Ambulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
worKA gGmbH
Am Storrenacker 9, 76139 Karlsruhe, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Paul Hüttner seit 25.3.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e.V. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
worKA gGmbHKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT 2022worKA gGmbH, KarlsruheI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Ziele und Strategien II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a. Ertragslage b. Finanzlage c. Vermögenslage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risiken der künftigen Entwicklung 2. Chancen der künftigen Entwicklung 3. Gesamtaussage V. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten VI. Bericht über Zweigniederlassungen I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die worKA gGmbH ist ein Inklusionsunternehmen gemäß § 215 Abs. 1 des Neunten Sozialgesetzbuches und § 68 Nr. 3 Buchstabe c der Abgabeordnung. Die Gesellschaft bietet und schafft Qualifizierungsmaßnahmen und dauerhafte Arbeitsplätze inklusive arbeitsbegleitender rehabilitativer Förderung für Menschen, die aufgrund einer Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur schwer vermittelbar sind. Als Tochterunternehmen der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e.V., wurde das Beschäftigungszentrum Karlsruhe gGmbH im Jahr 2000 gegründet und sieht sich in einer besonderen Verpflichtung gegenüber Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft. Die Schaffung und dauerhafte Errichtung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen erfolgt durch die Übernahme von Aufträgen aus den Bereichen Dienstleistung, Handel und Fertigung sowie durch die Übernahme von Betriebsleistungen. Zur Arbeitserprobung während der Qualifizierung werden die betreffenden Mitarbeiter bei Fortdauer der arbeitsbegleitenden rehabilitativen Förderung im Rahmen der Erbringung und Übernahme von Dienst- und Betriebsleistungen im Einzelfall im Auftrag der Gesellschaft auch bei den Auftraggebern unmittelbar tätig. Dies alles geschieht mit der Unterstützung des Integrationsamtes Baden-Württemberg beim Kommunalverband Jugend und Soziales (KVJS), das aus Mitteln der Ausgleichsabgabe sowohl die individuellen Mindestleistungsausgleiche als auch die investive Förderung finanziert. Neben dem Betrieb von vier CAP-Märkten entwickelte die worKA bis zum heutigen Tag folgende Geschäftszweige: • Arbeiten im Garten- und Landschaftsbau • Logistik-, Verpackungs- und Konfektionierungsarbeiten • Gastronomie mit Restaurant, Mensa-, Kantinen- und Cateringbetriebe • Archivierungs- und Digitalisierungsarbeiten 2. Ziele und Strategien Zweck der Gesellschaft ist die Förderung der Hilfe für Menschen mit Behinderung und die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen. Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mit dem Ziel der Dauerhaftigkeit wird dieser Zweck erfüllt. Dabei sind die Geschäftsbereiche immer auch auf wirtschaftliche Rentabilität ausgelegt. Ein weiteres Ziel im Sinne von Inklusion und Teilhabe ist es, dass Menschen mit und ohne Behinderung am Arbeitsplatz "Hand in Hand" zusammenarbeiten. Direkter Umgang und Konfrontation mit dem Thema Behinderung begünstigt den Abbau von Vorurteilen und Ängsten. Die Integration in die Arbeitswelt führt zu einer Steigerung des Selbstwertgefühls bei Menschen mit Behinderungen. In unseren Standorten bieten wir Hospitationen, Arbeitserprobungen, Probebeschäftigungen und Trainingsmaßnahmen zur Verbesserung der Eingliederungsaussichten an. 2021 hat sich dieses Qualifizierungs-Netzwerk in folgenden Maßnahmen widergespiegelt: • berufliche Qualifizierungsmaßnahmen • Zusammenarbeit mit "Kooperative Berufliche Bildung und Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt" (KoBV) • Kooperation mit Förderschulen • HWK Work-Web Arbeitsplätze • Praktika von Werkstattmitarbeitern aus WfbM's in den worKA-Projekten • Patienten zur Arbeitstherapie (Kooperation mit Kliniken und Psychiatrien) • Vermittlung von Klienten des IFD in unterschiedliche Bereiche • Ausbildungsplätze in den CAP-Märkten All diese Maßnahmen und Kooperationen sorgen dafür, dass Menschen mit Behinderungen praktische Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt sammeln können. Ferner steht der worKA ein großer Pool an potentiellen Mitarbeitern zur Verfügung, sodass Planungssicherheit bei der Entwicklung neuer Projekte gegeben ist. Insgesamt sind diese umfassenden Qualifizierungsmaßnahmen erfolgreiche Investitionen in die Zukunft des Unternehmens. Für die allgemeine Entwicklung von Integrationsbetrieben ist trotz der sinkenden Arbeitslosenzahlen auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Steigerung der Arbeitslosigkeit bei schwerbehinderten Menschen zu konstatieren - und dies bereits seit mehreren Jahren in Folge. Entgegen diesem Trend agiert die worKA äußert erfolgreich. Einerseits ist eine konstante Projektanfragen an die worKA zu verzeichnen, andererseits wenden sich ungebrochen viele Menschen mit einer Behinderung an das Unternehmen mit dem Ziel, eine sinnvolle und stabile Beschäftigung angeboten zu bekommen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Aufgrund der unterschiedlichen Geschäftsfelder verfügt die worKA über ein breites Angebot an unterschiedlichen Arbeitsfeldern. Der Branchenmix des Gesamtunternehmens bringt somit gewünschte Synergieeffekte mit sich. Die unterschiedlichen Branchen bieten eine Vielfalt an potenziellen Arbeitsmöglichkeiten, sodass bei allen Mitarbeiter*innen ein hoher Grad an Bedarfsorientierung und somit Zufriedenheit erreicht werden kann. Die notwendige Übersichtlichkeit über die betriebswirtschaftliche Situation wird durch klare Kostentrennung und Kostenstrukturen erreicht. Zudem zieht das Geschäftsfeld Einzelhandel Synergieeffekte aus dem Vorhandensein von vier CAP-Märkten, da hierdurch Vorteile durch gemeinsame Bestellungen, bei der Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen usw. entstehen. Große Stärken der CAP-Märkte sind ihre Geschäftsidee sowie ihre Partner. Gleiches gilt für den Bereich der Kantinen- und Cateringbetriebe, die neben einem fachlichen Austausch auf hohem Niveau auch Synergien durch ein zentrales Einkaufsmanagement nutzen. 2. Geschäftsverlauf und Lage Im Geschäftsjahr konnten die Umsatzerlöse um rd. 10% auf 18.920 T€ (Planwert: 19.563 T€) gesteigert werden. Der Jahresfehlbetrag weitete sich dabei jedoch von 305 T€ auf nunmehr 1.014 T€ aus. Bei unter den Planwerten liegenden Umsatzerlösen (-3.3%) wurde auch der geplante Jahresfehlbetrag i.H.v. 213 T€ deutlich überschritten. Ursächlich hierfür war insbesondere ein ungeplanter Anstieg in der Kostenstruktur, hauptsächlich im Personalbereich in der Sparte Gastronomie sowie in den sonstigen Aufwendungen. Die Kosten im Personalbereich waren geprägt durch die mehrstufige gesetzliche Mindestlohnerhöhung um 22% in der Spitze auf bis zu 12€ zum Ende des Geschäftsjahres. Der Bereich der CAP-Märkte stagnierte im Berichtsjahr noch - als direkte Folge der Corona-Pandemie - und somit konnten die Steigerungen in mehreren Aufwandsarten nicht gedeckt werden. Im Bereich der Gastronomie blicken wir auf ein sehr herausforderndes Jahr zurück. Unter anderem mit der Eröffnung der Kantine im Technologiepark konnten wir uns für künftiges Wachstum gut positionieren. Wenngleich wir aufgrund von - krankheitsbedingt - hohen Personalengpässen im Bereich des Gastronomiebetriebs im Geschäftsjahr verstärkt auf Leiharbeiter zurückgreifen mussten, was unser Ergebnis zusätzlich belastete. Trotz der insgesamt herausfordernden Situation für das Unternehmen, können wir mit Stolz konstatieren, dass alle Arbeitsplätze im Berichtsjahr erhalten wurden - und dies auch für die Zukunft weiter so geplant ist. a. Ertragslage
Die Ertragsquellen der Gesellschaft setzen sich neben Umsatzerlösen (aus fünf verschiedenen Sparten), aus Personalkostenerstattungen von öffentlichen Leistungsträgern sowie Investitionszuschüssen zusammen. Im Bereich der Umsatzerlöse (Anstieg von 9,7% im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr) tragen insbesondere die vier betriebenen CAP-Märkte mit 69,3% zu den gesamten Umsatzerlösen bei (Vj.: 76,6%) gefolgt von der Gemeinschaftsverpflegung mit 17,4% (Vj.: 9,0%) sowie dem Produktions- und Dienstleistungsbereich mit 9,4% (Vj.: 10,7%). Mieterträge sowie innerbetriebliche Erträge machen mit 3,9% (Vj.: 3,7%) nur einen unwesentlichen Anteil an den gesamten Umsatzerlösen aus. Die Umsätze