Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 152448
Eingetragen
25.2.2004
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Entwicklung und Herstellung sowie Übernahme von Vertretungen und Vertrieb einschließlich Import/Export elektronischer Bauelemente aller Art, insbesondere elektronische Bauteile, Baueinheiten, Komponenten, Halbeleitern, Systemen, Instrumenten und Geräten sowie ähnlicher Gegenstände, alle damit zusammenhängenden Werk- und Dienstleistungen sowie Weiterverarbeitung dieser Gegenstände.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Speyerer
seit 7.8.2025
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Matthias Peter Jeck
seit 5.7.2022
Prokura
Brian Russell Wilken
seit 23.10.2013
Geschäftsführer
Thomas Blaschak
seit 11.2.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Avnet Europe B.V.BEL
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
TENVA GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AVNET EMG GmbH

Poing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.6.2023 30.6.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 309.504,64 284.410,16
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 799.556,77 654.046,21
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.473,98 1.118.535,39 86.904,74 1.025.361,11
1.118.535,39 1.025.361,11
B. Umlaufvermögen
I. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 104.215.732,97 59.975.633,33
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 32.082.451,33 57.830.544,76
3. Sonstige Vermögensgegenstände 258.568,78 136.556.753,08 168.595,18 117.974.773,27
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 0,00
136.556.753,08 117.974.773,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 343.748,44 440.341,25
138.019.036,91 119.440.475,63

Passiva

30.6.2023 30.6.2022
EUR EUR EUR EUR
Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.556.500,00 2.556.500,00
II. Kapitalrücklage 46.153.669,24 46.153.669,24
III. Gewinnrücklagen 88.125,00 48.798.294,24 88.125,00 48.798.294,24
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.087.914,53 2.953.985,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.823.507,80 8.911.422,33 4.368.120,85 7.322.105,85
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 560,38
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00 (i. Vj. EUR 560,38)-
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 329.158,00 358.588,72
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 329.158,00 (i. Vj. EUR 358.588,72)-
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 61.229.064,52 44.349.685,90
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 61.229.064,52 (i. Vj. EUR 44.349.685,90)-
4. Sonstige Verbindlichkeiten 18.649.144,82 18.512.656,25
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 18.649.144,82 (i. Vj. EUR 18.512.656,25)-
-davon aus Steuern EUR 12.774.765,90 (i. Vj. EUR 12.470.396,21)-
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)- 80.207.367,34 63.221.491,25
D. Rechnungsabgrenzungsposten 101.953,00 98.584,29
138.019.036,91 119.440.475,63

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

1.7.2022 - 30.6.2023 1.7.2021 - 30.6.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.080.614.726,64 801.402.972,51
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.297.749,37 3.744.482,08
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -998.938.505,55 -735.058.847,55
Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 -998.938.505,55 0,00
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -38.822.106,40 -33.143.867,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.361.786,76 -4.606.995,59
-davon für Altersversorgung EUR 145.178,32 (i. Vj. EUR 130.769,08)- -44.183.893,16 -37.750.862,95
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -325.885,76 -312.824,71
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.660.898,62 -13.471.130,29
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.133.015,43 990.176,21
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.133.015,43 (i. Vj. EUR 990.176,21)-
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.144.317,50 -763.491,07
-davon an verbundene Unternehmen EUR 9.326,88 (i. Vj. EUR 1.680,82)-
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -26.860,30
10. Sonstige Steuern -1.541,23 -35.137,26
11. Ergebnis nach Steuern 23.790.449,62 18.718.476,67
12. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -23.790.449,62 -18.718.476,67
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/2023

ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der AVNET EMG GmbH mit Sitz in 85586 Poing, Im Technologiepark 2- 8 (kurz: "AVNET EMG"), für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 152.448 im Register des Amtsgerichts München eingetragen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten nach den allgemeinen Bestimmungen des HGB.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und nach der linearen Methode über die Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt und nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben.

Dabei werden folgende Prozentsätze angewandt:

Immaterielle Vermögensgegenstände:

- Software 25 % - 33,33 %
- Kundenstamm 16,67 %

Sachanlagevermögen

- Gebäude 3%
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 10 % - 33,33 %

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Auf Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Liquide Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden zunächst mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles und am Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet, wobei bei Restlaufzeiten unter einem Jahr die Währungsgewinne und -verluste realisiert werden. Währungsverluste bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ebenfalls realisiert.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt und in voller Höhe eingezahlt.

Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird von jährlichen Anpassungen von 2,25 % (i. Vj. 2,25 %) bei den Renten ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszinssatz für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,80 % (i. Vj. 1,78 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 42.

Der von der Gesellschaft an die Avnet Embedded (Freiburg) GmbH, Freiburg im Breisgau, abgeführte Gewinn in Höhe von TEUR 23.790 (Vj. TEUR 18.718) enthält - entsprechend dem Wortlaut des § 301 AktG - auch den nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrten Betrag.

Die Jubiläumsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Rechnungszinssatz von 1,57 % p.a. (i. Vj. 1,37 %) p.a. und einer Fluktuationsrate von unverändert 4,20 % p.a. berechnet.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Nach § 253 Abs. 2 HGB werden sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, der durch die Deutsche Bundesbank ermittelt wurde. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten, die gegenüber denselben Parteien bestehen sowie gleiche Art und gleiche Fristigkeit aufweisen, werden verrechnet.

EINZELANGABEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023 wird auf den Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang verwiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 32.082 (i. Vj. TEUR 57.831) handelt es sich im Wesentlichen um Finanzforderungen im Rahmen des Cash-Poolings mit der Avnet Financial Services, Diegem, Belgien TEUR 28.929 (i. Vj. TEUR 56.800).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.824 (i. Vj. TEUR 4.368) beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.656 (i. Vj. TEUR 3.049), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.097 (i. Vj. TEUR 1.245) sowie ungewisse Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 61.229 (i. Vj. TEUR 44.350) resultieren mit TEUR 37.439 (i. Vj. TEUR 25.631) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Verpflichtungen aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 23.790 (i. Vj. TEUR 18.718).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 18.649 (i. Vj. TEUR 18.513) bestehen überwiegend gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 12.775 (i. Vj. TEUR 12.470) und gegenüber Kunden (kreditorische Debitoren) in Höhe von TEUR 5.856 (i. Vj. TEUR 6.025). Die Restlaufzeit beträgt bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Aufgrund der steuerlichen Organschaft werden etwaige latente Steuern bei der Organträgerin erfasst.

EINZELANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielte Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.080.615 (i. Vj. TEUR 801.403). Die Umsätze werden nach wie vor auf Basis des Distributionsabkommens ausschließlich in Deutschland erzielt.

Darin enthalten sind Umsatzerlöse aus Konzernumlagen und internen Kostenverrechnungen in Höhe von TEUR 14.548 (i. Vj. TEUR 9.733). Wesentlicher Treiber des Anstiegs sind erstmalig ausgewiesene Erlöse aus der Vergütung von Umsätzen aus dem Exportgeschäft der Prinzipalgesellschaft Avnet Europe BV, Diegem, Belgien (TEUR 3.558). Der übrige Anstieg geht auf gestiegene Personalkosten für zentral erbrachte Leistungen zurück.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 3.298 (i. Vj. TEUR 3.744) bestehen im Wesentlichen aus der Verrechnung von geldwerten Vorteilen aus der Kfz-Nutzung in Höhe von TEUR 1.088 (i. Vj. TEUR 975) sowie aus Kursgewinnen aus der Fremdwährungsbewertung in Höhe von TEUR 2.029 (i. Vj. TEUR 1.344), darin enthalten: unrealisierte Kursgewinne in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 385). Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind im Berichtsjahr in nicht nennenswerter Höhe angefallen (i. Vj. TEUR 1.331).

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 998.939 (i. Vj. TEUR 735.059) enthalten Warenlieferungen der Avnet Europe BV, Diegem, Belgien (TEUR 973.873) und der EBV Elektronik GmbH & Co. KG, Poing (TEUR 25.066).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 14.661 (i. Vj. TEUR 13.471) bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen für Fahrzeugkosten in Höhe von TEUR 2.575 (i. Vj. TEUR 1.997), Gebäudekosten in Höhe von TEUR 1.295 (i. Vj. TEUR 1.574), Marketingkosten in Höhe von TEUR 1.318 (i. Vj. TEUR 1.425), Messe-, Reise- und Bewirtungskosten in Höhe von TEUR 1.951 (i. Vj. TEUR 1.139), IC-Verrechnungen in Höhe von TEUR 1.775 (i. Vj. TEUR 1.644), Forderungsverlusten in Höhe von TEUR 194 (i. Vj. TEUR 1.171) sowie Kursverlusten in Höhe von TEUR 2.744 (i. Vj. TEUR 1.762).

Periodenfremde Aufwendungen sind im Berichtsjahr nicht angefallen (i. Vj. TEUR 161).

Zinserträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 2.133 (i. Vj. TEUR 990) betreffen Zinserträge aus dem Cash-Pool Bestand mit der Avnet Financial Services, Belgien.

Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 4.144 (i. Vj. TEUR 763) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Factoring in Höhe von TEUR 4.076 (i. Vj. TEUR 697). Der Bestand an Factoring beläuft sich zum Geschäftsjahresende auf TEUR 86.750 (i. Vj. TEUR 75.947).

SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen zukünftigen finanziellen Verpflichtungen verteilen sich vertragsgemäß auf folgende Jahre:

TEUR
fällig 2023/2024 1.756
fällig 2024/2025 1.094
fällig 2025/2026 702
fällig 2026/2027 333
fällig 2027/2028 und später 233
4.118

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen mit TEUR 177 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft unterliegt Wechselkursrisiken aus dem operativen Geschäft, sofern Verkäufe in einer anderen Währung als dem Euro abgewickelt werden. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Transaktionen in USD. Um sich gegen Wechselkursrisiken abzusichern werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Ziel dieser Transaktionen ist die Verringerung der Marktrisiken aus Veränderung von Währungsrelationen für die in Fremdwährung lautenden Zahlungsströme. Derivative Finanzinstrumente werden bei der AVNET EMG nicht zu spekulativen oder Handelszwecken eingesetzt.

Zur Absicherung dieser Währungsrisiken hatte die Gesellschaft zum 30. Juni 2023 innerhalb des AVNET-Konzerns 21 derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften zum Kauf von USD 52,2 Mio. (Nominalwert) sowie zum Verkauf von insgesamt USD 103,4 Mio. (Nominalwert) abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag betrug der positive beizulegende Wert TEUR 658 und der negative Marktwert TEUR 688. Entsprechend wurden TEUR 688 in Form einer Drohverlustrückstellung ergebniswirksam erfasst.

Die Marktwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis vereinfachter finanzmathematischer Bewertungsmethoden unter Verwendung der Markdaten ermittelt und unter Berücksichtigung des Realisations- sowie Vorsichtsprinzip bilanziert.

Ergebnisabführungsvertrag

Seit dem Geschäftsjahr 2019/2020 besteht zwischen der AVNET EMG und der Avnet Embedded (Freiburg) GmbH als herrschender Gesellschafterin ein Ergebnisabführungsvertrag. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 2. Juli 2019.

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr 2022/2023:

Brian Wilken, Kaufmann

Frank Stephan, Ing. Elektrotechnik

Thomas Ludäscher, Kaufmann (bis 04.01.2023)

Mark Patrick Herbert Kempf, Kaufmann (ab 05.01.2023)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die AVNET EMG GmbH nimmt die Befreiung nach § 286 (4) HGB in Anspruch, da lediglich ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft im Geschäftsjahr erhielt.

