Wavecon GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oktay von Wendt seit 29.11.2022 | Prokura |
Peter Heid seit 26.5.2021 | Prokura |
Andreas Sperber seit 12.3.2020 | Prokura |
José Antonio Pardo Molina seit 10.2.2020 | Geschäftsführer |
Bego Jasenac seit 23.12.2019 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Choice GmbHNürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht1. Die CHOICE Die Choice GmbH (nachfolgend CHOICE genannt) hat eine exponierte Stellung im deutschen Mobilitätsmarkt. Mit ihren Produkten, Dienstleistungen und Mitarbeitern macht CHOICE aus ihren Kunden nachhaltig erfolgreiche Mobilitätsanbieter. Die Trendforschung klassifiziert 12 Megatrends wie z.B.
Individualisierung, Urbanisierung und Konnektivität,
welche binnen der nächsten Jahrzehnte für einen
tiefen Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft sorgen werden.
Das 21. Jahrhundert wird zudem von einem stetig wachsenden
Mobilitätsbedarf sowie einer zunehmenden
2. Das Geschäftsmodell Neue Berichtsstruktur ab 2021
Mobilitätspartnerschaften (Mobility Partnership) Der Bereich Mobilitätspartnerschaft gliedert sich in zwei Teilbereiche: a) Buy Im Leistungsbaustein Buy der Mobilitätspartnerschaft bündelt CHOICE den Fahrzeug-Einkaufsbedarf von unabhängigen mittelständischen Mobilitätsanbietern und vereinbart über das koordinierte Gesamtvolumen attraktive Rahmenverträge sowie Einkaufskonditionen bei Automobilherstellern- und Fahrzeugimporteuren. Vorwiegend setzen sich die Kunden der CHOICE aus eigenständigen Autovermietungen sowie Automobilhändlern (oder Automobilhausgruppen), welche Mobilitätsdienstleistungen anbieten, zusammen. Den in der Mobilitätspartnerschaft - Buy betreuten Kunden bietet CHOICE durch die bereitgestellten Fahrzeugbezugskonditionen eine breite Auswahl an Fahrzeugmodellen der bekannten Automobilhersteller an. Das Fahrzeugportfolio reicht vom Kleinwagen bis zum Transporter. Der Kunde kann somit seine persönliche Fahrzeugvermietflotte aufbauen und alle Einsatzmöglichkeiten von der Kurz- bis zur Langzeitmiete abdecken. b) Rent In der Erweiterung der Dienstleistungen für die
angeschlossenen Kunden der Mobilitätspartnerschaft
wurde der Leistungsbaustein Rent entwickelt. Hier
stellt
Remarketing (Fahrzeugvermarktung) Für die im Geschäftsbereich Mobilitätspartnerschaft - Rent eingesetzten Fahrzeuge bestehen zum überwiegenden Teil Rückkaufvereinbarungen (Buy-Back-Verträge). Diese sind vorwiegend mit Automobilherstellern und deren Händlern geschlossen und verpflichten den ursprünglichen Verkäufer zum Rückkauf der Fahrzeuge nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit. In bestimmten Fällen erwirbt CHOICE Fahrzeuge selbst und vermarktet diese an gewerbliche Aufkäufer von Gebrauchtfahrzeugen. Dieser Prozess wird als Remarketing bezeichnet. Aus der Synergie zwischen einem guten Händlernetzwerk und attraktiven Einkaufsvorteilen generiert CHOICE attraktive Konditionen für gewerbliche Käufer der "jungen Gebrauchtfahrzeuge". Mobilitätsnetzwerke (Mobility Networks) Im Bereich der Mobilitätsnetzwerke bereitet CHOICE Automobilhersteller und Fahrzeugimporteure sowie das angeschlossene Handelsnetzwerk auf die Mobilität der Zukunft vor. Dabei implementiert und etabliert CHOICE für die Kunden deren eigene Mobilitätsmarke am Markt. Wesentlicher Bestandteil der Mobilitätsnetzwerkeist dabei die Bereitstellung der Vermietsoftware sowie ein darauf abgestimmtes Buchungsfrontend. Des Weiteren befähigt CHOICE ihre Kunden selbstständig Mobilitätsdienstleistungen mit einheitlichen Standards unter einer einheitlichen Marke zu betreiben. Das Leistungsangebot der Mobilitätsnetzwerke kann für diverse Produkttypen wie Carsharing, Kurzzeitmiete, Langzeitmiete oder Auto-Abo-Modelle eingesetzt werden. Sonstiges Im Geschäftsbereich Sonstiges werden im Wesentlichen Randbereiche des Leistungsportfolios zusammengefasst. Zudem sind in der Entwicklung befindliche Produkte und Dienstleistungen enthalten. 3. Markt- und Branchenentwicklung
Marktentwicklung
Die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2021 war stark
vom Pandemiegeschehen und den damit gekoppelten
Eindämmungsmaßnahmen beeinflusst. Das preis-
