Shoe4You GmbH & Co. KG

30900 Wedemark, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRA 203972
Eingetragen
16.11.2016

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

2 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany
Kommanditist
Germany
600 €

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kienast Holding GmbH & Co. KG

Wedemark

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022

Konzernlagebericht

1. Grundlagen des Konzerns

Die Gesellschaft und die mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen betreiben den Einzelhandel mit Schuhen und Nebenartikeln in Deutschland.

Die Kienast-Gruppe bietet mittels mehrerer Vertriebsmarkenkonzepte eine umfassende Auswahl an Schuhen für alle Altersgruppen. Die Vertriebsmarkenkonzepte umfassen sowohl den Schuhbedarf für die gesamte Familie als auch den modischen Trendschuh. Geachtet wird jeweils auf ein herausragendes Preis-Leistungsverhältnis. Vertriebswege sind dabei das Filialgeschäft, das Systemgeschäft, d.h. der Absatz über Vertriebskonzepte anderer Einzelhändler und seit kurzem auch der Online-Versandhandel.

Die Schuhe bezieht die Kienast-Gruppe von oft langjährigen Lieferanten, überwiegend aus Asien. Großer Wert wird dabei auf die Einhaltung von Qualitäts- und Umweltstandards gelegt, die unmittelbar an den Produktionsstätten überprüft werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die nachfolgenden Angaben stützen sich im Wesentlichen auf Erhebungen des Statistischen Bundesamtes sowie Markteinschätzungen des Deutschen Instituts der Wirtschaft (DIW), des Handelsverbandes Deutschland (HDE) sowie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kann, wie auch die Entwicklung des Einzelhandels im Geschäftsjahr (01.07.2021 - 30.06.2022) in zwei unterschiedliche Hälften eingeteilt werden. Während das zweite Kalenderhalbjahr 2021 zumindest bis zum November 2021 durch eine spürbare Verbesserung der Verbraucherstimmung nach Abklingen der Einschränkungen durch die der Corona-Pandemie gekennzeichnet war und der GfK-Konsumklima-Index sogar zeitweilig wieder positive Werte erreicht hatte, sackte die Konsumneigung ab Dezember 2021 spürbar ab. Infolge der Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der damit verbundenen inflatorischen Entwicklung sank die Verbraucherstimmung bis zum Juni 2022 auf einen Wert von - 26,2 und lag damit noch einmal deutlich unter den Werten, die während der Corona-Pandemie zu verzeichnen waren. Dementsprechend lagen die Konsumausgaben der privaten Haushalte 2021 noch um rd. 5% unter dem (Corona)Vorkrisenniveau (Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 112 vom 15.03.2022).

Der branchen- und vertriebswegübergreifende Einzelhandelsumsatz stieg im Gesamtjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr nominal um 2,9% und real um 0,7%. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen von dem Internet- und Versandhandel mit einer Umsatzsteigerung von nominal 13,2% und real 12,4% getragen. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 betrugen die Wachstumsraten des gesamten Einzelhandelsumsatzes 6,9% nominal und 0,7% real. Erstmals ist in diesem Zeitraum die Umsatzausweitung wieder auf den stationären Einzelhandel zurückzuführen, während der Internet- und Versandhandel Einbußen zu verzeichnen hatte.

Sehr heterogen verliefen die Jahre 2021 und die ersten sechs Monate des Jahres 2022 für den Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren. Während dieses Segment im Gesamtjahr 2021 noch einen realen Rückgang des Umsatzes um 5,9% zu verzeichnen hatte (nominal 5,0%), stieg der Umsatz im ersten Kalenderhalbjahr 2022 real um 69,1% und nominal sogar um 71,3%. Hier hat sich aber naturgemäß die sehr geringe Ausgangsbasis durch die in das Jahr 2021 hineinreichenden Verkaufsbeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie bemerkbar gemacht, die andere Segmente des Handels, wie den Handel mit Lebensmitteln oder den Internet- und Versandhandel nicht oder nicht gleichermaßen betroffen hatten.

Das Konsumklima wird vom Handelsverband Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt Research Institute im HDE-Konsumbarometer abgebildet. Dieser Index hat sich von seinem historischen Tiefstand im Mai 2020 (90,53) zum Beginn des Geschäftsjahres (Juli 2022) wieder auf einen Wert von 100,8 erholt. Danach sank dieser Index kontinuierlich bis auf einen Wert von 84,14 im Oktober 2022.

2.2 Entwicklung der Kienast Unternehmensgruppe

2.2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen/Konsolidierungskreis

Änderungen im Konsolidierungskreis waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen.

Unter den vielfältigen gesetzlichen Neuregelungen ist die mehrfache Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns mit wirtschaftlichen Abstrahlwirkungen auf höhere Lohngruppen, wohl diejenige mit den deutichsten wirtschaftlichen Auswirkungen.

Im Inland werden dem filialisierten Einzelhandel nach wie vor in der Unternehmensentwicklung durch die Steuergesetzgebung Hürden in den Weg gestellt. Die Hinzurechnung von Teilen der Miet- und Pachtraten für angemietete Ladengeschäfte zum Gewerbeertrag ist für den ohnehin schon margenschwachen Einzelhandel nahezu ruinös, da die Miet- und Pachtzinsen eine der wesentlichen und unverzichtbaren Aufwandskomponenten für die Tätigkeit der Gesellschaft darstellen und einen wesentlichen Wettbewerbsnachteil gegenüber dem ohnehin expandierenden Internetversandhandel darstellen.

2.2.2 Umsatz- und Absatzentwicklung

Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um rd. 36,3 %. Dieser Anstieg ist insbesondere auf den lang anhaltenden Lockdown im vorherigen Geschäftsjahr ab Mitte Dezember 2020 bis in das späte Frühjahr 2021 zurückzuführen. Lieferkettenprobleme, die sich insbesondere in verzögerten Lieferungen niedergeschlagen haben, konnten aufgrund der coronabedingt noch vollen Läger kompensiert werden.