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2022/2023 betrug 401 (i. Vj. 385). Davon waren 372 (i. Vj. 332) Vollzeitarbeitskräfte.

Abschlussprüferhonorar

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer betragen TEUR 70 und betreffen ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernabschluss

Die AVNET EMG gehört über die Avnet Embedded (Freiburg) GmbH und die Avnet Embedded GmbH zum Verbund der AVNET Business Services GmbH, Poing.

Das Stammkapital der AVNET Business Services GmbH wird wiederum zu 100 % von der AVNET Holding Europe BVBA, Belgien, gehalten. Damit ist die Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen der AVNET Inc. und deren Tochterunternehmen und wird entsprechend in den Konzernabschluss der AVNET Inc., der nach US-amerikanischen Grundsätzen aufgestellt wird, einbezogen. Die AVNET Inc. erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Dieser Konzernabschluss ist auf der Internetseite der AVNET Inc. erhältlich.

Vorgänge nach Schluss des Berichtszeitraums

Seit Ende des Geschäftsjahres ergaben sich keine Vorgänge mit besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

 

Poing, den 30. September 2023

Die Geschäftsführung

Frank Stephan

Brian Wilken

Mark Kempf

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022/2023

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
30.06.2022 Zugänge Umgliederung Abgänge Umbuchungen 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.216.433,35 0,00 0,00 0,00 0,00 1.216.433,35
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 300,00 0,00 0,00 0,00 0,00 300,00
2. technische Anlagen und Maschinen 564.353,63 34.175,65 0,00 180.083,02 86.904,74 505.351,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.208.541,00 465.254,39 0,00 307.046,97 0,00 2.366.748,42
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 86.904,74 9.473,98 0,00 0,00 -86.904,74 9.473,98
2.860.099,37 508.904,02 0,00 487.129,99 0,00 2.881.873,40
4.076.532,72 508.904,02 0,00 487.129,99 0,00 4.098.306,75
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
30.06.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Umgliederung Abgänge Umbuchungen 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.216.433,35 0,00 0,00 0,00 0,00 1.216.433,35
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 300,00 0,00 0,00 0,00 0,00 300,00
2. technische Anlagen und Maschinen 279.943,47 46.348,67 0,00 130.445,78 0,00 195.846,36
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.554.494,79 279.537,09 0,00 266.840,23 0,00 1.567.191,65
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.834.738,26 325.885,76 0,00 397.286,01 0,00 1.763.338,01
3.051.171,61 325.885,76 0,00 397.286,01 0,00 2.979.771,36
NETTOBUCHWERTE
30.06.2023 30.06.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 309.504,64 284.410,16
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 799.556,77 654.046,21
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.473,98 86.904,74
1.118.535,39 1.025.361,11
1.118.535,39 1.025.361,11

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Distributoren von Halbleitern wie AVNET EMG konsolidieren das Angebot mehrerer Hersteller von Halbleitern und bieten einer breiten Kundenbasis ein ,One-Stop-Shopping' für dieses Portfolio. Darüber hinaus werden Produkte teilweise veredelt. Distributoren zeichnen sich durch eine gute Logistikinfrastruktur und ein breites Vertriebsnetz mit guter technischer Beratung aus. Das Geschäft basiert im Wesentlichen auf sogenannten Franchiseverträgen mit den Herstellern von Halbleitern.

Die AVNET EMG GmbH ist Teil der globalen AVNET-Gruppe, einem der weltgrößten Distributoren für den Vertrieb elektronischer Komponenten sowie von Embedded Systemen.

Der AVNET konzernweite Umsatz erhöhte sich für das Geschäftsjahr 2022/2023 auf 26,5 Mrd. US-Dollar nach 24,3 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Die Umsatzentwicklung war im zweiten Jahr in Folge geprägt von einer Allokationsphase in der globalen Halbleiterindustrie, welche sich zunehmend im Geschäftsjahr abgeschwächt hat und die Komponenten wieder mit historischen Lieferzeiten verfügbar wurden. Die Nachfrage war, auch aufgrund eines hohen Auftragspolsters, durchgängig sehr hoch. Infolge der Marktsituation und den steigenden Rohstoffpreisen erhöhten sich die Preise mehrmals während des Geschäftsjahres, so dass das Umsatzwachstum aus Preis- und Mengensteigerungen resultierte. Die hohe Nachfrage ist insbesondere aus der Automobilindustrie, die durch die Elektrifizierung und den damit höheren Halbleiteranteilen befeuert wurde, als auch durch neue Anwendungen (bspw. Wärmepumpen), bedingt. Vergleicht man nur den Geschäftsbereich Electronic Components, der im Geschäftsjahr 24,8 Mrd. US-Dollar Umsatz gemacht hat mit dem Vorjahr, dann stieg der Umsatz um 2,3 Mrd. US-Dollar (i. Vj. 22,5 Mrd. USD).

AVNET unterstützt Kunden weltweit von der Idee bis zum Design und von den Prototypen bis zur Produktion in verschiedensten Marktsegmenten mit den Produkten von weltweit führenden Herstellern von Halbleitern, Verbindern, passiven und elektromechanische Bauteilen sowie Integrierten Systemen.

AVNET EMG GmbH ist für 3 verschiedene Geschäftsbereiche der AVNET Gruppe tätig. Der Geschäftsbereich "AVNET Silica" konzentriert sich auf den Vertrieb von aktiven Bauelementen. Aus den europaweit 46 lokalen Niederlassungen in 22 Ländern beliefert AVNET Silica mehr als 15.000 Kunden mit den Produkten von ca. 60 Herstellern. Lösungsorientierte Design- in-Beratung, Programmierung und technischer Produktsupport ergänzen zielgerichtet die Lieferaktivitäten.

Der Geschäftsbereich "AVNET Abacus" agiert ebenfalls europaweit aus 38 lokalen Niederlassungen in 23 Ländern. Auf der Basis von mehr als 90 paneuropäischen Herstellerverträgen beinhaltet die Produktpalette von AVNET Abacus Steckverbinder, passive und elektromechanische Bauelemente sowie Stromversorgungen und Batterien.

