LMTQ GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Horst Günther Quandt seit 30.12.2016 | Prokura |
Tobias Georg Quandt seit 30.12.2016 | Prokura |
Sven Quandt seit 30.5.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
X-raid GmbHTreburJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Firma X-raid GmbH hat ihren Sitz in Trebur-Astheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Darmstadt unter HRB 54802 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die §§ 242 bis 256, 264 bis 288 HGB sowie § 42 GmbHG beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen des HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Wertansätze der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens wurden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB). Die planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens wurden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Von der nach § 6 Abs. 2a EStG zulässigen Bewertungsfreiheit für geringwertige Vermögensgegenstände (Anschaffungskosten bis € 150) wurde Gebrauch gemacht. Geringwertige Anlagegüter bis € 1.000 wurden in einem Sammelposten erfasst, der im Geschäftsjahr und in den folgenden vier Jahren gleichmäßig abgeschrieben wird. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemäß § 253 Abs. 4 HGB. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert bewertet. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und berücksichtigen alle bei Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Die Umrechnung von Verbindlichkeiten in Fremdwährung erfolgte zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. IV. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die horizontale Gliederung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres wurden im Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. 2. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen untergliedern sich wie folgt:
3. Verbindlichkeiten und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern Gegenüber den Gesellschaftern bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 18.743,22 (Vorjahr: € 18.743,22). Gegenüber der Gesellschafterin und verbundenen Unternehmen (S. Qu. Vermögensberatung GmbH Beteiligungsgesellschaft) bestehen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von € 3.173.391,50 (Vorjahr: € 4.094.792,69). In Höhe von € 250.970,65 (Vorjahr: € 29.822,35) bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Ausweis erfolgte unter Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter, Herrn Sven Quandt, setzen sich zusammen aus Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von € 2.397.263,79 (Vorjahr: € 2.527.263,79) sowie aus sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 15.140,83 (Vorjahr: € 85.054,53). Der Gesellschafter Sven Quandt hat für seine Darlehen an die Gesellschaft einen Rangrücktritt erklärt. 4. Verbindlichkeiten Art, Umfang und Laufzeit der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang). 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am 31. Dezember 2021 besteht ein Mietvertrag über Geschäfts- und Werkstatträume. Der Mietvertrag ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und kann von beiden Parteien mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende des Kalenderjahres gekündigt werden. Derzeit beträgt die Miete p. a. € 119.870 (netto ohne Umsatzsteuer). Darüber hinaus besteht ein Mietvertrag über Lkw. Dieser verlängert sich automatisch jeweils um ein weiteres Jahr, wenn nicht eine der Parteien mit einer Frist von drei Monaten zum Jahresende schriftlich kündigt. Derzeit beträgt die Miete p. a. € 481.000 (netto ohne Umsatzsteuer). Zum 31. Dezember 2021 besteht ein Mietvertrag über Lager- und Werkstatträume. Der Mietvertrag ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und kann von beiden Parteien mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende des Kalenderjahres gekündigt werden. Derzeit beträgt die Miete p. a. € 199.200 (netto ohne Umsatzsteuer). 6. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen mit T€ 9.414 (Vorjahr: T€ 4.943) auf das Inland, mit T€ 1.145 (Vorjahr: T€ 1.093) auf Europa sowie mit T€ 2.721 (Vorjahr: T€ 3.776) auf Drittländer. In den Umsatzerlösen werden u. a. Erlöse aus der Untervermietung von Räumlichkeiten in Höhe von € 6.000,00 erfasst. V. Sonstige Angaben 1. Leitungsorgane Während des Geschäftsjahres 2021 wurde die Geschäftsführung von Herrn Sven Quandt, Kaufmann, wahrgenommen. Herr Quandt ist alleinvertretungsberichtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 2. Mitarbeiterzahl Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2021 26 (Vorjahr: 27) gewerbliche und 3 (Vorjahr: 3) kaufmännische Arbeitnehmer beschäftigt. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 HGB. 3. Geschäftsführerbezüge Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sowie wesentliche Vorgänge mit Einfluss auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu verzeichnen. 5. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Trebur, 31 August 2024 gez. Sven Quandt Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde in der Gesellschafterversammlung am 02. August 2024 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 (Anlagegitter)
