Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 43201
Eingetragen
1.3.2011
Branche
Herstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffprodukten aller Art, namentlich PVC Weich-, Halbhart- und Hartfolien sowie Folien aus Polyolefinen (Polypropylen und Polyethylen-Folien) für verschiedene Anwendungsbereiche, insbesondere die Oberflächenveredlung, technische und industrielle Anwendungen.

Historie

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Management

NameRolle
Dennis Wally
seit 23.7.2025
Prokura
Torsten Maschke
seit 15.1.2025
Vorstandsmitglied
Prokura
Annette Westhäuser
seit 8.7.2024
Prokura
Heribert Decher
seit 29.10.2023
Prokura
Prokura
Dirk Demmerle
seit 29.10.2023
Prokura
Pokon Ganguli
seit 7.6.2023
Prokura
Alexander Doppler
seit 11.8.2022
Prokura
Heiko Flommersfeld
seit 12.1.2022
Prokura
Rudolf Trautbeck
seit 10.8.2021
Prokura
Mailin Bode
seit 25.5.2021
Prokura
Thomas Sampers
seit 21.7.2020
Vorstandsmitglied
Michael Dr. Bätz
seit 26.11.2019
Prokura
Sven Olaf Behrendt
seit 7.8.2019
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Prokura
Ralph Gut
seit 4.2.2015
Prokura
Siegfried Neumann
seit 22.4.2013
Prokura
Prokura
Prokura
Sandra Gerber
seit 1.3.2011
Prokura
Thomas Salzer
seit 1.3.2011
Prokura
Stefan Friedrich
seit 1.3.2011
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Renolit SE

Worms

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

[1] Grundlagen des Unternehmens

[1.1] Geschäftsmodell des Unternehmens

Die RENOLIT Gruppe zählt zu den international führenden Herstellern hochwertiger Kunststoff-Folien und verwandter Produkte für technische Anwendungen. Das seit seiner Gründung vor mehr als 70 Jahren unabhängige Familienunternehmen setzt seit Jahrzehnten Maßstäbe in Qualität und Innovation und beschäftigt weltweit etwa 4.700 Mitarbeiter an 35 Produktionsstandorten und Vertriebsgesellschaften.

Die RENOLIT SE umfasst neben dem Hauptsitz in Worms die weiteren deutschen Niederlassungen in München, Frankenthal, Waldkraiburg und Thansau und beschäftigt an diesen fünf Standorten etwa 1.910 Mitarbeiter.

Aufgrund der vielfältigen Anwendungsbereiche der Produkte gliedert sich die RENOLIT Gruppe in acht Geschäftsbereiche: RENOLIT ADVANCED SHEETS, RENOLIT COMPOSITES, RENOLIT CONTACT, RENOLIT DESIGN, RENOLIT EXTERIOR, RENOLIT MEDICAL, RENOLIT PROFESSION und RENOLIT WATERPROOFING.

RENOLIT ADVANCED SHEETS: Innovative Spezialfolien und Platten für die Solarenergie- und Baubranche. Neu: spezielle Dach- und Fassadenanwendungen.

RENOLIT COMPOSITES: Faser-Verbundwerkstoffe für die Innenausstattung von Automobilen, zum Beispiel zur Herstellung von Instrumententafeln, Türverkleidungen, Heckablagen, Laderaumauskleidung sowie Sitzrückverkleidungen und weitere kundenspezifische Anfertigungen, bei denen Leichtbau, Formbarkeit, mechanische Belastbarkeit und Recyclingfähigkeit eine wichtige Rolle spielen.

RENOLIT CONTACT: Folien zur Herstellung von selbstklebenden Produkten, die in der grafischen Industrie als Druck-, Plotter-, Etiketten- und Schutzfolien sowie als Folien mit besonderen Funktionalitäten (wie phosphoreszierende Folie und Application Tapes) eingesetzt werden. Selbstklebende Fassadenfolien zur Sanierung oder farblichen Neugestaltung von Fassadenelementen, sowie maritime Anwendungen.

RENOLIT DESIGN: Folien, die insbesondere zum Schutz und zur dekorativen Gestaltung von Möbeloberflächen und im Innenbereich verarbeitet werden. Lieferbar in zahlreichen Unifarben, Holz-sowie Phantasiedekoren mit unterschiedlichsten Strukturen und Oberflächeneigenschaften.

RENOLIT EXTERIOR: Dekorative Hochleistungsfolien, die zum Schutz und zur Oberflächengestaltung von Fensterprofilen, Türfüllungen, Fassadenelementen, Garagentoren und anderen Bauelementen vor allem im Außenbereich eingesetzt werden.

RENOLIT MEDICAL: Folien, Schläuche, Granulate, sowie Kappen, Verschlüsse und Anschlüsse, Zubehör in medizinischer Qualität für die Herstellung von pharmazeutischen Verpackungsmitteln zum Beispiel für Blut, Dialyse, Infusion, biotechnologisch hergestellte Präparate und Nährmittellösungen.

RENOLIT PROFESSION: PVC-Folien für die Herstellung von Büromaterial und zahlreiche technische und dekorative Anwendungen wie Spanndecken, Zeltfenster, Lampenschirme und Flaschenkapseln sowie für paramedizinische Anwendungen.

RENOLIT WATERPROOFING: Synthetische flexible Membrane zur Abdichtung von Dach- und Tiefbaukonstruktionen, Swimmingpools, Tunnel- und Wasserbauten.

Die RENOLIT SE ist dabei mit Ausnahme der Bereiche WATERPROOFING und ADVANCED SHEETS in allen Geschäftsbereichen tätig.

RENOLIT CONTACT, DESIGN und EXTERIOR sind mit zusammen rund 90 % des Volumens weiterhin die dominierenden Geschäftsfelder der deutschen Werke. Die Umsatzanteile nach Geschäftsfeldern haben sich trotz des fortschreitenden Umbaus der Fertigung in Thansau zu einem MEDICAL Standort im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert.

[1.2] Forschung und Entwicklung

Wachstum durch Innovation ist ein wesentlicher Baustein und Kernwert unserer Unternehmensstrategie. Nur wer täglich neue Dinge ausprobiert, kann langfristig den Erfolg von morgen in sich permanent ändernden Absatz- und Beschaffungsmärkten sichern.

Die zentralen Innovationsbereiche tragen unternehmensübergreifend die Verantwortung für die technologische und werkstoffliche Grundlagenentwicklung, die regulatorische und technische Grundbewertung neuer Rohstoffe und Pigmente, das Innovations- und Nachhaltigkeitsmanagement sowie für die Zukunftswerkstatt als Nährboden zur Förderung und zur Evaluierung disruptiver Geschäftsideen. Dezentral in den Geschäftsbereichen erfolgen die Weiterentwicklung bestehender Produkte, Geschäftsmodelle und Systeme sowie deren Einsatz in neuen Anwendungsgebieten. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg unsere Innovationsprozesse weiter zu strukturieren, zu harmonisieren und Synergien zu schaffen, ist der weltweite Einsatz des Innovationsmanagementsystems Innoview. Damit schaffen wir Transparenz über unser Innovationsportfolio und vernetzen Aktivitäten an unterschiedlichen Standorten.

Der Bereich Corporate Engineering verantwortet die produktionstechnologische Weiterentwicklung weltweit und treibt innovative Technologien bis zur Produktionsreife voran. Ein besonderes Augenmerk legt das Unternehmen auf die Umweltverträglichkeit und Arbeitssicherheit der jeweiligen Produktionsmaschinen und -prozesse und die stetige Ausweitung der Recyclingaktivitäten im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Wir verbessern unsere Abläufe und Prozesse stetig und systematisch.

Entscheidend ist, dass unsere Innovationen praxisnah sind. Bei unseren Produkten und Leistungen steht der Kundennutzen im Vordergrund. Bei der Weiterentwicklung unserer Produktionsprozesse haben wir den schonenden Umgang mit Ressourcen stets im Blick. Dabei konzentrieren wir uns auf eine höchstmögliche Energie- und Materialeffizienz.

Wir ermutigen unsere Mitarbeiter innovativ zu denken und zu handeln und motivieren sie ihre Ideen einzubringen. Der vom Vorstand im Jahr 2016 ins Leben gerufene konzernweite Ideenwettbewerb ist eine globale Innovationsinitiative. Die zweite Veranstaltung dieser Initiative stand 2018 unter dem Motto digitale Möglichkeiten zum besseren Kundenverständnis, zur Erweiterung unseres Leistungsangebotes und zur Weiterentwicklung unserer Produktions- und Unternehmensprozesse.

[2] Wirtschaftsbericht

[2.1] Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Fortsetzung des von uns für Deutschland, Europa und weltweit erwarteten Wirtschaftswachstums auf dem hohen Niveau des Jahres 2017 hat sich nur teilweise realisiert. Die Weltkonjunktur hat sich insgesamt zum Jahresende eingetrübt.

Das weltweite BIP (Bruttoinlandsprodukt) lag in 2018 trotz vieler geopolitischer Krisen mit 3,8 % zwar auf dem Niveau des Vorjahres und entwickelte sich damit insgesamt wie erwartet; die Wirtschaft in Deutschland ist jedoch nur um 1,5 % gewachsen (2017: 2,2 %), die Eurozone nur um 1,9 % (2017: 2,5 %). Damit waren unsere Hauptmärkte unerwartet und zum Jahresende zunehmend rückläufig. Der hohe Privatkonsum und das Zinsniveau haben den Bausektor und damit einen wesentlichen Teil unseres Geschäfts zwar weiterhin gestützt, insgesamt haben die positiven konjunkturellen Faktoren jedoch deutlich nachgelassen. China ist mit 6,6 % ebenfalls weniger gewachsen. Ein stärkerer Treiber als erwartet waren die USA. Gegenläufig wirkten negative Währungseffekte. Der bevorstehende Brexit bremst das britische Wirtschaftswachstum und die italienische Wirtschaft leidet zunehmend unter der steigenden Zins- und Abgabenlast. Russland hat sich etwas erholt. Stark negativ wirkte die Wirtschaftskrise in der Türkei und die damit verbundenen Währungsturbulenzen.

