Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 501673
Vorher
NAXOS-UNION Engineering GmbHDVS Produktions GmbHDVS Production GmbH
Eingetragen
13.6.1995
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Schleifkörpern und Schleifmitteln auf Unterlage
Gegenstand
Lohnfertigung von Präzisionsteilen auf Hon- , Fräs- und Schleifmaschinen, Entwicklung neuer Fertigungstechnologien in den Bereichen Hon-, Fräs- und Schleiftechnik sowie Testen von neu entwickelten Werkzeugmaschinen der DVS-Gruppe.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Swen Graf
seit 30.12.2024
Geschäftsführer
Arne Meinecke
seit 12.11.2024
Prokura
Arne Schumann
seit 14.9.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DVS Production GmbH

Krauthausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2021

der DVS Production GmbH

Grundlagen des Unternehmens

Der Geschäftszweck des Unternehmens ist die Lohnbearbeitung von angelieferten Rohmaterialien sowie die Komplettbearbeitung auf kombinierten Dreh-, Fräs-, Schleif- und Honmaschinen hauptsächlich für die Automobilindustrie (u.a. Zahnräder, Hohlwellen, Planetenräder, Hohlräder). Die DVS Production GmbH hat ein Geschäftsmodell als Systemlieferant, das heißt, die Gesellschaft hat langfristige Verträge für anspruchsvolle Serienteile der Kunden. Dabei ist die DVS Production GmbH für die gesamte Wertschöpfung verantwortlich, und es wird in der Regel auf DVS Maschinen mit DVS Technologien produziert. Die Kundenteile sind Präzisionselemente sowohl aus dem konventionellen Antriebsstrang als auch aus Hybrid-/Elektroantrieben.

Die DVS Production GmbH ist Teil der Division DVS Production und ist ein 100%iges Tochterunternehmen der DVS Technology AG.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Das Jahr 2021 ist gekennzeichnet durch eine weltweite wirtschaftliche Erholung nach dem drastischen, historisch einmaligen Einbruch in der Wirtschaftsleistung durch die Coronakrise in 2020. Fast alle Länder/Regionen sind in 2021 deutlich gegenüber 2020 gewachsen, insbesondere die Konjunkturerholung in China und USA waren hier die Treiber. Allerdings hat es in 2021 auch kräftigen Gegenwind in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gegeben durch (erheblich) gestiegene Rohstoffpreise sowie Engpässe in der Halbleiterindustrie mit gravierenden Auswirkungen auf Lieferketten in der Automobil- und Elektroindustrie und anderen Abnehmerbranchen. Weiterhin hat die andauernde weltweite Coronakrise das Jahr 2021 fest im Griff mit deutlichen Wachstumshemmnissen.

Insgesamt stellte sich das BIP-Szenario in 2021 wie folgt dar: Weltweite Erholung mit einem BIP-Wachstum von+6,5% (Branchen-Report Deutschland/Commerzbank, 09/2021) mit einer differenzierten regionalen Entwicklung: +2,8% in Deutschland, +4,5% in Europa, +6% in USA und +8,4% in China.

Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland gegenüber dem Vorjahr 2009 bis 2021

Entwicklung des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) in Deutschland von 2008 bis 2020 und Prognose DIW 2021 bis 2023

Marktentwicklung der globalen Automobilproduktion von 2019 bis 2021 und Prognose IHS 2022 bis 2027

Die Automobilproduktion in Europa gilt für die DVS Production GmbH als relevantes Marktsegment. In 2021 wurden in Europa rund 17,7 Mio. Automobile produziert. Für 2022 geht man von einer Erholung der Produktionsmengen über 15% aus. Ab 2024 ff. wird mit einem Volumen über dem Niveau von 2019 gerechnet.

Geschäftsverlauf/Umsatz

Auch das Geschäftsjahr 2021 verlief für die DVS Production GmbH herausfordernd. Zentral sind hier die Auswirkungen der Halbleiterkrise und fortgesetzt der Coronavirus-Pandemie zu nennen. Diese haben im Verlauf des Jahres wiederholt zu einer mehrwöchigen Kurzarbeit und kurzzeitigen Schließung der Produktionswerke mehrerer Hauptkunden sowie zu starken Schwankungen der Abrufe insbesondere im 2. Halbjahr geführt. In der Folge wurden in den Monaten August und September des 3.Quartals und fallweise im 4. Quartal kurzfristig teilweise bis zu 30% weniger Produkte von DVS Production GmbH abgerufen. Diese negativen Effekte durch den Umsatzausfall konnten durch umfangreiche Gegenmaßnahmen zur Einsparung von Kosten (Personal und sonstige Kosten) nur teilweise kompensiert werden.

Das Geschäftsjahr 2021 verlief daher operativ für die DVS Production GmbH unter den Erwartungen. In 2021 erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.116 von TEUR 31.862 auf TEUR 38.978 aus der Produktion, blieb damit aber unter dem Plan von TEUR 39.828. Zusätzlich zum operativen Umsatz ergab sich ein Umsatz aus dem Verkauf von Produkt- und Betriebsrechten in Höhe von TEUR 5.264. Der Gesamtumsatz betrug somit TEUR 44.242 und lag damit TEUR 12.380 über dem Umsatz des Vorjahres.

Durch diesen erzielten Umsatz und einer Reduzierung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um TEUR 455, Aktivierung von Eigenleistungen von TEUR 674 und die Realisierung von sonstigen Erträgen in Höhe von TEUR 433 stieg die Betriebsleistung um TEUR 10.001 von TEUR 34.893 auf TEUR 44.894. In 2021 wurde ein Ergebnis von TEUR -3.411 erwirtschaftet. Für den Verkauf der Produkt- und Betriebsrechte wurde eine Erfüllungsverbindlichkeit in Höhe des Umsatzes verbucht. Die Realisierung des Ergebnisses erfolgt erst in den Jahren 2022 und 2023.