Der Geschäftsbereich "AVNET Embedded" bietet Displays, Embedded Computing Hardware, Software bzw. Softwareunterstützung, Netzwerk- und drahtlose Produkte für industrielle Kunden. AVNET Embedded stellt den Kunden neben fertigen auch kundenspezifische Produkte bereit und bietet über seine europäischen Technologiezentren und Partner Schulungen, Systemintegrationen und ODM-Dienste an.

Die Gesellschaft agiert im Geschäftsmodell als Low-Risk-Distributor (LRD) der AVNET Europe BV, Diegem/Belgien. In diesem Modell erwirbt die Gesellschaft die Waren von der AVNET Europe BV und veräußert diese unmittelbar an die Kunden in Deutschland. Damit verbunden bilanziert die Gesellschaft Umsätze und Wareneinsatz. Die Forderungen, einschließlich des von ihr getragenen Ausfallrisikos, sind direkt ausgewiesen. Die Ware wird weiterhin direkt aus dem Lager der AVNET Europe BV verkauft, sodass keine Lagerhaltung auf Ebene der AVNET EMG GmbH anfällt.

Die AVNET Business Services GmbH, als verbundenes Unternehmen, erbringt alle Supportfunktionen wie Supplier Marketing, vertriebsunterstützende Funktionen, Werbung, IT, Buchhaltung, Controlling, Credit-Management, HR und Qualitätsmanagement an die Gesellschaft.

Die für die Steuerung der Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz sowie das Ergebnis vor Steuern.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der europäische Halbleiter-Distributionsmarkt erreichte laut DMASS Europe e.V. im Fiskaljahr 2023 einen Umsatz von 15,5 Mrd. EUR. Der Vertriebsmarkt erlebte in diesem Zeitraum drei Quartale mit sequenziellem Wachstum, darunter ein sehr starkes Dezemberquartal. Im 4. Quartal gab es einen Rückgang von ca. 4 %, was eher der Saisonalität entspricht. Vom Gesamtumsatz entfallen etwa 750 Mio. EUR auf das neue DMASS Europe e.V. Mitglied Future. Für einen Vergleich mit dem Fiskaljahr 2022 ist dies zu berücksichtigen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr (11,3 Mrd. EUR) beträgt ohne Future 3,45 Mrd. EUR oder 30,5 %.

Der EMEA-Halbleitermarkt wuchs im Kalenderjahr 2022 um etwa 17 %, wobei die wichtigsten Wachstumstreiber in Europa die Segmente Automobil und Industrie waren. Makrofaktoren haben das Marktwachstum ebenfalls in gewissem Maße unterstützt, die erwartete Energiekrise aufgrund des Ukraine-Krieges ist nicht eingetreten. Kostensteigerungen in der gesamten Lieferkette wurden teilweise an den Endverbraucher weitergegeben, was ebenfalls zum Marktwachstum beigetragen hat.

Im Kalenderjahr 2023 wird mit einer Abkühlung des Marktes um etwa 8 % gerechnet. Die Faktoren hinter der allgemeinen Verlangsamung des Marktes sind das langsamere Wirtschaftswachstum in Europa und im Rest der Welt, insbesondere der chinesische Markt hat sich noch nicht erholt, die steigenden Zinssätze und die Rückkehr der Lieferkette zu normaleren Vorlaufzeiten. Unsere Schlüsselsegmente Industrie und Automobil halten sich weiterhin gut, insbesondere dort, wo sich diese Segmente mit den erneuerbaren Energien überschneiden - Energieerzeugung, E-Charging und Elektrofahrzeuge. Auch die Luft- und Raumfahrt wächst.

Ein potenzieller zukünftiger Trend könnte die Rückkehr einiger Geschäfte aus China/Asien sein, da einige Kunden ihre Produktion nach EMEA zurückverlagern oder nicht nach Asien verlagern, damit die OEMs kurze Lieferketten, weniger Risiken und einen geringeren CO 2 - Fußabdruck haben, um ihre Kunden besser bedienen zu können. Während wir im Geschäftsjahr einen starken Halbleiterumsatz hatten, sehen wir im DMASS-IP&E-Markt Anzeichen für eine Markt- und Bestandskorrektur, die bereits in stärkerem Maße stattfindet, wobei der DMASS-Gesamtumsatz im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 14 % zurückging.

In Deutschland konnte der Halbleitermarkt im Fiskaljahr 2023 einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro verzeichnen. Im Bereich der IP&E (Steckverbinder, passiven & elektromechanischen Bauelemente) lag der Umsatz bei 1,67 Milliarden Euro. Die Wachstumstreiber des deutschen Marktes spiegelten die allgemeinen europäischen Trends in den Bereichen Automobil, Industrie und in gewissem Maße auch Luft- und Raumfahrt wider. Während sich die Lieferketten im Laufe des Jahres verbesserten, wurden die Rekordumsätze durch eine Mischung aus höheren Volumen und Preiserhöhungen angetrieben. Die Preiserhöhungen lassen sich auf Rohstoffeinsatz, Energiekosten und Löhne zurückführen. Die Transportkosten für Luft- und Seefracht haben sich im Laufe des Geschäftsjahres verbessert, da sich die Engpässe in Flughäfen und Häfen verringert haben.

Unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung gelten die alten Parameter noch: Der deutsche Markt repräsentiert knapp 30 % des europäischen Komponentendistributionsmarkt. Wenn wir dies auf den DACH-Markt (Deutschland, Österreich, Schweiz) ausweiten, entspricht dies 36 % des gesamten europäischen Marktes. Zusammen mit Osteuropa, das häufig als Outsourcing-Standort für deutsche Unternehmen genutzt wird, ergibt sich ein Marktanteil von 53 %. Der IP&E-Distributionsmarktes repräsentiert ca. 25 %.

