computeruniverse GmbHLiquidiert

Grüner Weg 14, 61169 Friedberg (Hessen), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Friedberg HRB 7334
Eingetragen
17.10.2011
Branche
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen ergänzt, nun: Vertrieb von Software, Computer-Hardware, Haushaltsware, Spielzeug, Unterhaltungselektronik, Baumarkt- und Gartenware mit Zubehör sowie die Eigenund Fremdwerbung insbesondere im Internet, weiterhin die Entwicklung, Herstellung und Lizenzierung von Software. Der Verkauf erfolgt (hauptsächlich) über den/die online-shops national und international und über angegliederte Ladengeschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Elena Klammer
seit 20.5.2021
Geschäftsführer
Joachim Kohler
seit 2.12.2020
Prokura
Manuel Sascha Bach
seit 16.5.2019
Prokura
Maik Friedrich
seit 18.4.2019
Geschäftsführer
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

computeruniverse GmbH

Friedberg (Hessen)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

31.12.2014 31.12.2013
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.784.270,62 2.101.977,67
II. Sachanlagen 518.889,53 589.504,53
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.500,00 0,00
3.315.660,15 2.691.482,20
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Handelswaren 7.423.249,79 6.700.282,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.450.869,44 2.366.417,16
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.763,19 6.248,18
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.085.436,90 4.541.069,53 1.619.068,06 3.991.733,40
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 74.938,49 821.696,48
12.039.257,81 11.513.712,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 51.303,86 69.090,87
D. Aktive latente Steuern 782.858,14 577.689,02
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 117.804,09 0,00
16.306.884,05 14.851.974,65

Passiva

31.12.2014 31.12.2013
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 36.250,00 36.250,00
II. Kapitalrücklage 6.327.518,90 3.327.518,90
III. Verlustvortrag - 2.835.002,89 - 787.495,40
IV. Jahresfehlbetrag - 3.646.570,10 - 2.047.507,49
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 117.804,09 0,00 0,00 528.766,01
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 10.000,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 599.649,10 549.757,49
609.649,10 549.757,49
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 1.995.031,21
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.362.296,49 7.698.119,33
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.755.616,13 3.359.911,84
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.796.464,19 142.699,75
- davon aus Steuern TEUR 68 (i. Vj. TEUR 130) -
14.914.376,81 13.195.762,13
D. Passive latente Steuern 782.858,14 577.689,02
16.306.884,05 14.851.974,65

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2014

2014 2013
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 110.701.264,64 103.049.954,17
2. andere aktivierte Eigenleistungen 1.094.762,49 781.252,54
3. Sonstige betriebliche Erträge 991.886,85 112.787.913,98 558.159,22 104.389.365,93
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 102.531.560,38 94.692.427,63
5 Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.750.277,09 4.091.939,78
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 834.351,97 5.584.629,06 736.771,72 4.828.711,50
- davon für Altersversorgung TEUR 2 (i. Vj. TEUR 2)-
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 621.352,65 340.318,37
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.622.422,79 6.182.084,29
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,72 7,70
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 74.520,26 45.083,65
- davon an verbundene Unternehmen TEUR 75 (i. Vj. TEUR 45)-
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 3.646.570,44 - 1.699.251,81
11. Steuern vom Ertrag 0,00 348.255,68
- davon für latente Steuern TEUR 0 (i. Vj. TEUR 348)
12. Sonstige Steuern - 0,34 0,00
13. Jahresfehlbetrag - 3.646.570,10 - 2.047.507,49

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft wurde am 2. September 1999 mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages zum Zwecke des Vertriebs von Software, Hardware und Elektronikartikeln gegründet. Dabei ist der wichtigste Vertriebskanal das Internet.

Der Jahresabschluss der computeruniverse GmbH für das Geschäftsjahr ist nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften im Sinne der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. Handelsgesetzbuch aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt im Rahmen der Vorschriften nach den § 265 und § 266 Abs. 2 und 3 des HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt entsprechend § 275 Abs. 2 des HGB nach dem Gesamtkostenverfahren.

Im Berichtszeitraum ist das Geschäftsjahr ein Kalenderjahr, entsprechend dem Vorjahr.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und Bilanzierung vorgenommen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Software beinhalten neben den direkten Personalkosten der mit der Entwicklung beschäftigten Mitarbeiter auch Entwicklungskosten durch bezogene Fremdleistungen sowie anteilige Entwicklungsgemeinkosten insbesondere Abschreibungen und Raumkosten. Das selbsterstellte Wirtschaftsgut "Web-Shop" wird jährlich weiterentwickelt. Die Aktivierung der nachträglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten für umfangreiche Neuentwicklungen haben zu einer wesentlichen Verbesserung des Vermögensgegenstandes gefügt. Dadurch hat sich nach Einschätzung der Geschäftsführung die Nutzungsdauer des immateriellen Vermögensgegenstandes verlängert und der Abschreibungsplan wurde berichtigt. Um die periodengerechte Aufwandszuordnung der Anschaffungs- und Herstellungskosten für die Zukunft zu erreichen, wurde die Nutzungsdauer neu auf 5 Jahre festgelegt.

Die Abschreibungen errechnen sich bei den beweglichen Anlagegütern und der selbsterstellten Software nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung der jeweiligen Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 410,- werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben, zugleich wird im Jahr des Zugangs der Abgang unterstellt.

