Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 186219
Vorher
Share Foods GmbH
Eingetragen
27.4.2017
Branche
BeteiligungsgesellschaftenBauträger für WohngebäudeHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Lebensmitteleinzelhandelsprodukten und Konsumgütern, sowie die Finanzierung von sozialen Projekten und Einrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniela Eder
seit 8.5.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Thomas Raum-Baum
seit 11.4.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (12)

NameAnteil
4.60%
1.64%
B****** H****
1.24%

Ungelöste Beteiligungen (7)

NameAnteil
Döhler Ventures GmbHEigenbeteiligung
10.54%

Gesellschafter
Beta

10 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 10 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Creadev International SAS
France
19.980 €
35.91%
Sebastian Stricker UG (haftungsbeschränkt)
Germany
15.911 €
28.59%
Döhler Ventures GmbH
Germany
5.867 €
10.54%
Bitburger Ventures GmbH
Germany
4.743 €
8.52%
Rocky Venture Capital Gesellschaft mbH
Germany
3.824 €
6.87%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

share GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die share GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der share GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der share GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 2. August 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Ralf Bierent, Wirtschaftsprüfer

Danijela Mijatov, Wirtschaftsprüferin

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlegende Informationen über das Unternehmen

A. Allgemeines und Geschäftsmodell

Die share GmbH wurde am 27. April 2017 als Share Foods GmbH gegründet und in Berlin im Handelsregister eingetragen. Gegenstand des Unternehmens sind die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Lebensmitteleinzelhandelsprodukten sowie die Finanzierung von sozialen Projekten und Einrichtungen. Im November 2018 wurde das Geschäftsmodell um die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Konsumgütern erweitert. Um diesem Anspruch auch sprachlich gerecht zu werden, wurde im November 2018 die Umfirmierung zu share GmbH beschlossen und am 7. Januar 2019 im Handelsregister eingetragen.

B. Unternehmensentwicklung

Die share GmbH übernimmt eine der Vorreiterrollen, wie der Vertrieb von Lebensmitteleinzelhandelsprodukten und Konsumgütern die Finanzierung von sozialen Projekten und Einrichtungen ermöglicht und mit ihr in eine direkte Verbindung gebracht werden kann. Die Gesellschaft folgt der Mission, für jedes verkaufte Produkt eine gleichartige Hilfeleistung an eine bedürftige Person bereitzustellen.

2018 kamen mit Mineralwasser, Riegeln und Seife die ersten share-Produkte auf den Markt. Alltagsbegleiter, mit denen Menschen erstmals einfach, automatisch und unmittelbar beim Einkaufen Gutes tun können. Jedes Wasser spendet einen Tag Trinkwasser, jeder Riegel eine Mahlzeit und jede Seife eine Hygieneleistung. Ende 2023 vertrieb die share GmbH knapp 100 verschiedene Produkte in den Kategorien Getränke, Ernährung, Hygiene und Schreibwaren. Darüber hinaus wurden Kooperationen mit der Mister Spex GmbH, der ING DiBa AG und der congstar GmbH in den Bereichen Brillen und Sonnenbrillen, Bankwesen und Telekommunikation aufgenommen. Des Weiteren wurde Ende des Jahres bezüglich der Kategorie Schreibwaren ein Lizenzvertrag mit der Firma edding Vertrieb GmbH geschlossen, mit welchem die Kategorie Schreibwaren exklusiv an edding Vertrieb GmbH lizenziert wurde.

Neben der Optimierung des Produktsortiments bildeten die kontinuierliche Ausweitung des Distributionsnetzes und die Gewinnung neuer Vertriebspartner strategische Wachstumsfelder. Neben dem Vertrieb in Deutschland, Österreich und in Tschechien wurden Produkte in Spanien und der Schweiz gelauncht. Darüber hinaus wurde der B2C-Bereich ausgeweitet, in dem Produkte über den eigenen Onlineshop sowie Amazon an Endkonsument:innen vertrieben wurden.