[2.2] Geschäftsverlauf

Marktentwicklung

Für das Geschäftsjahr 2018 hatten wir ein leichtes Wachstum gegenüber 2017 erwartet. Die Nachfrage nach Produkten der RENOLIT SE lag bedingt durch ein rückläufiges 2. Halbjahr unter unseren Erwartungen. Der Umsatz stieg mit € 461,8 Mio. nur um 0,4 % gegenüber dem Vorjahrswert. Unterjährig war der Verlauf des Jahres geprägt durch insgesamt zufriedenstellende Umsätze im ersten Halbjahr und ein unerwartet schwaches Schlussquartal. Das Produktionsvolumen lag ebenfalls nur auf dem Niveau des Vorjahres und hat die geplanten Mengen nicht erreicht. Ausschlaggebend war ebenfalls der starke Rückgang der Produktionsleistung zum Jahresende.

Die RENOLIT SE lag in Summe der Standorte damit auch unter der Entwicklung der kunststoffverarbeitenden Industrie in Deutschland (Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie GKV), die mit einem Umsatzanstieg um 3,1 % die positiven Erwartungen bei einem vergleichbaren Jahresverlauf nur teilweise erfüllt sieht. Auffallend in der gesamten Kunststoffbranche ist wie bei RENOLIT das deutlich rückläufige Produktionsniveau im 4. Quartal mit wieder positiven Aussichten für 2019. Trotz des abrupt sehr schwachen Jahresausklangs 2018 waren die Geschäftserwartungen im Dezember deshalb wieder etwas steigend. Unsere Standorte waren darüber hinaus gegenüber dem Vorjahr neben negativen Währungseffekten insbesondere durch rückläufige Nachfrage aus der Türkei und Italien, aber auch durch geringere Exporte nach China betroffen. Im Geschäft mit Russland konnte RENOLIT SE dagegen weiter leicht wachsen.

Dabei zeigten im Jahr 2018 die unterschiedlichen Produktbereiche und Märkte der RENOLIT SE erneut eine sehr hohe Volatilität. Insgesamt sind die geplanten Entwicklungen in den Geschäftsfeldern nicht wie erwartet eingetreten. Die vorgesehenen Steigerungen von Produktionsmengen und Umsätzen wurden nur bei CONTACT erreicht.

Der Bereich DESIGN entwickelte sich mit einem zweistelligen Minus bei Menge und Umsatz deutlich schlechter als erwartet bei geringerer Produktionsauslastung. Grund dafür sind insbesondere die sich verschärfende Wirtschaftskrise in der Türkei, eine stark rückläufige Nachfrage in Italien, sowie Handelskonflikte und die Embargosituation in Nahost. Hinzu kommt eine vorübergehend zurückgegangene Nachfrage von unserem chinesischen Großkunden. Unverändert hoch ist die Wettbewerbsintensität mit entsprechendem Preisdruck. Dies führte zum Verlust eines wichtigen Abnehmers.

EXTERIOR Folien für Fensterprofilummantelungen waren von der schwachen Nachfrage in der Türkei ebenfalls betroffen. Dagegen hat sich das Geschäft in Russland deutlich besser entwickelt als erwartet. Die aufgrund des niedrigen Zinses positiven Impulse vom Bausektor sind unverändert eine wichtige Stütze. Vorsorgende Vorbereitungen für den Fall eines ungeregelten BREXIT sind getroffen.

Mengen und Umsätze für CONTACT Selbstklebeanwendungen liegen über Vorjahr trotz Tendenzen der Marktsättigung in einzelnen Teilbereichen. Das einstufige Produkt war weiterhin belastet durch die hohen Rohstoffkosten. Entsprechende Preiserhöhungen sind kaum durchsetzbar. Die strategische Ausrichtung, durch Mengenerhöhung zu Lasten der Preise die Auslastung abzusichern, hat sich als richtig erwiesen. Die hohe Nachfrage in den USA übersteigt die Fertigungskapazität unserer dort lokalen Produktion. Der Überhang wird kurzfristig an den deutschen Standorten in Frankenthal und Waldkraiburg produziert. Dies trägt zum Volumen- und Umsatzanstieg bei.

Die weniger umsatzstarken Geschäftsbereiche der RENOLIT SE haben sich wie folgt entwickelt: Der Umbau von Thansau zu einem MED/CAL-Standort wird weiter fortgesetzt. Der Hochlauf dieses Geschäftes hat sich durch den verspäteten Ausbau der Produktion verzögert. Der Umsatz mit Folien für Büromittelanwendungen war weiter rückläufig.

Die Veränderung der Währungsparitäten der für die RENOLIT SE wichtigsten Devisen USD und Britisches Pfund hat die Nachfrage nur teilweise beeinflusst. Für das rückläufige Geschäft in der Türkei war nicht der Wertverlust der Türkischen Lira, sondern vor allem der wirtschaftliche Abschwung ursächlich. Die Mengensteigerung für den US-Export ist Folge der starken Nachfrage, die bis zur Fertigstellung des neuen Großkalanders der US-Produktion in LaPorte vorübergehend aus deutscher Produktion abgedeckt wird.

Materialbereich

Bei den Rohstoffkosten, die nach jahrelangem Rückgang seit Ende 2016 sukzessive angestiegen sind, ist kein grundlegender Wandel erkennbar. Die Preise haben sich im Gesamtjahr auf hohem Niveau etabliert, während RENOLIT SE 2017 anfangs noch von niedrigeren Einstandskosten profitiert hat. Trotz bis zum Jahresende leichtem Rückgang lagen die Rohölnotierungen etwa 20 % über Vorjahr bei weltweit insgesamt guter Wirtschaftslage und eher rückläufiger Fördermenge in Venezuela, Libyen und Iran. Neben den hohen Kosten führte das Rheinniedrigwasser zu einer kritischen Lage bei der Verfügbarkeit von chemischen Produktionsstoffen zum Jahresende. Die gestiegenen Materialkosten bei den Rohstoffen konnten nur teilweise und zeitverzögert über die Absatzpreise an die Kunden weitergegeben werden.

Akquisitionen und Änderungen in den Beteiligungsverhältnissen

Seit September 2018 ist die RENOLIT SE über ihre französische Tochtergesellschaft ONDEX an der RENOLIT Techno Imac s.r.l, Rom, mit 100 % beteiligt. Techno Imac ergänzt das bestehende Produktspektrum und erschließt den Zugang zu neuen Kundengruppen.

[2.3] Lage

[2.3.1] Ertragslage

Für das Geschäftsjahr 2018 hatten wir ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau geplant. Das operative Ergebnis hat sich jedoch trotz leichtem Umsatzanstieg deutlich verschlechtert. Eine wesentliche Ursache ist die bezogen auf die Gesamtleistung um 2,1 % höhere Materialquote insbesondere als Folge der im Jahresdurchschnitt weiter gestiegenen Rohstoffkosten sowie das rückläufige Produktionsvolumen zum Jahresende. Die Weitergabe der höheren Einstandskosten an unsere Kunden war in unseren überwiegend preissensiblen Anwendungen nur eingeschränkt möglich und konnte daher die negative Ergebniswirkung nur teilweise mindern. Einer um - € 0,1 Mio. niedrigeren Betriebsleistung (2018: € 463,4 Mio.; 2017: € 463,5 Mio.) stand ein um € 9,0 Mio. gestiegener Materialaufwand gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um € 6,3 Mio. erhöht. Der Anstieg ist vor allem auf die Zuschreibung auf Anteile an verbundene Unternehmen zurückzuführen.

Der Anstieg des Personalaufwands von € 142,1 Mio. im Vorjahr auf € 151,5 Mio. ist Folge von Tarifsteigerungen und moderatem Personalaufbau, sowie höheren Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung. Ein wesentlicher Teil betrifft die Zuführung für Pensionsaufwendungen wegen des gesunkenen Diskontierungszinssatzes und neuer Sterbetafeln. Die Personalquote hat sich bei nahezu unveränderter Betriebsleistung von 30,7 % auf 32,7 % erhöht.

Die Abschreibungen liegen mit € 13,4 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Gestiegen sind die Aufwendungen für technische Anlagen und Maschinen sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung um etwa € 1,0 Mio.. Die Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände war entsprechend niedriger. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit € 86,2 Mio. über dem Wert des Jahres 2017 (€ 83,2 Mio.). Erhöht haben sich die Aufwendungen für Instandhaltungen sowie für Einzelwertberichtigungen. Dagegen waren die negativen Effekte aus der Währungsumrechnung geringer als im Vorjahr. Instandhaltungs- und Betriebskosten sind weiterhin die größten Positionen innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Das operative Ergebnis liegt bei € 17,6 Mio. (2017: € 32,8 Mio.). Ausschlaggebend für den Rückgang sind die höheren Material- und Personalkosten bei unveränderter Betriebsleistung, sowie die niedrige Produktionsleistung im 4. Quartal.

Die Erträge aus Beteiligungen haben von € 43,6 Mio. auf € 36,5 Mio. abgenommen. Der Rückgang ist vor allem zurückzuführen auf die niedrigere Ausschüttung einer niederländischen Tochtergesellschaft.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen sowie die Abwertung von Ausleihungen betreffen verbundene Unternehmen.

Die Gesellschaft hat vor Steuern ein Ergebnis von € 44,3 Mio. erwirtschaftet, das als Folge der zurückgegangenen operativen Ertragskraft und des niedrigeren Finanzergebnisses um - 34 % unter dem Vorjahreswert liegt. Demzufolge ist die Steuerlast gesunken. Nach Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von € 36,0 Mio. (2017: € 52,8 Mio.).

