Erzeugerorganisation Dresdener Obst e.G.
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mirko Schulz seit 15.7.2025 | Vorstandsmitglied |
Peter Griesbach seit 28.11.2024 | Vorstandsmitglied |
Thomas Beck seit 25.4.2016 | Vorstandsmitglied |
Matthias Wedler seit 21.4.2005 | Vorstandsmitglied |
Bernd Dr. Falkenau seit 21.4.2005 | Prokura |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Erzeugerorganisation Dresdener Obst e.G.DohnaJahresabschluss zum 30. Juni 2023Lagebericht sowie Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022/23der Erzeugerorganisation Dresdener Obst e.G., DohnaI. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Im zurückliegenden Geschäftsjahr war das wirtschaftliche Umfeld weitgehend von den weltweiten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine geprägt. In Westeuropa trübte sich die wirtschaftliche Lage weiter ein, die Energiepreise sind stark gestiegen und die Inflation erreichte lange nicht gesehene Werte. Entsprechende Reaktionen der Notenbanken führten zum Anstieg des Zinsniveaus. Insgesamt sind die weltweiten Spannungen eher verstärkt worden, was einen verbesserten internationalen Handel behindert. In Deutschland stärkt die aktuelle Regierung mit politischen Entscheidungen, die vermeintliche Moral demonstrieren sollen, eher Kräfte, die nicht der demokratischen Mitte zuzuordnen sind. Eine große Unsicherheit über die weitere innen- und außenpolitische Entwicklung dominiert das Denken vieler Menschen. Entsprechend ist vielfach eine Kaufzurückhaltung zu beobachten, die allerdings auch mit realen Einkommensverlusten begründet werden kann. Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel ist - durch die hohe Inflation noch verschärft - unvermindert ein starker Verdrängungswettbewerb zu beobachten. Die Discounter scheinen hier aktuell Marktanteile zu gewinnen. Alle Unternehmen überarbeiten aber ihre Sortimente und Konzepte, um die Verbraucher in der aktuellen Situation besser zu erreichen. Hier wurden zum Teil erhebliche Summen investiert. Es ist allerdings auch zu beobachten, dass bei allen Aktivitäten unserer Kunden die erheblichen Kostensteigerungen, die selbstverständlich auch bei den Handelsunternehmen zum Tragen kommen, Berücksichtigung finden. Der Wettbewerb innerhalb der europäischen O&G-Branche war für unseren Bereich in diesem Geschäftsjahr bei hohen Erntemengen durch einen sehr starken Preiskampf geprägt. Eigentlich notwendige Preisanhebungen, die wegen der massiven Kostensteigerungen auf Produzentenseite kaufmännisch erforderlich waren, konnten nicht umgesetzt werden. Die teilweise ruinösen Erzeugerpreise der gesamten Saison stellen zunehmend die Frage, inwieweit in Deutschland weiterhin auskömmlich produziert werden kann. Die Entwicklung unseres Unternehmens war im Gegensatz zur Situation in Gesamtdeutschland durch eine nur leicht verbesserte Mengenabwicklung aus dem Aufkommen unserer Mitgliedsbetriebe gekennzeichnet. Schäden durch Frost- und Hagelereignisse wie in den Vorjahren gab es nur sehr vereinzelt. Trotz der sonstigen negativen Begleitumstände blieb im Wirtschaftsjahr 2022/2023 die konsequente Umsetzung sämtlicher Kundenanforderungen wichtigstes Element der wirtschaftlichen Tätigkeit. Um den Ansprüchen der Kunden nach geschlossenen Qualitätssicherungssystemen zu entsprechen, sind die Lieferbetriebe und das Unternehmen selbst im vergangenen Jahr erneut nach dem International Food Standard (IFS), nach dem QS-Standard, nach diversen Bio-Standards bzw. nach TN-Standard zertifiziert worden. Auftrags- und Umsatzentwicklung Der Umsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das ist bei leicht gestiegenen Mengen vorwiegend auf die stabile Vermarktung bei Beeren- und Steinobst während der Sommermonate zurückzuführen. Die Nachfrage im In- und Ausland war über die Saison intakt. Das erzielte Preisniveau für die Frischmarktprodukte zeigte sich bei Stein- und Beerenobst auf durchschnittlichem Niveau, beim Kernobst war durch den enormen Verkaufsdruck, der vor allem durch die Erntemengen der Anbieter aus dem Alten Land hervorgerufen wurde, kein zufriedenstellendes Niveau zu erreichen. Für die Mengen, die dem Bereich der Verarbeitung zugeführt wurden, konnten ebenfalls nur durchschnittliche Preise realisiert werden. Das Unternehmen hat in enger Zusammenarbeit mit der Vertriebsgesellschaft die erreichte Marktposition insbesondere durch die stabile Sicherung der Beschaffungsquellen auch