Auftragseingang/Auftragsbestand

Der Auftragseingang resultiert im Wesentlichen aus den monatlichen Abrufaufträgen der sechs Großkunden Miba Sinter Austria GmbH, Magna Powertrain GmbH & Co. KG, Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Valeo Siemens eAutomotive Germany GmbH, Audi AG und LG Electronics, die jährlich eine Vorausplanung für benötigte Teile übermitteln und einiger absatzmäßig kleinerer Kunden. Im Jahresverlauf konnten wir befristete Zusatzaufträge bei VW AG in der Lohnbearbeitung und bei FORD durch einen Entwicklungsauftrag mit Anlauffertigung für ein neues E-Fahrzeug gewinnen. Mit Valeo Siemens ging durch vorzeitigen Projektstopp mit EOP im 4. Quartal ein Kundenprojekt der E-Mobilität verloren und das Volumen hierbei um ca. 90% zurück für die weitere Laufzeit. 2022 werden insgesamt schwächere Umsätze bei den vorgenannten Kunden im Bestandgeschäft erwartet, sodass der Auftragsbestand und der Umsatz für das Jahr 2022 gemäß der Planung auf rund TEUR 31.500 sinken wird.

Der Auslandsanteil der Auftragseingänge liegt im Jahr 2021 bei 55 %, der Anteil der Produkte für E-Mobilität bei rd. 35%.

Beschaffung, Personal

Aufgrund der Marktentwicklung in 2021 gab es auf den uns relevanten Beschaffungsmärkten leicht gestiegene Preise. Die Lieferzeiten bewegten sich in allen Bereichen in einem normalen Niveau. Wir gehen für 2022 auf den Beschaffungsmärkten von steigenden Preisen aus.

In 2021 waren durchschnittlich 216 Mitarbeiter beschäftigt, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 1 Mitarbeiter war zu verzeichnen. Zusätzlich wurden durchschnittlich 39 Leiharbeiter eingesetzt.

Produktion

Die DVS Production GmbH ist ein Unternehmen, das 2007 gegründet wurde. Die Gesellschaft ist in den letzten sieben Jahren extrem durch neue Kundenaufträge gewachsen (Umsatz 2014: 6,2 Mio. €; Umsatz 2021: 44.242 Mio. €). DVS Production GmbH als Serienlieferant mit 3-Schicht-Betrieb produziert in der Regel auf DVS Maschinen mit neuesten DVS Technologien z.B. Wälzschälen oder Verzahnungshonen. Daher verfügt die Gesellschaft über einen sehr modernen und auf aktuellem Stand der Technik befindlichen Maschinenpark. In den letzten Jahren wurden rund 48 Mio. € in Kapazitätserweiterungen (Produktion, Logistik) und Maschinenpark investiert. Die DVS Production GmbH als Serienlieferant für die Automobil- und Zulieferindustrie ist nach IATF 16949 und nach ISO 50001 rezertifiziert.

Investitionen

Im Berichtsjahr hat sich der Maschinenpark auf Grund von Abschreibungen und Verkäufen um rd. TEUR 436 verringert. Die Maschinen werden überwiegend durch Leasing finanziert mit einer Laufzeit von 72 Monaten. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung hat sich in 2021 für EDV, technische Anlagen und aktivierungspflichtige Werkzeuge um TEUR 65 ebenfalls reduziert. Die Immobilieninvestitionen werden langfristig mit einer Laufzeit von 15 Jahren finanziert.

Entwicklungsprojekte

Im Jahr 2021 wurden Entwicklungsprojekte an die DVS-Technology GmbH überführt. Dabei handelte es sich um die Entwicklung zur Serienreife der Schaeffler Produkte (Hohlrad, Stufenplanet und Planeten).

Veränderungen in der Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Gesellschaft veränderte sich per 31.12.2021 gegenüber dem Vorjahr wie folgt:

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.735 auf TEUR 29.071. Das Sachanlagevermögen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 578 auf TEUR 9.970. Das Umlaufvermögen vergrößerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 8.881 auf TEUR 18.699. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 13.595. Der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug TEUR 1.936. Weitere TEUR 4.551 entfielen auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, wovon TEUR 3.411 aus der Verlustübernahme im Rahmen des EAV resultierten. Zur Senkung der Forderungen AUDI/ LGE wurde die Zusammenarbeit mit einem Factor Südleasing weiter ausgebaut. In 2022 soll das Mahnwesen über das DV-Programm Diamant systematisiert werden.

Das Eigenkapital hat sich in 2021 mit TEUR 3.500 zu 2020 nicht verändert. Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 15,0% in 2020 auf 12,0% in 2021. Die Rückstellungen stiegen um TEUR 413 auf TEUR 735 (Vj. 322). Dabei handelt es sich unter anderem um Rückstellungen für Resturlaub TEUR 195 (VJ. 150), Kosten Gewährleistung TEUR 100, Rechnung Dream Hill TEUR 119 und zu gewährende Boni in Höhe von TEUR 66.

Finanzlage

Die Bankverbindlichkeiten gegenüber Banken aus abgeschlossenen Leasingverträgen (Mietkauf), Grundschulddarlehen, Baukredit für Halle 4 sowie Darlehen für eine Produktionsmaschine verringerten sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 6.494 um TEUR 361 auf TEUR 6.133. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 8.873 um TEUR 1.181 auf TEUR 10.054, durch kurzfristige Linie und die Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2021. Gegenüber der DVS-Technology GmbH bestehen Verbindlichkeiten aus Darlehen von rd. TEUR 6.735.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken zum 31.12.2021 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 4.070 um TEUR 1.476 auf TEUR 2.594. Mit TEUR 1.357 sind in 2021 die liquiditätswirksamen Stundungen aus 2020 für die beschriebene Senkung verantwortlich. Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 Factoringgeschäfte zur Optimierung des Working Capital weitergeführt.

Der Cash-Flow (CF aus laufender Geschäftstätigkeit) beträgt TEUR -2.369.

Ertragslage

In 2021 wurde ein Ergebnis von TEUR -3.411 erzielt. Das Ergebnis war durch stark schwankende Auslastung wegen der volatilen Abrufe der Kunden geprägt, sowie auch den Veränderungen im Produktmix. Materialaufwandsquote hat sich in 2021 auf 40,6% um 0,5 Prozentpunkte verbessert. Die Personalkosten liegen bei TEUR 8.938. Dies ist eine Erhöhung um TEUR 1.254. Die Personalkostenquote bezogen auf die Betriebsleistung aus der Produktion hat sich um 2,1% auf 22,0% erhöht.

