Werner Dancke Inh. Jochen Heinrich
Selbe AdresseMusikverlage
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Plaputta seit 11.3.2024 | Geschäftsführer |
Adam S. Medros seit 11.3.2024 | Geschäftsführer |
Dane Joella seit 11.3.2024 | Geschäftsführer |
Frederic Atcheson Beckley seit 11.8.2022 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Spark Networks SEMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KonzernlageberichtInhaltsverzeichnis 1. Grundlagen der Gruppe 1.1 Unser Unternehmen 1.2 Unsere Strategie und unsere Ziele 1.3 Konzernstruktur und Managementsystem 1.4 Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht: 2.1 Makroökonomische und branchenspezifische Bedingungen 2.2 Geschäftsverlauf 2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.3.1 Ertragslage 2.3.2. Finanzlage 2.3.3 Vermögenslage 2.3.4 Gesamtdarstellung der wirtschaftlichen Situation 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognose-Bericht 3.2 Risikobericht 3.3 Chancenbericht 4. Weitere Informationen 4.1 Erklärung zur Unternehmensführung 4.2 Eigene Aktien 1. Grundlagen der Gruppe 1.1 Unser Unternehmen Spark Networks SE (im Folgenden: "Spark" oder "Spark Networks") sieht sich als globaler Betreiber von Online-Dating-Websites, die sich an die Zielgruppe im Alter von 40+ und religiösem Hintergrund richtet, die auf der Suche nach ernsthaften und langfristigen Beziehungen ist. Unser Hauptgeschäft liegt in der Branche der Online-Kontaktanzeigen, die unserer Meinung nach, das Bedürfnis von alleinstehenden Erwachsenen erfüllt, die einen Partner suchen. Mit Funktionen wie detaillierten persönlichen Profilen, E-Mail, mobilem Chat und Instant Messaging ermöglichen wir unseren Nutzern, mit anderen Singles zu kommunizieren, wann immer sie wollen, und bietet ihnen die Möglichkeit, mehrere Personen in einer anonymen, bequemen und sicheren Umgebung zu treffen. Wir betreiben derzeit ein Portfolio von Marken, die für Kunden auf der ganzen Welt zugänglich sind. Unser Fokus liegt jedoch auf fünf Schlüsselregionen - USA, Kanada, Australien, GB und Frankreich, wo wir den größten Teil unseres Umsatzes generieren. Informationen über die geografische Struktur unseres Umsatzes finden Sie in Anmerkung 4.1 in unserem Konzernabschluss. Spark Networks hat die Vision, weltweit marktführend in der Premium- und Communitybasierten Partnervermittlung zu sein. Die Vision umfasst die folgenden drei Komponenten:
Unsere Schlüsselmarken umfassen Zoosk, EliteSingles, SilverSingles, Christian Mingle, Jdate und JSwipe. Unsere Marken sind in erster Linie auf Qualitäts-Dating mit realen Nutzern zugeschnitten, die in einer sicheren, komfortablen Umgebung nach Liebe und Gesellschaft suchen. Da gemeinsame Werte einer der wichtigsten Faktoren für erfolgreiche, langfristige Beziehungen sind, umfasst unser Portfolio wertebasierte Dating-Marken weltweit. Darüber hinaus bietet die Marke Zoosk das Potenzial, in ein Premium-Produkt verwandelt zu werden, da es eine zusätzliche Option für jüngere Generationen darstellt, die nach hochwertigen Profilen suchen. Spark Networks bietet seine Dienste sowohl über Websites als auch über mobile Anwendungen an und nutzt ein "Abonnement"-Geschäftsmodell, bei dem bestimmte Grundfunktionen kostenlos zur Verfügung gestellt werden, während Premium-Funktionen (wie die Interaktion mit anderen Community-Mitgliedern über Nachrichten) nur zahlenden Abonnenten zur Verfügung stehen. Der Umsatz aus Abonnements sind die Haupteinnahmequelle von Spark Networks, wobei die Mitgliederabonnements den Großteil des Umsatzes für die letzten beiden Geschäftsjahre ausmachen. Die Dauer der Abonnements liegt zwischen einem und zwölf Monaten, wobei sich die meisten Abonnements automatisch verlängern, es sei denn, das Mitglied entscheidet sich für eine Kündigung. Wir bieten den Nutzern auch eine "pay as you go"-Funktion an und haben eine kleine, aber wachsende Werbeeinnahmequelle. Die Umsatzkosten bestehen hauptsächlich aus Direktmarketingkosten, Kosten für Rechenzentren, Kreditkartengebühren und Gebühren für die Verarbeitung mobiler Anwendungen. Der Gruppe entstehen erhebliche Werbeaufwendungen, um "Traffic" auf ihren Websites zu generieren. Diese Werbeaufwendungen bestehen aus Offline-Marketing, insbesondere Fernseh- und Außenwerbung, sowie Online-Werbung und sind direkt den Einnahmen zuzuordnen, die die Gruppe von ihren Abonnenten erhält. Der Großteil der Aktivitäten unserer Nutzer findet auf mobilen Geräten statt. Da sich immer mehr Nutzer über ihre mobilen Geräte mit dem Internet verbinden, steigt die Nachfrage nach entsprechenden Anwendungen. Wir haben innovative und maßgeschneiderte mobile Anwendungen entwickelt und werden die Funktionen, die Funktionalität und das Nutzererlebnis auf unseren mobilen Websites und Anwendungen weiter verbessern. Wir agieren in einem wettbewerbsintensiven Umfeld mit minimalen Eintrittsbarrieren. Wir sind der Ansicht, dass die wichtigsten Wettbewerbsfaktoren bei der Schaffung einer Community im Internet die Funktionalität, der Wiedererkennungswert der Marke, die Reputation, die kritische Masse an Mitgliedern, die Affinität und Loyalität der Mitglieder, die Benutzerfreundlichkeit, die Qualität der Dienstleistungen und die Zuverlässigkeit sind. Wir konkurrieren mit einer Reihe von großen und kleinen Unternehmen, darunter vertikal integrierte Internetportale und spezialisierte Medienunternehmen, die Online- und Offline-Produkte und -Dienstleistungen für die von uns bedienten Märkte anbieten. Zu unseren wichtigsten Wettbewerbern im Bereich Online-Kontaktanzeigen gehören die Match Group (Betreiber der Marken Match.com, OkCupid, Plenty of Fish, Tinder und Hinge), Bumble (Betreiber der Marken Bumble und Badoo) und die ParshipMeet Group (Betreiber der Marken eHarmony, Parship, ElitePartner und Meet). Darüber hinaus stehen wir im Wettbewerb mit kostenlosen und Freemium-Mobilanwendungen wie Tinder, Hinge und Bumble sowie mit sozialen Netzwerken wie Facebook. 1.2 Unsere Strategie und unsere Ziele Spark Networks wird sich weiterhin generell auf Premium-Online-Dating-Dienste konzentrieren, die sich an Singles mit hohem sozioökonomischem Status richten. Diese Strategie wird einen Schwerpunkt auf die Entwicklung neuer und die Pflege bestehender Produkte und Dienstleistungen beinhalten. Wir betreiben derzeit ein Portfolio von Marken, die für Kunden auf der ganzen Welt zugänglich sind. Auch wenn wir in Zukunft neue Regionen erschließen könnten, liegt unser Hauptaugenmerk auf dem Ausbau unserer Präsenz in Nordamerika, das wir aufgrund der relativen Größe des US-amerikanischen und des kanadischen Marktes und des hohen Potenzials für die Gewinnung zusätzlicher Marktanteile als den attraktivsten Markt für weiteres Wachstum ansehen. Wir werden auch in Betracht ziehen, bestehende Marken in Märkten einzuführen, in denen wir bereits eine geografische Präsenz haben, um unser Dienstleistungsangebot zu ergänzen und ein breiteres Angebot in diesen Märkten zu schaffen. Wachstum in Nordamerika Spark Networks wird sich darauf konzentrieren, seine Präsenz in Nordamerika weiter auszubauen. In den letzten Jahren haben wir unseren Marktanteil in Nordamerika durch (i) die Einführung etablierter europäischer Marken wie EliteSingles, (ii) die Einführung neuer Marken wie SilverSingles und (iii) die Übernahme etablierter nordamerikanischer Marken wie Zoosk, Jdate, Christian Mingle und JSwipe ausgebaut. Wir gehen davon aus, dass wir auch in Zukunft weiterhin erhebliche Marketing-Mittel für Nordamerika bereitstellen werden, da wir sowohl das organische Wachstum unseres bestehenden Markenportfolios als auch die Expansion durch die Einführung neuer oder erworbener Marken vorantreiben wollen. Festigung und Ausbau in den demografischen und religiösen Segmenten ab 40 Jahren. Spark Networks wird in Produktinnovation, Markenaufbau, Kundenakquise und Partnerschaften investieren, um die besten Produkte und stärksten Marken in den Premium- und Community-basierten Dating-Bereichen anzubieten. Wir beabsichtigen, Lösungen zu entwickeln und unsere Marken zu stärken, die die spezifischen Bedürfnisse unserer Zielgruppen ansprechen. Im Jahr 2021 lancierten wir Zoosk Great Dates, eine Marktneuheit in Form einer virtuellen Dating-Anwendung für Singles. Zoosk Great Dates will den Videodating-Trend neu beleben, indem Singles und ihren Dates Zugang zu amüsanten virtuellen Dating-Erlebnissen an aufregenden globalen Destinationen gewährt wird; die ersten interaktiven Dates sind für Griechenland, Italien und Japan geplant. Schaffung globaler Technologiedienste, um flexible und leistungsstarke Dating-Plattformen zu bieten. Spark Networks entwickelt neue, skalierbare technologische Dienstleistungen, die das zukünftige Wachstum des Unternehmens unterstützen werden. Unsere neuen Services werden mit besonderem Augenmerk auf die Unterstützung aller Plattformen und Anwendungen, die viele unserer Mitglieder für den Zugriff auf unsere Produkte nutzen, konzipiert und aufgebaut. Mit Shared Services zum Betreiben unserer Plattformen erwarten wir, die Zeit und die Ressourcen zu reduzieren, die für die Einführung neuer Marken oder die Integration potenzieller Akquisitionen erforderlich sind, und neue Funktionen, Trends und Verbraucherpräferenzen schnell zu übernehmen. 1.3 Konzernstruktur und Managementsystem Die Spark Networks SE wurde als Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) mit der Rechtsform Blitz 17-655 SE nach deutschem Recht und dem Recht der Europäischen Union mit Eintragung in das deutsche Handelsregister am 5. April 2017 gegründet, Inhaber von ADSs. Sie wurde am 12. April 2017 von der Affinitas GmbH mit dem Ziel erworben, nach Abschluss der Fusion zwischen Spark und Affinitas (die "Affinitas / Spark-Fusion") zur obersten Holdinggesellschaft von Spark Networks, Inc., einer Gesellschaft nach dem Recht des Bundesstaates Delaware ("Spark"), und Spark Networks Services GmbH (f/k/a Affinitas GmbH), einer deutschen Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("Affinitas") zu werden. Am 29. August 2017 änderte die Spark Networks SE ihren Namen von Blitz 17-655 SE in Spark Networks SE. Die Spark Networks SE ist im Handelsregister des Amtsgerichts München, Deutschland, unter der Registernummer HRB 232591 unter der juristischen Bezeichnung Spark Networks SE eingetragen. Die Spark Networks SE führt derzeit keine von ihrer rechtlichen Firma abweichende Geschäftsbezeichnung. Die Spark Networks SE ist auf unbestimmte Zeit gegründet worden. Am 2. November 2017 schloss Spark Networks die Affinitas / Spark-Verschmelzung gemäß dem Vertrag und Plan zur Verschmelzung vom 2. Mai 2017 ab. Am 1. Juli 2019 schloss Spark Networks die Übernahme von Zoosk ab, wobei es 100 % der Zoosk-Anteile für eine Kombination aus Bargeld und Spark Networks ADS erwarb. Vor der Übernahme war Zoosk ein nicht verbundener Dritter und Eigentümer der Zoosk-Plattform, die wir als eine führende globale Online-Dating-Plattform ansehen. Durch die Übernahme wurde Spark Networks zum zweitgrößten Online-Dating-Unternehmen in Nordamerika, gemessen am Umsatz. Informationen zu den Tochtergesellschaften finden Sie in Anmerkung 2.1 in unserem Konzernabschluss. Unsere Hauptverwaltungsaktivitäten befinden sich in Berlin, Deutschland. Wir haben außerdem Niederlassungen in New York, Utah und Kalifornien in den USA. Wir verfügen über zwei Segmente, Zoosk und Spark, die wie im Vorjahr zu einem berichtspflichtigen Segment zusammengefasst sind. Informationen zu den Geschäftssegmenten finden Sie in Anmerkung 4.1 zu unserem Konzernabschluss. Ebenso wie im Vorjahr werden die folgenden finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren zur Analyse der Aktivitäten der Gruppe verwendet. Die zwei wesentlichen Steuerungsgrößen, die wir verwenden, sind Umsatz und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes "EBITDA"). Zu den weiteren von uns verwendeten Kennzahlen gehören die Anzahl der Registrierungen, die Anzahl der durchschnittlich zahlenden Abonnenten, der monatliche Durchschnittsumsatz pro Nutzer ("Monthly ARPU"), der Deckungsbeitrag (Umsatz nach Abzug von Gutschriften und abzüglich Direktmarketing) und die Direktmarketingkosten. 1.4 Forschung und Entwicklung Investitionen in Produkt- und Entwicklungsinitiativen sind ein wichtiger Teil unserer Strategie. Wir entwickeln neue, skalierbare Technologiedienste, um das zukünftige Wachstum zu unterstützen. Unsere neuen Services werden mit besonderem Augenmerk auf die Unterstützung aller Plattformen und Anwendungen, die viele unserer Mitglieder für den Zugriff auf unsere Produkte nutzen, konzipiert und aufgebaut. Mit Shared Services zum Betreiben unserer Plattformen erwarten wir, die Zeit und die Ressourcen zu reduzieren, die für die Einführung neuer Marken oder die Integration potenzieller Akquisitionen erforderlich sind, und neue Funktionen, Trends und Verbraucherpräferenzen schnell zu übernehmen. Zum 31. Dezember 2021 hielten wir mehrere Patente in den USA und der EU. Forschungs- und Entwicklungskosten setzen sich hauptsächlich aus Personal und Freelancer-Kosten zusammen. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten für 2021 und 2020 betrugen 11,5 Mio. Euro bzw. 9,8 Mio. Euro * , wovon in den Jahren 2021 und 2020 0,5 Mio. Euro bzw. 2,2 Mio. Euro aktiviert wurden. Die Gesamtabschreibung auf aktivierte Entwicklungskosten während 2021 und 2020 belief sich auf 1,5 Mio. Euro bzw. 1,8 Mio. Euro.
* Die Vergleichszahlen für das Jahr 2020
wurden an die Darstellung der laufenden Periode angepasst.
2. Wirtschaftlicher Bericht 2.1 Makroökonomische und branchenspezifische Rahmenbedingungen Nach Angaben einer Studie des Internationalen Währungsfonds und des Economic Outlook Update 2021 1 setzt sich die weltweite Erholung fort, doch wird die Dynamik durch die Ausbreitung des hochansteckenden Delta-Virus ausgebremst. Pandemie-Ausbrüche in kritischen Gliedern der globalen Lieferketten haben dazu geführt, dass Lieferstörungen länger als erwartet anhalten, was das Inflationsgeschehen in vielen Ländern anheizte. Insgesamt sind die Risiken für die wirtschaftlichen Aussichten größer und die politischen Kosten-Nutzen-Abwägungen komplexer geworden. Die Inflation hat sich in den Vereinigten Staaten und einigen Schwellenländern verstärkt.
1 See
https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2022/04/19/world-economic-outlook-april-2022
Die globale Online-Kontaktanzeigenbranche hat in den letzten Jahren ein erhebliches Wachstum erfahren aufgrund der steigenden Zahl von Breitband-Internetanschlüssen, aber auch der schwindenden sozialen Stigmatisierung des Online-Datings. Laut Schätzungen von Marktakteuren werden die Einnahmen von Dating-Diensten bis 2026 um jährlich 7,8 % auf circa 8 Mrd. Euro steigen. Nordamerika ist laut Branchenstudien zur Zeit der geographisch größte Markt im Bereich Online-Kontaktanzeigen. In den letzten Jahren haben wir unseren Marktanteil in den USA durch die Einführung von EliteSingles und SilverSingles in Verbindung mit den 2017 und 2019 erfolgten Übernahmen der weitgehend nordamerikanischen Marken Jdate, Christian Mingle, JSwipe und Zoosk erhöht. 2.2 Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse gingen im Jahr 2021 um 10,3 % von 204,3 Mio. Euro im Jahr 2020 auf 183,3 Mio. Euro zurück. Das bereinigte EBITDA ist im Jahr 2021 um 13,6 % von 33,5 Mio. Euro auf 28,9 Mio. Euro gesunken. Ursprünglich prognostizierten wir für 2021 Umsatzerlöse zwischen 198,0 Mio. Euro und 203,0 Mio. Euro und ein bereinigtes EBITDA zwischen 27,0 Mio. Euro und 30,0 Mio. Euro für 2021. Anschließend haben wir unsere Prognose für das Gesamtjahr 2021 im zweiten Quartal 2021 aufgrund gewisser Verzögerungen bei der Produktverbesserung hauptsächlich auf der Zoosk-Plattform gesenkt. Die Umsatzerlöse im aktuellen Geschäftsjahr in Euro bewegten sich in unserem korrigierten Prognosefenster von 182,0 Mio. Euro und 185,0 Mio. Euro aufgrund günstiger Wechselkurseffekte. Das bereinigte EBITDA 2021 übertraf unsere korrigierte Prognose von 22,0 Mio. Euro bis 25,0 Mio. Euro. Wir haben uns im Jahr 2021 auf mehrere Kernziele konzentriert, von denen wir glauben, dass sie eine starke Grundlage für nachhaltiges, langfristiges Wachstum bilden. Während die Einnahmen für Zoosk, unsere größte Marke, 2021 im Jahresvergleich zurückgingen, haben wir die erforderlichen Produktverbesserungen vorgenommen, damit Zoosk 2022 auf den Wachstumspfad zurückkehrt. Im Jahr 2021 lancierten wir Zoosk Great Dates, eine Marktneuheit in Form einer virtuellen Dating-Anwendung für Singles. Zoosk Great Dates will den Videodating-Trend neu beleben, indem Singles und ihren Dates Zugang zu amüsanten virtuellen Dating-Erlebnissen an aufregenden globalen Destinationen gewährt wird; die ersten interaktiven Dates sind für Griechenland, Italien und Japan geplant. Mit dieser Innovation, sowie einigen Upgrades bei Produkten und Anwendererfahrung während des Berichtsjahrs, haben wir den Umsatzrückgang bei Zoosk abgemildert, und sind zuversichtlich, dass die im Jahr 2021 bei Zoosk vorgenommenen und im Jahr 2022 fortgesetzten Verbesserungen unser Wettbewerbsprofil stärken und das User-Engagement befeuern und damit Einnahmenwachstum für Zoosk im Jahr 2022 generieren werden. Unsere vier wichtigsten Marken - EliteSingles, SilverSingles, Christian Mingle und Jdate - standen für die Hälfte unserer Gesamteinnahmen im Jahr 2021 und verzeichneten im Jahresvergleich gemeinsam einen Anstieg bei den Einnahmen um 5 % und bei den Abonnenten um 3 % im Jahr 2021. Angesichts dieser starken Marken und des begrenzten Wettbewerbs in diesem wachsenden Marktsegment erwarten wir für 2022 eine weitere Steigerung der Einnahmen. Wir werden weiterhin in Produkte, Technologie, Vermarktung und Talente investieren, um das große Marktpotenzial für Spark zu erschließen. Wir arbeiten daran, die Merkmale und Funktionalität unserer Produkte, und damit deren Potenzial zur Generierung von Einnahmen, weiter zu verbessern, indem wir die Attraktivität für Erstanwender erhöhen und neue Matching-Technologie implementieren; des Weiteren wollen wir unsere Apps umgestalten, um die technische Komplexität der Plattform zugunsten besserer Stabilität zu mindern; sowie Kosten zu reduzieren und die markenübergreifende Einführung neuer Merkmale und Funktionalität zu erleichtern. Außerdem planen wir angesichts unserer neuen Schuldenvereinbarung und der weniger restriktiven Verpflichtungen, die ein geringeres Mindestbarguthaben und günstigere Covenants Ratios voraussetzen, unsere Marketingaufwendungen mit erneutem Fokus auf Markenaufbaukompetenzen zu intensivieren und damit sicherzustellen, dass unser Portfolio unsere Markenangebote klar kommuniziert. So sind wir zuversichtlich, dass unsere Single-Community dadurch auf unseren Plattformen ihre idealen Partner findet. 2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.3.1 Ertragslage Leistungsindikatoren Wir überprüfen regelmäßig bestimmte finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, um die Wirksamkeit unserer Geschäftsstrategien zu evaluieren und die finanzielle Performance der Geschäfte zu überwachen. Zu den von uns verwendeten Leistungsindikatoren sind die folgenden wesentlich für die Steuerung: Umsatzerlöse Umsatzerlöse werden hauptsächlich durch Nutzer in Form von Abonnements generiert und abzüglich von Rückerstattungen und Kreditkartenrückbuchungen dargestellt. Bereinigtes EBITDA Das bereinigte EBITDA ist definiert als Konzerngewinn (bzw. -verlust) ohne Nettofinanzkosten, Ertragssteuern (bzw. Steuerrückerstattungen), Abschreibungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, Wertminderungen von Vermögenswerten, Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung, akquisitionsbedingte Kosten und sonstige Kosten. Andere von uns verwendete Leistungsindikatoren sind unter anderem: Gesamtanzahl der Registrierungen Die Gesamtanzahl der Registrierungen ist definiert als die Gesamtanzahl der neuen Mitglieder, die sich mit ihrer E-Mail-Adresse auf den Plattformen registrieren. Dazu gehören Mitglieder, die Premium-Abonnements und kostenlose Mitgliedschaften abschließen. Durchschnittliche Anzahl zahlender Abonnenten Zahlende Abonnenten sind definiert als Personen, die eine monatliche Gebühr für den Zugang zu Premium-Diensten bezahlt haben, die u. a. unbegrenzte Kommunikation mit anderen registrierten Benutzern, Zugang zu Benutzerprofilbildern und erweiterte Suchfunktionen beinhalten. Durchschnittliche zahlende Abonnenten für jeden Monat werden berechnet als die Summe der zahlenden Abonnenten am Anfang und am Ende des Monats, geteilt durch zwei. Durchschnittliche zahlende Abonnenten für Zeiträume, die länger als einen Monat dauern, werden berechnet als Summe der durchschnittlichen zahlenden Abonnenten für jeden Monat geteilt durch die Anzahl der Monate in diesem Zeitraum. Durchschnittlicher monatlicher Umsatz pro Nutzer ("ARPU") Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Nutzer (ARPU) stellt den gesamten Netto-Umsatz der Nutzer für die Periode geteilt durch die Anzahl der durchschnittlichen zahlenden Abonnenten für die Periode, geteilt durch die Anzahl der Monate in der Periode, dar. Deckungsbeitrag Der Deckungsbeitrag ist definiert als Umsatz nach Abzug von Erstattungen und Kreditkartenrückbuchungen sowie abzüglich vom Direktmarketing. Kosten für Direktmarketing Kosten für Direktmarketing sind definiert als Online- und Offline-Werbeaufwendungen und sind in den Umsatzkosten innerhalb unserer Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthalten. Ausgewählte historische Informationen zu den oben beschriebenen Leistungsindikatoren sind in der nachfolgenden Tabelle enthalten:
Die Anzahl der im Jahr 2021 neu auf unserer Plattform registrierten Kunden ging um 1,7 Mio. oder 11,2 %, verglichen mit 2020, zurück. Die durchschnittliche Anzahl zahlender Abonnenten verringerte sich im Jahr 2021 um 53.000, oder 5,7 %, verglichen mit 2020. Der Rückgang war hauptsächlich geringeren Registrierungen für Zoosk geschuldet. Das monatliche ARPU für 2021 ging verglichen mit 2020 um 4,9 % zurück. Der ARPU-Rückgang war darauf zurückzuführen, dass wir anstelle von Preisanreizen längerfristige Abonnements incentivierten. Das Direktmarketing ging 2021 verglichen mit 2020 um 11,6 Mio. Euro oder 11,5 %, zurück. Der Rückgang war die Folge niedriger Marketingkosten aufgrund bestehender Covenants im Zusammenhang mit bestehenden Darlehen. Die Deckungsbeiträge gingen 2021 verglichen mit 2020 um 9,4 Mio. Euro oder 9,0 % zurück. Der Rückgang war einer Minderung bei den Umsatzerlösen für Zoosk geschuldet. Bereinigtes EBITDA Das bereinigte EBITDA ist eine der primären Kennzahlen, anhand derer wir die Leistung unseres Unternehmens bewerten, budgetieren, prognostizieren und das Management vergüten. Wir sind der Meinung, dass diese Kennzahl dem Management und den Anlegern von Periode zu Periode einen konsistenten Überblick über die aus dem laufenden Betrieb erwirtschafteten Kernergebnisse bietet und eine größere Transparenz in Bezug auf Leistungsindikatoren, die von der Geschäftsführung für die finanzielle und betriebliche Entscheidungsfindung verwendet werden, bietet. Wir definieren das bereinigte EBITDA als Konzerngewinn (-verlust) ohne Berücksichtigung von Nettofinanzierungsaufwendungen, Ertragsteuern, Abschreibungen, Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Goodwill, Aufwand für aktienbasierte Vergütung, akquisitionsbedingte und andere Kosten. Das bereinigte EBITDA sollte nicht als Ersatz für den Konzernverlust/-gewinn (wie nach IFRS ermittelt) zum Zweck der Analyse unserer operativen Leistung oder Finanzlage verstanden werden, da das bereinigte EBITDA nicht nach IFRS definiert ist. Die folgende Tabelle zeigt bestimmte ausgewählte Informationen und das bereinigte EBITDA für die dargestellten Zeiträume:
Das bereinigte EBITDA betrug in 2021 28,9 Mio. Euro, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Mio. Euro hauptsächlich aufgrund einer Minderung der Zoosk-Umsatzerlöse und einem gesteigerten Produktinvestment während des Berichtsjahrs. Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse der Tätigkeiten für die dargestellten Zeiträume. Der Vergleich unserer historischen Ergebnisse im Zeitverlauf ist nicht notwendigerweise ein Indikator für die künftig zu erwartenden Resultate. Operative Ergebnisse
Vergleich des aktuellen Geschäftsjahres mit dem Vorjahr Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2021 verglichen mit 2020 um 21,0 Mio. Euro oder 10,3 % gesunken. Der Umsatzrückgang war dem Rückgang bei der Anzahl der durchschnittlichen zahlenden Abonnenten von 5,7 % bezüglich der Marke Zoosk zuzuordnen; dieser wurde teilweise von der Erhöhung bei den Spark-Kernmarken ausgeglichen. Umsatzkosten Die Umsatzkosten bestehen hauptsächlich aus Direktmarketingkosten, Kosten für Rechenzentren, Kreditkartengebühren und Gebühren für die Verarbeitung mobiler Anwendungen. Die Umsatzkosten gingen im Jahr 2021 verglichen mit 2020 um 13,5 Mio. Euro oder 10,8 % zurück. Der Rückgang war hauptsächlich einer Reduzierung der Marketingaufwendungen für Zoosk und der Provisionsaufwendungen für mobile Anwendungen infolge des Rückgangs der Umsätze geschuldet. Sonstige operative Aufwendungen Sonstige operative Aufwendungen umfassen hauptsächlich Kosten für Vertrieb und Marketing, Kundendienst, technische Betriebs- und Entwicklungskosten und unternehmerische Funktionen. Diese Kosten beinhalten Personal-, Technologieplattform- und Systemkosten, Drittdienste und Honorare, Belegungs- und sonstige Gemeinkosten. Die sonstigen operativen Aufwendungen gingen im Jahr 2021 verglichen mit 2020 um 8,3 Mio. Euro oder 13,0 % zurück. Der Rückgang war hauptsächlich höheren Rechtskosten, die im Vorjahr in Verbindung mit Cybersecurity-Maßnahmen anfielen, und einem Rückgang der aktienbasierten Vergütungsaufwendungen infolge von einer höheren Anzahl an gewährten Optionen im Jahr 2020 und höherem Verfall im Jahr 2021 geschuldet. Weiterhin verzeichneten wir höhere Buchführungs- und Prüfungskosten in Verbindung mit der U.S. GAAP-Umstellung im dritten Quartal 2020. Im Jahr 2020 fielen für das Unternehmen ebenfalls höhere Geschäfts- und Software-Lizenzkosten an. Nettofinanzierungsaufwendungen Die Nettofinanzierungsaufwendungen setzen sich hauptsächlich aus Zinserträgen und -aufwendungen, Gewinnen und -verlusten aus der Fremdwährungsumrechnung sowie sonstigen Finanzierungsaufwendungen zusammen. Der Nettofinanzaufwand ging im Jahr 2021 auf 11,2 Mio. Euro zurück, verglichen mit 12,0 Mio. Euro im Jahr 2020. Der Rückgang bei den Finanzierungsaufwendungen insgesamt war hauptsächlich dem Zuwachs von 5,6 Mio. Euro bei den Gewinnen aus der Fremdwährungsumrechnung geschuldet und einem Rückgang von 6,4 Mio. Euro bei Zinsaufwendungen, die teilweise durch einen Anstieg der Verluste von 11,3 Mio. Euro aus der Fremdwährungsumrechnung ausgeglichen wurden. Die Minderung der Zinsaufwendungen war hauptsächlich auf einen Rückgang bei den Zinsaufwendungen in Verbindung mit einem Darlehensvertrag; dieser beinhaltet einen einmaligen Ertrag von 2,4 Mio. Euro im Jahr 2021 in Verbindung mit einem Covenants-Bruch bezogenen, temporären Verzicht (sog. covenants waiver laut Definition in Anhang 5.9) und einem einmaligen Verlust von 3,7 Mio. Euro im Jahr 2020 in Verbindung mit der zweiten Änderungsvereinbarung zum Darlehensvertrag (laut Definition in Anhang 5.9) zurückzuführen. Der Rückgang bei den Zinsaufwendungen in Verbindung mit dem Darlehensvertrag wurde teilweise mit einem Zuwachs der Zinsaufwendungen von 0,6 Mio. Euro aufgrund aufgeschobener Zahlung an die Anteilseigner von Zoosk aufgrund einer Erhöhung des ausgewiesenen Zinssatzes von 2 % auf 12 % per annum verrechnet. Wertminderung Für das Berichtsjahr 2021 erfassten wir Wertminderungsaufwendungen von 39,7 Mio. Euro, da das Unternehmen seine Finanzprognosen infolge erhöhter Kosten im Zusammenhang mit der Einführung verbesserter Sicherheitsmaßnahmen mit Blick auf ein erhöhtes Risiko von Cyberattacken, Verzögerungen bei Produktinitiativen und eines unsicheren COVID-19-Ausblicks überarbeitet hat und einen höheren Abzinsungssatz verwendet, um den höheren Risikofaktoren Rechnung zu tragen. Ertragsteuern Für das Geschäftsjahr 2021 bilanzierten wir eine Rückstellung für Ertragsteuern in Höhe von 20,7 Mio. Euro im Vergleich zu 4,5 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg des Ertragsteueraufwands entstand hauptsächlich aufgrund der Veränderung der Wertberichtigungen auf US-Bundes- und Landessteuern sowie auf deutsche Verlust- und Zinsvorträge, aktive latente Steueransprüche und der Wertminderung von Goodwill und immateriellen Vermögenswerten. 2.3.2. Finanzlage Der laufende Liquiditätsbedarf von Spark Networks ergibt sich in erster Linie aus dem Bedarf aus dem working capital, Forschungs- und Entwicklungsbedarf und der Rückzahlung von Schulden. Darüber hinaus kann Spark Networks die Liquidität zur Finanzierung von Akquisitionen oder für andere Investitionen verwenden. Quellen der Liquidität sind Barguthaben und Cashflows aus dem operativen Geschäft sowie Kreditaufnahmen unter dem Senior Secured Facilities Agreement (laut Definition in Anhang 5.9 unseres Konzernabschlusses). Von Zeit zu Zeit kann Spark Networks zusätzliche Liquidität durch die Emission von Eigenkapital oder Schulden erhalten. Zum 31. Dezember 2021 und 2020 verfügte Spark Networks über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 14,3 Mio. Euro und 15,8 Mio. Euro. Die Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in den Berichtszeiträumen sind in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt. Auf Grundlage unseres im Budget vorgesehenen Cashflows werden unsere derzeitigen liquiden Mittel und der Cashflow aus dem operativen Geschäft ausreichen, um unseren erwarteten Bedarf an liquiden Mitteln für Finanzverbindlichkeiten, Investitionen und vertragliche Verpflichtungen mindestens für die nächsten zwölf Monate zu decken. Wir gehen nicht davon aus, dass wir zusätzliches Kapital benötigen. Wir erwarten keine zusätzliche Kapitalaufnahme; sollte es jedoch erforderlich oder wünschenswert sein, könnte das Unternehmen die revolvierende Kreditlinie (laut in Anhang 5.9 unseres Konzernabschlusses) in Anspruch nehmen oder zusätzliches Eigenkapital auf dem privaten oder öffentlichen Markt ausgeben. Im Rahmen der Senior Secured Facilities Agreement unterliegt die Gesellschaft verschiedenen Finanzkennzahlen, einschließlich einer monatlichen Liquiditätsanforderung und vierteljährlichen Tests, einschließlich des Abdeckung durch Sicherheitengeber ("guarantor coverage test"), des maximalen Verschuldungsgrads und des Mindestdeckungsgrads der Vermögenswerte. Darüber hinaus enthält die Vereinbarung Klauseln, die unter anderem die Fähigkeit des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften einschränken, zusätzliche Schulden aufzunehmen, Pfandrechte zu bestellen, Fusionen oder Konsolidierungen vorzunehmen, Vermögenswerte zu verkaufen oder zu übertragen, Dividenden und Ausschüttungen zu zahlen und Aktienrückkäufe vorzunehmen, bestimmte Akquisitionen durchzuführen, bestimmte Transaktionen mit verbundenen Unternehmen vorzunehmen und die Geschäftsbereiche zu wechseln. Kapitalflussrechnung Die folgende Tabelle fasst die Cashflows von Spark Networks für die dargestellten Zeiträume zusammen:
Operative Tätigkeiten Unser Cashflow aus dem operativen Geschäft umfasst in erster Linie den Konzernverlust, bereinigt um (i) nicht zahlungswirksame Posten, die im Konzernverlust enthalten sind, wie Abschreibungen, Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Goodwill, aktienbasierte Vergütung und (ii) Änderungen der Salden der operativen Vermögenswerte und Schulden. Der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft betrug 17,2 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2021, ein Anstieg um 0,7 Mio. Euro im Vergleich zu 17,9 Mio. Euro im Vorjahr hauptsächlich durch den geringeren Rohertrag. Investitionstätigkeiten Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst in erster Linie die Entwicklung intern genutzter Software und den Erwerb von Sachanlagen. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten betrug 0,9 Mio. Euro für Geschäftsjahr, ein Anstieg um 2,0 Mio. Euro im Vergleich zu 2,9 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang ist in erster Linie auf die für die Zoosk-Akquisition gezahlten Barmittel in Höhe von 0,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2020 und die zusätzlichen Investitionsausgaben von 1,5 Mio. Euro im Jahr 2020 zurückzuführen. Finanzierungstätigkeiten Unser Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasst in erster Linie Veränderungen bei den langfristigen Schulden. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeiten betrug 18,5 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2021, ein Anstieg um 6,1 Mio. Euro im Vergleich zu 12,4 Mio. Euro im Jahr 2020. Die Erhöhung resultiert in erster Linie auf die zusätzlichen 5,0 Mio. Euro bei Einzahlungen aus Bankdarlehen im Jahr 2020 sowie Auszahlungen für Gebühren in Verbindung mit dem temporären Verzicht bezogen auf den Covenants-Bruch unter dem Darlehensvertrag im März 2021. Darlehen Zum 31. Dezember 2021 und 2020 belief sich der ausstehende Gesamtbetrag des befristeten Darlehens auf 75,5 Mio. Euro bzw. 85,3 Mio. Euro, und die fortgeführten Anschaffungskosten betrugen 72,4 Mio. Euro bzw. 83,2 Mio. Euro. Der jährliche Rückgang bei den Darlehen ist auf vereinbarte planmäßige Tilgungsraten zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2021 betrug die ungenutzte Kreditlinie aus der revolvierenden Kreditlinie 5,0 Mio. $. Wir befinden uns im Einklang mit all unseren finanziellen Covenants-Verpflichtungen mit einer Netto-Fremdkapitalquote von 2,12 am 31. Dezember 2021 und haben unsere Zahlungsverpflichtungen für die bestehende Laufzeit und revolvierende Kreditlinie jederzeit erfüllt. Für weitere Details zu unseren Verbindlichkeiten verweisen wir auf Anhang 5.9 unseres Konzernabschlusses. Am 11. März 2022 schloss das Unternehmen die erfolgreiche Refinanzierung der bestehenden revolvierenden Kreditlinie mittels Darlehen unter einem neuen Terminkredit mit MGG Investment Group LP, New York, USA, ab. Zusätzliche Informationen finden Sie in Anhang 8.6 unseres Konzernabschlusses. 2.3.3 Vermögenslage
Aktiva Der Rückgang bei den Vermögenswerten gegenüber dem Vorjahr war hauptsächlich der Wertminderung des Goodwills und intern entwickelter Software geschuldet. Das Unternehmen führte seine jährliche Prüfung der selbst entwickelten Software für das am 31. Dezember 2021 endende Berichtsjahr durch und entschied, diverse Softwareentwicklungsprojekte des Unternehmens einzustellen, da sie strategisch nicht mehr zu neuen Produktinitiativen und Zielbereichen passten. Das Unternehmen erfasste Wertminderungen auf selbst entwickelte Software mit historischen Anschaffungskosten von 5,5 Mio. Euro und kumulierten Abschreibungen von 2,3 Mio. Euro und in Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte mit historischen Anschaffungsosten von 1,9 Mio. Euro, die in der vorgenannten Tabelle als Sonstige Immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen sind. Infolgedessen verbuchte das Unternehmen für das aktuelle Berichtsjahr einen Wertminderungsaufwand von 5,1 Mio. Euro. Ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 34,6 Mio. Euro, der dem Geschäftssegment Zoosk zuzuordnen ist, wurde erfasst und als Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Goodwill in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Der Wertminderungsaufwand wurde in erster Linie auf einen Rückgang der geschätzten nicht diskontierten Cashflows und eine Erhöhung des Abzinsungssatzes aufgrund erhöhter Risikofaktoren zurückgeführt, was insgesamt dazu führte, dass der erzielbare Betrag unterhalb des Buchwertes lag. Schulden Der Rückgang bei den Schulden gegenüber der Vergleichsperiode war hauptsächlich der Rückzahlung von Fremdkapital sowie einem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des Zeitpunkts der Zahlungen zuzuordnen. 2.3.4 Gesamtdarstellung der wirtschaftlichen Situation Im Jahr 2021 legten wir eine starke und gut durchdachte Roadmap für strategische Investitionen fest, die unsere Fähigkeit zur Skalierung weiter verbessern dürfte. Vier unserer fünf größten Marken, die fast die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmachen, konnten im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzwachstum verzeichnen, während der Umsatz von Zoosk im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr rückläufig war. Diesbezüglich haben wir die notwendigen Produktverbesserungen vorgenommen, um Zoosk im Jahr 2022 wieder zu einem Umsatzwachstum zu verhelfen. Mit dieser Innovation sowie mehreren anderen im Laufe des Jahres eingeführten Verbesserungen von Produkten und dem Nutzererlebnis konnten wir den Umsatzrückgang von Zoosk verringern und im zweiten Quartal in Folge einen Anstieg der organischen Neuregistrierungen bei Zoosk verzeichnen. Mit dem Wachstum unserer Kernmarken, die nicht zu Zoosk gehören, und dem bisherigen Ergebnis unserer Turnaround-Bemühungen, das wir bei Zoosk erreicht haben, sind wir bezogen auf das Geschäftsjahr 2021 zufrieden. Wir sind der Meinung, dass dieses Investment in Talente, Produkte, Technologie und Vermarktung sowie unsere Stellung uns in die Lage versetzen, das signifikante Marktpotenzial auszuschöpfen und das Unternehmen im Jahr 2022 zurück auf den Wachstumspfad zu bringen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Laut einer Studie des Internationalen Währungsfonds und der Economic Outlook Update Study 2 werden die wirtschaftlichen Schäden des Krieges in der Ukraine zu einer deutlichen Verlangsamung des globalen Wachstums im Jahr 2022 beitragen, von schätzungsweise 6,1 % im Jahr 2021 auf 3,6 % im Jahr 2022. Nach 2022 wird das globale Wachstum mittelfristig auf etwa 3,3 % zurückgehen. Es wird erwartet, dass die Inflation im Jahr 2022 mit 5,7 % auf einem hohen Niveau bleibt, was auf den kriegsbedingten Anstieg der Rohstoffpreise und den zunehmenden Preisdruck zurückzuführen ist.
