Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 701262
Vorher
Kazenmaier Fleetservice GmbH
Eingetragen
22.11.2006
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: 2.1 Gegenstände des Unternehmens sind: 2.1.1 die Durchführung von Leasinggeschäften für Kraftfahrzeuge aller Art unabhängig von der Art des Antriebs, für ein- und mehrspurige Fahrräder mit und ohne elektrischer Antriebsunterstützung, für andere Leasingobjekte, die im Zusammenhang mit der Haltung und dem Betrieb von Fahrzeugen aller Art eingesetzt werden, sowie für weitere Objekte, die das Angebotsportfolio der Gesellschaft sinnvoll ergänzen; 2.1.2 die Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen, die Fahrzeuge aller Art betrieblich einsetzen; 2.1.3 die Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen des Leasings und alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Anja Eisele
seit 28.8.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kazenmaier Leasing GmbH (vormals: Kazenmaier Fleetservice GmbH)

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kazenmaier Leasing GmbH, Karlsruhe

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Kazenmaier Leasing GmbH, Karlsruhe - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kazenmaier Leasing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 6. Mai 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Grunwald, Wirtschaftsprüfer

Schölch, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Barreserve
a) Kassenbestand 1.974,87 1.375,17
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 911.301,77 289.850,56
3. Forderungen an Kunden
a) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.049.472,47 2.066.447,41
- darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute 0,00 (Vorjahr: 0,00)
4. Leasingvermögen
a) Leasingfahrzeuge 74.009.733,10 64.410.453,44
5. Immaterielle Anlagewerte
a) Softwarelizenzen 2.676.239,00 2.364.434,00
b) geleistete Anzahlungen 49.957,50 13.912,50
2.726.196,50 2.378.346,50
6. Sachanlagen
a) Mietereinbauten 31.447,00 41.062,00
b) andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 433.038,00 429.157,00
c) Geringwertige Wirtschaftsgüter 3.403,02 2.689,02
467.888,02 472.908,02
7. Sonstige Vermögensgegenstände 813.934,37 1.488.853,44
8. Rechnungsabgrenzungsposten 438.252,78 413.722,30
81.418.753,88 71.521.956,84

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 312.760,92 2.197.225,68
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 68.068.886,43 58.458.274,95
68.381.647,35 60.655.500,63
2. Sonstige Verbindlichkeiten 3.802.138,00 3.409.561,94
3. Rechnungsabgrenzungsposten 4.379.553,15 3.615.973,12
3a. Passive latente Steuern 246.898,82 586.407,64
4. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 696.564,15 0,00
b) andere Rückstellungen 1.142.495,68 844.089,04
1.839.059,83 844.089,04
5. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
b) Gewinnrücklagen
ba) andere Gewinnrücklagen 995.669,88 580.915,29
c) Jahresüberschuss 773.786,85 829.509,18
2.769.456,73 2.410.424,47
81.418.753,88 71.521.956,84

1. Andere Verpflichtungen

a) Unwiderrufliche Kreditzusagen € 7.312.319,58 (Vorjahr: € 14.553.623,36)

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Kazenmaier Leasing GmbH

Karlsruhe

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Leasingerträge 43.807.792,35 35.226.262,01
2. Leasingaufwendungen 15.324.821,86- 14.309.198,71-
3. Zinserträge aus Kredit - und Geldmarktgeschäften 2.314,90 720,52
4. Zinsaufwendungen 2.218.284,04- 1.175.174,91-
5. Provisionsaufwendungen 248.866,43- 164.509,90-
6. Sonstige betriebliche Erträge 171.859,98 83.221,26
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 2.018.407,69- 1.811.019,10-
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 376.246,23- 327.755,67-
2.394.653,92- 2.138.774,77-
- darunter: für Altersversorgung € -529,11 (Vorjahr: € -468,19)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.747.975,77- 1.267.227,06-
4.142.629,69- 3.406.001,83-
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen
a) auf Leasingvermögen 19.556.815,14- 14.315.321,28-
b) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.010.279,99- 531.091,56-
20.567.095,13- 14.846.412,84-
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 322.285,45- 178.648,37-
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen 27.142,45- 10.568,26-
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.130.842,18 1.219.688,97
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 357.055,33- 390.179,79-
13. Jahresüberschuss 773.786,85 829.509,18

Anhang

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag gem. § 267 Abs. 1 HGB die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf, gilt aber nach § 340a Abs. 1 HGB als große Kapitalgesellschaft und stellt den Jahresabschluss nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) auf.

Der Jahresabschluss besteht aus der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie einem Anhang und wurde unter Beachtung der Vorschriften der §§ 242 bis 256a HGB, der §§ 264 bis 288 HGB und der §§ 340 bis 340h HGB erstellt. Zusätzlich wurden die Vorschriften des GmbHG und der RechKredV sowie die ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags beachtet. Darüber hinaus wurde ein Lagebericht gemäß § 340a HGB i.V.m. § 289 HGB erstellt.

Der Ausweis der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nicht nach § 266 HGB bzw. § 275 HGB. Aufgrund der Anwendung der RechKredV erfolgt der Ausweis in den vorgeschriebenen Formblättern (§ 2 RechKredV). Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform (Formblatt 3) aufgestellt.

Die Buchführung wird in Euro geführt und der Jahresabschluss in Euro aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Kazenmaier Leasing GmbH (vormals: Kazenmaier Fleetservice GmbH; bis 17.08.2023)
Firmensitz laut Registergericht: Karlsruhe
Eintragung ins Handelsregister: Amtsgericht Mannheim unter HRB 701262, eingetragen am 28.06.2006

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Wertansätze aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 wurden unverändert übernommen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB und ergänzend nach denjenigen der §§ 340ff. HGB unverändert gegenüber dem Vorjahr bewertet.

Der unter der Barreserve ausgewiesene Kassenbestand und die Forderungen an Kreditinstitute sind zum jeweiligen Nennwert bilanziert.

Die Forderungen an Kunden und die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Erkennbaren Risiken ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen worden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden abzüglich Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bilanziert. Einzelwertberichtigungen tragen dem konkreten Ausfallrisiko einzelner Forderungen Rechnung. Gemäß dem ab dem Geschäftsjahr 2022 anzuwendenden IDW RS BFA 7 (Stellungnahme zur Rechnungslegung: Risikovorsorge für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressausfallrisiken im Kreditgeschäft von Kreditinstituten) besteht grundsätzlich auch weiterhin Methodenfreiheit bei der Ermittlung der pauschalen Wertberichtigung. Gleichwohl ergeben sich hierbei grundsätzlich konkretere Vorgaben und individuelle Anhaltspunkte zur Ermittlung des diesbezüglichen Risikovorsorgebetrags beim Kreditinstitut. Die Gesellschaft hat eine Berechnungsmethodik für das Vertragsportfolio in Anlehnung an den IDW RS BFA 7 erstellt. Das Verfahren wird fortlaufend validiert und gegebenenfalls angepasst. Auf Basis der Berechnung des erwarteten Verlustes für das Vertragsportfolio wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 18 gebildet.

Das Leasingvermögen wird zu Anschaffungskosten bilanziert und über die Vertragslaufzeit auf die vertraglich vereinbarten Restwerte linear abgeschrieben. Die refinanzierten Fahrzeuge sind an die jeweiligen Refinanzierungsinstitute sicherungsübereignet. Gegenwärtige und zukünftige Ansprüche aus diesen Leasingverträgen sind an die Refinanzierungsinstitute abgetreten.

Erworbene immaterielle Anlagewerte und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die jeweilige Abschreibungsdauer entspricht der voraussichtlichen Nutzungsdauer.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag entstanden sind und Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Rückstellungen besitzen mit einer Ausnahme eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Rückstellung der Übernahme der geldwerten Vorteile aus Einkommensteuergesetz (EStG) § 37b in Höhe von T€ 645 hat eine voraussichtliche Restlaufzeit größer ein Jahr.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Bewertungsunterschiede ergeben sich aus der Differenz zwischen der handelsrechtlichen Bewertung des Leasingvermögens auf der Basis der Abschreibung auf die vereinbarten Restwerte, wie sie durch die Restwertgarantien der Lieferanten geboten sind und der steuerlichen Bewertung auf der Basis linearer Abschreibungssätze nach den amtlichen Abschreibungstabellen (passive latente Steuern). Aktive latente Steuern ergaben sich im Vorjahr zusätzlich aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Im laufenden Geschäftsjahr wurden die körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge in voller Höhe mit dem steuerlichen Ergebnis verrechnet. Der zur Berechnung der latenten Steuern zu Grunde gelegte Steuersatz beträgt 31,575 % (Vorjahr: 31,575 %).

Es bestehen keine auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten.

Angaben zur Bilanz

Die Barreserve enthält den Kassenbestand.

Die Forderungen an Kreditinstitute sind wie im Vorjahr ausnahmslos täglich fällig.

Die Forderungen an Kunden sind wie im Vorjahr ausnahmslos innerhalb von 3 Monaten fällig und enthalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Entwicklung des Leasingvermögens, der immateriellen Anlagenwerte und der Sachanlagen sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Zuschussforderungen für öffentliche Fördermittel mit T€ 759 (Vorjahr: T€ 1.321). Gegen die Gesellschafterin (Kazenmaier Fleetservice Holding GmbH, Karlsruhe) besteht eine Forderung in Höhe von T€ 14 (Vorjahr: T€ 69), die ebenfalls Bestandteil der sonstigen Vermögensgegenstände ist. Die Forderungen an den Gesellschafter sind innerhalb von 12 Monaten fällig. Der Posten enthält keinen auf das Leasinggeschäft entfallenden Betrag.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen die Abgrenzung des Anteils der bereits in 2023 für 2024 bezahlten Kfz-Steuer sowie die Abgrenzung der Provisionen für Vermittler des Dienstradleasings mit einem Saldo in Höhe von T€ 329 (Vorjahr: T€ 312), die mit Vertragsbeginn ausbezahlt werden und über die Laufzeit von 36 Monaten aufwandswirksam aufgelöst werden.

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten gesamt besichert Restlaufzeit bis zu 3 Monaten
T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 68.382 68.382 7.791
(Vorjahr) (60.656) (60.656) (8.890)
sonstige Verbindlichkeiten 3.802 0 2.476
(Vorjahr) (3.410) (0) (2.354)
72.184 68.382 10.267
Verbindlichkeiten Restlaufzeit >3 Monaten und bis zu 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr bis zu 5 Jahren Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.721 37.870 0
(Vorjahr) (15.694) (36.072) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 576 750 0
(Vorjahr) (306) (750) (0)
23.297 38.620 0

Die Darlehen zur Refinanzierung von Leasingfahrzeugen sind durch Sicherungsübereignung der Fahrzeuge und Abtretung der Leasingforderungen an die jeweilige Refinanzierungsbank abgesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in Höhe von insgesamt T€ 2.197 (Vorjahr: T€ 2.148), sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.076 (Vorjahr: T€ 806). Der Kazenmaier Leasing GmbH wurde in 2015 ein Darlehen in Höhe von T€ 306 gewährt, das im Geschäftsjahr um T€ 270 auf T€ 576 aufgestockt wurde (Saldo Vorjahr: T€ 306). Ein weiteres Darlehen wurde in Höhe von T€ 500 (Vorjahr: T€ 500) mit einer Laufzeit bis 05.07.2025 von ihrer Gesellschafterin, der Kazenmaier Fleetservice Holding GmbH, Karlsruhe, gewährt.