Seit 2018 ist die share GmbH B Corp zertifiziert und damit als soziales Unternehmen geprüft und ausgezeichnet. Im ersten Halbjahr 2023 wurde die Gesellschaft zum zweiten Mal unter die besten 5 Prozent der B Corps gewählt, die erheblichen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.

In den ersten sechs Geschäftsjahren konnte die share GmbH insgesamt 47 Mio. Mahlzeiten, 35 Mio. Hygieneprodukte und -leistungen, 80 Mio. Tage Trinkwasser und 4 Mio. Schulstunden finanzieren.

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Während im Jahr 2022 trotz Inflation (6,9 %) die preisbereinigten Konsumausgaben in Deutschland stiegen (3,4 %) 1 , ging der Konsum privater Haushalte in Deutschland im Jahr 2023 um zurück. 2 Im Jahresdurchschnitt sind die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahr 2023 um weitere 5,9 % im Vergleich zum Jahr 2022 gestiegen. 3 Das Statistische Bundesamt veröffentlichte, dass die preisbereinigten Konsumausgaben der privaten Haushalte in Deutschland daraufhin um 0,80 % gegenüber dem Vorjahr sanken. 4

Im Lebensmitteleinzelhandel sind die preis- und saisonbereinigten Umsätze seit über zwei Jahren rückläufig. Da die nominalen Umsätze jedoch gestiegen sind, deutet das darauf hin, dass die Konsument:innen weniger Lebensmittel gekauft haben, durch die Inflation jedoch mehr Geld dafür ausgeben mussten. 5

B. Geschäftsverlauf

Die Gesamtentwicklung der share GmbH im Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch eine weitreichende Restrukturierung in verschiedenen Geschäftsbereichen, insbesondere Kostenreduktionen in Sach- und Personalkosten, sowie Investitionen in neue Geschäftsfelder. Die Maßnahmen wurden vor dem Hintergrund getroffen, in den Jahren 2024 und 2025 den Weg zur Profitabilität zu bereiten. So wurden beispielsweise weniger margenstarke Sortimentsbereiche eingestellt und damit bewusst Umsatzrückgänge in Kauf genommen. Auch wurde der Sortimentsbereich Schreibwaren an den starken Industriepartner edding Vertrieb GmbH lizenziert. Dementsprechend reduzierten sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 19 % auf TEUR 29.630 (Vorjahr: TEUR 36.501). Dieser Wert lag unter dem geplanten Umsatz. Trotz des unterproportionalen Rückgang des Wareneinsatzes (16 %), ist das Rohergebnis ebenfalls um 19 % auf TEUR 7.675 (Vorjahr: TEUR 9.485) aufgrund des Anstieges der Sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 707) gesunken. Das EBITDA lag trotz erhöhter Personalaufwendungen (TEUR 1.049) aufgrund der Einsparungen im Bereich Sonstige betriebliche Aufwendungen (TEUR 4.197) mit TEUR -11.157 (Vorjahr: TEUR - 12.495) leicht über dem Vorjahreswert. Dies war jedoch unter dem geplanten Wert. Aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibungen der Vorräte (TEUR 1.572) belief sich der Jahresfehlbetrag auf TEUR 12.878 (Vorjahr: TEUR 12.618).

1 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 106 vom 15. März 2023,
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/03/PD23_106_811.html
2 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024,
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html
3 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024,
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html
4 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024,
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
5 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 344 vom 31. August 2023,
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/08/PD23_344_45212.html

Im Geschäftsjahr 2023 wurden zwei neue Geschäftsfelder gestartet, die den Eintritt der Marke share in den Dienstleistungssektor markieren: Zum einen wurde in Kooperation mit der ING DiBa AG das Girokonto Future erfolgreich gestartet. Mit diesem Girokonto unterstützen Kund:innen monatlich mit einem Euro ein Förderprojekt und können durch eine Aufrundungsfunktion bei jeder Kartenzahlung das Förderprojekt zusätzlich unterstützen. Zum anderen wurden in Zusammenarbeit mit der congstar GmbH zwei Prepaid Mobilfunktarife unter dem Markennamen "share mobile" gestartet.