2.2.3 Ergebnisentwicklung

Das Konzernergebnis liegt mit einem Gewinn von rd. T€ 17.675 deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres und den Erwartungen. Ursächlich hierfür war neben der erstmalig im Wesentlichen uneingeschränkten Möglichkeit der Öffnung der Läden im Geschäftsjahr auch eine inflationsentsprechende Preisanpassung für die verkauften Schuhwaren. Ebenfalls deutlich gestiegene Einkaufspreise haben sich in dem Ergebnis noch nicht umfassend widergespiegelt, da wegen des langen Vorlaufs von Beschaffungen, die verkauften Waren noch zu vorinflationären Preisen eingekauft wurden. Ebenso haben sich die nachfolgend beschriebenen Einsparungsmaßnahmen bei den Hauptkostenkomponenten und eine staatliche Unterstützungsmaßnahme in Form der Überbrückungshilfe III, die im Geschäftsjahr mit T€ 6.655 bewilligt wurde, ergebniserhöhend ausgewirkt.

Kostensenkungen konnten insbesondere im Logistikbereich durch Umstellung des Belieferungssystems auf eine bedarfsabhängige Anlieferung sowie beim Leasingaufwand durch Auslaufen von Leasingsverträgen für Ladeneinrichtungen erzielt werden.

2.2.4 Beschaffung und Personal

Durch steigende Importpreise, gestiegene Frachtraten und eine deutliche Verschlechterung der Währungsrelation des Euro zum US-Dollar haben sich die Warenbeschaffungskosten deutlich erhöht. Diese Erhöhung wird aber - wie oben dargestellt - vollumfänglich erst die Umsätze späterer Perioden belasten. Diese Effekte betreffen gleichermaßen auch die Wettbewerber. Daher ist von einer - zumindest teilweisen - Kompensationsmöglichkeit durch die Verkaufspreise auszugehen.

Besonderes Gewicht wird der Schulung und Weiterqualifikation der Mitarbeiter zugemessen, da hierin ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor gesehen wird. Der Personalstamm wurde - trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie - im Wesentlichen stabil gehalten, da geschultes und motiviertes Personal zu den Erfolgsfaktoren der Unternehmensgruppe gehört. Gleichwohl ist ein Fachkräftemangel und ein Rückgang der Bewerbungen auf Ausbildungsplätze auch bei der Kienast-Unternehmensgruppe zu spüren. Dem wird durch ein verändertes Ausschreibungsverfahren entgegengewirkt.

2.2.5 Investitionen und Finanzierung

Schwerpunkt der Unternehmensausrichtung war im Geschäftsjahr die Konsolidierung nach der Corona-Zeit, sowie die Verbesserung von Strukturen in der Warenversorgung und die Modernisierung von Filialen. Daher wurde das Filialnetz nicht erweitert, sondern um nicht mehr rentable Standorte bereinigt. Die Zahl der Filialen betrug zum Konzernabschlussstichtag 431. Daneben werden 116 Verkaufsstellen von Systempartnern beliefert. Die Eröffnung neuer Filialen und die fortlaufende Modernisierung bestehender Filialen hat Investitionen in das Anlagevermögen von T€ 2.517 erfordert.

Die Finanzierungsstruktur ist nach wie vor auf einen starken Anteil der Eigenfinanzierung (Eigenkapitalquote rd. 46,8 %, Vj. 27,8 %) ausgelegt. Daneben wurde die Expansion und die Neugestaltung von Filialen fristenkongruent fremdfinanziert.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2021/2022

Bezüglich der Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr sei auf folgende Kennzahlen hingewiesen:

Vermögenslage:            
Verschuldungsgrad: Fremdkapital + Abgrenzungen x 100 = 53,2 % (Vj. 72,2 %)
  Gesamtkapital          
Eigenkapitalquote: Eigenkapital x 100 = 46,8 % (Vj. 27,8 %)
  Gesamtkapital          
Anlagendeckung: langfristiges Kapital x 100 = 365,1 % (Vj. 187,6 %)
  Anlagevermögen          
Finanzlage:            
Cashflow (Jahresergebnis + Abschreibungen):         T€ 21.293 (Vj. T€ 4.819)
Statische Liquidität:            
1. Grades: liquide Mittel x 100 = 98,0 % (Vj. 51,2 %)
  kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen          
2. Grades: liquide Mittel + kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände x 100 = 116,4 % (Vj. 64,3 %)
  kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen          
3. Grades: Umlaufvermögen          
  (ohne Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) x 100 = 248,0 % (Vj. 203,2 %)
  kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen          

Aus der Konzern-Kapitalflussrechnung ergeben sich folgende Zahlungsströme:

Geschäftsjahr Vorjahr
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit T€ 22.950 T€ -5.014
Cashflow aus Investitionstätigkeit T€ -2.507 T€ -1.436
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit T€ -6.885 T€ 6.866

Die Liquiditätslage war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ausreichend.

Die Ertragslage im Konzern kann durch folgende Kennzahlen verdeutlicht werden:

Geschäftsjahr Vorjahr
Konzernergebnis T€ 17.675 T€ 761
Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag T€ 21.610 T€ 1.723
Konzern-EBITDA T€ 25.836 T€ 6.508

4. Prognosebericht

4.1 Vorbemerkungen

Die Prognosen in diesem Lagebericht sind zukunftsorientierte Aussagen. Diese beruhen auf unseren Ansichten und Annahmen, die ihrerseits auf uns zur Verfügung stehenden Informationen basieren. Diese zukunftsbezogenen Aussagen resultieren aus den aktuellen Erwartungen sowie unseren darauf basierenden Annahmen, die wir unter anderem bezüglich der allgemeinen wirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklung, der Möglichkeit zur Einstellung und Bindung von Mitarbeitern, des Wettbewerbs im Schuheinzelhandel, der Umsetzung der Unternehmensstrategie, der Entwicklung und Einführung neuer Konzepte, der Ergebnisentwicklung neuer Filialen, der regulatorischen Rahmenbedingungen auf den einzelnen Märkten, insbesondere im Bereich der Steuern, Zölle und Lohnvorgaben, der Marktakzeptanz unserer Produkte, der Erfüllung von Kundenerwartungen und anderer Risiken und Unsicherheiten getroffen haben.