im abgelaufenen Geschäftsjahr verteidigen können. Der verzeichnete Flächenrückgang wird vermutlich nicht zu Ende sein. Für die Zukunft sind weitere Anstrengungen nötig, um dem hohen Tempo der Entwicklungen angemessen folgen zu können. Beschaffung Die Beschaffung konnte in beiden Obstbaugebieten stabil fortgesetzt werden. Es wurden bei einigen Betrieben geplante Flächenreduzierungen umgesetzt. Die Gemeinsame Marktordnung für Obst und Gemüse bzw. die deutsche Durchführungsverordnung sind Basis für die Regelungen bezüglich der Andienungspflicht. Es konnten auch in diesem Berichtszeitraum die fördertechnischen Instrumente genutzt werden. Die Preise für Verpackungsmaterial, ganz besonders für Energie sowie für Hilfs- und Betriebsstoffe bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau. Investitionen Die umfangreichen Investitionen, die in Umsetzung des Operationellen Programms erfolgt sind, waren wieder auf eine Verbesserung der gesamten Vermarktungssituation ausgerichtet. Die Abwicklung des Programms erfolgte in enger Abstimmung mit der Sächsischen Landesanstalt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Finanzierung der Maßnahmen des Operationellen Programms war jederzeit gesichert. Dies ist insbesondere dem soliden Zahlungszufluss von Seiten der Vertragsvermarkter bzw. der Vertriebsgesellschaft zu danken. Die Zahlungsziele gegenüber den Mitgliedsbetrieben konnten beibehalten werden. Weitere Finanzierungsvorhaben gibt es derzeit nicht. Personal- und Sozialbereich Im Bereich der Personalentwicklung haben sich keine maßgeblichen Veränderungen zum Vorjahr ergeben. Die Ausstattung mit festangestelltem Personal ist den Anforderungen entsprechend. Besondere Risiken werden derzeit nicht gesehen. Umweltschutz Alle betrieblichen Maßnahmen berücksichtigen den Bereich des Umweltschutzes hinreichend. Insbesondere die fortgesetzte Beratung der Lieferantenbetriebe bezüglich umweltgerechter Produktionstechniken (Bio- oder IP-Integrierte Produktion) ist hier zu erwähnen. Besondere Risiken oder Gefahren sind derzeit nicht erkennbar. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Anhängige Verfahren vor Gericht gibt es derzeit nicht. Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand Der Vorstand beurteilt die Entwicklung der Genossenschaft als geordnet. Das wirtschaftliche Umfeld blieb im Berichtszeitraum sehr kompetitiv. Die Ergebnisse der Genossenschaft entsprechen den Planungen. II. Darstellung der Lage der Genossenschaft Vermögens- und Finanzlage Die wesentlichen Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage, wie die Eigenkapitalquote und die Liquiditätsgrade, zeigen eine im Fünf-Jahres-Vergleich konstante Entwicklung. Das langfristige Vermögen ist vollständig mit Eigenkapital finanziert. Die Zahlungsfähigkeit war und ist gesichert. Die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet. Ertragslage Die Ertragslage 2022/23 ist im Vergleich zum Vorjahr durch einen Jahresüberschuss gekennzeichnet. Das operative Betriebsergebnis hat sich zum Vorjahr insbesondere durch gestiegene ordentliche betriebliche Erträge bei gesunkenen ordentlichen betrieblichen Aufwendungen verbessert. Wir schätzen die Ertragslage als auskömmlich ein. Prognose-, Chancen- und Risikobericht III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht) 1. Risikomanagement Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat der Vorstand der Genossenschaft ein System eingerichtet, das im Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut:
2. Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale Es ist aus der Beurteilung zum Bilanzstichtag keine existenzielle Gefährdung der Genossenschaft erkennbar. 3. Sonstige Risiken Es ist für die Genossenschaft wichtig, die Vermarktungsprozesse permanent zu verbessern. Die Höhe der Beiträge zum Betriebsfonds seitens der Lieferbetriebe ist einer permanenten Prüfung zu unterziehen. Erneut sind Maßnahmen der Risikovorsorge berücksichtigt worden. IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) Für die Saison 2023/24 wird für Europa erneut eine gute Kernobsternte erwartet. Bei unseren Erzeugerbetrieben sind die Prognosen auf durchschnittlichem Niveau. Wenngleich die Niederschlagsverteilung deutlich besser war, beeinträchtigen die Sommertrockenheit und die hohen Strahlungswerte erneut die Qualität der Ernte in unserem Erfassungsgebiet. Die bereitgestellten Lager-, Sortier- und Abpackkapazitäten bei den Vertragsvermarktern