Die Investitionen in die Entwicklung sind im Geschäftsjahr 2023 durch die Neuausrichtung und die Restrukturierung geringer ausgefallen. Zum Ende des Geschäftsjahres waren 10 Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 16 Mitarbeiter:innen) in den Abteilungen Produktentwicklung, Research und Data Analytics angestellt. Es wurden Fremdleistungen für die Entwicklung und Verbesserung von Produkten und Prozessen in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 358) in Anspruch genommen. Es wurden keine Entwicklungskosten aktiviert.

1. Ertragslage

in EUR 2023 2022 Abweichung
Umsatzerlöse 29.629.783,77 36.501.499,47 -6.871.715,70
Sonstige betriebliche Erträge 808.621,80 101.132,36 707.489,44
Materialaufwand -22.763.673,46 -27.117.695,91 4.354.022,45
Rohergebnis 7.674.732,11 9.484.935,92 -1.810.203,81
Personalaufwand -8.577.025,13 -7.528.018,73 -1.049.006,40
Marketingaufwand -4.524.194,37 -7.670.380,84 3.146.186,47
Verwaltungsaufwand (ohne Abschreibungen) -5.730.540,35 -6.781.681,80 1.051.141,45
EBITDA -11.157.027,74 -12.495.145,45 1.338.117,71
EBITDA-Marge in Prozent -37,65 -34,23
Abschreibungen -1.845.434,31 -119.708,32 -1.725.725,99
EBIT -13.002.462,05 -12.614.853,77 387.608,28
EBIT-Marge in Prozent -43,88 -34,56
Finanzergebnis 174.110,71 -3.043,25 177.153,96
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/Sonstige Steuern -49.509,12 -218,07 -49.291,05
Jahresfehlbetrag -12.877.860,46 -12.618.115,09 -259.745,37

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft Umsätze von EUR 29,6 Mio. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von EUR 6,9 Mio. im Vergleich zum Vorjahr. Die wichtigsten Umsatzbereiche bildeten dabei der Verkauf von Produkten in den Kategorien Ernährung, Getränke und Hygiene.

Der Anstieg der Sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 707) resultiert im Wesentlichen aus Erträgen aus der Kooperation mit der ING DiBa AG (TEUR 350), Erträgen aus Weiterberechnungen (TEUR 156) sowie Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 51).

Der Materialaufwand betrug im Betriebsjahr EUR 22,8 Mio., wovon EUR 2,1 Mio. auf den Lizenzaufwand im Zusammenhang der Förderung von sozialen Projekten entfiel.

Das Rohergebnis lag bei TEUR 7.675 und die Rohertragsquote bei 25 %.

Der Marketingaufwand zur Bewerbung einzelner Produkte und Produktkategorien umfasste EUR 4,5 Mio. Durch die Fokussierung auf Marketingmaßnahmen am POS ist der Marketingaufwand um EUR 3,1 Mio. gesunken.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,0 Mio. erhöht. Allerdings wurden im Laufe des Geschäftsjahres deutliche Personalreduzierungen vorgenommen, die dazu beitragen werden, dass der Personalaufwand im Jahr 2024 deutlich geringer ausfallen wird.

Durch die Restrukturierung ist der Verwaltungsaufwand gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,0 Mio. gesunken.

Das EBITDA erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.338 auf TEUR -11.157.

In den Abschreibungen ist eine Sonderabschreibung in Höhe von EUR 1,6 Mio. aufgrund ausgelisteter Hygieneprodukte enthalten.

Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf TEUR 12.879 (Vorjahr: 12.618).