Die Vorräte umfassen ausschließlich Handelswaren und werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei der Bewertung des Warenlagers wurden Abschläge berücksichtigt. Die zum 31. Dezember 2014 vorhandenen Bestände wurden entweder zu Anschaffungskosten oder zu Verkaufspreisen, soweit diese niedriger waren, bewertet.

Die Forderungen werden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert unter Beachtung der möglichen Risiken bewertet. Sie haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend und angemessen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Soweit die Restlaufzeit über einem Jahr liegt, erfolgt eine Abzinsung mit dem durch die Deutsche Bundesbank ermittelten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gesellschaft bilanziert aktive und passive latente Steuern. Die passiven latenten Steuern werden aufgrund temporärer Unterschiede zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz gebildet. Die aktiven latenten Steuern werden aus Gründen kaufmännischer Vorsicht lediglich in Höhe der passiven latenten Steuern gebildet.

Für die Bewertung der zukünftigen gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Auswirkungen (Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlages sowie der Gewerbesteuer) liegt ein Steuersatz von 28 % zugrunde.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung und Gliederung des Anlagevermögens der Gesellschaft ist dem in der Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Position "immaterielle Vermögensgegenstände" setzt sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

Aktivierung selbsterstellte Software 1.800,1 TEUR
Neuentwicklung Webshop 2014 267,7 TEUR
Neuentwicklung ERP System 2014 652,8 TEUR

Die Inbetriebnahme des ERP Systems erfolgte am 01.03.2014. Die Entwicklungsaufwendungen im Geschäftsjahr betrugen insgesamt 920,5 TEUR. Diese werden vollständig aktiviert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegenüber Geschäftskunden (B2B-Bereich), denen Zahlungsziele zwischen 7 Tagen und 30 Tagen eingeräumt werden.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber Lieferanten aus Boni und Werbekostenzuschüssen (TEUR 1.250,9) sowie Forderungen gegenüber dem Finanzamt (TEUR 762,0).

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung enthält im Wesentlichen abgegrenzte Lizenz- und Servicegebühren.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern sind aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht nur in Höhe der passiven latenten Steuern gebildet worden.

Beteiligungen

Am 30. Juni 2014 wurde die "computeruniverse S.à.r.l." in der Rechtsform einer Société à responsabilité limitée (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) auf unbegrenzte Zeit gegründet. An dieser Gesellschaft hält die computeruniverse GmbH 100 % der Gesellschaftsanteile. Die Gesellschaft ist unter der Nummer B188 375 im luxemburgischen Handelsregister eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Luxembourg. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gesellschaft führt ihre Bücher in Euro (EUR) und erstellt die Bilanz in EUR. Das Stammkapital beträgt TEUR 12,5. Das Geschäftsjahr 2014 gilt als Rumpfgeschäftsjahr vom 30.06. bis zum 31.12.2014. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Rumpfgeschäftsjahr beträgt TEUR - 5,5. Die Computeruniverse S.à.r.l. wickelt für die computeruniverse GmbH Kreditkartenzahlungen von Endkunden ab.

Eigenkapital

Eigenkapitalspiegel

gez. Kapital
T€
Kapitalrücklage
T€
Gewinn-/Verlust Vortrag
T€
Jahresfehlbetrag
T€
31.12.2013 36 3.328 - 787 - 2.048
31.12.2014 36 6.328 - 2.835 - 3.647

Das Stammkapital beläuft sich nach wie vor auf TEUR 36. Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 6.328 ist voll einbezahlt.

Bilanzielle Überschuldung

Im Geschäftsjahr ergab sich ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 118, wodurch sich die Eigenkapitalquote weiter verringerte. Die Gesellschafterin hat im Geschäftsjahr eine Kapitaleinlage in Höhe von TEUR 3.000 getätigt.

Darüber hinaus hat die Gesellschafterin am 31.03.2015 eine weitere Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 2.000 getätigt.

Die computeruniverse GmbH ist vor dem Hintergrund der Verlusthistorie aus der laufenden Geschäftstätigkeit Finanz- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Eine mangelnde Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln könnte große Auswirkungen auf die Finanzierung und Liquidität der Gesellschaft haben.

Basierend auf der Planung der Gesellschaft verfügt die Gesellschaft zum 31.12.2014 über eine den Geschäftserfordernissen entsprechende Kreditlinie, die nach Einschätzung der Geschäftsführung sicherstellt, dass die computeruniverse GmbH auch künftig jederzeit ihren fälligen Verbindlichkeiten nachkommen kann. Die Gesellschaft hat durch die Zurverfügungstellung einer auch weiterhin ausreichenden Finanzierungslinie durch den BURDA-Konzern genügend Liquiditätsspielraum, um ihre Verpflichtungen jederzeit fristgerecht erfüllen zu können.

Ausschüttungssperre

Der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB unterliegen TEUR 2.720,6 aus der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände.

Rückstellungen

Steuerrückstellung

Die Steuerrückstellung (TEUR 10) beinhaltet Umsatzsatzsteuerkorrekturen, die sich aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2009-2012 ergeben haben.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für ausstehende Aufwandsrechnungen (TEUR 183), Verpflichtungen in Zusammenhang mit dem Personal (TEUR 118), Tantiemen Personal (TEUR 105), Prämien, Kundenboni und Gutscheine (TEUR 67), Prüfung und Beratung (TEUR 32), Aufbewahrung (TEUR 22), Gewährleistung (TEUR 18), Sonstige (TEUR 54).

