Donau-Iller Bank eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm GnR 490120
Vorher
Ehinger Volksbank eingetragene GenossenschaftEhinger Volksbank eG
Eingetragen
25.9.1902
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; b) die Gewährung von Krediten aller Art; c) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; Immobilien sowie die Übernahme von Hausverwaltungen; i) Testamtensvollstreckung; j) der gemeinschaftliche Einkauf landwirtschaftlicher Bedarfsartikel; k) der gemeinschaftliche Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse; l) der Handel mit sonstigen Waren und Erbringung sonstiger Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Bayer
seit 8.1.2024
Prokura
Stefan Jörg Götz
seit 18.1.2023
Prokura
Vorstandsmitglied
Rolf Glökler
seit 13.2.2019
Prokura
Jost Grimm
seit 20.7.2018
Vorstandsmitglied
Thomas Freudenreich
seit 8.9.2014
Prokura
Heide Biermann
seit 4.7.2012
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Donau-Iller Bank eG

Ehingen Donau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die Donau-Iller Bank eG ist eine genossenschaftliche Bank, verwurzelt in dem südlichen Alb-Donau-Kreis. Die Donau-Iller Bank eG wird von 27.224 Mitgliedern, 45.678 Kunden und 190 Mitarbeitern getragen. Das Geschäftsgebiet der Bank umfasst insbesondere den südlichen Alb-Donau-Kreis sowie die Städte und Gemeinden, in denen die Bank Geschäftsstellen unterhält. Die Bank verfügt im südlichen Alb-Donau-Kreis neben der Hauptstelle in Ehingen über sieben regionale Hauptstellen, fünf Geschäftsstellen sowie zwölf SB-Geschäftsstellen. Die Genossenschaftsbank begleitet ihre Mitglieder, Privat- und Firmenkunden persönlich und partnerschaftlich und unterstützt sie bei der Verwirklichung ihrer Wünsche und Ziele sowie den Herausforderungen unserer Zeit. Das Eigengeschäft ist eine Ergänzung zum Kundengeschäft sowie zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung.

Die Bank gehört der BVR-Institutssicherung an. Das Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG Sicherungssystem tätig.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Die im Vorjahr eingetretene wirtschaftliche Schwächephase im Zuge des Ukrainekriegs dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands wurde im Jahr 2023 durch die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und dem eskalierenden Nahostkonflikt beeinträchtigt. Auf Grund dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr auf -0,3 %, nachdem es 2022 noch zugelegt hatte (+1,8 %).

Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte dämpfte. Die Privathaushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte sowie Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren weniger aus, trotz der vielfachen Lohn- und Gehaltssteigerungen und der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage.

Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+3,0 % nach +4,0 %). Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 % gesunken waren, abermals nach. Sie wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich, trotz eines witterungsbedingt günstigen Jahresauftakts, um 2,1 %.

Die staatlichen Einnahmen expandierten 2023 mehr als die Ausgaben. Befördert wurde das Einnahmenwachstum vor allem durch steigende Sozialbeiträge und höhere Verkaufserlöse, unter anderem aus Anhebungen von städtischen Gebühren und von Eintrittsgeldern für öffentliche Einrichtungen. Stärkste Treiber des Ausgabenwachstums waren Anpassungen bei den Renten und Pensionen sowie höhere Zinsaufwendungen. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum nominal kräftig gestiegenen Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5 % im Vorjahr auf 2,1 % nach.

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau (Vorjahr: 5,3 %).

Die Inflationsrate ist nach dem Höchststand im Vorjahr gesunken. Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen.

Die Finanzmärkte sehen den Zins- und Inflationsgipfel als erreicht an. Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die größten westlichen Notenbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve der USA (Fed), setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Beide Notenbanken erreichten damit 2023 und binnen unter achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Die US-Notenbank Fed beendete am 27. Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs bei einem Leitzinskorridor von 5,25 bis 5,5 %. Damit erhöhte die Fed ihre Zinsen 2023 noch um 100 Basispunkte, nachdem sie 2022 mit 425 Basispunkten das Gros ihrer geldpolitischen Reaktion auf den Inflationsschock bereits vollzogen hatte. Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4,0 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Aufgrund der weiterhin restriktiven Politik der Notenbanken stiegen die Renditen. In der Spitze erreichte die zehnjährige Bundesanleihe am 2. März 2023 eine Rendite von 2,75 %. Zum Jahresende lag die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bei 2,03 %.

Die europäische Gemeinschaftswährung (Euro) wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen um 200 Basispunkte erhöhte, während die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen um niedrigere 100 Basispunkte anhob.

Der Deutsche Leitindex DAX schloss nahe Rekordhoch. Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg vom 1. Januar bis zum 9. März 2023 um 12,3 % auf 15.633,21 Punkte. Anschließend erschütterte jedoch die Krise der US-Regionalbanken die Finanzmärkte, insbesondere die plötzliche Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank. Ende Juli notierte der DAX bereits bei 16.446,83 Punkten und damit 18,1 % über seinem Jahreseinstandswert. Eine Korrektur erreichte ihren Tiefpunkt mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, auf den Israel mit einer Militäroffensive gegen die Hamas im Gazastreifen antwortete. Der DAX verlor im Oktober 4,3 % und fiel damit auf 14.716,54 Punkte zurück. Zum Jahresende verstärkte sich die Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken, womit eine Belebung der Konjunktur im Jahr 2024 verbunden wäre. Der DAX legte von Anfang November bis Jahresende um 13,1 % zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab.

In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 697 Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft im Geschäftsjahr 2023 teilweise ausweiten. Im Vergleich zu den Vorjahren verlor das bilanzielle Kundengeschäft insgesamt jedoch an Dynamik. Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene Wirtschaftsschwäche dauerte in Deutschland das gesamte Jahr 2023 an. Sie war geprägt durch mehrere kräftige Leitzinsanhebungen und damit als Folge höhere Kreditzinssätze, aber auch durch einen gravierenden Fachkräftemangel und Materialengpässe sowie einen deutlichen Kaufkraftentzug als Ergebnis der nach wie vor hohen Teuerung. Dennoch konnten die deutschen Genossenschaftsbanken in diesem dämpfenden Wirtschaftsumfeld ihre Kreditvergabe steigern. So erhöhten sich die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken im Vorjahresvergleich um 20 Milliarden Euro auf 777 Milliarden Euro (+2,6 %). Die Entwicklung der Kundeneinlagen blieb stabil. Das gestiegene Zinsniveau eröffnete den Kunden erstmals seit der Negativ- und Nullzinsphase attraktive Anlagemöglichkeiten in klassischen Fest- und Termingeldern oder Sparbriefen. Im Ergebnis betrugen die Kundeneinlagen der Genossenschaftsbanken Ende 2023 860 Milliarden Euro (-0,2 %). Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 1.175 Milliarden Euro konstant. Den Genossenschaftsbanken ist es im Jahr 2023 gelungen, das bilanzielle Eigenkapital mit einem Plus von 3,2 % auf 64 Milliarden Euro zu steigern. Der Konsolidierungsprozess unter den Instituten setzte sich gegenüber dem Vorjahr fort. Im Vergleich zum Vorjahr betrieben 55 Banken neben dem Bankgeschäft auch das Warengeschäft (Vorjahr 62 Institute). Die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen um 4,8 % auf 17 Milliarden Euro. Die Mitgliederzahl ist rückläufig. Aktuell beträgt die Zahl der Mitglieder der Genossenschaftsbanken 17,8 Millionen (Vorjahr 17,9 Millionen).

Quellen: Rundschreiben des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) vom 24. Januar 2024, sowie Rundschreiben des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) vom 4. März 2024 und Rundschreiben des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) vom 6. März 2024

Die 126 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg haben sich im Jahr 2023 in einem anspruchsvollen Umfeld als verlässlicher Partner für ihre Mitglieder und Kunden präsentiert. So steigerten die genossenschaftlichen Institute im Südwesten ihr Kreditgeschäft im vergangenen Jahr um 2,7 % (3,6 Milliarden Euro) auf 136,4 Milliarden Euro. Auf der Einlagenseite verbuchten die Genossenschaftsbanken einen Zuwachs von 1,2 % auf 157,2 Milliarden Euro. Die addierte Bilanzsumme im Jahr 2023 blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 208,8 Milliarden Euro konstant.

Quelle: Präsentation Mitgliederversammlung des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands vom 4. März 2024

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserem Strategiepapier ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen.

Als Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme. Das Betriebsergebnis vor Bewertung (im betriebswirtschaftlichen Sinne) ist das um Bewertungsergebnisse und betriebswirtschaftlich außerordentliche Faktoren bereinigte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Das Betriebsergebnis vor Bewertung in dieser Definition kann vom aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleiteten Betriebsergebnis vor Bewertung gemäß Abschnitt B.4.a) abweichen.

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar.