2. Vermögenslage

in EUR 31.12.2023 31.12.2022 Abweichung
Aktiva
Anlagevermögen 620.739,32 780.073,39 -159.334,07
Vorratsvermögen 4.078.727,55 5.764.898,15 -1.686.170,60
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.425.730,30 3.672.211,85 -1.246.481,55
Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten 795.317,21 1.276.461,96 -481.144,75
Zahlungsmittel 8.550.359,71 17.265.946,96 -8.715.587,25
Summe Aktiva 16.470.874,09 28.759.592,31 -12.288.718,22
Passiva
Eigenkapital 11.476.865,10 24.354.725,56 -12.877.860,46
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1.741.783,11 506.032,63 1.235.750,48
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 3.252.225,88 3.898.834,12 -646.608,24
Summe Passiva 16.470.874,09 28.759.592,31 -12.288.718,22

Der Rückgang der Vorräte (TEUR 1.686) gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Sonderabschreibung von ausgelisteten Hygieneartikeln.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.246 aufgrund des Umsatzrückgangs reduziert.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände haben sich aufgrund eines geringeren Vorsteuerübergangs im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 644 reduziert.

Die share GmbH verfügte zum 31.12.2023 über ein Stammkapital in Höhe von EUR 55.646 und eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 43.200. Der Jahresfehlbetrag betrug TEUR 12.878. Zum Jahresende verfügte die Gesellschaft über einen Finanzmittelbestand in Höhe von TEUR 8.550.

Der Anstieg der Sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 311), in den Umlauf gebrachte Pfandfalschen (TEUR 182), für Personalkosten (TEUR 147) sowie auf die erstmalige Einstellung einer Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR 355).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 736 im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs des Materialaufwands gesunken.

Die share GmbH verfügt über eine stabile Finanz- und Liquiditätslage. Im Geschäftsjahr 2023 wurden zahlreiche Kostensenkungs- und Margenverbesserungsmaßnahmen durchgeführt, so dass für das Geschäftsjahr 2024 eine signifikante Reduzierung des Jahresfehlbetrages erwartet wird.

Darüber hinaus steht die Gesellschaft kontinuierlich mit neuen strategischen Kooperationspartnern und potenziellen Investoren in Kontakt.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsvereinbarungen vereinnahmt. Zur Absicherung gegen ein Liquiditätsrisiko wird ein regelmäßiger Cash-Flow-Plan erstellt, der alle Barmittel miteinbezieht und eine aktuelle Übersicht der Liquidität darstellt. Nach unserer Planung für das nächste Jahr ist mit etwaigen Liquiditätsengpässen nicht zu rechnen.

3. Personalentwicklung

Nach der Erweiterung des Produktportfolios sowie der Umsetzung der Internationalisierungsstrategie wurde adäquat auf das vorsichtige Konsumverhalten reagiert und sich im Rahmen einer Restrukturierung auf Prozessoptimierung und Personal im Kerngeschäft fokussiert. Zum Bilanzstichtag zählte das internationale Team 93 Mitarbeiter:innen und 3 Werkstudent:innen (Vorjahr: 115 Mitarbeiterinnen und 15 Werkstudent:innen). Zum 31.03.2024 betrug die Anzahl der Mitarbeitenden 66.

4. Finanzlage

Die liquiden Mittel waren im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt ausreichend, so dass die Gesellschaft stets in der Lage war, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

in EUR 31.12.2023 31.12.2022
Kapitalflussrechnung (verkürzt)
Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 17.265.946,96 8.180.271,99
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -8.775.797,71 -12.650.425,03
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -113.901,98 -712.818,36
Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit 174.112,44 22.448.918,36
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -8.715.587,25 9.085.674,97
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 8.550.359,71 17.265.946,96

Der Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres betrug EUR 17,3 Mio. Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Saldo von Rohergebnis und Personal- sowie Sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Im Berichtsjahr hat sich der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit um TEUR 3.874 gegenüber dem Vorjahr verbessert, was im Wesentlichen auf Einsparungen im Bereich Marketing- und Verwaltungsaufwendungen zurückzuführen ist. Das Geschäftsjahr endete mit einem Finanzmittelbestand von EUR 8,6 Mio.

III. Finanzielle Leistungsindikatoren

Umsatz

EBITDA

Wir nutzen für unsere interne Unternehmenssteuerung die o.g. Kennzahlen.

