Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 114315
Vorher
Blitz F19-507 GmbHFIT LP GmbH
Eingetragen
28.1.2019
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
die Beteiligung an anderen Unternehmen und die Verwaltung des eigenen Vermögens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Dirk Schawag
seit 20.4.2023
Geschäftsführer
Jesus Martinez
seit 11.8.2021
Prokura
Uwe Jürgens
seit 21.9.2020
Prokura
Christian Primeau
seit 12.6.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Syntax Systems LimitedCAN
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Syntax Service GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Syntax Germany Acquisition GmbH

Weinheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht

Der folgende Konzernlagebericht zeigt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Syntax Germany Acquisition GmbH und ergänzt den Konzernabschluss (der "Konzernabschluss") und den darin enthaltenen Konzernanhang. Die im vorliegenden Konzernlagebericht enthaltenen Finanzinformationen wurden in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards ("IFRS") erstellt. Sämtliche dargestellten Zahlen im vorliegenden Dokument lauten, soweit nicht anders angegeben, auf die Berichtswährung Euro (€).

Zukunftsorientierte Aussagen

Jede in diesem Bericht enthaltene Aussage, die keine vergangenheitsbezogene Tatsache darstellt, kann als zukunftsgerichtete Aussage betrachtet werden. In diesem Bericht vorkommende Aussagen, die beispielsweise "kann", "wird", "würde", "der Auffassung sein" "erwarten", "schätzen" oder ähnliche Formulierungen oder Verben bzw. deren Verneinungen enthalten, sind in der Regel Hinweise auf zukunftsorientierte Aussagen. Diese zukunftsorientierten Aussagen sind keine Gewähr für die künftige Ertragsstärke des Konzerns. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die Prognose, die Rentabilität und die tatsächlichen Ergebnisse der Syntax Germany Acquisition GmbH von der in diesen Aussagen konkret genannten oder darin implizierten Angaben zu Rentabilität oder künftigen Ergebnissen deutlich abweichen. Detaillierte Informationen zu Risiken und Unsicherheiten finden sich unter dem Abschnitt "Chancen und Risiken" dieses Konzernlageberichts.

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 KONZERNSTRUKTUR

Syntax Germany Acquisition GmbH ("Syntax Germany") mit Sitz in Weinheim, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 735523 eingetragen. Syntax Germany wurde am 1. August 2018 gegründet. Gemeinsam mit ihren hundertprozentigen Tochtergesellschaften (der "Konzern") spezialisiert sich Syntax Germany als Anbieter von Full-Service-Geschäftslösungen auf Managed Services, Enterprise Cloud Computing, Enterprise Resource Planning, Business Intelligence und E-Business.

Mit Wirkung zum 14. April 2021 schloss der Konzern am 13. April 2021 den Erwerb aller ausstehenden Anteile der Linke Information Technology Holdings S.L. ("Linke") ab. Linke ist mit Niederlassungen in Spanien, Frankreich und Portugal vertreten und in der gleichen Branche tätig.

Mit Wirkung zum 18. Juni 2021 erwarb der Konzern am 17. Juni 2021 alle ausgegebenen und ausstehenden Anteile der lllumiti Consulting AG ("Illumiti"). Illumiti ist mit Niederlassungen in der Schweiz vertreten und in der gleichen Branche tätig.

Durch den Erwerb von Linke hat Syntax nun Zugang zu einem führenden spanischen Anbieter von Cloud-Lösungen mit einem Schwerpunkt auf SAP-Workloads und AWS. Das Unternehmen bietet eine Vielzahl an SAP-Lösungen, darunter SAP ERP (inkl. S/4 HANA), SAP CRM, SAP Process Integration (PI), SAP Business Warehouse (BW) und SAP Business Intelligence (BI). Linke ist der weltweit erste unabhängige AWS Premier Partner mit SAP- und Migrationskompetenz.

Illumiti ist spezialisiert auf die End-to-End-Implementierung und den Support/die Wartung von SAP S/4HANA (mehr als 30 S/4HANA-Implementierungen seit 2015), der ERP-Software SAP Business ByDesign und der Human Capital Management Software SAP SuccessFactors. Illumiti ist Spezialist für AWS, Microsoft Azure und Google Cloud und kann seine Kunden bei der Umstellung auf die öffentliche Cloud unterstützen.

Die Tochtergesellschaften von Syntax Germany und die jeweilige Beteiligungsquote stellen sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt dar:

Wesentliche Tochtergesellschaften Handelsregisternummer Beteiligungsquote Standort
Syntax Service GmbH HRB 702578 100 % Weinheim, Deutschland
Syntax Systems GmbH & Co. KG HRB 430899 100 % Weinheim, Deutschland
Syntax LP GmbH HRB 114315 100 % Weinheim, Deutschland
Syntax Systems, s.r.o. 100 % Kosice, Slowakei
Syntax Systems (Suzhou) Co. Ltd 100 % Suzhou, China
Syntax Holding S.L.U. 100 % Barcelona, Spanien
Syntax Information Technology S.L.U. 100 % Barcelona, Spanien
Syntax Information Technology France S.A.S 65 % Paris, Frankreich
Illumiti Consulting AG 100 % Freienbach, Schweiz

Bei der in Europa und Asien tätigen Syntax Germany handelt es sich um eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Syntax Systems Ltd ("Syntax" oder die "Muttergesellschaft"), mit Hauptsitz in Kanada und Betriebsstätten in Nordamerika, Europa und Asien.

Die Geschäftsleitung (Executive Team) von Syntax Germany ist für die unabhängige Leitung des Tagesgeschäfts des Konzerns verantwortlich. Die Konzernleitung (Corporate Executive Team) ist eng in Entscheidungen eingebunden, die für den Konzern von elementarer Bedeutung sind, wie beispielsweise in die Gesamtstrategie, Fragen der Finanzierung und Investitionsentscheidungen.

1.2 STRATEGIE

Syntax Strategie besteht darin, bereits bestehenden und neuen Kunden die gesamte Palette an Dienstleistungen anzubieten, Kompetenzzentren (Centers of Excellence; CoE) einzurichten, um Marktanteile in wichtigen Nischenmärkten zu gewinnen und seine Hyperscaler-Kapazitäten zu forcieren.

1.3 STRATEGISCHE IMPERATIVE ZUR UMSETZUNG UNSERER STRATEGIE

1.4 GESCHÄFTSMODELL

Syntax ist ein Anbieter von Managed-Cloud-Diensten für unternehmenskritische Anwendungen und verfügt über besondere Kompetenz bei der Implementierung und Steuerung von Multi-ERP-Anwendungen (Oracle und SAP) in einer sicheren und stabilen privaten, öffentlichen, hybriden oder Multi-Cloud-Umgebung.

Durch die Zusammenarbeit mit Syntax in den Bereichen Private-Cloud-, Public-Cloud- und Hybrid-Enterprise-Cloud-Lösungen sowie Beratungsleistungen und Managed Services wirken sich die Investitionen in SAP, Oracle E-Business Suite, Oracle JD Edwards, PeopleSoft und Hyperion für die Kunden von Syntax wertsteigernd aus.

Syntax ist weltweit mit Niederlassungen vertreten und kooperiert mit Unternehmen wie SAP, Oracle, AWS, Microsoft, IBM, HPE und anderen Technologieführern.

Syntax ist SAP Gold Partner, Oracle Platinum Partner, AWS Advanced Consulting Partner, Oracle OCI Partner, IBM Silver Partner, HPE Partner und Microsoft Gold Partner, die Lösungen für das Enterprise Computing über den gesamten Application- und Tech-Stack bieten.

Durch das Angebot überzeugender technischer und funktionaler Beratungsleistungen sowie herausragendem Monitoring und erstklassiger Automation unterstützt Syntax Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen und auf verschiedensten Märkten.

Mit Niederlassungen in der ganzen Welt und mehr als tausend Kunden aus allen Geschäftssegmenten verfügt Syntax über einen breiten und diversifizierten Kundenstamm, der durch langjährige Kundenbeziehungen geprägt ist.

1.5 CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY

Die Mission des ,Corporate Social Responsibility Education'-Programms von Syntax besteht darin, die Mitarbeiter weltweit dafür zu sensibilisieren, durch ehrenamtliches und wohltätiges Engagement einen Zusatznutzen zu erbringen mit dem Ziel, in der unmittelbaren Umgebung - sei es lokal, regional oder global - unterstützend zu wirken und das Thema Bildung nachhaltig zu verankern.

Durch gezielte Initiativen, jährlich stattfindende Freiwilligentage für wohltätige Zwecke und finanzielle Unterstützung sind Syntax und ihre Mitarbeiter stolz darauf, dazu beitragen zu können, Bildung als erlebbaren Erkenntnisgewinn zu verstehen.

1.6 MAKROÖKONOMISCHE ENTWICKLUNGENTWICKLUNG DER WELTWIRTSCHAFT

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds ("IWF") hat der Krieg in der Ukraine eine kostspielige humanitäre Krise ausgelöst, die nach einer friedlichen Lösung verlangt. Gleichzeitig wird der wirtschaftliche Schaden aus dem Krieg zu einer deutlichen Verlangsamung des globalen Wachstums im Jahr 2022 führen und die Inflation anheizen. Die Preise für Benzin und Lebensmittel haben sich rasant erhöht, was einkommensschwache Bevölkerungsgruppen in Niedriglohnländern am stärksten trifft.

Die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft wurde von 6,1 Prozent im Jahr 2021 auf 3,6 Prozent für die Jahre 2022 und 2023 gesenkt - und damit 0,8 bzw. 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im Januar prognostiziert.

Nach dem Jahr 2023 dürfte sich das globale Wachstum laut IWF mittelfristig auf etwa 3,3 % abkühlen. Die kriegsbedingten Roh Stoffpreise steigen, und wegen des zunehmenden Preisdrucks rechnet der IWF in den Industrienationen in diesem Jahr mit einer Inflationsrate von 5,7 Prozent und in den Entwicklungs- und Schwellenländern mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 8,7 Prozent. Damit liegt diese Prognose 1,8 bzw. 2,8 Prozentpunkte höher als noch im vergangenen Januar angenommen. Multilaterale Bestrebungen sind unerlässlich, wenn es darum geht, die humanitäre Krise zu bewältigen, weitere ökonomische Fragmentierung zu verhindern, die weltweite Liquidität zu sichern, die Schuldenkrise zu bewältigen, den Kampf gegen den Klimawandel aufzunehmen und die Pandemie zu beenden. 1

1.7 ENTWICKLUNG IN DEUTSCHLAND

Nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel ist die deutsche Wirtschaft abermals heftigem Gegenwind ausgesetzt. Der Krieg in der Ukraine führt zu steigenden Rohstoffpreisen, neuen Lieferengpässen und schwindenden Absatzmöglichkeiten. Diese Faktoren werden die Wirtschaft in Deutschland auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Höhere Rohstoffpreise verringern die Kaufkraft der verfügbaren Einkommen und dämpfen damit den privaten Konsum. Darüber hinaus werden neue Lieferengpässe in den kommenden Monaten die Industrieproduktion dämpfen. Schließlich verschlechtern sich, zumindest vorübergehend, die Absatzmöglichkeiten aufgrund der Sanktionen sowie der durch den Krieg gestiegenen Unsicherheit. All dies trifft die Wirtschaft in einer Phase, in der die dämpfenden Einflüsse der Pandemie nachlassen und sich eine kräftige Erholung abzeichnet. Die dämpfenden Faktoren werden abgemildert, da die privaten Haushalte seit Beginn der Pandemie große Ersparnisse angehäuft haben, so dass die hohe Inflation nicht voll auf den privaten Konsum durchschlägt. Darüber hinaus haben die Industrieunternehmen ein ungewöhnlich dickes Auftragspolster, das die vorübergehend geringeren Absatzmöglichkeiten abfedern wird. Im Ergebnis dürfte sich die Erholung in diesem Jahr fortsetzen, allerdings in spürbar langsamerem Tempo als im Winter erwartet. Insgesamt rechnen wir nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,1 Prozent für das laufende Jahr (Winterprognose: 4 Prozent) und von 3,5 Prozent für das Jahr 2023 (Winterprognose: 3,3 Prozent). Die Inflation dürfte in diesem Jahr mit 5,8 Prozent so hoch ausfallen wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland. Selbst wenn die Rohstoffpreise nicht mehr weiter steigen und die Lieferengpässe allmählich nachlassen, wird die Inflation im kommenden Jahr mit 3,4 Prozent wohl noch ungewöhnlich hoch bleiben, auch weil die jüngsten Erzeugerpreisanstiege erst nach und nach bei den Verbrauchern ankommen werden. Der Arbeitsmarkt dürfte sich weiterhin als widerstandsfähig erweisen. Die öffentlichen Ausgaben werden in Reaktion auf den Krieg und die damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen steigen, so dass die Haushaltsdefizite länger auf erhöhtem Niveau verharren werden. 2

1 IMF, World Economic Outlook 2022, April 2022, World Economic Outlook, April 2022: War Sets Back The Global Recovery (imf.org)

1.8 SEKTORSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Der überwiegende Teil der ERP-Software wird lokal auf hauseigenen Servern installiert (On-Premise-Variante) oder von einem Dritten gehostet. Dabei stellt das kontinuierliche Outsourcing einen großen und wachsenden Markt für die von Syntax angebotenen Dienstleistungen dar.

Marktüberblick

Die Nachfrage nach Enterprise Ressource Planning (ERP) steigt, und die schrittweise Auslagerung an Managed-Service-Provider (MSP) hält weiter an. ERP-Systeme integrieren eine Vielzahl von Geschäftsanwendungen und Betriebsdaten in einer zentralen Datenbank, wobei Oracle und SAP zu den Marktführern gehören, aber es gibt auch eine Reihe kleinerer Anbieter. Es gibt einige gängige Delivery-Modelle, mit Hilfe derer Unternehmen ihre ERP-Systeme einrichten und pflegen. MSPs konzentrieren sich auf drei Bereiche: Remote Monitoring Service (RMS), Public-Cloud- und Private-Cloud-Modelle.

Nachfragetreiber

Die Ausgaben verlagern sich zu MSPs. Als Treiber erweisen sich dabei langfristige Outsourcing-Trends in Richtung Public-Cloud-, Private-Cloud- und Software-as-a-Service (SaaS)-Modellen. Der überwiegende Teil der Marktteilnehmer hostet seine ERP-Systeme nach wie vor lokal auf hauseigenen Servern (ca. 65 % der Lizenzausgaben). Die durch Outsourcing erzielbaren Kosteneinsparungen und Skalierbarkeit sind beträchtlich, was zu einer Verlagerung in Richtung cloudbasierter ERP-Lösungen führt. Man geht davon aus, dass sich die entsprechenden Softwareausgaben von derzeit 35 % bis zum Jahr 2025 auf 48 % erhöhen werden. Der Übergang wird innerhalb der kommenden zwei Kaufzyklen, d. h. einem Zeitraum von 7-14 Jahren, eine kritische Masse erreicht haben. MSPs werden während dieses Zeitraums und wahrscheinlich auch darüber hinaus von entscheidender Bedeutung bleiben. Software-as-a-Service (SaaS) stellt ein gewisses Risiko für das MSP-Geschäftsmodell dar, wenn auch eher auf lange Sicht und mit stärkeren Auswirkungen auf Anbieter im unteren Marktsegment.

Marktchance

Der Markt für im Unternehmen gehostete ERP-Services wächst um ca. 9 %. Der von Syntax adressierbare Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) belief sich im Jahr 2020 auf 5,6 Milliarden USD. Bei einer angenommenen Wachstumsrate (CAGR) von 9,2 % wird sich dieses Volumen im Jahr 2025 auf 8,7 Milliarden USD belaufen. Den adressierbaren Markt bilden dabei anwendungs- und infrastrukturbezogene Managed Services (plus ausgewählte Professional Services) für Oracle und SAP ERP-Systeme von Geschäftskunden. Public- und Private-Cloud-Infrastrukturen verzeichnen ein hohes Wachstum, das durch stabile Ausgaben für On-Premise-Infrastrukturen teilweise ausgeglichen wird. Der Markt für Dienste, die über eine private Cloud eines Drittanbieters bereitgestellt werden, wird im Jahr 2025 ca. 37 % der adressierbaren Serviceausgaben ausmachen.

2 IfW - Kiel Institut für die Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte Deutschland, Nr. 89 (2022IQ1), Deutsche Wirtschaft im Frühjahr 2022: Erholung gefährdet - Preisdruck hoch | Kiel Institut (ifw-kiel.de)

2 FINANZKENNZAHLEN

2.1 ERTRAGSLAGE

Ertragslage für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre

(in Tausend EUR) 2021 2020
Umsatzerlöse 97.279 80.758
Umsatzkosten 66.759 53.422
Bruttogewinn 30.520 27.336
Vertriebs- und Verwaltungskosten 20.854 18.380
Planmäßige Abschreibungen 19.908 16.183
Betriebsverlust (10.242) (7.227)
Finanzaufwendungen 2.504 1.314
Verlust vor Ertragsteuern (12.746) (8.541)
Ertragsteueraufwand (Ertragsteuererstattung) 2.570 (1.774)
Konzernergebnis (Nettoverlust) (15.316) (6.767)

Zu den wichtigsten Leistungsindikatoren (KPIs) des Konzerns zählen Umsatzerlöse und normalisiertes EBITDA, die im Mittelpunkt der internen Planung und Kontrolle stehen.

2.2 UMSATZERLÖSE

Analyse der Umsatzerlöse:

Umsatzerlöse für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre

(in Tausend EUR) 2021 2020
Wiederkehrende Dienstleistungen 75.199 65.613
Professionelle Dienstleistungen 18.707 12.711
Hardware und Software 3.373 2.434
97.279 80.758
(in Tausend EUR) 2021 2020
Europa 90.634 75.681
Asien 6.645 5.077
97.279 80.758

Die Umsatzerlöse des Konzerns stiegen um 16,5 Millionen EUR von 80,8 Millionen EUR im Jahr 2020 auf 97,3 Millionen EUR im Jahr 2021.

