Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 104008
Vorher
"JOHANNA" Dreiunddreißigste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
29.1.2008
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Der Gegenstand lautet richtig: Entwicklung, Produktion und der weltweite Vertrieb von in vitro-Diagnostika, insbesondere auf dem Gebiet der Immunchemie und Immunbiologie

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sophie von Schack
seit 16.10.2024
Prokura
Dagmar Dr. Kasper
seit 7.9.2021
Geschäftsführer
Tania Micki
seit 29.10.2020
Geschäftsführer
Achim Wolff
seit 21.5.2015
Prokura
Dirk Böttcher
seit 21.5.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Tecan Group AG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Tecan Landesholding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IBL International GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die IBL International GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IBL International GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IBL International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 30. September 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Horn, Wirtschaftsprüfer

Schnitger, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,01 0,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,78 245.059,28
1,79 245.059,29
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 302.330,50 335.858,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.841.158,70 1.226.227,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 183.290,31 213.195,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 514.290,00
2.326.779,51 2.289.571,67
2.326.781,30 2.534.630,96
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.511.318,22 2.900.081,14
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 12.990,51 22.779,05
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.991.532,88 2.226.194,50
4.515.841,61 5.149.054,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.558.695,60 1.116.118,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.521.949,49 2.286.982,71
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.474,95 1.066,27
4.082.120,04 3.404.167,41
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 522.763,85 1.266.773,24
9.120.725,50 9.819.995,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.472,74 44.552,03
11.469.979,54 12.399.178,33

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 4.283.595,91 4.283.595,91
4.308.595,91 4.308.595,91
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.042.409,27 862.472,25
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 61.157,25 35.989,58
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 696.545,82 821.637,35
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.185.878,68 6.198.315,24
4. Sonstige Verbindlichkeiten 175.392,61 172.168,00
6.118.974,36 7.228.110,17
11.469.979,54 12.399.178,33

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 20.303.825,36 20.364.383,49
2. Sonstige betriebliche Erträge 33.182,51 48.262,85
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 33.182,51 (Vj. EUR 48.262,85)
20.337.007,87 20.412.646,34
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.186.625,67 6.861.611,41
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 121.032,40 113.134,67
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.480.742,85 5.901.356,09
b) Soziale Abgaben 1.171.747,57 1.080.302,88
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 730.579,31 904.464,24
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.438.830,21 3.380.429,66
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 34.190,04 (Vj. EUR 48.069,55)
19.129.558,01 18.241.298,95
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 72.917,17 6.535,26
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 82.222,75 84.968,11
davon an verbundene Unternehmen EUR 79.697,75 (Vj. EUR 79.697,75)
-9.305,58 -78.432,85
9. Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor Ergebnisabführung 1.198.144,28 2.092.914,54
10. Sonstige Steuern -1.800,00 -2.049,00
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -1.196.344,28 -2.090.865,54
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Erläuterungen des Jahresabschlusses

I. Vorbemerkung

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß dem in § 266 HGB vorgeschriebenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gesellschaft macht teilweise von den Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Gesellschaften des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Das Stammkapital in Höhe von Euro 25.000,00 ist in voller Höhe eingezahlt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

Der Geschäftszweck gemäß Gesellschaftsvertrag vom 31. Juli 2008 lautet "Entwicklung, Produktion und der weltweite Vertrieb von In-Vitro-Diagnostika, insbesondere auf dem Gebiet der Immunchemie und Immunbiologie".

