OVOM Care GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Martin Dr. Breloh seit 7.4.2026 | Geschäftsführer |
Marco Koehler seit 21.12.2022 | Prokura |
Isabelle Krause seit 21.12.2022 | Prokura |
Dirk Dr. Lumma seit 7.5.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 24.90% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Körber Beteiligungen GmbHHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht 2022Körber Beteiligungen GmbH, HamburgGrundlagen des Konzerns Geschäftstätigkeit und Organisation des Körber Beteiligungen-Konzerns Die Körber Beteiligungen GmbH mit Sitz in Hamburg befindet sich zu 100 Prozent in Besitz der Körber AG, Hamburg. Alleinige Gesellschafterin der Körber AG ist die gemeinnützige Körber Stiftung. Die Körber AG ist die Holdinggesellschaft eines internationalen Technologiekonzerns mit weltweit rund 12.500 Mitarbeitern. Der Konzern vereint technologisch führende Unternehmen mit mehr als 100 Produktions-, Service- und Vertriebsstandorten. Körber verbindet die Vorteile einer weltweit präsenten Organisation mit den Stärken hochspezialisierter und flexibler mittelständischer Unternehmen. Diese bieten ihren Kunden Lösungen, Produkte und Services in den Geschäftsfeldern Digital, Pharma, Supply Chain, Technologies und Tissue. Im Geschäftsfeld Digital bietet und entwickelt Körber digitale Produkte, Dienstleistungen und Lösungen mit Experten, Wissenschaft und Partnern aus verschiedenen Branchen der Logistik, Pharma-, Tissue- und Tabakindustrie, um die globale Fertigung zu transformieren. Darüber hinaus zielt das Geschäftsfeld Digital auf den Aufbau von Technologieunternehmen für eine durch künstliche Intelligenz (KI) getriebene Produktionseffizienz. Das Geschäftsfeld Pharma bietet ein breites Portfolio aus integrierten Lösungen entlang der gesamten Pharma-Wertschöpfungskette. Ausgehend von der fundierten Erfahrung in den Bereichen Beratung, Inspektion, Transportsysteme, Verpackungsmaschinen und -materialien sowie Software, hat Körber passende Lösungen, um die Produktivitäts- und Geschäftspotenziale seiner Kunden zu entfalten. Mit ausgewiesenem Verständnis für die Herausforderungen von Pharmaprozessen und -regulierung hilft Körber dabei, das volle Potenzial bei globalen Pharma- und Biotech-Produktionen auszuschöpfen. Das Geschäftsfeld Supply Chain bietet eine breite Palette bewährter Supply Chain-Lösungen, die auf die Größe, die Geschäftsstrategie und die Wachstumsambitionen der Kunden abgestimmt sind. Körbers Supply Chain-Portfolio umfasst Software, Automatisierung, Brief- und Paketlösungen, Sprachlösungen, Robotik und Transportsysteme. Die Kunden profitieren maßgeblich von Körbers Kompetenz in der Systemintegration, die alle Komponenten miteinander verbindet und eine reibungslose Abwicklung der Abläufe in komplexe Lagesystemen gewährleistet. Das Geschäftsfeld Technologies entwickelt und integriert maßgeschneiderte Lösungen in den Bereichen Maschinen, Anlagen, Software, Messgeräte, Aromen sowie Serviceangebote mit dem Schwerpunkt in der Tabak- und Genussmittelindustrie, damit Kunden ihr volles Potential entfalten können. Körber ist mit seinem Geschäftsfeld Tissue ein führender voll integrierter, globaler Anbieter zukunftsweisender Lösungen für die Hygienepapier-Industrie. Körber bietet ein umfassendes Portfolio an Tissue-Technologien, um Kunden über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu unterstützen - von gerolltem bis zu gefaltetem Hygienepapier, von der Verarbeitung bis zur Verpackung. Die hochentwickelten, automatisierten und benutzerfreundlich integrierten Lösungen bieten grundlegende Vorteile, um in der Tissue-Industrie erfolgreich zu sein: Körber bringt die Betriebsabläufe seiner Kunden auf die nächste Stufe und stärkt ihre finanzielle Leistungsfähigkeit durch Optimierung der Gesamtbetriebskosten. Konzernstrategie und -steuerung Die Körber AG mit Sitz in Hamburg ist eine strategische Management-Holding und trägt die Gesamtverantwortung für den Konzern. Die Grundsätze und Unternehmenswerte sowie Compliance-Vorschriften der Körber AG gelten für die Körber Beteiligungen GmbH gleichermaßen. Das operative Geschäft wird in den Geschäftsfeldern des Konzerns - Digital, Pharma, Supply Chain, Technologies und Tissue - weiterentwickelt. Die Geschäftsfelder werden als operativ eigenständige Einheiten jeweils von einer Führungsgesellschaft geführt, die das Geschäft verantwortet und überwacht. Der Gestaltungsrahmen hierfür ist über die Konzern- und Geschäftsfeldstrategien geregelt. Diese werden gemeinsam vom Konzernvorstand mit den Geschäftsfeldleitungen entwickelt und verabschiedet. Der Körber-Konzern verfolgt eine Strategie, die auf langfristig profitables Wachstum ausgerichtet ist und sich auf drei Themenfelder fokussiert: stärker wachsen als der Markt, Innovationen forcieren und operative Prozesse verbessern. Grundsätze und Überzeugungen Das Handeln der Mitarbeiter und Führungskräfte im Körber-Konzern basiert auf den Körber-Grundsätzen, die nachhaltiges Wachstum, nachhaltige Ertragskraft und finanzielle Unabhängigkeit in den Mittelpunkt stellen. Die Körber-Grundsätze sind untrennbar mit dem Erfolg der einzelnen Körber-Unternehmen und damit der Zukunft des Konzerns verbunden. Sie bilden die Basis für die Strategie und sind zudem Grundlage für die Marken-Positionierung des Konzerns, bestehend aus Vision, Selbstverständnis und Überzeugungen. Unsere Vision: • Erfolg ist Marktführerschaft durch Technologieführerschaft für unsere Kunden. Unser Selbstverständnis: • Wir sind die Heimat für Unternehmer: Wir setzen unternehmerisches Handeln in Erfolg für unsere Kunden um. Unsere Überzeugungen: • Es ist entscheidend, das Richtige als Erster zum richtigen Zeitpunkt zu tun. • Zusammenarbeit führt zum Erfolg. • Unsere finanzielle Unabhängigkeit gibt uns den Freiraum, unternehmerisch zu handeln und ist die Grundlage für unseren nachhaltigen Erfolg. Compliance Im Einklang mit den Körber-Grundsätzen erwartet Körber von allen Führungskräften und Mitarbeitern des Konzerns, überall in der Welt die geltenden Gesetze sowie hohe ethische Standards einzuhalten. Schwerpunkte des konzernweit geltenden Compliance-Management-Systems sind die Einhaltung des Kartellrechts und der Antikorruptionsvorschriften sowie von Exportkontroll- und Sanktionsvorschriften, die Bekämpfung von Geldwäsche sowie Maßnahmen zur Betrugsprävention. Die im gesamten Körber-Konzern verbindlichen Compliance-Regelwerke sind in einem Verhaltenskodex zusammengefasst. Weltweit gilt so ein einheitlicher, hoher Standard. Der Verhaltenskodex enthält die wesentlichen Regeln für das Verhalten innerhalb des Konzerns sowie im Verhältnis zu externen Partnern. Der Verhaltenskodex ist öffentlich über die Internetseiten der Körber AG abrufbar. Dort können auch konzerninterne sowie externe Personen auf Compliance-Verstöße hinweisen, auf Wunsch anonym. Ein Compliance Board überwacht die Wirksamkeit und Effizienz der Compliance-Regelwerke. Darüber hinaus muss jeder Lieferant den Verhaltenskodex für Lieferanten des Körber-Konzerns mit Mindeststandards erfüllen. Forschung und Entwicklung Körber ist als internationaler Technologiekonzern in diversen Branchen mit Maschinen- und Anlagenbau, Logistiklösungen und Softwareprodukten tätig. Der Vision "Marktführerschaft durch Technologieführerschaft" folgend, spielten Innovation und Technologie auch 2022 eine wesentliche Rolle in der Entwicklung des Konzerns. Neben der Aufgabe, neue Technologien und Trends für die Körber zu evaluieren, widmete sich das Team Technology Innovation intensiv der Aufgabe, den einzelnen Geschäftsfeldern Hilfestellung in der strategischen Suche nach neuen Märkten zu bieten. Dabei wird der Fokus für neue Produktideen zunehmend auf Märkte der nahen und mittleren Zukunft gerichtet. Ein weiterer Schwerpunkt im Jahr 2022 war das Thema "Eco-Design". Dabei geht es darum, Maschinen und Anlagen so zu konstruieren, dass der durch sie verursachte CO 2 -Ausstoß über den gesamten Lebenzzyklus so gering wie möglich ist. Unterstützt wird das Projekt durch das neu gegründete "Think Tank" Eco-Design in der konzernweiten K.Innovation Community, in der sich Körber-Beschäftigte zu verschiedensten technologischen Themen auf umfangreichen SharePoint-Seiten des Bereichs Technology Innovation informieren, austauschen und an Diskussionen teilnehmen können. Die digitale Transformation ist weiterhin einer der strategischen Schwerpunkte des Konzerns. Der eingeschlagene Weg wurde konsequent fortgesetzt und die digitale Strategie kontinuierlich weiterentwickelt und implementiert. Unter der Überschrift "AI First" ("Künstliche Intelligenz zuerst") umfasst diese die Etablierung eines gemeinsamen, KI-gestützten digitalen Portfolios für alle Geschäftsfelder, aber auch darüber hinaus. So werden industrie-agnostische digitale Produkte und Services entwickelt, die auch außerhalb von Körbers Kernindustrien angeboten werden können. Die Unternehmen im Körber Beteiligungen-Konzern meldeten im Geschäftsjahr erneut zahlreiche Patente an. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) betrugen 2022 169 Mio. Euro und lagen damit 45 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 124 Mio. Euro. Dies entspricht einer F&E-Quote von 6,7 Prozent vom Umsatz (Vorjahr: 6,3 Prozent). Die Quote lag damit weiterhin auf einem hohen Niveau. Geschäftsfeld Digital Das Geschäftsfeld konzentrierte sich im Berichtsjahr erneut auf drei Kernaufgaben: die Generierung neuer Ideen und digitaler Geschäftsmodelle mittels eines konzernweiten digitalen Innovationsprozesses, die Unterstützung der anderen Körber-Geschäftsfelder bei der Entwicklung digitaler Produkte sowie das Ausgründen eigenständiger Technologieunternehmen, dem sogenannten Venture Building. Zum Jahreswechsel 2021/22 wurde das Portfolio durch die Akquirierung des KI-Beratungsunternehmens DAIN Studios weiter ausgebaut. Außerdem wurden das dritte Portfoliounternehmen KENGAGE und dessen Marke "vaibe" am Markt eingeführt. Vaibe zielt darauf ab, die Effizienz auf dem Shopfloor mit Erfolgspsychologie und Gamification-Methoden zu erhöhen. Für die Unterstützung der anderen Körber-Geschäftsfelder im Kontext der Digitalisierung wurde die Initiative "Value 4 Data" aufgesetzt. Diese hat zum Ziel, technische und methodische Basiselemente verfügbar zu machen, mit deren Hilfe der Aufbau digitaler Services für die installierte Maschinenbasis von Körber vereinfacht und beschleunigt werden kann. In einem ersten Schritt sollen ein Data Lake und eine Low-Code-Plattform, also eine einfach zu bedienende Software-Entwicklungsumgebung, für die effiziente und breitflächige Erstellung von digitalen Anwendungen bereitgestellt