Umsatzerlöse aus wiederkehrenden Dienstleistungen stiegen um 9,6 Millionen EUR bzw. 14,6 % gegenüber dem Vorjahr infolge des in den Jahren 2020 und 2021 hinzugewonnenen Neugeschäfts. Umsatzerlöse aus professionellen Dienstleistungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 Millionen EUR bzw. 47,2 %, was zum einen auf die Lockerungen der Corona-Beschränkungen und zum anderen auf die Unternehmenserwerbe zurückzuführen ist.

Bei wiederkehrenden Dienstleistungsverträgen erfolgen Rechnungsstellung und Inkasso durch Syntax Germany in der Regel bei Ausführung des entsprechenden Vertrages und die Umsatzrealisierung typischerweise über den Leistungszeitraum. Einige der wiederkehrenden Dienstleistungsverträge des Konzerns umfassen Service-Level-Vereinbarungen zu Verfügbarkeit, Reaktionsfähigkeit, Sicherheit, Incident Response (Reaktion auf Störfälle) bzw. Erfüllung von Service- und Änderungsanfragen.

Im Rahmen von Verträgen über professionelle Dienstleistungen berechnet Syntax Germany die Dienstleistungen auf der Grundlage von Tages- oder Stundensätzen für die in Anspruch genommenen Leistungen ab. Rechnungsstellung und Inkasso erfolgen monatlich nach Erbringung der Leistungen.

Die Umsatzerlöse in Asien stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Millionen EUR bzw. 30,9%. Insgesamt wurden die Aktivitäten in Asien durch eine geringere Nachfrage, Projektverschiebungen und niedrigere Übererlöse (Overages) infolge der Corona-Pandemie beeinträchtigt.

2.3 Normalisiertes EBITDA

Das normalisierte EBITDA ist definiert als Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen und sonstigen Posten. Zu den sonstigen Posten zählen insbesondere Restrukturierungs- und Integrationskosten im Zusammenhang mit Neuerwerbungen. Im Geschäftsjahr 2021 betrug das normalisierte EBITDA 10,5 Millionen EUR, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 0,4 Millionen EUR bzw. 3,7 % entspricht.

2.4 UMSATZKOSTEN

Für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr belaufen sich die Umsatzkosten auf insgesamt 66,8 Millionen EUR bzw. 68,6 % (2020: 66,2 %) der Umsatzerlöse. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 13,3 Millionen EUR bzw. 25,0%, da sich die Betriebskosten aufgrund der gestiegenen Umsätze erhöht haben.

2.5 VERTRIEBS- UND VERWALTUNGSKOSTEN

Für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr belaufen sich die Vertriebs- und Verwaltungskosten auf insgesamt 20,9 Millionen EUR bzw. 21,4 % (2020: 22,8 %) der Umsatzerlöse. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 2,5 Millionen EUR bzw. 13,5 %, was im Wesentlichen auf das gestiegene Geschäftsvolumen im Jahr 2020 zurückzuführen ist.

2.6 PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN

Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich um 3,7 Millionen EUR bzw. 23,0 %, was im Wesentlichen auf immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit den im Jahr 2021 vollzogenen Erwerben zurückzuführen ist.

2.7 VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

(in Tausend EUR) 31.12.2021 31.12.2020
Kurzfristige Vermögenswerte 34.880 29.523
Langfristige Vermögenswerte 93.456 60.412
Summe Vermögenswerte 128.336 89.935
Kurzfristige Schulden 35.776 24.511
Langfristige Schulden 107.333 69.013
Summe Schulden 143.109 93.524
Eigenkapital (14.773) (3.589)
128.336 89.935

Zum 31. Dezember 2021 belaufen sich die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns auf 93,5 Millionen EUR gegenüber 60,4 Millionen EUR zum 31. Dezember 2020. Dies entspricht einem Anstieg von 54,7 %, der hauptsächlich aus der Zunahme der immateriellen Vermögenswerte um 11,1 Millionen EUR und des Geschäfts- oder Firmenwertes um 26,1 Millionen EUR resultiert. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 5,4 Millionen EUR bzw. 18,1 % aufgrund der Erwerbe im Jahr 2021.

2.8 INVESTITIONSAUSGABEN

Die Zugänge zu Sachanlagen, Nutzungsrechten und immateriellen Vermögenswerten belaufen sich für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr auf insgesamt 32,5 Millionen EUR (2020: 5,4 Millionen EUR). Von dem Anstieg um 27,1 Millionen EUR sind 18,7 Millionen EUR auf die Erwerbe zurückzuführen.

2.9 KAPITALSTRUKTUR

Im Rahmen des Linke-Erwerbs leistete die Muttergesellschaft eine Einlage in Höhe von 3,8 Millionen EUR in die Kapitalrücklage von Syntax Germany. Zudem schloss Syntax Germany mit der Muttergesellschaft ein befristetes Schuldscheindarlehen mit einem Nennwert von 13,0 Millionen EUR ab. Das Kapital und alle aufgelaufenen und nicht gezahlten Zinsen im Zusammenhang mit dem befristeten Schuldscheindarlehen, die sich zum 31. Dezember 2021 auf 13,4 Millionen EUR belaufen, sind am 13. April 2026 fällig.

Im Rahmen des Illumiti-Erwerbs wurde mit der Muttergesellschaft ein befristetes Schuldscheindarlehen mit einem Nennwert von 22,8 Millionen EUR abgeschlossen. Das Kapital und alle aufgelaufenen und nicht gezahlten Zinsen im Zusammenhang mit dem befristeten Schuldscheindarlehen, die sich zum 31. Dezember 2021 auf 23,3 Millionen EUR belaufen, sind am 18. Juni 2026 fällig.

Der kumulierte Fehlbetrag erhöhte sich durch den Jahresfehlbetrag auf 14,8 Millionen EUR.

2.10 LIQUIDITÄT

Der Konzern steuert sein Liquiditätsrisiko durch wöchentliche Prognose seines Betriebskapitals. Der Konzern erstellt rollierende Dreimonats-Cash-Prognosen, um sicherzustellen, dass er über ausreichend liquide Mittel verfügt, um seinen Verpflichtungen nachkommen zu können. Auch wenn der Zahlungsmittelbedarf des Konzerns je nach Zeitpunkt und Umfang der normalen Geschäftstätigkeit Schwankungen unterliegt, ist der Konzern der Auffassung, dass die aus der Geschäftstätigkeit generierten Zahlungsmittel zusammen mit konzerninternen Finanzierungen ausreichen, um den derzeit bestehenden Verpflichtungen, einschließlich Schuldendienst, nachkommen zu können.

Die revolvierende Kreditfazilität von Syntax in Höhe von 3,5 Millionen USD wurde im Oktober 2021 im Zusammenhang mit der konzernweiten Refinanzierung von Kreditfazilitäten auf Ebene von Syntax Canada und dem damit verbundenen Bankenwechsel gekündigt. Die Kreditfazilität wurde im März 2022 durch eine neue Kreditfazilität in Höhe von 3,0 Millionen EUR ersetzt.

3 CHANCEN UND RISIKEN

Syntax Germany ist verschiedenen Chancen und Risiken ausgesetzt, die strategischer, operativer, marktbezogener und finanzieller Art sein können. Die Steuerung und der Umgang mit Unsicherheitsfaktoren bilden einen integralen Bestandteil des Geschäftsbetriebs, um die strategischen und finanziellen Ziele des Konzerns zu erreichen.

Die Geschäftsführung (Board) von Syntax Germany stellt sicher, dass die Konzernleitung (Executive Team) alle relevanten Risikofaktoren identifiziert und dass die notwendigen Risikomanagementsysteme und
-instrumente zur Verfügung stehen, um das Ausmaß unerwünschter Vorfälle strategischer, operativer oder finanzieller Art zu reduzieren.

Die anhaltende Corona-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf zahlreiche Risikofaktoren, denen Syntax Germany ausgesetzt ist. Von den nachfolgend beschriebenen Risikofaktoren stellt das unter 4.1 erläuterte Risiko (Corona) das bedeutsamste dar. Die verbleibenden Risikofaktoren unter 4.3 ff. sind gleichermaßen bedeutsam.

3.1 CHANCEN

Syntax sieht eine Chance, durch Erweiterung der Amazon AWS- und Microsoft Azure-Kompetenzen Marktanteile hinzuzugewinnen und die geografische Reichweite zu erhöhen. Erzielt wird dies durch kontinuierliche Investitionen in das Vertriebsteam sowie durch Fusionen und Unternehmenserwerbe (siehe 1.1).

3.2 RISIKOFAKTOR CORONA

Im März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch des neuen Coronavirus (Covid-19) zur Pandemie, die sich nach wie vor in Deutschland und der ganzen Welt ausbreitet.

Der Konzern wird die Auswirkungen des Coronavirus weiterhin genau beobachten und gleichzeitig die Gesundheit und Sicherheit seiner Mitarbeiter, Kunden, Partner und der Allgemeinheit gewährleisten. Der Konzern verfolgt das Ziel, das Geschäft seiner Kunden zu unterstützen und jederzeit Servicekontinuität zu gewährleisten. Dabei werden die neuesten Informationen der WHO und anderer globaler oder lokaler Gesundheitsorganisationen aufmerksam verfolgt, um zum Schutz der Stakeholder weltweit beizutragen.

Das Team verpflichtet sich, seine Kunden in diesen herausfordernden Zeiten weiterhin nach Kräften zu unterstützen.

Das Konzerngeschäft ist aufgrund des Produkt- und Kundenmix relativ gut gegen die Corona-Folgen gewappnet. Im Jahr 2021 gab es keine nennenswerten Geschäftsunterbrechungen aufgrund der Pandemie.

3.3 Krieg in der Ukraine

Der Krieg in der Ukraine fordert in tragischer Weise Menschenleben, verursacht menschliches Leid und führt zudem zu massiven Schäden an der Infrastruktur der Ukraine. Durch den Krieg sind mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer geflohen. Gegen Russland wurden Sanktionen verhängt. Die Energie- und Rohstoffpreise sind gestiegen und haben den ohnehin schon bestehenden Inflationsdruck weiter verstärkt. Syntax unterhält keinerlei vertragliche Beziehungen zu sanktionierten Ländern. Die Gesellschaft beobachtet die Situation sehr genau.

3.4 STRATEGISCHE RISIKOFAKTOREN

Investitionsentscheidungen

Die Investitionsentscheidungen des Konzerns sind möglicherweise nicht zufriedenstellend. Falsche Investitionsentscheidungen können sich kurzfristig negativ auf Gewinn und Cashflow auswirken und Reputationsschäden verursachen.

Gemeinsam mit der Konzernleitung (Corporate Executive Team) von Syntax nimmt Syntax Germany regelmäßig strategische Überprüfungen vor. Dabei kommen Kundenanalyse und Marktforschung zum Einsatz, um eine Grundlage für die Entscheidungsfindungsprozesse zu haben.

Rechtsverstöße und/oder Rechtsstreitigkeiten

Bei der Delivery von Software und der Erbringung von Dienstleistungen geht es um das Management des Risikos, die Rechte geistigen Eigentums Dritter zu verletzen. Sollte der Konzern die Rechte geistigen Eigentums Dritter verletzen, könnte dies zu einem Haftungsfall für den Konzern führen, sich kurzfristig negativ auf Gewinn und Cashflow auswirken und Reputationsschäden verursachen.

Der Konzern schließt mit Mitarbeitern, unabhängigen Auftragnehmern und Dritten im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit Vertraulichkeitsvereinbarungen ab, um einen gewissen Schutz zu gewährleisten. Die Mitarbeiter werden auf bestehende Vertraulichkeitsauflagen der Kunden hingewiesen. Wo dies sinnvoll erscheint, werden gezielte Patentrecherchen durchgeführt, um Bereiche zu identifizieren, in denen neue Produkte oder in der Entwicklung befindliche Dienstleistungen möglicherweise mit dem geistigen Eigentum Dritter kollidieren. Der Einsatz von Fremdsoftware im Produktangebot von Syntax Germany wird überwacht. Die Auswahl von Komponenten Dritter unterliegt einer technischen Überprüfung und Bewertung in der Entwurfsphase. Arbeits- und Beraterverträge enthalten Klauseln zum Schutz geistigen Eigentums.

3.5 OPERATIVE RISIKOFAKTOREN

Zu den wichtigsten operativen Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, zählen Cybersecurity, Datenverlust, Datenschutz und Serviceverfügbarkeit.

Cybersecurity-Risiko

Syntax Germany ist angewiesen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der IT-Systeme - sowohl intern als auch als Teil ihres Serviceangebots an die Kunden. Cybersecurity-Vorfälle kommen zunehmend häufiger vor, und Cyberangriffe werden immer komplexer.

Ein gravierender Cybersecurity-Vorfall, der zu Ausfällen der IT-Systeme oder einem Verlust von Kundendaten führt, könnte zu Einschränkungen im Geschäftsbetrieb der Gesellschaft führen, Bußgelder und/oder Vertragshaftung zur Folge haben, sich kurzfristig negativ auf Gewinn und Cashflow auswirken, Reputationsschäden verursachen und die Kundenbeziehungen beschädigen sowie die Vertrauenswürdigkeit auf dem Markt erschüttern.

In der Gesellschaft werden regelmäßig interne und externe unabhängige Überprüfungen durchgeführt. Zudem werden die unternehmenseigenen Systeme und Prozesse regelmäßig aktualisiert, um das Risiko von Cybersecurity-Vorfällen und Systemstörungen zu minimieren. Die Überprüfungen erfolgen durch unabhängige externe und interne Prüfer. Die Ergebnisse werden vom Chief Information Officer (CIO), dem Bereich Governance, Risk und Compliance, der Rechtsabteilung, Unternehmensvertretern und Sicherheitsexperten überprüft. Das Resultat dieser Überprüfungen hat Einfluss auf die internen Kontrollen, Prozesse und Arbeitsabläufe auf Ebene der Konzerninfrastruktur und der Kundenprojekte. Um dem Risiko zu begegnen, zählen zu den Abhilfemaßnahmen sowohl technische, betriebliche und vertragliche Maßnahmen als auch regelmäßige Mitarbeiterschulungen zu den Themen Informationssicherheit, Datenschutz und Datenmanagement. Im Hinblick auf vollständiges Remote Working hat der CIO den Geschäftsbetrieb und die betrieblichen Prozesse speziell unter diesem Aspekt untersucht, um mögliche Risiken, die in diesem Zusammenhang bestehen, zu beseitigen. Der Konzern verfügt über eine Cyber-Haftpflichtversicherung, um den Schaden aus einem Cybersecurity-Vorfall möglichst gering zu halten.

Einhalten von Gesetzen und Vorschriften im Zusammenhang mit Informationssicherheit und Datenschutz

Grundsätzliche Einhaltung gesetzlicher, regulatorischer und vertraglicher Vorschriften im Zusammenhang mit Informationssicherheit und Datenschutz. Die Nichteinhaltung könnte für den Konzern Haftungsfälle und Bußgelder zur Folge haben, sich kurzfristig negativ auf Gewinn und Cashflow auswirken, Reputationsschäden verursachen und die Kundenbeziehungen beschädigen sowie die Vertrauenswürdigkeit auf dem Markt erschüttern.

Der Konzern überprüft die Auswirkungen neuer Vorschriften und Gesetze zu Informationssicherheit und Datenschutz auf sich und seine Kunden. Das Ergebnis dieser Überprüfungen hat Einfluss auf die internen Kontrollen und Prozesse sowie das Produktdesign und die Ausgestaltung von Lösungen und Arbeitsabläufen. Der Konzern sensibilisiert seine Mitarbeiter für die möglichen Auswirkungen sich verändernder Vorschriften und bietet zielgerichtete Schulungen innerhalb der Geschäftsbereiche an.

Datenverlust

Verlust sensibler Kunden- oder Mitarbeiterdaten. Der Verlust von Kunden- oder Konzerndaten, sei es durch einen Cybersecurity-Vorfall, durch das Fehlverhalten eines Mitarbeiters oder anderweitig verursacht, könnte für den Konzern Haftungsfälle und Bußgelder und/oder Vertragshaftung zur Folge haben, sich kurzfristig negativ auf Gewinn und Cashflow auswirken, Reputationsschäden verursachen und die Kundenbeziehungen beschädigen sowie die Vertrauenswürdigkeit auf dem Markt erschüttern. Systeme und Prozesse zum Schutz vor Datenverlust sind vorhanden, darunter Datenredundanz in verschiedenen Rechenzentren sowie Maßnahmen, die eine logische Trennung für den Schutz von Anwendungsdaten gewährleisten.

Fehler in der Software-Lösung oder im Software-Produkt oder Ausfallzeiten

Software-Bugs oder Systemausfälle bei Hosting oder Support. Dies könnte für den Konzern Haftungsfälle zur Folge haben, sich kurzfristig negativ auf Gewinn und Cashflow auswirken, Reputationsschäden verursachen und die Kundenbeziehungen beschädigen sowie die Vertrauenswürdigkeit auf dem Markt erschüttern.

Der Konzern gestaltet seine Systeme, Kundenlösungen und Infrastruktur so, dass Schutz vor Ausfällen und Serviceverfügbarkeit gewährleistet sind. Es gibt zertifizierte Prozesse für Störungsbehebung (Critical Incident Management) und Störungsvermeidung (Problem Management). Eine Berufshaftpflichtversicherung ist vorhanden.

Verzögerungen bei der Servicebereitstellung oder Nichteinhaltung von Anforderungen

Unfähigkeit, den kundenspezifischen Serviceanforderungen für eine fristgerechte Erfüllung der Vertragsbedingungen zu entsprechen. Projektverzögerungen oder Projektausfälle können für den Konzern Haftungsfälle zur Folge haben, sich kurzfristig negativ auf Gewinn und Cashflow auswirken, Reputationsschäden verursachen und die Kundenbeziehungen beschädigen sowie die Vertrauenswürdigkeit auf dem Markt erschüttern.

Der Konzern hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass er Projekte erfolgreich durchführen kann und verfügt über das Personal und das Fachwissen, um die vertraglichen Anforderungen fristgerecht zu erfüllen.