Verbindlichkeiten

Die Position Verbindlichkeiten beinhaltet Verbindlichkeiten aus LuL (TEUR 8.362) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 4.756). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Finanzierung (CashPool) (TEUR 2.711) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.045) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Kundenguthaben (TEUR 1.614). Diese wurden im Vorjahr in der Position Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen und im Geschäftsjahr umgegliedert. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern (TEUR 783) resultieren ausschließlich aus der Aktivierung selbsterstellter Software.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Fälligkeit bis 1 Jahr
T€
ab 1 bis 5 Jahre
T€
Summe
T€
Mietverträge 450 229 679
Leasingverträge 64 104 168
Sonstige 3 3
517 333 850

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

2014
T€
2013
T€
Inland 85.884 75.499
Ausland 24.817 27.551
davon EU-Länder: T€ 16.274 (Vorjahr T€ 14.974)
110.701 103.050

Sonstige betriebliche Erträge

2014
T€
2013
T€
Werbekostenzuschüsse 665 248
Periodenfremde Erträge 161 35
Sonstige Erträge 166 275
992 558

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2014
T€
2013
T€
Vertriebskosten 3.939 3.496
Verwaltungskosten 1.094 1.387
Betriebskosten 2.210 1.017
Übrige 379 282
7.622 6.182

Die Vertriebskosten beinhalten insbesondere Ausgangsfrachten, Werbeaufwand und Verpackungsmaterial. Außer den im Anlagespiegel verzeichneten Vermögenswerten für selbsterstellte Software gab es keine weiteren Entwicklungskosten.

Wesentliche Posten der Verwaltungskosten sind die Mietaufwendungen und Betriebskosten für das Geschäftsgebäude, die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Kundenzahlungsabwicklung, Personalnebenkosten, Aufwendungen für das Internetportal sowie Rechts- und Beratungskosten. Die übrigen Aufwendungen enthalten hauptsächlich Forderungsverluste für ausgebuchte Forderungen und Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 334 (Vorjahr TEUR 270).

Steueraufwand

T€
Jahresergebnis vor Ertragssteuern - 3.647
Ertrag aufgrund Anpassung aktive latente Steuern 205
Aufwand aufgrund Anpassung passive latente Steuern - 205
Aufwand latente Steuern 0

5. Sonstige Angaben

Anzahl der Angestellten

Die Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Angestellten beträgt ohne Auszubildende und ohne Geschäftsführung durchschnittlich 155 Mitarbeiter (Vorjahr: 150).

Durchschnittlich Anzahl 2014 Anzahl 2013
Vollzeit 122 107
Teilzeit 11 9
Auszubildende 9 10
Aushilfen 22 34
164 160

Ergebnisverwendung

Das Ergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Mutterunternehmen

Die Berichtsfirma ist ein Unternehmen der Burda-Gruppe. Sie wird in den Konzernabschluss der Burda GmbH für den kleinsten Kreis von Unternehmen und der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft, jeweils mit Sitz in Offenburg, für den größten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss ist erhältlich im Bundesanzeiger.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr durch folgende Geschäftsführer wahrgenommen:

 

Herr Michael Sorg (Kaufmann)

 

Herr Dirk Elm (Kaufmann)

 

Herr Reiner Schramm (Kaufmann)

Die Geschäftsführerbezüge betrugen im Geschäftsjahr TEUR 549.

 

Friedberg, 31.03.2015

Michael Sorg

Dirk Elm

Reiner Schramm

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2014
EUR
Zugang
EUR
Umbuchungen Abgang
EUR
Stand 31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
selbsterstellte Software 863.142,17 0,00 1.670.820,54 0,00 2.533.962,71
Entgeltlich erworbene Software 201.585,20 9.137,13 0,00 0,00 210.722,33
selbsterstellte Software in der Entwicklung 1.496.607,14 1.094.762,49 - 1.670.820,54 0,00 920.549,09
2.561.334,51 1.103.899,62 0,00 0,00 3.665.234,13
II. Sachanlagen
A) Betriebsausstattung 36.889,89 6.291,93 0,00 0,00 43.181,82
Einbauten 399.370,80 22.823,24 0,00 0,00 422.194,04
Geschäftsausstattung IT 687.035,03 57.323,90 0,00 0,00 744.358,93
Büroeinrichtung 68.926,27 1.608,65 0,00 0,00 70.534,92
GWG-Sammelposten 87.051,73 0,00 0,00 0,00 87.051,73
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 41.083,26 0,00 41.083,26 0,00
1.279.273,72 129.130,98 0,00 41.083,26 1.367.321,44
B) Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 12.500,00 0,00 0,00 12.500,00
3.840.608,23 1.245.530,60 0,00 41.083,26 5.045.055,57
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2014
EUR
Zugang
EUR
Umbuchungen Abgang
EUR
Stand 31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
selbsterstellte Software 342.733,17 391.159,54 0,00 0,00 733.892,71
Entgeltlich erworbene Software 116.623,67 30.447,13 0,00 0,00 147.070,80
selbsterstellte Software in der Entwicklung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
459.356,84 421.606,67 0,00 0,00 880.963,51
II. Sachanlagen
A) Betriebsausstattung 18.717,89 3.157,93 0,00 0,00 21.875,82
Einbauten 110.284,29 41.516,24 0,00 0,00 151.800,53
Geschäftsausstattung IT 424.330,03 106.578,90 0,00 0,00 530.908,93
Büroeinrichtung 55.468,25 2.461,65 0,00 0,00 57.929,90
GWG-Sammelposten 80.968,73 4.948,00 0,00 0,00 85.916,73
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 41.083,26 0,00 41.083,26 0,00
689.769,19 199.745,98 0,00 41.083,26 848.431,91
B) Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.149.126,03 621.352,65 0,00 41.083,26 1.729.395,42
Restbuchwerte
Stand 31.12.2014
EUR
Stand Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
selbsterstellte Software 1.800.070,00 520.409,00
Entgeltlich erworbene Software 63.651,53 84.961,53
selbsterstellte Software in der Entwicklung 920.549,09 1.496.607,14
2.784.270,62 2.101.977,67
II. Sachanlagen
A) Betriebsausstattung 21.306,00 18.172,00
Einbauten 270.393,51 289.086,51
Geschäftsausstattung IT 213.450,00 262.705,00
Büroeinrichtung 12.605,02 13.458,02
GWG-Sammelposten 1.135,00 6.083,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
518.889,53 589.504,53
B) Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.500,00 0,00
3.315.660,15 2.691.482,20

