Tyczka Energie GmbHLiquidiert
82538 Geretsried, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Eder seit 28.1.2010 | Prokura |
Peter Dr. Biedenkopf seit 5.2.2009 | Prokura |
Andree Koch seit 5.2.2009 | Prokura |
Ralf Bursch seit 23.1.2009 | Geschäftsführer |
Frank Egon Dr. Götzelmann seit 23.1.2009 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tyczka Energie GmbHGeretsriedJahresabschluss zum 31. Dezember 2010Bilanz zum 31. Dezember 2010AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2010
Anhang für das Geschäftsjahr 2010I. Allgemeine AngabenDas Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden an die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geänderten Vorschriften zur Rechnungslegung angepasst. Gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB erfolgte im Berichtsjahr keine rückwirkende Anpassung der Vorjahreszahlen. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 wurde entsprechend den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagengegenstände wurden planmäßig und soweit möglich nach der linearen Methode vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen € 150,00 und € 1000,00 netto wurden über 5 Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Sachanlagegüter mit Anschaffungskosten unter € 150,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Anschaffungskosten der Handelswaren (Gasbestände) wurden nach dem Verfahren der Gruppenbewertung mit dem gewogenen Durchschnittswert ermittelt. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Umrechnung von Fremdwährungsforderungen erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Forderungen jeweils zum niedrigeren Kurs des Entstehungszeitpunkts bzw. Stichtags bewertet. Bei den Forderungen ist allen erkennbaren Risiken durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Latente Steuern werden ab dem 1. Januar 2010 auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen, insofern eine Verrechnung mit steuerpflichtigen Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren gewährleistet ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des unternehmensindividuellen Steuersatzes, der im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz besteht. Dieser beträgt für die Tyczka Energie GmbH 27,025 %. Sich ergebende aktive und passive latente Steuern werden gem. § 274 Abs. 1 HGB saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Fall einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Aktive latente Steuern resultieren sowohl aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellung und sonstigen Rückstellungen als auch aus körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Passive latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen im Finanzanlagevermögen. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine nicht bilanzierte aktive latente Steuer. Die Pensionsrückstellungen wurden nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen der "Projected-Unit-Credit-Methode" berechnet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 5,15 %, ein Anwartschaftstrend von 2,0 %, ein BBG-Trend von 2,0 %, ein Rententrend von 1,75 % und eine Fluktuation von 4,0 - 5,0 % zugrunde gelegt. Ebenso wurden bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen versicherungsmathematisch die Grundsätze der Heubeck-Richttafeln 2005 beachtet. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Verbindlichkeiten jeweils zum höheren Kurs des Entstehungszeitpunkts bzw. Stichtags bewertet. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt. Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 65 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es handelt sich hierbei um einen Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung (T€ 14) sowie um Körperschaftsteuerguthaben (T€ 51). Die Saldierung der Altersteilzeitrückstellung mit dem darauf entfallenden verpfändeten Planvermögen gemäß den Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergibt zum Bilanzstichtag einen passiven Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung i.H.v. T€ 5. 3. Angaben zur Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB
Durch die Aufzinsung der Altersteilzeitrückstellung gemäß der Neuregelung des Bil¬MoG sind Zinsaufwendungen i.H.v. T€ 2 und Aufwendungen aus der Zeitbewertung des Deckungsvermögens i.H.v. T€ 0,2 entstanden. 4. Eigenkapital Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:
Das Stammkapital ist eingeteilt in 1.740.000 Geschäftsanteile mit einem Nennbetrag von je € 5,00.
5. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen (T€ 1.315) wurden nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen der "Projected-Unit-Credit-Method & unter Zugrundelegung von zukünftigen Einflussfaktoren bewertet. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bil¬MoG und der damit zusammenhängenden Neubewertung der Pensionsrückstellung wurde von dem Wahlrecht gemäß Art. 67 EGHBG Gebrauch gemacht und der hieraus resultierende Zuführungsbetrag zum 01. Januar 2010 auf 15 Jahre verteilt. Daraus ergibt sich zum 31. Dezember 2010 eine Unterdeckung der Pensionsrückstellung von T€ 253. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie betreffen im Wesentlichen mögliche Bußgeldzahlungen im Rahmen des Kartellverfahrens (T€ 2.625), Personalkosten (T€ 759), ausstehende Rechnungen (T€ 370) sowie Rechts- und Beratungskosten (T€ 210). 6. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeitsposten ist nachfolgend dargestellt. Die Werte in Klammern betreffen das Vorjahr.
7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen von insgesamt T€ 275.
8. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden Bankbürgschaften in Höhe von T€ 1.671. Daneben bestand eine Haftung für die von der Tyczka Totalgaz GmbH übernommenen Pensionsverpflichtungen für ausgeschiedene Anwärter und Pensionäre des Teilbetriebs "Flüssiggasendverbrauchergeschäft" von 2,9 Mio. €, im Falle der Insolvenz dieser Gesellschaft. Die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen wurden ausschließlich gegenüber Beteiligungsgesellschaften abgegeben und können nach unseren Erkenntnissen von diesen auch erfüllt werden. 9. Bewertungseinheiten Tyczka Energie GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Preisrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, deren Einsatz nach einheitlichen Richtlinien erfolgt. Das Nominalvolumen auf Eurobasis der mit externen Vertragspartnern abgeschlossenen Derivaten belief sich zum 31. Dezember 2010 auf T€ 18.794, welche in Bewertungseinheiten in vollem Umfang einbezogen wurden. Der beizulegende Zeitwert betrug zum Bilanzstichtag insgesamt T€ -197. Zum 31. Dezember 2010 bestanden folgende derivative Finanzinstrumente:
10. Anteilsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB
Erläuterungen:
1) Angaben aus dem Jahresabschluss zum
31.03.2010
11. Ausschüttungsgesperrte Beträge gem. § 268 Abs. 8 HGB Gem. § 268 Abs. 8 HGB besteht ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe der mit dem Zeitwert nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB bewerteten zu verrechnenden Vermögensgegenständen von T€ 0. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 1.684) enthalten im Wesentlichen Erträge aus Kursgewinnen (T€ 1.224) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 69. Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Erträge von insgesamt T€ 86 enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 4.744) enthalten insbesondere Aufwand aus Kursdifferenzen (T€ 1.452), Rechts- und Beratungskosten (T€ 278), Instandhaltungsaufwendungen (T€ 206), Beirats- und Aufsichtsratskosten (T€ 188), Aufwendungen für KFZ (T€ 167), Reise- und Bewirtungskosten (T€ 122), Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (T€ 82) sowie sonstige Steuern (T€ 5). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 456 enthalten, die in Höhe von T€ 441 dem Materialaufwand zuzuordnen sind. 3. Zinsergebnis Im Zinsergebnis von T€ -216 sind Erträge (T€ 6) und Aufwendungen (T€ 78) aus der Abzinsung enthalten. 4. Außerordentliches Ergebnis Das außerordentliche Ergebnis setzt sich ausschließlich aus Erträgen (T€ 15) und Aufwendungen (T€ 19) aus BilMoG-Anpassung zusammen. Die Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die Zuführung zur Pensionsrückstellung (T€ 18). 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen ausländische Steuern. V. Ergänzende Angaben1. Angaben zum Geschäftsführungsorgan Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:
Der Geschäftsbereich von Herrn Frieß wurde in 2011 von Herrn Bursch (Flüssiggas Inland Endverbraucher) und Herrn Dr. Götzelmann (Strategische Unternehmensplanung, Innovation, Personal, Öffentlichkeitsarbeit) übernommen. Die Gesellschaft wird vertreten durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer mit einem Prokuristen. 2. Beirat Die Geschäftsführung hat gemäß § 5 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrags die Beschlüsse der Gesellschafterversammlung und des Beirats der Tyczka Verwaltungs GmbH sowie die Gesellschaftsverträge der Konzerngesellschaften, insbesondere der Tyczka Verwaltungs GmbH, zu beachten. 3. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter beträgt im Geschäftsjahr 32 (Vj. 30). 4. Konzernabschluss Die Tyczka Verwaltungs GmbH, Geretsried, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach § 290 HGB auf, der für die Tyczka Energie GmbH und ihre Tochtergesellschaften einen befreienden Konzernabschluss nach § 291 HGB darstellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB unterbleibt aufgrund der Angabe im Konzernabschluss der Tyczka Verwaltungs GmbH. 5. Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzgewinn 2010 auf neue Rechnung vorzutragen.