3.6 MAKROÖKONOMISCHE RISIKOFAKTOREN

Ereignisse, die außerhalb des Einflussbereichs von Syntax Germany liegen

Instabilität des Finanzsystems, Marktstörungen oder Betriebsstilllegungen. Einbruch an den Finanzmärkten oder Rezession. Insolvenz, Schließung, Konsolidierung oder Rationalisierung von Teilen des Kundenstamms können sich über einen längeren Zeitraum negativ auf die Umsatzerlöse, den Gewinn, das Wachstum und den Cashflow des Konzerns auswirken. Das Geschäftsmodell des Konzerns umfasst sowohl wiederkehrende als auch professionelle Dienstleistungen, was die unmittelbare Auswirkung von Abschwüngen an einzelnen Zielmärkten abschwächt. Die Service-Line-Struktur des Konzerns gepaart mit Kundendialog, Research- und Marketingaktivitäten sowie regelmäßigen strategischen Überprüfungen des Gesamtgeschäfts dienen der Aufrechterhaltung eines nachhaltigen Geschäfts.

3.7 FINANZIELLE RISIKOFAKTOREN

Der Konzern ist einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben: Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko und Marktrisiko einschließlich Zinsänderungsrisiko und Währungsrisiko. Der Konzern verwendet operative Prognosen, um die negativen Auswirkungen dieser Risiken auf sein Geschäft zu minimieren.

Kreditrisiko

Kreditrisiko bezieht sich auf das Risiko, dass eine Gegenpartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann (Ausfallrisiko), was einen finanziellen Verlust zur Folge hätte. Das Kreditrisiko des Konzerns resultiert im Wesentlichen aus Zahlungsmitteln, Forderungen und sonstigen langfristigen Vermögenswerten.

Zum 31. Dezember 2021 verfügt der Konzern über Sichteinlagen bei namhaften Finanzinstituten, und das Management schätzt das Ausfallrisiko als vernachlässigbar ein.

Im normalen Geschäftsverlauf verringert der Konzern sein Kreditrisiko in Bezug auf Forderungen durch Überwachung der Vermögensverhältnisse seiner Bestandskunden und durch Beobachtung des Rückzahlungsverhaltens bei eingegangenen Kreditengagements seiner Neukunden. Für den Konzern besteht kein wesentliches Risiko gegenüber einem einzelnen Kunden oder einer Gegenpartei.

Nur sehr selten kommt es im Konzern zu einem Kreditverlust bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Trotzdem wird zu jedem Abschlussstichtag eine Analyse durchgeführt, die der Bemessung der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste dient. Dazu folgt der Konzern einer vereinfachten Vorgehensweise. Für die Bemessung der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste gruppiert der Konzern seine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Fälligkeit. Die Berechnung der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste spiegelt neben einem wahrscheinlichkeitsgewichteten Ergebnis und dem Zeitwert des Geldes angemessene und belastbare Informationen wider, die zum Abschlussstichtag über vergangene Ereignisse, gegenwärtige Bedingungen und Prognosen künftiger wirtschaftlicher Bedingungen verfügbar sind. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegt ein Ausfall vor, wenn es unwahrscheinlich ist, dass der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen vollständig nachkommen wird und kein Rückgriffsrecht durch die Gesellschaft besteht. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden abgeschrieben, wenn nach angemessener Einschätzung nicht davon auszugehen ist, dass die Forderungen realisierbar sind.

Eine Feststellung darüber, ob Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überfällig sind, erfolgt je nach Art des Kunden, seinem Zahlungsverhalten in der Vergangenheit und der Branche, in der er tätig ist. Eine Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen wird dann vorgenommen, wenn der Konzern der Auffassung ist, dass der erwartete erzielbare Betrag niedriger ausfällt als die tatsächliche Forderung aus Lieferungen und Leistungen. Inwieweit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als überfällig gelten, hängt von den Kreditbedingungen des jeweiligen Kunden ab. Der Konzern überprüft die Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen zu jedem Abschlussstichtag. Zum 31. Dezember 2021 war die Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen vernachlässigbar. Zum 31. Dezember 2021 lag bei Syntax Germany keine Ausfallrisikokonzentration vor, da ihre Kunden sich in unterschiedlichen Rechtsordnungen und Branchen befinden.

Zum 31. Dezember 2021 mussten keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschrieben werden. Vor dem Hintergrund des Zahlungsverhaltens seiner Kunden in der Vergangenheit, vertritt der Konzern die Auffassung, dass die Wertberichtigung auf zweifelhafte Forderungen angemessen ist, um die Risiken eines Zahlungsausfalls abzudecken.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass der Konzern nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen fristgerecht und zu angemessenen Kosten nachzukommen. Aufgrund vertraglicher und steuerlicher Verpflichtungen sowie finanzieller Verbindlichkeiten ist der Konzern einem Liquiditätsrisiko ausgesetzt.

Die Steuerung seines Liquiditätsrisikos erfolgt durch Betriebskapitalmanagement. Dazu werden Budget- oder Cash-Prognosen erstellt, um sicherzustellen, dass der Konzern über ausreichend Mittel verfügt, um seine Verpflichtungen zu erfüllen. Auch wenn der Bedarf der Gesellschaft an Zahlungsmitteln je nach Zeitpunkt und Umfang der normalen Geschäftstätigkeit und Unwägbarkeiten in Bezug auf die konjunkturelle Entwicklung Schwankungen unterliegt, ist der Konzern der Auffassung, dass die aus der Geschäftstätigkeit generierten Zahlungsmittel zusammen mit anderen Liquiditätsquellen ausreichen, um den derzeit bestehenden Verpflichtungen, einschließlich Schuldendienst, nachkommen zu können.

4 AUSBLICK

Der Schwerpunkt der zukünftigen Strategie liegt nach wie vor auf der herausragenden Leistungserbringung von Multi-ERP-Lösungen in Multi-Cloud-Umgebungen mit differenziertem Patentportfolio.

Für das Geschäftsjahr 2022 rechnet das Management mit Umsatzerlösen in Höhe von 120,2 Millionen EUR (inkl. Erwerbe). Es wird erwartet, dass sich die Umsatzerlöse in den Segmenten wiederkehrende und nicht wiederkehrende Dienstleistungen gegenüber dem Jahr 2021 erhöhen und zwar um 19 % bei den wiederkehrenden und um 40 % bei den nicht wiederkehrenden Dienstleistungen (wobei 3 % bzw. 11 % auf die Erwerbe zurückzuführen sind). Die Prognosen für das normalisierte EBITDA belaufen sich auf 12,3 Millionen (inkl. Erwerbe). Dies entspricht einer Veränderung um 17,1% im Vergleich zum Berichtsjahr (wobei 2 % auf Erwerbe entfallen).

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts sieht das Management aufgrund der Covid-19-Pandemie, des Kriegs in der Ukraine oder aufgrund vertraglicher Bestimmungen keinerlei Risiken, die die Unternehmensfortführung des Konzerns gefährden würden.

 

26. Juli 2022

Geschäftsführer

Inhalt

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Konzernabschluss der Syntax Germany Acquisition GmbH

Konzerngewinn- und -verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung

Konzernbilanz

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

Konzernkapitalflussrechnung

Konzernanhang

Konzerngewinn- und -verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre

Anhangangabe 2021 2020
T€ T€
Umsatzerlöse 7 97.279 80.758
Umsatzkosten 66.759 53.422
Bruttogewinn 30.520 27.336
Vertriebs- und Verwaltungskosten 20.854 18.380
Planmäßige Abschreibungen 9 19.908 16.183
Betriebsverlust (10.242) (7.227)
Finanzaufwendungen 10 2.504 1.314
Verlust vor Ertragsteuern (12.746) (8.541)
Ertragsteuer (i.Vj. Ertragsteuererstattungen) 11 2.570 (1.774)
Konzernergebnis (Nettoverlust) (15.316) (6.767)
Sonstiges Ergebnis
Posten, die nachträglich in das Konzernergebnis umgegliedert werden
Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in die Darstellungswährung der Gesellschaft 56 (73)
56 (73)
Posten, die nicht nachträglich in das Konzernergebnis umgegliedert werden
Neubewertung leistungsorientierter Verpflichtungen 23 389 (1.393)
Zugehörige Ertragsteuern 11 (113) 406
276 (987)
Sonstiges Ergebnis 332 (1.060)
Gesamtverlust (14.984) (7.827)

Siehe entsprechenden Konzernanhang

Konzernbilanz Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre

Aktiva

Anhangangabe 2021 2020
T€ T€
Kurzfristige Vermögenswerte:
Zahlungsmittel 8.064 8.547
Forderungen 12 21.527 16.806
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 5.211 4.170
Ertragsteuerforderungen 11 78 -
34.880 29.523
Sachanlagen 13 15.028 14.041
Nutzungsrechte 14 8.912 9.019
Immaterielle Vermögenswerte 15 27.421 16.325
Geschäfts- oder Firmenwert 16 39.157 13.096
Latente Steueransprüche 11 2.813 7.931
Sonstige langfristige Vermögenswerte 125 -
128.336 89.935

Passiva

Kurzfristige Schulden:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und abgegrenzte Schulden 17 27.903 21.264
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 2.234 160
Ertragsteuerverbindlichkeiten 11 272 4
Kurzfristiger Teil der langfristigen Finanzverbindlichkeiten 809
Kurzfristiger Teil der Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen 19 4.558 3.083
35.776 24.511
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 18 76.644 38.645
Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen 19 7.737 7.216
Latente Steuerschulden 11 3.830 3.651
Pensionsrückstellungen 23 19.122 19.501
143.109 93.524
Stammkapital 20 25 25
Kapitalrücklage 20 19.357 15.557
Kumulierte sonstige Rücklagen (2.549) (2.881)
Bilanzverlust (31.606) (16.290)
(14.773) (3.589)
128.336 89.935

Siehe entsprechenden Konzernanhang

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

Kumulierte sonstige Rücklagen
Stammkapital Kapitalrücklage Währungsumrechnung
T€ T€ T€
Stand am 1. Januar 2020 25 15.557 (55)
Konzernergebnis - -
Sonstiges Ergebnis - (73)
Stand am 31. Dezember 2020 25 15.557 (128)
Konzernergebnis - - -
Sonstiges Ergebnis - - 56
Einzahlung in die Kapitalrücklage (Anhangangabe 20) - 3.800 -
Stand am 31. Dezember 2021 25 19.357 (72)
Kumulierte sonstige Rücklagen
Pensionsrücklage Bilanzverlust Summe
T€ T€ T€
Stand am 1. Januar 2020 (1.766) (9.523) 4.238
Konzernergebnis - (6.767) (6.767)
Sonstiges Ergebnis (987) - (1.060)
Stand am 31. Dezember 2020 (2.753) (16.290) (3.589)
Konzernergebnis - (15.316) (15.316)
Sonstiges Ergebnis 276 - 332
Einzahlung in die Kapitalrücklage (Anhangangabe 20) - 3.800
Stand am 31. Dezember 2021 (2.477) (31.606) (14.773)

Siehe entsprechenden Konzernanhang

Konzernkapitalflussrechnung für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre

Anhangangabe 2021 2020
T€ T€
Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit:
Konzernergebnis (15.316) (6.767)
Anpassungen für:
Planmäßige Abschreibungen 9 19.908 16.183
Gewinn aus der Veräußerung von Vermögenswerten (615)
Finanzaufwendungen 10 2.504 1.314
Ertragsteuern 11 2.570 (1.774)
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, nach Abzug der Aufwendungen 23 (154) (76)
Fremdwährung (12) 158
8.885 9.038
Veränderungen des Working Capitals 21 7 1.049
Gezahlte Ertragsteuern (279) (133)
Gezahlte Zinsen (618) (300)
7.995 9.654
Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten:
Einzahlungen aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten 21 37.017
Auszahlungen aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten 21 (19)
Einzahlungen aus Leasingverbindlichkeiten und ähnlichen Verpflichtungen 21 4.904 -
Auszahlungen von Leasingverbindlichkeiten und ähnlichen Verpflichtungen 21 (6.268) (3.651)
Einzahlung in die Kapitalrücklage 20 3.800 -
39.434 (3.651)
Cashflows aus Investitionstätigkeiten:
Unternehmenserwerb; abzüglich erworbener Zahlungsmittel 6 (39.788) -
Erwerb von Sachanlagen und Nutzungsrechten 13, 14, 21 (6.799) (4.159)
Veräußerung von Sachanlagen und Nutzungsrechten 1.203 -
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 15, 21 (2.650) (112)
Veränderungen der langfristigen Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen) (21) -
(48.055) (4.271)
Netto-Abnahme der Zahlungsmittel (626) 1.732
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel 143 (45)
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 8.547 6.860
Zahlungsmittel am Ende der Periode 8.064 8.547

Siehe entsprechenden Konzernanhang

Konzernanhang für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr mit Vergleichsinformationen für 2020

1. Unternehmensportrait

Syntax Germany Acquisition GmbH (die "Gesellschaft"), mit Sitz in Weinheim, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 735523 eingetragen. Gemeinsam mit ihren hundertprozentigen Tochtergesellschaften bietet sie Full-Service-Geschäftslösungen speziell in den Bereichen Managed Services, Enterprise Cloud Computing, Enterprise Resource Planning, Business Intelligence und E-Business an.

Die Gesellschaft wurde am 1. August 2018 gegründet.

2. Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS:

Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen, vom International Accounting Standards Board (das "IASB") herausgegebenen und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards ("IFRS") sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee ("IFRIC") aufgestellt. Die handelsrechtlichen Vorschriften gemäß §315e (1) Handelsgesetzbuch ("HGB") wurden ebenfalls beachtet.

Der Abschluss ist Teil des Konzernabschlusses der Syntax Systems Limited, einer Private Corporation (nicht börsennotierte Kapitalgesellschaft) mit Sitz in Kanada, die den Konzernabschluss für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Geschäftsführung (Board of Directors) hat den Abschluss der Syntax Systems Limited am 27. Juli 2022 genehmigt.

3. Maßgebliche Rechnungslegungsmethoden:

Die folgenden Rechnungslegungsmethoden wurden auf alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Berichtszeiträume angewendet.

(a) Grundlagen für die Darstellung:

Der Konzernabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung auf der Grundlage historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt mit Ausnahme der leistungsorientierten Verpflichtung sowie der Rückstellungen, der Leasingverbindlichkeiten und ähnlichen Verpflichtungen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

(b) Fremdwährung:

(i) Funktionale Währung und Darstellungswährung:

Der vorliegende Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der Gesellschaft, dargestellt. Jede Tochtergesellschaft der Gesellschaft bestimmt ihre eigene funktionale Währung, und die Abschlussposten jeder Tochtergesellschaft werden nach ihrer eigenen funktionalen Währung bewertet. Die funktionale Währung ist die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist.

Ein ausländischer Geschäftsbetrieb, der integraler Bestandteil des berichtenden Unternehmens ist, d. h., die Tätigkeit des ausländischen Geschäftsbetriebs wird ausgeübt, als sei es ein erweiterter Bestandteil des berichtenden Unternehmens, hat die gleiche funktionale Währung wie das berichtende Unternehmen, da er im selben primären Wirtschaftsumfeld tätig ist wie das berichtende Unternehmen.

(ii) Währungsumrechnung:

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung sind mit den zum Zeitpunkt der Transaktionen geltenden Wechselkursen in die funktionalen Währungen der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften umzurechnen. Auf fremde Währung lautende monetäre Vermögenswerte und Schulden werden mit dem am Abschlussstichtag geltenden Wechselkurs in die funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, sind zum Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umzurechnen.

Auf Fremdwährung lautende Ertrags- und Aufwandsposten werden am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Gewinne und Verluste werden unter den Finanzaufwendungen erfasst.

(c) Konsolidierungskreis:

Der vorliegende Konzernabschluss umfasst die Jahresabschlüsse der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften. Alle konzerninternen Salden der Gesellschaft mit Tochtergesellschaften sowie sämtliche Transaktionen zwischen der Gesellschaft und den Tochtergesellschaften wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Tochtergesellschaften sind Unternehmen (Einheiten), die von der Gesellschaft beherrscht werden. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft schwankenden Renditen aus ihrem Engagement in das Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung beginnt, bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung endet, in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Tochtergesellschaften der Syntax Germany und der jeweilige Eigentumsanteil stellen sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt dar:

Wesentliche Tochtergesellschaften Eigentumsanteil Standort Eigenkapital zum 31. Dez. 2021 Nettoergebnis für 2021
Syntax Service GmbH 100 % Deutschland 5.390 -
Syntax Systems GmbH & Co. KG 100 % Deutschland (15.759) (5.896)
Syntax LP GmbH 100 % Deutschland 21 (1)
Syntax Systems, s.r.o. 100 % Slowakei 1.441 371
Syntax Systems (Suzhou) Co. Ltd 100 % China 441 (358)
Syntax Holding S.L.U. 100 % Spanien 269 (42)
Syntax Information Technology S.L.U 100 % Spanien 459 (1.121)
Syntax Information Technology France S.A.S. 65 % Frankreich (273) (255)
Illumiti Consulting AG 100 % Schweiz 1.149 540

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht gemäß §§ 264b und 264 (3) Handelsgesetzbuch (HGB) Gebrauch, wonach Tochtergesellschaften von Syntax Germany Acquisition GmbH von der Pflicht befreit sind, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften zu erstellen und offenzulegen und diese ggf. prüfen zu lassen. Die Tochtergesellschaften Syntax Service GmbH, Syntax Systems GmbH & Co. KG und Syntax LP GmbH machen von dieser Befreiung Gebrauch.

(d) Unternehmenserwerb:

Unternehmenserwerbe werden nach der Erwerbsmethode bilanziert, wenn die Beherrschung auf die Gesellschaft übergeht. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung (einschließlich des ggf. zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Betrags des nicht beherrschenden Anteils an einem erworbenen Unternehmen) und dem Saldo der zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Wertansätze der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt.