Lagebericht über das Unternehmen

1. Grundlagen der computeruniverse GmbH

Die 1999 gegründete computeruniverse GmbH ist einer der führenden europäischen Online-Shops für Hardware, Software, Elektronik, Unterhaltungselektronik, Telekommunikation, Digital-Imaging, DVDs, Computerspiele, Haushaltsgeräte sowie Garten-/Baumarktartikel. Das Angebot von computeruniverse richtet sich weltweit an Privatverbraucher, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Beste Auswahl und bester Service zum fairen Preis stehen dabei im Vordergrund. Das Ziel des Unternehmens ist, die Vorteile des Internet als Informations-, Handels-, und Kommunikationsplattform zum Vorteil des Kunden voll auszuschöpfen. Die Kunden werden bei der Produktauswahl, der Kaufentscheidung, der Kaufabwicklung und auch nach dem Kauf intensiv betreut.

Auf dem Portal www.computeruniverse.net erwartet den Besucher ein mit über 140.000 Artikeln sehr umfangreiches Angebot. Bei der großen Produkt-, Marken- und Informationsvielfalt wird dem Kunden breite Unterstützung bei der Kaufentscheidung geboten. Diese erstreckt sich von der einfachen Navigation und treffsicheren Suche bis hin zu zahlreichen Kaufberatungen.

Zur Gewährleistung der Qualität, Schnelligkeit und Flexibilität im Versand wird die Logistik im eigenen Hause abgewickelt, um von hier aus Kunden in mehr als 117 Ländern zu bedienen. In Friedberg (Hessen) betreibt computeruniverse ein Ladengeschäft mit Abholtheke und in Friedrichsdorf eine Abholtheke.

Um auch höchsten Erwartungen und Anforderungen gerecht zu werden, wird besonderer Wert auf die Einhaltung hoher Qualitäts- und Sicherheitsstandards auf der Website gelegt. Dieser wird durch regelmäßige Prüfungen unabhängiger externer Zertifizierer, wie z.B. TrustedShops, EHI "Geprüfter Online-Shop"; etc. gewährleistet.

Die Website testsieger.de hat im März 2014 in einer Studie 15 Anbieter von Notebooks im Internet getestet, computeruniverse erhielt mit einer Note von 1,5 gleich zwei Auszeichnungen. Neben dem Gesamtsieg konnte der Shop auch den Qualitäts-Sieg für sich verbuchen. Auch in vorangegangenen Tests durch testsieger.de erreichte computeruniverse den jeweils ersten Platz in den Kategorien "Hardware" (Test von 03/2013), "Drucker-Shops" (Test von 07/2012), "Beamer-Shops" (Test von 05/2012) und "Computer" (Test von 06/2011). Auch auf Preisvergleichsseiten wie www.geizhals.de und www.idealo.de, auf denen Kunden ihre Online-Shops beurteilen, schneidet computeruniverse exzellent ab. Im Branchenvergleich gehört das Unternehmen stets mit sehr guten Noten zu den besten Anbietern.

Im Ende 2013 neu gestarteten Absatzkanal eBay wurden bis Ende 2014 rund 50.000 Bewertungen von Käufern abgegeben. Auch hier zeigt sich die Zufriedenheit mit computeruniverse, da 99,4 % der Bewertungen positiv waren und 5 von 5 möglichen Sternen in allen Bewertungskategorien erreicht wurden.

Die ständige Weiterentwicklung des Online-Shops ermöglicht immer wieder neue und innovative Serviceleistungen, wodurch das Einkaufserlebnis bei computeruniverse weiterhin maximiert wird.

In 2014 wurde die Tochtergesellschaft computeruniverse S.à.r.l. in Luxembourg gegründet, die die Abwicklung der Kreditkartenzahlungen der computeruniverse Kunden übernommen hat.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Überblick

Laut Statistischem Bundesamt1' ist die deutsche Wirtschaft 2014 trotz vieler internationaler Krisen um 1,5 % beim Bruttoinlandsprodukt, und damit stärker als es die Experten erwartet hatten, gewachsen. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte einen Höchststand. Wichtigster Wachstumsmotor war der private Konsum. Getragen durch die starke Binnennachfrage konnte sich die deutsche Wirtschaft in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld behaupten. Für die Eurostaaten wird 2014 ein Plus von 0,8 % und die gesamte EU von 1,3 % erwartet.

