Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 249849
Eingetragen
13.2.2023
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Erbringung von Inkassodienstleistungen sowie die in diesem Zusammenhang anfallenden Rechtsdienstleistungen, das Mahnwesen sowie der Erwerb, Verwaltung, Veräußerung und Verwertung von Informationen und Rechten einschließlich des Eingehens aller einschlägigen Geschäfte, die den Betrieb des Unternehmens fördern; die Gesellschaft ist berechtigt, die Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin einer GmbH & Co. KG zu übernehmen, deren Gegenstand dem Gegenstand der Gesellschaft entspricht oder sich an solchen oder ähnlichen Unternehmen zu beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Oskar Maria de Felice
seit 13.2.2023
Prokura
Geschäftsführer
Katharina Dahl
seit 13.2.2023
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Medien Union GmbH Ludwigshafen

Ludwigshafen am Rhein

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Amtsgericht Ludwigshafen am Rhein HRB 1215

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

(VORJAHR ZUM VERGLEICH)

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Verlagsrechte, Namensrechte, Software und sonstige Rechte 6.194.468,87 7.026.727,20
2. Firmenwerte 31.879.766,97 35.989.067,73
3. Geleistete Anzahlungen 3.836.672,66 1.982.696,78
41.910.908,50 44.998.491,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 26.790.213,88 28.367.690,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.187.910,42 12.418.120,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.447.969,60 12.615.807,23
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.693.264,10 568.822,14
52.119.358,00 53.970.439,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.443,86 1.006.329,21
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 14.102.353,58 7.132.566,28
3. Sonstige Beteiligungen 15.581.840,25 21.357.056,43
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 34.945.959,60 39.945.959,60
5. Rückdeckungsversicherungen 313.257,00 402.913,49
6. Sonstige Ausleihungen 403.217,65 351.759,04
65.356.071,94 70.196.584,05
Summe Anlagevermögen 159.386.338,44 169.165.515,55
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.570.374,46 8.949.555,44
2. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 19.037.073,24 20.699.498,94
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 55.721.110,36 49.106.422,35
4. Geleistete Anzahlungen 5.361.072,13 4.536.224,09
98.689.630,19 83.291.700,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58.501.438,39 49.467.331,06
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 698,97
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 4.060.565,69 3.714.627,81
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.247.044,17 2.201.087,69
5. Sonstige Vermögensgegenstände 15.250.882,18 12.641.950,17
79.059.930,43 68.025.695,70
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 368.875.115,61 619.674.891,11
Summe Umlaufvermögen 546.624.676,23 770.992.287,63
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.444.035,11 7.729.079,90
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 677.000,00 825.000,00
SUMME AKTIVA 710.132.049,78 948.711.883,08

PASIVA

31.12.2022 31.12.2021
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.111.000,00 1.111.000,00
II. Gewinnrücklagen 62.704.565,19 578.403.062,04
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 2.115.185,57 1.026.930,18
IV. Nicht beherrschende Anteile (271.707,05) (254.606,60)
Summe Eigenkapital 65.659.043,71 580.286.385,62
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 19.746.010,89 20.987.232,07
2. Steuerrückstellungen 16.516.562,87 14.582.137,24
3. Sonstige Rückstellungen 25.212.623,35 24.670.068,52
Summe Rückstellungen 61.475.197,11 60.239.437,83
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.425.325,64 1.843.989,43
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 56.272.394,82 54.524.893,59
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43.436,90 32.792,48
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 67.057,38 162.196,66
5. Sonstige Verbindlichkeiten 504.020.935,02 229.233.264,69
Summe Verbindlichkeiten 561.829.149,76 285.797.136,85
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 21.168.659,20 22.388.922,78
SUMME PASSIVA 710.132.049,78 948.711.883,08

KONZERN-GEWINN-
UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

(VORJAHR ZUM VERGLEICH)

2022 2021
1. Umsatzerlöse 660.695.326,92 613.217.704,56
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.048.258,87 800.709,66
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 378.455,00 297.750,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 15.031.163,18 15.141.581,82
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (90.090.168,30) (68.291.863,02)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (120.506.519,15) (107.327.514,19)
(210.596.687,45) (175.619.377,21)
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (166.155.826,14) (160.437.047,66)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (32.484.359,75) (33.283.424,60)
(198.640.185,89) (193.720.472,26)
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (13.424.458,54) (14.419.805,71)
b) auf den im Rahmen der Erst- und Folgekonsolidierung aufgedeckten Firmenwert (19.059.150,83) (20.863.656,17)
(32.483.609,37) (35.283.461,88)
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (168.464.718,85) (149.662.847,33)
9. Erträge aus Beteiligungen
a) an assoziierten Unternehmen 1.454.552,83 1.634.524,23
b) sonstige 1.936.977,32 2.384.408,29
3.391.530,15 4.018.932,52
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.140.282,21 2.197.199,83
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.871.505,01 637.743,60
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens (289.139,42) (1.030,92)
13. Aufwendungen aus der Beteiligung an assoziierten Unternehmen (4.563.414,29) (1.909.938,79)
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (4.027.022,36) (2.938.359,38)
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (32.240.146,53) (29.489.077,39)
16. Ergebnis nach Steuern 36.251.597,18 47.687.056,83
17. Sonstige Steuern (905.868,08) (755.659,27)
18. Konzernjahresüberschuss 35.345.729,10 46.931.397,56
19. Nicht beherrschende Anteile (131.142,62) (290.373,48)
20. Einstellungen in die Gewinnrücklagen (36.382.287,87) (26.522.950,43)
21. Verrechnung mit den Gewinnrücklagen 1.167.701,39 (20.118.073,65)
22. Konzernbilanzgewinn 0,00 0,00

KONZERNANHANG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Das Mutterunternehmen hat seinen Sitz in Ludwigshafen am Rhein und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen am Rhein unter HRB 1215 eingetragen.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses der Medien Union GmbH Ludwigshafen, Ludwigshafen am Rhein, erfolgt gemäß dem Handelsgesetzbuch in der jeweils gültigen Fassung.

Der vorliegende Konzernabschluss der Gesellschaft wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 290 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Konzernbilanz oder Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Angaben oder Vermerke, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, insgesamt im Konzernanhang aufgeführt.

B. KONSOLIDIERUNGSKREIS/ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und die assoziierten Unternehmen ergeben sich aus der Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und Anteilsbesitz. Die Gesellschaft beabsichtigt, den Konzernabschluss gem. § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB befreiend für bestimmte in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen offen zu legen. Weiterhin werden einige Tochtergesellschaften unter Anwendung dieser Vorschrift von der Aufstellung eines Lageberichtes befreit. Die entsprechenden Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen dieser Unternehmen wurden gefasst.

Diese Unternehmen sind in der Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und Anteilsbesitz namentlich aufgeführt.

Der Konsolidierungskreis veränderte sich im Berichtsjahr 2022 dahingehend, dass vier Tochtergesellschaften erstkonsolidiert wurden. Keine Gesellschaft wurde entkonsolidiert.

Durch die Veränderung des Konsolidierungskreises ist die Vergleichbarkeit zum Vorjahr nicht eingeschränkt.

C. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung wird im Fall der Erstkonsolidierung vor dem 1. Januar 2010 nach der Buchwertmethode gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB i.V.m. § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs durchgeführt. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Danach wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteil mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Zwei verbundene Unternehmen wurden gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert. Bei diesen Unternehmen wurde auf eine Konsolidierung deshalb verzichtet, weil die kumulierten Bilanzsummen dieser Unternehmen unter 0,1% der Konzernsummenbilanz betragen und die Unternehmen damit von untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns sind. Die Anteile an diesen Unternehmen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Unternehmen sind in der Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und Anteilsbesitz, namentlich aufgeführt soweit sie nicht unter die Schutzklausel fallen.

Im Rahmen der Equity-Bewertung wurden neun assoziierte Unternehmen gem. § 312 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung zum 01.01.1994 bestehen nicht mehr. Aktivische Unterschiedsbeträge aus Folgekonsolidierungen bestehen zum 31. Dezember 2022 in Höhe von T€ 6.461. Es ist ein Neuzugang im Geschäftsjahr 2022 enthalten. Die bestehenden Geschäfts- und Firmenwerte resultieren aus Anteilserwerben und werden planmäßig über die individuellen betrieblichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Die zugrunde liegenden Abschreibungsdauern basieren auf dem zum Zeitpunkt des jeweiligen Zugangs erwarteten Nutzen der erworbenen Unternehmen und liegen bei fünf Jahre. Es lagen im Geschäftsjahr keine Anhaltspunkte für eine Verkürzung der ursprünglich angenommenen Nutzungsdauern vor.

Konzerninterne Umsätze sowie die konzerninternen Erträge wurden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen verrechnet. Eine Zwischenergebniseliminierung konnte gem. § 304 Abs. 2 HGB unterbleiben.

D. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Firmenwerte aus der Erst- und Folgekonsolidierung bzw. aus Einzelabschlüssen werden über eine Nutzungsdauer von 5 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die zugrunde liegenden Abschreibungsdauern basieren auf dem zum Zeitpunkt des jeweiligen Zugangs erwarteten Nutzen (betriebliche Nutzungsdauer) der erworbenen Unternehmen und liegen zum Teil über 5 Jahre. Es lagen im Geschäftsjahr keine Anhaltspunkte für eine Verkürzung der ursprünglich angenommenen Nutzungsdauern vor.

2. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Soweit zulässig, wird für bewegliche Anlagegüter die degressive Abschreibungsmethode angewandt, sofern die lineare Abschreibungsmethode nicht zu einem höheren Jahresabschreibungsbetrag führt. Der Übergang von der degressiven zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu einem höheren Jahresabschreibungsbetrag führt als die Fortführung der degressiven Methode.

Die Abschreibungen auf Zugänge werden zeitanteilig vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Den Abschreibungen auf Gebäude liegt eine Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren zugrunde.

3. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden nach der Equity-Methode gemäß § 312 HGB bilanziert.

4. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bewertet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben Einzelkosten ausschließlich die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten erfasst sind.

Für veraltete, gebrauchte, beschädigte und schwergängige Bestände werden angemessene Bewertungsabschläge vorgenommen.

Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von ca. 1 % bis 5 % auf die um die Umsatzsteuer verminderten Forderungen gebildet.

6. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

7. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Rentenbarwert passiviert. Sofern es sich um laufende Renten handelt, werden diese mit dem Barwert angesetzt.

Für Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungsverträge sowie Pfandbriefe, welche an die Pensionsberechtigten verpfändet sind. Entsprechend werden die Verpflichtungen sowie der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen und der Zeitwert der Pfandbriefe in der Bilanz nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen.

Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung und Aufzinsung von Pensionsrückstellungen werden jeweils gesondert unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sowie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

8. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Erwartete Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung und Aufzinsung von Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden jeweils gesondert unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sowie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

9. Die Verbindlichkeiten sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

10. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurden die Grundsätze des DRS 18 angewandt. Bei der Ermittlung der latenten Steuern auf zeitliche Buchungsunterschiede sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen, die sich in Folgeperioden voraussichtlich ausgleichen werden, wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.

11. Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften wurden an die deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften angepasst. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens; bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung in diesen Fällen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Die Werte der Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften wurden mit dem Devisenkassamittelkurs (Bilanz) und dem Jahresdurchschnittskurs (Gewinn- und Verlustrechnung) in Euro umgerechnet. Erstkonsolidierungspflichtige Eigenkapitalien und Beteiligungsbuchwerte der einbezogenen Unternehmen werden mit den historischen Kursen im Erstkonsolidierungszeitpunkt umgerechnet.

Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten ausländischer Konzerngesellschaften ergeben sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des erstkonsolidierungspflichtigen Kapitals und des erwirtschafteten Konzernergebnisses von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, wurden erfolgsneutral der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung (Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung) zugeordnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

E. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bilanzieren zum 31. Dezember.

I. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Folgenden dargestellt.

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1.1.2022 Zugänge aus Erweiterung
dies Konsolidierungs-
kreises/
Firmen wert
vollkonsolidiert)
Zugänge Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Verlagsrechte, Namensrechte, Software und sonstige Rechte 381.244.334,80 2.632,00 1.105.492,09 769.219,62
2. Firmenwerte
-aus Einzelabschlüssen 17.231.820,35 1.000,00 9.369.699,00 0,00
- aus Vollkonsolidierung 321.927.332,64 6.512.710,74 0,00 0,00
339.159.152,99 6.513.710,74 9.369.699,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 1.982.696,78 0,00 2.690.147,76 (836.171,88)
722.386.184,57 6.516.342,74 13.165.338,85 (66.952,26)
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 148.870.619,63 0,00 344.599,80 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 116.230.786,37 0,00 1.631.822,46 10.792,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.434.232,30 131.633,61 3.977.748,24 1.390.485,46
4. Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau 588.822,14 0,00 2.480.907,66 (1.334.325,70)
322.104.460,44 131.633,61 8.435.078,16 66.952,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.750.285,54 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 7.178.066,28 0,00 5.246.083,20 6.142.219,34
3. Sonstige Beteiligungen 24.803.189,68 0,00 656.142,58 (6.142.219,34)
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 39.945.959,60 0,00 0,00 0,00
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 60.000,00 0,00 0,00 0,00
6. Rückdeckungsversicherungen 402.913,49 0,00 0,00 0,00
7. Sonstige Ausleihungen 351.759,04 51.458,61 0,00 0,00
76.498.173,63 51.458,61 5.904.225,78 0,00
1.120.988.818,64 6.699.434,96 27.504.642,79 0,00
Anschaffungs-/Herstellungskosten
währungsbedingte Differenz Abgänge Nettoveränderung E quity-P osition Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Verlagsrechte, Namensrechte, Software und sonstige Rechte 22.363,90 (1.947.131,55) 0,00 381.196.910,86
2. Firmenwerte
-aus Einzelabschlüssen 0,00 0,00 0,00 26.602.519,35
- aus Vollkonsolidierung 0,00 0,00 0,00 328.440.043,38
0,00 0,00 0,00 355.042.562,73
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 3.836.672,66
22.363,90 (1.947.131,55) 0,00 740.076.146,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 155.211,10 (307.643,85) 0,00 149.062.786,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 (757.643,32) 0,00 117.115.758,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (4.810,66) (5.543.392,49) 0,00 56.385.896,46
4. Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau 0,00 (22.140,00) 0,00 1.693.264,10
150.400,44 (6.630.819,66) 0,00 324.257.705,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 (996.885,35) 0,00 2.753.400,19
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 (4.420.515,24) 14.147.853,58
3. Sonstige Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 19.323.112,92
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 (5.000.000,00) 0,00 34.945.959,60
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 60.000,00
6. Rückdeckungsversicherungen 0,00 (89.656,49) 0,00 313.257,00
7. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 403.217,65
0,00 (6.086.541,84) (4.420.515,24) 71.946.800,04
172.764,34 (14.664.493,05) (4.420.515,24) 1.136.280.652,44
Abschreibungen
Stand 1.1.2022 Zugänge aus
Erweiterung des
Konsolidierungs-
kreises
Zugänge aus Firmenwert (vollkonsolidiert) Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Verlagsrechte, Namensrechte, Software und sonstige Rechte 374.217.607,60 0,00 0,00 2.529.259,21
2. Firmenwerte
-aus Einzelabschlüssen 16.617.051,99 652,00 0,00 932.907,67
- aus Vollkonsolidierung 286.553.033,27 0,00 19.059.150,83 0,00
303.170.085,26 652,00 19.058.150,83 932.907,67
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
677.387.692,86 652,00 19.059.150,83 3.462.166,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 120.502.929,22 0,00 0,00 1.924.683,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 103.812.666,36 0,00 0,00 3.854.196,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.818.425,07 63.679,35 0,00 4.183.411,94
4. Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
268.134.020,65 63.679,35 0,00 9.962.291,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.743.956,33 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 45.500,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Beteiligungen 3.452.133,25 0,00 0,00 263.139,42
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 60.000,00 0,00 0,00 0,00
6. Rückdeckungsversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00
7. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
6.301.589,58 0,00 0,00 289.139,42
951.823.303,09 64.331,35 19.059.150,83 13.713.597,96
Abschreibungen
Umbuchungen währungsbedingte Differenz Abgänge Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Verlagsrechte, Namensrechte, Software und sonstige Rechte 0,00 22.026,73 (1.766.451,55) 375.002.441,99
2. Firmenwerte
-aus Einzelabschlüssen 0,00 0,00 0,00 17.550.611,66
- aus Vollkonsolidierung 0,00 0,00 0,00 305.612.184,10
0,00 0,00 0,00 323.182.795,76
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 22.026,73 (1.766.451,55) 695.165.237,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 119.883,26 (274.922,85) 122.272.572,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 (739.015,32) 106.927.847,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 (3.421,30) (5.124.168,20) 42.937.926,86
4. Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 116.461,96 (6.136.106,37) 272.138.347,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 2.743.956,33
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 45.500,00
3. Sonstige Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 3.741.272,67
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 60.000,00
6. Rückdeckungsversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00
7. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 6.590.729,00
0,00 138.488,69 (7.904.557,92) 976.894,314,00
Restbuchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Verlagsrechte, Namensrechte, Software und sonstige Rechte 6.194.468,87 7.026.727,20
2. Firmenwerte
-aus Einzelabschlüssen 9.051.907,69 614.768,36
- aus Vollkonsolidierung 22.827.859,28 35.374.299,37
31.879.766,97 35.989.087,73
3. Geleistete Anzahlungen 3.836.672,66 1.982.696,78
41.910.908,50 44.998.491,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 26.790.213,88 28.367.690,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.187.910,42 12.418.120,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.447.969,60 12.615.807,23
4. Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau 1.693.264,10 568.822,14
52.119.358,00 53.970.439,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.443.86 1.006.329,21
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 14.102.353,58 7.132.566,28
3. Sonstige Beteiligungen 15.581.840,25 21.357.056,43
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 34.945.959,60 39.945.959,60
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
6. Rückdeckungsversicherungen 313.257,00 402.913,49
7. Sonstige Ausleihungen 403.217,65 351.759,04
65.356.071,94 70.196.584,05
159.386.338,44 169.165.515,55

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen keine Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen.

Von den ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 125 (Vorjahr: T€ 233) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellung wurde unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach der Projected Unit Credit Methode (PUCM) ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die Bewertung der unmittelbaren Pensionsrückstellungen basiert auf folgenden Rechnungsgrundlagen:

2022 2021
Rententrend 2,00 % 2,00 %
Gehaltstrend 2,00 % 2,00 %
Zinssatz (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) 1,78 % 1,87 %
Fluktuationsrate 0,00 % 0,00 %

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von T€ 930. In Höhe dieses Unterschiedsbetrages sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen im Vergleich zur Handhabung bis 2015 niedriger angesetzt. Dieser Betrag ist für Ausschüttungen gesperrt.