im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung konnten dabei von 1.557 T€ auf 3.293 T€ im Berichtsjahr mehr als verdoppelt werden. Wohingegen sich die Umsätze im Produktions- und Dienstleistungsbereich (-3,3%) sowie den CAP-Märkten (-0,7%) leicht rückläufig entwickelten. Die Erträge aus Personalkostenerstattungen liegen mit 1.623 T€ um 288 T€ deutlich über dem Planwert von 1.335 T€, und erhöhten sich um 6,3% im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr. Die Quote der Erstattungen im Verhältnis zum gesamten Personalaufwand ist dabei allerdings weiter rückläufig und befindet sich im Berichtsjahr mit 22,6% (Vj.: 24,5%) auf historisch niedrigem Niveau. Erträge aus der Amortisation des Sonderpostens für Investitionszuschüsse betrugen im Geschäftsjahr 205 T€ und befinden sich damit auf historisch hohem Niveau. In Summe liegen die gesamten Erträge um 170 T€ unter dem Planwert. Die um 495 T€ deutlich über Plan liegenden Personalaufwendungen - bedingt durch eine Aufstockung des Personalbestandes von durchschnittlich 246 Angestellten und geringfügig Beschäftigten im Geschäftsjahr 2021 auf 260 im Berichtsjahr - trugen ebenso zur Ausweitung des Fehlbetrages bei, wie die um 518 T€ über dem Plan liegenden sonstige betriebliche Aufwendungen. Neben allgemeinen Mietsteigerungen belasteten hier insbesondere periodenfremde Aufwendungen - bedingt durch eine Nachberechnung der umsatzabhängigen Miete durch Edeka (rd. 40 T€) - sowie deutlich gestiegene Kfz-Kosten und Rechts- und Beratungskosten das Jahresergebnis zusätzlich. Weiterhin führte das Zurückgreifen auf Leiharbeiter im Gastronomiebetrieb - verursacht durch Personalengpässe u.a. durch einen hohen Krankenstand - zu zusätzlichen Kosten von rd. 48 T€. Ebenso verzeichneten wir bei den Fortbildungskosten einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr, was insbesondere Schulungen für den Betriebsrat geschuldet war (14 T€) sowie Weiterbildungen für die Geschäftsleitung (10 T€). Insgesamt konnten somit auch die um rd. 4% (452 T€) unter dem Planwert liegenden Materialaufwendungen die restlichen Kostensteigerungen nicht kompensieren. b. Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens kann als herausfordernd beschrieben werden. Durch den erwirtschafteten Jahresfehlbetrag von 1.014 T€ sowie dem Aufbau des Working Capital ergibt sich ein negativer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit i.H.v. 800 T€ (Vj.: positiv i.H.v. 122 T€). Durch Investitionen in das Anlagevermögen (sowie Verkäufen von Gegenständen des Anlagevermögens i.H.v. 15 T€) ergibt sich ebenfalls ein negativer Cashflow aus Investitionstätigkeit von 815 T€ (Vj.: negativ i.H.v. 588 T€). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 886 T€ (Vj.: negativ iHv. 594 T€) und setzt sich im Wesentlichen aus der Liquiditätshilfe der Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften gGmbH iHv. 600 T€ sowie erhaltenen Zuschüssen iHv. 292 T€ zusammen. In Summe ergibt sich ein Mittelabfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit von 729 T€ (Vj.: 1.061 T€). Infolgedessen sinkt das Guthaben bei Kreditinstituten von 1.776 T€ um 729 T€ auf 1.047 T€ zum Stichtag. c. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Stichtag nahezu unverändert 4.354 T€ (Vj.: 4.289 T€). Investitionen in das Anlagevermögen iHv. 829 T€ führten zu einem Anstieg bei diesem auf 1.629 T€, im Wesentlichen durch vorgenommene Mietereinbauten insbesondere im Bereich der Lagerlogistik sowie Sanierungen bei den CAP-Märkten. Das Anlagevermögen macht dabei 37,4% (Vj.: 30,5%) der Bilanzsumme aus. Das Working Capital erhöhte sich um 20,2% auf 554 T€ (Vj.: 461 T€). Die Warenbestände der CAP-Märkte erhöhten sich um 44 T€ auf 602 T€. Stichtagsbedingte Erhöhungen liegen sowohl bei den Forderungen als auch bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vor. Die Erhöhung der Rückstellungen um 102 T€ auf 429 T€ rührt insbesondere aus Personalrückstellungen für Urlaub- und Mehrarbeit (+51 T€) sowie aus Gutscheinen der CAP-Märkte (+26 T€). Weiterhin bestehen zum Stichtag Finanzverbindlichkeiten iHv. 600 T€ (Liquiditätshilfe als Intercompany-Darlehen von der Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften gGmbH). Das Eigenkapital sinkt zum Stichtag durch den Jahresfehlbetrag um 37% auf nunmehr 1.728 T€. Die Eigenkapitalquote beträgt rd. 40% (Vj.: rd. 64%). 