Zur Sicherung der Liquiditätsfähigkeit der Bank gemäß der Liquidity Coverage Ratio (LCR) werden im Kontext angemessene liquide Mittel benötigt. Als Leistungsindikator für die Liquiditätsplanung dient die intern festgelegte LCR-Kennziffer, bestehend aus der aufsichtsrechtlichen Kennzahl (100 %) zzgl. eines internen Aufschlags (10 %).

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten.

Daneben haben wir als nichtfinanziellen Leistungsindikator unseren Mitarbeiterstamm definiert. Die Mitarbeiter sehen wir als wesentlichen Garanten für den Erfolg unserer Donau-Iller Bank eG.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Die Entwicklung der von uns definierten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Unser Betriebsergebnis vor Bewertung veränderte sich von TEUR 13.325 auf TEUR 13.794. Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS wurde mit 0,84 % geplant und betrug im Geschäftsjahr 0,87 % (Vorjahr 0,86 %). Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 60,8 % (Vorjahr: 60,0 %) und somit im Bereich der Planung und unter dem baden-württembergischen Verbandsdurchschnitt (63,4 %). Die Liquidity Coverage Ratio hat aufsichtsrechtlich einen täglichen Mindestwert von 100 %. Die Donau-Iller Bank eG hat einen täglichen Mindestwert von 110 % festgelegt. Im Geschäftsjahr 2023 war der niedrigste Wert 114,4 %.

Die Entwicklung aller Leistungsindikatoren liegt im Rahmen unserer Erwartungen.

Der nichtfinanzielle Leistungsindikator aus dem Personalbereich erfüllt unsere Erwartungen. Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer inkl. Auszubildende betrug 190 (Vorjahr: 187) und lag damit beim Planwert von 189 Arbeitnehmern.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 1.604.693 1.559.256 45.438 2,9
Außerbilanzielle Geschäfte *) 202.909 200.850 2.060 1,0

*)  Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Der Wachstumskurs konnte weiter erfolgreich gefestigt werden. Die außerbilanziellen Geschäfte erhöhten sich um TEUR 2.060 auf TEUR 202.909.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 991.821 974.698 17.124 1,8
Wertpapieranlagen 421.472 418.544 2.928 0,7
Forderungen an Kreditinstitute 80.920 50.811 30.109 59,3

Die Kundenforderungen verzeichneten durch Kreditneuvergaben sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft ein Wachstum in Höhe von 1,8 % oder TEUR 17.124 auf TEUR 991.821. Das prognostizierte Wachstum lag bei 3,0 %. Der Wertpapierbestand dient im Wesentlichen zum Ausgleich freier Liquidität aus den Kundeneinlagen. Die Wertpapiere werden im Umlaufvermögen sowie im Anlagevermögen gehalten. Auf Grundlage der temporären zinsinduzierten Bewertungskorrekturen des Vorjahres haben sich die Wertpapieranlagen im Rahmen von Zuschreibungen wieder erholt. Bei einem Wertpapier liegt eine bonitätsinduzierte Abschreibung vor. Bei den Wertpapieren des Eigenbestandes ist ein Spezialfonds enthalten. Die Verwaltung des Spezialfonds wird von der Union Investment Institutional GmbH durchgeführt. Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich im Berichtszeitraum um TEUR 30.109 auf TEUR 80.920 erhöht. Neben den Wertpapieren im Eigenbestand dienen die Forderungen an Kreditinstitute zur Liquiditätssicherung der Bank.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 327.413 287.080 40.333 14,0
Spareinlagen 284.571 398.378 -113.807 -28,6
andere Einlagen 810.387 706.600 103.787 14,7

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Berichtszeitraum aufgrund der Aufnahme von Programmkrediten für das Kundenkreditgeschäft sowie von Refinanzierungsdarlehen bei der Genossenschaftlichen Zentralbank DZ BANK AG erhöht. Der Passivposten besteht überwiegend (72,2 %) aus Programmkrediten. In Anbetracht dessen, dass sich unsere Kundeneinlagen um 0,9 % reduziert haben und hinter unserer Prognose von 2,0 % lagen, war eine gewisse Abhängigkeit von Refinanzierungen am Geld- und Kapitalmarkt vorhanden. Dennoch stellte sich die Liquiditätslage der Bank gemessen an der LCR gut dar (nähere Ausführungen siehe "Abschnitt 4" - Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage - "Punkt b" - Finanzlage).

Bezieht man das Verbundgeschäft (nicht in der Bilanz abgebildete Kundenanlagen) mit ein und betrachtet das von uns betreute Kundenanlagevolumen insgesamt, war eine Erhöhung um 3,3 % auf 1,76 Mrd. Euro zu verzeichnen.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 2.501 2.189 311 14,2
Vermittlungserträge 1.954 2.532 -578 -22,8
darunter
Erträge aus Zahlungsverkehr 5.514 5.304 210 4,0

Das Dienstleistungsgeschäft ist ein wesentlicher Bestandteil des Provisionsüberschusses. Der Provisionsüberschuss (Provisionsertrag abzüglich der Provisionsaufwendungen) entwickelte sich im Berichtsjahr 2023 mit TEUR 155 rückläufig, jedoch geringer als geplant. Die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft verzeichneten ein Plus von 14,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die Vermittlungserträge, zu denen im Wesentlichen die Vermittlung von Versicherungen, Bausparverträgen, Immobilien und die Kredite an Verbundpartner zählen, reduzierten sich um TEUR 578 auf TEUR 1.954. Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr erhöhten sich gemäß Erwartung um TEUR 210 auf TEUR 5.514.

Warengeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Warenumsatz 10.800 12.358 -1.558 -12,6
Warenbestand 627 645 -18 -2,8
Rohergebnis 587 724 -137 -18,9

Mit unserem Warengeschäft gehören wir bundesweit zu den wenigen Genossenschaftsbanken, die diesen Geschäftszweig aktiv betreiben. Im genossenschaftlichen Umfeld Baden-Württembergs sind wir noch eine von 10 Kreditgenossenschaften mit Warengeschäft. Der Warenumsatz reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 um 12,6 % auf TEUR 10.801. Das Warenrohergebnis reduzierte sich im Geschäftsjahr um TEUR 137 auf TEUR 587.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 23.898,0 22.003 1.895 8,6
Provisionsüberschuss 2) 9.506 9.661 -155 -1,6
Rohergebnis aus Warenverkehr und Nebenbetrieben 587 724 -137 -18,9
Verwaltungsaufwendungen 18.706 17.783 923 5,2
a) Personalaufwendungen 10.392 9.942 450 4,5
b) andere Verwaltungsaufwendungen 8.315 7.841 474 6,0
Betriebsergebnis vor Bewertung 13.794 13.325 468 3,5
Bewertungsergebnis 9.416 -29.050 38.466 -132,4
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 15.201 -5.320 20.522 -385,7
Steueraufwand 3.325 -8.327 11.652 -139,9
davon Aufwand/Ertrag aus latenten Steuern 333 -11.181 11.514 -103,0
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 10.500 2.000 8.500 425,0
Jahresüberschuss 1.377 1.007 370 36,7

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

Durch die Fortsetzung der geldpolitischen Straffungen sowie der weiteren Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäischen Zentralbank (EZB) kehrten wir zu einem höheren Zinsniveau zurück. Somit konnte sich der Zinsüberschuss positiv um 8,6 % auf TEUR 23.898 entwickeln. Die tatsächliche Steigerung von TEUR 1.895 übersteigt den Planwert von TEUR 925. Die zehnjährige Bundesanleihe erreichte Ende September 2023 ihre maximale Rendite von 2,97 %. Zum Jahresende erbrachte sie mit 2,03 % ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang. Der Provisionsüberschuss in Höhe von TEUR 9.506 reduzierte sich um TEUR 155. Ein Rückgang entsprach unseren Erwartungen, wir planten jedoch mit einer höheren Reduzierung. Die Verwaltungsaufwendungen haben sich im Berichtsjahr 2023 um TEUR 923 auf TEUR 18.706 erhöht. Diese Veränderung bei den Verwaltungsaufwendungen entsprach unseren Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023. Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 10.392 entsprach unter der Berücksichtigung der ausbezahlten Inflationsprämie unserem Plan in Höhe von TEUR 10.200. Unsere anderen Verwaltungsaufwendungen hatten mit TEUR 8.315 ein höheres Niveau wie im Vorjahr und lagen aufgrund höherer Ausgaben für die EDV über dem Planwert von TEUR 7.487. Das Betriebsergebnis vor Bewertung erhöhte sich um TEUR 468 gegenüber dem Vorjahr. Für das Jahr 2023 hatten wir mit einem niedrigeren Betriebsergebnis vor Bewertung gerechnet. Das Ergebnis spricht vor allem auch für die Stärke und Resilienz unseres Geschäftsmodells. Das Bewertungsergebnis trug mit TEUR 9.416 auf Grundlage der temporären zinsinduzierten Bewertungskorrekturen des Vorjahres im Rahmen von Zuschreibungen der Wertpapieranlagen positiv zum Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit bei. Dieses entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 15.201 aufgrund der gestiegenen Marktwerte aufgrund der Zinsentwicklung positiv. Geplant war ein Bewertungsaufwand von TEUR 2.861. Aus der Gesamtdifferenzbetrachtung wurden latente Steuern in Höhe des Überhangs in Höhe von TEUR 10.849 mit einer Differenz zum Vorjahr in Höhe von TEUR -333 aktiviert. Um die künftigen aufsichtsrechtlichen Normen zur Eigenmittelausstattung weiterhin einhalten zu können, haben wir den Fonds für allgemeine Bankrisiken weiter aufgestockt. Diese Mittel tragen als Bestandteil des Kernkapitals zur Stärkung der Eigenmittel bei. Gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG haben alle CRR-Institute ihre Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) offenzulegen. Sie betrug im Geschäftsjahr 2023 0,09 % (Vorjahr 0,06 %). Der verbleibende Jahresüberschuss ermöglicht eine Dotierung der Rücklagen.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Das bilanzielle Eigenkapital besteht zu 58,1 % aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken (§ 340g HGB), zu 29,0 % aus Rücklagen inkl. der vorgesehenen Ergebnisverwendung. Des Weiteren ist eine Vorsorge für allgemeine Bankrisiken (§ 340f HGB) vorhanden.