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma IBL International GmbH mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 104008 eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Im Berichtsjahr wurden, wie im Vorjahr keine selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Auf Zugänge im Geschäftsjahr wird die Jahresabschreibung zeitanteilig vorgenommen. Hinsichtlich der weiteren planmäßigen Abschreibungen wird wie folgt verfahren:

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der steuerlich kürzesten zulässigen Nutzungsdauer (zwei bis 14 Jahre) linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs aus Vereinfachungsgründen analog der steuerlichen Regelung auch in der Handelsbilanz voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, welche die Materialkosten sowie die Fertigungskosten einschließlich angemessener Gemeinkosten umfassen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht mit einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennbeträgen bzw. den in Euro umgerechneten Fremdwährungsbeträgen angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos wurde von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Konzerngesellschaften) eine pauschal Wertberichtigung gemäß der Altersstruktur gebildet, in Höhe von 0,2 % auf den nicht überfälligen Forderungsbestand, sowie 0,6 % auf überfällige Forderungen von 1 Tag oder mehr, 1,8 % auf Forderungen mit mehr als 30 Tagen Überfälligkeit, 5,4 % auf Forderungen mit mehr als 60 Tagen Überfälligkeit, 25,0 % auf Forderungen mit mehr als 90 Tagen Überfälligkeit und 100 % auf Forderungen mit mehr als 180 Tagen Überfälligkeit.

Die liquiden Mittel betreffen das Bargeld in der Kasse, Guthaben auf Euro- Girokonten sowie zum Devisenkassamittelkurs am 31. Dezember 2023 in Euro umgerechnete Guthaben auf einem US-Dollar-Girokonto und sind mit den Nennbeträgen angesetzt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen nicht.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die in Vorjahren als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktivierten Produktneuentwicklungen, die mit Herstellungskosten bewertet wurden, wurden über fünf Jahre pro rata temporis vollständig abgeschrieben.

Der Geschäfts- und Firmenwert wurde im Zuge eines Asset-Deals zum 1. Oktober 2008 von der inzwischen liquidierten IBL Gesellschaft für Immunchemie und Immunbiologie mbH erworben. Er wurde ermittelt aus dem Kaufpreis vermindert um Sachanlage- und Vorratsvermögen und spiegelte das sehr spezielle Produktions-Know-How, weltweit sehr gute und langfristig ausgelegte Kundenbeziehungen sowie den in der Diagnostik- Branche anerkannten Namen des IBL-Geschäftes wider. Die Abschreibung erfolge über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände gegen Gesellschafter bestehen nicht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.522 (Vj. TEUR 2.287) betreffen in Höhe von TEUR 852 (Vj. TEUR 967) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus dem umsatzsteuerlichen Organkreis. In Höhe von TEUR 1.670 (Vj. TEUR 1.320) bestehen Forderungen aus dem Cash-Pooling.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung beinhaltet im Wesentlichen erfolgte Vorauszahlungen für Wartungen und Reisen für das Geschäftsjahr 2024.

Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich aus dem voll eingezahlten Stammkapital in Höhe von EUR 25.000,00 sowie einem Gewinnvortrag nach Ergebnisabführung in Höhe von EUR 4.283.595,91 (Vj. EUR 4.283.595,91) zusammen.

Sonstige Rückstellungen

Unter dieser Position werden insbesondere Rückstellungen für Prämien und Jubiläumszuwendungen für Mitarbeiter in Höhe von TEUR 411 (Vj. TEUR 465), für Resturlaubstage und Überstunden in Höhe von TEUR 332 (Vj. TEUR 246), Mietnebenkostennachzahlungen von TEUR 80, noch nicht berechnete Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 43 (Vj. TEUR 27) und Jahresabschlusskosten in Höhe von TEUR 32 (Vj. TEUR 25) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 3.960 (Vj. TEUR 3.960) ein in 2014 aufgenommenes Darlehen der Konzerngesellschaft Tecan Trading AG, Männedorf, Schweiz, mit TEUR 1.196 (Vj. TEUR 2.091) den an die Tecan Landesholding GmbH, Crailsheim, abzuführenden Gewinn sowie mit TEUR 27 (Vj. TEUR 147) sonstige laufende Verbindlichkeiten gegenüber der Tecan Trading AG, der Tecan Deutschland GmbH, Crailsheim, und der Tecan Landesholding GmbH.

