Spark Networks SELiquidiert

Kohlfurter Straße 41, 10999 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 232591
Vorher
Blitz 17-655 SE
Eingetragen
5.4.2017
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Beteiligung an und die Gründung sowie die Leitung von Unternehmen oder die Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmen sowie die Bereitstellung von Verwaltungs- und Holdingsfunktionen für diese Beteiligungsunternehmen, die in folgenden Geschäftsfeldern oder Teilbereichen davon tätig sind: der Betrieb und die Erbringung von Onlinediensten in den Bereichen Partnervermittlung, Dating und Kontaktanbahnung; die Entwicklung, der Betrieb und das Vermarkten von Software, die Wartung von Kontaktnetzwerken, das Design und die Herstellung von Computerprogrammen zur Datenverarbeitung und -verfolgung; das Design und die Errichtung von Homepages und Internetseiten, Kommunikationsdiensten und Unterhaltungsdiensten; das Veranstalten und Durchführen von gesellschaftlichen Events, Werbungs- und Vermarktungsdiensten und E-Commerce Tätigkeit. Ausgenommen sind Tätigkeiten, die einer Erlaubnispflicht nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) oder dem Kreditwesengesetz (KWG) unterliegen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Plaputta
seit 11.3.2024
Geschäftsführer
Adam S. Medros
seit 11.3.2024
Geschäftsführer
Dane Joella
seit 11.3.2024
Geschäftsführer
Prokura

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Spark Networks SE

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen der Gruppe

1.1 Unser Unternehmen

1.2 Unsere Strategie und unsere Ziele

1.3 Konzernstruktur und Managementsystem

1.4 Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht:

2.1 Makroökonomische und branchenspezifische Bedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Ertragslage

2.3.2. Finanzlage

2.3.3 Vermögenslage

2.3.4 Gesamtdarstellung der wirtschaftlichen Situation

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognose-Bericht

3.2 Risikobericht

3.3 Chancenbericht

4. Weitere Informationen

4.1 Erklärung zur Unternehmensführung

4.2 Eigene Aktien

1. Grundlagen der Gruppe

1.1 Unser Unternehmen

Spark Networks SE (im Folgenden: "Spark" oder "Spark Networks") sieht sich als globaler Betreiber von Online-Dating-Websites, die sich an die Zielgruppe im Alter von 40+ und religiösem Hintergrund richtet, die auf der Suche nach ernsthaften und langfristigen Beziehungen ist. Unser Hauptgeschäft liegt in der Branche der Online-Kontaktanzeigen, die unserer Meinung nach, das Bedürfnis von alleinstehenden Erwachsenen erfüllt, die einen Partner suchen. Mit Funktionen wie detaillierten persönlichen Profilen, E-Mail, mobilem Chat und Instant Messaging ermöglichen wir unseren Nutzern, mit anderen Singles zu kommunizieren, wann immer sie wollen, und bietet ihnen die Möglichkeit, mehrere Personen in einer anonymen, bequemen und sicheren Umgebung zu treffen.

Wir betreiben derzeit ein Portfolio von Marken, die für Kunden auf der ganzen Welt zugänglich sind. Unser Fokus liegt jedoch auf fünf Schlüsselregionen - USA, Kanada, Australien, GB und Frankreich, wo wir den größten Teil unseres Umsatzes generieren. Informationen über die geografische Struktur unseres Umsatzes finden Sie in Anmerkung 4.1 in unserem Konzernabschluss.

Spark Networks hat die Vision, weltweit marktführend in der Premium- und Communitybasierten Partnervermittlung zu sein. Die Vision umfasst die folgenden drei Komponenten:

Wir bauen die weltbesten führenden Dating-Communities auf, die sich auf die Altersgruppe 40+ und religiöse Gemeinschaften konzentrieren: unsere Nutzer sind aktiv, engagiert und anspruchsvoll.

Wir sind herausragend in den Bereichen Kundensicherheit, Datenschutz und Social-Dating-Funktionen.

Wir schaffen attraktive Marken und innovative Produkte, um unseren Kunden zu helfen, die wahre Liebe zu finden.

Unsere Schlüsselmarken umfassen Zoosk, EliteSingles, SilverSingles, Christian Mingle, Jdate und JSwipe. Unsere Marken sind in erster Linie auf Qualitäts-Dating mit realen Nutzern zugeschnitten, die in einer sicheren, komfortablen Umgebung nach Liebe und Gesellschaft suchen. Da gemeinsame Werte einer der wichtigsten Faktoren für erfolgreiche, langfristige Beziehungen sind, umfasst unser Portfolio wertebasierte Dating-Marken weltweit. Darüber hinaus bietet die Marke Zoosk das Potenzial, in ein Premium-Produkt verwandelt zu werden, da es eine zusätzliche Option für jüngere Generationen darstellt, die nach hochwertigen Profilen suchen.

Spark Networks bietet seine Dienste sowohl über Websites als auch über mobile Anwendungen an und nutzt ein "Abonnement"-Geschäftsmodell, bei dem bestimmte Grundfunktionen kostenlos zur Verfügung gestellt werden, während Premium-Funktionen (wie die Interaktion mit anderen Community-Mitgliedern über Nachrichten) nur zahlenden Abonnenten zur Verfügung stehen.

Der Umsatz aus Abonnements sind die Haupteinnahmequelle von Spark Networks, wobei die Mitgliederabonnements den Großteil des Umsatzes für die letzten beiden Geschäftsjahre ausmachen. Die Dauer der Abonnements liegt zwischen einem und zwölf Monaten, wobei sich die meisten Abonnements automatisch verlängern, es sei denn, das Mitglied entscheidet sich für eine Kündigung. Wir bieten den Nutzern auch eine "pay as you go"-Funktion an und haben eine kleine, aber wachsende Werbeeinnahmequelle.

Die Umsatzkosten bestehen hauptsächlich aus Direktmarketingkosten, Kosten für Rechenzentren, Kreditkartengebühren und Gebühren für die Verarbeitung mobiler Anwendungen. Der Gruppe entstehen erhebliche Werbeaufwendungen, um "Traffic" auf ihren Websites zu generieren. Diese Werbeaufwendungen bestehen aus Offline-Marketing, insbesondere Fernseh- und Außenwerbung, sowie Online-Werbung und sind direkt den Einnahmen zuzuordnen, die die Gruppe von ihren Abonnenten erhält.

Der Großteil der Aktivitäten unserer Nutzer findet auf mobilen Geräten statt. Da sich immer mehr Nutzer über ihre mobilen Geräte mit dem Internet verbinden, steigt die Nachfrage nach entsprechenden Anwendungen. Wir haben innovative und maßgeschneiderte mobile Anwendungen entwickelt und werden die Funktionen, die Funktionalität und das Nutzererlebnis auf unseren mobilen Websites und Anwendungen weiter verbessern.

Wir agieren in einem wettbewerbsintensiven Umfeld mit minimalen Eintrittsbarrieren. Wir sind der Ansicht, dass die wichtigsten Wettbewerbsfaktoren bei der Schaffung einer Community im Internet die Funktionalität, der Wiedererkennungswert der Marke, die Reputation, die kritische Masse an Mitgliedern, die Affinität und Loyalität der Mitglieder, die Benutzerfreundlichkeit, die Qualität der Dienstleistungen und die Zuverlässigkeit sind. Wir konkurrieren mit einer Reihe von großen und kleinen Unternehmen, darunter vertikal integrierte Internetportale und spezialisierte Medienunternehmen, die Online- und Offline-Produkte und -Dienstleistungen für die von uns bedienten Märkte anbieten. Zu unseren wichtigsten Wettbewerbern im Bereich Online-Kontaktanzeigen gehören die Match Group (Betreiber der Marken Match.com, OkCupid, Plenty of Fish, Tinder und Hinge), Bumble (Betreiber der Marken Bumble und Badoo) und die ParshipMeet Group (Betreiber der Marken eHarmony, Parship, ElitePartner und Meet). Darüber hinaus stehen wir im Wettbewerb mit kostenlosen und Freemium-Mobilanwendungen wie Tinder, Hinge und Bumble sowie mit sozialen Netzwerken wie Facebook.

1.2 Unsere Strategie und unsere Ziele

Spark Networks wird sich weiterhin generell auf Premium-Online-Dating-Dienste konzentrieren, die sich an Singles mit hohem sozioökonomischem Status richten. Diese Strategie wird einen Schwerpunkt auf die Entwicklung neuer und die Pflege bestehender Produkte und Dienstleistungen beinhalten.

Wir betreiben derzeit ein Portfolio von Marken, die für Kunden auf der ganzen Welt zugänglich sind. Auch wenn wir in Zukunft neue Regionen erschließen könnten, liegt unser Hauptaugenmerk auf dem Ausbau unserer Präsenz in Nordamerika, das wir aufgrund der relativen Größe des US-amerikanischen und des kanadischen Marktes und des hohen Potenzials für die Gewinnung zusätzlicher Marktanteile als den attraktivsten Markt für weiteres Wachstum ansehen. Wir werden auch in Betracht ziehen, bestehende Marken in Märkten einzuführen, in denen wir bereits eine geografische Präsenz haben, um unser Dienstleistungsangebot zu ergänzen und ein breiteres Angebot in diesen Märkten zu schaffen.

Wachstum in Nordamerika

Spark Networks wird sich darauf konzentrieren, seine Präsenz in Nordamerika weiter auszubauen. In den letzten Jahren haben wir unseren Marktanteil in Nordamerika durch (i) die Einführung etablierter europäischer Marken wie EliteSingles, (ii) die Einführung neuer Marken wie SilverSingles und (iii) die Übernahme etablierter nordamerikanischer Marken wie Zoosk, Jdate, Christian Mingle und JSwipe ausgebaut. Wir gehen davon aus, dass wir auch in Zukunft weiterhin erhebliche Marketing-Mittel für Nordamerika bereitstellen werden, da wir sowohl das organische Wachstum unseres bestehenden Markenportfolios als auch die Expansion durch die Einführung neuer oder erworbener Marken vorantreiben wollen.

Festigung und Ausbau in den demografischen und religiösen Segmenten ab 40 Jahren.

Spark Networks wird in Produktinnovation, Markenaufbau, Kundenakquise und Partnerschaften investieren, um die besten Produkte und stärksten Marken in den Premium- und Community-basierten Dating-Bereichen anzubieten. Wir beabsichtigen, Lösungen zu entwickeln und unsere Marken zu stärken, die die spezifischen Bedürfnisse unserer Zielgruppen ansprechen. Im Jahr 2021 lancierten wir Zoosk Great Dates, eine Marktneuheit in Form einer virtuellen Dating-Anwendung für Singles. Zoosk Great Dates will den Videodating-Trend neu beleben, indem Singles und ihren Dates Zugang zu amüsanten virtuellen Dating-Erlebnissen an aufregenden globalen Destinationen gewährt wird; die ersten interaktiven Dates sind für Griechenland, Italien und Japan geplant.

Schaffung globaler Technologiedienste, um flexible und leistungsstarke Dating-Plattformen zu bieten.

Spark Networks entwickelt neue, skalierbare technologische Dienstleistungen, die das zukünftige Wachstum des Unternehmens unterstützen werden. Unsere neuen Services werden mit besonderem Augenmerk auf die Unterstützung aller Plattformen und Anwendungen, die viele unserer Mitglieder für den Zugriff auf unsere Produkte nutzen, konzipiert und aufgebaut. Mit Shared Services zum Betreiben unserer Plattformen erwarten wir, die Zeit und die Ressourcen zu reduzieren, die für die Einführung neuer Marken oder die Integration potenzieller Akquisitionen erforderlich sind, und neue Funktionen, Trends und Verbraucherpräferenzen schnell zu übernehmen.

1.3 Konzernstruktur und Managementsystem

Die Spark Networks SE wurde als Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) mit der Rechtsform Blitz 17-655 SE nach deutschem Recht und dem Recht der Europäischen Union mit Eintragung in das deutsche Handelsregister am 5. April 2017 gegründet, Inhaber von ADSs. Sie wurde am 12. April 2017 von der Affinitas GmbH mit dem Ziel erworben, nach Abschluss der Fusion zwischen Spark und Affinitas (die "Affinitas / Spark-Fusion") zur obersten Holdinggesellschaft von Spark Networks, Inc., einer Gesellschaft nach dem Recht des Bundesstaates Delaware ("Spark"), und Spark Networks Services GmbH (f/k/a Affinitas GmbH), einer deutschen Gesellschaft mit beschränkter Haftung ("Affinitas") zu werden. Am 29. August 2017 änderte die Spark Networks SE ihren Namen von Blitz 17-655 SE in Spark Networks SE. Die Spark Networks SE ist im Handelsregister des Amtsgerichts München, Deutschland, unter der Registernummer HRB 232591 unter der juristischen Bezeichnung Spark Networks SE eingetragen. Die Spark Networks SE führt derzeit keine von ihrer rechtlichen Firma abweichende Geschäftsbezeichnung. Die Spark Networks SE ist auf unbestimmte Zeit gegründet worden.

Am 2. November 2017 schloss Spark Networks die Affinitas / Spark-Verschmelzung gemäß dem Vertrag und Plan zur Verschmelzung vom 2. Mai 2017 ab.

Am 1. Juli 2019 schloss Spark Networks die Übernahme von Zoosk ab, wobei es 100 % der Zoosk-Anteile für eine Kombination aus Bargeld und Spark Networks ADS erwarb. Vor der Übernahme war Zoosk ein nicht verbundener Dritter und Eigentümer der Zoosk-Plattform, die wir als eine führende globale Online-Dating-Plattform ansehen. Durch die Übernahme wurde Spark Networks zum zweitgrößten Online-Dating-Unternehmen in Nordamerika, gemessen am Umsatz.

Informationen zu den Tochtergesellschaften finden Sie in Anmerkung 2.1 in unserem Konzernabschluss.

Unsere Hauptverwaltungsaktivitäten befinden sich in Berlin, Deutschland. Wir haben außerdem Niederlassungen in New York, Utah und Kalifornien in den USA.

Wir verfügen über zwei Segmente, Zoosk und Spark, die wie im Vorjahr zu einem berichtspflichtigen Segment zusammengefasst sind. Informationen zu den Geschäftssegmenten finden Sie in Anmerkung 4.1 zu unserem Konzernabschluss.

Ebenso wie im Vorjahr werden die folgenden finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren zur Analyse der Aktivitäten der Gruppe verwendet. Die zwei wesentlichen Steuerungsgrößen, die wir verwenden, sind Umsatz und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes "EBITDA"). Zu den weiteren von uns verwendeten Kennzahlen gehören die Anzahl der Registrierungen, die Anzahl der durchschnittlich zahlenden Abonnenten, der monatliche Durchschnittsumsatz pro Nutzer ("Monthly ARPU"), der Deckungsbeitrag (Umsatz nach Abzug von Gutschriften und abzüglich Direktmarketing) und die Direktmarketingkosten.

1.4 Forschung und Entwicklung

Investitionen in Produkt- und Entwicklungsinitiativen sind ein wichtiger Teil unserer Strategie. Wir entwickeln neue, skalierbare Technologiedienste, um das zukünftige Wachstum zu unterstützen. Unsere neuen Services werden mit besonderem Augenmerk auf die Unterstützung aller Plattformen und Anwendungen, die viele unserer Mitglieder für den Zugriff auf unsere Produkte nutzen, konzipiert und aufgebaut. Mit Shared Services zum Betreiben unserer Plattformen erwarten wir, die Zeit und die Ressourcen zu reduzieren, die für die Einführung neuer Marken oder die Integration potenzieller Akquisitionen erforderlich sind, und neue Funktionen, Trends und Verbraucherpräferenzen schnell zu übernehmen. Zum 31. Dezember 2021 hielten wir mehrere Patente in den USA und der EU.

Forschungs- und Entwicklungskosten setzen sich hauptsächlich aus Personal und Freelancer-Kosten zusammen. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten für 2021 und 2020 betrugen 11,5 Mio. Euro bzw. 9,8 Mio. Euro * , wovon in den Jahren 2021 und 2020 0,5 Mio. Euro bzw. 2,2 Mio. Euro aktiviert wurden. Die Gesamtabschreibung auf aktivierte Entwicklungskosten während 2021 und 2020 belief sich auf 1,5 Mio. Euro bzw. 1,8 Mio. Euro.

* Die Vergleichszahlen für das Jahr 2020 wurden an die Darstellung der laufenden Periode angepasst.

2. Wirtschaftlicher Bericht

2.1 Makroökonomische und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Nach Angaben einer Studie des Internationalen Währungsfonds und des Economic Outlook Update 2021 1 setzt sich die weltweite Erholung fort, doch wird die Dynamik durch die Ausbreitung des hochansteckenden Delta-Virus ausgebremst. Pandemie-Ausbrüche in kritischen Gliedern der globalen Lieferketten haben dazu geführt, dass Lieferstörungen länger als erwartet anhalten, was das Inflationsgeschehen in vielen Ländern anheizte. Insgesamt sind die Risiken für die wirtschaftlichen Aussichten größer und die politischen Kosten-Nutzen-Abwägungen komplexer geworden. Die Inflation hat sich in den Vereinigten Staaten und einigen Schwellenländern verstärkt.

1 See https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2022/04/19/world-economic-outlook-april-2022

Die globale Online-Kontaktanzeigenbranche hat in den letzten Jahren ein erhebliches Wachstum erfahren aufgrund der steigenden Zahl von Breitband-Internetanschlüssen, aber auch der schwindenden sozialen Stigmatisierung des Online-Datings. Laut Schätzungen von Marktakteuren werden die Einnahmen von Dating-Diensten bis 2026 um jährlich 7,8 % auf circa 8 Mrd. Euro steigen.

Nordamerika ist laut Branchenstudien zur Zeit der geographisch größte Markt im Bereich Online-Kontaktanzeigen. In den letzten Jahren haben wir unseren Marktanteil in den USA durch die Einführung von EliteSingles und SilverSingles in Verbindung mit den 2017 und 2019 erfolgten Übernahmen der weitgehend nordamerikanischen Marken Jdate, Christian Mingle, JSwipe und Zoosk erhöht.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse gingen im Jahr 2021 um 10,3 % von 204,3 Mio. Euro im Jahr 2020 auf 183,3 Mio. Euro zurück. Das bereinigte EBITDA ist im Jahr 2021 um 13,6 % von 33,5 Mio. Euro auf 28,9 Mio. Euro gesunken. Ursprünglich prognostizierten wir für 2021 Umsatzerlöse zwischen 198,0 Mio. Euro und 203,0 Mio. Euro und ein bereinigtes EBITDA zwischen 27,0 Mio. Euro und 30,0 Mio. Euro für 2021. Anschließend haben wir unsere Prognose für das Gesamtjahr 2021 im zweiten Quartal 2021 aufgrund gewisser Verzögerungen bei der Produktverbesserung hauptsächlich auf der Zoosk-Plattform gesenkt. Die Umsatzerlöse im aktuellen Geschäftsjahr in Euro bewegten sich in unserem korrigierten Prognosefenster von 182,0 Mio. Euro und 185,0 Mio. Euro aufgrund günstiger Wechselkurseffekte. Das bereinigte EBITDA 2021 übertraf unsere korrigierte Prognose von 22,0 Mio. Euro bis 25,0 Mio. Euro.

Wir haben uns im Jahr 2021 auf mehrere Kernziele konzentriert, von denen wir glauben, dass sie eine starke Grundlage für nachhaltiges, langfristiges Wachstum bilden. Während die Einnahmen für Zoosk, unsere größte Marke, 2021 im Jahresvergleich zurückgingen, haben wir die erforderlichen Produktverbesserungen vorgenommen, damit Zoosk 2022 auf den Wachstumspfad zurückkehrt. Im Jahr 2021 lancierten wir Zoosk Great Dates, eine Marktneuheit in Form einer virtuellen Dating-Anwendung für Singles. Zoosk Great Dates will den Videodating-Trend neu beleben, indem Singles und ihren Dates Zugang zu amüsanten virtuellen Dating-Erlebnissen an aufregenden globalen Destinationen gewährt wird; die ersten interaktiven Dates sind für Griechenland, Italien und Japan geplant. Mit dieser Innovation, sowie einigen Upgrades bei Produkten und Anwendererfahrung während des Berichtsjahrs, haben wir den Umsatzrückgang bei Zoosk abgemildert, und sind zuversichtlich, dass die im Jahr 2021 bei Zoosk vorgenommenen und im Jahr 2022 fortgesetzten Verbesserungen unser Wettbewerbsprofil stärken und das User-Engagement befeuern und damit Einnahmenwachstum für Zoosk im Jahr 2022 generieren werden.

Unsere vier wichtigsten Marken - EliteSingles, SilverSingles, Christian Mingle und Jdate - standen für die Hälfte unserer Gesamteinnahmen im Jahr 2021 und verzeichneten im Jahresvergleich gemeinsam einen Anstieg bei den Einnahmen um 5 % und bei den Abonnenten um 3 % im Jahr 2021. Angesichts dieser starken Marken und des begrenzten Wettbewerbs in diesem wachsenden Marktsegment erwarten wir für 2022 eine weitere Steigerung der Einnahmen.

Wir werden weiterhin in Produkte, Technologie, Vermarktung und Talente investieren, um das große Marktpotenzial für Spark zu erschließen. Wir arbeiten daran, die Merkmale und Funktionalität unserer Produkte, und damit deren Potenzial zur Generierung von Einnahmen, weiter zu verbessern, indem wir die Attraktivität für Erstanwender erhöhen und neue Matching-Technologie implementieren; des Weiteren wollen wir unsere Apps umgestalten, um die technische Komplexität der Plattform zugunsten besserer Stabilität zu mindern; sowie Kosten zu reduzieren und die markenübergreifende Einführung neuer Merkmale und Funktionalität zu erleichtern. Außerdem planen wir angesichts unserer neuen Schuldenvereinbarung und der weniger restriktiven Verpflichtungen, die ein geringeres Mindestbarguthaben und günstigere Covenants Ratios voraussetzen, unsere Marketingaufwendungen mit erneutem Fokus auf Markenaufbaukompetenzen zu intensivieren und damit sicherzustellen, dass unser Portfolio unsere Markenangebote klar kommuniziert. So sind wir zuversichtlich, dass unsere Single-Community dadurch auf unseren Plattformen ihre idealen Partner findet.

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Ertragslage

Leistungsindikatoren

Wir überprüfen regelmäßig bestimmte finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, um die Wirksamkeit unserer Geschäftsstrategien zu evaluieren und die finanzielle Performance der Geschäfte zu überwachen.

Zu den von uns verwendeten Leistungsindikatoren sind die folgenden wesentlich für die Steuerung:

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden hauptsächlich durch Nutzer in Form von Abonnements generiert und abzüglich von Rückerstattungen und Kreditkartenrückbuchungen dargestellt.

Bereinigtes EBITDA

Das bereinigte EBITDA ist definiert als Konzerngewinn (bzw. -verlust) ohne Nettofinanzkosten, Ertragssteuern (bzw. Steuerrückerstattungen), Abschreibungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, Wertminderungen von Vermögenswerten, Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung, akquisitionsbedingte Kosten und sonstige Kosten.

Andere von uns verwendete Leistungsindikatoren sind unter anderem:

Gesamtanzahl der Registrierungen

Die Gesamtanzahl der Registrierungen ist definiert als die Gesamtanzahl der neuen Mitglieder, die sich mit ihrer E-Mail-Adresse auf den Plattformen registrieren. Dazu gehören Mitglieder, die Premium-Abonnements und kostenlose Mitgliedschaften abschließen.

Durchschnittliche Anzahl zahlender Abonnenten

Zahlende Abonnenten sind definiert als Personen, die eine monatliche Gebühr für den Zugang zu Premium-Diensten bezahlt haben, die u. a. unbegrenzte Kommunikation mit anderen registrierten Benutzern, Zugang zu Benutzerprofilbildern und erweiterte Suchfunktionen beinhalten. Durchschnittliche zahlende Abonnenten für jeden Monat werden berechnet als die Summe der zahlenden Abonnenten am Anfang und am Ende des Monats, geteilt durch zwei. Durchschnittliche zahlende Abonnenten für Zeiträume, die länger als einen Monat dauern, werden berechnet als Summe der durchschnittlichen zahlenden Abonnenten für jeden Monat geteilt durch die Anzahl der Monate in diesem Zeitraum.

Durchschnittlicher monatlicher Umsatz pro Nutzer ("ARPU")

Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Nutzer (ARPU) stellt den gesamten Netto-Umsatz der Nutzer für die Periode geteilt durch die Anzahl der durchschnittlichen zahlenden Abonnenten für die Periode, geteilt durch die Anzahl der Monate in der Periode, dar.

Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist definiert als Umsatz nach Abzug von Erstattungen und Kreditkartenrückbuchungen sowie abzüglich vom Direktmarketing.

Kosten für Direktmarketing

Kosten für Direktmarketing sind definiert als Online- und Offline-Werbeaufwendungen und sind in den Umsatzkosten innerhalb unserer Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthalten.

Ausgewählte historische Informationen zu den oben beschriebenen Leistungsindikatoren sind in der nachfolgenden Tabelle enthalten:

2021 2020
Gesamtzahl der Registrierungen 13.146.834 14.809.382
Durchschnittliche Anzahl zahlender Abonnenten 874.922 927.951
Gesamter monatlicher ARPU € 17,46 € 18,35
(in tausend):
Umsatzerlöse € 183.340 € 204.290
Kosten für Direktmarketing € 89.321 € 100.920
Deckungsbeitrag € 94.019 € 103.370

Die Anzahl der im Jahr 2021 neu auf unserer Plattform registrierten Kunden ging um 1,7 Mio. oder 11,2 %, verglichen mit 2020, zurück. Die durchschnittliche Anzahl zahlender Abonnenten verringerte sich im Jahr 2021 um 53.000, oder 5,7 %, verglichen mit 2020. Der Rückgang war hauptsächlich geringeren Registrierungen für Zoosk geschuldet.

Das monatliche ARPU für 2021 ging verglichen mit 2020 um 4,9 % zurück. Der ARPU-Rückgang war darauf zurückzuführen, dass wir anstelle von Preisanreizen längerfristige Abonnements incentivierten.

Das Direktmarketing ging 2021 verglichen mit 2020 um 11,6 Mio. Euro oder 11,5 %, zurück. Der Rückgang war die Folge niedriger Marketingkosten aufgrund bestehender Covenants im Zusammenhang mit bestehenden Darlehen.

Die Deckungsbeiträge gingen 2021 verglichen mit 2020 um 9,4 Mio. Euro oder 9,0 % zurück. Der Rückgang war einer Minderung bei den Umsatzerlösen für Zoosk geschuldet.

Bereinigtes EBITDA

Das bereinigte EBITDA ist eine der primären Kennzahlen, anhand derer wir die Leistung unseres Unternehmens bewerten, budgetieren, prognostizieren und das Management vergüten. Wir sind der Meinung, dass diese Kennzahl dem Management und den Anlegern von Periode zu Periode einen konsistenten Überblick über die aus dem laufenden Betrieb erwirtschafteten Kernergebnisse bietet und eine größere Transparenz in Bezug auf Leistungsindikatoren, die von der Geschäftsführung für die finanzielle und betriebliche Entscheidungsfindung verwendet werden, bietet. Wir definieren das bereinigte EBITDA als Konzerngewinn (-verlust) ohne Berücksichtigung von Nettofinanzierungsaufwendungen, Ertragsteuern, Abschreibungen, Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Goodwill, Aufwand für aktienbasierte Vergütung, akquisitionsbedingte und andere Kosten.

Das bereinigte EBITDA sollte nicht als Ersatz für den Konzernverlust/-gewinn (wie nach IFRS ermittelt) zum Zweck der Analyse unserer operativen Leistung oder Finanzlage verstanden werden, da das bereinigte EBITDA nicht nach IFRS definiert ist.

Die folgende Tabelle zeigt bestimmte ausgewählte Informationen und das bereinigte EBITDA für die dargestellten Zeiträume:

(in Euro Tausend) 2021 2020 (3) Abweichung Abweichung in %
Konzernverlust (54.504) (59.600) 5.096 (8,6) %
Nettofinanzierungsaufwendungen 11.236 11.989 (753) (6,3) %
Ertrag aus Ertragsteuern 20.658 4.473 16.185 361,8 %
Abschreibungen 6.068 8.782 (2.714) (30,9) %
Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Goodwill 39.664 59.751 (20.087) (33,6) %
Aufwand für aktienbasierte Vergütung 2.304 4.193 (1.889) (45,1) %
Akquisitionsbedingte Kosten (1) - 1.418 (1.418) (100,0) %
Sonstige Kosten (2) 3.486 2.466 1.020 41,4 %
Bereinigtes EBITDA 28.912 33.472 (4.560) (13,6) %

(1) Akquisitionsbedingte Kosten bestehen hauptsächlich aus Transaktionskosten, einschließlich Rechts- und Beratungskosten sowie Kosten für Abfindungen und Mitarbeiterbindung.

