Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 34199 HB
Vorher
FAC'T IT GmbHFAC ́T IT GmbH
Eingetragen
27.10.2005
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteErbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenStationäre Einrichtungen zur palliativen Pflege
Gegenstand
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts Steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung (AO). Zweck der Gesellschaft ist insbesondere die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege, der Jugendund Altenhilfe, die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen im Rahmen der Förderung des Wohlfahrtswesens, die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Stundenhilfe, die Förderung der Religion, die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung der Behindertenhilfe. Die Gesellschaft verwirklicht die in § 2.2 genannten Zwecke im Rahmen eines planmäßigenZusammenwirkens im Sinne des $ 57 Abs. 3 AO mit Gesellschaften, an denen die St. Franziskus-Stiftung Münster unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist (Verbundgesellschaften) und die die Voraussetzungen der §§ 51 bis 68 AO erfüllen. Diese Verbundgesellschaften werden für Zwecke der steuerlichen Anerkennung in einer Aufstellung außerhalb des Gesellschaftsvertrages aufgelistet. Darüber hinaus erfolgt das planmäßige Zusammenwirken mit den nachfolgend benannten steuerbegünstigten Körperschaften: - Verein der Freunde und Förderer für die Hospizarbeit e.V. - Hospiz Lebenshaus Münster gGmbH - Bischof-Hermann-Stiftung Münster - Sozialdienst kath. Frauen Münster e.V. - Ordensgemeinschaft der Schwestern von der götttichen Vorsehung Deutsche provinz e.V. - Klinikverbund Landkreis Diepholz gGmbH - Christliches Kinderhospital Osnabrück GmbH - Christliches Hospiz Hamm gGmbH - Bremer Krankenpflegeschule e.V. Dieses Zusammenwirken wird verwirklicht durch das Erbringen von Leistungen, insbesondere von IT-Dienstleistungen aller Art, durch Nutzungsüberlassungen, durch Lieferungen oder durch die Beistellung von Personal zur Erfüllung der gemeinsamen Safzungszwecke. Dabei erfolgt insbesondere die Erbringung von Serviceleistungen, Beratungsleistungen und Managementleistungen sowie der Betrieb von Rechenzentren für Rechenzentrumsleistungen aller Art für die genannten Kooperationspartner, soweit diese Leistungen bzw. Lieferungen zur gemeinsamen Erfüllung der steuerbegünstigten Zwecke erforderlich sind. Zudem erfolgt das planmäßige Zusammenwirken durch die Inanspruchnahme von verschiedenen Management- und Beratungsleistungen, Verwaltungsdienstleistungen im Bereich Finanzen, Rechnungswesen, Steuern, Versicherungswesen, Controlling oder Marketing, Planungs- und Beschaffungsleistungen, Personaldienste und -gestellungen, Überlassung und Verwaltung von Mobilien und Immobilien, Versorgung mit Wäsche, Speisen und Medikamenten, Logistik, Bettenaufbereitung, Reinigungsdienstleistungen, hauswirtschaftliche Dienstleistungen, Sterilisations- und Laborleistungen sowie durch den Bezug von Strom, Erdgas und von IT-Produkten bzw. IT-Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Detlef Lübben
seit 7.2.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
St. Franziskus-Stiftung
98.00%
2.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
FACT GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FACT IT GmbH (vormals: FAC ́T IT GmbH)

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 54.354,08 81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 59.225,54 79
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 258.198,66 467
317.424,20 (546)
371.778,28 (627)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 266.496,45 69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.122.846,10 2.236
2. Übrige Forderungen 107.831,89 284
1.230.677,99 (2.520)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 459.335,03 0
1.956.509,47 (2.589)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.009.185,98 1.531
4.337.473,73 4.747

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Gewinnrücklagen 1.367.981,73 1.368
III. Verlustvortrag -9.694,85 -378
IV. Jahresüberschuss 141.553,80 368
1.524.840,68 (1.383)
B. Rückstellungen 991.544,62 539
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 127
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 53.016,92 655
3. Übrige Verbindlichkeiten 740.715,31 855
793.732,23 (1.637)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.027.356,20 1.188
4.337.473,73 4.747

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023

Vorjahr
T€
1. Rohergebnis 11.408.493,15 10.690
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.380.664,94 -6.715
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.511.797,89 -1.422
- davon für Altersversorgung: € 114.466,83 (Vorjahr: T€ 117)
-8.892.462,83 (-8.137)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -355.498,52 -346
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.852.856,65 -1.650
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.171,64 0
- davon aus der Abzinsung € 104,00 (Vorjahr: T€ 1)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -363,83 -2
- davon aus der Aufzinsung € 310,00 (Vorjahr: T€ 1)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -166.929,16 -187
8. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 141.553,80 368

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die FAC'T IT GmbH hat ihren Sitz in Bremen und wird beim Registergericht Bremen (HRB 34199) geführt.

Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb und die Einrichtung von Rechenzentren für Rechenzentrumsleistungen aller Art. Die Leistungen werden überwiegend für Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens vorgehalten. Darüber hinaus erbringt die Gesellschaft auch direkte IT-Dienstleistungen in den vorgenannten Einrichtungen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB und GmbHG aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die FAC'T IT GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die FAC'T IT GmbH ist ein Verbundunternehmen der St. Franziskus-Gruppe, in der alle Gesellschaften zusammengefasst sind, an denen die St. Franziskus-Stiftung Münster, Münster, mittelbar oder unmittelbar die Mehrheit der Anteile hält. Diese Unternehmen werden im vorliegenden Abschluss als verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Vorjahres, bis auf folgendes: Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von IT-Komponenten von zentralen Infrastrukturen, Netzwerken, Hochleistungsrechnern, Speichereinheiten und virtuellen Maschinen wurde von 5 Jahren auf 7 Jahre angehoben.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen für immaterielle Vermögensgegenstände zwischen 1 und 5 Jahren, für Mietereinbauten zwischen 10 und 15 Jahren und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 13 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter von € 250,00 bis € 800,00 netto werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Vorräte an Waren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der fertigen Leistungen erfolgt zu (anteiligen) Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten wurden dabei mit Material- und Fertigungseinzel- bzw. -gemeinkosten bemessen. Verwaltungsgemeinkosten und Fremdkapitalzinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht mit eingezogen. Dem Risiko von Wertminderungen durch Ungängigkeit bzw. aus der Altersstruktur wurde durch Abwertungen Rechnung getragen. Die ebenfalls im Vorratsvermögen ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihren Nominalbeträgen angesetzt.

Als gezeichnetes Kapital ist das Stammkapital der Gesellschaft ausgewiesen. Es ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen aus Einstandsverpflichtungen gegenüber der Pensionskasse der Caritas VVaG, Köln, erfolgt unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach der Projected-Unit-Credit Methode. Es ist ein Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HBG von 1,82 % (10-Jahresdurchschnitt) (Vorjahr: 1,78 %) für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zur Anwendung gekommen. Der Berechnung liegt eine Schätzung des Inflationsausgleichs laufender Renten von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) zugrunde. Bei der Berechnung mit einem 7-jahresdurchschnittlichen Zinssatz von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) der Deutschen Bundesbank, würde sich zum 31. Dezember 2023 eine Pensionsrückstellung in Höhe von 41 T€ ergeben. Der sich somit ergebende Mehrbetrag in Höhe von 1 T€ unterliegt der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen.

Rückstellungen für Jubiläen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen bewertet. Die Rückstellungen für Jubiläen wurden pauschal mit einem Rechnungszins von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) abgezinst. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläen wurden branchenübliche Fluktuationsabschläge sowie eine Einkommenssteigerung von 2,0 % p. a. unterstellt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von 66 T€ (Vorjahr: 52 T€) ausgewiesen.

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem Verbindlichkeitenspiegel hervor.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Innerhalb der Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 85 T€ (Vorjahr 0 T€) enthalten.

5. Sonstige Angaben

5.1 Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 waren bestellt:

Dipl.-Betrw. (FH) Detlef Lübben, Oldenburg.

Bezüglich der Angaben der Vergütung der Geschäftsführung wurden die Ausnahmeregelungen des § 286 Abs. 4 HGB angewendet.

5.2 Haftungsverhältnisse

Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber der Arbeitnehmerschaft bestehen bei der kirchlichen Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschland in Köln (KZVK). Hinsichtlich dieser mittelbaren Pensionsverpflichtungen besteht nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB ein Passivierungswahlrecht. Vom Wahlrecht wurde kein Gebrauch gemacht. Da weder der notwendige Erfüllungsbetrag noch der beizulegende Zeitwert des Vermögens der KZVK Köln zugänglich ist, wurden zur Ermittlung der auf die Gesellschaft entfallende finanzökonomische Deckungslücke als bester Schätzwert die zu erwartenden Angleichungsbeiträge, die bis 2026 erhoben werden, herangezogen. Demnach betrug die Deckungslücke am 31. Dezember 2023 T€ 17 (Abzinsungssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB).

Aufgrund eines Rahmenkreditvertrages bei der Volksbank Münsterland Nord e.G., Münster, mit der FAC'T GmbH, Münster, der FAC'T IT GmbH, Bremen, der FACT RS GmbH, Münster, sowie der FAC'T GS GmbH, Münster, besteht eine gesamtschuldnerische Haftung über maximal € 3 Mio. Der Kredit wurde zum 31. Dezember 2023 in Höhe von € 1.040.962,49 € in Anspruch genommen. Eine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung ist nach derzeitigem Kenntnisstand aufgrund der wirtschaftlichen Lage der FACT Gesellschaften unwahrscheinlich.

Im Rahmen eines Darlehensvertrags zwischen der Volksbank und der FAC'T GmbH über ein Darlehen von € 1 Mio. hat die Gesellschaft eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft über € 1.000.000,00 als Sicherheit gegeben. Eine Inanspruchnahme der Bürgschaft ist aufgrund der wirtschaftlichen Lage der FAC'T GmbH unwahrscheinlich.

5.3 Arbeitnehmer

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 143 MitarbeiterInnen (Kopfzahl), Vorjahr 135 MitarbeiterInnen, beschäftigt.

5.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen insgesamt 1.184 T€, davon sind 300 T€ innerhalb eines Jahres fällig.

5.5 Konzernzugehörigkeit

Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellen, sind die St. Franziskus- Stiftung Münster, Münster, und die FAC'T GmbH, Münster.

