Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 108283
Vorher
Erfurter Teigwaren GmbH
Eingetragen
5.7.2006
Branche
Herstellung von TeigwarenHerstellung von Stärke und StärkeerzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von Teigwaren aller Art, der Handel mit Nahrungs- und Genussmitteln aller Art- im In- und Ausland - sowie die Verwertung von Patenten und sonstigen Schutzrechten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Gräfe
seit 19.5.2025
Prokura
Christoph Müller
seit 3.4.2024
Geschäftsführer
Christin Bläsing
seit 29.11.2023
Prokura
Olaf Richtscheid
seit 1.12.2022
Geschäftsführer
Michael Molsberger
seit 1.12.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PHOT GmbH
Germany
52.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Erfurter Teigwaren GmbH

Erfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir stellen Standard-Nudeln aus Hartweizengriess mit und ohne Ei sowie Dinkelnudeln her. Es erfolgt der Einsatz von konventionellen als auch von Bio-Rohstoffen. Hierbei produzieren wir ausschließlich Handelsmarken, es gibt keine eigene Marke. Die Konzentration liegt dabei auf dem Absatz von Massenartikeln an den deutschen LEH. Darüber hinaus zählen zu den Zielmärkten auch industrielle Weiterverarbeiter sowie einige unter Logistikgesichtspunkten ausgewählte Exportmärkte. Auf die Herstellung von Nischenprodukten und Produkten die kleinere Produktionschargen haben wird aus grundsätzlicher Erwägung verzichtet.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die gemeinsame Umsetzung von Produktanpassungen mit unseren Kunden. Eine typische Forschung und Entwicklung ist bei dem Produkt Nudeln für uns nicht angebracht.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Marktsituation ist dauerhaft gekennzeichnet durch einen sehr starken Verdrängungswettbewerb. Die Preisaggressivtät ist mittlerweile bei den deutschen Herstellern im Eierteigwarensegment genau so groß wie bei den italienischen Herstellern im Bereich Pasta. Wesentlichen Einfluss haben dabei die Rohstoffsituation und die von den Unternehmen diesbezüglich angewandte Risikopolitik, sowie die logistische Aufstellung.

Der Markt für getrocknete Teigwaren setzt sein leichtes, kontinuierliches Wachstum fort. Zu beobachten ist, dass das Wachstum für Nischenprodukte (z.B. glutenfrei, Nudeln aus Sonderrohstoffen wie z.B. rote Linsen) stärker ist als für "normale" Nudeln. Durch die Corona-Lockdowns hat es einen starken Nachfrageanstieg für Nudeln im LEH gegeben, zu Lasten des GV-Marktes.

Die aktuellen politischen Rahmenbedingungen sind stabil. Einflüsse auf unser Geschäftsmodell können wir nicht erkennen.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist coronabedingt geprägt durch einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Dies beeinflusst das für uns relevante Verbraucherverhalten jedoch nicht. Durch die geringe Arbeitslosigkeit gestaltet sich die Gewinnung von Mitarbeitern schwierig.

2. Geschäftsverlauf

Mit dem Verlauf des Jahres 2020 sind wir zufrieden.

Es ist gelungen, die Produktion nahezu komplett auszulasten. Dies ist vor allem bedingt durch Zusatzaufträge auch mit neuen Kunden. Unterstützt wurde dies auch durch coronabedingten Mehrbedarf im LEH.

Für 2020 wurde mit einer Umsatzsteigerung auf ca. 62.500 TEUR geplant, die um ca. 8.500 TEUR überschritten wurde.

Der Mitarbeiteraufbau und die technische Integration der neuen Anlagen wurden in 2019 abgeschlossen. Die Prozesse und Technik haben sich in 2020 im Volllastbetrieb komplett bewährt. Alle Auditierungen wurden sehr erfolgreich bestanden.

Der Materialaufwand ist analog zum Umsatz deutlich gestiegen.

Die Personalkosten sind aufgrund des Mitarbeiteraufbaus und angepasster Löhne auf 5.819 TEUR gestiegen.

Die Kosten der Warenabgabe haben sich proportional zum Umsatz entwickelt.

Bei den Abschreibungen und sonstigen Kosten gibt es keine abweichenden Entwicklungen.

Das Ergebnis vor Steuern ist erstmals nach der Erweiterung deutlich positiv und liegt über unserer Base Case Planung. Ohne die negativen Effekte im Nachgang des Mühlenbrandes unseres Hauptlieferanten, hätten wir unsere Best Case Planung deutlich übertroffen.