Es erfolgt eine monatliche Analyse dieser Kennzahlen mit Besprechung und Ableitung von Maßnahmen in der Geschäftsleitung.

IV. Vorjahresvergleich und Gesamtaussage

Die ursprüngliche Planung für das Jahr 2023 sah einen Fokus auf Umsatzwachstum vor. Dieser Fokus wurde im ersten Quartal 2023 durch den Aufsichtsrat revidiert und das Management wurde beauftragt, eine Restrukturierung durchzuführen, um die share GmbH innerhalb der nächsten zwei Jahre zur Profitabilität zu führen. Dies geschah unter anderem vor dem Hintergrund der weiterhin angespannten Investitionszurückhaltung von Eigenkapitalinvestoren.

Die Umsatzentwicklung liegt mit einem Rückgang von 19 % in Anbetracht der neuen strategischen Ausrichtung, der gesamtwirtschaftlichen Lage, der proaktiven Portfoliooptimierung sowie im Vergleich zu ähnlichen Unternehmen im zu erwartenden Rahmen. Das im Jahr 2022 für das Jahr 2023 erstellte Budget wurde somit verfehlt. Das ursprünglich für das Jahr 2022 geplante EBITDA wurde insbesondere durch Restrukturierungsaufwendungen verfehlt.

Durch die im Geschäftsjahr 2023 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen schätzen wir die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage als solide ein. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

V. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die share GmbH hat sich im zurückliegenden Geschäftsjahr trotz Portfoliooptimierung, Restrukturierung und herausfordernder gesamtwirtschaftlicher Lage als marktführend für "soziale" Produkte des täglichen Bedarfs behaupten können. Zum Bilanzstichtag vertrieb die Gesellschaft annähernd 100 Produkte in den Kategorien Getränke, Ernährung, Hygiene und Schreibwaren in den Ländern Deutschland, Österreich, Tschechien, Spanien und Schweiz. Die Produkte variieren von Grundnahrungsmitteln wie Wasser, Teegetränke, Tafelschokolade sowie Riegel und Pflanzendrinks in den Bereichen Getränke und Ernährung sowie zu Duschbädern, Seifen und Handcremes im Bereich Hygiene. Die Portfoliooptimierung, Kooperationen mit anderen Unternehmen sowie die Ausweitung der Verkaufsstellen und des Vertriebsnetzes bleibt auch für das Jahr 2024 eine wichtige Zielsetzung.

Der Fokus für das Jahr 2024 bildet die Break-even-Strategie mit dem Ziel, den Jahresfehlbetrag im Jahr 2024 sowie die Cash-Burn Rate im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu reduzieren. Gegebenenfalls auftretende Abweichungen zur Unternehmens- und Finanzplanung werden fortlaufend beobachtet und mit entsprechenden Maßnahmen begegnet.

Dank der hervorragenden Geschäftsbeziehungen zu marktführenden Vertriebs- und Kooperationspartnern verfügt die Gesellschaft über die besten Chancen, ihre Ziele zu erreichen.

Des Weiteren ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken für 2024. Als Risiken hervorzuheben sind die lang anhaltenden internationalen Konflikte, die Inflation sowie die generelle Zurückhaltung der Konsument:innen.

Das sich aus höheren Rohstoffpreisen ergebende Risiko wird von der Geschäftsführung als beherrschbar eingeschätzt, da die gestiegenen Einkaufspreise bisher erfolgreich durch Preiserhöhungen an Konsument:innen kompensiert werden. Des Weiteren wurde das Risiko durch Portfoliooptimierung und Rezepturveränderungen minimiert.

Um dem Fachkräftemangel zu entgegnen und dem Risiko von Personalmangel zu begegnen, werden Gehälter kontinuierlich der Inflation angepasst. Insgesamt schätzt die Geschäftsführung die aufgezeigten Risiken für das folgende Geschäftsjahr als bewältigbar und damit als nicht bestandsgefährdend ein.