werden. Geschäftsfeld Pharma Im Geschäftsbereich Machinery des Geschäftsfelds Pharma wurde mit der SWITCH 350 eine Maschine zur Erweiterung des Portfolios flexibler Inspektionslösungen für Phiolen und Spritzen entwickelt und vorgestellt. Auf der Messe PackExpo 2022 in Chicago, USA, wurde den Kunden außerdem der neu entwickelte Case Packer präsentiert, der das Portfolio des Geschäftsfelds im Bereich der Kartonbündelung ergänzt. Zudem wurde das digitale Portfolio des Geschäftsfelds fortlaufend weiterentwickelt, indem Produkte wie zum Beispiel die Academy oder Smart Maintenance mit zusätzlichen Features, auch unter Nutzung von KI, ausgestattet wurden. Mit dem Werum PAS-X MES wurde der Pharma-Geschäftsbereich Software vom international renommierten IT-Marktanalyse- und Beratungsunternehmen Gartner im zweiten Jahr in Folge als Leader, also führend, im Bereich "Manufacturing Execution Systems" eingestuft. Ebenfalls wurde Körbers Pharma-Kompetenzbereich Materials im Rahmen der "Pharmapack Awards 2022" mit dem "Sustainability Innovation Award" für die Entwicklung eines vollständig recyclebaren Kartonmaterials aus Gras für die Verpackung pharmazeutischer Produkte ausgezeichnet. Geschäftsfeld Supply Chain Im Geschäftsfeld Supply Chain wurde die Standardisierung des Pallet-Handling-Geschäfts sowohl im Hardware- als auch im Automatisierungsbereich weiter vorangetrieben. So wurde eine neue, harmonisierte Palettenfördertechnik und eine neue Generation Regalbediengeräte entwickelt. Das Layer Picker-Portfolio wurde um eine innovative Lösung ergänzt, die mobile Roboter anstelle fest installierter Fördertechnikkomponenten einsetzt. Neu ist auch die digitale Anwendung "Operator Eye", die mithilfe von KI-basierten Algorithmen die Verfügbarkeit des Layer Pickers erhöht. Im Bereich Fertigungslogistik wurde der Prototyp einer Palletierlösung speziell für die "Fast Moving Consumer Goods"-Industrie entwickelt. Im Geschäftsbereich Parcel Logistics wurde die neue Generation Sorter VarioSort V5.0 mit Fokus auf Wartungsreduktion, Energieeinsparung und vereinfachter Installation entwickelt. Visicon Compact ist ein neues Produkt, das für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Platzbedarf bei geringerem Durchsatz konzipiert wurde. Das Digital-Portfolio wurde um Predictive Maintenance-Funktionalitäten erweitert. Der Geschäftsbereich Software startete im Berichtsjahr mehrere Schlüsselinitiativen, wobei ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Entwicklung von Plattformen, der Weiterentwicklung bestehender Produkte und der Entwicklung neuer Produkte bestand. Dazu gehörte die weitere Migration von Funktionen auf die Körber One-Plattform, um insbesondere die kommerzielle Einführung von Warehouse Advantage und CLASS Lagersimulation zu ermöglichen. Im Bereich Produktentwicklung wurde die Marktreife des UCS (Unified Control System) vorangetrieben. Es ermöglicht eine reibungslose Kontrolle und Sichtbarkeit aller Ressourcen im Lager, mit vollständiger Integration in das Lagerverwaltungssystem. Geschäftsfeld Technologies Das Geschäftsfeld Technologies baute auch 2022 sein Portfolio an innovativen Angeboten für die internationale Tabakindustrie aus und erweiterte seine Kompetenzen, die auch für neue Branchen von Relevanz sind. Der Fokus der F&E-Aktivitäten verteilte sich weiter auf vier Felder: Grundlagenuntersuchungen, klassische Serienprodukte, Maschinen für die neuen Produktkategorien und gemeinsame Innovationsprojekte mit Kunden. Entwicklungen von Maschinen und Technologien für die neuen Tabak- bzw. Nikotinprodukte prägten das Berichtsjahr. Die Entwicklung und Vermarktung digitaler Produkte und Lösungen wurde weiter intensiv vorangetrieben, wie zum Beispiel die Produktionsmanagement-Software dMOM, die Echtzeit-Informationen über Aufträge und Bestellungen, Arbeit und Material, Maschinenstatus und Produktlieferungen bereitstellt. Lösungen außerhalb der Tabakindustrie wurden ebenfalls vorangetrieben. So wurde intensiv weiter an der Entwicklung des Körber Cell Makers gearbeitet, eine Hochleistungsmaschine für die Produktion von Batteriezellen für Elektrofahrzeuge. Geschäftsfeld Tissue Im Jahr 2022 hat das Geschäftsfeld Tissue in Zusammenarbeit mit anderen Geschäftsfeldern des Konzerns und externen Partnern das Körber-Ökosystem eingeführt. Diese Lösung integriert alle Technologien, die eine Tissue-Produktumgebung ausmachen, um eine höhere Gesamtanlageneffektivität (Overall Equipment Effectiveness, OEE) auf Linienebene zu erreichen. Das Körber-Ökosystem bietet auch ein hohes Maß an Flexibilität in Bezug auf den Endproduktmix. Dies ermöglicht es dem Kunden, rechtzeitig auf plötzliche Veränderungen der Marktnachfrage reagieren zu können. Als Teil der Roadmap für nachhaltige Produkte wurde die "MTC ITF Change" in die Fold-Familie aufgenommen. Das Vakuumsystem der flexiblen Faltlinie kann bis zu 30 Prozent Energie einsparen und ermöglicht zudem einen automatischen Cut-Off-Wechsel mit nur wenigen Handgriffen. Mit "Application Ready" hat das Geschäftsfeld ein neues Konzept zum Datenaustausch mit allen digitalen Anwendungen auf den Weg gebracht und ein digitales Tool entwickelt, mit dem Daten aus Produktionslinien künftig über den Tissue Data Service (TDS) und dank des Open Tissue Standards standardisiert ausgelesen werden können. Wirtschaftsbericht Wirtschaftliches Umfeld Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2022 hat die Weltwirtschaft den Krieg in der Ukraine und die hohen Inflationsraten besser verkraftet als zunächst befürchtet. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das globale Plus bei 3,4 Prozent. Im Jahr zuvor war die Weltwirtschaft zwar noch um 6,2 Prozent gewachsen, diese hohe Rate erklärt sich aber mit der starken Erholung nach dem Einbruch von 3,1 Prozent im Jahr 2020, in dem die Covid-19-Pandemie erstmals die globale wirtschaftliche Entwicklung bestimmte. In ihrem Konjunkturbericht ("World Economic Outlook") von Ende Januar 2023 betonten die IWF-Experten, dass der weltweite Kampf gegen die hohe Inflation, Russlands Krieg gegen die Ukraine und ein Wiederaufleben von Covid-19 in China das globale Wirtschaftswachstum 2022 zwar belastet haben, sich zahlreiche Volkswirtschaften jedoch überraschend robust zeigten und vor allem im dritten Quartal starke Zahlen lieferten. Das betraf die USA, die Staaten des Euroraums und viele wichtige Schwellenländer, da sowohl der private Konsum als auch die Investitionen stärker als erwartet ausfielen und dabei von einer hohen fiskalischen Unterstützung profitierten. Private Haushalte gaben wieder mehr Geld aus, um die durch die Maßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie aufgestaute Nachfrage zu befriedigen. Auf der Angebotsseite ermöglichte eine Entspannung in den zuvor gestörten Lieferketten und ein Rückgang bei den Transportkosten einen Aufschwung in Branchen wie etwa der Automobilindustrie. Auch die Energiemärkte konnten sich nach dem Schock des Kriegsausbruchs schneller als erwartet auf die neue Situation einstellen. Im vierten Quartal 2022 ließ der Aufschwung jedoch in einigen der großen Volkswirtschaften wieder nach. Das Wachstum in den USA entwickelte sich stärker als erwartet, lag laut IWF mit plus 2,0 Prozent aber auch deutlich unter den Zahlen im Erholungsjahr 2021, als die US-Wirtschaft um 5,9 Prozent zulegte. Auch das europäische Wirtschaftswachstum erwies sich im Jahr 2022 als robust und spiegelt zum Teil die staatliche Unterstützung der von der Energiekrise betroffenen Haushalte und Unternehmen wider. Trotz wieder sinkender Gaspreise verschlechterte sich das Verbrauchervertrauen und die Stimmung in der Wirtschaft im vierten Jahresquartal, die Inflationsrate lag Ende des Jahres in mehreren Ländern des Euroraums und auch in Großbritannien bei über 10 Prozent. Die beschleunigten Zinserhöhungen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Preissteigerungen sorgten für eine Abkühlung der Nachfrage. Das Wachstum im Euroraum lag 2022 bei 3,5 Prozent gegenüber einem Plus von 5,9 Prozent im Vorjahr. Die stärksten Zuwächse gab es dabei in Spanien (5,2 Prozent) und Italien (3,9 Prozent). Auch die Wirtschaft in Großbritannien legte um 4,1 Prozent deutlich zu. Auch Deutschland konnte nicht ganz an den Wert aus dem Erholungsjahr anknüpfen. Nach dem Zuwachs der Wirtschaftsleistung 2021 um 2,6 Prozent betrug das Wachstum im Folgejahr 1,9 Prozent. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und den damit einhergehenden extremen Energiepreiserhöhungen, berichtete das Statistische Bundesamt (Destatis). Trotz verschärfter Material- und Lieferengpässe, massiv steigender Preise, dem Fachkräftemangel und der andauernden, wenn auch im Jahresverlauf nachlassenden Covid-19-Pandemie konnte sich die deutsche Wirtschaft insgesamt gut behaupten. Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege 2022 erneut zu. So exportierte Deutschland laut Destatis preisbereinigt 3,2 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als noch im Jahr 2021. Gleichzeitig legten die Importe preisbereinigt sogar um 6,7 Prozent zu. Im Maschinenbau hat sich die Lage verschlechtert. Laut dem VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) verzeichneten die Unternehmen 2022 bei den Bestellungen preisbereinigt ein Minus von 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau. Vor allem im vierten Quartal gab es einen starken Einbruch bei den Auftragseingängen in Höhe von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch in China verlangsamte sich die Wirtschaftstätigkeit im vierten Quartal aufgrund großer Covid-19-Ausbrüche in Peking und anderen dicht besiedelten Gebieten. Für das Gesamtjahr lag der Zuwachs laut IWF-Bericht daher nur noch bei plus 3,0 Prozent gegenüber einem Wachstum von 8,4 Prozent im Vorjahr. Indien lag in 2022 mit seinem Wachstum von 6,8 Prozent darüber, ebenso wie im Vorjahr mit einem Wachstum von 8,6 Prozent. Japans Wirtschaft legte laut IWF-Angaben um 1,4 Prozent gegenüber 2021 zu, als es noch ein Plus von 2,1 Prozent zu verzeichnen gab. Bei den Schwellen- und Entwicklungsländern gab es 2022 nur noch ein Plus von 3,9 Prozent, nachdem dort im Jahr zuvor wegen der Pandemie-Nachholeffekte insgesamt ein Wachstum von 6,7 Prozent erzielt wurde. In Russland brach die Wirtschaftsleistung wegen des Ukraine-Krieges und der damit verbundenen Sanktionen gegen das Land um 2,2 Prozent ein. In Lateinamerika betrug der Zuwachs 3,9 Prozent, in Brasilien und Mexiko wuchs die Wirtschaft im Jahr 2022 jeweils um 3,1 Prozent. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Geschäftsfeld Digital Die Anzahl digitaler Lösungen, Produkte und Dienstleistungen nahm in allen Kundenbranchen des Körber-Konzerns weiter zu. Der zunehmende Kostendruck aufgrund weltwirtschaftlicher Entwicklungen wie beispielsweise Rohstoffengpässe, Energiekrise und Personalknappheit hat zwar teils zu einer größeren Zurückhaltung bei Investitionen von Unternehmen in Innovation geführt, andererseits aber auch die Notwendigkeit digitaler Lösungen zur Steigerung der Produktionseffizienz verdeutlicht. Der Fokus lag hier weiterhin auf digitalen Produkten aus den Bereichen der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens, die ohne großen Investitionsaufwand die Produktion effizienter machen können. Geschäftsfeld Pharma Laut IQVIA (Institute for Human Data Science) konnte der Pharmamarkt wie im Vorjahr ohne Berücksichtigung der Corona-Pandemie ein stabiles Wachstum im mittleren einstelligen Bereich vorweisen. Dieses Wachstum konnte trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten realisiert werden, da vor allem das Marktsegment biopharmazeutischer Produkte weiter zulegen konnte. Zusätzliche Marktimpulse durch die Bekämpfung der Corona-Pandemie wie noch in 2021 blieben im Berichtsjahr aus. Um regulatorische Anforderungen einhalten zu können, hat sich außerdem die Digitalisierung der Industrie im vergangenen Jahr fortgesetzt. Die umsatzstärksten Regionen blieben Nordamerika und Europa. Geschäftsfeld Supply Chain Der Markt für Supply-Chain-Automatisierungs- und Softwarelösungen war 2022 weltweit von einem sich fortsetzenden Aufschwung gekennzeichnet und zeigte eine insgesamt solide Dynamik. Hauptgründe dafür waren neben einem Nachholbedarf für Investitionen aus 2020/21 das während der Corona-Pandemie veränderte Kaufverhalten von Konsumenten und der weltweit anhaltende Fachkräftemangel. Beides erforderte von Supply-Chain-Kunden eine größere Flexibilität und einen höheren Automatisierungsgrad. Zum Ende des Berichtsjahres wirkten sich erste Folgen des Ukraine-Krieges und die weltweit hohe Inflation auf die Gesamtnachfrage nach neuen Projekten aus. Nach wie vor lässt sich die seit Jahren andauernde unterschiedliche Entwicklung einzelner Industriesegmente beobachten. Das produzierende Gewerbe (Automobilindustrie, Maschinenbau und Elektrotechnik, sowie deren Zulieferer) zeigte nach Jahren einer Schwächephase in 2022 positive Signale und wuchs im einstelligen Bereich. Die bereits stark wachsenden Segmente der Online-Händler, Paketzusteller, Transportlogistiker und Pharmaindustrie wiesen ähnlich wie im vergangenen Jahr eine besonders hohe Dynamik auf. Geschäftsfeld Technologies Der weltweite Zigarettenkonsum lag laut Euromonitor im Jahr 2022 stabil bei knapp 5,2 Mrd. Sticks (- 0,1 Prozent). Während die Märkte im Nahen Osten / Afrika (+2 Prozent) und Asien (+1 Prozent) ein leichtes Wachstum zu verzeichnen hatten, ging der Konsum in Nordamerika (-6 Prozent), Lateinamerika (-1 Prozent), Westeuropa (-3 Prozent) und Osteuropa (-8 Prozent) weiter zurück. Die Folgen der Corona-Pandemie fallen hier regional sehr unterschiedlich aus. So gibt es Länder, die aufgrund von Verkaufsverboten deutliche Konsumeinbrüche zu verzeichnen haben, aber auch Länder mit einer leichten Zunahme des Konsums. Der deutliche Rückgang in Osteuropa ist vornehmlich auf den Krieg Russlands gegen die Ukraine zurückzuführen. Aufgrund zunehmender Regulierungen und sich ändernden Konsumverhaltens konzentrierten sich die multinationalen Konzerne weiterhin auf Alternativen wie Tabakerhitzungsprodukte (THP), auf E-Zigaretten und auf orale Nikotinprodukte (ONP). Die für die Großkonzerne wichtigste Kategorie der Tabakerhitzer wuchs 2022 global um 9 Prozent und allein in dem wichtigen Markt Westeuropa um 30 Prozent. Die Konzerne investierten in dieser Kategorie am meisten. Unabhängige Kunden gewannen weiter an Bedeutung, insbesondere im Bereich der konventionellen Zigarette. Geschäftsfeld Tissue Nach vorläufigen Hochrechnungen von Fastmarkets RISI, dem Informationsdienstleister für die Zellstoff- und Papierindustrie, belief sich die weltweite Tissue-Nachfrage im Jahr 2022 auf fast 44,8 Millionen Tonnen, was einem Anstieg von 3,5 Prozent gegenüber 2021 (43,3 Millionen Tonnen) entspricht. Der größte Anteil der Tissue-Nachfrage entfiel mit 78,2 Prozent auf den Verbrauchersektor, die restlichen 21,8 Prozent auf den "Away from home"-Sektor (AfH), der sich allmählich von der Verlangsamung erholt, die er während der Pandemiezeit 2020-21 erlitten hat. Betrachtet man den Hauptverbrauchermarkt für Tissue, so steht China mit einem Anteil von 27 Prozent an der weltweiten Nachfrage das zweite Jahr in Folge an erster Stelle. Nordamerika folgt mit 22 Prozent. Die einzige Region, in der die Tissue-Nachfrage zurückging, ist Osteuropa, wo ein Rückgang von -4 Prozent zu verzeichnen war. Die in Folge des Ukraine-Krieges stark gestiegenen Energiepreise führten insbesondere in Europa zu einer Investitionszurückhaltung bei Tissue-Produzenten. Überblick über den Geschäftsverlauf Der Körber Beteiligungen-Konzern setzte auch im Geschäftsjahr 2022 seine Digitalisierungsstrategie konsequent fort und stärkte durch Investitionen sowohl seine internationale Ausrichtung als auch sein Produkt- und Leistungsportfolio. Im Februar unterzeichnete Körber eine Vereinbarung zur Übernahme des globalen Post- und Paketgeschäfts von Siemens Logistics. Mit der Akquisition, die im Juli erfolgreich abgeschlossen wurde, erweitert Körber sein Supply-Chain-Angebot deutlich. Siemens Logistics mit Hauptsitz in Konstanz ist einer der marktführenden Anbieter für modernste Post- und Pakettechnologie, Automatisierung sowie fortschrittliche Software. Körber erschließt sich damit ein komplementäres Produktangebot und eröffnet sich Zugang zu den weltweit führenden Logistikanbietern. Damit entstehen neue Chancen für Partnerschaften, von denen die bestehenden Kunden des Konzerns profitieren können. Im Gegenzug profitiert das Post- und Paketgeschäft von Körbers "End to End"-Expertise im Bereich Supply Chain und der globalen Systemintegration. Die Ende 2021 vereinbarte strategische Partnerschaft zwischen Körber und der US-Beteiligungsgesellschaft KKR und der damit verbundene Einstieg von KKR in Körbers Supply-Chain-Software-Geschäft wurde im März 2022 umgesetzt. Um das Software-Geschäft im Geschäftsfeld Supply Chain auszubauen, schloss Körber im Juli eine Vereinbarung über den Kauf der Enspire CommerceTM Omnichannel-Lösungen des US-Unternehmens enVista einschließlich des Auftragsmanagementsystems (OMS) und des Frachtprüfungs- und Zahlungsdienstes (FAP). Die Kombination von Kӧrbers Softwareexpertise mit der Kompetenz und den Angeboten von enVista gibt Unternehmen die Möglichkeit, ihre Handels- und Logistikabläufe End-to-End auszurichten und weiter zu digitalisieren. Mit der Übernahme, die im September abgeschlossen wurde, ist Kӧrber zu einem integrierten, globalen Anbieter von Omnichannel-Commerce-, Fulfillment- und Transport-Software geworden. Im September gründete Körber nach FactoryPal und InspectifAI sein drittes Digital Venture und führte "vaibe" wenig später am Markt ein. Vaibe zielt darauf ab, die Effizienz auf dem Shopfloor mit Erfolgspsychologie und Gamification-Methoden zu erhöhen: Mithilfe von spielerischen Aufgaben und einem Punkte-Belohnungssystem wird die Motivation, Leistungsfähigkeit und -bereitschaft von Lagermitarbeitern erhöht und dadurch zudem die Bindung zum Unternehmen gestärkt. Körber verfolgt eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie und möchte bereits bis 2025 klimaneutral produzieren. Im Frühjahr 2022 führte Körber deshalb eine Bestandsaufnahme der Green-House-Gas-Emissionen (GHG) für Scope 1 und 2 für die Jahre 2019, 2020 und 2021 durch. Die Vorgehensweise und die Ergebnisse zur CO 2 -Bilanz des Konzerns sind in Körbers erstem Nachhaltigkeitsbericht dargestellt, der im August veröffentlicht wurde. Der Bericht beschreibt die Nachhaltigkeitsstrategie, erste Ergebnisse und Zahlen sowie die Maßnahmen, mit denen Körber seine Ziele in den drei Dimensionen "Umwelt", "Gesellschaft" und "Unternehmensführung" erreichen will. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Interne Konzernsteuerung Die interne Steuerung des Körber-Beteiligungen-Konzerns erfolgt primär über Kennzahlen zum Wachstum (Auftragseingang und Umsatz) und zur Profitabilität (EBITA). Das für Steuerungszwecke im Körber-Beteiligungen-Konzern verwendete EBITA beinhaltet keine Ergebnisse aus Desinvestitionen einschließlich zugehöriger Transaktionskosten sowie keine Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens. So ist die effiziente Umsetzung der auf langfristig profitables Wachstum ausgelegten Strategie gewährleistet. Verbesserung von Auftragseingang und Umsatz Die Geschäftszahlen spiegeln die durch organisches und anorganisches Wachstum geprägte, positive Entwicklung des Körber-Beteiligungen-Konzerns wider. Der Auftragseingang hat sich im Berichtsjahr deutlich verbessert. Insgesamt erhielten die Unternehmen des Körber-Beteiligungen-Konzerns Aufträge in Höhe von 2.872 Mio. Euro (2021: 2.210 Mio. Euro) und übertrafen damit nicht nur den Vorjahreswert um 30 Prozent, sondern auch die Erwartungen um rund 20 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Beiträge von im Berichtsjahr akquirierten Geschäftsbereichen lag der Auftragseingang um 19 Prozent über dem Wert des Jahres 2021 und um 9 Prozent über den Erwartungen. Der Körber-Beteiligungen-Konzern startete mit einem Auftragsbestand von 1.646 Mio. Euro in das Jahr 2022, während die Auftragsbücher zu Beginn des Vorjahres noch ein Volumen von 1.437 Mio. Euro auswiesen. Dementsprechend stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich und übertraf auch die Erwartungen um 15 Prozent. Der Körber Beteiligungen-Konzern erzielte im Jahr 2022 Umsätze in Höhe von 2.538 Mio. Euro (2021: 2.038 Mio. Euro). Das entspricht einem Anstieg von 25 Prozent. Bereinigt um die Neuzugänge ist der Umsatz im Vergleich zu 2021 um 10 Prozent gewachsen. Europa bleibt der umsatzstärkste Markt für die Unternehmen des Körber-Beteiligungen-Konzerns. Sein relativer Anteil am Gesamtumsatz betrug 46 Prozent (Vorjahr: 50 Prozent). Der Anteil Europas am Auftragseingang ist mit 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr konstant. Die Bedeutung der amerikanischen Märkte nahm unter anderem auch durch die getätigte Akquisitionen im Berichtsjahr weiter zu. Ihr Anteil stieg beim Umsatz auf 34 Prozent (Vorjahr 27 Prozent) und beim Auftragseingang auf 31 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent). Unter anderem bedingt durch das stärkere Gewicht der amerikanischen Märkte am Konzernumsatz, blieb der Anteil der asiatischen Märkte beim Umsatz mit 15 Prozent nochmals unter dem Wert des Vorjahres (19 Prozent), während