Die übertragene Gegenleistung berechnet sich durch Addition der beizulegenden Zeitwerte der von der Gesellschaft übertragenen Vermögenswerte, der von der Gesellschaft übernommenen Schulden und der von der Gesellschaft im Austausch für die Beherrschung über das erworbene Unternehmen ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente zum Erwerbszeitpunkt einschließlich der Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer Vereinbarung über eine bedingte Gegenleistung stammen.

Das Recht auf Erhalt einer bedingten Gegenleistung bzw. die Verpflichtung zur Zahlung einer bedingten Gegenleistung wird als Vermögenswert, als eine Schuld oder als Eigenkapital eingestuft. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet; ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Eine als Vermögenswert oder als Schuld eingestufte bedingte Gegenleistung wird entweder als Finanzinstrument oder als Rückstellung bewertet. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte, die zu den Berichtigungen vorläufiger Kaufpreisallokationen innerhalb des Bewertungszeitraums gehören, werden im Berichtszeitraum korrigiert und erfolgen rückwirkend. Spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer als Vermögenswert oder als Schuld eingestuften bedingten Gegenleistung werden gemäß den maßgeblichen IFRS bilanziert und ergebniswirksam erfasst.

Mit dem Erwerb verbundene Kosten, mit Ausnahme von Kosten für die Emission von Schuldtiteln oder Aktienpapieren sowie Integrations- und Restrukturierungskosten, die der Gesellschaft im Zusammenhang mit einem Unternehmenserwerb entstehen, werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwert ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem insgesamt gezahlten Kaufpreis und dem beizulegenden Zeitwert des im Rahmen eines Unternehmenserwerbs erworbenen Reinvermögens. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mit seinen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich oder früher, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, einer Wertminderungsprüfung unterzogen.

(e) Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielt vorrangig Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen. Sie erfasst Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden, wenn die Übertragung der Verfügungsmacht erfolgt ist. Die Höhe entspricht dabei der Gegenleistung, die die Gesellschaft im Austausch für ihre Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Die Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Hiervon ausgenommen sind Beträge, die im Namen Dritter eingezogen werden, Nachlässe, Rabatte, Steuern und Gebühren. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft stammen in der Regel aus wiederkehrenden Dienstleistungen und professionellen Dienstleistungen. Wiederkehrende Dienstleistungen umfassen Managed-Service-Verträge zum Festpreis. Professionelle Dienstleistungen werden auch als Verträge auf Basis von Zeit- und Materialaufwand bezeichnet, wobei Material in diesem Fall aus Reisekosten und Spesen besteht.

Bei wiederkehrenden Dienstleistungsverträgen erfolgen Rechnungsstellung und Inkasso durch die Gesellschaft in der Regel bei Ausführung und über die Laufzeit des entsprechenden Vertrages. Einige der wiederkehrenden Dienstleistungsverträge der Gesellschaft umfassen Service-Level-Vereinbarungen zu Verfügbarkeit, Reaktionsfähigkeit, Sicherheit, Reaktion auf Störfälle bzw. Erfüllung von Service- und Änderungsanfragen. Soweit seitens der Gesellschaft wesentliche Unsicherheit darüber besteht, eine bestimmte Service-Level-Vereinbarung erfüllen zu können, würde die Umsatzrealisierung im Zusammenhang mit dem betreffenden Vertrag verschoben, bis diese Unsicherheit beseitigt ist. Die Umsatzrealisierung wäre insoweit beschränkt, in dem eine Rückstellung für eventuelle Schäden oder Service-Level-Credits gebildet wurde. Sofern die Gesellschaft es für wahrscheinlich hält, dass wegen der Nichteinhaltung einer Service-Level-Vereinbarung ein Ressourcenabfluss erforderlich sein könnte, wäre darüber hinaus eine Rückstellung für die erwarteten Kosten zu bilden.

Im Rahmen von Verträgen, die auf professionellen Dienstleistungen basieren, berechnet die Gesellschaft die Dienstleistungen auf der Grundlage von Tages- oder Stundensätzen für die in Anspruch genommenen Leistungen. Rechnungsstellung und Inkasso erfolgen nach Erbringung der Leistungen. Die Umsatzrealisierung aus diesen Verträgen erfolgt zeitanteilig mit Erbringung der Leistungen, wobei die entsprechenden Kosten für die Erbringung dieser Leistungen zum Zeitpunkt ihres Anfallens als Umsatzkosten ausgewiesen werden. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen werden in der Regel über den Zeitraum erfasst, in dem sie erbracht werden. Umsatzerlöse aus professionellen Dienstleistungen, die zum Festpreis erbracht werden, werden grundsätzlich zeitraumbezogen unter Anwendung inputbasierter Methoden zur Schätzung des Fertigstellungsgrades erfasst.

Bei Verkäufen von Hardware und Software überträgt die Gesellschaft die Verfügungsmacht. Die Umsatzrealisierung erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem das Produkt an den Kunden geliefert oder bei ihm installiert wurde.

Die Erfüllung der Leistungsverpflichtungen und die Übertragung der entsprechenden Verfügungsmacht an den Kunden erfolgen entweder über einen Zeitraum oder zu einem bestimmten Zeitpunkt und zu einem Betrag, der die Gegenleistung (ohne Rabatte und Nachlässe) widerspiegelt, die die Gesellschaft im Austausch für diese Leistungen erwartet. Eine Gegenleistung aus Verträgen mit Kunden wird den identifizierten Leistungsverpflichtungen auf der Grundlage ihres Einzelveräußerungspreises zugeordnet. Die Gesellschaft berücksichtigt darüber hinaus, ob der Vertrag weitere Leistungsversprechen enthält, die separate Leistungsverpflichtungen darstellen, denen ein Teil des Transaktionspreises zugeordnet werden muss. Die Gesellschaft ist zu dem Schluss gekommen, dass sie im Rahmen der Umsatzvereinbarung als Prinzipal handelt, da sie in der Regel die Verfügungsmacht über die Leistungen besitzt, bevor sie sie an den Kunden übergibt. Tritt sie hingegen als Agent auf, erfolgt die Umsatzrealisierung als Teil der Gegenleistung. Die Gesellschaft überprüft monatlich die erwartete Gewinnmarge aus einem Vertrag. Sollte sie zu dem Schluss kommen, dass ein Vertrag wahrscheinlich unrentabel sein wird, würden alle voraussichtlichen Verluste sofort in voller Höhe erfasst und eine Rückstellung gebildet, die dem niedrigeren Betrag aus den Kosten für die Erfüllung des Vertrags und den Kosten für die vorzeitige Beendigung des Vertrags entspricht.

(f) Ertragsteuern:

Der Ertragsteueraufwand besteht aus tatsächlichen Steuern und latenten Steuern. Steuern werden im Konzernergebnis erfasst. Eine Ausnahme gilt für Fälle, in denen sie im Zusammenhang mit einem Unternehmenserwerb stehen oder sich auf Posten beziehen, die außerhalb des Gewinns oder Verlusts direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst werden. In diesem Fall werden die Steuern entsprechend der bilanziellen Behandlung des Postens, auf den sich die Steuern beziehen, erfasst.

Tatsächliche Steuern umfassen die auf das zu versteuernde Ergebnis der Periode zu entrichtenden Steuern oder Steuererstattungen, wobei die Steuersätze und Steuervorschriften angewandt werden, die zum Abschlussstichtag gültig oder angekündigt sind, sowie Anpassungen an die zu entrichtenden Ertragsteuern bzw. Ertragsteuererstattungen früherer Jahre. Die in der Konzernbilanz erfassten erstattungsfähigen oder geschuldeten Ertragsteuern enthalten während des Berichtszeitraums geleistete Anzahlungen. Das zu versteuernde Ergebnis der Periode unterscheidet sich von dem in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Posten "Verlust vor Ertragsteuern", da es Erlös- und Aufwandspositionen, die in anderen Geschäftsjahren steuerbar oder abzugsfähig sind, und Posten, die weder steuerbar noch abzugsfähig sind, ausschließt und Erlös- und Aufwandspositionen früherer Jahre, die in diesem Geschäftsjahr steuerbar oder abzugsfähig sind, einschließt. Das Management überprüft regelmäßig die in den Steuererklärungen enthaltenen Positionen in den Fällen, in denen die Steuergesetzgebung Interpretationsspielraum zulässt. Schulden werden ggf. auf der Grundlage des Betrags erfasst, in dessen Höhe eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird.

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen dem in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der einzelnen Vermögenswerte und Schulden und deren Steuerbemessungsgrundlage erfasst. Diese Unterschiede entstehen aufgrund der unterschiedlichen Behandlung von Posten für Bilanzierungszwecke und für steuerliche Zwecke. Die Steuereffekte dieser Differenzen spiegeln sich als latente Steueransprüche bzw. latente Steuerschulden wider. Latente Steueransprüche enthalten zudem noch nicht genutzte steuerliche Verluste und noch nicht genutzte Steuergutschriften. Für die folgenden Posten werden keine latenten Steuern erfasst:

Temporäre Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten und Schulden zu einem Geschäftsvorfall stammen, bei dem es sich nicht um einen Unternehmenserwerb handelt und der weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst; und

Zu versteuernde temporäre Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwerts resultieren.

Latente Steuern werden auf nicht abgezinster Basis bewertet. Die Berechnung erfolgt unter Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften, die am Abschlussstichtag gelten oder angekündigt sind zu dem Zeitpunkt, an dem die Auflösung der Differenzen erwartet wird. Latente Steueransprüche werden in dem Umfang bilanziert, in dem sie wahrscheinlich realisiert werden können. Nicht bilanzierte latente Steueransprüche werden zu jedem Abschlussstichtag erneut bewertet. Bei Unternehmenserwerben werden die latenten Steueransprüche vor dem Erwerbszeitpunkt erneut bewertet. Eine latente Steuerschuld ist für alle zu versteuernden temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften anzusetzen, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit auflösen werden. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden, für die gemäß der gleichen Steuerbehörde ein Anspruch auf Aufrechnung besteht, werden in der Konzernbilanz auf Nettobasis dargestellt.

(g) Sachanlagen:

(i) Ansatz und Bewertung:

Eine Sachanlage wird zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet. Anschaffungskosten enthalten Ausgaben, die direkt der Anschaffung des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer Sachanlage umfassen:

Den Kaufpreis einschließlich Einfuhrzölle und nicht erstattungsfähiger Umsatzsteuern nach Abzug von Rabatten, Boni und Skonti;

Alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert zu dem Standort und in den erforderlichen, vom Management beabsichtigten, betriebsbereiten Zustand zu bringen.

Fremdkapitalkosten, die direkt der Anschaffung, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können.

Wenn Teile einer Sachanlage unterschiedliche Nutzungsdauern aufweisen, werden sie als gesonderte Posten behandelt. Ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang einer Sachanlage werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst.

(iii) Nachträgliche Ausgaben:

Nachträgliche Ausgaben werden nur dann aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der mit der Ausgabe verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließen wird. Laufende Reparaturen und Instandhaltung werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

(iii) Abschreibung:

Eine Sachanlage wird ab dem Zeitpunkt abgeschrieben, an dem sie gefertigt oder installiert und in ihren für die beabsichtigte Nutzung durch das Management gebrauchsfähigen Zustand gebracht wurde.

Die Berechnung der Abschreibung erfolgt durch Abschreibung der Anschaffungs oder Herstellungskosten eines Vermögenswertes, abzüglich seines geschätzten Restwerts, über die Nutzungsdauer des Vermögenswerts wie folgt:

Vermögenswert Abschreibungsmethode Abschreibungszeitraum
Computerausrüstung Linear 3 bis 5 Jahre
Mietereinbauten Linear 1 bis 20 Jahre
Betriebsausstattung Linear 7 Jahre

Die Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft und ggf. prospektiv angepasst.

(h) Leasingverhältnisse:

Die Gesellschaft muss bei Vertragsbeginn beurteilen, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Die Feststellung, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis enthält, erfordert Ermessensentscheidungen. Es handelt sich bei einem Vertrag um ein Leasingverhältnis, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren.

Die Gesellschaft erfasst ein Nutzungsrecht und eine Leasingverpflichtung auf Basis des Barwerts künftiger Mindestleasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses am Bereitstellungsdatum. Dies ist der Zeitpunkt, an dem der Leasinggegenstand der Gesellschaft zur Verfügung gestellt wird. Die Berechnung von Leasingvereinbarungen kann Optionen zur Verlängerung oder Kündigung des Leasingverhältnisses enthalten, wenn es hinreichend sicher ist, dass die Gesellschaft diese Option ausüben wird.

Leasingverbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz mit dem Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen bewertet und zu dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz abgezinst. Lässt sich dieser Satz nicht ohne Weiteres bestimmen, ist der Grenzfremdkapitalzinssatz der Gesellschaft heranzuziehen.

Die Leasingzahlung wird in die Leasingverpflichtung und die Finanzaufwendungen aufgeteilt. Die Finanzaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses dem Konzernergebnis belastet, damit über die Perioden ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingverpflichtung entsteht.

Das Nutzungsrecht wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf die Gesellschaft über oder in den Kosten des Nutzungsrechts wird berücksichtigt, dass die Gesellschaft eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts abgeschrieben. Die Feststellung darüber erfolgt auf die gleiche Weise wie bei den Sachanlagen.

Die Leasingverpflichtung umfasst den Nettobarwert der folgenden Leasingzahlungen:

Feste Zahlungen (einschließlich de facto fester Zahlungen) abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasinganreize über die Laufzeit des Leasingverhältnisses, jedoch einschließlich aller Verlängerungszeiträume, wenn hinreichend sicher ist, dass diese Option auch tatsächlich ausgeübt wird;

Nichtleasingkomponenten, wie beispielsweise Grundsteuern, Instandhaltung und Sonstiges, bei denen diese Nichtleasingkomponenten feste Zahlungen oder de facto feste Zahlungen darstellen;

Beträge, die die Gesellschaft im Rahmen von Restwertgarantien voraussichtlich wird entrichten müssen;

Der Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Gesellschaft hinreichend sicher ist, dass sie diese auch tatsächlich wahrnehmen wird; und

Strafzahlungen für eine Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass die Gesellschaft die Kündigungsoption wahrnehmen wird.

Das Nutzungsrecht wird anfänglich zu Anschaffungskosten bewertet. Dies umfasst Folgendes:

Den Betrag, der sich aus der erstmaligen Bewertung der Leasingverpflichtung ergibt;

Alle bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen abzüglich aller etwaigen erhaltenen Leasinganreize;

Anfängliche direkte Kosten;

Wie nach IFRS zulässig, hat die Gesellschaft außerdem die folgenden Rechnungslegungsmethoden gewählt:

Keine Anwendung des IFRS 16 auf Leasingverhältnisse, die immaterielle Vermögenswerte zum Gegenstand haben.

Keine Trennung von bestimmten Nichtleasing- und Leasingkomponenten und stattdessen Bilanzierung jeder Leasingkomponente und aller damit verbundenen, feste Zahlungen darstellende Nichtleasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente.

Neubewertung

Das Nutzungsrecht wird regelmäßig um etwaige Wertminderungsaufwendungen gekürzt und um sichere Neubewertungen der Leasingverpflichtung berichtigt.

Die Leasingverpflichtung wird neu bewertet, wenn bei den künftigen Leasingzahlungen eine Änderung eintritt, die auf eine Veränderung bei einem zur Bestimmung dieser Zahlungen verwendeten Index oder (Zins-)Satz zurückzuführen ist oder wenn die Gesellschaft ihre Einschätzung darüber ändert, ob sie eine Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ausüben wird. Wird eine Leasingverpflichtung auf diese Weise neu bewertet, wird eine entsprechende Berichtigung des Buchwerts des Nutzungswerts vorgenommen bzw. im Konzernergebnis erfasst, sofern der Buchwert des Nutzungswerts auf null reduziert wurde.

(i) Immaterielle Vermögenswerte:

Immaterielle Vermögenswerte, die von der Gesellschaft erworben werden und eine zeitlich begrenzte Nutzungsdauer haben, werden zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet. Immaterielle Vermögenswerte, die von der Gesellschaft im Rahmen eines Unternehmenserwerbs erworben werden und eine zeitlich begrenzte Nutzungsdauer haben, werden zum Zeitpunkt des Erwerbs abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Planmäßige Abschreibung:

Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts werden immaterielle Vermögenswerte ab dem Zeitpunkt, an dem sie zur Nutzung verfügbar sind, in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer wie folgt linear abgeschrieben:

Vermögenswert Abschreibungszeitraum
Computersoftware 1 bis 12 Jahre
Kundenstamm 5 bis 15 Jahre
Markenname 2 bis 3 Jahre
Auftragsbestand 5 Jahre

Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft und ggf. angepasst.

(j) Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte:

Am Ende jedes Berichtszeitraums überprüft die Gesellschaft den Buchwert ihrer Sachanlagen, Nutzungsrechte und immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer, um zu bestimmen, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt. Liegt ein solcher Anhaltspunkt vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts geschätzt, um den Umfang eines etwaigen Wertminderungsaufwands zu bestimmen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mindestens jährlich oder früher, wenn es einen Anhaltspunkt für eine Wertminderung gibt, einer Wertminderungsprüfung unterzogen.

Zwecks Überprüfung auf eine Wertminderung werden Vermögenswerte, die nicht einzeln überprüft werden können, zu der kleinsten identifizierbaren Gruppe von Vermögenswerten zusammengefasst, die Mittelzuflüsse erzeugt, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten ist ("zahlungsmittelgenerierende Einheit"). Vermögenswerte der Gesellschaft werden einer einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, wenn eine vernünftige und stetige Basis für die Zuordnung identifiziert werden kann. Ist dies nicht der Fall, werden die Vermögenswerte der Gesellschaft der kleinsten Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, für die eine vernünftige und stetige Basis für die Zuordnung identifiziert werden kann.

Die jüngste ausführliche Berechnung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, der in einer vorhergehenden Periode ermittelt wurde, kann für die Überprüfung dieser Einheit auf Wertminderung in der aktuellen Periode benutzt werden, vorausgesetzt, dass alle Kriterien erfüllt sind.

Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Wertminderungsaufwand in Bezug auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten wird zugeordnet, um zuerst den Buchwert des der Einheit zugewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerts zu reduzieren und dann den Buchwert der anderen Vermögenswerte anteilig zu reduzieren. Der Wertminderungsaufwand wird sofort in der Periode, in der er anfällt, ergebniswirksam erfasst.

Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Bei der Beurteilung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows auf ihren Barwert abgezinst. Dazu wird ein Abzinsungssatz vor Steuern herangezogen, der die aktuellen Markterwartungen des Zeitwerts des Geldes und die für den Vermögenswert spezifischen Risiken widerspiegelt, für die die geschätzten künftigen Cashflows nicht angepasst wurden.

Wertminderungsaufwendungen, die in früheren Perioden erfasst worden sind, werden zu jedem Abschlussstichtag auf Anhaltspunkte überprüft, ob sich die Wertminderung verringert hat oder ob die Gründe für die Wertminderung noch bestehen. Ein Wertminderungsaufwand wird aufgehoben (Wertaufholung), wenn sich eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Eine Wertaufholung erfolgt nur insoweit, als der Buchwert des Vermögenswerts nicht den Buchwert übersteigt, der nach Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibung bestimmt worden wäre, wenn kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar ergebniswirksam erfasst.

Zwecks Überprüfung auf eine Wertminderung wird der Geschäfts- oder Firmenwert derjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit der Gesellschaft zugeordnet, die voraussichtlich von den Synergien des entsprechenden Unternehmenserwerbs profitieren wird. Eine für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasste Wertminderung kann nicht aufgeholt werden.

(k) Rückstellungen:

Rückstellungen sind Schulden, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind. Rückstellungen werden gebildet, wenn der Gesellschaft aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung rechtlich oder faktisch entstanden ist, mehr dafür als dagegen spricht, dass die Gesellschaft die Verpflichtung erfüllen muss und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Gegenleistung dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich ist, unter Berücksichtigung der Risiken und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Verpflichtung. Die Rückstellungen werden zum Barwert bewertet, und die Erhöhung der Rückstellung aufgrund des Zeitablaufs wird unter Finanzaufwendungen erfasst.

Eine Rückstellung für einen belastenden Vertrag wird gebildet, wenn die Gesellschaft einen Vertrag abgeschlossen hat, bei dem die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen höher sind als der erwartete wirtschaftliche Nutzen aus diesem Vertrag.

(l) Finanzinstrumente:

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

(i) Finanzielle Vermögenswerte:

Erstmaliger Ansatz und Bewertung

Finanzielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz klassifiziert und nachfolgend zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz richtet sich nach den Eigenschaften des vertraglichen Cashflows des finanziellen Vermögenswerts und dem Geschäftsmodell der Gesellschaft zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte. Die Gesellschaft bewertet einen finanziellen Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und in dem Fall, in dem ein finanzieller Vermögenswert nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, zuzüglich Finanzierungskosten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente (oder wenn die Gesellschaft einen praktischen Behelf angewendet hat) werden mit dem Transaktionspreis bewertet, der gemäß IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden ("IFRS 15") ermittelt wurde.

Damit ein finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten klassifiziert und bewertet werden kann, muss er zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen ("Solely Payments of Principal and Interest"; SPPI) auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Folgebewertung

Zum Zwecke der Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte in zwei Kategorien eingeteilt:

Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Schuldinstrumente); und

Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden

Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden in den Folgeperioden anhand der Effektivzinsmethode bewertet und unterliegen der Wertminderung. Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam erfasst, wenn der Vermögenswert ausgebucht, verändert oder wertgemindert wird. In diese Kategorie der finanziellen Vermögenswerte fallen Zahlungsmittel, Forderungen und sonstige langfristige Vermögenswerte der Gesellschaft.

Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, umfassen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Vermögenswerte, die zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie mit der Absicht erworben wurden, kurzfristig verkauft oder zurückgekauft zu werden. Derivate, einschließlich getrennter eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, es sei denn, sie werden als wirksame Sicherungsinstrumente designiert.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen, wobei die Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst werden. Die Gesellschaft hält zum jetzigen Zeitpunkt keine finanziellen Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Ausbuchung

Ein finanzieller Vermögenswert wird insbesondere dann ausgebucht, wenn sein vertragliches Anrecht auf Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert ausläuft; oder wenn die Gesellschaft ihre Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem Vermögenswert übertragen hat.

(ii) Finanzielle Verbindlichkeiten:

Erstmaliger Ansatz und Bewertung

Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz entweder als Verbindlichkeit, als Darlehen und Ausleihungen oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert.

Alle finanziellen Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und im Fall von Darlehen und Ausleihungen sowie Verbindlichkeiten abzüglich der direkt zurechenbaren Finanzierungskosten erfasst.

Die finanziellen Verbindlichkeiten der Gesellschaft umfassen Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden, Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen und langfristige Finanzverbindlichkeiten, die als Verbindlichkeit, Darlehen und Ausleihungen klassifiziert sind.

Folgebewertung

Zum Zwecke der Folgebewertung werden finanzielle Verbindlichkeiten in drei Kategorien eingeteilt:

Verbindlichkeit, Darlehen und Ausleihungen;

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten;

Als Sicherungsinstrumente in einer wirksamen Absicherung designierte Derivate.

Verbindlichkeit, Darlehen und Ausleihungen

Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden verzinsliche Darlehen und Ausleihungen im Rahmen der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden und den auf dem Effektivzinssatz basierenden Abschreibungsprozess durchlaufen.

Die Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt unter Berücksichtigung etwaiger Abschläge oder Aufschläge bei Erwerb sowie Gebühren und Kosten, die integraler Bestandteil des Effektivzinssatzes sind. Die Effektivzinssatz-Abschreibung ist in den Finanzaufwendungen enthalten.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, umfassen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten und finanzielle Verbindlichkeiten, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie mit der Absicht eingegangen wurden, kurzfristig zurückgekauft zu werden. Diese Kategorie umfasst darüber hinaus von der Gesellschaft abgeschlossene derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente in einer Sicherungsbeziehung designiert werden.

Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten

Die Gesellschaft bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllt bzw. aufgehoben sind oder auslaufen. Die Gesellschaft bucht eine finanzielle Verbindlichkeit auch dann aus, wenn deren Bedingungen geändert werden und die Cashflows der geänderten Verbindlichkeit sich maßgeblich ändern. In diesem Fall wird eine neue finanzielle Verbindlichkeit auf Basis der geänderten Bedingungen zum beizulegenden Zeitwert erfasst.

(iii) Saldierung von Finanzinstrumenten:

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden miteinander saldiert, und der Nettobetrag wird in der Konzernbilanz ausgewiesen, sofern zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch auf Saldierung der ausgewiesenen Beträge besteht, die Gesellschaft beabsichtigt, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig den betreffenden Vermögenswert zu realisieren und die dazugehörige Verbindlichkeit zu begleichen.

(m) Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses:

(i) Beitragsorientierte Pläne:

Die Gesellschaft erfasst im Rahmen von beitragsorientierten Plänen geleistete Beiträge ergebniswirksam in der Periode, in der die Arbeitnehmer die betreffende Arbeitsleistung erbringen, die sie zum Bezug dieser Beiträge berechtigen. Für die Gesellschaft besteht keine rechtliche oder faktische Verpflichtung, zusätzliche Beträge zu zahlen, die über die im Plan vereinbarten hinausgehen.

(ii) Leistungsorientierte Pläne:

An jedem Abschlussstichtag extrapolieren unabhängige Versicherungsmathematiker die Daten der jüngsten vollständigen versicherungsmathematischen Bewertung, um zu Rechnungslegungszwecken den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zu bestimmen. Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen, der laufende Dienstzeitaufwand und ggf. der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand werden mit Hilfe des Verfahrens laufender Einmalprämien ermittelt. Dazu wird auf bestmögliche Schätzungen des Managements zurückgegriffen, die die Abzinsungssätze, erwartete Gehaltssteigerungen, den Indexierungssatz der gezahlten Altersrenten sowie die Sterbetafel umfassen.

Das Management bestimmt den Abzinsungssatz, indem sie die aktuellen Marktzinssätze für festverzinsliche Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating ermittelt. Hierbei handelt es sich um angepasste Sätze, um die Dauer der erwarteten künftigen Zahlungsmittelabflüsse der Altersversorgungspläne widerzuspiegeln. Die Kostenkomponenten der leistungsorientierten Versorgungspläne werden folgendermaßen erfasst:

Die Servicekosten werden ergebniswirksam erfasst. Sie umfassen:

Laufenden Dienstzeitaufwand;

Nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand, der in der Periode, in der der Plan angepasst wird, ergebniswirksam erfasst wird; und

Gewinne oder Verluste aus einer Planabgeltung, die in der Periode, in der der Plan abgegolten wird, ergebniswirksam erfasst werden.

Nettozinsen auf die Nettoschuld aus einem leistungsorientierten Versorgungsplan werden unter den Finanzaufwendungen erfasst. Die Berechnung erfolgt durch Multiplikation der Nettoschuld aus einem leistungsorientierten Versorgungsplan mit dem Abzinsungssatz.

Neubewertungen der Nettoschuld aus einem leistungsorientierten Versorgungsplan werden im sonstigen Ergebnis angesetzt.

Sie werden unmittelbar in den Gewinnrücklagen erfasst und umfassen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Berichtigungen und aus Veränderungen bei den finanziellen und demografischen Annahmen.

(n) Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen:

Monetäre Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen und nicht monetäre Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen von wirtschaftlicher Substanz werden, wenn sie im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs stattfinden, mit dem Tauschbetrag ("Exchange Amount") bewertet. Dies gilt nicht, wenn es sich bei dem Geschäftsvorfall um den Tausch eines Produkts oder einer Sachanlage handelt, die zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gehalten wird. Findet der Geschäftsvorfall nicht im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit statt, wird er mit dem Tauschbetrag bewertet, sofern es eine maßgebliche Änderung des Eigentums an dem übertragenen Gegenstand gibt und ein unabhängiger Beweis für den Tauschbetrag vorliegt.

Alle anderen Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen werden zum Buchwert bewertet.

4. Ermessensentscheidungen bei der Rechnungslegung und Quellen von Schätzungsunsicherheiten:

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS muss das Management bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden Ermessensentscheidungentreffen und Annahmen und Schätzungen verwenden, die sich auf die Höhe der in diesem Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden, Umsatzerlöse und Aufwendungen sowie die Angaben zu Eventualforderungen und Eventualverbindlichkeiten auswirken. Diese Annahmen und Schätzungen werden regelmäßig überprüft. Sie basieren auf Erfahrungen der Vergangenheit und anderen Faktoren, darunter künftige Ereignisse, deren Eintritt angesichts der Umstände realistisch erscheint. Die tatsächlichen Ergebnisse der Positionen, die Annahmen und Schätzungen unterliegen, können von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen.

Die wichtigsten Annahmen und Schätzungen lauten wie folgt:

(a) Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte:

Bei der Anwendung des Discounted Cash Flow (DCF)-Modells zur Bestimmung des erzielbaren Betrags eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, dem/der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, müssen bestimmte Parameter verwendet werden, darunter Schätzungen der künftigen Cashflows, Abzinsungssätze und sonstige Variablen. Dies bedingt ein hohes Maß an Ermessensentscheidungen. Wertminderungsprüfungen für Sachanlagen, Nutzungsrechte und immaterielle Vermögenswerte basieren ebenfalls auf Annahmen. Jede künftige Verschlechterung der Marktbedingungen oder schlechte betriebliche Leistungen könnten dazu führen, dass die aktuellen Buchwerte der Sachanlagen, Nutzungsrechte und immateriellen Vermögenswerte nicht realisiert werden könnten.

Für nähere Informationen siehe Anhangangabe 16.

(b) Unternehmenserwerbe:

Bei einem Unternehmenserwerb muss die Gesellschaft Annahmen und Schätzungen vornehmen, um die Kaufpreisallokation des erworbenen Unternehmens zu bestimmen. Dabei muss sie die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden zu ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewerten. Diese Annahmen und Schätzungen beeinflussen die Höhe der in der Konzernbilanz zum Erwerbszeitpunkt ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden. Darüber hinaus beeinflussen die geschätzten Nutzungsdauern der erworbenen Sachanlagen, die Identifizierung immaterieller Vermögenswerte und die Bestimmung der unbegrenzten oder begrenzten Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte das Konzernergebnis der Gesellschaft.

Für nähere Informationen siehe Anhangangabe 6.

(c) Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen:

Die Bewertung der Verpflichtungen im Rahmen leistungsorientierter Versorgungspläne durch die Gesellschaft verlangt den Einsatz statistischer Daten und anderer Parameter, die dazu dienen, künftige Veränderungen vorauszuberechnen. Diese Parameter umfassen den Abzinsungssatz der leistungsorientierten Verpflichtungen, die erwarteten Gehaltssteigerungen, den Indexierungssatz der gezahlten Altersrenten sowie die Sterbetafel. Wenn sich herausstellt, dass die versicherungsmathematischen Annahmen deutlich von den später beobachteten Ist-Daten abweichen, könnte dies erhebliche Änderungen an der Höhe der ergebniswirksam erfassten Kosten der leistungsorientierten Versorgungspläne und der in der Konzernbilanz ausgewiesenen leistungsorientierten Verpflichtungen zur Folge haben.

Für nähere Informationen siehe Anhangangabe 23.

(d) Leasingverhältnisse:

Die Gesellschaft muss Ermessensentscheidungen treffen, um die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu bestimmen und um zu beurteilen, ob es hinreichend sicher ist, Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen auszuüben. Für die Bewertung von Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten wird ein geschätzter Abzinsungssatz auf Basis des Grenzfremdkapitalzinssatzes herangezogen.

Für nähere Informationen siehe Anhangangaben 14 und 19.

(e) Ertragsteuern:

Die Bewertung latenter Steueransprüche durch die Gesellschaft beruht auf der Annahme, dass es wahrscheinlich ist, dass künftig zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung stehen, gegen die die abzugsfähigen temporären Differenzen verwendet werden können.

Für nähere Informationen siehe Anhangangabe 11.

5. Anwendung geänderter und neuer Standards und Interpretationen

Das IASB hat verschiedene Standards herausgegeben, die verpflichtend, für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr anzuwenden waren. Nur die Standards, die Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft haben, werden nachfolgend angegeben:

Am 27. August 2020 hat das IASB ein Paket von Änderungen an IFRS-Standards veröffentlicht und damit sein Projekt zur Reform der Interbankensätze (Interbank Offered Rates; IBORs) und anderer Referenzzinssätze abgeschlossen. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen.

Reform der Referenzzinssätze - Phase 2 (Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16).

Die Änderungen ergänzen die im Jahr 2020 herausgegebenen Änderungen im Rahmen der Phase 1 und beziehen sich im Wesentlichen auf:

Änderungen der vertraglichen Cashflows - Bei sich aus der Reform ergebenden Änderungen muss ein Unternehmen den Buchwert von Finanzinstrumenten nicht ausbuchen. Vielmehr wird die Möglichkeit eröffnet, den Effektivzinssatz anzupassen, um die Änderung des alternativen Referenzzinssatzes widerzuspiegeln;

Hedge Accounting - Allein aufgrund der sich aus der Reform ergebenden Änderungen muss ein Unternehmen die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nicht beenden, sofern die Sicherungsbeziehung andere Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllt;

Offenlegung - Ein Unternehmen ist verpflichtet, sowohl Informationen über neue Risiken, die sich aus der Reform ergeben, offenzulegen als auch offenzulegen, wie es den Übergang zu alternativen Referenzzinssätzen handhabt;

Belastende Verträge - Kosten für die Erfüllung eines Vertrags (Änderungen an IAS 37) - Ein Unternehmen muss angeben, welche Kosten es bei der Ermittlung der Kosten für die Erfüllung eines Vertrags einbezieht, um zu beurteilen, ob es sich bei dem Vertrag um einen belastenden Vertrag handelt;

Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen (Änderungen an IAS 12).

Das Ausmaß der Auswirkungen auf die Anwendung wurde bislang noch nicht ermittelt.

Die folgenden überarbeiteten und neu herausgegebenen IFRS und IFRIC waren im Geschäftsjahr 2021 noch nicht verpflichtend anzuwenden:

Covid-19-bezogene Mieterleichterungen nach dem 30 Juni 2021 (Änderungen an IFRS 16) Anwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1 April 2021 beginnen; es werden keine Auswirkungen erwartet

Verweis auf das Rahmenkonzept (Änderungen an IFRS 3), Anwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen; es werden keine Auswirkungen erwartet

Sachanlagen - Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung (Änderungen an IAS 16) Anwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen; es werden keine Auswirkungen erwartet

Änderungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41 (Jährliche Verbesserungen 2018- 2020), Anwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen; es werden keine Auswirkungen erwartet

IFRS 17 - Versicherungsverträge, Anwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1 Januar 2023 beginnen, von der EU noch nicht ratifiziert; es werden keine Auswirkungen erwartet

6. Unternehmenserwerb:

(a) Beschreibung des Unternehmenserwerbs:

Mit Wirkung zum 14. April 2021 schloss die Gesellschaft am 13. April 2021 den Erwerb aller ausstehenden Anteile der Linke Information Technology Holdings S.L. ("Linke") ab. Der Erwerb erfolgte für einen Nettogesamtbetrag von 17.497 TEUR. Linke ist mit Niederlassungen in Spanien, Frankreich und Portugal vertreten und in der gleichen Branche tätig.

Durch den Erwerb von Linke hat Syntax nun Zugang zu einem führenden spanischen Anbieter von Cloud-Lösungen mit dem Schwerpunkt SAP-Workloads und AWS. Das Unternehmen bietet eine Vielzahl an SAP-Lösungen, darunter SAP ERP (inkl. S/4 HANA), SAP CRM, SAP Process Integration (PI), SAP Business Warehouse (BW) und SAP Business Intelligence (BI). Linke ist der weltweit erste unabhängige AWS Premier Partner mit SAP- und Migrationskompetenz.