2 See
https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2022/04/19/world-economic-outlook-april-2022
Der IBIS World Industry Report for Dating Services 3 prognostiziert, dass der Umsatz der Branche in den fünf Jahren bis 2026 jährlich um 7,8 % steigen wird, da das mit Online-Dating verbundene soziale Stigma abnimmt und volle Terminkalender alternative Möglichkeiten zum Kennenlernen potenzieller Partner einschränken. Darüber hinaus wird erwartet, dass der Anteil des mobilen Dating-Marktes am Branchenumsatz weiter zunimmt. Die Performance von Spark Networks wird jedes Jahr von der Qualität der Gewinnung und Bindung zahlender Abonnenten beeinflusst, insbesondere auf dem nordamerikanischen Markt. Im Jahr 2022 werden wir uns weiter auf unsere fünf Schlüsselmarken - Zoosk, EliteSingles, SilverSingles, Christian Mingle, und Jdate - konzentrieren und in Produkte, Technologie, Vermarktung und Personal investieren, um das unserer Einschätzung nach große Marktpotenzial für Spark zu erschließen. Wir arbeiten daran, die Merkmale und Funktionalität unserer Produkte, und damit deren Potenzial zur Generierung von Umsätzen, weiter zu verbessern, indem wir die Attraktivität für Erstanwender erhöhen und neue Matching-Technologie implementieren. Des Weiteren wollen wir unsere Apps umgestalten, um die technische Komplexität der Plattform zugunsten besserer Stabilität zu mindern, Kosten zu reduzieren und die markenübergreifende Einführung neuer Merkmale und Funktionalität zu erleichtern. Außerdem planen wir angesichts unserer neuen Finanzierungsvereinbarung und der weniger restriktiven Covenants-Verpflichtungen, unsere Marketingaufwendungen mit erneutem Fokus auf Markenaufbaukompetenzen zu intensivieren und damit sicherzustellen, dass unser Portfolio unsere individuellen und differenzierten Markenangebote klar kommuniziert. Eine unserer wichtigsten Wachstumsstrategien besteht darin, in Personal zu investieren, um Sparks signifikantes zukünftiges Marktpotenzial zu erschließen. Neben dem jüngst eingestellten Chief Financial Officer und Head of Brand Marketing nimmt jetzt auch ein neuer Chief Product Officer (in Q2 2022) die Arbeit auf, während der Bereich Unternehmens- und Geschäftsentwicklung bereits im ersten Quartal 2022 eine neue Leitung erhielt. Da sich vier unserer fünf Schlüsselmarken bereits im Wachstumsmodus befinden und Zoosk Anzeichen für einen positiven Turnaround zeigt, sind wir zuversichtlich, dass wir im gesamten Jahr 2022 wieder Umsatzwachstum verzeichnen werden. Wir haben einen gut ausgearbeiteten Fahrplan mit Strategien und Investitionen aufgestellt, um das Umsatzwachstum und letztlich den Unternehmenswert im Jahr 2022 und darüber hinaus zu steigern. Mit unserer neuen Kreditfazilität verfügen wir nun über die finanzielle Flexibilität, um diesen Plan umzusetzen. Dementsprechend erwarten wir für das Gesamtjahr 2022 eine Rückkehr zu einem mittleren bis hohen einstelligen Umsatzwachstum im Jahresvergleich, während wir gleichzeitig in Marketing investieren, um 2023 ein stärkeres Wachstum zu erzielen. Trotz dieser zusätzlichen Marketingaufwendungen erwarten wir für das Jahr 2022 eine bereinigte EBITDA-Marge im niedrigen zweistelligen Bereich, berechnet als Umsatz geteilt durch das bereinigte EBITDA. Die Geschäftsentwicklung von Spark ist im Einklang mit dem Ausblick für das Geschäftsjahr 2022. Vorhersehbare Auswirkungen der COVID-19-Krise wurden im Ausblick in Betracht gezogen. Allerdings bestehen in vielen Dimensionen des Geschäfts erhebliche Unsicherheiten, die eine Prognose auf den aktuellen Kenntnisstand beschränken - sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Neben den bereits beschriebenen negativen Auswirkungen auf das Kundenverhalten ergeben sich zusätzliche Risiken aus möglichen weitergehenden staatlichen Restriktionen für die betriebliche Arbeit in Büros oder bei Dienstleistern sowie aus den Auswirkungen einer möglichen schweren globalen Rezession auf die Kundennachfrage. Es besteht daher das Risiko, dass diese Faktoren zu einer ungünstigen Geschäftsentwicklung führen könnten. In einem solchen Fall würden die Ergebnisse sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten EBITDA von dem vorgelegten Ausblick abweichen. 3.2 Risikobericht Unser Geschäft wird von diversen, sich ständig weiterentwickelnden Gesetzen und Regierungsbehörden in Nordamerika und anderen Ländern, in denen wir tätig sind, reguliert. Wir unterliegen Gesetzen und Bestimmungen zu Internet-Kommunikation, Verbraucherschutz, Sicherheit und Datenschutz, geistigen Eigentumsrechten, Handel, Besteuerung, Entertainment, Recruiting und Werbung. Weiterhin könnten gesetzliche Unwägbarkeiten in Bezug auf inländische und ausländische staatliche Bestimmungen unsere operativen Aufwendungen hochtreiben, uns zwingen, unsere Leistungen zu verändern, die Lieferung von Leistungen über das Internet beschränken oder das Wachstum des Internets verlangsamen, was jeweils eine wesentliche nachteilige Auswirkung auf unser Geschäft, unsere finanzielle Lage und die operativen Ergebnisse haben könnte. Die Schlüsselvorgaben des Risikomanagementsystems der Gruppe bestehen im Management und Streamlining des konzernweiten Risikomanagementverfahrens, der Kontrolle sämtlicher Risikomanagement-Aktivitäten und der Bereitstellung eines umfassenden Blicks auf sämtliche signifikante Risiken der Gruppe. Die Identifikation, Bewertung und regelmäßige Überwachung von Risiken sind wesentliche Voraussetzungen für die Erfüllung der Vorgaben. In unserer Risikostrategie berücksichtigen wir signifikante Risiken sowie Risiken, die eine Bedrohung darstellen, wenn sie auf Gruppenebene zusammenwirken. Die unten genannten Risiken könnten unser Geschäft, die operativen Ergebnisse und/oder finanzielle Lage ernsthaft schädigen und unsere Zukunftsaussichten verschlechtern und/oder den Börsenkurs reduzieren. Der Berichtszeitraum für die Risikobewertung ist 12 Monate ab Bewertungsdatum. Die Risiken sind seit dem Vorjahr unverändert geblieben. Das Kreditrisiko erachten wir nicht als signifikant und wird deshalb nicht separat in diesem Abschnitt erwähnt, sondern im Anhang 7.2 des Konzernabschlusses. Ungeachtet der Prozesse, die implementiert wurden, um Risiken zu erkennen, und der ergriffenen Gegenmaßnahmen gibt es in sämtlichen gewerblichen Aktivitäten Restrisiken, die nicht komplett eliminiert werden können, auch nicht durch ein umfassendes Risikomanagementsystem. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass gegenwärtig unbekannte potenzielle oder als unwesentlich angesehene Risiken eine negative Auswirkung auf die geschäftliche Performance haben könnten. Schwankungen der Fremdwährungskurse Wir sind auf verschiedenen internationalen Märkten tätig, in erster Linie in verschiedenen Rechtsordnungen innerhalb der EU, den Vereinigten Staaten und anderen internationalen Standorten, und infolgedessen einem Wechselkursrisiko für den Euro, den US-Dollar ("USD"), das Britische Pfund, den Australischen Dollar und den Kanadischen Dollar u.a. ausgesetzt. Wir rechnen internationale Umsätze in auf USD lautende operative Ergebnisse um, so dass sich in Zeiten eines stärkeren USD unsere nicht auf USD lautenden Umsätze bei der Umrechnung in USD verringern. Da die Wechselkurse schwanken, beeinträchtigt die Umrechnung internationaler Umsätze in auf USD lautende operative Ergebnisse die Vergleichbarkeit dieser Ergebnisse eines Zeitraums zum anderen. Ähnliche Risiken bestehen für uns bei Umsätzen in anderen Währungen. Schwankende Fremdwährungskurse können auch zu Wechselkursgewinnen und -verlusten führen. Wir beabsichtigen nicht, Fremdwährungsrisiken abzusichern. Erhebliche Wechselkursschwankungen bei einer Währung oder zusammen mit anderen Währungen könnten sich nachteilig auf künftige operative Ergebnisse auswirken. Ungünstige Bedingungen auf den Kapital- und Kreditmärkten Die Kapital- und Kreditmärkte waren in den letzten Jahren einer extremen Volatilität ausgesetzt, zuletzt angesichts der anhaltenden COVID-19-Pandemie und der Reaktion der amerikanischen und internationalen Regierungen darauf, einschließlich der Senkung der kurzfristigen Zinssätze durch die US-Notenbank im ersten Quartal 2020, sowie der daraus resultierenden möglichen weltweiten Rezession. In einigen Fällen haben die Märkte einen Abwärtsdruck auf die Verfügbarkeit von Liquidität und Kreditkapazität für bestimmte Emittenten ausgeübt. Wir könnten nicht in der Lage sein, auf Barmittel zuzugreifen oder Schulden aufzunehmen, wenn die anhaltenden makroökonomischen Auswirkungen, einschließlich der COVID-19-Pandemie, die Schließung von Banken für einen längeren Zeitraum oder ein plötzlicher Anstieg der Anfragen nach Schulden auf einmal von vielen potenziellen Kreditnehmern, den Bankensektor überfordern könnten. Gesetzliche Anforderungen bezüglich des Schutzes persönlicher Daten Es gibt zahlreiche Gesetze in den Ländern, in denen wir tätig sind, zum Datenschutz und zu der Speicherung, Weitergabe, Nutzung, Verarbeitung und Offenlegung von Informationen, deren Umfang ständiger Änderung unterliegt und die zuweilen unstimmig und widersprüchlich und Gegenstand unterschiedlicher Auslegung sind, während bereits neue Gesetze geplant und verabschiedet werden. Zum Beispiel verabschiedete 2016 die Europäische Kommission die Datenschutz-Grundverordnung ("DSGVO"), eine umfassende EU-Datenschutzreform, die im Mai 2018 in Kraft trat. Außerdem unterliegen wir Gesetzen, Regeln und Bestimmungen zur grenzüberschreitenden Übertragung von personenbezogenen Daten. Die Gruppe implementierte die relevanten Datenschutzverfahren. Die jeweiligen Prozesse und internen Dokumente wurden verbessert, während dem Thema intern mehr Gewicht verliehen wurde. Weiterhin bereitete die enge Kooperation zwischen den Rechts- und IT-Abteilungen den Boden für die Implementierung zusätzlicher technischer und organisatorischer Maßnahmen, um das Risiko der Nichteinhaltung von Datenschutzanforderungen zu reduzieren. Obwohl wir davon ausgehen, dass wir die Branchenstandards und die geltenden Gesetze und Verhaltenskodizes der Branche in Bezug auf den Schutz der Privatsphäre und den Datenschutz in allen wesentlichen Aspekten einhalten, gibt es keine Gewähr dafür, dass wir nicht mit Ansprüchen konfrontiert werden, die besagen, dass wir gegen geltende Gesetze oder Verhaltenskodizes verstoßen haben, dass wir in der Lage sind, uns erfolgreich gegen solche Ansprüche zu verteidigen, oder dass wir im Falle der Nichteinhaltung nicht mit erheblichen Geldbußen und Strafen belegt werden. Cyber-Security Unser Geschäft beinhaltet die Sammlung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung persönlicher Daten, einschließlich Kreditkarteninformationen. Darüber hinaus verwalten wir sensible und geschützte Informationen in Bezug auf unser Geschäft, wie z. B. unsere eigenen geschützten Informationen und persönliche Daten unserer Mitarbeiter. Eine zunehmende Anzahl von Organisationen, darunter große Online- und Offline-Unternehmen, Internetfirmen, Finanzinstitute und staatliche Einrichtungen, haben Angriffe ihrer Informationssicherheitssysteme und andere Vorfälle im Bereich der Informationssicherheit bekannt gegeben, darunter Cyberattacken, Ransomware, Computerviren, Würmer, Hacking, Phishing, Bot-Attacken oder andere destruktive oder störende Software, verteilte Denial-of-Service-Attacken und andere Versuche, sich Kundendaten anzueignen, von denen einige ausgeklügelte und sehr gezielte Angriffe waren. Wir haben in der Vergangenheit derartige Verletzungen, Angriffe und andere Vorfälle erlebt und erwarten, dass dies auch in Zukunft der Fall sein wird. Zwar haben wir und unsere Dienstleister Systeme und Prozesse implementiert, die Datenverlust und sonstige Sicherheitslücken und Ereignisse verhindern sollen, doch diese Maßnahmen schützten unsere Systeme weder vollständig in der Vergangenheit noch werden sie dies in der Zukunft tun. Die IT und Infrastruktur, die in unserem Unternehmen und den Produkten Dritter zum Einsatz kommt, könnte für Cyberattacken anfällig sein oder Sicherheitsrisiken ausgesetzt sein, und Unbefugte könnten über diese Systeme Zugriff auf Informationen einschließlich personenbezogener Daten und anderer sensibler Nutzerdaten oder die persönlichen Daten von Mitarbeitern erhalten. Unsere IT-Sicherheitsbeauftragten überwachen laufend die relevanten Risikofelder und setzen Prozesse und Kontrollen zur Gewährleistung der Sicherheit von Daten und Tätigkeiten durch. COVID-19-Pandemie Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus und der Krankheit COVID-19 hat sich zu einer globalen Pandemie entwickelt. Angesichts der anhaltenden Ungewissheit in Bezug auf COVID-19 haben wir gewisse Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um das Risiko des Virus für unsere Mitarbeiter und die Gemeinden, in denen wir tätig sind, zu minimieren. Dazu gehört auch die vorübergehende Schließung einiger unserer Büros und die Virtualisierung, Verschiebung oder Absage einiger Veranstaltungen und Reisen, was negative Folgen für unser Geschäft haben kann. Es ist möglich, dass die fortgesetzte und umfangreiche Home-Office-Regelung negative Auswirkungen auf unseren Betrieb, die Umsetzung unserer Geschäftspläne, die Produktivität und Verfügbarkeit von Schlüsselpersonal und anderen für die Durchführung unserer Geschäfte erforderlichen Mitarbeitern hat, ebenso wie auf Drittanbieter, die kritische Dienstleistungen für uns erbringen, oder dass aufgrund von Änderungen unserer normalen Geschäftspraktiken, die wegen des Ausbruchs des Virus und der damit verbundenen behördlichen Maßnahmen erforderlich sind, anderweitig Betriebsausfälle entstehen. Darüber hinaus verhängen Regierungen auf allen Ebenen weiterhin Beschränkungen für gesellschaftliche Zusammenkünfte in öffentlichen und privaten Räumen oder empfehlen diese. Die andauernde Gültigkeit dieser Beschränkungen und die zunehmende Zurückhaltung der Menschen, sich in öffentlichen Räumen aufzuhalten, könnte die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen in Zukunft verringern. Dementsprechend ist es zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, das Ausmaß der Auswirkungen von COVID-19 auf unser Geschäft abzuschätzen, da sich die Pandemie stetig weiterentwickelt und schlecht einzuschätzen bleibt. 3.3 Chancen-Bericht Wir betreiben eine vielfältige globale Plattform von Premium-Online-Dating-Sites und mobilen Anwendungen. Diese diversifizierte Suite von Dating-Websites und mobilen Anwendungen ermöglicht es uns, verschiedene Funktionen von jeder der Marken in unserer gesamten geografischen Präsenz zu implementieren und ermöglicht zudem die schnelle und effektive Einführung neuer Marken und Produkte. Wir wollen soziale Merkmale in unseren Produkten mit Inhalt, Community und sozialen Entdeckungsfunktionen integrieren, so dass unsere Nutzer sich informeller verabreden und auf innovative Online-Dating-Optionen zurückgreifen können. Wir sind eines der größten Online-Dating Unternehmen in den Vereinigten Staaten, gemessen am Umsatz. Dies ermöglicht die operative und finanzielle Größenordnung, die für bedeutende Investitionen in neue Technologien und Produkte erforderlich ist, und bietet gleichzeitig eine bessere Plattform, um Kunden zu gewinnen und zu binden. Wir sind davon überzeugt, dass wir ein tiefes Verständnis dafür haben, wie wir Online- und Offline-Marketing einsetzen können, um den Traffic auf unseren Websites und mobilen Anwendungen zu steigern, und wir nutzen selbst entwickelte Technologien, um die Effizienz all unserer Marketingkampagnen zu analysieren. Dies gewährleistet einen effizienten und effektiven Einsatz des Marketingbudgets, der sich letztlich in höheren Margen niederschlägt. Wir glauben, dass wir das Potenzial haben, gemeinsame Nutzerpools für alle unsere Marken in jedem Markt aufzubauen und Matchmaking-Algorithmen einzusetzen, um unseren Nutzern bei einer weiteren Plattformkonsolidierung unserer Dating-Technologie die bestmöglichen Matches zu bieten. Die Zusammenlegung der Nutzerpools unseres kombinierten Markenportfolios würde den Nutzern aller unserer Plattformen einen Mehrwert bieten und es uns ermöglichen, schnell und effizient neue Produkte und Dienstleistungen einzuführen. Wir gehen davon aus, dass wir auch in Zukunft weiterhin erhebliche Marketing-Mittel für Nordamerika bereitstellen werden, da wir sowohl das organische Wachstum unseres bestehenden Markenportfolios als auch die Expansion durch die Einführung neuer oder erworbener Marken vorantreiben wollen. Die Tatsache, dass wir eines der größten börsennotierten Dating-Unternehmen in den USA sind, ermöglicht es uns auch, unsere Anteile als Gegenleistung für Akquisitionen auszugeben, während wir eine weitere Konsolidierung in der Online-Dating Branche verfolgen. 4. Weitere Informationen 4.1 Erklärung zur Unternehmensführung Bezüglich der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und 315d HGB verweisen wir auf die Website der Spark Networks SE (https://www.spark.net/investor-relations/corporate-governance/highlights). 4.2 Eigene Aktien Bezüglich der am Bilanzstichtag gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG gehaltenen eigenen Aktien wird auf § 5 verwiesen. Anmerkungen zur Konzernbilanz - Anmerkungen zum Eigenkapital im Jahresabschluss der Spark Networks SE für 2021. INHALTSVERZEICHNIS ZUM KONZERNABSCHLUSSKonzernbilanz zum 31. Dezember 2021 und 2020 Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 Konzern-Kapitalflussrechnung für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 Anhang zum Konzernabschluss Konzernbilanz(in € Tausend)
Die beigefügten Anhangsangaben sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses. Konzern-Gesamtergebnisrechnung(in € Tausend, außer Angaben zur Aktie)
Die beigefügten Anhangsangaben sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung(in € Tausend)
Die beigefügten Anhangsangaben sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses. Konzern-Kapitalflussrechnung(in € Tausend)
Die beigefügten Anhangangaben sind ein integraler Bestandteil dieses KonzernabschlussesAnhang zum Konzernabschluss1. Beschreibung des Geschäfts und Grundlage des Abschlusses 1.1 Berichtendes Unternehmen Spark Networks SE ("Spark Networks" oder "die Gruppe") ist ein globaler Betreiber von Online-Dating-Websites (einschließlich Zoosk, Inc. ("Zoosk"), EliteSingles, SilverSingles, Christen Mingle, Jdate und JSwipe) und richtet sich an die Zielgruppe im Alter von 40+ und religiösem Hintergrund, die auch der Suche nach ernsthaften und langfristigen Beziehungen ist. Die Marken der Gruppe sind auf Qualitäts-Dating mit echten Nutzern zugeschnitten, die in einer sicheren und komfortablen Umgebung nach Liebe und Gesellschaft suchen. Die Gruppe besteht aus der Spark Networks SE ("Spark Networks") und ihren hundertprozentigen Tochtergesellschaften. Spark Networks SE ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen. Die Gruppe hat ihren Sitz in der Kohlfurter Str. 41/43, 10999 Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München, Deutschland, unter HRB 232591. Spark Networks SE ist ein an der amerikanischen Börse Nasdaq unter dem Tickersymbol "LOV" börsennotiertes Unternehmen. Die Geschäftstätigkeit der Spark Networks SE in ihrer heutigen Form ist das Resultat des Zusammenschlusses zwischen der Affinitas GmbH ("Affinitas") und Spark Networks, Inc. ("Spark") im Jahr 2017 sowie des Erwerbs der Zoosk, Inc. ("Zoosk") am 1. Juli 2019. 1.2 Grundlagen der Rechnungslegung Dieser Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards ("IFRS"), die von der EU übernommen wurden sowie den ergänzenden Vorschriften des § 315e Abs. 1 HGB erstellt. Dieser wurde am 8. Juni 2022 vom Verwaltungsrat der Gruppe zur Veröffentlichung genehmigt. 1.3 Funktionale Währung und Berichtswährung Dieser Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung der Gruppe, vorgelegt. Alle Beträge wurden, sofern nicht anders angegeben, auf volle Tausend gerundet. Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften der Gruppe werden in der lokalen Währung als funktionale Währung der Tochtergesellschaft erstellt. Die Gruppe rechnet die Vermögenswerte und Schulden in Euro um, wobei die Wechselkurse am Ende des Berichtszeitraums und die Erträge und Aufwendungen zu den durchschnittlichen Wechselkursen des Jahres verwendet werden. Der sich daraus ergebende Umrechnungsgewinn oder -verlust ist im kumulierten sonstigen Gesamtergebnis enthalten. 1.4 Ermessensentscheidungen und Schätzungen Bei der Erstellung des Konzernabschlusses hat die Geschäftsführung Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze der Gruppe und die ausgewiesenen Beträge von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Revisionen von Schätzungen werden prospektiv erfasst. Annahmen und Schätzungsunsicherheiten Informationen über Annahmen und Schätzungsunsicherheiten können ein erhebliches Risiko bergen, das zu einer wesentlichen Anpassung für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr führen könnte, sind in den folgenden Abschnitten enthalten:
Bewertung von beizulegenden Zeitwerten Eine Reihe von Rechnungslegungsgrundsätzen und Offenlegungen der Gruppe erfordern die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten, sowohl für finanzielle als auch für nicht-finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die Gruppe überprüft regelmäßig bedeutende Parameter auf gegebenenfalls notwendige Bewertungsanpassungen. Wenn Informationen von Dritten, wie z.B. Brokerinformationen oder Handelspreise, zur Bewertung des beizulegenden Zeitwerts verwendet werden, bewertet die Gruppe die von den Dritten erhaltenen Informationen, um die Schlussfolgerung zu untermauern, dass diese Bewertungen die Anforderungen der IFRS erfüllen, einschließlich der Ebene in der Zeitwerthierarchie, in die die Bewertungen eingeordnet werden sollten. Bei der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendet die Gruppe so weit wie möglich beobachtbare Marktdaten. Die beizulegenden Zeitwerte werden in einer Zeitwerthierarchie auf der Grundlage der in den Bewertungsverfahren verwendeten Inputs wie folgt in verschiedene Stufen kategorisiert:
Wenn die zur Bewertung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in verschiedene Stufen der Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts fallen, dann wird die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts in ihrer Gesamtheit auf derselben Stufe der Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts kategorisiert wie die Eingaben der untersten Stufe, die für die gesamte Bewertung von Bedeutung sind. Die Gruppe erfasst Umgruppierungen zwischen Ebenen der Zeitwerthierarchie am Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung stattgefunden hat. Weitere Informationen zu den Annahmen, die bei der Bewertung der beizulegenden Zeitwerte getroffen wurden, sind in den folgenden Abschnitten enthalten:
1.5 Neue Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen Eine Reihe von neuen Standards und Standardänderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die nach dem 1. Januar 2022 beginnen, wobei eine frühere Anwendung zulässig ist; die Gruppe hat die folgenden neuen oder geänderten Standards bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses nicht vorzeitig übernommen.
Es wird erwartet, dass keiner dieser Standards, Änderungen von Standards oder neue Interpretationen einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gruppe haben wird. Die folgenden Standards traten für die am 1. Januar 2021 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft und wurden von der Gruppe zum ersten Mal in diesem Konzernabschluss angewendet: Änderungen an IFRS 16 - COVID-19-bedingte Zugeständnisse bei der Miete Im Mai 2020 gab der IASB COVID-19-bedingte Zugeständnisse bei der Miete bekannt (Änderungen an IFRS 16). Mit den Ergänzungen wurde ein optionales Instrument eingeführt, das vereinfacht, wie ein Mieter Mietkonzessionen, die eine direkte Konsequenz von COVID-19 sind, ausweist. Gemäß dieser Notlösung muss ein Mieter nicht bewerten, ob zulässige Mietzugeständnisse Mietänderungen darstellen, und kann sie stattdessen im Einklang mit anderen anwendbaren Leitlinien verbuchen. Die Änderungen von 2020 galten nur für Mietzugeständnisse, bei denen eine Reduzierung der Leasingzahlungen ausschließlich Zahlungen betrifft, die ursprünglich bis zum 30. Juni 2021 fällig wurden. Die Änderungen von 2021 verlängerten die Notlösung um 12 Monate mit Wirkung für jährliche Berichtszeiträume ab dem 1. April 2021. Die Anwendung der Änderung hatte keine Auswirkung auf den Konzernabschluss. Änderungen zu IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 - Reform des Zinssatz-Benchmark - Phase 2 Am 29. September 2019 veröffentlichte das IASB die "Interest Rate Benchmark Reform (Änderungen zu IFRS 9, IAS 39 and IFRS 7)" als erste Reaktion auf die möglichen Auswirkungen der LIBOR-Reform auf die Finanzberichterstattung. Die Änderungen beinhalten eine Reihe von Erleichterungen, die für alle Sicherungsbeziehungen gelten, die direkt von der Zins Benchmark-Reform betroffen sind. Im August 2020 veröffentlichte der IASB die 'Interest Rate Benchmark Reform (Änderungen zu IFRS 9, IAS 39, IFRS 7 und IFRS 4 und IFRS 16) - Phase 2'. Die Phase 2-Änderungen behandeln Probleme, die sich aus der Implementierung der Reform des Zinssatz-Benchmarking ergeben, einschließlich des Austauschs eines Zinssatz-Benchmarks mit einem alternativen Benchmark-Satz. Die Umsetzung der Änderungen hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss für die dargestellten Zeiträume und es wird zukünftig kein wesentlicher Einfluss erwartet. Weitere Angaben über die Reform der Benchmark-Zinssätze und die damit verbundenen Risiken sind in Abschnitt 7.2 zu finden. Anhang 2. Grundlage der Konsolidierung Der vorliegende Konzernabschluss enthält die Abschlüsse von Spark Networks als Muttergesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften. Alle wesentlichen konzerninternen Transaktionen und Salden wurden bei der Konsolidierung eliminiert. Tochtergesellschaften sind Einheiten, die von der Gruppe kontrolliert werden. Die Gruppe beherrscht ein Unternehmen, wenn es variablen Erträgen aus seiner Beteiligung an dem Unternehmen ausgesetzt ist oder Rechte auf diese hat, und die Möglichkeit besitzt, diese Erträge durch seine Verfügungsmacht über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss ab dem Datum des Beginns der Beherrschung bis zum Datum des Endes der Beherrschung berücksichtigt. Es gab keine Unternehmenszusammenschlüsse im Jahr 2021. 2.1. Zusammensetzung der Gruppe Der Konzernabschluss umfasst die folgenden voll konsolidierten Tochtergesellschaften:
(1) Aufgelöst am 18. Oktober 2021.