§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB schreibt die Verrechnung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit dem Deckungsvermögen (bewertet zu Zeitwerten) vor. Die Vermögensgegenstände sind dem Zugriff aller Gläubiger des Unternehmens (mit Ausnahme des jeweils Bezugsberechtigten) im Wege der Einzelvollstreckung oder der Insolvenz entzogen.

Die folgende Tabelle zeigt die in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 verrechneten Beträge:

2022 2021
T€ T€
Pensionsrückstellungen 41.518 42.645
abzüglich Zeitwerte Deckungsvermögen aus Pfandbriefen (7.688) (8.121)
abzüglich Zeitwerte Deckungsvermögen aus Rückdeckungsversicherungen (14.084) (13.537)
19.746 20.987

Im Finanzergebnis wurden entsprechend die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der Ab- bzw. Aufzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen saldiert:

2022 2021
T€ T€
Beiträge zu Rückdeckungsversicherungen 640 640
Abschreibungen auf verrechnete Pfandbriefe 459 49
Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen 395 457
Aufwand aus der Minderung des Aktivwertes von Rückdeckungsversicherungen 80 11
Verlust aus dem Verkauf von Pfandbriefen 0 81
./. Erträge aus der Zuschreibung auf verrechnetes Planvermögen (0) (14)
./. Zinserträge aus verrechneten Pfandbriefen (45) (112)
./. Erträge aus der Erhöhung des Aktivwertes von Rückdeckungsversicherungen (838) (834)
Saldierter Aufwand 691 278

Im Fall eines österreichischen Tochterunternehmens wurde die Pensionsrückstellung nach finanzmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,44 % und des gesetzlichen Pensionseintrittsalters ermittelt. Die Auswirkung einer Umbewertung mit einem einheitlichen Zinssatz ist aus Konzernsicht unwesentlich, weshalb darauf verzichtet wurde

4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Restlaufzeit
Verbindlichkeiten < 1 Jahr > 1 Jahr davon > 5 Jahre Gesichert Art, Form Sicherheit
Vi Vi
T€ T€ T€ T€ T€ T€
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.425 1.844 0 0 0 0 keine
2. aus Lieferungen und Leistungen 55.929 53.942 344 583 0 0 keine
3. gegenüber verbundenen Unternehmen 43 33 0 0 0 0 keine
4. gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 67 162 0 0 0 0 keine
5. sonstige 196.649 229.233 307.372 0 178.787 0 keine
Gesamtbetrag Verbindlichkeiten 254.113 285.214 307.716 583 178.787 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen verbundene Unternehmen, die nicht konsolidiert wurden. Diese betreffen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 30 (Vorjahr: T€ 27) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 13 (Vorjahr: T€ 6).

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf solche aus Steuern T€ 10.926 (Vorjahr: T€ 12.154) und auf solche im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 705 (Vorjahr: T€ 510).

5. Latente Steuern

Die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern aus Konsolidierungsvorgängen nach § 306 HGB setzen sich wie folgt zusammen:

2022 2021
T€ T€
Aktive latente Steuern 718 926
./. Passive latente Steuern (41) (101)
Aktive latente Steuern 677 825

Die latenten Steuerschulden nach § 306 HGB (Konzernabschluss) resultieren aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Verbundforderungen. Die latenten Steueransprüche nach § 306 HGB resultieren aus der Rückgängigmachung von konzerninternen Verkäufen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens.

Die sich rechnerisch aus den Einzelabschlüssen ergebenden latenten Steuern gem. § 274 HGB ergeben einen Überhang der aktiven latenten Steuern, eine Bilanzierung findet unter Anwendung des Wahlrechtes nicht statt.

2022 2021
T€ T€
Aktive latente Steuern 15.332 14.011
./. Passive latente Steuern (3.860) (4.542)
Aktive latente Steuern 11.472 9.469

Die aktiven latenten Steuern gem. § 274 HGB resultieren im Wesentlichen aus Wertunterschieden bei den Pensionsrückstellungen; die passiven latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus steuerlichen Ergänzungsbilanzen bei in den Konzernabschluss einbezogenen Personengesellschaften.

II. Erläuterung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Teilbereichen

2022 2021
T€ T€
Vertriebs- und Dienstleistungserlöse 234.185 197.135
Druck- und Werbeerlöse 104.876 92.433
Sonstige Erlöse 321.635 323.650
660.696 613.218

2. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 4.070 (Vorjahr: T€ 2.197) enthalten. Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 3.737 (Vorjahr: T€ 1.992).

3. In den Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind solche für Altersversorgung in Höhe von T€ 3.841 (Vorjahr: T€ 4.842) enthalten.

4. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 1.051 (Vorjahr: T€ 815) enthalten.

5. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten latente Steueraufwendungen aus der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von T€ 148 (Vorjahr: Steuerertrag T€ 821).

III. Sonstige Angaben

Die Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

2022 2021
T€ T€
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 18.991 19.474
Bestellobligo aus Investitionen 18.728 21.590
37.719 41.064
Haftung aus Bürgschaften und Bürgschaften zu Gunsten Dritter 5.574 5.622
43.293 46.686

Es besteht eine Haftung aus der Unterdeckung einer Unterstützungskasse eines konsolidierten Unternehmens in Höhe von T€ 582 (Vorjahr: T€ 620). Darüber hinaus besteht eine Patronatserklärung in Höhe von T€ 2.347 (Vorjahr: T€ 1.662).

Eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird zum Bilanzstichtag als nicht wahrscheinlich eingestuft, allerdings ist auch ein vollständiger Ausschluss nicht möglich. Diese Einschätzung basiert darauf, dass den Verpflichtungen der Unterstützungskasse fristgerecht nachgekommen wird und die wirtschaftliche Situation der Gesellschaften, die die Bürgschaft in Anspruch genommen haben, nicht auf eine Inanspruchnahme schließen lassen.

2. Derivative Finanzinstrumente

Aus der Gewährung von Put-Optionen besteht für eine Konzerngesellschaft eine aufschiebend bedingte Verpflichtung (zum Erwerb von Beteiligungen) zum Preis von 3,5 Mio. €. Der Ausweis der Put-Optionen in der Bilanz beträgt € 0,00.

3. Mitarbeiter

Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten (Quartalsdurschnitt) betrug im Geschäftsjahr:

2022 2021
Angestellte 2.768,75 2.719,25
Lohnempfänger 781,25 800,25
3.550,00 3.519,50

Der Ausweis betrifft ausschließlich Beschäftigte von vollkonsolidierten Unternehmen.

4. Zusammensetzung der Organe

Im Geschäftsjahr waren zu Geschäftsführern des Mutterunternehmens bestellt:

Dr. Thomas Schaub, Verleger

Ulrich Lingnau, Kaufmann

5. Abschlussprüferhonorare

Die Abschlussprüferhonorare betragen im Berichtsjahr insgesamt T€ 716 (Vorjahr: T€ 665) und setzen sich wie folgt zusammen:

Konzernabschlussprüfer Andere Abschlussprüfer Summe
T€ T€ T€
Abschlussprüfungsleistung 178 223 401
Steuerberatungsleistung 310 0 310
Andere Bestätigungsleistungen 0 5 5
488 228 716

6. Gewinnverwendungsbeschluss

Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens wird der Jahresüberschuss des Jahres 2022 in die Gewinnrücklagen eingestellt.

7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Es ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag, über die zu berichten wäre.

 

Ludwigshafen am Rhein, den 12. Juli 2023

Dr. Thomas Schaub, Geschäftsführer

Ulrich Lingnau, Geschäftsführer

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde von der Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens am 18. Dezember 2023 gebilligt.

AUFSTELLUNG DER IN DEN KONZERNABSCHLUSS EINBEZOGENEN UNTERNEHMEN UND ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