Bei dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um die Abgrenzung von Leasingsonderzahlungen in Höhe von T€ 4.088 (Vorjahr: T€ 3.400). Diese werden passivisch abgegrenzt und zeitanteilig, mit dem Verlauf der jeweils zu Grunde liegenden Leasingverträge gegen Ertrag aufgelöst.

Latente Steuern

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Saldo
T€ T€ T€
31.12.2023 0 -247 -247
31.12.2022 353 -939 -586
Veränderung -353 692 339

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten andere Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

2022 2023
Summe der anderen Rückstellungen T€ 844 1.142
davon entfallen auf
Prüfung und Beratung in Höhe von T€ 56 44
Personalkosten in Höhe von T€ 237 209
Gewinnbeteiligung Partiarisches Darlehen T€ 44 49
Rückstellung für Ausfallrisiken und Vertragsanpassungen T€ 125 185
sowie andere Verpflichtungen in Höhe von T€ 382 655

Stammkapital

Das Stammkapital beträgt EUR 1.000.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Der Bilanzgewinn des Vorjahres wurde mit 50 % in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Die anderen 50 % wurden an die Alleingesellschafterin ausgeschüttet.

Haftungsverhältnisse und nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den unter der Bilanz angegebenen Haftungsverhältnisse bestehen in Höhe von T€ 330 (Vorjahr: T€ 458) sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Die Kazenmaier Leasing GmbH hat in 2013 einen Vertrag über die Anmietung der Geschäftsräume abgeschlossen. Der Mietvertrag wurde verlängert und endet am 31.10.2026, wobei die daraus resultierende Verpflichtung T€ 256 (Vorjahr: T€ 308) beträgt. Für den Betrieb und die Datensicherung des IT- Bereichs hat die Gesellschaft einen Cloud-Service-Vertrag abgeschlossen. Dieser endet im Februar 2025. Daraus bestehen Verpflichtungen in Höhe von T€ 74 (Vorjahr: T€ 148). Zum Bilanzstichtag bestehen Leasingverpflichtungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 2). Der Leasingvertrag ist am 09.03.2023 ausgelaufen. Das Bestellobligo für zum Bilanzstichtag bereits angeforderte, jedoch noch nicht gelieferte Fahrzeuge beläuft sich auf T€ 7.312 (Vorjahr: T€ 14.554).

Die unter der Bilanz als unwiderrufliche Kreditzusagen ausgewiesenen sonstigen Verpflichtungen betreffen rechtsverbindlich erteilte Bestellungen für Leasingobjekte welche im normalen Geschäftsgang bis voraussichtlich innerhalb von sechs bis achtzehn Monaten an die Gesellschaft geliefert und fakturiert werden. Für diese Fahrzeuge bestehen dabei bereits bei Bestellung entsprechende Finanzierungs- und Buy-Back Vereinbarungen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Leasingerträge setzen sich wie folgt zusammen:

2022 2023
Finanzleasingraten T€ 18.127 T€ 25.031
Erlöse Servicebestandteile T€ 3.327 T€ 4.023
Erlöse Fahrzeugverkauf T€ 11.676 T€ 12.574
Kraftstoffverkauf T€ 1.252 T€ 937
Schadensersatz T€ 406 T€ 481
Nachmieterlöse T€ 410 T€ 733
Fuhrparkverwaltung T€ 28 T€ 28
gesamt T€ 35.226 T€ 43.808

Bei den für eigene Rechnung abgeschlossenen Leasingverträgen werden die Leasingratenerlöse ohne Verrechnung der Refinanzierungskosten ausgewiesen.

Die Leasingaufwendungen beinhalten Verwertungsaufwendungen in Höhe der Restbuchwertabgänge aus dem Leasingvermögen, laufende Fahrzeugkosten, Kfz-Steuern, sowie Versicherungsbeiträge.

Die Zinsaufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen für die Darlehensrefinanzierung und Portfoliorefinanzierung von insgesamt T€ 1.939 (Vorjahr: T€ 937), Zinsen für kurzfristige Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus Girokonten T€ 178 (Vorjahr: T€ 131) sowie Zinsen für das Nachrangdarlehen in Höhe von T€ 91 (Vorjahr: T€ 97).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der privaten Kfz-Nutzung in Höhe von T€ 59 (Vorjahr: T€ 53).

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betragen T€ 4.143 (Vorjahr: T€ 3.406) und beinhalten die Personalaufwendungen sowie Raumkosten, Verwaltungskosten, Rechts- und Beratungskosten sowie Beiträge und Instandhaltungskosten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Nebenkosten des Geldverkehrs T€ 62 (Vorjahr: T€ 45) sowie aus Aufwendungen zur Risikovorsorge für Forderungsausfälle in Höhe von T€ 185 (Vorjahr: T€ 115).

Die Position Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen enthält die Einstellungen in die Einzelwert- und Pauschalwertberichtigung. Insgesamt bestehen Aufwendungen aus der Bildung von Wertberichtigungen und Forderungsverlusten von T€ 27 (Vorjahr: T€ 11).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 34 (Vorjahr: 27) Arbeitnehmer darunter 7 (Vorjahr: 7) Teilzeitarbeitskräfte beschäftigt.

Geschäftsführer

Bis Juli 2023 trug Max Nastold als Geschäftsführer die alleinige Verantwortung der Gesellschaft. Ab August 2023 vertritt er mit Dr. Christian Glaser die Gesellschaft gemeinsam.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktunüblichen Bedingungen durchgeführt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für die Abschlussprüfungsleistungen beträgt T€ 54 (Vorjahr: T€ 45).

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschafter die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss in Höhe von soll zu 50 % thesauriert und zu 50 % ausgeschüttet werden. € 773.786,85

Nachtragsbericht

Die Auswirkungen der Krisen und der kriegerischen Handlungen bleiben weiterhin für die wirtschaftliche Entwicklung bestimmend. Die Auswirkungen ergeben sich z.B. durch höhere Energie- und Rohstoffpreise, wirtschaftliche Sanktionen, Inflation, höheres Zinsniveau und Beeinträchtigungen von globalen Lieferketten. Die weitere Entwicklung im Krieg gegen die Ukraine und deren Auswirkungen wird von der Gesellschaft fortlaufend analysiert und bewertet.

Die Gesellschaft ist aufgrund ihres Geschäftsmodells auf den deutschen Markt konzentriert und hat daher keine Geschäftsbeziehungen in den Ländern der Krisenregion. Es werden daher trotz der bestehenden Unsicherheiten bezüglich der weiteren Entwicklung des Konflikts aktuell keine nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft erwartet. Die durch Corona bedingten erhöhten Lieferzeiten und die Störung der Lieferketten sind Immernoch spürbar. Das gestiegene Zinsniveau hat sich im Verhalten aller Marktteilnehmer bereits niedergeschlagen.

 

Karlsruhe, den 28. Februar 2024

Max Nastold

Dr. Christian Glaser

Der Jahresabschluss wurde am 27.05.2024 festgestellt.

Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2023 - Handelsrecht

Kazenmaier Leasing GmbH

Karlsruhe

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen
EUR EUR EUR EUR
Software 3.599.791,66 1.172.102,52
gel. Anzahlungen auf imm. VGG 13.912,50 36.045,00
Fahrzeuge temp. ohne Refinanzierung 1.707.838,44 2.496.454,10 1.707.838,44
Leasingvermögen eigenfinanziert 4.617.728,70 8.287,77 5.428.079,52 4.689.160,34
Leasingvermögen Refi 1 Voba KA 10.592.011,04 5.491.387,15 1.757.083,34 623.981,63-
Leasingvermögen Refi 2 BLB 14.600.407,08 7.510.180,69 3.244.908,01 1.083.981,83-
Leasingvermögen Refi 3 SPK KAETT 4.394.569,67 889.544,90 254.806,93-
Leasingvermögen Refi 4 Merkur Bank 24.715.737,37 12.136.718,89 5.819.241,94 1.599.732,05-
Leasingvermögen Refi 5 OSSP Dresden 9.590.531,26 4.320.390,08 2.334.215,87 571.317,47-
Leasingvermögen Refi SPKRH 5.262.878,44 4.272.955,27 1.318.190,78 323.961,12-
Leasingvermögen Refi 7 OLB 8.320.126,34 3.628.043,57 2.546.060,89 211.490,47-
Leasingvermögen Refi 8 KSK Freudenstadt 4.024.241,17 2.576.456,72 188.029,63 19.888,84-
Eigenverwendungsfahrzeuge 473.650,82 262.234,54 195.603,22
GWG 150 bis 1000 EUR 17.974,19 1.778,88
Mietereinbauten 57.583,70
Betriebs- und Geschäftsausstattung 243.786,63 18.388,05 5.292,00
92.232.769,01 43.931.423,23 25.434.088,54
Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023 Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023 kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR EUR EUR
Software 3.599.791,66 4.771.894,18 1.235.357,66
gel. Anzahlungen auf imm. VGG 13.912,50 49.957,50
Fahrzeuge temp. ohne Refinanzierung 1.707.838,44 2.496.454,10
Leasingvermögen eigenfinanziert 4.617.728,70 3.887.097,29 2.191.103,70
Leasingvermögen Refi 1 Voba KA 10.592.011,04 13.702.333,22 2.300.210,04
Leasingvermögen Refi 2 BLB 14.600.407,08 17.781.697,93 4.032.162,08
Leasingvermögen Refi 3 SPK KAETT 4.394.569,67 3.250.217,84 1.170.780,67
Leasingvermögen Refi 4 Merkur Bank 24.715.737,37 29.433.482,27 7.123.826,37
Leasingvermögen Refi 5 OSSP Dresden 9.590.531,26 11.005.388,00 2.429.731,26
Leasingvermögen Refi SPKRH 5.262.878,44 7.893.681,81 1.112.479,44
Leasingvermögen Refi 7 OLB 8.320.126,34 9.190.618,55 2.559.780,34
Leasingvermögen Refi 8 KSK Freudenstadt 4.024.241,17 6.392.779,42 495.542,17
Eigenverwendungsfahrzeuge 473.650,82 540.282,14 156.625,82
GWG 150 bis 1000 EUR 17.974,19 19.753,07 15.285,17
Mietereinbauten 57.583,70 57.583,70 16.521,70
Betriebs- und Geschäftsausstattung 243.786,63 256.882,68 131.654,63
92.232.769,01 110.730.103,70 24.971.061,05
Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2023 Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Software 3.599.791,66 860.297,52 2.095.655,18
gel. Anzahlungen auf imm. VGG 13.912,50
Fahrzeuge temp. ohne Refinanzierung 1.707.838,44
Leasingvermögen eigenfinanziert 4.617.728,70 446.590,77 2.659.617,52 2.101.322,34 2.079.399,29
Leasingvermögen Refi 1 Voba KA 10.592.011,04 2.468.234,15 903.423,34 299.018,63- 3.566.002,22
Leasingvermögen Refi 2 BLB 14.600.407,08 3.118.176,69 1.856.568,01 438.524,83- 4.855.245,93
Leasingvermögen Refi 3 SPK KAETT 4.394.569,67 781.938,00 588.737,90 133.415,93- 1.230.564,84
Leasingvermögen Refi 4 Merkur Bank 24.715.737,37 5.822.903,89 3.056.518,94 712.741,05- 9.177.470,27
Leasingvermögen Refi 5 OSSP Dresden 9.590.531,26 2.502.058,08 1.150.962,87 273.636,47- 3.507.190,00
Leasingvermögen Refi SPKRH 5.262.878,44 1.384.153,27 697.982,78 148.166,12- 1.650.483,81
Leasingvermögen Refi 7 OLB 8.320.126,34 1.771.364,57 978.480,89 87.799,47- 3.264.864,55
Leasingvermögen Refi 8 KSK Freudenstadt 4.024.241,17 1.261.395,72 56.121,63 8.019,84- 1.692.796,42
Eigenverwendungsfahrzeuge 473.650,82 87.377,54 59.202,22 184.801,14
GWG 150 bis 1000 EUR 17.974,19 1.064,88 16.350,05
Mietereinbauten 57.583,70 9.615,00 26.136,70
Betriebs- und Geschäftsausstattung 243.786,63 51.925,05 4.254,00 179.325,68
92.232.769,01 20.567.095,13 12.011.870,10 33.526.286,08
Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023 Buchwert 31.12.2023
EUR EUR
Software 3.599.791,66 2.676.239,00
gel. Anzahlungen auf imm. VGG 13.912,50 49.957,50
Fahrzeuge temp. ohne Refinanzierung 1.707.838,44 2.496.454,10
Leasingvermögen eigenfinanziert 4.617.728,70 1.807.698,00
Leasingvermögen Refi 1 Voba KA 10.592.011,04 10.136.331,00
Leasingvermögen Refi 2 BLB 14.600.407,08 12.926.452,00
Leasingvermögen Refi 3 SPK KAETT 4.394.569,67 2.019.653,00
Leasingvermögen Refi 4 Merkur Bank 24.715.737,37 20.256.012,00
Leasingvermögen Refi 5 OSSP Dresden 9.590.531,26 7.498.198,00
Leasingvermögen Refi SPKRH 5.262.878,44 6.243.198,00
Leasingvermögen Refi 7 OLB 8.320.126,34 5.925.754,00
Leasingvermögen Refi 8 KSK Freudenstadt 4.024.241,17 4.699.983,00
Eigenverwendungsfahrzeuge 473.650,82 355.481,00
GWG 150 bis 1000 EUR 17.974,19 3.403,02
Mietereinbauten 57.583,70 31.447,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 243.786,63 77.557,00
92.232.769,01 77.203.817,62