[2.3.2] Finanzlage

Kapitalstruktur

Die RENOLIT SE weist eine Eigenkapitalquote von 46,2 % auf. Die Verbesserung gegenüber 2017 (45,9 %) ist bei gegenüber dem Vorjahr niedrigerer Gewinnausschüttung insbesondere wegen des gesunkenen Jahresüberschusses sowie höherer Bilanzsumme geringer als in den Vorjahren.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2016 ein Konsortialdarlehen vorzeitig abgelöst durch ein Schuldscheindarlehen in Höhe von € 75 Mio.. Dieses Finanzierungsinstrument wurde geschaffen als Rahmen für die optimale Vorbereitung auf künftige Finanzierungserfordernisse zu langjährig günstigen Konditionen. Die Tranchen haben eine Laufzeit von 3, 5 und 7 Jahren. Die erste Tranche ist im Jahr 2019 zurückzuzahlen. Darüber hinaus bestehen zweckgebundene Darlehen über € 17,0 Mio. für energieeffiziente Investitionen. Eine zusätzliche, syndizierte Kreditlinie ermöglicht weiteren unternehmerischen Handlungsspielraum.

Investitionen

Die RENOLIT SE hat ihre Investitionen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen mit € 32,3 Mio. (2017: € 14,4 Mio.) gegenüber dem Vorjahr bei den Sachinvestitionen erwartungsgemäß sehr deutlich erhöht. Diese Investitionen dienen der Einführung neuer Produkte oder der unmittelbaren Steigerung der Effizienz und hier insbesondere der Rohstoffausbeute, der Substanzverbesserung und dem Umweltschutz. Investitionsschwerpunkte waren die Standorte München, Worms und Thansau. Darin enthalten ist auch der Zugang eines bebauten Grundstücks in Worms, das unter anderem der RENOLIT Folienservice nutzen wird. Der Umbau von Thansau in einen Standort für Medizintechnik wird fortgesetzt. Die sehr gute Auftragslage unserer Lieferanten hat teilweise die Realisierung der Projekte verzögert.

Die hohen Investitionen haben zu einem starken Anstieg der Sachanlagen auf € 64,7 Mio. geführt (2017: € 45,5 Mio.). Der Anstieg der Finanzanlagen ist Folge der Zuschreibung auf Anteile an verbundenen Unternehmen und höhere Ausleihungen.

Liquidität

Die RENOLIT SE verfügt zum Bilanzstichtag über flüssige Mittel in Höhe von € 26,7 Mio. (Vorjahr € 32,4 Mio.). Der Rückgang der Liquidität ist zurückzuführen auf das niedrigere Ergebnis und deutlich gestiegene Investitionen für Sachanlagen. Über die vorhandenen Finanzmittel hinaus bestehen weitere Kreditzusagen für die Finanzierung des operativen Geschäfts, für weitere Investitionen sowie für potentielle Akquisitionen. Langfristige Fördermittel sichern Modernisierungsvorhaben und Effizienzsteigerungsmaßnahmen ab.

Die Einhaltung der im Kreditrahmenvertrag festgelegten Kennzahl ("Covenant") unterliegt einer quartalsmäßigen Überwachung. Das Risiko einer Nichteinhaltung dieser Kennzahl (mit damit verbundenen Einschränkungen des Finanzierungsvolumens) ist angesichts der aktuellen sowie der für das Folgejahr budgetierten Ertragslage und des in der Konzeption des "Covenant" enthaltenen Puffers als sehr gering einzustufen.

[2.3.3] Vermögenslage

Das Working Capital ist zum 31.12.2018 auf € 54,2 Mio. (Vorjahr € 61,9 Mio.) zurückgegangen. Dabei konnten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen trotz höherem Umsatz um knapp 20 % reduziert werden. Gestiegene Rohstoffkosten und höhere Bestände im Hinblick auf den drohenden Brexit haben zu einer Erhöhung der Position Vorräte geführt. Die zusätzliche Mittelbindung hierfür wurde durch höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mehr als ausgeglichen.

Das Working Capital bei RENOLIT SE ergibt sich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, zuzüglich der Vorräte, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

[2.4] Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Grundlage unseres Unternehmens sind das langjährige Know-how und das Renommee der Marke RENOLIT sowie unsere über Jahre entwickelten Prozess- und Qualitätsstandards, basierend auf dem auf hohem Niveau stehenden Maschinenpark mit den Verfahrensplattformen Kalander- und Extrusionstechnologie. Es ist der bekannte Anspruch von RENOLIT SE, vielfältige, sichere und hochwertige Produkte die unseren Kunden einen spürbaren Mehrwert bieten, jetzt und in Zukunft ressourcenschonend herzustellen. Diese Verantwortung tragen wir durch regelmäßige Produktkontrollen wie durch die Verwendung hochwertiger Rohstoffe. An unsere Zulieferer stellen wir ebenso hohe Ansprüche.

Die Marke RENOLIT und unsere Innovationskraft tragen entscheidend zum Unternehmenserfolg bei. Durch konsequente Markenführung und Markenkommunikation wird die Präsenz, die Wahrnehmung und der Wert der Marke weiter ausgebaut und klar im Markt positioniert. Besonders großen Wert legen wir zudem auf die unternehmensinterne Innovationskultur. Grundlegend dafür ist das Engagement unserer fachlich hochqualifizierten Mitarbeiter. Diese sind Markenbotschafter der RENOLIT SE und prägen mit ihrem Einsatz, ihren Ideen und starkem persönlichen Engagement das Bild der Kunden von unserem Unternehmen.

Die Produkte der RENOLIT SE sind sicher für Mensch und Umwelt und steigern den täglichen Lebenswert. Sie zeichnen sich durch unverwechselbare Eigenschaften und höchste Qualität aus, sind anwender- und verarbeitungsfreundlich und stehen für ein hervorragendes Preis- und Leistungsverhältnis. Unser nachhaltiges und wirtschaftliches Handeln kommt unseren Kunden, unseren Mitarbeitern und unserer Umwelt zugute.

Wir pflegen mit unseren Kunden und Lieferanten eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, die von Respekt und gegenseitigem Vertrauen geprägt ist. Dabei respektieren wir lokale Gepflogenheiten im Umgang mit unseren Geschäftspartnern unter Beachtung unseres weltweit gültigen Verhaltenskodex. Wir wollen nah bei unseren Kunden und Lieferanten produzieren, um die lokale Wirtschaft zu fördern und Transportemissionen zu verringern.

Der enge Kontakt zu unseren Kunden und Märkten im Geschäftsverkehr und auf Messen ist entscheidend für die Weiterentwicklung unserer Produkte und die weitere Internationalisierung. Um unsere maßgebliche Position im Markt zu behaupten und auszubauen, arbeiten wir in vielfältiger Weise mit internationalen Instituten zusammen, um in unserer Branche wegweisend die Richtung vorzugeben und Standards zu setzen.

Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen

Die RENOLIT SE ist eine der ersten Adressen für Talente, die internationale Karriereoptionen im Mittelstand suchen. Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bieten wir zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und Förderprogramme für unterschiedliche Karrierepfade. Damit schafft sich RENOLIT SE ein Potential qualifizierter Arbeitskräfte, die durch attraktive Karriereperspektiven an das langfristig orientierte Familienunternehmen gebunden werden. RENOLIT SE bekennt sich zu Chancengleichheit und gleicher Behandlung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Grundlage für Personalentscheidungen bilden Qualifikationen, Leistungsnachweise und Fähigkeiten, die für die entsprechende Aufgabe notwendig sind.

Der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei RENOLIT SE soll sukzessive ausgebaut werden. Wir fördern Vielfalt und Chancengleichheit. Um für Männer und Frauen Chancengleichheit im Unternehmen weiter zu stärken, bieten wir unterschiedliche Arbeitsmodelle an. Insbesondere bedingt durch den unverändert geringen Anteil von weiblichen Studenten in den sogenannten - für RENOLIT SE wichtigen - MINT-Fächern ist das Potential für eine deutliche Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen bei RENOLIT SE jedoch begrenzt.

Der Aufsichtsrat der RENOLIT SE setzt sich zum 31.12.2018 aus vier Vertretern der Anteilseigner und zwei Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. In dem sechsköpfigen Aufsichtsrat ist eine Frau vertreten. Die Zielquote für 2018 mit einem Frauenanteil zwischen 15-20 % bei den Vertretern der Kapitalseite wurde somit erreicht. Für 2021 wird unverändert von einem Frauenanteil von 20 % ausgegangen, wobei die Entscheidung darüber nicht im Einflussbereich des Vorstandes liegt.

Der Vorstand der RENOLIT SE setzt sich zum 31.12.2018 aus drei männlichen Mitgliedern zusammen. Im Jahr 2019 werden sich personelle Veränderungen im Vorstand ergeben, die keine Auswirkung auf den Frauenanteil haben werden. Die vorgesehene interne Besetzung wird wegen fehlender Kandidatinnen zu keiner Erhöhung der Frauenquote im Vorstand führen.

Zum 31.12.2018 beträgt der Anteil von weiblichen Führungskräften in den Führungsebenen 1 und 2 der RENOLIT SE Standorte in Deutschland 12 % bzw. 16 %. Bis 2021 ist auf Ebene 1 eine Zielquote von 12-15 %, auf Ebene 2 eine Zielquote von 16-20 % angestrebt.

[2.4.1] Personal

Der Personalstand hat sich an allen Standorten der RENOLIT SE gegenüber dem Ende des Vorjahres um zusammen 54 Mitarbeiter auf nunmehr 2.090 Mitarbeiter weiter erhöht. Mit der hohen Zahl von 115 Auszubildenden an allen Standorten investiert RENOLIT intensiv in die innerbetriebliche Zukunftssicherung des Unternehmens. Damit wird gleichzeitig der Altersstruktur des Unternehmens Rechnung getragen, die in den nächsten Jahren einen erheblichen Ersatz der Belegschaft wegen altersmäßiger Fluktuation erfordert.