Geretsried, den 17. Mai 2011 Ralf Bursch Dr. Frank Götzelmann Lagebericht Geschäftsjahr 2010A. Rahmenbedingungen und GeschäftsverlaufDie Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst unverändert die Geschäftsfelder Flüssiggashandel und Beteiligungen. Die Entwicklung des Geschäftsfeldes Flüssiggashandel unterliegt wie in den Vorjahren starken Beeinflussungen durch die Veränderungen der Energiemärkte sowie durch den Witterungsverlauf. Das Geschäftsjahr 2010 begann mit Einkaufspreisen auf einem sehr hohen Niveau. Dank witterungsbedingt hoher Nachfrage auf dem nationalen Markt konnten diese hohen Einkaufspreise an die Kunden weiter gegeben und dabei gute Margen erzielt werden. Schon im 2. Quartal gingen die Margen aufgrund eines Überangebotes auf den Märkten deutlich zurück und erholten sich erst wieder zum Ende des Geschäftsjahres. Auch aufgrund einer Verstärkung der Vertriebsmannschaft liegt der Inlandsabsatz insgesamt über dem Vorjahreswert. Der Gesamtabsatz übertrifft den Wert des Vorjahres sogar deutlich. Das Rohergebnis konnte vor allem mengenbedingt deutlich gesteigert werden. Im Geschäftsfeld Beteiligungen konzentrierten sich die Aktivitäten weiter auf den Ausbau der Bereiche Energieversorgung und Industriegase sowie der Neuausrichtung des Bereiches Service. Im Geschäftsbereich Energieversorgung konnte die Tyczka Totalgaz GmbH ihre sehr gute Marktposition als Flüssiggasversorger in Deutschland erneut verteidigen. Der Absatz der Gesellschaft wurde vor allem im Bereich Flaschengase durch die Übernahme des Flaschengasgeschäftes der Primagas deutlich ausgebaut. Es gelang der Gesellschaft zudem, trotz aller Wettbewerbseinflüsse auskömmliche Margen am Markt durchzusetzen und somit ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres wurden die Anteile des Mitgesellschafters an der Valentin Flüssiggas GmbH übernommen und das Geschäft wurde bis Jahresende vollständig in die Tyczka Totalgaz GmbH integriert. Die Tyczka Neue Gastechnik Ges.mbH & Co. KG in Österreich konzentrierte sich wie geplant auf das Flüssiggashandelsgeschäft in Österreich und nach Slowenien sowie auf das Tankgasgeschäft in Österreich. Die Gesellschaft weist wie im Vorjahr einen Gewinn aus. Eine Gewinnausschüttung ist nicht vorgesehen. Die in der Tyczka Polska Sp. z o.o. gebündelten Flüssiggasaktivitäten der Tyczka-Gruppe in Polen hatten in 2009 unter der Wirtschaftskrise besonders zu leiden. Das Geschäftsjahr 2010 führte hinsichtlich der Absatzmengen wieder zu der erhofften Erholung und es wurden hierbei schon fast wieder die Werte vergangener Jahre erreicht. Die Margen konnten dieser erfreulichen Entwicklung aber nicht ganz folgen. Trotzdem kann die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2010 einen Gewinn verbuchen. Der Geschäftsbereich Industriegase, bisher im Schwerpunkt vertreten durch die Tyczka Kohlensäure GmbH & Co. KG, erholte sich in 2010 von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen Absatzschwäche einiger Branchen. Der in 2009 begonnene Ausbau der Vertriebsmannschaft führte in 2010 zu den erhofften Vertriebserfolgen, die sich in einer deutlichen Erhöhung der Vertragsmenge widerspiegelt. Da aber der Absatz aus diesen Verträgen erst zeitverzögert realisiert werden kann, führt diese Erhöhung der Personalstärke zu Vorlaufkosten, die das Ergebnis in 2010 belasten. Zudem mussten die in 2009 für die damals schwierige Versorgungssituation erhobenen Zuschläge an Kunden teilweise wieder zurückgenommen werden. Zum Ende des Geschäftsjahres begann dann planmäßig die Alleinvermarktung der CO 2-Mengen der CT Biocarbonic GmbH in Zeitz, so dass angesichts der Zukunftsaussichten der Gesellschaft der Beteiligungsbuchwert nicht nochmal angepasst werden musste. Die CT Biocarbonic GmbH, ein in 2009 gegründetes Joint Venture mit der CropEnergies AG, stellte in 2010 die Anlage zur Rückverflüssigung von CO 2aus dem Bioethanolwerk des Mitgesellschafters am Standort Zeitz fertig und nahm die Produktion auf. Die hier produzierten Mengen an verflüssigter biogener Kohlensäure wird die Tyczka Kohlensäure GmbH & Co. KG exklusiv in Deutschland vermarkten. Die CT Biocabonic GmbH erwartet in ihrem ersten vollständigen Geschäftsjahr, welches am 28. Februar 2011 endet, einen anlaufbedingten Verlust. Im Geschäftsbereich Service hat sich die Tyczka