Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 706863
Vorher
R & W-E Saturn Psi GmbH
Eingetragen
4.10.2010
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit sonstigen Baustoffen und BauelementenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Vertrieb von industriellen Betriebsstoffen sowie Baustoffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tony Joseph Murphy
seit 10.4.2025
Geschäftsführer
Matthew Ranzenberger
seit 7.10.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Daniel Lars Florness
seit 23.5.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
FASTENAL NETHERLANDS HOLDINGS B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

FASTENAL NETHERLANDS HOLDINGS B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fastenal Europe GmbH

Teningen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlage des Unternehmens

Die Fastenal Europe GmbH mit Sitz in Teningen wurde am 10.02.2011 als Tochtergesellschaft der Fastenal International Holdings Company errichtet. Die Muttergesellschaft ist seit dem 01.07.2016 die Fastenal Netherlands Holdings B.V.

Das Haupttätigkeitsfeld des Unternehmens ist die Lieferung, Lagerung und der Verkauf von Industrie-, Bau- und Sicherheitsbedarf für die Automobilproduktion, Schwermaschinen-, Vertriebs-, Maschinenbau- und Zulieferindustrie. Das Unternehmen ist an 12 Filialstandorten in ganz Deutschland vertreten. Die Beschaffung für das Unternehmen erfolgt weltweit, wobei der Großteil des Wertes aus Lieferungen innerhalb Europas stammt.

Das Unternehmen betreibt keine Produktions- oder F&E-Aktivitäten.

B. Wirtschaftsbericht

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das BIP in Deutschland ist im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % gestiegen (2021 +2,7 % / 2020 -4,6 % / 2019 +1,1 % / 2018 +1,1 % / 2017 +2,7 % / 2016 +2,2 % / 2015 +1,5 % / 2014 +2,2 %). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2022 stark vom Krieg in der Ukraine und anhaltenden Lieferkettenproblemen wie Materialknappheit und Lieferengpässen sowie einem Anstieg der Inflation geprägt. 1 Trotz dieser teilweise schwierigen Rahmenbedingungen ist es der deutschen Wirtschaft gelungen, sich im Jahr 2022 gut zu entwickeln.

1 https://www.bundesbank.de/en/tasks/topics/federal-statistical-office-german-economy-grows-by-1-9-in-2022-903104#:~: text=Federal%20Statistical%20Office%3A%20German%20economy%20grows%20by%201.9%25%20in%202022 ,- 16.01.2023%20DE&text=The%20German%20economy%20grew%20last,by%20the%20Federal%20Statistical%20Office

Für das Jahr 2022 gab das Statistische Bundesamt an, dass der Außenhandel trotz steigender Preise gestiegen sei. Die deutschen Exporte von Waren und Dienstleistungen stiegen preisbereinigt um 3,2 % und die Importe stiegen im gleichen Zeitraum preisbereinigt um 6,7 %. 1

Laut Geschäftsbericht 2022 ist unser Top-Kunde Amazon Web Services (AWS), der ein breites Spektrum an On-Demand-Technologiediensten und maschinellem Lernen anbietet, heute ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 85 Milliarden US-Dollar und hoher Rentabilität, das im Jahr 2022 im Jahresvergleich um 29 % gewachsen ist. Dieses Wachstum erfolgte trotz der derzeit schwierigen makroökonomischen Bedingungen (die als anhaltende COVID-19-Pandemie, globale Lieferkettenbeschränkungen sowie globale wirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen beschrieben werden). Obwohl sich AWS noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet, ist das Unternehmen zuversichtlich, dass es innerhalb des nächsten Jahrzehnts große Wachstumschancen hat. 2

Vor diesem Hintergrund hat sich Amazon Web Services auf den Aufbau von Kundenbeziehungen konzentriert, um ihre Ausgaben mit einem kundenorientierten, langfristigen Ansatz zu optimieren, der durch ihre Fähigkeit unterstützt wird, neue Funktionen schnell bereitzustellen, wobei im Jahr 2022 über 3.300 neue Funktionen und Dienste eingeführt wurden. Das Unternehmen hat außerdem erhebliche Investitionen getätigt, um das Geschäftswachstum von AWS zu finanzieren. Im Jahr 2022 wurden Ausgaben in Höhe von 58,3 Milliarden US-Dollar getätigt, was einer Steigerung von 5 % gegenüber den Ausgaben in Höhe von 55,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 entspricht. 2