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Kazenmaier Leasing GmbH

Geschäftsmodell und Strategie

Die Kazenmaier Leasing GmbH (KML), bis August 2023 Kazenmaier Fleetservice GmbH, fungiert als Mobilitätsdienstleister und bietet gewerblichen sowie öffentlich-rechtlichen Kunden eine zentrale Plattform zur digitalen Abwicklung von Leasingverträgen mit Full-Service-Komponenten. Die Schlüsselprodukte des Unternehmens sind das Full-Service- Fahrzeugleasing mit Fokus auf Elektromobilität sowie das Dienstradleasing. KML betrachtet sich als Vorreiter in digitalen Mobilitätslösungen im Kontext der betrieblichen Mobilitätswende. Die Hauptzielgruppe umfasst mittelständische Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Konzerne. Darüber hinaus werden auch Einzelfahrzeug-Leasingverträge mit kleineren Unternehmen abgeschlossen.

Neben Leasingverträgen für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren bietet KML im Schwerpunkt Elektrofahrzeuge deutschlandweit über eine zentrale Leasingplattform an. Das Angebot an Elektrofahrzeugen wird kontinuierlich von den Herstellern erweitert, wobei die realen Reichweiten mittlerweile über 350 Kilometer betragen. Die Einführung von Elektrofahrzeugen wirft stets Fragen zur Ladeinfrastruktur am Firmenstandort, am Wohnort und unterwegs auf. KML hat sich erfolgreich als Spezialanbieter für Elektromobilität etabliert und bietet umfassende Dienstleistungen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in diesem Marktsegment an. Diese umfassen Beratungsdienste zur Entwicklung eines Elektromobilitätskonzepts, Planung und Umsetzung von Ladeinfrastrukturprojekten sowie Unterstützung beim Zugang zu staatlichen Förderprogrammen und der Abwicklung von Fördermitteln.

Die Mobilitätskonzepte in der deutschen Unternehmenslandschaft werden vielfältiger. Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Dienstfahrräder im Rahmen von Entgeltumwandlungsprogrammen auch zur privaten Nutzung an. Die Vorteile gegenüber dem Privatkauf eines Fahrrads liegen je nach steuerlichen Verhältnissen bei zum Teil mehr als 30 %. Die Dienstradkonzepte sind für die Arbeitgeber je nach Ausgestaltung kostenneutral und tragen zur Mitarbeiterzufriedenheit und Bindung bei. Für diesen Markt stellt KML eine zentrale Leasingplattform mit digitalen Prozessen zur Verfügung. Im Bereich des Dienstradleasings kooperieren die Dienstradanbieter im Regelfall mit einer Leasinggesellschaft, um die notwendigen Prozesse abbilden zu können. Im Unterschied dazu arbeitet KML als zentraler Abwicklungs- und Vertragspartner direkt mit den Kunden zusammen. Durch den Wegfall einer Zwischenebene wird die Verwaltung der Leasingverträge einfacher. Die bereitgestellten administrativen Werkzeuge entlasten die Kunden entscheidend bei der Verwaltung ihrer Leasingverträge. Privatpersonen gehören nicht zur Zielgruppe der KML.

KML bietet den Kunden ein umfassendes Leistungsspektrum an. Zentrales Element der Dienstleistung ist die KML-Leasingplattform. Diese Plattform bietet umfassende Unterstützung für die Fahrer oder Nutzer unserer Kunden in sämtlichen operativen Belangen. Dazu gehören die Beratung bei der Fahrzeug- oder Fahrradauswahl, Hilfe bei der Konfiguration, Bestellabwicklung sowie Auslieferungsmodalitäten. Darüber hinaus begleiten wir unsere Kunden während der gesamten Vertragslaufzeit, stehen bei Serviceleistungen zur Verfügung und unterstützen sie in Notfällen wie Pannen oder Unfällen.

Über das KML-Leasingportal haben Kunden zentralen Zugriff auf sämtliche relevante Fahrzeug- und Vertragsdaten. Diese Daten sind in Echtzeit abrufbar und werden über spezielle Berichte zur effektiven Analyse bereitgestellt. Auf Kundenwunsch werden weitere Datenanalysen und zusätzliche Berichte angefertigt, beispielsweise zur Aufbereitung von leasingbezogenen Auswertungen gemäß internationalen Bilanzierungsstandards wie dem IFRS 16. Dadurch erhalten Kunden alle relevanten Informationen, ohne den administrativen Aufwand für deren Beschaffung übernehmen zu müssen. In engen Kundenbeziehungen wird KML zu einem virtuellen Bestandteil der Kundenorganisation, der nahtlos in deren spezifische Prozesse integriert ist. Die unterschiedlichen Kundenstrukturen werden im flexiblen Datenmodell von KML abgebildet, sodass Kunden ihre Informationen in ihrer eigenen Sichtweise und Semantik vorfinden können.

Die Herausforderung in der vernetzten Welt für KML besteht darin, die Zielsetzungen der Kunden zu verstehen, ihre Prozesse und Terminologie in den angebotenen Dienstleistungen abzubilden und so eine nahtlose Integration in deren Ablauforganisation zu gewährleisten. Diese Herangehensweise sichert das Alleinstellungsmerkmal von KML bei den Kunden. Als leistungsfähiges Unternehmen mit umfassender Sachkompetenz im sich wandelnden Mobilitätsmarkt und in der Informationstechnologie ist KML gut positioniert, um im Bereich des Fahrrad- und Fahrzeugleasings weiter zu wachsen und einen nachhaltigen Beitrag zur Mobilitätswende zu leisten.

Der Markt für Dienstfahrräder verzeichnet hohe Wachstumszahlen. Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Fahrräder an, insbesondere Elektrofahrräder (sogenannte Pedelecs), die diese auch privat nutzen dürfen. Dabei verzichten die Mitarbeiter auf einen Teil ihres Bruttogehalts in Höhe der Leasingraten und versteuern den geldwerten Vorteil der privaten Dienstradnutzung mit 1 %, basierend auf 25 % des Listenpreises des Fahrrads. Durch das Dienstradleasing können Mitarbeiter von Unternehmen eine Ersparnis von über 30 % im Vergleich zum Kauf eines Fahrrads erzielen. 1. Das wird den ohnehin schon stark wachsenden Dienstradleasingmarkt weiter beflügeln. Als etablierter Mitarbeiter-Benefit stellt das Dienstradleasing im "War for Talents" ein effektives Instrument zur Mitarbeitergewinnung und -bindung dar. 2

Basierend auf umfangreichen Erfahrungen im Flottenmanagement hat KML eine spezielle Leasingplattform für den Dienstradsektor entwickelt. Diese Plattform ermöglicht den Kunden einen nahtlosen digitalen Einkaufsprozess, ohne Medienbrüche. Durch eine definierte Dienstrad-Policy strukturiert die Web-Anwendung den Fahrradbeschaffungsprozess so, dass nach Abschluss des Leasingrahmenvertrags keine einzelnen Genehmigungen mehr erforderlich sind. Der Mitarbeiter kann sein neues Dienstrad einfach über sein Smartphone "erwerben". Dieses Verfahren reduziert zeitkritische Transaktionen beim Fahrradkauf, da es kein Angebot erstellt, keine Wartezeit für Genehmigungen und keine Rückfragen in den Personalabteilungen erfordert. Das Dienstradleasing verzeichnete bereits in den Jahren der Corona-Pandemie einen starken Anstieg und die Prognosen deuten auf weiteres deutliches Wachstum hin. 3

Forschung und Entwicklung

Als Finanzdienstleistungsinstitut ist unser Hauptaugenmerk nicht auf die Forschung und Entwicklung neuer Produkte gerichtet. Dennoch verfolgt die Geschäftsführung aufmerksam die Entwicklungen im Bereich der Informationstechnologie, um Potenziale für die Optimierung der Leasingplattformen und Serviceangebote zu erkennen und interne Prozesse weiter zu verbessern. Wir sind auch als interessierte Beobachter bestrebt, die Trends und Entwicklungen im Bereich Zero-Emission Antriebstechnologien für Kraftfahrzeuge zu verfolgen, um unsere Fachkompetenz zu stärken und Marktchancen frühzeitig zu erkennen.