Die Medien Union GmbH Ludwigshafen, Ludwigshafen, ist Mutterunternehmen für die folgenden Tochterunternehmen i.S.d. § 290 HGB, die damit auch verbundene Unternehmen i.S.d. § 271 Abs. 2 HGB sind und alle in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Name Sitz Anteil am Kapital %
Konsolidierte Unternehmen
Medien Union GmbH Ludwigshafen (Mutterunternehmen) Ludwigshafen 100,00
Aldi-Verlag Albert Dietl GmbH Unterschleißheim 100,00
Arena Verlag GmbH Würzburg 100,00
Behördenverlag gbb Verwaltung GmbH Unterschleißheim 100,00
Behördenverlag Jüngling-gbb GmbH & Co. KG Unterschleißheim 100,00
Blue Duck Educacao do Brasil Ltda. Säo Paulo 99,50
Blue Duck Education Ltd. London 100,00
bol Behörden Online Systemhaus GmbH München 51,00
Centrale Medien Dienste GmbH Chemnitz 100,00
Chemnitzer Media Vermarktungs GmbH Chemnitz 100,00
Chemnitzer Sortier- und Versand-GmbH Chemnitz 100,00
Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG Chemnitz 100,00
Chevalier GmbH Berlin 100,00
CVD Grundbesitz GmbH & Co. KG Chemnitz 100,00
CVD Grundbesitz Verwaltungs-GmbH Chemnitz 100,00
CVD Sächsische Grundbesitz GmbH Chemnitz 100,00
Deichmann + Fuchs Verlag GmbH & Co. KG Regensburg 100,00
Deichmann + Fuchs Verwaltungs GmbH Aichach 100,00
Deutscher Anwaltverlag & Institut der Anwaltschaft GmbH Bonn 90,00
Deutscher Notarverlag Geschäftsführungs-GmbH - Fachverlag für Notare Bonn 80,00
Deutscher Notarverlag GmbH & Co. KG - Fachverlag für Notare Bonn 80,00
doo GmbH München 91,25
Experteer GmbH München 100,00
Experteer Schweiz GmbH Meilen 100,00
Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Fellbach 100,00
Fachschriften-Verlag-Verwaltungsgesellschaft mbH Fellbach 100,00
Fix Beteiligungs GmbH Landau i. d. Pfalz 100,00
Fix GmbH & Co. KG Landau i. d. Pfalz 100,00
Flightright GmbH Berlin 100,00
Flugrecht GmbH Berlin 100,00
Flyhæelp ApS Kopenhagen 100,00
FP Shop und Service Geschäftsführungs GmbH Chemnitz 100,00
FP Shop und Service GmbH & Co. KG Chemnitz 100,00
Georg Westermann GmbH Braunschweig 100,00
get in GmbH Köln 100,00
GIDA, Gesellschaft für Information und Darstellung mbH Odenthal 100,00
Im Salon Verlags GmbH Wien 100,00
Intermedia Vermögensverwaltungs GmbH Ludwigshafen a. Rhein 100,00
Jobware GmbH Paderborn 100,00
Juristische Fachmedien Bonn GmbH Bonn 100,00
KLV Verlag AG Schaffhausen 100,00
Kolibri Hubschrauber Betriebs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG Ludwigshafen a. Rhein 100,00
Kolibri Hubschrauber Geschäftsführungs-GmbH Ludwigshafen a. Rhein 100,00
KOSMETIK international Messe GmbH Gaggenau 100,00
"KOSMETK international" Verlag GmbH Gaggenau 100,00
LAWESPA Medien-Beteiligungsgesellschaft mbH Erfurt 100,00
LGB Grundstücksbesitz GmbH Landau i.d. Pfalz 100,00
Löwen Medien Service GmbH Braunschweig 100,00
Ludwigshafener Radio GmbH Ludwigshafen a. Rhein 100,00
Mannheimer Wochenblatt Verlagsgesellschaft Beteiligungs mbH Ludwigshafen a. Rhein 100,00
Mannheimer Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Ludwigshafen a. Rhein 100,00
Medialog Beteiligungs GmbH Gaggenau 100,00
Medialog GmbH & Co. KG Gaggenau 100,00
Medien Union GmbH Wien Wien 100,00
Medien Union Grundbesitz Niedersachsen GmbH & Co. KG Ludwigshafen a. Rhein 100,00
Medien Union Grundbesitz Niedersachsen Verwaltungs GmbH Ludwigshafen a. Rhein 100,00
Medien Union Grundbesitz Pfalz GmbH & Co. KG Ludwigshafen a. Rhein 100,00
Medien Union Grundbesitz Pfalz Verwaltungs GmbH Ludwigshafen a. Rhein 100,00
Medien Union Grundbesitz Sachsen GmbH & Co. KG Ludwigshafen a. Rhein 100,00
Medien Union Grundbesitz Sachsen Verwaltungs GmbH Ludwigshafen a. Rhein 100,00
Medien Union IT Management GmbH Ludwigshafen a. Rhein 100,00
Medien Union vierte Vermögensverwaltung GmbH Ludwigshafen a. Rhein 100,00
Metropol FM GmbH Berlin 100,00
Mobilityright GmbH Berlin 100,00
MOIRA Rundfunk GmbH Ludwigshafen a. Rhein 100,00
MUL Grundstücksholding Niedersachsen GmbH Ludwigshafen a. Rhein 100,00
MUL Grundstücksholding Sachsen GmbH Ludwigshafen a. Rhein 100,00
Neumühle Hotel- und Gaststätten Betriebsgesellschaft mbH Wartmannsroth 100,00
Publishing Service GmbH Gaggenau 100,00
Punktwerk GmbH Chemnitz 100,00
R & B Thüringer Medienbeteiligungsgesellschaft mbH Erfurt 54,77
Radio Eins Privatradio Gesellschaft m.b.H. Wien 100,00
Radio Zwei Privatradio Gesellschaft m.b.H. Wien 100,00
RadioCom Vertriebs- und Beteiligungsgesellschaft mbH Wien 100,00
Recruiting Excellence GmbH Düsseldorf 100,00
Retresco GmbH Berlin 100,00
SCHUBI Lernmedien AG Schaffhausen 100,00
Schubi Spectra Lernmedien GmbH Wien 100,00
SÜWE Vertriebs- und Dienstleistungs-Gesellschaft mbH & Co. KG Ludwigshafen a. Rhein 100,00
SÜWE Vertriebs- und Dienstleistungs-GmbH Beteiligungsgesellschaft Ludwigshafen a. Rhein 100,00
TBS Technische Betriebs- und Service Gesellschaft Chemnitz mbH Chemnitz 100,00
TOP HAIR INTERNATIONAL GmbH Gaggenau 100,00
TUB Text und Bild Service-GmbH Ludwigshafen a. Rhein 100,00
UniNow GmbH Magdeburg 100,00
Verlag "Freie Presse" GmbH Chemnitz 100,00
Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz Chemnitz 100,00
Westermann Berufliche Bildung GmbH (vormals: Bildungsverlag EINS GmbH) Köln 100,00
Westermann Dorner GmbH (vormals: Verlag E. Dorner Gesellschaft m.b.H.) Wien 100,00
Westermann Jugend und Volk GmbH (vormals: VERLAG JUGEND & VOLK Gesellschaft m.b.H.) Wien 100,00
Vogtland-Anzeiger Betriebs-GmbH & Co. KG Chemnitz 100,00
Vogtland-Anzeiger Geschäftsführungs-GmbH Chemnitz 100,00
Walhalla u. Praetoria Verlag GmbH & Co. KG Regensburg 100,00
Walhalla u. Praetoria Verlag Unternehmensbeteiligung GmbH Regensburg 100,00
Westermann Bildungsmedien Verlag GmbH Braunschweig 100,00
Westermann Druck GmbH Braunschweig 100,00
Westermann Druck Zwickau GmbH Zwickau 100,00
Westermann GmbH & Co. KG Braunschweig 100,00
Westermann Lernwelten GmbH (vormals: pva, Druck und Medien-Dienstleistungen GmbH) Braunschweig 100,00
Westermann Logistik GmbH (vormals: VSB-Verlagsservice Braunschweig GmbH) Braunschweig 100,00
Westermann Personal Dienstleistungen GmbH Braunschweig 100,00
Westermann Schulverlag Schweiz AG Schaffhausen 100,00
Westermann Service und Beratung GmbH (vormals: BMS Bildungsmedien Service GmbH) Braunschweig 100,00
WVD Dialog Marketing GmbH Chemnitz 100,00
Nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen
bookingkit GmbH Berlin 32,37
Codebay Solutions Warwickshire 26,21
MSH Medien System Haus GmbH & Co. KG Stuttgart 20,00
MSH Medien System Haus Verwaltungsgesellschaft mbH Stuttgart 20,00
POSpulse GmbH Berlin 31,73
Privat-Radio TAUBER-ODENWALD-NECKAR (T.O.N.) Rundfunkbetriebs GmbH & Co. KG Bad Mergentheim 45,50
Radio Regenbogen Hörfunk in Baden GmbH & Co.KG Mannheim 33,78
Rheinland-Pfälzische Rundfunk GmbH & Co. KG Ludwigshafen a. Rhein 23,42
Südwestdeutsche Medien Holding GmbH Stuttgart 48,19
Verbundene Unternehmen, die nicht konsolidiert wurden
Flightright Hungary Kft. Budapest 100,00
Name Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital zum 31.12.2022 Jahresergebnis 2022
% T€ T€
Sonstige Beteiligungen
Codebay Solutions Ltd. Warwickshire 26,21 21.612 (2.237)
Landeswelle Thüringen GmbH & Co. Kommanditgesellschaft Erfurt 49,68 24 (514)
Nutzwerk GmbH Dresden 50,00 63 37
RNO-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Mannheim 50,00 1.860 251
Rundfunkbeteiligungs- und Betriebsgesellschaft Blauen mbH (31.12.2021) Freiburg 43,17 498 92

In Einzelfällen wurde von der Schutzklausel nach § 313 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft beabsichtigt, für die nachstehend aufgeführten vollkonsolidierten Tochterunternehmen den Konzernabschluss befreiend für die Einzelabschlüsse nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB offen zu legen. Die Gesellschafterversammlungen dieser Gesellschaften haben die erforderlichen Gesellschafterbeschlüsse gefasst.