und
Blickt man aus globaler Perspektive auf den Wirtschaftssektor, so zeigt sich, bedingt durch die pandemische Situation, weiterhin keine Entspannung. Produktions- und Lieferkettenprobleme sind dabei nur zwei Schlagworte, die den Welthandel nachhaltig belasten. Gerade die Automobilindustrie stellen diese Problematiken vor größere Herausforderungen. [3] Branchenentwicklung Bereits im Jahr 2020 ist von einem durch die Pandemie ausgelösten Rekordeinbruch bei Neuzulassungen berichtet worden. Im Jahr 2021 hatte dieser Trend weiterhin Bestand. Dementsprechend sank die Zahl der Neuzulassungen in der Europäischen Union erneut um 2,4% auf 9,7 Mio. Fahrzeuge. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2021 belastete der weltweite Mangel an Mikrochips die Automobilhersteller schwer. [4] Trotz der anhaltenden Produktionsprobleme häufen sich bei einigen Automobilherstellern zuletzt die Positivmeldungen über Ergebnissteigerungen. [5] Priorisierung der Produktion von ertragsreichen Oberklasse- und Elektromodellen, Effizienz- und Sparprogramme, kombiniert mit hohen Marktpreisen für Neu- und Gebrauchtwagen, steigern die Profitabilität der Hersteller. [6] [7] Ausgehend von den gravierenden Umsatzeinbrüchen im Jahr 2020 verzeichnete die Branche der Kfz-Vermietungen über den Sommer 2021 wieder steigende Nachfrage. Diese Nachfrage zu bedienen, stellte die Autovermieter vor erneute Herausforderungen. Zum einen haben die Vermieter die Flotten während der Pandemie erheblich reduziert, was zu einem erhöhten Bedarf an Neufahrzeugen geführt hat.Zum anderen kommt des durch den Halbleitermangel zu einer Verknappung des Angebots bei den Herstellern. Aus beiden Effekten resultiert eine generelle Fahrzeugknappheit im Markt, wodurch sich jedoch höhere Preise in der Kfz-Vermietung durchsetzen ließen. Das Statistische Bundesamt gibt an, dass die Preise für Mietwagen im August 2021 um mehr als die Hälfte (53,4%) teurer waren als zwölf Monate zuvor. [8] 4. Geschäftsentwicklung und wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren
verfolgt die Gesellschaft die Entwicklung der
Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Sonstige betriebliche
Erträge) und
Geschäftsentwicklung im Überblick und Vergleich zur Vorjahresprognose Die CHOICE blickt auf ein von der COVID-19-Pandemie geprägtes und wirtschaftlich herausforderndes, aber gleichzeitig strategisch erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 zurück. Im Geschäftsjahr 2021 hat die CHOICE eine Gesamtleistung in Höhe von 127.066 TEUR (Vorjahr: 155.661 TEUR) erzielt. Die Prognose in Höhe von 101.533 TEUR wurde damit deutlich übertroffen. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Überschreitung der Prognose des Bereichs Remarketing in Höhe von 106,9%. Hintergrund der für das Jahr 2021 rückläufig prognostizierten Gesamtleistung ist ein Sondereffekt, welcher durch eine veränderte Ausgestaltung der Fahrzeugfinanzierung innerhalb eines Geschäftsfeldes begründet ist. Um den Sondereffekt bereinigt, steigerte CHOICE die Gesamtleistung um 10,2% gegenüber dem Vorjahr. Das für das Geschäftsjahr geplante Operative EBIT in Höhe von 1.434 TEUR wurde mit 2.550 TEUR ebenfalls übertroffen. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Überschreitung der Prognose des Bereichs Remarketing sowie die Entwicklung des Personalaufwandes. Vermögenslage Das Gesamtvermögen der CHOICE zum Bilanzstichtag erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 1.265 TEUR bzw. 1,8% auf 70.597 TEUR. Der Anstieg ist im Wesentlichen zurückzuführen auf folgende Entwicklungen:
Kompensiert werden diese Entwicklungen teilweise durch einen verringerten Fahrzeugbestand im Anlagevermögen in Höhe von 8.718 TEUR und im Umlaufvermögen in Höhe von 4.924 TEUR. Der Rückgang ist hauptsächlich auf eine veränderte Ausgestaltung der Fahrzeugfinanzierung zurückzuführen. Für den überwiegenden Teil der Fahrzeuge bestehen Rückkaufvereinbarungen (Buy-Back-Verträge) mit Automobilherstellern oder Automobilhändlern. Diese verpflichten sich, die Fahrzeuge nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit zu einem im Vorfeld vereinbarten Kaufpreis zurückzuerwerben.