(2) Sonstige Kosten beinhalten in erster Linie Beratungs- und Vermittlungshonorare im Zusammenhang mit Sonderprojekten sowie Entschädigungen für Wettbewerbsverbote, Integrationsaktivitäten nach dem Zusammenschluss mit Zoosk und Transaktions- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Refinanzierung.

(3) Das Vergleichsjahr wurde im Vergleich zur Darstellung im Vorjahr angepasst. Der Konzern änderte seine Berechnung des bereinigten EBITDA, um eine Fair-Value-Anpassung von 1,1 Mio. Euro zu berücksichtigen, wodurch sich der Wert, der im Zusammenhang mit der Akquisition von Zoosk im Geschäftsjahr 2019 übernommenen Verbindlichkeiten verringert hat.

Das bereinigte EBITDA betrug in 2021 28,9 Mio. Euro, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Mio. Euro hauptsächlich aufgrund einer Minderung der Zoosk-Umsatzerlöse und einem gesteigerten Produktinvestment während des Berichtsjahrs.

Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse der Tätigkeiten für die dargestellten Zeiträume. Der Vergleich unserer historischen Ergebnisse im Zeitverlauf ist nicht notwendigerweise ein Indikator für die künftig zu erwartenden Resultate.

Operative Ergebnisse

(in Euro Tausend) 2021 2020 Abweichung Abweichung in %
Umsatzerlöse 183.340 204.290 (20.950) (10,3) %
Umsatzkosten (111.441) (124.937) 13.496 (10,8) %
Bruttogewinn 71.899 79.353 (7.454) (9,4) %
Sonstige Erträge 541 911 (370) (40,6) %
Operative Aufwendungen (55.386) (63.651) 8.265 (13,0) %
Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Goodwill (39.664) (59.751) 20.087 (33,6) %
Operativer Verlust (22.610) (43.138) 20.528 (47,6) %
Finanzerträge 12.641 7.142 5.499 77,0 %
Finanzaufwendungen (23.877) (19.131) (4.746) 24,8 %
Nettofinanzierungsaufwendungen (11.236) (11.989) 753 (6,3) %
Verlust vor Steuern (33.846) (55.127) 21.281 (38,6) %
Ertragsteueraufwand (20.658) (4.473) (16.185) 361,8 %
Konzernverlust (54.504) (59.600) 5.096 (8,6) %

Vergleich des aktuellen Geschäftsjahres mit dem Vorjahr

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2021 verglichen mit 2020 um 21,0 Mio. Euro oder 10,3 % gesunken. Der Umsatzrückgang war dem Rückgang bei der Anzahl der durchschnittlichen zahlenden Abonnenten von 5,7 % bezüglich der Marke Zoosk zuzuordnen; dieser wurde teilweise von der Erhöhung bei den Spark-Kernmarken ausgeglichen.

Umsatzkosten

Die Umsatzkosten bestehen hauptsächlich aus Direktmarketingkosten, Kosten für Rechenzentren, Kreditkartengebühren und Gebühren für die Verarbeitung mobiler Anwendungen. Die Umsatzkosten gingen im Jahr 2021 verglichen mit 2020 um 13,5 Mio. Euro oder 10,8 % zurück. Der Rückgang war hauptsächlich einer Reduzierung der Marketingaufwendungen für Zoosk und der Provisionsaufwendungen für mobile Anwendungen infolge des Rückgangs der Umsätze geschuldet.

Sonstige operative Aufwendungen

Sonstige operative Aufwendungen umfassen hauptsächlich Kosten für Vertrieb und Marketing, Kundendienst, technische Betriebs- und Entwicklungskosten und unternehmerische Funktionen. Diese Kosten beinhalten Personal-, Technologieplattform- und Systemkosten, Drittdienste und Honorare, Belegungs- und sonstige Gemeinkosten. Die sonstigen operativen Aufwendungen gingen im Jahr 2021 verglichen mit 2020 um 8,3 Mio. Euro oder 13,0 % zurück. Der Rückgang war hauptsächlich höheren Rechtskosten, die im Vorjahr in Verbindung mit Cybersecurity-Maßnahmen anfielen, und einem Rückgang der aktienbasierten Vergütungsaufwendungen infolge von einer höheren Anzahl an gewährten Optionen im Jahr 2020 und höherem Verfall im Jahr 2021 geschuldet. Weiterhin verzeichneten wir höhere Buchführungs- und Prüfungskosten in Verbindung mit der U.S. GAAP-Umstellung im dritten Quartal 2020. Im Jahr 2020 fielen für das Unternehmen ebenfalls höhere Geschäfts- und Software-Lizenzkosten an.

Nettofinanzierungsaufwendungen

Die Nettofinanzierungsaufwendungen setzen sich hauptsächlich aus Zinserträgen und -aufwendungen, Gewinnen und -verlusten aus der Fremdwährungsumrechnung sowie sonstigen Finanzierungsaufwendungen zusammen. Der Nettofinanzaufwand ging im Jahr 2021 auf 11,2 Mio. Euro zurück, verglichen mit 12,0 Mio. Euro im Jahr 2020. Der Rückgang bei den Finanzierungsaufwendungen insgesamt war hauptsächlich dem Zuwachs von 5,6 Mio. Euro bei den Gewinnen aus der Fremdwährungsumrechnung geschuldet und einem Rückgang von 6,4 Mio. Euro bei Zinsaufwendungen, die teilweise durch einen Anstieg der Verluste von 11,3 Mio. Euro aus der Fremdwährungsumrechnung ausgeglichen wurden. Die Minderung der Zinsaufwendungen war hauptsächlich auf einen Rückgang bei den Zinsaufwendungen in Verbindung mit einem Darlehensvertrag; dieser beinhaltet einen einmaligen Ertrag von 2,4 Mio. Euro im Jahr 2021 in Verbindung mit einem Covenants-Bruch bezogenen, temporären Verzicht (sog. covenants waiver laut Definition in Anhang 5.9) und einem einmaligen Verlust von 3,7 Mio. Euro im Jahr 2020 in Verbindung mit der zweiten Änderungsvereinbarung zum Darlehensvertrag (laut Definition in Anhang 5.9) zurückzuführen. Der Rückgang bei den Zinsaufwendungen in Verbindung mit dem Darlehensvertrag wurde teilweise mit einem Zuwachs der Zinsaufwendungen von 0,6 Mio. Euro aufgrund aufgeschobener Zahlung an die Anteilseigner von Zoosk aufgrund einer Erhöhung des ausgewiesenen Zinssatzes von 2 % auf 12 % per annum verrechnet.

Wertminderung

Für das Berichtsjahr 2021 erfassten wir Wertminderungsaufwendungen von 39,7 Mio. Euro, da das Unternehmen seine Finanzprognosen infolge erhöhter Kosten im Zusammenhang mit der Einführung verbesserter Sicherheitsmaßnahmen mit Blick auf ein erhöhtes Risiko von Cyberattacken, Verzögerungen bei Produktinitiativen und eines unsicheren COVID-19-Ausblicks überarbeitet hat und einen höheren Abzinsungssatz verwendet, um den höheren Risikofaktoren Rechnung zu tragen.

Ertragsteuern

Für das Geschäftsjahr 2021 bilanzierten wir eine Rückstellung für Ertragsteuern in Höhe von 20,7 Mio. Euro im Vergleich zu 4,5 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg des Ertragsteueraufwands entstand hauptsächlich aufgrund der Veränderung der Wertberichtigungen auf US-Bundes- und Landessteuern sowie auf deutsche Verlust- und Zinsvorträge, aktive latente Steueransprüche und der Wertminderung von Goodwill und immateriellen Vermögenswerten.

2.3.2. Finanzlage

Der laufende Liquiditätsbedarf von Spark Networks ergibt sich in erster Linie aus dem Bedarf aus dem working capital, Forschungs- und Entwicklungsbedarf und der Rückzahlung von Schulden. Darüber hinaus kann Spark Networks die Liquidität zur Finanzierung von Akquisitionen oder für andere Investitionen verwenden. Quellen der Liquidität sind Barguthaben und Cashflows aus dem operativen Geschäft sowie Kreditaufnahmen unter dem Senior Secured Facilities Agreement (laut Definition in Anhang 5.9 unseres Konzernabschlusses). Von Zeit zu Zeit kann Spark Networks zusätzliche Liquidität durch die Emission von Eigenkapital oder Schulden erhalten. Zum 31. Dezember 2021 und 2020 verfügte Spark Networks über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 14,3 Mio. Euro und 15,8 Mio. Euro. Die Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in den Berichtszeiträumen sind in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt.

Auf Grundlage unseres im Budget vorgesehenen Cashflows werden unsere derzeitigen liquiden Mittel und der Cashflow aus dem operativen Geschäft ausreichen, um unseren erwarteten Bedarf an liquiden Mitteln für Finanzverbindlichkeiten, Investitionen und vertragliche Verpflichtungen mindestens für die nächsten zwölf Monate zu decken. Wir gehen nicht davon aus, dass wir zusätzliches Kapital benötigen. Wir erwarten keine zusätzliche Kapitalaufnahme; sollte es jedoch erforderlich oder wünschenswert sein, könnte das Unternehmen die revolvierende Kreditlinie (laut in Anhang 5.9 unseres Konzernabschlusses) in Anspruch nehmen oder zusätzliches Eigenkapital auf dem privaten oder öffentlichen Markt ausgeben. Im Rahmen der Senior Secured Facilities Agreement unterliegt die Gesellschaft verschiedenen Finanzkennzahlen, einschließlich einer monatlichen Liquiditätsanforderung und vierteljährlichen Tests, einschließlich des Abdeckung durch Sicherheitengeber ("guarantor coverage test"), des maximalen Verschuldungsgrads und des Mindestdeckungsgrads der Vermögenswerte. Darüber hinaus enthält die Vereinbarung Klauseln, die unter anderem die Fähigkeit des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften einschränken, zusätzliche Schulden aufzunehmen, Pfandrechte zu bestellen, Fusionen oder Konsolidierungen vorzunehmen, Vermögenswerte zu verkaufen oder zu übertragen, Dividenden und Ausschüttungen zu zahlen und Aktienrückkäufe vorzunehmen, bestimmte Akquisitionen durchzuführen, bestimmte Transaktionen mit verbundenen Unternehmen vorzunehmen und die Geschäftsbereiche zu wechseln.

Kapitalflussrechnung

Die folgende Tabelle fasst die Cashflows von Spark Networks für die dargestellten Zeiträume zusammen:

31. Dezember,
(in Euro Tausend) 2021 2020 Abweichung Abweichung in %
Mittelzufluss aus operativen Tätigkeiten 17.232 17.856 (624) (3,5) %
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten (912) (2.870) 1.958 (68,2) %
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeiten (18.491) (12.418) (6.073) 48,9 %
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (2.171) 2.568 (4.739) (184,5) %

Operative Tätigkeiten

Unser Cashflow aus dem operativen Geschäft umfasst in erster Linie den Konzernverlust, bereinigt um (i) nicht zahlungswirksame Posten, die im Konzernverlust enthalten sind, wie Abschreibungen, Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Goodwill, aktienbasierte Vergütung und (ii) Änderungen der Salden der operativen Vermögenswerte und Schulden.

Der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft betrug 17,2 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2021, ein Anstieg um 0,7 Mio. Euro im Vergleich zu 17,9 Mio. Euro im Vorjahr hauptsächlich durch den geringeren Rohertrag.

Investitionstätigkeiten

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst in erster Linie die Entwicklung intern genutzter Software und den Erwerb von Sachanlagen.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten betrug 0,9 Mio. Euro für Geschäftsjahr, ein Anstieg um 2,0 Mio. Euro im Vergleich zu 2,9 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang ist in erster Linie auf die für die Zoosk-Akquisition gezahlten Barmittel in Höhe von 0,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2020 und die zusätzlichen Investitionsausgaben von 1,5 Mio. Euro im Jahr 2020 zurückzuführen.

Finanzierungstätigkeiten

Unser Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasst in erster Linie Veränderungen bei den langfristigen Schulden.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeiten betrug 18,5 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2021, ein Anstieg um 6,1 Mio. Euro im Vergleich zu 12,4 Mio. Euro im Jahr 2020. Die Erhöhung resultiert in erster Linie auf die zusätzlichen 5,0 Mio. Euro bei Einzahlungen aus Bankdarlehen im Jahr 2020 sowie Auszahlungen für Gebühren in Verbindung mit dem temporären Verzicht bezogen auf den Covenants-Bruch unter dem Darlehensvertrag im März 2021.

Darlehen

Zum 31. Dezember 2021 und 2020 belief sich der ausstehende Gesamtbetrag des befristeten Darlehens auf 75,5 Mio. Euro bzw. 85,3 Mio. Euro, und die fortgeführten Anschaffungskosten betrugen 72,4 Mio. Euro bzw. 83,2 Mio. Euro.

Der jährliche Rückgang bei den Darlehen ist auf vereinbarte planmäßige Tilgungsraten zurückzuführen.

Zum 31. Dezember 2021 betrug die ungenutzte Kreditlinie aus der revolvierenden Kreditlinie 5,0 Mio. $.

Wir befinden uns im Einklang mit all unseren finanziellen Covenants-Verpflichtungen mit einer Netto-Fremdkapitalquote von 2,12 am 31. Dezember 2021 und haben unsere Zahlungsverpflichtungen für die bestehende Laufzeit und revolvierende Kreditlinie jederzeit erfüllt.

Für weitere Details zu unseren Verbindlichkeiten verweisen wir auf Anhang 5.9 unseres Konzernabschlusses.

Am 11. März 2022 schloss das Unternehmen die erfolgreiche Refinanzierung der bestehenden revolvierenden Kreditlinie mittels Darlehen unter einem neuen Terminkredit mit MGG Investment Group LP, New York, USA, ab. Zusätzliche Informationen finden Sie in Anhang 8.6 unseres Konzernabschlusses.

2.3.3 Vermögenslage

Am 31. Dezember endende Jahre,
(in Euro Tausend) 2021 2020 Abweichung Abweichung
Zahlungsmittel und Zahlungsmittelequivalente 14.251 15.834 (1.583) (10,0) %
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 9.738 10.004 (266) (2,7) %
Goodwill 91.705 117.968 (26.263) (22,3) %
Immaterielle Vermögenswerte 61.597 66.537 (4.940) (7,4)%
Vermögenswerte 191.330 237.296 (45.966) (19,4) %
Summe Schulden 162.671 163.187 (516) (0,3) %
Gesamtes Eigenkapital 28.659 74.109 (45.450) (61,3) %

Aktiva

Der Rückgang bei den Vermögenswerten gegenüber dem Vorjahr war hauptsächlich der Wertminderung des Goodwills und intern entwickelter Software geschuldet.

Das Unternehmen führte seine jährliche Prüfung der selbst entwickelten Software für das am 31. Dezember 2021 endende Berichtsjahr durch und entschied, diverse Softwareentwicklungsprojekte des Unternehmens einzustellen, da sie strategisch nicht mehr zu neuen Produktinitiativen und Zielbereichen passten. Das Unternehmen erfasste Wertminderungen auf selbst entwickelte Software mit historischen Anschaffungskosten von 5,5 Mio. Euro und kumulierten Abschreibungen von 2,3 Mio. Euro und in Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte mit historischen Anschaffungsosten von 1,9 Mio. Euro, die in der vorgenannten Tabelle als Sonstige Immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen sind. Infolgedessen verbuchte das Unternehmen für das aktuelle Berichtsjahr einen Wertminderungsaufwand von 5,1 Mio. Euro.

Ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 34,6 Mio. Euro, der dem Geschäftssegment Zoosk zuzuordnen ist, wurde erfasst und als Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Goodwill in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Der Wertminderungsaufwand wurde in erster Linie auf einen Rückgang der geschätzten nicht diskontierten Cashflows und eine Erhöhung des Abzinsungssatzes aufgrund erhöhter Risikofaktoren zurückgeführt, was insgesamt dazu führte, dass der erzielbare Betrag unterhalb des Buchwertes lag.

Schulden

Der Rückgang bei den Schulden gegenüber der Vergleichsperiode war hauptsächlich der Rückzahlung von Fremdkapital sowie einem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des Zeitpunkts der Zahlungen zuzuordnen.

2.3.4 Gesamtdarstellung der wirtschaftlichen Situation

Im Jahr 2021 legten wir eine starke und gut durchdachte Roadmap für strategische Investitionen fest, die unsere Fähigkeit zur Skalierung weiter verbessern dürfte. Vier unserer fünf größten Marken, die fast die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmachen, konnten im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzwachstum verzeichnen, während der Umsatz von Zoosk im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr rückläufig war. Diesbezüglich haben wir die notwendigen Produktverbesserungen vorgenommen, um Zoosk im Jahr 2022 wieder zu einem Umsatzwachstum zu verhelfen. Mit dieser Innovation sowie mehreren anderen im Laufe des Jahres eingeführten Verbesserungen von Produkten und dem Nutzererlebnis konnten wir den Umsatzrückgang von Zoosk verringern und im zweiten Quartal in Folge einen Anstieg der organischen Neuregistrierungen bei Zoosk verzeichnen. Mit dem Wachstum unserer Kernmarken, die nicht zu Zoosk gehören, und dem bisherigen Ergebnis unserer Turnaround-Bemühungen, das wir bei Zoosk erreicht haben, sind wir bezogen auf das Geschäftsjahr 2021 zufrieden.

Wir sind der Meinung, dass dieses Investment in Talente, Produkte, Technologie und Vermarktung sowie unsere Stellung uns in die Lage versetzen, das signifikante Marktpotenzial auszuschöpfen und das Unternehmen im Jahr 2022 zurück auf den Wachstumspfad zu bringen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Laut einer Studie des Internationalen Währungsfonds und der Economic Outlook Update Study 2 werden die wirtschaftlichen Schäden des Krieges in der Ukraine zu einer deutlichen Verlangsamung des globalen Wachstums im Jahr 2022 beitragen, von schätzungsweise 6,1 % im Jahr 2021 auf 3,6 % im Jahr 2022. Nach 2022 wird das globale Wachstum mittelfristig auf etwa 3,3 % zurückgehen. Es wird erwartet, dass die Inflation im Jahr 2022 mit 5,7 % auf einem hohen Niveau bleibt, was auf den kriegsbedingten Anstieg der Rohstoffpreise und den zunehmenden Preisdruck zurückzuführen ist.

2 See https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2022/04/19/world-economic-outlook-april-2022

Der IBIS World Industry Report for Dating Services 3 prognostiziert, dass der Umsatz der Branche in den fünf Jahren bis 2026 jährlich um 7,8 % steigen wird, da das mit Online-Dating verbundene soziale Stigma abnimmt und volle Terminkalender alternative Möglichkeiten zum Kennenlernen potenzieller Partner einschränken. Darüber hinaus wird erwartet, dass der Anteil des mobilen Dating-Marktes am Branchenumsatz weiter zunimmt.

3 See https://www.ibisworld.com/united-states/market-research-reports/dating-services-industry/ - version June 2021

Die Performance von Spark Networks wird jedes Jahr von der Qualität der Gewinnung und Bindung zahlender Abonnenten beeinflusst, insbesondere auf dem nordamerikanischen Markt.

Im Jahr 2022 werden wir uns weiter auf unsere fünf Schlüsselmarken - Zoosk, EliteSingles, SilverSingles, Christian Mingle, und Jdate - konzentrieren und in Produkte, Technologie, Vermarktung und Personal investieren, um das unserer Einschätzung nach große Marktpotenzial für Spark zu erschließen.

Wir arbeiten daran, die Merkmale und Funktionalität unserer Produkte, und damit deren Potenzial zur Generierung von Umsätzen, weiter zu verbessern, indem wir die Attraktivität für Erstanwender erhöhen und neue Matching-Technologie implementieren. Des Weiteren wollen wir unsere Apps umgestalten, um die technische Komplexität der Plattform zugunsten besserer Stabilität zu mindern, Kosten zu reduzieren und die markenübergreifende Einführung neuer Merkmale und Funktionalität zu erleichtern.

Außerdem planen wir angesichts unserer neuen Finanzierungsvereinbarung und der weniger restriktiven Covenants-Verpflichtungen, unsere Marketingaufwendungen mit erneutem Fokus auf Markenaufbaukompetenzen zu intensivieren und damit sicherzustellen, dass unser Portfolio unsere individuellen und differenzierten Markenangebote klar kommuniziert.

Eine unserer wichtigsten Wachstumsstrategien besteht darin, in Personal zu investieren, um Sparks signifikantes zukünftiges Marktpotenzial zu erschließen. Neben dem jüngst eingestellten Chief Financial Officer und Head of Brand Marketing nimmt jetzt auch ein neuer Chief Product Officer (in Q2 2022) die Arbeit auf, während der Bereich Unternehmens- und Geschäftsentwicklung bereits im ersten Quartal 2022 eine neue Leitung erhielt.

Da sich vier unserer fünf Schlüsselmarken bereits im Wachstumsmodus befinden und Zoosk Anzeichen für einen positiven Turnaround zeigt, sind wir zuversichtlich, dass wir im gesamten Jahr 2022 wieder Umsatzwachstum verzeichnen werden. Wir haben einen gut ausgearbeiteten Fahrplan mit Strategien und Investitionen aufgestellt, um das Umsatzwachstum und letztlich den Unternehmenswert im Jahr 2022 und darüber hinaus zu steigern. Mit unserer neuen Kreditfazilität verfügen wir nun über die finanzielle Flexibilität, um diesen Plan umzusetzen. Dementsprechend erwarten wir für das Gesamtjahr 2022 eine Rückkehr zu einem mittleren bis hohen einstelligen Umsatzwachstum im Jahresvergleich, während wir gleichzeitig in Marketing investieren, um 2023 ein stärkeres Wachstum zu erzielen. Trotz dieser zusätzlichen Marketingaufwendungen erwarten wir für das Jahr 2022 eine bereinigte EBITDA-Marge im niedrigen zweistelligen Bereich, berechnet als Umsatz geteilt durch das bereinigte EBITDA.

Die Geschäftsentwicklung von Spark ist im Einklang mit dem Ausblick für das Geschäftsjahr 2022. Vorhersehbare Auswirkungen der COVID-19-Krise wurden im Ausblick in Betracht gezogen. Allerdings bestehen in vielen Dimensionen des Geschäfts erhebliche Unsicherheiten, die eine Prognose auf den aktuellen Kenntnisstand beschränken - sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Neben den bereits beschriebenen negativen Auswirkungen auf das Kundenverhalten ergeben sich zusätzliche Risiken aus möglichen weitergehenden staatlichen Restriktionen für die betriebliche Arbeit in Büros oder bei Dienstleistern sowie aus den Auswirkungen einer möglichen schweren globalen Rezession auf die Kundennachfrage. Es besteht daher das Risiko, dass diese Faktoren zu einer ungünstigen Geschäftsentwicklung führen könnten. In einem solchen Fall würden die Ergebnisse sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten EBITDA von dem vorgelegten Ausblick abweichen.

3.2 Risikobericht

Unser Geschäft wird von diversen, sich ständig weiterentwickelnden Gesetzen und Regierungsbehörden in Nordamerika und anderen Ländern, in denen wir tätig sind, reguliert. Wir unterliegen Gesetzen und Bestimmungen zu Internet-Kommunikation, Verbraucherschutz, Sicherheit und Datenschutz, geistigen Eigentumsrechten, Handel, Besteuerung, Entertainment, Recruiting und Werbung. Weiterhin könnten gesetzliche Unwägbarkeiten in Bezug auf inländische und ausländische staatliche Bestimmungen unsere operativen Aufwendungen hochtreiben, uns zwingen, unsere Leistungen zu verändern, die Lieferung von Leistungen über das Internet beschränken oder das Wachstum des Internets verlangsamen, was jeweils eine wesentliche nachteilige Auswirkung auf unser Geschäft, unsere finanzielle Lage und die operativen Ergebnisse haben könnte.

Die Schlüsselvorgaben des Risikomanagementsystems der Gruppe bestehen im Management und Streamlining des konzernweiten Risikomanagementverfahrens, der Kontrolle sämtlicher Risikomanagement-Aktivitäten und der Bereitstellung eines umfassenden Blicks auf sämtliche signifikante Risiken der Gruppe. Die Identifikation, Bewertung und regelmäßige Überwachung von Risiken sind wesentliche Voraussetzungen für die Erfüllung der Vorgaben. In unserer Risikostrategie berücksichtigen wir signifikante Risiken sowie Risiken, die eine Bedrohung darstellen, wenn sie auf Gruppenebene zusammenwirken. Die unten genannten Risiken könnten unser Geschäft, die operativen Ergebnisse und/oder finanzielle Lage ernsthaft schädigen und unsere Zukunftsaussichten verschlechtern und/oder den Börsenkurs reduzieren. Der Berichtszeitraum für die Risikobewertung ist 12 Monate ab Bewertungsdatum. Die Risiken sind seit dem Vorjahr unverändert geblieben.

Das Kreditrisiko erachten wir nicht als signifikant und wird deshalb nicht separat in diesem Abschnitt erwähnt, sondern im Anhang 7.2 des Konzernabschlusses.

Ungeachtet der Prozesse, die implementiert wurden, um Risiken zu erkennen, und der ergriffenen Gegenmaßnahmen gibt es in sämtlichen gewerblichen Aktivitäten Restrisiken, die nicht komplett eliminiert werden können, auch nicht durch ein umfassendes Risikomanagementsystem. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass gegenwärtig unbekannte potenzielle oder als unwesentlich angesehene Risiken eine negative Auswirkung auf die geschäftliche Performance haben könnten.

Schwankungen der Fremdwährungskurse

Wir sind auf verschiedenen internationalen Märkten tätig, in erster Linie in verschiedenen Rechtsordnungen innerhalb der EU, den Vereinigten Staaten und anderen internationalen Standorten, und infolgedessen einem Wechselkursrisiko für den Euro, den US-Dollar ("USD"), das Britische Pfund, den Australischen Dollar und den Kanadischen Dollar u.a. ausgesetzt. Wir rechnen internationale Umsätze in auf USD lautende operative Ergebnisse um, so dass sich in Zeiten eines stärkeren USD unsere nicht auf USD lautenden Umsätze bei der Umrechnung in USD verringern. Da die Wechselkurse schwanken, beeinträchtigt die Umrechnung internationaler Umsätze in auf USD lautende operative Ergebnisse die Vergleichbarkeit dieser Ergebnisse eines Zeitraums zum anderen. Ähnliche Risiken bestehen für uns bei Umsätzen in anderen Währungen. Schwankende Fremdwährungskurse können auch zu Wechselkursgewinnen und -verlusten führen. Wir beabsichtigen nicht, Fremdwährungsrisiken abzusichern. Erhebliche Wechselkursschwankungen bei einer Währung oder zusammen mit anderen Währungen könnten sich nachteilig auf künftige operative Ergebnisse auswirken.

Ungünstige Bedingungen auf den Kapital- und Kreditmärkten

Die Kapital- und Kreditmärkte waren in den letzten Jahren einer extremen Volatilität ausgesetzt, zuletzt angesichts der anhaltenden COVID-19-Pandemie und der Reaktion der amerikanischen und internationalen Regierungen darauf, einschließlich der Senkung der kurzfristigen Zinssätze durch die US-Notenbank im ersten Quartal 2020, sowie der daraus resultierenden möglichen weltweiten Rezession. In einigen Fällen haben die Märkte einen Abwärtsdruck auf die Verfügbarkeit von Liquidität und Kreditkapazität für bestimmte Emittenten ausgeübt. Wir könnten nicht in der Lage sein, auf Barmittel zuzugreifen oder Schulden aufzunehmen, wenn die anhaltenden makroökonomischen Auswirkungen, einschließlich der COVID-19-Pandemie, die Schließung von Banken für einen längeren Zeitraum oder ein plötzlicher Anstieg der Anfragen nach Schulden auf einmal von vielen potenziellen Kreditnehmern, den Bankensektor überfordern könnten.