Mit einem Anteil von 68,2 % an der Bilanzsumme sind die Kundengelder die wichtigste Hauptrefinanzierungsquelle. Mit Blick auf die neue Zinspolitik der EZB wurden überwiegend verzinsliche Anlageformen mit unterschiedlicher Laufzeit bevorzugt. Die bilanziellen Kundeneinlagen haben sich um TEUR 10.020 oder 0,9 % reduziert. Die Refinanzierungen bei Kreditinstituten betragen 20,4 % der Bilanzsumme. Davon entfallen 99,9 % auf die DZ Bank. Der größte Teil davon betrifft Förderdarlehen.

Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte (GLRG) mit der Europäischen Zentralbank sind keine mehr vorhanden. Auf Grund der Rückzahlung des gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfts der Europäischen Zentralbank sind keine Wertpapiere des Eigenbestandes mehr als Sicherheit verpfändet.

Investitionen

Investitionen im Bereich Grundstücke und Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie im IT-Bereich werden mit einem Horizont von zwei Jahren in einem Investitionsplan budgetiert. Der Neubau des Bankgebäudes in Erbach mit den dazugehörenden elf Wohneinheiten wird im Frühjahr 2024 abgeschlossen sein. Der Spatenstich für das avisierte Projekt "Raiffeisen Höfe" in der Innenstadt von Erbach ist im Geschäftsjahr 2023 erfolgt. Mit der Fertigstellung rechnen wir im Jahr 2026. Durch diese Investitionen werden in unserem Geschäftsgebiet Werte und Wohnraum geschaffen, mit denen langfristig kalkulierbare Mieterträge erzielt werden.

Liquidität

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft (68,2 % der Bilanzsumme) als Basis der Liquiditätsausstattung. Durch unsere Refinanzierungsstruktur besteht bedingt eine Unabhängigkeit von Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt. Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Der kleinste Wert der LCR lag im Berichtszeitraum bei 114,4 %. Zum Bilanzstichtag lag die Kennzahl bei 142,3 %. Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva sowie ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben oder auf ein KK-Limit bei der DZ BANK AG zurückgreifen. Durch die Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe, den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert. Der Erfüllung der Mindestreserveverpflichtungen sind wir jederzeit vollumfänglich nachgekommen. Entsprechend unserer Prognose wurden die Liquiditätserfordernisse und die aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen im Jahr 2023 stets eingehalten.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von einem hohen Anteil an erwirtschaftetem und versteuertem Eigenkapital. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführungen zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken (§ 340g HGB) gestärkt. Eine Stärkung des Eigenkapitals entsprach unserer Prognose aus dem Jahr 2022. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme hat sich von TEUR 161.571 auf TEUR 176.419 erhöht. Nach den vertraglichen sowie satzungsgemäßen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital.

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 176.419 161.571 14.848 9,2
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 176.023 169.991 6.032 3,5
Harte Kernkapitalquote 2) 15,2 % 15,1 %
Kernkapitalquote 2) 15,2 % 15,1 %
Gesamtkapitalquote 2) 16,3 % 16,3 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital)

2) bezogen auf die Risikoaktiva

Nach bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen bilden angemessene Eigenmittel und eine stets ausreichende Liquidität die unverzichtbare Grundlage unserer Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR wurden von uns im Geschäftsjahr 2023, wie prognostiziert, zu jeder Zeit eingehalten. Die Eigenkapitalausstattung laut Bilanz unserer Bank konnte im Geschäftsjahr 2023 erneut gestärkt werden.

Unter Berücksichtigung einer vom Vorstand und Aufsichtsrat zur kontinuierlichen Stärkung des Eigenkapitals beschlossenen Vorwegzuweisung von 0,5 Mio. Euro zu den Ergebnisrücklagen, die noch der Zustimmung der Vertreterversammlung bedarf, sowie einer Zuweisung in Höhe von 10,5 Mio. Euro zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" gemäß § 340g HGB ergibt sich ein Kernkapital vor Gewinnverwendung von 175,0 Mio. Euro, das sind 10,9 % der Bilanzsumme.

Nach heutigem Stand werden wir auch die künftigen Kapitalanforderungen einhalten.

Kundenforderungen

Unsere Kundenkredite weisen eine ausgewogene Struktur auf. Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt 61,8. %.

Auf Kredite an Privatkunden entfallen 55,09 % und auf Kredite an Firmenkunden 44,91 %. Bei den Firmenkrediten zählen Grundstücks- und Wohnungsunternehmen mit 10,30 % des Kreditvolumens und das Baugewerbe mit 7,45 % des Risikovolumens zu den größten Branchen. Der Anteil der Kredite größer als 2,5 Mio. EUR beträgt 30,54 % bezogen auf das Risikovolumen. Die Kundenforderungen sind zu 73,59 % abgesichert. Wesentliche Sicherungsart bilden die Grundpfandrechte. Für akute Ausfallrisiken ist eine angemessene Risikovorsorge gebildet. Daneben stehen für latente Risiken Pauschalwertberichtigungen sowie weitere Vorsorgereserven zur Verfügung.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 208.266 218.485 -10.220 -4,7
Liquiditätsreserve 213.207 200.059 13.147 6,6

Der Anteil der Wertpapiere am Bilanzvolumen beträgt 26,3 %. Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet und die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresabschlusskurse herangezogen. Die Wertpapiere im Anlagevermögen wurden mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung und Kenntnis nicht zu erwarten sind. Bei einem Wertpapier haben sich Abschreibungen ergeben, die bonitätsinduziert sind. Durch die Umwidmung von Wertpapieren in das Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2022 werden weiterhin Abschreibungen in Höhe von TEUR 20.423 vermieden. Bei den im Anlagevermögen bilanzierten Wertpapieren besteht die Absicht, sie bis zur Rückzahlung zu halten. Der Anteil der Wertpapiere mit einem Rating im Investmentgrade-Bereich beträgt 93,1 %.

Derivatgeschäfte

Derivatgeschäfte sind in Form von Zinsswaps vorhanden. Zur Steuerung der Zinsänderungsrisiken setzen wir Zinsswaps über nominal 94,0 Mio. EUR ein. Diese Zinsswaps werden im Rahmen der Zinsbuchsteuerung zur Aussteuerung der Zinsänderungsrisiken auf Gesamtbankebene eingesetzt.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Geschäftsjahr 2023 ist für die Donau-Iller Bank eG nach der Beendigung der historischen Niedrigzinsphase und der sich wieder erholenden Wertpapieranlagen durch Zuschreibungen positiv verlaufen. Die Entwicklung des Zinsüberschusses übertraf unsere Erwartungen. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4 % für die Einlagefazilität. Beim Provisionsüberschuss wurden unsere Erwartungen erfüllt. Die Verwaltungsaufwendungen haben sich erhöht und liegen über dem Vorjahresniveau. Das absolute Betriebsergebnis vor Bewertung hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 468 erhöht. Für das Jahr 2023 hatten wir mit einem niedrigeren Betriebsergebnis vor Bewertung gerechnet. Das Ergebnis spricht vor allem auch für die Stärke und Resilienz unseres Geschäftsmodells. Das Bewertungsergebnis besteht im Wesentlichen aus Korrekturen aus den vorübergehenden zinsinduzierten Bewertungskorrekturen aus dem Vorjahr. Die Bank verfügt über eine Finanz- und Vermögenslage, die die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Bilanzstruktur zeigt Kontinuität und lässt die Refinanzierung der Kundenforderungen durch Kundeneinlagen zu. Erkennbare Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen abgeschirmt. Für latente Risiken im Kreditgeschäft bestehen Vorsorgereserven in ausreichender Höhe. Diese Vorsorgereserven wurden im Berichtsjahr 2023 weiter aufgestockt. Durch Bewertung der Wertpapiere des Anlagevermögens zum gemilderten Niederstwertprinzip wurden Abschreibungen bei den Wertpapieren vermieden. Das Eigenkapital laut Bilanz konnten wir im Berichtsjahr nominal erneut stärken.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Ziele des Risikomanagementprozess

Die Ausgestaltung des Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategie. Hierin sind die strategischen Unternehmensziele unserer Bank und unsere geplanten Maßnahmen zur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs beschrieben sowie das Grundverständnis des Vorstandes zu den wesentlichen Fragen der Geschäftspolitik dokumentiert.