Wirtschaftsbericht

Marktumfeld und Branchensituation

Das Jahr 2023 war von einer anhaltend hohen Inflation von 5,9 %, dem Konflikt in der Ukraine und den Spannungen in Israel sowie einer schnellen Zinswende geprägt. Zusätzlich führten Sparmaßnahmen der Bundesregierung dazu, dass verschiedene Förderprogramme ausgesetzt wurden, und es ist ungewiss, ob und wann diese wieder aufgenommen werden. All diese Faktoren spiegelten sich auch im Bruttoinlandsprodukt wider, das im vierten Quartal um 0,3 % niedriger lag als im Vorjahr und Deutschland in eine Rezession führte. 4

Das Bundeswirtschaftsministerium berichtet zum Jahresanfang 2024:

,Die wirtschaftliche Schwächephase hält auch zum Jahreswechsel 2023/24 an. Nach einem preis-, saison- und kalenderbereinigten Rückgang des BIP um 1/4 % zum Jahresende 2023 deuten aktuelle Frühindikatoren noch nicht auf eine rasche konjunkturelle Erholung hin. Mit einem rückläufigen Trend der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer allmählichen Belebung der Weltwirtschaft dürften sich zentrale Belastungsfaktoren für die deutsche Wirtschaft aber im Verlauf dieses Jahres verringern und eine vor allem binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzen." 5

Der Arbeitsmarkt bleibt zwar weiterhin robust, der Fachkräftemangel, der unter anderem durch den demografischen Wandel ausgelöst wird, stellt jedoch nach wie vor ein großes Problem für die Wirtschaft dar. Im Jahr 2023 erreichte die Erwerbstätigkeit erneut einen Höchststand seit der Wiedervereinigung. 6 Ein weiteres positives Signal aus den Arbeitsmarktdaten ist der niedrige Stand der Kurzarbeit. Die Anmeldungen von Industrie und Gewerbe zur Kurzarbeit haben sich im Jahr 2023 erneut deutlich reduziert, wenn gleich auch wichtige Kernindustrien wie die Automobilindustrie vereinzelt auf dieses Werkzeug setzen. 7

1 Eigene Berechnung

2 Vgl. Haufe War for Talents / Kompetenz, [06/2023], https://www.haufe.de/personal/hr-management/future-oftalent

3 Vgl. Zukunft Fahrrad e.V., Branchenstudie Fahrradwirtschaft 2023: https://zukunft-fahrrad.org/branchenstudie2023/

4 Vgl. Destatis, BIP-Entwicklung, [01/2024]: https://www.destatis.de/DE/Presse/PressemitteilungenBIP

5 Bundeswirtschaftsministerium, Die Wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2024, [01/2024]: https://www.bmwk.de/Wirtschaftliche-Lage-Deutschland

6 Vgl. BMAS, Beschäftigung auf Rekordniveau, [01/2024]: https://www.bmas.de/DE/Service/Arbeitsmarktzahlendezember-2023.html

7 Vgl. Statista, Kurzarbeitsdaten, [01/2024]: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2603/umfrage/entwicklung-des-bestands-an-kurzarbeitern/

Die Inflationsrate, die die Preisniveauentwicklung gegenüber dem Vorjahr misst, betrug im Dezember 2023 3,7 %. Obwohl die Inflationsrate im Vergleich zu den Vormonaten geringer ausfiel, lag sie im Jahresdurchschnitt 2023 bei 5,9 %. 8 Die Europäische Zentralbank stellt weiterhin den Kampf gegen die Inflation in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen. 9 Allerdings wurde im dritten Quartal eine Pause bei der Zinserhöhung eingelegt. Eine schnelle Senkung der Zinsen ist nicht zu erwarten.

Die Bundesregierung verweist im Jahreswirtschaftsbericht auf die weiterhin geopolitisch und wirtschaftlich herausfordernden Rahmenbedingungen und prognostiziert für das Jahr 2024 ein leichtes gesamtwirtschaftliches Wachstum von 0,2 %. 10

Der Fahrzeugmarkt war im Jahr 2023 von einer volatilen Absatzlage geprägt. Obwohl die Gesamtzahl der Neuzulassungen von Pkw im Berichtsjahr um 7,3 % gestiegen ist, verzeichnete der Dezember einen Rückgang um 23 % im Vergleich zum Vorjahr. Hingegen stiegen die Pkw-Zulassungen bei gewerblichen Flotten um 12,4 %. 11

Der positive Trend bei den Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland setzte sich auch im Berichtsjahr fort. Die Zahl der Neuzulassungen von Elektroautos stieg um 11,4 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichte einen neuen Rekordwert. Zudem wurde der Ausbau der Ladestationen, insbesondere durch das "Deutschland-Netz", vorangetrieben, wodurch der flächendeckende Aufbau von Schnellladestationen entlang der Autobahnen weiter voranschritt. 12 Deutschlandweit gab es per September 2023 105.579 (VJ. 75.544) Ladestationen für Elektroautos. Davon sind 85.072 (VJ. 62.888) Ladestationen mit Wechselstrom (AC) sowie 20.507 (VJ. 12.656) Schnellladestationen mit Gleichstrom (DC). 13

Die Zahl der Besitzumschreibungen bei Personenkraftwagen lag 2023 mit 6.030.874 6,9 % über dem Vorjahreswert mit 5.641.516 Einheiten. 14 Der Anstieg nach dem Rückgang von 16,6 % im letzten Jahr ist auf die sich normalisierenden Lieferzeiten bei Neufahrzeugen zurückzuführen. Bei Elektrofahrzeugen machen Besitzumschreibungen weiterhin nur einen kleinen Anteil von gerade einmal zwei Prozent aller Fahrzeuge aus. 15 In den nächsten Jahren wird die Nachfrage nach diesen Fahrzeugen aufgrund eines geringeren Angebots weiterhin bestehen bleiben. Es wird voraussichtlich drei bis vier Jahre dauern, bis sich die verstärkte Zulassung von elektrisch angetriebenen Neufahrzeugen als Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt zeigt. 16

Der Markt für Elektrofahrzeuge ist noch größer, als die aktuellen Zulassungszahlen vermuten lassen. Diese Entwicklung wird unter anderem durch politische Programme zur Förderung von Elektrofahrzeugen vorangetrieben. 17 Es ist geplant, dass bis 2030 mindestens 15 Millionen vollelektrische Pkw in Deutschland im Einsatz sind. 18 Die Förderrichtlinie Elektromobilität des Bundesministerium für Digitales und Verkehr läuft bis zum 31.12.2025 und umfasst Fördermittel in Höhe von 551 Millionen Euro. Das Engagement spiegelt sich auch in den politischen Zielen der Bundesregierung wider. Das bereits heute technisch mögliche Potenzial für eine Umstellung auf Elektromobilität ist hoch.

8 Vgl. Destatis, Inflationsrate Dezember 2023, [01/2024]: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilung gen/2024/01/PD24_020_611.html

9 Vgl. EZB, Geldpolitische Beschlüsse, [09/2023]: https://www.ecb.europa.eu/Geldpolitische Beschlüsse

10 Bundeswirtschaftsministerium, Jahreswirtschaftsbericht, [02/2024]

11 Autohaus, Veröffentlichung Autohaus Ausgabe Zulassungsstatistik, [1-2/2024]: S.68

12 BMDV, Deutschlandnetz, [08/2023]: https://bmdv.bund.de/deutschlandnetz.html

13 Bundesnetzagentur, Ladestationen in Deutschland, [09/2023]: https://www.bundesnetzagentur.de/Ladesaeuleninfrastruktur

14 Autohaus, Veröffentlichung Autohaus Ausgabe Zulassungsstatistik,[1-2/2024]: S.73

15 Vgl. ADAC, DAT Report [01/2024]: https://www.adac.de/gebrauchtwagenkauf/gebrauchtwagenmarkt-dat-report/

16 Kraftfahrzeugbundesamt, Besitzumschreibungen [12/2022]: 2022 FZ9

17 Bundesregierung, Koalitionsvertrag 2021: https://www.bundesregierung.de/Koalitionsvertrag

18 Bundesregierung, Koalitionsvertrag 2021: siehe Nr. 18

Insbesondere Verkehrsbewegungen im urbanen und suburbanen Raum bieten sich für den Einsatz vollelektrischer Fahrzeuge an. Allerdings beschränken die begrenzten elektrischen Reichweiten und Ladezeiten auch bei den neuesten Modellen die Einsatzmöglichkeiten. Dennoch gibt es zahlreiche Nutzungsszenarien im städtischen Umfeld, in denen Elektrofahrzeuge mit der aktuellen Technologie sinnvoll eingesetzt werden können. Dies wird durch weitere Förderprogramme der Ministerien für Wirtschaft und Verkehr seit 2021 unterstützt, wie zum Beispiel das Förderprogramm "Sozial und Mobil" oder die Förderrichtlinie Elektromobilität.

Aufgrund der schwierigen haushaltspolitischen Situation wurden jedoch Fördermittel überprüft, und es ist noch unklar, ob und in welchem Umfang neue Mittel verfügbar gemacht werden. Beispielsweise wird das Förderprogramm für klimaschonende Nutzfahrzeuge und Infrastruktur (KSNI) nicht verlängert.

Die politische Ausrichtung auf Dekarbonisierung ist schon lange vor der Energiekrise, die durch den Angriffskrieg in der Ukraine ausgelöst wurde, deutlich erkennbar. Neben nationalen Maßnahmen hat die EU-Kommission im Dezember 2022 mit dem EU-Klimaschutzpaket "Fit For 55" weitere wichtige Grundlagen geschaffen. Demnach müssen die CO 2 -Emissionen der EU bis 2030 um 55 % gegenüber dem Stand von 1990 reduziert werden. Das langfristige Ziel ist es, dass Europa bis 2050 treibhausgasneutral wird. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die ausschließliche Einführung von emissionslosen Neufahrzeugen ab 2035 im gesamten Gebiet der EU. 19 Die Fördermittel haben sich im vergangenen Geschäftsjahr positiv auf den Fahrzeugabsatz ausgewirkt. Unsere Teilnahme an regelmäßigen Expertenkreisen auf Bundes- und Landesebene sowie der aktive Austausch und die Mitarbeit in Fachgremien haben dazu beigetragen, die Prozesse zur Strukturierung und Abwicklung der Förderprogramme zu verbessern. Der Wegfall zusätzlicher Fördermittel wird dieser Entwicklung nach unserer Einschätzung nicht entgegenstehen.

Der Fahrradmarkt in Deutschland verzeichnete auch im Jahr 2023 eine anhaltend dynamische Entwicklung, obwohl die stark gestiegenen Zinsen in Verbindung mit hohen Lagerbeständen nach der Auflösung der globalen Lieferkettenprobleme eine bedeutende Herausforderung für die Zweirad-Industrie darstellen. Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) prognostizierte zur Jahresmitte einen Rückgang der E-Bike-Verkäufe um rund 10 % gegenüber dem Spitzenjahr 2022. 2o Allerdings stieg der Absatz hochwertiger Räder laut dem ZIV im ersten Halbjahr 2023 an, und es wurden im Gesamtjahr 2023 erstmals mehr E-Bikes als herkömmliche Fahrräder verkauft. 21 Dies ist insbesondere auf vermehrte abgeschlossene Leasingverträge für E-Bikes zurückzuführen. Die Beliebtheit von Fahrrädern und E-Bikes wird auch aktiv von der Politik gefördert, beispielsweise durch die Verbesserung der Rahmenbedingungen wie Radwege und Radspuren in den Städten. In diesem Zusammenhang ist es kaum überraschend, dass die Zahl der als Diensträder genutzten Fahrräder weiter zugenommen hat. 22 Das Bundesverkehrsministerium hat dazu neben der Förderung von Radinfrastrukturprojekten den Maßnahmenplan "Radverkehrsoffensive" ins Leben gerufen. 23

Geschäftsverlauf

Im vergangenen Geschäftsjahr verzeichnete die Gesellschaft trotz des fortlaufenden Kriegs in der Ukraine, des Auslaufs der Umweltprämie für E-Autos sowie einer sich eintrübenden Konjunktur und steigender Zinsen ein Wachstum. Dies war vor allem auf das Engagement im Bereich des Dienstradleasings sowie den Absatz von E-Fahrzeugen zurückzuführen. Die Summe der Kaufpreise der neu bestellten Leasingobjekte lag demnach 20,24 % unter dem Vorjahr, während die Anzahl der Neuverträge insgesamt um 7,86 % gesteigert werden konnte.