Gesetzliche Anforderungen bezüglich des Schutzes persönlicher Daten

Es gibt zahlreiche Gesetze in den Ländern, in denen wir tätig sind, zum Datenschutz und zu der Speicherung, Weitergabe, Nutzung, Verarbeitung und Offenlegung von Informationen, deren Umfang ständiger Änderung unterliegt und die zuweilen unstimmig und widersprüchlich und Gegenstand unterschiedlicher Auslegung sind, während bereits neue Gesetze geplant und verabschiedet werden. Zum Beispiel verabschiedete 2016 die Europäische Kommission die Datenschutz-Grundverordnung ("DSGVO"), eine umfassende EU-Datenschutzreform, die im Mai 2018 in Kraft trat. Außerdem unterliegen wir Gesetzen, Regeln und Bestimmungen zur grenzüberschreitenden Übertragung von personenbezogenen Daten. Die Gruppe implementierte die relevanten Datenschutzverfahren. Die jeweiligen Prozesse und internen Dokumente wurden verbessert, während dem Thema intern mehr Gewicht verliehen wurde. Weiterhin bereitete die enge Kooperation zwischen den Rechts- und IT-Abteilungen den Boden für die Implementierung zusätzlicher technischer und organisatorischer Maßnahmen, um das Risiko der Nichteinhaltung von Datenschutzanforderungen zu reduzieren. Obwohl wir davon ausgehen, dass wir die Branchenstandards und die geltenden Gesetze und Verhaltenskodizes der Branche in Bezug auf den Schutz der Privatsphäre und den Datenschutz in allen wesentlichen Aspekten einhalten, gibt es keine Gewähr dafür, dass wir nicht mit Ansprüchen konfrontiert werden, die besagen, dass wir gegen geltende Gesetze oder Verhaltenskodizes verstoßen haben, dass wir in der Lage sind, uns erfolgreich gegen solche Ansprüche zu verteidigen, oder dass wir im Falle der Nichteinhaltung nicht mit erheblichen Geldbußen und Strafen belegt werden.

Cyber-Security

Unser Geschäft beinhaltet die Sammlung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung persönlicher Daten, einschließlich Kreditkarteninformationen. Darüber hinaus verwalten wir sensible und geschützte Informationen in Bezug auf unser Geschäft, wie z. B. unsere eigenen geschützten Informationen und persönliche Daten unserer Mitarbeiter. Eine zunehmende Anzahl von Organisationen, darunter große Online- und Offline-Unternehmen, Internetfirmen, Finanzinstitute und staatliche Einrichtungen, haben Angriffe ihrer Informationssicherheitssysteme und andere Vorfälle im Bereich der Informationssicherheit bekannt gegeben, darunter Cyberattacken, Ransomware, Computerviren, Würmer, Hacking, Phishing, Bot-Attacken oder andere destruktive oder störende Software, verteilte Denial-of-Service-Attacken und andere Versuche, sich Kundendaten anzueignen, von denen einige ausgeklügelte und sehr gezielte Angriffe waren. Wir haben in der Vergangenheit derartige Verletzungen, Angriffe und andere Vorfälle erlebt und erwarten, dass dies auch in Zukunft der Fall sein wird.

Zwar haben wir und unsere Dienstleister Systeme und Prozesse implementiert, die Datenverlust und sonstige Sicherheitslücken und Ereignisse verhindern sollen, doch diese Maßnahmen schützten unsere Systeme weder vollständig in der Vergangenheit noch werden sie dies in der Zukunft tun. Die IT und Infrastruktur, die in unserem Unternehmen und den Produkten Dritter zum Einsatz kommt, könnte für Cyberattacken anfällig sein oder Sicherheitsrisiken ausgesetzt sein, und Unbefugte könnten über diese Systeme Zugriff auf Informationen einschließlich personenbezogener Daten und anderer sensibler Nutzerdaten oder die persönlichen Daten von Mitarbeitern erhalten. Unsere IT-Sicherheitsbeauftragten überwachen laufend die relevanten Risikofelder und setzen Prozesse und Kontrollen zur Gewährleistung der Sicherheit von Daten und Tätigkeiten durch.

COVID-19-Pandemie

Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus und der Krankheit COVID-19 hat sich zu einer globalen Pandemie entwickelt. Angesichts der anhaltenden Ungewissheit in Bezug auf COVID-19 haben wir gewisse Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um das Risiko des Virus für unsere Mitarbeiter und die Gemeinden, in denen wir tätig sind, zu minimieren. Dazu gehört auch die vorübergehende Schließung einiger unserer Büros und die Virtualisierung, Verschiebung oder Absage einiger Veranstaltungen und Reisen, was negative Folgen für unser Geschäft haben kann.

Es ist möglich, dass die fortgesetzte und umfangreiche Home-Office-Regelung negative Auswirkungen auf unseren Betrieb, die Umsetzung unserer Geschäftspläne, die Produktivität und Verfügbarkeit von Schlüsselpersonal und anderen für die Durchführung unserer Geschäfte erforderlichen Mitarbeitern hat, ebenso wie auf Drittanbieter, die kritische Dienstleistungen für uns erbringen, oder dass aufgrund von Änderungen unserer normalen Geschäftspraktiken, die wegen des Ausbruchs des Virus und der damit verbundenen behördlichen Maßnahmen erforderlich sind, anderweitig Betriebsausfälle entstehen. Darüber hinaus verhängen Regierungen auf allen Ebenen weiterhin Beschränkungen für gesellschaftliche Zusammenkünfte in öffentlichen und privaten Räumen oder empfehlen diese. Die andauernde Gültigkeit dieser Beschränkungen und die zunehmende Zurückhaltung der Menschen, sich in öffentlichen Räumen aufzuhalten, könnte die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen in Zukunft verringern. Dementsprechend ist es zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, das Ausmaß der Auswirkungen von COVID-19 auf unser Geschäft abzuschätzen, da sich die Pandemie stetig weiterentwickelt und schlecht einzuschätzen bleibt.

3.3 Chancen-Bericht

Wir betreiben eine vielfältige globale Plattform von Premium-Online-Dating-Sites und mobilen Anwendungen. Diese diversifizierte Suite von Dating-Websites und mobilen Anwendungen ermöglicht es uns, verschiedene Funktionen von jeder der Marken in unserer gesamten geografischen Präsenz zu implementieren und ermöglicht zudem die schnelle und effektive Einführung neuer Marken und Produkte. Wir wollen soziale Merkmale in unseren Produkten mit Inhalt, Community und sozialen Entdeckungsfunktionen integrieren, so dass unsere Nutzer sich informeller verabreden und auf innovative Online-Dating-Optionen zurückgreifen können.

Wir sind eines der größten Online-Dating Unternehmen in den Vereinigten Staaten, gemessen am Umsatz. Dies ermöglicht die operative und finanzielle Größenordnung, die für bedeutende Investitionen in neue Technologien und Produkte erforderlich ist, und bietet gleichzeitig eine bessere Plattform, um Kunden zu gewinnen und zu binden.

Wir sind davon überzeugt, dass wir ein tiefes Verständnis dafür haben, wie wir Online- und Offline-Marketing einsetzen können, um den Traffic auf unseren Websites und mobilen Anwendungen zu steigern, und wir nutzen selbst entwickelte Technologien, um die Effizienz all unserer Marketingkampagnen zu analysieren. Dies gewährleistet einen effizienten und effektiven Einsatz des Marketingbudgets, der sich letztlich in höheren Margen niederschlägt. Wir glauben, dass wir das Potenzial haben, gemeinsame Nutzerpools für alle unsere Marken in jedem Markt aufzubauen und Matchmaking-Algorithmen einzusetzen, um unseren Nutzern bei einer weiteren Plattformkonsolidierung unserer Dating-Technologie die bestmöglichen Matches zu bieten. Die Zusammenlegung der Nutzerpools unseres kombinierten Markenportfolios würde den Nutzern aller unserer Plattformen einen Mehrwert bieten und es uns ermöglichen, schnell und effizient neue Produkte und Dienstleistungen einzuführen.

Wir gehen davon aus, dass wir auch in Zukunft weiterhin erhebliche Marketing-Mittel für Nordamerika bereitstellen werden, da wir sowohl das organische Wachstum unseres bestehenden Markenportfolios als auch die Expansion durch die Einführung neuer oder erworbener Marken vorantreiben wollen. Die Tatsache, dass wir eines der größten börsennotierten Dating-Unternehmen in den USA sind, ermöglicht es uns auch, unsere Anteile als Gegenleistung für Akquisitionen auszugeben, während wir eine weitere Konsolidierung in der Online-Dating Branche verfolgen.

4. Weitere Informationen

4.1 Erklärung zur Unternehmensführung

Bezüglich der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und 315d HGB verweisen wir auf die Website der Spark Networks SE (https://www.spark.net/investor-relations/corporate-governance/highlights).

4.2 Eigene Aktien

Bezüglich der am Bilanzstichtag gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG gehaltenen eigenen Aktien wird auf § 5 verwiesen. Anmerkungen zur Konzernbilanz - Anmerkungen zum Eigenkapital im Jahresabschluss der Spark Networks SE für 2021.

INHALTSVERZEICHNIS ZUM KONZERNABSCHLUSS

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 und 2020

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Geschäftsjahre 2021 und 2020

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Geschäftsjahre 2021 und 2020

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Geschäftsjahre 2021 und 2020

Anhang zum Konzernabschluss

Konzernbilanz

(in € Tausend)

Vermögenswerte Anhangsangabe 31. Dezember 2021 31. Dezember 2020
Langfristige Vermögenswerte 166.439 210.469
Goodwill 5.1 91.705 117.968
Immaterielle Vermögenswerte 5.1 61.597 66.537
Sachanlagen 5.2 2.183 1.463
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.4 4.310 5.679
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 5.5 249 247
Latente Steuern 5.6 6.395 18.575
Kurzfristige Vermögenswerte 24.891 26.827
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 9.738 10.004
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.3 6.241 4.520
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.4 1.335 2.760
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 5.5 2.162 2.724
Steuererstattungsansprüche 902 989
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.7 14.251 15.834
BILANZSUMME 191.330 237.296
Eigenkapital und Schulden
Eigenkapital 5.8 28.659 74.109
Gezeichnetes Kapital 2.662 2.662
Kapitalrücklagen 183.361 183.349
Rücklagen für aktienbasierte Vergütung 12.134 10.224
Konzernverlustvortrag (166.632) (112.128)
Kumuliertes sonstiges Gesamtergebnis (2.866) (9.998)
Langfristige Schulden 80.293 83.040
Finanzverbindlichkeiten 5.9 56.851 67.368
Sonstige Rückstellungen 5.10 7 17
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 5.11 14.568 13.148
Latente Steuerschulden 5.13 7.145 1.310
Steuerschulden 1.722 1.195
Vertragsverbindlichkeiten 5.14 - 2
Kurzfristige Schulden 82.378 80.147
Finanzverbindlichkeiten 5.9 15.533 15.789
Sonstige Rückstellungen 5.10 3.802 3.486
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 27.246 28.080
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.1 19.435 20.964
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 5.11 2.670 2.137
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 5.12 5.141 4.979
Steuerschulden 3.153 1.578
Vertragsverbindlichkeiten 5.14 32.644 31.214
Schulden 162.671 163.187
BILANZSUMME 191.330 237.296

Die beigefügten Anhangsangaben sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

(in € Tausend, außer Angaben zur Aktie)

Anhangsangabe 2021 2020
Umsatzerlöse 4.1 / 4.3 183.340 204.290
Umsatzkosten 4.4 (111.441) (124.937)
Bruttogewinn 71.899 79.353
Sonstige Erträge 4.5 541 911
Operative Aufwendungen 4.6 (55.386) (63.651)
Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Goodwill 5.1 (39.664) (59.751)
Betriebsergebnis (22.610) (43.138)
Finanzerträge 12.641 7.142
Finanzaufwendungen (23.877) (19.131)
Nettofinanzaufwendungen 4.7 (11.236) (11.989)
Verlust vor Steuern (33.846) (55.127)
Ertragsteuern 4.10 (20.658) (4.473)
Konzernverlust (54.504) (59.600)
Sonstiges Ergebnis 7.132 (14.417)
Gesamtverlust (47.372) (74.017)
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (€) 4.11 (20,88) (22,87)
Verwässertes Ergebnis je Aktie (€) 4.11 (20,88) (22,87)

Die beigefügten Anhangsangaben sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

(in € Tausend)

Anhangsangabe Gezeichnetes Kapital Eigene Aktien Kapitalrücklagen Rücklagen für aktienbasierte Vergütung
1. Januar 2020 5.8 2.662 (56) 183.405
Konzernverlust - - -
Sonstiges Ergebnis - - -
Gesamtverlust - - -
Aktienbasierte Vergütung 4.9 - - -
31. Dezember 2020 5.8 2.662 (56) 183.405
Konzernverlust - - -
Sonstiges Ergebnis - - -
Gesamtverlust - - -
Eigene Anteile, ausgegeben gemäß aktienbasierten Plänen - 12 -
Aktienbasierte Vergütung 4.9 - - -
31. Dezember 2021 5.8 2.662 (44) 183.405
Anhangsangabe Konzernverlustvortrag Kumuliertes sonstiges Gesamtergebnis (1) Eigenkapital
1. Januar 2020 6.031 (52.528) 4.419 143.933
Konzernverlust - (59.600) - (59.600)
Sonstiges Ergebnis - - (14.417) (14.417)
Gesamtverlust - (59.600) (14.417) (74.017)
Aktienbasierte Vergütung 4.193 - - 4.193
31. Dezember 2020 10.224 (112.128) (9.998) 74.109
Konzernverlust - (54.504) - (54.504)
Sonstiges Ergebnis - - 7.132 7.132
Gesamtverlust - (54.504) 7.132 (47.372)
Eigene Anteile, ausgegeben gemäß aktienbasierten Plänen (394) - - (382)
Aktienbasierte Vergütung 2.304 - - 2.304
31. Dezember 2021 12.134 (166.632) (2.866) 28.659

(1) Das kumulierte sonstige Gesamtergebnis besteht ausschließlich aus dem Nettowährungsumrechnungsgewinn oder -verlust. Die Posten wurden in den Gewinn oder den Verlust umgegliedert oder können anschließend umgegliedert werden. Es ergibt sich kein Steuereffekt. Für weitere Informationen siehe Anmerkung 5.8 Eigenkapital.

Die beigefügten Anhangsangaben sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

Konzern-Kapitalflussrechnung

(in € Tausend)

Anhangsangabe 2021 2020
Konzernverlust (54.504) (59.600)
Anpassungen für:
Abschreibungen auf Sachanlagen 5.2 928 1.033
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 5.1 5.140 7.749
Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Goodwill 5.1 39.664 59.751
Finanzierungsaufwendungen 4.7 11.236 11.989
Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 5.1/5.2 12 311
Aufwand für aktienbasierte Vergütung 4.9 2.304 4.193
Veränderung der betrieblichen Vermögenswerte und Schulden:
Veränderung der Vertragsverbindlichkeiten 5.14 138 (128)
Änderungen der Ertragsteuerpositionen 4.10 20.330 4.303
Änderung der Rückstellungen 5.10 176 (394)
Veränderung der sonstigen betrieblichen Vermögenswerte und Schulden 216 (792)
Veränderung der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen 5.3 803 1.588
Veränderung der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten 7.1 (2.723) (3.552)
Gezahlte Zinsen (8.004) (9.513)
Erhaltene Zinsen 182 294
Gezahlte Ertragsteuern (95) (679)
Erträge aus Leasingforderungen 1.429 1.303
Mittelzufluss aus operativen Tätigkeiten 17.232 17.856
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 5.1 (641) (2.215)
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen 5.2 (271) (190)
Auszahlungen für Unternehmenszusammenschlüsse, abzüglich der erworbenen Barmittel - (465)
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten (912) (2.870)
Einzahlungen aus Bankdarlehen 5.9 - 5.023
Tilgung von Bankdarlehen 5.9 (16.387) (13.532)
Sonstige Rückzahlungen im Zusammenhang mit Darlehen 5.9 (442) (2.198)
Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten 5.15 (1.662) (1.711)
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeiten (18.491) (12.418)
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (2.171) 2.568
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1. Januar 15.834 15.450
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 588 (2.184)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 5.7 14.251 15.834

Die beigefügten Anhangangaben sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses

Anhang zum Konzernabschluss

1. Beschreibung des Geschäfts und Grundlage des Abschlusses

1.1 Berichtendes Unternehmen

Spark Networks SE ("Spark Networks" oder "die Gruppe") ist ein globaler Betreiber von Online-Dating-Websites (einschließlich Zoosk, Inc. ("Zoosk"), EliteSingles, SilverSingles, Christen Mingle, Jdate und JSwipe) und richtet sich an die Zielgruppe im Alter von 40+ und religiösem Hintergrund, die auch der Suche nach ernsthaften und langfristigen Beziehungen ist. Die Marken der Gruppe sind auf Qualitäts-Dating mit echten Nutzern zugeschnitten, die in einer sicheren und komfortablen Umgebung nach Liebe und Gesellschaft suchen. Die Gruppe besteht aus der Spark Networks SE ("Spark Networks") und ihren hundertprozentigen Tochtergesellschaften. Spark Networks SE ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen. Die Gruppe hat ihren Sitz in der Kohlfurter Str. 41/43, 10999 Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München, Deutschland, unter HRB 232591. Spark Networks SE ist ein an der amerikanischen Börse Nasdaq unter dem Tickersymbol "LOV" börsennotiertes Unternehmen.

Die Geschäftstätigkeit der Spark Networks SE in ihrer heutigen Form ist das Resultat des Zusammenschlusses zwischen der Affinitas GmbH ("Affinitas") und Spark Networks, Inc. ("Spark") im Jahr 2017 sowie des Erwerbs der Zoosk, Inc. ("Zoosk") am 1. Juli 2019.

1.2 Grundlagen der Rechnungslegung

Dieser Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards ("IFRS"), die von der EU übernommen wurden sowie den ergänzenden Vorschriften des § 315e Abs. 1 HGB erstellt. Dieser wurde am 8. Juni 2022 vom Verwaltungsrat der Gruppe zur Veröffentlichung genehmigt.

1.3 Funktionale Währung und Berichtswährung

Dieser Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung der Gruppe, vorgelegt. Alle Beträge wurden, sofern nicht anders angegeben, auf volle Tausend gerundet. Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften der Gruppe werden in der lokalen Währung als funktionale Währung der Tochtergesellschaft erstellt. Die Gruppe rechnet die Vermögenswerte und Schulden in Euro um, wobei die Wechselkurse am Ende des Berichtszeitraums und die Erträge und Aufwendungen zu den durchschnittlichen Wechselkursen des Jahres verwendet werden. Der sich daraus ergebende Umrechnungsgewinn oder -verlust ist im kumulierten sonstigen Gesamtergebnis enthalten.

1.4 Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses hat die Geschäftsführung Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze der Gruppe und die ausgewiesenen Beträge von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Revisionen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.

Annahmen und Schätzungsunsicherheiten

Informationen über Annahmen und Schätzungsunsicherheiten können ein erhebliches Risiko bergen, das zu einer wesentlichen Anpassung für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr führen könnte, sind in den folgenden Abschnitten enthalten:

Erfassung und Bewertung von Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten: wesentliche Annahmen über Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß eines Abflusses von Ressourcen;

Werthaltigkeitsprüfung von immateriellen Vermögensgegenständen und Goodwill: wesentliche Annahmen über die

zugrunde liegenden erzielbaren Beträge;

Klassifizierung und Bewertung virtueller Aktienoptionspläne: wesentliche Annahmen, die der Klassifizierung der virtuellen Aktienoptionspläne als aktienbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapital zugrunde liegen, gedeckelte Black-Scholes Kaufoptionsangebotsmodelle zur Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der gewährten aktienbasierten Vergütungen;

Erfassung und Bewertung von selbst entwickelter Software: wesentliche Annahmen über den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, der von diesen immateriellen Vermögenswerten erwartet wird;

Erfassung von aktiven latenten Steuern: Verfügbarkeit zukünftiger steuerpflichtiger Gewinne, gegen die steuerliche Verlustvorträge verwendet werden können;

Unsicherheit über die Behandlung von Einkommensteuern: Hauptannahmen über die Prüfung der Steuerbehandlungen durch Steuerbehörden, die Ermittlung des zu versteuernden Gewinns (steuerlichen Verlusts), der Steuerbemessungsgrundlagen, der nicht genutzten steuerlichen Verluste, der nicht genutzten Steuergutschriften und Steuersätze sowie die Berücksichtigung von Änderungen der Fakten und Umstände;

Umsatzrealisierung: Wesentliche Annahmen über die Höhe der Gegenleistung, die der Gruppe im Austausch für Dienstleistungen zusteht, einschließlich Schätzungen über zukünftige Rückerstattungen und Rückbuchungen. Der Ertrag wird mit einem Betrag berücksichtigt, der die Gegenleistung widerspiegelt, den der Gruppe im Austausch für diese Dienstleistungen vertraglich geschuldet wird.

Bewertung von beizulegenden Zeitwerten

Eine Reihe von Rechnungslegungsgrundsätzen und Offenlegungen der Gruppe erfordern die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten, sowohl für finanzielle als auch für nicht-finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Die Gruppe überprüft regelmäßig bedeutende Parameter auf gegebenenfalls notwendige Bewertungsanpassungen.

Wenn Informationen von Dritten, wie z.B. Brokerinformationen oder Handelspreise, zur Bewertung des beizulegenden Zeitwerts verwendet werden, bewertet die Gruppe die von den Dritten erhaltenen Informationen, um die Schlussfolgerung zu untermauern, dass diese Bewertungen die Anforderungen der IFRS erfüllen, einschließlich der Ebene in der Zeitwerthierarchie, in die die Bewertungen eingeordnet werden sollten.

Bei der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendet die Gruppe so weit wie möglich beobachtbare Marktdaten. Die beizulegenden Zeitwerte werden in einer Zeitwerthierarchie auf der Grundlage der in den Bewertungsverfahren verwendeten Inputs wie folgt in verschiedene Stufen kategorisiert:

Stufe 1: notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden.

Stufe 2: andere Inputfaktoren als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt (d.h. als Preise) oder indirekt (d.h. abgeleitet von Preisen) beobachtbar sind.

Stufe 3: Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputs).

Wenn die zur Bewertung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in verschiedene Stufen der Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts fallen, dann wird die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts in ihrer Gesamtheit auf derselben Stufe der Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts kategorisiert wie die Eingaben der untersten Stufe, die für die gesamte Bewertung von Bedeutung sind.

Die Gruppe erfasst Umgruppierungen zwischen Ebenen der Zeitwerthierarchie am Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung stattgefunden hat.

Weitere Informationen zu den Annahmen, die bei der Bewertung der beizulegenden Zeitwerte getroffen wurden, sind in den folgenden Abschnitten enthalten:

bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden;

aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen;

immaterielle Vermögenswerte und Goodwill und

Finanzinstrumente

1.5 Neue Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen

Eine Reihe von neuen Standards und Standardänderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die nach dem 1. Januar 2022 beginnen, wobei eine frühere Anwendung zulässig ist; die Gruppe hat die folgenden neuen oder geänderten Standards bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses nicht vorzeitig übernommen.

Standard / Interpretation
Änderungen an IAS 37 Änderungen zu "Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung"
Änderungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41 Änderungen zu "Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards 2018-2020"
Änderungen an IAS 16 Änderungen zu "Sachanlagen: Erlöse vor beabsichtigter Änderungen an der "Definition eines Geschäftsbetriebs"
IFRS 17 Versicherungsverträge
Änderungen an IFRS 17 Änderungen an "Versicherungsverträge"
Änderungen an IAS 1 Änderungen zu "Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig"
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Änderungen zu "Veräußerungen oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und seinem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture".
Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2 Änderungen der "Offenlegung von Rechnungslegungsgrundsätzen"
Änderungen an IAS 8 Änderungen an der Definition "Bilanzielle Schätzung"
Änderungen an IAS 12 Änderungen zu "Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden, die aus einer einzigen Transaktion stammen"

Es wird erwartet, dass keiner dieser Standards, Änderungen von Standards oder neue Interpretationen einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gruppe haben wird.

Die folgenden Standards traten für die am 1. Januar 2021 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft und wurden von der Gruppe zum ersten Mal in diesem Konzernabschluss angewendet:

Änderungen an IFRS 16 - COVID-19-bedingte Zugeständnisse bei der Miete

Im Mai 2020 gab der IASB COVID-19-bedingte Zugeständnisse bei der Miete bekannt (Änderungen an IFRS 16). Mit den Ergänzungen wurde ein optionales Instrument eingeführt, das vereinfacht, wie ein Mieter Mietkonzessionen, die eine direkte Konsequenz von COVID-19 sind, ausweist. Gemäß dieser Notlösung muss ein Mieter nicht bewerten, ob zulässige Mietzugeständnisse Mietänderungen darstellen, und kann sie stattdessen im Einklang mit anderen anwendbaren Leitlinien verbuchen. Die Änderungen von 2020 galten nur für Mietzugeständnisse, bei denen eine Reduzierung der Leasingzahlungen ausschließlich Zahlungen betrifft, die ursprünglich bis zum 30. Juni 2021 fällig wurden. Die Änderungen von 2021 verlängerten die Notlösung um 12 Monate mit Wirkung für jährliche Berichtszeiträume ab dem 1. April 2021. Die Anwendung der Änderung hatte keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Änderungen zu IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 - Reform des Zinssatz-Benchmark - Phase 2

Am 29. September 2019 veröffentlichte das IASB die "Interest Rate Benchmark Reform (Änderungen zu IFRS 9, IAS 39 and IFRS 7)" als erste Reaktion auf die möglichen Auswirkungen der LIBOR-Reform auf die Finanzberichterstattung. Die Änderungen beinhalten eine Reihe von Erleichterungen, die für alle Sicherungsbeziehungen gelten, die direkt von der Zins Benchmark-Reform betroffen sind. Im August 2020 veröffentlichte der IASB die 'Interest Rate Benchmark Reform (Änderungen zu IFRS 9, IAS 39, IFRS 7 und IFRS 4 und IFRS 16) - Phase 2'. Die Phase 2-Änderungen behandeln Probleme, die sich aus der Implementierung der Reform des Zinssatz-Benchmarking ergeben, einschließlich des Austauschs eines Zinssatz-Benchmarks mit einem alternativen Benchmark-Satz. Die Umsetzung der Änderungen hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss für die dargestellten Zeiträume und es wird zukünftig kein wesentlicher Einfluss erwartet. Weitere Angaben über die Reform der Benchmark-Zinssätze und die damit verbundenen Risiken sind in Abschnitt 7.2 zu finden.

Anhang 2. Grundlage der Konsolidierung

Der vorliegende Konzernabschluss enthält die Abschlüsse von Spark Networks als Muttergesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften. Alle wesentlichen konzerninternen Transaktionen und Salden wurden bei der Konsolidierung eliminiert.

Tochtergesellschaften sind Einheiten, die von der Gruppe kontrolliert werden. Die Gruppe beherrscht ein Unternehmen, wenn es variablen Erträgen aus seiner Beteiligung an dem Unternehmen ausgesetzt ist oder Rechte auf diese hat, und die Möglichkeit besitzt, diese Erträge durch seine Verfügungsmacht über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss ab dem Datum des Beginns der Beherrschung bis zum Datum des Endes der Beherrschung berücksichtigt. Es gab keine Unternehmenszusammenschlüsse im Jahr 2021.

2.1. Zusammensetzung der Gruppe

Der Konzernabschluss umfasst die folgenden voll konsolidierten Tochtergesellschaften:

Gesellschaft Sitz, Land Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2021 Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2020
Spark Networks Services GmbH (vormals Affinitas GmbH) Berlin, Deutschland 100% 100%
Samadhi SAS (erworben am 30. September 2016) (1) Paris, Frankreich -% 100%
EliteSingles LLC (gegründet am 1. April 2015) Delaware, Vereinigte Staaten 100% 100%
Spark Networks, Inc. (erworben am 2. November 2017) Delaware, Vereinigte Staaten 100% 100%
Spark Networks Limited (erworben am 2. November 2017) London, Vereinigtes Königreich 100% 100%
LOV USA, LLC (erworben am 2. November 2017) Delaware, Vereinigte Staaten 100% 100%
Spark Networks USA, LLC (erworben am 2. November 2017) Delaware, Vereinigte Staaten 100% 100%
Spark Networks (Israel) Limited (erworben am 2. November 2017) Petah Tikva, Israel 100% 100%
JDate Limited (erworben am 2. November 2017) London, Vereinigtes Königreich 100% 100%
MingleMatch, Inc. (erworben am 2. November 2017) Utah, Vereinigte Staaten 100% 100%
Reseaux Spark Kanada Ltd. (erworben am 2. November 2017) (2) Quebec, Kanada -% 100%
SocialNet, Inc. (erworben am 2. November 2017) New York, Vereinigte Staaten 100% 100%
Smooch Labs, Inc. (erworben am 2. November 2017) Delaware, Vereinigte Staaten 100% 100%
SilverSingles LLC (gegründet am 22. Dezember 2018) Delaware, Vereinigte Staaten 100% 100%
LDS Singles LLC (gegründet am 17. Mai 2019) Delaware, Vereinigte Staaten 100% 100%
Adventist Singles LLC (gegründet am 17. Mai 2019) Delaware, Vereinigte Staaten 100% 100%
Charm Labs LLC (gegründet am 17. Mai 2019) Delaware, Vereinigte Staaten 100% 100%
Zoosk, Inc. (erworben am 1. Juli 2019) Delaware, Vereinigte Staaten 100% 100%
Zoosk Limited (erworben am 1. Juli 2019) London, Vereinigtes Königreich 100% 100%
Zoosk Ireland Limited (erworben am 1. Juli 2019) Dublin, Irland 100% 100%

(1) Aufgelöst am 18. Oktober 2021.