Die Unternehmensleitung trägt für das Risikomanagement die Gesamtverantwortung. Dabei wird sie durch den Bereich Gesamtbanksteuerung bei risikopolitischen Fragen, insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung der Geschäfts- und Risikostrategie sowie bei der Ausgestaltung eines Systems zum Controlling und Management von Risiken, unterstützt. Die Abteilung Controlling ist zuständig für die Entwicklung von Grundsätzen, Methoden und Standards des Risikocontrollings, das sich auf die Verfahrensentwicklung in der genossenschaftlichen Finanzgruppe (gFG) stützt. Die Leitung der Risikocontrolling-Funktion im Sinne der MaRisk wurde dem Abteilungsleiter Controlling übertragen.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken unter der Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils unserer Risikopräferenz entsprechend. Dabei beachten wir die folgenden Grundsätze:

- Risiken müssen einen angemessenen Ergebnisbeitrag bringen,

- Risiken werden nur im Rahmen definierter Risikolimite eingegangen, die aus dem Risikoappetit des Vorstandes abgeleitet werden,

- Verwendung rechtlich geprüfter Verträge,

- Geschäfte werden nur abgeschlossen, wenn wir deren Risiken verstehen, einschätzen und steuern können.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Die Kontrolle und das Management der Risiken sind für uns zentrale Aufgaben und an dem Grundsatz ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu beurteilen, zu steuern und zu überwachen sowie negative Abweichungen von der Erfolgs-, Kapital- und Liquiditätsplanung zu vermeiden.

Risikoidentifizierung

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschaffen wir uns einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen einen Überblick über die Risiken unserer Bank. Als wesentliche Risiken werden diejenigen Risiken eingestuft, die auf Grund von Art und Umfang, eventuell auch durch deren Zusammenwirken, die Ertrags-, Liquiditäts- und Vermögenslage sowie die Kapitalausstattung wesentlich beeinträchtigen können. Dabei werden übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Bei der Donau-Iller Bank eG werden aktuell das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet.

Risikobeurteilung

Alle in der Risikoinventur als wesentlich bewertete Risiken werden anhand von Risikomessverfahren quantifiziert. Dabei verwendet die Bank vor allem Value-at-Risk-basierte Verfahren.

Die laufende Quantifizierung potenzieller Verluste unter normalen Marktbedingungen wird zusätzlich um Szenarien für außergewöhnliche Ereignisse ergänzt (Stresstests). Dabei werden die aktuelle Portfoliosituation sowie unsere Geschäfts- und Risikostrategie berücksichtigt.

Für die einzelnen Risikoarten findet in regelmäßigen Abständen eine Überprüfung der eingesetzten Methoden in Form von Validierungen, Angemessenheitsprüfungen und Backtestings statt. In diesem Kontext befassen wir uns auch mit den Annahmen und Grenzen der verwendeten Modelle.

Risikoberichterstattung

Für die Risikoberichterstattung bestehen feste Kommunikationswege und ein festgelegter Empfängerkreis. Das regelmäßige Berichtswesen umfasst unter anderem die Risiko- und Liquiditätstragfähigkeitsberechnung, Informationen zur Limitauslastung sowie Detailansichten zu den wesentlichen Risiken und bildet die Basis für Abweichungsanalysen (Soll-Ist-Vergleiche). Es dient als Grundlage für die Ableitung und Bewertung von Handlungsalternativen sowie für die Entscheidung und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikosteuerung.

Anlassbezogen werden, bei sich abzeichnenden oder eintretenden starken Veränderungen, umgehend Analysen über die Auswirkungen auf die Risiko- und Ertragslage der Bank durchgeführt und es wird darüber berichtet.

Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit

Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie. Es wird dabei unterschieden, ob die Risiken adäquat durch Kapital im Sinne des Risikodeckungspotenzials (Risikotragfähigkeit) bzw. durch hochliquide Aktiva als Liquiditätsdeckungspotenzial (Liquiditätstragfähigkeit) gedeckt werden können.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive gemäß dem Leitfaden zur aufsichtlichen Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Bundesbank vom 24. Mai 2018 umgestellt.

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive werden die Eigenmittelanforderungen (Kapitalbedarf) den regulatorischen Eigenmitteln gegenübergestellt. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von drei Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Darüber hinaus werden in der normativen Perspektive auch Stressbetrachtungen vorgenommen.

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive war auf Grundlage der verwendeten Verfahren gegeben. Die Mindestanforderungen an das Kapital waren auch unter Berücksichtigung des adversen Szenarios eingehalten.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Darüber hinaus besteht unser Anspruch darin, dass aus den geschäftspolitischen Zielen abgeleitete ökonomische Gesamtrisikolimit, welches unserem Risikoappetit entspricht, ebenfalls zu decken. Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt. Die Ermittlung des Risikodeckungspotenzials erfolgt losgelöst von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive war auf der Grundlage der verwendeten Verfahren und des vorhandenen Risikodeckungspotenzials gegeben und stellte sich zum Berichtsstichtag wie folgt dar:

Ökonomische Risikotragfähigkeit 2023
Risikodeckungspotenzial 191,3 Mio. EUR
Gesamtbankrisikolimit 155,0 Mio. EUR
Gesamtbankrisiko 118,3 Mio. EUR
Anteil des Gesamtrisikolimits am Gesamt-RDP 81,0 %
Auslastung des Risikodeckungspotenzials 76,3 %

Durch die Umstellung unserer Risikotragfähigkeit zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive haben wir auf die Angabe der Vorjahreszahlen verzichtet, da diese nicht vergleichbar sind.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwendet die Bank die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Das bankintern festgelegte Mindestniveau der LCR beträgt 110,0 %. Die Liquidity Coverage Ratio betrug zum Berichtsstichtag 142,3 %. Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Die NSFR betrug zum Berichtsstichtag 120,9 %. Die erforderlichen aufsichtsrechtlichen Mindestgrößen wurden für beide Kennzahlen auf Grundlage der verwendeten Verfahren im gesamten Berichtsjahr eingehalten. Entsprechend unserer Gesamtbankplanung halten wir diese beiden Kennzahlen auch in unserem Planungszeitraum über drei Jahre ein.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz auch Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von vier Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert, dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Risikoarten und Risikomessung

Wir unterscheiden folgende Risikoarten in der ökonomischen Risikotragfähigkeitsermittlung, deren Limithöhe sowie Risikoauslastung nachstehend aufgeführt sind:

Risiko 2023
Limit in Mio. EUR Auslastung in %
Kreditrisiko 46,8 71,9
Marktrisiko 67,8 79,7
Operationelle Risiko 3,7 75,0
Liquiditätsrisiko 0 0
Gesamtbankrisiko 118,3 76,3

Durch die Umstellung unserer Risikotragfähigkeit zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive haben wir auf die Angabe der Vorjahreszahlen verzichtet, da diese nicht vergleichbar sind.

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zugrunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor.

Die Risikoartenlimite wurden auf Grundlage der verwendeten Verfahren eingehalten.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht.

Risiken

Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft und weitere Kreditrisiken, wie beispielsweise das Ländertransferrisiko.

Das Kreditrisiko stufen wir aufsichtsrechtlich als wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Auf Grundlage der Risikoinventur unserer Genossenschaftsbank kann das Risiko mit einer geringen Wahrscheinlichkeit eintreten und hat aber ein hohes Schadenspotenzial mit entsprechend wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein. Dabei verwenden wir vorrangig die Verfahren der gFG. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Zum Bilanzstichtag sind hierbei 99,0 % des ratingrelevanten Bestandes geratet. Mit Hilfe der Steuerungssoftware VR-Control können wir ungünstige Entwicklungen im Kreditportfolio rechtzeitig identifizieren und frühzeitig Maßnahmen einleiten.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten.

Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Das Kreditvolumen war zu 55,3 % mit werthaltigen Sicherheiten unterlegt (Kundengeschäft: 73,6 %).

Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht.

Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem, unter anderem bezogen auf die Risikokonzentration im Bereich der Branchen implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht.

Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk für 12 Monate) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit (Anteilig 10,0 Mio. EUR) zum 31. Dezember 2023 zu 77,2 % ausgelastet.

Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit (Anteilig 55,0 Mio. EUR) zum 31. Dezember 2023 zu 71,0 % ausgelastet.