Im Jahr 2016 hat RENOLIT mit dem ersten gruppenweiten Programm zur Mitarbeiterentwicklung und Talenteförderung begonnen. Die Teilnehmer durchliefen ein zweijähriges Entwicklungsprogramm mit dem Schwerpunkt Strategic Leadership und mit dem Ziel sie für Positionen im oberen Management vorzubereiten. In einem nächsten Schritt hat RENOLIT im Berichtsjahr zwei weitere internationale Programme für künftige Führungskräfte im mittleren Management und für Spezialisten gestartet. Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter und Talente soll zu einer langfristigen Bindung an das Unternehmen führen und die Attraktivität der Marke RENOLIT als attraktiver Arbeitgeber fördern.

[2.4.2] Nachhaltigkeit

Angesichts des Klimawandels und knapper werdender Rohstoffe stehen wir vor der Herausforderung, unsere Produkte ressourcenschonend zu gestalten und effizient herzustellen.

Ein bewusster und sorgsamer Umgang mit Energie, eine höchstmögliche Materialeffizienz sowie der zunehmende Einsatz von Rezyklaten stehen besonders im Fokus. Um Transparenz über unsere ökologische Verantwortung und die Nachhaltigkeitsleistung in der gesamten Gruppe zu schaffen, erstellen wir jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht, mit dem wir unsere Mitarbeiter wie auch die interessierte Öffentlichkeit für die verschiedenen Facetten verantwortungsvollen Handelns sensibilisieren möchten.

[2.4.2.1] Verständnis der Nachhaltigkeit

Als international führender Hersteller hochwertiger Kunststoff-Folien bedeutet Nachhaltigkeit für RENOLIT SE verantwortungsvoll und vorausschauend zu handeln, um auch zukünftig die Werte und den Erfolg des Unternehmens für die nachfolgenden Generationen von Mitarbeitern und Eigentümern zu bewahren.

Das Konzept "VERANTWORTUNG 3" steht für die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit und erstreckt sich ganzheitlich auf Ökonomie, Ökologie und soziale Aspekte, die sich gegenseitig ergänzen. Wir verfolgen eine nachhaltige Wirtschaftsweise auf der Grundlage von Transparenz und Nachvollziehbarkeit.

[2.4.2.2] Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit

Bei RENOLIT SE ist Nachhaltigkeit ein entscheidender Strategiebestandteil. Wir setzen Rohstoffe und Chemikalien gewissenhaft ein. Im Bereich Ökonomie legen wir unser Hauptaugenmerk auf die Themenfelder "effizienter Einsatz von Materialien, Energieeinsparung und Innovationen". All diese Themen haben eine wirtschaftliche und eine ökologische Komponente. Durch Innovationen wollen wir dauerhaft zukunftsfähige und verantwortungsvolle Produkte entwickeln, aber auch mit innovativen Prozessen die Wiederverwertung von Kunststoffreststoffen erhöhen oder durch unser Energiemanagement Energiekosten und Emissionen senken. Im ökologischen Bereich tragen Steigerungen der Material- und Energieeffizienz nicht nur zu einer Verbesserung der Umwelt und Schonung knapper Ressourcen bei, sondern auch zu einer verbesserten Wirtschaftlichkeit.

Wir engagieren uns intensiv für geschlossene Materialkreisläufe. Mit dem Projekt RENOLIT goes Circular verfolgen wir das langfristige Ziel, den Abverkauf unserer Kunststoffreste auf null zu reduzieren. Neben der grundsätzlichen Vermeidung von Abfällen arbeiten wir kontinuierlich daran, sämtliche in der Produktion anfallende Kunststoffreststoffe in unseren eigenen Prozessen wieder zu verwerten. Darüber hinaus engagieren wir uns auch in Kooperation mit unseren Kunden für Recyclingprozesse und Rücknahmesysteme.

Unsere Schwerpunkte im sozialen Bereich sehen wir weiterhin in der Aus- und Weiterbildung sowie bei der Arbeitssicherheit. Die Schaffung von Bewusstsein für Sicherheit und Risikoprävention sind dabei entscheidende Faktoren. Die Einbindung und die Selbstverpflichtung der Führungskräfte und Teamleiter spielt dabei eine maßgebliche Rolle. Mit einem verbesserten Brand- und Explosionsschutz wollen wir die Sicherheit für unsere Mitarbeiter weiter erhöhen und die Arbeitsplätze und Produktionseinrichtungen noch besser schützen.

Auf den demografischen Wandel in den kommenden Jahren bereiten wir uns vor durch die verstärkte Schaffung altersgerechter Arbeitsplätze. Um junge Menschen für den Berufseinstieg bei RENOLIT SE zu begeistern, arbeiten wir mit verschiedensten Bildungseinrichtungen zusammen und bieten einen attraktiven Berufseinstieg. Ein familienbewusstes Engagement ist ein wesentliches Credo in der Personalpolitik von RENOLIT SE. Um Männern und Frauen gleiche Chancen im Unternehmen zu ermöglichen, bieten wir vielfältige Arbeitszeitmodelle und Gleitzeitregelungen an. Im Rahmen eines Pflegefonds unterstützen wir zum Beispiel die Versorgung pflegebedürftiger Familienangehöriger.

[3] Prognose-, Chancen- und Risikobericht

[3.1] Prognosebericht

Absatz, Umsatz und Materialbereich

Es wird erwartet, dass das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2019 gegenüber dem in 2018 erreichten Niveau von 3,8 % auf 3,5 % zurückgehen wird. Die EU-Kommission hat innerhalb von drei Monaten die Wachstumsprognose für 2019 im Euroraum von 1,9 % auf 1,3 % zurückgenommen. Für Deutschland wurde das erwartete BIP-Wachstum von 1,6 % auf 1,1 % reduziert. Trotz insgesamt solider Wirtschaftsdaten besteht weltweite Verunsicherung mit dem Risiko einer sich selbst erfüllenden Voraussage. Stabilisierend wirken sollten das weiterhin niedrige Zinsniveau, der Wohnungsbau und die positive Konsumentenstimmung in Deutschland und Europa sowie die gute Konjunktur in den USA. Die außergewöhnlich vielen politischen Unwägbarkeiten beinhalten jedoch ein hohes Prognoserisiko, einschließlich des Handelsstreits China-USA, dem drohenden ungeregelten Brexit und der negativen Entwicklung in Italien mit erheblichen Abwärtsrisiken. Für RENOLIT SE spielen die weiteren Entwicklungen in der Türkei, die Abschwächung in China und die schlechtere Beurteilung der wirtschaftlichen Lage in unserer Branche eine wichtige Rolle. Vorsorgende Vorbereitungen für den Fall eines ungeregelten Brexit sind getroffen.

Auf der Kostenseite bleiben in Deutschland die bekannten Nachteile beim Energiebezug. Die hohe Erwerbstätigkeit auf dem Arbeitsmarkt führt zu kontinuierlich steigenden Lohn- und Gehaltskosten und zunehmenden Rekrutierungsproblemen bei Fachkräften. Hohe Rohstoff- und Materialkosten können - wenn überhaupt - wettbewerbsbedingt nur mit Verzögerung über höhere Preise an die Kunden weitergegeben werden. Ein grundlegender Wandel ist nicht erkennbar. Chancen bietet die weitere Steigerung des Recyclatanteils. Zusammenfassend ergibt sich ein gemischtes Bild mit insgesamt durchwachsenen Aussichten.

Im Bereich Folien für Selbstklebeanwendungen wird eine Geschäftsentwicklung über dem Niveau des Vorjahres erwartet. Die Selbstklebeanwendungen sind im europäischen Markt ein reifes Produkt mit nur mehr moderatem Wachstumspotential. Dagegen bauen wir in den USA unsere Kapazitäten aus. Der derzeitige Nachfrageüberhang in den USA wird bis zur Fertigstellung von Kalander 35 in La Porte /USA im Verlauf des Jahres 2019 kurzfristig weiter an den deutschen Standorten Frankenthal und Waldkraiburg produziert. Unverändert hohe Rohstoffpreise sind ein wesentliches Risiko. RENOLIT DESIGN und EXTERIOR sind einem sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld ausgesetzt. Beide Geschäftsbereiche profitieren grundsätzlich von der guten Baukonjunktur, dem niedrigen Zinsniveau und hohem Konsum. Darüber hinaus bestehen für die Erschließung neuer Anwendungsgebiete gute Entwicklungschancen. Die am Standort München in 2018 in Betrieb genommene PET-Hochglanz-Fertigung wird weiter hochgefahren. Für DESIGN werden unverändert positive Impulse insbesondere aus der Caravan- und Fußbodenindustrie erwartet. Dagegen belastet die anhaltende Wirtschaftskrise in der Türkei DESIGN und EXTERIOR. EXTERIOR begegnet dem Margendruck mit der bisher erfolgreichen Einführung der neuen Produktlinie PX im Fensterbereich, mit der die Geschäftseinheit ihre starke Position durch die Einführung einer Fensterfolie der neuen Generation unterstreicht. Weiterhin verspricht sich EXTERIOR mittelfristig gute Wachstumschancen im Fassadenbereich als Ergänzung zum angestammten Geschäft. In Kooperation mit einem Hersteller von Aluminium-Bauelementen ist bereits ein System mit RENOLIT Beschichtung verfügbar, das an Fassadenbauer vermarktet wird. MEDICAL setzt den Ausbau des Standorts Thansau mit weiteren Investitionen fort.

Mitentscheidend für den Erfolg für 2019 wird die weitere Entwicklung der Rohstoffkosten sein. Aktuell erwarten wir eine auf hohem Niveau stagnierende bis leicht sinkende Entwicklung. Ein grundlegender Wandel ist in den nächsten beiden Jahren indes nicht erkennbar. Bei weltweit insgesamt zufriedenstellender Wirtschaftslage und eher rückläufiger Fördermenge ist auch von Seite der Rohölnotierungen keine echte Entlastung zu erwarten. Eine Erhöhung unserer Verkaufspreise ist nur in Einzelfällen durchsetzbar.