(2) Aufgelöst am 26. Mai 2021.

Befreiung von der Offenlegungsfrist und Patronatserklärung der Spark Networks SE

Die Spark Networks SE ist das oberste Mutterunternehmen von Spark Networks Services GmbH, einer in Deutschland gegründeten Gesellschaft, und hat beschlossen, die Spark Networks Services GmbH für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der gesetzlichen Abschlussprüfung zu befreien. Spark Networks SE übernimmt als Bedingung für die Inanspruchnahme dieser Befreiung eine Garantie für alle Verbindlichkeiten der Spark Networks Services GmbH zum 31. Dezember 2021. Die erforderlichen Unterlagen wurden beim Bundesanzeiger eingereicht.

Anhang 3. Wichtige Rechnungslegungsmethoden

3.1. Fremdwährungstransaktionen und -salden

Fremdwährungstransaktionen, Salden und Cashflows

Transaktionen in Fremdwährungen werden in die jeweiligen funktionalen Währungen der Tochtergesellschaften der Gruppe zu den am Transaktionsdatum geltenden Wechselkursen umgerechnet.

An jedem folgenden Abschlussstichtag werden monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen zum Wechselkurs des Berichtsdatums in die funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zum Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden zum Wechselkurs bei der Bestimmung des Zeitwertes in die funktionale Währung umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die auf der Grundlage historischer Kosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden zum Wechselkurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Wechselkursgewinne und -verluste, die sich aus der Abwicklung von Fremdwährungstransaktionen und der Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Schulden in Fremdwährungen in die funktionale Währung ergeben, werden unter Nettofinanzaufwendungen im Finanzergebnis ausgewiesen.

Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen

Die Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen in die Darstellungswährung basiert auf den folgenden Kriterien:

Vermögenswerte und Schulden werden zu den am Bilanzstichtag geltenden Stichtagskursen umgerechnet;

Erträge und Aufwendungen werden zu den durchschnittlichen Wechselkursen des Jahres umgerechnet. Diese Methode unterscheidet sich nicht wesentlich von der Verwendung des Wechselkurses zum Zeitpunkt der Transaktion.

Umrechnungsdifferenzen, die sich aus der Anwendung der oben genannten Kriterien ergeben, werden im Sonstigen Gesamtergebnis erfasst und sind nicht im Konzernverlust enthalten.

Bei einem vollständigen oder teilweisen Abgang eines ausländischen Tochterunternehmens, der zum Verlust der Beherrschung führt, wird der im Zusammenhang mit diesem ausländischen Geschäftsbetrieb bis zu diesem Zeitpunkt kumuliert im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag in den Gewinn oder Verlust als Teil des Abgangserfolgs umgegliedert.

3.2. Umsatzrealisierung und Vertragsabschlüsse

Umsatzrealisierung

Die Gruppe erfasst Erlöse in Übereinstimmung mit IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Die Gruppe generiert Umsatzerlöse hauptsächlich von Nutzern in Form von wiederkehrenden Abonnements. Die Gruppe erfasst die Umsatzerlöse in den folgenden Schritten: (1) Identifizierung des Vertrags bzw. der Verträge mit einem Kunden; (2) Identifizierung der Leistungsverpflichtungen im Vertrag; (3) Bestimmung des Transaktionspreises; (4) Aufteilung des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtungen im Vertrag; und (5) Erfassung der Umsatzerlöse, wenn bzw. sobald das Unternehmen seine Leistungsverpflichtung erfüllt.

Die Gruppe schließt Verträge mit Kunden ab, die Zusagen über die Bereitstellung von Abonnementdiensten mit erweitertem Zugang zu unseren Dating-Plattformen enthalten. Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die versprochenen Dienstleistungen für unsere Kunden erbracht werden, und zwar in einer Höhe, die die Gegenleistung widerspiegelt, auf die die Gruppe im Austausch für diese Dienstleistungen Anspruch hat. Abonnementumsätze werden nach Abzug von Erstattungen und Kreditkartenrückbuchungen ausgewiesen. Von Kunden eingezogene und an staatliche Stellen abgeführte Umsatz- und Mehrwertsteuern sind nicht in den Umsatzerlösen enthalten und werden als sonstige Verbindlichkeit in der Bilanz ausgewiesen.

Die Abonnenten zahlen im Voraus, hauptsächlich per Kreditkarte oder über mobile App-Stores. Die Gruppe erfasst abgegrenzte Umsatzerlöse, wenn Barzahlungen vor der Erfüllung seiner Leistungsverpflichtungen eingehen. Der erweiterte Zugang zu Dating-Plattformen stellt eine Reihe eigenständiger Dienstleistungen dar, da die Gruppe über die Laufzeit des Abonnements kontinuierlich einen erweiterten Zugang bereitstellt und daher eine eigenständige Leistungsverpflichtung darstellt, die über den Vertragszeitraum erfüllt wird. Die Umsatzerlöse werden linear über die Laufzeit des jeweiligen Abonnements erfasst, die im Wesentlichen zwischen einem und zwölf Monaten liegt. Bei Verträgen mit einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger wendet die Gruppe die Ausnahmeregelung nach IFRS 15.63 an und berücksichtigt daher nicht die Auswirkungen des Zeitwerts des Geldes.

Die Gruppe beurteilt, ob es angemessen ist, Umsatzerlöse auf Brutto- oder Nettobasis zu erfassen, basierend auf der Einschätzung, ob die Gruppe die Kontrolle über die spezifizierten Dienstleistungen erlangt, indem sie unter anderem berücksichtigt, ob sie primär für die Erfüllung der Zusage verantwortlich ist, Spielraum bei der Preisgestaltung und der Auswahl der Lieferanten hat. Basierend auf der Bewertung dieser Faktoren erfasst die Gruppe für Umsatzerlöse, die durch bestimmte mobile Anwendungen, einschließlich iOS und Android, erzielt werden, die Abonnementumsätze vor allem deshalb brutto, weil die Gruppe der Auftraggeber ist und das vertragliche Recht hat, den vom Abonnenten gezahlten Preis zu bestimmen. Die Gruppe erfasst die damit verbundenen Anwendungsbearbeitungsgebühren in der Periode, in der sie anfallen, als Umsatzkosten, ohne Abschreibungen und Amortisationen.

Umsatzerlöse werden auch mit virtueller Währung und Werbung erzielt. Virtuelle Währung kann von Mitgliedern und Abonnenten für bestimmte Premiumfunktionen, Zustellbestätigungen von Nachrichten und virtuelle Geschenke eingelöst werden. Die virtuelle Währung wird im Voraus bezahlt und zunächst als abgegrenzter Umsatz verbucht, und die Gruppe verbucht die Umsatzerlöse aus virtueller Währung, wenn sie eingelöst wird. Nicht eingelöste virtuelle Währung wird als Umsatz verbucht, wenn ein Benutzerkonto länger als zwei Jahre inaktiv ist. Werbeerlöse stammen hauptsächlich aus gesponserten Links und Display-Anzeigen und werden bei Anzeige der Anzeige auf Basis der Anzahl der Klicks erfasst.

Vertragsverbindlichkeiten

Der Saldo der Vertragsverbindlichkeiten besteht aus Vorauszahlungen, die vor der Leistung des Unternehmens erhalten werden oder fällig sind. Das Unternehmen stuft Vertragsverbindlichkeiten im Allgemeinen als kurzfristig ein, wenn die Laufzeit der anwendbaren Zeichnungsperiode oder die erwartete Erfüllung der Leistungsverpflichtung ein Jahr oder weniger beträgt.

3.3 Umsatzkosten

Die Kosten des Umsatzes bestehen in erster Linie aus Direktmarketingaufwendungen, Vergütungen und anderen mitarbeiterbezogenen Kosten für Personal, das mit der Wartung der Rechenzentren von Spark Networks betraut ist, Aufwendungen für Rechenzentren, Kreditkartengebühren und Gebühren für die Verarbeitung mobiler Anwendungen. Der Gruppe entstehen erhebliche Werbeaufwendungen, um Traffic auf ihren Websites zu generieren. Diese Werbeaufwendungen bestehen aus Offline-Marketing, insbesondere Fernseh- und Out-of-Home-Werbung, sowie Online-Werbung und sind den Umsatzerlösen, die die Gruppe von ihren Abonnenten erhält, direkt zurechenbar.

3.4. Leistungen an Arbeitnehmer

Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer werden als Aufwand verbucht, wenn die entsprechende Dienstleistung erbracht wird. Eine Schuld wird in Höhe des voraussichtlich zu zahlenden Betrags verbucht, wenn die Gruppe eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung zur Zahlung dieses Betrags aufgrund der vom Mitarbeiter in der Vergangenheit erbrachten Leistungen hat und die Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann.

Aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen

Der beizulegende Zeitwert von aktienbasierten Vergütungsvereinbarungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, die den Mitarbeitern gewährt werden, wird im Allgemeinen als Aufwand verbucht, mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals über die vereinbarte Dienstzeit. Der als Aufwand verbuchte Betrag wird angepasst, um die Anzahl der Vergütungen widerzuspiegeln, bei denen die damit verbundenen Dienst- und marktunabhängige Leistungsbedingungen voraussichtlich erfüllt werden, so dass der letztlich verbuchte Betrag auf der Anzahl der Vergütungen basiert, die die damit verbundenen Dienst- und marktunabhängige Leistungsbedingungen am Tag der Unverfallbarkeit erfüllen.

Die Gruppe verbucht Vergütungsaufwendungen auf linearer Basis ab dem Beginn der Dienstzeit. Bei Gewährungen mit abgestuften Ausübungsmerkmalen wird jede Tranche als separate Gewährung behandelt. Das bedeutet, dass jede Tranche separat über die zugehörige Laufzeit als Aufwand verbucht wird.

Das Unternehmen schätzt den beizulegenden Zeitwert jeder Aktienoption unter Anwendung des gedeckelten Black-Scholes Optionsmodells, weshalb das Management gewisse Annahmen zu zukünftigen Erwartungen auf Basis historischer und aktueller Daten anstellen muss. Die Annahmen umfassen die erwartete Laufzeit der Aktienoption, die erwartete Volatilität, die Dividendenrendite und den risikofreien Zinssatz. Die erwartete Laufzeit steht für den Zeitraum, in dem sich die gewährten Optionen voraussichtlich im Umlauf befinden (basierend auf der vereinfachten Methode), wenn die historische Erfahrung des Unternehmens bezüglich der Ausübung von Aktienoptionen nicht ausreicht, um die erwartete Laufzeit angemessen zu schätzen. Laut der vereinfachten Methode ist die Laufzeit der Durchschnitt aus der Zeit bis Übertragung und der vertraglichen Laufzeit der aktienbasierten Optionen. Die erwartete Volatilität wird auf Basis einer Kombination aus impliziten Marktvolatilitäten, historischen Volatilitäten unseres Aktienkurses und anderen Faktoren geschätzt. Die Dividendenrendite des Unternehmens basiert auf prognostizierten Zahlungen, die auf Null beziffert werden, und der risikofreie Zinssatz wird aus der Zinsstrukturkurve des US-Finanzministeriums abgeleitet, die zum Zeitpunkt der Gewährung gilt.

Beim Nettoausgleich einer Option erhält das Unternehmen keine Zahlung des Ausübungspreises von den Mitarbeitern, sondern reduziert die Anzahl der ausgegebenen Aktien entsprechend. Darüber hinaus nimmt das Unternehmen einen Nettoausgleich für die Zahlung der Mindesteinkommenssteuerverpflichtung des Berechtigten vor. Aktien, die aufgrund der Ausübung der Optionen ausgegeben werden, werden aus den konzerneigenen Aktien ausgegeben.

Beitragsorientierte Pläne

Verpflichtungen für Beiträge zu beitragsorientierten Plänen werden als Aufwand verbucht, wenn die damit verbundene Dienstleistung erbracht wird. Vorausbezahlte Beiträge werden in dem Umfang als Vermögenswert verbucht, in dem eine Barerstattung oder eine Reduzierung zukünftiger Zahlungen möglich ist.

Leistungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden als Schuld und Aufwand zu dem früheren der beiden folgenden Zeitpunkte verbucht: wenn die Gruppe das Angebot dieser Leistungen nicht mehr zurückziehen kann und wenn die Gruppe Kosten für eine Umstrukturierung gemäß IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen verbucht und die Zahlung von Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses beinhaltet. Wenn nicht erwartet wird, dass die Leistungen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Berichtsdatum vollständig beglichen werden, werden sie abgezinst.

3.5 Leasingverhältnisse

Die Gruppe wendet ein einheitliches Ansatz- und Bewertungskonzept für sämtliche Leasingverhältnisse an, außer für kurzfristige Mietsachen und Leasing von geringwertigen Vermögenswerten. Die Gruppe erfasst Leasing-Verbindlichkeiten für Leasingzahlungen und Nutzungsrechte, welche das Recht zur Nutzung der zugrundeliegenden Anlagen umfasst.

Nutzungsrechte

Die Gruppe erfasst Nutzungsrechte zum Anfangsdatum des Leasingverhältnisses (d.h. das Datum, an dem der zugrundeliegende Vermögenswert für die Nutzung bereitsteht). Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet und um etwaige Neubewertungen von Leasingverbindlichkeiten bereinigt. Die Gruppe hat die Nutzungsrechte aus den Leasingverträgen innerhalb der Sachanlagen, in der Konzernbilanz (Anhang 5.2) ausgewiesen.

Leasing-Verbindlichkeiten

Zum Anfangsdatum des Leasingverhältnisses erfasst die Gruppe Leasing-Verbindlichkeiten zum Barwert der Leasingzahlungen, die während der Leasinglaufzeit zu leisten sind. Die Leasingraten umfassen feste Zahlungen (einschließlich de-facto fester Zahlungen), abzüglich erhaltener Leasing-Anreize, variable Leasingzahlungen, die von einem Index oder einer Rate abhängen, und Beträge, deren Zahlung im Rahmen von Restwertgarantien erwartet wird. Variable Leasingzahlungen, die nicht von einem Index oder einer Rate abhängen, werden als Ausgaben im Zeitraum, in dem das die Zahlung auslösende Ereignis oder die jeweilige Bedingung eintritt, erfasst.

Bei der Berechnung des Barwerts der Leasingzahlungen wendet die Gruppe den gewichteten durchschnittlichen Grenzfremdkapitalzinssatz an, der zu Beginn des Leasingverhältnisses gilt, wenn der dem Leasingverhältnis innewohnende Zinssatz nicht problemlos bestimmbar ist. Nach dem Anfangsdatum wird der Betrag der Leasing-Verbindlichkeiten erhöht, um den Zinszuwachs, reduziert um die geleisteten Leasingzahlungen, widerzuspiegeln. Weiterhin wird der Buchwert von Leasing-Verbindlichkeiten neu bewertet, wenn es eine Änderung in der Leasinglaufzeit, bei den substanziellen festen Leasingzahlungen oder in der Bewertung bezüglich des Kaufs der zugrundeliegenden Anlage gibt.

Die Gruppe hat die Nutzungsrechte aus den Leasingverträgen innerhalb der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz (Anhang 5.11) ausgewiesen.

Leasingzahlungen

Leasingzahlungen setzen sich aus den folgenden Zahlungen für das Recht zur Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes während der Leasingdauer zusammen:

Feste Zahlungen (einschließlich substanzieller fester Zahlungen), abzüglich erhaltener Leasing-Anreize

variable Leasingzahlungen, die von einem Index oder einer Rate abhängen

Beträge, von denen erwartet wird, dass sie von der Gruppe im Rahmen von Restwertgarantien zu zahlen sind

den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Gruppe mit angemessener Sicherheit davon ausgehen kann, dass sie diese Option ausübt, und

Zahlungen von Strafen für die Kündigung des Mietvertrags, wenn die Mietdauer die Ausübung dieser Option durch die Gruppe widerspiegelt

Leasing-Forderungen

Wenn die Gruppe ein Untermietverhältnis eingeht, wird das Nutzungsrecht ausgebucht und die Nettoinvestition in das Untermietverhältnis zum Barwert der künftigen Untermietzahlungen, die über die Laufzeit des Untermietverhältnisses zu erhalten sind, erfasst. Jede Differenz zwischen dem Nutzungsrecht am Vermögenswert und der Nettoinvestition in das Untermietverhältnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Gruppe weist unverändert die Leasingverbindlichkeit im Zusammenhang mit dem Hauptleasingverhältnis aus. Während der Laufzeit des Unterleasingverhältnisses verbucht die Gruppe sowohl Finanzerträge aus dem Unterleasingverhältnis als auch Zinsaufwendungen aus dem Hauptleasingverhältnis. Die Gruppe weist die Leasing-Forderung aus einem Untermietvertrag in der Konzernbilanz unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Anhang 5.2).

Kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse für geringwertige Vermögenswerte

Die Gruppe wendet die Befreiung von der Erfassung kurzfristiger Leasingverhältnisse auf einige ihrer kurzfristigen Leasingverhältnisse an (d.h. Leasingverhältnisse, die eine Leasinglaufzeit von 12 Monaten oder weniger ab Anfangsdatum haben und keine Kaufoption enthalten). Die Befreiung gilt auch für Leasingverhältnisse, die als geringwertige Vermögenswerte auf Basis eines definierten Grenzwerts angesehen werden. Leasingzahlungen auf kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse für geringwertige Vermögenswerte werden als Ausgaben auf linearer Basis über die Leasinglaufzeit erfasst.

3.6. Finanzerträge und Finanzaufwendungen

Die Finanzerträge und Finanzaufwendungen der Gruppe umfassen Zinserträge und -aufwendungen sowie Gewinne und -verluste aus Fremdwährungsumrechnung. Zinserträge oder -aufwendungen werden nach der Effektivzinsmethode verbucht.

Der Effektivzinssatz ist der Zinssatz, der verwendet wird zur Abzinsung der geschätzten zukünftigen Barzahlungen oder -einnahmen bis zur erwarteten Fälligkeit des Finanzinstruments:

den Bruttobuchwert des finanziellen Vermögenswertes; oder

die fortgeschriebenen Kosten der finanziellen Schuld

Bei der Berechnung von Zinserträgen und -aufwendungen wird der Effektivzinssatz auf den Bruttobuchwert des Vermögenswertes (wenn der Vermögenswert nicht wertgemindert ist) oder auf die amortisierten Kosten der Schuld angewandt. Für die finanziellen Vermögenswerte, die nach der anfänglichen Verbuchung wertgemindert worden sind, wird der Zinsertrag jedoch berechnet, indem der Effektivzinssatz auf die amortisierten Kosten des finanziellen Vermögenswertes angewendet wird. Wenn der Vermögenswert nicht mehr wertgemindert ist, kehrt die Berechnung der Zinserträge auf die Bruttobasis zurück.

3.7. Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand umfasst laufende und latente Steuern und wird in der Gewinn- oder Verlustrechnung ausgewiesen.

Laufende Steuer

Die laufenden Steuern basieren auf dem zu versteuernden Einkommen oder Verlust für das Jahr und jeder Anpassung der Steuerschulden oder -forderungen in Bezug auf frühere Jahre. Der Betrag der laufenden Steuern ist die beste Schätzung des voraussichtlich zu zahlenden oder zu erhaltenden Steuerbetrags, die die Unsicherheit im Zusammenhang mit Ertragsteuern widerspiegelt, sofern vorhanden. Er wird unter Anwendung der am Berichtsdatum geltenden oder in Kürze geltenden Steuersätze bewertet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden in Bezug auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden für Finanzberichtszwecke und den für Steuerzwecke verwendeten Beträgen ausgewiesen. Latente Steuern werden nicht verbucht für:

temporäre Differenzen bei der erstmaligen Verbuchung von Vermögenswerten oder Schulden in einer Transaktion, die kein Unternehmenszusammenschluss ist und die weder den buchhalterischen noch den steuerpflichtigen Gewinn oder Verlust beeinflusst;

temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Investitionen in Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen und Joint Arrangements, soweit die Gruppe in der Lage ist, den Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen zu kontrollieren und es wahrscheinlich ist, dass sie sich in absehbarer Zeit nicht umkehren werden; und

zu versteuernde temporäre Differenzen, die aus der anfänglichen Verbuchung von Goodwill entstehen.

Aktive latente Steuern werden für nicht genutzte Steuerverluste, nicht genutzte Steuergutschriften und abzugsfähige temporäre Differenzen in dem Maße verbucht, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerpflichtige Gewinne zur Verfügung stehen, gegen die sie verwendet werden können. Zukünftige steuerpflichtige Gewinne werden auf der Grundlage von Geschäftsplänen für einzelne Tochtergesellschaften in der Gruppe und der Umkehrung temporärer Differenzen bestimmt. Latente Steueransprüche werden zu jedem Berichtsdatum überprüft und in dem Maße reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert wird; solche Reduzierungen werden rückgängig gemacht, wenn sich die Wahrscheinlichkeit künftiger steuerpflichtiger Gewinne verbessert.

Nicht verbuchte latente Steuerguthaben werden zu jedem Berichtsdatum neu bewertet und in dem Umfang verbucht, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass zukünftige steuerpflichtige Gewinne zur Verfügung stehen, gegen die sie verwendet werden können. Latente Steuern werden zu den Steuersätzen bewertet, die voraussichtlich für steuerpflichtige Einkünfte in den Jahren gelten, in denen diese zeitweiligen Differenzen erwartungsgemäß wiedererlangt oder ausgeglichen werden. Die Bewertung der latenten Steuern spiegelt die steuerlichen Folgen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, in der die Gruppe zum Berichtszeitpunkt erwartet, den Buchwert ihrer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu erlangen oder zu begleichen. Aktive und passive latente Steuern werden nur verrechnet, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind.

Dementsprechend werden aktive und passive latente Steuern für die zukünftigen Steuerfolgen verbucht, die sich aus den Differenzen zwischen den Buchwerten bestehender Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und ihrer jeweiligen Steuerbasis ergeben. Bei der Beurteilung der potenziellen Realisierung von latenten Steuerguthaben berücksichtigt das Management, ob es wahrscheinlicher ist, dass ein Teil oder die Gesamtheit der latenten Steuerguthaben realisiert wird. Die endgültige Realisierung latenter Steuerguthaben hängt von der Generierung künftiger steuerpflichtiger Erträge während der Perioden ab, in denen die steuerlichen Verlustvorträge der Gruppe abzugsfähig bleiben.

3.8. Vorausbezahlte Werbeausgaben

Die Gruppe zahlt regelmäßig im Voraus für Online- und Offline-Werbung und verbucht die vorausbezahlten Beträge als Umsatzkosten über die Vertragslaufzeiten hinweg, wenn der Verkäufer seinen Verpflichtungen nachkommt. Die Gruppe bewertet die Realisierbarkeit vorausbezahlter Beträge in jeder Berichtsperiode. Wenn der betreffende Dienstleister nicht in der Lage ist, seine Verpflichtung zu erfüllen, und nicht bereit oder in der Lage ist, die nicht gelieferten vorausbezahlten Beträge zurückzuzahlen, werden diese erfolgswirksam abgeschrieben. Vorausbezahlte Ausgaben werden als nichtfinanzielle Vermögenswerte ausgewiesen.

3.9. Unternehmenszusammenschlüsse

In den Vorjahren hat die Gruppe die Aktien oder bestimmte Vermögenswerte von Unternehmen in Transaktionen, die gemäß IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse als Unternehmenszusammenschlüsse betrachtet werden können, erworben. Bei der Erwerbsmethode teilt die Gruppe den Gesamtkaufpreis auf die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen materiellen und immateriellen Vermögenswerte sowie die übernommenen Schulden auf. Der über die beizulegenden Zeitwerte dieser identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden hinausgehende Kaufpreis wird als Goodwill verbucht. Die Bewertungen erfordern vom Management der Gruppe bedeutende Schätzungen und Annahmen, insbesondere in Bezug auf die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte und der erwarteten Nutzungsdauern, die jeder Klasse von erworbenen Vermögenswerten und Schulden zugewiesen werden. Verschiedene Klassen von Vermögenswerten besitzen unterschiedliche Nutzungsdauern.

Die vom Management der Gruppe vorgenommenen Schätzungen der beizulegenden Zeitwerte basieren auf Annahmen, die als vernünftig erachtet werden, die jedoch von Natur aus unsicher und unvorhersehbar sind, weshalb die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen können. Während des Bewertungszeitraums, der bis zu einem Jahr ab dem Erwerbsstichtag betragen kann, kann die Gruppe Anpassungen der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden mit einer entsprechenden Verrechnung mit dem Goodwill erfassen. Nach Abschluss dieses Zeitraumes werden alle nachfolgenden Anpassungen erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung verbucht.

Goodwill oder immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderungen überprüft. Transaktionskosten werden bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst. Die übertragene Gegenleistung umfasst keine Beträge, die sich auf die Abgeltung bereits bestehender Beziehungen beziehen. Solche Beträge werden in der Regel im Gewinn oder Verlust erfasst. Jede bedingte Gegenleistung wird mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Wenn eine Verpflichtung zur Zahlung einer bedingten Gegenleistung, die die Definition eines Finanzinstruments erfüllt, als Eigenkapital eingestuft wird, wird sie nicht neu bewertet und die Erfüllung wird im Eigenkapital erfasst. Andernfalls wird die sonstige bedingte Gegenleistung zu jedem Berichtszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet, und nachfolgende Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Im Jahr 2021 gab es keinen Unternehmenszusammenschluss.

3.10. Goodwill und immaterielle Vermögenswerte

Erfassung und Bewertung von Goodwill und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer

Goodwill, der sich aus der Übernahme von Tochtergesellschaften ergibt, wird zum beizulegenden Zeitwert am Übernahmedatum abzüglich kumulierter Wertminderungsverluste bewertet.

Der Goodwill der Gruppe stellt den Überschuss von Kaufpreisen über die beizulegenden Zeitwerte von erworbenem Nettovermögen dar, der sich aus Unternehmenserwerben ergibt. Immaterielle Vermögenswerte, die aus dem Erwerb von Unternehmen im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses resultieren, werden nach der Erwerbsmethode verbucht und vom Management auf der Grundlage des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Vermögenswerte geschätzt.

Das Management überprüft die potenzielle Wertminderung von Goodwill und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer mindestens einmal jährlich oder häufiger, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert des Goodwills möglicherweise nicht erzielbar ist. Die Geschäftsführung prüft auch routinemäßig, ob Ereignisse und Umstände weiterhin eine unbegrenzte Nutzungsdauer für immaterielle Vermögenswerte rechtfertigen, die nicht abgeschrieben werden.

Erfassung und Bewertung von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden nach der linearen Methode über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Zusätzlich zur Beurteilung der Werthaltigkeit überprüft das Management routinemäßig die verbleibende geschätzte Nutzungsdauer seiner abnutzbaren immateriellen Vermögenswerte. Falls die Gruppe ihre Schätzung der angenommenen Nutzungsdauer für irgendeinen Vermögenswert reduziert, wird der verbleibende nicht abgeschriebene Saldo über die angepasste geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.

Entwicklungskosten, wie z. B. für selbst erstellte Software, werden nur dann bilanziert, wenn die Aufwendungen zuverlässig gemessen werden können, das Produkt oder der Prozess technisch und kommerziell durchführbar ist, ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und die Gruppe beabsichtigt und über ausreichende Ressourcen verfügt, um die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Andernfalls wird der Aufwand im Gewinn oder Verlust erfasst, sobald er anfällt. Kosten, die in der Entwicklungs- und Nach-Implementierungsphase eines Projekts anfallen, werden bei ihrem Anfall als Aufwand verbucht, während direkte und indirekte Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklungsphase aktiviert und linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Kosten, die mit geringfügigen Verbesserungen und Wartungsarbeiten verbunden sind, werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als Aufwand verbucht. Nach der erstmaligen Verbuchung werden die Entwicklungsaufwendungen zu Kosten abzüglich der kumulierten Abschreibung und aller kumulierten Wertminderungsverluste bewertet.