2 https://s2.q4cdn.com/299287126/files/doc_financials/2023/ar/Amazon-2022-Annual-Report.pdf

II. Geschäftsverlauf

1. Steuerungssystem

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

i) Allgemein

Die finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft stellen der Umsatz sowie das Ergebnis vor Steuern dar.

ii) Umsatzerlöse

Die im Jahr 2022 erzielten Umsätze i.H.v. TEUR 14.004 liegen etwa 10% über dem ursprünglichen Ziel. Ausschlaggebend hierfür ist die Akquise zusätzlicher Geschäfte, die wiederum zu einem Anstieg der Marktanteile und Restumsätze mit Covid-bedingten Produkten führte.

iii) Ergebnis vor Steuern

Das Ergebnis vor Steuern ermittelt sich wie folgt:

2022 2021
in TEUR in TEUR
Jahresergebnis 311 -15
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag +152 +58
= Ergebnis vor Steuern (EBT) 463 43

Das Ergebnis vor Steuern andererseits liegt aufgrund von Kostensteigerungen etwas unter den Erwartungen. Die Gründe hierfür sind im folgenden Abschnitt ausgeführt.

Die Unternehmensleitung bewertet diese Ergebnisse insgesamt als zufriedenstellend.

III. Darstellung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage

1. Ertragslage

2022 2021 Delta Delta in %
Umsatzerlöse 14.004.464,38 12.791.980,03 1.212.484,35 9,5%
Materialaufwand -9.253.004,44 -8.553.280,49 -699.723,95 8,2%
Rohergebnis 4.751.459,94 4.238.699,54 512.760,40 12,1%
Sonstige betriebliche Erträge 66.959,32 0,00 66.959,32
Personalaufwendungen -2.757.819,11 -2.639.888,55 -117.930,56 4,5%
Abschreibungen -428.652,88 -328.542,23 -100.110,65 30,5%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -999.527,48 -1.029.210,36 29.682,88 -2,9%
Operatives Ergebnis (EBIT) 632.419,79 241.058,40 391.361,39 162,4%
Finanzergebnis -194.535,37 -198.168,47 3.633,10 -1,8%
Sonstige Steuern 25.222,52 0,00 25.222,52 -
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -152.174,08 -58.370,51 -93.803,57 160,7%
Jahresüberschuss 310.932,86 -15.480,58 326.413,44 -2108,5%

In 2022 sind die Umsatzerlöse bedingt durch Unternehmenswachstum und Neukundenakquisition im Vergleich zum Vorjahr um 9,5% gestiegen. Der Materialaufwand ist leicht unterproportional um 8,2% gestiegen. Das Rohergebnis zeigt sich aufgrund dieser Einflüsse um 12,1% erhöht gegenüber dem Vorjahr.

Die Personalaufwendungen sind aufgrund von Gehaltsanpassungen sowie steigenden Mitarbeiterzahlen im Berichtsjahr um 4,5% auf TEUR 2.758 gestiegen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist von 51 in 2021 auf 55 in 2022 gestiegen.

Die Abschreibungen sind um 30,5% gestiegen, was durch die Investitionstätigkeit begründet ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigen sich insgesamt sehr konstant zum Vorjahr. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Raumkosten sowie die Fahrzeug- und Reisekosten gestiegen, während die Kosten der Warenabgabe gesunken sind.

Insgesamt erzielte das Unternehmen ein operatives Ergebnis (EBIT) von T€ 632 (Vorjahr T€ 241) und einen Jahresüberschuss von T€ 311 (Vorjahr Jahresfehlbetrag T€ 15).

2. Vermögens- und Finanzlage

2022 2021 Delta Delta in %
Anlagevermögen 1.662.598,57 1.747.843,83 -85.245,26 -4,9%
Vorräte 3.957.920,19 2.935.876,79 1.022.043,40 34,8%
Forderungen (L&L / VU) 3.952.900,83 3.714.233,34 238.667,49 6,4%
Sonstige Vermögensgegenstände 117.635,53 109.373,57 8.261,96 7,6%
Flüssige Mittel 1.782.790,59 3.118.330,51 -1.335.539,92 -42,8%
9.811.247,14 9.877.814,21 -66.567,07 -0,7%
Rechnungsabgrezungsposten 33.786,20 19.351,55 14.434,65 74,6%
11.507.631,91 11.645.009,59 -137.377,68 -1,2%

Die Sachanlagen verminderten sich bedingt durch die laufenden Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um 4,9%.