Im Berichtsjahr wurden 11,90 % mehr Leasingobjekte an Kunden und Nutzer ausgeliefert als im Vorjahr, wobei die Summe der Kaufpreise der ausgelieferten Leasingobjekte um 5,82 % gesteigert werden konnte. Per 31.12.2023 lagen die Pkw-Neuauslieferungen nach Stückzahlen um 3,33 % unter dem Vorjahr, und die Summe der Kaufpreise des in 2023 vermieteten Neugeschäfts für Kraftfahrzeuge sank um 4,31 % im Vergleich zum Vorjahr.

Durch die sich normalisierenden Lieferzeiten reduzierten sich die offenen Bestellungen um 52,70 %. Der durchschnittliche Anschaffungswert der Kraftfahrzeuge stieg ebenfalls in diesem Geschäftsjahr und lag bei etwa 29.141 EUR, was einem Zuwachs um 4,12 % gegenüber dem Vorjahreswert von 27.989 EUR entspricht. Die Bestellungen von Kraftfahrzeugen sind um 29,82 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies resultierte hauptsächlich aus der Abwicklung eines außergewöhnlichen Großauftrags, der im vergangenen Jahr bearbeitet wurde und nicht typisch für das Unternehmen war.

19 Vgl. Bundesregierung, EU-Klimaschutzpaket, [12/2023]: https://www.bundesregierung.de/breg-de/schwerpunkte/europa/fit-for-55-eu-1942402
20 Zweirad Industrie Verband, Marktdaten, [07/2023]: https://www.ziv-zweirad.de/Fahrradmarkt
21 Zweirad Industrie Verband, Marktdaten, [07/2023]: siehe Nr. 20
22 Vgl. Bundesverband Zukunft Fahrrad, Branchenstudie, [06/2023]: https://zukunft-fahrrad.org/branchenstudie2023/
23 Vgl. Bundesverkehrsministerium, Pressemitteilung Radverkehrsoffensive, [01/2023]: https://www.balm.bund.de/Radverkehr

Bei den Fahrrädern lag der durchschnittliche Kaufpreis bei 3.381,26 EUR (Vorjahr: 3.276,79 EUR). Die Bestellungen stiegen bei den Stückzahlen um 14,07 % und bei der Summe der Kaufpreise um 17,66 %. Der Fahrradmarkt entwickelte sich trotz der höheren Inflationsraten auch im Jahr 2023 sehr dynamisch. Insbesondere durch den innovativen und digitalisierten Bike-Leasing-Prozess sowie moderne Vertriebswege wie Webinare und Social-Media-Marketing konnte die Gesellschaft das Geschäftsvolumen auch in diesem schwierigen Umfeld insgesamt steigern.

Die Leasingobjekte werden im Anlagevermögen erfasst und durch laufzeitkongruente Darlehen refinanziert, wobei die Leasingraten entsprechend als Leasingerträge ausgewiesen werden. Auf der Aufwandsseite stehen hingegen Leasingaufwendungen, Abschreibungen und Zinsaufwendungen. Im Kfz-Leasing sind die Fahrzeugrestwerte größtenteils (> 90 %) durch Rückkaufverträge mit dem Kfz-Handel wertmäßig abgesichert, was der Gesellschaft die Möglichkeit einer schnellen Realisierung der Fahrzeugrestwerte bei gleichzeitiger Risikoabsicherung am Vertragsende gibt. Unsere Einschätzung ist, dass die Nachfrage nach gebrauchten Elektrofahrzeugen in den nächsten drei bis vier Jahren auf einem konstanten Niveau bleiben wird, das durch das Marktangebot nicht vollständig gedeckt werden kann. Die Ergebnisse bei der Vermarktung von Elektrofahrzeugen im Jahr 2023 bestätigen diese Einschätzung.

Auch im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Gesellschaft, wie schon in den Vorjahren, nur geringe Forderungsverluste.

Die etablierten Prozesse der Kreditprüfung werden durch die anhaltende Entwicklung der niedrigen Ausfallquoten bestätigt. Forderungen gegen insolvente Kunden werden in der Regel bei Eröffnung des Verfahrens vollständig wertberichtigt. In begründeten Einzelfällen wird die Wertberichtigung auf die erwartete Quote begrenzt. Forderungen, die im gerichtlichen Mahnverfahren beigetrieben werden müssen, werden je nach Risikoeinschätzung zwischen 25 % und 100 % im Wert berichtigt. Das Zahlungsverhalten und die Bonität der Kunden, die nicht von Wertberichtigungen betroffen sind, haben sich auch in der Folgezeit der Pandemie, der Energiekrise und bei steigendend Inflations- und Zinsniveau nicht nachteilig verändert. Der ausgewiesene Forderungsbestand ist daher werthaltig.

Ertragslage

Der Ertrag eines Leasingvertrags wird gleichmäßig über die gesamte Vertragslaufzeit verteilt. Die Abschlusskosten im Zusammenhang mit der Akquisition eines Vertrags werden im Jahr der Anbahnung aufwandswirksam erfasst. Ebenso werden die in den Leasingraten kalkulierten Margenanteile über die Laufzeit des Vertrags realisiert. Dadurch werden die Erträge linearisiert und in die Zukunft verlagert, während der operative Aufwand kontinuierlich erfasst wird. Diese Ertragsverschiebung führt dazu, dass in der ersten Hälfte der Vertragslaufzeit ein Verlust entsteht, der in der zweiten Hälfte, auch unter Berücksichtigung der Verwertung, ausgeglichen wird.

Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Saldo der passiven Rechnungsabgrenzungsposten für Leasingsonderzahlungen um 688 TEUR auf nunmehr 4.088 TEUR (Vorjahr: 3.400 TEUR). Der passive Rechnungsabgrenzungsposten für Erlöse aus Leistungspaketen im Dienstradleasing wurde auf 291 TEUR erhöht, im Vergleich zum Vorjahr von 214 TEUR. Dadurch wird die aufwandskongruente Ertragsrealisierung über die Laufzeit der zugrundeliegenden Verträge bilanziell abgebildet.

Das Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von 1.131 TEUR (Vorjahr: 1.220 TEUR), nach passiven latenten Steuern in Höhe von 247 TEUR (Vorjahr: 586 TEUR) und Steuerrückstellungen in Höhe von 697 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR), liegt mit 774 TEUR (Vorjahr: 830 TEUR) im Rahmen unserer Erwartungen.

Die Leasingerlöse in Höhe von 43.808 TEUR (Vorjahr: 35.226 TEUR) liegen um 24,36 % über den Erlösen des Vorjahres. Der Leasingaufwand in Höhe von 15.325 TEUR (Vorjahr: 14.309 TEUR) setzt sich aus den Materialaufwendungen für das Servicegeschäft, den Restbuchwerten der nach Ende der Leasingzeit verkauften Fahrräder und Fahrzeuge, den Kfz-Steuern, den Versicherungsaufwendungen für Leasingfahrzeuge und dem Kraftstoffeinkauf zusammen. Das Rohergebnis (Leasingbetriebsergebnis) konnte weiter erhöht werden. Das Leasingbetriebsergebnis stieg um 24,36 % von 5.862 TEUR auf 7.290 TEUR.

Um unserem organischen Wachstum Rechnung zu tragen, wurden neben den vertrieblichen Strukturen auch die personellen Ressourcen deutlich verstärkt, wobei der in den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ausgewiesene Aufwand für Gehälter sowie soziale Abgaben um 11,96 % über dem Vorjahreswert liegt.

Jahresergebnis

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr konnten wir einen Jahresüberschuss in Höhe von 774 TEUR nach Steuern erzielen (Vorjahr: 830 TEUR). Dieses Ergebnis ist das Resultat der strategischen Entscheidungen, die wir in der Vergangenheit getroffen haben, um die Gesellschaft auf die Bereiche Elektromobilität und Dienstradleasing auszurichten. Im vergangenen Jahr wurden jedoch wesentlich höhere Abschreibungen auf IT-Systeme vorgenommen. Darüber hinaus wurden in diesem Jahr erhebliche Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug vor Zinsaufwendungen und Steuern 1.408 TEUR (Vorjahr: 1.457 TEUR). Der Zinsaufwand belief sich auf 2.218 TEUR (Vorjahr: 1.175 TEUR), wobei 1.939 TEUR für die Refinanzierung der Leasingobjekte (Vorjahr: 937 TEUR) aufgewendet wurden. Das EBIT, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, liegt bei 3.457 TEUR (Vorjahr 2.394).

Die EBITDA-Marge, bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und sonstige Finanzierungsaufwendungen, konnte im Berichtsjahr auf 54,84 % gesteigert werden (Vorjahr: 48,94 %). Der Substanzwert stieg gegenüber dem Vorjahr um 14,28 % auf 14.255 TEUR (Vorjahr: 12.474 TEUR).

Finanz- und Liquiditätslage

Die Gesellschaft verfügt über ausreichende Barreserven sowie ausreichende Kreditrahmen, um den laufenden Geschäftsbetrieb zu finanzieren. Die bestehenden Kontokorrentlinien wurden um 2.238 TEUR auf nun 13.903 TEUR erhöht. Die vorhandenen Kontokorrentlinien sind angemessen und decken die Bedürfnisse der Gesellschaft ab. Sie umfassen auch Kontokorrentlinien, die genutzt werden können, um die fälligen Restwerte aus Refinanzierungen bis zur Vermarktung der Fahrzeuge zwischenzufinanzieren, wobei die Gesellschaft sporadisch im Laufe des Jahres von diesen Gebrauch gemacht hat. Die Gesellschaft war und ist jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Langfristige Bankdarlehen werden zur Refinanzierung von Leasingfahrzeugen genutzt, wofür Finanzierungszusagen in Höhe von 106.500 TEUR zur Verfügung stehen. Zum Jahresende 2023 betrug das verfügbare Kontingent dieser Zusagen 32.190 TEUR.

Die Gesellschaft steht regelmäßig im Austausch mit verschiedenen Refinanzierungspartnern. Eine Erweiterung der Kreditlinien sowohl bei bestehenden als auch neuen Bankpartnern für Refinanzierungszwecke ist mittelfristig zu erwarten.

Zum Bilanzstichtag weist KML ein gezeichnetes Kapital in Höhe von 1.000 TEUR, Gewinnrücklagen von 996 TEUR (Vorjahr: 580 TEUR) sowie das Jahresergebnis von 774 TEUR aus, was sich auf eine Gesamtsumme von 2.770 TEUR (Vorjahr 2.410 TEUR) beläuft. Das Unternehmen hat Verbindlichkeiten in Höhe von 67.309 TEUR (Vorjahr: 57.319 TEUR) gegenüber Kreditinstituten, die der Refinanzierung des Leasingvermögens dienen.

Die Gesellschafter gewährten KML ein Darlehen in Höhe von 500 TEUR sowie ein weiteres Darlehen in Höhe von 306 TEUR. Beide Darlehen werden fortlaufend prolongiert. Die Gesellschafter haben KML im Jahr 2021 ein partiarisches Darlehen mit Rangrücktritt in Höhe von 250 TEUR gewährt, das bis zum 30.04.2027 endfällig ist.

Die Gesellschaft hat Zugang zu einem Innovationsdarlehen der L-Bank Baden-Württemberg in Höhe von 700 TEUR mit einer Laufzeit bis zum 30.06.2025, das zur Entwicklung der Leasingplattform des Unternehmens genutzt wird. Ebenfalls zur fortlaufenden Entwicklung der IT-Systeme steht dem Unternehmen ein Darlehen der Merkur Bank mit einer Laufzeit bis zum 30.04.2027 in Höhe von 750 TEUR zur Verfügung.

Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag besteht das Vermögen der Gesellschaft hauptsächlich aus vermieteten Fahrzeugen und Fahrrädern (Leasingvermögen) in Höhe von 74.010 TEUR (Vorjahr: 64.410 TEUR), Bankguthaben in Höhe von 911 TEUR (Vorjahr: 290 TEUR), Lagerfahrzeugen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 814 TEUR (Vorjahr: 1.489 TEUR) sowie kurzfristig fälligen Forderungen an Kunden in Höhe von 2.049 TEUR (Vorjahr: 2.066 TEUR). Die Leasingverbindlichkeiten entwickeln sich analog zum Leasingvermögen, da die KML grundsätzlich laufzeitkongruent refinanziert. Alle Vermögensgegenstände sind in der Bilanz vollständig und korrekt erfasst.

Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Insgesamt bewertet die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als solide und geeignet, um weiteres Wachstum zu realisieren.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren erfolgreich ihre Marktstellung gegenüber deutlich größeren Wettbewerbern behauptet. Dies verdankt sie zum einen der zentralen KML-Leasingplattform, auf der KML als Hauptvertragspartner für die Kunden fungiert, sowie der herausragenden Servicequalität und Kundenorientierung aller Mitarbeiter im Bereich Fahrzeug- und Dienstradleasing. Die Zufriedenheit der Kunden durch das Bereitstellen von Mehrwerten und die proaktive Berücksichtigung zukünftiger Anforderungen sind zentrale Erfolgsfaktoren der Gesellschaft. Besonders wichtig ist uns die Zufriedenheit der Nutzer unserer Leasingobjekte, insbesondere von Fahrzeugen und Fahrrädern. Aus diesem Grund bieten wir unter anderem einen kostenlosen 24-Stunden-Notdienst an, der von unseren Mitarbeitern betreut wird. Dadurch erhalten unsere Kunden im Falle eines Unfalls oder einer Panne sofort qualifizierte Unterstützung.

Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung

Die KML ist ein national tätiges Unternehmen in einem wettbewerbs- und kapitalintensiven Umfeld, das einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt ist. Daher ist es entscheidend, diese Risiken frühzeitig und umfassend zu erkennen, zu bewerten und zu beherrschen, um langfristigen Geschäftserfolg sicherzustellen.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, verfügt die Gesellschaft über differenzierte Analyse-, Bewertungs- und Berichterstattungssysteme, die kontinuierlich überprüft und kontrolliert werden.

Trotz der möglichen Auswirkungen von Krisen, Kriegen und schwierigen konjunkturellen Bedingungen im Jahr 2024 bewertet die Gesellschaft die Chancen für die künftige Geschäftsentwicklung positiv. Die gesellschaftliche und politische Diskussion zur Dekarbonisierung der Gesellschaft und Wirtschaft bietet positive Signale für die bestehenden Geschäftsfelder der KML. Die politischen Initiativen und Maßnahmen zur Dekarbonisierung im Bereich "grüne" Energie und Mobilität zeigen, dass es für KML zusätzliche Wachstumschancen gibt.

Durch unseren starken Fokus auf Elektromobilität entsprechen wir einem wichtigen Zukunftstrend. Unsere langjährige Erfahrung seit 2012 im Bereich Elektromobilität und unser entsprechender Bekanntheitsgrad bieten eine solide Ausgangslage. Wir verstehen Elektromobilität nicht nur im Kontext von Pkw, sondern berücksichtigen auch andere Fahrzeugtypen sowie die notwendige Infrastruktur für Lade- und Energiebereitstellung. Unser Ziel ist es, über die KML-Leasingplattform webbasierte Leasingdienstleistungen anzubieten, um individuelle Mobilität bedarfsgerecht, nachhaltig, effizient und ganzheitlich zugänglich zu machen.

Die geopolitischen Entwicklungen, gestiegene Energiepreise und der gesellschaftliche Wandel hin zu mehr Klimaschutz führen zu einer verstärkten Sensibilisierung für alternative Energiequellen im Mobilitätssektor. Hierzu gehört auch das digitale Dienstradleasing, das von der Gesellschaft angeboten wird. In diesem Bereich sind wir überzeugt, durch unseren digitalen Prozess und unsere Rolle als zentraler Vertragspartner weiterhin Marktanteile gewinnen zu können.

Risikomanagement

Die Gesellschaft ist verschiedenen Risiken ausgesetzt, die durch ein umfassendes Risikomanagement erfasst und gesteuert werden. Die eingerichteten Verfahren des Risikomanagements erfüllen die Anforderungen an das Risikomanagement von Finanzinstituten (MaRisk), und die geforderte Offenlegung erfolgt im Rahmen dieses Jahresabschlusses. Das Risikomanagement der Gesellschaft wird im internen Risikohandbuch, die schriftlich fixierte Ordnung (SfO), beschrieben. Dieses basiert auf einer Analyse des geschäftlichen Umfelds, den Besonderheiten des Leasinggeschäfts und den betrieblichen Gegebenheiten des Unternehmens.

Ein internes Kontrollsystem besteht, das Regelungen zur Aufbau- und Ablauforganisation sowie Prozesse zur Identifizierung, Bewertung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der Risiken umfasst. Dabei werden die Festlegungen der MaRisk flexibel an den Geschäftsschwerpunkt, die Unternehmensgröße und die Risikosituation angepasst und in Übereinstimmung mit den Zielen der MaRisk umgesetzt.

Folgende Risikofelder wurden als wesentlich identifiziert:

Adressausfallrisiken: Dies umfasst das Risiko des Ausfalls von Forderungen.

Marktpreisrisiken: Hierbei handelt es sich um das Risiko der Veränderung von relevanten Kalkulationsparametern, wie z.B. Restwertbewertungen von Fahrzeugen.

Liquiditätsrisiken: Dies bezieht sich auf das Risiko, dass die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens nicht gesichert werden kann.

Operationelle Risiken: Hierunter fallen verschiedene Risiken, wie das Versagen von eingerichteten Prozessen, Betrug zu Lasten des Unternehmens und Geldwäsche, IT-Risiken (einschließlich Cyberrisiken) sowie Fehlverhalten von Mitarbeitern zu Lasten des Unternehmens.

Darüber hinaus sind ESG (Environmental, Social und Governance) - Risiken von hoher Bedeutung. Da es sich hierbei allerdings nicht um eine gesonderte Risikoart handelt, sind diese in den o. g. Risikokategorien enthalten. ESG-Risiken stehen auch im Mittelpunkt der zur Jahresmitte 2023 eingeführten 7. MaRisk-Novelle. 24 Die Gesellschaft wird etwaige weitere Anforderungen im Zusammenhang mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz oder einer möglichen Be rücksichtigung von ESG-Risiken im Reporting in enger Abstimmung mit dem Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) analysieren und umsetzen. Ein Beispiel hierfür ist der Datentransfer im BDL-Format für den Bilanzierungsstandard IFRS 16. Die beiden Geschäftsführer sind in diesem Kontext auch in mehreren einschlägigen Arbeitskreisen beim Leasingverband aktiv. 25

Risikokonzentrationen ergeben sich für die Gesellschaft aus der Tatsache, dass große Kunden Konzerngesellschaften angehören, aus bestimmten Branchenzugehörigkeiten und aus der Konzentration von Rückverkaufsoptionen auf einige Kfz-Handelskonzerne. Diese Risikokonzentrationen werden quartalsweise im Risikobericht dargestellt und einer kritischen Bewertung unterzogen. Es bestehen keine außerbilanziellen Risiken. Durch eine geordnete Organisation werden auch unwesentliche Risiken erkannt, gesteuert und beherrscht. Das Notfallkonzept gewährleistet die Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit innerhalb eines angemessenen Zeitraums nach einer eventuellen Katastrophe.

Geschäfte

Die Gesellschaft betreibt das Leasinggeschäft für Kraftfahrzeuge, Fahrräder sowie die notwendige Infrastruktur und bietet damit verbundene Serviceleistungen an. Neue Leasingverträge werden über Darlehen refinanziert, weshalb das Risikomanagement auf dieses Geschäftsfeld ausgerichtet ist. Es werden keine Handelsgeschäfte im banküblichen Sinne getätigt, und Zinsabsicherungsgeschäfte mit Derivaten sind derzeit nicht Teil des Geschäftsbetriebs. Die Refinanzierung der Leasingverträge erfolgt laufzeitkongruent, wobei ein Teil durch zinsvariable Kontokorrentdarlehen gedeckt wird. Der Bestand wird planmäßig getilgt, und es wurden im vergangenen Geschäftsjahr keine neuen zinsvariablen Darlehen aufgenommen. Es ist auch nicht geplant, zukünftig solche Darlehen für die Refinanzierung von Leasinggegenständen aufzunehmen.

Die Geschäftsführung überwacht die Entwicklung der Forward-Zinssätze und der Umlaufrenditen, die von der Bundesbank veröffentlicht werden. Sollten die Trends eine Erhöhung des Zinsniveaus über das bereits kalkulierte Niveau hinaus anzeigen, wird die Gesellschaft geeignete Zinssicherungsgeschäfte abschließen. Dabei wird die Geschäftsführung ausschließlich auf Zinsprodukte ohne Hebelwirkungen setzen, die sich allein auf die für die Refinanzierung relevanten Zinsindizes konzentrieren.

Gesamtverantwortung der Geschäftsleitung

Im August 2023 wurde Dr. Christian Glaser zum Geschäftsführer Marktfolge ernannt, während Max Nastold die Verantwortung für den Bereich Markt trägt. Gemeinsam tragen sie die Verantwortung für die Gesellschaft und vertreten sie. Zusätzlich ist Anja Eisele, Prokuristin, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung. Bis August 2023 war Frau Eisele als Leiterin der Marktfolge tätig. Somit war die klare Aufteilung in Markt und Marktfolge auf Geschäftsleitungsebene während des gesamten Berichtsjahres gewährleistet.

Risikotragfähigkeit

Die Gesellschaft führt eine Risikotragfähigkeitsrechnung durch, die auf einer Substanzwertrechnung gemäß den Empfehlungen des Bundesverbands deutscher Leasing-Unternehmen basiert. Dadurch kann das Risikodeckungspotenzial genau bestimmt und den eingegangenen Risiken zugeordnet werden. Zur Bestimmung der eingegangenen Risiken werden Berechnungsverfahren verwendet, die die Auswirkungen von Risikoeintritten umfassend berücksichtigen.

24 Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), [05/2023]: https://www.bafin.de/RundschreibenMa-Risk_BA.htm
25 Mitgliedschaften in den Arbeitskreisen Nachhaltigkeit, Regulatorik, Finanzierungsausschuss und Mittelstand beim Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e. V. (BDL)

Die Geschäftsleitung erstellt quartalsweise einen Risikobericht, der das Risikodeckungspotenzial, die Risikotragfähigkeit und die Auswirkungen eines Stresstests darlegt. Die Risikotragfähigkeit war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben, sodass die Gesellschaft im Rahmen ihres Wachstums weitere Risiken gemäß ihrem Risikohandbuch eingehen und tragen kann.