Mit Wirkung zum 18. Juni 2021 erwarb die Gesellschaft am 17. Juni 2021 für einen Nettogesamtbetrag von 22.291 TEUR alle ausgegebenen und ausstehenden Anteile der Illumiti Consulting AG ("Illumiti"). Illumiti ist mit Niederlassungen in der Schweiz vertreten und in der gleichen Branche tätig.

Durch den Erwerb von Illumiti ist Syntax hervorragend positioniert, um sich das mit SAP- Beratungsleistungen verbundene Umsatzwachstum zu sichern, Illumiti ist spezialisiert auf die End-to-End-Implementierung und den Support/die Wartung von SAP S/4HANA (mehr als 30 S/4HANA- Implementierungen seit 2015), die cloud-basierte ERP-Software SAP Business ByDesign und SAP SuccessFactors, die cloud-basierte Human Capital Management Software, Illumiti ist Spezialist für AWS, Microsoft Azure und Google Cloud und kann seine Kunden bei der Umstellung auf die öffentliche Cloud unterstützen.

(b) Mittelherkunft und Mittelverwendung:

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über Mittelherkunft und Mittelverwendung zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt:

Linke Illumiti Gesamt
T€ T€ T€
Mittelherkunft:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.500 2.500
Einzahlung in die Kapitalrücklage 3.800 3.800
Befristete Schuldscheindarlehen (i) 11.197 22.291 33.488
Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 177 - 177
17.674 22.291 39.965
Mittelverwendung:
Nettoleistung zum beizulegenden Zeitwert 17.497 22.291 39.788
Erwerbsbedingte Forderung (ii) 177 177
17.674 22.291 39.965

(i) Die befristeten Schuldscheindarlehen in Höhe von 13.000 TEUR und 22.807 TEUR werden ohne Barmittel zum Zeitpunkt des Erwerbs ausgewiesen.

(c) Zum Erwerbszeitpunkt erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden:

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die endgültige Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation; PPA) in Bezug auf die Erwerbe:

Linke Illumiti Gesamt
T€ T€ T€
Erworbene Vermögenswerte:
Forderungen 1.944 1.008 2.952
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 84 19 103
Sachanlagen 222 - 222
Nutzungsrechte 599 - 599
Immaterielle Vermögenswerte 6.306 11.596 17.902
Sonstige langfristige Vermögenswerte 59 - 59
Geschäfts- oder Firmenwert 13.743 12.218 25.961
22.957 24.841 47.798
Übernommene Schulden:
Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 2.981 888 3.869
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 530 - 530
Ertragsteuerverbindlichkeiten - 96 96
Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen 599 - 599
Latente Steuerschulden 1.350 1.566 2.916
5.460 2.550 8.010
Erworbenes Reinvermögen 17.497 22.291 39.788

(d) Geschäfts- oder Firmenwert:

Der bei dem Unternehmenserwerb entstehende Geschäfts- oder Firmenwert stellt sich wie folgt dar:

Linke Illumiti Gesamt
T€ T€ T€
Übertragene Gegenleistung 17.497 22.291 39.788
Abzüglich: Beizulegender Zeitwert der identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte ohne übernommene Schulden 3.754 10.073 13.827
Geschäfts- oder Firmenwert 13.743 12.218 25.961

Der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht sich auf den Nutzen aus erwarteten Synergien, künftigen Marktentwicklungen (einschließlich des zukünftigen Wachstumspotenzials durch Neukunden) und möglicher Innovation und Expansion durch Ausschöpfung eines größeren Betriebs.

Der Gesamtbetrag des Geschäfts- oder Firmenwerts, der voraussichtlich für Steuerzwecke abgezogen werden kann, beträgt Null.

(e) Auswirkung des Unternehmenserwerbs auf die Ertragslage der Gesellschaft:

Umsatzerlöse und Nettoverlust aus den erworbenen Unternehmen stellen sich in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung der Gesellschaft für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr wie folgt dar:

Linke Illumiti Gesamt
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Umsatzerlöse 10.811 6.497 17.308
Nettoverlust (1.195) 1.152 (43)

7. Umsatzerlöse:

Die Umsatzerlöse beziehen sich nur auf Verträge mit Kunden und werden nach den wichtigsten Rubriken und geografischen Gebieten wie folgt aufgeschlüsselt:

Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
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Wiederkehrende Dienstleistungen 75.199 65.613
Professionelle Dienstleistungen 18.707 12.711
Hardware und Software 3.373 2.434
97.279 80.758
Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
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Europa 90.634 75.681
Asien 6.645 5.077
97.279 80.758

8. Ergänzende Informationen zu Aufwendungen und Erträgen:

Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer werden nach den wichtigsten Rubriken und Kategorien wie folgt aufgeschlüsselt:

Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
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Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer sind enthalten in:
Umsatzkosten 33.560 28.597
Vertriebs- und Verwaltungskosten 19.746 17.797
53.306 46.394
Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
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Löhne und Gehälter 44.902 38.582
Sozialversicherungsbeiträge 8.457 7.803
Pensionsaufwand (-erstattung) (53) 9
53.306 46.394

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer im zum 31. Dezember 2021 endenden Geschäftsjahr beträgt 479 (2020: 425) für die Position Umsatzkosten und 142 (2020:123) für Vertriebs- und Verwaltungskosten.

Die Prüfungshonorare für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr belaufen sich auf 234 TEUR (2020: 180 TEUR). Die Steuerberatungshonorare betragen 123 TEUR (2020: 60 TEUR).

9. Planmäßige Abschreibungen:

Die einzelnen Abschreibungskategorien stellen sich wie folgt dar:

Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
T€ T€
Abschreibungen auf Sachanlagen 6.600 7.350
Abschreibungen auf Nutzungsrechte 2.930 2.723
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 10.378 6.110
19.908 16.183

10. Finanzaufwendungen:

Die Finanzaufwendungen stellen sich wie folgt dar:

Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
T€ T€
Zinsaufwendungen für langfristige Finanzverbindlichkeiten (i) 1.793 929
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen 447 297
Zinsaufwendungen für einen Pensionsplan 164 187
Währungsumrechnungsverluste 100 (99)
2.504 1.314

(i) Beinhaltet für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr aufgelaufene Zinsen in Höhe von 1.787 TEUR (2020: 926 TEUR), die zum Buchwert der langfristigen Finanzverbindlichkeiten hinzuaddiert wurden.

11. Ertragsteuern:

Die Ertragsteuerkomponenten stellen sich wie folgt dar:

Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
T€ T€
Tatsächliche Steuern 262 91
Latente Steuer (i.Vj. Erstattung) 2.308 (1.865)
Summe Ertragsteueraufwand (Ertragsteuererstattung) 2.570 (1.774)

Die nachfolgende Tabelle stellt eine Überleitung zwischen den Ertragsteuern auf Grundlage der kombinierten, in Deutschland geltenden und in den anderen Steuerrechtskreisen, in denen die Gesellschaft tätig ist, anwendbaren Ertragsteuersätzen und den in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Ertragsteuern dar:

Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
T€ T€
Verlust vor Ertragsteuern (12.746) (8.541)
In Deutschland geltender Steuersatz (i) 29,13 % 29,10 %
Ertragsteuern auf Basis des gesetzlichen Steuersatzes (3.712) (2.485)
Auswirkung der Unterschiedsbeträge in anderen Steuerrechtskreisen 369 -
Permanente Differenzen 6.035
Sonstige (122) 711
Summe Ertragsteueraufwand (Ertragsteuererstattung) 2.570 (1.774)

(i) Der anzuwendende Steuersatz der Gesellschaft entspricht dem deutschen Steuersatz, der in den Ländern, in denen die Gesellschaft tätig ist, anzuwenden ist.

Überleitung latenter Steuer(-ansprüche) -schulden:

Die Änderungen der latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden stellen sich wie folgt dar:

Für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr
Eröffnungsbilanz Im Konzernergebnis erfasst Im Sonstigen Ergebnis erfasst Unternehmenszusammenschlüsse Schlussbilanz
T€ T€ T€ T€ T€
Verlustvorträge 4.491 1.896 - - 6.387
Nutzungsrechte (2.603) 377 - - (2.226)
Sachanlagen 49 (20) - - 29
Pensionsverpflichtungen 3.501 - (113) - 3.388
Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen 2.976 (329) - - 2.647
Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte (4.509) 2.375 - (2.876) (5.010)
Kapitalertrag 20 (20) - -
Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 477 (323) - - 154
Wertberichtigung - (6.007) - (6.007)
Sonstige (122) (257) - - (379)
Latente Steuer(-ansprüche)
Latente Steuerschulden 4.280 (2.308) (113) (2.876) (1.017)
Für das zum 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr
Eröffnungsbilanz Im Konzernergebnis erfasst Im Sonstigen Ergebnis erfasst Unternehmenszusammenschlüsse Schlussbilanz
T€ T€ T€ T€ T€
Verlustvorträge 2.867 1.624 - 4.491
Nutzungsrechte (993) (1.610) - - (2.603)
Sachanlagen (1.980) 2.029 - 49
Pensionsverpflichtungen 3.131 (36) 406 - 3.501
Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen 3.457 (521) - - 2.936
Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte (5.894) 1.385 - - (4.509)
Kapitalertrag 20 - - 20
Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 1.304 (827) - - 477
Sonstige 76 (238) - 40 (122)
Latente Steuer(-ansprüche)
Latente Steuerschulden 1.968 1.866 406 40 4.280

Konzernbilanz

Die Konzernbilanz weist folgende Positionen auf:

Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
T€ T€
Latente Steueransprüche 2.813 7.931
Latente Steuerschulden (3.830) (3.651)
(1.017) 4.280

Der Vortrag der im zum 31. Dezember 2021 endenden Geschäftsjahr entstandenen Nettobetriebsverluste ist zeitlich unbeschränkt möglich. Die Nutzung von Nettobetriebsverlusten ist pro Jahr auf 1 Mio. EUR plus 60 % des verbleibenden steuerpflichtigen Einkommens, das verrechnet werden kann, begrenzt. Nicht genutzte Verluste werden auf unbestimmte Zeit vorgetragen.

Zum 31. Dezember 2021 wurden keine latenten Steuerschulden für temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen erfasst, da die Gesellschaft die Entscheidungen, die die Realisierung latenter Steuerschulden betreffen, kontrolliert und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht auflösen werden.

Die Gesellschaft hat eine Wertberichtigung in Höhe von 6 Mio. EUR für die latenten Steueransprüche vorgenommen, da Ungewissheit hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit besteht.

12. Forderungen:

Die Forderungen stellen sich wie folgt dar:

Zum 31. Dezember 2021 2020
T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.483 10.124
Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen (22) (19)
Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen und Personen 1.657 5.342
Noch nicht abgerechnete Umsatzerlöse 851 1.042
Umsatzsteuerforderungen 45 55
Sonstige 1.513 262
21.527 16.806

13. Sachanlagen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Sachanlagen:

Computerausrüstung Mietereinbauten Betriebsausstattung Gesamt
T€ T€ T€ T€
Für das zum 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr
Stand zum 1. Januar 2020 15.023 2.381 659 18.063
Zugänge 3.232 - 144 3.376
Abgänge/ Ausbuchungen (25) (4) (10) (39)
Planmäßige Abschreibung (6.941) (234) (175) (7.350)
Umrechnungsdifferenzen (6) (7) 4 (9)
Stand zum 31. Dezember 2020 11.283 2.136 622 14.041
Zum 31. Dezember 2020
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 24.288 2.568 944 27.800
Kumulierte Abschreibung (13.005) (432) (322) (13.759)
Nettobuchwert 11.283 2.136 622 14.041
Für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr
Stand zum 1. Januar 2021 11.283 2.136 622 14.041
Zugänge 7.556 68 151 7.775
Zugänge durch:
Unternehmenserwerbe 21 41 160 222
Abgänge/ Ausbuchungen (413) - (413)
Planmäßige Abschreibung (6.147) (237) (216) (6.600)
Umrechnungsdifferenzen 3 - 3
Stand zum 31. Dezember 2021 12.303 2.008 717 15.028
Zum 31. Dezember 2021
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 31.869 2.677 1.255 35.801
Kumulierte Abschreibung (19.566) (669) (538) (20.773)
Nettobuchwert 12.303 2.008 717 15.028

Die materiellen und immateriellen, gegenwärtigen und zukünftigen Vermögenswerte aller Konzerngesellschaften, einschließlich Syntax Germany Acquisition GmbH und ihrer Tochtergesellschaften, dienen als Sicherheit für die Kreditfazilitäten der Syntax Systems Limited Gruppe.

14. Nutzungsrechte:

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Nutzungsrechte:

Grundstücke und Gebäude Computerausstattung Fahrzeuge Gesamt
T€ T€ T€ T€
Für das zum 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr
Stand zum 1. Januar 2020 7.308 2.243 1.334 10.885
Zugänge 75 257 531 863
Planmäßige Abschreibung (1.432) (569) (722) (2.723)
Umrechnungsdifferenzen (6) - - (6)
Stand zum 31. Dezember 2020 5.945 1.931 1.143 9.019
Zum 31. Dezember 2020
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 8.429 2.735 2.186 13.350
Kumulierte Abschreibung (2.484) (804) (1.043) (4.331)
Nettobuchwert 5.945 1.931 1.143 9.019
Für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr
Stand zum 1. Januar 2021 5.945 1.931 1.143 9.019
Zugänge 1.042 560 609 2.211
Zugänge durch:
Unternehmenserwerbe 494 70 35 599
Planmäßige Abschreibung (1.462) (785) (683) (2.930)
Umrechnungsdifferenzen 13 - - 13
Stand zum 31. Dezember 2021 6.032 1.776 1.104 8.912
Zum 31. Dezember 2021
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 9.966 3.364 2.831 16.161
Kumulierte Abschreibung (3.934) (1.588) (1.727) (7.249)
Nettobuchwert 6.032 1.776 1.104 8.912

15. Immaterielle Vermögenswerte:

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte:

Computersoftware Kundenstamm Auftragsbestand Markenname Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€
Für das zum 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr
Stand zum 1. Januar 2020 1.952 7.208 12.125 - 21.285
Zugänge 1.150 - - - 1.150
Planmäßige Abschreibung (1.470) (1.730) (2.910) (6.110)
Stand zum 31. Dezember 2021 1.632 5.478 9.215 - 16.325
Zum 31. Dezember 2020
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 3.213 8.650 14.550 - 26.413
Kumulierte planmäßige Abschreibung (1.581) (3.172) (5.335) (10.088)
Nettobuchwert 1.632 5.478 9.215 - 16.325
Für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr
Stand zum 1. Januar 2021 1.632 5.478 9.215 16.325
Zugänge 3.756 - - - 3.756
Zugänge durch:
Unternehmenserwerbe 906 9.641 2.465 4.890 17.902
Abgänge/ Ausbuchungen (184) - - (184)
Planmäßige Abschreibung (2.504) (2.367) (4.245) (1.262) (10.378)
Stand am 31. Dezember 2021 3.606 12.752 7.435 3.628 27.421
Zum 31. Dezember 2021
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 7.875 18.291 17.015 4.890 48.071
Kumulierte planmäßige Abschreibung (4.269) (5.539) (9.580) (1.262) (20.650)
Nettobuchwert 3.606 12.752 7.435 3.628 27.421

16. Geschäfts- oder Firmenwert:

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwerts:

2021 2020
T€ T€
Stand zum Beginn 13.096 13.096
Zugänge durch Unternehmenserwerbe 25.961 -
Umrechnungsdifferenzen 100 -
Stand zum Ende 39.157 13.096

Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes auf Wertminderung

Geschäfts- oder Firmenwert wurde der folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet:

Zum 31. Dezember 2021 2020
T€ T€
Europa 39.157 13.096

Entsprechend der unter Anhangangabe 3(d) beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Gesellschaft den Geschäfts- oder Firmenwert auf Wertminderung überprüft. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Kosten der Veräußerung ermittelt. Der beizulegende Zeitwert basiert auf dem marktbasierten Ansatz, der EBITDA-Multiples - hier: Unternehmenswert (Enterprise Value)/Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen bzw. EV/EBITDA - verwendet. Bei diesem Ansatz basiert der Wert auf Marktdaten vergleichbarer Unternehmen (Peers) bzw. impliziten Transaction Comparables (Werte, die bei vergleichbaren Transaktionen zugrunde gelegt wurden). Der marktbasierte Ansatz umfasst folgende wesentliche Schritte:

Auswahl einer Gruppe von Vergleichsunternehmen (Peer Group) bzw. Auswahl von Transaktionen mit Zielen, die denen der Gesellschaft vergleichbar sind.

Bestimmung der Bewertungs-Multiples auf Grundlage vergleichbarer Unternehmen bzw. vergleichbarer Transaktionen.

Auswahl des EBITDA-Levels für die Gesellschaft und Anwendung der Markt-Multiples auf das EBITDA der Gesellschaft.

Ggf. Anwendung von Abschlägen oder Aufschlägen, um die Merkmale und Risiken der Gesellschaft gegenüber vergleichbaren Unternehmen bzw. vergleichbaren Transaktionen widerzuspiegeln.

Die Gesellschaft hat Transaktionen mit Zielunternehmen identifiziert, die vergleichbare Merkmale in Bezug auf Geschäftstätigkeit und Zielmärkte aufweisen. Auch wenn sich diese Zielunternehmen in Bezug auf Geschäftstätigkeit und Service-Diversifikation unterscheiden, so werden sie doch alle von den gleichen zugrunde liegenden Faktoren beeinflusst und stellen Zielunternehmen dar, die für einen Erwerb durch andere Marktteilnehmer in Frage kämen.

Auf Grundlage ihrer Analyse wählte die Gesellschaft ein EV/EBITDA-Multiple zwischen 10 x und 14 x basierend auf dem ersten und dritten Quartil. Die Gesellschaft hat keinen Abschlag gegenüber identifizierten Transaktionen berücksichtigt und stattdessen auf Quartile gesetzt, da:

die zahlungsmittelgenerierende Einheit Europa, was Größe und Geschäftstätigkeit angeht, groß genug ist, um einen Vergleich mit identifizierten Transaktionen zu ermöglichen.

es laut den identifizierten Transaktionen keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Größe und Multiples gibt.