Vor dem Hintergrund dieser Prognoseunsicherheit erwarten wir folgende Entwicklungen:

4.2 Umsatzentwicklung

Die ersten Monate des Geschäftsjahres 2022/2023, sind in Deutschland durch große Verunsicherung der Verbraucher durch die wirtschaftlichen Folgen des sog. Ukraine-Krieges gekennzeichnet. Der Einzelhandelsumsatz lag nach Erhebungen des statistischen Bundesamtes im Zeitraum Juni 2021 bis Oktober 2021 real nur im Juni und im August leicht über den Werten des entsprechenden Vorjahresmonats.

Der Einzelhandel mit Textilien, Schuhen und Lederwaren hat sich dagegen besser als der gesamte Einzelhandel entwickelt und konnte im genannten Zeitraum durchweg Steigerungen gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnen. Nachholeffekte durch die lange Zeit der Schließung dürften hier unterstützend gewirkt haben.

Die Kienast Gruppe hat in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2022/2023 etwa gleichbleibende Umsätze gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum verzeichnet.

Für das folgende Geschäftsjahr wird - vorbehaltlich der großen Unsicherheit durch die schwer abschätzbare Konjunkturentwicklung und Höhe der Inflation - mit einem gleichbleibenden bis leicht rückläufigen Umsatz gerechnet. Ob und inwieweit die nachfolgend beschriebenen Kostensteigerungseffekte auf die Verkaufspreise umgelegt werden können muss abgewartet werden. Wir gehen von einer weitgehenden Überwälzungsmöglichkeit aus.

4.3 Kostenstruktur

Die Unternehmensgruppe profitiert von Kostensenkungsmaßnahmen der letzten Jahre und Verbesserungen im Bereich der Warenlogistik. Allerdings ist mit signifikant steigenden Einkaufspreisen und Personalkosten zu rechnen. Auch bei den Mieten werden die Inflationstendenzen zu einer Kostensteigerung führen.

Vor diesem Hintergrund wird der Fokus auf die Verbesserung der Einkaufskonditionen durch konsequente Ausnutzung von Mengenvorteilen gelegt. Insoweit ist geplant, den Direktimport unter Ausschaltung von Zwischenhändlern zu intensivieren und verstärkt qualitativ mit Markenprodukten vergleichbare Eigenmarken zu vertreiben. Kursvolatilitäten des US-Dollar-Kurses gegenüber dem Euro konnten durch Kurssicherungsgeschäfte kompensiert werden.

Bei den Mieten wird verstärkt auf eine Umstellung zu Gunsten umsatzabhängiger Mietpreiskomponenten geachtet. Bei Verträgen mit Mietanpassungsklauseln wird versucht durch Neuverhandlung und gegebenenfalls vorzeitiger Mietvertragsverlängerung einen inflationsproportionalen Anstieg der Mieten zu verhindern.

Die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohnes wird zu einem weiteren Anstieg der Personalkosten führen, dem strukturell durch Umstellung von Entlohnungskonzepten zu begegnen ist.

Es wird insgesamt mit einem moderaten Anstieg der wesentlichen Kostenkomponenten gerechnet.

4.4 Expansionsstrategie

Die weitere filialbezogene Expansion soll sich auf wenige, sorgfältig ausgesuchte, frequenzstarke Standorte fokussieren. Es wird weiterhin von besonderer Bedeutung sein, die vorhandenen Standorte kritisch zu beobachten. Unrentable Standorte werden konsequent geschlossen. Um insoweit kürzere Reaktionszeiten zu ermöglichen, werden neue Mietverträge zunehmend mit einer geringeren Laufzeit abgeschlossen und auslaufende Altverträge nur auf kurzfristigere Dauer verlängert, wobei Wert darauf gelegt wird, dass der Kienast-Gruppe als Mieterin einseitige Mietverlängerungsoptionen eingeräumt werden. Bei erkennbar guten Standorten werden dagegen langfristige Bindungen angestrebt. Weiterhin werden vermehrt Mietvertragsklauseln zur Risikominimierung (z.B. Absicherung des Branchenumfeldes, Sonderkündigungsrechte, Umsatzmietklauseln) in die Verträge aufgenommen.

Neben der Expansion in Filialstandorte wird der Einbezug der bestehenden Filialen in für die Unternehmensgruppe neue Vertriebskonzepte, die sich unter dem Stichwort Omni-Channel zusammen fassen lassen, sowie einen Ausbau des Internet-Verkaufs fokussiert. Online-Auswahl und Lieferung in die Filiale sowie die sog. verlängerte Ladentheke, bei der die Kunden in der Filiale nicht verfügbare Ware direkt beim Verkaufspersonal bestellen und wählen können, ob sie das Produkt in der Filiale abholen oder nach Hause gesendet bekommen möchten, haben eine Umstellung der Warenwirtschaft und des Kassensystems sowie eine umfassende Weiterbildung der Mitarbeiter erfordert. Daneben wird der Vertriebsweg des Internetversandhandels ausgebaut.

4.5 Finanzierung

Die Finanzierungsstruktur soll weiterhin durch einen hohen Eigenkapitalanteil und Beachtung einer laufzeitkongruenten Investitionsfinanzierung unter Einsatz von Leasingverträgen oder laufzeitkongruenten Bankfinanzierungen geprägt sein. Kreditaufnahmen waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich. Als staatliche Unterstützungsmaßnahme wurde für die Überbrückungshilfe III ein Änderungsantrag aufgrund der erhöhten Förderhöchstgrenzen durch die Bundesregelung Schadenausgleich in Höhe eines zusätzlichen Fördervolumens von 6,6 Mio. Euro gestellt. Diesem Änderungsantrag wurde durch die Bewilligungsstelle durch Bescheid entsprochen.

Die Sicherstellung einer jederzeit ausreichenden Zahlungsfähigkeit ist ein vorrangiges Ziel der Geschäftspolitik. Die Gesellschaft erstellt hierzu rollierende Finanzpläne.

4.6 Ergebnisentwicklung

Für das Geschäftsjahr 2022/2023 wird angesichts der vorgenannten Kostensteigerungen und dem Wegfall von günstigen Kosteneinflussfaktoren des Geschäftsjahres 2021/2022 mit einem merklich geringerem operativen Ergebnis gerechnet.