Bei einem weiteren Umsatzanstieg zwischen 3-5 % ist eine entsprechende Ergebnisverbesserung gegenüber dem Jahr 2018 vorgesehen. Alle Geschäftsfelder sollen dabei jeweils beim Umsatz etwas zulegen. Der Preisdruck wird unverändert hoch bleiben. Disruptive Veränderungen sind in der Planung nicht enthalten. Zu Jahresbeginn des Geschäftsjahres 2019 zeigten unsere Märkte eine deutlich gestiegene Nachfrage insbesondere im Vergleich zu dem sehr schwachen Jahresende 2018. Vordisponierte Aufträge im Hinblick auf die anhaltende Unsicherheit über den anstehenden Brexit tragen zu dem guten Jahresstart teilweise bei.

Investitionsprojekte

Die geplanten Investitionen für das Jahr 2019 liegen mit € 21,8 Mio. unter dem sehr hohen Volumen des Jahres 2018. Sie dienen im Wesentlichen der Produktionsoptimierung, der Modernisierung, der Effizienzsteigerung und der Einführung neuer, innovativer Produkte und Technologien sowie für Maßnahmen in Energie, Umweltschutz und Arbeitssicherheit. Auch IT-Investitionen spielen weiterhin eine erhebliche Rolle. Investitionsschwerpunkte werden die Standorte Worms, München und Thansau sein.

[3.2] Risikobericht

[3.2.1] Risikomanagement

Die Ausrichtung und permanente Überwachung der internen Kontrollsysteme als auch der Prozess und die Organisation des Risikomanagementsystems orientieren sich am international anerkannten "Enterprise Risk Management Rahmenmodell COSO II" des amerikanischen "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission".

Die verschiedenen Risikobereiche des Unternehmens werden in regelmäßigen Management Meetings dem Vorstand berichtet sowie durch geeignete Instrumente permanent beobachtet, analysiert und kontrolliert; die Dokumentation findet in Form eines Risikokatasters statt. Wahrgenommene relevante Risiken werden anhand geeigneter Maßnahmen bearbeitet und begrenzt. Sich bietende Chancen können - unterstützt durch die flache Organisationsstruktur - konsequent und unmittelbar genutzt werden. Die interne Revision des Unternehmens führt regelmäßige Audits an den Produktions- und Vertriebsstandorten der RENOLIT Gruppe durch zur Überwachung der Einhaltung des vorgegebenen internen Kontrollsystems sowie zur Identifikation potentieller Risiken. Keines der Einzelrisiken erreicht bei Eintritt eine bestandsgefährdende Größenordnung.

[3.2.2] Risiken

Rohstoffmarktpreisrisiken

Ein wesentliches Risiko für das Unternehmen besteht in der Preisentwicklung der Hauptrohstoffe. Hierbei ist beschaffungsseitig insbesondere für PVC, PP als auch für weitere Rohstoffe eine Lieferantenkonzentration mit hoher Marktmacht zu verzeichnen, die nur teilweise durch die Qualifizierung weiterer Anbieter auf globaler Ebene kompensiert werden kann.

Durch Ölpreis und Nachfrage bedingte Steigerungen der Rohstoffeinkaufspreise oder Angebotsverknappung durch unerwartete Force Majeure unserer Lieferanten könnten sich Kostenbelastungen ergeben, die nicht vollständig und nur mit zeitlicher Verzögerung über die Absatzpreise an Kunden weiter gegeben werden können, was zu einer Reduzierung der Ertragsmarge führen könnte. Für 2019 ist dieses Risiko - trotz des bereits hohen Preisniveaus - für bestimmte Rohstoffe unvermindert konkret.

Strategische Risiken

Bei den Erzeugnissen der RENOLIT SE handelt es sich teilweise um langjährig erfolgreiche Produkte in reifen Märkten. Sinkende Wachstumsraten oder schrumpfendes Marktvolumen können zu starkem Wettbewerb um Marktanteile und hoher Produktstandardisierung führen. Auf preissensiblen Märkten mit wenigen Differenzierungsmöglichkeiten besteht hier das Risiko, dass - unter Vernachlässigung von Qualitätsmerkmalen - Kaufentscheidungen ausschließlich über den Preis getroffen werden. Für RENOLIT SE bedeutet dies, dass Kostennachteile gegenüber asiatischen Wettbewerbern nur schwer zu kompensieren sind und dadurch für diese Produktsegmente das Risiko nachhaltiger Verluste von Marktanteilen besteht. Permanente Anstrengungen hinsichtlich Produktivitätssteigerungen, Innovationen, Differenzierung sowie die Erschließung neuer geografischer Märkte können diese Risiken begrenzen. Die Risiken durch technischen Ersatz, verändertes Kundenverhalten sowie regulatorische Veränderungen werden in den jeweiligen Geschäftseinheiten ebenfalls beobachtet, um frühzeitig durch Innovationen oder Diversifikation gegensteuern zu können.

Ausfallrisiko von Kundenforderungen

Potentiellen Ausfallrisiken von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch die Zusammenarbeit mit einer Warenkreditversicherung und strenger Überwachung kundenspezifischer Kreditlimits konsequent begegnet. Dabei ist es gelungen - auch in teilweise ökonomisch und politisch schwierigem Umfeld - unter Einbeziehung eines effizienten Mahnwesens - ein permanent niedriges Niveau an Forderungsausfällen sicherzustellen.

Risiken aus Gewährleistung und Produkthaftung

Qualitätsbedingte und imagegefährdende Risiken können bei Produktmängeln auftreten. Da Gewährleistungszusagen von bestimmten RENOLIT SE-Produkten der Geschäftsbereiche RENOLIT EXTERIOR eine Dauer von bis zu 15 Jahren haben, könnten diese Risiken noch Jahre nach dem Verkauf Relevanz besitzen. Erhebliche finanzielle Risiken bestehen in Höhe der Aufwendungen für Ersatzlieferungen und der möglichen Haftung für Folgeschäden.

Durch ausgedehnte, langjährige Bewitterungstests mit definierten internen Genehmigungs- und Zulassungsprozeduren sollten nur Produkte die Marktfreigabe erlangen, deren Qualitätsbeständigkeit ausreichend getestet und nachgewiesen wurde. Durch die Zusammenarbeit mit Versicherungsgesellschaften sind die verbleibenden Risiken weitgehend abgesichert.

Wechselkursrisiken

Einen Einfluss auf die Absatzpreise der RENOLIT SE haben insbesondere die Fremdwährungen USD, britisches Pfund und türkische Lira, die das Geschäftsvolumen beeinflussen können. Es werden regelmäßig Devisentermingeschäfte zur kurzfristigen Absicherung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen.

Die anhaltende Schwäche der türkischen Lira und des russischen Rubel gegenüber dem EURO könnten einen negativen Einfluss auf das Umsatzvolumen der RENOLIT SE mit sich bringen.

Politische Risiken und Handelsbeschränkungen

Verstärkt wahrzunehmende protektionistische Tendenzen einzelner Länder oder geographischer Regionen könnten zu Einschränkungen im freien Warenverkehr oder durch Erhebung von Zöllen zu zusätzlichen Kosten im Außenhandel führen. Es besteht das Risiko rückläufiger Exportvolumina oder sinkender Margen für den Fall, dass potentiell zusätzliche Kostenbestandteile im Außenhandel nicht an Kunden in Form von Preiserhöhungen weitergegeben werden können.

Vor allem das Risiko eines drohenden EU-Austritts Großbritanniens am 29. März 2019 ohne vorherige Einigung mit der Europäischen Union über ein entsprechendes Austrittsabkommen ("ungeregelter Brexit") führt zu Unsicherheiten bezüglich potentieller Behinderungen im Waren- und Finanzverkehr sowie Belastungen durch die Erhebung und Abwicklung zusätzlicher Zollgebühren.

Die RENOLIT begegnet entsprechenden Risiken durch den frühzeitigen Aufbau von angemessenen Lagerkapazitäten in Großbritannien sowie teilweiser Produktionsverlagerungen von Deutschland nach England und umgekehrt, um entsprechende Kunden aus jeweilig inländischer Produktion beliefern zu können.

[3.3] Chancenbericht

Besondere Stärken der RENOLIT Gruppe liegen in der Struktur eines weltweit aufgestellten Unternehmens, das als mittelständisches Unternehmen mit kurzen Entscheidungswegen geführt wird. Die Gliederung in unterschiedliche Geschäftsbereiche nach Anwenderindustrien mit dem Image der Gruppe als international führender Hersteller hochwertiger Kunststofffolien und -produkte für industrielle Anwendungen verbindet die hohe technische Kompetenz und Innovationskraft mit großer Kundennähe. Die vorhandenen internen und externen Finanzierungsmittel ermöglichen das weitere Wachstum der Gruppe durch Erschließung neuer Geschäftsfelder sowie durch die Erforschung und Entwicklung neuer Anwendungsbereiche für bestehende Produkte. Die Expansion in neue Zielmärkte und Kundengruppen durch strategische Akquisitionen bieten zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten.

Insgesamt ist unter Berücksichtigung aller bekannten Sachverhalte und Umstände derzeit keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Entwicklung erkennbar.

[4] Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen

Wir erklären, dass die Firmen der RENOLIT Gruppe bei jedem Rechtsgeschäft mit verbundenen Unternehmen nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, angemessene Gegenleistungen erhalten haben.