Für 2015 erwartet die Bundesregierung2' mit +1,5 % ein mindestens genauso starkes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes wie im vergangenen Jahr. Die binnenwirtschaftliche Dynamik werde vor allem durch kräftige Einkommenssteigerungen und den anhaltenden Beschäftigungsaufbau getragen. Darüber hinaus werde der gesunkene Ölpreis für Wachstumsimpulse sorgen. Das außenwirtschaftliche Umfeld bleibe durch geopolitische Spannungen und die anhaltende Wachstumsschwäche im Euroraum weiterhin schwierig. Auch die GFK Prognose3' sagt für 2015 ein reales Wachstum von +1,5 % z.VJ bei den Ausgaben der privaten Haushalte in Deutschland voraus. Der GFK Konsumklimaindex für Deutschland erreichte im Februar 2015 mit 9,3 Punkten den höchsten Stand seit 13 Jahren. Auch die Anschaffungsneigung verzeichnete in Januar 2015 gem. GFK mit 57,4 Zählern ein Acht-Jahres-Hoch, wobei der Handel mit Elektroartikeln allerdings gegen ein gutes Jahr 2014 anlaufen muss.

In 2014 (Januar bis November) konnte der Markt für Technical Consumer Goods in Deutschland gem. GFK4' um +5,7 % zum Vorjahreszeitraum wachsen, nachdem im Vorjahr ein leichter Rückgang von -1,3 % zum Vorjahr verzeichnet wurde. Der Online Handel legte im gleichen Zeitraum 2014 mit +7,8 % im Branchensegment etwas stärker zu und konnte damit das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr (+2,3 %) wieder steigern.

Dabei entwickelte sich der Markt differenziert. Die stärksten Wachstumsimpulse mit +13,5 % zum Vorjahr kamen aus dem Markt für Informationstechnologie. Der Abwärtstrend auf dem PC/Desktop Markt wurde gestoppt während sich das Wachstum bei Tabletts verlangsamt hat. Wachstum konnte auch bei Haushaltsgroßgeräten (+5,3 % z.VJ), Kleinelektro (+3,7 % z.VJ) und Bürotechnik (+2,6 % z.VJ) verzeichnet werden. Der Markt für Telekommunikation legte mit +1,8 % z.VJ leicht zu, wobei die hohe Dynamik der Vorjahre im Bereich Smartphones deutlich abgeflacht ist und nur noch +1,7 % z.VJ wachsen konnte. Erneut schwächer entwickelte sich die Unterhaltungselektronik mit -3,8 % z.VJ, wobei die erheblichen Rückgänge des Vorjahres - u.a. durch Impulse der Fußball WM - verlangsamt wurden. Deutliche Rückgänge musste erneut mit -18,7 % z.VJ der Bereich Foto hinnehmen.

Lt. Bitkom 5) soll in 2015 die Informationstechnologie die Wachstumssäule der Branche bleiben. Die Umsätze mit IT-Hard- und Software sowie Dienstleistungen sollen um +2,4 % und der ITK-Gesamtmarkt um +0,6 % zum Vorjahr auf 154,3 Mrd. € zulegen. Der Telekommunikationsmarkt und die Unterhaltungselektronik werden rückläufig sein.

Die Anspruchshaltung der Konsumenten bleibt weiter hoch. So suchen sie nicht nur eine breite Auswahl von leistungsfähigen Produkten und eine kompetente Beratung, sondern sie nutzen die hohe Markttransparenz, um das jeweils ausgewählte Produkt zum günstigsten Preis zu erwerben. Immer mehr Verbraucher nutzen Preissuchmaschinen als Orientierungshilfe bei der Auswahl des Händlers und stöbern nach Gutscheinangeboten im Netz. Damit sorgen sie für einen weiterhin anhaltenden Druck auf die Preise.

Der Wettbewerb bleibt auf hohem Niveau. Die marktführende MSH-Gruppe hat insbesondere ihren online Absatz mit hohem Werbedruck und einem Ausbau von aggressiven Sonderangeboten und Services forciert. Der Wettbewerb wird immer noch primär über den Preis - zunehmend auch durch die sofortige Verfügbarkeit und schnelle Lieferung - geführt. Allerdings haben etablierte Anbieter auch die Chance, sich über das Produktangebot und den Service zu differenzieren und Kunden auf diese Weise zu überzeugen.

1) Quelle: FAZ vom 16.01.2015
2) Quelle: FAZ vom 28.01.2015
3) Quelle: GFK Pressemitteilung vom 04.02.2015
4) Quelle: GFK Panel Daten 01-11/2014
5) Bitkom Pressemitteilung vom 05.01.2015

2.2 Umsatz- und Ertragsentwicklung

computeruniverse konnte im Jahr 2014 ein Umsatzwachstum von +7,4 % zum Vorjahr erzielen und wuchs von EUR 103,0 Mio. auf EUR 110,7 Mio. Damit blieb der Umsatz leicht unter der Planung des Vorjahres.

Dabei konnte der Umsatz in allen Vertriebskanälen gesteigert werden, lediglich die Auslandsumsätze entwickelten sich durch Rückgänge im Osteuropageschäft (Rubel Wechselkurs und geopolitische Lage) rückläufig. Insbesondere im Inland wurde der Umsatz überproportional ausgebaut. Durch diese Rückgänge und umsatzseitig belastete Monate durch die Umstellung auf ein neues IT-Warenwirtschaftssystem wurde die Umsatzprognose für 2014 aus dem Vorjahr leicht verfehlt.