VI. Prognosebericht

Die Geschäftsführung hat zum Ende des Geschäftsjahres 2023 eine detaillierte Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2024 aufgestellt. Es wird mit einem leichten Umsatzrückgang gerechnet. Darüber hinaus werden Kooperationen für neue und bestehende Geschäftsfelder mit renommierten Unternehmen validiert. Der Fokus liegt auf der Verbesserung der Deckungsbeiträge.

Für das Geschäftsjahr 2024 werden leicht rückläufige Umsatzerlöse aus dem FMCG Bereich erwartet, die teilweise durch höhere Umsätze insbesondere aus der Girokonto-Kooperation mit der ING DiBa AG kompensiert werden.

Durch die im Geschäftsjahr 2023 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen erwarten wir eine starke Erhöhung des EBITDA im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr.

Ziel dieser Planung ist es, der gesamtwirtschaftlichen Situation angemessen zu begegnen sowie den Weg für eine langfristige und unabhängige Finanzierung des Unternehmens zu sichern. Diese vom Beirat der Gesellschaft genehmigte Planung wird regelmäßig mit den Beiratsmitgliedern diskutiert und bei Bedarf angepasst.

Mit einer stabilen Geschäftsführung bestehend aus Ben Unterkofler und Thomas Baum sowie einem erweiterten Management mit Expertise im FMCG-Bereich ist die Gesellschaft für die weitere Entwicklung sehr gut aufgestellt. Über die Fokussierung auf die Kernbereiche sowie die Kooperationen mit renommierten Unternehmen wird das Unternehmen seine Marktführerschaft für den Verkauf von alltäglichen Produkten, die in einer 1:1 Logik soziale Projekte und Einrichtungen finanzieren, weiter ausbauen und sich darüber umso mehr als attraktiver Partner für große Marken positionieren.

 

Berlin, den 14.06.2024

Ben Unterkofler, Geschäftsführer

Thomas Baum, Geschäftsführer

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter der Nummer 186219 B eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kaufleute (§§ 242 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf. Hinsichtlich des Anhangs wurde von den Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch gemacht.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr keinen Betrag ausweisen, werden gem. § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

AKTIVA

Anlagevermögen

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 250,00 nicht übersteigen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 und nicht mehr als EUR 1.000,00 werden als Sammelposten im Rahmen der GWG-Poolregelung abgeschrieben.

Liegen für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Anhaltspunkte für eine dauernde Wertminderung vor, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

PASSIVA

Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, herausgegeben von der Deutschen Bundesbank, der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Zum Abschlussstichtag werden gem. § 256a HGB auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Vorsichtsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

Erläuterungen zur Bilanzposten und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Sonstigen Vermögensgegenstände stellt sich wie folgt dar:

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
EUR EUR
(Vorjahr EUR) (Vorjahr EUR)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.425.730,30 0,00
(3.672.211,85) (0,00)
437.652,49 11.321,22
Sonstige Vermögensgegenstände (1.081.961,25) (42.066,56)
2.863.382,79 11.321,22
Summe (4.754.173,10) (42.066,56)

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte Gezeichnete Kapital beträgt EUR 55.646,00.

Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 1.728 (Vorjahr: TEUR 506) und bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personalverpflichtungen (TEUR 680), ausstehende Rechnungen (TEUR 491), Rückstellung für Flaschenpfand (TEUR 246) sowie die Jahresabschlusserstellung und -prüfung (TEUR 55).

Verbindlichkeiten

Die Altersstruktur der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
EUR EUR
(Vorjahr EUR) (Vorjahr EUR)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.017.373,36 0,00
(3.753.658,76) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 228.002,61 0,00
(145.175,36) (0,00)
Summe 3.245.375,97 0,00
(3.898.834,12) (0,00)

Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens

Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufsvermögens entfallen vollständig auf abgeschriebene Handelswaren.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen mit einer Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren in Höhe von TEUR 816 (Nettobetrag ohne Umsatzsteuer). Davon entfallen TEUR 176 auf das nächste Berichtsjahr.