Im Jahr 2021 wurden in der Betriebsstätte Slowakei Umsatzerlöse nach Skonto in Höhe von TEUR 720 erwirtschaftet.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite, Cash Flow und Kennzahlen zum Working Capital heran. Der Umsatz pro Mitarbeiter ist in 2021 mit rd. TEUR 204 um TEUR 56 (38,85%) gestiegen. Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern in Relation zum Umsatz) in 2021 liegt bei -7,66% (Vj. 0,80%). Der Cash-Flow (CF aus laufender Geschäftstätigkeit) beträgt TEUR -2.369.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Nachhaltigkeitsbericht

Die DVS TECHNOLOGY Gruppe ermittelt regelmäßig die Themen, welche für eine Nachhaltigkeitsstrategie und Reportingstruktur relevant sind. Im Rahmen unseres Risiko-Managements ermitteln wir ebenso potenzielle Unternehmensrisiken die aus ökologischen, ökonomischen oder sozialen Aspekten resultieren. Mögliche Risiken werden im Chancen- oder Risikobericht erläutert. Um eine gruppenweite Priorisierung von Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) zu erlangen, haben wir die Themen entlang unserer Wertschöpfungskette analysiert. Wir orientieren uns bei der Priorisierung an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN). Die Agenda 2030 mit ihren 17 Sustainable Development Goals ist ein globaler Plan zur Förderung nachhaltigen Friedens und Wohlstands und zum Schutz unseres Planeten. Seit 2016 arbeiten alle Länder daran, diese gemeinsame Vision zur Bekämpfung der Armut und Reduzierung von Ungleichheiten in nationale Entwicklungspläne zu überführen. Dabei ist es besonders wichtig, sich den Bedürfnissen und Prioritäten der schwächsten Bevölkerungsgruppe und Länder anzunehmen - denn nur wenn niemand zurückgelassen wird, können die 17 Ziele bis 2030 erreicht werden.

DVS TECHNOLOGY hat die Themen entlang der eigenen Wertschöpfungskette analysiert und im Berichtsjahr 2021 folgende Prioritäten nach den Kriterien, Auswirkung, mögliche Auswirkung, bedingte Auswirkung (regional, projektbezogen, außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) mit der Ausprägung leicht, mittel oder hoher Einfluss auf die Nachhaltigkeitsstrategie der DVS TECHNOLOGY Gruppe festgestellt. Veränderungen gegenüber dem Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Im Berichtsjahr hat die Coronavirus-Pandemie besondere Maßnahmen zur Aufrechterhaltung unserer Geschäftsfähigkeit und zum Schutz unserer Beschäftigten erfordert. Maßnahmen zur COVID-19-Information, -Prävention, und -Intervention wurden zentral über die Konzernzentrale verteilt und gesteuert. Maßnahmen wie Produktions-Lockdown, Home-Office und Kurzarbeit verbunden mit Sicherheitskonzepten haben Gesundheit und Wohlergehen unserer Beschäftigten weitgehend gesichert (Ziff.3). Trotz der angespannten Lage konnte die DVS TECHNOLOGY Group auch im Berichtsjahr soziale Projekte in Sierra Leone unterstützen und somit den Bau von Schulen oder Wasserbrunnen fördern und vielen Menschen zu positiven und vor allem, selbstbestimmten Zukunftsperspektiven verhelfen (Ziff. 1, 3, 4, 6, 17).

DVS Production achtet seit Jahren bei der Weiterentwicklung der bestehenden Produktpalette sowie bei Neuentwicklungen insbesondere auf einen geringen Ressourceneinsatz (z.B. Rohteilauslegung), verringerte Bearbeitungszeiten sowie Energieeffizienz (Ziff. 9, 12, 13). Ein neues Entwicklungsgebiet ergibt sich aus den gemeinsamen Kundenanforderungen hin zur Elektromobilität. Die gültigen Umweltnormen werden eingehalten (Ziff. 3, 6).

Die DVS Production GmbH ist nach IATF 16949 und ISO 50001 zertifiziert und strebt die Zertifizierung nach ISO 14001 an (Ziff. 8, 9, 12). Schulungen der Mitarbeiter werden über das gesamte Jahr durchgeführt (Ziff. 4, 8).

Gesamtbetrachtung

Das Geschäftsjahr 2021 verlief für die DVS Production GmbH als Lohnfertigungsunternehmen bzw. Systemlieferant aufgrund der teilweise um 30% schwankenden Abrufe der Kunden unter den Erwartungen. Der Umsatz als auch Betriebsleistung entwickelten sich deutlich unter Plan, das operative Ergebnis blieb deutlich hinter den Plandaten zurück, das erwirtschaftete Ergebnis liegt bei TEUR -3.411. Einfluss auf das Ergebnis hatten die ergebniswirksamen Leasingaussetzungen in 2020 und die daraus resultierenden um TEUR 1.357 erhöhten Leasingsraten für 2021.

PROGNOSEBERICHT

Planungsprämissen

Neben einer Budgetplanung erstellt die DVS Production GmbH eine Mittelfristplanung. Wir erwarten in den Planjahren keine drastischen Auftragsrückgänge. Durch die ergebniswirksamen Aussetzungen der Leasingraten in 2020 und 2021 ergeben sich in 2022 zusätzliche Belastungen auf das Ergebnis von TEUR 535.

Unternehmensplanung

Auftragseingang, Umsatz

Die verabschiedete Planung für 2022 aus dem Januar 2022 sieht für die DVS Production GmbH Auftragseingänge und Umsätze von jeweils ca. TEUR 31.500 vor. Die Planung für die Umsatzrendite liegt mit 0%. bei einem ausgeglichenen Ergebnis vor Berücksichtigung des Effektes aus dem Verkauf der Produkt- und Betriebsrechte. Für die Betriebsstätte Slowakei wird mit Zahlen in vergleichbarer Höhe wie im Geschäftsjahr 2021 geplant, da keine wesentlichen Änderungen des Geschäfts vorgesehen sind. Auf Basis der Hochschätzung zum ersten Halbjahr 2022 gehen wir mit einem Wert von ca. TEUR 33.200 davon aus, dass der geplante Umsatz sogar übertroffen werden kann. Die aktuelle Hochschätzung des Ergebnisses geht allerdings von einem operativen Verlust von ca. TEUR 2.100 aus, der maßgeblich auf die direkten und indirekten Auswirkungen der Ukraine-Krise zurückzuführen ist. Aus dem Verkauf von Produkt- und Betriebsrechte im Jahr 2021 ergibt sich ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 2.906, so dass wir insgesamt von einem Jahresergebnis von TEUR 800 für 2022 ausgehen.