Die geschätzte Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Lebensdauer für die laufende und die Vergleichsperiode ist wie folgt:

Marken und Warenzeichen: 10-20 Jahre

Andere immaterielle Vermögenswerte: 1-6 Jahre

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Das Management bewertet die potenzielle Wertminderung von Vermögenswerten, zu denen auch immaterielle Vermögenswerte gehören, immer dann, wenn Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes möglicherweise nicht erzielbar ist. Zu den Ereignissen und Umständen, die darauf hindeuten, dass ein Vermögenswert in seinem Wert gemindert sein könnte, können bedeutende Verringerungen des Marktwerts eines Vermögenswerts oder des Börsenkurses der Gruppe, ein erheblicher Rückgang der tatsächlichen oder geplanten Einnahmen, eine Änderung des Umfangs oder der Art und Weise der Nutzung eines Vermögenswerts, technologische Veränderungen, der Verlust von Führungskräften oder Personal in Schlüsselpositionen, Änderungen des Betriebsmodells oder der Betriebsstrategie der Gruppe und der Wettbewerbskräfte sowie andere Faktoren gehören. Darüber hinaus wird der Goodwill jährlich auf Wertminderung geprüft.

Für die Werthaltigkeitsprüfung werden die Vermögenswerte in der kleinsten Gruppe von Vermögenswerten zusammengefasst, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugen, die weitgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierender Einheiten ("CGU") sind. In einem Geschäftszusammenschluss erworbener Goodwill wird ab Erwerbsdatum zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("CGU") auf dem niedrigsten Niveau innerhalb der Organisation, welches das operative Segment ist, zugeordnet und dort für interne Managementzwecke überwacht. Der Goodwill wird den CGUs zugeordnet, von denen erwartet wird, dass sie von den Synergien des Zusammenschlusses profitieren. Die Gruppe hat zwei operative Segmente für Zwecke der Wertminderungsprüfung: Zoosk und Spark.

Wenn Ereignisse und Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts möglicherweise nicht erzielbar ist und die erwarteten diskontierten zukünftigen Cashflows, die dem Vermögenswert oder der CGU zuzuordnen sind, geringer sind als der Buchwert des Vermögenswerts, wird ein Wertminderungsverlust in Höhe des Überschusses des Buchwerts des Vermögenswerts über seinen geschätzten erzielbaren Betrag verbucht. Der erzielbare Betrag wird auf der Grundlage des Barwerts der geschätzten erwarteten zukünftigen Cashflows unter Verwendung eines dem Risiko entsprechenden Diskontsatzes und notierter Marktpreise oder geschätzter Werte, je nach Art der Vermögenswerte, bestimmt. Die für Vermögenswerte im Rahmen des Impairment-Tests verwendeten Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert wurden mit nicht beobachtbaren Inputs der Stufe 3 gemessen.

Nachträgliche Anschaffungskosten

Nachträgliche Anschaffungskosten werden nur aktiviert, wenn sie den künftigen wirtschaftlichen Nutzen des spezifischen Vermögenswertes, auf den sie sich beziehen, erhöhen. Alle anderen Kosten, einschließlich der Kosten für intern generierten Goodwill und Marken, werden bei ihrem Anfall im Gewinn oder Verlust verbucht.

3.11. Sachanlagen

Ansatz und Bewertung

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsverluste. Wenn wesentliche Teile einer Sachanlage unterschiedliche Nutzungsdauern haben, werden sie als separate Posten (Hauptkomponenten) der Sachanlage ausgewiesen. Die Gruppe hatte im Berichtszeitraum keinen Anwendungsfall des Komponentenansatzes.

Gewinne oder Verluste aus der Veräußerung einer Sachanlage werden in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

Abschreibungen

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen, die nach der linearen Methode über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswertes verbucht werden.

Die geschätzten Nutzungsdauern der Sachanlagen für die laufende und die Vergleichsperiode sind wie folgt:

Nutzungsrechte: die kürzere Nutzungsdauer des Nutzungsrechts oder die Laufzeit des Mietvertrags nach IFRS 16

Büroausstattung und Sonstiges: 3-5 Jahre

Beim Verkauf oder der Stilllegung von Sachanlagen werden die Kosten und die kumulierten Abschreibungen und Wertminderung aus der Konzernbilanz ausgebucht, wobei der daraus resultierende Gewinn oder Verlust, falls vorhanden, in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen wird.

Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden an jedem Berichtsdatum überprüft und gegebenenfalls angepasst.

3.12. Finanzinstrumente

Klassifikation und Bewertung

Die Gruppe wendet IFRS 9 an und klassifiziert ihre finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten in die folgenden Bewertungskategorien:

Zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL)

Zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI); oder

Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC)

Klassifizierung und Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten ist abhängig von:

dem Geschäftsmodell der Gruppe für die Steuerung der Vermögenwerte; und

die Cashflow-Eigenschaften der Vermögenswerte

Basierend auf diesen Faktoren klassifiziert die Gruppe ihre finanziellen Vermögenswerte in eine der folgenden drei Bewertungskategorien:

zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC): Vermögenswerte, die zur Einziehung von vertraglichen Cashflows gehalten werden, bei denen die Cashflows ausschließlich Zahlungen von Kapitalzinsen (SPPI) darstellen, und die nicht in der Kategorie FVTPL ausgewiesen sind, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Buchwert dieser Vermögenswerte wird um eine erwartete Wertberichtigung für Kreditverluste angepasst, die entsprechend verbucht wird. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden nach der Effektivzinsmethode unter den Finanzerträgen verbucht.

Zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI): Finanzielle Vermögenswerte, die sowohl zur Vereinnahmung vertraglich vereinbarter Cashflows als auch zum Verkauf der Vermögenswerte gehalten werden, wobei die Cashflows der Vermögenswerte ausschließlich Kapital- und Zinszahlungen darstellen und die nicht in der Kategorie FVTPL eingestuft sind, werden zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (FVOCI) bewertet. Bewegungen des Buchwertes werden über das sonstige Ergebnis ("OCI") verbucht, mit Ausnahme der Verbuchung von Wertminderungsgewinnen oder -verlusten, Zinserträgen oder -aufwendungen sowie von Wechselkursgewinnen und -verlusten, die im Gewinn oder Verlust verbucht werden. Wenn der finanzielle Vermögenswert ausgebucht wird, wird der kumulierte Gewinn oder Verlust, der zuvor in dem OCI verbucht und im Eigenkapital kumuliert wurde, in den Gewinn- oder Verlust umklassifiziert. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden nach der Effektivzinsmethode unter den Finanzerträgen verbucht.

Zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL): Vermögenswerte, die die Kriterien für die Kategorien zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum FVOCI nicht erfüllen, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei der erstmaligen Verbuchung kann ein Unternehmen einen finanziellen Vermögenswert unwiderruflich in die Kategorie FVTPL einstufen, wenn dadurch eine ansonsten auftretende Inkonsistenz bei der Bewertung oder Verbuchung beseitigt oder erheblich verringert wird.

Die finanziellen Verbindlichkeiten der Gruppe erfüllen die Bedingungen für eine Klassifizierung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Andere finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen sowie Wechselkursgewinne und -verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Die Gruppe ist einem Kreditrisiko ausgesetzt, wenn Gegenparteien ihre fälligen Zahlungen in Bezug auf die Begleichung von Forderungen aus Lieferung und Leistungen, insbesondere von Forderungen aus Rückbuchungen, nicht leisten, oder wenn ein Mieter keine fälligen Mietzahlungen in Bezug auf die Begleichung von Forderungen aus Mietverhältnissen, speziell in Bezug auf das untervermietete Eigentum der Gruppe, nicht leisten. Die Gruppe misst Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in einer Höhe, die den erwarteten Kreditverlusten während der Laufzeit entspricht und für Forderungen aus Mietverhältnissen in einer Höhe, die den erwarteten Kreditverluste für die nächsten zwölf Monate entspricht. Die Gruppe berücksichtigt die Ausfallwahrscheinlichkeit bei der erstmaligen Verbuchung des Vermögenswerts und prüft, ob das Kreditrisiko, während jeder Berichtsperiode erheblich gestiegen ist. Um zu beurteilen, ob es einen signifikanten Anstieg des Kreditrisikos gibt, vergleicht das Unternehmen das Risiko eines Ausfalls des Vermögenswerts zum Berichtszeitpunkt mit dem Ausfallrisiko zum Zeitpunkt der erstmaligen Verbuchung. Dabei berücksichtigt es verfügbare und, zukunftsgerichtete Informationen. Makroökonomische Informationen (wie z.B. Marktzinssätze oder Wachstumsraten) werden als Teil des internen Rating-Modells einbezogen. Bei der Ermittlung des Kreditrisikos in Bezug auf Forderungen aus Mietverhältnissen wird das spezifische Ausfallrisiko des Mieters berücksichtigt. Das Kreditrisiko in Bezug auf andere finanzielle Vermögenswerte bezieht sich hauptsächlich auf Bareinlagen bei Zahlungsdienstleistern. Das Management überwacht die Kreditwürdigkeit der Zahlungsdienstleister laufend. In der Vergangenheit gab es keine Anzeichen dafür, dass die Zahlungsdienstleister ihren Verpflichtungen nicht nachkommen würden.

3.13. Rückstellungen

Rückstellungen werden durch Diskontierung der erwarteten zukünftigen Cashflows zu einem Vorsteuerzinssatz bestimmt, der die aktuellen Marktbewertungen des Zeitwertes des Geldes und die für die Verbindlichkeit spezifischen Risiken widerspiegelt. Die Auflösung des Diskonts wird als Finanzaufwand verbucht.

Rechtliche Verfahren

Die Gruppe ist derzeit in bestimmte Gerichtsverfahren verwickelt. In dem Umfang, in dem ein Verlust im Zusammenhang mit einem solchen Verfahren vernünftigerweise geschätzt und wahrscheinlich ist, bildet die Gruppe eine Rückstellung. Aufgrund der Ungewissheiten in Bezug auf sowohl die Höhe als auch die Bandbreite des Verlusts bei bestimmten anhängigen Rechtsstreitigkeiten ist die Gruppe möglicherweise nicht in der Lage, eine vernünftige Schätzung der Schuld vorzunehmen, die sich aus einem ungünstigen Ausgang solcher Rechtsstreitigkeiten ergeben könnte. Sobald zusätzliche Informationen verfügbar werden, wird die Gruppe die potenzielle Schuld im Zusammenhang mit solchen anhängigen Rechtsstreitigkeiten bewerten und ihre Schätzungen vornehmen oder, falls notwendig, revidieren. Solche Revisionen der Schätzungen der Gruppe hinsichtlich der potenziellen Schuld könnten die Ertrags- und Finanzlage der Gruppe wesentlich beeinflussen.

Rückerstattungen

Eine Rückstellung für Rückerstattungen wird verbucht, wenn die zugrundeliegenden Dienstleistungen verkauft werden, basierend auf historischen Rückerstattungsdaten und einer Gewichtung der möglichen Ergebnisse gegen die damit verbundenen Eintrittswahrscheinlichkeiten.

Anhang 4. Angaben zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

4.1. Geschäftssegmente

Der Chief Executive Officer von Spark Networks ist der wichtigste operative Entscheidungsträger der Gruppe (Chief operating decision maker,"CODM").

In Übereinstimmung mit dem Managementansatz wurden die operativen Segmente auf der Grundlage der internen Berichterstattung der Gruppe identifiziert. Die interne Berichterstattung ist die Grundlage für die Zuteilung von Ressourcen und die Bewertung der Leistung der operativen Segmente durch den CODM.

Die Gruppe hat zwei operative Segmente, Zoosk und Spark., welche zu einem einzigen berichtspflichtigen Segment zusammengefasst werden. Das Spark-Segment umfasst die Altgeschäfte von Affinitas und Spark Inc., die vor dem Zusammenschluss 2017 separate Unternehmen waren. Die Bestimmung von zwei Geschäftssegmenten basiert auf den Finanzinformationen, die dem leitenden Entscheidungsträger regelmäßig zur Verfügung gestellt werden, um Managemententscheidungen zu treffen.

Bei operativen Entscheidungen und der Leistungsbeurteilung überprüft der leitende Entscheidungsträger den Deckungsbeitrag auf Ebene der operativen Segmente. Segmente mit ähnlichen wirtschaftlichen Merkmalen werden von der Gruppe als der im langjährigen Mittel ähnliche Deckungsbeitrag (Umsatzerlöse abzüglich direkter Marketingkosten) definiert. Beide Geschäftssegmente weisen einen im langjährigen Mittel ähnlichen Deckungsbeitrag auf. Die Gruppe stellt eine Plattform zur Verfügung für alleinstehende Personen, damit diese eine Beziehung finden können über Online-Dating-Seiten und Smartphone-Applikationen. Die Kunden sind alleinstehende Personen, die nach Beziehungen suchen. Die Marken benutzen alle ein Abonnement-Modell, in dem bestimmte Standard-Features gratis zur Verfügung gestellt werden, und andere Features (z. B. Interaktion mit anderen Community-Mitgliedern über Nachrichten) nur zahlenden Kunden zur Verfügung stehen. Die Gruppe bewirbt Spark und Zoosk weltweit und teilt die Kundennachfrage und den Zugang zu Kunden marken- und marktübergreifend, indem ähnliche Marketingmethoden eingesetzt werden. Die Gruppe teilt auch Ressourcen, Best Practices und Kunden zwischen Spark und Zoosk und arbeitet zum Nutzen der Kunden zusammen. Darüber hinaus sind Spark und Zoosk ähnlichen Wettbewerbs-, Betriebs- und Finanzrisiken ausgesetzt, darunter intensiver Wettbewerb, Wechselkursschwankungen, Risiken im Zusammenhang mit Wachstum und globaler Expansion, Abhängigkeit von Performance- und Marken-Marketing-Kanälen für den Verkehr auf den Plattformen, schnelle technologische und andere Marktveränderungen, Verletzungen der Cybersicherheit, Systemausfälle, Risiken im Zusammenhang mit der Akzeptanz von mobilen Geräten durch die Verbraucher, Steuerpflicht und andere. Da Spark und Zoosk ähnliche wirtschaftliche Merkmale aufweisen, fasst das Unternehmen die operativen Segmente zu einem berichtspflichtigen Segment zusammen.

Geografische Angaben

Die Gruppe ist auf der ganzen Welt tätig und erzielt Einnahmen in verschiedenen Ländern. Sie hat ihre Gesamteinnahmen auf der Grundlage der Länder, in denen die Umsätze erwirtschaftet werden, aufgeteilt und Länder, in denen sie mehr als 10 % ihrer Umsätze oder ihres langfristigen Vermögens ausmachen, als wesentlich eingestuft und gesondert ausgewiesen. Der Rest der Welt beinhaltet diverse Länder, die jeweils weniger als 10 % der Gesamtumsatzerlöse oder des langfristigen Vermögens ausmachen.

Umsatzerlöse 2021 2020
(in € Tausend)
Vereinigte Staaten € 120.043 € 136.320
Deutschland 1.238 1.569
Rest der Welt 62.059 66.401
€ 183.340 € 204.290
Langfristiges Vermögen 2021 2020
(in € Tausend)
Vereinigte Staaten € 150.349 € 175.998
Deutschland 5.270 8.759
Rest der Welt 115 1.458
€ 155.734 € 186.215

Langfristige Vermögenswerte enthalten keine Finanzinstrumente und latente Steuerforderungen.

Großkunden

Angesichts der Art des Geschäfts gibt es keinen wesentlichen Einzelkunden.

4.2. Saisonabhängigkeit der Geschäftstätigkeiten

Die Geschäfte der Gruppe unterliegen einer gewissen Saisonabhängigkeit. Höhere Betriebsgewinne werden gewöhnlich in der zweiten Jahreshälfte erwartet, da in den ersten sechs Monaten gewöhnlich höhere Marketingaufwendungen anfallen, während die Einnahmen in der ersten und zweiten Jahreshälfte auf einem ähnlichen Niveau liegen. Diese Informationen werden bereitgestellt, um ein besseres Verständnis der Ergebnisse zu ermöglichen; das Management ist jedoch zu dem Schluss gekommen, dass dies nicht "stark saisonabhängig" im Sinne des IAS 34 ist.

4.3 Umsatzerlöse

Für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 stellten sich die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden wie folgt dar:

(in € Tausend) 2021 2020
Umsatzerlöse aus Abonnements € 176.487 € 198.838
Umsatzerlöse aus virtueller Währung 4.424 3.107
Umsatzerlöse aus Werbeeinnahmen 2.429 2.345
Gesamtumsatz € 183.340 € 204.290

Der Umsatzrückgang von 2020 bis 2021 war hauptsächlich den reduzierten Aufwendungen für Direktmarketing geschuldet. Im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 wurden keine Umsätze aus in Vorperioden erfüllten Leistungsverpflichtungen realisiert.

Für Informationen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsverbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden wird auf Anhangsangabe 5.3 bzw. 5.14 verwiesen.

4.4 Umsatzkosten

Die Umsatzkosten stellen sich wie folgt dar:

(in € Tausend) 2021 2020 *
Aufwendungen für Direktmarketing € 89.321 € 100.920
Aufwendungen für Rechenzentren 5.928 6.434
Gebühren für Kreditkarten 5.599 5.846
Bearbeitungsgebühren für mobile Anwendungen 10.245 11.737
vPaas Streaming-Gebühren 348
Umsatzkosten gesamt € 111.441 € 124.937

* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss 2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung

Die Umsatzkosten setzen sich hauptsächlich aus Aufwendungen für Direktmarketing, Aufwendungen für Rechenzentren, Kreditkartengebühren und Gebühren für die Verarbeitung mobiler Anwendungen zusammen.

4.5 Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge stellen sich wie folgt dar

(in € Tausend) 2021 2020
Erlös durch Verkauf von Domain-Namen € 541 € 716
Sonstige Erträge - 195
Sonstige Erträge insgesamt € 541 € 911

In den Jahren 2021 und 2020 realisierte die Gruppe sonstige Erlöse durch den Verkauf von Domain-Namen in Höhe von € 0,5 Mio. bzw. 0,7 Mio.

4.6 Sonstige operative Aufwendungen

Die sonstigen operativen Aufwendungen bestehen in erster Linie aus Aufwendungen für Vertrieb und Marketing, Kundendienst, technische Abläufe und Entwicklung sowie Unternehmensfunktionen. Diese Kosten umfassen Personal, Kosten für Technologieplattformen und -systeme, Kosten für Dienstleistungen Dritter und Honorare, Raumkosten und sonstige Gemeinkosten.

Bestimmte Umgliederungen von Beträgen aus früheren Perioden in den nachstehenden Tabellen wurden vorgenommen, um sie an die Darstellung der laufenden Periode anzupassen. Diese Umgliederungen hatten keine Auswirkung auf unser Betriebsergebnis.

Die folgende Tabelle zeigt die Vertriebs- und Marketingkosten nach Art der Aufwendungen für die Jahre 2021 und 2020:

(in € Tausend) 2021 2020 *
Personal € 2.870 € 2.528
Software-Lizenzen 421 309
Abschreibungen 339 422
Dienstleistungen Dritter 400 533
Andere 309 255
Gesamte Vertriebs- und Marketingkosten € 4.339 € 4.047

* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss 2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung

Der Anstieg bei den Vertriebs- und Marketingaufwendungen von 2020 auf 2021 ist in erster Linie auf einen Anstieg der Personalkosten aufgrund eines höheren Personalbestands in der Vertriebs- und Marketingorganisation zurückzuführen.

Die folgende Tabelle zeigt die Kundendienstaufwendungen nach Art der Aufwendungen für die Jahre 2021 und 2020:

(in € Tausend) 2021 2020 *
Personal € 1.834 € 2.023
Dienstleistungen Dritter 3.385 3.506
Software-Lizenzen 836 786
Abschreibungen 65 106
Andere 228 309
Aufwendungen für den Kundenservice insgesamt € 6.348 € 6.730

* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss 2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung

Die Abnahme der Aufwendungen für Kundenservice von 2020 zu 2021 ist hauptsächlich auf eine Reduktion der Personalkosten durch die Konsolidierung des Personalbestands im Kundenservice zurückzuführen.

Die folgende Tabelle zeigt die technischen Betriebs- und Entwicklungskosten nach Arten der Aufwendungen für die Jahre 2021 und 2020:

(in € Tausend) 2021 2020 *
Personal € 9.750 € 9.508
Dienstleistungen Dritter 2.862 2.793
Software-Lizenzen 3.488 3.501
Abschreibungen 4.468 6.385
Andere 483 531
Technische Betriebs- und Entwicklungskosten insgesamt € 21.051 € 22.718

* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss 2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung

Der Rückgang der Aufwendungen für den technischen Betrieb und die Entwicklung von 2020 auf 2021 ist in erster Linie auf einen Rückgang der Abschreibungsaufwendungen zurückzuführen, der teilweise durch einen Anstieg der Personalkosten aufgrund eines höheren Personalbestands im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr ausgeglichen wurde. Die Gesamtaufwendungen Forschung und Entwicklung für 2021 und 2020 betrugen Euro 11.5 Mio. bzw. Euro 9.8 Mio., von denen Euro 0.5 Mio. Bzw. Euro 2.2 Mio. Im Jahr 2021 und 2020 aktiviert wurden.

Die folgende Tabelle zeigt die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen nach Art der Aufwendungen für die Jahre 2021 und 2020:

(in € Tausend) 2021 2020 *
Personalkosten € 8.916 € 11.887
Rechts-, Beratungs-, Buchführungs- und Prüfungskosten 7.413 8.487
Versicherungen 2.891 2.100
Lizenzen 122 1.332
Abschreibungen 1.196 1.869
Mehrwertsteuer- und Umsatzsteuerkosten 657 1.821
Sonstige Aufwendungen 2.453 2.660
Gesamte Verwaltungsaufwendungen € 23.648 € 30.156

* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss 2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung

Die Abnahme der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen im Jahr 2021 ist hauptsächlich einem Rückgang des Aufwands für aktienbasierte Vergütungen aufgrund höherer Zuwendungen im Jahr 2020 und höherem Verfall im Jahr 2021 zurückzuführen. Weiterhin verzeichneten wir höhere Buchführungs- und Prüfungskosten in Verbindung mit der U.S. GAAP-Umstellung im Jahr 2020. Außerdem hatte das Unternehmen im Jahr 2020 höhere Aufwendungen für Geschäfts- und Softwarelizenzen sowie höhere Mehrwertsteuer- und Umsatzsteuerkosten.

4.7 Nettofinanzierungsaufwendungen

In den am 31. Dezember 2021 und 2020 beendeten Jahren stellten sich die Nettofinanzierungsaufwendungen wie folgt dar:

(in € Tausend) 2021 2020 *
Gewinne aus Währungsumrechnung € 12.459 € 6.850 €
Zinserträge und ähnliche Erträge 182 292
Zinsaufwand für langfristige Verbindlichkeiten (8.914) (15.330)
Währungsumrechnungsverluste (14.963) (3.672)
Sonstige Finanzierungskosten 0 (129)
Finanzierungsaufwendungen insgesamt € (11.236) € (11.989)

* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss 2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung

Die Nettofinanzierungsaufwendungen bestehen in erster Linie aus Zinserträgen und -aufwendungen, Gewinnen und Verlusten aus der Fremdwährungsumrechnung und anderen Finanzaufwendungen. Der Rückgang bei den Finanzierungsaufwendungen insgesamt war hauptsächlich dem Zuwachs von Euro 5,6 Mio. bei Gewinnen aus der Fremdwährungsumrechnung geschuldet und einem Rückgang von Euro 6,4 Mio. bei Zinsaufwendungen, die teilweise durch einen Anstieg der Verluste von Euro 11,3 Mio. aus der Fremdwährungsumrechnung ausgeglichen wurden. Die Minderung der Zinsaufwendungen war hauptsächlich auf einen Rückgang bei den Zinsaufwendungen in Verbindung mit dem bestehenden Darlehen zurückzuführen; dieser beinhaltet einen einmaligen Ertrag von Euro 2,4 Mio. in 2021 in Verbindung mit einem Covenants-Bruch bezogenen, temporären Verzicht (sog. covenant waiver laut Definition in Anhang 5.9) und einem einmaligen Verlust von Euro 3,7 Mio. in 2020 in Verbindung mit der zweiten Änderungsvereinbarung zum Darlehensvertrag (laut Definition in Anhang 5.9). Der Rückgang bei den Zinsaufwendungen in Verbindung mit dem Vertrag über vorrangig besicherte Fazilitäten wurde teilweise mit einem Zuwachs der Zinsaufwendungen von Euro 0,6 Mio. aufgrund aufgeschobener Zahlung an die Anteilseigner von Zoosk aufgrund einer Erhöhung des ausgewiesenen Zinssatzes von 2% auf 12% per annum verrechnet.

4.8 Leistungen an Arbeitnehmer

Die folgende Tabelle zeigt die verschiedenen Arten von Aufwendungen, die als Leistungen an Arbeitnehmer erfasst werden:

(in € Tausend) 2021 2020 *
Löhne und Gehälter € 17.077 € 17.398
Sozialversicherungsbeiträge 3.141 2.548
Aktienbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 2.304 4.193
Leistungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses 288 780
Sonstige Leistungen an Arbeitnehmer 560 1.027
Gesamte Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer € 23.370 € 25.946

* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss 2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung

Der Rückgang des Aufwands für Leistungen an Arbeitnehmer ist in erster Linie auf einen Rückgang des Aufwands für aktienbasierte Vergütungen zurückzuführen, der durch höhere Zuteilungen im Jahr 2020 und eine höhere Verwirkung im Jahr 2021 bedingt ist.

In den Jahren 2020 und 2021 wurden Abfindungszahlungen in Höhe von Euro 0,3 Mio. bzw. Euro 0,8 Mio. als Aufwand verbucht, von denen Euro 0,3 Mio. bzw. Euro 1,7 Mio. Im Jahr 2021 bzw. 2020 ausgezahlt wurden.

Die Beiträge zu den beitragsorientierten Pensionsfonds, die als Sozialversicherungsbeiträge dargestellt werden, beliefen sich auf Euro 1,3 Mio. für die beiden Jahre 2021 und 2020.

Die Leistungen an Arbeitnehmer werden wie folgt auf die Funktionsbereiche aufgeteilt:

(in € Tausend) 2021 2020 *
Vertriebs- und Marketingaufwendungen € 2.870 € 2.528
Aufwendungen für Kundenservice 1.834 2.023
Technischer Betrieb und Entwicklungskosten 9.750 9.508
Verwaltungsaufwendungen 8.916 11.887
Gesamte Leistungen an Arbeitnehmer € 23.370 € 25.946

* angepasst im Vergleich zum Konzernabschluss 2020 aufgrund geänderter Kontenzuordnung

4.9 Aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen

Der Aufwand für aktienbasierte Vergütung spiegelt die Aktienzuteilungen wider, die im Rahmen des virtuellen Aktienoptionsplans 2018 von Spark Networks ("2018 VSOP") und des im Jahr 2020 verabschiedeten Long Term Incentive Plan ("LTIP") ausgegeben wurden.

2018 VSOP

Im Jahr 2017 legte Spark Networks den VSOP 2017 für ausgewählte Führungskräfte und Mitarbeiter des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften auf. Im März 2018 ersetzte das Unternehmen den VSOP 2017 durch die Einrichtung des VSOP 2018 für ausgewählte Führungskräfte und Mitarbeiter des Unternehmens und ihrer Tochtergesellschaften, wenn und soweit die Planteilnehmer des VSOP 2017 dieser Ablösung zugestimmt haben. Alle Planteilnehmer haben der Ablösung zugestimmt. Beide Pläne, die nach der Fusion zwischen Affinitas GmbH ("Affinitas") und Spark, Inc. im Jahr 2017 aufgelegt wurden, ersetzten Pläne, die unter Affinitas vor der Fusion in Kraft waren.

Im Rahmen des VSOP 2018 gewährte das Unternehmen den Teilnehmern eine bestimmte Anzahl virtueller Aktienoptionen im Austausch gegen Optionen, die im Rahmen des VSOP 2017 gewährt wurden, und/oder eine bestimmte Anzahl neuer virtueller Aktienoptionen. Die im Rahmen des VSOP 2018 ausgegebenen Optionen haben eine vertragliche Laufzeit von 85 Monaten und werden über einen Zeitraum von vier Jahren ab dem Zeitpunkt der Gewährung unverfallbar, wobei ein Viertel jeder Optionsgewährung am ersten Jahrestag der Ausgabe unverfallbar wird und die restlichen Optionen in sechsmonatigen Raten unverfallbar werden. Die VSOP-Optionen aus dem Jahr 2017, die gegen die VSOP aus dem Jahr 2018 ausgetauscht wurden, werden über einen Zeitraum von drei Jahren ab dem Gewährungszeitpunkt unverfallbar, wobei ein Drittel jeder Optionsgewährung am ersten Jahrestag der Ausgabe unverfallbar wird und die verbleibenden Optionen in sechsmonatigen Raten unverfallbar werden. Das Unternehmen wird keine weiteren Optionen im Rahmen des VSOP 2018 gewähren.