Name Sitz
AdvoDirekt GmbH Bonn
Aldi-Verlag Albert Dietl GmbH Unterschleißheim
Arena Verlag GmbH Würzburg
Behördenverlag Jüngling-gbb GmbH & Co. KG Unterschleißheim
Centrale Medien Dienste GmbH Chemnitz
Chemnitzer Media Vermarktungs GmbH Chemnitz
Chemnitzer Sortier- und Versand-GmbH Chemnitz
Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG Chemnitz
CVD Grundbesitz GmbH & Co. KG Chemnitz
CVD Sächsische Grundbesitz GmbH Chemnitz
Deichmann + Fuchs Verlag GmbH & Co. KG Regensburg
Deutscher Notarverlag GmbH & Co. KG - Fachverlag für Notare Bonn
Experteer GmbH München
Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Fellbach
Fix GmbH & Co. KG Landau i.d. Pfalz
Flightright GmbH Berlin
FP Shop und Service GmbH & Co. KG Chemnitz
GIDA, Gesellschaft für Information und Darstellung GmbH Odenthal
Hans Soldan Druck GmbH Essen
Hans Soldan GmbH Essen
Intermedia Vermögensverwaltungs GmbH Ludwigshafen a. Rhein
Jobware GmbH Paderborn
Juristische Fachmedien Bonn GmbH Bonn
Kolibri Hubschrauber Betriebs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG Ludwigshafen a. Rhein
KOSMETIK international Messe GmbH Gaggenau
"KOSMETK international" Verlag GmbH Gaggenau
LGB Grundstücksbesitz GmbH Landau i.d. Pfalz
Löwen Medien Service GmbH Braunschweig
Mannheimer Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Ludwigshafen a. Rhein
Medialog GmbH & Co. KG Gaggenau
Medien Union Grundbesitz Niedersachsen GmbH & Co. KG Ludwigshafen a. Rhein
Medien Union Grundbesitz Pfalz GmbH & Co. KG Ludwigshafen a. Rhein
Medien Union Grundbesitz Sachsen GmbH & Co. KG Ludwigshafen a. Rhein
Medien Union IT Management GmbH Ludwigshafen a. Rhein
Medien Union vierte Vermögensverwaltung GmbH Ludwigshafen a. Rhein
MOIRA Rundfunk GmbH Ludwigshafen a. Rhein
Neumühle Hotel- und Gaststätten Betriebsgesellschaft mbH Wartmannsroth
Punktwerk GmbH Chemnitz
Publishing Service GmbH Gaggenau
Retresco GmbH Berlin
SÜWE Vertriebs- und Dienstleistungs-Gesellschaft mbH & Co. KG Ludwigshafen a. Rhein
TOP HAIR INTERNATIONAL GmbH Gaggenau
Verlag "Freie Presse" GmbH Chemnitz
Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz Chemnitz
Vogtland-Anzeiger Betriebs-GmbH & Co. KG Chemnitz
Walhalla u. Praetoria Verlag GmbH & Co. KG Regensburg
Westermann Berufliche Bildung GmbH (vormals: Bildungsverlag EINS GmbH) Köln
Westermann Bildungsmedien Verlag GmbH Braunschweig
Westermann Druck GmbH Braunschweig
Westermann Druck Zwickau GmbH Zwickau
Westermann GmbH & Co. KG Braunschweig
Westermann Lernwelten GmbH (vormals: pva, Druck und Medien-Dienstleistungen GmbH) Braunschweig
Westermann Logistik GmbH (vormals: VSB-Verlagsservice Braunschweig GmbH) Braunschweig
Westermann Service und Beratung GmbH (vormals: BMS Bildungsmedien Service GmbH) Braunschweig
WVD Dialog Marketing GmbH Chemnitz

Die Gesellschaft hat von der Vorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB dahingehend Gebrauch gemacht, die nachstehend aufgeführten Tochterunternehmen von der Aufstellung eines Lageberichtes zu befreien. Die Gesellschafterversammlungen dieser Gesellschaften haben die erforderlichen Gesellschafterbeschlüsse gefasst und offengelegt.

Name Sitz
Arena Verlag GmbH Würzburg
Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG Chemnitz
Experteer GmbH München
Flightright GmbH Berlin
Hans Soldan GmbH Essen
Jobware GmbH Paderborn
SÜWE Vertriebs- und Dienstleistungs-Gesellschaft mbH & Co. KG Ludwigshafen a. Rhein
Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz Chemnitz
Walhalla u. Praetoria Verlag GmbH & Co. KG Regensburg
Westermann Berufliche Bildung GmbH (vormals: Bildungsverlag EINS GmbH) Köln
Westermann Bildungsmedien Verlag GmbH Braunschweig
Westermann Druck GmbH Braunschweig
Westermann Druck Zwickau GmbH Zwickau
Westermann GmbH & Co. KG Braunschweig
Westermann Lernwelten GmbH (vormals: pva, Druck und Medien-Dienstleistungen GmbH) Braunschweig
Westermann Logistik GmbH (vormals: VSB-Verlagsservice Braunschweig GmbH) Braunschweig
Westermann Service und Beratung GmbH (vormals: BMS Bildungsmedien Service GmbH) Braunschweig

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG 2022

(Vorjahr zum Vergleich)

2022 2021
T€ T€
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 35.346 46.931
Abschreibungen (+)Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 32.484 35.284
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen (698) 393
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 4.421 (537)
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus (24.111) (2.511)
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva. die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Zunahme (-)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (37.191) 25.322
Gewinn (-)Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (186) (196)
Zinsaufwendungen (+)/ Zinserträge (-) (1.016) (712)
Sonstige Beteiligungserträge (-) (284) (3.752)
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 32.240 29.489
Ertragsteuerzahlungen (-)/-erstattung (+) (30.157) (23.845)
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 10.848 105.886
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Erzählungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 181 344
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (13.165) (2.361)
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 679 488
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen (8.435) (6.902)
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 1.087 195
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (5.904) (4.740)
Auszahlungen (-) für Zugänge zum Konsolidierungskreis (3.308) (16.120)
Erhaltene Zinsen 4.854 3.186
Erhaltene Beteiligungserträge 3.752 5.659
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (20.259) (20.251)
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen (+) aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 312.069 0
Gezahlte Zinsen (2.996) (2.123)
Sonstiges (550.913) (9.490)
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (241.840) (11.613)
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) (251.251) 74.002
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 451 1.004
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 619.675 544.669
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 388.875 619.675
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 388.875 619.675

KONZERNEIGENKAPITAL SPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungs-
umrechnung
Konzernbilanzgewinn-/ verlustvortrag Summe
Stammkapital Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen
T€ T€ T€ T€ T€
01.01.2021 1.111 540.976 1.240 0 543.327
Jahresergebnis laufendes Jahr 46.641 46.641
Einstellung in Gewinnrücklagen beim Mutterunternehmen 26.623 (26.523) 0
Verrechnung mit den Konzerngewinnrücklagen 20.118 (20.118) 0
Sonstige Veränderungen (9.214) (213) (9.427)
31.12.2021 1.111 578.403 1.027 0 580.541
01.01.2022 1.111 578.403 1.027 0 580.541
Jahresergebnis laufendes Jahr 35.215 35.215
Einstellung in Gewinnrücklagen beim Mutterunternehmen 36.383 (36.383) 0
Verrechnung mit den Konzerngewinnrücklagen (1.168) 1.168 0
Sonstige Veränderungen (550.913) 1.088 (549.825)
31.12.2022 1.111 62.705 2.115 0 65.931
Anteile anderer Gesellschafter
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungs-
umrechnung
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne Summe
T€ T€ T€ T€
01.01.2021 973 0 (332) 641
Jahresergebnis laufendes Jahr 290 290
Einstellung in Gewinnrücklagen beim Mutterunternehmen 0
Verrechnung mit den Konzerngewinnrücklagen 0
Sonstige Veränderungen (70) 0 (1.116) (1.186)
31.12.2021 903 0 (1.158) (265)
01.01.2022 903 0 (1.158) (255)
Jahresergebnis laufendes Jahr 131 131
Einstellung in Gewinnrücklagen beim Mutterunternehmen 0
Verrechnung mit den Konzerngewinnrücklagen 0
Sonstige Veränderungen 2 0 (150) (148)
31.12.2022 905 0 (1.177) (272)
Konzerneigenkapital
Summe
T€
01.01.2021 543.968
Jahresergebnis laufendes Jahr 46.931
Einstellung in Gewinnrücklagen beim Mutterunternehmen 0
Verrechnung mit den Konzerngewinnrücklagen 0
Sonstige Veränderungen (10.613)
31.12.2021 580.286
01.01.2022 580.286
Jahresergebnis laufendes Jahr 35.346
Einstellung in Gewinnrücklagen beim Mutterunternehmen 0
Verrechnung mit den Konzerngewinnrücklagen 0
Sonstige Veränderungen (549.973)
31.12.2022 65.659

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell des Konzerns

Der Medien Union-Konzern ist im Wesentlichen in folgenden Bereichen unternehmerisch aktiv:

Herausgabe regionaler Tageszeitungen,

Betrieb von Zeitungs- und Buchdruckereien,

Herstellung von Fachzeitschriften und Special Interest-Zeitschriften vor allem im B2B- Bereich,

Herstellung, Herausgabe und Vertrieb von Schulbüchern, Lernspielen und Lehrmitteln,

Herstellung, Herausgabe und Vertrieb von Kinderbüchern,

Stellenvermittlung im Internet,

Verwaltung von Beteiligungen an und Betrieb von Hörfunkunternehmen und

Softwareentwicklung und Automatisierung.

Folgende Ziele bestimmen das unternehmerische Handeln:

Maximierung des langfristigen Unternehmenswertes,

Wachstum in Kompetenzfeldern und in medialen Bereichen mit positiver Zukunftsperspektive,

solide Finanzierung des Konzerns und

unternehmerisches Engagement in den gehaltenen Beteiligungen.

In Folge der grundsätzlich begrenzten Mittel erfolgt eine Gewichtung der Ziele innerhalb definierter Zeiträume.