Beschaffung

Aufgrund der Marktentwicklung in 2021 gab es auf den uns relevanten Märkten leicht gestiegene Preise. Preisveränderungen bei Legierungsmetallen bei den Rohteilen konnten an die Kunden weitergereicht werden. Die Lieferzeiten bewegten sich in allen Bereichen auf einem normalen Niveau, und sollten im Jahr 2022 vergleichbar sein. Wir gingen zum Zeitpunkt der Planung für 2022 auf den Beschaffungsmärkten von tendenziell steigenden Preisen aus. Das erste Halbjahr 2022 hat jedoch gezeigt, dass die Preise durch die weltwirtschaftliche Entwicklung deutlich stärker gestiegen sind als erwartet.

Personal

Die Personalplanung sieht vor, die Stammbelegschaft in 2022 auf 218 Mitarbeiter auf vergleichbarem Niveau wie Ende 2021 durch Fluktuation und Auslauf befristeter Verträge zu bringen.

Gesamtbetrachtung

Insgesamt hatten wir für 2022 einen positiven Geschäftsverlauf mit einem Auftragseingang sowie Umsatz von rund TEUR 31.500 und einem ausgeglichenen operativen Ergebnis erwartet. Die Entwicklung des ersten Halbjahres hat, vor allem durch die Auswirkungen der Ukraine Krise, aber auch die anhaltende Corona Thematik, gezeigt, dass vor allem das geplante Ergebnis nicht zu halten sein wird. Zurückzuführen ist dies u.a. auf deutlich gestiegene Material-, Transport-, aber auch Personalkosten.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die Automobilindustrie weltweit und auch die deutsche Automobilindustrie stehen vor gewaltigen Herausforderungen. Nach Jahren von anhaltendem Wachstum im letzten Jahrzehnt ist die weltweite Automobilproduktion in 2019 erstmalig um rund 5% rückläufig gewesen. In 2020 erfolgte durch die Corona-Krise ein starker Umsatzrückgang. In 2021 war durch die Halbleiterkrise keine Erholung auf ein Niveau zwischen 2019 und 2020 erreicht worden. Neben der schwachen Konjunktur belasten der Strukturwandel (Dieselabgasskandal, Transformation hin zur E-Mobilität) sowie geopolitische und handelspolitische Konflikte. Die DVS Production GmbH ist zuversichtlich, dass im Geschäftsjahr 2022 weitere Neuaufträge aus 2021 mit FORD und die Stützfertigung für Buderus mit zusätzlichem Umsatz erreicht werden. Für die in den Jahren 2017/18 bereits gewonnenen Neukunden, die Firmen Schaeffler, Audi, ValeoSiemens und LG, hat die Gesellschaft bestehende Aufträge für deren Produktion von Elektroantrieben für die Automobilindustrie erhalten, die rückläufige Anteile bei Komponenten konventioneller Antriebe positiv ausgleichen werden.

Elektromobilität

Für die weltweite Automobilproduktion wird für 2022 mit einem um ca. 10% höheren Niveau gegenüber 2021 geplant. Ab 2023 ff. wird mit weiterem Wachstum gerechnet. Im Mittel wird von ca. 90 Mio. Fahrzeugen weltweit in 2023 ausgegangen mit einem steigenden Anteil an Elektrofahrzeugen von ca. 25% mit Steigerungsraten bis zu einem prognostizierten Anteil global von bis zu 70% in 2030.

Insbesondere in Deutschland und Europa kam es im Jahr 2021 zu einem deutlichen Anstieg an Elektro-Fahrzeugen, nicht zuletzt durch entsprechende staatliche Fördermaßnahmen. Ende 2021 war in Deutschland bereits jedes 4. Fahrzeug ein rein batterieelektrisches Fahrzeug (BEV) oder ein Plug-in Hybrid (PHEV). Dieser Trend wird sich in 2022 ff. wahrscheinlich weiter verstärken. Weltweit geht man bis zum Jahr 2025 von jährlich steigenden Absätzen sowohl bei BEV als auch PHEV aus. Für BEV werden 2025 12 Mio. und für die PHEV 32 Mio. Fahrzeuge geschätzt.

Die DVS Production GmbH konnte sich in den letzten Jahren einige langjährige Aufträge für Bauteile der Elektromobilität sichern. Für 2021 wurden hier 12.022 TEUR an Umsätzen erzielt. Dies entspricht einem Umsatzanteil von 37,7% (2019: 29,6%). Für 2022 plant die DVS Production GmbH mit einem um ca. 25 % höheren Umsatz von 31.500 TEUR. Auf den Anteil für Bauteile der Elektromobilität entfallen in 2022 30% des Gesamtumsatzes, was einem absoluten Umsatz von 17.760 TEUR entspricht. Somit resultiert das Umsatzwachstum zum Großteil aus den Zuwächsen für Bauteile der Elektromobilität.

Aufgrund der Entwicklungen im ersten Halbjahr mit dem Kriegsgeschehen in der Ukraine und der andauernden Coronakrise ist ein fundierter Ausblick für das Jahr 2022 allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet.

Risikobericht

Markt

Die Prognosen zum Jahresanfang 2022 gingen von einem Wirtschaftswachstum in der Welt und Deutschland von 4-5 % aus. Der Absatz von Fahrzeugen sollte sich auf eine Zahl von 84-88 Mio. weiter erholen.

