den Ukraine-Krieg beeinflusst, sodass nicht dauerhaft von diesem Preisniveau ausgegangen wird. Auch der Geschäftsbereich lokaler Rundfunk ist von den andauernden Lieferkettenproblemen der Corona-Krise in größerem Umfang betroffen. Speziell das umsatzstarke Autohändlergeschäft leidet unter der Produktionsschwäche der Automobilindustrie aufgrund der Lieferengpässe bei den Vorprodukten für die Autofertigung. Da das Werbemedium "Radio" ein Abverkaufsaktivator ist, leidet diese Gattung unter Absatzschwierigkeiten ihrer Kunden. Nur mit Imagewerbung der Kunden kann der Absatzrückgang nicht aufgefangen werden. Die im Bereich "Digitale Medien" geführten Geschäftsfelder haben sich stetig entwickelt. Angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch diese Medien ist es die Strategie der Unternehmensgruppe, die breite Medien- und Dienstleistungspalette insbesondere regional weiter auszubauen und mit den traditionellen Geschäftsfeldern zu verbinden. Hierdurch sollen auch neue Kundengruppen angesprochen werden und das Leistungsangebot der Unternehmensgruppe attraktiv gehalten sowie erweitert werden. Zu diesem Zweck wurden bereits in den Vorjahren verschiedene Beteiligungen erworben. Die zukünftige Entwicklung des Geschäftsbereiches "Digitale Medien" ist weiterhin nicht sicher prognostizierbar, hat für die WMH aufgrund der hohen Wachstumsraten der Digitalwirtschaft im Vergleich zum gesamten Medienmarkt aber höchste Priorität. Die Wertentwicklung des Beteiligungsportfolios im Geschäftsbereich "Aschendorff NEXT" bietet auch zukünftig wichtige Ertragschancen für den Konzern. Ein erfolgreicher EXIT zum Jahresbeginn 2021 stellt dabei den bislang jüngsten und erfolgreichsten Meilenstein dieses Geschäftsbereichs dar. Trotz der erheblichen Kostenbelastungen infolge des Ukraine Krieges und die langfristigen Folgen der Corona-Pandemie blickt die Geschäftsführung zuversichtlich in die kurz- und mittelfristige Zukunft. Insbesondere die Nachfrage nach regionalem und glaubwürdigem Content bietet zukünftig weiterhin positive Ertragschancen. Aufgrund der Investitionen in die Erneuerung der IT-Infrastruktur erwarten wir eine deutliche Ausweitung unserer Möglichkeiten zur Marktdurchdringung der digitalen Geschäftsfelder. Durch den Wegfall der Einmaleffekte aus der Veräußerung nicht betriebsnotwendiger Immobilien und der Beteiligungsveräußerung sowie der deutlichen Kostensteigerungen, u.a. im Papier, der Energie und des auf 12 EUR erhöhten Mindestlohns ab 1.10.2022, erwarten wir ein deutlich verschlechtertes Konzernergebnis 2022. Die Risikomanagementziele und -methoden in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten orientieren sich im Wesentlichen an den Ausfallrisiken für Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Wesentliche Preisänderungs- und Liquiditätsrisiken sowie wesentliche Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind nicht zu verzeichnen. Im Anzeigenbereich und bei den Abonnenten erfolgt der Forderungseinzug hauptsächlich durch Bankeinzüge, so dass nur begrenzte Ausfallrisiken vorliegen. Darüber hinaus begegnet die WMH Ausfallrisiken durch ein zweistufiges Mahnwesen mit anschließender Übergabe der noch offenen Forderungspositionen an ein Rechtsanwaltsbüro zwecks Durchführung des außergerichtlichen und gerichtlichen Mahnverfahrens. Für zweifelhafte Forderungen werden in angemessenem Umfang Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet.
Münster, den 29. Juli 2022 Die Geschäftsführung Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes zum 31.12.2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Aschendorff GmbH & Co. KG, Münster Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Aschendorff GmbH & Co. KG, Münster, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Aschendorff GmbH & Co. KG, Münster, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, den 29. Juli 2022 Dr.
von der Hardt & Partner mbB
Sahorsch, Wirtschaftsprüfer Lensing, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss der Aschendorff GmbH & Co. KG, Münster, zum 31.12.2021 wurde am 1.8.2022 gebilligt. |
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