Die deutlich ausgebaute Produktgruppe Haushaltsgeräte entwickelt sich sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis sehr positiv und verzeichnet sehr hohe Zuwachsraten. Entgegen dem Markttrend konnte computeruniverse auch im Bereich Unterhaltungselektronik umsatzseitig wachsen. Im Bereich Foto konnte sich computeruniverse nicht von der negativen Marktentwicklung abkoppeln und verzeichnete stark rückläufige Umsätze und Ergebnisbeiträge. Auch das Geschäft mit Smartphones und Telekommunikation lag marktbedingt und durch das erheblich rückläufige Osteuropageschäft im Umsatz und im Ergebnis deutlich unter Vorjahr.

Die Kundenbindung ist nach wie vor sehr hoch. Dies lässt sich mit der Qualitätsausrichtung des Unternehmens und der daraus resultierenden Kundenzufriedenheit erklären. Diese zeigt sich in dem hohen Anteil des Umsatzes mit Bestandskunden in Höhe von 73 % der in 2014 erreicht wurde.

Die im Elektronikbereich ohnehin schmalen Margen sind durch die im Online-Handel gegebene Transparenz weiterhin unter Druck. Dennoch konnte computeruniverse die Marge1 des Vorjahres leicht übertreffen. Dies konnte durch den Ausbau des Produktmanagements mit einer optimierten Angebotssteuerung und der Ausweitung von Produktgruppen mit höheren Margen realisiert werden.

Im Geschäftsjahr 2014 hat sich der Jahresfehlbetrag von EUR 2,05 Mio. auf EUR 3,65 Mio. verschlechtert, Insofern lag das Ergebnis deutlich unter der Planung des Vorjahres. Die Umsatzrendite ist von -2,0 % auf -3,3 % gesunken. Zu dieser Entwicklung haben vor allem das rückläufige Osteuropageschäft und Investitionen für weiteres Wachstum in ein neues IT-Warenwirtschaftssystem sowie Wachstums- und IT- umstellungsbedingter Personalaufbau geführt.

Entsprechend der Umsatzentwicklung hat sich der Materialaufwand um 8,3 % zum Vorjahr erhöht.

Der Anstieg des Personalaufwandes um 15,7 Prozent auf EUR 5,58 Mio. sowie der sonstigen betriebliche Aufwendungen um 23,3 % auf EUR 7,62 Mio. ist im Wesentlichen durch die im Folgenden im Detail beschriebenen organisatorischen Maßnahmen bedingt.

Die Investition in ein neues IT-Warenwirtschaftssystem zur Realisierung zukünftigen Wachstums hat die Ergebnissituation erheblich belastet. Im März wurde ein über mehrere Jahre selbst entwickeltes neues IT-Warenwirtschaftssystem eingeführt. Dies war notwendig, da das alte System erhebliche Performanceprobleme zeigte und dem technischen Standard sowie den Geschäftserfordernissen nicht mehr genügte. Nach der Einführung zeigten sich trotz intensiver Tests (Folge-)Fehler mit Auswirkungen auf operative Prozesse und damit auch auf Kunden.

Die Aktivierung der neu eingeführten Warenwirtschafts-Software führte zu einer Erhöhung der AfA im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,2 Mio. (69,2 %). Die Gesamthöhe der AfA liegt damit bei EUR 0,6 Mio. (+82,6 % zum Vorjahr).

Es wurde in den personellen Ausbau des Produktmanagements investiert (EUR 0,2 Mio.) um das Produktportfolio in Bezug auf margenträchtigere und nachfragestärkere Sortimente zu optimieren. Damit ist prinzipiell ein stärkerer Aufbau des Lagerbestands verbunden, der die Lieferfähigkeit gegenüber Kunden deutlich erhöht und das Unternehmen für viele Kunden noch attraktiver macht.

Das Investment in Umsatzwachstum mit steigenden Volumen durch die erheblich ausgebaute und stark wachsende Warengruppe Haushaltsgeräte, mit überproportionalen Absatz-/ Sendungsmengensteigerungen und Prozessprobleme durch die neue Warenwirtschaft führte zu erheblich steigenden Kosten in der Logistik, insbesondere im Bereich Personaleinsatz (+46 % zum Vorjahr), der z.T. durch Zeitarbeit gedeckt werden musste, und Versand- und Verpackungskosten innerhalb des sonstigen betrieblichen Aufwands (+14 % zum Vorjahr).

1 Umsatzerlöse aus Waren, zuzüglich Erlöse aus Umsatzbonifizierung, abzüglich Wareneinsatz

Das Unternehmen tätigt nur in branchenüblichem Umfang Forschung und Entwicklung, insbesondere in der Entwicklung eigenerstellter Software.

2.3 Finanzlage

Im Geschäftsjahr ergab sich ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 118, wodurch sich die Eigenkapitalquote weiter verschlechterte.

Die Gesellschafterin hat im Geschäftsjahr 2014 Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 3,0 Mio. getätigt.

Darüber hinaus hat die Gesellschafterin am 31.03.2015 eine weitere Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 2,0 Mio. erbracht.

Die computeruniverse GmbH ist vor dem Hintergrund der Verlusthistorie aus der laufenden Geschäftstätigkeit Finanz- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Eine mangelnde Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln könnte große Auswirkungen auf die finanzwirtschaftliche Entwicklung und die Liquidität der Gesellschaft haben.