Vor dem Hintergrund der abermals gestiegenen Verkaufsaktivitäten stiegen die Forderungen um 6,4% sowie die Vorräte um 34,8%. Abgenommen haben demgegenüber die flüssigen Mittel (um 42,8%), wodurch im Wesentlichen die vorstehend genannten Erhöhungen finanziert wurden.

2022 2021 Delta Delta in %
Eigenkapital 4.966.813,62 4.655.880,76 310.932,86 6,7%
Rückstellungen 637.332,89 520.811,66 116.521,23 22,4%
Verbindlichkeiten (L&L / VU) 5.893.716,76 6.057.643,64 -163.926,88 -2,7%
Sonstige Verbindlichkeiten 9.768,64 410.673,53 -400.904,89 -97,6%
5.903.485,40 6.468.317,17 -564.831,77 -8,7%
11.507.631,91 11.645.009,59 -137.377,68 -1,2%

Das Eigenkapital zeigt sich durch den Jahresüberschuss um 6,7% verbessert gegenüber dem Vorjahr. Die Rückstellungen stiegen um 22,4%, verteilt auf mehrere Einzelposten, wobei insbesondere die Rückstellung für ausstehende Rechnungen sowie die Gewerbesteuerrückstellung betroffen waren. Die Verbindlichkeiten sind um 8,7% gesunken was insbesondere durch geringere Umsatzsteuerverbindlichkeiten bedingt ist.

Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt neben der Eigenfinanzierung durch das EBITDA bzw. durch das Eigenkapital auch durch Intercompany-Darlehen. Insbesondere besteht ein zum 14.12.2026 endfälliges Intercompany-Darlehen gegenüber der Fastenal Netherlands Holding B.V. in Höhe von aktuell 4 Mio. €. Der Zinssatz beträgt EUR 4,65%.

IV. Gesamtaussage und Fazit zu Geschäftsverlauf und Lage

Das GJ 2022 war ein erfolgreiches Jahr für das Unternehmen, in einem schwierigen Marktumfeld konnte der Umsatz sowie das Ergebnis vor Steuern gegenüber Vorjahr verbessert werden.

Die Unternehmensleitung bewertet diese Ergebnisse insgesamt als zufriedenstellend.

C. Chancen- und Risikobericht

Der kaufmännische Bereich des Unternehmens nimmt die Aufgaben der generellen Risikoanalyse wahr.

Die im Folgenden aufgeführten Chancen und Risiken werden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung erläutert.

1. Chancen

Da das Unternehmen derzeit über einen kleinen Anteil des adressierbaren Marktes in Deutschland verfügt, liegen die Hauptchancen des Unternehmens in der Neukundenakquise. Darüber hinaus besteht in den nächsten zwei bis drei Jahren eine gewisse Chance, die Bruttomargen und den Lagerumschlag zu verbessern, da sich die Bedingungen bei den Lieferanten des Unternehmens verbessern und diese mit zunehmender Größe des Unternehmens zu langfristigen Partnern werden.

2. Risiken

i) Beschaffungsmarktrisiken

Ein relativ geringes Risiko stellen weiterhin beobachtete Lieferkettenunterbrechungen aufgrund anhaltender weltweiter Ereignisse mit Auswirkungen auf Deutschland und den gesamten europäischen Wirtschaftsraum dar.

Importbeschränkungen für russische Rohstoffe für Verbindungselemente aus Stahl wirken sich aufgrund des internen Vertriebsmodells sowie eines großen Prozentsatzes zentraler Lagerstandorte und Lieferanten außerhalb Europas überproportional auf das Unternehmen aus. Die Folgen können als erhöhter Verwaltungsaufwand zur Bewältigung der Beschränkungen und längere Produktvorlaufzeiten beschrieben werden, was sich schätzungsweise um 10-15 % negativ auf die Lagerbestände und den Lagerumschlag auswirken könnte.

Eventuellen Risiken im Zusammenhang mit den Lieferketten wird durch entsprechende Ressourcenbeschaffung und bessere Planung entgegengewirkt.