5. Risikobericht

5.1 Risikofelder und Chancen

Das wesentliche Risikofeld ist derzeit zweifelsfrei das Anhalten der Corona-Pademie und die damit verbundene Gefahr von erneuten Filialschließungen bzw. eingeschränkten Öffnungsmöglichkeiten, die sich über die Wintersaison hinaus in die für den Geschäftserfolg noch wichtigere Frühjahrs-/Sommersaison erstrecken.

Insgesamt erwarten wir ein weiterhin schwieriges Marktumfeld, in dem der Ausschöpfung von Rationalisierungs- und Einkaufspotentialen besondere Bedeutung zukommt.

Weitere besondere Risiken, die auf den Unternehmenserfolg einwirken können, sind:

- Wiederaufleben der Corona-Pandemie, z.B. durch neue Virusvarianten,

- Veränderung des Konsum- und Freizeitverhalten durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie,

- Verschlechterung der Wechselkursrelation zum US-Dollar für Direktimporte,

- Mietkostensteigerungen durch Mietanpassungsklauseln,

- Mietnebenkostenerhöhungen, insbesondere im Energiebereich,

- Verschlechterung des Konsumklimas aufgrund konjunktureller Abschwächung,

- langfristige Bindung an Mietverträge unrentabler Filialen, Verschlechterung regulativer Rahmenbedingungen, z.B. eine Mehrwertsteuersatzerhöhung oder Änderungen bei den Einfuhrzöllen,

- Verlagerung von Konsumgüter-Nachfrage und von Kundenströmen vom stationären Handel auf den Internet-Handel

- Verteuerung von Importware und Erhöhung von Frachtkosten.

Chancen werden in den Ertragspotentialen bei Umsetzung der unter Gliederungspunkt 4 genannten Geschäftsstrategien, insbesondere in der Ausrichtung auf Omni-Channel-Konzepte und die Erweiterung des Vertriebskonzeptes durch das Systemgeschäft sowie den Onlinevertrieb, gesehen. Daneben werden weitere Optimierungspotentiale in der Warendistribution sowie der Vermarktung von Sonderposten erwartet.

5.2 Risikomanagementziele und -methoden

Die Unternehmensleitung reagiert auf die dargestellten Risiken durch aktives Risikomanagement in Gestalt der Unterhaltung von Fremdwährungskonten und Kurssicherungsgeschäften (im Wesentlichen Devisenterminkäufe), einem Kostenmanagement sowie einer Filialpolitik wie unter 4.3 und 4.4 dargestellt und diversifizierten Importschienen, die eine Verlagerung auf andere Einfuhrländer in gewissem Ausmaß ermöglichen. Die Auswirkungen der möglichen Risiken auf den Unternehmenserfolg werden in der vom Unternehmen betriebenen Planungsrechnung abgeschätzt, um rechtzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen einleiten zu können.

Zu den übrigen Risiken ist folgendes anzumerken:

Auf Basis der Planung werden die zukünftigen Einkäufe mit langfristigen Kurssicherungsgeschäften abgesichert. In der nicht vollständigen Sicherung des Einkaufsvolumens werden keine wesentlichen Risiken gesehen.

Das Risikomanagement bezieht darüber hinaus auch allgemeine Preisänderungsrisiken, Ausfall- und Lagerwirtschaftsrisiken mit ein. Liquiditätsrisiken und Zahlungsstromschwankungen sind für uns aufgrund der Finanzplanung beherrschbar.

Preisänderungsrisiken auf der Beschaffungsseite und Lohnsteigerungen sind grundsätzlich nicht vermeidbar. Inwieweit solche Risiken ertragswirksam werden, hängt maßgeblich davon ab, ob sich steigende Kosten an den Endkunden weiterbelasten lassen. Da diese Risiken alle Wettbewerber in gleicher oder ähnlicher Form belasten, ist davon auszugehen, dass bei Eintritt der Risiken eine Weiterbelastung über die Absatzpreise möglich ist. Lohnsteigerungen können in Teilen durch eine erhöhte Effizienz bei der Personaleinsatzplanung kompensiert werden. Der Spielraum hierfür ist aber, gerade bei kleineren Filialen, begrenzt.

Energiekostensteigerungen wird durch Energieeinsparungen, insbesondere durch Einführung energiesparender Beleuchtungskonzepte, Absicherungsgeschäften bei der Energiebeschaffung und Umsetzung der Energieeinsparungsverordnung, entgegengewirkt.

Zinsänderungsrisiken bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten spielen derzeit bei der Risikoeinschätzung keine dominante Rolle, da die aufgenommenen Kredite planmäßig innerhalb der Zinsbindungsdauer getilgt werden. Sollte sich dies ändern, wird diesen Risiken durch Zinsfestschreibungsvereinbarungen begegnet werden.

Dem Risiko der Verlagerung des Nachfrageverhaltens auf Online-Geschäfte wird durch den Ausbau eines Omni-Channel-Vertriebskonzeptes begegnet.

 

Wedemark, den 15. Dezember 2022

Kienast Holding GmbH & Co. KG
vertreten durch Kienast Holding Beteiligungs GmbH

Geschäftsführung

Konzernbilanz

Aktiva

30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
A. Anlagevermögen 10.977.179,85 12.117.522,48
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.166.906,95 1.256.615,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 386.599,00 591.029,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 546.769,00 665.586,00
3. geleistete Anzahlungen 233.538,95 0,00
II. Sachanlagen 9.756.478,31 10.807.114,31
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.466.955,31 5.306.449,31
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.282.023,00 5.500.665,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.500,00 0,00
III. Finanzanlagen 53.794,59 53.793,17
1. Beteiligungen 40.001,00 40.001,00
2. sonstige Ausleihungen 13.793,59 13.792,17
B. Umlaufvermögen 70.676.591,50 62.574.102,68
I. Vorräte 36.288.009,18 42.756.178,41
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 62.978,41
2. fertige Erzeugnisse und Waren 34.293.700,00 42.693.200,00
3. geleistete Anzahlungen 1.994.309,18 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.084.499,17 4.059.168,93
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.909.802,92 2.470.671,86
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 23.068,88
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.174.696,25 1.565.428,19
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 29.304.083,15 15.758.755,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 339,76 515,67
D. Aktive latente Steuern 1.566.188,00 1.774.949,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 83.220.299,11 76.467.089,83