Unverfallbare Zuteilungen unter dem VSOP 2018 können entweder in Form von Aktien oder einem Barbetrag in Höhe des Marktpreises der ADS des Unternehmens abzüglich des Aktienpreises abgegolten werden. Die Art der Abrechnung liegt im Ermessen des Unternehmens. Infolgedessen werden die im Rahmen des VSOP 2018 ausgegebenen Prämien als mit Aktien beglichen behandelt.

Die folgende Tabelle fasst die Aktivitäten für die Optionen des Unternehmens im Rahmen des VSOP 2018 zusammen:

Anzahl der Optionen Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis Gewichtete durchschnittliche verbleibende Laufzeit
(in Jahren)
Ausstehend am 31. Dezember 2020 326.281 $ 11,56 4,15
Verfallen (16.250) $ 12,34
Ausstehend am 31. Dezember 2021 310.031 $ 11,52 3,12
Unverfallbare und ausübbare Optionen zum 31. Dezember 307.221 $ 11,50 3,12

Da die Optionen einem gestaffelten Erdienungszeitraum unterliegen, wird der beizulegende Zeitwert jeder Tranche am Tag der Gewährung anteilig über den entsprechenden Erdienungszeitraum als Aufwand erfasst. Der geschätzte Verfall wird angepasst, wenn die Anzahl der Optionen, die voraussichtlich unverfallbar werden, von der vorherigen Schätzung abweicht, und alle Unterschiede zwischen tatsächlichem und geschätztem Verfall werden in der Periode berücksichtigt, in der sie auftreten.

Die am 31. Dezember 2021 ausstehenden Optionen hatten einen Ausübungspreis zwischen $ 9,06 und $ 14,63 (2020: $ 9,06 und $ 14,63).

2020 Langfristiger Incentive-Plan

Im Januar 2020 verabschiedete der Verwaltungsrat des Unternehmens den Langfristigen Incentive-Plan (der "LTIP") für ausgewählte Führungskräfte und Mitarbeiter des Unternehmens und ihrer Tochtergesellschaften als Teil ihrer Vergütung für zukünftige Leistungen. Der LTIP sieht die Gewährung von virtuellen Aktienoptionen vor. Jede Option verbrieft das Recht, bei Ausübung einen bestimmten Betrag in bar zu erhalten, der auf der Grundlage des jeweiligen ADS-Aktienkurses der Option abzüglich des Ausübungspreises dieser Option bestimmt wird; das Unternehmen kann jedoch nach eigenem Ermessen beschließen, die Optionen statt in bar in ADS oder Stammaktien der Spark Networks abzugelten. Der LTIP sieht vor, dass der Ausübungspreis auf jeden vom Verwaltungsrat festgelegten Betrag, einschließlich Null, festgelegt werden kann. Gemäß dem LTIP ist der "ADS-Aktienkurs" zum Zeitpunkt der Gewährung der durchschnittliche Schlusskurs eines ADS von Spark Networks, der an der NYSE American für den Zeitraum von fünf Handelstagen vor diesem Datum gehandelt wurde. Die Spark Networks stuft die im Rahmen des LTIP gewährten Optionen als "equity-settled" ein.

Die im Rahmen des LTIP gewährten Optionen haben eine vertragliche Laufzeit von 85 Monaten und werden, vorbehaltlich der weiteren Zugehörigkeit des Mitarbeiters zum Unternehmen, wie folgt unverfallbar: (i) 25 % der Gesamtzahl der einem Teilnehmer gewährten Optionen werden 12 Monate nach dem Tag der Gewährung dieser Option unverfallbar, und (ii) weitere 6,25 % dieser Optionen werden am Ende jedes weiteren Dreimonatszeitraums danach bis zum Ende des 48. Monats unverfallbar.

Im Zusammenhang mit der Verabschiedung des LTIP genehmigte der Verwaltungsrat für das Jahr 2020 die Ausgabe von virtuellen Optionen für bis zu drei Millionen ADSs, einschließlich bis zu einer Million Optionen zum Nullpreis. Im Jahre 2021 autorisierte der Verwaltungsausschuss 500.000 zusätzliche ADS, die unter dem Plan ausgegeben werden können, jeweils als kostenlose Optionen. Am 31. Dezember 2021 waren 197.772 virtuelle Optionen und 915.932 zero-price Optionen für zukünftige Gewährungen verfügbar.

Für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr wurde der beizulegende Zeitwert der virtuellen Aktienoptionen und der Zero-Price-Optionen anhand eines Binomial-Optionspreismodells ermittelt. Die in die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Gewährung eingeflossenen Parameter sind im Folgenden zusammengefasst:

Virtuelle Optionen Zero-Price Optionen
Aktienpreis ($) $2,77 - $6,09 $2,91 - $6,42
Ausübungspreis ($) $2,23 - $4,88 $-
Laufzeit der Optionen (Monate) 85 85
Volatilität 40,0% - 49,0% 50,2% - 74,9%
Dividendenrendite -% -%
Risikofreie Rate 0,52% - 1,51% 0,17% - 1,48%

Für den Zeitraum bis Ende des Geschäftsjahres werden die beizulegenden Zeitwerte der virtuellen Aktienoptionen und kostenlosen Optionen unter Anwendung des gedeckelten Black-Scholes-Kaufoptionsmodells gemessen. Das Black-Scholes-Kaufoptionsmodell erfüllt die Zeitwert-Messvorgabe, und es gab keine wesentliche Auswirkung infolge der Änderung der Bewertungstechniken. Die in die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Gewährung eingeflossenen Parameter sind im Folgenden zusammengefasst:

Virtuelle Aktienoptionen Kostenlose Optionen
Long Call Option Short Call Option (Cap) Long Call Option Short Call Option (Cap)
Aktienpreis $3,21 - $5,42 $3,21 - $5,42 $3,21 - $5,42 $3,21 - $5,42
Ausübungspreis $3,13 - $5,34 $31,3 - $53,4 $0 $50
Zeitraum (Term) 4,65 - 4,67 4,65 - 4,67 4,65 - 4,67 4,65 - 4,67
Volatilität 62,7% - 64,0% 62,7% - 64,0% 62,7% - 64,0% 62,7% - 64,0%
Dividende -% -% -% -%
Risikofreie Rate 0,7% - 0,9% 0,7% - 0,9% 0,7% - 0,9% 0,7% - 0,9%

Die folgende Tabelle fasst die Veränderungen der Optionen des Unternehmens im Rahmen des LTIP 2020 für das Jahr 2021 zusammen:

Anzahl der Optionen Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis Gewichtete durchschnittliche verbleibende Laufzeit
(in Jahren)
Ausstehend am 31. Dezember 2020 1.550.000 $ 4,74 6,22
Gewährt 523.400 $ 4,50
Ausgeübt (7.250) $ 3,14
Verfallen (263.922) $ 4,47
Ausstehend am 31. Dezember 2021 1.802.228 $ 4,71 5,62

Der gewichtete durchschnittlich beizulegende Zeitwert von Optionen während des am 31. Dezember 2021 endenden Berichtsjahrs betrug $1,89 (2020: $3,00). Die am 31. Dezember 2021 umlaufenden Optionen hatten einen Ausübungspreis im Bereich von $3,13 bis $5,34 (2020: $2,23 bis $4,88).

Die folgende Tabelle fasst die Aktivität für die Zero-Price-Optionen des Unternehmens im Rahmen des LTIP 2020 zusammen:

Anzahl der Optionen
Ausstehend am 31. Dezember 2020 674.000
Gewährt 200.900
Ausgeübt (207.004)
Verfallen (83.828)
Ausstehend am 31. Dezember 2021 584.068

Der gewichtete durchschnittlich beizulegende Zeitwert von Optionen während des Berichtsjahres 2021 betrug $3,85 (2020: $6,14).

Pre-merger Share Awards

Vor dem Zusammenschluss mit Affinitas im Jahr 2017 gewährte Spark Inc. aktienbasierte Vergütungsprämien im Rahmen des Omnibus-Incentive-Plans 2007 (der "Spark Inc. 2007 Plan"). Zum Zeitpunkt der Verschmelzung bestanden die ausstehenden Zuteilungen im Rahmen des Spark Inc. 2007 Plan ("Spark Inc.-Optionen") ausschließlich aus nicht qualifizierten Aktienoptionen. Da die Verschmelzung als Kontrollwechsel im Rahmen des Spark Inc. 2007 Plans angesehen wurde, wurden alle ausstehenden, noch nicht unverfallbaren Optionen vollständig unverfallbar.

In Verbindung mit der Verschmelzung mit Affinitas gründete Spark Inc. den Chardonnay Trust mit dem Zweck, eine solche Anzahl von Aktien von Spark Networks ADSs zu halten, die erforderlich ist, um alle nicht ausgeübten Aktienoptionen von Spark Inc., die im Rahmen des Spark-Plans 2007 gewährt wurden, zu begleichen. Für 2021 und 2020 wurde kein aktienbasierter Vergütungsaufwand für die gewährten Optionen unter dem Spark Inc. 2007 Plan erfasst. Der Chardonnay Trust wurde 2021 geschlossen.

Für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 verbuchte das Unternehmen für alle Pläne aktienbasierte Vergütungsaufwendungen in Höhe von insgesamt Euro 2,3 Mio. bzw. Euro 4,2 Mio., die in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als Bestandteil der Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen sind.

4.10 Ertragsteuern

Die Hauptbestandteile der Ertragsteuern sind wie folgt aufgeschlüsselt:

in Euro Tausend) 2021 2020
Laufende -Ertragsteueraufwendungen (2.560) (1.217)
Laufende Ertragsteueraufwendungen (2.646) (1.251)
Berichtigungen für laufende Ertragsteuern aus früheren Perioden 86 34
Latente Steueraufwendungen (18.098) (3.256)
Latente Steuern aus dem Entstehen und der Umkehrung von temporären Differenzen und der Wertberichtigung aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge (16.777) (1.974)
Latente Steuern aus der Anpassung von Vorjahren 28 -
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge (1.349) (1.282)
Gesamt (20.658) (4.473)

Basierend auf dem konsolidierten Verlust vor Steuern stellt sich die Überleitung auf den Ertragsteueraufwand wie folgt dar:

Am 31. Dezember endende Jahre
(in Euro Tausend) 2021 2020
Verlust vor Steuern (33.846) (55.127)
Steuersatz der Gruppe in %. 30 % 30 %
Erwartete Steuer 10.213 16.635
Steuerlicher Effekt von:
Unterschiede im anwendbaren Steuersatz (8.123) (4.633)
Wertberichtigung aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge (10.385) 179
Anerkennung bisher nicht verbuchter latenter Steuern (223) -
Verluste des laufenden Jahres, für die keine latenten Steuern angesetzt werden (2.395) (867)
Zinsvortrag des laufenden Jahres, für den keine latenten Steuern angesetzt werden (1.196) (785)
Ansprüche des laufenden Jahres, für die keine latenten Steuern angesetzt werden 24 -
Wertminderung des Firmenwerts (7.261) (13.699)
Aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen (703) (663)
Nicht abzugsfähige Ausgaben für steuerliche Zwecke (238) -
Steuern aus Vorjahren 150 423
Latente Steuern aus Vorjahren - (419)
Steuergutschriften (287) -
Unsichere Steuervorteile (219) (385)
Sonstige (15) (259)
Ertragsteueraufwendungen (20.658) (4.473)

Der Ertragsteuersatz der Gruppe wird durch den Steuersatz der Spark Networks SE bestimmt, der sich aus einer Körperschaftsteuer von 15,8 % einschließlich Solidaritätszuschlag sowie der Gewerbesteuer von 14,4 % zusammensetzt.

Zum 31. Dezember 2021 und 2020 wurden die folgenden aktiven und passiven latenten Steuern ausgewiesen:

31. Dezember
(in € Tausend) 2021 2020
Latente Steueransprüche (DTA) 6.395 18.575
Latente Steuerschulden (DTL) 7.145 1.310

Eine Aufschlüsselung der aktiven und passiven latenten Steuern ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

2021 2020
(in € Tausend) DTA DTL DTA DTL
Immaterielle Vermögenswerte 81 13.854 381 15.912
Sachanlagen 43 10 69 109
Finanzielle Vermögenswerte - - - 48
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 225 1.457 91 1.249
Personalrückstellungen 23 - 39 -
Zahlungsmittel 550 - 99 -
Verbindlichkeiten 1.291 - 1.353 980
Rückstellungen - - 120 -
Vertragsverbindlichkeiten 651 - 432 -
Zinsvortrag 950 - 269 -
Sonstige 723 433 1.151 129
Steuergutschriften 955 - 6.541 -
Steuerliche Verlustvorträge 9.512 - 25.147 -
Gesamt, brutto 15.004 15.754 35.692 18.427
Verrechnung von latenten Steuern 8.609 8.609 17.117 17.117
Gesamt, netto 6.395 7.145 18.575 1.310

Die passiven latenten Steuern auf immaterielle Vermögenswerte zum 31. Dezember 2021 und 2020 in Höhe von Euro 13,9 Mio. bzw. Euro 15,9 Mio. sind hauptsächlich auf immaterielle Vermögenswerte zurückzuführen, die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses von Spark Networks und Zoosk im Jahr 2019 erworben wurden.

Die auf Zahlungsmittel erfassten latenten Steuern beziehen sich auf Unterschiede in der Behandlung von nicht realisierten Fremdwährungseffekten, die steuerlich nicht abzugsfähig sind.

Die Gruppe hat zum 31. Dezember 2021 bzw. 2020 nicht erfasste Steuervorteile in Höhe von Euro 4,6 Mio. und Euro 4,0 Mio., die sich hauptsächlich auf Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung in den USA beziehen. Die Gruppe erwartet keine wesentlichen Änderungen des Betrags der nicht erfassten Steuervorteile in den nächsten zwölf Monaten. Die Gruppe wendet IFRIC 23 "Uncertainty over Income Tax Treatments" in ihren Konzernabschlüssen an. IFRIC 23 stellt die Anwendung der Ansatz- und Bewertungsvorschriften des IAS 12 klar, wenn Unsicherheit über die ertragsteuerliche Behandlung besteht. Für den Ansatz und die Bewertung sind Schätzungen und Annahmen zu treffen, z. B. ob eine Einschätzung separat oder zusammen mit anderen Unsicherheiten vorgenommen wird, ein wahrscheinlicher Erwartungswert für die Unsicherheit verwendet wird und ob sich Änderungen gegenüber der Vorperiode ergeben haben. Das Entdeckungsrisiko ist für die Bilanzierung von unsicheren Bilanzpositionen irrelevant. Die Bilanzierung basiert auf der Annahme, dass die Steuerbehörden den betreffenden Sachverhalt untersuchen und dass ihnen alle relevanten Informationen vorliegen.

In Deutschland verfügt die Gruppe zum 31. Dezember 2021 über steuerliche Verlustvorträge für Körperschaftsteuer in Höhe von Euro 50,0 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 55,8 Mio.) und Euro 48,9 Mio. für Gewerbesteuer (31. Dezember 2020: Euro 54,6 Mio.). Von diesen verfügbaren steuerlichen Verlustvorträgen wurden zum 31. Dezember 2021 latente Steueransprüche in Höhe von Euro 6,0 Mio. erfasst (31. Dezember 2020: Euro 10,2 Mio.). Zum 31. Dezember 2021 verfügte die Gruppe über Zinsvorträge in Höhe von Euro 11,5 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 8,0 Mio.), für die keine aktiven latenten Steuern erfasst wurden. Zum 31. Dezember 2021 bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von Euro 29,5 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 21,8 Mio.) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von Euro 29,4 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 21,4 Mio.), für die keine temporären Differenzen erfasst wurden. Es bestanden keine temporären Differenzen, für die keine aktiven latenten Steuern erfasst wurden.

Im Allgemeinen verfallen die steuerlichen Verlustvorträge in Deutschland nicht. Sie unterliegen der Überprüfung und möglichen Anpassung durch die deutschen Steuerbehörden. Darüber hinaus können nach den geltenden deutschen Steuergesetzen bestimmte wesentliche Änderungen in den Eigentumsverhältnissen und der Geschäftstätigkeit der Gruppe die Höhe der steuerlichen Verlustvorträge, die jährlich zum Ausgleich künftiger steuerpflichtiger Erträge genutzt werden könnten, weiter einschränken.

Zum 31. Dezember 2021 verfügt die Gruppe über gewerbesteuerliche Verlustvorträge von circa Euro 51,5 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 58,4 Mio.) und Euro 68,2 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 69,2 Mio.), die zur Minderung des künftigen steuerpflichtigen Einkommens auf Bundes- bzw. Bundesstaatenebene zur Verfügung stehen und die ab dem 31. Dezember 2025 bis zum 31. Dezember 2037 für Bundeszwecke und ab dem 31. Dezember 2030 bis zum 31. Dezember 2039 für Bundesstaatszwecke verfallen. Nach dem 31. Dezember 2017 generierte bundesstaatliche Nettobetriebsverluste sind unbefristet und verfallen nicht. Die Reduktion der steuerlichen Verlustvorträge ist auf die Wertberichtigung im laufenden Jahr zurückzuführen. Gemäß Abschnitt 382 des United States Internal Revenue Code kann die Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge auf der Grundlage von Änderungen des prozentualen Eigentumsanteils der Gruppe begrenzt werden. Das Unternehmen führte eine Studie durch, um etwaige Beschränkungen der Attribute zu berücksichtigen, und stellte fest, dass dies keinen wesentlichen Einfluss auf die im Rahmen der Zoosk-Akquisition erworbenen Verlustvorträge hatte. Von diesen verfügbaren steuerlichen Verlustvorträgen wurden zum 31. Dezember 2021 latente Steueransprüche in Höhe von Euro 3,5 Mio. erfasst.

Zum 31. Dezember 2021 verfügt die Gruppe über US-Bundes- und Bundesstaats-Einkommensteuerguthaben in Höhe von circa Euro 11,5 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 11,7 Mio.), die sich hauptsächlich auf auslaufende Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung ("F & E") beziehen, die ab den Jahren vom 31. Dezember 2027 bis zum 31. Dezember 2040 für "Federal Tax" (Bundessteuer) und vom 31. Dezember 2021 bis zum 31. Dezember 2028 für "State Tax" (Bundesstaatssteuer) ablaufen.

Darüber hinaus hatte die Gruppe zum 31. Dezember 2021 in Israel Nettoverlustvorträge in Höhe von Euro 9,3 Mio. (31. Dezember 2020: Euro 9,0 Mio.), die nicht verfallen und für die keine latenten Steueransprüche erfasst wurden. Das Management hält es nicht für wahrscheinlich, dass die aktiven latenten Steuern Israels auf der Grundlage historischer und prognostizierter Erträge realisiert werden.

Spark Networks erfasst latente Steuerforderungen auf Verlustvorträge in dem Maße, in dem es wahrscheinlich ist, dass diese zur Reduzierung des zukünftigen steuerpflichtigen Einkommens verwendet werden können. Nach der Bewertung von Spark Networks wurden zum 31. Dezember 2021 und zum 31. Dezember 2020 aktive latente Steuern in Höhe von Euro 9,5 Mio. bzw. Euro 25,1 Mio. erfasst. Diese aktiven latenten Steuern beziehen sich hauptsächlich auf die Geschäftstätigkeit der Gruppe in den USA und in Deutschland. Das Unternehmen beurteilte, ob eine Änderung der Bilanzierung aufgrund der anhaltenden Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds erforderlich war. Diese Beurteilung erfordert ein erhebliches Maß an Urteilsvermögen und das Unternehmen wertet alle verfügbaren positiven und negativen Nachweise aus, einschließlich der historischen Betriebsleistung und der Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Betriebsleistung. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal 2021 eine Rückstellung für Verlustvorträge auf Bundes- und Landesebene gebildet.

Es wurden keine latenten Steuern auf den temporären Differenzen im Zusammenhang mit Investitionen in Tochtergesellschaften in Höhe von Euro 4,5 Mio. zum 31. Dezember 2021 (31. Dezember 2020: Euro 0,8 Mio.) erfasst.

4.11 Ergebnis je Aktie

Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Die Gruppe weist das Ergebnis je Aktie für ihre Stammaktien aus. Das Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem der Netto-(Verlust-)Gewinn der Periode durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Periode ausstehenden Stammaktien geteilt wird.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie beinhaltet alle verwässernden Auswirkungen von Aktienoptionen. Für die am 31. Dezember, 2021 und 2020 endenden Geschäftsjahre wurden alle während des Berichtszeitraums ausstehenden Aktienoptionen aus der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie ausgeschlossen, da sie der Verwässerung entgegengewirkt hätten.

(in € Tausend, außer Beträge pro Aktie) 2021 2020
Konzernverlust € (54.504) € (59.600)
Ausstehende gewichtete durchschnittliche Aktien - unverwässert und verwässert 2.611 2.606
Ergebnis je Aktie - unverwässert und verwässert € (20,88) € (22,87)

Anhang 5. Angaben zur Konzernbilanz

5.1 Goodwill und immaterielle Vermögenswerte, netto

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Goodwills und der immateriellen Vermögenswerte (netto) für die am 31. Dezember 2021 und 2020 endenden Geschäftsjahre:

(in € Tausend) Goodwill Marken und Warenzeichen Sonstige immaterielle Vermögenswerte Gesamt
Nettobuchwert
1. Januar 2020 € 192.314 € 58.275 € 19.557 € 270.146
Erwerbe - - 2.215 2.215
Zugänge - - (311) (311)
Abschreibungen - (97) (7.652) (7.749)
Wertminderungen (59.751) - - (59.751)
Währungsumrechnung (14.595) (4.799) (651) (20.045)
31. Dezember 2020 117.968 53.379 13.158 184.505
Erwerbe - - 641 641
Zugänge - (9) - (9)
Abschreibungen - (83) (5.057) (5.140)
Wertminderungen (34.577) - (5.087) (39.664)
Währungsumrechnung 8.314 4.338 317 12.969
31. Dezember 2021 € 91.705 € 57.625 € 3.972 € 153.302

Im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 aktivierte die Gruppe weitere Euro 0,6 Mio. an sonstigen immateriellen Vermögenswerten, einschließlich Euro 0,5 Mio. an immateriellen Vermögenswerten in Entwicklung, im Zusammenhang mit der Entwicklung einer gemeinsamen Abrechnungstechnologie für ihre Plattformen und Euro 0,1 Mio. an erworbener Software.

Das Unternehmen führte seine jährliche Prüfung der selbst entwickelten Software für das Berichtsjahr durch und entschied, diverse Softwareentwicklungsprojekte des Unternehmens einzustellen, da sie strategisch nicht mehr zu neuen Produktinitiativen und Zielbereichen passten. Das Unternehmen schrieb selbst entwickelte Software mit Anschaffungskosten von Euro 5,5 Mio. und kumuliertem Wertverzehr von Euro 2,3 Mio. und in Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte mit Anschaffungskosten von Euro 1,7 Mio., beide jeweils in der vorgenannten Tabelle als sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen, ab. Infolgedessen verbuchte das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2021 einen Wertminderungsaufwand von Euro 5,1 Mio.

Im Geschäftsjahr 2020 aktivierte die Gruppe weitere Euro 1,1 Mio. an immateriellen Vermögenswerten im Zusammenhang mit der Entwicklung einer gemeinsamen Abrechnungstechnologie für ihre Plattformen und neuen Funktionen, die eine der Kernplattformen die Gruppe um Messaging- und Persönlichkeitstestfunktionen erweitern. Die Gruppe aktivierte außerdem weitere Euro 1,1 Mio. an selbst erstellter Software im Zusammenhang mit mehreren Projekten für Zoosk, die die Plattform um zusätzliche Funktionen erweitern. Die Gruppe erfasste Abgänge von immateriellen Vermögenswerten in Entwicklung in Höhe von Euro 0,3 Mio. aufgrund der Abschreibung bestimmter Produkte, die nicht den Standards der Gruppe entsprachen.

Ab 31. Dezember 2021 ist die verbleibende Nutzungsdauer von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer wie folgt:

Marken und Warenzeichen: 4 bis 15 Jahre

Sonstige immaterielle Vermögenswerte: 1 bis 6 Jahre

Werthaltigkeitsprüfung von Goodwill und immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Lebensdauer

Die Gruppe führt die Werthaltigkeitsprüfung von Goodwill und immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Lebensdauer jährlich im vierten Quartal durch. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) aufgeteilt, die die niedrigste Ebene darstellen, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird, d. h. das Geschäftssegment. Der Geschäfts- oder Firmenwert verteilt sich auf die individuellen CGUs, welche die beiden operativen Segmente Spark und Zoosk ausmachen.

Für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 wurde die Werthaltigkeitsprüfung im Einklang mit IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten durchgeführt. Der erzielbare Betrag basiert auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ("FVLCOD"), der unter Verwendung eines Ertragswertverfahrens auf Basis eines Discounted-Cashflow-Modells ("DCF") geschätzt wurde. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich aus einer komplexen Reihe von Beurteilungen über zukünftige Ereignisse und Unsicherheiten und beruht in hohem Maße auf Schätzungen und Annahmen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das DCF-Modell beinhaltet eine Reihe von Annahmen der operativen Segmente und Marktteilnehmer, einschließlich des zukünftigen Umsatzwachstums und der operativen Margen.

Die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts wird auf der Grundlage der in die Bewertungstechnik eingeflossenen Parameter als beizulegender Zeitwert der Stufe 3 kategorisiert. Die wichtigsten Annahmen, die bei der Schätzung des erzielbaren Betrags verwendet wurden, sind die langfristige EBITDA-Marge, die Wachstumsrate des Terminal Values und die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten nach Steuern. Die Cashflow-Prognosen wurden auf der Grundlage der Finanzprognose für jedes operative Segment für die nächsten fünf Jahre vom Management genehmigt und einer Wachstumsrate für die Zeit danach abgeleitet. Die Cashflows, die über den Fünfjahreszeitraum hinaus extrapoliert werden, sollen auf der Grundlage langfristiger Wachstumsraten ansteigen, um bis zum GJ 2029 das langfristig erwartete Niveau des Wachstums von Umsatz und EBITDA zu erreichen. Die Wachstumsrate basiert auf Erfahrung des Managements sowie der erwarteten Auswirkung von zukünftigen Markttrends.

Für die Diskontierung der zukünftigen Cashflows wurde ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC) nach Steuern zum Zeitpunkt der Werthaltigkeitsprüfung am 31. Oktober abgeleitet und für jedes operative Segment angewendet. Die Abzinsungssätze stellen die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten dar, die die Fremd- und Eigenkapitalfinanzierungskosten des operativen Segments messen und die nach dem Prozentsatz des Fremd- und Eigenkapitals in der Zielkapitalstruktur eines operativen Segments gewichtet sind. Die angewandten Abzinsungssätze beinhalten auch Anpassungen, um die Einschätzung des Managements hinsichtlich anderer Risiken, die mit den prognostizierten Cashflows der einzelnen operativen Segmente verbunden sind, durch die Marktteilnehmer zu berücksichtigen.

Eine Wertminderung nach IAS 36 ist erforderlich, wenn der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt.

Goodwill

Am 31. Dezember 2021 wurde der Goodwill in Höhe von Euro 91,7 Mio. auf die folgenden operativen Segmente aufgeteilt:

(in € Tausend) Am 31. Dezember 2021
Zoosk 70.674
Spark 21.031
Summe Goodwill 91.705

Für die am 31. Oktober 2021 durchgeführte Werthaltigkeitsprüfung wurde eine langfristige EBITDA-Marge von 23,0%, eine endgültige Wachstumsrate von 3,0%, und WACC von 21,0% für die Zoosk CGU angewendet. Das Unternehmen verwendete den im Vorjahr berechneten erzielbaren Betrag für die Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung der Spark CGU im laufenden Jahr, da der erzielbare Betrag den Buchwert deutlich überstieg und die Wahrscheinlichkeit, dass eine aktuelle Bestimmung des erzielbaren Betrags unter dem Buchwert des Vermögenswerts bleiben würde, sehr gering ist.