Energie in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2010 rückwirkend zum 01. Januar 2010 von ihrer Beteiligung an der ProTech Energiesysteme GmbH getrennt. Die Ende 2009 gegründete 100%ige Tochtergesellschaft BLUENORM GmbH entwickelte sich in 2010 planmäßig. Die Gesellschaft, die ihren Kunden Dienstleistungen insbesondere im Bereich Energieberatung, Energieeffizienz und CO 2-Reduzierung anbietet, konnte zahlreiche Aufträge akquirieren und ihr Produktportfolio weiter entwickeln. Zudem flankiert die BLUENORM GmbH die neue strategische Stoßrichtung der Tyczka-Gruppe in Richtung Nachhaltigkeit und war hier maßgeblich an der Entwicklung des Nachhaltigkeitsberichtes der Firmengruppe beteiligt. Anlaufbedingt weist die Gesellschaft einen geplanten Verlust aus. B. ErtragslageDie Umsatzerlöse folgten der Preisentwicklung auf den Märkten und stiegen somit im Geschäftsjahr 2010 preis- und mengenbedingt auf einen neuen Rekordwert von 124,4 Mio. € (Vj. 81,6 Mio. €). Der Materialaufwand kletterte analog auf insgesamt 118,9 Mio. €. Das Rohergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Mio. € auf 7,3 Mio. €. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund des neuerlichen Personalaufbaus um 0,7 Mio. €, konnte aber teilweise an Beteiligungsgesellschaften weiterberechnet werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insbesondere aufgrund der hier ausgewiesenen Aufwendungen aus Wechselkursdifferenzen auf 4,7 Mio. €. Das Beteiligungsergebnis enthält die Ausschüttung der Tyczka Totalgaz GmbH für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 2,0 Mio. €. Der Jahresüberschuss beträgt 0,4 Mio. €. C. FinanzlageDas Anlagevermögen ist mit 88,4 % durch das Eigenkapital der Gesellschaft gedeckt. Die Investitionen lagen deutlich unter dem Wert des Vorjahres, in dem der Bau von Autogastankstellen an den Standorten der Conoco erfolgte. Das Anlagevermögen beträgt in 2010 somit 61,7 % (Vj. 73,8 %) der Bilanzsumme. Die Erhöhung der Werte im Bereich der Finanzanlagen ist in der Einzahlung in das Eigenkapital der Bluenorm GmbH in Höhe von 0,2 Mio. Euro begründet. Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten im Wesentlichen eine im Ausland geleistete Körperschaftsteuerzahlung. Das Eigenkapital ist nahezu unverändert. Die Eigenkapitalquote sank im Vergleich zum Vorjahr durch die Geschäftsausweitung von 64,6 % auf 54,6 %. D. VermögenslageDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 0,2 Mio. € (Vj. 0,0 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund gestiegener Preise deutlich auf 9,5 Mio. € (Vj. 5,8 Mio. €). In nahezu gleichem Umfang erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 12,4 Mio. € (Vj. 6,3 Mio. €). Für mögliche Ausfälle aufgrund des allgemeinen Forderungsrisikos wurde mit einer Pauschalwertberichtigung vorgesorgt. Mit Hilfe einer Warenkreditversicherung wird das Forderungsrisiko aber insgesamt weitgehend eingeschränkt. Die weltwirtschaftlich überwiegend positive Entwicklung hat auch den Aufschwung auf unseren wesentlichen Absatzmärkten geprägt. E. NachtragsberichtDas Gerichtsverfahren gegen die Tyczka Energie GmbH, in dem die erhobenen Vorwürfe der Kartellbehörde verhandelt werden, begann in 2010 vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf und wird sich in 2011 fortsetzen. Eine Beendigung des Verfahrens in 2011 wird erwartet. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 05. Mai 2011 wurde Herr Frieß als Geschäftsführer abberufen. F. RisikoberichtRisikofrüherkennungssystem Das Risikomanagement hat zum Ziel, alle relevanten Risiken bezüglich eventueller Verluste oder Störungen und deren Ursachen frühzeitig zu erfassen, um optimale Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Die Verantwortung liegt dabei bei der Geschäftsführung. Zentral durchgeführt werden die zusammengefasste monatliche Berichterstattung und das Risikocontrolling. Risikoanalyse- und -berichterstattung Wesentliche Bestandteile unseres in der Aufbau- und Ablauforganisation integrierten Risikomanagementsystems sind der Controlling- und Planungsprozess, die geregelte Beschäftigung mit den Preisveränderungen auf unseren Einkaufsmärkten sowie Finanz- und Währungsrisiken und Berichterstattungen an den Beirat der Gesellschaft. Gegen unvorhersehbare bzw. unkalkulierbare Risiken bestehen