Mit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine und der Verschlechterung der Corona-Situation in China ab Februar 2022 sind diese Prognosen hinfällig. Bestehende Lieferengpässe verstärken sich dadurch weiter und die Kosten und Verfügbarkeit wichtiger Rohstoffe und Energie steigen massiv, was sich in einer Inflationsrate von mehr als 6 % widerspiegelt. Derzeit lässt sich keine gesicherte Vorhersage für den weiteren Verlauf des Jahres machen. Das Risiko einer deutlich negativen Planabweichung in unseren Zahlen ist daher als sehr hoch einzustufen. Aus heutiger Sicht rechnen wir mit einer Verschlechterung des operativen EBT und prognostizieren einen Wert von etwa TEUR -2.100, statt wie ursprünglich budgetiert in Höhe von TEUR 0 (jeweils vor Berücksichtigung des Effektes durch den Verkauf von Produkt- und Betriebsrechten).

Beschaffung

Risiken auf der Beschaffungsseite bestehen zum Beispiel im Ausfall von strategischen Lieferanten oder Lieferengpässe durch überlange Liefertermine, die die pünktliche Auslieferung der Produkte verzögern könnte. Mit der vorliegenden Planung geben wir unseren Lieferanten regelmäßige Vorausschau, damit Rohmaterialen geplant werden können. Lieferungen aus den besonders betroffenen Coronavirus-Regionen oder Lieferanten sind gegenwärtig und mengenmäßig von untergeordneter Bedeutung für die DVS Production GmbH. Die aktuellen weltweiten Entwicklungen haben jedoch gezeigt, dass Transportkapazitäten ein weiteres Risiko darstellen. Die aktuelle Entwicklung der Energiemärkte zeigt, dass hierin ein weiteres wesentliches Risiko zu sehen ist. Hier ist, neben dem Energieeinkauf für die eigene Produktion, auch die Thematik steigender Einkaufspreise für Zukaufteile zu betrachten. Durch die starke Volatilität der Märkte ist dieser Bereich aktuell jedoch schwer einschätzbar. Durch einen fest abgeschlossenen Stromliefervertrag für 2022 wird das Risiko hinsichtlich der eigenen Energiekosten für das laufende Jahr als gering eingestuft. Die Beschaffungssituation wird regelmäßig neu beurteilt, um alternative Beschaffungskanäle rechtzeitig zu schalten.

Fertigung

Die Auslastung unserer Produktion ist auch in den Folgejahren aufgrund von Akquisitionen und von Planzahlen unserer wichtigsten Kunden maßgeblich gesichert. Wie bereits in 2021 sind wir in einzelnen Bereichen in der Lage, kurzfristig zusätzliche Aufträge anzunehmen und umzusetzen.

Finanzwirtschaft

Aufgrund der Zugehörigkeit zum DVS Technology AG - Konzern kann die Finanzierung der Gesellschaft als gesichert angesehen werden. Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Risiken sehen wir als sehr unwahrscheinlich an. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung für den Konsortialkredit bei Nichteinhaltung der Finanzkennzahlen wird, u.a. aufgrund der Diversifikation im Konzern, als gering eingestuft. Die Gesellschaft ist von Währungsrisiken nicht betroffen, da grundsätzlich in Euro fakturiert und eingekauft wird. Devisen- und/oder Zinsswaps oder andere derivative Instrumente sind nicht abgeschlossen worden.

Chancenbericht

Markt

Die erhoffte Erholung auf dem Automobilmarkt in 2021 und 2022 wurde gebremst und fällt deutlich schwächer aus als erwartet. Die Halbleiterkrise führte zu Produktions- und Absatzausfällen, die sich auf knapp 10 Mio. Fahrzeuge summierten. Nach wie vor steht die weltweite Automobilindustrie somit vor gewaltigen Herausforderungen. Der Transformationsprozess hin zur E-Mobilität ist jedoch in vollem Gange und die Frage ist nicht, ob die E-Mobilität kommt, sondern wann, in welcher Geschwindigkeit und mit welchen Stückzahlen. Diese Entwicklung bietet für die DVS Production GmbH auch enorme Chancen, da u.a. Wertschöpfungsketten neu aufgeteilt werden. Wir sehen die Gesellschaft gut aufgestellt an diesen Chancen zu partizipieren, was sich bereits durch steigende Umsatzanteile der E-Mobilität sowie laufende Projektanfragen zeigt.

Finanzwirtschaft

Aufgrund der Zugehörigkeit zur DVS Technology AG und dem vorhandenen Konsortialvertrag werden im Bereich der Finanzwirtschaft, analog zu den Risiken, keine relevanten Chancen gesehen.

Gesamtbetrachtung

Das laufende Jahr bleibt für die DVS Production GmbH anspruchsvoll. Die Gesellschaft ist weitgehend abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der mit ihr verbundenen Branchen und Märkte. Die Auswirkungen der aktuellen Krisen sind dabei noch nicht abschließend einschätzbar. Die DVS Production GmbH ist in definierten Marktsegmenten der Lohnfertigung und von Präzisionskomponenten mit hohen Markteintrittsbarrieren tätig. Des Weiteren bestehen mit den wesentlichen Kunden längerfristige Lieferverträge.

Die Geschäftsführung sieht derzeit keine entwicklungsbeeinträchtigenden oder bestandsgefährdenden Risiken. Wir beurteilen deshalb die Entwicklung des Unternehmens für 2022 und grundsätzlich auch in den nachfolgenden Jahren 2023 und 2024 als verhalten positiv.

 

Krauthausen, im Juni 2022

DVS Production GmbH

Geschäftsführung

Bilanz auf den 31.12.2021

AKTIVA

EUR 2021
EUR
2020
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 334.241,00   2.930.724,21
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte      
2. entgeltlich erworbene Konzessionen und Lizenzen 63.217,00   31.456,00
II. Sachanlagen   397.458,00  
1. Bauten auf fremden Grundstücken 7.163.619,51   7.304.857,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.216.996,64   2.652.760,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 525.325,99   590.269,99
4. geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen 63.870,04   0,00
    9.969.812,18  
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte 4.939.324,73   5.114.100,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.595.128,14   4.001.178,19
davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 4.550.500,59; Vj. EUR 844.819,03      
III. Guthaben bei Kreditinstituten 164.070,34   702.778,78
    18.698.523,21  
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   5.516,71 8.252,29
SUMME AKTIVA   29.071.310,10 23.336.377,75