2. Forschung und Entwicklung

Der Medien Union-Konzern betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Sinne eines Industrieunternehmens. Um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden, ein führendes und innovatives Medienunternehmen zu sein, sind Mitarbeiterfortbildung sowie ständige Weiterentwicklungen und Investitionen in höhere Qualität sowie Produktportfolio-Erweiterungen und -Entwicklungen notwendig.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

a) Allgemeine Entwicklung

Das Jahr 2022 sorgte in vielen Bereichen für eine Zeitwende. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine überschattet das Weltgeschehen seit seinem Ausbruch Ende Februar 2022 und sorgte für Paradigmenwechsel in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen.

Neben der humanitären Katastrophe hat der Krieg auch ökonomische Folgen. Aufgrund der hohen Abhängigkeit von russischem Öl und Gas schnellten die Preise für fossile Energieträger in die Höhe. Mit ihnen stieg zudem die Inflation - höhere Energiekosten ließen die Erzeugerpreise rasant ansteigen. Die Bundesregierung reagierte mit drei Entlastungspaketen.

Bereits zu Beginn des Jahres 2022 zeichnete sich ab, dass die Omikron-Variante des Corona-Virus für sehr hohe Inzidenzen sorgen würde. Die Anzahl der Corona-Patienten kletterte auf einen neuen Höchststand. Die Krankheitsverläufe waren im Vergleich zur Vergangenheit weniger schwer. Als Grund wurden die bundesweit hohen Impfquoten bei der Zweit- und Drittimpfung genannt. Das und die stetig steigende Immunisierung innerhalb der Bevölkerung haben dann auch zu Lockerungen ab dem Frühjahr 2023 geführt.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg laut Information des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 % gegenüber dem Jahr 2021. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 %). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation knüpfte an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an und verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Zuwachs (+3,6 %). Im Baugewerbe, das gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Hohe Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %).

Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Dies wird besonders deutlich bei den Ausgaben für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen. Auch im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur gaben die privaten Haushalte wieder mehr aus als noch vor einem Jahr. Der Staat erhöhte seine Konsumausgaben nach zwei stark von Corona geprägten Jahren moderat um 1,1%. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden. Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 % ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu. Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 % zu. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland.

Im Juli 2022 erhöhte die EZB die Leitzinsen zum ersten Mal seit mehreren Jahren, der erste Schritt betrug 0,5 Prozentpunkte. Im September erhöhte die EZB den Leitzins für Hauptrefinanzierungsgeschäfte um weitere 0,75 Prozentpunkte und im November noch einmal um 0,75 Prozentpunkte auf dann insgesamt 2,0 %. Der letzte Schritt des Jahres 2022 erfolgte im Dezember mit einer weiteren Anhebung um 0,5 Prozentpunkte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Februar und März 2023 die Leitzinsen erneut erhöht, um jeweils 0,5 Prozentpunkte. Der Hauptrefinanzierungssatz (oberster Kreditzins) liegt damit ab 22. März 2023 bei 3,5 %. Seit März 2016 hatte er bei null Prozent gelegen.

b) Entwicklung der Verlagsbranche

Laut einer Analyse des Statistischen Bundesamts beliefen sich die Bruttowerbeaufwendungen im Jahr 2022 in Deutschland auf insgesamt rund 36,7 Milliarden €. Sie lagen damit etwa 1,3 Milliarden € unter dem Vorjahreswert. Die Werbeausgaben sind in den vergangenen Jahren trotz Corona-Einbruch insgesamt deutlich angestiegen. Im Jahr 1995 betrug das Gesamtwerbevolumen noch rund 12,7 Milliarden €. Ausschlaggebend für die Zugewinne ist das überaus starke Wachstum der digitalen Werbung im Vergleich zu anderen Werbeträgern, das allerdings wie schon in den Vorjahren größtenteils wenige Megaplattformen verbuchen, und von dem nationale Player nur unterdurchschnittlich profitieren. Dem Fernsehen flossen im Jahr 2022 mit rund 17,15 Milliarden € der größte Teil der Aufwendungen zu. Dies entspricht einem Anteil von 46,7 %. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Zeitungen mit 13,8 % und das Online-Segment mit 12,2 %. Laut einer Studie des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) sind auch die im Jahr 2022 bereits stark spürbaren Effekte inflationsbedingter Preissteigerungen für nominale Zuwächse verantwortlich. Der dringend erhofften Gesundung des Marktes durch nachhaltig steigende Werbeinvestitionen stehen eine bedrückende Inflation, hohe Rohstoff- und Energiepreise sowie damit einhergehend eine eingeschränkte Konsumlaune entgegen.

Laut Analysen der Unternehmensberatung Schickler ist Online-Werbung weiterhin der Wachstumsmotor des deutschen Werbemarktes. Im letzten Jahr hat sich das Wachstum hier jedoch abgeschwächt (+6,0 % im Jahr 2022 und prognostizierte +6,4 % im Jahr 2023 im Vergleich zu +11,7 % im Jahr 2021). Dies liegt laut Schickler daran, dass sich nach Wegfall der Corona-Beschränkungen die Online-Nutzung wieder reduziert hat. Die E-Commerce-Umsätze sind im Jahr 2022 erstmals seit Jahren gesunken. Auch deswegen sind die Ausgaben für digitale Display-Werbung im Jahr 2022 mit - 3,4 % zum ersten Mal geschrumpft. Ebenso war das Wachstum bei Video-Werbung mit +10,0 % geringer als in den Vorjahren. Weiterhin kräftig gewachsen ist laut Analyse von Schickler dagegen In- fluencer-Marketing mit +23,8 %. Stabil entwickelt hat sich die Werbung rund um die Internetsuche mit +10,1 %. Hier ist Google als Quasi-Monopolist für die digitale Auffindbarkeit weiterhin kaum zu ersetzen.

Im Jahr 2021 war das Werbevolumen im Printbereich erstmals seit vielen Jahren leicht gewachsen. Im Jahr 2022 ist dies nun wieder leicht um 2,0 % gesunken. Das Wegfallen der Corona-Beschränkun- gen hat einigen Print-Gattungen laut Schickler im Vergleich mit den Vor-Corona-Jahren trotzdem ein vergleichsweise gutes Jahr beschert. Zeitungswerbung ist im Jahr 2022 nur um 3,1 % geschrumpft, bei Publikumszeitschriften um 2,8 %. Für die Publikumszeitschriften wird sich die Lage im Jahr 2023 jedoch verschlechtern. Hier werden um 10,1 % geringere Werbeumsätze im Vergleich zum Jahr 2022 erwartet. Einen Großteil hierzu trägt bereits die Einstellung einer Vielzahl von Titeln bei Gruner + Jahr bei. Für Zeitungswerbung erwartet Schickler im Jahr 2023 mit -2,1 % weiterhin nur einen geringen Verlust. Mit den Anzeigenblättern wird eine bereits in den letzten Jahren strauchelnde Werbegattung noch stärker unter Druck geraten. Sinkende Werbeeinnahmen und gleichzeitig steigende Druck- und Zustellkosten haben hier bereits für die Einstellung von Anzeigenblatt-Titeln gesorgt. Schickler erwartet bei den Anzeigenblättern einen Verlust von 13,8 % der Werbeumsätze im Jahr 2023.

Am stärksten von Corona betroffen waren laut Schickler die Gattungen Messen, Kino, Out-of-Home- Werbung (OOH) und Sponsoring, die von der physischen Präsenz der Werbeempfänger abhängig sind. Diese haben im Jahr 2022 das größte Wachstum zu verzeichnen. Die Messeveranstalter erreichten 158,3 % mehr Umsatz als im Jahr 2021 und Kinowerbung wuchs im Jahr 2022 um 150,0 %. OOH konnte um 15,9 % wachsen. Für das Jahr 2023 erwartet Schickler, dass sich Kino mit +40,0 % und Messen mit +21,0 % weiter dem Vorkrisenniveau annähern.

Lineares TV hatte im Jahr 2021 um 7,0 % zugelegt. Dieses Wachstum wird es mit -4,1 % im Jahr 2022 und prognostizierten -4,3 % im Jahr 2023 wieder vollständig abgeben. Der Grund hierfür sind veränderte Nutzungsgewohnheiten. Während die stärkere Nutzung digitaler Streaming-Angebote die Online-Video-Werbeumsätze wachsen lässt, sinken Nutzung und Werbeumsätze im linearen TV. Auch die klassischen TV-Anstalten setzen verstärkt auf digitale Streaming-Angebote. Hier handelt es sich demnach um eine Verschiebung vom linearen TV zu digitalen Video-Plattformen. Insgesamt wachsen die Umsätze mit audiovisuellen Medienangeboten weiterhin. Im Bereich der klassischen Werbegattungen war Radio in den letzten Jahren sehr stabil und bleibt dies mit -1,3 % im Jahr 2022 sowie prognostizierten 0,0 % im Jahr 2023 auch weiterhin. Stark wachsend (allerdings auf noch niedrigem Niveau) ist die Podcast-Werbung. Sie wird von 30 Mio. € im Jahr 2021 auf 50 Mio. € im Jahr 2023 um 66 % steigen.

c) Entwicklung der Bildungsbranche

Nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes werden im Schuljahr 2022/2023 nach vorläufigen Ergebnissen rund 11,1 Millionen Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie an Schulen des Gesundheitswesens in Deutschland unterrichtet. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, entspricht dies einer Zunahme von 1,9 % im Vergleich zum vorangegangenen Schuljahr. Damit ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler erstmals seit dem Schuljahr 2016/17 wieder gestiegen.