5.6 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Münster, den 22. Mai 2024

Dipl.-Betrw. (FH) Detlef Lübben, Oldenburg.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

(Anlagenspiegel)

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 997.393,05 409,84 1.184,05 996.618,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 271.480,74 0,00 0,00 271.480,74
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.212.046,00 99.553,53 34.775,87 3.276.823,66
3.483.526,74 99.553,53 34.775,87 3.548.304,40
4.480.919,79 99.963,37 35.959,92 4.544.923,24
Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 916.134,02 27.314,79 1.184,05 942.264,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 192.191,28 20.063,92 0,00 212.255,20
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.745.281,06 308.119,81 34.775,87 3.018.625,00
2.937.472,34 328.183,73 34.775,87 3.230.880,20
3.853.606,36 355.498,52 35.959,92 4.173.144,96
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 54.354,08 81.259,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 59.225,54 79.289,46
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.198,66 466.764,94
317.424,20 546.054,40
371.778,28 627.313,43

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr Gesamt Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - - -
Vorjahreswerte 126.937,39 - 126.937,39 -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 53.016,92 - 53.016,92 -
Vorjahreswerte 654.298,15 - 654.298,15 -
3. Übrige Verbindlichkeiten 740.715,31 - 740.715,31 -
Vorjahreswerte 854.633,52 - 854.633,52 -
793.732,23 - 793.732,23 -
Vorjahreswerte 1.635.869,06 - 1.635.869,06 -

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der FAC'T IT GmbH, Bremen

1. Grundlagen des Unternehmens

Die FAC'T-Gruppe übernimmt die Verantwortung für alle Leistungen des Facility Managements im Gesundheitswesen. Das Spektrum reicht dabei von Beratung und Planung bis zu Betrieb und Service einzelner Bausteine und kompletter Infrastrukturen. Mehr als 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen die Kunden Tag für Tag in den Bereichen Gebäude und Technik, IT, Reinigung, Gastronomie, Dokumentation und Beratung.

Als 100 %ige Tochter der FAC'T GmbH unterstützt die FAC'T IT GmbH mit einem Team aus Systemspezialisten, Anwendungsbetreuern, Fachinformatikern, IT-Kaufleuten, Krankenhausspezialisten und IT-Sicherheitsexperten Gesundheitseinrichtungen mit allen Leistungen rund um ihre Informationstechnologie (IT). Die Kombination aus Komplettbetreuung der Standort-IT, zentralen Rechenzentrumsleistungen über die MKS IT GmbH, dem IT-Partnerunternehmen innerhalb der St. Franziskus-Stiftung Münster, und einer hochqualifizierten Beratung ist unsere Spezialität. Dabei orientieren sich unsere Leistungen am Kernleistungsbereich des Krankenhausbetriebes und sind eng mit den medizinischen und pflegerischen Kernprozessen verzahnt. Mit langjähriger Betriebserfahrung im Gesundheitswesen und dem direkten Zugang zu Medizintechnik, Gebäudebetriebstechnik und Kommunikationstechnik stellen diese Schnittstellen unser Tagesgeschäft dar. Wir stellen die richtige strategische Ausrichtung der IT sicher und sorgen für deren Umsetzung sowie eine effektive Unterstützung der Anwender in der täglichen Routine.

Zusätzlich beraten wir Krankenhäuser und deren Träger bei der strategischen, zukunftsfähigen Ausgestaltung ihrer eigenen IT: Von der Struktur und Qualifikation der eigenen IT-Abteilung über Fragen der IT- und Informationssicherheit sowie des Datenschutzes, der Optimierung der jeweiligen Applikationslandschaft oder einzelner Bestandteile des eingesetzten Krankenhaus-Informations-Systems (KIS) bis zur sinnvollen Hardwareausstattung und Infrastruktur decken wir die ganze Bandbreite der Beratung ab. Ergänzend dazu erstellen wir QuickChecks und übernehmen, falls erforderlich, auch Managementaufgaben.

Insbesondere diese Kombination der vorhandenen Kompetenzen unterstützt die Krankenhäuser der St. Franziskus-Stiftung Münster effektiv bei der Bewältigung der umfangreichen Anforderungen, u. a. auch bei der zeitgerechten Umsetzung des Krankenhaus-Zukunftsgesetzes (KHZG).

Die FAC'T IT GmbH gehört zur Unternehmensgruppe der St. Franziskus-Stiftung Münster.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft im Jahr 2023 war von der nachlassenden Erholung von der Corona-Pandemie sowie dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und den damit einhergehenden Auswirkungen geprägt. Zudem haben straffere geldpolitische und finanzielle Rahmenbedingungen das Wachstum der Weltwirtschaft belastet. Insgesamt mehren sich die Anzeichen, dass die Weltwirtschaft vor einer längeren Phase unterdurchschnittlichen Wachstums steht. 1 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 0,3% niedriger als im Vorjahr 2.

Da die Kunden zum überwiegenden Teil aus der Gesundheits- und Sozialwirtschaft stammen, ist die Umsatzentwicklung und das Geschäftsmodell der Gesellschaft unmittelbar und in hohem Maße von den branchenspezifischen und gesundheitspolitischen Entwicklungen betroffen , die nachfolgend dargestellt werden.

-Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag per Dezember 2023 um 214.000 oberhalb des Vorjahresmonats 3.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit haben die gesetzlichen Krankenversicherungen in den ersten drei Quartalen 2023 mit einem Defizit von rund 1,0 Milliarde Euro abgeschlossen. Die Finanzreserven der Krankenkassen beliefen sich Ende September 2023 auf rund 9,3 Milliarden Euro. 4

1 BMWK, Die Weltwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau, Berlin, 2023.
2 Destatis, Wichtige gesamtwirtschaftliche Größen in Mrd. Euro, Veränderungsrate des BIP, Wiesbaden, 2024.
3 Bundesagentur für Arbeit, Beschäftigung - Die aktuellen Entwicklungen in Kürze - Februar 2024, Nürnberg, 2024.
4 BMG-Pressemitteilung, Finanzentwicklung der GKV im 1. Bis 3. Quartal 2023; Bonn, Dezember 2023.