Die erzielbaren Werte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit überstiegen ihre Buchwerte. Demzufolge wurde zum 31. Dezember 2021 und 2020 kein Wertminderungsaufwand für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst.

17. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und abgegrenzte Schulden:

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und abgegrenzten Schulden stellen sich wie folgt dar:

Zum 31. Dezember Anhangangabe 2021 2020
T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.205 4.206
Abgegrenzte Schulden 4.142 4.338
Gehälter und andere zu zahlende Leistungen 7.541 4.866
Rückstellungen - 4.237
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen 24 4.399 3.372
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 616 245
27.903 21.264

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Rückstellungen:

T€
Stand zum 1. Januar 2021 4.237
Zugänge -
Zahlungen (2.087)
Änderung von Schätzungen (2.150)
Stand zum 31. Dezember 2021 -

Rückstellungen sind kurzfristiger Natur und fallen im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs an.

18. Langfristige Finanzverbindlichkeiten:

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Zum 31. Dezember Effektivzinssatz (i) Fälligkeit 2021 2020
T€ T€
Befristetes Schuldscheindarlehen (a) 2,46 % 15. Nov. 2024 37.213 36.310
Befristetes Schuldscheindarlehen (b) 3,74 % 13. Apr. 2026 13.358
Befristetes Schuldscheindarlehen (c) 3,74 % 18. Jun. 2026 23.274 -
Befristetes Darlehen (d) 2,46 % 7. Apr. 2025 2.394 2.335
Sonstige Darlehen 1.214
77.453 38.645
abzüglich des kurzfristigen Teils der langfristigen Finanzverbindlichkeiten 809
Langfristiger Teil der langfristigen Finanzverbindlichkeiten 76.644 38.645

(i) Effektivzinssatz zum 31. Dezember 2021

(a) Befristetes Schuldscheindarlehen:

Das befristete Schuldscheindarlehen mit einer Darlehenssumme in Höhe von 34.000 TEUR wurde mit Syntax System Ltd ("SSL"), der Muttergesellschaft der Gesellschaft, abgeschlossen.

Das Darlehen wird ab Auszahlung mit 2,46 % p.a. verzinst. Die Zinsberechnung erfolgt kalendergenau, wobei das Basisjahr mit 360 Tagen angesetzt wird (act/360).

Die Darlehenssumme sowie alle im Zusammenhang mit diesem Darlehen aufgelaufenen und nicht gezahlten Zinsen sind entweder (a) am 15. November 2024 oder (b) bei Eintritt des Verzugsfalls zahlbar, je nachdem, was eher eintritt. Für den Fall, dass die Darlehenssumme sowie alle im Zusammenhang mit diesem Darlehen aufgelaufenen und nicht gezahlten Zinsen nicht vollständig bis zum 15. November 2024 gezahlt wurden, werden Darlehensgeber und Darlehensnehmer die Bedingungen dieses befristeten Darlehens neu verhandeln.

Der Darlehensnehmer darf den gesamten Darlehensbetrag aus diesem Schuldscheindarlehen oder Teile davon jederzeit oder auch zwischendurch ohne Vorankündigung zurückzahlen; es müssen dafür weder Boni noch Vorfälligkeitsentschädigungen gezahlt werden.

(b) Befristetes Schuldscheindarlehen:

Das befristete Schuldscheindarlehen mit einer Darlehenssumme in Höhe von 13.000 TEUR wurde mit Syntax System Ltd ("SSL"), der Muttergesellschaft der Gesellschaft, abgeschlossen und dient dem Unternehmenserwerb der Linke Information Technology Holdings S.L. Barcelona/ Spanien.

Das Darlehen wird ab Auszahlung mit 3,74 % p.a. verzinst. Die Zinsberechnung erfolgt kalendergenau, wobei das Basisjahr mit 360 Tagen angesetzt wird (act/360).

Die Darlehenssumme sowie alle im Zusammenhang mit diesem Darlehen aufgelaufenen und nicht gezahlten Zinsen sind entweder (a) am 13. April 2026 oder (b) bei Eintritt des Verzugsfalls zahlbar, je nachdem, was eher eintritt. Für den Fall, dass die Darlehenssumme sowie alle im Zusammenhang mit diesem Darlehen aufgelaufenen und nicht gezahlten Zinsen nicht vollständig bis zum 13. April 2026 gezahlt wurden, werden Darlehensgeber und Darlehensnehmer die Bedingungen dieses befristeten Darlehens neu verhandeln.

Der Darlehensnehmer darf den gesamten Darlehensbetrag aus diesem Schuldscheindarlehen oder Teile davon jederzeit oder auch zwischendurch ohne Vorankündigung zurückzahlen; es müssen dafür weder Boni noch Vorfälligkeitsentschädigungen gezahlt werden.

(c) Befristetes Schuldscheindarlehen:

Das befristete Schuldscheindarlehen mit einer Darlehenssumme in Höhe von 22.807 TEUR (entspricht 33.631 Tausend CAD) wurde mit Syntax System Ltd ("SSL"), der Muttergesellschaft der Gesellschaft, abgeschlossen und dient dem Unternehmenserwerb der lllumiti Consulting AG, Freienbach/Schweiz.

Das Darlehen wird ab Auszahlung mit 3,74 % p.a. verzinst. Die Zinsberechnung erfolgt kalendergenau, wobei das Basisjahr mit 360 Tagen angesetzt wird (act/360).

Die Darlehenssumme sowie alle im Zusammenhang mit diesem Darlehen aufgelaufenen und nicht gezahlten Zinsen sind entweder (a) am 18. Juni 2026 oder (b) bei Eintritt des Verzugsfalls zahlbar, je nachdem, was eher eintritt. Für den Fall, dass die Darlehenssumme sowie alle im Zusammenhang mit diesem Darlehen aufgelaufenen und nicht gezahlten Zinsen nicht vollständig bis zum 18. Juni 2026 gezahlt wurden, werden Darlehensgeber und Darlehensnehmer die Bedingungen dieses befristeten Darlehens neu verhandeln.

Der Darlehensnehmer darf den gesamten Darlehensbetrag aus diesem Schuldscheindarlehen oder Teile davon jederzeit oder auch zwischendurch ohne Vorankündigung zurückzahlen; es müssen dafür weder Boni noch Vorfälligkeitsentschädigungen gezahlt werden.

(d) Befristetes Darlehen:

Das befristete Darlehen mit einer Darlehenssumme in Höhe von 2.292 TEUR wurde mit Syntax USA FIT Acquisition LLC, einer Tochtergesellschaft von SSL, abgeschlossen.

Das Darlehen wird ab Auszahlung mit 2,46 %p.a. verzinst. Die Zinsberechnung erfolgt kalendergenau, wobei das Basisjahr mit 360 Tagen angesetzt wird (act/360). Die Zinsen sind am 31. Dezember jedes Jahres fällig (vorbehaltlich der Übereinkunft der Parteien, dass Zinsen nicht zahlbar sind, sondern weiter auflaufen) und laufen von Tag zu Tag auf den Darlehensbetrag auf.

Die Darlehenssumme sowie alle im Zusammenhang mit diesem Darlehen aufgelaufenen und nicht gezahlten Zinsen sind entweder (a) am 4. April 2025 oder (b) bei Eintritt des Verzugsfall zahlbar, je nachdem, was eher eintritt. Für den Fall, dass die Darlehenssumme sowie alle im Zusammenhang mit diesem Darlehen aufgelaufenen und nicht gezahlten Zinsen nicht vollständig bis zum 4. April 2025 gezahlt wurden, werden Darlehensgeber und Darlehensnehmer die Bedingungen dieses befristeten Darlehens neu verhandeln.

Der Darlehensnehmer darf den gesamten Darlehensbetrag aus diesem Schuldscheindarlehen oder Teile davon jederzeit oder auch zwischendurch ohne Vorankündigung zurückzahlen; es müssen dafür weder Boni noch Vorfälligkeitsentschädigungen gezahlt werden.

Die Restlaufzeiten für die langfristigen Finanzverbindlichkeiten stellen sich für die folgenden Jahre wie folgt dar:

T€
Weniger als 1 Jahr 809
1 bis 5 Jahre 76.644
77.453

19. Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen:

Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

Zum 31. Dezember 2021 2020
T€ T€
Leasingverbindlichkeiten
Grundstücke und Gebäude 6.215 6.060
Computerausrüstung 3.642 1.953
Fahrzeuge 1.115 1.153
10.972 9.166
Ähnliche Verpflichtungen
Computersoftware 1.323 1.133
12.295 10.299
Abzüglich des kurzfristigen Teils der Leasingverbindlichkeiten und ähnlicher Verpflichtungen 4.558 3.083
Langfristiger Teil der Leasingverbindlichkeiten und ähnlicher Verpflichtungen: 7.737 7.216

Variable Leasingzahlungen, die nicht in der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten enthalten sind, belaufen sich für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr auf 58 TEUR (2020: 325 TEUR).

Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen belaufen sich für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr auf 447 TEUR (2020: 297 TEUR).

Die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit von Leasingverbindlichkeiten und ähnlichen Verpflichtungen für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr beträgt 25,77 Monate (2020: 32,1 Monate). Der gewichtete durchschnittliche Abzinsungssatz zum 31. Dezember 2021 beläuft sich auf 2,43 % (2020: 2,75 %).

Die Mindestzahlungen für Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen (einschließlich Zinsen) stellen sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt dar:

T€
Weniger als 1 Jahr 4.472
1 bis 5 Jahre 6.940
Mehr als 5 Jahre 1.347
12.759

20. Stammkapital und Kapitalrücklage:

Genehmigt in einer unbegrenzten Anzahl an Anteilen und ohne Nennwert. Stammanteile, stimmberechtigt, gewinnberechtigt.

Ausgegebene und voll eingezahlte Anteile stellen sich wie folgt dar:

Zum 31. Dezember 2021 2020
T€ T€
Stammanteile (25.000 Anteile) 25 25
Kapitalrücklage 19.357 15.557
19.382 15.582

Eine Einlage in die Kapitalrücklage der Gesellschaft wurde von deren Muttergesellschaft im Rahmen des Linke-Erwerbs geleistet (für weitere Informationen siehe Anhangangabe 6).

21. Ergänzende Informationen zur Kapitalflussrechnung:

(a) Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit:

Die Nettoveränderung des Working Capitals im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit stellt sich wie folgt dar:

Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
T€ T€
Veränderungen der Forderungen (3.353) 7.069
Veränderungen der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (934) 1.717
Veränderungen der Ertragsteuerforderungen (118) -
Veränderungen der Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden 2.092 (7.954)
Veränderungen der passiven Rechnungsabgrenzungsposten 2.074 155
Veränderungen der Ertragsteuerverbindlichkeiten 246 62
Veränderungen des Working Capitals 7 1.049

(b) Cashflows aus Investitionstätigkeit:

Nichtzahlungswirksame Transaktionen aus der Finanzierungs- und Investitionstätigkeit stellen sich wie folgt dar:

Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
T€ T€
Unbezahlter Zugang von Sachanlagen 3.034 1.499
Nettoerhöhung von Nutzungsrechten sowie Leasingverbindlichkeiten und ähnlichen Verpflichtungen 1.652 607
Nettoerhöhung von immateriellen Vermögenswerten sowie Leasingverbindlichkeiten und ähnlichen Verpflichtungen 1.095 1.038

(c) Cashflows aus Finanzierungstätigkeit:

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderungen von finanziellen Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten:

Schulschein Darlehen befristetes Sonstige Leasingverpflichtungen Gesamt
Verpflichtungen
T€ T€ T€ T€ T€
Stand zum 1. Januar 2020 35.427 2.292 - 12.297 50.016
Tilgungen/Rückzahlungen - - - (3.908) (3.908)
Erlöse/Einzahlungen - - - 257 257
Nicht zahlungswirksame Veränderungen:
Zunahme von Leasingverbindlichkeiten und ähnlichen Verpflichtungen - - 1.645 1.645
Aktivierte Zinsen 883 43 - - 926
Fremdwährung - - - 8 8
Stand zum 31. Dezember 2020 36.310 2.335 - 10.299 48.944
Tilgungen/Rückzahlungen - - (19) (6.268) (6.287)
Erlöse/Einzahlungen - 1.210 4.904 6.114
Unternehmenserwerbe 35.807 - - 599 36.406
Nicht zahlungswirksame Veränderungen:
Zunahme von Leasingverbindlichkeiten und ähnlichen Verpflichtungen - - 2.747 2.747
Aktivierte Zinsen 1.728 59 1.787
Fremdwährung - 23 14 37
Stand zum 31. Dezember 2021 73.845 2.394 1.214 12.295 89.748

22. Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement:

(a) Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten:

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Die Schätzung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt zu einem bestimmten Zeitpunkt durch Abzinsung erwarteter Zahlungsströme. Die Abzinsungssätze gelten dabei für Vermögenswerte und Schulden, die die gleichen Restlaufzeiten und Konditionen aufweisen. Schätzungen sind von Natur aus subjektiv, mit Unsicherheiten behaftet und erfordern in hohem Maße Ermessensentscheidungen und können demzufolge nicht präzise bestimmt werden. Darüber hinaus werden Ertragsteuern und sonstige Aufwendungen, die bei einer Veräußerung dieser Finanzinstrumente anfallen würden, nicht in den beizulegenden Zeitwerten berücksichtigt. Folglich entsprechen die beizulegenden Zeitwerte nicht notwendigerweise den Nettobeträgen, die bei Erfüllung dieser Instrumente realisiert würden. Die Gesellschaft hat den beizulegenden Zeitwert ihrer Finanzinstrumente wie folgt bestimmt:

Der Buchwert der Zahlungsmittel, Forderungen, langfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der abgegrenzten Schulden entspricht aufgrund der Kurzfristigkeit dieser Instrumente annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.

Langfristige Finanzverbindlichkeiten wurden an nahe stehende Unternehmen und Personen vergeben. Die Gesellschaft hat die Preisvergleichsmethode (Comparable Uncontrolled Price; "CUP") angewendet, um den Fremdvergleich einer konzerninternen Transaktion zu beurteilen. Dazu wird der bei einer konzerninternen Transaktion berechnete Preis mit jenem Preis verglichen, den unabhängige Unternehmen bei einer vergleichbaren Transaktion unter vergleichbaren Verhältnissen vereinbart hätten. Die Gesellschaft hat dabei insbesondere den für die Syntax-Gruppe aufgrund des bestehenden Kreditvertrags geltenden Zinssatz berücksichtigt und Anpassungen zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit vorgenommen, um den Zinssatz zu ermitteln, der der Gesellschaft theoretisch zur Verfügung gestanden hätte, wäre sie Partei des Kreditvertrags gewesen. Daher entspricht der Buchwert annähernd dem beizulegenden Zeitwert der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, da hier ähnliche Konditionen vorliegen wie die für die Gesellschaft zum 31. Dezember 2021.

Der Buchwert aller Finanzinstrumente der Gesellschaft entspricht annähernd dem beizulegenden Zeitwert, es sei denn, in der nachfolgenden Tabelle ist etwas anderes angegeben:

Zum 31. Dezember 2021 2020
Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert
T€ T€ T€ T€
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 77.453 77.453 38.645 38.645
Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen 12.295 12.235 10.299 10.348

Alle in der Konzernbilanz zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente müssen auf der Grundlage einer dreistufigen Bemessungshierarchie bewertet werden. Die Stufen werden folgendermaßen definiert:

Stufe 1: In aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise;

Stufe 2: Andere Inputfaktoren als die in Stufe 1 aufgenommenen Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar (als Preise) oder mittelbar (aus Preisen abgeleitet) zu beobachten sind; und

Stufe 3: Andere Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Schuld, die sich nicht auf beobachtbare Marktdaten stützen (nicht beobachtbare Inputfaktoren).

Die Gesellschaft hat keinerlei Finanzinstrumente im Bestand, die zum 31. Dezember 2021 und 2020 in der Konzernbilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst wurden.

(b) Kapitalmanagement:

Das Kapitalmanagement der obersten Muttergesellschaft, der Syntax Systems Ltd., Montreal/ Kanada, dient dazu, die Fortführbarkeit der Gesellschaft sicherzustellen und dabei gleichzeitig die Rendite ihrer Anteilseigner zu maximieren. Die oberste Muttergesellschaft muss einen von den Kreditgebern vorgegebenen Verschuldungsgrad einhalten. Zum 31. Dezember 2021 erfüllt die Gesellschaft die Kreditauflage.

(c) Finanzrisikomanagement:

Im normalen Geschäftsverlauf ist die Gesellschaft einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben: Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko und Marktrisiko einschließlich Zinsänderungsrisiko und Währungsrisiko. Die Gesellschaft verwendet operative Prognosen, um die negativen Auswirkungen dieser Risiken auf ihr Geschäft zu minimieren. Die folgende Analyse stellt ein Maß für die finanziellen Risiken der Gesellschaft dar, die sich zum 31. Dezember 2021 und 2020 aus Finanzinstrumenten ergeben.

(d) Kreditrisiko:

Kreditrisiko bezieht sich auf das Risiko, dass eine Gegenpartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann (Ausfallrisiko), was einen finanziellen Verlust zur Folge hätte. Das Kreditrisiko der Gesellschaft resultiert im Wesentlichen aus Zahlungsmitteln, Forderungen und sonstigen langfristigen Vermögenswerten.

Zum 31. Dezember 2021 verfügt die Gesellschaft über Sichteinlagen bei namhaften Finanzinstituten, und das Management schätzt das Ausfallrisiko als vernachlässigbar ein. Sonstige langfristige Vermögenswerte beziehen sich auf Mieten. Eine breit angelegte Mieterbasis sorgt dabei für eine Streuung des Ausfallrisikos.

