Seifert Besitzverwaltung GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TL Concept GmbHKlipphausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen der Gesellschaft I.1. Geschäftsmodell Zum 8. Februar 2018 ist die TL Concept GmbH gegründet worden, um die zum 1. Juli 2018 mittels Asset Deal erworbenen Standorte Klipphausen, Berlin und Jena, die bislang Teilbetriebe der Firma Novisol GmbH waren, in eigenständiger GmbH unter Leitung des langjährigen Prokuristen fortzuführen. Die TL Concept GmbH übernahm neben dem Geschäftsgrundstück und für die Produktion und die Verwaltung erforderlichen Anlagevermögens auch bestehende Aufträge, Material sowie den gesamten Personalstamm. Wesentlicher Gegenstand ist die Produktion und der Handel mit Isolierungen jeder Art, insbesondere Kälte-, Wärme-, Schall- und Brandschutzisolierungen. Durch die vorhandene Ausstattung für die Blechbearbeitung vor Ort können individuelle Kundenwünsche umgesetzt werden. Als Unternehmen verfügt die TL Concept GmbH über langjährige Erfahrung in der Abwicklung von Großprojekten und Rahmenverträgen. Die Anforderungen hinsichtlich Qualität, Termintreue sowie den Sicherheitsanforderungen wird in hervorragender Art und mit guten Konditionen erfüllt. Weiterhin wurden zum 1. Juli 2023 die Bereiche Lüftungstechnik und Vorfertigung in Form eines Asset-Deals an die Tochtergesellschaft TLC Gebäude- und Fertigungstechnik GmbH ausgegliedert. I.2. Ziele und Strategien Im Jahr 2023 wurde die Baubranche von steigenden Material- und Energiekosten, Fachkräftemangel und Lieferkettenproblemen beeinflusst. Diese Herausforderungen führten zu erhöhten Baukosten und Projektverzögerungen. Zudem wuchs der Druck, nachhaltiger zu bauen, was Investitionen in neue Technologien erforderte und zusätzliche Kostenrisiken mit sich brachte. Zukünftig erwartet die Bauhauptbranche aufgrund der vielen negativen Einflussfaktoren eher Umsatzrückgänge. In der TL Concept GmbH hat sich dieser Umsatzrückgang nicht realisiert und das Ziel ist weiterhin die Festigung und Ausweitung der eigenen Marktstellung. Hauptziel des Unternehmens ist neben der Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit die Erreichung der im Budget erstellten Kennzahlen. Dies ist konservativ und erreichbar im Rahmen der Planungen dargestellt. Die erreichten Renditen werden ausschließlich zur Stärkung des Unternehmens in Form von Zwischentilgungen bzw. der Erhöhung der Eigenkapitalquote eingesetzt. Diese Basis ermöglicht einem gesunden Unternehmen, Sicherheit bei eventuellen Liquidationsschwankungen sowie die Umsetzung notwendiger Investitionen. Für ein Höchstmaß an Kundenzufriedenheit und partnerschaftliche Zusammenarbeit stehen hohe Produktqualität und Liefersicherheit im Mittelpunkt. II. Wirtschaftsbericht II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung des Bauhauptgewerbes Die Umsatzentwicklung im Bauhauptgewerbe in Deutschland von 2022 zu 2023 zeigt ein nominales Wachstum, trotz realer Verluste aufgrund der Inflation. Der Umsatz stieg nominal um etwa 1,3 % von 160,3 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf etwa 162,6 Milliarden Euro im Jahr 2023. Allerdings sank der reale Umsatz inflationsbereinigt um rund 5 %. Das Bauhauptgewerbe wird in folgende Sparten unterteilt: Wohnungsbau, Öffentlicher Bau, Wirtschaftstiefbau und Wirtschaftshochbau, wobei der Wohnungsbau (30 %) und der öffentliche Bau (26 %) zu den umsatzstärksten Bereichen zählen. Für 2024 soll der Umsatz im Bauhauptgewerbe um 3 % sinken. Laut Zentralverband des Deutschen Baugewerbes leide insbesondere der Wohnungsbau unter den weltwirtschaftlichen Folgen und verzeichne seit eineinhalb Jahren einen permanenten Auftragsrückgang, welcher sich auch 2024 nicht dem Ende zuneigt. Im Bereich Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau hingegen ist 2024 insgesamt mit einer leicht aufsteigenden Tendenz zu rechnen. II.2. Ertragslage, Finanzlage, Vermögenslage II.2.1. Ertragslage Die Prognoseangaben im Lagebericht des Jahres 2022 bezogen sich auf das zum Planungszeitpunkt bestehende Unternehmen, durch die Veräußerung der Bereiche Lüftungstechnik und Vorfertigung zum 30.06.2023 an die Tochtergesellschaft ergeben sich zwangsläufig wesentliche Veränderungen. Die TL Concept GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung in Höhe von TEuro 47.026 und konnte diese gegenüber der Planung um TEuro 16.834 steigern. Die Materialaufwendungen liegen bei TEuro 34.079 und damit um TEuro 17.831 über dem Planansatz von TEuro 16.247. Das Rohergebnis von TEuro 12.947 erreichte somit nicht den Planansatz von TEuro 13.944 Die Personalaufwendungen liegen bei TEuro 7.397 und fallen gegenüber der Planung hingegen geringer aus. Ursächlich für diese Veränderungen ist hauptsächlich, dass die Tochtergesellschaft nun für die veräußerten Teilbereiche als Subunternehmer fungiert der Fremdbezug von Leistungen bei der TL Concept GmbH deutlich angestiegen ist und sich der Rohertrag vermindert. Das Unternehmen beschäftigte im Durchschnitt des Geschäftsjahres 123 Arbeitnehmer in Voll- oder Teilzeit. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken fördert die TL Concept GmbH das Qualitäts- und Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter durch laufende Schulungen und Fortbildungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEuro 3.250. Darin enthalten sind als größte Einzelpositionen die Kfz-Kosten mit TEuro 1.003. In der Gesamtbetrachtung wurden die für 2023 aufgestellten wirtschaftlichen Erwartungen und Prognosen für die TL Concept GmbH übertroffen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss von TEuro 2.757 erwirtschaftet. Der erwartete Jahresüberschuss von TEuro 2.888 (nach Steuern) wurde aufgrund vorgenannter Verschiebungen nicht ganz erreicht. II.2.2. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt TEuro 13.929, wobei der Eigenkapitalanteil TEuro 5.119 beträgt. Das entspricht - unter Berücksichtigung der Einlage des stillen Gesellschafters in Höhe von TEuro 1.880 - dann ca. 50 Prozent der Bilanzsumme (erweiterte Eigenkapitalbetrachtung). Die Forderungen der Gesellschaft betragen zum Bilanzstichtag TEuro 8.091. Die Forderungen setzen sich im Wesentlichen aus stichtagsbedingten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEuro 1.812, mittel- bis langfristig fälligen Forderungen gegenüber der Tochtergesellschaft TLC Gebäude- und Fertigungstechnik GmbH in Höhe von TEuro 5.622, sowie kurzfristigen sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEuro 652 zusammen. Die Gesamtverbindlichkeiten der Gesellschaft betragen zum Bilanzstichtag TEuro 7.894. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEuro 409, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEuro 1.576, Verbindlichkeiten gegenüber der TLC Gebäude- und Fertigungstechnik GmbH in Höhe von TEuro 1.664 sowie um sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEuro 3.935 (in diesen ist die Einlage des stillen Gesellschafters von TEuro 1.880 enthalten). In Höhe des Jahresergebnisses für das Geschäftsjahr wurde eine Gewinnrücklage gebildet. II.2.3. Finanzlage Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Fremdfinanzierungen (Einlage des stillen Gesellschafters und Mietkaufverträgen) bestehen in Höhe von TEuro 3.666 insbesondere zur Finanzierung des Kaufpreises im Jahr 2018. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr stets in der Lage, ihren Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen - die Finanzlage ist stabil. II.3. Gesamtaussage Die TL Concept GmbH sieht sich als gut positionierter Qualitätsanbieter für Isolierungs-, Brandschutz- und Lüftungsarbeiten. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der TL Concept GmbH sind geordnet und werden als gut eingeschätzt. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, finanziellen Verpflichtungen stets fristgerecht nachzukommen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. III. Prognosebericht Die TL Concept GmbH ist ein erfahrener Anbieter von Isolierungen jeder Art, Blechbearbeitung, brandschutztechnischer Systeme sowie Installateur für lüftungstechnische Anlagen. Zum 1. Juli 2023 wurde der Bereich der Lüftungstechnik an die Tochtergesellschaft TLC Gebäude- und Fertigungstechnik GmbH ausgelagert. Die Gesellschaft geht im laufenden Geschäftsjahr von einer Gesamtleistung von TEuro 32.779 und einem positiven Ergebnis aus. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Jahresüberschuss von TEuro 669 (nach Steuern) erwartet. Der Fokus in 2024 liegt auf der Umsetzung verschiedenster Bauvorhaben. Dabei sind Großprojekte wie der Neubau von Carl-Zeiss in Jena, Four Frankfurt, Fair Darmstadt, Milky Way in Dänemark und das Überseequartier in Hamburg in Arbeit. Zudem wird die TL Concept GmbH um folgende Standorte ergänzt: Lichtenau und Hamburg. Weiterhin wird in 2024 eine Tochtergesellschaft in Dänemark gegründet. IV. Chancen- und Risikobericht Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit allgemeinen (konjunkturellen) und speziellen, aus der jeweiligen Art der Geschäftstätigkeit resultierenden Risiken verbunden. Aufgabe der Geschäftsführung ist es, derartige Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und über mögliche Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken zu entscheiden. Das Risikomanagementsystem der TL Concept GmbH folgt einem ganzheitlichen systematischen Umgang mit Chancen und Risiken. So lassen sich Gefahrenpotenziale frühzeitig minimieren und Chancen zielgerichtet nutzen. Die TL Concept GmbH trägt der Komplexität von Chancen und Risikobewertung durch systematische Planungs- und Controllingsysteme sowie der regelmäßigen Überprüfung der Unternehmensrisiken Rechnung. Abweichungen von den Plandaten werden durch ein ausführliches monatliches Berichtswesen, bei Vertriebsdaten und im Finanzbereich auch mit kürzeren Fristen festgestellt. Bei negativen Abweichungen werden Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen. Im operativen Geschäftsbetrieb verfügt die TL Concept GmbH über eine breit gefächerte Kundenstruktur und eine Risikobewertung jedes Kunden, um dem Risiko des Forderungsausfalls zu begegnen. Darüber hinaus werden alle Forderungen durch die R+V Allgemeine Versicherung AG abgesichert. Die Zahlungsfähigkeit ist durch das integrierte Liquiditätsmanagement im Finanz- und Rechnungswesen jederzeit gewährleistet. IV.1. Chancen Bei den Kunden wird die TL Concept GmbH an allen Standorten als kompetenter und zuverlässiger Partner gesehen. Dies resultiert aus der jahrelangen Marktpräsenz und natürlich der qualitativen und fairen Abwicklung der Aufträge durch das Unternehmen. Diese kundenorientierte Abwicklung der Bauvorhaben ist zukünftig weiterhin die sicherste Marketingstrategie. Hauptauftragsquellen sind Ausschreibungen und Angebotseinholungen von Bestandskunden. Des Weiteren sind in den letzten Jahrzehnten langjährige Geschäftsbeziehungen entstanden, die somit Grundlage der weiteren Akquisition sind. Die Konstellation der Vereinigung der vorstehend genannten Unternehmensleistungen ist sehr selten in der Branche vorzufinden. Sie ermöglicht, Kapazitäten zu verlagern und übergreifende Prozesse im Unternehmen im Sinne des Kunden zu ermöglichen. Damit kann dem Kunden die Schnittstelle der sonst einzelnen eigenen Gewerke (Isolierung, Brandschutz, Lüftungstechnik und Vorfertigung) aus einer Hand angeboten werden. Durch