Der Anlagendeckungsgrad [9] erhöhte sich deutlich von 60,8% in 2020 auf 103,9% in2021, was zum einen auf durch die thesaurierten Gewinne gestiegenes Eigenkapital und zum anderen auf einen verringerten Fahrzeugbestand im Anlagevermögen zurückzuführen ist. Komprimierte Aktiva:
Investitionslage CHOICE hat während des gesamten Geschäftsjahres 2021 den Fokus konsequent auf Investitionen konzentriert, welche auf die Kernkundenzielgruppe (Autovermieter und -händler) abzielen. Dabei wurde unter anderem das bestehende Leistungsangebot, insbesondere hinsichtlich non asset based Geschäftsmodellen, ausgebaut. Die Investitionen im Bereich Fahrzeuge, unabhängig von der gewählten Finanzierungsform, sind im Vorjahresvergleich um 13,0% gestiegen. Zudem wurden im Jahr 2021 ingesamt 6,9% mehr Fahrzeuge als 2020 zugelassen. Der zum Vorjahr leicht steigende durchschnittliche Fahrzeugwert pro Fahrzeug, von in 2021 zugelassenen Fahrzeugen, erhöhte sich auf 42 TEUR. Finanz- und Liquiditätslage Das Finanzmanagement der CHOICE erfolgt auf Basis interner Richtlinien sowie einer rollierenden Investitions- und Finanzierung- sowie Liquiditätsplanung. Insbesondere im Fokus stehen hierbei die Sicherung der Liquidität sowie eine kostenorientierte, dauerhafte Deckung des Finanzierungsbedarfs und das Bonitätsmanagement.CHOICE stehen zur Finanzierung des operativen Geschäfts Rahmenvereinbarungen sowohl mit diversen herstellerabhängigen Finanzierungsgesellschaften (sogenannten Captives) als auch mit herstellerunabhängigen Finanzierungsgesellschaften (sogenannten Non Captives) in ausreichender Höhe, insbesondere auch für zukünftiges Wachstum, zur Verfügung. Ein konstant hoher Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von 28.557 TEUR (Vorjahr: 17.888 TEUR) sichert zudem die finanzielle Stabilität, die Unabhängigkeit und einen ausreichenden Finanzierungsspielraum zur Absicherung der zukünftigen Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Das Eigenkapital erhöhte sich zum Vorjahr um 4.040 TEUR auf 19.049 TEUR. Die Eigenkapitalquote hat sich mit 27,0% (Vorjahr 21,6%) deutlich erhöht. Der Anstieg resultiert aus der Thesaurierung von Gewinnen im Unternehmen. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 300 TEUR. Die Rückstellungen verzeichnen einen Rückgang in Höhe von 1.271 TEUR bzw. 8,6% auf 13.504 TEUR. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Auflösung einer Rückstellung für ein Klageverfahren in Höhe von 1.076 TEUR. Die Verbindlichkeiten beliefen sich zum 31. Dezember 2021 auf 34.542 TEUR und sind im Vergleich zum Vorjahr um 505 TEUR bzw. 1,5% leicht gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus
Der Anstieg wird nahezu kompensiert durch eine vertraglich vereinbarte Tilgungder Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 4.131 TEUR. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten verringerten sich um 2.097 TEUR bzw. 38,1%. Dies liegt im Wesentlichen in der Stichtagsbetrachtung der vereinnahmtenund über die Mietlaufzeit abgegrenzten Werbekostenzuschüsse begründet. Diese reduzierten sich von 4.878 TEUR im Vorjahr auf 3.324 TEUR zum 31. Dezember 2021. Komprimierte Passiva:
Ertragslage CHOICE absolvierte trotz der besonderen Ereignisse durch die COVID-19-Pandemie ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2021. Die Umsatzerlöse reduzierten sich im Vorjahresvergleich um 31.612 TEUR bzw. 20,6%. Ursächlich hierfür ist der für 2021 prognostizierte veränderte Finanzierungsprozessvon Teilen der Fahrzeugflotte. Diese Veränderung war erfolgsneutral, da sich die Aufwendungen gleichermaßen reduzierten. Um den Sondereffekt bereinigt, steigerte CHOICE die Umsatzerlöse um 7,7% gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzrendite, basierend auf dem Jahresüberschuss, ist mit 3,3% im Vergleich zum Vorjahr (0,6%) gestiegen, was neben einer Erhöhung der Produktivität auf den veränderte Finanzierungsprozess zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind zum Vorjahr um 3.018 TEUR auf 4.878 TEUR gestiegen. Hauptsächlich bedingt durch eine Rückstellungsauflösung im Rahmen eines Klageverfahrens in Höhe von 1.076 TEUR und Erlösen aus dem Verkauf von Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.250 TEUR. Die Materialaufwandsquote verbesserte sich von 92,5% auf 88,9%. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der veränderte Finanzierungsprozess und ein im Jahr 2021 erstmalig ertragswirksam zu erfassender Volumenbonus. Zum 31. Dezember 2021 betrug die Zahl der aktiven Mitarbeiter (ohne Auszubildende) am Standort Nürnberg 85 (Vorjahr: 88) davon waren 17 (Vorjahr: 13) Teilzeitbeschäftigte. In der Betriebstätte Berlin waren zum 31. Dezember 2021 10 (Vorjahr: 4) aktive Mitarbeiter beschäftigt. Die Personalaufwendungen sind aufgrund einer veränderten Personalstruktur und eines im Durchschnitt rückläufigen Personalbestands um 1.288 TEUR auf 5.961 TEUR gesunken.. Aufgrund der positiven Entwicklung des Geschäftsjahres 2021 und des Engagements der Mitarbeiter wurde im Dezember wiederholt eine einmalige Sonderzuwendung (Corona-Prämie) an die Mitarbeiter ausbezahlt. Die Abschreibungen erhöhten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 um 132 TEUR bzw. 11,8%, diese enthalten fahrzeugbezogene Abschreibungen in Höhe von 668 TEUR (Vorjahr: 597 TEUR), der Anteil an den Gesamtabschreibungen in Höhe von 53,2% ist im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: 53,1%) nahezu konstant. Die Höhe der Abschreibungen entspricht dem tatsächlichen Wertverlust der Fahrzeuge. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 755 TEUR bzw. 24,5%.Ursächlich für den Anstieg waren im Wesentlichen folgende Sachverhalte:
Das Ergebnis nach Steuern wird zudem durch den im Jahr 2021 abgeschlossen Ergebnisabführungsvertrag mit der VISI|ONE GmbH in Höhe von 1.269 TEUR belastet. Komprimierte Gewinn- und Verlustrechnung:
Mit einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 4.107 TEUR (Vorjahr 924 TEUR) stellte CHOICE die Robustheit ihres Geschäftsmodells wiederholt unter Beweis. 5. Prognosebericht Konjunkturelle und branchenspezifische Rahmenbedingungen
Branchenspezifische Auswirkungen und deren Bedeutung für CHOICE werden in den nachfolgenden Punkten sowie im Teil der Chancen und Risiken genauer erläutert. Finanzprognose für das Geschäftsjahr 2022 Die Unsicherheiten und Risiken im Zusammenhang mit der Pandemie und der Russland-Ukraine Krise für die weltweite wirtschaftliche Entwicklung können aktuell nicht beziffert werden. Die verabschiedete Prognose beruht auf den Erwartungen und Einschätzungen der Gesellschaft basierend auf der per Ende 2021 vorherrschenden Meinung zur weiteren Entwicklung der Märkte. Das Budget 2022 der CHOICE ist vor dem Hintergrund der aktuell sehr unsicheren Situation erstellt und freigegeben worden. Die wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen bei CHOICE sind die Gesamtleistung und das Operative Ergebnis (EBIT). CHOICE plant im Geschäftsjahr 2022 miteiner leicht reduzierten Gesamtleistung und einem Operativen Ergebnis (EBIT) auf Vorjahresniveau. 6. Chancen- und Risikobericht Die aktuelle Risikosituation der CHOICE ist vor allem geprägt von Unsicherheiten, welche aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Russland-Ukraine Konflikt entstehen. Zum aktuellen Zeitpunkt lassen sich Prognosen bezüglich Auswirkungen auf den Mobilitätsmarkt nur schwer treffen. Die ersten Probleme in der Aufrechterhaltung der Lieferketten von großen Automobilherstellern führen bereits zu teilweisen Produktionsstillständen. Zudem steigen die Treibstoffpreise massiv an. Die Krise kann sowohl nachfrageseitig als auch angebotsseitig das Ergebnis und den Geschäftsverlauf von CHOICE beeinflussen. Auf das besondere Risiko aufgrund der nicht abschließenden Beurteilung der Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine Konflikt wird an dieser Stelle hingewiesen. Damit die Gesellschaft bestandsgefährdende Risiken und unkontrollierbare Entwicklungen nicht ausgesetzt wird, ist ein Risikomanagementsystem implementiert. Dieses wird als integrativer Bestandteil der Unternehmensführung verstanden. Das Risikomanagementsystem ist neben den bereits bestehenden Controlling Instrumentarien darauf ausgerichtet, Risiken so weit wie möglich zu begrenzen und Chancen optimal zu nutzen. Das Risikomanagementsystem ermöglicht CHOICEzeitnah Risiken zu erkennen, um die notwendigen Maßnahmen zur Risikobewältigung zu veranlassen. Folgende wesentliche Themenfelder wurden durch die Geschäftsleitung identifiziert:
Die nachstehend genannten Chancen und Risiken lassen sich nicht quantifizieren, sind aber in der Reihenfolge der von der Geschäftsführung eingeschätzten Wesentlichkeit hinsichtlich einer Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeiten und monetärer Auswirkung aufgeführt, wobei die wesentlichsten Chancen und Risiken am Anfang genannt sind. Mobilitätsmarkt Der Mobilitätsmarkt selbst unterliegt einem starken Wandel. Eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger belegt, dass die vier Megatrends neue Mobilitätsdienstleistungen, Autonomes Fahren, Digitalisierung und Elektrifizierung eine massive Auswirkung auf das bisherige Verständnis von Mobilität haben und stellen insbesondere die Automobilbranche vor neue Herausforderungen. [12] Nicht nur der Begriff der Mobilität wird sich zukünftig stark verändern, auch der Automobilmarkt als solcher. Der Anteil an Neuzulassungen von Fahrzeugen in Deutschland mit alternativen Antriebsarten (Hybrid, Plug-in Hybrid und Elektro) betrug im Dezember 2021 58%, was einen Anstieg zum Dezember 2020 von 11 Prozentpunkten bedeutet. [13] Der steigende Anstieg der Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen, Plug-in-Hybrid und Hybridfahrzeugen führt zu einer neuen Konkurrenzsituation auf dem Mobilitätsmarkt. Da Elektroautos deutlich einfacher zu konstruieren sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, Antriebsstrang und Abgasanlage, entwickeln sich ernstzunehmende neue Wettbewerber aus der Digitalbranche. [14] Auch der Fahrzeugnutzen wird sich stark verändern, stehen aktuell noch Individualverkehr und Besitz im Vordergrund so geht der Trend hin zu nachhaltigen Mobilitätsalternativen. Die junge, technikaffine Generation legt dabei auf umweltfreundliche und komfortable Mobilitätslösungen Wert. Vor allem im urbanen Raum wird sich der intermodale Personenverkehr (Kombination aus Auto und öffentliche Verkehrsmittel) durchsetzen. [15] CHOICE hat diese Trends frühzeitig erkannt und sich entsprechend durch zielgerichtete Investitionen positioniert. Mit attraktiven Einkaufskonditionen für Mietwagen, effizienter Vermietsoftware, Webshops, Logistik und weiteren Dienstleistungen ermöglicht CHOICE zudem seinen Kunden unter einer eigenen Marke auch im Wandel zukunftsfähig Mobilität am Markt anzubieten. Die Gesellschaft sieht daheraus den oben beschriebenen Marktveränderungen weitestgehend Chancen. Beschaffungsmarktrisiko Als potenzielles Risiko wird die hohe Volatilität der Rohstoffpreise bzw. Versorgungsengpässe eingeschätzt. Die Versorgungsengpässe im Bereich Halbleiter und dieAuswirkungen des Russland-Ukraine Konflikts haben direkten Einfluss auf den Herstellungsprozess der Fahrzeuge. Die Gesellschaft versucht diese Risiken über eine heterogene Lieferantenstruktur und durch angepasste Absatzpreise zu kompensieren. Durch die Verknappung von Neufahrzeugen entstehen für die Gesellschaft durch den Preisanstieg am Gebrauchtwagenmarkt zudem Chancen hinsichtlich eines verbesserten Vermarktungspotenzials. Vermarktungs- und Ausfallrisiko Für einen gewissen Teil des Einkaufsvolumens nimmt CHOICE die Vermarktungschance der Gebrauchtfahrzeuge wahr (Remarketing). Für diesen Teil der Fahrzeugflotte erfolgt meist vor Eingang der Einkaufsverpflichtung die Vermarktung an gewerbliche Käufer als Restwertgarant. Risiken entstehen bei diesem Vorgehen insbesondere durch ausfallende Restwertgaranten. CHOICE entgegnet diesem Risiko durch den Fokus auf eine mehrjährige, heterogene und bonitätsstarke Kundenstruktur. Zudem erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Bonität der Vertragspartner. Aus diesem Grund schätzt CHOICE das Risiko als niedrig ein. Im Gegenteil ergeben sich aus den gestiegenen Gebrauchtwagenpreisen tendenziell Chancen. Gesamtrisikoeinschätzung Die Geschäftsleitung sieht ein global erhöhtes Risiko im Einklang mit der aktuellen weltpolitischen Entwicklung. Ein Risiko für das künftige Fortbestehen des Unternehmens wird auf Basis der Auftragslage, der Branchensituation, der Geschäftsstruktur und der finanziellen Stabilität der Gesellschaft nicht gesehen.