(2) Aufgelöst am 26. Mai 2021.
Befreiung von der Offenlegungsfrist und Patronatserklärung der Spark Networks SE Die Spark Networks SE ist das oberste Mutterunternehmen von Spark Networks Services GmbH, einer in Deutschland gegründeten Gesellschaft, und hat beschlossen, die Spark Networks Services GmbH für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der gesetzlichen Abschlussprüfung zu befreien. Spark Networks SE übernimmt als Bedingung für die Inanspruchnahme dieser Befreiung eine Garantie für alle Verbindlichkeiten der Spark Networks Services GmbH zum 31. Dezember 2021. Die erforderlichen Unterlagen wurden beim Bundesanzeiger eingereicht. Anhang 3. Wichtige Rechnungslegungsmethoden 3.1. Fremdwährungstransaktionen und -salden Fremdwährungstransaktionen, Salden und Cashflows Transaktionen in Fremdwährungen werden in die jeweiligen funktionalen Währungen der Tochtergesellschaften der Gruppe zu den am Transaktionsdatum geltenden Wechselkursen umgerechnet. An jedem folgenden Abschlussstichtag werden monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen zum Wechselkurs des Berichtsdatums in die funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zum Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden zum Wechselkurs bei der Bestimmung des Zeitwertes in die funktionale Währung umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die auf der Grundlage historischer Kosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden zum Wechselkurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Wechselkursgewinne und -verluste, die sich aus der Abwicklung von Fremdwährungstransaktionen und der Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Schulden in Fremdwährungen in die funktionale Währung ergeben, werden unter Nettofinanzaufwendungen im Finanzergebnis ausgewiesen. Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen Die Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen in die Darstellungswährung basiert auf den folgenden Kriterien:
Umrechnungsdifferenzen, die sich aus der Anwendung der oben genannten Kriterien ergeben, werden im Sonstigen Gesamtergebnis erfasst und sind nicht im Konzernverlust enthalten. Bei einem vollständigen oder teilweisen Abgang eines ausländischen Tochterunternehmens, der zum Verlust der Beherrschung führt, wird der im Zusammenhang mit diesem ausländischen Geschäftsbetrieb bis zu diesem Zeitpunkt kumuliert im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag in den Gewinn oder Verlust als Teil des Abgangserfolgs umgegliedert. 3.2. Umsatzrealisierung und Vertragsabschlüsse Umsatzrealisierung Die Gruppe erfasst Erlöse in Übereinstimmung mit IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Die Gruppe generiert Umsatzerlöse hauptsächlich von Nutzern in Form von wiederkehrenden Abonnements. Die Gruppe erfasst die Umsatzerlöse in den folgenden Schritten: (1) Identifizierung des Vertrags bzw. der Verträge mit einem Kunden; (2) Identifizierung der Leistungsverpflichtungen im Vertrag; (3) Bestimmung des Transaktionspreises; (4) Aufteilung des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtungen im Vertrag; und (5) Erfassung der Umsatzerlöse, wenn bzw. sobald das Unternehmen seine Leistungsverpflichtung erfüllt. Die Gruppe schließt Verträge mit Kunden ab, die Zusagen über die Bereitstellung von Abonnementdiensten mit erweitertem Zugang zu unseren Dating-Plattformen enthalten. Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die versprochenen Dienstleistungen für unsere Kunden erbracht werden, und zwar in einer Höhe, die die Gegenleistung widerspiegelt, auf die die Gruppe im Austausch für diese Dienstleistungen Anspruch hat. Abonnementumsätze werden nach Abzug von Erstattungen und Kreditkartenrückbuchungen ausgewiesen. Von Kunden eingezogene und an staatliche Stellen abgeführte Umsatz- und Mehrwertsteuern sind nicht in den Umsatzerlösen enthalten und werden als sonstige Verbindlichkeit in der Bilanz ausgewiesen. Die Abonnenten zahlen im Voraus, hauptsächlich per Kreditkarte oder über mobile App-Stores. Die Gruppe erfasst abgegrenzte Umsatzerlöse, wenn Barzahlungen vor der Erfüllung seiner Leistungsverpflichtungen eingehen. Der erweiterte Zugang zu Dating-Plattformen stellt eine Reihe eigenständiger Dienstleistungen dar, da die Gruppe über die Laufzeit des Abonnements kontinuierlich einen erweiterten Zugang bereitstellt und daher eine eigenständige Leistungsverpflichtung darstellt, die über den Vertragszeitraum erfüllt wird. Die Umsatzerlöse werden linear über die Laufzeit des jeweiligen Abonnements erfasst, die im Wesentlichen zwischen einem und zwölf Monaten liegt. Bei Verträgen mit einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger wendet die Gruppe die Ausnahmeregelung nach IFRS 15.63 an und berücksichtigt daher nicht die Auswirkungen des Zeitwerts des Geldes. Die Gruppe beurteilt, ob es angemessen ist, Umsatzerlöse auf Brutto- oder Nettobasis zu erfassen, basierend auf der Einschätzung, ob die Gruppe die Kontrolle über die spezifizierten Dienstleistungen erlangt, indem sie unter anderem berücksichtigt, ob sie primär für die Erfüllung der Zusage verantwortlich ist, Spielraum bei der Preisgestaltung und der Auswahl der Lieferanten hat. Basierend auf der Bewertung dieser Faktoren erfasst die Gruppe für Umsatzerlöse, die durch bestimmte mobile Anwendungen, einschließlich iOS und Android, erzielt werden, die Abonnementumsätze vor allem deshalb brutto, weil die Gruppe der Auftraggeber ist und das vertragliche Recht hat, den vom Abonnenten gezahlten Preis zu bestimmen. Die Gruppe erfasst die damit verbundenen Anwendungsbearbeitungsgebühren in der Periode, in der sie anfallen, als Umsatzkosten, ohne Abschreibungen und Amortisationen. Umsatzerlöse werden auch mit virtueller Währung und Werbung erzielt. Virtuelle Währung kann von Mitgliedern und Abonnenten für bestimmte Premiumfunktionen, Zustellbestätigungen von Nachrichten und virtuelle Geschenke eingelöst werden. Die virtuelle Währung wird im Voraus bezahlt und zunächst als abgegrenzter Umsatz verbucht, und die Gruppe verbucht die Umsatzerlöse aus virtueller Währung, wenn sie eingelöst wird. Nicht eingelöste virtuelle Währung wird als Umsatz verbucht, wenn ein Benutzerkonto länger als zwei Jahre inaktiv ist. Werbeerlöse stammen hauptsächlich aus gesponserten Links und Display-Anzeigen und werden bei Anzeige der Anzeige auf Basis der Anzahl der Klicks erfasst. Vertragsverbindlichkeiten Der Saldo der Vertragsverbindlichkeiten besteht aus Vorauszahlungen, die vor der Leistung des Unternehmens erhalten werden oder fällig sind. Das Unternehmen stuft Vertragsverbindlichkeiten im Allgemeinen als kurzfristig ein, wenn die Laufzeit der anwendbaren Zeichnungsperiode oder die erwartete Erfüllung der Leistungsverpflichtung ein Jahr oder weniger beträgt. 3.3 Umsatzkosten Die Kosten des Umsatzes bestehen in erster Linie aus Direktmarketingaufwendungen, Vergütungen und anderen mitarbeiterbezogenen Kosten für Personal, das mit der Wartung der Rechenzentren von Spark Networks betraut ist, Aufwendungen für Rechenzentren, Kreditkartengebühren und Gebühren für die Verarbeitung mobiler Anwendungen. Der Gruppe entstehen erhebliche Werbeaufwendungen, um Traffic auf ihren Websites zu generieren. Diese Werbeaufwendungen bestehen aus Offline-Marketing, insbesondere Fernseh- und Out-of-Home-Werbung, sowie Online-Werbung und sind den Umsatzerlösen, die die Gruppe von ihren Abonnenten erhält, direkt zurechenbar. 3.4. Leistungen an Arbeitnehmer Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer werden als Aufwand verbucht, wenn die entsprechende Dienstleistung erbracht wird. Eine Schuld wird in Höhe des voraussichtlich zu zahlenden Betrags verbucht, wenn die Gruppe eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung zur Zahlung dieses Betrags aufgrund der vom Mitarbeiter in der Vergangenheit erbrachten Leistungen hat und die Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann. Aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen Der beizulegende Zeitwert von aktienbasierten Vergütungsvereinbarungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, die den Mitarbeitern gewährt werden, wird im Allgemeinen als Aufwand verbucht, mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals über die vereinbarte Dienstzeit. Der als Aufwand verbuchte Betrag wird angepasst, um die Anzahl der Vergütungen widerzuspiegeln, bei denen die damit verbundenen Dienst- und marktunabhängige Leistungsbedingungen voraussichtlich erfüllt werden, so dass der letztlich verbuchte Betrag auf der Anzahl der Vergütungen basiert, die die damit verbundenen Dienst- und marktunabhängige Leistungsbedingungen am Tag der Unverfallbarkeit erfüllen. Die Gruppe verbucht Vergütungsaufwendungen auf linearer Basis ab dem Beginn der Dienstzeit. Bei Gewährungen mit abgestuften Ausübungsmerkmalen wird jede Tranche als separate Gewährung behandelt. Das bedeutet, dass jede Tranche separat über die zugehörige Laufzeit als Aufwand verbucht wird. Das Unternehmen schätzt den beizulegenden Zeitwert jeder Aktienoption unter Anwendung des gedeckelten Black-Scholes Optionsmodells, weshalb das Management gewisse Annahmen zu zukünftigen Erwartungen auf Basis historischer und aktueller Daten anstellen muss. Die Annahmen umfassen die erwartete Laufzeit der Aktienoption, die erwartete Volatilität, die Dividendenrendite und den risikofreien Zinssatz. Die erwartete Laufzeit steht für den Zeitraum, in dem sich die gewährten Optionen voraussichtlich im Umlauf befinden (basierend auf der vereinfachten Methode), wenn die historische Erfahrung des Unternehmens bezüglich der Ausübung von Aktienoptionen nicht ausreicht, um die erwartete Laufzeit angemessen zu schätzen. Laut der vereinfachten Methode ist die Laufzeit der Durchschnitt aus der Zeit bis Übertragung und der vertraglichen Laufzeit der aktienbasierten Optionen. Die erwartete Volatilität wird auf Basis einer Kombination aus impliziten Marktvolatilitäten, historischen Volatilitäten unseres Aktienkurses und anderen Faktoren geschätzt. Die Dividendenrendite des Unternehmens basiert auf prognostizierten Zahlungen, die auf Null beziffert werden, und der risikofreie Zinssatz wird aus der Zinsstrukturkurve des US-Finanzministeriums abgeleitet, die zum Zeitpunkt der Gewährung gilt. Beim Nettoausgleich einer Option erhält das Unternehmen keine Zahlung des Ausübungspreises von den Mitarbeitern, sondern reduziert die Anzahl der ausgegebenen Aktien entsprechend. Darüber hinaus nimmt das Unternehmen einen Nettoausgleich für die Zahlung der Mindesteinkommenssteuerverpflichtung des Berechtigten vor. Aktien, die aufgrund der Ausübung der Optionen ausgegeben werden, werden aus den konzerneigenen Aktien ausgegeben. Beitragsorientierte Pläne Verpflichtungen für Beiträge zu beitragsorientierten Plänen werden als Aufwand verbucht, wenn die damit verbundene Dienstleistung erbracht wird. Vorausbezahlte Beiträge werden in dem Umfang als Vermögenswert verbucht, in dem eine Barerstattung oder eine Reduzierung zukünftiger Zahlungen möglich ist. Leistungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden als Schuld und Aufwand zu dem früheren der beiden folgenden Zeitpunkte verbucht: wenn die Gruppe das Angebot dieser Leistungen nicht mehr zurückziehen kann und wenn die Gruppe Kosten für eine Umstrukturierung gemäß IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen verbucht und die Zahlung von Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses beinhaltet. Wenn nicht erwartet wird, dass die Leistungen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Berichtsdatum vollständig beglichen werden, werden sie abgezinst. 3.5 Leasingverhältnisse Die Gruppe wendet ein einheitliches Ansatz- und Bewertungskonzept für sämtliche Leasingverhältnisse an, außer für kurzfristige Mietsachen und Leasing von geringwertigen Vermögenswerten. Die Gruppe erfasst Leasing-Verbindlichkeiten für Leasingzahlungen und Nutzungsrechte, welche das Recht zur Nutzung der zugrundeliegenden Anlagen umfasst. Nutzungsrechte Die Gruppe erfasst Nutzungsrechte zum Anfangsdatum des Leasingverhältnisses (d.h. das Datum, an dem der zugrundeliegende Vermögenswert für die Nutzung bereitsteht). Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet und um etwaige Neubewertungen von Leasingverbindlichkeiten bereinigt. Die Gruppe hat die Nutzungsrechte aus den Leasingverträgen innerhalb der Sachanlagen, in der Konzernbilanz (Anhang 5.2) ausgewiesen. Leasing-Verbindlichkeiten Zum Anfangsdatum des Leasingverhältnisses erfasst die Gruppe Leasing-Verbindlichkeiten zum Barwert der Leasingzahlungen, die während der Leasinglaufzeit zu leisten sind. Die Leasingraten umfassen feste Zahlungen (einschließlich de-facto fester Zahlungen), abzüglich erhaltener Leasing-Anreize, variable Leasingzahlungen, die von einem Index oder einer Rate abhängen, und Beträge, deren Zahlung im Rahmen von Restwertgarantien erwartet wird. Variable Leasingzahlungen, die nicht von einem Index oder einer Rate abhängen, werden als Ausgaben im Zeitraum, in dem das die Zahlung auslösende Ereignis oder die jeweilige Bedingung eintritt, erfasst. Bei der Berechnung des Barwerts der Leasingzahlungen wendet die Gruppe den gewichteten durchschnittlichen Grenzfremdkapitalzinssatz an, der zu Beginn des Leasingverhältnisses gilt, wenn der dem Leasingverhältnis innewohnende Zinssatz nicht problemlos bestimmbar ist. Nach dem Anfangsdatum wird der Betrag der Leasing-Verbindlichkeiten erhöht, um den Zinszuwachs, reduziert um die geleisteten Leasingzahlungen, widerzuspiegeln. Weiterhin wird der Buchwert von Leasing-Verbindlichkeiten neu bewertet, wenn es eine Änderung in der Leasinglaufzeit, bei den substanziellen festen Leasingzahlungen oder in der Bewertung bezüglich des Kaufs der zugrundeliegenden Anlage gibt. Die Gruppe hat die Nutzungsrechte aus den Leasingverträgen innerhalb der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz (Anhang 5.11) ausgewiesen. Leasingzahlungen Leasingzahlungen setzen sich aus den folgenden Zahlungen für das Recht zur Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes während der Leasingdauer zusammen:
Leasing-Forderungen Wenn die Gruppe ein Untermietverhältnis eingeht, wird das Nutzungsrecht ausgebucht und die Nettoinvestition in das Untermietverhältnis zum Barwert der künftigen Untermietzahlungen, die über die Laufzeit des Untermietverhältnisses zu erhalten sind, erfasst. Jede Differenz zwischen dem Nutzungsrecht am Vermögenswert und der Nettoinvestition in das Untermietverhältnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Gruppe weist unverändert die Leasingverbindlichkeit im Zusammenhang mit dem Hauptleasingverhältnis aus. Während der Laufzeit des Unterleasingverhältnisses verbucht die Gruppe sowohl Finanzerträge aus dem Unterleasingverhältnis als auch Zinsaufwendungen aus dem Hauptleasingverhältnis. Die Gruppe weist die Leasing-Forderung aus einem Untermietvertrag in der Konzernbilanz unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Anhang 5.2). Kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse für geringwertige Vermögenswerte Die Gruppe wendet die Befreiung von der Erfassung kurzfristiger Leasingverhältnisse auf einige ihrer kurzfristigen Leasingverhältnisse an (d.h. Leasingverhältnisse, die eine Leasinglaufzeit von 12 Monaten oder weniger ab Anfangsdatum haben und keine Kaufoption enthalten). Die Befreiung gilt auch für Leasingverhältnisse, die als geringwertige Vermögenswerte auf Basis eines definierten Grenzwerts angesehen werden. Leasingzahlungen auf kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse für geringwertige Vermögenswerte werden als Ausgaben auf linearer Basis über die Leasinglaufzeit erfasst. 3.6. Finanzerträge und Finanzaufwendungen Die Finanzerträge und Finanzaufwendungen der Gruppe umfassen Zinserträge und -aufwendungen sowie Gewinne und -verluste aus Fremdwährungsumrechnung. Zinserträge oder -aufwendungen werden nach der Effektivzinsmethode verbucht. Der Effektivzinssatz ist der Zinssatz, der verwendet wird zur Abzinsung der geschätzten zukünftigen Barzahlungen oder -einnahmen bis zur erwarteten Fälligkeit des Finanzinstruments:
Bei der Berechnung von Zinserträgen und -aufwendungen wird der Effektivzinssatz auf den Bruttobuchwert des Vermögenswertes (wenn der Vermögenswert nicht wertgemindert ist) oder auf die amortisierten Kosten der Schuld angewandt. Für die finanziellen Vermögenswerte, die nach der anfänglichen Verbuchung wertgemindert worden sind, wird der Zinsertrag jedoch berechnet, indem der Effektivzinssatz auf die amortisierten Kosten des finanziellen Vermögenswertes angewendet wird. Wenn der Vermögenswert nicht mehr wertgemindert ist, kehrt die Berechnung der Zinserträge auf die Bruttobasis zurück. 3.7. Ertragsteuern Der Ertragsteueraufwand umfasst laufende und latente Steuern und wird in der Gewinn- oder Verlustrechnung ausgewiesen. Laufende Steuer Die laufenden Steuern basieren auf dem zu versteuernden Einkommen oder Verlust für das Jahr und jeder Anpassung der Steuerschulden oder -forderungen in Bezug auf frühere Jahre. Der Betrag der laufenden Steuern ist die beste Schätzung des voraussichtlich zu zahlenden oder zu erhaltenden Steuerbetrags, die die Unsicherheit im Zusammenhang mit Ertragsteuern widerspiegelt, sofern vorhanden. Er wird unter Anwendung der am Berichtsdatum geltenden oder in Kürze geltenden Steuersätze bewertet. Latente Steuern Latente Steuern werden in Bezug auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden für Finanzberichtszwecke und den für Steuerzwecke verwendeten Beträgen ausgewiesen. Latente Steuern werden nicht verbucht für:
Aktive latente Steuern werden für nicht genutzte Steuerverluste, nicht genutzte Steuergutschriften und abzugsfähige temporäre Differenzen in dem Maße verbucht, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerpflichtige Gewinne zur Verfügung stehen, gegen die sie verwendet werden können. Zukünftige steuerpflichtige Gewinne werden auf der Grundlage von Geschäftsplänen für einzelne Tochtergesellschaften in der Gruppe und der Umkehrung temporärer Differenzen bestimmt. Latente Steueransprüche werden zu jedem Berichtsdatum überprüft und in dem Maße reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert wird; solche Reduzierungen werden rückgängig gemacht, wenn sich die Wahrscheinlichkeit künftiger steuerpflichtiger Gewinne verbessert. Nicht verbuchte latente Steuerguthaben werden zu jedem Berichtsdatum neu bewertet und in dem Umfang verbucht, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass zukünftige steuerpflichtige Gewinne zur Verfügung stehen, gegen die sie verwendet werden können. Latente Steuern werden zu den Steuersätzen bewertet, die voraussichtlich für steuerpflichtige Einkünfte in den Jahren gelten, in denen diese zeitweiligen Differenzen erwartungsgemäß wiedererlangt oder ausgeglichen werden. Die Bewertung der latenten Steuern spiegelt die steuerlichen Folgen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, in der die Gruppe zum Berichtszeitpunkt erwartet, den Buchwert ihrer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu erlangen oder zu begleichen. Aktive und passive latente Steuern werden nur verrechnet, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Dementsprechend werden aktive und passive latente Steuern für die zukünftigen Steuerfolgen verbucht, die sich aus den Differenzen zwischen den Buchwerten bestehender Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und ihrer jeweiligen Steuerbasis ergeben. Bei der Beurteilung der potenziellen Realisierung von latenten Steuerguthaben berücksichtigt das Management, ob es wahrscheinlicher ist, dass ein Teil oder die Gesamtheit der latenten Steuerguthaben realisiert wird. Die endgültige Realisierung latenter Steuerguthaben hängt von der Generierung künftiger steuerpflichtiger Erträge während der Perioden ab, in denen die steuerlichen Verlustvorträge der Gruppe abzugsfähig bleiben. 3.8. Vorausbezahlte Werbeausgaben Die Gruppe zahlt regelmäßig im Voraus für Online- und Offline-Werbung und verbucht die vorausbezahlten Beträge als Umsatzkosten über die Vertragslaufzeiten hinweg, wenn der Verkäufer seinen Verpflichtungen nachkommt. Die Gruppe bewertet die Realisierbarkeit vorausbezahlter Beträge in jeder Berichtsperiode. Wenn der betreffende Dienstleister nicht in der Lage ist, seine Verpflichtung zu erfüllen, und nicht bereit oder in der Lage ist, die nicht gelieferten vorausbezahlten Beträge zurückzuzahlen, werden diese erfolgswirksam abgeschrieben. Vorausbezahlte Ausgaben werden als nichtfinanzielle Vermögenswerte ausgewiesen. 3.9. Unternehmenszusammenschlüsse In den Vorjahren hat die Gruppe die Aktien oder bestimmte Vermögenswerte von Unternehmen in Transaktionen, die gemäß IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse als Unternehmenszusammenschlüsse betrachtet werden können, erworben. Bei der Erwerbsmethode teilt die Gruppe den Gesamtkaufpreis auf die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen materiellen und immateriellen Vermögenswerte sowie die übernommenen Schulden auf. Der über die beizulegenden Zeitwerte dieser identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden hinausgehende Kaufpreis wird als Goodwill verbucht. Die Bewertungen erfordern vom Management der Gruppe bedeutende Schätzungen und Annahmen, insbesondere in Bezug auf die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte und der erwarteten Nutzungsdauern, die jeder Klasse von erworbenen Vermögenswerten und Schulden zugewiesen werden. Verschiedene Klassen von Vermögenswerten besitzen unterschiedliche Nutzungsdauern. Die vom Management der Gruppe vorgenommenen Schätzungen der beizulegenden Zeitwerte basieren auf Annahmen, die als vernünftig erachtet werden, die jedoch von Natur aus unsicher und unvorhersehbar sind, weshalb die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen können. Während des Bewertungszeitraums, der bis zu einem Jahr ab dem Erwerbsstichtag betragen kann, kann die Gruppe Anpassungen der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden mit einer entsprechenden Verrechnung mit dem Goodwill erfassen. Nach Abschluss dieses Zeitraumes werden alle nachfolgenden Anpassungen erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung verbucht. Goodwill oder immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderungen überprüft. Transaktionskosten werden bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst. Die übertragene Gegenleistung umfasst keine Beträge, die sich auf die Abgeltung bereits bestehender Beziehungen beziehen. Solche Beträge werden in der Regel im Gewinn oder Verlust erfasst. Jede bedingte Gegenleistung wird mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Wenn eine Verpflichtung zur Zahlung einer bedingten Gegenleistung, die die Definition eines Finanzinstruments erfüllt, als Eigenkapital eingestuft wird, wird sie nicht neu bewertet und die Erfüllung wird im Eigenkapital erfasst. Andernfalls wird die sonstige bedingte Gegenleistung zu jedem Berichtszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet, und nachfolgende Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Im Jahr 2021 gab es keinen Unternehmenszusammenschluss. 3.10. Goodwill und immaterielle Vermögenswerte Erfassung und Bewertung von Goodwill und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer Goodwill, der sich aus der Übernahme von Tochtergesellschaften ergibt, wird zum beizulegenden Zeitwert am Übernahmedatum abzüglich kumulierter Wertminderungsverluste bewertet. Der Goodwill der Gruppe stellt den Überschuss von Kaufpreisen über die beizulegenden Zeitwerte von erworbenem Nettovermögen dar, der sich aus Unternehmenserwerben ergibt. Immaterielle Vermögenswerte, die aus dem Erwerb von Unternehmen im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses resultieren, werden nach der Erwerbsmethode verbucht und vom Management auf der Grundlage des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Vermögenswerte geschätzt. Das Management überprüft die potenzielle Wertminderung von Goodwill und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer mindestens einmal jährlich oder häufiger, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert des Goodwills möglicherweise nicht erzielbar ist. Die Geschäftsführung prüft auch routinemäßig, ob Ereignisse und Umstände weiterhin eine unbegrenzte Nutzungsdauer für immaterielle Vermögenswerte rechtfertigen, die nicht abgeschrieben werden. Erfassung und Bewertung von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden nach der linearen Methode über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Zusätzlich zur Beurteilung der Werthaltigkeit überprüft das Management routinemäßig die verbleibende geschätzte Nutzungsdauer seiner abnutzbaren immateriellen Vermögenswerte. Falls die Gruppe ihre Schätzung der angenommenen Nutzungsdauer für irgendeinen Vermögenswert reduziert, wird der verbleibende nicht abgeschriebene Saldo über die angepasste geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Entwicklungskosten, wie z. B. für selbst erstellte Software, werden nur dann bilanziert, wenn die Aufwendungen zuverlässig gemessen werden können, das Produkt oder der Prozess technisch und kommerziell durchführbar ist, ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und die Gruppe beabsichtigt und über ausreichende Ressourcen verfügt, um die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Andernfalls wird der Aufwand im Gewinn oder Verlust erfasst, sobald er anfällt. Kosten, die in der Entwicklungs- und Nach-Implementierungsphase eines Projekts anfallen, werden bei ihrem Anfall als Aufwand verbucht, während direkte und indirekte Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklungsphase aktiviert und linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Kosten, die mit geringfügigen Verbesserungen und Wartungsarbeiten verbunden sind, werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als Aufwand verbucht. Nach der erstmaligen Verbuchung werden die Entwicklungsaufwendungen zu Kosten abzüglich der kumulierten Abschreibung und aller kumulierten Wertminderungsverluste bewertet. Die geschätzte Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Lebensdauer für die laufende und die Vergleichsperiode ist wie folgt:
Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten Das Management bewertet die potenzielle Wertminderung von Vermögenswerten, zu denen auch immaterielle Vermögenswerte gehören, immer dann, wenn Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes möglicherweise nicht erzielbar ist. Zu den Ereignissen und Umständen, die darauf hindeuten, dass ein Vermögenswert in seinem Wert gemindert sein könnte, können bedeutende Verringerungen des Marktwerts eines Vermögenswerts oder des Börsenkurses der Gruppe, ein erheblicher Rückgang der tatsächlichen oder geplanten Einnahmen, eine Änderung des Umfangs oder der Art und Weise der Nutzung eines Vermögenswerts, technologische Veränderungen, der Verlust von Führungskräften oder Personal in Schlüsselpositionen, Änderungen des Betriebsmodells oder der Betriebsstrategie der Gruppe und der Wettbewerbskräfte sowie andere Faktoren gehören. Darüber hinaus wird der Goodwill jährlich auf Wertminderung geprüft. Für die Werthaltigkeitsprüfung werden die Vermögenswerte in der kleinsten Gruppe von Vermögenswerten zusammengefasst, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugen, die weitgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierender Einheiten ("CGU") sind. In einem Geschäftszusammenschluss erworbener Goodwill wird ab Erwerbsdatum zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("CGU") auf dem niedrigsten Niveau innerhalb der Organisation, welches das operative Segment ist, zugeordnet und dort für interne Managementzwecke überwacht. Der Goodwill wird den CGUs zugeordnet, von denen erwartet wird, dass sie von den Synergien des Zusammenschlusses profitieren. Die Gruppe hat zwei operative Segmente für Zwecke der Wertminderungsprüfung: Zoosk und Spark. Wenn Ereignisse und Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts möglicherweise nicht erzielbar ist und die erwarteten diskontierten zukünftigen Cashflows, die dem Vermögenswert oder der CGU zuzuordnen sind, geringer sind als der Buchwert des Vermögenswerts, wird ein Wertminderungsverlust in Höhe des Überschusses des Buchwerts des Vermögenswerts über seinen geschätzten erzielbaren Betrag verbucht. Der erzielbare Betrag wird auf der Grundlage des Barwerts der geschätzten erwarteten zukünftigen Cashflows unter Verwendung eines dem Risiko entsprechenden Diskontsatzes und notierter Marktpreise oder geschätzter Werte, je nach Art der Vermögenswerte, bestimmt. Die für Vermögenswerte im Rahmen des Impairment-Tests verwendeten Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert wurden mit nicht beobachtbaren Inputs der Stufe 3 gemessen. Nachträgliche Anschaffungskosten Nachträgliche Anschaffungskosten werden nur aktiviert, wenn sie den künftigen wirtschaftlichen Nutzen des spezifischen Vermögenswertes, auf den sie sich beziehen, erhöhen. Alle anderen Kosten, einschließlich der Kosten für intern generierten Goodwill und Marken, werden bei ihrem Anfall im Gewinn oder Verlust verbucht. 3.11. Sachanlagen Ansatz und Bewertung Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsverluste. Wenn wesentliche Teile einer Sachanlage unterschiedliche Nutzungsdauern haben, werden sie als separate Posten (Hauptkomponenten) der Sachanlage ausgewiesen. Die Gruppe hatte im Berichtszeitraum keinen Anwendungsfall des Komponentenansatzes. Gewinne oder Verluste aus der Veräußerung einer Sachanlage werden in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Abschreibungen Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen, die nach der linearen Methode über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswertes verbucht werden. Die geschätzten Nutzungsdauern der Sachanlagen für die laufende und die Vergleichsperiode sind wie folgt:
Beim Verkauf oder der Stilllegung von Sachanlagen werden die Kosten und die kumulierten Abschreibungen und Wertminderung aus der Konzernbilanz ausgebucht, wobei der daraus resultierende Gewinn oder Verlust, falls vorhanden, in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen wird. Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden an jedem Berichtsdatum überprüft und gegebenenfalls angepasst. 3.12. Finanzinstrumente Klassifikation und Bewertung Die Gruppe wendet IFRS 9 an und klassifiziert ihre finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten in die folgenden Bewertungskategorien:
Klassifizierung und Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten ist abhängig von:
Basierend auf diesen Faktoren klassifiziert die Gruppe ihre finanziellen Vermögenswerte in eine der folgenden drei Bewertungskategorien:
Die finanziellen Verbindlichkeiten der Gruppe erfüllen die Bedingungen für eine Klassifizierung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Andere finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen sowie Wechselkursgewinne und -verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst. Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten Die Gruppe ist einem Kreditrisiko ausgesetzt, wenn Gegenparteien ihre fälligen Zahlungen in Bezug auf die Begleichung von Forderungen aus Lieferung und Leistungen, insbesondere von Forderungen aus Rückbuchungen, nicht leisten, oder wenn ein Mieter keine fälligen Mietzahlungen in Bezug auf die Begleichung von Forderungen aus Mietverhältnissen, speziell in Bezug auf das untervermietete Eigentum der Gruppe, nicht leisten. Die Gruppe misst Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in einer Höhe, die den erwarteten Kreditverlusten während der Laufzeit entspricht und für Forderungen aus Mietverhältnissen in einer Höhe, die den erwarteten Kreditverluste für die nächsten zwölf Monate entspricht. Die Gruppe berücksichtigt die Ausfallwahrscheinlichkeit bei der erstmaligen Verbuchung des Vermögenswerts und prüft, ob das Kreditrisiko, während jeder Berichtsperiode erheblich gestiegen ist. Um zu beurteilen, ob es einen signifikanten Anstieg des Kreditrisikos gibt, vergleicht das Unternehmen das Risiko eines Ausfalls des Vermögenswerts zum Berichtszeitpunkt mit dem Ausfallrisiko zum Zeitpunkt der erstmaligen Verbuchung. Dabei berücksichtigt es verfügbare und, zukunftsgerichtete Informationen. Makroökonomische Informationen (wie z.B. Marktzinssätze oder Wachstumsraten) werden als Teil des internen Rating-Modells einbezogen. Bei der Ermittlung des Kreditrisikos in Bezug auf Forderungen aus Mietverhältnissen wird das spezifische Ausfallrisiko des Mieters berücksichtigt. Das Kreditrisiko in Bezug auf andere finanzielle Vermögenswerte bezieht sich hauptsächlich auf Bareinlagen bei Zahlungsdienstleistern. Das Management überwacht die Kreditwürdigkeit der Zahlungsdienstleister laufend. In der Vergangenheit gab es keine Anzeichen dafür, dass die Zahlungsdienstleister ihren Verpflichtungen nicht nachkommen würden. 3.13. Rückstellungen Rückstellungen werden durch Diskontierung der erwarteten zukünftigen Cashflows zu einem Vorsteuerzinssatz bestimmt, der die aktuellen Marktbewertungen des Zeitwertes des Geldes und die für die Verbindlichkeit spezifischen Risiken widerspiegelt. Die Auflösung des Diskonts wird als Finanzaufwand verbucht. Rechtliche Verfahren Die Gruppe ist derzeit in bestimmte Gerichtsverfahren verwickelt. In dem Umfang, in dem ein Verlust im Zusammenhang mit einem solchen Verfahren vernünftigerweise geschätzt und wahrscheinlich ist, bildet die Gruppe eine Rückstellung. Aufgrund der Ungewissheiten in Bezug auf sowohl die Höhe als auch die Bandbreite des Verlusts bei bestimmten anhängigen Rechtsstreitigkeiten ist die Gruppe möglicherweise nicht in der Lage, eine vernünftige Schätzung der Schuld vorzunehmen, die sich aus einem ungünstigen Ausgang solcher Rechtsstreitigkeiten ergeben könnte. Sobald zusätzliche Informationen verfügbar werden, wird die Gruppe die potenzielle Schuld im Zusammenhang mit solchen anhängigen Rechtsstreitigkeiten bewerten und ihre Schätzungen vornehmen oder, falls notwendig, revidieren. Solche Revisionen der Schätzungen der Gruppe hinsichtlich der potenziellen Schuld könnten die Ertrags- und Finanzlage der Gruppe wesentlich beeinflussen. Rückerstattungen Eine Rückstellung für Rückerstattungen wird verbucht, wenn die zugrundeliegenden Dienstleistungen verkauft werden, basierend auf historischen Rückerstattungsdaten und einer Gewichtung der möglichen Ergebnisse gegen die damit verbundenen Eintrittswahrscheinlichkeiten. Anhang 4. Angaben zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung 4.1. Geschäftssegmente Der Chief Executive Officer von Spark Networks ist der wichtigste operative Entscheidungsträger der Gruppe (Chief operating decision maker,"CODM"). In Übereinstimmung mit dem Managementansatz wurden die operativen Segmente auf der Grundlage der internen Berichterstattung der Gruppe identifiziert. Die interne Berichterstattung ist die Grundlage für die Zuteilung von Ressourcen und die Bewertung der Leistung der operativen Segmente durch den CODM. Die Gruppe hat zwei operative Segmente, Zoosk und Spark., welche zu einem einzigen berichtspflichtigen Segment zusammengefasst werden. Das Spark-Segment umfasst die Altgeschäfte von Affinitas und Spark Inc., die vor dem Zusammenschluss 2017 separate Unternehmen waren. Die Bestimmung von zwei Geschäftssegmenten basiert auf den Finanzinformationen, die dem leitenden Entscheidungsträger regelmäßig zur Verfügung gestellt werden, um Managemententscheidungen zu treffen. Bei operativen Entscheidungen und der Leistungsbeurteilung überprüft der leitende Entscheidungsträger den Deckungsbeitrag auf Ebene der operativen Segmente. Segmente mit ähnlichen wirtschaftlichen Merkmalen werden von der Gruppe als der im langjährigen Mittel ähnliche Deckungsbeitrag (Umsatzerlöse abzüglich direkter Marketingkosten) definiert. Beide Geschäftssegmente weisen einen im langjährigen Mittel ähnlichen Deckungsbeitrag auf. Die Gruppe stellt eine Plattform zur Verfügung für alleinstehende Personen, damit diese eine Beziehung finden können über Online-Dating-Seiten und Smartphone-Applikationen. Die Kunden sind alleinstehende Personen, die nach Beziehungen suchen. Die Marken benutzen alle ein Abonnement-Modell, in dem bestimmte Standard-Features gratis zur Verfügung gestellt werden, und andere Features (z. B. Interaktion mit anderen Community-Mitgliedern über Nachrichten) nur zahlenden Kunden zur Verfügung stehen. Die Gruppe bewirbt Spark und Zoosk weltweit und teilt die Kundennachfrage und den Zugang zu Kunden marken- und marktübergreifend, indem ähnliche Marketingmethoden eingesetzt werden. Die Gruppe teilt auch Ressourcen, Best Practices und Kunden zwischen Spark und Zoosk und arbeitet zum Nutzen der Kunden zusammen. Darüber hinaus sind Spark und Zoosk ähnlichen Wettbewerbs-, Betriebs- und Finanzrisiken ausgesetzt, darunter intensiver Wettbewerb, Wechselkursschwankungen, Risiken im Zusammenhang mit Wachstum und globaler Expansion, Abhängigkeit von Performance- und Marken-Marketing-Kanälen für den Verkehr auf den Plattformen, schnelle technologische und andere Marktveränderungen, Verletzungen der Cybersicherheit, Systemausfälle, Risiken im Zusammenhang mit der Akzeptanz von mobilen Geräten durch die Verbraucher, Steuerpflicht und andere. Da Spark und Zoosk ähnliche wirtschaftliche Merkmale aufweisen, fasst das Unternehmen die operativen Segmente zu einem berichtspflichtigen Segment zusammen. Geografische Angaben Die Gruppe ist auf der ganzen Welt tätig und erzielt Einnahmen in verschiedenen Ländern. Sie hat ihre Gesamteinnahmen auf der Grundlage der Länder, in denen die Umsätze erwirtschaftet werden, aufgeteilt und Länder, in denen sie mehr als 10 % ihrer Umsätze oder ihres langfristigen Vermögens ausmachen, als wesentlich eingestuft und gesondert ausgewiesen. Der Rest der Welt beinhaltet diverse Länder, die jeweils weniger als 10 % der Gesamtumsatzerlöse oder des langfristigen Vermögens ausmachen.