die Standorte in Klipphausen, Jena, Berlin, Frankenthal, Leuna, Lichtenau und Hamburg können regionalspezifische und kostengünstigere Abwicklungen der Aufträge für die Kunden ermöglicht werden. Die Aufträge werden größtenteils mit ortsansässigem Personal abgedeckt. Eine temporäre Verstärkung des Personals ist jederzeit je nach Auftragslage möglich. Seit Gründung der Novisol GmbH im Jahre 2007 konnte sich diese in kürzester Zeit zum regionalen Überflieger und national geachteten Konkurrenten im Bereich der Isoliertechnik entwickeln. Mit dem Neubau des Funktionsgebäudes sowie modernster Werkstätten werden die Ambitionen eines starken und gesunden Unternehmens verdeutlicht. Die TL Concept GmbH hat ab 1. Juli 2018 die in den letzten Jahren ständig verfeinerte und in der Organisation gewachsene Kultur übernommen. Durch tägliches Hinterfragen, Schulen und Kontrollieren ist ein leistungsstarkes und homogenes Team entstanden. Der zwischenmenschliche Zusammenhalt ist beispielhaft und Grundlage der Geschäftstätigkeit. Die soziale Grundausrichtung ist Leitbild der Unternehmenskultur. Das Unternehmen hat sich stetig in den gesamten Abläufen eingespielt und verbessert. Dadurch sind durchdachte und erprobte Prozesse entstanden, welche in der positiven Projektabwicklung hervorragend unterstützen und Risiken minimieren. Diese Prozesse basieren auf einer langjährigen Berufserfahrung. Seit dem 1. Juli 2023 wurde die Lüftungstechnik an die TLC Gebäude- und Fertigungstechnik GmbH ausgegliedert. Der Zusammenschluss der beiden Unternehmer (Thomas Liebisch und David Brockmann) seit dem 1. Juli 2023 schafft die Möglichkeit, als technischer Generalunternehmer am Markt aufzutreten. Diese Konstellation ist in der Branche selten zu finden und ermöglicht es seither, die Prozesse für den Kunden zu vereinfachen und Schnittstellen zu reduzieren. Mit Fertigstellung der neuen Produktionshalle der Tochtergesellschaft TLC Gebäude- und Fertigungstechnik GmbH ab voraussichtlich Ende Mai 2024 und der Erweiterung des Maschinendepots durch das deutlich größere Platzangebot kann das Auftragsvolumen zukünftig um ein Vielfaches gesteigert werden. IV.2. Risiken Die Verteilung der Standorte sowie die Aufspaltung in nunmehr 3 Bereiche (Isolierung, Brandschutz und Vorfertigung) lässt die Risiken bei etwaigen Umsatzschwankungen der einzelnen Bereiche ausgleichen. Auch branchenspezifischen Risiken (eventuell Autobauerkrise) wird durch Streuung der Aufträge entgegengewirkt. Ebenso lässt die Zusammenarbeit und somit die Ausgliederung und damit Stärkung des Lüftungsbereichs an die Tochtergesellschaft TLC Gebäude- und Fertigungstechnik GmbH die Risiken bei etwaigen Umsatzschwankungen der einzelnen Bereiche ausgleichen. Hauptziel des Unternehmens neben der Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit ist die Erreichung der im Budget erstellten Kennzahlen. Dem allgemeinen Kosten- und Budgetrisiko wird in der Form gegengewirkt, in dem die Planvorgaben konservativ und erreichbar im Rahmen der Planungen dargestellt wurden. Im Rahmen der Gründung des Tochterunternehmens TLC Gebäude- und Fertigungstechnik GmbH und der Veräußerung eines Teilbetriebs an diese wurden verschiedene Darlehen ausgereicht. Die Darlehen wurden teilweise ohne feste Laufzeit und ohne Gewährung von Sicherheiten ausgereicht. Aufgrund der bestehenden Beteiligung und der positiven Prognose für die zukünftige Entwicklung der Tochtergesellschaft wird kein Risiko für die Gesellschaft gesehen. Die Entscheidung, auf Sicherheiten zu verzichten, spiegelt das Vertrauen der Gesellschaft in die Leistungsfähigkeit und das Wachstumspotenzial der Tochtergesellschaft, bestärkt durch die Ausgliederung des wachstumsstarken Teilbetriebes Lüftung, wider. Dies wird auch als strategische Maßnahme betrachtet, um