Der Gesundheitsfonds, der Anfang des Jahres noch über eine Liquiditätsreserve von rund 12,0 Milliarden Euro verfügte, lag Ende September mit rund 6,9 Milliarden Euro im Minus. Ein Teil des Defizits resultiert dabei aus einer Maßnahme des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes. Im Zuge des Gesetzes wurden durch die Absenkung der Obergrenze der Liquiditätsreserve zusätzliche Mittel an die Krankenkassen ausgeschüttet, um die Zusatzbeitragssätze der Krankenkassen zu stabilisieren. 5

Das aktuelle Krankenhaus-Barometer zeichnet ein dramatisches Bild der wirtschaftlichen Lage deutscher Krankenhäuser. Demnach erwarten fast 80 Prozent der Krankenhäuser für das Geschäftsjahr 2023 ein negatives Jahresergebnis. Zudem gehen 71 Prozent der Krankenhäuser mit Blick auf das Jahr 2024 von einer weiteren Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation aus. 6

Die Gründe, für die sich weiter verschlechternde Lage sind vielfältig und umfassen neben dem Fachkräftemangel und den inflationsbedingt steigenden Preisen auch weiterhin bestehende stationäre Leistungseinbrüche. Dazu kommen Unsicherheiten bei der zukünftigen Finanzierung und ein damit einhergehender Investitionsstau in vielen Einrichtungen. Kurzfristige Verbesserungen der wirtschaftlichen Lage durch den Strukturwandel in der Krankenhauslandschaft im Zuge der geplanten Krankenhausreform erwarten die Krankenhäuser mehrheitlich nicht. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass Entlastungseffekte erst ab 2028 eintreten. Vor dem Hintergrund der insgesamt sehr angespannten Lage rechnen die deutschen Krankenhaus-Manager zudem mit massenweisen Klinikschließungen und einer deutlichen Verdichtung der Kliniklandschaft in den nächsten zehn Jahren. 7

2.2 Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Auswirkungen bzw. Nachwirkungen der Corona-Pandemie für den Geschäftsbetrieb bei der FAC'T IT GmbH weiter zurückgegangen. Die Trennung der fachlichen Teams der FAC'T IT GmbH hat sich auch nach Corona positiv ausgewirkt und die Dienstleistungen konnten im Jahr 2023 erneut verlässlich erbracht werden.

Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) hat den Krankenhauszukunftsfonds eingerichtet, damit Krankenhäuser in Digitalisierung und IT-Sicherheit investieren können. Hierdurch wurde ein Schub für die digitale Transformation ausgelöst. Digitalisierung unter Berücksichtigung von IT-Sicherheit, Informationssicherheit und des Datenschutzes kann nur gelingen, wenn ein stimmiges Gesamtkonzept vorliegt. Hier setzt die FAC'T IT an und unterstützt mit der IT-Strategie die Gesamtausrichtung der Kliniken und orientiert sich an der strengen Regulatorik im Gesundheitswesen. Die FACT IT ist weiterhin der zentrale Umsetzungspartner für die Krankenhäuser in der St. Franziskus-Stiftung Münster (SFS) im Bereich des Krankenhaus-Zukunftsgesetzes (KHZG). Über das KHZG soll die Digitalisierung in den Krankenhäusern sowie die Stärkung der intersektoralen Versorgung signifikant verbessert werden.

5 Ebenda.
6 DKGEV Pressemitteilung; Lage der Krankenhäuser so schlecht wie noch nie - Insolvenzen steuern 2024 auf Rekordhoch zu, Berlin, Dezember 2023.
7 Roland Berger Krankenhausstudie 2023, München, Juli 2023.

Die Projekte des KHZG, die allgemeinen Kostensteigerungen sowie der Personal- und Fachkräftemangel haben den Geschäftsbetrieb auch in 2023 begleitet. Insgesamt war der Geschäftsverlauf von Herausforderungen geprägt, die die FAC'T IT GmbH auch in den kommenden Jahren begleiten werden.

Das Geschäftsjahr und die Auftragslage ist bei der FAC'T IT GmbH dessen ungeachtet positiv verlaufen. Ein wesentlicher Faktor stellt der planmäßige Rollout der Einführung einer digitalen Patientenkurve, Medikation und der Pflegedokumentation als Standard in der St. Franziskus-Stiftung dar, der auch mobil am Patientenbett verfügbar ist. Insbesondere durch die vorgenannten Fördermittel aus dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) wurden zahlreiche Digitalisierungsprojekte begonnen deren Bearbeitung im Jahr 2023 und z.T. auch in 2024 durch die FAC'T IT GmbH abgeschlossen werden.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beobachtet eine Verlagerung der Attacken durch Cyberangriffe und Ransomware neben den großen hinzu kleinen und mittelständischen Unternehmen. Des Weiteren werden durch das BSI immer mehr Schwachstellen in Software registriert, etwa jede sechste wird als kritisch eingestuft. Der beste Schutz vor Angriffen auf IT-Infrastrukturen und softwaregesteuerte Geräte bietet eine ausgeprägte Cyberresilienz.