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus insbesondere auf der Entwicklung der Umsatzerlöse. Diese konnten im Vergleich zum Vorjahr um knapp 10% gesteigert werden. Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen Auftragslage der verschiedenen Abteilungen, Rohertragsquote der CAP-Märkte, Materialeinsatzquote im Bereich Gastronomie sowie die Personaleinsatzquote im Bereich der Dienstleistungen heran. Die Auftragslage hat sich im Berichtsjahr im Bereich Gastronomie positiv entwickelt, ansonsten bewegen wir uns auf Vorjahresniveau. Die Rohertragsquote im Bereich der CAP-Märkte lag im Geschäftsjahr 2022 - wie in den Vorjahren - bei rd. 27%. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) im Bereich der Gastronomie konnte weiter verbessert werden, von 32,4% im Vorjahr auf 30,9% im Berichtsjahr. Im Bereich der Dienstleistungen erhöhte sich die Personaleinsatzquote (Personalaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) um 3%-Punkte von 89,4% auf 92,4%. Die um die Personalkostenerstattungen bereinigte Quote beträgt rd. 65% (Vj.: rd. 58%). Dies zeigt an, dass ein immer höher werdender Anteil der Personalkosten am Markt durch Umsatzerlöse zu refinanzieren sind. Die Kennzahlen, insbesondere in den Bereichen der CAP-Märkte und im Gastronomie-Bereich, müssen verbessert werden, um zu kostendeckenden Ergebnissen zu kommen. Ebenfalls muss die Kennzahl Personalkostenerstattungen im Verhältnis Personalaufwand wieder verbessert werden, da ein Ausgleich der bestehenden Leistungsminderungen nicht zunehmend über Umsatzerlöse am Markt refinanziert werden kann. III. Prognosebericht Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr 18.920 T€ bei einem Jahresfehlbetrag von 1.014 T€. Wir waren in unserer Planung von Umsatzerlösen von 19.563 T€ und lediglich einem Jahresfehlbetrag von 213 T€ ausgegangen. Unsere Erwartungen haben sich demnach beim Umsatz insbesondere im Bereich CAP-Märkte nicht erfüllt. Das geplante Jahresergebnis wurde insbesondere verfehlt durch schlechtere Bereichsergebnisse im Bereich der CAP-Märkte von rd. 400 T€ und um Bereich Gastronomie von rd. 250 T€. Neben allgemeinen Steigerungen in mehreren Kostenarten waren vor allem über den Planungen liegenden Personalkosten dafür ursächlich. Für das aktuelle Geschäftsjahr gehen wir von einer Steigerung der Umsatzerlöse von 1,5% auf 19.200 T€ aus. Die Steigerung erwarten vor allem aus dem Bereich Produktion- und Dienstleistung. Bereits für das laufende Geschäftsjahr 2023 erwarten wir durch angestoßene operative Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie positiver Synergieeffekte, eine weitere Reduzierung der Materialeinsatzquote sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Dies führt in Summe einem sich reduzierenden Jahresfehlbetrag auf 474 T€. Der Bereich Gastronomie ist weiterhin verantwortlich für das negative Jahresergebnis. Durch eine weitere Liquiditätshilfe der Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften gGmbH iHv. 400 T€ im Jahr 2023 und einer Erreichung der geplanten Ziele mit einer verbesserten aber weiterhin negativen Ertragslage konnte die Liquiditätssituation vorübergehend stabilisiert werden. Auch für das Jahr 2024 weist die die geplante Ertragslage einen sogar wieder erhöhten Jahresfehlbetrag von 523 T€ auf. Die Liquidität ist somit auch im Jahr 2024 wieder abnehmend, jedoch weist der geplante Finanzstatus am 31.12.2024 eine Liquiditätstand von 1.043 T€ aus, so dass eine Zahlungsfähigkeit gegeben ist. Die Kooperationen mit kommunalen Sozialleistungsträgern sind vertrauensbasiert, innovationsoffen und insgesamt als sehr erfolgreich zu bezeichnen. Die Ausrichtung der Geschäftsfelder ist langfristig und mit umfangreichen Rahmenverträgen zukunftssicher ausgestattet wie bspw. im Garten- und Landschaftsbau oder im Bereich der Digitalisierung. Die CAP-Märkte befinden sich in Einzugsgebieten mit stabilen Kundenkontakten bzw. einkaufsstarken Sozialräumen. Zudem schaffen wir mit in den bestehenden Geschäftsbereichen auch in Zukunft neue Arbeitsfelder für Menschen mit Behinderung, die eine langfristige Ausrichtung verfolgen. Neben den bereits getroffenen Maßnahmen für das Geschäftsjahr 2023 werden wir nach einer weiteren Analyse hinsichtlich der Möglichkeiten einer zukunftsfähigen Gestaltung einzelner Bereiche, Standorte und Aufträge weitere Maßnahmentreffen um wieder eine positive Ertragslage zu erreichen und demzufolge auch die Vermögens- und Finanzlage wieder zu verbessern. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als sehr herausfordernd aber bewältigbar ein. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risiken der künftigen Entwicklung Alle Projekte der worKA sind risikoarm angelegt. Durch vorangehende Machbarkeitsanalysen und Rentabilitätsprüfungen externer Partner werden risikoreiche Vorhaben von Beginn an aussortiert. Insgesamt unterliegt die worKA mit den CAP-Märkten den allgemeinen Risiken der Lebensmittelbranche und der Gastronomiebranche. Durch infrastrukturelle Veränderungen sind unsere CAP-Märkte oftmals unmittelbar betroffen. In der Gastronomie sehen wir uns nach den überwundenen Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie den Branchenthemen Personalmangel, allgemeine Preissteigerungen in der Beschaffung, geringere Kaufkraft der Kunden durch die Inflation gegenüber. Ein generelles Risiko im Bereich der CAP-Märkte wird in steigenden Preisen für Lebensmittel gesehen. Hierdurch könnten Kunden zu Discountern abwandern. Dieses Risiko soll durch die stetige Überprüfung des Produktsortiments abgeschwächt werden. Im Bereich der Gastronomiebetriebe stehen wir vor der Herausforderung die Erlöse, sei es durch Preiserhöhungen am Markt oder durch höhere Personalkostenerstattungen im Rahmen der Leistungsminderungsausgleichs, zu steigern, so dass die steigenden Personalkosten und die allgemeinen Kostensteigerungen wieder gedeckt werden können. Weitere Risiken im Bereich der CAP-Märkte ergeben sich aus dem geplanten Umbau des Marktes in Durlach, welcher für das Jahr 2025 geplant ist. Politische Risiken können sich im Wesentlichen aus den Personalkostenerstattungen durch die Kostenträger ergeben. Einerseits werden die Förderhöhen für jeden beeinträchtigten Angestellten separat vereinbart und sind in ihrer Höhe somit abhängig von der jeweils individuellen Behinderung des Beeinträchtigten. Andererseits können sich Risiken aus sich ändernder Sozialgesetze - und somit Förderhöhen der Erstattungen - ergeben. Bestandsgefährdende Risiken durch fehlende Liquidität und den Verbrauch des Eigenkapitals könnten für die worKA entstehen, wenn es ihr nicht gelingt ihre Ertragssituation nachhaltig zu verbessern und sich vom Pfad der Jahresfehlbeträge zu verabschieden. . Weitere substanzielle Risiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. 2. Chancen der künftigen Entwicklung Allgemein liegen die größten Chancen unseres Unternehmens in der hohen Diversifikation unseres Dienstleistungsangebots und in den betriebseigenen Qualifikations- und Weiterbildungsmaßnahmen. Im Wettbewerb des Lebensmittelsegments sind wir mit Zuverlässigkeit, Pflege unserer Stammkundschaft, Erfahrung und Innovation weiterhin motiviert und zukunftsorientiert und somit schlagkräftig aufgestellt. Als Chance wir in der aktuellen Ertragskrise gerade gesehen, dass wir imstande sind, auf geringere bzw. sich verändernde Nachfragen, der Veränderung von Branchen und Standorten hinsichtlich der Möglichkeit als Inklusionsunternehmen dort erfolgreich zu sein, in einzelnen Bereichen flexibel zu reagieren und auch bei Bedarf einzelne Kapazitäten wieder zurückzufahren. Chancen werden dann auch wieder in der Erschließung und Expansion junger und neuer Geschäftsfelder gesehen, wie etwa den Digitalisierungsprojekten. Hier ergibt sich in Kooperation mit kommunalen und behördlich organisierten Partnern die für die worKA attraktive Möglichkeit, wirtschaftlich stabile Langzeitprojekte für Menschen mit Behinderung zu schaffen. 3. Gesamtaussage In Summe und nach Abwägung aller Chancen und Risiken, sieht sich die worKA - trotz des herausfordernden Unternehmensumfelds - weiterhin gut für die Zukunft aufgestellt. Gerade durch die breite Aufstellung der Tätigkeitsfelder und der Möglichkeit die strategische Ausrichtung der Tätigkeitsfelder und Aufträge auf geänderte Rahmenbedingungen von Branchen hinsichtlich des Tätigkeitswerdens eines Inklusionsunternehmens anzupassen. Als attraktiver Arbeitgeber im Bereich der Inklusion behinderter Menschen verstehen wir uns als Anbieter von Arbeitsplätzen mit hohem Sozialraumbezug unter Berücksichtigung der jeweiligen Wohnsituation der Angestellten. V. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. Weiterhin besteht eine Liquiditätshilfe der Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften gGmbH, welche zum Stichtag des Berichtsjahres 600 T€ beträgt. Die Ausgestaltung ist in Form eines endfälligen Darlehens mit einer Laufzeit von zehn Jahren und der Möglichkeit jederzeit - und in voller Höhe - Sondertilgungen zu leisten. Der vertraglich vereinbarte Kreditrahmen ist dabei flexibel und kann bei Bedarf - unter Berücksichtigung der Liquiditätssituation des Kreditgebers - nach Vereinbarung zwischen den Vertragsparteien erhöht werden. Das Unternehmen verfügt über durchweg solvente Kooperationspartner. Die Debitorenlaufzeit betrug im Berichtsjahr durchschnittlich neun Tage (Vj.: fünf Tage). Verbindlichkeiten werden in unseren Geschäftsverhältnissen innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist gezahlt und betrugen im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 20 Tage (Vj.: 12 Tage). Insgesamt verfolgt die worKA eine konservative, risikoarme Anlagenpolitik die Risiken minimiert und auf jegliche spekulativen Aktivitäten verzichtet. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Durch ein aktives Debitorenmanagement konnten sowohl Einzel- als auch Pauschalwertberichtigungen im Geschäftsjahr (wie schon im Vorjahr) sehr niedrig gehalten werden. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Karlsruhe, den 07. Dezember 2023 gez. Michael Auen, Geschäftsführer gez. Aurelia Becker, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022worKA gGmbH, Karlsruhe1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die worKA gGmbH hat ihren Sitz in Karlsruhe. Sie ist im Handelsregister des Amtgerichts Manheim unter HRB 109024 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den maßgeblichen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 II HGB auf. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 288 II HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB). Das Gliederungsschema gemäß § 266 II HGB wurde um die Position "Sonderposten aus Zuschüssen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens" erweitert. 3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Fortführung der Unternehmenstätigkeit Die Gesellschaft befindet sich in einer Ertrags- und Liquiditätskrise. Die Bilanzierung erfolgte weiterhin unter der Annahme der Unternehmensfortführung (going concern), da aufgrund der Liquiditätshilfedarlehen der Schwestergesellschaft im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 600 und im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 400, die Gesellschaft absehbar zahlungsfähig ist. Zudem wurden Maßnahmen eingeleitet, die Ertragslage 2023 und 2024 zu verbessern. Die Gesellschaft verfügt damit voraussichtlich am 31.12.2024 über ausreichend Liquidität. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßige Abschreibung wurde linear entsprechend der Nutzungsdauer vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen sind entsprechend der Nutzungsdauer linear festgesetzt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände wurde auf drei bis acht Jahre festgesetzt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Außenanlagen wurde auf drei bis zehn Jahre festgelegt und die der technischen Anlagen und Maschinen beträgt fünf bis zwölf Jahre. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt drei bis zwölf Jahre. Bei den Sachanlagen werden Anlagegüter im Wert zwischen EUR 250,00 bis EUR 800,00 pro Anlagegut (jeweils ohne Umsatzsteuer) im Geschäftsjahr vollständig abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Werten am Bilanzstichtag bewertet. Handelswaren wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte wurden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt ermittelt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten angesetzt. Allgemeines Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 3,0 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen. Der Sonderposten aus Zuschüssen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens betrifft passivierte verlorene Zuschüsse, die unter der Auflösungsbedingung einer zweckgerichteten Mittelverwendung gegeben wurden. Für den Fall der Zweckentfremdung haben sich die Zuschussgeber einen zeitanteiligen Rückzahlungsanspruch vorbehalten. Dieser Anspruch ist in der Regel dinglich gesichert. Die Auflösung erfolgte entsprechend der Nutzungsdauer des jeweils bezuschussten Wirtschaftsgutes. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, wie von der Bundesbank veröffentlicht, abgezinst (§ 253 II 1 HGB). Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt 4. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Eine Entwicklung des Anlagevermögens ist aus nachfolgendem Anlagespiegel ersichtlich. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 II HGB).
Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich. PASSIVSEITE
1) Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im geschäftsüblichen Umfang über Eigentumsvorbehalte gesichert. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht handelte es sich um Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 0,00 (i. V. Euro 1.168,25). 5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind folgende außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen angefallen:
6. Sonstige Angaben Anzahl der Arbeitnehmer Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 260,00 (i.V. 246,00) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (ohne Auszubildene, Praktikanten und BA-Studenten) beschäftigt, die sich auf folgendeGruppen verteilen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2022 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Organe der Gesellschaft Geschäftsführerin der Gesellschaft ist Frau Aurelia Becker Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Michael Auen (ab 18.09.2023) Der Verwaltungsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen: - Herr Michael Auen, 1. Vorstand Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e.V. (ruhend seit 18.09.2023) - Herr Theodor Sawwidis, 2. Vorstand Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e.V. - Herr Heiner Baron, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e.V., Dipl. Ing. Architekt, Stadtplaner i. R.
Karlsruhe, den 07. Dezember 2023 gez. Michael Auen, Geschäftsführer gez. Aurelia Becker, Geschäftsführerin In der Gesellschafterversammlung am 19. Januar 2024 wurde beschlossen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von Euro 1.014.039,49 vollständig den Gewinnrücklagen zu entnehmen. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.01.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkHinweis: Für die Offenlegung wurden die Erleichterungsvorschriften nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Der Bestätigungsvermerk erging zu einem vollständigen Jahresabschluss. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die worKA gGmbH, Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der worKA gGmbH, Karlsruhe - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der worKA gGmbH für das Geschäftsjahr vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2022 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtsgeführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe "3. Bilanzierungs- und Bewertungsmehtoden - Fortführung der Unternehmenstätigkeit" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "IV.1 Risiken der künftigen Entwicklung" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer Ertrags- und Liquiditätskrise befindet und lediglich mit Liquiditätshilfedarlehen der Schwestergesellschaft in Summe von TEUR 1.000 die Zahlungsfähigkeit bei weiterhin negativer Ertragslage 2023 und 2024 sicherstellen konnte. Wie in Angabe "3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - Fortführung der Unternehmenstätigkeit" des Anhangs sowie in Abschnitt "IV.1 Risiken der künftigen Entwicklung" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Geschellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt,sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängende Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 08. Dezember 2023 ADJUVARIS
GmbH & Co. KG
Felix Wannenwetsch, Wirtschaftsprüfer Oliver Müller, Wirtschaftsprüfer |
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