PASSIVA

     
EUR 2021
EUR
2020
EUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00   300.000,00
II. Kapitalrücklage 2.204.470,91   2.204.470,91
III. Andere Rücklagen 995.529,09   995.529,09
IV. Jahresüberschuss 0,00   0,00
    3.500.000,00  
B. RÜCKSTELLUNGEN   734.892,00 321.778,39
C. VERBINDLICHKEITEN   24.836.418,10 19.514.599,36
davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 10.053.918,52; Vj. EUR 8.872.652,64      
davon aus Steuern: EUR 764.246,66; Vj. EUR 70.959,00      
SUMME PASSIVA   29.071.310,10 23.336.377,75

Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

EUR EUR Vorjahr
EUR
1. Rohergebnis   26.668.812,83 20.565.431,01
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 7.426.880,55   6.307.989,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.511.102,41   1.376.344,80
    8.937.982,96 7.684.334,07
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   1.352.496,84 1.539.399,52
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   19.197.711,12 10.595.004,44
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   29.892,47 24.826,96
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   598.644,28 515.583,38
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   21.549,75 41.835,35
8. Ergebnis nach Steuern   -3.409.679,65 214.101,21
9. Sonstige Steuern   -1.347,00 -1.643,00
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Verlust/Gewinn   3.411.026,65 -212.458,21
11. Jahresüberschuss   0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Angaben zur Identifikation

Sitz der DVS Production GmbH ist Krauthausen. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 501673 im Register des Amtsgerichts Jena eingetragen.

Zum 01.01.2017 ist eine körperschaftsteuerliche Betriebsstätte in der Slowakei entstanden. Ort der Betriebsstätte ist: Nabrezie Oravy 2222, 02601 Dolny Kubin.

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Erleichterungsvorschriften für die Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 276 HGB wurden nicht in Anspruch genommen.

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bilanzierungswahlrechte

Das Bilanzierungswahlrecht zur Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen gemäß § 248 Abs. 2 S.1 HGB wurde für Entwicklungskosten in Anspruch genommen.

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Normalabschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die handelsrechtliche Nutzungsdauer der Halle beträgt rd. 50 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 800,00 werden im Zeitpunkt des Zugangs als Aufwand behandelt.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässe oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittsmethoden ermittelt.

Unfertige Erzeugnisse werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Herstellkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert, der mittels einer verlustfreien Bewertung festgestellt wird, bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten die Einzelkosten sowie angemessene Gemeinkostenzuschläge für die Fertigung sowie Verwaltungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergaben, wurden durch Abwertung berücksichtigt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten gem.§ 268 Abs. 5 S. 2 HGB abgesetzt.

Forderungen und sonstige Aktiva

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Nennwert. Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet. Der Ansatz der sonstigen Aktiva erfolgt zu Nennwerten.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

3. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen:

Zum Bilanzstichtag wird noch ein Entwicklungsprojekt für Rotoren ausgewiesen. Die Übrigen noch im Vorjahr bestehenden Entwicklungsprojekte wurden veräußert.

Entwicklungsprojekte werden als immaterielles Gut dem Anlagevermögen zugeordnet, wenn folgende Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:

a) das zu aktivierende Gut befindet sich in der Entwicklung,

b) das zu aktivierende Gut erfüllt die Vermögensgegenstandseigenschaften

c) mit hoher Wahrscheinlichkeit entsteht der angestrebte immaterielle Vermögensgegenstand,

d) die Entwicklungskosten können dem zu aktivierenden immateriellen Vermögensgegenstand verlässlich zugerechnet werden,

e) Für den angestrebten immateriellen Vermögensgegenstand besteht kein Aktivierungsverbot gemäß § 248 Abs. 2 Satz 2 HGB.

Für alle Projekte wurden Budget- und Zeitplanungen erstellt, deren Einhaltung und Fortschritte von der Geschäftsleitung überwacht werden. Aufgrund eines Kostenrechnungssystems ist die Zuordnung der wesentlichen Entwicklungskosten zu den einzelnen Projekten gewährleistet.

Insgesamt sind im Geschäftsjahr 2021 Entwicklungskosten in Höhe von EUR 673.758,32 angefallen und unter selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert, die die veräußerten Entwicklungsprojekte betrafen.

Die Aufgliederung und Entwicklung des in der Bilanz ausgewiesenen Anlagevermögens mit historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich.

Vorräte

In den fertigen Erzeugnissen und Waren Vorjahr in Höhe EUR 1.975.182,36 sind unfertige Leistungen in Höhe EUR 1.014.300,97 enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr beläuft sich auf EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände unter einem Jahr in Höhe von EUR 971.891,13 setzt sich aus Körperschaftsteuer Slowakei, Cash in Transit (CIT) der Südfactoring und einem Sicherheitseinbehalt der Südfactoring zusammen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten ein Darlehen in Höhe EUR 6.136.572,71 mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr EUR 3.458.000,95 und zwischen ein und fünf Jahren in Höhe EUR 2.678.571,76. Es besteht eine Forderung gegenüber der Gesellschafterin Pittler T&S GmbH aus Verlustabführung 2021 in Höhe von EUR 3.411.026,65.

Rückstellungen:

Die sonstigen Rückstellungen betreffen die Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, für die Erstellung der Steuererklärungen sowie für Berufsgenossenschaft, Urlaub sowie noch ausstehende Gutschriften/Rechnungen.

Verbindlichkeiten:

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Pittler T+S GmbH mit EUR 31.490,29 aus Lieferung und Leistung. Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf rein liquiditätswirksame Stundungen TEUR 427.

Für ein Darlehen von EUR 6,1 Mio. bestehen darüber hinaus Grundschulden auf dem Grundstück der Grundstücksverwaltung Krauthausen GmbH sowie die gesamtschuldnerische Haftung der DVS Technology AG und der Grundstücksverwaltung Krauthausen GmbH.

Verbindlichkeitenspiegel Stand 31.12.2021
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
1-5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.132.719,13 2.007.272,10 2.251.747,44 1.873.699,59
aus Lieferungen und Leistungen 2.594.385,71 2.379.553,27 214.832,44 0,00
gegenüber verbundenen Unternehmen 10.053.918,52 3.319.038,52 6.734.880,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 6.055.394,74 3.697.058,74 2.358.336,00 0,00
  24.836.418,10 11.402.922,63 11.559.795,88 1.873.699,59

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 4.871.080,63 mit Grundschulden besichert.

4. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Umsatzerlöse beinhalten neben den Komplettbearbeitungs- und Lohnbearbeitungsumsätzen auch Entwicklungsumsätze und den Verkauf von Produkt- und Betriebsrechten welche im Rahmen des ESG-Life-Circle Management der Werkzeugmaschinen, die betriebsgewöhnliche Lebensdauer durch gezielte Optimierungen, Retrofit und Retooling nachhaltig verlängert und den bedarfsgerechten Einsatz durch ein flexibles rent-back auf den inländischen Betriebsstätten steuert und sicherstellt.

Der Anstieg bei den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert vornehmlich aus dem Anspruch der Einräumung einer Option auf Übernahme aus Ankaufsverpflichtungen aus Leasingverträgen zu einer Gesamtvergütung von TEUR 5.264.

Das Ergebnis vor Gewinnabführung beträgt EUR -3.411.026,65.

5. SONSTIGE ANGABEN

Sonstigen Angaben gemäß § 285 Nr. 3 u. 3a HGB

Die Gesellschaft hat Leasingverträge betreffend mehrere Maschinen abgeschlossen.

Die Mindestrestlaufzeiten der Leasingverbindlichkeiten verteilen sich hierbei wie folgt:

Leasingverbindlichkeiten Summe Restlaufzeit < 1 Jahr 2-5 Jahre >5 Jahre
Maschinen 17.818.810,13 6.941.738,35 10.861.471,78 15.600,00

Finanzielle Verpflichtungen

Aufgrund der Coronakrise wurden in der Zeit von 01.05.2020 bis 31.10.2020 die Leasingverträge zwischen 3 und 6 Monaten ausgesetzt/gestundet. Die ausgesetzten Leasingverpflichtungen im Gesamtumfang von TEUR 2.986 teilen sich auf TEUR 1.202 ergebniswirksame als auch liquiditätswirksame und TEUR 1.784 rein liquiditätswirksame Stundungen auf. Von den TEUR 1,784 waren in 2021 TEUR 1.357 liquiditätswirksam, in 2022 TEUR 212 sowie TEUR 215 bis Juli 2025.

Haftungsverhältnisse:

Zur Ablösung von Darlehen und zur Refinanzierung der DVS TECHNOLOGY Group konnte die Konzernmuttergesellschaft DVS TECHNOLOGY AG am 09.09.2019 einen strukturierten, fünfjährigen Konsortialdarlehensvertrag (Laufzeit bis 28.09.2024) mit einem Bankkonsortium abschließen.

Hieraus hat die Gesellschaft ausweislich der Bilanz zum 31.12.2021 bilaterale Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe TEUR 1.225.

Gemäß § 251 HGB bestehen Haftungsverhältnisse (Haftungsverbund) aus dem Sicherheiten-Pool des Konsortialdarlehensvertrags vom 09.09.2019 der DVS Technology AG für eine gesamtschuldnerische Bürgschaftsverpflichtung gegenüber den Finanzierungspartnern des Bankenkonsortiums.

Für die zum Bilanzstichtag bestehenden Finanzverbindlichkeiten des DVS Technology AG Konzerns haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch neben anderen Garanten und Sicherheitsgebern aus Bürgschaften in Höhe von 52.224 TEUR.

Anhaltspunkte, die ein gesteigertes Risiko der Inanspruchnahme indizieren könnten, liegen nicht vor.

Für den Zeitraum vom 01.07.2020 bis zum 30.06.2021 wurde mit den Konsortialbanken eine Covenant Holiday Periode vereinbart, d.h. während dieser Periode sind die ursprünglichen Finanzkennzahlen (erweiterter Verschuldungsgrad und Eigenmittelquote) coronabedingt ausgesetzt. Ab 30.06.2021 sind die Finanzkennzahlen des ursprünglichen Konsortialdarlehensvertrages wieder einzuhalten. Die mit allen Konsortialbanken vereinbarte Finanzkennziffer "erweiterter Verschuldungsgrad" in Höhe von 5,5 (Financial Covenant) wurde zum 31.12.2021 überschritten. Aufgrund der vorliegenden Planzahlen des DVS Technology AG-Konzerns ist bereits davon auszugehen, dass auch zum 30.06.2022 ein Bruch der Financial Covenants droht. Damit die Going Concern-Prämisse weiterhin bestehen kann, ist unserer Planung zu Grunde gelegt, dass die Konsortialbanken nachträglich auf ihr Kündigungsrecht zum 31.12.2021 und vorsorglich auch auf ihr Kündigungsrecht bis zum 30.12.2022 verzichten. Darüber hinaus wird mit den Konsortialbanken über eine erneute "Covenant Holiday Periode" bis zum 29.06.2023 verhandelt, um die Fortführung der Unternehmenstätigkeit auch darüber hinaus zu sichern. Der Vorstand geht aufgrund der Gespräche mit den Konsortialführern davon aus, dass die Verhandlungen erfolgreich sein werden. Dennoch besteht eine wesentliche Unsicherheit, dass sich angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung die Finanzkennzahlen schlechter entwickeln können.

Verträge:

Seit 01.01.2017 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Pittler T&S GmbH als Organträger. Mit Wirkung zum 01.06.2021 wurde der komplette Geschäftsbereich Technologie Stufenplantenen, Hohlräder und Planetenräder der BU03 (Technologie 4.0-Leistungen) an die DVS Technology GmbH zu einem Kaufpreis von TEUR 3.300 veräußert. Den Erlösen stehen Buchwert-Abgänge von aktivierten Entwicklungskosten und Maschinen von TEUR 3.286 gegenüber.

Mit Vertrag und Wirkung vom 31.12.2021 wurde mit der Pittler Maschinenfabrik AG eine Vereinbarung über Erwerb und Nutzung von Maschinen abgeschlossen. Dieser Umsatz ist erstmalig im Rahmen des neu eingeführten ESG-Life-Circle Management angefallen. Hier sollen zukünftig noch weitere Verträge abgeschlossen werden, um den bedarfsgerechten Einsatz der bisher geleasten Maschinen durch ein flexibles rent-back zu steuern und sicherzustellen.