Risikokonzentrationen

Im Rahmen der regelmäßigen Risikoberichterstattung analysiert die Gesellschaft das besondere Risiko, das von Risikokonzentrationen ausgeht. Solche Konzentrationen ergeben sich hauptsächlich aus einem hohen Anteil weniger Kunden am Vertragsportfolio und einem starken Engagement in bestimmten Branchen. Bei der Bewertung werden sowohl das potenzielle Marktverlustrisiko im Falle einer Insolvenz als auch das Risiko von Ausfällen für die zukünftige Entwicklung berücksichtigt. Die Gesellschaft kommt zu dem Schluss, dass die resultierenden spezifischen Risiken für sie vertretbar sind und die Risikotragfähigkeit jederzeit gewährleistet war.

Risikostrategie

Die Gesellschaft hat eine integrierte Geschäfts- und Risikostrategie entwickelt, die darauf abzielt, sowohl die geschäftlichen Ziele zu erreichen als auch die Risiken effektiv zu identifizieren und zu steuern. Durch spezifische Teilstrategien werden die Ziele der Risikosteuerung effizient umgesetzt. Die Kommunikation der Geschäfts- und Risikostrategie erfolgt intern gegenüber den Mitarbeitern und den Gesellschaftern des Unternehmens.

Internes Kontrollsystem

Angemessen der Größe unseres Unternehmens obliegt die Überwachung der Aufbau- und Ablauforganisation turnusmäßig sowie fallabhängig direkt der Geschäftsleitung. Unsere Risikosteuerungs- und Controlling-Prozesse sind auf die Unternehmensgröße zugeschnitten, aber dennoch voll funktionsfähig. Wir haben definierte Szenarien für Stresstests entwickelt, die auch außergewöhnliche, aber realistische Ereignisse simulieren. Diese Stresstests werden bei der Bewertung unserer Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Die Geschäftsleitung ist direkt für die Durchführung und Dokumentation der Stresstests verantwortlich, was der aktuellen Größe unseres Unternehmens geschuldet ist. Unsere organisatorischen Strukturen sind jedoch flexibel genug gestaltet, um diese Aufgabe später von einer spezialisierten Risikomanagement-Abteilung übernehmen zu lassen. In einem solchen Fall würde diese Abteilung direkt an die Geschäftsleitung berichten. KML hat kein spezifisches Aufsichtsorgan ernannt; stattdessen erfolgt die Risikoberichterstattung während der regulären Gesellschafterversammlungen.

Interne Revision und Compliance

Die Geschäftsleitung übernimmt die interne Revision und die Überwachung der Compliance im Einklang mit der Unternehmensgröße und dem Geschäftsmodell. Kontinuierliche Fortbildungen der Geschäftsführung im Bereich Compliance gewährleisten die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.

Im Rahmen der internen Revision setzt die Geschäftsleitung auf Tools zur Datenanalyse und führt fallbezogene Prozess- und Aktenprüfungen durch. Zusätzlich werden gezielte Stichprobenkontrollen zu spezifischen Themen durchgeführt. Bei festgestellten Abweichungen erfolgt eine schriftliche Dokumentation der Kontrollergebnisse. Zudem wird die Geschäftsführung durch einen speziell bestellten Business Intelligence Manager bei der Kontrolle von Kalkulationsrisiken unterstützt.

Organisationsrichtlinien

Die geschäftlichen Prozesse und Aktivitäten folgen entweder schriftlich festgelegten Organisationsrichtlinien oder den Geschäftsregeln, die im IT-System hinterlegt sind. Es existieren detaillierte Prozessbeschreibungen für wesentliche Bearbeitungsschritte, die allen Mitarbeitern elektronisch zugänglich sind. Diese Festlegungen sind objektiv überprüfbar und ermöglichen es der Revision, ihre Prüfung durchzuführen.

Die Aufbauorganisation ist grafisch dokumentiert, und die Aufgaben der Mitarbeiter sind in ihren jeweiligen Stellenbeschreibungen festgehalten. Die Regelungen für Risikosteuerungs- und Controlling-Prozesse sowie Compliance sind in einem internen Dokument zum Risikomanagement des Unternehmens zusammengefasst.

Dokumentation

Die Geschäftsunterlagen, die Dokumentation von Kontrollmaßnahmen und alle Unterlagen, die im Rahmen des Risikomanagements erstellt werden, werden gemäß den gesetzlichen Vorschriften für die vorgeschriebene Dauer aufbewahrt. Es sind ausreichende Archivkapazitäten vorhanden, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Personal- und Anreizsysteme

Die Regelungen für das Vergütungssystem fördern keine Verhaltensweisen, die zu erhöhten Risiken führen könnten. Sie entsprechen den aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme für Unternehmen und sind im Einklang mit der Geschäfts- und Risikostrategie der KML. Aufgrund der Unternehmensgröße und der überschaubaren Risiken wird kein spezieller Vergütungsausschuss eingerichtet. Die Vergütung der Geschäftsführung wird entsprechend der Entwicklung des Unternehmens festgelegt.

Technisch-organisatorische Ausstattung

Die Gesellschaft verfügt über sämtliche erforderlichen technischen Vorrichtungen, um den aktuellen Risiken, insbesondere im Bereich der Cyberkriminalität, wirksam entgegenzutreten. Dabei wird die Integrität, Authentizität und Vertraulichkeit der Daten gewährleistet. Es wurden Verfahren zur differenzierten Vergabe von Zugriffsrechten eingeführt, um sicherzustellen, dass Mitarbeiter nur über die erforderlichen Berechtigungen für ihre jeweiligen Aufgaben verfügen.

Durch die Position eines IT-Leiters sind ausreichende personelle Ressourcen vorhanden, um eine kontinuierliche Überwachung und Anpassung der Systeme sicherzustellen. Änderungen am IT-System werden vor der Implementierung im produktiven Umfeld gründlich in einer separaten Testumgebung getestet. Die Entwicklung und Modifikation von Programmen erfolgen gemäß den Vorgaben der Gesellschaft. Vor der Einführung eines neuen Moduls oder einer Änderung finden Tests in speziellen Testumgebungen unter Beteiligung der fachlich zuständigen Mitarbeiter statt. Die endgültige Freigabe erfolgt durch die Geschäftsführung.

Notfallkonzept

Die Gesellschaft hat ein Notfallkonzept implementiert, das eine zeitnahe Wiederaufnahme der Geschäftsaktivitäten innerhalb eines für die weitere Entwicklung des Unternehmens unbedenklichen Zeitrahmens ermöglicht. Ein Teil des Risikodeckungspotenzials ist speziell für die Bewältigung von Notfällen reserviert. Zur Überprüfung der Wirksamkeit wird das Notfallkonzept regelmäßig durch Notfallübungen getestet. Der letzte Test fand am 20.12.2023 statt und war erfolgreich, wodurch die Konzeption bestätigt wurde.

Aktivitäten in neuen Märkten und neue Produkte

Die Gesellschaft hat sich bisher auf das Kfz-Leasing, das Dienstradprogramm und Leasing im Bereich der Elektromobilität konzentriert, insbesondere im Zusammenhang mit der Ladeinfrastruktur. Diese Tätigkeiten werden schrittweise in neue Dienstleistungen und Prozesse überführt. Vor der Einführung neuer Leasingprodukte hat die Gesellschaft sorgfältig die Marktbedingungen analysiert und den Risikogehalt der potenziellen neuen Aktivitäten bewertet. Dieser Ansatz wird auch bei der Einführung weiterer neuer Leasingobjektklassen angewendet.

Vor dem Eintritt in den Markt wird ein Konzept entwickelt, das die Chancen und Risiken des neuen Geschäftsfeldes gegeneinander abwägt. Bevor die Gesellschaft sich generell für eine neue Geschäftstätigkeit entscheidet, werden ihre Konzepte in Testmärkten ausführlich getestet, und die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Konzeption ein. Neue Produkte werden nur nach einer gründlichen Analyse der Chancen und Risiken eingeführt, und es wird sichergestellt, dass die verantwortlichen Mitarbeiter ein tiefes Verständnis für die neuen Produkte oder Märkte haben und die Chancen und Risiken korrekt einschätzen können.

Outsourcing

Die Gesellschaft betrachtet die bestehende Auslagerung im IT-Bereich als nicht wesentlich. Hauptsächlich betrifft die Auslagerung den Betrieb des Windows-Serversystems, der Buchhaltungssoftware, der Internetportale und der E-Mail-Dienste. Die Hardware und die primären Datenspeicher befinden sich im Besitz der Gesellschaft, sind in ihren Betriebsräumen installiert und stehen unter ihrer Kontrolle. Weitere Einzelheiten sowie die Bewertung der Wesentlichkeit sind im Risikohandbuch festgehalten. Die Personalabrechnung wurde an ein Steuerberatungsbüro ausgelagert, was ebenfalls als nicht wesentlich erachtet wird. Die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsorganisation ist jederzeit gewährleistet, und die Details der Teilauslagerung sind in den Dienstleistungsverträgen definiert.

Des Weiteren hat die Gesellschaft den Bereich Datenschutz an einen spezialisierten Anbieter aus Karlsruhe ausgelagert. Auch diese Auslagerung wird nicht als wesentlich betrachtet, obwohl die Funktion theoretisch von eigenen Mitarbeitern wahrgenommen werden könnte. Die Geschäftsführung bevorzugt jedoch, diesen Bereich von externen Experten überwachen zu lassen.

Aufbau- und Ablauforganisation

Die Abteilungen Markt und Marktfolge sind funktional und in ihren Aufgaben voneinander getrennt. Die Verantwortlichkeiten für das Risikomanagement und die Kontrolle liegen beim Geschäftsführer Marktfolge.

Kreditentscheidungen, Funktionstrennung und Votierung

Kreditentscheidungen werden vom Vertriebsbereich (Markt) beantragt und mit einem Votum versehen. Der Kreditausschuss setzt sich aus drei Vertretern aus dem Bereich Marktfolge und einem Vertreter aus dem Bereich Markt zusammen. Über die Kreditanträge wird im Kreditausschuss entschieden, wobei mindestens zwei positive Voten erforderlich sind. Es liegt eine detaillierte Prozessbeschreibung vor, die Entscheidungsrechte und Limits definiert und die Geschäfts- und Risikostrategie einbezieht. Die Kompetenzzuordnung ist klar geregelt. Für den Fall abweichender Voten sind Entscheidungsregeln festgelegt, die angemessen für die Größe und Struktur des Unternehmens sind. Bei Stimmengleichheit hat der Vorsitzende das letzte Wort.

Prozesse im Kreditgeschäft

Die Darstellung des Begriffs "Kredit" bezieht sich hier auf den Abschluss eines Leasingvertrags. Dies umfasst die Übergabe des Leasingfahrzeugs an den Nutzer, die Einziehung fälliger Mietraten, die Bearbeitung von Leistungsstörungen und die Vermarktung der Fahrzeuge. Für diese Prozesse sind entsprechende Verwaltungs- und Kontrollmechanismen etabliert. Risikovorsorge wird durch Einzelwertberichtigungen, die Ausbuchung von Forderungen und pauschale Wertberichtigungen gewährleistet.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft konzentriert sich ausschließlich auf den deutschen Markt, weshalb keine Geschäftsbeziehungen zu den Ländern Russland, Ukraine und Belarus bestehen.