Kreditrisiken aus Fonds werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt, die nur das Adressenausfallrisiko abbildet. Das Marktrisiko des Fonds berücksichtigen wir mittels einer separaten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer.

Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken

Das Marktpreisrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktpreisrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken.

Das Marktpreisrisiko stufen wir auf Basis der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen potenziellen Schaden, der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value-at-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eine eintägige Verbarwertung mittels Resampling. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit zum 31. Dezember 2023 zu 79,7 % ausgelastet.

Das Aktienrisiko und Währungsrisiko wurde als unwesentlich eingestuft.

Ergänzend werden weitere barwertige Berichtsgrößen als zusätzliche Informationen bei geschäftspolitischen Entscheidungen berücksichtigt.

- Die verlustfreie Bewertung ergab zum Jahresende Nettoreserven von 26,9 Mio. EUR

- Der Zinsrisikokoeffizient lag zum Jahresende bei 22,0 %

Liquiditätsrisiko

Unter dem Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, den Zahlungsverpflichtungen nicht uneingeschränkt und fristgerecht nachzukommen bzw. Finanzmittel nur zu erhöhten Kosten beschaffen zu können. Risikotreiber sind insbesondere das Refinanzierungskosten- und Zahlungsunfähigkeitsrisiko.

Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als betriebswirtschaftlich mittleres Risiko. Zwar tritt das Risiko nach unserer Einschätzung mit geringer Wahrscheinlichkeit ein, zeichnet sich in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage jedoch durch ein hohes Schadenspotenzial aus.

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank wird maßgeblich durch das Kundengeschäft bestimmt. Sie stellt die Basis der Liquiditätsausstattung dar.

Die Berücksichtigung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt vierteljährlich über den Abzug eines negativen Liquiditätskostenbarwerts beim Risikodeckungspotential. Dieser ergibt sich als Differenz zwischen dem Barwert mit liquiditätsrisikobehafteter Zinskurve (DZ BANK Zinskurve) und der liquiditätsrisikofreien Swapkurve.

Operationelles Risiko

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein.

Anhand der Risikoinventur stufen wir das operationelle Risiko als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich mittleres Risiko ein. Das Risiko hat eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein mittleres Schadenspotenzial.

Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden.

Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare und die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten.

Für die Risikomessung operationeller Risiken verwenden wir ein Verbund-Tool. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit zum 31. Dezember 2023 zu 75,0 % ausgelastet.

Weitere Risiken

Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei potenziellen Beteiligungsrisiken, dem Immobilienrisiko und dem Aktienrisiko. Die Wesentlichkeit dieser und aller weiteren Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Mit der Verwendung von Finanzinstrumenten werden in unserer Bank die Reduzierung der Zinsüberschussvariabilität bzw. des Zinsänderungsrisikos und Einhaltung aufsichtlicher Mindestvorgaben im Rahmen der Gesamtbanksteuerung als Ziele verfolgt. Das Risiko wird reduziert oder vermieden, indem wir Festzinsbindungsüberhänge, insbesondere in Laufzeiten von 10 Jahren und in Teilen auch länger, durch Zinsswaps absichern. Im Rahmen der Risikomanagementmethoden nutzen wir aktiv diese symmetrischen Absicherungsmöglichkeiten.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) in den von uns simulierten Risiko- bzw. Plan- und Stressszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden. Zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtrisikolimit der Bank zu 76,3 % ausgelastet, der Anteil des Gesamtrisikos am gesamten Risikodeckungspotential beträgt 61,8 %.

Insgesamt hat sich die Risikolage im Vergleich zum Vorjahr erhöht, was auf die Auswirkungen des wirtschaftlichen Umfeldes zurückzuführen ist. Der Jahresverlauf 2023 war von Unsicherheiten auf Grund von geopolitischen Spannungen gekennzeichnet, die global auf die Volkswirtschaften ausstrahlten. Die Risikolimitauslastung bewegte sich im Jahresverlauf zwischen einem Auslastungsgrad von 68,3% - 76,3 %.

Für das Jahr 2024 prognostizieren wir eine leichte Erhöhung der bankspezifischen Risiken, die im Wesentlichen aus Volumenzuwächsen resultiert. Die bestehenden anhaltenden Unsicherheiten am Zins- und Kapitalmarkt sowie aus dem geopolitischen Umfeld und die hohe Inflation können sich auf die Risikolage der Bank auswirken. Kurzfristig gehen wir daher von einem zurückhaltenden Investitionsverhalten unserer Kunden und steigenden Ausfallwahrscheinlichkeiten im Kreditportfolio aus. Diese Auswirkungen sind in der Gesamtbankplanung durch ein höheres Kreditrisiko entsprechend berücksichtigt. Entsprechend planen wir, das Eigenkapital durch Thesaurierung aus dem laufenden Ergebnis weiter zu stärken.

Unter den von uns getroffenen Planannahmen ist die Risikotragfähigkeit für 2024 gegeben. Für den wachsenden Liquiditätsbedarf stehen verschiedene strategische Refinanzierungsinstrumente zur Verfügung, so dass wir nach unserer Planung davon ausgehen, dass die Liquiditätstragfähigkeit auch für 2024 gegeben ist.

Bei einer gegenüber dem Planszenario deutlich ungünstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die wir im risikoartenübergreifenden, adversen Szenario simulieren, ergeben sich durch Insolvenzen deutlich höhere Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft. Wir gehen in dem Szenario von steigenden Credit Spreads aus. Die Bewertungsaufwendungen für die Eigenanlagen steigen deutlich. Durch die Annahme von fallenden Zinsen ist das Zinsergebnis rückläufig.

Das höchste Risiko für unseren bilanziellen Zinsüberschuss für das Jahr 2024 besteht bei stark steigenden Zinsen. In diesem Szenario liegt der Zinsüberschuss deutlich um 25,3 % unter unserem Planwert. In diesem Szenario ergibt sich ein schlechteres Bewertungsergebnis. Chancen für den bilanziellen Zinsüberschuss ergeben sich durch mehr Aktivgeschäft bzw. höhere Margen. Beim Eintritt unserer Stressszenarien, die wir jährlich simulieren, würde sich je nach Szenario die Gesamtkapitalquote erheblich verschlechtern.

Im Hinblick auf unseren Branchenschwerpunkt im Bereich Immobilien ergäben sich bei Kreditausfällen in dieser Branche hohe Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis Kundengeschäft.

Chancen für die geschäftliche Entwicklung und die Ertragslage bestehen bei einer gegenüber unseren Erwartungen günstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. In diesem Umfeld könnten die in unserer Planung berücksichtigten Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft sowie der Eigenanlagen nicht in der prognostizierten Höhe erforderlich werden. Zudem könnte ein Wirtschaftswachstum über den unserer Prognose zugrunde liegenden Annahmen zu einer höheren Kreditnachfrage und Wachstum im Kredit- und Dienstleistungsgeschäft mit positiven Auswirkungen auf den Zins- und Provisionsüberschuss führen.

D. Prognosebericht

Die Bundesregierung erwartet für 2024 nur ein leichtes Wirtschaftswachstum.

Das Bruttoinlandsprodukt soll für das Wirtschaftsjahr 2024 real, also preisbereinigt, um 0,2 % steigen. Die Preissteigerung dürfte sich auf 2,8 % verringern. Zusammen mit einer erwarteten Steigerung von 3,8 % bei den verfügbaren Einkommen ist daher wieder mit steigenden Reallöhnen zu rechnen.

Unsere Eckwertplanung basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen:

Der Zinsüberschuss soll unter der Prämisse eines konstanten Zinsniveaus und einer um 5,3 % steigenden durchschnittlichen Bilanzsumme bei ansonsten unveränderter Geschäftsstruktur um rund TEUR 1.325 ausgebaut werden. Dabei wird ein prozentuales Wachstum im Kundenkreditgeschäft von 3,0 % und bei den Kundeneinlagen von 2,0 % angenommen.

Daneben erwarten wir einen um TEUR 306 leicht rückläufigen Provisionsüberschuss.

Beim Personalaufwand haben wir eine reguläre tarifliche Steigerung der Gehälter um 2 % und eine Einmalzahlung als Inflationsausgleichsprämie berücksichtigt und mit einem Personalaufwand in Höhe von TEUR 11.000 gerechnet.

Die Höhe der anderen Verwaltungsaufwendungen ist für das Jahr 2024 auf Basis detaillierter Budgets mit TEUR 8.150 geplant.

Für das Jahr 2024 erwarten wir mit ca. 14,2 Mio. Euro ein leicht steigendes Betriebsergebnis vor Bewertung.

Für den bedeutsamsten Leistungsindikator der Rentabilität, dem BE vor Bewertung/dBS, prognostizieren wir eine nahezu gleichbleibende Entwicklung von 0,87 % der durchschnittlichen Bilanzsumme im Jahr 2023 auf 0,86 % der durchschnittlichen Bilanzsumme im Jahr 2024. Beim Leistungsindikator CIR planen wir für 2024 einen Wert von 60,46 %.