Der daraus resultierende Umsatz in Höhe von TEUR 5.148 ist damit erstmalig in den Umsatzerlösen enthalten.

Geschäftsführung und Bezüge:

Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr wahrgenommen durch:

Guido Herr, Herzogenaurach ab 01.03.2021

Rainer Eisel, Wehretal

Dirk Jeschek, Bebra

Herr Guido Herr vertritt die Gesellschaft allein und ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die für Ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge betragen EUR 353.653,52.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich nach dem Stichtag nicht ergeben. Für 2022 ist keine Kurzarbeit geplant und die Abrufe liegen im Plan. Auswirkungen aus dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine lassen sich noch nicht abschließend beurteilen. Aufgrund der steigenden Preise für Energie sind jedoch durch den langfristigen Stromlieferungsvertrag erst ab 2023 mit Auswirkungen der steigenden Preise für Energie zu rechnen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Ergebnis der Gesellschaft wird lt. Ergebnisabführungsvertrag an die Pittler T&S GmbH abgeführt.

Zahl der Beschäftigten

Im Jahr 2021 waren 216 (Vj. 217), davon 173 (Vj. 175) gewerbliche und 43 (Vj. 42) angestellte Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt.

Abschlussprüferleistungen

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Jahr 2021 beträgt TEUR 12. Davon entfallen TEUR 12 auf die Prüfung des Jahresabschlusses 2021.

Konzernverhältnisse:

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist ROTHENBERGER 4 x S Vermögensverwaltung GmbH, Frankfurt am Main

Amtsgericht Frankfurt, HRB 102182

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist

DVS Technology AG, Dietzenbach

Amtsgericht Offenbach am Main, HRB 50187

Die Veröffentlichung der Konzernabschlüsse erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger (eBAnz)

 

Krauthausen, den 30. Juni 2022

DVS Production GmbH

Anlagespiegel 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
EUR
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. selbstgeschaffee gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte umd Werte 3.068.352,33 673.758,32 3.152.273,52 0,00 589.837,13
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 167.160,87 46.655,93 0,00 0,00 213.816,80
  3.235.513,20 720.414,25 3.152.273,52 0,00 803.653,93
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 8.169.414,94 23.251,52 0,00 0,00 8.192.666,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.684.458,08 409.268,49 967.203,00 65.612,82 17.192.136,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.357.073,27 113.535,23 30.613,08 0,00 1.439.995,42
4. geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen 0,00 129.482,86 0,00 -65.612,82 63.870,04
  27.210.946,29 675.538,10 997.816,08 0,00 26.888.668,31
  30.446.459,49 1.395.952,35 4.150.089,60 0,00 27.692.322,24
Kumulierte Abschreibungen
EUR
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. selbstgeschaffee gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte umd Werte 137.628,13 117.968,00 0,00 0,00 255.596,13
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 135.704,87 14.894,93 0,00 0,00 150.599,80
  273.333,00 132.862,93 0,00 0,00 406.195,93
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 864.557,58 164.489,37 0,00 0,00 1.029.046,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.031.697,44 881.618,31 938.176,00 0,00 14.975.139,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 766.803,27 173.526,23 25.660,08 0,00 914.669,42
4. geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  16.663.058,29 1.219.633,91 963.836,08 0,00 16.918.856,12
  16.936.391,29 1.352.496,84 963.836,08 0,00 17.325.052,05
Buchwerte
EUR
31.12.2021 31.12.2020
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. selbstgeschaffee gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte umd Werte 334.241,00 2.930.724,20
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 63.217,00 31.456,00
  397.458,00 2.962.180,20
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 7.163.619,51 7.304.857,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.216.996,64 2.652.760,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 525.325,99 590.270,00
4. geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen 63.870,04 0,00
  9.969.812,18 10.547.888,00
  10.367.270,18 13.510.068,20

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DVS Production GmbH

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Jahresabschluss und geänderten Lagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 21. März 20200 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 05. Juli 2022 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderung im Zusammenhang mit dem im Geschäftsjahr erstmalig abgeschlossenen Geschäft im Rahmen des ESG-Life-Cicle-Management in Form der Einstellung einer Verbindlichkeit für die Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen und daraus folgend einer geänderten Ertragslage bezog. Ebenfalls mussten Aussagen im Anhang zu den Haftungsverhältnissen geändert werden, die sich auf die Einhaltung des mit den Banken im Rahmen des Konsortialkredites der Muttergesellschaft vereinbarten Finanzkennziffern beziehen. Auf die Darstellung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Anhang, Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und zu den Haftungsverhältnissen sowie im geänderten Lagebericht Seite 4 wird verwiesen.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DVS Production GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DVS Production GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021

- und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhaltes

Wir verweisen auf die Angaben im Anhang unter Haftungsverhältnisse in welchen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die mit allen Konsortialbanken vereinbarte Finanzkennziffer "erweiterter Verschuldungsgrad" in Höhe von 5,5 (Financial Covenant) im Konzern zum 31.12.2021 überschritten wurde. Aufgrund der vorliegenden Planzahlen des DVS Technology AG-Konzerns ist bereits davon auszugehen, dass auch zum 30.06.2022 ein Bruch der Financial Covenants droht. Damit die Going Concern-Prämisse weiterhin bestehen kann, ist der Planung zu Grunde gelegt, dass die Konsortialbanken nachträglich auf ihr Kündigungsrecht zum 31.12.2021 und vorsorglich auch auf ihr Kündigungsrecht bis zum 30.12.2022 verzichten. Die gesetzlichen Vertreter weisen darauf hin, dass negative Planabweichungen jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden können. Anhaltspunkte, die ein gesteigertes Risiko der Inanspruchnahme indizieren liegen aus jetziger Sicht nicht vor.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern die nicht tatsächlichen oder rechtlichen Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

- Die freiwilligen Angaben der Gesellschaft zu nichtfinanziellen Informationen haben wir nicht geprüft.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kelkheim/Ts. den 21. März 2022 begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannten Änderungen Kelkheim/Ts. den 05. Juli 2022

Siefert, Sättele & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Link, Wirtschaftsprüfer

Sonstiger Berichtsteil

Der Jahresabschluß 2020 der DVS Production GmbH wurde am 22.11.2022 festgestellt.

 

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