Passiva

   
30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
A. Eigenkapital 38.926.614,93 21.253.451,17
I. Eigenkapital des Komplementärs 8.410,46 6.870,91
II. Eigenkapital der Kommanditisten 38.893.204,47 21.221.580,26
1. Kapitalanteile 100.000,00 100.000,00
2. Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital 38.793.204,47 21.121.580,26
III. Rücklage 25.000,00 25.000,00
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 92.500,00 107.500,00
C. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 2.160.262,00 3.240.394,00
D. Rückstellungen 9.636.396,89 5.729.979,16
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 773.740,16 799.249,50
2. Steuerrückstellungen 4.258.966,73 1.135.559,66
3. sonstige Rückstellungen 4.603.690,00 3.795.170,00
E. Verbindlichkeiten 32.402.646,45 46.135.765,50
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.551.183,48 23.939.805,87
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.450.810,40 13.268.555,40
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 27.111,93 25.000,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 7.373.540,64 8.902.404,23
davon aus Steuern 4.127.281,25 4.938.307,75
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 626.304,15 958.959,32
F. Rechnungsabgrenzungsposten 1.878,84 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 83.220.299,11 76.467.089,83

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1.7.2020 - 30.6.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 206.631.083,99 151.638.516,57
2. sonstige betriebliche Erträge 8.715.764,21 14.295.558,79
a) sonstige betriebliche Erträge 8.715.764,21 14.295.558,79
davon Erträge aus Währungsumrechnung 15.669,43 51.525,41
3. Materialaufwand 90.125.623,87 73.368.484,85
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 88.800.672,56 72.672.240,18
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.324.951,31 696.244,67
4. Personalaufwand 45.750.878,22 34.460.336,35
a) Löhne und Gehälter 37.640.591,48 28.284.979,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.110.286,74 6.175.357,32
davon für Altersversorgung 86.522,39 119.379,77
5. Abschreibungen 3.617.853,52 4.057.466,58
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 3.617.853,52 4.057.466,58
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 53.634.344,60 51.598.123,16
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 68.799,78 20.548,67
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 8.000,96 0,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.954,55 165,11
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 543.544,94 640.976,15
davon aus Abzinsung 35.950,00 42.532,00
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.934.682,66 961.715,19
11. Ergebnis nach Steuern 17.750.875,90 847.138,19
12. sonstige Steuern 75.684,73 85.934,64
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 17.675.191,17 761.203,55

Konzernkapitalflussrechnung

Gliederungsschema II ("Indirekte Methode") nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21)

2021/2022
TEuro
2020/2021
TEuro
1. Periodenergebnis 17.675 761
2. +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.618 4.057
3. -/+ Ab- / Zunahme der Rückstellungen 852 -977
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge (bspw. Abschreibung auf ein aktiviertes Disagio) -1.185 -1.258
5. -/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 5.443 471
6. +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -7.358 -9.103
7. -/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 40 248
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren 533 641
9. + Ertragsteueraufwand 3.935 962
10. - Ertragsteuerzahlungen -603 -816
11. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 10) 22.950 -5.014
12. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 0
13. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -233 -341
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 37
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.284 -1.132
16. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 0
18. + Erhaltene Zinsen 3 0
23. + + Erhaltene Dividenden und Erträge aus anderen Wertpapieren 8 0
19. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 12 bis 18) -2.507 -1.436
20. - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 0
21. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 11.500
22. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -6.376 -4.035
23. - Gezahlte Zinsen -508 -598
24. - Entnahmen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens -1 -1
25. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 20 bis 24) -6.885 6.866
26. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus Zf. 11, 19, 25) 13.558 415
27. +/- Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 1
28. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 14.288 13.871
29. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 26 bis 28) 27.846 14.288
Zusammensetzung Finanzmittelfonds    
Liquide Mittel 29.304 15.759
Inanspruchnahme Kontokorrent -Banken- -1.458 -1.471
  27.846 14.288

Konzerneigenkapitalspiegel

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Kienast Holding GmbH & Co. KG, Wedemark

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile des Komplementärs Kapitalanteile der Kommanditisten
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
T€
Kapitalanteile (Hafteinlage)
T€
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
T€
Kapitalrücklage
T€
Stand am 30.06.2020 6 100 20.350 25
Einlagen/Entnahmen (-) 2020/2021 -1 0 0 0
Konzern-Jahresüberschuss 2020/2021 2 0 761 0
Währungsveränderungen 0 0 0 0
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen 0 0 10 0
Stand am 30.06.2021 7 100 21.121 25
Einlagen/Entnahmen (-) 2021/2022 -1 0 -1 0
Konzern-Jahresüberschuss 2021/2022 2 0 17.673 0
Währungsveränderungen 0 0 0 0
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen 0 0 0 0
Stand am 30.06.2022 8 100 38.793 25
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
T€
Summe
T€
Stand am 30.06.2020 15 20.496
Einlagen/Entnahmen (-) 2020/2021 0 -1
Konzern-Jahresüberschuss 2020/2021 0 763
Währungsveränderungen -15 -15
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen 0 10
Stand am 30.06.2021 0 21.253
Einlagen/Entnahmen (-) 2021/2022 0 -2
Konzern-Jahresüberschuss 2021/2022 0 17.675
Währungsveränderungen 0 0
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen 0 0
Stand am 30.06.2022 0 38.926
Konzerneigenkapital/Summe
T€
Stand am 30.06.2020 20.496
Einlagen/Entnahmen (-) 2020/2021 -1
Konzern-Jahresüberschuss 2020/2021 763
Währungsveränderungen -15
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen 10
Stand am 30.06.2021 21.253
Einlagen/Entnahmen (-) 2021/2022 -2
Konzern-Jahresüberschuss 2021/2022 17.675
Währungsveränderungen 0
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen 0
Stand am 30.06.2022 38.926

Konzernanhang zum 30. Juni 2022

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

I. Angaben zur Konsolidierung

Die Kienast Holding GmbH & Co. KG (kurz "die Gesellschaft" oder "das Mutterunternehmen" genannt) ist gem. § 264a Abs. 1 HGB in Verbindung mit §§ 290 ff. HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen.