Der Verbindlichkeitenspiegel stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2023 Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr über 1 Jahr gesichert mit gesamt
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 61 0 0 61
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 697 0 0 697
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.186 0 0 5.186
4. Sonstige Verbindlichkeiten 175 0 0 175
Gesamt: 6.119 0 0 6.119
in TEUR 31.12.2022 Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr über 1 Jahr gesamt
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 36 0 36
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 822 0 822
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.238 3.960 6.198
4. Sonstige Verbindlichkeiten 172 0 172
Gesamt: 3.268 3.960 7.228

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR % TEUR %
Diagnostika und Reagenzien 20.012 98,6 20.030 98,4
Berechnete Frachten 291 1,4 290 1,4
Diagnostische Serviceleistungen 0 0,0 44 0,2
20.304 100,0 20.364 100,0

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 33 (Vj. TEUR 48) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Transportkosten, Mietaufwendungen für den Standort, Forschungs- und Entwicklungskosten, Kosten für Instandhaltung und Wartung sowie Reise- und Marketingkosten zusammen.

Zinsaufwand

Der Zinsaufwand in Höhe von TEUR 82 (Vj. TEUR 85) fiel im Wesentlichen für ein Darlehen der Konzerngesellschaft Tecan Trading AG an.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft hat mit der alleinigen Gesellschafterin Tecan Landesholding GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Seit dem 1. Januar 2015 besteht eine steuerliche Organschaft mit der Gesellschafterin, so dass im Geschäftsjahr keine Gewerbe- und Körperschaftssteuer sowie Solidaritätszuschlag ausgewiesen werden.

V. Ergänzende Angaben

Gewinnverwendungsvorschlag

Mit der Gesellschafterin Tecan Landesholding GmbH wurde am 25. August 2015 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, mit Wirkung ab dem 1. Januar 2015. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beträgt im Geschäftsjahr TEUR 1.196 (Vj. TEUR 2.091). Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinnvortrag aus den Vorjahren in Höhe von EUR 4.283.595,91 (Vj. EUR 4.283.595,91) auf neue Rechnung vorzutragen.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige Finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Miet- und Leasingverträge mit einer längsten Laufzeit bis Ende August 2027 und einem Gesamtvolumen von TEUR 1.863.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Ausschüttungssperre

Eine Gewinnausschüttungssperre ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen nicht.

Geschäftsführerinnen

Geschäftsführerinnen im Geschäftsjahr waren Frau Dr. Dagmar Kasper, Managing Director, sowie Frau Tania Micki, Wallisellen, Schweiz, Chief Financial Officer der Tecan Group. Von der Angabe der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres durchschnittlich 108 Angestellte (davon 6 leitende Angestellte).

Gesellschafter

Alleinige Gesellschafterin im Berichtsjahr ist die Tecan Landesholding GmbH.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Der Abschlussprüfer erhält ein Honorar von TEUR 41 für Abschlussprüfungsleistungen im Geschäftsjahr.

Konzernbeziehungen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss (größter und kleinster Kreis) der obersten Muttergesellschaft, der Tecan Group Ltd., Männedorf, Schweiz, einbezogen. Die Tecan Group Ltd. ist börsennotiert an der Schweizer Börse (SIX Swiss Exchange: TECN). Der Geschäftsbericht und der Konzernabschluss der Tecan Group Ltd. sind auf der Homepage der Tecan Group Ltd. abrufbar.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Hamburg, 15. März 2024