An allgemeinbildenden Schulen ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2022/2023 um 2,9 % auf 8,7 Millionen gegenüber dem Schuljahr 2021/2022 gestiegen. An beruflichen Schulen hingegen ging sie um 1,8 % auf 2,3 Millionen zurück. Von den rund 11,1 Millionen Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2022/2023 haben 1,6 Millionen eine ausländische Staatsbürgerschaft. Das sind knapp 18 % mehr als im Schuljahr 2021/2022. Damit haben rund 14 % aller Schülerinnen und Schüler einen ausländischen Pass. In den allgemeinbildenden Schulen stieg die Zahl der ausländischen Schülerinnen und Schüler sogar um fast 22 %. Der hohe Zuwachs dürfte primär auf die zugewanderten Schülerinnen und Schüler mit ukrainischer Staatsangehörigkeit als Folge des russischen Angriffskriegs zurückgehen.

Im Jahr 2022 haben in Deutschland rund 239.000 junge Menschen ein Bildungsprogramm im Übergangsbereich zwischen Schule und Berufsausbildung begonnen. Ziel dieser Programme ist der Erwerb beruflicher Grundkenntnisse oder das Nachholen eines Haupt- oder Realschulabschlusses, um die Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu verbessern. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen der integrierten Ausbildungsberichterstattung mitteilt, nahm die Anfängerzahl im Übergangsbereich gegenüber dem Jahr 2021 um gut 6 % oder 14.000 Personen zu. Sie stieg damit erstmals seitdem Jahr 2016 wieder an. Der Zuwachs dürfte im Wesentlichen auf Jugendliche zurückzuführen sein, die aufgrund des Kriegs in der Ukraine zugewandert sind und an Programmen zum Erlernen der deutschen Sprache teilnehmen. So stieg die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer, die im Jahr 2022 ein Bildungsprogramm im Übergangsbereich begannen, gegenüber dem Jahr 2021 um 22 % oder 14.000 auf insgesamt 81.000 Personen.

2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des Konzerns ist im Jahr 2022 durch die konsolidierten Ergebnisse der Konzerngesellschaften bestimmt.

Zum Umsatz als auch zum Ergebnis tragen wie in den Vorjahren hauptsächlich die Bereiche Tageszeitung und Schulbuch bei. Der Gesamtumsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 % erhöht. Das gilt auch für den Umsatz im Bereich Dienstleistungen (SaaS, Legal Tech etc.). Die Umsätze im Bereich Hörfunk und im Bereich Jugendbuch liegen auf Vorjahresniveau.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Konzerns haben sich im Vergleich zum Vorjahr von T€ 613.218 auf T€ 660.695 erhöht.

Die Umsätze im Vertriebs- und Dienstleistungsbereich sowie die Druck- und Werbeerlöse liegen im Berichtsjahr über Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen um T€ 110 leicht unter Vorjahresniveau.

Die konsolidierte Betriebsleistung liegt im Geschäftsjahr 2022 um T€ 50.696 über Vorjahresniveau und beträgt T€ 680.153.

Die Materialaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 19,9 % von T€ 175.619 auf T€ 210.597 erhöht.

Der Personalaufwand liegt über Vorjahr. Im Konzern erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 3.550.

Im Berichtsjahr liegt der Betriebsaufwand um 10,1 % über dem Vorjahr.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von T€ 13.424 und die Abschreibungen auf den im Rahmen der Erst- und Folgekonsolidierung aufgedeckten Firmenwert in Höhe von T€ 19.059 liegen mit 7,9 % unter Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 18.802 erhöht.

Im Ergebnis hat sich der ordentliche Betriebserfolg von T€ 74.415 um T€ 5.354 auf T€ 69.061 verringert.

Die Erträge aus Beteiligungen verringern sich von T€ 4.019 auf T€ 3.392. In diesen Erträgen sind Erträge aus der Beteiligung an assoziierten Unternehmen auf Grund der Equity-Fortschreibung enthalten.

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens liegen leicht unter Vorjahresniveau.

Der Zinsertrag hat sich mit T€ 1.872 im Vergleich zum Vorjahr um T€ 638 erhöht. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.089 gestiegen.

Die Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen betragen im Berichtsjahr T€ 4.563.

Das Ergebnis nach Steuern hat sich im Vergleich zum Vorjahr verringert. Der Konzernjahresüberschuss liegt mit T€ 35.346 unter Vorjahresniveau (T€ 46.931).

b) Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt T€ 10.848, der Cashflow aus der Investitionstätigkeit T€ -20.259 sowie der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit T€ -241.840. Die Geschäftsvorfälle werden überwiegend auf Eurobasis abgewickelt.

Im Ergebnis hat sich der Finanzmittelfonds von T€ 619.675 auf T€ 368.875 verringert. Die Finanzlage ist aufgrund der vorhandenen Liquidität als stabil zu bezeichnen. Aufgrund der Finanzlage des Konzerns waren Finanzierungen durch Banken nicht erforderlich und sind auch nicht geplant.

c) Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 25,1 % auf T€ 710.132 verringert.

Das Anlagevermögen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,8 %.

Das immaterielle Anlagevermögen verringert sich von T€ 44.998 auf T€ 41.911. Ein Rückgang ist beim Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 53.970 auf T€ 52.119 zu verzeichnen. Größere Sachanlageninvestitionen erfolgten im Berichtsjahr nicht.

Der Wert der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen erhöht sich auf T€ 14.102 entsprechend der Equity-Fortschreibung.

Die Ausleihungen an assoziierte Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 5.000 reduziert.

Die Sonstigen Ausleihungen haben sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr auf T€ 403 erhöht.

Das Vorratsvermögen (T€ 98.690) ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 15.398 gestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit T€ 58.501 über dem Vorjahr. Die Sonstigen Vermögensgegenstände erhöhen sich um T€ 2.609 im Vergleich zum Vorjahr.

Ein Teil der liquiden Mittel wurde in Sachanlagevermögen und Finanzanlagen investiert. Die liquiden Mittel in Höhe von T€ 368.875 liegen unter dem Vorjahr.

Im Berichtsjahr erfolgte eine Einstellung in die Gewinnrücklagen des Mutterunternehmens in Höhe von T€ 36.382. Das Eigenkapital verringert sich insbesondere ausschüttungsbedingt und beträgt T€ 65.659.

Die Steuerrückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr von T€ 14.582 auf T€ 16.517 erhöht.

Die Sonstigen Rückstellungen sind auf Vorjahresniveau.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen über Vorjahresniveau und betragen T€ 56.272. Diese Verbindlichkeiten haben zu fast 100% eine Fälligkeit von weniger als einem Jahr.

d) Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir im Hinblick auf eine erfolgreiche Fortführung des Konzerns als gut ein. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung betrachten wir als zufriedenstellend.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

4. Leistungsindikatoren

Die für die Geschäftstätigkeit bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen die Umsatzerlöse (T€ 660.695; Vorjahr T€ 613.218) sowie als Ergebnisgrößen das Ergebnis vor Steuern (T€ 68.492; Vorjahr T€ 77.176) und das EBITDA (T€ 102.452; Vorjahr T€ 110.455) dar. Im Vorjahreslagebericht hatten wir Folgendes prognostiziert: "Hinsichtlich der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatzerlöse, Ergebnis vor Steuern, EBITDA) gehen wir von einer leichten Reduktion gegenüber dem Jahr 2021 aus, so dass wir für das Jahr 2022 mit einem daraus abgeleiteten operativen Jahresergebnis unter dem diesjährigen Niveau rechnen." Unsere Prognosen sind damit im Wesentlichen eingetroffen, Änderungen der Leistungsindikatoren ergeben sich hauptsächlich durch im Berichtszeitraum erfolgte Erstkonsolidierungen.

Ein bedeutsamer nicht finanzieller Leistungsindikator ist die Mitarbeiterzufriedenheit, die über Mitarbeitergespräche überwacht und durch die Fortbildungsmaßnahmen gefördert wird.

C. Prognosebericht

Die Prognose für das Jahr 2022 ist in wesentlichen Punkten eingetroffen. Lohn- und Gehaltssteigerungen konnten kompensiert werden, da freie Stellen weitestgehend nicht neu besetzt werden konnten und soweit möglich Kurzarbeit durchgeführt wurde. Wir erwarten in Abhängigkeit von der weiteren konjunkturellen Entwicklung für die Jahre 2023 und 2024 steigende Energie- und Rohstoffpreise, welche auch maßgeblich durch die Unwägbarkeiten im Hinblick auf den weiteren Verlauf des Ukrainekrieges beeinflusst werden. Hinzu kommen höhere Personalkosten aufgrund des engen Personalmarkts sowie anstehender Tarifabschlüsse mit deutlichen Lohnsteigerungen. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist zudem stark von der Entwicklung der Werbeausgaben Dritter abhängig.

Für das Jahr 2023 rechnen wir mit einer eher stagnierenden Wirtschaftsentwicklung, da die Ukrainekrise, die Energieversorgung und die nach wie vor sehr hohe Inflation weiterhin zu einer konjunkturellen Eintrübung führen wird.

Hinsichtlich der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatzerlöse, Ergebnis vor Steuern, EBITDA) gehen wir von einer leichten Reduktion gegenüber dem Jahr 2022 aus, so dass wir für das Jahr 2023 mit einem daraus abgeleiteten operativen Jahresergebnis unter dem diesjährigen Niveau rechnen.

D. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikobericht

Nach Einschätzung des "Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" hat sich der Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gegenüber der Konjunkturprognose des Sachverständigenrates vom November 2022 geringfügig verbessert. Der Sachverständigenrat erwartet im Jahr 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 %. Nachdem die Inflationsrate gemessen am deutschen Verbraucherpreisindex (VPI) im Dezember 2022 von 8,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat auf 8,1 % abgesunken war, lag sie im Januar und Februar 2023 wieder bei jeweils 8,7 %. Dies lässt aus Sicht des Sachverständigenrats erwarten, dass die Inflation nur allmählich zurückgeht und im gesamten Prognosehorizont weiterhin erheblich bleibt. Der damit einhergehende Kaufkraftverlust belastet die privaten Konsumausgaben. Die fortgesetzte geldpolitische Straffung mit steigenden Zinsen verschärft diese Entwicklung und dämpft zusammen mit der weiterhin hohen wirtschaftlichen Unsicherheit die Investitionen der Unternehmen. Vor diesem Hintergrund erwartet der Sachverständigenrat im Jahr 2024 ein Wirtschaftswachstum von 1,3 %. Für die Inflationsrate in diesem und im kommenden Jahr prognostiziert der Sachverständigenrat Raten von 6,6 % beziehungsweise 3,0 %. Eine negative Entwicklung der Gesamtwirtschaft birgt das Risiko, dass die Ertragslage von den Konzernunternehmen negativ beeinflusst wird. Für die Konzernunternehmen der Medien Union besteht insbesondere aufgrund der hohen Abhängigkeit vom Werbemarkt bei einer konjunkturellen Eintrübung das Risiko, dass die Kunden ihre Budgets reduzieren.

Obwohl sich die Energieversorgungslage vorerst entspannt hat, ist die Energiekrise noch nicht überwunden. Im Winter 2022/23 konnte eine Gasmangellage zwar abgewendet werden, die eine staatlich angeordnete Rationierung erforderlich gemacht hätte. Für den Winter 2023/24 besteht dieses Risiko für die deutsche Volkswirtschaft aber immer noch. Steigende Energie- sowie Produktionskosten der Konzernunternehmen könnten sich negativ auf die Gewinnmargen auswirken, soweit die Preissteigerungen nicht bzw. nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können.

Die globalen Konjunkturaussichten haben sich im Vergleich zum Herbst 2022 leicht verbessert. Insbesondere die Abkehr Chinas von der strikten Null-Covid-Politik dürfte das globale Wirtschaftswachstum zunehmend stützen. So revidiert der Sachverständigenrat die Prognose für das globale BIP-Wachstum im Jahr 2023 um 0,3 Prozentpunkte auf 2,2 % nach oben. Es besteht jedoch das Risiko, dass sich die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China auf die weltweite Konjunktur auswirken - insbesondere, falls es zu Sanktionen oder höheren Zöllen auf bestimmte Rohstoffe und Produkte kommen sollte. Die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im zweiten Quartal 2023 leicht eingetrübt. Der Konjunkturprognose des IWF zufolge wird sich das globale Wachstum in diesem Jahr auf 2,8 % verlangsamen - nach einem Plus von 3,4 % im vergangenen Jahr. Für die Industrienationen rechnet der IWF in diesem Jahr mit einer Inflationsrate von 4,7 %. Diese Werte sind von der Zielmarke von 2 %, die Notenbanken für ökonomisch gesund halten, noch deutlich entfernt. Nach Einschätzung des Sachverständigenrates der Wirtschaft hat sich der kurzfristige Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gegenüber dem Herbst 2022 leicht verbessert, die Lage bleibt aber angespannt. Die hohe Inflation stellt in diesem Jahr weiterhin eine große Belastung für die Konjunktur dar. Der Sachverständigenrat erwartet im laufenden Jahr ein Wachstum des BIP von 0,2 % und für das Jahr 2024 ein Wachstum von 1,3 %. Laut Sachverständigenrat hat die Inflation ihren Höhepunkt vom Herbst 2022 überschritten. Sie ist aber immer noch deutlich erhöht und dürfte nur langsam zurückgehen. Im Jahresdurchschnitt rechnet er im Jahr 2023 mit einer Inflationsrate von 6,6 %. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat angesichts der hohen Inflation begonnen, ihre Anleihebestände zu reduzieren, und die Leitzinsen deutlich angehoben. Dies verschlechtert die Finanzierungsbedingungen für Haushalte und Unternehmen, was sowohl die Konsumnachfrage als auch die Investitionen dämpft. Die straffere Geldpolitik dürfte sich erst im Verlauf des Jahres merklich auf die Inflation auswirken und deren Entwicklung spürbar bremsen.

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage entwickelt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland stabil, jedoch verbunden mit einem Fach- und Arbeitskräftemangel. Für die Effektivlöhne erwartet der Sachverständigenrat aufgrund der zuletzt höheren Tarifabschlüsse und zusätzlicher Inflationsausgleichsprämien in den Jahren 2023 und 2024 einen deutlichen Anstieg von 5,9 % beziehungsweise 4,5 %. Begünstigt durch den milden Winter 2022/23 und die weiterhin geringe Gasnachfrage aus Ostasien hat sich die Energieversorgung vorerst stabilisiert. Die Großhandelspreise für Energie sind deutlich gesunken. Insgesamt haben damit die kurzfristigen Abwärtsrisiken für die deutsche Wirtschaft abgenommen. Für den Winter 2023/24 bleibt jedoch die Gefahr erneuter Preissprünge oder gar einer Gasmangellage bestehen.

Die Unsicherheit an den Finanzmärkten ist zwar durch die Schließung der Silicon Valley Bank und die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS zuletzt gestiegen. Anders als in der globalen Finanzkrise basieren die Schwierigkeiten einzelner Banken aber nicht auf weitgehend wertlosen Finanzprodukten. Zudem sind derzeit der Interbankenmarkt und die Kreditversorgung der Realwirtschaft nicht gestört. Die Finanzmarktstabilität dürfte daher nach Einschätzung des Sachverständigenrates aktuell nicht gefährdet sein. Die globalen Entwicklungen können sich negativ auf die Ergebnisentwicklung der Konzernunternehmen auswirken.

Die Unternehmensberatung Schickler erwartet weiterhin viel Bewegung im deutschen Werbemarkt. Der Strukturwandel von klassischen zu digitalen Werbekanälen setzt sich fort. Zudem stehen im Digitalen mit Display- und Videowerbung erstmalig etablierte Online-Gattungen unter Druck. Parallel entstehen rasant wachsende neue Werbegattungen. Hierunter fällt das Influencer-Marketing, bei dem die Werbebotschaft effektiv über eine persönliche Beziehung zwischen Influencer und Follower vermittelt wird. Eine weitere neue Gattung ist das Retail-Marketing (aktuell bei uns nicht separat ausgewiesen, umfasst z.B. Sponsored-Search-Ergebnisse bei Amazon). Hier wird Werbung zielgerichtet am Handelsplatz in den Kaufprozess integriert. Wenn auch noch auf kleinem Niveau wachsen Podcast-Werbung und bezahlte Anzeigen in Newslettern schnell.

Steigende Energie- und Papierpreise sowie kontinuierlich zunehmende Zustellkosten gefährden die Vielfalt der journalistischen Medien in Deutschland in ihrer Substanz, wie der Medien Verband der freien Presse äußert. Sämtliche Konzernunternehmen sind von der digitalen Transformation betroffen, welche hohe finanzielle Investitionen erfordert und zudem das Risiko birgt, dass sich große globale Unternehmen in unseren angestammten Geschäftsfeldern ausbreiten.

2. Chancenbericht

Die Digitalisierung bietet den Konzernunternehmen der Medien Union durch Personalisierung, Aktualität und Interaktivität die Möglichkeit Erlösquellen zu sichern und auszubauen.

Chancen bestehen zudem in dem weiteren konsequenten Ausbau neuer Geschäftsfelder in angestammten Märkten sowie in der weiteren Diversifizierung durch Unternehmenszukäufe und Beteiligungen.

Ein konsequentes Kostenmanagement und Controlling ermöglicht es den Konzerngesellschaften insgesamt den oben beschriebenen Risiken im Ergebnis entgegenzuwirken.

E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Der Konzern verfügt über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht mit einem Großteil der Kunden eine langjährige Zusammenarbeit.

Die Liquiditätsreserven der Medien Union sind nach derzeitiger Planung ausreichend für die Ausweitung des Geschäftsvolumens.

Risiken aus Zins- und Währungsschwankungen sind zu vernachlässigen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Konzerns ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik.

Zwecks Früherkennung von Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, wird die Liquiditätssituation mittels einer sechswöchigen sowie einer wöchentlichen Vorausplanung überprüft. Darüber hinaus werden Jahres-Planungsrechnungen erstellt, welche regelmäßig überprüft werden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügen die Konzerngesellschaften über ein effizientes Debitorenmanagement.

Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität der Kunden.

 

Ludwigshafen am Rhein, 12. Juli 2023

Dr. Thomas Schaub, Geschäftsführer

Ulrich Lingnau, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Medien Union GmbH Ludwigshafen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Medien Union GmbH Ludwigshafen und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Medien Union GmbH Ludwigshafen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 12. Juli 2023

Keiper & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Guldan, Wirtschaftsprüfer

Berizzi, Wirtschaftsprüfer

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