Langfristige Vermögenswerte enthalten keine Finanzinstrumente und latente Steuerforderungen. Großkunden Angesichts der Art des Geschäfts gibt es keinen wesentlichen Einzelkunden. 4.2. Saisonabhängigkeit der Geschäftstätigkeiten Die Geschäfte der Gruppe unterliegen einer gewissen Saisonabhängigkeit. Höhere Betriebsgewinne werden gewöhnlich in der zweiten Jahreshälfte erwartet, da in den ersten sechs Monaten gewöhnlich höhere Marketingaufwendungen anfallen, während die Einnahmen in der ersten und zweiten Jahreshälfte auf einem ähnlichen Niveau liegen. Diese Informationen werden bereitgestellt, um ein besseres Verständnis der Ergebnisse zu ermöglichen; das Management ist jedoch zu dem Schluss gekommen, dass dies nicht "stark saisonabhängig" im Sinne des IAS 34 ist. 4.3 Umsatzerlöse Für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 stellten sich die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden wie folgt dar:
Der Umsatzrückgang von 2020 bis 2021 war hauptsächlich den reduzierten Aufwendungen für Direktmarketing geschuldet. Im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 wurden keine Umsätze aus in Vorperioden erfüllten Leistungsverpflichtungen realisiert. Für Informationen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsverbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden wird auf Anhangsangabe 5.3 bzw. 5.14 verwiesen. 4.4 Umsatzkosten Die Umsatzkosten stellen sich wie folgt dar:
* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss
2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung
Die Umsatzkosten setzen sich hauptsächlich aus Aufwendungen für Direktmarketing, Aufwendungen für Rechenzentren, Kreditkartengebühren und Gebühren für die Verarbeitung mobiler Anwendungen zusammen. 4.5 Sonstige Erträge Die sonstigen Erträge stellen sich wie folgt dar
In den Jahren 2021 und 2020 realisierte die Gruppe sonstige Erlöse durch den Verkauf von Domain-Namen in Höhe von € 0,5 Mio. bzw. 0,7 Mio. 4.6 Sonstige operative Aufwendungen Die sonstigen operativen Aufwendungen bestehen in erster Linie aus Aufwendungen für Vertrieb und Marketing, Kundendienst, technische Abläufe und Entwicklung sowie Unternehmensfunktionen. Diese Kosten umfassen Personal, Kosten für Technologieplattformen und -systeme, Kosten für Dienstleistungen Dritter und Honorare, Raumkosten und sonstige Gemeinkosten. Bestimmte Umgliederungen von Beträgen aus früheren Perioden in den nachstehenden Tabellen wurden vorgenommen, um sie an die Darstellung der laufenden Periode anzupassen. Diese Umgliederungen hatten keine Auswirkung auf unser Betriebsergebnis. Die folgende Tabelle zeigt die Vertriebs- und Marketingkosten nach Art der Aufwendungen für die Jahre 2021 und 2020:
* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss
2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung
Der Anstieg bei den Vertriebs- und Marketingaufwendungen von 2020 auf 2021 ist in erster Linie auf einen Anstieg der Personalkosten aufgrund eines höheren Personalbestands in der Vertriebs- und Marketingorganisation zurückzuführen. Die folgende Tabelle zeigt die Kundendienstaufwendungen nach Art der Aufwendungen für die Jahre 2021 und 2020:
* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss
2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung
Die Abnahme der Aufwendungen für Kundenservice von 2020 zu 2021 ist hauptsächlich auf eine Reduktion der Personalkosten durch die Konsolidierung des Personalbestands im Kundenservice zurückzuführen. Die folgende Tabelle zeigt die technischen Betriebs- und Entwicklungskosten nach Arten der Aufwendungen für die Jahre 2021 und 2020:
* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss
2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung
Der Rückgang der Aufwendungen für den technischen Betrieb und die Entwicklung von 2020 auf 2021 ist in erster Linie auf einen Rückgang der Abschreibungsaufwendungen zurückzuführen, der teilweise durch einen Anstieg der Personalkosten aufgrund eines höheren Personalbestands im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr ausgeglichen wurde. Die Gesamtaufwendungen Forschung und Entwicklung für 2021 und 2020 betrugen Euro 11.5 Mio. bzw. Euro 9.8 Mio., von denen Euro 0.5 Mio. Bzw. Euro 2.2 Mio. Im Jahr 2021 und 2020 aktiviert wurden. Die folgende Tabelle zeigt die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen nach Art der Aufwendungen für die Jahre 2021 und 2020:
* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss
2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung
Die Abnahme der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen im Jahr 2021 ist hauptsächlich einem Rückgang des Aufwands für aktienbasierte Vergütungen aufgrund höherer Zuwendungen im Jahr 2020 und höherem Verfall im Jahr 2021 zurückzuführen. Weiterhin verzeichneten wir höhere Buchführungs- und Prüfungskosten in Verbindung mit der U.S. GAAP-Umstellung im Jahr 2020. Außerdem hatte das Unternehmen im Jahr 2020 höhere Aufwendungen für Geschäfts- und Softwarelizenzen sowie höhere Mehrwertsteuer- und Umsatzsteuerkosten. 4.7 Nettofinanzierungsaufwendungen In den am 31. Dezember 2021 und 2020 beendeten Jahren stellten sich die Nettofinanzierungsaufwendungen wie folgt dar:
* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss
2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung
Die Nettofinanzierungsaufwendungen bestehen in erster Linie aus Zinserträgen und -aufwendungen, Gewinnen und Verlusten aus der Fremdwährungsumrechnung und anderen Finanzaufwendungen. Der Rückgang bei den Finanzierungsaufwendungen insgesamt war hauptsächlich dem Zuwachs von Euro 5,6 Mio. bei Gewinnen aus der Fremdwährungsumrechnung geschuldet und einem Rückgang von Euro 6,4 Mio. bei Zinsaufwendungen, die teilweise durch einen Anstieg der Verluste von Euro 11,3 Mio. aus der Fremdwährungsumrechnung ausgeglichen wurden. Die Minderung der Zinsaufwendungen war hauptsächlich auf einen Rückgang bei den Zinsaufwendungen in Verbindung mit dem bestehenden Darlehen zurückzuführen; dieser beinhaltet einen einmaligen Ertrag von Euro 2,4 Mio. in 2021 in Verbindung mit einem Covenants-Bruch bezogenen, temporären Verzicht (sog. covenant waiver laut Definition in Anhang 5.9) und einem einmaligen Verlust von Euro 3,7 Mio. in 2020 in Verbindung mit der zweiten Änderungsvereinbarung zum Darlehensvertrag (laut Definition in Anhang 5.9). Der Rückgang bei den Zinsaufwendungen in Verbindung mit dem Vertrag über vorrangig besicherte Fazilitäten wurde teilweise mit einem Zuwachs der Zinsaufwendungen von Euro 0,6 Mio. aufgrund aufgeschobener Zahlung an die Anteilseigner von Zoosk aufgrund einer Erhöhung des ausgewiesenen Zinssatzes von 2% auf 12% per annum verrechnet. 4.8 Leistungen an Arbeitnehmer Die folgende Tabelle zeigt die verschiedenen Arten von Aufwendungen, die als Leistungen an Arbeitnehmer erfasst werden:
* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss
2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung
Der Rückgang des Aufwands für Leistungen an Arbeitnehmer ist in erster Linie auf einen Rückgang des Aufwands für aktienbasierte Vergütungen zurückzuführen, der durch höhere Zuteilungen im Jahr 2020 und eine höhere Verwirkung im Jahr 2021 bedingt ist. In den Jahren 2020 und 2021 wurden Abfindungszahlungen in Höhe von Euro 0,3 Mio. bzw. Euro 0,8 Mio. als Aufwand verbucht, von denen Euro 0,3 Mio. bzw. Euro 1,7 Mio. Im Jahr 2021 bzw. 2020 ausgezahlt wurden. Die Beiträge zu den beitragsorientierten Pensionsfonds, die als Sozialversicherungsbeiträge dargestellt werden, beliefen sich auf Euro 1,3 Mio. für die beiden Jahre 2021 und 2020. Die Leistungen an Arbeitnehmer werden wie folgt auf die Funktionsbereiche aufgeteilt:
* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss
2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung
4.9 Aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen Der Aufwand für aktienbasierte Vergütung spiegelt die Aktienzuteilungen wider, die im Rahmen des virtuellen Aktienoptionsplans 2018 von Spark Networks ("2018 VSOP") und des im Jahr 2020 verabschiedeten Long Term Incentive Plan ("LTIP") ausgegeben wurden. 2018 VSOP Im Jahr 2017 legte Spark Networks den VSOP 2017 für ausgewählte Führungskräfte und Mitarbeiter des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften auf. Im März 2018 ersetzte das Unternehmen den VSOP 2017 durch die Einrichtung des VSOP 2018 für ausgewählte Führungskräfte und Mitarbeiter des Unternehmens und ihrer Tochtergesellschaften, wenn und soweit die Planteilnehmer des VSOP 2017 dieser Ablösung zugestimmt haben. Alle Planteilnehmer haben der Ablösung zugestimmt. Beide Pläne, die nach der Fusion zwischen Affinitas GmbH ("Affinitas") und Spark, Inc. im Jahr 2017 aufgelegt wurden, ersetzten Pläne, die unter Affinitas vor der Fusion in Kraft waren. Im Rahmen des VSOP 2018 gewährte das Unternehmen den Teilnehmern eine bestimmte Anzahl virtueller Aktienoptionen im Austausch gegen Optionen, die im Rahmen des VSOP 2017 gewährt wurden, und/oder eine bestimmte Anzahl neuer virtueller Aktienoptionen. Die im Rahmen des VSOP 2018 ausgegebenen Optionen haben eine vertragliche Laufzeit von 85 Monaten und werden über einen Zeitraum von vier Jahren ab dem Zeitpunkt der Gewährung unverfallbar, wobei ein Viertel jeder Optionsgewährung am ersten Jahrestag der Ausgabe unverfallbar wird und die restlichen Optionen in sechsmonatigen Raten unverfallbar werden. Die VSOP-Optionen aus dem Jahr 2017, die gegen die VSOP aus dem Jahr 2018 ausgetauscht wurden, werden über einen Zeitraum von drei Jahren ab dem Gewährungszeitpunkt unverfallbar, wobei ein Drittel jeder Optionsgewährung am ersten Jahrestag der Ausgabe unverfallbar wird und die verbleibenden Optionen in sechsmonatigen Raten unverfallbar werden. Das Unternehmen wird keine weiteren Optionen im Rahmen des VSOP 2018 gewähren. Unverfallbare Zuteilungen unter dem VSOP 2018 können entweder in Form von Aktien oder einem Barbetrag in Höhe des Marktpreises der ADS des Unternehmens abzüglich des Aktienpreises abgegolten werden. Die Art der Abrechnung liegt im Ermessen des Unternehmens. Infolgedessen werden die im Rahmen des VSOP 2018 ausgegebenen Prämien als mit Aktien beglichen behandelt. Die folgende Tabelle fasst die Aktivitäten für die Optionen des Unternehmens im Rahmen des VSOP 2018 zusammen:
Da die Optionen einem gestaffelten Erdienungszeitraum unterliegen, wird der beizulegende Zeitwert jeder Tranche am Tag der Gewährung anteilig über den entsprechenden Erdienungszeitraum als Aufwand erfasst. Der geschätzte Verfall wird angepasst, wenn die Anzahl der Optionen, die voraussichtlich unverfallbar werden, von der vorherigen Schätzung abweicht, und alle Unterschiede zwischen tatsächlichem und geschätztem Verfall werden in der Periode berücksichtigt, in der sie auftreten. Die am 31. Dezember 2021 ausstehenden Optionen hatten einen Ausübungspreis zwischen $ 9,06 und $ 14,63 (2020: $ 9,06 und $ 14,63). 2020 Langfristiger Incentive-Plan Im Januar 2020 verabschiedete der Verwaltungsrat des Unternehmens den Langfristigen Incentive-Plan (der "LTIP") für ausgewählte Führungskräfte und Mitarbeiter des Unternehmens und ihrer Tochtergesellschaften als Teil ihrer Vergütung für zukünftige Leistungen. Der LTIP sieht die Gewährung von virtuellen Aktienoptionen vor. Jede Option verbrieft das Recht, bei Ausübung einen bestimmten Betrag in bar zu erhalten, der auf der Grundlage des jeweiligen ADS-Aktienkurses der Option abzüglich des Ausübungspreises dieser Option bestimmt wird; das Unternehmen kann jedoch nach eigenem Ermessen beschließen, die Optionen statt in bar in ADS oder Stammaktien der Spark Networks abzugelten. Der LTIP sieht vor, dass der Ausübungspreis auf jeden vom Verwaltungsrat festgelegten Betrag, einschließlich Null, festgelegt werden kann. Gemäß dem LTIP ist der "ADS-Aktienkurs" zum Zeitpunkt der Gewährung der durchschnittliche Schlusskurs eines ADS von Spark Networks, der an der NYSE American für den Zeitraum von fünf Handelstagen vor diesem Datum gehandelt wurde. Die Spark Networks stuft die im Rahmen des LTIP gewährten Optionen als "equity-settled" ein. Die im Rahmen des LTIP gewährten Optionen haben eine vertragliche Laufzeit von 85 Monaten und werden, vorbehaltlich der weiteren Zugehörigkeit des Mitarbeiters zum Unternehmen, wie folgt unverfallbar: (i) 25 % der Gesamtzahl der einem Teilnehmer gewährten Optionen werden 12 Monate nach dem Tag der Gewährung dieser Option unverfallbar, und (ii) weitere 6,25 % dieser Optionen werden am Ende jedes weiteren Dreimonatszeitraums danach bis zum Ende des 48. Monats unverfallbar. Im Zusammenhang mit der Verabschiedung des LTIP genehmigte der Verwaltungsrat für das Jahr 2020 die Ausgabe von virtuellen Optionen für bis zu drei Millionen ADSs, einschließlich bis zu einer Million Optionen zum Nullpreis. Im Jahre 2021 autorisierte der Verwaltungsausschuss 500.000 zusätzliche ADS, die unter dem Plan ausgegeben werden können, jeweils als kostenlose Optionen. Am 31. Dezember 2021 waren 197.772 virtuelle Optionen und 915.932 zero-price Optionen für zukünftige Gewährungen verfügbar. Für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr wurde der beizulegende Zeitwert der virtuellen Aktienoptionen und der Zero-Price-Optionen anhand eines Binomial-Optionspreismodells ermittelt. Die in die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Gewährung eingeflossenen Parameter sind im Folgenden zusammengefasst:
Für den Zeitraum bis Ende des Geschäftsjahres werden die beizulegenden Zeitwerte der virtuellen Aktienoptionen und kostenlosen Optionen unter Anwendung des gedeckelten Black-Scholes-Kaufoptionsmodells gemessen. Das Black-Scholes-Kaufoptionsmodell erfüllt die Zeitwert-Messvorgabe, und es gab keine wesentliche Auswirkung infolge der Änderung der Bewertungstechniken. Die in die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Gewährung eingeflossenen Parameter sind im Folgenden zusammengefasst:
Die folgende Tabelle fasst die Veränderungen der Optionen des Unternehmens im Rahmen des LTIP 2020 für das Jahr 2021 zusammen:
Der gewichtete durchschnittlich beizulegende Zeitwert von Optionen während des am 31. Dezember 2021 endenden Berichtsjahrs betrug $1,89 (2020: $3,00). Die am 31. Dezember 2021 umlaufenden Optionen hatten einen Ausübungspreis im Bereich von $3,13 bis $5,34 (2020: $2,23 bis $4,88). Die folgende Tabelle fasst die Aktivität für die Zero-Price-Optionen des Unternehmens im Rahmen des LTIP 2020 zusammen:
Der gewichtete durchschnittlich beizulegende Zeitwert von Optionen während des Berichtsjahres 2021 betrug $3,85 (2020: $6,14). Pre-merger Share Awards Vor dem Zusammenschluss mit Affinitas im Jahr 2017 gewährte Spark Inc. aktienbasierte Vergütungsprämien im Rahmen des Omnibus-Incentive-Plans 2007 (der "Spark Inc. 2007 Plan"). Zum Zeitpunkt der Verschmelzung bestanden die ausstehenden Zuteilungen im Rahmen des Spark Inc. 2007 Plan ("Spark Inc.-Optionen") ausschließlich aus nicht qualifizierten Aktienoptionen. Da die Verschmelzung als Kontrollwechsel im Rahmen des Spark Inc. 2007 Plans angesehen wurde, wurden alle ausstehenden, noch nicht unverfallbaren Optionen vollständig unverfallbar. In Verbindung mit der Verschmelzung mit Affinitas gründete Spark Inc. den Chardonnay Trust mit dem Zweck, eine solche Anzahl von Aktien von Spark Networks ADSs zu halten, die erforderlich ist, um alle nicht ausgeübten Aktienoptionen von Spark Inc., die im Rahmen des Spark-Plans 2007 gewährt wurden, zu begleichen. Für 2021 und 2020 wurde kein aktienbasierter Vergütungsaufwand für die gewährten Optionen unter dem Spark Inc. 2007 Plan erfasst. Der Chardonnay Trust wurde 2021 geschlossen. Für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 verbuchte das Unternehmen für alle Pläne aktienbasierte Vergütungsaufwendungen in Höhe von insgesamt Euro 2,3 Mio. bzw. Euro 4,2 Mio., die in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als Bestandteil der Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen sind. 4.10 Ertragsteuern Die Hauptbestandteile der Ertragsteuern sind wie folgt aufgeschlüsselt:
Basierend auf dem konsolidierten Verlust vor Steuern stellt sich die Überleitung auf den Ertragsteueraufwand wie folgt dar:
Der Ertragsteuersatz der Gruppe wird durch den Steuersatz der Spark Networks SE bestimmt, der sich aus einer Körperschaftsteuer von 15,8 % einschließlich Solidaritätszuschlag sowie der Gewerbesteuer von 14,4 % zusammensetzt. Zum 31. Dezember 2021 und 2020 wurden die folgenden aktiven und passiven latenten Steuern ausgewiesen:
Eine Aufschlüsselung der aktiven und passiven latenten Steuern ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
Die passiven latenten Steuern auf immaterielle Vermögenswerte zum 31. Dezember 2021 und 2020 in Höhe von Euro 13,9 Mio. bzw. Euro 15,9 Mio. sind hauptsächlich auf immaterielle Vermögenswerte zurückzuführen, die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses von Spark Networks und Zoosk im Jahr 2019 erworben wurden. Die auf Zahlungsmittel erfassten latenten Steuern beziehen sich auf Unterschiede in der Behandlung von nicht realisierten Fremdwährungseffekten, die steuerlich nicht abzugsfähig sind. Die Gruppe hat zum 31. Dezember 2021 bzw. 2020 nicht erfasste Steuervorteile in Höhe von Euro 4,6 Mio. und Euro 4,0 Mio., die sich hauptsächlich auf Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung in den USA beziehen. Die Gruppe erwartet keine wesentlichen Änderungen des Betrags der nicht erfassten Steuervorteile in den nächsten zwölf Monaten. Die Gruppe wendet IFRIC 23 "Uncertainty over Income Tax Treatments" in ihren Konzernabschlüssen an. IFRIC 23 stellt die Anwendung der Ansatz- und Bewertungsvorschriften des IAS 12 klar, wenn Unsicherheit über die ertragsteuerliche Behandlung besteht. Für den Ansatz und die Bewertung sind Schätzungen und Annahmen zu treffen, z. B. ob eine Einschätzung separat oder zusammen mit anderen Unsicherheiten vorgenommen wird, ein wahrscheinlicher Erwartungswert für die Unsicherheit verwendet wird und ob sich Änderungen gegenüber der Vorperiode ergeben haben. Das Entdeckungsrisiko ist für die Bilanzierung von unsicheren Bilanzpositionen irrelevant. Die Bilanzierung basiert auf der Annahme, dass die Steuerbehörden den betreffenden Sachverhalt untersuchen und dass ihnen alle relevanten Informationen vorliegen. In Deutschland verfügt die Gruppe zum 31. Dezember 2021 über steuerliche Verlustvorträge für Körperschaftsteuer in Höhe von Euro 50,0 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 55,8 Mio.) und Euro 48,9 Mio. für Gewerbesteuer (31. Dezember 2020: Euro 54,6 Mio.). Von diesen verfügbaren steuerlichen Verlustvorträgen wurden zum 31. Dezember 2021 latente Steueransprüche in Höhe von Euro 6,0 Mio. erfasst (31. Dezember 2020: Euro 10,2 Mio.). Zum 31. Dezember 2021 verfügte die Gruppe über Zinsvorträge in Höhe von Euro 11,5 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 8,0 Mio.), für die keine aktiven latenten Steuern erfasst wurden. Zum 31. Dezember 2021 bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von Euro 29,5 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 21,8 Mio.) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von Euro 29,4 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 21,4 Mio.), für die keine temporären Differenzen erfasst wurden. Es bestanden keine temporären Differenzen, für die keine aktiven latenten Steuern erfasst wurden. Im Allgemeinen verfallen die steuerlichen Verlustvorträge in Deutschland nicht. Sie unterliegen der Überprüfung und möglichen Anpassung durch die deutschen Steuerbehörden. Darüber hinaus können nach den geltenden deutschen Steuergesetzen bestimmte wesentliche Änderungen in den Eigentumsverhältnissen und der Geschäftstätigkeit der Gruppe die Höhe der steuerlichen Verlustvorträge, die jährlich zum Ausgleich künftiger steuerpflichtiger Erträge genutzt werden könnten, weiter einschränken. Zum 31. Dezember 2021 verfügt die Gruppe über gewerbesteuerliche Verlustvorträge von circa Euro 51,5 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 58,4 Mio.) und Euro 68,2 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 69,2 Mio.), die zur Minderung des künftigen steuerpflichtigen Einkommens auf Bundes- bzw. Bundesstaatenebene zur Verfügung stehen und die ab dem 31. Dezember 2025 bis zum 31. Dezember 2037 für Bundeszwecke und ab dem 31. Dezember 2030 bis zum 31. Dezember 2039 für Bundesstaatszwecke verfallen. Nach dem 31. Dezember 2017 generierte bundesstaatliche Nettobetriebsverluste sind unbefristet und verfallen nicht. Die Reduktion der steuerlichen Verlustvorträge ist auf die Wertberichtigung im laufenden Jahr zurückzuführen. Gemäß Abschnitt 382 des United States Internal Revenue Code kann die Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge auf der Grundlage von Änderungen des prozentualen Eigentumsanteils der Gruppe begrenzt werden. Das Unternehmen führte eine Studie durch, um etwaige Beschränkungen der Attribute zu berücksichtigen, und stellte fest, dass dies keinen wesentlichen Einfluss auf die im Rahmen der Zoosk-Akquisition erworbenen Verlustvorträge hatte. Von diesen verfügbaren steuerlichen Verlustvorträgen wurden zum 31. Dezember 2021 latente Steueransprüche in Höhe von Euro 3,5 Mio. erfasst. Zum 31. Dezember 2021 verfügt die Gruppe über US-Bundes- und Bundesstaats-Einkommensteuerguthaben in Höhe von circa Euro 11,5 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 11,7 Mio.), die sich hauptsächlich auf auslaufende Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung ("F & E") beziehen, die ab den Jahren vom 31. Dezember 2027 bis zum 31. Dezember 2040 für "Federal Tax" (Bundessteuer) und vom 31. Dezember 2021 bis zum 31. Dezember 2028 für "State Tax" (Bundesstaatssteuer) ablaufen. Darüber hinaus hatte die Gruppe zum 31. Dezember 2021 in Israel Nettoverlustvorträge in Höhe von Euro 9,3 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 9,0 Mio.), die nicht verfallen und für die keine latenten Steueransprüche erfasst wurden. Das Management hält es nicht für wahrscheinlich, dass die aktiven latenten Steuern Israels auf der Grundlage historischer und prognostizierter Erträge realisiert werden. Spark Networks erfasst latente Steuerforderungen auf Verlustvorträge in dem Maße, in dem es wahrscheinlich ist, dass diese zur Reduzierung des zukünftigen steuerpflichtigen Einkommens verwendet werden können. Nach der Bewertung von Spark Networks wurden zum 31. Dezember 2021 und zum 31. Dezember 2020 aktive latente Steuern in Höhe von Euro 9,5 Mio. bzw. Euro 25,1 Mio. erfasst. Diese aktiven latenten Steuern beziehen sich hauptsächlich auf die Geschäftstätigkeit der Gruppe in den USA und in Deutschland. Das Unternehmen beurteilte, ob eine Änderung der Bilanzierung aufgrund der anhaltenden Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds erforderlich war. Diese Beurteilung erfordert ein erhebliches Maß an Urteilsvermögen und das Unternehmen wertet alle verfügbaren positiven und negativen Nachweise aus, einschließlich der historischen Betriebsleistung und der Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Betriebsleistung. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal 2021 eine Rückstellung für Verlustvorträge auf Bundes- und Landesebene gebildet. Es wurden keine latenten Steuern auf den temporären Differenzen im Zusammenhang mit Investitionen in Tochtergesellschaften in Höhe von Euro 4,5 Mio. zum 31. Dezember 2021 (31. Dezember 2020: Euro 0,8 Mio.) erfasst. 4.11 Ergebnis je Aktie Unverwässertes Ergebnis je Aktie Die Gruppe weist das Ergebnis je Aktie für ihre Stammaktien aus. Das Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem der Netto-(Verlust-)Gewinn der Periode durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Periode ausstehenden Stammaktien geteilt wird. Das verwässerte Ergebnis je Aktie beinhaltet alle verwässernden Auswirkungen von Aktienoptionen. Für die am 31. Dezember, 2021 und 2020 endenden Geschäftsjahre wurden alle während des Berichtszeitraums ausstehenden Aktienoptionen aus der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie ausgeschlossen, da sie der Verwässerung entgegengewirkt hätten.