Im normalen Geschäftsverlauf verringert die Gesellschaft ihr Kreditrisiko in Bezug auf Forderungen durch Überwachung der Vermögensverhältnisse ihrer Bestandskunden und durch Beobachtung des Rückzahlungsverhaltens bei eingegangenen Kreditengagements ihrer Neukunden. Für die Gesellschaft besteht kein wesentliches Risiko gegenüber einem einzelnen Kunden oder einer Gegenpartei.

Nur sehr selten kommt es bei der Gesellschaft zu einem Kreditverlust bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Trotzdem wird zu jedem Abschlussstichtag eine Analyse durchgeführt, die der Bemessung der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste dient. Dazu folgt die Gesellschaft einer vereinfachten Vorgehensweise. Für die Bemessung der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste gruppiert die Gesellschaft ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Fälligkeit. Die Berechnung der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste spiegelt neben einem wahrscheinlichkeitsgewichteten Ergebnis und dem Zeitwert des Geldes angemessene und belastbare Informationen wider, die zum Abschlussstichtag über vergangene Ereignisse, gegenwärtige Bedingungen und Prognosen künftiger wirtschaftlicher Bedingungen verfügbar sind. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegt ein Ausfall vor, wenn es unwahrscheinlich ist, dass der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen vollständig nachkommen wird und kein Rückgriffsrecht durch die Gesellschaft besteht. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden abgeschrieben, wenn nach angemessener Einschätzung nicht davon auszugehen ist, dass die Forderungen realisierbar sind.

Die Gesellschaft ermittelt, ob Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überfällig sind, je nach Art des Kunden, seinem Zahlungsverhalten in der Vergangenheit und der Branche, in der er tätig ist. Eine Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen wird dann vorgenommen, wenn das Management der Auffassung ist, dass der erwartete erzielbare Betrag niedriger ausfällt als die tatsächliche Forderung aus Lieferungen und Leistungen. Die Beurteilung darüber, ob die Gesellschaft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als überfällig ansieht, hängt von den Kreditbedingungen des jeweiligen Kunden ab. Die Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen wird zu jedem Abschlussstichtag durch das Management überprüft. Zum 31. Dezember 2021 und 2020 war die Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen vernachlässigbar. Zum 31. Dezember 2021 lag bei der Gesellschaft keine Ausfallrisikokonzentration vor, da ihre Kunden sich in unterschiedlichen Rechtsordnungen und Branchen befinden. Die überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar:

2021 2020
T€ T€
1 - 30 Tage überfällig 3.544 1.573
31 - 60 Tage überfällig 707 252
Mehr als 61 Tage überfällig 499 506
4.750 2.331

Für die zum 31. Dezember 2021 und 2020 endenden Geschäftsjahre musste die Gesellschaft keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abschreiben. Vor dem Hintergrund des Zahlungsverhaltens ihrer Kunden in der Vergangenheit vertritt die Gesellschaft die Auffassung, dass die Wertberichtigung auf zweifelhafte Forderungen angemessen ist, um die Risiken eines Zahlungsausfalls abzudecken.

Auswirkungen der Corona-Pandemie (Covid-19)

Neben den weitreichenden Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit hatte das Auftreten der Corona-Pandemie außerordentlichen Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland und der Welt. Im Hinblick auf Kapital und Liquidität blieb die Gesellschaft trotz dieser Auswirkungen weiterhin gut positioniert und verzeichnete ein starkes operatives Geschäft. Regierungen und Zentralbanken weltweit haben eine Reihe radikaler Maßnahmen ergriffen, um die Wirtschaft zu stützen und die systemischen Auswirkungen der Pandemie abzumildern. Die Gesellschaft verfügt über detaillierte Regelungen und interne Kontrollen, anhand derer sicherstellt werden soll, dass Ermessensentscheidungen und Schätzungen gut überwacht und die Regelungen von Berichtsperiode zu Berichtsperiode konsistent angewendet werden.

(e) Liquiditätsrisiko:

Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, ihren Verpflichtungen fristgerecht und zu angemessenen Kosten nachzukommen. Aufgrund vertraglicher und steuerlicher Verpflichtungen sowie finanzieller Verbindlichkeiten ist die Gesellschaft einem Liquiditätsrisiko ausgesetzt.

Die Steuerung ihres Liquiditätsrisikos erfolgt durch Überwachung ihres Betriebsbedarfs. Die Gesellschaft erstellt Budgets und Cash-Prognosen, um sicherzustellen, dass sie über ausreichend liquide Mittel verfügt, um ihren Verpflichtungen nachkommen zu können. Auch wenn der Bedarf der Gesellschaft an Zahlungsmitteln je nach Zeitpunkt und Umfang der normalen Geschäftstätigkeit und Unwägbarkeiten in Bezug auf die konjunkturelle Entwicklung Schwankungen unterliegt, ist die Gesellschaft der Auffassung, dass die aus der Geschäftstätigkeit generierten Zahlungsmittel zusammen mit anderen Liquiditätsquellen ausreichen, um den derzeit bestehenden Verpflichtungen, einschließlich Schuldendienst, nachkommen zu können.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Vertragslaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten (undiskontiert):

Stand am 31. Dezember 2021 Buchwert Weniger als 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 27.903 27.903 - - 27.903
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 77.453 809 76.644 - 77.453
Zinszahlungen auf langfristige Finanzverbindlichkeiten - - 9.552 9.552
Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen 12.295 4.472 6.940 1.347 12.759
117.651 33.184 93.136 1.347 127.667

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Vertragslaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten (undiskontiert):

Stand am 31. Dezember 2020 Buchwert Weniger als 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 21.264 21.264 - 21.264
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 38.645 - 38.645 - 38.645
Zinszahlungen auf langfristige Finanzverbindlichkeiten - 3.889 - 3.889
Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen 10.299 3.242 5.635 2.088 10.965
70.208 24.506 48.169 2.088 74.763

(f) Marktrisiko:

Marktrisiko ist das Risiko, dass der Gesellschaft Verluste entstehen, wenn sich zugrunde liegende Marktfaktoren, wie beispielsweise Zinssätze und Wechselkurse, nachteilig verändern.

(i) Zinsänderungsrisiko:

Zinsänderungsrisiko ist das Risiko, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen der Marktzinssätze verändern. Die Cashflows der Gesellschaft sind keinem maßgeblichen Zinsrisiko ausgesetzt. Das Management verringert dieses Risiko durch Abschluss festverzinslicher Finanzierungsvereinbarungen.

(ii) Währungsrisiko:

Das Währungsrisiko für die Gesellschaft resultiert aus Wechselkursschwankungen, die das Risiko bergen, dass sich nachfolgende Werte verringern oder erhöhen:

Der Wert ihrer Finanzinstrumente, insbesondere Zahlungsmittel, sonstige Posten des Working Capitals sowie konzerninterne Salden.

Der Wert von Fremdwährungstransaktionen durch Einheiten, deren funktionale Währung der Euro ist.

Die Einheiten der Gesellschaft fakturieren ihre Kunden und tätigen ihre Ausgaben in lokaler Währung, um dadurch das Währungsrisiko zu minimieren.

Zum 31. Dezember 2021 stellen sich die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die Wechselkursschwankungen unterliegen, wie folgt dar:

31. Dezember 2021
In Tausend USD T€ Sonstige
Zahlungsmittel 1.317 281
Forderungen (i) 3.058 63
Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden (i) (6.924) (124) (89)
Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen (348)
(2.897) 220 (89)

(i) Enthält konzerninterne Salden, bei denen nur eine Einheit Wechselkursschwankungen ausgesetzt ist.

Aufgrund ihrer Kurzfristigkeit ist das Risiko aus Wechselkursschwankungen nicht maßgeblich. Eine Wechselkursschwankung um 1 % würde die Höhe der Finanzaufwendungen nicht maßgeblich verändern.

Darüber hinaus sind die Nettoinvestitionen der Gesellschaft in einen ausländischen Geschäftsbetrieb einem Marktrisiko ausgesetzt, das auf Wechselkursschwankungen zurückzuführen ist, hauptsächlich auf Änderungen des Wertes des chinesischen Renminbis gegenüber dem Euro.

Ein Rückgang des Wechselkurses des chinesischen Renminbis gegenüber dem Euro um 1 % würde kaum Auswirkungen auf das sonstige Ergebnis haben.

23. Pensionsrückstellungen:

(a) Leistungsorientierte Pläne

Die Gesellschaft hat einen leistungsorientierten Plan wie nachfolgend beschrieben:

Syntax Services GmbH

Syntax Services GmbH hat einen leistungsorientierten Pensionsplan, bei dem jeder regulär angestellte Mitarbeiter der Gesellschaft, dessen Einstellung vor dem 31. Dezember 2008 erfolgte, eine Anwartschaft auf den leistungsorientierten Pensionsplan der Gesellschaft erworben hat. Dieser Plan gewährt dem Mitarbeiter einen Anspruch auf eine monatliche Rente, die ab dem 65. Lebensjahr oder früher, falls eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eintritt, zu zahlen ist.

Die Höhe der monatlichen Altersrente und der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente errechnet sich aus der Multiplikation der folgenden drei Werte:

(i) Verhältnis der Rentenbemessungsgrundlage zur Hälfte der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der gesetzlichen Rentenversicherung, die bei Eintritt des Versicherungsfalles für die Rentenberechnung maßgebend ist. Maßgebend ist die Beitragsbemessungsgrenze im Monat Oktober des letzten Kalenderjahres vor Eintritt des Versicherungsfalles.

Die Rentenbemessungsgrundlage wird auf Basis des pensionsfähigen Einkommens ermittelt. Für Einkommensteile bis zur Hälfte der BBG erfolgt der Ansatz mit dem einfachen Betrag, für Teile des pensionsfähigen Einkommens über der Hälfte der BBG bis zur vollen BBG mit dem 2,5-fachen Betrag und für Teile des pensionsfähigen Einkommens über der BBG mit dem 8,5- fachen Betrag. Die Rentenbemessungsgrundlage ist das so gewichtete pensionsfähige Einkommen.

(ii) Benchmark.

Die Benchmark liegt bei 4,00 DM.

(iii) Anrechenbare Dienstjahre.

Als anrechenbare Dienstjahre gelten alle vollen anrechenbaren Dienstjahre und ein Dienstjahr oder ein Teil davon, wenn mindestens die Hälfte davon abgeleistet wurde. Als anrechenbare Dienstjahre gilt die Zeit, in der der Mitarbeiter im Dienst war. Dienstjahre nach Vollendung des 45. Dienstjahres bleiben unberücksichtigt. Dienstjahre nach Vollendung des 65. Lebensjahres werden nicht mehr mitgezählt.

(b) Andere langfristig fällige Leistungen

Syntax Services GmbH

Alle Mitarbeiter von Syntax Services GmbH haben mit Vollendung einer Beschäftigungszeit von 25, 40 und 45 Jahren Anspruch auf eine Jubiläumsleistung. Diese wird berechnet als 1 Urlaubstag auf Basis des 13,5-fachen Monatsgehalts /12 Monate / 22 Arbeitstage. Die Jubiläumsleistung wird um die vom Arbeitgeber zu entrichtenden Sozialversicherungsbeiträge erhöht.

Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer leistungsorientierten Pläne und anderer langfristig fälliger Leistungen den folgenden versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt:

Zinsänderungsrisiko

Ein Rückgang des Zinssatzes für festverzinsliche Anleihen, was eine Reduzierung des verwendeten Abzinsungssatzes zur Folge hätte, würde den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung erhöhen.

(c) Versicherungsmathematisches Risiko:

Inflations-, Gehalts- und Langlebigkeitsrisiko

Für die Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen wird die bestmögliche Schätzung des Managements für die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen für jedes identifizierte Risiko herangezogen:

Risiko Annahme Änderung der Annahme Mögliche Auswirkung (i)
Gehalt Erwartete Gehaltssteigerungen für begünstigte Arbeitnehmer Erhöhung der erwarteten Gehaltssteigerungen der Mitglieder Erhöhung
Inflation Indexierungssatz der an pensionierte begünstigte Arbeitnehmer gezahlten Pensionen Erhöhung des Indexierungssatzes der gezahlten Pensionen Erhöhung
Langlebigkeit Sterblichkeitsraten der Mitglieder Anstieg der Lebenserwartung Erhöhung

(i) Potenzielle Auswirkung auf die leistungsorientierten Verpflichtungen.

(d) Änderung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung:

Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
T€ T€
Stand zum Beginn 19.501 17.998
Laufender Dienstzeitaufwand 249 366
Zinsaufwand 164 187
Gezahlte Leistungen (403) (443)
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus:
Erfahrungsbedingten Berichtigungen 176 639
Veränderungen bei den finanziellen Annahmen (565) 754
Stand zum Ende 19.122 19.501

Die Gesellschaft erwartet, dass sie in dem am 31. Dezember 2022 endenden Geschäftsjahr Leistungen in Höhe von 477 TEUR zahlen wird. Zum 31. Dezember 2021 betrug die gewichtete durchschnittliche Dauer der leistungsorientierten Verpflichtung 19,5 Jahre.

(e) Kosten für Versorgungsleistungen:

Für die am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
T€ T€
Ergebniswirksam erfasste Kosten für Versorgungsleistungen:
Laufender Dienstzeitaufwand (i) 249 366
Nettozinsen (ii) 164 187
413 553
Im sonstigen Ergebnis erfasste Kosten für Versorgungsleistungen:
Neubewertung leistungsorientierter Verpflichtungen (389) 1.393
Summe der Kosten für Versorgungsleistungen 24 1.946

(i) In den Vertriebs- und Verwaltungskosten erfasst.
(ii) In den Finanzaufwendungen erfasst.

(f) Versicherungsmathematische Annahme:

Die wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen, die die Gesellschaft zur Bewertung ihrer leistungsorientierten Verpflichtungen verwendet, stellen sich wie folgt dar:

Zum 31. Dezember 2021 2020
Leistungsorientierte Verpflichtungen:
Abzinsungssatz 1,0 % 0,85 %
Künftige Rentenentwicklung 1,75 % 1,75 %
Sterbetafeln Heubeck 2018 G (i)
Kosten für Versorgungsleistungen der Berichtsperiode:
Abzinsungssatz 1,0 % 0,85 %

(i) Die für den leistungsorientierten Plan herangezogenen, von der Heubeck AG am 20. Juli 2018 veröffentlichten Sterbetafeln

(g) Sensitivitätsanalyse:

Die Berechnung der Sensitivitätsanalysen der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgte auf der Grundlage vernünftigerweise für möglich gehaltener Änderungen der einzelnen wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen ohne gleichzeitige Änderungen mehrerer wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen zu berücksichtigen. Die Änderung einer versicherungsmathematischen Annahme könnte die Änderung einer anderen versicherungsmathematischen Annahme zur Folge haben, die die Auswirkungen der Änderung dieser Annahmen auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung verstärken oder abschwächen könnten. Die tatsächlichen Ergebnisse der Positionen, die Annahmen unterliegen, können abweichen.

Auswirkung (i) von
Änderung der Annahme Erhöhung der Annahme Senkung der Annahme
T€ T€
Abzinsungssatz 0,5 % (1.717) 1.983

(i) Auswirkung auf die leistungsorientierten Verpflichtungen.

24. Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen:

Salden und Transaktionen zwischen der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften, bei denen es sich um nahe stehende Unternehmen und Personen handelt, wurden bei der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht dargestellt.

Zum 31. Dezember 2021 war die Gesellschaft eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Syntax System Limited Inc. ("Syntax", "SSL" oder die "Muttergesellschaft"), die 100 % der Stammanteile an der Gesellschaft hält.

In den Vertriebs- und Verwaltungskosten sind die folgenden Transaktionen der Gesellschaft mit SSL und der sie beherrschenden Anteilseigner enthalten:

Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
T€ T€
Umsatzerlöse 3.500 2.467
Umsatzkosten 5.251 1.099
Vertriebs- und Verwaltungskosten 5.057 2.271
Zinsaufwendungen für langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.810 968

Die Kontosalden mit SSL und ihren hundertprozentigen Tochtergesellschaften stellen sich wie folgt dar:

Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
T€ T€
Vermögenswerte
Forderungen 1.657 5.342
Schulden
Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 4.399 3.372
Leasingverbindlichkeiten und ähnliche Verpflichtungen 334 706
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 76.239 38.645

Vergütung von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen

Zu den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen zählen die Mitglieder der Geschäftsleitung und die Geschäftsführer.

Die folgende Tabelle zeigt den Vergütungsaufwand für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen:

Für die zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2021 2020
T€ T€
Kurzfristig fällige Leistungen 979 969
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 546
979 1.515

Davon entfallen nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB auf die Mitglieder der Geschäftsführung des Mutterunternehmens Syntax Germany Acquisition GmbH, Weinheim, TEUR 657 (i. VJ. TEUR 657)

25. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Syntax Germany und Syntax Systems Ltd. ("Syntax Canada") haben am 18. Juni 2021 ein befristetes Schuldscheindarlehen über insgesamt 33.631 Tausend CAD abgeschlossen, dessen Gegenwert in Euro zu dem Zeitpunkt 22.807 TEUR entsprach (das "Schuldscheindarlehen").

Am 31. Mai 2022 übertrug Syntax Canada 20.000 TEUR aus dem Schuldscheindarlehen in die Kapitalrücklage von Syntax Germany. Syntax Canada beabsichtigt damit das Eigenkapital von Syntax Germany zu stärken.

Jüngste Entwicklungen - Datenschutz

Die Gesellschaft beobachtet aufmerksam die Auswirkungen des Schrems-II-Urteils des Europäischen Gerichtshofs auf den internationalen Datenverkehr in den Bereichen interne Servicestruktur, Kunden und Lieferanten.

Dabei hat sie die aktuellen Entwicklungen und praktischen Umsetzungen der europäischen Datenschutzbehörden genau im Blick und wird ggf. weitere Maßnahmen ergreifen, um die sichere Verarbeitung personenbezogener Daten ihrer Kunden auch in Ländern außerhalb Europas zu gewährleisten.

 

26. Juli 2022

Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Syntax Germany Acquisition GmbH, Weinheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Syntax Germany Acquisition GmbH, Weinheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Syntax Germany Acquisition GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten-falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 26. Juli 2022

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