 

Worms, den 22. Februar 2019

Der Vorstand der RENOLIT SE

Michael Kundel

Dr. Axel Bruder

Pierre Winant

Bilanz auf den 31. Dezember 2018

AKTIVA

Zum Vergleich 31.12.2017
EUR EUR EUR T-EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.930.233,00     5.086
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00     0
3. Geleistete Anzahlungen 1.390.490,89     832
    5.320.723,89   5.918
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.767.369,70     848
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.365.86273     23.635
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.221.163,04     10.907
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.388.346,55     10.069
    64.742.74202   45.459
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 191.833.174,89     187.505
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 15.052.95254     9.064
3. Beteiligungen 39.314,04     39
    206.925.441,47   196.608
      276.988.907,38 247.985
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25.757.518,44     24.478
2. Unfertige Erzeugnisse 5.267.661,11     5.796
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 25.905.935,83     23.423
    56.931.115,38   53.697
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.032.947,89     24.576
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 79.264.007,83     76.642
3. Sonstige Vermögensgegenstände 15.382.055,52     7.975
    114.679.011,24   109.193
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   26.654.52261   32.429
      198.264.649,23 195.319
C. Rechnungsabgrenzungsposten     486.027,71 699
      475.739.584,32 444.003

PASSIVA

       
        Zum Vergleich 31.12.2017
    EUR EUR T-EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   22.000.000,00   22.000
II. Kapitalrücklage   90.451.675,25   90.452
III. Gewinnrücklage        
Gesetzliche Rücklage   2.200.000,00   2.200
IV. Gewinnvortrag   68.936.322,99   36.180
V. Jahresüberschuss   35.984.428,43   52.776
      219.572.426,67 203.608
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   68.443.778,68   61.971
2. Steuerrückstellungen   610.000,00   357
3. Sonstige Rückstellungen   47.477.526,10   46.061
      116.531.304,78 108.389
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   92.039.623,00   86.328
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   22.791.365,39   16.372
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   22.550.253,32   27.113
4. Sonstige Verbindlichkeiten   2.254.611,16   2.193
davon aus Steuern: EUR 1.750.154,38       (1.513)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 26.849,78       (121)
      139.635.852,87 132.006
      475.739.584,32 444.003

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Zum Vergleich 2017
EUR EUR T-EUR
1. Umsatzerlöse 461.758.033,64   460.162
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.642.273,08   3.316
3. Sonstige betriebliche Erträge 9.748.600,86   3.443
davon aus Währungsumrechnung: (570.594,19)   0
    473.148.907,58 466.921
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -203.798.871,75   -194.468
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -609.521,78   -946
    -204.408.393,53  
Rohergebnis   268.740.514,05 271.507
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -122.715.235,77   -117.798
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -28.822.621,15   -24.347
davon für Altersversorgung: -(7.121.059,90)   -(4.001)
    -151.537.856,92  
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -13.436.170,00 -13.393
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -86.177.112,47 -83.164
davon aus Währungsumrechnung:   -(359.121,96) -(1.895)
    17.589.374,66 32.805
8. Erträge aus Beteiligungen   36.521.985,11 43.621
davon aus verbundenen Unternehmen:   (36.519.749,01) (43.618)
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   151.755,13 0
davon aus verbundenen Unternehmen:   (151.755,13) 0
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   1.123.520,14 954
davon aus verbundenen Unternehmen:   (1.099.291,00) (911)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen   -7.575.798,73 -6.103
davon außerplanmäßig:   -(7.575.798,73) -(6.103)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -3.522.705,80 -4.238
davon aus Abzinsung:   -(2.369.335,89) -(2.489)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -8.077.160,09 -14.039
14. Ergebnis nach Steuern   36.210.970,42 53.000
15. Sonstige Steuern   -226.541,99 -224
16. Jahresüberschuss   35.984.428,43 52.776

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

A. Allgemeine Angaben und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der RENOLIT SE, Worms, (Amtsgericht Mainz, HRB 43201) zum 31. Dezember 2018 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige - bzw. falls erforderlich um außerplanmäßige - Abschreibungen.

Ab 2011 wurden Zugänge einheitlich nach der linearen Methode abgeschrieben.

Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Abschreibungen bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Skonti und Boni oder niedrigeren Tageswerten bewertet.

Soweit notwendig, sind die Vorräte zu einem niedrigeren Wert gemäß § 253 Abs. 4 Satz 1 und 2 HGB ausgewiesen. Bei untergeordneten Hilfs- und Betriebsstoffen wurden teilweise Festwerte angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden einzeln mit den jeweiligen Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Liegt der in Zukunft erzielbare Verkaufserlös nach Abzug von Skonti, Boni und Vertriebskosten unter den ermittelten Herstellungskosten, so wird dieser Wert angesetzt (verlustfreie Bewertung).

Fehlerhafte oder ungängige Erzeugnisse sowie Erzeugnisse, deren Verwertung oder Verkauf unsicher oder ausgeschlossen ist, werden als Abfall bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Ausfallrisiko wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Valutapositionen, die in die Gewinn- und Verlustrechnung eingeflossen sind, wurden grundsätzlich zu dem am Entstehungstag gültigen Wechselkurs bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2018 erfolgte unter Anwendung des versicherungsmathematischen Teilwertverfahrens nach den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 3,21 % (Vorjahr: 3,68 %) p. a. sowie einer angenommenen Rentenanpassung von 2,00 % p. a. Für die Bestimmung der Gehaltsanpassung wurden die Versorgungsberechtigten in geeignete Gruppen mit einer Bandbreite zwischen 0,00 % und 2,00 % p. a. zusammengefasst.

Gewährleistungsrückstellungen werden mit 0,5 % bis 1,0 % der kumulierten garantiebehafteten Umsätze bemessen. Je nach Folienart und Verwendung der Folie erstreckt sich dieser über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten, die eine Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger aufweisen, werden zum Bilanzstichtag gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handels- und steuerrechtlicher Betrachtungsweise (§ 274 HGB). Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechtes.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang.

Der derivative Firmenwert resultiert aus der Übernahme eines Kundenstamms. Die Abschreibungsdauer von fünf Jahren orientiert sich an dessen erwarteter Nutzungsdauer.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sie bestehen in Höhe von T-EUR 903 gegen den Gesellschafter, die JM Holding GmbH & Co. KGaA, Worms (Vorjahr: T-EUR 588).

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen T-EUR 33.040 (Vorjahr: T-EUR 41.741) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen T-EUR 16 (Vorjahr: T-EUR 24).

Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Fälligkeit bis zu einem Jahr.

3. Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2018 Zum Vergleich 31.12.2017
T-EUR T-EUR
Jahresüberschuss 35.984 52.776
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 88.956 68.080
abzgl. Ausschüttung an Gesellschafter -20.020 -31.900
Gewinnvortrag 68.936 36.180
Bilanzgewinn 104.920 88.956

4. Rückstellungen

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen mit dem Durchschnittszinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre und dem Durchschnittszinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre beläuft sich auf T-EUR 9.689 und ist ausschüttungsgesperrt.

Von den Pensionsrückstellungen wurden folgende Verrechnungen von Vermögensgegenständen vorgenommen:

T-EUR
Erfüllungsbeträge der verrechneten Schulden 7.888
beizulegende Zeitwerte der verrechneten Vermögensgegenstände -6.885
Saldierter Betrag verrechneter Pensionsrückstellungen 1.003

Die beizulegenden Zeitwerte der verrechneten Vermögensgegenstände entsprechen den fortgeführten Anschaffungskosten.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Zusammenhang mit der Verrechnung von Pensionsverpflichtungen und Vermögensgegenständen folgende Aufwendungen und Erträge verrechnet:

T-EUR
Zinsaufwendungen 235
Zinserträge -134
Saldierter Betrag Zinsertrag Pensionsrückstellungen 101

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

31.12.2018 Zum Vergleich 31.12.2017
T-EUR T-EUR
Rückstellungen aus dem Vertriebsbereich 30.353 30.179
Rückstellungen aus dem Personalbereich 12.888 12.432
Sonstige 4.237 3.450
  47.478 46.061

Bei den sonstigen Rückstellungen sind Altersteilzeitguthaben in Höhe von T-EUR 137 mit Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von T-EUR 519 verrechnet worden. Guthaben aus einem Pflegefonds in Höhe von T-EUR 457 wurden mit Verpflichtungen in gleicher Höhe verrechnet.

Verpflichtungen aus Langzeitkonten in Höhe von T-EUR 3.553 stand in gleicher Höhe ein zu verrechnendes Vermögen gegenüber. Die historischen Anschaffungskosten des Vermögens betrugen T-EUR 3.242.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt strukturiert:

davon mit einer Restlaufzeit durch Pfandrechte gesicherte Beträge
Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr größer 1 Jahr größer 5 Jahre
T-EUR T-EUR T-EUR T-EUR T-EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 92.040 38.808 53.232 1.953  
(Vorjahr) (86.328) (1.563) (84.766) (18.516)  
2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.791 22.791      
(Vorjahr) (16.372) (16.372)      
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.550 22.550      
(Vorjahr) (27.113) (27.113)      
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.255 2.232 23 23  
(Vorjahr) (2.193) (2.170) (23) (23)  
  139.636 86.381 53.255 1.976 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Cash-Pool sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einschließlich Kostenumlagen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich hierbei auf T-EUR 1.347.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Beträge mit T-EUR 101 enthalten, welche rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von T-EUR 1.750 (Vorjahr: T-EUR 1.513) Steuern und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T-EUR 27 (Vorjahr: T-EUR 121).