Anhang 5. Angaben zur Konzernbilanz 5.1 Goodwill und immaterielle Vermögenswerte, netto Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Goodwills und der immateriellen Vermögenswerte (netto) für die am 31. Dezember 2021 und 2020 endenden Geschäftsjahre:
Im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 aktivierte die Gruppe weitere Euro 0,6 Mio. an sonstigen immateriellen Vermögenswerten, einschließlich Euro 0,5 Mio. an immateriellen Vermögenswerten in Entwicklung, im Zusammenhang mit der Entwicklung einer gemeinsamen Abrechnungstechnologie für ihre Plattformen und Euro 0,1 Mio. an erworbener Software. Das Unternehmen führte seine jährliche Prüfung der selbst entwickelten Software für das Berichtsjahr durch und entschied, diverse Softwareentwicklungsprojekte des Unternehmens einzustellen, da sie strategisch nicht mehr zu neuen Produktinitiativen und Zielbereichen passten. Das Unternehmen schrieb selbst entwickelte Software mit Anschaffungskosten von Euro 5,5 Mio. und kumuliertem Wertverzehr von Euro 2,3 Mio. und in Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte mit Anschaffungskosten von Euro 1,7 Mio., beide jeweils in der vorgenannten Tabelle als sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen, ab. Infolgedessen verbuchte das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2021 einen Wertminderungsaufwand von Euro 5,1 Mio. Im Geschäftsjahr 2020 aktivierte die Gruppe weitere Euro 1,1 Mio. an immateriellen Vermögenswerten im Zusammenhang mit der Entwicklung einer gemeinsamen Abrechnungstechnologie für ihre Plattformen und neuen Funktionen, die eine der Kernplattformen die Gruppe um Messaging- und Persönlichkeitstestfunktionen erweitern. Die Gruppe aktivierte außerdem weitere Euro 1,1 Mio. an selbst erstellter Software im Zusammenhang mit mehreren Projekten für Zoosk, die die Plattform um zusätzliche Funktionen erweitern. Die Gruppe erfasste Abgänge von immateriellen Vermögenswerten in Entwicklung in Höhe von Euro 0,3 Mio. aufgrund der Abschreibung bestimmter Produkte, die nicht den Standards der Gruppe entsprachen. Ab 31. Dezember 2021 ist die verbleibende Nutzungsdauer von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer wie folgt:
Werthaltigkeitsprüfung von Goodwill und immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Lebensdauer Die Gruppe führt die Werthaltigkeitsprüfung von Goodwill und immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Lebensdauer jährlich im vierten Quartal durch. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) aufgeteilt, die die niedrigste Ebene darstellen, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird, d. h. das Geschäftssegment. Der Geschäfts- oder Firmenwert verteilt sich auf die individuellen CGUs, welche die beiden operativen Segmente Spark und Zoosk ausmachen. Für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 wurde die Werthaltigkeitsprüfung im Einklang mit IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten durchgeführt. Der erzielbare Betrag basiert auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ("FVLCOD"), der unter Verwendung eines Ertragswertverfahrens auf Basis eines Discounted-Cashflow-Modells ("DCF") geschätzt wurde. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich aus einer komplexen Reihe von Beurteilungen über zukünftige Ereignisse und Unsicherheiten und beruht in hohem Maße auf Schätzungen und Annahmen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das DCF-Modell beinhaltet eine Reihe von Annahmen der operativen Segmente und Marktteilnehmer, einschließlich des zukünftigen Umsatzwachstums und der operativen Margen. Die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts wird auf der Grundlage der in die Bewertungstechnik eingeflossenen Parameter als beizulegender Zeitwert der Stufe 3 kategorisiert. Die wichtigsten Annahmen, die bei der Schätzung des erzielbaren Betrags verwendet wurden, sind die langfristige EBITDA-Marge, die Wachstumsrate des Terminal Values und die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten nach Steuern. Die Cashflow-Prognosen wurden auf der Grundlage der Finanzprognose für jedes operative Segment für die nächsten fünf Jahre vom Management genehmigt und einer Wachstumsrate für die Zeit danach abgeleitet. Die Cashflows, die über den Fünfjahreszeitraum hinaus extrapoliert werden, sollen auf der Grundlage langfristiger Wachstumsraten ansteigen, um bis zum GJ 2029 das langfristig erwartete Niveau des Wachstums von Umsatz und EBITDA zu erreichen. Die Wachstumsrate basiert auf Erfahrung des Managements sowie der erwarteten Auswirkung von zukünftigen Markttrends. Für die Diskontierung der zukünftigen Cashflows wurde ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC) nach Steuern zum Zeitpunkt der Werthaltigkeitsprüfung am 31. Oktober abgeleitet und für jedes operative Segment angewendet. Die Abzinsungssätze stellen die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten dar, die die Fremd- und Eigenkapitalfinanzierungskosten des operativen Segments messen und die nach dem Prozentsatz des Fremd- und Eigenkapitals in der Zielkapitalstruktur eines operativen Segments gewichtet sind. Die angewandten Abzinsungssätze beinhalten auch Anpassungen, um die Einschätzung des Managements hinsichtlich anderer Risiken, die mit den prognostizierten Cashflows der einzelnen operativen Segmente verbunden sind, durch die Marktteilnehmer zu berücksichtigen. Eine Wertminderung nach IAS 36 ist erforderlich, wenn der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Goodwill Am 31. Dezember 2021 wurde der Goodwill in Höhe von Euro 91,7 Mio. auf die folgenden operativen Segmente aufgeteilt:
Für die am 31. Oktober 2021 durchgeführte Werthaltigkeitsprüfung wurde eine langfristige EBITDA-Marge von 23,0%, eine endgültige Wachstumsrate von 3,0%, und WACC von 21,0% für die Zoosk CGU angewendet. Das Unternehmen verwendete den im Vorjahr berechneten erzielbaren Betrag für die Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung der Spark CGU im laufenden Jahr, da der erzielbare Betrag den Buchwert deutlich überstieg und die Wahrscheinlichkeit, dass eine aktuelle Bestimmung des erzielbaren Betrags unter dem Buchwert des Vermögenswerts bleiben würde, sehr gering ist. Basierend auf dem Ergebnis der durchgeführten Wertminderungstests überstieg der erzielbare Betrag des operativen Segments Spark den Buchwert und dementsprechend war keine Wertminderung erforderlich, während der Buchwert den erzielbaren Betrag des operativen Segments Zoosk in Höhe von Euro 102,8 Mio. überstieg und ein Wertminderungsaufwand von Euro 34,6 Mio. erfasst und als Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Goodwill in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung mit einbezogen wurde. Die kumulierte Wertminderung betrug Euro 94,3 Mio. am 31. Dezember 2021. Der Wertminderungsaufwand wurde in erster Linie auf einen Rückgang der geschätzten nicht diskontierten Cashflows und eine Erhöhung des Abzinsungssatzes aufgrund erhöhter Risikofaktoren zurückgeführt, was insgesamt dazu führte, dass der Buchwert nicht erzielbar war. Nachteilige Änderungen der wesentlichen Annahmen würden zu einer weiteren Wertminderung für das operative Segment Zoosk führen, während keine angemessene, vom Management für möglich gehaltene Änderung der wesentlichen Annahmen dazu führen würde, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag für das operative Segment "Spark" übersteigt. Am 31. Dezember 2020 wurde der Goodwill in Höhe von Euro 118,0 Mio. auf die folgenden operativen Segmente aufgeteilt:
Für die am 31. Oktober 2020 durchgeführte Werthaltigkeitsprüfung wurde eine langfristige EBITDA-Marge von 17,0% für Zoosk und 15,0% für Spark verwendet und eine endgültige Wachstumsrate von 3,0% für Zoosk sowie Spark angewendet. Das für jedes operative Segment verwendete WACC war wie folgt: 13,5% für Zoosk und 11,7% für Spark. Basierend auf dem Ergebnis der durchgeführten Wertminderungstests überstieg der erzielbare Betrag des operativen Segments Spark den Buchwert und dementsprechend war keine Wertminderung erforderlich, während der Buchwert den erzielbaren Betrag des operativen Segments Zoosk in Höhe von Euro 152,8 Mio. überstieg und ein Wertminderungsaufwand von Euro 59,8 Mio. erfasst und als Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Goodwill in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung mit einbezogen wurde. Die kumulierte Wertminderung betrug Euro 59,8 Mio. am 31. Dezember 2020. Der Wertminderungsaufwand war in erster Linie auf einen Rückgang der geschätzten nicht diskontierten Cashflows und eine Erhöhung des Abzinsungssatzes aufgrund erhöhter Risikofaktoren zurückzuführen, die durch eine Erhöhung der Wachstumsrate des Endwerts ausgeglichen wurde, was per Saldo dazu führte, dass der Buchwert nicht erzielbar war. Nachteilige Änderungen der wesentlichen Annahmen würden zu einer weiteren Wertminderung für das operative Segment Zoosk führen, während keine angemessene, vom Management für möglich gehaltene Änderung der wesentlichen Annahmen dazu führen würde, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag für das operative Segment Spark übersteigt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer Die immateriellen Vermögenswerte haben eine unbestimmte Lebensdauer, da es keine vorhersehbare Begrenzung des Zeitraums gibt, in dem sie zum Cashflow beitragen werden und das Unternehmen erwartet, dass die immateriellen Vermögenswerte über den vorhersehbaren Horizont hinaus Cashflows beitragen werden. Zum 31. Dezember 2021 sind die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer bestehend aus Marken und Warenzeichen in Höhe von Euro 56,3 Mio. den folgenden CGUs zugeordnet:
Der im Vorjahr ermittelte erzielbare Betrag der CGU wurde fortgeschrieben und bei der Wertminderungsprüfung für diese CGU im Geschäftsjahr 2021 verwendet. Zum 31. Dezember 2020 sind die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer in Höhe von Euro 52,0 Mio. den folgenden CGUs zugeordnet:
Basierend auf dem Ergebnis der durchgeführten Wertminderungstests überstieg der erzielbare Betrag jeder CGU den Buchwert, so dass keine Wertminderung des immateriellen Vermögenswerts mit unbestimmter Nutzungsdauer erforderlich war. 5.2 Sachanlagen, netto Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Sachanlagen für das am 31. Dezember 2021 und 2020 endende Jahr:
Während des Berichtsjahrs zum 31. Dezember 2021 schloss die Gruppe einen Vertrag über die Verlängerung des Büroleasingverhältnisses in Berlin bis 21. Januar 2024 ab und verbuchte zusätzliche Nutzungsrechte von Euro 1,4 Mio. in Verbindung mit der Verlängerung. 5.3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gruppe zum 31. Dezember 2021 und 2020:
5.4 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die Anzahlungen beinhalten hauptsächlich eine Kaution für eine der angemieteten Büroimmobilien des Konzerns sowie Barmittel, die bei einem Zahlungsabwickler gehalten werden. Bei den sonstigen Forderungen zum 31. Dezember 2020 handelt es sich hauptsächlich um Barmittel mit Verfügungsbeschränkung in Höhe von Euro 1,4 Mio., die den Nettoerlös aus der Darlehenszusage darstellen, der auf das Rücklagenkonto eingezahlt wurde und zur Zahlung der vierteljährlichen Tilgungs- und Zinszahlung für die Darlehensfazilität verwendet wurde, die am 31. März 2021 fällig ist. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 5.9 Darlehen. 5.5 Sonstige Vermögenswerte
Die vorausbezahlten Ausgaben beziehen sich hauptsächlich auf vorausbezahlte Software, Lizenzen und Versicherungsaufwendungen. 5.6 Aktive latente Steuern Siehe Abschnitt 4.10 Ertragssteuern für die Darstellung von aktiven latenten Steuern. 5.7 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zum 31. Dezember 2021 und 2020 verfügte die Gruppe über liquide Mittel bei Banken und Finanzinstituten in Höhe von € 14,3 Mio. bzw. € 15,8 Mio. Die Bewegungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in den Berichtszeiträumen sind in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt. 5.8 Eigenkapital Zum 31. Dezember 2021 belief sich die Anzahl der ausgegebenen, nennwertlosen Namens-Stammaktien ("Stammaktien") des Unternehmens auf 2.661.386. Die ausstehenden Stammaktien beliefen sich auf 2.617.397 nach Abzug der 43.989 von dem Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien. In Übereinstimmung mit dem American Depository Share (ADS)-Programm des Unternehmens repräsentiert jedes ADS ein Zehntel einer Stammaktie. Dementsprechend beliefen sich die ausgegebenen und ausstehenden ADS zum 31. Dezember 2021 auf 26.173.970. Eigene Aktien Das Unternehmen bilanziert die eigenen Aktien nach der Nennwertmethode. Eigene Aktien werden zum Nennwert ausgewiesen und als Rücklagen für eigene Aktien in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Nach lokalem Recht stehen den eigenen Aktien keine Aktionärsrechte, insbesondere keine Dividenden und Stimmrechte, zu. Im Jahr 2021 schloss das Unternehmen den Chardonnay Trust, welcher Anteile an Spark Networks SE hielt, um, wie erforderlich, die Verbindlichkeiten im Rahmen sämtlicher nicht ausgeübten Spark-Aktienoptionen, die unter dem Spark 2007 Plan gewährt wurden, zu befriedigen. Anteile am Chardonnay Trust wurden auf ein unter an Spark Networks SE eingetragenes Konto übertragen. Die den ADS zugrundeliegenden Anteile wurden als Eigene Aktien zu ihrem Nennwert pro Aktie von Euro 1,00 klassifiziert. Während 2021 wurden 11.708 Eigene Aktien ausgegeben, um der Ausübung von Optionen unter dem LTIP-Plan des Unternehmens gerecht zu werden. Ergebnisvortrag Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 und 2020 war der Anstieg des Ergebnisvortrags der Gruppe auf den Konzernverlust des Jahres zurückzuführen. Kumuliertes sonstiges Gesamtergebnis Das kumulierte sonstige Gesamtergebnis ("AOCI") besteht in erster Linie aus dem Gewinn oder -verlust, aus der Währungsumrechnung, der sich aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen mit einer nicht auf Euro lautenden funktionalen Währung in die Berichtswährung der Gruppe (den Euro) ergibt. Ebenfalls im AOCI enthalten sind die Auswirkungen der Neubewertung von konzerninternen Transaktionen mit der Tochtergesellschaft Spark Networks (Israel) Limited, die als Nettoinvestitionen in eine ausländische Tochtergesellschaft behandelt werden. Dies sind beides Posten, die später in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden. 5.9 Darlehen Am 1. Juli 2019 schloss Spark Networks in Verbindung mit dem Zusammenschluss von Spark Networks und Zoosk einen Darlehensvertrag mit Zoosk, Spark Networks, Inc., den subsidiären Garantiegebern, den Darlehensgebern, die daran beteiligt sind, und Blue Torch Finance LLC, New York, USA, ("Blue Torch") als Verwaltungsstelle ("Administrative Agent") und Sicherheitenverwalter ("Collateral Agent") (das "Senior Secured Facilities Agreement"), der eine vorrangig besicherte Kreditlinie mit einer Laufzeit von vier Jahren in Höhe von $ 125,0 Mio. (Euro 110,1 Mio.) vorsieht, die am 1. Juli 2023 fällig wird ("Fälligkeitstermin"). Das Senior Secured Facilities Agreement sieht einen Terminkredit in Höhe von $ 120,0 Mio. (Euro 105,7 Mio.) (den "Terminkredit") und eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von insgesamt in Höhe von $ 5,0 Mio. (Euro 4,4 Mio.) (die "revolvierende Kreditlinie") und, zusammen mit dem Terminkredit, die "Kreditlinien". Nahezu sämtliche Vermögenswerte der Gesellschaft werden als Sicherheit gestellt. Die Kredite unter den Kreditlinien werden mit einem Zinssatz verzinst, der entweder dem LIBOR zuzüglich einer Marge von 8 % (p. a.) entspricht. Fälligkeitsdarlehen Das Fälligkeitsdarlehen wurde zum Zeitpunkt des Abschlusses mit einem Disagio in Höhe von 3 % des Gesamtnennbetrags von $ 120 Mio. ausgegeben, insgesamt $ 3,6 Mio. (Euro 3,2 Mio.). Beim Abschluss waren Transaktionskosten und Bereitstellungsgebühren in Höhe von $ 3,1 Mio. (Euro 2,7 Mio.) bzw. $ 0,6 Mio. (Euro 0,5 Mio.) zu zahlen. Die anfängliche Bereitstellungsgebühr entsprach 0,50 % des Gesamtnennbetrags des Fälligkeitsdarlehens. Unter Anwendung der Effektivzinsmethode werden das Disagio und die Bereitstellungsprovisionen für den Terminkredit über die Laufzeit der Kreditlinie bis zum 1. Juli 2023 ratierlich aufgelöst und als Zinsaufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Der effektive Zinssatz betrug 10,7 %. Am 2. Dezember 2020 schloss das Unternehmen die zweite Änderung des Darlehensvertrags (die "zweite Änderung") ab, die eine zusätzliche Darlehenszusage in Höhe von $ 6,0 Mio. (Euro 4,9 Mio.) für die bestehende Kreditlinie vorsieht. Die zusätzliche Kreditaufnahme wird für die Zahlung der vierteljährlichen Tilgungs- und Zinszahlungen des Terminkredits verwendet, die am 31. Dezember 2020 und am 31. März 2021 fällig werden. Transaktionskosten in Höhe von $ 2,6 Mio. (Euro 2,2 Mio.), die im Zusammenhang mit der zweiten Änderung angefallen sind, wurden aktiviert und werden über die Laufzeit des Darlehens nach der Effektivzinsmethode abgeschrieben. Der effektive Zinssatz für das modifizierte Darlehen beträgt 9,7 %. Das Unternehmen verbuchte einen Änderungsverlust in Höhe von Euro 3,7 Mio. innerhalb der Finanzierungskosten für die Differenz zwischen dem Buchwert vor der Änderung und dem Barwert der Cashflows der geänderten Verbindlichkeit, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz von 10,7 %. Die zweite Änderung erfordert eine vierteljährliche Rückzahlung des Kapitalbetrags in Höhe von $ 0,15 Mio., beginnend am 31. März 2021, zusätzlich zur vierteljährlichen Rückzahlung der ursprünglichen Terminkredits in Höhe von $ 3,0 Mio. Die während eines jeden Quartals aufgelaufenen Zinsen sind ebenfalls am Ende eines jeden Quartals zusammen mit den oben genannten Kapitalbeträgen zu zahlen. Am 5. März 2021 schloss das Unternehmen mit der Verwaltungsstelle und den Darlehensgebern einen Covenants-Bruch bezogenen, temporären Verzicht (sog. covenant waiver) unter dem Darlehensvertrag ab. Als Gegenleistung für den temporären Verzicht erklärte sich das Unternehmen bereit, der Verwaltungsstelle zu Gunsten der Darlehensgeber eine Gebühr in Höhe von Euro 0,4 Mio. für die Unterzeichnung des eingeschränkten Verzichts zu zahlen, zuzüglich Euro 0,2 Mio., die in Form von Sachleistungen gezahlt wurden, indem dieser Betrag in den Saldo der zusätzlichen Tilgung einbezogen wurde. Die Gesamtgebühren werden aktiviert und unter Verwendung des effektiven Zinssatzes von 11,8% abgeschrieben. Das Unternehmen verbuchte einen Modifizierungsgewinn in Höhe von Euro 2,4 Mio. innerhalb der Finanzierungserträge für die Differenz zwischen dem Buchwert vor der Änderung und dem Barwert der Cashflows der geänderten Schuld, abgezinst mit dem vorherigen Effektivzinssatz von 9,7 %. Ab dem 31. Dezember 2021 und 2020 beträgt die aggregierte ausstehende Schuld des geänderten Terminkredits Euro 75,5 Mio. bzw. Euro 85,3 Mio., und die Abschreibungskostenbasis ist Euro 72,4 Mio. bzw. Euro 83,2 Mio. Darüber hinaus ist die Gesellschaft gemäß den Bedingungen des geänderten Terminkredits verpflichtet, innerhalb von fünf Tagen nach Vorlage des Jahresabschlusses an den Darlehensgeber eine zusätzliche Tilgung des Darlehensbetrages in Höhe eines Prozentsatzes des überschüssigen Cashflows des zuletzt abgeschlossenen Geschäftsjahres zu leisten. Für die am 31. Dezember 2021 und 2020 endenden Jahre leistete das Unternehmen eine Vorauszahlung von $ 6,8 Mio. (Euro 5,6 Mio.) bzw. $ 3,3 Mio. (Euro 3,1 Mio.). Revolvierende Kreditlinie Die revolvierende Kreditlinie von $ 5,0 Mio. beinhaltet eine Bereitstellungsprovision von 0,75% per annum für die nicht in Anspruch genommenen Zusagen und ist am Fälligkeitstag zahlbar. Da nicht erwartet wird, dass die revolvierende Kreditlinie in Anspruch genommen wird, werden die Transaktionskosten und die Bereitstellungsprovisionen in Höhe von $ 0,3 Mio. (Euro 0,3 Mio.) im Zusammenhang mit der revolvierenden Kreditlinie abgegrenzt und über die Laufzeit der Vereinbarung abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2021 waren keine Kredite aus der revolvierenden Kreditlinie ausstehend. Verpflichtungen Die Kreditlinie enthält eine Reihe von Verpflichtungen, die unter anderem, vorbehaltlich bestimmter Ausnahmen, die Fähigkeit des Unternehmens und ihrer Tochtergesellschaften einschränken, zusätzliche Schulden aufzunehmen, Pfandrechte zu bestellen, Fusionen oder Zusammenschlüsse durchzuführen, Vermögenswerte zu verkaufen oder zu übertragen, Dividenden und Ausschüttungen zu zahlen und Aktienrückkäufe vorzunehmen, bestimmte Akquisitionen durchzuführen, bestimmte Transaktionen mit verbundenen Unternehmen vorzunehmen und die Geschäftsfelder zu wechseln. Darüber hinaus sind in den durch die zweite Änderung geänderten Krediten die folgenden Finanzkennzahlen einzuhalten: (i) ein Fixkostendeckungsgrad von nicht weniger als 1,10 für die ersten vier Quartale des Kredits, 1,25 für die zweiten beiden Quartale des Kredits und zwischen 1,20 und 0,70 für die restliche Laufzeit des Kredits, (ii) ein Nettoverschuldungsgrad von nicht mehr als 3,00 für das erste Quartal des Kredits, der kontinuierlich von 2,60 bis 1,75 für die am 31. Dezember 2020 endenden Quartale bis zum Fälligkeitsdatum des Darlehens und (iii) eine Mindestliquiditätsschwelle von $ 10 Mio. am Ende eines jeden Monats nach dem Abschlussdatum des Darlehens, bestehend aus verfügbaren Barmitteln und der Verfügbarkeit unter der revolvierenden Kreditlinie. Die Kreditlinien enthalten darüber hinaus bestimmte übliche Verpflichtungen und Verzugsereignisse, einschließlich eines Kontrollwechsels. Das Unternehmen hat zum 31. Dezember 2021 und 2020 alle Finanzkennzahlen eingehalten. Am 11. März 2022 schloss das Unternehmen die erfolgreiche Refinanzierung der bestehenden revolvierenden Kreditlinie mittels Darlehen unter einem neuen Terminkredit mit MGG Investment Group LP, New York, USA, ab. Siehe Anhang 8.6 für zusätzliche Informationen. 5.10 Rückstellungen
Die Erhöhung der Rückstellungen während 2021 ist hauptsächlich dem Zugang geschätzter US-Umsatzsteuerschulden und Mehrwertsteuerschulden zuzuordnen, aufgerechnet gegen eine Minderung der sonstigen Rückstellungen in Verbindung mit zwei Rechtsverfahren, bei denen endgültige Urteile im Jahr 2021 ergingen. 5.11 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2021 und 2020 beziehen sich im Wesentlichen auf den Betrag, der unter der Vereinbarung über den Zahlungsaufschub im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss von Spark Networks und Zoosk zu zahlen ist (31. Dezember 2021: Euro 10,2 Mio., 31. Dezember 2020: Euro 8,4 Mio.). Die Leasingverbindlichkeiten beziehen sich im Wesentlichen auf eine angemietete Büroimmobilie des Konzerns (31. Dezember 2021: Euro 4,1 Mio., 31. Dezember 2020: Euro 5,0 Mio.). 5.12 Sonstige Verbindlichkeiten
Zum 31. Dezember 2021 und 2020 beziehen sich die sonstigen Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung hauptsächlich auf Urlaubs-, Bonus- und Lohnsteuerverpflichtungen. 5.13 Passive latente Steuern Siehe Abschnitt 4.10 für die Darstellung passiven latenten Steuern. 5.14 Vertragsverbindlichkeiten Die Fälligkeitsstruktur der Vertragsverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2021 und 2020 stellt sich wie folgt dar:
Der Saldo der Vertragsverbindlichkeiten bezieht sich in erster Linie auf den Erhalt von Vorauszahlungen von Kunden für Abonnementdienste, für die die Umsatzerlöse über den Abonnementzeitraum erfasst werden. Der Saldo der Vertragsverbindlichkeiten erhöhte sich um Euro 1,4 Mio., da die Abonnementverkäufe aufgrund des mehrmonatigen Charakters unserer Abonnementangebote um Euro 1,4 Million höher waren als die in der Periode erfassten Abonnementumsätze. Im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 wurden Umsatzerlöse in Höhe von Euro 31,2 Mio. realisiert, die in den Anfangssaldo der Vertragsverbindlichkeiten zum 1. Januar 2021 einbezogen wurden. 5.15 Leasing Gruppe als Leasingnehmer Die Gruppe wendet IFRS 16 "Leasingverhältnisse" an und erkennt Leasing-Verbindlichkeiten als Mieter in Verbindung mit drei Leasingverhältnissen für Büroraum in Berlin, Deutschland, und Utah und Kalifornien, Vereinigte Staaten, an. Im laufenden Jahr erneuerte das Unternehmen das Leasingverhältnis für die Büroflächen in Berlin, Deutschland, bis zum Jahr 2024. Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 erfasste die Gruppe Abschreibungsaufwendungen aus Nutzungsrechten an Vermögenswerten in Höhe von Euro 0,4 Mio. (2020: Euro 0,5 Mio.) und Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von Euro 0,2 Mio. (2020: Euro 0,2 Mio.). IFRS 16 "Leasingverhältnisse" wirkt sich auch auf die Kapitalflussrechnung der Gruppe aus: Der Cashflow aus dem operativen Geschäft erhöhte sich um Euro 1,7 Mio. und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verringerte sich um Euro 1,7 Mio. für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 (2020: der operative Cashflow erhöhte sich um Euro 1,7 Mio. und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verringerte sich um Euro 1,7 Mio.). Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 erfasste die Gruppe Aufwendungen in Bezug auf kurzfristige Leasingverhältnisse in Höhe von Euro 0,1 Mio. (2020: Euro 0,3 Mio.) und keine Aufwendungen in Bezug auf geringwertige Vermögenswerte (2020: weniger als Euro 0,1 Mio.). Die folgende Tabelle enthält eine Fälligkeitsanalyse der Leasingzahlungen, die die nach dem Bilanzstichtag zu leistenden nicht diskontierten Leasingzahlungen aufzeigt:
Gruppe als Leasinggeber Die Gruppe wendet IFRS 16 Leasingverhältnisse an und erfasst eine Leasingforderung als Leasingnehmer im Zusammenhang mit der Untervermietung ihrer angemieteten Büroflächen in Kalifornien. Im Jahr 2021 erfasste die Gruppe Zinserträge aus Leasingforderung in Höhe von Euro 0,2 Mio. (2020: Euro 0,2 Mio.). Die folgende Tabelle enthält eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderung, die die nicht diskontierten Untermietzahlungen zeigt, die nach dem Bilanzstichtag zu erhalten sind.