Wir befinden uns mit der Firma Roland Mills in intensiver Auseinandersetzung auf Grund unterschiedlicher Auffassungen im Rahmen der Kosten für die von Roland Mills durchgeführten Ersatzbeschaffungen nach dem Brand. Alle Versuche einer Einigung, die wir intensiv auch unter Einbindung unserer Gesellschafter initiiert haben, sind bislang ins Leere gelaufen. Den Grund hierfür sehen wir vor allem in unklaren Entscheidungsabläufen und Zuständigkeiten bei Roland Mills. Mittlerweile sind die Folgekosten des Streites (auf beiden Seiten) höher, als der ursprüngliche Streitwert. Wann hier eine Klärung erfolgt kann nicht prognostiziert werden.

Im Ergebnis 2020 sind ca. 100 TEUR Anwaltskosten enthalten. Darüber hinaus sind 650 TEUR Versicherungsentschädigung gebucht, die für anfängliche Produktionsstillstände nach dem Brand von unserer Versicherung bezahlt wurden. Dieser Betrag entspricht dem Ertragsausfall und muss daher komplett operativ gewertet werden. Sonstige Forderungen, die uns nach unserer Rechtsauffassung zustehen sind nicht gebucht. Das bedeutet, dass der Jahresabschluss keinerlei juristische Chancen enthält. Die Forderungen von Roland Mills hingegen sind vollumfänglich gebucht, so dass alle Risiken im Jahresabschuss enthalten sind. In anderen Worten, sollten wir den Prozess komplett verlieren, ändert dies nichts am Ergebnis. Sollten wir ihn gewinnen, würde dann ein Zusatzertrag entstehen, der zum Zeitpunkt der Entscheidung realisiert würde. Die von uns noch nicht beglichenen Forderungen von Roland Mills sind in den Rückstellungen gebucht. Für die Zahlung steht jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist unverändert gut.

a. Ertragslage

Die Ertragslage ist durch die quasi Vollauslastung zufriedenstellend und wäre ohne die Auseinandersetzung mit Roland Mills gut.

b. Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr gut zu bezeichnen. Die Verschuldung gegenüber Kreditinstituten ist durch die Regeltilgungen deutlich gesunken. Die Kreditlinien für das laufende Geschäft sind ausreichend und bieten genügend Spielraum für notwendige Schwankungen bei Umsatz und Beständen.

Durch unser Finanzmanagement gibt es weder überfällige Verbindlichkeiten noch Forderungen.

Der Anteil des Eigenkapitals inkl. Sonderposten am Gesamtkapital hat sich durch das Ergebnis von 33,7% auf 35,1% erhöht.

c. Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr unwesentlich verändert. Durch die Abschreibungen hat sich das Anlagevermögen entsprechend verringert. Die Vorräte haben sich durch hohe Umsätze im November und Dezember deutlich verringert.

Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir in gesundem Rahmen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung diverse Kennzahlen, ausgehend von unserem Management-Informations-System, heran.

Die für uns wesentlichsten Leistungsindikatoren sind Stillstandszeiten und Ausbeuten, die wir dauerhaft ermitteln und Maßnahmen ableiten. Dies kombiniert mit genau kalkulierten Aufträgen, einer soliden Rohstoffdeckungspolitik und dem Bestreben nach der totalen Vollauslastung sind die Grundlage für den Erfolg.

5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Daneben nutzen wir für alle weiteren Belange der Firma als Entscheidungsgrundlage vielfältige nicht finanzielle Leistungsindikatoren.

Die wesentlichen liegen hier in folgenden Bereichen: Energie- und Umweltschutz, Mitarbeiterzufriedenheit, Mitarbeiterfluktuation, Lagerauslastung, Kundenzufriedenheit, Lieferquoten und Lieferantenbeurteilungen.

III. Prognosebericht

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Unsere Konzentration liegt komplett auf der Erreichung maximaler Auslastung bei ständiger Optimierung aller internen Abläufe.

Für 2021 gehen wir von einer Gesamtauslastung von ca. 98% aus. Dies bedeutet, dass es uns gelungen ist, die Zielmarke einer Produktion von deutlich über 100.000 to zu erreichen.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Dies hängt mit unserer Leistungsfähigkeit in einem weiterhin wachsenden Markt zusammen und dem weiter zunehmenden Vertrauen unsere Kunden in unsere Verlässlichkeit und Leistungsfähigkeit.

Die Netto-Umsatzerlöse 2020 betrugen ca. TEUR 71.000. Aufgrund vorhandener Aufträge gehen wir für 2021 von einer Umsatzsteigerung von ca. 10% aus.

Wir planen für das Jahr 2021 mit einem deutlich positiven Ergebnis.

Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a. Branchenspezifische Risiken:

Es sind immer die gleichen Risiken, die einen Einfluss haben. Der risikopolitische Umgang von Konkurrenzunternehmen mit immer stärker volatilen Rohstoffmärkten. Dies bedeutet, dass viele Nudelhersteller feste Preise an die Kunden abgeben, den Rohstoff dazu aber nicht decken und damit eine spekulative Preisbildung statt einer betriebswirtschaftlich kalkulierten stattfindet.