werden ausreichen, um die anstehende Ernte ordnungsgemäß vermarkten zu können. Für die Sachsenobst Vermarktungsgesellschaft mbH ist zur Verbesserung der Vermarktungsleistung ein Kooperationsvertrag mit einer Genossenschaft in Sachsen-Anhalt geschlossen worden. Bei der Vermarktung von Beeren- und Steinobst konnten gute Ergebnisse erzielt werden. Bezüglich der zu erwartenden Preise für Tafelkernobst ist wegen der geringeren Mengenverfügbarkeit in Deutschland ebenfalls leichter Optimismus angezeigt. Zudem gibt es keinerlei belastende Überstände aus der Vorsaison bzw. aus Überseezufuhren. Bei der Industrieware war über den letzten Vermarktungsabschnitt der Vorjahresernte eine stabile Preisführung gegeben. Die Nachfrage für die neue Ernte ist gut, die Vorräte an Direktsaft und Apfelsaftkonzentrat sind gut abgebaut. Insofern können auch für die Vermarktung der Industrieware verhalten positive Prognosen abgegeben werden. Für das Geschäftsjahr 2023/24 wird wegen der gegebenen Rahmenbedingungen ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet. Die Vorjahresprognose wurde übertroffen. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird in Anbetracht der gesamteuropäischen Erntemenge und der wirtschaftlich schwierigen Gesamtsituation ohne Berücksichtigung der steuerlichen Aspekte ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet. Die geplanten Maßnahmen zur Durchführung des Operationellen Programms sollen planmäßig abgewickelt werden.
Dohna, 19. Dezember 2023 Erzeugerorganisation Dresdener Obst e.G. Der Vorstand gez. Wedler gez. Beck gez. Buitenhuis B. Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages - geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstands. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.
Dohna, 19. Dezember 2023 gez. Kotlowski, Vorsitzender des Aufsichtsrats BILANZ ZUM 30. JUNI 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23
ANHANG FÜR DAS Geschäftsjahr 2022/23A. Allgemeine Angaben Die Erzeugerorganisation Dresdener Obst e.G. mit Sitz in Dohna ist registriert beim Amtsgericht in Dresden und eingetragen unter der Registernummer GnR 83. Die Genossenschaft ist im Sinne des § 336 Abs. 2 i. V. m. § 267 Abs. 2 HGB mittelgroß. Die Erstellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2023 erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG). B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Sachanlagen wurden mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden für Neuanschaffungen im Rahmen des Operationellen Programms 2022 bzw. des ersten Halbjahres 2023 vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800,00 EUR wurden voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden. Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses nach § 268 Abs. 1 HGB aufgestellt. Nummerierung Anlagenspiegel: C. D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ Angaben zu Unternehmen, soweit es sich um Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB handelt:
Im Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind folgende antizipativen Beträge größeren Umfangs enthalten:
Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit:
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen in Höhe von 114,41 EUR (Vorjahr: 630,15 EUR) enthalten. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende periodenfremde Aufwendungen enthalten:
E. Sonstige Angaben Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Zur Verwendung des Ergebnisses wird folgender Vorschlag gemacht:Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss (102.062,34 EUR) - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages (814,30 EUR) sowie nach den im Jahresabschluss mit 10.287,66 EUR ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von 92.588,98 EUR) - wie folgt zu verwenden:
Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Mitgliederbewegung
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes Genoverband e.V. Geschäftsstelle Leipzig Augustusplatz 9 04109 Leipzig Mitglieder des Vorstands Matthias Wedler Thomas Beck Erik Buitenhuis Mitglieder des Aufsichtsrats Ralf Kotlowski - Vorsitzender Rico Pietzsch Martin Wahode
19. Dezember 2023 Erzeugerorganisation Dresdener Obst e.G. Der Vorstand: gez. Wedler gez. Beck gez. Buitenhuis Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 26.03.2024 festgestellt. C. Entwicklung des Anlagevermögens
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