Anhang 6. Konzern-Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7 "Kapitalflussrechnung" erstellt und zeigt die Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse während des Geschäftsjahres. Die Cashflows werden in Cashflow aus dem operativen Geschäft, Cashflows aus Investitionstätigkeiten und Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten gegliedert. Die Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit werden unter Anwendung der indirekten Methode gemäß IAS 7.18(b) bestimmt. Anhang 7. Finanzinstrumente und Risikomanagement 7.1. Finanzinstrumente Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten und klassifizieren diese in Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 für die am 31. Dezember 2021 und 2020 endenden Jahre.
Für finanzielle Vermögenswerte wurde im Jahr 2021 ein Nettoverlust in Höhe von Euro 0,1 Mio. und im Jahr 2020 ein Nettogewinn in Höhe von Euro 0,5 Mio. in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Für finanzielle Verbindlichkeiten wurde im Jahr 2021 ein Nettoverlust in Höhe von Euro 10,4 Mio. (2020: Euro 13,7 Mio.) in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Der beizulegende Zeitwert der Darlehen wurde anhand beobachtbarer Daten bestimmt (Stufe 2). Die Bewertung berücksichtigt den Gegenwartswert der erwarteten zukünftigen Rückzahlungen, diskontiert mit einem Marktzinssatz, der der Zinsmarge auf die Anleihen zuzüglich eines dreimonatigen Euro-LIBOR-Zinssatzes entspricht. Die folgenden Tabellen zeigen die Bewegungen der finanziellen Verbindlichkeiten für die Jahre zum 31. Dezember 2021 und 2020:
Bewertung von Marktwerten Die Mehrheit der Finanzinstrumente der Gruppe, einschließlich Zahlungsmittel und liquide Mittel, Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung, Anzahlungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, werden zu ihren Anschaffungswerten bewertet, was aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit dieser Instrumente ihrem Marktwert entspricht. Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden Kredite und Darlehen Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen wurde anhand diskontierter Cashflows, d.h. der Barwert der erwarteten Zahlungen, die mit einem risikobereinigten Abzinsungssatz diskontiert wurden, ermittelt. Hierfür wurde der aktuelle risikobereinigte Marktzinssatz verwendet. 7.2 Finanzielles Risikomanagement Die Gruppe ist den folgenden Risiken ausgesetzt, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben:
Rahmen für das Risikomanagement Die Leitung der Gruppe trägt die Gesamtverantwortung für die Implementierung und Überwachung des Risikomanagements der Gruppe. Die Risikomanagementverfahren der Gruppe werden eingerichtet, um die Risiken, denen die Gruppe ausgesetzt ist, zu identifizieren und zu analysieren, angemessene Risikobegrenzungen und Kontrollen festzulegen und die Risiken und die Einhaltung der Begrenzungen zu überwachen. Die Richtlinien und Systeme des Risikomanagements werden regelmäßig überprüft, um Veränderungen der Marktbedingungen und der Aktivitäten der Gruppe widerzuspiegeln. Die Gruppe ist bestrebt, ein diszipliniertes und konstruktives Kontrollumfeld aufrechtzuerhalten, in dem alle Mitarbeiter ihre Rollen und Verpflichtungen verstehen. Kreditrisiko Das Kreditrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlusts für die Gruppe, wenn ein Kunde oder eine Gegenpartei eines Finanzinstruments seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt, und ergibt sich hauptsächlich aus den Forderungen der Gruppe gegenüber Abonnenten. Das Kreditrisiko besteht für alle finanziellen Vermögenswerte, insbesondere für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns sind unbesichert. Die Leasingforderung des Konzerns ist durch eine Barkaution in Höhe von Euro 4 1,0 Mio. (Euro 0,9 Mio.) gesichert. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Kreditrisiko dar. Das Kreditrisiko in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist das Risiko, dass die Abonnenten nicht in der Lage sind, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Gruppe sieht sich keinem wesentlichen Ausfallrisiko gegenüber einem einzelnen Kunden ausgesetzt. Die Konzentration des Kreditrisikos ist aufgrund des breiten und heterogenen Kundenstamms begrenzt. Das Kreditrisiko bei den Leasingforderungen berücksichtigt das spezifische Ausfallrisiko des Mieters. Das Kreditrisiko bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bezieht sich hauptsächlich auf Bareinlagen bei Zahlungsabwicklern. Wenn die Zahlungsabwickler in finanzielle Schwierigkeiten geraten, kann die Gruppe Verluste erleiden. Das Management überwacht die Kreditwürdigkeit der Zahlungsabwickler genau. In der Vergangenheit gab es keine Anzeichen dafür, dass die Zahlungsabwickler ihren Verpflichtungen nicht nachkommen würden. Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen während des Jahres war wie folgt. Die Wertberichtigung für uneinbringliche Forderungen umfasst alle Forderungen, von denen nicht erwartet wird, dass sie eingetrieben werden.
Die Wertberichtigung für die Leasingforderungen der Gruppe hat sich im Laufe des Jahres wie folgt entwickelt:
Zum 31. Dezember 2021 und 2020 hielt die Gruppe Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von Euro 14,3 Mio. bzw. Euro 15,8 Mio. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken und Finanzinstituten gehalten, die mindestens ein Kreditrating der Stufe A aufweisen. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass die Gruppe Schwierigkeiten bei der Erfüllung der Verpflichtungen im Zusammenhang mit ihren finanziellen Verbindlichkeiten hat, die durch die Lieferung von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten beglichen werden. Der Ansatz der Gruppe zum Liquiditätsmanagement besteht darin, so weit wie möglich sicherzustellen, dass sie sowohl unter normalen als auch unter schwierigen Bedingungen über genügend Liquidität verfügt, um ihren Verbindlichkeiten bei Fälligkeit nachzukommen, ohne inakzeptable Verluste zu erleiden oder eine Schädigung des Rufs der Gruppe zu riskieren. Das Management überwacht seine Zu- und Abflüsse flüssiger Mittel auf täglicher Basis, und durch eine ordnungsgemäße Budgetplanung stellt das Liquiditätsmanagement der Gruppe sicher, dass ausreichende Mittel zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus zahlen viele Kunden zu Beginn der Abonnementsperiode im Voraus für Abonnementdienste. Daher hält die Gruppe ein hohes Niveau an liquiden Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten aufrecht. Gefährdung durch Liquiditätsrisiken Nachstehend sind die verbleibenden vertraglichen Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten zum Berichtsdatum aufgeführt. Die Beträge sind brutto und nicht diskontiert und schließen vertragliche Zinszahlungen ein und schließen die Auswirkungen von Aufrechnungsvereinbarungen aus. Vertragliche Cashflows
Vertragliche Cashflows
Marktrisiko Unter Marktrisiko versteht man den potenziellen Verlust durch nachteilige Veränderungen der Wechselkurse, Zinssätze und Marktpreise. Das Marktrisiko, dem die Gruppe ausgesetzt ist, umfasst die liquiden Mittel, Forderungen, sonstigen finanziellen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten der Gruppe. Die Gruppe überwacht diese Risiken durch festgelegte Richtlinien und Verfahren. Es ist das Ziel der Gruppe, Risiken auf die Ertragslage, Cashflows und Marktrisiken aus Zins- und Wechselkursänderungen zu mindern. Im Zusammenhang mit der Reform der Referenzzinssätze ist die Gruppe einem potenziellen Risiko aufgrund der Kopplung der Darlehen an den USD-LIBOR ausgesetzt. Die für den LIBOR zuständige britische Regulierungsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) hat am 5. März 2021 verlautbart, dass die Veröffentlichung des USD-LIBOR per 30. Juni 2023 eingestellt wird. Die Gruppe überwacht Vertäge, die noch nicht auf einen alternativen Referenzzinssatz umgestellt wurden. Währungsrisiko Die Gruppe ist insofern einem Währungsrisiko ausgesetzt, als es eine Abweichung zwischen den Währungen, auf die Verkäufe, Käufe und Kreditaufnahmen lauten, und der funktionalen Währung der Tochtergesellschaften der Gruppe gibt. Die Darstellungswährung aller Tochtergesellschaften der Gruppe ist der Euro. Die Gruppe wickelt ihre Geschäfte weltweit ab und ist Risiken im Zusammenhang mit schwankenden Wechselkursen ausgesetzt. Die Gruppe beabsichtigt, Wechselkursschwankungen auf natürliche Weise abzusichern, indem sie alle Transaktionen in der jeweiligen Transaktionswährung abrechnet. Die Politik der Gruppe besteht darin, sicherzustellen, dass ihr Nettorisiko auf einem akzeptablen Niveau gehalten wird, indem sie Devisen zu Spot-Kursen kauft oder verkauft, wenn dies zur Erfüllung kurzfristiger Verpflichtungen erforderlich ist. Wenn die Fremdwährungsreserven höher sind als die kurzfristigen Verpflichtungen, rechnet die Gruppe den Betrag in die funktionale Währung um. Die Währungen, auf die diese Transaktionen hauptsächlich lauten, sind Euro, US-Dollar, britisches Pfund, australischer Dollar, kanadischer Dollar und israelischer New Shekel ("ILS"). Zukünftige Netto-Transaktionsgewinne und -verluste sind von Natur aus schwer vorherzusagen, da sie davon abhängen, wie die verschiedenen Währungen, in denen die Gruppe Geschäfte tätigt, im Verhältnis zur funktionalen Währung der Tochtergesellschaften der Gruppe schwanken, von der relativen Zusammensetzung und Bezeichnung des Umlaufvermögens und der Verbindlichkeiten für jede Periode sowie von der Effektivität der Gruppe bei der Vorhersage und Verwaltung solcher Risiken. Gefährdung durch Währungsrisiken Die zusammengefassten quantitativen Daten über die Gesamtrisiko der Gruppe gegenüber dem Währungsrisiko, lauten wie folgt:
Sensitivitätsanalyse Eine mögliche Aufwertung (Abwertung) des Euro, des US-Dollars, des britischen Pfunds, des australischen Dollars, des kanadischen Dollars und des israelischen Neuschekels, bestimmt durch die Bruttowährungsschwankung des Vorjahres, gegenüber allen anderen Währungen zum 31. Dezember 2021 und 2020 hätte die Bewertung von Finanzinstrumenten, die auf einen Fremdwährungsgewinn oder -verlust lauten, um die unten aufgeführten Beträge beeinflusst. Die Auswirkungen von konzerninternen Transaktionen mit der Tochtergesellschaft Spark Networks (Israel) Limited, die als Nettoinvestitionen behandelt werden, werden im Sonstigen Gesamtergebnis neu bewertet. Diese Analyse geht davon aus, dass alle anderen Variablen, insbesondere die Zinssätze, konstant bleiben und ignoriert jegliche Auswirkungen von prognostizierten Verkäufen und Käufen.
(1) Die Beträge der Vorjahre wurden
angepasst, um die Auswirkungen in Euro darzustellen.
Zinsrisiko Kredite unter den Kreditlinien werden mit einem Zinssatz verzinst, der dem LIBOR zuzüglich einer bestimmten Marge entspricht. Siehe Anm. 5.9. Zum 31. Dezember 2021 betragen die fortgeführten Anschaffungskosten der Kreditlinie Euro 72,4 Mio. Diese Kredite setzen uns aufgrund der potenziellen Schwankungen der Marktzinssätze einem Zinsrisiko aus. Ausgehend von der oben beschriebenen ausstehenden Gesamtverschuldung unter der Kreditlinie zum 31. Dezember 2021 hätte ein Anstieg der geltenden Zinssätze um einen Prozentpunkt unsere Zinsaufwendungen für 2021 um Euro 0,8 Mio. erhöht. Dieser Betrag wird durch die Berechnung der Auswirkungen einer hypothetischen Zinssatzänderung auf die variabel verzinslichen Schulden der Gruppe ermittelt. Diese Schätzung beinhaltet nicht die Auswirkungen anderer potenzieller Maßnahmen zur Minderung dieses Risikos oder Änderungen in der Finanzstruktur der Gruppe. Fair-Value-Sensitivitätsanalyse für festverzinsliche Instrumente Zum 31. Dezember 2021 und 2020 bilanziert die Gruppe keine festverzinslichen finanziellen Vermögenswerte oder finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Daher würde sich eine Änderung der Zinssätze zum Bilanzstichtag nicht auf das Ergebnis auswirken. Sonstiges Marktpreisrisiko Die Gruppe hält keine Beteiligungen oder finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die vom Preis von Beteiligungen abhängig sind. Die Gruppe ist daher keinen Marktpreisrisiken ausgesetzt. Anhang 8. Andere Informationen 8.1. Salden und Transaktionen mit nahestehenden Parteien Muttergesellschaft und oberstes beherrschendes Unternehmen Das oberste beherrschende Unternehmen der Gruppe ist die Spark Networks SE. Die ADSs der Gruppe werden am Nasdaq Kapitalmarkt öffentlich gehandelt. Vor Februar 2021 wurden die ADS der Gruppe an der New Yorker Börse öffentlich gehandelt. Transaktionen mit Aktionären Ein Mitarbeiter der hundertprozentigen Tochtergesellschaft des Unternehmens, Smooch Labs, ist Mitgründer und Mitarbeiter einer Marketingagentur, für die dem Unternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Aufwendungen entstehen. Für das am 31. Dezember 2021 und 2020 endende Geschäftsjahr hat das Unternehmen Euro 0,1 Mio. bzw. Euro 0,3 Mio. für die von der Marketingagentur erbrachten Leistungen als Aufwand verbucht. Vergütung der geschäftsführenden Direktoren Wir verweisen auf den Vergütungsbericht laut Abschnitt 289a (2), 315 (a) HGB für weitere Hinweise in Verbindung mit der Vergütung der Geschäftsführer und des Verwaltungsausschusses. Die Kernelemente der Vergütung für Geschäftsführer umfassen Grundgehalt, einen Cash-Anreiz auf Basis jährlicher Performance und Kapitalzuwendungen in Verbindung mit der Wertentwicklung der Unternehmensaktien. Geschäftsführer erhalten nicht notwendigerweise Kapital auf jährlicher Basis. Während den Geschäftsjahren 2021 und 2020 war die Vergütung für Geschäftsführer wie folgt:
Die Aufwendungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer einschließlich Grundgehalt und Jahresbonus beliefen sich auf insgesamt Euro 1,3 Mio. im Jahr 2021 und Euro 1,4 Mio. im Jahr 2020. Die gesamte kurzfristige Vergütung im Jahr 2021 von Euro 1,3 Mio. (2020: Euro 1,4 Mio.) beinhaltet zusätzliche Lohnzusatzleistungen in Höhe von weniger als Euro 0,1 Mio. im Jahr 2021 und weniger als Euro 0,1 Mio. im Jahr 2020. Ehemalige Mitglieder des Vorstands erhielten eine Gesamtvergütung von Euro 0,2 Mio. im Jahr 2021 und Euro 0,3 Mio. im Jahr 2020. Die im Jahr 2021 erhaltene Vergütung war einem Abfindungsvertrag zwischen dem Unternehmen und dem vormaligen Geschäftsführer und Finanzchef im März 2021 zugeordnet. Im Jahr 2020 wurde keine Vergütung aufgrund von Kündigung gezahlt. Die anteilsbasierten Vergütungen in Höhe von Euro 1,5 Mio. im Jahr 2021 und Euro 3,1 Mio. im Jahr 2020 setzen sich aus Euro 1,5 Mio. anteilsbasierten Vergütungen, die im Jahr 2021 als Aufwand erfasst wurden, und Euro 3,1 Mio. anteilsbasierten Vergütungen, die im Jahr 2020 als Aufwand erfasst wurden. 2021 gewährte der Verwaltungsausschuss die folgenden Kapitalzuwendungen an Geschäftsführer im Rahmen des LTIP:
Die Zuwendungen wurden in Verbindung mit der Ernennung eines neuen Geschäftsführers und Finanzchefs der Gesellschaft durch den Verwaltungsausschuss im August 2021 gewährt. 2020 gewährte der Verwaltungsausschuss die folgenden Kapitalzuwendungen an Geschäftsführer im Rahmen des LTIP:
Die Zuwendungen wurden in Verbindung mit der Annahme des LTIP im Januar 2020, sowie in Verbindung mit der Ernennung des Chief Legal Officers des Unternehmens, der auch als Chief Operating Officer fungieren soll, durch den Verwaltungsausschuss im November 2020 gewährt. Vergütung des Verwaltungsrats Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Mitgliedschaft im Verwaltungsrat eine feste Vergütung. Die feste Vergütung erhöht sich für die Übernahme bestimmter Mandate, z. B. für die Mitgliedschaft im Präsidial- und Nominierungsausschuss oder im Prüfungsausschuss. Für ihre Tätigkeit im Jahr 2021 erhielten die Mitglieder des Verwaltungsrats im Jahr 2021 bzw. im Jahr 2020 eine Vergütung in Höhe von Euro 0,7 Mio. bzw. Euro 0,4 Mio. 8.2 Nicht-bilanzierte vertragliche Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag stellen sich die zukünftigen Zahlungen der Gruppe im Zusammenhang mit nicht bilanzierten vertraglichen Verpflichtungen wie folgt dar:
Das Unternehmen hat unkündbare vertragliche Verpflichtungen in Form von Verträgen mit Cloud-basierten Internet-Dienstleistern und Marketing-Dienstleistern. Die Gruppe hat keine wesentlichen Verlängerungs- oder Kaufoptionen. Die Verschuldung der Gruppe ist durch Sicherheiten, einschließlich nahezu aller Vermögenswerte der Gruppe und der subsidiären Garantiegeber der Gruppe, besichert. 8.3 Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten Der durchschnittliche Personalbestand für das Jahr war wie folgt:
8.4 Abschlussprüferhonorare Die folgende Tabelle enthält die Honorare für professionelle Prüfungsleistungen, die (i) von der KMPG AG Wirtschaftsprüfergesellschaft, unseren unabhängigen Wirtschaftsprüfern, für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2020 und (ii) von BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, unseren unabhängigen Abschlussprüfern für den IFRS Konzernabschluss, die für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 erbracht wurden.
(2) Die Steuerberatungsleistungen 2020
beinhalten Steuer- und Umsatzsteuer
Compliance-Tätigkeiten.
8.5 Deutscher Corporate Governance Kodex Bezüglich der Erklärung gemäß §161 Aktiengesetzes (AktG) verweisen wir auf die Website von Spark unter https://www.spark.net/investor-relations/corporate- governance/highlights . 8.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 2. März 2022 teilte Gitte Bendzulla, Chief Operating Officer, Chief Legal Officer und Managing Director von Spark Networks SE (das "Unternehmen") dem Unternehmen mit, dass sie aus dem Unternehmen ausscheiden wird. Ms. Bendzulla hat das Unternehmen am 30. April 2022 verlassen. Am 11. März 2022 unterzeichnete Spark Networks SE (das "Unternehmen") einen Finanzierungsvertrag (der "Darlehensvertrag") mit Zoosk, Inc. ("Zoosk") und Spark Networks, Inc., als subsidiärer Garantiegeber der Tochtergesellschaft, als Kreditgeber, und MGG Investment Group LP, New York, USA, als administrativer Vertreter und Sicherheitenbesteller ("collateral agent" and "administrative agent"). Der Darlehensvertrag beinhaltet vorrangig besicherte Fazilitäten in Höhe von $100 Mio. Die Aufnahme von Fremdkapital unter dem Darlehensvertrag wird zu einem jährlichen Zinssatz in Höhe des LIBOR-Satzes (laut Definition im Darlehensvertrag) zuzüglich 7,50% bzw. dem Referenzsatz (laut Definition im Darlehensvertrag), zuzüglich 6,50%. Darlehen unter dem Darlehensvertrag werden am 11. März 2027 fällig und sind mit allen wesentlichen Vermögenswerten der Gesellschaft, Spark Networks Inc., Zoosk und ihrer jeweiligen subsidiären Garantiegeber besichert. Der Darlehensvertrag beinhaltet marktübliche Zusicherungen, Garantien, Ausfallereignisse und Verpflichtungen, einschließlich Einschränkungen bei Aufnahme von Schulden und Pfandrechten, eingeschränkte Zahlungen und Investitionen, Fusion und finanzielle Verpflichtungen einschließlich (1) vierteljährliche Prüfung einer maximalen Fremdkapitalquote und einer minimalen Marketing-Effizienzkennzahl (jeweils laut Definition im Darlehensvertrag) und (2) permanenter Prüfung einer minimalen Liquiditätsverpflichtung.
8. Juni 2022 Eric Eichmann, Vorstandsvorsitzender David Clark, Chief Financial Officer Frederic Beckley, General Counsel und Chief Administrative Officer Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Lagebericht der Spark Networks SE zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Spark Networks Gruppe so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gruppe beschrieben sind. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Spark Networks SE, München PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Spark Networks SE, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Spark Networks SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. SONSTIGE INFORMATIONEN Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES VERWALTUNGSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 8. Juni 2022 BDO
AG
gez. Pfeiffer, Wirtschaftsprüfer gez. Wirth, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Konzernabschlusses Der Verwaltungsrat hat den deutschen Jahresabschluss gemäß HGB und den Konzernabschluss gemäß IFRS, jeweils für das Geschäftsjahr 2021, sowie die Prüfungsberichte detailliert geprüft und es wurden keine Einwände erhoben. Der Verwaltungsrat hat den Konzernabschluss gemäß IFRS am 23. Juni 2022 und den Jahresabschluss der Gesellschaft gemäß dem deutschen HGB am 23. Juni 2022 entsprechend § 47 Abs. 5 SEAG genehmigt. |
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