der Auftragseingang sich mit 16 Prozent auf dem Vorjahresniveau bewegt Positive Ergebnisentwicklung setzt sich fort Die positive Entwicklung des Konzernergebnisses setzte sich im Berichtsjahr fort. Auch das Ergebnis des Körber Beteiligungen-Konzerns verbessert sich im Berichtsjahr deutlich. Das EBITA betrug 224 Mio. Euro und lag damit nicht nur merklich über dem Vorjahreswert von 177 Mio. Euro, sondern auch leicht über den Erwartungen. Ursächlich hierfür waren die gestiegenen Umsätze, gegenläufig wirkten unter anderem Einmaleffekte aus der Integration der neuen Geschäftsbereiche sowie inflationsbedingte Anpassungen bei Pensionsverpflichtungen. Die Entwicklung der Umsatzrendite (ROS) bewegt sich mit einem Anstieg von 8,7 auf 8,8 Prozent weiter auf das langfristig angestrebte Ziel zu. Der Umsatzentwicklung folgend lag auch die Gesamtleistung des Körber Beteiligungen-Konzerns mit 2.486 Mio. EUR um rund 21 Prozent über der des Vorjahres (2021: 2.047 Mio. Euro). Der Materialaufwand belief sich auf 880 Mio. Euro (Vorjahr: 721 Mio. Euro) und macht damit unverändert 35 Prozent der Gesamtleistung aus. Der Personalaufwand stieg um 161 Mio. Euro auf 987 Mio. Euro (Vorjahr: 826 Mio. Euro) - bezogen auf die Gesamtleistung blieb der Anteil der Personalkosten mit 40 Prozent konstant. Der sonstige betriebliche Aufwand übertraf mit 564 Mio. Euro den Vorjahreswert von 425 Mio. Euro deutlich, im Verhältnis zur Gesamtleistung stieg die Quote von 21 auf 23 Prozent. Neben dem Effekt aus der erstmaligen Einbeziehung der erworbenen Gesellschaften, stiegen auch die Währungskursaufwendungen deutlich, wobei dieser Entwicklung ein Anstieg der Währungskurserträge gegenübersteht. Insgesamt weist der Körber Beteiligungen-Konzern im Jahr 2022 einen Jahresüberschuss von 610 Mio. Euro aus (Vorjahr 22 Mio. Euro). Darin enthalten sind die Ergebniseffekte aus den Akquisitionen (planmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert sowie Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögensgegenstände aus Akquisitionen) von 175 Mio. Euro (Vorjahr: 112 Mio. Euro). Der deutliche Anstieg des Ergebnisses ist auf die Desinvestition zurückzuführen. Wie in den Vorjahren macht der Körber-Beteiligungen-Konzern vom Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten keinen Gebrauch, sodass diese Kosten in voller Höhe das Jahresergebnis mindern. Langfristig solide Vermögenslage und Finanzsituation Die Bilanz des Körber-Beteiligungen-Konzerns zeigt weiterhin eine stabile und solide Vermögens- und Kapitalstruktur. Die Bilanzsumme bewegte sich mit 4.232 Mio. Euro 61,6 Prozent über dem Vorjahreswert von 2.619 Mio. Euro. Der Körber Beteiligungen-Konzern verfügte am 31. Dezember 2022 über ein Eigenkapital in Höhe von 1.233 Mio. Euro (Vorjahr: 560 Mio. Euro). Trotz der gestiegenen Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote aufgrund des positiven Jahresergebnisses von 21 Prozent auf 29 Prozent. Die Verbindlichkeiten des Körber Beteiligungen-Konzerns resultieren aus dem operativen Geschäft sowie aus der konzerninternen Finanzierung. 60 Prozent (Vorjahr: 32 Prozent) der Bilanzsumme entfallen auf Verbindlichkeiten aus Kundenanzahlungen sowie aus Lieferungen und Leistungen (1.186 Mio. Euro, Vorjahr: 827 Mio. Euro). Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 280 Mio. Euro (Vorjahr: 512 Mio. Euro) aus der Finanzierung über das Cash-Management sowie in Höhe von 945 Mio. Euro (Vorjahr: 229 Mio. Euro) aus Darlehensgewährungen der Körber AG. Die Rückstellungen betrugen 464 Mio. (Vorjahr: 411 Mio. Euro). Der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme beträgt 11 Prozent und ist damit leicht reduziert zum Vorjahr (16 Prozent). Vom Gesamtvermögen des Körber Beteiligungen-Konzerns entfielen zum 31. Dezember 2022 1.522 Mio. Euro (Vorjahr: 456 Mio. Euro) und somit 36 Prozent (Vorjahr: 17 Prozent) auf den Geschäfts- und Firmenwert. Aus dem Cash-Management resultieren Forderungen gegen die Körber AG in Höhe von 395 Mio. Euro (Vorjahr: 496 Mio. Euro), entsprechend 9 Prozent (Vorjahr: 19 Prozent). Der Körber Beteiligungen-Konzern generierte im Berichtsjahr Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 7 Mio. Euro (Vorjahr Mittelzuflüsse: 236 Mio. Euro). In den Mittelabflüssen aus der Investitionstätigkeit sind neben den Auszahlungen des Konzerns für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen auch Auszahlungen für die Akquisition von konsolidierten Unternehmen und Mittelzuflüsse aus der Veräußerung von Minderheitenanteilen enthalten. Insgesamt 35 Prozent (Vorjahr: 38 Prozent) der Bilanzsumme machen Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. Sowohl die Vorratsbestände der Konzernunternehmen mit 995 Mio. Euro (Vorjahr: 628 Mio. Euro) als auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 500 Mio. Euro (Vorjahr 355 Mio. Euro) stiegen gegenüber dem Vorjahr deutlich an. Diese Entwicklung ist dem Geschäftsverlauf, vor allem aber auch der erstmaligen Einbeziehung der akquirierten Gesellschaften geschuldet. Das Working Capital auf Konzernebene (Nettowert) betrug zum 31. Dezember 2022 309 Mio. Euro (Vorjahr: 155 Mio. Euro). Es berechnet sich aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltener Anzahlungen. Bezogen auf den Umsatz bewegte sich die Quote zum Stichtag mit 12 Prozent merklich über dem Vorjahr (8 Prozent) jedoch weiterhin unter den Werten der davor liegender Jahre. Investitionen sichern Innovationskraft Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen mit 43 Mio. Euro deutlich über dem Wert des Vorjahres (25 Mio. Euro) und stellen aber weiterhin die Innovationskraft und das langfristige Wachstum des Konzerns sicher. Dabei investierten die Unternehmen des Körber Beteiligungen-Konzerns vor allem in die Erneuerung ihrer Fertigungs- und Produktionsanlagen und den Ausbau digitaler Strukturen. Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl zum 31. Dezember 2022 lag mit 12.428 Mitarbeitern deutlich über dem Niveau des Vorjahres (10.332 Mitarbeiter). Inklusive nicht konsolidierter Gesellschaften beträgt die Zahl der Mitarbeiter 12.652 (Vorjahr: 10.541). Der wesentliche Grund für den Anstieg waren die Akquisitionen des Parcel Logistics-Geschäfts (1.098 Mitarbeiter; Geschäftsfeld Supply Chain) und enVista (357 Mitarbeiter; Geschäftsfeld Supply Chain). In den einzelnen Geschäftsfeldern entwickelten sich die Mitarbeiterzahlen weiterhin unterschiedlich: Supply Chain, Pharma und Digital verzeichneten einen Zuwachs, während sich im Geschäftsfeld Technologies die Mitarbeiterzahl nach der Restrukturierung in den Vorjahren stabilisierte. Im Geschäftsfeld Tissue ging die Zahl der Mitarbeiter aufgrund von Umstrukturierungen in China leicht zurück. Die meisten Mitarbeiter beschäftigt der Körber Beteiligungen Konzern unverändert in Europa (9.430). Dies entspricht einer Quote von unverändert 76 Prozent. Es folgen Amerika mit 15 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent) und Asien mit unverändert 8 Prozent Beschäftigten. Die Ausbildung von Nachwuchstalenten ist ein fundamentaler Bestandsteil der Wachstumsstrategie des Köber Beteiligungen-Konzerns und somit wurde auch im Geschäftsjahr 2022 die Berufsausbildung entsprechend gefördert. Es begannen 85 junge Menschen bei den deutschen und schweizerischen Konzerngesellschaften eine Ausbildung (Vorjahr: 71). Wie bisher umfasst das Ausbildungsspektrum technische und kaufmännische Berufe sowie duale Studiengänge. Insgesamt befanden sich zum Bilanzstichtag 293 Personen in einer Ausbildung bei den Körber-Unternehmen in Deutschland und der Schweiz (Vorjahr: 296). Alle Geschäftsfelder investierten in die berufliche Weiterbildung von Mitarbeitern. Neben individuellen und fachlichen Entwicklungsmaßnahmen, die in den Konzernunternehmen auf regionaler Ebene angeboten werden, nahmen erneut Fachkräfte, Nachwuchs- und Führungskräfte an konzernübergreifenden Maßnahmen teil. Die im Berichtsjahr 2021 erarbeiteten Führungsleitlinien waren die Grundlage für die Neuausrichtung von konzernübergreifenden Nachwuchsführungsprogrammen, Führungskräftetrainings und Entwicklungsprogrammen sowie des Lernkatalogs im Jahr 2022. Erfahrene und angehende Führungskräfte bekommen das Angebot einer mehrmonatigen, konzernweiten Weiterbildung zum Thema "Führung" - 2022 nahmen 157 Führungskräfte daran teil. Mitarbeiter mit Potenzial für anspruchsvolle globale Führungsaufgaben absolvierten das Körber-Entwicklungsprogramm "Personal Development Programm Global Management". Ergänzend zu unternehmensspezifischen Trainingsangeboten wurden konzernübergreifend relevante Themen und Softskills im Rahmen des Körber-Lernkatalogs angeboten. 500 Teilnehmer nahmen im Jahr 2022 Seminare wie "Virtuelle Zusammenarbeit", "Konflikt-Management" oder "Moderation" in Anspruch. Darüber hinaus führte Körber im Berichtsjahr speziell auf den Konzern zugeschnittene Qualifizierungsprogramme in den Fachgebieten Digitalisierung, Prozessmanagement, Einkauf, Produktmanagement, Finanzen und Controlling, Sales und Services durch. Mit dem Ziel der konzernübergreifenden Potenzialerkennung und Nachfolgeplanung wurde auch im Jahr 2022 der konzernweite GPS-Prozess durchgeführt. GPS steht für "Global Potential and Succession Management" und soll Mitarbeiter langfristig entwickeln und an Körber binden. Das konzerneigene Recruiting Center hat sich im Berichtsjahr neu strukturiert, um eine geschäftsfeldspezifische Betreuung zu ermöglichen. Zudem wurde zusätzliche Kompetenz im Bereich Employer Branding und Active Sourcing aufgebaut. Mit der "Körber Career Week" wurde das virtuelle Karriereevent "24h Career Day" aus dem Vorjahr für alle Geschäftsfelder fortgesetzt und auf eine fünftägige digitale Veranstaltung erweitert. Die geschäftsfeld- und unternehmensübergreifende Einführung der HR-Organisation mit ihren drei Säulen HR Business Partner, Employee Services und Centers of Expertise wurde im Berichtsjahr auch für das Geschäftsfeld Digital gestartet. Risiko- und Chancenbericht Das Risikomanagement des Körber-Konzerns, das gleichermaßen für den Körber Beteiligungen-Konzern gilt. zielt darauf ab, auf allen Ebenen ein zukunftsorientiertes Risikobewusstsein zu schaffen und den Umgang mit Risiken zu regeln. Damit soll verhindert werden, dass Risiken eintreten, die den Konzernbestand gefährden könnten. Die Grundsätze des Risikomanagements sind in für alle Organe und Mitarbeiter verbindlichen Konzernrichtlinien zu den Themen Risikoinventur, Risikofelder, Risikokommunikation sowie Group Internal Audit, Group Insurance Management und Group Legal definiert. Fachspezifische Konzernrichtlinien regeln umfassend den Umgang mit den definierten Risikofeldern im laufenden Geschäft, etwa für Group Treasury oder Group Accounting and Taxes. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden die Risiken für die Einzelunternehmen sowie auf Geschäftsfeld- und Konzernebene erfasst und bewertet. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt unter Berücksichtigung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer - nach dem Einfluss auf das Eigenkapital bemessenen - maximalen Schadenshöhe. Im Rahmen der fortlaufenden Verbesserung des Risikomanagements lag in der Periode das Augenmerk weiterhin darauf, für die wesentlichen Risiken die Qualität der Maßnahmen zur Risikominimierung zu steigern. Der Fokus lag dabei weiterhin auf dem Management der konzernweiten IT- und Informationssicherheitsrisiken. Die vom Körber-Konzern zur Klassifizierung gebildeten Risikokategorien sind in absteigender Reihenfolge ihrer relativen Bedeutung für die Beurteilung des Gesamtrisikos: Markt, Leistung, Organisation, Extern und Finanzen. Risiken Marktrisiken Die Geschäftsfelder des Körber-Konzerns sind in unterschiedlichsten Märkten tätig, sodass die im Rahmen des Körber-Risikomanagements definierten Risikoarten Marktentwicklung, Kunden, Wettbewerber und Produkte in den einzelnen Geschäftsfeldern deutlich unterschiedliche Ausprägungen haben. Diesem Aspekt wird Rechnung getragen durch eine zum jeweiligen Geschäftsfeld passende und auf dessen Märkte spezialisierte Steuerung. Marktentwicklung und Kunden Konjunkturelle Entwicklungen in den Hauptmärkten der Unternehmen des Körber-Konzerns und deren zunehmende Volatilität stellen ein Risiko mit direkten und indirekten Auswirkungen auf die Geschäftsfelder dar. Der Konzern beobachtet die Entwicklungen und begleitet die Geschäftsfelder bei der Umsetzung erforderlicher Anpassungsmaßnahmen. Um der gestiegenen Veränderungsgeschwindigkeit im Marktumfeld Rechnung zu tragen, wurde ein jährliches Update im Rahmen des strategischen Drei-Jahres-Ausblicks eingeführt. Gesetzliche Regelungen in einzelnen Ländern, beispielsweise für Tabak oder Pharma, sowie strukturelle Veränderungen auf den Absatzmärkten einzelner Geschäftsfelder haben ebenso Einfluss auf die Entwicklung dieser Geschäftsfelder. Durch die Diversifizierung auf mehrere Geschäftsfelder sowie den Ausbau der internationalen Geschäftstätigkeit und den Eintritt in neue Länder wirkt der Körber Beteiligungen-Konzern diesen Risiken entgegen. Den Risiken durch technologische Veränderungen und dem dadurch bedingten Auftreten neuer Wettbewerber auf den Märkten begegnen die Geschäftsfelder und der Konzern durch kundennahe Forschung und Entwicklung, das strategische Technologiemanagement, die Integration neuer Technologien sowie den strategischen Fokus auf digitale Produkte, Services und Lösungen sowie neuartige digitale Geschäftsmodelle. Die erhöhte Inflation insbesondere in den Kernmärkten in Europa und den Vereinigten Staaten stellt den Konzern vor die Herausforderung, die Preisentwicklung auf den Beschaffungsmärkten auch auf den Absatzmärkten zu berücksichtigen bzw. mit entsprechenden Kosten- und Effizienzmaßnahmen eine Margenerosion zu vermeiden. Organisationsrisiken Risiken im Zusammenhang mit der Organisation definiert der Körber-Konzern unter anderem im Bereich Personal und in Ablaufprozessen. Personal Der Körber-Konzern plant weiteres strategisches Wachstum und den Ausbau der Geschäftsfelder mit positiven Marktaussichten. Es besteht daher das Risiko, dass der Konzern nicht genügend geeignete Mitarbeiter findet. Dieser Gefahr begegnet der Konzern durch konzernweite Strukturen im Personalwesen, einem eigenen Recruiting Center sowie mit einem nach innen und außen gerichteten Employer Branding. Der vereinheitlichte Marktauftritt aller Geschäftsfelder stärkt das Employer Branding zunehmend und erlaubt weitreichend sichtbare Recruitment-Initiativen auf Konzernebene. Darüber hinaus werden konzerninterne Wechsel über ein umfassendes Talentmanagement und unternehmensinterne Aus- und Weiterbildungen gefördert. Dem zunehmenden Wettbewerb um Talente im Bereich der Softwareentwicklung und den Berufsgruppen zur Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle begegnet Körber durch weitere zielgerichtete Maßnahmen. Ablaufprozesse Prozessrisiken wirken die Konzern-Unternehmen durch fortlaufende Prozessverbesserungen mit Qualitäts- und Prozessmanagement, unter anderem auch mit Operational-Excellence- und Lean-Initiativen entgegen. Dies reduziert die Risiken im Rahmen sämtlicher Unternehmensprozesse entlang der Wertschöpfungskette. Die Digitalisierung von Ablaufprozessen ist weiterhin ein wesentlicher Fokus in allen Geschäftsbereichen und Funktionen, um den Konzern resilienter und gleichzeitig als Technologieführer am Markt noch erfolgreicher zu machen. Externe Risiken Körber ist externen Risiken beispielsweise in Form von Haftungsrisiken oder Risiken durch Gesetzesverstöße ausgesetzt. Der Konzern begegnet diesen Risiken unter anderem mit seinem umfassenden Compliance-Programm, der konzerninternen Rechtsberatung und der internen Revision. Leistungsrisiken Leistungsrisiken ergeben sich weiterhin insbesondere aus einer deutlich reduzierten Versorgungssicherheit im Zuge der Anspannung der globalen Lieferketten. Diesem Risiko wird durch vorausschauendes Management der Versorgung und der Produktion begegnet. Die Teileversorgung wird mit individuellem Blick auf Lieferanten, Standorte und Warengruppen bestmöglich sichergestellt. Die Versorgung mit Logistik- und Transportdienstleistungen wird insbesondere bei der Auslieferung von Baugruppen und Maschinen eng mit den Kunden abgestimmt. Informationssicherheit ist ebenfalls ein wesentlicher Schwerpunkt des konzernweiten Risikomanagements und dabei insbesondere das weiterhin steigende Risiko von Cyberangriffen. Finanzrisiken Finanzwirtschaftlich ist der Körber-Konzern insbesondere Währungs- und Finanzierungsrisiken ausgesetzt. Währung Ein wesentliches Einzelrisiko für den Konzern und seine Geschäftsfelder liegt im Bereich der Währungsrisiken. Dazu zählen vor allem Veränderungen in den Währungen Euro, US-Dollar, Renminbi Yuan (CNY) und Brasilianischer Real (BRL). Wechselkursrisiken im Körber-Konzern werden grundsätzlich auf der Ebene der Einzelgesellschaften zum Zeitpunkt ihres Entstehens abgesichert. Die verwendeten Währungssicherungsinstrumente werden nicht zu Spekulationszwecken genutzt, sondern dienen ausschließlich der Absicherung von Grundgeschäften in Fremdwährungen. Finanzierung Wesentliches Element der Finanzierung der Gesellschaften des Körber-Beteiligungen-Konzerns ist die Einbindung an das Cash-Management der Körber AG, über das laufende Liquiditätsbedarfe gedeckt und nicht benötigte Liquiditätsreserven angelegt werden. Die Körber AG verfügt über hohe Liquiditätsreserven, die eine solide Basis für das geplante Wachstum und die Neuausrichtung von Geschäftsfeldern darstellen. Die Finanzierung der Konzerngesellschaften wird zentral durch das Group Treasury der Körber AG überwacht und gesteuert. Aufgrund der Finanzierungsstruktur der Einzelgesellschaften, insbesondere durch die weitreichende Einbindung in das Cash-Management-System der Körber AG, besteht keine Notwendigkeit zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken auf Ebene der Konzerngesellschaften. Kundenseitig bestehen Finanzierungsrisiken beispielsweise durch Forderungsausfälle, denen der Konzern auf Einzelunternehmensebene durch diverse Maßnahmen im Rahmen von Vertragsgestaltung und Forderungsmanagement entgegenwirkt. Chancen Die Chancen für den Körber Beteiligungen-Konzern sind vielfältig. Durch die zunehmende Internationalisierung, strategische Akquisitionen und die gezielte Ausrichtung der Diversifikation auf identifizierte Megatrends sowie neue Lösungen in den Bereichen Digitalisierung und Industrie 4.0 stärkt der Konzern seine Position in den von seinen Geschäftsfeldern betreuten Kundenbranchen. Der Körber Beteiligungen-Konzern hat sich in den vergangenen Jahren von einem Maschinenbau- zu einem Technologiekonzern gewandelt, unter anderem durch die gezielte Akquisition von Softwareunternehmen, und gestaltet den digitalen Wandel der Industrie durch seine Digitalisierungsaktivitäten, strategisches Technologiemanagement und seine konzernweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aktiv mit. Die Akquisitionen in den vergangenen Jahren erweitern den Kundenkreis der Konzernunternehmen und stärken den Konzern auf bestehenden Märkten. Um an den Chancen der stärker wachsenden Märkte zu partizipieren, bleibt ein Schwerpunkt der Aktivitäten des Konzerns weiterhin die Internationalisierung. Im Geschäftsjahr 2022 hat der Körber Beteiligungen-Konzern insbesondere durch die Akquisition des Parcel und Mail Geschäfts von Siemens und die strategische Partnerschaft mit KKR, einer der weltweit führenden Private-Equity-Gesellschaften, im Supply Chain Software-Geschäft wesentliche Weichen für zukünftiges Wachstum gestellt. Alle Geschäftsfelder haben 2022 ihre Digitalisierungsstrategien weiterverfolgt und investieren sowohl in die Digitalisierung ihrer bestehenden Geschäftsmodelle als auch in neue, disruptive digitale Geschäftsmodelle. Laufende Programme zur Prozess- und Profitabilitätsverbesserung in allen Geschäftsfeldern und Unternehmen stärken die Effizienz im Konzern und setzen finanzielle Mittel für die Zukunftssicherung frei. Durch die markt- und kundenorientierte Konzernstruktur mit den unterschiedlichen Geschäftsfeldern kann der Konzern flexibel auf sich bietende Chancen reagieren. Zusammenfassende Beurteilung Aus heutiger Sicht sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Die vorstehend beschriebenen Risiken sind für den Konzern durch die genannten Maßnahmen beherrschbar. Für alle bereits realisierten Risiken wurden im Konzernabschluss Risikovorsorgen berücksichtigt. Trotz der derzeit nicht absehbaren Auswirkungen des Ukraine-Krieges, hat sich die grundlegende Bewertung der Risiken und Chancen im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Prognosebericht Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) geht die Weltwirtschaft 2023 in eine "riskante Phase". Sorgen bereitet vor allem die anhaltend hohe Inflation. Für das laufende Jahr erwarten die Volkswirte laut ihrer im April 2023 aktualisierten Prognose einen "steinigen Aufschwung" mit einem Wachstum von 2,8 Prozent, für 2024 dann einen Zuwachs von 3,0 Prozent. Damit liegen die IWF-Prognosen mit jeweils 0,1 Prozentpunkten leicht unter den im Januar 2023 im World Economic Outlook Update (WEO) berechneten Erwartungen. Vor allem in den Industrienationen wird die Wirtschaft laut den Ökonomen nur langsam wachsen - hier liegen die Prognosen für 2023 bei 1,3 Prozent. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird im gleichen Zeitraum eine Wachstumsrate von 3,9 Prozent vorhergesagt. Für nahezu alle Regionen sieht der IWF die Herausforderung darin, die Preisstabilität wieder herzustellen und dabei ein Abrutschen in eine Rezession zu verhindern. Für das laufende Jahr rechnet der IWF mit einer durchschnittlichen weltweiten Inflationsrate von 7,0 Prozent, das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als im Januar erwartet. Für die Industrienationen wird eine Inflationsrate von 4,7 Prozent für 2023 prognostiziert. Die Werte liegen damit weiter deutlich über der von den meisten Notenbanken empfohlenen Zielmarke von 2,0 Prozent. Der IWF mahnt in seinem Bericht, dass die Notenbanken im Kampf gegen die hohe Inflation nicht nachlassen dürfen, die damit einhergehenden Zinsanhebungen allerdings die Gefahr bergen, das Wirtschaftswachstum auszubremsen. Aus diesem Grund haben die Ökonomen ein "plausibles Alternativszenario" skizziert: Demnach könnte - bei anhaltenden Turbulenzen im Finanzsektor - das weltweite Wirtschaftswachstum 2023 nur noch bei 2,5 Prozent liegen und dementsprechend auch das Wachstum in den Industrienationen auf einen Wert unter 1,0 Prozent fallen. Die für den Konzern relevantesten Märkte sollen sich wie folgt entwickeln: In Europa hallt der Schock über die russische Invasion in der Ukraine weiterhin nach und zeigt sich im laufenden Jahr in niedrigeren Wachstumsraten. Laut IWF-Prognose wird das Wachstum in der Euro-Zone nach einem Plus von 3,5 Prozent im Vorjahr nun nur noch 0,8 Prozent betragen - das sind 0,1 Prozentpunkte mehr, als noch im Januar erwartet wurden. Für 2024 wird mit einer Steigerung um 1,4 Prozent gerechnet. In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2023 um 0,3 Prozent gesunken. Deutschland befindet sich damit nach zwei negativen Quartalen in Folge in einer "technische Rezession". Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) nahmen zum Jahresbeginn sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben ab, von Seiten der Investitionen und der Exporte gab es hingegen positive Impulse. Im deutschen Maschinenbau haben sich im ersten Quartal die Ausfuhren laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) um nominal 13,8 Prozent (preisbereinigt um 4,4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Die Exporte in die USA legten erneut stärker zu als nach China. Bei den Auftragseingängen verbuchte der Maschinen- und Anlagenbau im März ein geringeres Minus als in den Monaten zuvor. Insgesamt sanken die Bestellungen um real 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aus dem Inland gab es einen Einbruch der Aufträge um 10 Prozent, aus dem Ausland betrug der Rückgang 4 Prozent. In einer Mitte Mai zusätzlich veröffentlichten Analyse prognostizierte der IWF für Deutschland nur geringe Wachstumsraten. 2023 dürfte die Wirtschaft demnach in etwa stagnieren, in den drei Folgejahren dann um jeweils 1,0 bis 2,0 Prozent zulegen, langfristig jedoch wieder unter 1,0 Prozent liegen. Als Gründe für die verhältnismäßig schwachen Wachstumsaussichten nannten die Ökonomen die alternde Bevölkerung, fehlende Produktionszuwächse und Engpässe auf dem Arbeitsmarkt. Der Währungsfonds betonte jedoch zugleich, dass sich Deutschland als widerstandsfähig erwiesen habe und bisher gut durch die Energiekrise gekommen sei. Beim Wirtschaftswachstum für Frankreich rechnen die IWF-Ökonomen in ihrer im April aktualisierten Prognose mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent in 2023 und von 1,3 Prozent in 2024. Für Italien liegen die Zuwachsraten nur noch bei 0,7 und 0,8 Prozent. Etwas höhere Wachstumszahlen verzeichnet weiterhin Spanien mit 1,5 und 2,0 Prozent, allerdings war in diesem Land wegen der Covid-19-Pandemie die Wirtschaft zuvor besonders stark eingebrochen. Rückläufig ist das Wirtschaftswachstum in Großbritannien, für das laufende Jahr wird ein Minus von 0,3 Prozent erwartet. 2024 soll die Wirtschaft hier leicht um 1,0 Prozent zulegen. Für die USA wird laut IWF im Jahr 2023 ein Wachstum des Bruttoninlandsproduktes um 1,6 Prozent vorhergesagt, für 2024 von 1,1 Prozent. In Japan wird für das laufende und das kommende Jahr mit 1,3 und 1,0 Prozent eine leichte Steigerung beim Wachstum prognostiziert. In der Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer werden relativ konstante Wachstumszahlen erwartet. Laut IWF-Prognose wird mit Zuwachsraten von 3,9 und 4,2 Prozent für das laufende und das kommende Jahr gerechnet. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung dürfte jedoch laut IWF in den vielen einzelnen Ländern dieser Gruppe deutlich unterschiedlich ausfallen. In China, deren Ökonomie lange Zeit die wichtigste Komponente für die hohen Steigerungsraten der Weltwirtschaft war, dürfte sich das Wachstum wieder besser entwickeln als noch im Vorjahr. Nach den strikten Lockdowns bei Corona-Ausbrüchen im vergangenen Jahr lag das Wachstum nur noch bei 3,0 Prozent. Für 2023 wird in der IWF-Frühjahrsprognose nun wieder eine Zunahme von 5,2 Prozent erwartet, für das Folgejahr gehen die Ökonomen von einem 4,5-Prozent-Plus aus. Relativ stabil wird das Wachstum weiterhin für Indien eingeschätzt: Nach 6,8 Prozent im Jahr 2022 folgt im laufenden Jahr ein Plus von 5,9 Prozent, für das Jahr 2024 wird dann ein Zuwachs von 6,3 Prozent erwartet. Etwas erholt dürfte sich nach dem Einbruch 2022 die Volkswirtschaft in Russland zeigen. Im Vorjahr war die Wirtschaft wegen der westlichen Sanktionen nach dem Angriff auf die Ukraine um 2,1 Prozent eingebrochen, für 2023 und 2024 erwartet der IWF nun wieder eine leichte Erholung um 0,7 und 1,3 Prozent. In Lateinamerika wird die Konjunktur im laufenden und im kommenden Jahr um 1,6 und 2,2 Prozent zunehmen, 2022 lag der Wert hier noch bei 4,0 Prozent. Einen Rückgang erwarten die Ökonomen auch für Brasilien, nach einem Plus von 2,9 Prozent in 2022 soll es dort in den Folgejahren nur noch Zuwächse von 0,9 und 1,5 Prozent geben. Für Argentinien prognostiziert der IWF nach einem starken Plus beim Bruttoinlandsprodukt 2022 von 5,2 Prozent nun Zuwachsraten von 0,2 Prozent für 2023 und 2,0 Prozent für 2024. Körber-Beteiligungen-Konzern Für 2023 rechnet der Konzern mit deutlich steigenden Auftragseingängen und Umsatzerlösen. Durch das weitere Wachstum wird für 2023 ein deutlich höheres EBITA erwartet. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass in den für den Konzern bedeutenden Märkten die politischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen aufrechterhalten bleiben. Für 2023 sind höhere Investitionen und auch deutlich steigende Aufwendungen für Forschung und Entwicklung geplant. Geschäftsfeld Digital Die aktuelle weltwirtschaftliche Situation eröffnet neue Eintrittschancen für innovative, auf Effizienz fokussierte KI-Lösungen. Eines der großen Wachstumsfelder ist der Aspekt der Nachhaltigkeit. Körber wird sich auch mit seinem Geschäftsfeld Digital in diesem Bereich stärker positionieren. Generell ist mit einem weiteren Wachstum des Marktes für digitale Geschäftsmodelle zu rechnen. Körber konzentriert sich mit seinem Geschäftsfeld Digital auf digitale Innovationen und Technologien und wird 2023 den Fokus sowohl auf eine stärkere Marktpräsenz und Skalierung der bestehenden Portfoliounternehmen legen als auch die interne Digitalisierung von Körber vorantreiben. Geschäftsfeld Pharma Für das Jahr 2023 wird weiteres Wachstum im Pharmamarkt erwartet, sodass der Marktausblick für das Geschäftsfeld Pharma positiv bleibt. Treiber für das erwartete Wachstum werden Innovationen und Produkteinführungen in den Bereichen der Onkologie, der schweren chronischen Erkrankungen, Diabetes und Adipositas sowie den personalisierten Therapieformen der Zell- & Gentherapien sein. In den kommenden Jahren auslaufende Patente stärken den Markt für Generika, speziell für Biosimilars. Zudem hält das Wachstum des Marktsegments für Lohnhersteller (Contract Manufacturing Organizations, CMO) weiter an, die ihr Leistungsportfolio zunehmend erweitern und in Kapazitäten entlang der gesamten Pharma-Wertschöpfungskette investieren. Geschäftsfeld Supply Chain Das Geschäftsfeld Supply Chain erwartet für 2023 eine verhaltene bis leicht positive Entwicklung der Nachfrage für automatisierte Komplett- und Einzellösungen. Gründe hierfür sind die generelle volkswirtschaftliche und soziodemografische Entwicklung sowie die anhaltende Ressourcenknappheit. Mittelfristig allerdings wird der ungebrochene Bedarf nach Produkten und Dienstleistungen im Bereich der automatisierten Intralogistik das Marktklima positiv beeinflussen. Die Nachfrage nach Software- und Robotiklösungen entwickelt sich schon jetzt gut und in einigen Bereichen sogar sehr gut. E-Commerce wird in den kommenden Jahren eine zunehmend wichtige Rolle spielen, wie die Entwicklung des Mikro-Fulfillment-Marktes zeigt, der bis 2030 im Vergleich zu 2021 voraussichtlich um das 30-fache wachsen wird. Es ist damit zu rechnen, dass die Komplexität für Unternehmen rasch zunehmen wird, da sie auf einen zunehmend angespannten Arbeitsmarkt, sich ändernde Kundenpräferenzen und Nachhaltigkeitsaspekte reagieren und das geschäftskritische, technologische Grundgerüst aufbauen müssen, um ihren Betrieb mit Höchstleistungen führen zu können. Geschäftsfeld Technologies Der weltweite Zigarettenkonsum wird laut Euromonitor im Jahr 2023 mit -0,1 Prozent weitestgehend stabil bleiben. Im gleichen Zuge gewinnen die neuen Produkte (THP, E-Zigaretten und ONP) an Bedeutung, dort wird mit einem globalen Wachstum von 11 Prozent gerechnet, jedoch regional sehr unterschiedlich. Die zunehmenden regulatorischen Einflüsse auf die Tabakindustrie sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollständig absehbar. Die zukünftige Gesetzgebung wird die neuartigen Tabakerzeugnisse stärker berücksichtigen, dennoch ist hier weiterhin von einem Marktwachstum auszugehen. Geschäftsfeld Tissue Die weltweite Tissue-Nachfrage wird laut RISI-Report 2023 voraussichtlich um 3,8 Prozent wachsen. Für China als größten Markt wird mit 6,5 Prozent auch das größte relative Wachstum prognostiziert, gefolgt vom Nahen und Mittleren Osten (6,2 Prozent), Afrika (5 Prozent) und Lateinamerika (4,3 Prozent). Westeuropa und Nordamerika werden mit 1,2 Prozent bzw. 1,8 Prozent weniger stark wachsen, aber ihre Position in Bezug auf das Marktvolumen beibehalten können. Allerdings sind infolge der aktuellen makroökonomischen Krise und des kontinuierlichen Anstiegs der Produktionskosten (sowohl bei den Energie- als auch bei den Zellstoffpreisen) die Aussichten für die Realisierung neuer Investitionen im nächsten Jahr für die Tissue-Unternehmen schwierig.