Die Wachstumstreiber für Europa sind z.B. das ,Internet of Things' und seine industrielle Ausprägung Industrie 4.0, 5G oder E-Mobility. Starker Fokus liegt hier besonders auf den Aspekten E-Fahrzeugen und deren Ladetechnik (EV-Charging). Zwischen Smart Industry und Smart Infrastructure finden sich eine Vielzahl von Anwendungsfällen, die Stand heute das Attribut "smart" noch nicht verdienen. Da die künstliche Intelligenz immer näher zum direkten Anwendungsfall wandert, haben viele Technologien, die Distributoren anzubieten haben, erhebliche Marktchancen bei der typischerweise mittelständischen Kundschaft.

Die hier tätigen Unternehmen - viele von ihnen Weltmarktführer in ihrem Bereich - sind zum großen Teil (90 %) Distributionskunden. Sie erwarten von der Distribution nicht nur kompletten Service vom Design bis zum Life-Cycle-Management, sondern auch zunehmend Software- und Lösungskompetenz (z.B. KI-Algorithmen, die maschinelles Lernen befördern). Zusätzlich suchen mittlerweile auch große Tier 1 OEMs, die nicht unbedingt durch die Distribution bedient werden, und die Hersteller/Lieferanten verstärkt bei den Firmen der Avnet-Gruppe nach logistischen Serviceleistungen. Ziel ist es das Management ihrer Lieferketten, die in den letzten 2 Jahren diversen Herausforderungen gegenüberstanden, zu verbessern.

Um sich zudem aus der Ecke des Hardware-Lieferanten und Logistikers zu lösen, haben Avnet und ihre Tochterfirmen sich als Technologie-Enabler positioniert, der über Software- und Plattformlösungen Kunden den Zugang zu den notwendigen Lösungen bereitstellt. Hierzu gehören Technologieberatung, Engineering Communities, aber auch eine erweiterte Wertschöpfungskette in Richtung Design- und Entwicklungsunterstützung bis hin zu Prototypenentwicklung, Startup-Support und Design für Manufacturing sind weitere mögliche Lösungen. In diesem Jahr ergänzte das Unternehmen sein Angebot an digitalen Tools um ein Full Service Portal und den Design Hub.

Entwicklung Halbleitermarkt in EMEA

Die Zukunft des Komponentenmarktes sieht allen Schwankungen zum Trotz sehr positiv aus. Avnet erwartet, dass sich der Europäische Distributionsmarkt (DTAM) bis 2030 verdoppelt und, dass die Distribution aufgrund ihrer herausragenden technischen und logistischen Fähigkeiten auch einen höheren Anteil am Gesamtmarkt (TAM) sichern kann. Viele Hersteller geben kontinuierlich Kunden an die Distribution ab, um sich auf die Technologieinnovation zu konzentrieren. Auch die Konsolidierung auf der Hersteller- sowie auf der Distributorenseite wird weitergehen, allerdings deutlich selektiver als in der Vergangenheit. In der gegenwärtigen Marksituation sind Preiserhöhungen aber auch potenzielle Margensteigerungen möglich.

2. Wirtschaftliche Lage

2.1 Ertragslage

Die AVNET EMG GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2022/2023 insgesamt Umsätze in Höhe von 1.080,6 Mio. EUR (im Vj. 801,4 Mio. EUR). Der Anstieg in Höhe von 34,8 % resultiert im Wesentlichen aus der dargestellten Marktentwicklung, die durchgängig im Geschäftsjahr anhielt. Die Steigerungen lassen sich sowohl auf Mengen- als auch Preiseffekte zurückführen. Die Halbleiterhersteller erhöhten mehrmals im Jahr die Preise aufgrund gestiegener Rohstoffpreise als auch aufgrund der Allokation im Markt. Die Gesellschaft war in der Lage diese Erhöhungen an die Kunden weiterzugeben. Die hohe Nachfrage kam aus allen Industriebereichen, jedoch besonders aus der Automobilindustrie, die eine sehr hohe Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen Antrieben verspürte. Diese Fahrzeugtypen haben einen überdurchschnittlichen Halbleiteranteil.

AVNET Silica und AVNET Abacus repräsentieren die wesentlichen Teile des Geschäftes. Der Geschäftsbereich AVNET Abacus verzeichnete steigende Umsatzzahlen. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg in Höhe von 14,6 % zu verzeichnen. Der Anteil am Gesamtumsatz lag bei dem Geschäftsbereich AVNET Abacus bei 17,9 %. Der Geschäftsbereich AVNET Silica verzeichnete ebenfalls steigende Umsatzzahlen. Die hohe Nachfrage an Halbleitern führte zu einem Wachstum von 42,6 %. Der Anteil am Gesamtumsatz lag bei dem Geschäftsbereich AVNET Silica bei 79,5 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 3,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (3,7 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Erträgen aus Auflösung von Rückstellungen, die durch höhere Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung nicht kompensiert werden konnten.

Der Materialaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr entsprechend der steigenden Umsätze um 263,9 Mio. EUR auf 998,9 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote verschlechterte sich leicht von 91,7 % auf 92,4 %.

Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr auf 44,2 Mio. EUR und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr (Vj. 37,8 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 401 Mitarbeiter (i. Vj. 385) beschäftigt, zum Ende des Geschäftsjahres waren 406 Mitarbeiter (i. Vj. 386) angestellt. Der Anstieg in den Personalkosten resultiert aus dem Aufbau des Personalbestandes sowie aus höheren Aufwendungen für Boni aufgrund der guten Geschäftsentwicklung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 14,7 Mio. EUR, was einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. EUR darstellt. Dabei wurden höhere Aufwendungen bei den Fahrzeug-, Reise- und Messekosten sowie bei den Kursverlusten aus der Fremdwährungsumrechnung teilweise durch geringere Mietaufwendungen und Forderungsverluste kompensiert.