II. Angaben zur Identifikation des Mutterunternehmens

Firmenname laut Registergericht: Kienast Holding GmbH & Co. KG
Firmensitz laut Registergericht: Wedemark
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Hannover
Register-Nr.: HRA 200463

III. Konsolidierungskreis

a) In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen

Beteiligungsbesitz durch das Mutterunternehmen oder einbezogene Tochterunternehmen
in %
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
1. Kienast Holding GmbH & Co. KG, Wedemark (Konzernmuttergesellschaft)    
2. Kienast Beteiligungsgesellschaft mbH, Wedemark 100,00 01.07.2007
3. Kienast GmbH, Wedemark 100,00 01.07.2007
4. Kienast Schuhhandels GmbH & Co. KG, Wedemark 100,00 01.07.2007
5. Kienast Verwaltungs GmbH, Wedemark 100,00 01.07.2007
6. AKS Verwaltungs GmbH, Wedemark 100,00 01.07.2007
7. ABC Schuh-Center GmbH, Wedemark 100,00 01.07.2007
8. K+K Shoe Market GmbH, Wedemark 100,00 01.07.2007
9. Street Schuhhandels GmbH, Wedemark 100,00 01.07.2007
10. Kienast International Verwaltungs GmbH, Wedemark 100,00 01.07.2007
11. Shoe4You GmbH & Co. KG, Wedemark 100,00 21.05.2016
12. Shoe4You Deutschland GmbH, Wedemark 100,00 21.05.2016
13. Kienast Systempartner GmbH, Wedemark 100,00 06.11.2017
14. Schuhpark GmbH, Wedemark 100,00 01.07.2019

b) Die Befreiung gem. § 264b HGB im Hinblick auf die Offenlegung des Jahresabschlusses haben folgende Gesellschaften in Anspruch genommen:

Kienast Holding GmbH & Co. KG, Wedemark,

Kienast Schuhhandels GmbH & Co. KG, Wedemark,

Shoe4You GmbH & Co. KG, Wedemark.

c) Die Befreiung gem. § 264 Abs. 3 HGB im Hinblick auf die Offenlegung des Jahresabschlusses haben folgende Gesellschaften in Anspruch genommen:

Kienast International Verwaltungs GmbH, Wedemark.

IV. Abschlussstichtag

Der Konzernabschlussstichtag (30. Juni 2022) entspricht dem Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens und sämtlicher einbezogener Tochterunternehmen.

V. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gem. § 301 HGB durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwerts mit dem anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens. Die Verrechnung der Wertansätze der zum Konzern gehörenden Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital dieser Tochterunternehmen erfolgte auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile bzw. der Gründung der Tochterunternehmen. Veränderungen zwischen diesem Zeitpunkt und dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung beruhen auf kumulierten Ergebnisanteilen. Sie werden daher im Eigenkapital der Kommanditisten ausgewiesen.

Für die Erstkonsolidierung der Shoe4You GmbH & Co. KG und der Shoe4You Deutschland GmbH ergab sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 1.186, der über 10 Jahre linear abgeschrieben wird. Die Nutzungsdauer von 10 Jahren entspricht nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung der Nutzungsdauer des Einzelhandelskonzeptes in der übernommenen Form. Im Geschäftsjahr des Anteilserwerbs erfolgte die Abschreibung zeitanteilig. Im Geschäftsjahr 2016/2017 war durch eine nachträgliche Kaufpreisminderung ein Abgang des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von TEUR 250 zu berücksichtigen.

Aus dem Hinzuerwerb weiterer Anteile an der Kienast Systempartner ergab sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 264, der über 10 Jahre linear abgeschrieben wird. Die Nutzungsdauer von 10 Jahren entspricht nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung der Nutzungsdauer des Systembelieferungskonzepts in der übernommenen Form.

Für die Erstkonsolidierung der Schuhpark GmbH ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 5.401, der über 5 Jahre linear aufgelöst wird. Die Auflösungsdauer von 5 Jahren entspricht der gewichteten durchschnittlichen Restnutzungsdauer der mit der Beteiligung erworbenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens dieser Gesellschaft.

VI. Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten wurden aufgerechnet.

Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden die Innenumsätze und alle wesentlichen konzerninternen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Beteiligungsergebnisse aus Unternehmen des Konsolidierungskreises wurden storniert.

VII. Latente Steuern

Aktive latente Steuern in Höhe von T€ 1.566 wurden auf temporäre Abweichungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Wertansätzen und den jeweiligen steuerlichen Wertansätzen sowie für steuerliche Verlustvorträge in Höhe der zu erwartenden zukünftigen Steuerentlastung auf diese Vorträge gebildet. Die temporären Abweichungen betreffen insbesondere die Bewertung von Anlagevermögen sowie der Pensionsrückstellungen. Die Verlustvorträge wurden mit folgenden Berechnungsgrundlagen einbezogen: Zur Anwendung ist auf deutsche körperschaftsteuerliche Verlustvorträge der deutsche Körperschaftsteuersatz von 15% zzgl. Solidaritätszuschlag gekommen. Die Gewerbesteuer wurde unter Zugrundelegung eines Hebesatzes von 400% berechnet, so dass die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz insgesamt mit einem Steuersatz von 29,8 % bewertet wurden. Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag hat sich ein latenter Steueraufwand von T€ 209 im Geschäftsjahr ausgewirkt.

B. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Tochterunternehmen wurde konzerneinheitlich nach den folgenden Regeln stetig gegenüber dem Vorjahr mit der Ausnahme bilanziert und bewertet, dass der bisherige Festwert für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe nicht fortgeführt wurde. Diese Beiartikel werden nunmehr innerhalb der Warenbestände abgebildet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

I Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer orientiert sich an der Art des Vermögensgegenstandes und beträgt in der Regel zwischen 3 und 10 Jahren. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände, die von den einbezogenen Unternehmen angeschafft wurden, wurden nach den Regelungen der sogenannten Pool-Abschreibung (lineare Abschreibung über 5 Jahre) berücksichtigt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten angesetzt.