Vor diesem Hintergrund der weiterhin verschärften Bedrohungslage aller informationstechnischen Systeme auch im Gesundheitswesen, wurden weitere sicherheitstechnische Maßgaben, Qualifizierungen und Awareness Schulungen beschlossen und umgesetzt.

Im Berichtsjahr 2023 wurden die zentralen Projekte erfolgreich umgesetzt.

Beratungsgeschäft

Das Beratungsgeschäft ist im Jahr 2023 weiter zurückgegangen. Drittkundenaufträge wurden im Jahr 2023 ordnungsgemäß bearbeitet und wie mit dem Kunden vereinbart abgeschlossen. Aufgrund der hohen Auftragslage innerhalb der St. Franziskus Stiftung ist geplant, das Beratungsgeschäft erst ab dem Jahr 2025 wiederaufzubauen.

Mitarbeiterqualifizierung

Die Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter der FAC'T IT GmbH konnten im Jahr 2023 wieder ohne Einschränkungen stattfinden. Die Aufwände zur nachhaltigen Mitarbeiterqualifikation fanden in Teilen ergänzend in Form eines virtuellen Weiterbildungsprogramms statt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FAC'T IT GmbH absolvierten auch im Geschäftsjahr 2023 regelmäßige Fort- und Weiterbildungen. Zu Anfang des Jahres wurde die FAC'T-Akademie gegründet, um die Qualifikation der Mitarbeiter zu intensivieren.

Zertifizierungen

Die zentralen IT-Projekte der St. Franziskus Stiftung (SFS) werden weiterhin über das etablierte IT-Strategieboard der SFS kanalisiert und von der Beschlussfassung bis zur Abnahme der Projekte zentral koordiniert.

Das Überwachungsaudit nach ISO 9001:2008 bei der FACT IT GmbH wurde im Geschäftsjahr 2023 erneut erfolgreich absolviert, sodass das Zertifikat weiterhin geführt werden kann.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Geschäftsverlauf 2023 insgesamt positiv verlaufen ist.

2.3 Ertragslage

Im Jahr 2023 wird ein Jahresergebnis von + 142 T€ ausgewiesen. Die Erwartungen des Wirtschaftsplanes wurden damit übertroffen.

Unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten setzt sich das Ergebnis wie folgt zusammen:

Ertragslage 2023 2022 2021 Veränderung
FAC'T IT GmbH T€ * T€ * T€ * absolut in %
Rahmenverträge 6.901 5.962 5.682 + 939 15,7
Projekterlöse 302 291 249 + 11 3,8
IT Zentraleinkauf und Weiterberechnungen 8.007 9.219 6.689 - 1.212 -13,1
Rechenzentrum und Applikationen 3.246 3.425 3.883 179 -5,2
Übrige Dienstleistungen 2.197 1.954 1.134 + 243 12,4
Sonstige Umsatzerlöse 43 52 54 - 9 -17,3
Umsatzerlöse 20.696 20.903 17.691 207 -1,0
Bestandsveränderungen 19 -31 -3 + 50 >100
Sonstige betriebliche Erträge 59 46 24 + 13 28,3
Gesamtleistung 20.774 20.918 17.712 - 144 -0,7
Personalaufwand 8.511 8.137 7.531 + 374 4,6
Waren- und Materialeinsatz 4.725 5.955 4.434 - 1.230 -20,7
Bezogene Fremdleistungen 4.616 4.297 3.704 + 319 7,4
Wasser, Energie, Brennstoffe 62 52 30 + 10 19,2
Verwaltungsbedarf 297 299 217 2 -0,7
Aufwand für zentrale Dienstleistungen 722 618 353 + 104 16,8
Instandhaltung, Instandsetzung, Wartung 78 81 69 - 3 -3,7
Abgaben und Versicherungen 20 26 26 - 6 -23,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 699 594 786 + 105 17,7
Betriebliche Aufwendungen 19.730 20.059 17.150 - 329 -1,6
Betriebsergebnis I (EBITDA) 1.044 859 562
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1 0 0 + 1 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 2 12 - 2 -100,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 122 181 105 - 59 -32,6
Abschreibungen 270 346 460 - 76 -22,0
Betriebsergebnis II 653 330 -15
Neutrales Ergebnis -511 38 192
Jahresergebnis 142 368 177

* aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf die dargestellte Ertragslage:

Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 20.696 T€ (Vorjahr 20.903 T€) und verzeichnen damit einen Rückgang um 1,0 %, insbesondere aufgrund des rückläufigen Weiterverkaufs von Material und Dienstleistungen. Dieser Entwicklung folgend ist der Waren- und Materialeinsatz entsprechend auch gesunken.

Der Aufwand im Personalbereich erhöhte sich um 374 T€ bzw. 4,6 % auf 8.511 T€ und ist vor allem auf den gestiegenen Personaleinsatz zurückzuführen (+4,29 Vollkräfte). Der durchschnittliche Personalaufwand je Vollkraft erhöhte sich gleichzeitig um 1,3 %. Die Vollkräftezahl (135,5 VK) liegt leicht unterhalb der geplanten Entwicklung (137,5 VK).

Das neutrale Ergebnis ist im Geschäftsjahr 2023 durch die Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie an die Mitarbeitenden in Höhe von 369 T€ sowie außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund der Verkürzung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer für IT-Hardwarekomponenten in Höhe von 85 T€ negativ geprägt.