Wir sind eines der wenigen Unternehmen, die eine strikte Risikopolitik betreiben. Um aber am Markt zu bestehen, müssen wir uns den teilweise spekulativ ermittelten Marktpreisen anpassen.

b. Ertragsorientierte Risiken

Ertragsorientierte Risiken sehen wir v.a. in der juristischen Auseinandersetzung mit Roland Mills. Hier muss mit Anwalts- und Gerichtskosten gerechnet werden. Ebenfalls könnte sich dies auf künftige Rohstoffbeschaffungen auswirken, da man nicht mehr so partnerschaftlich an Optimierungen arbeitet. Unsere intern beeinflussbaren Parameter haben wir vollständig im Griff. Externe Einflussfaktoren mit negativer Auswirkung könnten im Bereich Energie- und Transportkosten entstehen, die nur teilweise und mit Verzögerung in die Abgabepreise eingerechnet werden könnten. Mittelfristig muss das Thema weitere Mindestlohnerhöhung als Risiko betrachtet werden.

c. Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der sehr stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens, verbunden mit einer sehr guten Vertrauensstellung bei unseren Finanzpartnern, sind Liquiditätsrisiken nicht erkennbar.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten als auch in unserem eigenen Unternehmen durch.

Dem starken Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Verlässlichkeit, marktgerechte Preise und ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Durch unsere zentrale geografische Lage könnten Verteuerungen im Logistikbereich - zeitversetzt - einen Wettbewerbsvorteil für uns bringen.

Weitere Chancen bieten die Reduzierung der Produktpalette und damit die Möglichkeit einer noch größeren Ausbringungsmenge.

Im Bereich Dinkelnudeln wollen wir zusammen mit unserem Lieferpartner weiter expandieren.

Eine große Chance sehen wir auch in dem Abschluss der Auseinandersetzung mit Roland Mills.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld und stark volatilen Rohstoffpreisen. Wir sind zuversichtlich unsere Vollauslastung zu behalten und sogar noch weiter auszubauen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und Leistungsfähigkeit sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen nur klassisch konservative Instrumentarien. Wertpapier- und Währungsgeschäfte werden grundsätzlich nicht betrieben.

Die Gesellschaft verfügt über einen sehr solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle gibt es gar nicht. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit den Kunden.

Verbindlichkeiten werden immer innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Wir arbeiten mit unseren Lieferanten partnerschaftlich und langfristig zusammen.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein langfristiger Liquiditätsplan permanent aktualisiert.

Zur Verhinderung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Erfurt, 28. Januar 2021

Erfurter Teigwaren GmbH

Gerhard Gabel, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 44.004.395,75 46.663.911,91
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 122.482,00 168.790,00
1. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 122.482,00 168.790,00
II. Sachanlagen 43.881.913,75 46.495.121,91
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.913.515,11 17.375.839,11
2. technische Anlagen und Maschinen 24.350.998,00 26.158.872,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.593.479,00 2.907.986,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.921,64 52.424,80
B. Umlaufvermögen 8.116.572,46 7.538.134,61
I. Vorräte 5.076.623,62 5.511.164,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.023.636,35 2.021.364,56
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 594.986,98 577.424,06
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.357.086,82 1.268.715,78
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 16.312,49 5.605,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 214.250,69 199.832,09
Bilanzsumme, Summe Aktiva 52.335.218,90 54.401.878,61

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 9.995.206,56 9.523.256,15
I. gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Kapitalrücklage 7.225.000,00 7.225.000,00
III. Gewinnvortrag 2.246.256,15 3.990.350,27
IV. Jahresüberschuss 471.950,41 -1.744.094,12
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 8.355.567,00 8.784.894,84
C. Rückstellungen 5.790.031,75 442.772,00
D. Verbindlichkeiten 28.194.413,59 35.650.955,62
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.260.369,20 28.192.391,31
2. sonstige Verbindlichkeiten 5.934.044,39 7.458.564,31
davon aus Steuern 68.205,53 55.996,71
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.449,15 8.101,98
Bilanzsumme, Summe Passiva 52.335.218,90 54.401.878,61

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 17.678.789,06 13.210.874,25
2. Personalaufwand 5.819.263,03 5.374.493,95
a) Löhne und Gehälter 4.771.599,98 4.372.170,30
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.047.663,05 1.002.323,65
davon für Altersversorgung 20.539,76 23.120,61
3. Abschreibungen 3.429.595,55 3.344.136,09
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.429.595,55 3.344.136,09
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.232.261,36 5.484.328,21
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.339,93 18.838,76
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 731.265,12 758.138,12
7. Ergebnis nach Steuern 485.743,93 -1.731.383,36
8. sonstige Steuern 13.793,52 12.710,76
9. Jahresüberschuss 471.950,41 -1.744.094,12

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Erfurter Teigwaren GmbH hat ihren Sitz in Erfurt. Sie ist im Handelsregister des Amtsgericht Jena unter HRB 108283 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

Einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern.

Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger nutzungsbedingter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

2. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten oder zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten werden über die retrograde Methode ermittelt.

3. Forderungen und sonstige Vermögengegenstände

Diese werden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigung berücksichtigt.

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme (Erfüllungsbetrag) ausgewiesen.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter der Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögengegenstände

Die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin LPM ETW Management GmbH belaufen sich zum 31. Dezember 2020 auf TEUR 595. Zudem bestehen Forderungen gegenüber Mitarbeitern mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr zum 31. Dezember 2020 in Höhe von TEUR 67.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Erfurter Teigwaren GmbH beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 52.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für noch ausstehende Rechnungen gebildet.

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR:

Restlaufzeit Insgesamt Gesicherte Beträge Art und Form der Sicherheit
unter 1 Jahr
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
größer 5 Jahre
TEUR
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.516 17.745 6.679 22.260 22.260 Grundschuld
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.950 0 0 2.950
sonstige Verbindlichkeiten 810 1.425 215 2.234
Darlehen 0 750 0 750
Summe 8.276 19.920 6.894 28.194

6. Geschäftssegmente

Unsere Absätze sind (mengenmäßig) wie folgt aufgeteilt:

Lebensmitteleinzelhandel 95%
Industrielle Weiterverarbeiter + GV 5%
Inland 89%
Export 11%
Nudeln mit Ei 27%
Nudeln ohne Ei 73%
Nudeln aus konventionellem Rohstoff 95%
Nudeln aus Bio-Rohstoffen 5%
Nudeln aus Hartweizen 97%
Nudeln aus anderen Rohstoffen 3%

IV. Sonstige Angaben

1. Factoring

Die Gesellschaft hat einen Factoringvertrag zum Zweck der Verbesserung des Cashflows abgeschlossen. Hinsichtlich des Anteils der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der veräußert wurde, übernimmt der Factor das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Debitors in Höhe von 100 Prozent der Nettoforderung. Hierdurch verbleiben keine wesentlichen Chancen und Risiken im Unternehmen. Ohne Factoring wären die Forderungen zum Bilanzstichtag um TEUR 9.081 höher.

2. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar im Geschäftsjahr 2020 (TEUR 29,4) setzt sich zusammen aus Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 18 sowie Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 11,4.

3. Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl setzte sich im Jahresdurchschnitt zusammen aus:

Gewerbliche Mitarbeiter 89
Angestellte 39
Auszubildende 27
155

4. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung erfolgte durch Herrn Gerhard Gabel, Erfurt.

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, sind nicht eingetreten.

6. Gesamtbezüge Geschäftsführer

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

 

Erfurt, den 29. Januar 2021

Erfurter Teigwaren GmbH

Die Geschäftsführung

Gerhard Gabel

Anlagespiegel

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 283.064,53 1.964,68 0,00 285.029,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke. grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.619.349,39 28.667,15 0,00 19.648.016,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 41.539.176,75 674.796,48 340.302,81 41.926.095,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.990.331,77 68.764,44 101.334,08 4.957.762,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 52.424,80 23.921,64 0,00 23.921,64
Summe Sachanlagen 66.201.282,71 796.149,71 441.636,89 66.555.795,53
Summe Anlagevermögen 66.484.347,24 798.114,39 441.636,89 66.840.824,74
Abschreibungen
Stand am 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 114.274,53 48.272,68 0,00 162.547,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke. grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.243.510,28 490.991,15 0,00 2.734.501,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.380.304,75 2.535.092,28 340.299,81 17.575.097,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.082.345,77 355.239,44 73.302,08 2.364.283,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 19.706.160,80 3.381.322,87 413.601,89 22.673.881,78
Summe Anlagevermögen 19.820.435,33 3.429.595,55 413.601,89 22.836.428,99
Buchwerte
Stand am 31.12.2020
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 122.482,00 168.790,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke. grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.913.515,11 17.375.839,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.350.998,00 26.158.872,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.593.479,00 2.907.986,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.921,64 52.424,80
Summe Sachanlagen 43.881.913,75 46.495.121,91
Summe Anlagevermögen 44.004.395,75 46.663.911,91

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.02.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Erfurter Teigwaren GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Erfurter Teigwaren GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Erfurter Teigwaren GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 5. Februar 2021

Cordes + Partner GmbH
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Christian Harms, Wirtschaftsprüfer

Torben Schaaf, Wirtschaftsprüfer

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