Umlaufvermögen

Bei den Vorräten werden die Warenbestände zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Für das allgemeine Gängigkeitsrisiko und für die nicht vollwertigen Bestände werden angemessene Abschläge anhand der Altersstruktur vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte sind zum Anschaffungskurs bzw. mit einem gegebenenfalls niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelabwertungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Bankforderungen in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs bewertet.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach der "projected unit credit method" ermittelt. Es wurden Rentensteigerungen von 1,5 % sowie ein Rechnungszins von 1,78 % berücksichtigt. Gehaltstrends waren nicht zu berücksichtigen, da die Zusagen keine aktiven Bezugsberechtigten betreffen. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln von 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck.

Im Berichtszeitraum ist Planvermögen (Rückdeckungsversicherungen für Pensionszusagen sowie verpfändete Bankguthaben) in Höhe von T€ 1.024,1 (Anschaffungskosten T€ 1.024,1) mit Pensionsrückstellungen von T€ 1.797,8 verrechnet worden. Von den Pensionsrückstellungen entfallen T€ 1.132 auf laufende Pensionen ehemaliger Geschäftsführer. An Aufwendungen wurden T€ 170 mit Erträgen von T€ 102 verrechnet. Die Rückstellungen für Pensionen betreffen ausschließlich ehemalige Geschäftsführer. Weiterhin sind in den Zinsaufwendungen T€ 35,9 (Vorjahr T€ 41,7) aus Abzinsungen enthalten.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt T€ 75,8.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit dem Betrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Anschaffungskurs bzw. mit einem höheren Stichtagskurs bewertet.

II. Angaben zu wesentlichen Posten der Konzernbilanz

Anlagevermögen

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Software sowie Mieterzuschüsse zu Baumaßnahmen der Vermieter ausgewiesen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Übernahme der Anteile an der Shoe4You GmbH & Co. KG sowie den Hinzuerwerb von bisherigen Minderheitsanteilen an der Kienast Systempartner GmbH. Zu Einzelheiten wird auf die Erläuterungen zur Kapitalkonsolidierung verwiesen.

Die Sachanlagen enthalten größtenteils Betriebs- und Geschäftsausstattung in Form von Ladeneinbauten sowie EDV-Ausstattung.

Die Finanzanlagen betreffen Anteile an Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden (T€ 40, Vj: T€ 40) und Mietkautionen (T€ 14, Vj.: T€ 14). Die Rückkaufwerte von Rückdeckungsversicherungen wurden mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel am Schluss des Anhangs.

Vorräte

Die Vorräte betreffen im Wesentlichen Bestände an Schuhen und Nebenprodukten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Guthaben betreffen mit T€ 625 (Vj. T€ 968) Steuern und Abgaben. Weitere Vermögenspositionen resultieren u.a. aus Ansprüchen gegen Lieferanten, die Bundesargentur für Arbeit aus Erstattung Kurzarbeitergeld sowie aus Miet- und Dienstverhältnissen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind T€ 36 (Vj.: T€ 39) mit einer Laufzeit von über einem Jahr enthalten. Betroffen sind im Wesentlichen Forderungen aus Mitarbeiterdarlehen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorsteuerbeträge in Höhe von T€ 131 (Vj. T€ 85) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Sonstige Rückstellungen

Diese betreffen insbesondere Rückstellungen für ausstehende Miet- und Mietnebenkosten, aus Warengutscheinen, anteilige Urlaubsansprüche der Mitarbeiter, zeitanteilige jahresbezogene Vergütungsbestandteile, Gewährleistungs- und Schadenersatzverpflichtungen sowie Beratungs- und Prüfungskosten.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Rückzahlungsbetrag. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der nachfolgenden Aufstellung dargestellt.

Art der Verbindlichkeit zum 30.06.2022 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
T€ kleiner 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
gr. 5 Jahre
T€
gegenüber Kreditinstituten 17.551,2 6.254,5 11.296,6 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 7.450,8 7.418,9 31,9 0,0
gegenüber Gesellschaftern 27,1 27,1 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 7.373,5 5.011,3 1.989,1 373,2
Summe 32.402,6 18.711,8 13.317,6 373,2

Zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte von Lieferanten in handelsüblichem Umfang.

Zum Vorjahresstichtag wiesen die Verbindlichkeiten folgende Restlaufzeiten aus:

Art der Verbindlichkeit zum 30.06.2021 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
T€ kleiner 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
gr. 5 Jahre
T€
gegenüber Kreditinstituten 23.939,8 6.381,2 17.558,6 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 13.268,6 13.221,7 46,9 0,0
gegenüber Gesellschaftern 25,0 25,0 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 8.902,4 6.245,8 1.971,0 685,6
Summe 46.135,8 25.873,7 19.576,5 685,6

III. Angaben zu den Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Nach Tätigkeitsbereichen    
Filialgeschäft 195.726 141.334
Systemgeschäft 10.191 9.531
Onlinehandel 151 198
Sonstige Umsätze 563 576
  206.631 151.639

Sonstige betriebliche Erträge

Diese umfassen insbesondere staatliche Unterstützungsmaßnahmen in Form der Überbrückungshilfe, den ratierlichen Auflösungsbetrag des negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung, Kurs- und Währungsgewinne, Zuschüsse zu Personalkosten, der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus Vermieterzuschüssen. Aus Währungsumrechnungen haben sich sonstige betriebliche Erträge von T€ 16 (Vorjahr T€ 52) ergeben. Des Weiteren sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 106 (Vj.: T€ 214) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen betreffen insbesondere Miet- und Mietnebenkosten, Energie, Instandhaltung, Werbung und Logistikkosten. Aus Währungsumrechnungen haben sich sonstige betriebliche Aufwendungen von T€ 69 (Vorjahr T€ 21) ergeben.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Ertragsteueraufwand betrifft im Wesentlichen Gewerbesteuer sowie Körperschaftsteuer.