Basierend auf dem Ergebnis der durchgeführten Wertminderungstests überstieg der erzielbare Betrag des operativen Segments Spark den Buchwert und dementsprechend war keine Wertminderung erforderlich, während der Buchwert den erzielbaren Betrag des operativen Segments Zoosk in Höhe von Euro 102,8 Mio. überstieg und ein Wertminderungsaufwand von Euro 34,6 Mio. erfasst und als Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Goodwill in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung mit einbezogen wurde. Die kumulierte Wertminderung betrug Euro 94,3 Mio. am 31. Dezember 2021. Der Wertminderungsaufwand wurde in erster Linie auf einen Rückgang der geschätzten nicht diskontierten Cashflows und eine Erhöhung des Abzinsungssatzes aufgrund erhöhter Risikofaktoren zurückgeführt, was insgesamt dazu führte, dass der Buchwert nicht erzielbar war. Nachteilige Änderungen der wesentlichen Annahmen würden zu einer weiteren Wertminderung für das operative Segment Zoosk führen, während keine angemessene, vom Management für möglich gehaltene Änderung der wesentlichen Annahmen dazu führen würde, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag für das operative Segment "Spark" übersteigt.

Am 31. Dezember 2020 wurde der Goodwill in Höhe von Euro 118,0 Mio. auf die folgenden operativen Segmente aufgeteilt:

(in € Tausend) Am 31. Dezember 2020
Zoosk 98.558
Spark 19.410
Summe Goodwill 117.968

Für die am 31. Oktober 2020 durchgeführte Werthaltigkeitsprüfung wurde eine langfristige EBITDA-Marge von 17,0% für Zoosk und 15,0% für Spark verwendet und eine endgültige Wachstumsrate von 3,0% für Zoosk sowie Spark angewendet. Das für jedes operative Segment verwendete WACC war wie folgt: 13,5% für Zoosk und 11,7% für Spark.

Basierend auf dem Ergebnis der durchgeführten Wertminderungstests überstieg der erzielbare Betrag des operativen Segments Spark den Buchwert und dementsprechend war keine Wertminderung erforderlich, während der Buchwert den erzielbaren Betrag des operativen Segments Zoosk in Höhe von Euro 152,8 Mio. überstieg und ein Wertminderungsaufwand von Euro 59,8 Mio. erfasst und als Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Goodwill in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung mit einbezogen wurde. Die kumulierte Wertminderung betrug Euro 59,8 Mio. am 31. Dezember 2020. Der Wertminderungsaufwand war in erster Linie auf einen Rückgang der geschätzten nicht diskontierten Cashflows und eine Erhöhung des Abzinsungssatzes aufgrund erhöhter Risikofaktoren zurückzuführen, die durch eine Erhöhung der Wachstumsrate des Endwerts ausgeglichen wurde, was per Saldo dazu führte, dass der Buchwert nicht erzielbar war. Nachteilige Änderungen der wesentlichen Annahmen würden zu einer weiteren Wertminderung für das operative Segment Zoosk führen, während keine angemessene, vom Management für möglich gehaltene Änderung der wesentlichen Annahmen dazu führen würde, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag für das operative Segment Spark übersteigt.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer

Die immateriellen Vermögenswerte haben eine unbestimmte Lebensdauer, da es keine vorhersehbare Begrenzung des Zeitraums gibt, in dem sie zum Cashflow beitragen werden und das Unternehmen erwartet, dass die immateriellen Vermögenswerte über den vorhersehbaren Horizont hinaus Cashflows beitragen werden.

Zum 31. Dezember 2021 sind die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer bestehend aus Marken und Warenzeichen in Höhe von Euro 56,3 Mio. den folgenden CGUs zugeordnet:

(in € Tausend) Am 31. Dezember 2021
Zoosk 53.735
Christian Networks 1.651
Jdate 901
Andere Einheiten ohne signifikante immaterielle Vermögenswerte 44
Summe immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer 56.331

Der im Vorjahr ermittelte erzielbare Betrag der CGU wurde fortgeschrieben und bei der Wertminderungsprüfung für diese CGU im Geschäftsjahr 2021 verwendet.

Zum 31. Dezember 2020 sind die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer in Höhe von Euro 52,0 Mio. den folgenden CGUs zugeordnet:

(in € Tausend) Am 31. Dezember 2020
Zoosk 49.597
Christian Networks 1.524
Jdate 831
Andere Einheiten ohne signifikante immaterielle Vermögenswerte 41
Summe immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer 51.993

Basierend auf dem Ergebnis der durchgeführten Wertminderungstests überstieg der erzielbare Betrag jeder CGU den Buchwert, so dass keine Wertminderung des immateriellen Vermögenswerts mit unbestimmter Nutzungsdauer erforderlich war.

5.2 Sachanlagen, netto

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Sachanlagen für das am 31. Dezember 2021 und 2020 endende Jahr:

(in € Tausend) Mietereinbauten Sonstiges AV und Büroausstattung Gesamt
Netto-Buchwert
1. Januar 2020 € 803 € 1.514 € 2.317
Zugänge - 186 186
Abgänge - - -
Abschreibungen (461) (572) (1.033)
Wertminderungen - - -
Währungsumrechnung (6) (1) (7)
31. Dezember 2020 336 1,127 1.463
Zugänge 1.375 271 1.646
Abgänge - (3) (3)
Abschreibungen (419) (509) (928)
Umgliederung - - -
Währungsumrechnung 1 4 5
31. Dezember 2021 € 1.293 € 890 € 2.183

Während des Berichtsjahrs zum 31. Dezember 2021 schloss die Gruppe einen Vertrag über die Verlängerung des Büroleasingverhältnisses in Berlin bis 21. Januar 2024 ab und verbuchte zusätzliche Nutzungsrechte von Euro 1,4 Mio. in Verbindung mit der Verlängerung.

5.3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gruppe zum 31. Dezember 2021 und 2020:

(in € Tausend) 31. Dezember 2021 31. Dezember 2020
Forderungen aus Lieferung und Leistung (brutto) € 6.566 € 4.596
Wertberichtigung (325) (76)
- davon langfristig - -
- davon kurzfristig 6.241 4.520
Summe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen € 6.241 € 4.520

5.4 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

(in € Tausend) 31. Dezember 2021 31. Dezember 2020
Leasingforderungen (brutto) € 4.610 € 5.627
Wertberichtigung (166) (201)
Summe der Leasingforderungen 4.444 5.426
Anzahlungen 1.179 1.221
Sonstige Forderungen 22 1.792
- davon langfristig 4.310 5.679
- davon kurzfristig 1.335 2.760
Sonstige finanzielle Vermögenswerte € 5.645 € 8.439

Die Anzahlungen beinhalten hauptsächlich eine Kaution für eine der angemieteten Büroimmobilien des Konzerns sowie Barmittel, die bei einem Zahlungsabwickler gehalten werden. Bei den sonstigen Forderungen zum 31. Dezember 2020 handelt es sich hauptsächlich um Barmittel mit Verfügungsbeschränkung in Höhe von Euro 1,4 Mio., die den Nettoerlös aus der Darlehenszusage darstellen, der auf das Rücklagenkonto eingezahlt wurde und zur Zahlung der vierteljährlichen Tilgungs- und Zinszahlung für die Darlehensfazilität verwendet wurde, die am 31. März 2021 fällig ist. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 5.9 Darlehen.

5.5 Sonstige Vermögenswerte

(in € Tausend) 31. Dezember 2021 31. Dezember 2020
Vorausbezahlte Ausgaben € 1.979 € 2.506
Mehrwertsteuerforderungen und Anzahlungen 210 392
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 222 73
- davon langfristig 249 247
- davon kurzfristig 2.162 2.724
Sonstige Vermögenswerte € 2.411 € 2.971

Die vorausbezahlten Ausgaben beziehen sich hauptsächlich auf vorausbezahlte Software, Lizenzen und Versicherungsaufwendungen.

5.6 Aktive latente Steuern

Siehe Abschnitt 4.10 Ertragssteuern für die Darstellung von aktiven latenten Steuern.

5.7 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zum 31. Dezember 2021 und 2020 verfügte die Gruppe über liquide Mittel bei Banken und Finanzinstituten in Höhe von € 14,3 Mio. bzw. € 15,8 Mio. Die Bewegungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in den Berichtszeiträumen sind in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt.

5.8 Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2021 belief sich die Anzahl der ausgegebenen, nennwertlosen Namens-Stammaktien ("Stammaktien") des Unternehmens auf 2.661.386. Die ausstehenden Stammaktien beliefen sich auf 2.617.397 nach Abzug der 43.989 von dem Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien. In Übereinstimmung mit dem American Depository Share (ADS)-Programm des Unternehmens repräsentiert jedes ADS ein Zehntel einer Stammaktie. Dementsprechend beliefen sich die ausgegebenen und ausstehenden ADS zum 31. Dezember 2021 auf 26.173.970.

Eigene Aktien

Das Unternehmen bilanziert die eigenen Aktien nach der Nennwertmethode. Eigene Aktien werden zum Nennwert ausgewiesen und als Rücklagen für eigene Aktien in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Nach lokalem Recht stehen den eigenen Aktien keine Aktionärsrechte, insbesondere keine Dividenden und Stimmrechte, zu.

Im Jahr 2021 schloss das Unternehmen den Chardonnay Trust, welcher Anteile an Spark Networks SE hielt, um, wie erforderlich, die Verbindlichkeiten im Rahmen sämtlicher nicht ausgeübten Spark-Aktienoptionen, die unter dem Spark 2007 Plan gewährt wurden, zu befriedigen. Anteile am Chardonnay Trust wurden auf ein unter an Spark Networks SE eingetragenes Konto übertragen. Die den ADS zugrundeliegenden Anteile wurden als Eigene Aktien zu ihrem Nennwert pro Aktie von Euro 1,00 klassifiziert.

Während 2021 wurden 11.708 Eigene Aktien ausgegeben, um der Ausübung von Optionen unter dem LTIP-Plan des Unternehmens gerecht zu werden.

Ergebnisvortrag

Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 und 2020 war der Anstieg des Ergebnisvortrags der Gruppe auf den Konzernverlust des Jahres zurückzuführen.

Kumuliertes sonstiges Gesamtergebnis

Das kumulierte sonstige Gesamtergebnis ("AOCI") besteht in erster Linie aus dem Gewinn oder -verlust, aus der Währungsumrechnung, der sich aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen mit einer nicht auf Euro lautenden funktionalen Währung in die Berichtswährung der Gruppe (den Euro) ergibt. Ebenfalls im AOCI enthalten sind die Auswirkungen der Neubewertung von konzerninternen Transaktionen mit der Tochtergesellschaft Spark Networks (Israel) Limited, die als Nettoinvestitionen in eine ausländische Tochtergesellschaft behandelt werden. Dies sind beides Posten, die später in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden.

5.9 Darlehen

Am 1. Juli 2019 schloss Spark Networks in Verbindung mit dem Zusammenschluss von Spark Networks und Zoosk einen Darlehensvertrag mit Zoosk, Spark Networks, Inc., den subsidiären Garantiegebern, den Darlehensgebern, die daran beteiligt sind, und Blue Torch Finance LLC, New York, USA, ("Blue Torch") als Verwaltungsstelle ("Administrative Agent") und Sicherheitenverwalter ("Collateral Agent") (das "Senior Secured Facilities Agreement"), der eine vorrangig besicherte Kreditlinie mit einer Laufzeit von vier Jahren in Höhe von $ 125,0 Mio. (Euro 110,1 Mio.) vorsieht, die am 1. Juli 2023 fällig wird ("Fälligkeitstermin"). Das Senior Secured Facilities Agreement sieht einen Terminkredit in Höhe von $ 120,0 Mio. (Euro 105,7 Mio.) (den "Terminkredit") und eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von insgesamt in Höhe von $ 5,0 Mio. (Euro 4,4 Mio.) (die "revolvierende Kreditlinie") und, zusammen mit dem Terminkredit, die "Kreditlinien". Nahezu sämtliche Vermögenswerte der Gesellschaft werden als Sicherheit gestellt. Die Kredite unter den Kreditlinien werden mit einem Zinssatz verzinst, der entweder dem LIBOR zuzüglich einer Marge von 8 % (p. a.) entspricht.

Fälligkeitsdarlehen

Das Fälligkeitsdarlehen wurde zum Zeitpunkt des Abschlusses mit einem Disagio in Höhe von 3 % des Gesamtnennbetrags von $ 120 Mio. ausgegeben, insgesamt $ 3,6 Mio. (Euro 3,2 Mio.). Beim Abschluss waren Transaktionskosten und Bereitstellungsgebühren in Höhe von $ 3,1 Mio. (Euro 2,7 Mio.) bzw. $ 0,6 Mio. (Euro 0,5 Mio.) zu zahlen. Die anfängliche Bereitstellungsgebühr entsprach 0,50 % des Gesamtnennbetrags des Fälligkeitsdarlehens. Unter Anwendung der Effektivzinsmethode werden das Disagio und die Bereitstellungsprovisionen für den Terminkredit über die Laufzeit der Kreditlinie bis zum 1. Juli 2023 ratierlich aufgelöst und als Zinsaufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Der effektive Zinssatz betrug 10,7 %.

Am 2. Dezember 2020 schloss das Unternehmen die zweite Änderung des Darlehensvertrags (die "zweite Änderung") ab, die eine zusätzliche Darlehenszusage in Höhe von $ 6,0 Mio. (Euro 4,9 Mio.) für die bestehende Kreditlinie vorsieht. Die zusätzliche Kreditaufnahme wird für die Zahlung der vierteljährlichen Tilgungs- und Zinszahlungen des Terminkredits verwendet, die am 31. Dezember 2020 und am 31. März 2021 fällig werden. Transaktionskosten in Höhe von $ 2,6 Mio. (Euro 2,2 Mio.), die im Zusammenhang mit der zweiten Änderung angefallen sind, wurden aktiviert und werden über die Laufzeit des Darlehens nach der Effektivzinsmethode abgeschrieben. Der effektive Zinssatz für das modifizierte Darlehen beträgt 9,7 %. Das Unternehmen verbuchte einen Änderungsverlust in Höhe von Euro 3,7 Mio. innerhalb der Finanzierungskosten für die Differenz zwischen dem Buchwert vor der Änderung und dem Barwert der Cashflows der geänderten Verbindlichkeit, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz von 10,7 %. Die zweite Änderung erfordert eine vierteljährliche Rückzahlung des Kapitalbetrags in Höhe von $ 0,15 Mio., beginnend am 31. März 2021, zusätzlich zur vierteljährlichen Rückzahlung der ursprünglichen Terminkredits in Höhe von $ 3,0 Mio. Die während eines jeden Quartals aufgelaufenen Zinsen sind ebenfalls am Ende eines jeden Quartals zusammen mit den oben genannten Kapitalbeträgen zu zahlen.

Am 5. März 2021 schloss das Unternehmen mit der Verwaltungsstelle und den Darlehensgebern einen Covenants-Bruch bezogenen, temporären Verzicht (sog. covenant waiver) unter dem Darlehensvertrag ab. Als Gegenleistung für den temporären Verzicht erklärte sich das Unternehmen bereit, der Verwaltungsstelle zu Gunsten der Darlehensgeber eine Gebühr in Höhe von Euro 0,4 Mio. für die Unterzeichnung des eingeschränkten Verzichts zu zahlen, zuzüglich Euro 0,2 Mio., die in Form von Sachleistungen gezahlt wurden, indem dieser Betrag in den Saldo der zusätzlichen Tilgung einbezogen wurde. Die Gesamtgebühren werden aktiviert und unter Verwendung des effektiven Zinssatzes von 11,8% abgeschrieben. Das Unternehmen verbuchte einen Modifizierungsgewinn in Höhe von Euro 2,4 Mio. innerhalb der Finanzierungserträge für die Differenz zwischen dem Buchwert vor der Änderung und dem Barwert der Cashflows der geänderten Schuld, abgezinst mit dem vorherigen Effektivzinssatz von 9,7 %. Ab dem 31. Dezember 2021 und 2020 beträgt die aggregierte ausstehende Schuld des geänderten Terminkredits Euro 75,5 Mio. bzw. Euro 85,3 Mio., und die Abschreibungskostenbasis ist Euro 72,4 Mio. bzw. Euro 83,2 Mio.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft gemäß den Bedingungen des geänderten Terminkredits verpflichtet, innerhalb von fünf Tagen nach Vorlage des Jahresabschlusses an den Darlehensgeber eine zusätzliche Tilgung des Darlehensbetrages in Höhe eines Prozentsatzes des überschüssigen Cashflows des zuletzt abgeschlossenen Geschäftsjahres zu leisten. Für die am 31. Dezember 2021 und 2020 endenden Jahre leistete das Unternehmen eine Vorauszahlung von $ 6,8 Mio. (Euro 5,6 Mio.) bzw. $ 3,3 Mio. (Euro 3,1 Mio.).

Revolvierende Kreditlinie

Die revolvierende Kreditlinie von $ 5,0 Mio. beinhaltet eine Bereitstellungsprovision von 0,75% per annum für die nicht in Anspruch genommenen Zusagen und ist am Fälligkeitstag zahlbar. Da nicht erwartet wird, dass die revolvierende Kreditlinie in Anspruch genommen wird, werden die Transaktionskosten und die Bereitstellungsprovisionen in Höhe von $ 0,3 Mio. (Euro 0,3 Mio.) im Zusammenhang mit der revolvierenden Kreditlinie abgegrenzt und über die Laufzeit der Vereinbarung abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2021 waren keine Kredite aus der revolvierenden Kreditlinie ausstehend.

Verpflichtungen

Die Kreditlinie enthält eine Reihe von Verpflichtungen, die unter anderem, vorbehaltlich bestimmter Ausnahmen, die Fähigkeit des Unternehmens und ihrer Tochtergesellschaften einschränken, zusätzliche Schulden aufzunehmen, Pfandrechte zu bestellen, Fusionen oder Zusammenschlüsse durchzuführen, Vermögenswerte zu verkaufen oder zu übertragen, Dividenden und Ausschüttungen zu zahlen und Aktienrückkäufe vorzunehmen, bestimmte Akquisitionen durchzuführen, bestimmte Transaktionen mit verbundenen Unternehmen vorzunehmen und die Geschäftsfelder zu wechseln.

Darüber hinaus sind in den durch die zweite Änderung geänderten Krediten die folgenden Finanzkennzahlen einzuhalten: (i) ein Fixkostendeckungsgrad von nicht weniger als 1,10 für die ersten vier Quartale des Kredits, 1,25 für die zweiten beiden Quartale des Kredits und zwischen 1,20 und 0,70 für die restliche Laufzeit des Kredits, (ii) ein Nettoverschuldungsgrad von nicht mehr als 3,00 für das erste Quartal des Kredits, der kontinuierlich von 2,60 bis 1,75 für die am 31. Dezember 2020 endenden Quartale bis zum Fälligkeitsdatum des Darlehens und (iii) eine Mindestliquiditätsschwelle von $ 10 Mio. am Ende eines jeden Monats nach dem Abschlussdatum des Darlehens, bestehend aus verfügbaren Barmitteln und der Verfügbarkeit unter der revolvierenden Kreditlinie. Die Kreditlinien enthalten darüber hinaus bestimmte übliche Verpflichtungen und Verzugsereignisse, einschließlich eines Kontrollwechsels. Das Unternehmen hat zum 31. Dezember 2021 und 2020 alle Finanzkennzahlen eingehalten.

Am 11. März 2022 schloss das Unternehmen die erfolgreiche Refinanzierung der bestehenden revolvierenden Kreditlinie mittels Darlehen unter einem neuen Terminkredit mit MGG Investment Group LP, New York, USA, ab. Siehe Anhang 8.6 für zusätzliche Informationen.

5.10 Rückstellungen

(in € Tausend) Rückstellung für Umsatzsteuerverbindlichkeiten Andere Rückstellungen Gesamt
31. Dezember 2020 3.057 446 3.503
- davon langfristig - 17 17
- davon kurzfristig 3.057 429 3.486
Zuführungen - - -
Inanspruchnahme - (446) (446)
Auflösung (404) - (404)
Zugänge 1.026 - 1.026
Umgliederungen - - -
Diskontierungseffekte - - -
Währungsumrechnung 123 7 130
31. Dezember 2021 3.802 7 3.809
- davon langfristig - 7 7
- davon kurzfristig 3.802 - 3.802

Die Erhöhung der Rückstellungen während 2021 ist hauptsächlich dem Zugang geschätzter US-Umsatzsteuerschulden und Mehrwertsteuerschulden zuzuordnen, aufgerechnet gegen eine Minderung der sonstigen Rückstellungen in Verbindung mit zwei Rechtsverfahren, bei denen endgültige Urteile im Jahr 2021 ergingen.

5.11 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

(in € Tausend) 31. Dezember 2021 31. Dezember 2020
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt € 171 € 3999
Leasing-Verbindlichkeiten 5.549 5.4711
Andere Verbindlichkeiten 11.518 9.4155
- davon langfristig 14.568 13.1488
- davon kurzfristig 2.670 2.1377
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten € 17.238 € 15.2855

Die sonstigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2021 und 2020 beziehen sich im Wesentlichen auf den Betrag, der unter der Vereinbarung über den Zahlungsaufschub im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss von Spark Networks und Zoosk zu zahlen ist (31. Dezember 2021: Euro 10,2 Mio., 31. Dezember 2020: Euro 8,4 Mio.). Die Leasingverbindlichkeiten beziehen sich im Wesentlichen auf eine angemietete Büroimmobilie des Konzerns (31. Dezember 2021: Euro 4,1 Mio., 31. Dezember 2020: Euro 5,0 Mio.).

5.12 Sonstige Verbindlichkeiten

(in € Tausend) 31. Dezember 2021 31. Dezember 2020
Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten € 3.719 € 3.368
Verbindlichkeiten für Sozialversicherung 93 66
Sonstige Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 1.047 1.235
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 282 310
- davon langfristig - -
- davon kurzfristig 5.141 4.979
Sonstige Verbindlichkeiten € 5.141 € 4.979

Zum 31. Dezember 2021 und 2020 beziehen sich die sonstigen Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung hauptsächlich auf Urlaubs-, Bonus- und Lohnsteuerverpflichtungen.

5.13 Passive latente Steuern

Siehe Abschnitt 4.10 für die Darstellung passiven latenten Steuern.

5.14 Vertragsverbindlichkeiten

Die Fälligkeitsstruktur der Vertragsverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2021 und 2020 stellt sich wie folgt dar:

(in € Tausend) 31. Dezember 2021 31. Dezember 2020
Langfristig € 0 € 2
Kurzfristig 32.644 31.214
Gesamte Vertragsverbindlichkeiten € 32.644 € 31.216

Der Saldo der Vertragsverbindlichkeiten bezieht sich in erster Linie auf den Erhalt von Vorauszahlungen von Kunden für Abonnementdienste, für die die Umsatzerlöse über den Abonnementzeitraum erfasst werden. Der Saldo der Vertragsverbindlichkeiten erhöhte sich um Euro 1,4 Mio., da die Abonnementverkäufe aufgrund des mehrmonatigen Charakters unserer Abonnementangebote um Euro 1,4 Million höher waren als die in der Periode erfassten Abonnementumsätze. Im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 wurden Umsatzerlöse in Höhe von Euro 31,2 Mio. realisiert, die in den Anfangssaldo der Vertragsverbindlichkeiten zum 1. Januar 2021 einbezogen wurden.

5.15 Leasing

Gruppe als Leasingnehmer

Die Gruppe wendet IFRS 16 "Leasingverhältnisse" an und erkennt Leasing-Verbindlichkeiten als Mieter in Verbindung mit drei Leasingverhältnissen für Büroraum in Berlin, Deutschland, und Utah und Kalifornien, Vereinigte Staaten, an. Im laufenden Jahr erneuerte das Unternehmen das Leasingverhältnis für die Büroflächen in Berlin, Deutschland, bis zum Jahr 2024.

Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 erfasste die Gruppe Abschreibungsaufwendungen aus Nutzungsrechten an Vermögenswerten in Höhe von Euro 0,4 Mio. (2020: Euro 0,5 Mio.) und Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von Euro 0,2 Mio. (2020: Euro 0,2 Mio.). IFRS 16 "Leasingverhältnisse" wirkt sich auch auf die Kapitalflussrechnung der Gruppe aus: Der Cashflow aus dem operativen Geschäft erhöhte sich um Euro 1,7 Mio. und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verringerte sich um Euro 1,7 Mio. für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 (2020: der operative Cashflow erhöhte sich um Euro 1,7 Mio. und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verringerte sich um Euro 1,7 Mio.).

Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 erfasste die Gruppe Aufwendungen in Bezug auf kurzfristige Leasingverhältnisse in Höhe von Euro 0,1 Mio. (2020: Euro 0,3 Mio.) und keine Aufwendungen in Bezug auf geringwertige Vermögenswerte (2020: weniger als Euro 0,1 Mio.).

Die folgende Tabelle enthält eine Fälligkeitsanalyse der Leasingzahlungen, die die nach dem Bilanzstichtag zu leistenden nicht diskontierten Leasingzahlungen aufzeigt:

(in € Tausend) 31. Dezember 2021 31. Dezember 2020
Weniger als ein Jahr 2.228 1.782
Ein bis drei Jahre 3.546 2.911
Drei bis fünf Jahre - 1.121
Mehr als fünf Jahre - -
Nicht diskontierte Leasing-Verbindlichkeiten insgesamt 5.774 5.814
In der Konzernbilanz enthaltene Leasingverbindlichkeiten 5.549 € 5.471
Kurzfristig 2.091 1.623
Langfristig 3.458 3.848

Gruppe als Leasinggeber

Die Gruppe wendet IFRS 16 Leasingverhältnisse an und erfasst eine Leasingforderung als Leasingnehmer im Zusammenhang mit der Untervermietung ihrer angemieteten Büroflächen in Kalifornien.

Im Jahr 2021 erfasste die Gruppe Zinserträge aus Leasingforderung in Höhe von Euro 0,2 Mio. (2020: Euro 0,2 Mio.).

Die folgende Tabelle enthält eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderung, die die nicht diskontierten Untermietzahlungen zeigt, die nach dem Bilanzstichtag zu erhalten sind.

(in € Tausend) 31. Dezember 2021 31. Dezember 2020
Weniger als ein Jahr 1.597 1.421
Ein bis zwei Jahre 1.784 1.599
Zwei bis drei Jahre 1.460 1.647
Drei bis vier Jahre - 1.348
Vier bis fünf Jahre - -
Mehr als fünf Jahre - -
Nicht diskontierte Leasingforderungen insgesamt 4.841 6.015
Noch nicht vereinnahmte Zinserträge 231 388
Nettoinvestitionen 4.610 5.627

Anhang 6. Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7 "Kapitalflussrechnung" erstellt und zeigt die Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse während des Geschäftsjahres. Die Cashflows werden in Cashflow aus dem operativen Geschäft, Cashflows aus Investitionstätigkeiten und Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten gegliedert. Die Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit werden unter Anwendung der indirekten Methode gemäß IAS 7.18(b) bestimmt.

Anhang 7. Finanzinstrumente und Risikomanagement

7.1. Finanzinstrumente

Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten und klassifizieren diese in Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 für die am 31. Dezember 2021 und 2020 endenden Jahre.

Klassifizierung gemäß IFRS 9 Buchwert Bewertungskategorien Beizulegender Zeitwert
31. Dezember 2021 Zu amortisierten Kosten Beizul. Zeitwert Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
in € Tausend
Anzahlungen AC 1.160 1.160 - - - -
Sonstige Forderungen AC 3.150 3.150 - - -
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 4.310 4.310 - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 6.241 6.241 - - - -
Anzahlungen AC 19 19 - - - -
Sonstige Forderungen AC 1.316 1.316 - - - -
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.335 1.335 - - - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 14.251 14.251 - - - -
Finanzielle Vermögenswerte insgesamt 26.137 26.137 - - - -
Kredite und Darlehen AC 72.384 72.384 84.839 - 84.839 - 84.839
Bedingte Gegenleistung AC 10.193 10.193 - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten AC 4.375 4.375 - - - -
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten AC 14.568 14.568 - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 19.435 19.435 - - - -
Rückerstattungs-Verbindlichkeiten AC 110 110 - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten AC 2.560 2.560 - - - -
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.670 2.670 - - - -
Finanzverbindlichkeiten insgesamt 109.057 109.057 84.839 - 84.839 - 84.839
Klassifizierung gemäß IFRS 9 Buchwert Bewertungskategorien Beizulegender Zeitwert
31. Dezember 2020 Zu amortisierten Kosten Beizul. Zeitwert Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
in € Tausend
Anzahlungen AC 948 948 - - - - -
Sonstige Forderungen AC 4.371 4.371 - - - - -
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 5.679 5.679 - - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 4.520 4.520 - - - - -
Anzahlungen AC 273 273 - - - - -
Sonstige Forderungen AC 2.487 2.487 - - - - -
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 2.760 2.760 - - - - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 15.834 15.834 - - - - -
Finanzielle Vermögenswerte insgesamt 28.793 28.793 - - - - -
Kredite und Darlehen AC 83.157 83.157 88.987 - 88.987 - 88.987
Bedingte Gegenleistung AC 8.453 8.453 - - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten AC 4.695 4.695 - - - - -
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten AC 13.148 13.148 - - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 20.964 20.964 - - - - -
Rückerstattungs-Verbindlichkeiten AC 110 110 - - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten AC 2.027 2.027 - - - - -
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.137 2.137 - - - - -
Finanzverbindlichkeiten insgesamt 119.406 119.406 88.987 - 88.987 - 88.987

Für finanzielle Vermögenswerte wurde im Jahr 2021 ein Nettoverlust in Höhe von Euro 0,1 Mio. und im Jahr 2020 ein Nettogewinn in Höhe von Euro 0,5 Mio. in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Für finanzielle Verbindlichkeiten wurde im Jahr 2021 ein Nettoverlust in Höhe von Euro 10,4 Mio. (2020: Euro 13,7 Mio.) in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Der beizulegende Zeitwert der Darlehen wurde anhand beobachtbarer Daten bestimmt (Stufe 2). Die Bewertung berücksichtigt den Gegenwartswert der erwarteten zukünftigen Rückzahlungen, diskontiert mit einem Marktzinssatz, der der Zinsmarge auf die Anleihen zuzüglich eines dreimonatigen Euro-LIBOR-Zinssatzes entspricht.