Wir gehen in unseren Planrechnungen von einem höheren Bewertungsergebnis bei den Kundenforderungen und einem niedrigeren positiven Bewertungsergebnis bei den Eigenanlagen aus. Der prognostizierte Bewertungsaufwand im Jahr 2024 beträgt in Summe TEUR 257 gegenüber einem positiven Bewertungsergebnis von TEUR 9.416 im Jahr 2023. Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen erwarten wir für 2024 gegenüber 2023 ein niedrigeres Ergebnis nach Bewertung in Höhe von rund TEUR 13.952.

Die für 2024 geplante Gesamtkapitalquote soll mit 17,0 % im Vergleich zum Geschäftsjahr mit 16,3 % höher liegen. Damit werden wir die aufsichtsrechtlichen Anforderungen vollumfänglich einhalten.

Wir gehen davon aus, dass wir die LCR-Zielkennziffer in Höhe von 110 % im Jahr 2024 einhalten werden.

Für 2024 planen wir bei dem nichtfinanziellen Leistungsindikator einen Bestand an durchschnittlich beschäftigen Arbeitnehmern von maximal 187.

Wir weisen darauf hin, dass unsere Prognosen auf Grund der Unsicherheit bei der Zins- und Inflationsentwicklung mit Unsicherheiten behaftet sind.

Ehingen (Donau), 28. März 2024 Donau-Iller Bank eG

Der Vorstand:

Grimm

Hirling

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023
Donau-Iller Bank eG, Ehingen (Donau)
Genossenschaftsregisternummer 490120 beim Amtsgericht Ulm

Aktivseite

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 9.268.105,20 10.333
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 0,00 7.756
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (7.756)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 9.268.105,20 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 80.744.612,33 49.505
b) andere Forderungen 175.030,72 80.919.643,05 1.305
4. Forderungen an Kunden 991.821.442,37 974.698
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 398.101.004,92 (386.491)
Kommunalkredite 26.917.471,35 (27.396)
Warenforderungen 182.153,75 (157)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 30.582.658,94 30.602
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 30.582.658,94 (30.602)
bb) von anderen Emittenten 246.153.961,84 276.736.620,78 252.831
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 117.429.589,94 (137.474)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 276.736.620,78 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 144.735.589,17 135.112
6a. Handelsbestand 0,00 0
6aa. Warenbestand 626.926,83 645
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 27.315.879,50 26.626
darunter:
an Kreditinstituten 753.573,84 (754)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.432.310,00 28.748.189,50 1.432
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 1.400.000,00 (1.400)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 1.307.750,04 1.480
darunter: Treuhandkredite 1.307.750,04 (1.480)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.948,00 1
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 5.948,00 0
12. Sachanlagen 58.751.945,26 54.111
13. Sonstige Vermögensgegenstände 921.644,47 1.637
14. Rechnungsabgrenzungsposten 762,62 1
15. Aktive latente Steuern 10.848.805,73 11.181
Summe der Aktiva 1.604.693.373,02 1.559.256

Passivseite

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 327.413.006,12 327.413.006,12 287.080
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 284.166.662,64 397.800
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 404.114,58 284.570.777,22 578
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 532.234.578,21 692.219
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 278.152.674,10 810.387.252,31 1.094.958.029,53 14.381
2a. Verpflichtungen aus Warengeschäften und aufgenommenen Warenkrediten 570.488,30 410
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 1.307.750,04 1.480
darunter: Treuhandkredite 1.307.750,04 (1.480)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.030.916,16 874
6. Rechnungsabgrenzungsposten 169,81 1
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 367.152,00 346
b) Steuerrückstellungen 240.923,00 0
c) andere Rückstellungen 2.386.076,66 2.994.151,66 2.516
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 102.500.000,00 92.000
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 21.841.900,00 18.565
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 24.190.000,00 23.740
cb) andere Ergebnisrücklagen 26.990.000,00 51.180.000,00 26.540
d) Bilanzgewinn 896.961,40 73.918.861,40 726
Summe der Passiva 1.604.693.373,02 1.559.256
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weiter-
gegebenen abgerechneten Wechseln
0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 16.698.362,71 19.945
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 16.698.362,71 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 92.210.873,98 92.210.873,98 86.905
darunter: Lieferverpflichtungen
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 23.812.866,60 17.375
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 3.527.744,46 27.340.611,06 3.267
darunter: in a) und b)
angefallene negative Zinsen
0,00 (15)
2. Zinsaufwendungen 6.442.848,50 20.897.762,56 987
darunter: erhaltene
negative Zinsen
2,32 (478)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 2.277.734,62 1.681
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 722.476,59 667
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 3.000.211,21 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen
0,00 0
5. Provisionserträge 10.297.675,99 10.422
6. Provisionsaufwendungen 791.288,63 9.506.387,36 761
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
7a. Rohergebnis aus Warenverkehr und Nebenbetrieben 587.036,43 724
8. Sonstige betriebliche Erträge 1.480.869,75 1.361
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 8.526.516,73 8.211
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.865.051,19 10.391.567,92 1.731
darunter: für Altersversorgung 262.442,10 (224)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 8.314.564,86 18.706.132,78 7.841
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
2.725.014,94 2.300
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 305.768,37 187
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen
zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
0,00 18.181
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft
1.676.548,39 1.676.548,39 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie
Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
210.493,65 619
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren
0,00 -210.493,65 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 15.201.405,96 -5.320
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.274.896,17 -8.372
darunter: latente Steuern 332.694,16 (-11.181)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 49.973,32 3.324.869,49 45
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 10.500.000,00 2.000
25. Jahresüberschuss 1.376.536,47 1.007
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 20.424,93 20
1.396.961,40 1.027
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
1.396.961,40 1.027
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 250.000,00 150
b) in andere Ergebnisrücklagen 250.000,00 500.000,00 150
29. Bilanzgewinn 896.961,40 726

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Donau-Iller Bank eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

Im Rahmen der Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurde von den mit Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze eingeräumte Beibehaltungs- und Fortschreibungswahlrechten entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt Gebrauch gemacht:

-  Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB.

In der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt. Unterschiedsbeträge zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - sind in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten. Diese Unterschiedsbeträge werden zinsanteilig aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen sowie Garantien der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. und der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin, abgedeckt.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell. Dabei wurde die zugelassene Bewertungsvereinfachung angewandt, wonach die Pauschalwertberichtigung in Höhe der erwarteten Verluste über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt wird. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall, der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt sowie der zu erwartenden zukünftigen Zahlungen für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Die Pauschalwertberichtigungen werden von dem Aktivposten in der Bilanz abgesetzt, für den sie gebildet wurden. Im Hinblick auf offene Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Zusätzlich bestehen zur Absicherung der besonderen Risiken dieses Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Die Wahlrechte nach § 340c Abs. 2 HGB und 340f Abs. 3 HGB wurden in Anspruch genommen.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden grundsätzlich die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Bei einem Wertpapier erfolgte die Bewertung auf Basis eines von der DZ BANK AG zum 31. Dezember 2023 zur Verfügung gestellten indikativen Kurses.

Die dem Anlagevermögen zugeordneten Wertpapiere, die keiner dauernden Wertminderung unterliegen, wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Strukturierte Finanzinstrumente, die nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet werden, sind als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert, auch wenn sie durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken und Chancen aufweisen, weil die besonderen Risiken des strukturierten Finanzinstruments durch eine objektive Bewertung zutreffend dargestellt werden.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente bestehen zum Abschlussstichtag im Nichthandelsbestand in Form von Swapgeschäften und wurden als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Aktiv-/Passiv-Steuerung abschlossen, weshalb zum Bilanzstichtag keine imparitätische Bewertung vorgenommen wurde.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv-/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 (n. F.) verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen wurden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren, Postenentgelte und Kartenentgelte angesetzt, sofern die jeweilige Karte Bestandteil des Kontomodells ist. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wurde der Anteil der zinsbezogenen Verwaltungskosten für die Bestandspflege ermittelt. Bezogen auf den Planwert (inkl. Kostensteigerungen) für das Jahr 2024 ergibt sich eine Berücksichtigung von 27,0 % (Vorjahr 27,0 %) der gesamten Verwaltungsaufwendungen. Individuelle Refinanzierungsmöglichkeiten werden bei dieser barwertigen Betrachtung berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Warenbestand

Die Bewertung des Warenbestandes erfolgte zu den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis. Gleichartige und annähernd gleichwertige Warenartikel wurden für Zwecke der Bewertung zu einer Gruppe zusammengefasst.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurden sie mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde. Die Wirtschaftsgüter wurden im Anschaffungsjahr pro rata temporis abgeschrieben.

Aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen wurden bei vereinzelten Immobilien außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem niedrigeren Ausgabebetrag wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag wurde planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Aktive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Die sich daraus ergebenden Steuerbelastungen (passive latente Steuern) und Steuerentlastungen (aktive latente Steuern) werden verrechnet. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method - kurz: PUC) angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen sind mit dem Barwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,50 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,50 % zugrunde gelegt.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersvorsorgeverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 2.