Nürnberg, 31. März 2022 gez. Bego Jasenac, Geschäftsführer & Antonio Pardo, Geschäftsführer Quellenangaben: [1] Vgl. Statista: "Bruttoinlandsprodukt (BIP) und Wirtschaftswachstum". [2] Vgl. Statistisches Bundesamt: "Bruttoinlandsprodukt 2022 für Deutschland". [3] Vgl. Stern: "Kein Ende in Sicht". [4] Vgl. Spiegel Wirtschaft: "Neuzulassungen in der EU sacken 2021 noch weiter ab". [5] Vgl. Die Rheinpfalz: "Mercedes, VW und Volvo: Bei wem läuft das Geschäft besser?" [6] Vgl. Autohaus: "Bilanz 2021: Mercedes-Benz mit starkem Ergebnis". [7] Vgl. manager magazin: "Vielen Autobauern geht es viel besser als vermutet". [8] Vgl. WELT: "'Weil der Markt das hergibt' - Plötzlich sind Mietwagen 50 Prozent teurer" [9] Anlagendeckungsgrad 1: Eigenkapital / Anlagevermögen * 100 [10] Vgl. IFO Konjunkturprognose Frühjahr 2022: Folgen des russich-ukrainischen Krieges dämpfen deutsche Konjunktur. [11] Vgl. IFO Konjunkturprognose Winter 2021: Lieferengpässe und Coronawelle bremsen deutsche Wirtschaft aus. [12] Vgl. Mobilität der Zukunft: Eine Branche im Wandel. [13] Vgl. statista: Monatliche Pkw-Neuzulassungen in Deutschland. [14] Vgl. Mobilität der Zukunft: Eine Branche im Wandel. [15] Vgl. PWC: Five trends tranforming the Automotive Industry Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Choice GmbH mit Sitz in Nürnberg (eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Nürnberg, Registernummer HRB 19444) für das am 31. Dezember 2021 abgeschlossene Geschäftsjahr wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB für große Kapitalgesellschaften (gemäß § 267 Abs. 3 HGB) sowie unter Beachtung des GmbHG und der sich aus dem Gesellschaftsvertrag ergänzenden Vorschriften aufgestellt. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet. Allerdings wurden in geringfügigem Umfang Ausweisanpassungen in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen. Die entsprechenden Ausführungen werden bei den jeweiligen Posten aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 ist in Euro aufgestellt. Die Zahlenangaben erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, in tausend Euro (TEUR). Die dargestellten Tabellen und Angaben können rundungsbedingte Differenzen enthalten. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Von Dritten entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Das Wahlrecht zur Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände wurde nicht ausgeübt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden die Vermögensgegenstände außerplanmäßig abgeschrieben, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Zugänge mit einem Anschaffungswert bis zu 250 EUR werden als laufender Aufwand erfasst und Zugänge mit einem Wert größer 250 EUR und höchstens 800 EUR als geringwertige Anlagegüter sofort abgeschrieben. Die Bewertung der Fahrzeuge des Anlagevermögens zum Bilanzstichtag erfolgte unter Berücksichtigung der Anschaffungskosten, vermindert um die zeitanteilige Differenz zwischen Anschaffungskosten und jeweilig vertraglich vereinbarten Rückgabepreisen der Fahrzeuge. Bei den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen und beteiligten Unternehmen zu Anschaffungskosten bilanziert. Ausleihungen werden zum Nennwert bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Im Übrigen verweisen wir auf die diesem Anhang als Anlage beigefügte Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage 1). Die Bewertung der Vorräte, die im Wesentlichen Fahrzeuge beinhalten, erfolgt zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, die sich aus der Lagerdauer ergeben, sind Abwertungen im ausreichenden Umfang berücksichtigt. Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte entsprechen dem Nennbetrag der Zahlung. Fremdkapitalzinsen werden sowohl im Anlagevermögen als auch im Umlaufvermögen nicht aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt, sofern für erkennbare Einzelrisiken Wertberichtigungen erforderlich waren. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Der Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert angesetzt. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. Das im Eigenkapital enthaltene Stammkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle, zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung, erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die erhaltenen Anzahlungen und Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen im Organkreis ermittelt. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der VISI|ONE GmbH. In Folge der bestehenden steuerlichen Organschaft werden latente Steuern beim Organträger für die Organgesellschaft gebildet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes von aktuell 32,17%. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Die sich insgesamt ergebende Steuerbelastung ist in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. 3. Erläuterungen zu Positionen der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage 1 zum Anhang dargestellt. Zum 31. Dezember 2021 hält die Choice GmbH nachfolgend aufgelistete Anteile an verbundenen Unternehmen:
* vorläufige Zahlen zum 31.12.2021
Im Geschäftsjahr 2021 wurden 900 TEUR in die Kapitalrücklage der VISI|ONE GmbH über eine Darlehensumwandlung eingelegt. Zudem wurde mit der Gesellschaft im Geschäftsjahr ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die im Vorjahr unter Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesene Gesellschaft insertEFFECT GmbH ist aufgrund eines Anteilsverkaufs in Höhe von 50% im Jahr 2021 unter den Beteiligungen ausgewiesen. Die Beteiligungen gliedern sich wie folgt:
* vorläufige Zahlen zum 31.12.2021
In den Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 2.500 TEUR (Vorjahr: 2.500 TEUR) enthalten. Umlaufvermögen Im Geschäftsjahr 2021 wurden in den Forderungen aus Lieferung und LeistungWertberichtigungen in Höhe von 887 TEUR (Vorjahr: 591 TEUR) bilanziert. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.022 TEUR (Vorjahr: 227 TEUR). Des Weiteren sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 198 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR) enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen wurden pauschale Wertberichtigungen in Höhe von 117 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) vorgenommen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zum Bilanzstichtag auf den Börsen- bzw. Markpreis abgeschrieben. Hieraus resultierte im Berichtsjahr ein Aufwand in Höhe von 258 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr 300 TEUR. Rückstellungen In den Steuerrückstellungen sind Risiken aus Betriebsprüfung für die Jahre 2016 bis 2019 in Höhe von 190 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) enthalten. Die sonstigen Rückstellungen teilen sich wie folgt auf:
Die im Vorjahr gebildete Rückstellung für ein Klageverfahren wurde im Geschäftsjahr vollständig aufgelöst. Verbindlichkeiten Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus hinterlegten Kautionen in Höhe von 1.741 TEUR (Vorjahr: 1.315 TEUR) ausgewiesen. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren liegen, wie im Vorjahr, nicht vor. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern liegen im Berichtsjahr nicht vor (Vorjahr 1 TEUR).Eine detaillierte Aufstellung der Verbindlichkeiten ist im Verbindlichkeitenspiegel als Anlage 2 zu finden. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Wesentlicher Bestandteil der passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen aus Werbekostenzuschüssen in Höhe von 3.324 TEUR (Vorjahr 4.878 TEUR). Passive latente Steuern Es werden 88 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) latente Steuern aufgrund der im Organkreis entstehenden Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz aus selbsterstellten immateriellen Vermögen passiviert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es besteht eine Vielzahl von Leasingverträgen über Fahrzeuge mit einer Laufzeit von jeweils etwa sechs Monaten, die kontinuierlich im Rahmen der Geschäftstätigkeit abgeschlossen werden. Der Vorteil dieser Leasingverträge ist die Liquiditätsschonung und Optimierung des Working Capitals im Vergleich zu einer eigenen Anschaffung. Risiken sind hieraus nicht erkennbar. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 3.001 TEUR (Vorjahr: 3.084 TEUR). Davon weisen 1.654 TEUR eine Restlaufzeit von über einem Jahr auf. Sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren liegen, wie im Vorjahr, nicht vor. Haftungsverhältnisse Gegenüber Vermietern bestehen selbstschuldnerische Mietbürgschaften bis zu einem Betrag von 149 TEUR. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als unwahrscheinlich angesehen. Mit der qualifizierten Rangrücktrittsvereinbarung vom 30. Dezember 2021 erklärt die CHOICE gegenüber der insertEFFECT GmbH im Rang gegenüber anderen Gläubigern mit einem maximalen Betrag in Höhe von 100 TEUR zurückzutreten. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als unwahrscheinlich angesehen. Weitere Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht. 4. Erläuterungen zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung Erträge Die Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 HGB gliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:
Im Jahr 2021 wurde die Berichtsstruktur geändert. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit zeigt nachfolgende Tabelle die Entwicklung der Umsatzerlöse nach der alten Struktur:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden periodenfremde Erträge in Höhe von 1.906 TEUR (Vorjahr: 502 TEUR) ausgewiesen. Im Wesentlichen beinhalten diese Erträge die Auflösung von Rückstellungen (1.147 TEUR), die Herabsetzung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen (514 TEUR) sowie periodenfremde Erträge im Zusammenhang mit dem Klageverfahren. Zudem sind Erträge aus dem Anteilsverkauf an der insertEFFECT GmbH in Höhe von 1.183 TEUR enthalten. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 355 TEUR (Vorjahr: 331 TEUR), davon aus Ausleihungen an Gesellschaftern 88 TEUR (Vorjahr: 128 TEUR). Aufwendungen Die Gesellschaft zeigt Lohn- und Gehaltsaufwendungen in Höhe von 5.017 TEUR(Vorjahr 6.183 TEUR). Die Ausgaben für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung belaufen sich auf 944 TEUR(Vorjahr: 1.066 TEUR). Es wurden insgesamt 24 TEUR im Vorjahr aus den Ausgaben für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in den sonstigen betrieblichen Aufwand umgegliedert. Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 3.840 TEUR (Vorjahr: 3.085 TEUR). Wesentliche Posten sind Aufwendungen aus der Forderungsbewertung (1.095 TEUR), Beratungskosten (462 TEUR), Software und Lizenzgebühren (243 TEUR) sowie Miet- und Leasingaufwendungen (712 TEUR). Im Berichtszeitraum befinden sich in der Position der sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 50 TEUR (Vorjahr: 38 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 258 TEUR (Vorjahr: 132 TEUR) vorgenommen. Durch den in 2021 geschlossen Ergebnisabführungsvertrag mit der VISI|ONE GmbH wird das Ergebnis vor Steuern durch Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von 1.269 TEUR belastet. Der Steueraufwand aus Einkommen und Ertrag beträgt 1.492 TEUR (davon Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von 88 TEUR). 5. Sonstige Angaben Beschäftigte Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 89 Mitarbeiter beschäftigt, die sich wie folgt unterteilen:
Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen Marktunübliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen gemäß § 285 Nr. 21 HGB nicht. Ergebnisverwendung Der handelsrechtliche Jahresüberschuss beträgt 4.040 TEUR (Vorjahr: 924 TEUR) und wird nach Verrechnung mit dem Gewinnvortrag 3.001 TEUR (Vorjahr: 3.577 TEUR), sowie der Zuführung zur Gewinnrücklage 2.347 TEUR (Vorjahr: 1.500 TEUR) auf neue Rechnung vorgetragen. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorarfür Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr 2021 belief sich auf 23 TEUR (Vorjahr: 22 TEUR), für das Vorjahr fiel im Berichtsjahr ein Aufwand von 2 TEUR an. Gesellschaftsorgane Geschäftsführer der Gesellschaft sind:
In Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB wird auf Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet. Herr Antonio Pardo ist auch Geschäftsführer und Gesellschafter der APInvest GmbH & Co. KG. Diese hat von der Choice GmbH ein Darlehen erhalten, welches zum Bilanzstichtag mit 2.500 TEUR (Vorjahr: 2.500 TEUR) valutiert. Die Konditionen sind fremdüblich. Nachtragsbericht Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich auswirken, lagen nicht vor. Nach Ende des Geschäftsjahres kam es zu Kriegshandlungen zwischen Russland und der Ukraine. Dies führte bereits zu einem teilweisen Herstellungsstopp von größeren Automobilherstellern. Die Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage des Unternehmenswerden als voraussichtlich vorübergehend eingeschätzt.
Nürnberg, 31. März 2022 gez. Bego Jasenac, Geschäftsführer & Antonio Pardo, Geschäftsführer Der Jahresabschluss wurde am 23. Mai 2022 festgestellt. Anlagen 1. Entwicklung des Anlagevermögens 2021
2. Verbindlichkeiten
* Covenants (im Vorjahr zudem teilweise Sicherungsübereignung, teilweise übliche Forderungsabtretung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Choice GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Choice GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen
Belangen den handelsrechtlichen Anforderungen und
vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen
Der Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen
Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss: Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses nach geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stiftung vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die
Geschäftsführung dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zukönnen. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wetzlar, den 13. Mai 2022 SBBR GmbHWirtschaftsprüfungsgesellschaft Joachim Fricke, Wirtschaftsprüfer Dr. Jens Hilberseimer, Wirtschaftsprüfer |
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