2.4 Vermögens- und Finanzlage

In der nachfolgenden Übersicht werden die Vermögens- und Kapitalposten der Bilanz zum 31. Dezember 2023 zusammengefasst und den entsprechenden Vorjahreszahlen gegenübergestellt: 8

Vermögensstruktur 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
FAC'T IT GmbH T€ * T€ * T€ * absolut in %
Langfristig gebundenes Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 54 81 10 -27 -33,3
Sachanlagen 317 546 694 -229 -41,9
371 627 704 -256 -40,8
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 266 69 135 197 >100
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 69 56 68 13 23,2
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.123 2.236 802 -1.113 >100
Sonstige kurzfristige Aktiva 2.049 1.759 1.212 290 16,5
3.507 4.120 2.217 -613 -14,9
Liquide Mittel 459 0 208 459 >100
Gesamtvermögen 4.337 4.747 3.129 -410 -8,6

* aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.
8 Anpassung der Vorjahres-Darstellung bei der Kapitalstruktur zum Zwecke der besseren Vergleichbarkeit.

Kapitalstruktur 31.12.2023 30.12.2022 31.12.2021 Veränderung
FAC'T IT GmbH T€ * T€ * T€ * absolut in %
Eigenkapital 1.525 1.383 1.015 142 10,3
Mittel- und langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen 41 38 33 3 7,9
Mittel- und langfristige sonstige Rückstellungen 5 5 6
Mittel- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 18 0 0,0
Mittel- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0,0
46 43 57 3 7,0
Kurzfristiges Fremdkapital
Steuerrückstellungen 446 259 93 187 72,2
Sonstige Rückstellungen 500 237 281 263 >100
Kurzfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0 127 73 -127 -100,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 492 466 357 26 5,6
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 53 654 92 -601 >100
Sonstige kurzfristige Passiva 1.275 1.578 1.161 -303 -19,2
2.766 3.321 2.057 -555 -16,7
Gesamtkapital 4.337 4.747 3.129 -410 -8,6

* aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich eine Überdeckung langfristiger Vermögenswerte durch langfristig zur Verfügung stehende Mittel in Höhe von 1.200 T€ (Vorjahr 799 T€).

Die betriebswirtschaftlich wünschenswerte Übereinstimmung von Kapitalüberlassungs- und Kapitalbindungsfristen ist damit zum Bilanzstichtag gegeben.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 35,2 % (Vorjahresstichtag 29,1 %).

Es wurden Investitionen in Höhe von 100 T€ durchgeführt; sie betreffen im Wesentlichen IT- und Büroausstattungen.

Für die getätigten Investitionen wurde im Jahr 2023 kein zusätzliches Fremdkapital aufgenommen.

Die langfristigen Darlehen wurden planmäßig in Höhe von 18 T€ getilgt.

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft zeigte im Geschäftsjahr insgesamt eine stabile Situation.

Der positive Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (+ 685 T€) reichte aus, um den negativen Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit (- 99 T€) und aus der Finanzierungstätigkeit (- 18 T€) zu decken, sodass sich der Finanzmittelfond um insgesamt 568 T€ erhöht hat.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich eine kurzfristige Liquiditätslücke von - 48 T€ (Liquidität II. Grades). Zur Finanzierung steht ein Rahmenkreditvertrag für die FAC'T GmbH, Münster, die FAC'T IT GmbH, Bremen, die FACT RS GmbH, Münster, sowie die FAC'T GS GmbH, Münster, in Höhe von € 3 Mio. zur Verfügung. Die FACT IT GmbH hat aus diesen Rahmenvertrag im Berichtszeitraum keinen Kredit in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft konnte ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit fristgerecht nachkommen.

2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die FAC'T IT GmbH zieht für die interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse und Jahresergebnis heran. Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind die Personalentwicklung und Personalqualifikation von Bedeutung. Zu den Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie zu den Erwartungen für das kommende Geschäftsjahr verweisen wir auf die Kommentierungen im Wirtschafts- und Prognosebericht.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von T€ 1.044 erzielt.

Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der FAC'T IT GmbH durchschnittlich insgesamt 143 MitarbeiterInnen (Vorjahr: 135) beschäftigt.

Hinsichtlich der Leistungsentwicklung und des Personaleinsatzes (Vollkräfte) verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 2.3 Ertragslage.

3. Chancen-/ Risiko- und Prognosebericht

In der strategischen Ausrichtung der St. Franziskus Stiftung ist zunehmend die MKS IT GmbH neben der FAC'T IT GmbH im Bereich der Informationstechnologie tätig. Die FAC'T IT GmbH ist auch für die nächsten Jahre gut positioniert und stellt sich den Kunden und Interessenten weiterhin als zuverlässiger und kompetenter Partner und Mitarbeitern als attraktiver Arbeitgeber dar.

Das Risikomanagementsystem der FAC'T IT GmbH ist auf die Identifizierung möglicher Chancen und Risiken ausgerichtet. Die stetige und systematische Überwachung der Entwicklungen trägt zur frühzeitigen Erkennung bei und ermöglicht eine zeitnahe Reaktion. Die Geschäftsführung der Gesellschaft berichtet im monatlichen Rhythmus insbesondere zur Leistungsentwicklung, Ertrags- und Liquiditätslage, sowie zu Qualitätsindikatoren an die Konzernmutter.