12. Juli 2023 Körber Beteiligungen GmbH Die Geschäftsführung KonzernbilanzAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung
Anhang zum Konzernabschluss 2022Grundlagen des Konzernabschlusses Allgemeine Angaben Die Körber Beteiligungen GmbH, Hamburg, hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (Reg.Nr. HRB 117694). Alleinige Gesellschafterin der Körber Beteiligungen GmbH ist die Körber AG, Hamburg (Handelsregister Amtsgericht Hamburg, Reg.Nr.: HRB 58961). Die Körber Beteiligungen GmbH und die in ihren Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der Körber AG einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt worden. In Aufbau und Gliederung folgen Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung den gesetzlichen Regelvorschriften. Zahlenangaben im Konzernanhang erfolgen in tausend Euro (TEUR). Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr fortgeführt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Körber Beteiligungen GmbH als Obergesellschaft die in der dem Anhang als Anlage beigefügten Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführten in- und ausländischen Gesellschaften einbezogen worden, bei denen die Körber Beteiligungen GmbH unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden Unternehmen, die nur eine geringe Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben (§ 296 Abs. 2 HGB). Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den 31. Dezember 2022 aufgestellt. Im Geschäftsjahr wurden 21 Gesellschaften erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Mit Wirkung zum 01. Januar 2022 wurden im Geschäftsfeld Digital die DAIN Group Oy, die DAIN Studios Oy, beide Helsinki/ Finnland, die DAIN Studios GmbH, Berlin/ Deutschland erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die Gesellschaften sind zuvor als nicht konsolidierte Gesellschaften geführt worden. Die DAIN Studios Austria GmbH wurde im Geschäftsjahr gegründet und ebenfalls erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Geschäftsfeld Pharma die Koerber Korea Co. Ltd., Seoul/ Korea und die Körber Pharma Austria GmbH, Wien/ Österreich gegründet und erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Im Geschäftsfeld Supply Chain wurden im Geschäftsjahr 2022 die KSCS HoldCo GmbH, Bad Nauheim/ Deutschland und die PT Koerber Group Indonesia, South Jakarta City/ Indonesien gegründet und erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Mit Wirkung zum 1. Juli 2022 wurden im Geschäftsfeld Supply Chain die Gesellschaften Körber Supply Chain LLC, Dallas/ USA, Körber Supply Chain Madrid S.L.U., Tres Cantos/ Spanien, Körber Supply Chain Logistics GmbH, Konstanz/ Deutschland, Körber Supply Chain AG, Zürich/ Schweiz, Körber Supply Chain Limited, Cheshire/ Großbritannien, Körber Supply Chain Ltd., Ajax (Ontario)/ Kanada und Koerber Supply Chain (Bejing) Ltd., Peking/ China erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Im September des Geschäftsjahres 2022 wurden im Geschäftsfeld Supply Chain die Gesellschaften Körber Supply Chain Software EP Ltd., Ellesmere Port/ Großbritannien, die Koerber Supply Chain Software APAC Pte. Ltd. Singapur/ Singapur und die enVista Consulting and Innovative Technology Services Private Limited, Hyderabad/ Indien erstmalig in den Konzernabschluss aufgenommen. Im gleichen Monat sind die Gesellschaften Koerber Supply Chain Software (BC) Corp., Vancouver/Kanada, Körber Supply Chain Software ECS, LLC., Carmel/USA und Körber Supply Chain Software FAP, LLC., Carmel/USA in den Konsolidierungskreis aufgenommen und auf bereits bestehende Gesellschaften verschmolzen worden. Konsolidierungsgrundsätze Die Körber Beteiligungen GmbH machte zum 31. Dezember 2016 erstmalig nicht mehr von der Befreiungsvorschrift des § 292 HGB Gebrauch und stellte erstmalig einen eigenen Konzernabschluss auf. Aus dem vom Gesetzgeber ausgegebenen Ziel einer Vereinfachung bei der erstmaligen Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses sowie zur besseren Vergleichbarkeit der Konzernabschlüsse von Körber AG und Körber Beteiligungen GmbH wurden für die Kapitalkonsolidierung die von der Körber AG angewendeten Konsolidierungsgrundsätze unverändert übernommen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Vorschriften des HGB. Stichtag der Erstkonsolidierung ist der 31. Dezember 1994, außer für die nach diesem Stichtag einbezogenen Gesellschaften, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss konsolidiert werden. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 nach der Buchwertmethode (§ 301 HGB), für Erwerbe danach nach der Neubewertungsmethode. Die Unterschiedsbeträge aus der Verrechnung von Eigenkapital und Beteiligungsbuchwerten zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung wurden für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Unterschiedsbeträge aus Ersterwerben nach dem 31. Dezember 2009 werden entsprechend § 309 HGB behandelt und ein dabei entstehender Firmenwert über den voraussichtlichen Zeitraum der Nutzung abgeschrieben. Zwischengewinne, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Latente Steuern werden gemäß § 274 Abs. 1 und 2 und § 306 HGB abgegrenzt. Währungsumrechnung im Konsolidierungskreis Die Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden grundsätzlich wie folgt umgerechnet:
n Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs (jedoch Abschreibungen auf Anlagevermögen zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag) Die erstmalige Erfassung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zum Devisenkurs am Tag des Geschäftsvorfalls. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem höheren Stichtagskurs (bei Passivposten) bzw. niedrigeren Stichtagskurs (bei Aktivposten) bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, denen ein Sicherungsgeschäft gegenübersteht, werden mit dem Sicherungskurs bewertet. Die Umrechnungsdifferenzen aus der Anwendung der Jahresdurchschnittskursmethode bei den Aufwendungen und Erträgen und der Bilanzstichtagsmethode beim Jahresüberschuss sowie die währungsbedingten Ausgleichsposten aus der Schuldenkonsolidierung und der Kapitalkonsolidierung wurden erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt. Die Währungskurserträge aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung in Höhe von TEUR 392 wurden erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Die Berichtswährung der Körber Beteiligungen GmbH ist der Euro. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der inländischen und ausländischen Konzernunternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien der Körber Beteiligungen GmbH aufgestellt worden. Diese Richtlinien stehen im Einklang mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßig nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. In vorherigen Geschäftsjahren bis einschließlich 2013 aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden unverändert über die voraussichtliche Nutzungsdauer von maximal 5 Jahren linear abgeschrieben. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung der seit 2014 neu erworbenen Gesellschaften ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Diese wird insbesondere durch ökonomische, produktspezifische und organisationsspezifische Faktoren begründet. Zu diesen Faktoren zählen insbesondere die Nutzbarkeit von nicht einzeln veräußerbaren Kundenbeziehungen und Mitarbeiterstämme sowie zukünftige Ertragspotenziale der erworbenen Unternehmen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Dabei umfassen die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten. Die Abschreibungen erfolgen bei immateriellen Vermögensgegenständen, Gebäuden und bei beweglichem Anlagevermögen linear über die folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (ermittelt anhand von Branchen-Tabellen und individuellen Schätzungen):
Die Abschreibung für Zugänge im Laufe des Geschäftsjahres erfolgt zeitanteilig. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 1.000 werden im Zugangsjahr sofort als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert, unverzinsliche zum Barwert. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Das Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Absatz 5 HGB wird beachtet. Der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wird die Durchschnittskostenmethode zugrunde gelegt. In die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung und Abschreibungen einbezogen. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der fehlenden Gängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch pauschale Abschläge erfasst. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden abgezinst. Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs bilanziert. Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ergibt sich aus der Verrechnung von Vermögensgegenständen zur Absicherung von Altersversorgungsverpflichtungen und den Verpflichtungen für Altersversorgung. Aktive und passive latente Steuern werden miteinander saldiert. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB aktiviert; darüber hinaus werden latente Steuern nach § 306 Abs. 1 HGB angesetzt. Vom Wahlrecht der Abgrenzung aktiver latenter Steuern (§ 274 Abs. 2 HGB) wurde wie im Vorjahr Gebrauch gemacht. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind nur in der Höhe berücksichtigt worden, wie diese voraussichtlich innerhalb der nächsten 5 Jahre durch entsprechende zu versteuernde Einkünfte verrechnet werden. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich über ihre Restlaufzeit abgezinst. Die Abzinsung erfolgt mit dem der Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre bzw. zehn Jahre für Pensionsrückstellungen. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Teilwertverfahren auf Grundlage der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und Verwendung folgender Parameter:
Bei der Ermittlung des Rechnungszinssatzes wird von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und eine Restlaufzeit der Altersversorgungsverpflichtungen von 15 Jahren angenommen. Die Bewertung von ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienendem Deckungsvermögen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert (Marktpreis). Die Bewertung der Verpflichtungen aus Deferred Compensation erfolgt nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB zum beizulegenden Zeitwert des ihrer Rückdeckung dienenden Vermögens. Die Pensionsrückstellungen werden mit den zu ihrer Absicherung dienenden Vermögensgegenständen saldiert. In Vorjahren wurden Teile der Verpflichtungen aus laufenden Leistungen der Rentenempfänger auf den Allianz Pensionsfonds übertragen. Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Erträge und Aufwendungen aus der Ab- bzw. Aufzinsung von Rückstellungen werden im Anhang angegeben. Die Verbindlichkeiten werden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sonstige Steuern. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ausgehend von den historischen Anschaffungskosten dargestellt. Durch die Aufnahme der neu erworbenen Gesellschaften in den Körber Konzern sind immaterielle Vermögensgegenstände, einschließlich Geschäfts- und Firmenwert, sowie Sachanlagen mit Buchwerten in Höhe von insgesamt TEUR 1.355.373 zugegangen. Davon entfallen auf den Geschäfts- und Firmenwert TEUR 1.212.330. Aus der Akquisition des globalen Post- und Paketgeschäfts von Siemens Logistics sowie der Software-Lösungen und des Frachtprüfungs- und Zahlungsdienstes von dem US-Unternehmen enVista durch das Geschäftsfeld Supply Chain und der daraus folgenden Verteilung der aktiven Unterschiedsbeträge im Rahmen der Erstkonsolidierung resultierten Zugänge in Höhe von TEUR 1.327.645, die im Wesentlichen auf das immaterielle Anlagevermögen entfallen. Die Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung wurden auf Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 1.198.242) sowie technologie-, kunden- und markenbezogene immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 129.403) verteilt. Darüber hinaus erhöhte sich der Geschäfts- oder Firmenwert im Berichtsjahr aufgrund der Aufstockung der Beteiligungen an der Koerber Supply Chain Au Pty Ltd um 40% sowie an der Roll-Tec Cilindro Ltda. um 25% um TEUR 4.597 bzw. TEUR 6.656. Die erstmalige Einbeziehung der im Vorjahr durch das Geschäftsfeld Körber Digital erworbenen DAIN Unternehmensgruppe führte zu einem Zugang des Geschäfts- und Firmenwerts in Höhe von TEUR 2.836. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Nähere Angaben zur Fristigkeit ergeben sich aus folgender Übersicht:
Wertpapiere Die Wertpapiere in Höhe von TEUR 4 enthalten im Wesentlichen Wechsel. Aktive latente Steuern Auf Differenzen zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen in den Bilanzpositionen immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 278.112 sowie passive latente Steuern in Höhe von TEUR 4.880 gebildet. Aus Konsolidierungsmaßnahmen resultiert ein Überhang aus passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 154.384. Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 34.958 auf steuerliche Verlustvorträge (TEUR 114.801, Vorjahr: TEUR 144.442) gebildet sowie zukünftige positive Effekte aus der Inanspruchnahme von steuerlichen Investitionsförderprogrammen in Höhe von TEUR 1.422 (Vorjahr: TEUR 1.147) aktiviert. Aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt TEUR 336.890 (Vorjahr: TEUR 220.413) wurden mit passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 181.662 (Vorjahr: TEUR 30.692) verrechnet. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen. Für die deutschen Gesellschaften wird die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer mit 32 % abgegrenzt. Latente Steuern in den ausländischen Tochtergesellschaften werden mit den dort geltenden Steuersätzen bewertet. Eigenkapital Die Struktur und die Entwicklung des Eigenkapitals sind im gesonderten Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. Das Gezeichnete Kapital ist das Stammkapital in Höhe von TEUR 20.000. Die Gewinnrücklage enthält den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung von TEUR -93.493. Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus Gewinnthesaurierungen bei Tochtergesellschaften vor dem Stichtag der Erstkonsolidierung sowie aus damit verrechneten Firmenwerten, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstanden sind. Im Berichtsjahr wurden aktive Unterschiedsbeträge von TEUR 201.325 verrechnet. Der Gewinnvortrag enthält Ergebnisvorträge in Höhe von TEUR -52.190. Als nicht beherrschende Anteile werden Minderheitsbeteiligungen Dritter an Godrej Körber Supply Chain Ltd., Körber Supply Chain BR Ltda., KSCS HoldCo GmbH und DAIN Group Oy ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen Die in Vorjahren an den Allianz Pensionsfonds übertragenen Verpflichtungen sind mit entsprechendem Vermögen gedeckt. Es besteht keine Unterdeckung. Für die verbleibenden Pensionsansprüche wurden zur Erfüllung der Verpflichtungen Wertpapiere angelegt. Sie sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 220.448 (Vorjahr: TEUR 170.279) bei Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 221.675 (Vorjahr: TEUR 161.707). Die Vermögensgegenstände werden mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen (TEUR 276.741; Vorjahr: TEUR 185.262) verrechnet. Der die jeweiligen Verpflichtungen übersteigende Betrag wird als aktiver Unterschiedsbetrag (TEUR 6.449; Vorjahr: TEUR 9.081) aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite ausgewiesen. Aufwendungen aus der Bewertung der Vermögensgegenstände zum Zeitwert (TEUR 7.455; Vorjahr Ertrag: TEUR 3.050) werden zusammen mit Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 11.760; Vorjahr: TEUR 11.886) verrechnet. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 256 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe der von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen zehn bzw. sieben Jahre beträgt TEUR 14.899. Die Höhe der Verpflichtungen für die rückgedeckten Pensionszusagen aus Deferred Compensation bemisst sich nach dem den Anschaffungskosten entsprechenden beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung. Die Rückstellungen werden mit den zu ihrer Absicherung dienenden Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 45.468 (Vorjahr: TEUR 41.102) saldiert. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten weitestgehend Beträge für noch nicht durch die steuerliche Außenprüfung geprüfte Zeiträume sowie für das abgelaufene Geschäftsjahr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Beträge für arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen (TEUR 170.946; Vorjahr: TEUR 172.244), noch zu erbringende Leistungen (TEUR 53.731; Vorjahr: TEUR 46.727), Risikovorsorgen für Restrukturierungen und sonstige Einmalaufwendungen (TEUR 16.414: Vorjahr: TEUR 39.063) sowie Gewährleistungen (TEUR 35.109; Vorjahr: TEUR 25.229). Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersteilzeit (TEUR 72.068; Vorjahr: TEUR 74.486 ) sind entsprechende Mittel in Vermögensgegenständen, die dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind, angelegt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (TEUR 29.389; Vorjahr: TEUR 25.351), bei Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 30.569 (Vorjahr: TEUR 24.545). Die Vermögensgegenstände werden mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Aufwendungen aus der Bewertung der Vermögensgegenstände zum Zeitwert (TEUR 2.027; Vorjahr Aufwendungen: TEUR 548) werden zusammen mit Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit (TEUR 160; Vorjahr: TEUR 554) ausgewiesen. Verbindlichkeiten Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten sind der folgenden Übersicht zu entnehmen:
Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse bestehen aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.748 (Vorjahr: TEUR 11.470) sowie aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 6.955 (Vorjahr: TEUR 4.905). Mit einer Inanspruchnahme wird gemäß den Erfahrungen der Vergangenheit nicht gerechnet. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestanden keine Geschäfte außerhalb der Bilanz gemäß § 285 Nr. 3 HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft wesentlich sind. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB resultieren aus Mietverträgen für Grundstücke und Gebäude sowie Maschinen und Anlagen und betragen insgesamt bis zum Ende der jeweiligen Mietzeit TEUR 104.692. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden entsprechend des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst. Umsatzerlöse Aufgliederung nach geographischen Märkten
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 19.880 (Vorjahr: TEUR 10.196). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Veräußerung von Minderheitenanteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 660.122 sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 61.920 (Vorjahr: TEUR 51.493). Abschreibungen In den Abschreibungen des Geschäftsjahres (einschließlich Abschreibungen auf Finanzanlagen) von TEUR 210.249 (Vorjahr: TEUR 145.650) sind aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 1.148) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 2.908 (Vorjahr: TEUR 2.480) sonstige Steuern sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 22.590 (Vorjahr: TEUR 11.452) Zinsergebnis Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und langfristigen Rückstellungen beträgt TEUR 21.934 (Vorjahr: TEUR 8.141) und wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammen mit Zinserträgen, Kursgewinnen und -verlusten aus Rückdeckungsvermögen für Pensionen und Altersteilzeitbeständen in Höhe von TEUR -8.871 (Vorjahr Erträge: TEUR 3.598) verrechnet. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR -11.706 (im Vorjahr Aufwand aus latenten Steuern: TEUR 4.601). Sonstige Angaben Derivative Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten Die Konzernunternehmen verwenden derivative Finanzinstrumente zur Minimierung bzw. Vermeidung des Fremdwährungsrisikos im Zusammenhang mit Zahlungsmitteldispositionen sowie Verkäufen und Einkäufen in fremder Währung. Dazu werden Devisentermingeschäfte und Devisenswaps abgeschlossen, deren Nominalbeträge und Fälligkeitsdaten grundsätzlich mit denen des Grundgeschäfts übereinstimmen. Zum Bilanzstichtag werden die entsprechenden Forderungen und Verbindlichkeiten zum jeweiligen Terminkurs bewertet. Kundenforderungen und Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von umgerechnet insgesamt TEUR 103.204 sowie mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Zahlungsströme in Höhe von umgerechnet TEUR 35.834 wurden mit zur Absicherung von Währungsrisiken abgeschlossenen Devisentermingeschäften und Devisenswaps, die hinsichtlich der Währungen, der Nominalbeträge und der Fälligkeiten mit den Grundgeschäften übereinstimmen, bei Laufzeiten bis zum 22.09.2025 als Mikro-, Makro- bzw. Portfolio-Hedges zu Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB zusammengefasst. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird prospektiv mittels der Critical-Terms-Match-Methode beurteilt. Bei den kontrahierten bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Zahlungsströmen handelt es sich im Wesentlichen um Kundenforderungen, Lieferantenverbindlichkeiten sowie Im- und Exporte. Der beizulegende Zeitwert der Devisenterminkontrakte wurde nach der mark-to-market-Methode ermittelt und beträgt TEUR 2.013. Es wird die Einfrierungsmethode angewendet. Die Risiken, die durch die Bewertungseinheiten abgedeckt werden, betragen zum Bilanzstichtag TEUR 2.043. Mitarbeiterzahl Die Zahl der Mitarbeiter - ohne die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten - betrug im Jahresdurchschnitt (Quartalsbetrachtung):
In verbundenen Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises waren durchschnittlich 210 (Vorjahr: 209) Mitarbeiter beschäftigt. Mitglieder der Geschäftsführung Herr Stephan Seifert Herr Erich Hoch Herr Rami Jokela Herr Stefan Kirschke Herr Dr. Christian Schlögel Die benannten Mitglieder üben hauptberuflich die Vorstandstätigkeit bei der Körber AG, Hamburg, aus. Sie beziehen ausschließlich Bezüge von der Körber AG. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beträgt TEUR 3.963 inklusive Auslagenersatz für Tagegelder, Fahrt- und Nebenkosten. Die genannten Honorare betreffen Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 1.169 sonstige Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 32, Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 585 sowie sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 2.177. Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses der Körber Beteiligungen GmbHUnter Berücksichtigung des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres (TEUR 592.759) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2022 ein Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 717.008. Die Geschäftsführung hat vorgeschlagen, einen Betrag in Höhe von TEUR 65.000 auszuschütten sowie TEUR 652.008 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Der Körber-Konzern hat am 7. Juli 2023 eine Vereinbarung zum Verkauf des Geschäftsfelds Tissue an die Valmet Oyj unterzeichnet. Das Closing der Transaktion wird im Jahr 2023 erwartet.
Hamburg, 12. Juli 2023 Körber Beteiligungen GmbH Die Geschäftsführung Konzern-Anteilsbesitzliste
*) von der Befreiung gem. §264 Abs. 3 HGB
wurde Gebrauch gemacht
1 Konzern-Anteilsbesitzliste (nicht konsolidierte Gesellschaften)
Konzern-Anlagenspiegel
*einschließlich Korrekturen des
Anfangsbestandes
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern- Eigenkapitalspiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Körber Beteiligungen GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Körber Beteiligungen GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Körber Beteiligungen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 21. Juli 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thorsten Dzulko, Wirtschaftsprüfer ppa. Martin Kleinfeldt, Wirtschaftsprüfer |
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