Die Gesellschaft verfügt zum 31.12.2014 über eine den Geschäftserfordernissen entsprechende Kreditlinie. Basierend auf der Planung hat die Gesellschaft eine ausreichende Finanzierungslinie mit genügend Liquiditätsspielraum des Burda-Konzerns zur Verfügung gestellt bekommen, die sicherstellt, dass die computeruniverse GmbH auch künftig jederzeit ihren fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht nachkommen kann.

2.4 Vermögenslage

Das Anlagevermögen erhöhte sich insbesondere durch die Aktivierung selbsterstellter Software gegenüber dem Vorjahr um insgesamt EUR 0,62 Mio. und beträgt nun EUR 3,3 Mio.

Die Vorräte sind wegen des Umsatzanstiegs und des Ausbaus der Produktgruppen, insbesondere im Bereich Haushaltsgeräte, von EUR 6,7 Mio. auf EUR 7,4 Mio. gestiegen. Ein beträchtlicher Teil der Topseiler wird auf Vorrat beschafft, um den Kunden bei den wichtigsten Produkten eine sofortige Verfügbarkeit zu ermöglichen. Die Warenverfügbarkeit entwickelt sich neben dem Preis zu einem der wichtigsten Kaufkriterien der Kunden. Dies zeigt sich nicht zuletzt daran, dass die Topseller einen immer größer werdenden Teil der Bestellungen auf sich ziehen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr von EUR 2,4 Mio. auf EUR 2,5 Mio. gestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 28,8 % zum Vorjahr, was im Wesentlichen auf Forderungen gegenüber Lieferanten aus Boni und Werbekostenzuschüssen zurückzuführen ist.

Das Guthaben bei Kreditinstituten ist aufgrund des negativen Geschäftsergebnisses von EUR 0,8 Mio. auf EUR 0,1 Mio. zurückgegangen.

Durch die gestiegenen Vorräte in Folge der Ausweitung der Geschäftstätigkeit sind die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung von EUR 7,7 Mio. auf EUR 8,4 Mio. gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind insbesondere durch eine höhere Inanspruchnahme der vom Burda-Konzern zur Verfügung gestellten Cash-Pool Linie von EUR 3,4 Mio. auf EUR 4,8 Mio. angewachsen.

Insgesamt hat die wirtschaftliche Lage des Unternehmens durch die dargestellten Ereignisse eine ungünstige, nicht der Planung entsprechende Entwicklung genommen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Kundenguthaben (EUR 1,61 Mio). Diese wurden im Vorjahr in der Position Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen und im Geschäftsjahr umgegliedert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen im Geschäftsjahr um 42 %. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sanken von EUR 2,85 Mio. auf EUR 2,05 Mio. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierung stiegen von EUR 0,5 Mio. auf EUR 2,7 Mio.

2.5 Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

computeruniverse hat im Jahr 2014 ein marktübliches Umsatzwachstum zum Vorjahr erzielen können. Gleichwohl lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR -3,65 Mio. deutlich unter dem Vorjahr. Die nicht wie prognostiziert eingetretene Entwicklung des Unternehmens resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang des Osteuropageschäftes, aus Investitionen für weiteres Wachstum in ein neues ERP-System, Wachstums- und IT-umstellungsbedingtem Personalaufbau und aus den umsatzseitig stark belasteten Monaten nach der Umstellung auf das neue ERP-System. Insgesamt beurteilt die Geschäftsleitung den Geschäftsverlauf des Jahres 2014 aufgrund der vorgenannten Sonderbelastungen als nicht zufriedenstellend.

3. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2014 sind außer der Einlage in die Kapitalrücklage durch den Gesellschafter zum 31.03.2015 in Höhe von EUR 2,0 Mio. keine besonderen Ereignisse eingetreten.

4. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Für die Jahre 2015 und 2016 rechnet die Geschäftsleitung mit einer positiven Entwicklung auf der B2B-Kundenseite und bei den privaten Endverbrauchern. Insgesamt geht das Unternehmen durch die positiven Aussichten für die inländische Konjunktur, den fortgesetzten Strukturwandel im Markt zu Gunsten des E-Commerce und durch die nachfolgenden Maßnahmen von einem weiteren Umsatzwachstum für 2015 im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich und einer deutlich verbesserten Ergebnissituation für die Jahre 2015 und 2016 aus.

Der in 2014 umgesetzte Ausbau des Produktmanagements mit intensiver Betreuung von Produktgruppen und Herstellern wird in 2015 im Gegensatz zu 2014 im gesamten Jahr wirksam. Dadurch wird das Geschäft mit margenträchtigeren Artikeln stärker vorangetrieben und die unterschiedlichen Vertriebskanäle noch ergebnisoptimierter gesteuert.

In 2015 wird der Bereich Versandlogistik weiter optimiert. Darüber hinaus werden Lieferanten zur Optimierung der Versandkosten und -Zeiten EDV-seitig so angebunden, dass Kunden auch per Streckengeschäft beliefert werden können.

Das in 2014 neu eingeführte ERP System wird weiter entwickelt, die Entwicklungskapazitäten und -methoden werden ausgebaut und damit werden die Geschäftsprozesse noch weiter IT-gestützt optimiert.