Chancen aus der Zugehörigkeit zur St. Franziskus Gruppe

Die FAC'T IT GmbH gehört zur Unternehmensgruppe der St. Franziskus-Stiftung Münster. Die St. Franziskus-Stiftung Münster verfügt über umfassende Erfahrung im Management von Krankenhäusern auch im wettbewerbsintensiven Marktumfeld und hat in verschiedenen Regionen Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen miteinander vernetzt. Die Stiftung unterstützt ihre Einrichtungen vor Ort und steht mit ihrer fachlichen Expertise zur Verfügung. Es werden zentrale Kompetenzen vorgehalten, die die Einrichtungen in den immer komplexer werdenden Handlungsfeldern im Gesundheitswesen beraten und unterstützen.

Ein wesentlicher Baustein für die Zukunftssicherung einer regionalen Gesundheitsversorgung ist die Etablierung von durchgängigen sektorenübergreifenden Versorgungsstrukturen. Die FAC'T IT GmbH ist eingebettet in eine regionale Versorgungsstruktur mit den Einrichtungen der St. Franziskus-Stiftung Münster und externen Partnern. Zwischen den Einrichtungen des Konzernverbunds wird ein intensiver fachlicher Austausch gepflegt, Wissen geteilt sowie gemeinsame Angebote und zukunftsweisende Projekte entwickelt.

Chancen aus der Digitalisierung und den Einsatz neuer Technologien

Die FAC'T IT GmbH verbessert kontinuierlich die digitale Infrastruktur und die Prozessabläufe. Die Maßnahmen sind eingebettet in die Digitalisierungsstrategie der St. Franziskus-Stiftung Münster. Im Vordergrund steht hierbei die Verbesserung der Patientenversorgung, die Stärkung der regionalen und intersektoralen klinischen Zusammenarbeit, die Erhöhung der IT-Sicherheit und die Aufmerksamkeit aller Beteiligten bei der Cybersicherheit. Neben der Verbesserung der Versorgungsqualität können Effizienzgewinne realisiert werden, die sich auch wirtschaftlich positiv auswirken.

Durch die Corona-Krise hat sich der Umbruch in der deutschen Krankenhauslandschaft weiter beschleunigt. Das bereits vor der Krise übergeordnete Thema "Digitalisierung" gewann jedoch aufgrund des im September 2020 in Kraft getretenen Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) an Bedeutung. Die von Bund und Ländern bereitgestellten Fördermittel für Digitalisierungsprojekte von Krankenhäusern belaufen sich auf insgesamt 4,3 Mrd. Euro. Diese Finanzierungshilfe für Digitalisierungsvorhaben auf Kundenseite wird sich - insbesondere durch die Verlängerung des Förderzeitraums - weiterhin positiv auf die Geschäftstätigkeit 2024 und 2025 auswirken. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie der Gesetzgeber auch nach Ablauf dieser Anschubfinanzierung die nachhaltige Weiterfinanzierung der IT-Investitionen sicherstellen wird.

Risiken aus Marktentwicklungen

Die deutschen Krankenhäuser befinden sich weiterhin in der Post-Corona-Pandemie-Phase. So wird auch die FACT IT GmbH, als zentraler IT-Dienstleister aller Einrichtungen der St. Franziskus-Stiftung Münster, nach wie vor mit den Folgen der Corona-Krise konfrontiert. Insbesondere ist nicht abzusehen, inwieweit ein mit 2019 vergleichbares Leistungsniveau nachhaltig wieder erreicht werden kann.

Die Folgen des Ukraine- sowie des Nahost-Krieges wirken sich weiterhin auf den Markt und die Konjunktur aus. Folgen sind neben beeinträchtigten Lieferketten insbesondere die inflationsbedingten Preissteigerungen, u.a. in den Bereichen Energie und IT-Infrastruktur . Die Einrichtungen im Gesundheitswesen sind auf die Unterstützung des Staates angewiesen, da sie den Preis für ihre Leistungen nicht beeinflussen können.

Indirekte Risiken aus der Krankenhausfinanzierung und Krankenhausreform

Im Land Nordrhein-Westfalen findet derzeit die Verfahrensumsetzung einer neuen Krankenhausplanung statt, die auf einer neuen Planungssystematik aufbaut. Ziel ist eine bedarfsorientiere Planung, die sich an medizinischen Leistungsgruppen orientiert und für jede Leistungsgruppe Struktur- und Qualitätskriterien definiert. Da die Folgen dieser Krankenhausreformen aktuell nicht einzuschätzen sind und von Bund und Ländern unterschiedlich bewertet werden, stocken die Gesetzgebungsverfahren derzeit. Da der finanzielle Druck auf die Krankenhäuser währenddessen weiter zunimmt, aber kein entsprechender Ausgleich in Sicht ist, ist davon auszugehen, dass sich die Krankenhauslandschaft deutlich verändern und die Anzahl der Krankenhäuser in Deutschland spürbar sinken wird.

Ein akutes Thema der Krankenhausfinanzierung ist die angestrebte Ambulantisierung von bisher stationär erbrachten Leistungen. Die Krankenhäuser sind gefordert auf diese Situation zu reagieren und einen Mix aus der Erweiterung ihrer ambulanten Versorgungsstrukturen und der Akquirierung zusätzlicher stationärer Fälle zu entwickeln, um die freiwerdenden stationären Ressourcen auszulasten. Dies führt zu einem weiter steigenden Wettbewerb und Investitionsbedarfen bei den Krankenhäusern.