Den Altersteilzeitrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method - kurz: PUC) angesetzt.

Der für die Altersteilzeitrückstellungen angewandte Zinssatz von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren und einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (wie im Vorjahr) festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Den Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Diese Rückstellungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,74 % abgezinst. Die Rückstellungen wurden mit dem Teilwertverfahren in Höhe des Barwerts gebildet.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten sowie erkennbare Risiken Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).

Vermögensverrechnung im Zusammenhang mit zu Altersvorsorgeverpflichtungen vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen

Vermögensgegenstände, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden mit den zu Altersvorsorgungsverpflichtungen vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen aus der Einführung eines Lebensarbeitszeitmodells verrechnet. Das Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 257 (Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 254) wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen in gleichlautender Höhe saldiert.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung wurden bei dem GuV-Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergebnisse des umgerechneten Bilanzpostens oder Geschäfts ausgewiesen werden.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.

Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Im Falle von Zins-Swaps werden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Abweichungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden des Vorjahres wurde im Geschäftsjahr 2023 nicht abgewichen.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- /
Herstellungskosten zu Zuschreibungen (b) Abgänge (b) Herstellungskosten
Beginn des am Ende des
Geschäftsjahres im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR
EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erwor- 135.624 6.597 (a) 0 (a) 127.413
bene Konzessio- 0 (b) 14.808 (b)
nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Sachanlagen
a) Grundstücke und 65.556.229 6.905.293 (a) 0 (a) 72.461.522
Gebäude 0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und 10.359.394 590.725 (a) 0 (a) 10.950.119
Geschäftsausstattung 0 (b) 0 (b)
Summe a 76.051.247 7.502.615 (a) 0 (a) 83.539.054
0 (b) 14.808 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Abschreibungen Zugängen (a) Umbuchungen (a) Abschreibungen am Buchwerte
Beginn des Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen (b) Abgängen (b)
Ende des Bilanzstichtag
Geschäftsjahres (gesamt) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
Geschäftsjahres (gesamt)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erwor- 134.872 1.401 (a) 0 (a) 0 (a) 121.465 5.948
bene Konzessio- 0 (b) 0 (b) 14.808 (b)
nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Sachanlagen
a) Grundstücke und 14.305.473 2.018.367 (a) 0 (a) 0 (a) 16.352.378 56.109.145
Gebäude 0 (b) 0 (b) -28.538 (b)
b) Betriebs- und 7.499.399 705.247 (a) 0 (a) 0 (a) 8.307.318 2.642.801
Geschäftsausstattung 0 (b) 0 (b) -102.672 (b)
Summe a 21.939.744 2.725.015 (a) 0 (a) 0 (a) 24.781.161 58.757.894
0 (b) 0 (b) -116.402 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
Veränderungen (saldiert)

Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR EUR EUR
Wertpapiere des 218.191.190 -10.829.141 207.362.049
Anlagevermögens
Beteiligungen und 29.237.968 -489.778 28.748.190
Geschäftsguthaben
bei Genossenschaften
Summe b 247.429.158 -11.318.919 236.110.239
Summe a und b 323.480.405 294.868.133

D. Erläuterungen zur Bilanz

Barreserve

- In der Barreserve sind gesetzliche Zahlungsmittel einschließlich ausländischer Noten sowie Guthaben bei Zentralnotenbanken enthalten.

Forderungen an Kreditinstitute

- In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 80.052.408 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

- Von den Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank dient ein Volumen von EUR 3.700.000 der Besicherung von Derivatepositionen.

Forderungen an Kunden

- In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 7.923.114 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

- Als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank (DZ BANK AG) sowie der L-BANK wurden diesen Kundenforderungen mit einem Gesamtbetrag von EUR 236.538.888 abgetreten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

- Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 6.923.520 fällig.

- In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig
davon:
börsennotiert
nicht börsennotiert
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR EUR EUR EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 276.736.621 234.219.783 42.516.838 194.798.841
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 2.992.254 0 2.992.254 0
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (A 7) 55.220 55.220 0

- Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.

Der Buchwert der betreffenden Wertpapiere beträgt EUR 193.985.249, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf EUR 173.562.721.

Forderungen an Beteiligungsunternehmen

- In den Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden sowie im Aktivposten "Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen Beteiligungsunternehmen sind:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 80.207.818 50.202.824
Forderungen an Kunden (A 4) 7.767.822 9.723.083
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 110.740.669 117.421.333

Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent

- Im Bilanzposten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" (A 6) sind folgende Anteile mit Anteilsquoten von mehr als 10 % enthalten:

Anlageziel
Wert der Anteile (Zeitwert)


EUR
Differenz
zum
Buchwert
(Reserve)
EUR
Erfolgte
Ausschüttung
für das
Geschäftsjahr
EUR
Spezialfonds UIN-Fonds Nr. 836: Ziel ist die Nutzung von Ertragspotenzialen verschiedener Assetklassen bei einer Diversifikation der Eigenanlagen und der Nutzung der Expertise der Union Investment-Gruppe. 141.741.509 1.826 2.199.378

Beim Spezialfonds UIN-Fonds Nr. 836 ist eine tägliche Rückgabe der Anteile grundsätzlich möglich. Der Fondsgesellschaft bleibt jedoch vorbehalten, die Rücknahme der Anteile auszusetzen, wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen, die eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessen der Bank erforderlich erscheinen lassen.

Beteiligungen

- Die Angaben über Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB sind in einer Aufstellung des Anteilbesitzes enthalten. Die Tabelle am Ende des Anhangs ist Bestandteil des Anhangs.

Treuhandvermögen

- Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

- Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 20.299.123 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 2.642.801 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

- In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind Gewinnanteile der DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg bzw. der Zweiten DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg in Höhe von EUR 382.322 enthalten.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

- Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 763 (Vorjahr EUR 896) enthalten. 

Aktive latente Steuern

- Latente Steuern sind in Höhe des Überhangs aus der Gesamtdifferenzbetrachtung aktiviert. Die aktiven latenten Steuern beruhen insbesondere aus der Bewertung von Forderungen an Kunden sowie aus der Bewertung von Wertpapieren. Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 27,9 % zugrunde gelegt.

Nachrangige Vermögensgegenstände

- Im Posten 5 der Aktivseite sind Vermögensgegenstände mit Nachrangklausel in Höhe von EUR 18.335.094 (Vorjahr: EUR 8.335.190) enthalten.

Fremdwährungsposten

- In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 1.585.879 enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

-Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:


bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 45.807.207 65.777.492 284.567.299 587.742.453

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

- Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:


bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 20.534.820 46.621.398 118.469.395 140.905.714
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 0 214.880 189.235 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 99.627.461 120.772.620 57.253.419 49.171

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

- In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 327.160.932 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

- Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Sonstige Verbindlichkeiten

- Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung als wesentlicher Betrag in Höhe von EUR 325.614 enthalten.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

- Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 170 (Vorjahr EUR 560) enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen

- In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sind:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 327.160.932 247.353.224
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 631.212 2.113.250
Verbindlichkeiten aus Warengeschäften und aufgenommenen Warenkrediten (P 2a) 49.302 0

Eigenkapital

- Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 21.417.000
b) der ausscheidenden Mitglieder 272.400
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 152.500

- Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage andere Ergebnisrücklagen
EUR EUR
Stand 01.01.2023 23.740.000 26.540.000
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 200.000 200.000
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 250.000 250.000
Stand 31.12.2023 24.190.000 26.990.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

- Die in den Posten 1b) "Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen" und 2c) "Unwiderrufliche Kreditzusagen" unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -Steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus Eventualverbindlichkeiten sowie anderen Verpflichtungen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die Verpflichtungen wurden darüber hinaus in die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung einbezogen (siehe auch Abschnitt B), der jeweils entsprechend daraus resultierende Betrag als Rückstellung ausgewiesen und von den oben genannten Bilanzposten abgesetzt. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Auf Grund der einheitlichen Bilanzierung werden keine Eventualverbindlichkeiten aus Credit Linked Notes ausgewiesen.

Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) "Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen" zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

- Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen ausschließlich "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" (P 1) in Höhe von EUR 236.531.327 gesichert. Die Derivatgeschäfte sind durch Übertragung von EUR 3.700.000 gesichert.

Fremdwährungsposten

- In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 9.925.566 enthalten.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

- Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Geschäfte in Zins-Swaps des Nichthandelsbestands, die ausschließlich zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv-/Passiv-Steuerung) abgeschlossen wurden

- In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands zusammengefasst. Die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden ohne rechnerisch angefallene Zinsen angegeben ("clean prices").

(Angaben in TEUR):

Nominalbetrag Restlaufzeit
beizulegender Zeitwert
<= 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe negativ positiv
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Zins-Swap (gleiche Währung) 0 0 94.000 94.000 3.876 0

- Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme auf den Abschlussstichtag.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

- Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen (GuV 1) als Reduktion des Zinsertrags bzw. in den Zinsaufwendungen (GuV 2) aus Passivgeschäften als Reduktion des Zinsaufwands enthalten.

- Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss, wie im Vorjahr, per Saldo um EUR 5 (Vorjahr EUR 1) vermindert.

Provisionserträge

- Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für die Verwaltung und Vermittlung, die für die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind, wurden im Wertpapier- und Depotgeschäft, im Versicherungsgeschäft sowie im Kredit- und Bauspargeschäft generiert.

Sonstige betriebliche Erträge

- In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind die Mieteinnahmen in Höhe von EUR 1.017.163 als wesentlicher Einzelbetrag enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

- In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV 12) sind keine wesentlichen Einzelbeträge enthalten.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

- In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 242.633 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 236.936 enthalten.

Hiervon entfallen auf:

lfd. Posten der GuV - Art
Betrag
Aufwand
EUR
Betrag
Ertrag
EUR
12 - Abgang Sachanlagevermögen 131.210 0
23 - Steuererstattungen Vorjahre 70.775 189.516

Steuern vom Einkommen und Ertrag

- Steuerrechtliche Abschreibungen (gemäß § 6b EStG) können handelsrechtlich nicht mehr vorgenommen werden. Jene aus den Vorjahren wurden beibehalten. Für künftige Jahresergebnisse ergeben sich hieraus keine erheblichen Belastungen.

- Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

- Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 75.252.

- Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

- Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 367.152. Die früheren Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene erhielten EUR 51.965.

- Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 638.072 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 1.030.358.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

- Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 2.462. Der aus der Aktivierung aktiv latenter Steuern ausschüttungsgesperrte Betrag beträgt EUR 10.848.806. Den ausschüttungsgesperrten Beträgen stehen frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 28.386.961 gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

- Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 3.871.724.

Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

- Im Zusammenhang mit der Beteiligung an der Grundbesitzgesellschaft "Bucks Höfle GbR", Ehingen (Donau), besteht im Außenverhältnis unbeschränkte Haftung.

Personalstatistik

- Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 4 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 80 56
Sonstige nicht kaufmännische Mitarbeiter 1 28
Gewerbliche Mitarbeiter 5 4
90 88

Außerdem wurden durchschnittlich 9 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der
Mitglieder
Anzahl der
Geschäftsanteile
Haftsummen
EUR
Anfang 2023 27.315 361.771 18.088.550
Zugang 2023 582 75.800 3.790.000
Abgang 2023 673 9.231 461.550
Ende 2023 27.224 428.340 21.417.000
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 3.327.600
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 3.328.450
Höhe des Geschäftsanteils EUR 50
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 50

Besondere Offenlegungspflichten

- Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht auf unserem Internetauftritt zu veröffentlichen.

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

- Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.
Am Rüppurrer Schloss 40
76199 Karlsruhe

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf, Zuständigkeitsbereich

Grimm, Jost, - Vorstandssprecher - , Geschäftsleiter Marktfolge
Hirling, Matthias, Geschäftsleiter Markt (seit 1.1.2023)

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf, ggf. Unternehmen, in dem der Beruf ausgeübt wird

Detzel, Dr. Roland, - Vorsitzender - , selbstständiger Zahnarzt
Fischbach, Peter, - stellvertretender Vorsitzender - , kfm. Angestellter, Berufsgenossenschaft Holz und Metall
Häußler, Josef, selbstständiger Landwirtschaftsmeister
Krohn, Prof. Dr. Tobias, Mitglied der erweiterten Geschäftsführung, Schwäbischer Verlag GmbH & Co. KG Drexler, Gessler
Schmid, Dieter, Polizeibeamter i. R.
Schneider, Wolfgang, Geschäftsführer, ADK GmbH für Gesundheit und Soziales
Staudacher, Prof. Dr. Andreas, selbstständiger Fachanwalt für Verwaltungs-, Bau- und Architektenrecht

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 1.376.536,47 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 20.424,93 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 500.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 896.961,40) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 3,00 % 625.862,66
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 125.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 125.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 21.098,74
896.961,40
Ehingen (Donau), 28. März 2024 Donau-Iller Bank eG

Der Vorstand

Grimm

Hirling

Aufstellung des Anteilbesitzes

- Wir besitzen an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, die nicht von untergeordneter Bedeutung gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB sind:



Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) BED Businesspark
Ehingen Donau GmbH,
Ehingen (Donau)
49,00 2022 1.764 2022 334
b) Grundbesitz-
gesellschaft Bucks
Höfle GbR, Ehingen
(Donau)
33,33 2022 -1.036 2022 -803
c) DZ BANK AG,
Deutsche
Zentralgenossenschaftsbank,
Frankfurt am Main
0,00 2022 10.638.000 2022 380.000
d) DZ Beteiligungs-
GmbH & Co. KG
Baden-Württemberg,
Stuttgart
0,11 2023 3.209.879 2023 97.404
e) Zweite DZ
Beteiligungs-GmbH
& Co. KG Baden-Württemberg,
Stuttgart
0,66 2023 2.496.063 2023 62.817
f) Atruvia AG,
Frankfurt am Main
0,00 2022 448.074 2022 7.592

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Donau-Iller Bank eG, Ehingen (Donau)

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Donau-Iller Bank eG, Ehingen (Donau) (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung der Kundenforderungen:

Unsere Darstellung des besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

a) Sachverhalt und Problemstellung

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

c) Verweis auf weitergehende Informationen

zu a)  

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 991,8 Mio. EUR. Dies entspricht 61,8 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 16,7 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 92,2 Mio. EUR. Innerhalb des Postens nehmen die gewerblichen Kredite eine bedeutende Rolle ein.

Die Identifizierung und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Einzelbewertung der Kundenforderungen insbesondere im gewerblichen Kreditgeschäft für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

zu b)  

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird.

In der Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei haben wir insbesondere auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank abgestellt.

Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft im Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile, die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen bzw. von den wirtschaftlichen Entwicklungen des Geschäftsjahres stark betroffenen Branchen und die Gesamtzusage berücksichtigt.

Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. Bei der Auswahl haben wir insbesondere Kreditengagements berücksichtigt, die von den rückläufigen Konjunkturaussichten, von der Zinsentwicklung, von der Preisentwicklung und von der Entwicklung auf dem Immobilienmarkt betroffen sind.

zu c)  

Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten.

Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Auswirkungen zu den Kreditstrukturen den Verfahren der Risikofrüherkennung enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Davon werden uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft erbracht:

- Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäftes nach § 89 Abs. 1 Satz 1 und 2 WpHG

- Bestätigung Untersuchungshandlungen zur Kostenumlage gemäß § 16 FinDAG gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

- Schulungs-, Seminar- und ähnliche Leistungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat der Bank

- Einreichung rechnungslegungsbezogener Informationen beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Andreas Bender.

Stuttgart, 18. Juni 2024

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Andreas Bender
Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets ausführlich über die Geschäftsentwicklung und die Liquiditäts-, Ertrags- und Risikolage informiert. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Dem Jahresabschluss, dem Lagebericht und dem Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat zugestimmt. Die Gewinnverwendung entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V. hat die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung der Bank einschließlich der Jahresabschlussprüfung 2023 durchgeführt. Dem Jahresabschluss wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung wird in der Vertreterversammlung im gestreckten Verfahren bekannt gegeben.

In der Prüfungsschlusssitzung am 4. Juli 2024 hat der Aufsichtsrat die mündlichen Ausführungen des Abschlussprüfers und den Prüfungsbericht zur Kenntnis genommen und den Jahresabschluss gem. § 38 Abs. 1 GenG geprüft. Zu dem Prüfungsergebnis erklärt der Aufsichtsrat, dass keine Hinweise oder Beanstandungen vorhanden sind, mit denen ein Handlungsbedarf des Aufsichtsrats verbunden wäre.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Mit Ablauf der diesjährigen Vertreterversammlung scheidet Herr Peter Fischbach aus dem Aufsichtsrat aus. Eine Wiederwahl in das Gremium ist zulässig.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Mitgliedern des Vorstandes und bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die umfangreiche und erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr.

Insbesondere danken wir allen Mitgliedern, Kunden und Geschäftspartnern der Donau-Iller Bank eG für das entgegengebrachte Vertrauen und ihre langjährige Treue.

Ehingen (Donau), 11. Juli 2024

Der Aufsichtsrat

Dr. Roland Detzel

Vorsitzender

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG
zum 31. Dezember 2023
("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Donau-Iller Bank eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Donau-Iller Bank eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Im Rahmen Ihrer Tätigkeit betreibt die Donau-Iller Bank eG auch den Verkauf der für die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte benötigten Güter.  

Die Donau-Iller Bank eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Rohergebnis aus Warenverkehr und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 35.472.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 126,5. 

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 15.201.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 3.275 und betreffen sowohl laufende wie auch latente Steuern.

Die Donau-Iller Bank eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 27.08.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 1.376.536,47 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 20.424,93 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

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