umfangreiche Versicherungen, die jährlich durch einen externen Berater überprüft werden. Risikosteuerung und -controlling Die Geschäftsführung entscheidet, falls notwendig, gemeinsam mit dem Beirat über die angemessene Strategie bei der Risikosteuerung. Das Controlling überwacht die operativen Erfolge der Risikosteuerung im Rahmen des Berichtswesens und kommuniziert somit Planabweichung frühzeitig. Nachstehende Risikofelder haben maßgeblichen Einfluss auf die allgemeine Geschäftsentwicklung sowie auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Markt- und Konjunkturrisiken Neben den branchenüblichen Risiken und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung werden von der Gesellschaft keine weiteren strukturellen Risiken gesehen. Die Mitte 2008 eingetretene Finanz- und Wirtschaftskrise hat insbesondere im Bereich der Bonitätsprüfung unserer Kunden sowie der Forderungsüberwachung zu einer Erweiterung unseres Risikomanagementsystems geführt, die bis heute aufrecht erhalten wird. Währungsrisiko Die Gesellschaft fakturiert überwiegend in Euro. Daher ergibt sich ein geringes Risiko aus Währungskursschwankungen. Dieses wird überwiegend durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Sonstige Risiken Das Bundeskartellamt hat im Rahmen einer bundesweiten Aktion in der Flüssiggasbranche in 2005 auch Untersuchungen in der Gesellschaft durchgeführt. Ein Bußgeldbescheid wurde in 2007 zugestellt. Das aus diesem Verfahren möglicherweise drohende Bußgeld wurde durch die beauftragten Rechtsanwälte bewertet und es wurde für den Fall einer zu leistenden Strafzahlung eine Rückstellung gebildet. Die Höhe der Rückstellung blieb im aktuellen Geschäftsjahr unverändert. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die Vorwürfe der Kartellbehörde gegen uns unbegründet sind. Eine Bußgeldzahlung in Höhe der mit Einspruch angefochtenen Festsetzung ist grundsätzlich geeignet die Entwicklung der Gesellschaft zu beeinträchtigen. Bewertung des Gesamtrisikos Hinsichtlich der in diesem Bericht erläuterten Risiken und der gegenwärtigen Geschäftsaussichten erwarten wir auch bei sich ändernden Rahmenbedingungen mit Ausnahme des Risikos aus dem Kartellverfahren keine entwicklungsbeeinträchtigenden oder bestandsgefährdenden Risiken. G. PrognoseberichtIm laufenden Geschäftsjahr 2011 erwarten wir im Geschäftsfeld Flüssiggashandel leicht steigende Absätze bei gleichzeitiger leichter Verschlechterung der Marge. Im Bereich Autogas werden die in 2009 errichteten Tankstellen, die ihre Anlaufkurve im Verlauf des Jahres 2010 bewältigt haben, ihre Absätze weiter stabilisieren und es wird eine Ergebnisverbesserung erwartet. Im Geschäftsfeld Beteiligungen wird im Geschäftsbereich Industriegase wieder eine Erholung der Ergebnisse erwartet. Die CT Biocarbonic GmbH wird in ihrem Geschäftsjahr 2011/12 voraussichtlich noch geringe Anlaufverluste erwirtschaften. Die zuverlässige Versorgung mit dem Produkt CO 2wird der Tyczka Kohlensäure GmbH & Co. KG gleichzeitig ermöglichen, ihre Vertriebsaktivitäten weiter konsequent auszubauen und eine Ergebnisverbesserung zu erzielen. Im Geschäftsbereich Energieversorgung gehen wir insgesamt von einer Fortsetzung der positiven Absatz- und Ergebnisentwicklung aus. Im Geschäftsbereich Service erwarten wir eine positive Entwicklung der BLUENORM GmbH. Insgesamt erwarten wir auch in 2012 einen weiterhin positiven Geschäftsverlauf.
Geretsried, 17. Mai 2011 Ralf Bursch Dr. Frank Götzelmann Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss -- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Tyczka Energie GmbH, Geretsried, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt. Entgegen § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer der Gesellschaft nicht angegeben. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss mit der genannten Einschränkung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt F. Risikobericht ausgeführt, dass eine Bußgeldzahlung im Rahmen des Kartellordnungswidrigkeitsverfahrens in Höhe der mit Einspruch angefochtenen Festsetzung grundsätzlich geeignet ist, die Entwicklung der Gesellschaft zu beeinträchtigen.
München, den 18. Mai 2011 SUSAT
& PARTNER OHG
Dr. Kirnberger, Wirtschaftsprüfer Mauermeier, Wirtschaftsprüfer |
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