Das Zinsergebnis in Höhe von negativ 2.011,3 TEUR (Vj. positiv 226,7 TEUR) setzt sich zusammen aus Zinsaufwendungen in Höhe von 4.144,3 TEUR, denen 2.133,0 TEUR Zinserträge gegenüberstehen. Bei den Zinserträgen handelt es sich überwiegend um Zinsgutschriften auf die internen Verrechnungskonten mit AVNET Financial Services, die aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus im Geschäftsjahr deutlich anstiegen. Die Zinsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Factoring, die aufgrund des gestiegenen Umsatz- und Forderungsniveaus ebenfalls deutlich gestiegen sind.

Im Berichtsjahr erwirtschaftete die AVNET EMG GmbH somit ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 23,8 Mio. EUR (Vj. 18,8 Mio. EUR).

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beläuft sich auf 23,8 Mio. EUR (Vj. 18,7 Mio. EUR).

Die Entwicklung der Ertragslage und hierbei insbesondere die Entwicklung der Umsätze spiegelt die starke Marktentwicklung wider.

2.2 Finanzlage

Die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft erfolgte weiterhin über den AVNET Inc.-Konzern.

Die Finanzlage bestimmt sich aus den Forderungen gegen die AVNET Financial Services, die AVNET EMEA-weit das Cash Management verantwortet. Die Forderungen haben sich im Geschäftsjahr von 56,8 Mio. EUR auf 28,9 Mio. EUR verringert.

Das Working Capital [Forderungen aus L+L und vU ohne CashPooling - Verbindlichkeiten aus L+L und vU ohne Cash-Pooling] hat sich im Geschäftsjahr mit 42,7 Mio. EUR (Vj. 15,3 Mio. EUR) deutlich erhöht.

Zum Bilanzstichtag betrugen die Finanzmittel im Cash-Pooling 28,1 Mio. EUR [Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der AVNET Financial Services].

Im Bereich von Bürohardware und Software wurden wiederum im üblichen Rahmen Ersatzinvestitionen getätigt. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr von 119,4 Mio. EUR auf nunmehr 138,0 Mio. EUR.

Das Anlagevermögen erhöhte sich um 0,1 Mio. EUR und beträgt insgesamt 1,1 Mio. EUR. Damit hat das Anlagevermögen einen Anteil von 0,8 % an der Bilanzsumme. Die Erhöhung ist im Wesentlichen bedingt durch Investitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie bei den Mietereinbauten.

Das Umlaufvermögen einschließlich der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten hat gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 18,5 Mio. EUR auf 136,9 Mio. EUR zu verzeichnen, was einem Anteil von 99,2 % an der Bilanzsumme entspricht. Das Umlaufvermögen teilt sich in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 104,2 Mio. EUR (i. Vj. 60,0 Mio. EUR) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 32,1 Mio. EUR (i. Vj. 57,8 Mio. EUR) auf, die überwiegend gegenüber der AVNET Financial Services, Belgien, im Rahmen des Cash-Poolings bestehen. Die Erhöhung des Umlaufvermögens ist auf die höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, welche durch die positive Geschäftsentwicklung bedingt sind.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit 259 TEUR gegenüber 169 TEUR im Vorjahr um 90 TEUR gestiegen. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen im Aufbau von Rückdeckungsversicherungen für Zeitkonten- und Altersteilzeitmodelle begründet.

Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und beträgt weiterhin 48,8 Mio. EUR. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags hat der Jahresüberschuss keine Auswirkung auf das Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote beträgt 35,4 % gegenüber 40,9 % im Vorjahr.

Das Fremdkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 89,1 Mio. EUR und hat sich damit zum Vorjahr um 18,5 Mio. EUR erhöht. Wesentlicher Treiber sind hierbei die gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Zum Bilanzstichtag bestehen Rückstellungen in Höhe von 8,9 Mio. EUR und liegen damit über dem Wert des Vorjahres von 7,3 Mio. EUR. Die Rückstellungen haben einen Anteil von 6,5 % am Gesamtkapital. Sie bestehen im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen in Höhe von 3,1 Mio. EUR (Vj. 3,0 Mio. EUR) sowie sonstigen Rückstellungen in Höhe von 5,8 Mio. EUR (Vj. 4,4 Mio. EUR). Der Anstieg bei den sonstigen Rückstellungen ist auf die Rückstellung für variable Mitarbeitervergütungen zurückzuführen, die im Geschäftsjahr 3,4 Mio. EUR betragen (i. Vj. 1,8 Mio. EUR). In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für nicht in Anspruch genommene Urlaubstage in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vj. 1,2 Mio. EUR) sowie übrige Rückstellungen für beispielsweise fehlende Rechnungen oder Archivierungsverpflichtungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (i. Vj. 1,2 Mio. EUR) enthalten.

Mit insgesamt 80,2 Mio. EUR sind die Verbindlichkeiten zum Ende des Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr um 17,0 Mio. EUR gestiegen. Die Verbindlichkeiten haben einen Anteil von 58,1 % am Gesamtkapital. Der Anstieg wurde im Wesentlichen durch die um 16,9 Mio. EUR höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bewirkt, hauptsächlich bedingt durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus dem Wareneinkauf gegenüber der Avnet Europe B.V. sowie aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegenüber der AVNET Embedded (Freiburg) GmbH.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit 18,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 18,5 Mio. EUR um 0,1 Mio. EUR gestiegen. Diese Erhöhung resultiert aus höheren Umsatzsteuerverbindlichkeiten, die durch einen Rückgang bei den kreditorischen Debitoren nicht kompensiert werden konnten.

Insgesamt befindet sich das Unternehmen aufgrund der dargestellten Marktentwicklungen weiterhin in einer sehr guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

C. Chancen- und Risikobericht

Zur Vermeidung bzw. Erkennung etwaiger Risiken bestehen folgende Einrichtungen:

ein monatliches Berichtswesen an die Gruppe zur Erkennung frühzeitiger Tendenzen

eine detaillierte Kostenrechnung zur Kontrolle der einzelnen Bereiche

Prüfung von Abläufen und internen Prozessen durch die Abteilung Interne Revision

Zusätzlich arbeitet die AVNET-Gruppe unverändert an den Optimierungen der Geschäftsprozesse.