6. Haftungsverhältnisse

Sämtliche Haftungsverhältnisse betreffen Bürgschaften (T-EUR 25.754) und Verbindlichkeiten aus Gewährleistungen (T-EUR 488) zu Gunsten verbundener Unternehmen gegenüber Dritten. Diese betragen somit insgesamt zum Bilanzstichtag T-EUR 26.242 (Vorjahr: T-EUR 32.895). Von einer Inanspruchnahme wird nicht ausgegangen, da die betroffenen verbundenen Unternehmen unter der "Going-Concern"-Prämisse weiterhin fortgeführt werden.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018 wurde das Gliederungsschema gem. § 275 HGB zugrunde gelegt.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen gliedern sich wie folgt nach Regionen:

Zum Vergleich
2018 2017
T-EUR T-EUR
Inland 189.662 194.057
Ausland 284.721 279.034
  474.383 473.091
Erlösschmälerungen -12.625 -12.929
  461.758 460.162

Aufgeteilt in Tätigkeitsfelder gliedern sich die Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen wie folgt:

2018 Zum Vergleich 2017
T-EUR T-EUR
Erlöse aus Kunststoffverkäufen 457.349 453.140
Erlöse aus Weiterbelastungen 16.942 15.927
sonstige Erträge 92 4.024
  474.383 473.091
Erlösschmälerungen -12.625 -12.929
  461.758 460.162

2. Außergewöhnliches und periodenfremdes Ergebnis

Das Ergebnis aus Erträgen und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung sowie von periodenfremden Einflüssen und Maßnahmen gliedert sich wie folgt:

2018 Zum Vergleich 2017
T-EUR T-EUR
Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen    
Zuschreibungen auf Finanzanlagen 6.054 0
Abschreibungen auf Finanzanlagen -7.576 -6.103
Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen -2.500 0
  -4.022 -6.103
Periodenfremde Erträge    
Sonstige betriebliche Erträge 1.845 2.106
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 8
Materialaufwand (Energiesteuererstattung) 141 303
  1.986 2.417
Periodenfremde Aufwendungen    
Personalaufwand -176 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -86 -22
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 -635
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -253 -1.267
  -515 -1.924
  -2.551 -5.610

3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge/Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Erträge/Aufwendungen aus der Abzinsung/Aufzinsung werden unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

D. Sonstige Angaben

1. Beziehungen zu Unternehmensorganen

Vorstandsmitglieder sind die Herren

 

Michael Kundel (Vorsitzender), Diplom-Betriebswirt,

 

Dr. rer. nat. Axel Bruder, Diplom-Chemiker,

 

Pierre Winant, Diplom-Ingenieur.

Die Angabe gemäß § 285 Nr. 9a HGB unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

Frühere Organmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten im Geschäftsjahr Gesamtbezüge von T-EUR 37.

Pensionsrückstellungen für frühere Organmitglieder und ihre Hinterbliebenen wurden in Höhe von T-EUR 394 gebildet.

Aufsichtsratsmitglieder sind

 

Herr Dieter Dengl (Vorsitzender), Unternehmensberater,

 

Frau Anja Fischer, Aufsichtsrat,

 

Herr Ullrich Backhaus, Geschäftsführer der JM Beteiligungsgesellschaft mbH,

 

Herr Peter Steiner, Verwaltungs- und Aufsichtsrat,

 

Herr Hilmi Akkurt, Betriebsrat der RENOLIT SE,

 

Herr Reinhard Westhäuser, Vorsitzender Betriebsrat der RENOLIT SE.

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurde insgesamt eine Vergütung von T-EUR 35 gewährt.

2. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes erfolgt in der Anlage 2 zum Anhang.

3. Honorare des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wird in dem Konzernabschluss der JM Holding GmbH & Co. KGaA, Worms, enthalten sein, in den der Jahresabschluss der RENOLIT SE einbezogen wird.

4. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen stellen sich wie folgt dar:

Art der Beziehung Art des Geschäft
Verkäufe Käufe Erbringung von Dienstleistungen Bezug von Dienstleistungen Zinserträge Zinsaufwendungen
T-EUR T-EUR T-EUR T-EUR T-EUR T-EUR
Muttergesellschaft   14 26 3.930 5 0
Schwesterngesellschaft   43 6     0
Tochtergesellschaft 128.670 11.183 15.916 9.880 1.094 0

5. Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Zum Vergleich
2018 2017
Arbeiter 1.388 1.339
Angestellte 522 506
  1.910 1.845

Die Berechnung erfolgte nach § 267 Abs. 5 HGB (ohne Auszubildende).

6. Finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:

2019 2020-2023 ab 2024
T-EUR T-EUR T-EUR
Miet- und Leasingverpflichtungen 12.262 25.702 7.309
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (11.941) (25.301) (7.265)
Kaufverpflichtungen 51.358 10.212  
Wartungsverträge 2.736 2.453 899
  66.356 38.367 8.208

7. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 22.000.000,00 setzt sich aus 22 Mio. nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert je Aktie von EUR 1,00 zusammen. Sämtliche Anteile werden gehalten von der JM Holding GmbH & Co. KGaA, Worms.

8. Latente Steuern

Latente Steuern ergeben sich aus Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Die sich daraus ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit einem Steuersatz von 30,6 % berechnet. Sie ergeben sich insbesondere aus der Bewertung des Anlagevermögens und der Vorräte, aus den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen. Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer anzusetzen, wurde kein Gebrauch gemacht.

9. Derivative Finanzinstrumente

Im Rahmen des Risikomanagements der Gesellschaft werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich eingesetzt, um Zinsänderungs- und Devisenrisiken abzusichern. Eine Absicherung erfolgt nur für bestehende Grundgeschäfte. Es werden nur marktgängige Instrumente wie Swaps, Optionen, Caps und Devisentermingeschäfte von Banken mit guter Bonität eingesetzt.

Am Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente:

Devisentermingeschäfte

Die Gesellschaft hat Devisentermingeschäfte in USD (Nominalvolumen T-EUR 3.429) abgeschlossen, die per 31.12.2018 mit einem positiven Marktwert von T-EUR 37 valutieren (market-to-market Bewertung) und deshalb nicht als Aktivposten bilanziert wurden.

10. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist Muttergesellschaft für den RENOLIT Konzern und erstellt auf freiwilliger Grundlage einen Konzernabschluss.

Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der JM Holding GmbH & Co. KGaA, Worms. Die JM Holding GmbH & Co. KGaA erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und für den größten Konsolidierungskreis, in den der Jahresabschluss der RENOLIT SE auf den 31. Dezember 2018 einbezogen wird. Aus diesem Grund ist die RENOLIT SE von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit. Die JM Holding GmbH & Co. KGaA wird im Handelsregister des Amtsgerichtes Mainz unter HRB 12282 geführt. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

11. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ergeben, die Auswirkungen auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 haben.

12. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

"Der Bilanzgewinn in Höhe von EURO 104.920.751,42 wird wie folgt verwendet:

EURO 0,91 je nennwertlose Stückaktie, das sind insgesamt EURO 20.020.000,00, werden als Dividende an die Aktionärin ausgeschüttet. Der verbleibende Bilanzgewinn von EURO 84.900.751,42 wird auf neue Rechnung vorgetragen."

 

Worms, den 22. Februar 2019

(Michael Kundel)

(Dr. Axel Bruder)

(Pierre Winant)

Entwicklung des Anlagevermögens des Geschäftsjahres 2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anschaffungs-/
Herstellungkosten 01.01.2018
Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-/
Herstellungskosten 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.401.073,76 621.418,10 0,00 783.919,47 24.806.411,33
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.856.796,00       6.856.796,00
3. Geleistete Anzahlungen 831.646,04 1.342.764,32   -783.919,47 1.390.490,89
  31.089.515,80 1.964.182,42 0,00 0,00 33.053.698,22
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.769.614,28 4.016.518,04   1.750,00 7.787.882,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 198.246.951,09 10.128.986,85 1.393.325,62 4.933.627,14 211.916.239,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.156.355,43 4.780.315,55 2.060.010,69 1.330.862,08 75.207.522,37
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.068.699,79 12.240.686,96 654.800,98 -6.266.239,22 15.388.346,55
  283.241.620,59 31.166.507,40 4.108.137,29 0,00 310.299.990,70
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 295.629.019,26 940.387,41 10.382.141,26   286.187.265,41
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 22.556.632,68 10.837.833,36 292.455,71   33.102.010,33
3. Beteiligungen 1.019.313,04       1.019.313,04
  319.204.964,98 11.778.220,77 10.674.596,97 0,00 320.308.588,78
  633.536.101,37 44.908.910,59 14.782.734,26 0,00 663.662.277,70
Abschreibungen
Abschreibungen (kumuliert) 01.01.2018 Zuschreibungen Abschreibungen des Geschäftsjahres Abschreibungen Abgänge Abschreibungen (kumuliert) 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.314.743,76   2.561.434,57   20.876.178,33
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.856.796,00   0,00   6.856.796,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00       0,00
  25.171.539,76 0,00 2.561.434,57 0,00 27.732.974,33
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.921.676,20   98.836,42   3.020.512,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 174.611.477,36   6.143.937,99 1.205.038,62 179.550.376,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 60.248.958,00   4.631.961,02 1.894.559,69 62.986.359,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00       0,00
  237.782.111,56 0,00 10.874.735,43 3.099.598,31 245.557.248,68
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 108.124.029,96 6.053.979,49 2.575.798,73 10.291.758,68 94.354.090,52
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 13.493.268,63 151.755,13 5.000.000,00 292.455,71 18.049.057,79
3. Beteiligungen 979.999,00   0,00   979.999,00
  122.597.297,59 6.205.734,62 7.575.798,73 10.584.214,39 113.383.147,31
  385.550.948,91 6.205.734,62 21.011.968,73 13.683.812,70 386.673.370,32
Buchwert
Buchwert 31.12.2018 Zum Vergleich Buchwert 31.12.2017
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.930.233,00 5.086.330,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 1.390.490,89 831.646,04
  5.320.723,89 5.917.976,04
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.767.369,70 847.938,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.365.862,73 23.635.473,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.221.163,04 10.907.397,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.388.346,55 10.068.699,79
  64.742.742,02 45.459.509,03
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 191.833.174,89 187.504.989,30
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 15.052.952,54 9.063.364,05
3. Beteiligungen 39.314,04 39.314,04
  206.925.441,47 196.607.667,39
  276.988.907,38 247.985.152,46