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die X-raid GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - der X-raid GmbH, Trebur, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der X-raid GmbH, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrags in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hagen, den 31. Juli 2024 Dr. Dietmar Cramer, Wirtschaftsprüfer Stefan Werthmann, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Geschäftsentwicklung
II. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft
III. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung IV. Prognosebericht I. Geschäftsentwicklung 1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Die deutsche Wirtschaft befindet sich Post-Corona bzw. erst Post-"Lock Down" in einer beginnenden Erholungsphase. Die hohe gesamtwirtschaftliche Kapazitätsauslastung wurde durch die Pandemie ausgebremst und beginnt langsam wieder Fuß zu fassen; davon unabhängig, jedoch weiterhin verschärft, gab es immer noch eine Knappheit an Arbeitskräften und anhaltende Verzögerungen bei den Lieferketten. Die Rezession aus 2020 hat immer noch Auswirkungen auf das Jahr 2021 trotz Aufholeffekten aus dem Vorjahr. Im Vergleich zum vorangegangenen Jahr ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um +2,6 % gestiegen (Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023; Schaubild 1a). Die X-raid GmbH ist im Bereich Entwicklung, Produktion, Vermietung, Service und Verkauf von Motorsportfahrzeugen tätig. X-raid nimmt regelmäßig an Cross-Country Rallyes und Bajas teil sowie an der Rallye Dakar als größtes Event. Im Jahr 2020 gab es im ersten Halbjahr noch Rennausfälle bzw. -verschiebungen durch die Pandemie. Die Dakar 2021 wurde jedoch unter verschärften Hygienemaßnahmen im Januar in Saudi-Arabien durchgeführt, und im laufenden Jahr ist es zu keinen größeren Rennausfällen aufgrund von Covid gekommen. Die Vermarktung der Rennfahrzeuge erfolgt teilweise auf Events. Der Akquise der Sponsoren für das Top-Team erfolgt zum Teil in Eigenregie, teils durch externe Beauftragung und Vermittlung. Als eines der größten Teams in diesem Motorsportgebiet nimmt X-raid eine wichtige Rolle wahr. Das Hauptgeschäft liegt im Einsatz eines werkseitig oder durch Sponsoren finanzierten Teams, das von X-raid gemanagt wird. Darüber hinaus finanziert sich die X-raid GmbH über das Kundengeschäft, bei dem Fahrzeuge an Fahrer vermietet werden, die sich zum Großteil über Sponsoren finanzieren oder diese mitbringen bzw. Sponsoren über den Einsatz von Fahrern entscheiden. Im Jahr 2021 wurde ein langfristiger Vertrag über eine enge Kooperation mit dem Schwesterunternehmen, der Q Motorsport GmbH, geschlossen. Der Kern des Vertrages betrifft den Einsatz eines Werksteams bzw. werksunterstützten Teams auf einem Fahrzeug, entwickelt mit einem im Cross-Country Sport neuen Hersteller und vor allem mit einer neuen Antriebstechnologie, die in diesem Motorsport absolut neuartig und zukunftsweisend ist. Zur Konkurrenz: Der Hersteller Toyota etabliert sich weiterhin als größter Mitwettbewerber, der aufgrund seiner ausgelagerten Produktion in Südafrika (Hallspeed/ Gazzo Racing) signifikante Kostenvorteile erwirtschaftet und seine Kunden auch über die unabhängige Firma Overdrive in Belgien bedient. Dieser Umstand forciert - wie in den letzten Jahren auch - weiterhin unsere Anstrengungen im Bereich der Preis- und Kostenkalkulation, um einer potenziellen Kundenabwanderung frühzeitig entgegentreten zu können. Uns kommt dabei der Umstand zugute, dass unsere entwickelten Fahrzeuge seit Jahren eine überdurchschnittliche Robustheit innehaben, was das Ergebnis von zahlreichen Testeinsätzen ist. Diese wiederum bleibt kostenintensiv. Weitere Wettbewerber wie das aus Großbritannien stammende Team ProDrive steigen in den Markt ein. Die Gesellschaft konnte mit den in den Jahren zuvor entwickelten 2-Rad-angetriebenen Fahrzeugen bei der Dakar 2020 und 2021 so gute Resultate mit zwei Siegen erzielen, dass sich von der FIA erste Anzeichen für eine Anpassung des Reglements bemerkbar machen, das die 2-Rad-angetriebenen Fahrzeuge benachteiligt und die Entwicklung bzw. das Umdenken, wieder in die 4-Rad-Technologie zu investieren, bei X-raid auf den Plan bringt. 2. Umsatz- und Geschäftsentwicklung 2021 Es werden im laufenden Geschäftsbetrieb stetig Weiterentwicklungen an Rennfahrzeugen vorgenommen, um geänderten Reglementvorgaben zu entsprechen und an Wettbewerben zugelassen zu werden. Im Jahr 2021 kam neben der Entwicklungsarbeit für bzw. in Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen Q Motorsport GmbH auch die ersten Überlegungen einer Weiterentwicklung des 4-Rad-angetriebenen X-raid MINI auf. Auch im Geschäftsjahr 2021 war das Engagement für die Weiterentwicklung und Marktanpassung der Rennfahrzeuge eine entscheidende Position. Das Vorjahr war noch geprägt von Rennausfällen - coronabedingt -, der Rennbetrieb ruhte. Die Reisetätigkeiten und die damit zusammenhängenden Kundenakquisen konnten im Geschäftsjahr 2021 wieder mit Einschränkungen stattfinden. Es gelang im Herbst 2020, neue Sponsoren im Mittleren Osten für die Dakar 2021 in Saudi-Arabien zu finden. II. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft 1. Ertragslage Die Gesamtleistung stieg im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.311 (33,0 %), die Materialkosten stiegen um T€ 1.003 (39,6 %). Die Personalaufwendungen stiegen um T€ 507 (53,1%), und die Abschreibungen erhöhten sich geringfügig um T€ 13, was im Wesentlichen darauf zurückzuführen ist, dass im Jahr 2021 nur außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 6 anfielen (Vorjahr: T€ 0). Die Betriebsaufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 901 (22,9 %), was im Wesentlichen auf um T€ 340 gestiegene Kfz-Kosten, um T€ 212 gestiegene Reisekosten und deutlich höhere Testkosten (T€ +431) zurückzuführen ist. Coronabedingt mussten im Jahr 2020 viele Veranstaltungen abgesagt werden, was zu weniger Umsätzen, aber auch geringeren Aufwendungen führte. Im Jahr 2021 führte ein planmäßiges Geschäftsjahr mit wenigen Sondereffekten in Form von Nachholevents aus dem Rennkalender 2020 zu einem positiveren Geschäftsergebnis. 2. Vermögens- und Finanzlage Die Vorräte stiegen gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.203 (25,8 %). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr aus Abgrenzungsgründen um T€ 950 4 (106,9 %). Das Eigenkapital der Gesellschaft sank in Höhe des Jahresverlustes. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich um T€ 719 (14,1 %), die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern blieben nahezu unverändert, und die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen stiegen um T€ 1.148 (37,4 %). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 737, der Cashflow aus der Investitionstätigkeit sank von T€ 2.474 um T€ 1.714 wegen geringerer Investitionen in das Anlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug 0, da im Berichtsjahr weder Einzahlungen aus Darlehen noch Rückzahlungen aus Darlehenstilgungen erfolgten. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ist um T€ 103 (5,6 %) auf T€ 1.947 gestiegen. III. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Eine technische Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner BMW/MINI wurde bereits im Jahr 2019 vereinbart. X-raid konnte erneut zwei absolute TOP-Fahrer der Rallye-Szene für die bevorstehende Rallye Dakar unter Vertrag nehmen. Dies war nur durch neue Sponsoren aus der Region des neuen Austragungslandes der Dakar möglich. Die aktuell verfügbare Modellpalette - vom Einsteiger bis zum Topfahrzeug - bietet nur X-raid als einziger Hersteller in diesem Motorsportsegment. Der Erfolg der Gesellschaft ist abhängig vom sportlichen Erfolg und der Zuverlässigkeit der Rennfahrzeuge. Der Markt entwickelt sich seitwärts. Aus diesem Grund rundete die Gesellschaft - wie schon im Vorjahr - die Rennfahrzeugpalette mit dem X-raid Yamaha Side-by-Side nach unten ab. Das stringente Kostenmanagement und die bessere Vernetzung der einzelnen Abteilungen sollen Kostenrisiken weiter minimieren. Mit wachsender Konkurrenz steigt das Risiko der Personalabwerbung im Bereich Entwicklung und Mechanik. 2021 fand die Rally zum zweiten Mal hintereinander nicht mehr in Südamerika, sondern in Saudi-Arabien statt, wo diese auch für die nächsten Jahre bleiben wird. Die coronabedingten Rennausfälle haben zum Teil zu kleinen positiven Verschiebungen geführt in das folgende Kalenderjahr 2021, in dem Veranstalter, Kunden und Sponsoren zum Teil die Rennen wahrgenommen oder geplant haben. Dieser Umzug birgt weiterhin das Potenzial, neue Fahrer und neue Märkte zu erschließen und auch den finanzstarken Mittleren Osten als Markt hinzugewinnen zu können. Die Fahrzeuge sind nur teilweise gegen Unfall versichert, da der Prämienaufwand in keinem Verhältnis zu den bestehenden Risiken steht. Die Kapitalausstattung der Gesellschaft ist durch Rücklagen und Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktritt abgesichert. Im Geschäftsjahr 2021 bestanden keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken. IV. Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2022 ist perspektivisch durch bereits abgeschlossene Kontrakte mit Kunden finanziert. Die vertraglich festgelegten Zahlungsströme sind fixiert. Ausfallrisiken bestanden und bestehen im Hinblick auf die finanzstarken und langjährigen Kunden nicht. Das eingeleitete Kostensenkungsprogramm wirkt sich weiter positiv aus. Das Jahresergebnis ist nach Corona deutlich besser ausgefallen als im Jahr 2020. Die geplanten Investitionen werden über dem Niveau des Jahres 2021 liegen. Währungsrisiken bestehen nicht, da die Verträge der Gesellschaft in Euro abgeschlossen werden.
Trebur, den 31.08.2024 gez. Sven Quandt |
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