der Tochtergesellschaft die notwendige Flexibilität zu geben, um ihre Geschäftsziele zu erreichen und sich in einem wettbewerbsintensiven Markt zu behaupten. Als weitere Risiken sowie derer Absicherung sehen wir: - Zahlungsausfälle (Absicherung durch R+V Allgemeine Versicherung AG und Creditreform) - Wegfall wichtiger Mitarbeiter (gutes Sozialengagement und überdurchschnittliche Entlohnung, flexibles Arbeitszeitmodell) - Wirtschaftskrisen einzelner Branchen (Streuung verschiedenster Sparten) - Kalkulationsrisiken aufgrund langläufiger Aufträge - Steigerung der Materialpreise - öffentliche Auftragsausschreibungen (an öffentlichen Ausschreibungen wird nicht oder nur sehr geringfügig teilgenommen) - Pauschalkalkulationen vor etwaigen Ingenieursbetrachtungen (derartige Angebote werden nicht angenommen) - Abhängigkeit von wenigen Hauptauftraggebern (hier wurde in vergangenen Jahren auf eine gesunde ABC-Streuung geachtet) - gleichermaßen gilt dies für die Nachunternehmer und Händler; ein Abhängigkeitsverhältnis wird aufgrund der breit gestreuten Vergabe entgegengewirkt Somit sollten die Risiken auf ein minimales, wenig zu beeinflussendes Maß gesenkt sein. Überregional sind die Firmen Mock Isoliertechnik, Kaefer Isoliertechnik, Lindner Isoliertechnik oder auch Isolierungen Leipzig GmbH am gleichen Markt tätig. Diese Firmen bieten jedoch nicht umfassend (keine Sparte mit Lüftungstechnik) die gleichen Leistungen an. Durch den Russland-Ukraine Krieg und die Inflation ist weiterhin ein leichter Anstieg der Materialkosten wahrzunehmen; Preissteigerungen konnten und werden größtenteils an die Kunden weitergegeben. Weiterhin sind derzeit keine konkreten Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens erkennbar.
Klipphausen, 02.09.2024 Thomas Liebisch, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der TL Concept GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und der Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB auf. Im Anhang wurde von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Die Gliederung der Bilanz folgt dem Gliederungsschema nach § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierung erfolgt hinsichtlich Bilanzansatz und Bewertung nach den Vorschriften des HGB. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffung im Geschäftsjahr den Einzelwert von Euro 250,00, aber nicht Euro 800,00 übersteigt, wurden in voller Höhe als Betriebsausgaben berücksichtigt. Die ausgewiesenen Finanzanlagen betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen, welche mit Anschaffungskosten bewertet sind. Gründe, die zu einem niedrigeren Teilwert führen, haben nicht vorgelegen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, allgemeine Verwaltungskosten, Aufwendungen für soziale Leistungen sowie den anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden nach der retrograden Bewertungsmethode ermittelt. Ausgehend vom Verkaufspreis werden der Gewinnaufschlag sowie die Vertriebs- und Finanzierungskosten abgezogen. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bewertet. Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 HGB gebildet. Der Ausweis des Eigenkapitals folgt den Vorschriften des HGB. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen werden, da es sich um Investitionszuschüsse handelt, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Die Abzinsung der Rückstellungen wurde mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Der Ausweis der sonstigen Rückstellungen ergibt sich aus dem Rückstellungsspiegel innerhalb der Erläuterungen zur Bilanz. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die bisher üblichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: Euro 1.199.334,93. Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: Euro 762.877,38.