IBL International GmbH

Dr. Dagmar Kasper

Tania Micki

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 774.880,45 0,00 0,00 0,00 774.880,45
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 511.913,17 0,00 0,00 0,00 511.913,17
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.901.150,08 0,00 0,00 0,00 4.901.150,08
6.187.943,70 0,00 0,00 0,00 6.187.943,70
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 585.278,37 0,00 0,00 0,00 585.278,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.244.279,21 477.495,56 5.605,50 514.290,00 5.230.459,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 822.807,14 46.471,33 18.777,37 0,00 850.501,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 514.290,00 0,00 0,00 -514.290,00 0,00
6.166.654,72 523.966,89 24.382,87 0,00 6.666.238,74
12.354.598,42 523.966,89 24.382,87 0,00 12.854.182,44
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 774.880,45 0,00 0,00 774.880,45
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 511.913,16 0,00 0,00 511.913,16
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.656.090,80 245.057,50 0,00 4.901.148,30
5.942.884,41 245.057,50 0,00 6.187.941,91
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 249.419,99 33.527,88 0,00 282.947,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.018.051,78 376.854,29 5.605,50 3.389.300,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 609.611,28 75.139,64 17.540,13 667.210,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.877.083,05 485.521,81 23.145,63 4.339.459,23
9.819.967,46 730.579,31 23.145,63 10.527.401,14
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,01 0,01
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1,78 245.059,28
1,79 245.059,29
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 302.330,50 335.858,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.841.158,70 1.226.227,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 183.290,31 213.195,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 514.290,00
2.326.779,51 2.289.571,67
2.326.781,30 2.534.630,96

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die IBL International GmbH hat ihren Sitz in 22335 Hamburg, Flughafenstraße 52a, und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Hamburg unter der Nummer HRB 104008 eingetragen.

Der Geschäftszweck der IBL International GmbH ist "Entwicklung, Produktion und der weltweite Vertrieb von In-vitro-Diagnostika, insbesondere auf dem Gebiet der Immunchemie und Immunbiologie". Alleinige Gesellschafterin ist die Tecan Landesholding GmbH, Crailsheim, Deutschland. Die Tecan Trading AG, Männedorf, Schweiz, hat zum 1. August 2014 alle Anteile an der vormaligen Gesellschafterin IBL International Holding B.V., Deventer, Niederlande, erworben. Zum 19. November 2014 hat die Tecan Landesholding GmbH sämtliche Anteile der IBL International GmbH von der IBL International Holding B.V. übernommen.

In-vitro-Diagnostika sind Medizinprodukte. Die Gesellschaft bewegt sich daher in einem ausgeprägten regulatorischen Umfeld, in Europa z.B. durch die IVD-Verordnung der Europäischen Union und das Medizinproduktegesetz (MPG). Auch außerhalb Europas ist das Inverkehrbringen von Diagnostika durch die jeweiligen Behörden (z. B. der Food and Drug Administration (FDA) für die USA) geregelt. Die IBL International GmbH bzw. die lokalen Vertriebspartner besitzen die erforderlichen Zulassungen und Genehmigungen und aktualisieren diese sobald erforderlich.

1.2. Steuerungssystem

Die Steuerung der Gesellschaft sowie das Management des wirtschaftlichen Risikos erfolgt mittels der Planung und monatlichen Soll-/Ist-Vergleichen. Dieses beinhaltet neben Umsatz- und Kosten-Kennzahlen weitere interne, auch nichtfinanzielle Prozess- und Qualitätskennzahlen im Rahmen einer Balanced Scorecard. Dabei werden u. a. monatlich die Anzahl der Reklamationen im Vergleich zum Vorjahr sowie der Anteil, der selbst entwickelten Produkte am Umsatz betrachtet.