Aufstellung des Anteilsbesitzes der RENOLIT SE, Worms, zum 31. Dezember 2018

Anteil % Währung Eigenkapital 31.12.2018 Ergebnis Geschäftsjahr 2018
Name und Sitz  
Inland        
RENOLIT Frankenthal Verwaltung GmbH, Frankenthal 100,00 T-EUR 90 0
RENOLIT Mexico S.A. de C.V., Mexico City (Mexiko) 0,33 T-MXN 9.990 2.258
OOO RENOLIT RUS, Moskau (Russland) 5,00 T-RUB 72.065 -144
TOW RENOLIT Sales, Kiew (Ukraine) 5,00 T-UAH 4.978 102
RENOLIT India Private Limited, Gurgaon (Indien) 1) 0,002 T-INR n/a n/a
RENOLIT Hungary LLC, Budapest (Ungarn) 3,33 T-HUF 193.833 51.252
Sifmar S.A., Oudenaarde (Belgien) 0,01 T-EUR 418 15
RENOLIT Belgium N.V., Iudenaarde (Belgien) 0,0038 T-EUR 640 -956
RENOLIT Istanbul Plastik Sanayi ve Ticaret Limited Şirketi, Istanbul (Türkei) 5,00 T-TRY 37.489 8.309
RENOLIT Frankenthal GmbH & Co. KG, Frankenthal 100,00 T-EUR 33.820 7.316
Ausland        
American RENOLIT Corporation, LaPorte, Indiana (USA) 100,00 T-USD 94.381 25.524
American RENOLIT Corporation LA, Commerce (USA) 100,00 T-USD 33.711 10.647
RENOLIT France S.A.S.U., Roissy (Frankreich) 100,00 T-EUR 2.165 264
RENOLIT Index S.A.S., Chevigny Saint Sauveur (Frankreich) 100,00 T-EUR 8.582 87
RENOLIT Tecno Imac S.r.L., Rom (Italien) 100,00 T-EUR 7.939 -61
RENOLIT (U.K.) Limited, Bedford (Großbritannien) 100,00 T-GBP 27.839 2.500
RENOLIT Cramlington Limited, Northumberland (Großbritannien) 100,00 T-GBP 25.620 4.712
RENOLIT Benelux B.V., Riel (Niederlande) 100,00 T-EUR 62.772 8.372
RENOLIT Nederland B.V., Enkhuizen (Niederlande) 100,00 T-EUR 15.854 9.030
RENOLIT Hispania S.A., Villatuerta (Spanien) 100,00 T-EUR 7.023 -3.786
RENOLIT Chile S.p.A., Santiago de Chile/Curauma (Chile) 100,00 T-CLP 830.396 -1.489.122
RENOLIT Tábor s.r.o., Tábor (Tschechien) 100,00 T-CZK 30.466 3.994
RENOLIT Polska Sp. z o.o., Szeligi (Polen) 100,00 T-PLN 14.227 6.161
RENOLIT Mexico S.A. de C.., Mexico City (Mexiko) 99,67 T-MXN 9.990 2.258
RENOLIT Asia Limited, Kowloon (Hong Kong) 100,00 T-HKD 619.868 482
RENOLIT Guangzhou Ltd., Guangzhou (China) 100,00 T-CNY 76.277 13.122
Beijing Wood-Stock Automotive Interior Trimming Material Co., Ltd., Beijing (China) 25,50 T-CNY 5.897 -510
RENOLIT Hong Kong Ltd., Kowloon (Hongkong) 100,00 T-HKD 611.606 124.786
Austar PMC (HK) Ltd., Hong Kong 100,00 T-HKD 132.966 111.438
Austar PMC (BJ) Ltd., BVI 100,00 T-HKD 42.644 58.043
RENOLIT Hansen Packaging Tech. (BJ) Ltd., Beijing (China) 100,00 T-CNY 208.209 30.024
Austar PMCT Ltd., BVI 100,00 T-HKD 13.219 -19
RENOLIT Plastic Tech. (BJ) Ltd., Beijing (China) 100,00 T-CNY 27.780 -151
Brightwood Technology Ltd., BVI 100,00 T-HKD 22.667 -597
RENOLIT Brightwood PharmMed Consumable (BJ) Ltd., Beijing (China) 100,00 T-CNY 161.411 27.997
Austar Medical Rubber Ltd., Hong Kong 100,00 T-HKD -263 -42
RENOLIT Senxing PharmMed Consumable (BJ) Ltd., Beijing (China) 100,00 T-CNY 25.701 3.372
RENOLIT Istanbul Plastik Sanayi ve Ticaret Limited Şirketi, Istanbul (Türkei) 95,00 T-TRY 37.489 8.309
RENOLIT Nordic A/S, Glostrup (Dänemark) 100,00 T-DKK 15.002 3.179
RENOLIT Belgium N.V., Oudenaarde (Belgien) 99,9962 T-EUR 640 -956
RENOLIT Iberica S.A., Barcelona (Spanien) 100,00 T-EUR 37.827 4.871
RENOLIT Portugal Ltda., Póvoa Santa Ida (Portugal) 100,00 T-EUR 473 61
RENOLIT GOR S.p.A., Buriasco (Italien) 100,00 T-EUR 11.227 979
APPL GOR PVT. Ltd., Pune (Indien) 51,00 T-INR n/a n/a
Changzhou Wood-Stock Co., Ltd., Jiangsu (China) 15,00 T-CNY 40.399 -1.804
Beijing Wood-Stock Automotive Interior Trimming Material Co., Ltd., Beijing (China) 50,00 T-CNY 5.897 -510
RENOLIT Italia S.r.l., Padova (Italien) 100,00 T-EUR 8.874 1.474
RENOLIT Milano S.r.l., Mailand (Italien) 100,00 T-EUR 2.306 -72
RENOLIT Hungary LLC, Budapest (Ungarn) 96,67 T-HUF 193.833 51.252
Sifmar S.A., Iudenaarde (Belgien) 99,99 T-EUR 418 15
OOO RENOLIT RUS, Moskau (Russland) 95,00 T-RUB 72.065 -144
TOW RENOLIT Sales, Kiew (Ukraine) 95,00 T-UAH 4.978 102
RENOLIT India Private Limited, Gurgaon (Indien) 1) 99,998 T-INR n/a n/a
Changzhou Wood-Stock Co., Ltd., Jiangsu (China) 36 T-CNY 40.399 -1.804
Beijing Wood-Stock Automotive Interior Trimming Material Co., Ltd., Beijing (China) 50 T-CNY 5.897 -510

1) Für das Geschäftsjahr 2018 liegen noch keine Daten vor

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RENOLIT SE, Worms

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RENOLIT SE, Worms, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RENOLIT SE, Worms, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 22. Februar 2019

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

(Dr. Düll) Wirtschaftsprüfer

(Dietz) Wirtschaftsprüfer

Unserem Auftrag lagen die "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" vom 1. Januar 2017 zugrunde. Durch Kenntnisnahme und Nutzung bestätigt jeder Empfänger, die dort getroffenen Regelungen (einschließlich der Haftungsregelung unter der Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen) zur Kenntnis genommen zu haben, und erkennt deren Geltung im Verhältnis zu uns an.

Für Veröffentlichungen und die Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts der RENOLIT SE, Worms, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 in einer von der testierten Fassung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten schriftlichen Zustimmung, falls dabei der von uns erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis darauf erfolgt.

Feststellung des Jahresabschlusses

der RENOLIT SE, Worms

Der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2018 wurde von der Hauptversammlung am 9. Mai 2019 festgestellt.

Gewinnverwendungsbeschluss

der RENOLIT SE, Worms

Auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat wurde beschlossen:

Der Bilanzgewinn in Höhe von EURO 104.920.751,42 wird wie folgt verwendet:

EURO 20.020.000,00 (d.h. je nennwertlose Stückaktie EURO 0,91) werden als Dividende gezahlt und EURO 84.900.751,42 werden auf neue Rechnung vorgetragen.

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2018

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erstatten nachstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2018 und des Gewinnverwendungsvorschlags für das Geschäftsjahr 2018 sowie über die Prüfung des Konzernabschlusses der Renolit SE zum 31.12.2018.

1. Prüfungsunterlagen und Auskünfte

Folgende Unterlagen wurden eingesehen, soweit sie den Gegenstand der Prüfung betreffen:

Jahresabschluss zum 31.12.2018

Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018

Konzernabschluss zum 31.12.2018

Die Mitglieder des Vorstands haben uns alle erbetenen Auskünfte bereitwillig erteilt. Der Aufsichtsrat hat Falk GmbH & Co KG mit Schreiben vom 14.11.2018 mit der Prüfung des Jahresabschlusses auf den 31.12.2018 beauftragt. Der Aufsichtsrat stand im Verlauf der Abschlussprüfung in Kontakt mit der Falk GmbH & Co KG bzw. dem zuständigen Wirtschaftsprüfer Dr. Düll und hat sich über die Schwerpunkte der Prüfung und die wesentlichen Feststellungen informiert.

2. Der Jahresabschluss zum 31.12.2018 und der Lagebericht 2018 sowie der Konzernabschluss zum 31.12.2018 und der Konzernlagebericht 2018 wurden von der FALK GmbH & Co KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Heidelberg, geprüft.

Die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2018 und des Lageberichts 2018 hat zu keinen Einwendungen geführt.

Die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31.12.2018 und des Konzernlageberichts 2018 hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwänden geführt: Entgegen IAS 24.17 wurde im Konzernanhang die Angabe der Vergütungen für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen nicht gemacht.

Die Rechnungslegung des Geschäftsjahres 2018 wurde im erforderlichen Umfang geprüft. Der Gewinnverwendungsbeschluss enthält die erforderlichen Angaben, Einwendungen haben sich nach dem Ergebnis unserer Überprüfung nicht ergeben.

Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres über die Lage der Gesellschaft sowohl mündlich als auch schriftlich unterrichten lassen. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Es haben zwei ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates am 9.5.2018 und 29.11.2018 stattgefunden.

3. Schlusserklärung

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung ergeben sich keine Anhaltspunkte für Einwendungen, die der Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2018 und dem Beschluss über die Gewinnverwendung für 2018 sowie der Billigung des Konzernabschlusses zum 31.12.2018 entgegenstehen.

 

Worms, den 9. Mai 2019

(Vorsitzender des Aufsichtsrats)

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