Die Gesellschaft ist den allgemeinen Risiken des Halbleitermarktes, wie der Preisdominanz durch die Lieferanten und der starken Volatilität des Geschäfts in der Branche, aufgrund der Geschäftsstruktur als "Low-Risk-Distributor" nur begrenzt ausgesetzt. Wesentliche Risiken aus der Werthaltigkeit des Vorratsvermögens sind im Geschäftsmodell ausgeschlossen. Die Gesellschaft trägt jedoch das Forderungsausfallrisiko der Kunden. Zur Reduzierung des Forderungsausfallrisikos hat die Gesellschaft Warenkreditversicherungen abgeschlossen und führt ein internes Rating System zur Vergabe des Kreditlimits. Die Ertragslage dieses Distributionsmodelles wird durch die Verrechnungspreise, welche auf einer Benchmark-Studie basieren und innerhalb eines gewissen EBIT-Korridors liegen müssen, wesentlich beeinflusst.

Die Erreichung des Budgets hängt wesentlich davon ab, wann und in welcher Stärke die Märkte in die Konsolidierungsphase eintreten werden. Der anhaltende russische Angriffskrieg und die damit zusammenhängenden Sanktionen mündeten bereits in einer hohen Inflation auf allen Ebenen der Volkswirtschaft. Insbesondere die Entwicklung der Energiepreise kann die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig beeinflussen. Das stark gestiegene Zinsumfeld in Europa und weltweit führt bereits im Kalenderjahr 2023 zu geringeren Wachstumsraten in Europa und es wird erwartet, dass Deutschland in eine Rezession eintreten wird. Dieses eingetrübte wirtschaftliche Umfeld kann sich negativ auf Umsatz und Ergebnis vor Steuern auswirken und dazu führen, dass das Budget für Fiskaljahr 2024 nicht erreicht wird.

AVNET EMG GmbH hat zum Ziel, die Kunden in Deutschland vorwiegend lokal zu betreuen und unterhält zu diesem Zweck ein gut ausgebautes Vertriebsnetz mit 13 Vertriebsbüros sowie einer gegenüber dem Vorjahr unverminderten Vertriebsmannschaft.

Die AVNET-Gruppe hat zahlreiche Distributionsabkommen mit vielen weltweit führenden Halbleiterherstellern abgeschlossen, so dass den Kunden eine hervorragende Produktpalette angeboten werden kann. Daneben ist es ein erklärtes Ziel der AVNET-Gruppe, den Kunden eine hohe technische Kompetenz zu bieten und dementsprechend werden die Mitarbeiter weitergebildet, damit dieses Wissen in die Kundenberatung einfließen kann. Der Verlust von Distributionsabkommen mit Lieferanten ist ein Geschäftsrisiko, welches jedoch aufgrund der Vielzahl an Distributionsabkommen kein Risiko für den Fortbestand darstellt, da kein Abkommen dominierend ist.

Mittel- und langfristig sind die Chancen der High-Tech-Industrie in Deutschland sehr groß. Das "Internet of Things" und seine industrielle Ausprägung Industrie 4.0 werden den Bedarf für deutsche Technologie antreiben und damit auch den Komponentenmarkt wieder befeuern. Zwischen Smart Industry und Smart Infrastructure finden sich eine Vielzahl von Anwendungsfällen, die heute noch wenig "smart" sind. Da die Intelligenz immer näher zum direkten Anwendungsfall wandert, haben viele Technologien, die Distribution anzubieten haben, erhebliche Marktchancen.

Dies zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr als Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (Kl), wie z.B. Chat-GPT, die in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt sind.

Viele deutsche Weltmarktführer in diesen Bereichen oder auch führende Nischenanbieter werden zu 90 % von der Distribution bedient, die die gesamte Service-Palette von der Design-Unterstützung bis zum Life-Cycle Management bietet.

Das führt dazu, dass die Rolle der Distribution sich zunehmend zu der eines Logistikdienstleisters entwickelt, sollte er nicht in der Lage sein, dem Kunden eigenen Mehrwert anzubieten. Dazu zählen der Technologiezugang über Engineering Communities, aber auch eine erweiterte Wertschöpfungskette in Richtung Design- und Entwicklungsunterstützung. Mit einer reinen Technologieberatung ist es jedoch nicht getan - Prototypenentwicklung, Startup-Support und Design for Manufacturing sind mögliche Lösungen.

Die AVNET EMG GmbH setzt zur teilweisen Absicherung von Wechselkursrisiken in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität --wie Devisentermingeschäfte-- verwendet. Wir verweisen auf die Ausführungen im Anhang des Jahresabschlusses. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln.

Aus unserer Sicht bestehen keine signifikanten Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen können. Insbesondere bestehen nach unserer Kenntnis keine besonderen Risiken bezüglich Zahlungsunfähigkeit, Umweltrisiken oder sonstiger vertraglicher Beziehungen.

D. Prognosebericht

Die Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr (AVNET Gruppe in EMEA/ US-GAAP) im letztjährigen Lagebericht ging von einem Umsatzwachstum im leicht einstelligen Prozentbereich aus. Die Erwartung begründete sich auf der Annahme, dass der europäische Markt stabil verbleibt und für Deutschland aufgrund der hohen Nachfrage im Automobilsektor besser abschneiden wird. Das Jahresergebnis vor Steuern wurde aufgrund von überproportionalen Kostensteigerungen wegen Inflation und Personalkosten sowie konstanter Materialaufwandsquote als geringer erwartet.