C. Sonstige Angaben

I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Leasingverträgen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Dienstleistungsverträgen sowie aus Miet- und Pachtverträgen bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen im Gesamtbetrag von netto T€ 27.408 (Vj.: T€ 27.367) p.a. für die Restlaufzeit der Verträge. Die Restlaufzeit der Verträge liegt bei den Leasing- und Dienstleistungsverträgen zwischen einem und fünf Jahren und bei den Miet- und Pachtverträgen zwischen einem und zehn Jahren.

II. Art und Umfang von Finanzinstrumenten

Die zukünftigen Einkaufskontrakte werden bis zu einer Höhe von TUSD 3.000 durch Devisenterminkäufe abgesichert, so dass hieraus keine Währungskursrisiken bestehen. Aus diesen Kontrakten resultiert nach den Wertverhältnissen vom Bilanzstichtag ein rechnerischer Gewinn von T€ 463 gegenüber dem Ankauf zu Tageskursen.

Zinsänderungsrisiken wurden bei drei Darlehen durch Zinsswap-Geschäfte abgesichert. Aus diesen Geschäften resultiert nach den Wertverhältnissen vom Bilanzstichtag ein nach § 254 HGB nicht zu berücksichtigender Verlust von T€ 41.

III. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2021/2022 waren 1.206 (Vj.: 1.099) Angestellte beschäftigt (Inland: 1.206, Vj.: 1.091 Ausland: 0, Vj.: 8). Hierbei sind auch Aushilfen, jedoch keine Auszubildenden einbezogen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist ist im Wesentlichen auf den Wegfall der schließungszeitbedingten Verminderung der Aushilfskräfte im Winter/Frühjahr 2021 zurückzuführen.

IV. Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB

Die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers der persönlich haftenden Gesellschafterin des Mutterunternehmens für die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochterunternehmen unterbleibt nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB.

V. Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Das dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses gewährte Gesamthonorar beträgt für das Geschäftsjahr 2021/2022 weniger als € 0,05 Mio. (Vorjahr weniger als € 0,05 Mio.) und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 lit. a) HGB.

VI. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung nach DRS 21

Der Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit Ausnahme des zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen verpfändeten Planvermögens. Ebenfalls zum Finanzmittelfonds gehören auch negative Salden von laufenden Bankkonten. Der Finanzmittelfonds entspricht damit der Position "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" abzüglich eines Teilbetrages der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 1.458.

VII. Nachtragsbericht

Wärend die Auswirkungen der sogenannten Corona-Pandemie abklingen und zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen im Geschäftsbetrieb mehr führen, können die wirtschaftliche Entwicklung, mit einer möglichen einsetzenden Rezession sowie die inflationsbedingten Lohn- und Kostensteigerungen zu Entwicklungsbeeinträchtigungen führen.

VIII. Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Das Jahresergebnis wird satzungsentsprechend auf die Kapitalkonten der Gesellschafter verteilt.

D. Unterschrift

 

Wedemark, den 15. Dezember 2022

Kienast Holding GmbH & Co. KG
vertreten durch Kienast Holding Beteiligungs GmbH

Geschäftsführung

Konzernanlagespiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.07.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen/ Umgliederungen
EUR
30.06.2022
EUR
Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.851.992,96 0,00 123.348,99 0,00 1.728.643,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.200.256,85 0,00 0,00 0,00 1.200.256,85
3. geleistete Anzahlungen 0,00 233.538,95 0,00 0,00 233.538,95
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 3.052.249,81 233.538,95 123.348,99 0,00 3.162.439,77
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.808.855,17 464.424,72 345.116,58 -1.129,75 22.927.033,56
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.515.259,61 1.812.207,80 1.193.245,13 1.129,75 41.135.352,03
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 7.500,00 0,00 0,00 7.500,00
Summe Sachanlagen 63.324.114,78 2.284.132,52 1.538.361,71 0,00 64.069.885,59
III. Finanzanlagen          
1. Beteiligungen 56.500,00 0,00 0,00 0,00 56.500,00
2. Sonstige Ausleihungen 13.792,17 1,42 0,00 0,00 13.793,59
Summe Finanzanlagen 70.292,17 1,42 0,00 0,00 70.293,59
Summe Anlagevermögen 66.446.656,76 2.517.672,89 1.661.710,70 0,00 67.302.618,95
Kumulierte Abschreibungen
01.07.2021
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
30.06.2022
EUR
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.260.963,96 204.410,00 123.328,99 1.342.044,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 534.670,85 118.817,00 0,00 653.487,85
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.795.634,81 323.227,00 123.328,99 1.995.532,82
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.502.405,86 1.286.082,97 328.410,58 18.460.078,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.014.594,61 2.008.543,55 1.169.809,13 35.853.329,03
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 52.517.000,47 3.294.626,52 1.498.219,71 54.313.407,28
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 16.499,00 0,00 0,00 16.499,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 16.499,00 0,00 0,00 16.499,00
Summe Anlagevermögen 54.329.134,28 3.617.853,52 1.621.548,70 56.325.439,10
Buchwerte
30.06.2022
EUR
30.06.2021
EUR
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 386.599,00 591.029,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 546.769,00 665.586,00
3. geleistete Anzahlungen 233.538,95 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.166.906,95 1.256.615,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.466.955,31 5.306.449,31
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.282.023,00 5.500.665,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.500,00 0,00
Summe Sachanlagen 9.756.478,31 10.807.114,31
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 40.001,00 40.001,00
2. Sonstige Ausleihungen 13.793,59 13.792,17
Summe Finanzanlagen 53.794,59 53.793,17
Summe Anlagevermögen 10.977.179,85 12.117.522,48

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Konzernjahresabschluss wurde am 21.12.2022 von der Gesellschafterversammlung gebilligt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kienast Holding GmbH & Co. KG, Wedemark

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Kienast Holding GmbH & Co. KG - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Konzernbilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Kienast Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. Juni 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-konzern-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Hannover, den 30. Dezember 2022

Gehrke Econ GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ralf Schnippengerd, Wirtschaftsprüfer

Werner Flügge, Wirtschaftsprüfer

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