1.3. Produktentwicklung

Ein nennenswerter Anteil der Aufwendungen entfällt auf den Bereich "Produktentwicklung". Für die IBL International GmbH sind die Weiterentwicklung und Komplettierung bestehender Produktlinien, die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte sowie die Erfüllung der aktuellen und kommenden regulatorischen Anforderungen wichtige Bausteine für das künftige Wachstum des Unternehmens. Im Berichtsjahr wurden, wie im Vorjahr, gemäß der konzerneinheitlichen Bilanzierungsrichtlinien keine selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Für den globalen In-Vitro-Diagnostik-Markt geht "MarketsandMarkets" von einer jährlichen Wachstumsrate von 3,3 % und einem Marktvolumen von USD 138,4 Milliarden im Jahr 2027 aus. Für den weltweiten Immunoassay-Markt schätzt "MarketsandMarkets" das Marktvolumen für 2023 auf USD 35,0 Milliarden und geht von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 5,9 % sowie einem Marktvolumen in Höhe von USD 46,7 Milliarden im Jahr 2028 aus. Die Lage des Diagnostik-Markts in Deutschland, einem wichtigen Markt für die IBL International GmbH, war im Berichtsjahr sehr differenziert. Der deutsche Diagnostik-Markt schrumpfte 2023 erneut, gemäß der vorläufigen Einschätzung des Verbandes der Diagnostika-Industrie e.V. (VDGH) insgesamt auf EUR 2,3 Milliarden (Vorjahr EUR 3,5 Milliarden; -35,1%). Vor allem führten die Rückgänge im Bereich Infectious Diseases, zu dem u.a. die Coronavirus-Diagnostik zählt, mit -74,9% zu dem drastischen Rückgang. Andere Bereiche verzeichneten gemäß VDGH Einschätzung Entwicklungen von Rückgängen in Höhe von -10,0 % bis zu Wachstum von 16,5 %.

2.2. Geschäftsverlauf

Die IBL International GmbH konnte im Berichtsjahr trotz der weiter anhaltenden globalen Herausforderungen, unter anderem durch internationale Konflikte, Protektionismus sowie die nur langsam abnehmenden Inflation, einen stabilen Umsatz realisieren (-0,3 %; +3,4 % im Vorjahr). Die im Vorjahr getroffene Prognose für das Umsatzwachstum erwies sich angesichts der Auswirkungen dieser globalen Herausforderungen als zu hoch. Im Wesentlichen stand das niedrigere Exportgeschäft einem Wachstum entgegen. Im Zuge der Umsatzentwicklung konnte auch die Prognose der stabilen Ergebnisentwicklung nicht erreicht werden.

2.3. Lage

Ertragslage

Die IBL International GmbH erzielte im Geschäftsjahr einen Umsatz von EUR 20,3 Mio. (inkl. Frachterlöse; Vorjahr EUR 20,4 Mio.). Die Gesellschaft vertreibt in Deutschland über einen eigenen Außendienst. In den USA, China, Hong Kong, den Niederlanden, Belgien, Italien, UK, Frankreich und Spanien vertreibt die Gesellschaft über die jeweiligen lokalen Vertriebsgesellschaften der Tecan-Gruppe. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft weltweit über ein dichtes und etabliertes Distributoren-Netzwerk. Der Umsatz konnte in Deutschland, den USA und in den europäischen Vertriebsgesellschaften im Geschäftsjahr zum Teil deutlich gesteigert werden. Im Distributionsgeschäft sowie in China waren Umsatzrückgänge zu verzeichnen.

Die operative Ertragslage war auch im Geschäftsjahr 2023 positiv. Die IBL International GmbH hat mit einem EBITDA in Höhe von TEUR 1.936 (9,5 % bezogen auf den Umsatz; Vorjahr TEUR 3.088) und einem EBIT von TEUR 1.207 (5,9 % bezogen auf den Umsatz; Vorjahr TEUR 2.184) ein positives operatives Ergebnis erzielt.

Der Materialaufwand hat sich im Berichtsjahr vor allem durch höhere Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um TEUR 333 auf TEUR 7.308 erhöht (Vorjahr TEUR 6.975).

Der Personalaufwand liegt im Berichtsjahr mit TEUR 7.652 (Vorjahr TEUR 6.982) um 9,6 % über dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.439 (Vorjahr TEUR 3.380) entfallen im Wesentlichen auf Transportkosten, Mietaufwendungen für den Standort, Reparaturkosten sowie Forschungs- und Entwicklungskosten. Die Kosten im Bereich Forschung und Entwicklung in Höhe von insgesamt TEUR 2.192 (Vorjahr TEUR 2.220) fallen für die Entwicklung neuer LC-MS und ELISA- Produkte, die Weiterentwicklung und Dokumentation für die seit Mai 2022 gültigen IVDR- Regularien für bestehende Produkte sowie die Adaption der Produkte auf ELISA-Automatensystemen an. Der Aufwand liegt gegenüber dem Vorjahr auf einem vergleichbaren Niveau.