Tatsächlich übertrafen die Umsätze die Prognose und der Umsatz wuchs um 34,8 % auf 1.080,6 Mio. EUR. Das Wachstum begründet sich auf alle Geschäftseinheiten, wenngleich AVNET Silica mit 42,6 % das größte Wachstum verzeichnete (AVNET Abacus 14,6 % Wachstum). Das positive Marktumfeld hielt das gesamte Geschäftsjahr über an und erreichte den Höhepunkt im 2. Quartal mit 284,3 Mio. EUR Umsatz bei annähernd konstanten Umsätzen in den 3 anderen Quartalen und durchweg hoher Verfügbarkeit an elektronischen Bauteilen. Neben dem Mengenwachstum führten wiederum auch die Preissteigerungen der Hersteller, die an die Kunden weitergegeben werden konnten, zu diesem Anstieg. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie überstieg die Erwartungen, insbesondere aufgrund der hohen Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen Antrieben, die einen höheren Anteil an Halbleitern beinhalten. Das Ergebnis vor Steuern in Höhe von 23,8 Mio. EUR ist deutlich über dem Vorjahresergebnis mit 18,7 Mio. EUR und übertraf auch die Erwartungen. Der Materialeinsatz mit 92,4 % versus 91,7 % im Vorjahr erhöhte sich leicht. Die Personalkosten sind aufgrund der deutlich über Budget liegenden Ergebnisse sowie einer höheren Mitarbeiterzahl deutlich über Vorjahr und der Prognose.

Die Zukunft des Komponentenmarktes sieht allen Schwankungen zum Trotz sehr positiv aus. AVNET erwartet, dass sich der Europäische Distributionsmarkt (DTAM) bis 2030 verdoppelt und dass die Distribution aufgrund ihrer herausragenden technischen und logistischen Fähigkeiten auch einen höheren Anteil am Gesamtmarkt (TAM) sichern kann. Die Konsolidierung auf der Hersteller- wie auf der Distributorenseite wird weitergehen, allerdings deutlich selektiver als in der Vergangenheit. Der Preis- und Margendruck sowohl auf der Kunden- wie auch der Herstellerseite wird weiterhin Bestand haben.

Für das Budget der AVNET Gruppe nach US-GAAP für das Geschäftsjahr 2023/2024 geht man nach zwei außerordentlich starken Jahren von einer leicht schwächeren Marktentwicklung aus und erwartet, dass die Umsätze für die AVNET Silica im geringen einstelligen Prozentbereich sinken werden, während die AVNET Abacus im einstelligen Prozentbereich wachsen wird. In Summe wird ein Rückgang zwischen 3-4 % erwartet. Diese Erwartung wird davongetragen, dass anhaltend hohe Zinsen das wirtschaftliche Umfeld eintrüben und für eine insgesamt schwache Nachfrage sorgen werden. Ferner wird erwartet, dass sich die Allokationsphase mit Bauteilen für die Halbleiterindustrie überwiegend auflösen wird. Zudem ist zu beobachten, dass die Läger der Kunden teilweise wieder sehr gut befüllt sind und es zu einer Lagerkorrektur in bestimmten Bereichen kommen wird. Die Einschätzung der Gesellschaft beruht ferner auf der Annahme, dass die europäische Wirtschaft insgesamt in eine Schwächephase eintritt bei bestehenden Unsicherheiten durch den Ukraine Krieg. Auf Basis dieser Rahmenbedingungen erwartet die AVNET EMG für das Geschäftsjahr 2023/2024 ebenfalls einen im leicht einstelligen Prozentbereich liegenden Umsatzrückgang.

Die Materialaufwandsquote wird in etwa, wie im Berichtsjahr erwartet. Die Personalkosten werden sinken da aufgrund der Marktlage von einer Zielerreichung unterhalb der 100 % ausgegangen wird. Die Zielerreichung in FY23 betrug 130 %. Die Einsparung in der variablen Kompensation wird teilweise durch Gehaltszuwächse und Neueinstellungen kompensiert. Das Jahresergebnis vor Steuern wird insgesamt aufgrund der rückläufigen Umsätze und leicht höheren Kosten etwas geringer erwartet.

Die obenstehenden zukunftsbezogenen Aussagen über die künftige Entwicklung können tatsächlich wesentlich von den Erwartungen über ihre voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

Die Entwicklung in den Folgejahren ist abhängig von der allgemeinen Konjunktur, der Entwicklung der Krise in der Ukraine und den damit zusammenhängenden Auswirkungen auf die Energiemärkte, der hohen Inflation sowie der Versorgungsicherheit mit Gas, um die Industrieproduktion sicherzustellen. Aktuell besteht zudem das Risiko, dass infolge der Auswirkungen der Ukraine Krise die europäischen Märkte in eine Rezession eintreten, die möglicherweise länger anhaltend ist und somit den Ausblick trüben kann. Ferner ist unklar, wie lange das hohe Zinsumfeld und damit eine Investitionszurückhaltung Bestand haben wird. Aufgrund dieser Risiken ist ein längerfristiger Ausblick in diesem Markt generell sehr risikobehaftet. Die Gesellschaft geht allerdings davon aus, dass sich auch in den Folgejahren (Prognosezeitraum bis 2026) gemittelte Umsatz- und Ertragssteigerungen im niedrigen einstelligen Bereich erzielen lassen werden.

Die weitere Entwicklung der Gesellschaft, insbesondere die Vermögens- und Ertragslage, hängt insbesondere von der weiteren weltweiten Konjunktur sowie der Branchenkonjunktur ab. Sollte sich die weltweite Konjunktur verschlechtern, könnte das gesetzte Umsatzziel nicht erreicht werden.

 

Poing, den 30. September 2023

Die Geschäftsführung

Frank Stephan

Mark Kempf

Brian Wilken

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AVNET EMG GmbH, Poing

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AVNET EMG GmbH, Poing, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AVNET EMG GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 17. November 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Leistner, Wirtschaftsprüfer

Jürgen Kirch, Wirtschaftsprüfer

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