Risiken aus dem Personalbereich

Neben dem o.g. Risiko, besteht weiterhin ein verschärfter Wettbewerb um Fachkräfte.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist in Deutschland trotz schwacher Konjunktur gestiegen. Durch die Begleitung der Digitalisierungsprozesse, auch in anderen Branchen, war die Nachfrage an IT-Personal im Jahr 2023 erwartungsgemäß hoch. Hiervon war auch die FACT IT betroffen. Der Wandel in der Arbeitswelt führte zu einer weiteren Verschärfung, hierzu zählen beispielsweise veränderte Gehaltsvorstellungen, eine geringe Bereitschaft zu einem berufsbedingten Umzug, demografischer Wandel, Arbeitsbedingungen, etc. Die moderne Arbeitswelt wird stark von der Digitalisierung und damit einhergehend von Agilität und Flexibilität während der Arbeit geprägt. In diesem schwierigen Umfeld ist es der FACT IT GmbH dennoch gelungen ihren Bedarf an Fachpersonal erfolgreich zu bedienen und sich als interessanter Ausbildungsbetrieb zu positionieren.

Um dieser Mangelsituation entgegenzuwirken, hat die FAC'T IT GmbH die Personalakquise und Mitarbeiterbindung weiter professionalisiert und hierzu verschiedene Instrumente eingeführt und umgesetzt, zu diesen zählen beispielsweise Firmenfitness, Jobrad, Jobticket, betriebliches Gesundheitsmanagement, betriebliche Altersvorsorge, Teambuilding, Exercitien. Auch im Bereich der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf können gezielte Maßnahmen gegenüber den Wettbewerbern entscheidende Vorteile bieten. Hierdurch können zudem Mitarbeitende zurück in eine Tätigkeit gebracht werden, die aufgrund fehlender Berücksichtigung familiärer Anforderungen bisher dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung gestanden haben. Die FAC'T IT GmbH hat beispielsweise folgende Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf etabliert: Mobiles Arbeiten, flexible Arbeitszeitregelungen, Sabbatical. Flankiert werden diese Maßnahmen durch den Aufbau einer zentralen Abteilung für Personalmarketing und -recruiting in Verbindung mit der Ausweitung der internationalen Personalakquise. Darüber hinaus hat sich die FACT IT erfolgreich als interessanter und umfangreicher Ausbildungsbetrieb positioniert.

Cyberrisiken

Das Bundesinstitut für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kommt in seinem Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2023 zu dem Ergebnis, dass die Bedrohung im Cyberraum so hoch ist wie nie zuvor. Die Cyberattacken richten sich dabei gezielt an kleinere und mittlere Unternehmen sowie auch gegen Krankenhäuser, staatliche Institutionen und Kommunen.

Die Zeit, in denen Einrichtungen des Gesundheitswesens aus ethischen Überlegungen nicht attackiert wurden, ist vorbei. Wichtig ist daher, dass alle Akteure im Gesundheitswesen ihre Kompetenz zur Cyberabwehr stärken und die Awareness aller Mitarbeitenden erhöht wird, denn Cyberangriffe werden immer professioneller. Durch die Künstliche Intelligenz (KI) werden sich die Möglichkeiten der Cyberkriminellen weiter verbessern. Zusätzlich werden immer mehr Schwachstellen in Softwaresystemen und Applikationen bekannt. Das BSI geht von 70 neuen Schwachstellen in Softwareprodukten pro Tag aus, die dann schnell durch Softwareupdates und -patches geschlossen werden müssen, bevor diese von Cyberkriminellen ausgenutzt werden können.

Es besteht das Risiko, dass die FAC'T IT GmbH Opfer eines kriminellen Cyberangriffs wird, welcher das Ziel hat, sensible Daten zu stehlen und/oder die IT-Systeme zu verschlüsseln und erst nach Zahlung eines Lösegeldes wieder freizugeben. Sollte ein Cyberangriff auf das FAC'T IT GmbH erfolgreich sein, besteht zum einen ein erhebliches Reputationsrisiko, zum anderen kann es auf Grund eines möglichen, vorübergehenden Aussetzens der Leistungserbringung und den notwendigen Aufwendungen zur Wiederherstellung des IT- Systems zu erheblichen Auswirkungen auf die Ertragslage kommen.

Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024

Aufgrund der unklaren Entwicklungsperspektiven in der noch anhaltenden Post-Corona-Phase der Krankenhäuser sowie der Auswirkungen der angespannten Konjunkturlage und der aktuellen, weltweiten Krisenherde ist der Wirtschaftsplan 2024 mit vielen Unsicherheitsfaktoren behaftet. Zudem wird eine gesicherte Prognose durch die laufenden Vorbereitungen für die Krankenhausreform erschwert.

Wir gehen allerdings davon aus, dass Krankenhäuser weiterhin als systemrelevante Institutionen betrachtet werden und der Staat entsprechend Unterstützungsleistungen insbesondere zur Kompensation der tarifbedingten Mehrkosten anbietet.

Momentan gehen wir von einem positiven Jahresergebnis für 2024 aus, welches unter dem Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 liegen wird. Zudem gehen wir davon aus, dass das EBITDA als wesentliche Steuerungskennzahl im Jahr 2024 aufgrund des Wegfalls neutraler Ergebniseffekte unter dem Vorjahreswert liegen wird.

 

Münster, den 08. September 2024

gez. Detlef Lübben

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FAC'T IT GmbH, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FAC'T IT GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FAC'T IT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Berlin, 10. September 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bert Franke, Wirtschaftsprüfer

Kathrin Graf, Wirtschaftsprüfer

HRB 34199

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 28.10.2024 festgestellt.

Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses

Die Gesellschafterin beschließt, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von € 141.553,80 den Gewinnrücklagen zuzuführen.

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