Vermögenslage

Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 1.042 (Vorjahr TEUR 862) um TEUR 180 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Wesentlichen aufgrund des niedrigeren an die Tecan Landesholding GmbH abzuführenden Jahresüberschusses des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 1.196 (abzuführender Jahresüberschuss Vorjahr TEUR 2.091) im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.012 auf TEUR 5.186 verringert (Vorjahr TEUR 6.198). Trotz einer geringen Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten auf TEUR 175 (Vorjahr TEUR 172) verringert sich die Bilanzsumme auf TEUR 11.470 (Vorjahr TEUR 12.399).

Finanzlage

Das Stammkapital der IBL International GmbH ist mit TEUR 25 voll einbezahlt. Der Gewinnvortrag beträgt nach Gewinnabführung an die Tecan Landesholding GmbH TEUR 4.284 (Vorjahr TEUR 4.284). Das buchmäßige Eigenkapital beträgt TEUR 4.309 (Vorjahr TEUR 4.309). Die Eigenkapitalquote liegt bei 37,6 % der Bilanzsumme (Vorjahr 34,7 %).

Im Zuge der Übernahme hat die Gesellschaft ein Darlehen der Konzerngesellschaft Tecan Trading AG aufgenommen. Das Darlehen wird marktüblich verzinst und hat eine Laufzeit bis August 2024. Es beträgt TEUR 3.960 per 31. Dezember 2023 (Vorjahr TEUR 3.960). Zeitgleich mit der Rückzahlung des Darlehens ist eine Erhöhung des Eigenkapitals um EUR 4 Mio. geplant.

Für Investitionen in das Anlagevermögen wurden TEUR 524 aufgewendet (Vorjahr TEUR 706). Diese sind im Wesentlichen für bei Kunden platzierte Labor-Leihgeräte sowie Geräte und Ausstattung am Standort angefallen. Der Finanzmittelfonds (liquide Mittel zzgl. Cash-Pooling-Saldo i. H. v. TEUR 1.670 innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 395 auf TEUR 2.193 (Vorjahr TEUR 2.588).

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist stabil. Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Von Lieferanten angebotene Skontierungsmöglichkeiten konnten in vollem Umfang genutzt werden. Darüber hinaus bestehen nicht in Anspruch genommene Kreditlinien gegenüber der Konzerngesellschaft Tecan Trading AG in Höhe von TEUR 1.040 (Vorjahr TEUR 1.040).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf TEUR 1.559 (Vorjahr TEUR 1.116). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich auf TEUR 697 (Vorjahr TEUR 822).

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft als insgesamt günstig.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1. Chancenbericht

Obwohl der Immunoassay-Markt generell als gereift betrachtet werden kann, wird es auch künftig gute Chancen für Nischenanbieter von "hochwertigen Produkten" geben. Die Gesellschaft ist mit dem weiteren Ausbau des Portfolios und den direkten Vertriebswegen sehr gut aufgestellt.

Darüber hinaus besteht mit der Zugehörigkeit zu der Tecan-Gruppe für die IBL International GmbH die Möglichkeit, integrierte Lösungen von Reagenzien und Labortautomation aus einer Hand anzubieten und dadurch in Deutschland sowie international stärker zu wachsen.

3.2. Risikobericht

Die Risiken werden durch die Gesellschaft regelmäßig beurteilt. Diese Risikoanalyse ist Teil des Risikomanagements des Konzerns. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

Versicherbare Elementarrisiken, z. B. Produkthaftpflicht, Sachsubstanz oder Ertragsausfall sind in wirtschaftlich vernünftigem Umfang versichert. Die direkten Risiken für die Umwelt können bei dem Geschäftsbetrieb der IBL International GmbH als gering angesehen werden.