Die folgenden Tabellen zeigen die Bewegungen der finanziellen Verbindlichkeiten für die Jahre zum 31. Dezember 2021 und 2020:

in € Tausend 1. Januar 2021 Zahlungswirksame Veränderungen aus Finanzierungsaktivitäten Zahlungswirksame Veränderungen aus Investitionsaktivitäten Andere Änderungen 31. Dezember 2021
Kredite und Darlehen 83.157 (16.387) - 5.614 72.384
Gegenleistung aus Unternehmenszusammenschluss 8.453 - - 1.740 10.193
Andere Verbindlichkeiten 4.695 (1.648) - 1.328 4.375
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 13.148 (1.648) - 3.068 14.568
Rückerstattungs-Verbindlichkeiten 110 - - - 110
Andere Verbindlichkeiten 2.027 (14) - 547 2.560
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.137 (14) - 547 2.670
Finanzverbindlichkeiten insgesamt 98.442 (18.049) - 9.229 89.622
in € Tausend 1. Januar 2020 Zahlungswirksame Veränderungen aus Finanzierungsaktivitäten Zahlungswirksame Veränderungen aus Investitionsaktivitäten Andere Änderungen 31. Dezember 2020
Kredite und Darlehen 95.839 (10.707) - (1.975) 83.157
Gegenleistung aus Unternehmenszusammenschluss - - - 8.453 8.453
Andere Verbindlichkeiten 7.167 (1.719) - (753) 4.695
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 7.167 (1.719) - 7.700 13.148
Rückerstattungs-Verbindlichkeiten 98 - - 12 110
Gegenleistung aus Unternehmenszusammenschluss 9.187 - (465) (8.722) -
Andere Verbindlichkeiten 5.144 8 - (3.125) 2.027
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 14.429 8 (465) (11.835) 2.137
Finanzverbindlichkeiten insgesamt 117.435 (12.418) (465) (6.110) 98.442

Bewertung von Marktwerten

Die Mehrheit der Finanzinstrumente der Gruppe, einschließlich Zahlungsmittel und liquide Mittel, Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung, Anzahlungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, werden zu ihren Anschaffungswerten bewertet, was aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit dieser Instrumente ihrem Marktwert entspricht.

Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Kredite und Darlehen

Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen wurde anhand diskontierter Cashflows, d.h. der Barwert der erwarteten Zahlungen, die mit einem risikobereinigten Abzinsungssatz diskontiert wurden, ermittelt. Hierfür wurde der aktuelle risikobereinigte Marktzinssatz verwendet.

7.2 Finanzielles Risikomanagement

Die Gruppe ist den folgenden Risiken ausgesetzt, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben:

Kreditrisiko;

Liquiditätsrisiko; und

Marktrisiko

Rahmen für das Risikomanagement

Die Leitung der Gruppe trägt die Gesamtverantwortung für die Implementierung und Überwachung des Risikomanagements der Gruppe. Die Risikomanagementverfahren der Gruppe werden eingerichtet, um die Risiken, denen die Gruppe ausgesetzt ist, zu identifizieren und zu analysieren, angemessene Risikobegrenzungen und Kontrollen festzulegen und die Risiken und die Einhaltung der Begrenzungen zu überwachen. Die Richtlinien und Systeme des Risikomanagements werden regelmäßig überprüft, um Veränderungen der Marktbedingungen und der Aktivitäten der Gruppe widerzuspiegeln. Die Gruppe ist bestrebt, ein diszipliniertes und konstruktives Kontrollumfeld aufrechtzuerhalten, in dem alle Mitarbeiter ihre Rollen und Verpflichtungen verstehen.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlusts für die Gruppe, wenn ein Kunde oder eine Gegenpartei eines Finanzinstruments seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt, und ergibt sich hauptsächlich aus den Forderungen der Gruppe gegenüber Abonnenten.

Das Kreditrisiko besteht für alle finanziellen Vermögenswerte, insbesondere für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns sind unbesichert. Die Leasingforderung des Konzerns ist durch eine Barkaution in Höhe von Euro 4 1,0 Mio. (Euro 0,9 Mio.) gesichert. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Kreditrisiko dar.

Das Kreditrisiko in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist das Risiko, dass die Abonnenten nicht in der Lage sind, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Gruppe sieht sich keinem wesentlichen Ausfallrisiko gegenüber einem einzelnen Kunden ausgesetzt. Die Konzentration des Kreditrisikos ist aufgrund des breiten und heterogenen Kundenstamms begrenzt. Das Kreditrisiko bei den Leasingforderungen berücksichtigt das spezifische Ausfallrisiko des Mieters.

Das Kreditrisiko bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bezieht sich hauptsächlich auf Bareinlagen bei Zahlungsabwicklern. Wenn die Zahlungsabwickler in finanzielle Schwierigkeiten geraten, kann die Gruppe Verluste erleiden. Das Management überwacht die Kreditwürdigkeit der Zahlungsabwickler genau. In der Vergangenheit gab es keine Anzeichen dafür, dass die Zahlungsabwickler ihren Verpflichtungen nicht nachkommen würden.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen während des Jahres war wie folgt. Die Wertberichtigung für uneinbringliche Forderungen umfasst alle Forderungen, von denen nicht erwartet wird, dass sie eingetrieben werden.

(in € Tausend) Beeinträchtigungen
Bilanz zum 31. Dezember 2020 76
Erfasster Wertminderungsaufwand 249
Bilanz zum 31. Dezember 2021 325

Die Wertberichtigung für die Leasingforderungen der Gruppe hat sich im Laufe des Jahres wie folgt entwickelt:

(in € Tausend) Wertminderung Leasingforderungen
Bilanz zum 31. Dezember 2020 201
Erfasster Wertminderungsaufwand (35)
Bilanz zum 31. Dezember 2021 166

Zum 31. Dezember 2021 und 2020 hielt die Gruppe Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von Euro 14,3 Mio. bzw. Euro 15,8 Mio. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken und Finanzinstituten gehalten, die mindestens ein Kreditrating der Stufe A aufweisen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass die Gruppe Schwierigkeiten bei der Erfüllung der Verpflichtungen im Zusammenhang mit ihren finanziellen Verbindlichkeiten hat, die durch die Lieferung von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten beglichen werden. Der Ansatz der Gruppe zum Liquiditätsmanagement besteht darin, so weit wie möglich sicherzustellen, dass sie sowohl unter normalen als auch unter schwierigen Bedingungen über genügend Liquidität verfügt, um ihren Verbindlichkeiten bei Fälligkeit nachzukommen, ohne inakzeptable Verluste zu erleiden oder eine Schädigung des Rufs der Gruppe zu riskieren.

Das Management überwacht seine Zu- und Abflüsse flüssiger Mittel auf täglicher Basis, und durch eine ordnungsgemäße Budgetplanung stellt das Liquiditätsmanagement der Gruppe sicher, dass ausreichende Mittel zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus zahlen viele Kunden zu Beginn der Abonnementsperiode im Voraus für Abonnementdienste. Daher hält die Gruppe ein hohes Niveau an liquiden Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten aufrecht.

Gefährdung durch Liquiditätsrisiken

Nachstehend sind die verbleibenden vertraglichen Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten zum Berichtsdatum aufgeführt. Die Beträge sind brutto und nicht diskontiert und schließen vertragliche Zinszahlungen ein und schließen die Auswirkungen von Aufrechnungsvereinbarungen aus.

Vertragliche Cashflows

31. Dezember 2021 Buchwert Gesamt < 1 Jahr 1-5 Jahre Mehr als 5 Jahre
in € Tausend
Kredite und Darlehen 72.384 85.434 22.405 63.029 -
Bedingte Gegenleistung 10.193 11.829 - 11.829 -
Andere Verbindlichkeiten 4.375 4.462 - 4.462 -
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 14.568 16.291 - 16.291 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.435 19.435 19.435 - -
Rückerstattungs-Verbindlichkeiten 110 110 110 - -
Andere Verbindlichkeiten 2.560 2.697 2.697 - -
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.670 2.807 2.807 - -
Finanzverbindlichkeiten insgesamt 109.057 123.967 44.647 79.320 -

Vertragliche Cashflows

31. Dezember 2020 Buchwert Gesamt < 1 Jahr 1-5 Jahre Mehr als 5 Jahre
in € Tausend
Kredite und Darlehen 83.157 103.037 23.683 79.354 -
Bedingte Gegenleistung 8.453 10.918 - 10.918 -
Andere Verbindlichkeiten 4.695 4.878 - 4.878 -
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 13.148 15.796 - 15.796 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.964 20.964 20.964 - -
Rückerstattungs-Verbindlichkeiten 110 110 110 - -
Andere Verbindlichkeiten 2.027 2.186 2.186 - -
Sonstige kurzfristige finanzielle 2.137 2.296 2.296 - -
Finanzverbindlichkeiten insgesamt 119.406 142.093 46.943 95.150 -

Marktrisiko

Unter Marktrisiko versteht man den potenziellen Verlust durch nachteilige Veränderungen der Wechselkurse, Zinssätze und Marktpreise. Das Marktrisiko, dem die Gruppe ausgesetzt ist, umfasst die liquiden Mittel, Forderungen, sonstigen finanziellen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten der Gruppe. Die Gruppe überwacht diese Risiken durch festgelegte Richtlinien und Verfahren. Es ist das Ziel der Gruppe, Risiken auf die Ertragslage, Cashflows und Marktrisiken aus Zins- und Wechselkursänderungen zu mindern.

Im Zusammenhang mit der Reform der Referenzzinssätze ist die Gruppe einem potenziellen Risiko aufgrund der Kopplung der Darlehen an den USD-LIBOR ausgesetzt. Die für den LIBOR zuständige britische Regulierungsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) hat am 5. März 2021 verlautbart, dass die Veröffentlichung des USD-LIBOR per 30. Juni 2023 eingestellt wird. Die Gruppe überwacht Vertäge, die noch nicht auf einen alternativen Referenzzinssatz umgestellt wurden.

Währungsrisiko

Die Gruppe ist insofern einem Währungsrisiko ausgesetzt, als es eine Abweichung zwischen den Währungen, auf die Verkäufe, Käufe und Kreditaufnahmen lauten, und der funktionalen Währung der Tochtergesellschaften der Gruppe gibt. Die Darstellungswährung aller Tochtergesellschaften der Gruppe ist der Euro.

Die Gruppe wickelt ihre Geschäfte weltweit ab und ist Risiken im Zusammenhang mit schwankenden Wechselkursen ausgesetzt. Die Gruppe beabsichtigt, Wechselkursschwankungen auf natürliche Weise abzusichern, indem sie alle Transaktionen in der jeweiligen Transaktionswährung abrechnet. Die Politik der Gruppe besteht darin, sicherzustellen, dass ihr Nettorisiko auf einem akzeptablen Niveau gehalten wird, indem sie Devisen zu Spot-Kursen kauft oder verkauft, wenn dies zur Erfüllung kurzfristiger Verpflichtungen erforderlich ist. Wenn die Fremdwährungsreserven höher sind als die kurzfristigen Verpflichtungen, rechnet die Gruppe den Betrag in die funktionale Währung um. Die Währungen, auf die diese Transaktionen hauptsächlich lauten, sind Euro, US-Dollar, britisches Pfund, australischer Dollar, kanadischer Dollar und israelischer New Shekel ("ILS").

Zukünftige Netto-Transaktionsgewinne und -verluste sind von Natur aus schwer vorherzusagen, da sie davon abhängen, wie die verschiedenen Währungen, in denen die Gruppe Geschäfte tätigt, im Verhältnis zur funktionalen Währung der Tochtergesellschaften der Gruppe schwanken, von der relativen Zusammensetzung und Bezeichnung des Umlaufvermögens und der Verbindlichkeiten für jede Periode sowie von der Effektivität der Gruppe bei der Vorhersage und Verwaltung solcher Risiken.

Gefährdung durch Währungsrisiken

Die zusammengefassten quantitativen Daten über die Gesamtrisiko der Gruppe gegenüber dem Währungsrisiko, lauten wie folgt:

31. Dezember 2021 EUR USD GBP AUD CAD ILS
in Tausend in lokaler Währung
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.012 4.852 244 254 398 9
Andere finanzielle Vermögenswerte 400 5.940 - - - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.029 13.171 181 471 14 463
Finanzielle Verbindlichkeiten
Ausleihungen - (81.982) - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (5.547) (15.493) (140) - - (56)
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (1.604) (17.707) - - - -
Netto-Risikoposition in der Bilanz (3.710) (91.219) 285 725 412 416
31. Dezember 2020 EUR USD GBP AUD CAD ILS
in Tausend in lokaler Währung
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.091 3.711 147 131 182 10
Andere finanzielle Vermögenswerte 239 9.508 - 160 - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.755 14.271 894 206 265 617
Finanzielle Verbindlichkeiten
Ausleihungen - (102.041) - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (8.779) (14.879) (105) - (138) (71)
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (593) (18.029) - - - -
Netto-Risikoposition in der Bilanz (5.287) (107.459) 936 497 309 556

Sensitivitätsanalyse

Eine mögliche Aufwertung (Abwertung) des Euro, des US-Dollars, des britischen Pfunds, des australischen Dollars, des kanadischen Dollars und des israelischen Neuschekels, bestimmt durch die Bruttowährungsschwankung des Vorjahres, gegenüber allen anderen Währungen zum 31. Dezember 2021 und 2020 hätte die Bewertung von Finanzinstrumenten, die auf einen Fremdwährungsgewinn oder -verlust lauten, um die unten aufgeführten Beträge beeinflusst. Die Auswirkungen von konzerninternen Transaktionen mit der Tochtergesellschaft Spark Networks (Israel) Limited, die als Nettoinvestitionen behandelt werden, werden im Sonstigen Gesamtergebnis neu bewertet. Diese Analyse geht davon aus, dass alle anderen Variablen, insbesondere die Zinssätze, konstant bleiben und ignoriert jegliche Auswirkungen von prognostizierten Verkäufen und Käufen.

Gewinn oder Verlust
Wirkung in € Aufwertung Abwertung
31. Dezember 2021
EUR (0% Veränderung) - -
USD (8% Veränderung) 5.940 (5.940)
GBP (7% Veränderung) (22) 22
AUD (2% Veränderung) (8) 8
CAD (8% Veränderung) (22) 22
ILS (11% Veränderung) (12) 12
31. Dezember 2020 (1)
EUR (0% Veränderung) - -
USD (9% Veränderung) 8.684 (8.684)
GBP (6% Veränderung) (60) 60
AUD (1% Veränderung) (2) 2
CAD (7% Veränderung) (14) 14
ILS (2% Veränderung) (2) 2

(1) Die Beträge der Vorjahre wurden angepasst, um die Auswirkungen in Euro darzustellen.

Zinsrisiko

Kredite unter den Kreditlinien werden mit einem Zinssatz verzinst, der dem LIBOR zuzüglich einer bestimmten Marge entspricht. Siehe Anm. 5.9. Zum 31. Dezember 2021 betragen die fortgeführten Anschaffungskosten der Kreditlinie Euro 72,4 Mio. Diese Kredite setzen uns aufgrund der potenziellen Schwankungen der Marktzinssätze einem Zinsrisiko aus. Ausgehend von der oben beschriebenen ausstehenden Gesamtverschuldung unter der Kreditlinie zum 31. Dezember 2021 hätte ein Anstieg der geltenden Zinssätze um einen Prozentpunkt unsere Zinsaufwendungen für 2021 um Euro 0,8 Mio. erhöht. Dieser Betrag wird durch die Berechnung der Auswirkungen einer hypothetischen Zinssatzänderung auf die variabel verzinslichen Schulden der Gruppe ermittelt. Diese Schätzung beinhaltet nicht die Auswirkungen anderer potenzieller Maßnahmen zur Minderung dieses Risikos oder Änderungen in der Finanzstruktur der Gruppe.

Fair-Value-Sensitivitätsanalyse für festverzinsliche Instrumente

Zum 31. Dezember 2021 und 2020 bilanziert die Gruppe keine festverzinslichen finanziellen Vermögenswerte oder finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Daher würde sich eine Änderung der Zinssätze zum Bilanzstichtag nicht auf das Ergebnis auswirken.

Sonstiges Marktpreisrisiko

Die Gruppe hält keine Beteiligungen oder finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die vom Preis von Beteiligungen abhängig sind. Die Gruppe ist daher keinen Marktpreisrisiken ausgesetzt.

Anhang 8. Andere Informationen

8.1. Salden und Transaktionen mit nahestehenden Parteien

Muttergesellschaft und oberstes beherrschendes Unternehmen

Das oberste beherrschende Unternehmen der Gruppe ist die Spark Networks SE. Die ADSs der Gruppe werden am Nasdaq Kapitalmarkt öffentlich gehandelt. Vor Februar 2021 wurden die ADS der Gruppe an der New Yorker Börse öffentlich gehandelt.

Transaktionen mit Aktionären

Ein Mitarbeiter der hundertprozentigen Tochtergesellschaft des Unternehmens, Smooch Labs, ist Mitgründer und Mitarbeiter einer Marketingagentur, für die dem Unternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Aufwendungen entstehen. Für das am 31. Dezember 2021 und 2020 endende Geschäftsjahr hat das Unternehmen Euro 0,1 Mio. bzw. Euro 0,3 Mio. für die von der Marketingagentur erbrachten Leistungen als Aufwand verbucht.

Vergütung der geschäftsführenden Direktoren

Wir verweisen auf den Vergütungsbericht laut Abschnitt 289a (2), 315 (a) HGB für weitere Hinweise in Verbindung mit der Vergütung der Geschäftsführer und des Verwaltungsausschusses.

Die Kernelemente der Vergütung für Geschäftsführer umfassen Grundgehalt, einen Cash-Anreiz auf Basis jährlicher Performance und Kapitalzuwendungen in Verbindung mit der Wertentwicklung der Unternehmensaktien. Geschäftsführer erhalten nicht notwendigerweise Kapital auf jährlicher Basis.

Während den Geschäftsjahren 2021 und 2020 war die Vergütung für Geschäftsführer wie folgt:

(in € Tausend) 2021 2020
Kurzfristige Leistungen € 1.256 € 1.405
Andere Leistungen - -
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 194 282
Aktienbasierte Vergütung 1.498 3.137
Gesamtvergütung € 2.948 € 4.824

Die Aufwendungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer einschließlich Grundgehalt und Jahresbonus beliefen sich auf insgesamt Euro 1,3 Mio. im Jahr 2021 und Euro 1,4 Mio. im Jahr 2020. Die gesamte kurzfristige Vergütung im Jahr 2021 von Euro 1,3 Mio. (2020: Euro 1,4 Mio.) beinhaltet zusätzliche Lohnzusatzleistungen in Höhe von weniger als Euro 0,1 Mio. im Jahr 2021 und weniger als Euro 0,1 Mio. im Jahr 2020.

Ehemalige Mitglieder des Vorstands erhielten eine Gesamtvergütung von Euro 0,2 Mio. im Jahr 2021 und Euro 0,3 Mio. im Jahr 2020. Die im Jahr 2021 erhaltene Vergütung war einem Abfindungsvertrag zwischen dem Unternehmen und dem vormaligen Geschäftsführer und Finanzchef im März 2021 zugeordnet. Im Jahr 2020 wurde keine Vergütung aufgrund von Kündigung gezahlt.

Die anteilsbasierten Vergütungen in Höhe von Euro 1,5 Mio. im Jahr 2021 und Euro 3,1 Mio. im Jahr 2020 setzen sich aus Euro 1,5 Mio. anteilsbasierten Vergütungen, die im Jahr 2021 als Aufwand erfasst wurden, und Euro 3,1 Mio. anteilsbasierten Vergütungen, die im Jahr 2020 als Aufwand erfasst wurden.

2021 gewährte der Verwaltungsausschuss die folgenden Kapitalzuwendungen an Geschäftsführer im Rahmen des LTIP:

Art der Zuwendung Ausübungspreis Anzahl der Optionen
Virtuelle Aktienoptionen $ 3,77 200.000
Kostenlose Optionen $ - 100.000
300,000

Die Zuwendungen wurden in Verbindung mit der Ernennung eines neuen Geschäftsführers und Finanzchefs der Gesellschaft durch den Verwaltungsausschuss im August 2021 gewährt.

2020 gewährte der Verwaltungsausschuss die folgenden Kapitalzuwendungen an Geschäftsführer im Rahmen des LTIP:

Art der Zuwendung Ausübungspreis Anzahl der Optionen
Virtuelle Aktienoptionen $ 4,88 1.058.000
Virtuelle Aktienoptionen $ 4,33 42.000
Kostenlose Optionen $ - 534.000
1.634.000

Die Zuwendungen wurden in Verbindung mit der Annahme des LTIP im Januar 2020, sowie in Verbindung mit der Ernennung des Chief Legal Officers des Unternehmens, der auch als Chief Operating Officer fungieren soll, durch den Verwaltungsausschuss im November 2020 gewährt.

Vergütung des Verwaltungsrats

Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Mitgliedschaft im Verwaltungsrat eine feste Vergütung. Die feste Vergütung erhöht sich für die Übernahme bestimmter Mandate, z. B. für die Mitgliedschaft im Präsidial- und Nominierungsausschuss oder im Prüfungsausschuss. Für ihre Tätigkeit im Jahr 2021 erhielten die Mitglieder des Verwaltungsrats im Jahr 2021 bzw. im Jahr 2020 eine Vergütung in Höhe von Euro 0,7 Mio. bzw. Euro 0,4 Mio.

8.2 Nicht-bilanzierte vertragliche Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag stellen sich die zukünftigen Zahlungen der Gruppe im Zusammenhang mit nicht bilanzierten vertraglichen Verpflichtungen wie folgt dar:

31. Dezember
(in € Tausend) 2021 2020
Weniger als ein Jahr € 4.005 € 5.446
Zwischen einem und fünf Jahren 231 3.495
Gesamt € 4.236 € 8.941

Das Unternehmen hat unkündbare vertragliche Verpflichtungen in Form von Verträgen mit Cloud-basierten Internet-Dienstleistern und Marketing-Dienstleistern. Die Gruppe hat keine wesentlichen Verlängerungs- oder Kaufoptionen. Die Verschuldung der Gruppe ist durch Sicherheiten, einschließlich nahezu aller Vermögenswerte der Gruppe und der subsidiären Garantiegeber der Gruppe, besichert.

8.3 Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Der durchschnittliche Personalbestand für das Jahr war wie folgt:

Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember
2021 2020
Weiblich 125 112
Männlich 141 133
Gesamt 266 245

8.4 Abschlussprüferhonorare

Die folgende Tabelle enthält die Honorare für professionelle Prüfungsleistungen, die (i) von der KMPG AG Wirtschaftsprüfergesellschaft, unseren unabhängigen Wirtschaftsprüfern, für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2020 und (ii) von BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, unseren unabhängigen Abschlussprüfern für den IFRS Konzernabschluss, die für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 erbracht wurden.

Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember
(in € Tausend) 2021 2020
Abschlussprüfung (1) 57 2.051
Steuerberatungshonorare (2) 0 18
Gesamt 57 2.069

(1) Die Prüfungskosten für 2021 beinhalten die Kosten für die Konzernabschlussprüfung nach IFRS sowie die Jahresabschlussprüfung nach HGB der Spark Networks SE, die durch die BDO AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin als Abschlussprüfer durchgeführt wurden. Die Prüfungskosten für 2020 beinhalten auch Kosten in Verbindung mit den Quartalsreviews und Jahresabschlussprüfungen, einschließlich der Kosten bezüglich der US-GAAP-Umstellung im Jahr 2020, und international erforderlichen gesetzlichen Audits. Die Gesamt-Prüfungskosten im Jahr 2020 wurden gegenüber dem Vorjahr unter Einbeziehung von Zusatzaufwand für Abschlussprüfungsleistungen, welche im Juni und Juli 2021 in Rechnung gestellt wurden, angepasst.

(2) Die Steuerberatungsleistungen 2020 beinhalten Steuer- und Umsatzsteuer Compliance-Tätigkeiten.

8.5 Deutscher Corporate Governance Kodex

Bezüglich der Erklärung gemäß §161 Aktiengesetzes (AktG) verweisen wir auf die Website von Spark unter https://www.spark.net/investor-relations/corporate- governance/highlights .

8.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 2. März 2022 teilte Gitte Bendzulla, Chief Operating Officer, Chief Legal Officer und Managing Director von Spark Networks SE (das "Unternehmen") dem Unternehmen mit, dass sie aus dem Unternehmen ausscheiden wird. Ms. Bendzulla hat das Unternehmen am 30. April 2022 verlassen.

Am 11. März 2022 unterzeichnete Spark Networks SE (das "Unternehmen") einen Finanzierungsvertrag (der "Darlehensvertrag") mit Zoosk, Inc. ("Zoosk") und Spark Networks, Inc., als subsidiärer Garantiegeber der Tochtergesellschaft, als Kreditgeber, und MGG Investment Group LP, New York, USA, als administrativer Vertreter und Sicherheitenbesteller ("collateral agent" and "administrative agent"). Der Darlehensvertrag beinhaltet vorrangig besicherte Fazilitäten in Höhe von $100 Mio. Die Aufnahme von Fremdkapital unter dem Darlehensvertrag wird zu einem jährlichen Zinssatz in Höhe des LIBOR-Satzes (laut Definition im Darlehensvertrag) zuzüglich 7,50% bzw. dem Referenzsatz (laut Definition im Darlehensvertrag), zuzüglich 6,50%. Darlehen unter dem Darlehensvertrag werden am 11. März 2027 fällig und sind mit allen wesentlichen Vermögenswerten der Gesellschaft, Spark Networks Inc., Zoosk und ihrer jeweiligen subsidiären Garantiegeber besichert.

Der Darlehensvertrag beinhaltet marktübliche Zusicherungen, Garantien, Ausfallereignisse und Verpflichtungen, einschließlich Einschränkungen bei Aufnahme von Schulden und Pfandrechten, eingeschränkte Zahlungen und Investitionen, Fusion und finanzielle Verpflichtungen einschließlich (1) vierteljährliche Prüfung einer maximalen Fremdkapitalquote und einer minimalen Marketing-Effizienzkennzahl (jeweils laut Definition im Darlehensvertrag) und (2) permanenter Prüfung einer minimalen Liquiditätsverpflichtung.

 

8. Juni 2022

Eric Eichmann, Vorstandsvorsitzender

David Clark, Chief Financial Officer

Frederic Beckley, General Counsel und Chief Administrative Officer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Lagebericht der Spark Networks SE zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Spark Networks Gruppe so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gruppe beschrieben sind.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Spark Networks SE, München

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der Spark Networks SE, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Spark Networks SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Die unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

die Konzernerklärung zur Unternehmensführung, auf die im Konzernlagebericht Bezug genommen wird.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES VERWALTUNGSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 8. Juni 2022

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Pfeiffer, Wirtschaftsprüfer

gez. Wirth, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Konzernabschlusses

Der Verwaltungsrat hat den deutschen Jahresabschluss gemäß HGB und den Konzernabschluss gemäß IFRS, jeweils für das Geschäftsjahr 2021, sowie die Prüfungsberichte detailliert geprüft und es wurden keine Einwände erhoben. Der Verwaltungsrat hat den Konzernabschluss gemäß IFRS am 23. Juni 2022 und den Jahresabschluss der Gesellschaft gemäß dem deutschen HGB am 23. Juni 2022 entsprechend § 47 Abs. 5 SEAG genehmigt.

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