Haftungsverhältnisse

Eventualverbindlichkeiten oder andere nicht aus der Bilanz ersichtliche wesentliche Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 117 Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 121 Mitarbeiter:innen) beschäftigt. Die Arbeitnehmer lassen sich im Geschäftsjahr in folgende Gruppen aufteilen:

Angestellte 109
Werkstudenten 6
Leitende Angestellte 2

Geschäftsführung

Die Gesellschaft wurde durch folgende Geschäftsführer vertreten:

Familienname Vorname ausgeübter Beruf
Hammer Antonia Charlotte Silvia Betriebswirtin bis 23.3.2023
Baum Thomas CFO (Chief Financial Officer) seit 23.3.2023
Unterkofler Ben CGO (Chief Growth Officer) seit 23.3.2023
Flaitz Tobias CEO (Chief executive Officer) von 1.5.2023 bis 15.11.2023

Ein gesetzliches Aufsichtsorgan existiert nicht.

Bezüglich der Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB angewendet.

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß § 285 Nr. 33 HGB lagen nicht vor.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis der Gesellschaft soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, den 14.6.2024

Ben Unterkofler, Geschäftsführer

Thomas Baum, Geschäftsführer

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Rechte, Lizenzen und Software 495.617,32 600
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 31
495.617,32 (631)
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 125.122,00 149
620.739,32 (780)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 4.078.727,55 5.765
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.425.730,30 3.672
2. Sonstige Vermögensgegenstände 437.652,49 1.082
2.863.382,79 (4.754)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.550.359,71 17.266
15.492.470,05 (27.785)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 357.664,72 195
16.470.874,09 28.760

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 55.646,00 56
II. Kapitalrücklage 43.199.914,66 43.200
III. Verlustvortrag -18.900.835,10 -6.283
IV. Jahresfehlbetrag -12.877.860,46 -12.618
11.476.865,10 (24.355)
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 13.522,09 0
2. Sonstige Rückstellungen 1.728.261,02 506
1.741.783,11 (506)
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.017.373,36 3.754
2. Sonstige Verbindlichkeiten 228.002,61 145
- aus Steuern: EUR 173.372,33 (Vorjahr: TEUR 114) 3.245.375,97 (3.899)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 7.708,24 (Vorjahr: TEUR 15)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.849,91 0
16.470.874,09 28.760

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 29.629.783,77 36.501
2. Sonstige betriebliche Erträge 808.621,80 101
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 696,77 (Vorjahr: TEUR 1)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -20.428.592,56 -24.647
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.335.080,90 -2.470
-22.763.673,46 (-27.117)
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.217.597,23 -6.265
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.359.427,90 -1.263
- davon für Altersversorgung: EUR 40.660,18 (Vorjahr: TEUR 27) -8.577.025,13 (-7.528)
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -273.294,87 -120
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -1.572.139,44 0
-1.845.434,31 (-120)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.254.734,72 -14.452
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 695,43 (Vorjahr: TEUR 1)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 174.112,44 0
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1,73 -3
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -43.442,37 0
10. Ergebnis nach Steuern -12.871.793,71 -12.618
11. Sonstige Steuern -6.066,75 0
12. Jahresfehlbetrag -12.877.860,46 -12.618

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 (Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Rechte, Lizenzen und Software 745.709,34 104.571,88 0,00 30.539,07 880.820,29
2. Geleistete Anzahlungen 30.539,07 0,00 0,00 -30.539,07 0,00
776.248,41 104.571,88 0,00 0,00 880.820,29
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 239.338,82 9.388,92 0,00 0,00 248.727,74
1.015.587,23 113.960,80 0,00 0,00 1.129.548,03
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Rechte, Lizenzen und Software 145.361,02 239.841,95 0,00 385.202,97
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
145.361,02 239.841,95 0,00 385.202,97
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 90.152,82 33.452,92 0,00 123.605,74
235.513,84 273.294,87 0,00 508.808,71
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Rechte, Lizenzen und Software 495.617,32 600.348,32
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 30.539,07
495.617,32 630.887,39
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 125.122,00 149.186,00
620.739,32 780.073,39

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