Rückstellungsspiegel Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen worden. Die setzen sich wie folgt zusammen:
Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt TEuro 333,5 (Vorjahr: TEuro 542,1). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEuro 1.786,4 (Vorjahr: TEuro 2.063,8). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Mietkaufverträgen sind gesichert durch: - Grundschulden - Abtretung der Risikolebensversicherung - selbstschuldnerische Bürgschaft von Herrn Thomas Liebisch - Raumsicherungsübereignung - Abtretung der Forderungen gemäß gesondertem Zessionsvertrag (Globalabtretung) - Abtretung von Miet- und Pachtzinsforderungen Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen über TEuro 408,4 (Vorjahr TEuro 651,0) bestehen - soweit möglich - übliche Eigentumsvorbehalte. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEuro 5.633,6 (Vorjahr: TEuro 743,9). Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEuro 4.248,4 (Vorjahr: TEuro 1.568,6) sowie mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEuro 3.645,5 (Vorjahr: TEuro 3.973,6). Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im betriebsgewöhnlichen Umfang in Form von Miet- und Leasingverträgen. Weitere finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind und die auch nicht nach § 268 Abs. 7 HGB anzugeben sind, existieren nicht. Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB: Beteiligungsverhältnisse Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 70 %-tige Beteiligung an der TLC Gebäude- und Fertigungstechnik GmbH (Klipphausen): Aus dem Jahresabschluss zum 31.12.2022 der Gesellschaft ergeben sich folgende angabepflichtigen Werte:
Angaben zu Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Geschäftsjahr die Gewährung von Darlehen gegenüber dem Tochterunternehmen TLC Gebäude- und Fertigungstechnik GmbH in Höhe von TEuro 5.622,2 (Vorjahr: TEuro 724,7). Nicht zu marktüblichen Konditionen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Im Rahmen der Gründung des Tochterunternehmens TLC Gebäude- und Fertigungstechnik GmbH und der Veräußerung eines Teilbetriebs an diese wurden verschiedene Darlehen ausgereicht. Die Darlehen wurden teilweise ohne feste Laufzeit ausgereicht und ohne Gewährung von Sicherheiten. Die teilweise endfälligen Darlehen haben unterschiedliche Laufzeiten (zwischen 2025 und 2042) und werden zwischen 1,5 % und 3,0 % p.a. verzinst. Für ein Darlehen im Nennwert von TEuro 1.441,7 wurde ein variabler Zins (2% über dem Basiszins der EZB) vereinbart, für diese Forderung besteht eine Rangrücktrittsvereinbarung. Angaben nach § 285 Nr. 23 HGB: Bewertungseinheiten Die Absicherung von Zins-, Wertänderungs- und Währungsrisiken erfolgt mit geeigneten Sicherungsinstrumenten und bildet zusammen mit dem Grundgeschäft jeweils eine Bewertungseinheit. Die gegenläufigen Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäftes werden im Jahresabschluss nicht ausgewiesen. Grundgeschäft: - variables verzinsliches Darlehen i. H. v. TEuro 1.584,9 abgesichertes Risiko: - Zinsänderung Sicherungsinstrument: - Zinssatzswap Bewertungseinheit: - Microhedge Wirksamkeit: - zu 100 % aufgrund Volumen- und Laufzeitkongruenz Angaben nach § 285 Nr. 33 HGB: Nachtragsbericht Die TL Concept GmbH ist durch den Russland-Ukraine Krieg und die Inflation in ihrer Geschäftstätigkeit nicht wesentlich beeinflusst und es sind keine Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage zu erwarten. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterung der Erträge und Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung Im Geschäftsjahr 2023 wurden durch die Veräußerung eines Teilbetriebs an die Tochtergesellschaft Erlöse für den Firmenwert von TEuro 1.361,8 erzielt. Erläuterung der periodenfremden Erträge und Aufwendungen In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind keine wesentlichen periodenfremden Erträge bzw. Aufwendungen enthalten. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 123 (Vorjahr: 142). Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird in Übereinstimmung mit § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis 2023 wird gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung in die Gewinnrücklage eingestellt. sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift der Geschäftsführung
Klipphausen, 02.09.2024 gez. Thomas Liebisch, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 27.09.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TL Concept GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TL Concept GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TL Concept GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, 2. September 2024 WSR
Cintinus Audit GmbH
Werblow, Wirtschaftsprüfer |
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