Auf der Absatzseite können die stärkere Konzentration der Routine Diagnostik-Labore in Deutschland sowie eine stringente Budgetierung im globalen Gesundheitswesen künftig zu noch stärkerem Kosten- und Preisdruck, aber auch zu weiterer Automatisierung in den Laboren führen. Mit der neuen EU-Verordnung für In-vitro-Diagnostika müssen die Hersteller seit dem Mai 2022 mit verschiedenen Übergangsfristen neue, sehr weitreichende gesetzliche Änderungen in dem regulatorischen Rahmen für den EU-Marktzugang umsetzen. Die IBL International GmbH hat entsprechende Prozess-Audits bestanden sowie die IVDR-Zertifizierungen für ihre Produkte erhalten.

Da die IBL International GmbH als Teil der Tecan-Gruppe sowohl regulatorisch sehr gut aufgestellt ist und das eigene Produktangebot sowie das Angebot an automatisierten Lösungen weiter ausbaut, ist die Gesellschaft sehr gut gewappnet.

Darüber hinaus ist durch die weltweite und breit gefächerte Kundenstruktur sowohl im Bereich der Routinediagnostik als auch in der Forschung die Abhängigkeit von einzelnen Märkten, Produkten und Kunden gering. Dementsprechend ist auch das Forderungsausfallrisiko niedrig. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht.

Um das Währungsrisiko gering zu halten, werden Dollar-Transaktionen über Dollar-Konten abgewickelt.

Möglichen Beschaffungsrisiken begegnet die Gesellschaft mit alternativen Lieferanten sowie ausreichenden Mindestbeständen. Die Produktions- und sonstigen Prozesse sind dokumentiert und sowohl gemäß Medical Device Single Audit Programm auditiert als auch ISO zertifiziert.

Der anhaltende Ukraine-Krieg sowie weitere internationale Konflikte stellen mit ihren globalen Auswirkungen ein generelles Risiko für die Lieferketten und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung dar. Mögliche, direkte Risiken werden für das Unternehmen als nicht bestandsgefährdend angesehen.

3.3. Prognosebericht

Die IBL International GmbH hat im Geschäftsjahr einen zum Vorjahr nahezu gleichbleibenden Umsatz erzielt. Am Geschäftsjahresende bestanden Aufträge in Höhe eines Monatsumsatzes für das Folgejahr.

Ausgehend von den möglichen Zuwächsen in den einzelnen Märkten der lokalen Tecan- Landesgesellschaften sowie des direkten Außendienstes, werden durch die weitere Verzahnung der Vertriebs- und Marketingaktivitäten mit den Tecan-Landesgesellschaften, der Platzierung automatisierter Lösungen sowie neue Technologien und die IVDR-zertifizierten Produkten weitere Wachstumsmöglichkeiten erschlossen. Für 2025 ist daher ein Umsatzwachstum gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr für die IBL International GmbH geplant. Mit dem erwarteten Anstieg der Umsatzerlöse wird trotz der weiter steigenden Kosten angestrebt, sowohl das Niveau des EBIT in Höhe von TEUR 1.207 im Jahr 2023 als auch das Ergebnisniveau (vor Gewinnabführung) im Jahr 2023 in Höhe von TEUR 1.196 zu übertreffen.

Die im Lagebericht getroffenen Aussagen zur zukünftigen Entwicklung stellen Einschätzungen dar, die auf Basis, der zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse abweichen.

Da sich der genaue Umfang, der durch den anhaltenden Ukraine-Krieg sowie weiterer globaler Konflikte bedingten wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft derzeit nicht einfach quantifizieren lässt, ist der sich ergebende Effekt auf die finanziellen Leistungsindikatoren nur schwer schätzbar. Bei längerem Anhalten oder einer Ausweitung der Krisen können die prognostizierten Leistungsindikatoren gegebenenfalls im Folgejahr nicht erreicht werden.

 

Hamburg, 15. März 2024

IBL International GmbH

Dr. Dagmar Kasper

Tania Micki

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 21.10.2024 festgestellt.

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