Obwohl wir weitere Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft erwarten, sehen wir derzeit keine zusätzlichen Risiken für das Unternehmen im Zusammenhang mit höheren Zinsen, Inflation oder erhöhten Energiekosten.

ii) Vertriebsrisiken

Angesichts der aktuellen Auftragslage und des Marktanteils des Unternehmens ist es offensichtlich, dass das Unternehmen lediglich geringfügig von rezessionsähnlichen Bedingungen betroffen war. Es wurde kein besonderes Vertriebsrisiko identifiziert.

iii) Liquiditätsrisiko

Um Liquiditätsrisiken zu vermeiden, konzentriert sich das Unternehmen weiterhin auf die Nutzung der Fixkostendegression, die Verbesserung der Qualität der Forderungen und die Erhöhung des Lagerumschlags durch bessere Einkaufsentscheidungen.

Da das Unternehmen seine Verkaufs- und Einkaufstransaktionen überwiegend in Euro abwickelt, besteht kein Risiko, von volatilen Wechselkursschwankungen betroffen zu sein.

iv) Gesamtrisikoposition

Die Beurteilung der Gesamtrisikolage ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine Risiken ab, die auch in Verbindung mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden.

3. Prognosebericht

Im Zeitraum 2022-2023 behielt das Unternehmen Verträge mit den meisten seiner Hauptkunden bei und nahm auch Geschäftsbeziehungen mit neuen Kunden auf.

Für das Jahr 2023 erwarten wir dann eine spürbare Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern gegenüber 2022 um ca. 50%. Dieser Effizienzgewinn wird durch eine Steigerung der Produktmarge und eine Umsatzsteigerung von ca. 14% gegenüber 2022 und ca. 25% gegenüber 2021 getrieben, wobei die Ausgaben im Jahr 2023 voraussichtlich langsamer wachsen werden als Umsatz und Produktmargen.

Die Erwartungen für 2024 gehen davon aus, dass sich die Kundenakquise beschleunigen wird, wobei innerhalb eines Jahres ein Wachstum des Kundenstamms von 10% erwartet wird und das Umsatzwachstum voraussichtlich die Rate der Neukundenakquise übertreffen wird.

Aufgrund dessen erwartet das Unternehmen für 2024 eine Umsatzsteigerung von abermals ca. 15% sowie eine signifikante Steigerung des Ergebnisses vor Steuern.

Um die Risiken der oben genannten Szenarien einschätzen zu können, werden die Umsätze und die damit verbundenen Zielprozentsätze monatlich überwacht.

 

Teningen, den 8. November 2024

Matthew Ranzenberger

Holden Lewis

Miguel Pedroza Bermudez

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 1.662.598,57 1.747.843,83
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.443,87 1.443,87
2. Waren 3.915.448,96 2.776.172,30
3. Geleistete Anzahlungen 41.027,36 158.260,62
3.957.920,19 2.935.876,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.398.369,12 3.633.903,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 554.531,71 80.329,51
3. Sonstige Vermögensgegenstände 117.635,53 109.373,57
4.070.536,36 3.823.606,91
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.782.790,59 3.118.330,51
9.811.247,14 9.877.814,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.786,20 19.351,55
11.507.631,91 11.645.009,59

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 4.100.000,00 4.100.000,00
III. Gewinnvortrag 530.880,76 546.361,34
IV. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 310.932,86 -15.480,58
4.966.813,62 4.655.880,76
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 61.352,73 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 575.980,16 520.811,66
637.332,89 520.811,66
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 132.655,41 105.082,27
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.761.061,35 5.952.561,37
3. Sonstige Verbindlichkeiten 9.768,64 410.673,53
5.903.485,40 6.468.317,17
11.507.631,91 11.645.009,59

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 14.004.464,38 12.791.980,03
2. Sonstige betriebliche Erträge 66.959,32 0,00
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -9.241.709,52 -8.553.280,49
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -11.294,92 0,00
-9.253.004,44 -8.553.280,49
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.317.217,61 -2.253.553,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -440.601,50 -386.334,74
-2.757.819,11 -2.639.888,55
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -428.652,88 -328.542,23
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -999.527,48 -1.029.210,36
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -194.535,37 -198.168,47
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -152.174,08 -58.370,51
9. Ergebnis nach Steuern 285.710,34 -15.480,58
10. Sonstige Steuern 25.222,52 0,00
11. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 310.932,86 -15.480,58

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Fastenal Europe GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Teningen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Freiburg
Register-Nr.: HRB 706863

2. Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Bilanzgliederung entspricht § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Aufstellung erfolgt unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Angaben

Im Berichtsjahr wurden keine Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

a) Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Es wird die lineare Abschreibungsmethode verwendet. Die Anschaffungskosten umfassen den Anschaffungspreis, die Anschaffungsnebenkosten sowie die Kostenminderungen.

Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorgenommen.

b) Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

d) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

e) Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag bilanziert, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

a) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

b) Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

c) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt mit dem Kurs am Entstehungstag. Fremdwährungsforderungen sowie -verbindlichkeiten werden am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der Vorschriften des § 256a HGB mit dem Stichtagskurs bewertet.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

1. Erläuterungen zu Bilanzposten - Aktiva

a) Allgemeine Angaben zum Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-) Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus:

Bezeichnung 31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Lieferungen und Leistungen 555 80

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

2. Erläuterungen zu Bilanzposten - Passiva

a) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
TEUR
Gutschriften / Boni 437
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 127
Übrige 12
Summe 576

b) Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeiten TEUR
Gesamt TEUR bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 133 133 0 0
(Vorjahr) (105) (105) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.761 1.782 3.978 0
(Vorjahr) (5.953) (1.974) (3.978) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 10 10 0 0
(Vorjahr) (411) (411) (0) (0)
Summe 5.904 1.925 3.978 0
(Vorjahr) (6.468) (2.490) (3.978) (0)

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus:

Bezeichnung 31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Lieferungen und Leistungen 1.783 1.974
Sonstige Verbindlichkeiten 3.978 3.978
Summe 5.761 5.952

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 46 TEUR.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:

Bezeichnung 31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 0,00 410.673,53
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 9.406,08 0,00

Zur Sicherung der Verbindlichkeiten aus der Lieferung von Waren und anderen Gegenständen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 55.275,86 (im Vorjahr EUR 0,00) enthalten.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 23.590,27 (im Vorjahr EUR 954,34) enthalten.

3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand aus der Verzinsung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 184.989,00 (im Vorjahr EUR 184.989,00).

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Summe
TEUR
- aus Miet- und Leasingverträgen 503
Davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0
Summe 503

2. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse liegen nicht vor.

3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 39
Gewerbliche 16
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 55

4. Geschäftsführung

Geschäftsführer sind/waren:

Herr Daniel Lars Florness

(abberufen mit Wirkung zum 11. August 2024)

Herr Jeffery Michael Watts

(abberufen mit Wirkung zum 11. August 2024)

Herr Christopher Garratt

(abberufen mit Wirkung zum 11. August 2024)

Matthew Ranzenberger

(bestellt mit Wirkung zum 11. August 2024)

Herr Holden Lewis

Herr Miguel Pedroza Bermudez

(bestellt mit Wirkung zum 27. März 2024)

Die Geschäftsführung hat im Berichtsjahr keine Bezüge erhalten.

5. Konzernabschluss/ Angaben zum Mutterunternehmen

Die Fastenal Company, Winona/Minnesota, Vereinigte Staaten von Amerika, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Fastenal Europe GmbH miteinbezogen ist. Der Konzernabschluss ist unter SEC.gov abrufbar.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 310.932,86 auf neue Rechnung vorzutragen. Gleiches gilt für den Gewinnvortrag von EUR 530.880,76.

7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Teningen, den 8. November 2024

Matthew Ranzenberger

Holden Lewis

Miguel Pedroza Bermudez

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.702.269,17 343.407,53 0,00 3.045.676,70
Summe Sachanlagen 2.702.269,17 343.407,53 0,00 3.045.676,70
Summe Anlagevermögen 2.702.269,17 343.407,53 0,00 3.045.676,70
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 954.425,34 428.652,80 0,00 1.383.078,14
Summe Sachanlagen 954.425,34 428.652,80 0,00 1.383.078,14
Summe Anlagevermögen 954.425,34 428.652,80 0,00 1.383.078,14
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR
I. Sachanlagen
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.662.598,56 1.747.843,83
Summe Sachanlagen 1.662.598,56 1.747.843,83
Summe Anlagevermögen 1.662.598,56 1.747.843,83

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fastenal Europe GmbH, Teningen

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fastenal Europe GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fastenal Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der Waren in Höhe von TEUR 3.915 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir bei der Beobachtung der Inventur und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Ferner ist der Vorjahreswert der Waren in Höhe von TEUR 2.776 nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021 nicht beobachten und ebenfalls durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten.

Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Waren, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 8. November 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Patrick Helsper, Wirtschaftsprüfer

Matthias Holz, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde in der Gesellschafterversammlung am 8. November 2024 festgestellt.

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