Der Onlinevertrieb wird durch Optimierungen im Performance-Marketing, durch kontinuierliche Verbesserungen der Website und durch die Einführung neuer Zahlarten das Geschäft forcieren. Darüber hinaus wird der B2B-Vertrieb IT-seitig gestärkt, um dem attraktiven und dynamischen Geschäftskundensegment zu weiterem Wachstum zu verhelfen.

Serviceerträge werden durch Ausbau von Finanzierungs- und Versicherungsangeboten gesteigert.

Wie jedes Unternehmen ist auch die computeruniverse GmbH verschiedenen Risiken ausgesetzt.

Die relevanten geschäfts-, Unternehmens- und marktbezogenen Risiken werden laufend berücksichtigt. Die Risikosteuerung und das interne Berichtswesen unterliegen einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Besondere Risiken werden nach bestem Wissen von der Geschäftsführung identifiziert, überwacht, bewertet und soweit möglich und wirtschaftlich vertretbar, abgesichert und ihnen gegengesteuert.

Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken aufgeführt.

Aufgrund des intensiven Endkundengeschäftes könnte das geplante Umsatzwachstum durch Veränderungen des Konsum- und Investitionsklimas gefährdet sein.

Eine Verschlechterung ist insbesondere dann nicht auszuschließen, wenn die Arbeitslosenquote deutlich steigen sollte. Vor dem Hintergrund der Risiken aus der Staatsverschuldung in Teilen der Eurozone und geopolitischer Entwicklungen kann eine erneute konjunkturelle Eintrübung nicht ausgeschlossen werden. Sollten zudem in diesem Zusammenhang vermehrt Unternehmen von Zahlungsschwierigkeiten betroffen sein, könnte computeruniverse erhöhte Forderungsausfälle zu verzeichnen haben. Das Zahlungsausfallsrisiko wird einerseits durch die aktive Steuerung der von Kunden bevorzugten Zahlungsweisen, dem auch daraus resultierenden hohen Anteil der Zahlungen per Kreditkarten, Paypal und Sofortüberweisung sowie einem Anteil gewährter Zahlungen auf Ziel minimiert. Letztere werden zudem nur Geschäftskunden gewährt und ab einem bestimmten Limit mittels einer Warenkreditversicherung abgesichert.

Neben Chancen einer Entspannung der Lage in der Ukraine besteht auch das Risiko von weiteren Rückschlägen, insbesondere durch weiteren Protektionismus, Wechselkursrisiken und der drohenden Absenkung der Russischen Zollfreigrenzen.

Ein wesentliches Risiko der computeruniverse GmbH birgt der anhaltende Margendruck in der Branche. Die Nichterreichung der geplanten Umsatz- und Margenziele könnte eine Gefährdung darstellen. Sollte sich die Branche auf eine Rabattschlacht einlassen, könnte das das Ergebnis weiter verschlechtern. Im Zuge einer Marktkonsolidierung könnte sich die Margensituation jedoch auch verbessern. Darüber hinaus besteht das Risiko von fehlenden Innovationen in der Branche und von Planungsrisiken bei neu eingeführten Produkten bzw. Produktgruppen, die die geplanten Umsatz- und Ertragsziele gefährden.

Da es sich bei der Lagerware der computeruniverse GmbH um Produkte handelt, welche kurze Produktlebenszyklen aufweisen und somit einem raschen Wertverfall unterliegen, könnte sich ein Lagerrisiko ergeben. Der dadurch drohenden Wertminderung des Lagerbestandes versucht das Unternehmen durch die Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen Cyberport GmbH und stets mit Hilfe eines sorgfältigen Maßnahmenpaketes und geeigneter Controllinginstrumente entgegen zu wirken.

Die Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen Cyberport GmbH schafft nicht nur bessere Geschäftschancen, sondern auch eine Abhängigkeit von der Entwicklung dieses Unternehmens. Zudem besteht das Risiko der Nichtbesetzung von Planstellen durch zunehmenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.

Die hohe IT-Lastigkeit des Geschäftsmodells und der eigenentwickelten Software bergen IT- und Internetrisiken. Aufgrund zunehmender Cyberkriminalität besteht grundsätzlich vermehrt die Gefahr von Datendiebstahl oder Erpressungsversuchen mit DDoS-Attacken. Generell nimmt computeruniverse das latente Risiko der Sicherheit im Internet sehr ernst und unterzieht sich regelmäßig unterschiedlichen Tests verschiedener Institutionen mit strengen Prüfungsprotokollen, wie z.B. Hacker-Angriffen. Die verschiedenen Zertifikate gewährleisten nicht nur die Sicherheit, sondern zusätzlich auch das Schritthalten mit dem technischen Wandel und der Innovation im Online-Handel.

Im Hinblick auf die vorgenannten Risiken sind die Risiken anhaltender Margendruck und kurzfristige Lagerwertminderung am bedeutendsten. Bezüglich dieser Risiken hat sich die Risikoposition im Vergleich zum Vorjahr jedoch nicht verändert. Als Ergebnis der Analyse von Risiken, Gegenmaßnahmen, Absicherungen und Vorsorgen sind auf der Basis der gegenwärtigen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Risiken vorhanden. Zu den Chancen zählt insbesondere der zunehmende nachfrageseitige Strukturwandel zugunsten des E-Commerce der sich auch weiterhin günstig auf die Umsatzentwicklung auswirken wird.

Bestätigungsvermerk des Abschluss Prüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der computeruniverse GmbH, Friedberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Friedberg, 15. Juli 2015

KPMG AG
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