Die Bearbeitungsgrundsätze für Leasingverträge sind ausführlich und differenziert dargestellt. Besondere Aspekte des Adressenrisikos werden herausgearbeitet und bewertet, während auch spezifische Konzentrationsrisiken angemessen berücksichtigt werden. Externe Bewertungen werden herangezogen, jedoch eigenständig überprüft und auf Basis eigener Einschätzungen und Erkenntnisse entschieden. Ein angemessenes Risikoklassifizierungsverfahren entsprechend dem Geschäftsmodell ist eingerichtet, und die Risiken eines Vertrags werden durch eine risikoorientierte Margengestaltung berücksichtigt. Eingerichtete Limits werden regelmäßig überwacht, wobei bei bedeutenden Überziehungen über mehr als vier Wochen der Kreditausschuss das weitere Vorgehen bestimmt.

Die Beantragung von Kreditlinien erfolgt in einem standardisierten Verfahren. Vertragsabschlüsse basieren auf rechtlich geprüften Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) bzw. Allgemeinen Leasingbedingungen (ALB). Abweichungen von den geprüften AGB werden wirtschaftlich und rechtlich geprüft, und Änderungen bedürfen der Genehmigung durch den Kreditausschuss.

Die Vorschriften der MaRisk für den Kreditgewährungsprozess (BTO 1.2.1) und die Kreditweiterbearbeitung (BTO 1.2.2) werden entsprechend dem Leasinggeschäft umgesetzt.

Die Einhaltung der Organisationsrichtlinien wird prozessabhängig überwacht, wobei Abweichungen erkannt werden. Kreditentscheidungen sind in das IT-System integriert, sodass kein Vertrag ohne einen ausreichend genehmigten Kreditrahmen zustande kommen kann. Aufgrund der geringen Anzahl von Kundenengagements mit Zahlungsstörungen und der Unternehmensgröße sind spezielle Regelungen für die Bearbeitung solcher Fälle nicht erforderlich. Leistungsstörungen werden durch qualifizierte Mitarbeiter gemäß den festgelegten Prinzipien bearbeitet und kontinuierlich der Geschäftsleitung kommuniziert. Spezielle Abwicklungs- und Betreuungsbereiche sind derzeit nicht vonnöten.

Risikovorsorge:

Die Gesellschaft trifft Risikovorsorge durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen sowie durch Berichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert von Leasingfahrzeugen am Vertragsende, falls Restwertrisiken erkennbar sind.

Risikofrüherkennung:

Leistungsstörungen und andere Frühindikatoren, die eine Erhöhung des ursprünglich angenommenen Risikos signalisieren, werden von der Gesellschaft erfasst und in Entscheidungsprozessen berücksichtigt. Es sind Verfahren festgelegt, um bei Vorliegen risikokritischer Frühindikatoren angemessen zu handeln.

Risikoklassifizierungsverfahren:

Das Risikoklassifizierungsverfahren für das Kfz- und Fahrrad-Leasinggeschäft ist einfach gestaltet und nicht von Mitarbeitern des Marktbereichs beeinflusst. Im Risikomanagement-Dokument sind Indikatoren benannt, die Einfluss auf die Risikoklassifizierung haben können, und der Kreditausschuss entscheidet über Änderungen.

Risikosteuerungs- und Controlling-Prozesse:

Die eingerichteten Prozesse dienen dazu, Adressausfallrisiken und Konzentrationsrisiken unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit zu begrenzen. Vertragsabschlüsse ohne ein festgelegtes Limit sind nicht möglich. Risikokonzentrationen werden identifiziert und anhand eines geeigneten Datenmodells beurteilt. In quartalsmäßigen Risikoberichten wird die Entwicklung des Vertragsportfolios dargestellt.

Liquiditätsrisiken:

Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Es steht ein ausreichendes freies Kontingent für die Refinanzierung des Leasingvermögens zur Verfügung, und die Organisation des Zahlungsverkehrs ermöglicht eine effiziente Liquiditätssteuerung.

Operationelle Risiken:

Durch die Betriebsgröße und begrenzte Bandbreite an operativen Prozessen kann die Geschäftsleitung operationelle Risiken überblicken und neu auftretende Risiken identifizieren. Eingetretene Schadensfälle werden analysiert und erforderliche Änderungen unverzüglich umgesetzt.

Kalkulationsrisiken:

Die Kontrolle der Kalkulationsparameter ermöglicht eine rechtzeitige Reaktion auf unvorhergesehene Entwicklungen. Eine spezialisierte Stelle ist für diese Aufgaben eingerichtet und mit einem erfahrenen Mitarbeiter besetzt.

Gesamteinschätzung der Risikolage:

Die Geschäftsführung erkennt keine zusätzlichen Risiken, die die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen könnten. Als wesentliche Risiken werden Adressausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationelle Risiken identifiziert.

Alle Risiken werden regelmäßig erfasst, bewertet und in Risikoinventuren und Risikoberichten dokumentiert. Negative Veränderungen des Risikoprofils werden durch angemessene Anpassungs- und Veränderungsprozesse adressiert, obwohl die Geschäftsführung bisher ein konstantes Risikoprofil festgestellt hat, das durch ein mehr als ausreichendes Risikodeckungspotenzial abgesichert ist.

Prognosebericht

Die Auswirkungen von Krisen und kriegerischen Handlungen prägen auch im Jahr 2024 weiterhin maßgeblich die wirtschaftliche Entwicklung. Die Geschäftsführung erwartet eine anhaltende wirtschaftliche Stagnation für dieses Jahr. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen, eine weiterhin erhöhte Inflationsrate sowie ein volatiles Zinsumfeld und die unsichere wirtschaftliche Zukunft in verschiedenen Bereichen führen zu einer hohen Unsicherheit und einem gedämpften Geschäfts- und Investitionsklima. 26 Aus geldmarktpolitischer Sicht wird eine gewisse Stabilisierung erwartet, jedoch bleibt unklar, ob und wann es möglicherweise zu Zinssenkungen kommen könnte. Die Auswirkungen auf die Margenentwicklung, insbesondere im Fahrzeugleasing, sind noch nicht absehbar. Die geopolitische Instabilität im Nahen Osten und die fortbestehende Unsicherheit auf wichtigen Transportrouten lassen darauf schließen, dass die Volatilität der Lieferketten bestehen bleibt.

26 Ifo Institut, ifo Geschäftsklima Deutschland, [01/2024]: https://www.ifo.de/fakten/2024-01-25/ifo-geschaeftsklimaindexgefallen-januar-2024

Dank unserer bonitätsstarken Kundenstruktur gehen wir weiterhin von einer geringen Ausfallquote aus. Selbst während der Corona-Pandemie und der Energiekrise in den vergangenen Jahren hat die Gesellschaft keine signifikanten Ausfälle verzeichnet. Die Branchenstruktur unserer Kunden lässt daher einen positiven Ausblick zu. Durch gezielte Vertriebsaktionen, die Stärkung unseres Vertriebspersonals und den weiterhin positiven Ausblick auf den Fahrzeug- und Dienstradleasingmarkt erwarten wir ein deutliches Wachstum im Jahr 2024. Das Potenzial für Elektroautos und Dienstradleasing in Deutschland bleibt weiterhin hoch. Allein im Dienstradleasing haben 60 % aller Beschäftigten in Deutschland ihre Bereitschaft signalisiert, an einem Dienstradleasingprogramm teilzunehmen. Allerdings hatten bisher nur 21 % der Arbeitnehmer die Möglichkeit, ein Dienstrad zu beziehen, und davon wiederum hatten nur 35 % ein Dienstrad geleast. 27

Die Fahrzeugrestwerte für jüngere Gebrauchtwagen werden voraussichtlich aufgrund der anhaltenden Knappheit auf dem Fahrzeugmarkt stabil bleiben. Jedoch erwarten wir keine wesentlichen Veränderungen in den Alters- und Fahrzeugklassen, die für unser Unternehmen relevant sind. Wir sehen weiterhin keine signifikanten Risiken bei der Vermarktung der Leasingrückläufer und betrachten dies als Ertragsmöglichkeit. Zudem sind die Restwerte der gebrauchten Leasingfahrzeuge durch Rückkaufvereinbarungen abgesichert. Wir gehen davon aus, dass das Ergebnis der Gebrauchtwagenvermarktung auch im Jahr 2024 positiv sein wird, obwohl insbesondere gebrauchte Elektroautos einem stärkeren preislichen Druck ausgesetzt sind. Wir erwarten, dass die Objektfinanzierung durch Leasingverträge bei Unternehmen, insbesondere bei mittelständischen Firmen, weiterhin attraktiv sein wird.

Im Jahr 2024 strebt die Gesellschaft an, ihre Marktstellung kontinuierlich zu verbessern und ihren Kundenstamm zu stabilisieren. Dazu wird das Marketing verstärkt auf die neu gewonnenen Kunden ausgerichtet und moderne Medien verstärkt eingesetzt, um eine höhere Kundendurchdringung zu erreichen. Die starke Kompetenz für Elektrofahrzeuge soll genutzt werden, um den Bestand an Leasingverträgen für Elektrofahrzeuge verschiedener Marken weiter auszubauen. Der gesellschaftliche Wandel hin zur Dekarbonisierung der Mobilität unterstützt dieses Ziel. Daher wird im Pkw-Verkauf der Anteil von Fahrzeugen mit Zero-Emission Antrieb voraussichtlich zunehmen. Der Auslauf der Umweltbonus-Förderung hatte nur kurzfristig negative Auswirkungen auf die Nachfrage. Anschließend normalisierten sich die Absatzzahlen schnell wieder. Die steuerliche Förderung durch den geldwerten Vorteil scheint wichtiger zu sein als der Umweltbonus. Es wird erwartet, dass das geplante Wachstumschancengesetz und die darin enthaltene Erhöhung der Bruttolistenpreise für eine vergünstigte Besteuerung des geldwerten Vorteils die Nachfrage nach Leasinglösungen in diesem Marktsegment weiter erhöhen werden. Die Förderprogramme, auf die KML zugreifen kann, konzentrieren sich hauptsächlich auf Gesundheits- und Sozialunternehmen, Apotheken und Ärzte aber auch auf ausschließlich gewerblich genutzte Fahrzeuge. Im Rahmen der Programme "Sozial & Mobil" und "Elektromobilität vor Ort" stehen uns Fördermittel zur Fahrzeugeinführung zu Verfügung. Hier besteht die Möglichkeit, weitere Nutzergruppen zu erschließen und Marktanteile zu gewinnen. Insbesondere intensivieren wir auch unsere Cross-Selling-Vertriebsaktivitäten in diesem Marktsegment.

Für Neuabschlüsse streben wir über das gesamte Portfolio einen Anstieg des Leasingvolumens um mindestens 10 % in den Anschaffungswerten im Vergleich zum Jahr 2023 an. Im Dienstradleasing erwarten wir im laufenden Jahr eine besonders hohe Dynamik. Mit unserer zentralen Leasingplattform prognostizieren wir neue Vertragsabschlüsse mit einem Zuwachs des Leasingvolumens von mindestens 20 % gegenüber dem Vorjahr. Die Gesellschaft verfügt über konsequent an den Kundenbedürfnissen ausgerichtete Serviceprodukte, die von qualifizierten, erfahrenen und engagierten Mitarbeitern in allen Bereichen den Kunden näher gebracht werden.

Wir sind fest davon überzeugt, dass unsere Leasingprodukte, kombiniert mit unserer Stärke in Prozessen und Service, einen wichtigen Beitrag zur Energie- und Mobilitätswende leisten.

 

Karlsruhe, den 27.05.2024

Dr. Christian Glaser

Max Nastold

27 Deloitte, [09/2022]: Bike-Leasing Studie

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