Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 9739
Eingetragen
13.10.1999
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Antriebselementen; Erwerb, Verwaltung und Veräußerung von Grundbesitz und grundstücksgleichen Rechten und Anpachtung des Anlagevermögens der Gesellschaft.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jutta Niggeschmidt
seit 5.9.2025
Prokura
Prokura
Sebastian Meise
seit 3.12.2018
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Hackforth Holding GmbH & Co. KG
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hackforth Holding Verwaltungsgesellschaft mbH

Herne

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.809.063,37 1.757.448,24
2. Geleistete Anzahlungen 343.724,40 2.152.787,77 324.550,51 2.081.998,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.575.233,38 43.432.378,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.665.284,23 14.124.045,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.201.044,60 7.741.475,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.505.228,01 72.946.790,22 5.171.441,16 70.469.341,01
III. Finanzanlagen
I. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.134.231,18 51.129,18
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 376.517,50 0,00
3. Beteiligungen 2.016.007,50 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 884.046,28 664.359,86
5. Sonstige Ausleihungen 429.435,55 5.840.238,01 497.930,58 1.213.419,62
80.939.816,00 73.764.759,38
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.903.739,12 20.283.733,86
2. Unfertige Erzeugnisse 20.585.638,29 12.719.160,53
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 30.188.038,91 25.725.342,24
4. Geleistete Anzahlungen 873.372,33 69.550.788,65 787.043,14 59.515.279,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 50.430.917,39 43.710.960,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 299.342,09 14.792,49
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 1.354.265,08 989.003,32
4. Forderungen gegen Gesellschafter 6.449.621,67 9.297.154,16
5. Sonstige Vermögensgegenstände 5.318.564,42 63.852.710,65 9.481.445,73 63.493.356,31
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 12.377.431,81 12.540.852,87
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 21.307.817,97 22.201.497,07
167.088.749,08 157.750.986,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 985.720.50 1.008.199,38
D. Aktive latente Steuern 5.819.870,92 5.560.892,13
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 85.336,34 89.810,34
254.919.492,84 238.174.647,25

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Konzern-Bilanzgewinn 124.287,40 109.894,62
III. Ausgleichsposten für Anteile des Kommanditisten
1. An Kapitalien, Rücklagen und Ergebnisvorträgen 128.434.478,23 118.482.085,05
2. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -2.478.241,18 -1.533.769,81
3. Am Gewinn 29.815.934,62 27.041.311,71
4. Am Verlust -445.544,37 155.326.627,30 -127.765,21 143.861.861,74
IV. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter
1. An Kapitalien, Rücklagen und Ergebnisvorträgen 2.899.297,38 2.667.601,12
2. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -1.195.763,86 -1.004.290,04
3. Am Gewinn 224.117,72 165.748,82
4. Am Verlust 0,00 1.927.651,24 0,00 1.829.059,90
157.404.165,94 145.826.416,26
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.204.900,32 6.391.850,15
2. Steuerrückstellungen 3.373.350,38 2.881.655,20
3. Sonstige Rückstellungen 14.577.080,06 19.630.884,37
24.155.330,76 28.904.389,72
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.724.479,30 31.616.102,95
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.899.563,18 2.854.835,12
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.016.254,36 15.081.787,22
4. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 3.974.295,83 3.491.908,16
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 469.313,51 23.930,52
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 102.981,36 0,00
7. Sonstige Verbindlichkeiten 14.069.929,38 9.617.367,15
--davon aus Steuern EUR 3.494.183,85 (i. Vj. EUR 2.536.894,42)--
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 546.130,94 (i. Vj. EUR 490.937,78)--
72.256.816,92 62.685.931,12
D. Rechnungsabgrenzungsposten 133.805,57 0,00
E. Passive latente Steuern 969.373,65 757.910,15
254.919.492,84 238.174.647,25

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 233.777.530,03 204.521.828,06
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und und unfertigen Erzeugnissen 10.106.719,64 -2.295.965,04
3. Sonstige betriebliche Erträge 10.299.355,03 12.102.900,17
254.183.604,70 214.328.763,19
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 77.636.710,87 56.804.609,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.846.804,04 87.483.514,91 6.025.224,84 62.829.834,22
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 65.021.421,31 60.057.472,67
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 14.157.465,47 79.178.886,78 11.786.219,35 71.843.692,02
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.317.127,75 7.356.261,56
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 36.795.351,75 33.480.554,00
42.408.723,51 38.818.421,39
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 623.509,52 1.234.402,36
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 86.558,41 (i. Vj. EUR 41.806,04)--
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.968.912,50 -2.345.402,98 3.162.263,69 -1.927.861,33
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.854.870,02 9.199.812,10
11. Ergebnis nach Steuern 30.208.450,51 27.690.747,96
12. Sonstige Steuern 599.549,76 604.133,12
13. Konzern-Jahresüberschuss 29.608.900,75 27.086.614,84
14. Gewinnvortrag 109.894,62 102.575,10
15. Dem Kommanditisten zustehender Gewinn -29.815.934,62 -27.041.311,71
16. Auf den Kommanditisten entfallender Verlust 445.544,37 -29.370.390,25 127.765,21 -26.913.546,50
17. Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn -224.117,72 -165.748,82
18. Auf andere Gesellschafter entfallender Verlust 0,00 -224.117,72 0,00 -165.748,82
19. Konzern-Bilanzgewinn 124.287,40 109.894,62

Konzernkapitalflussrechnung 2022

2022 2021
TEUR TEUR
Konzern-Jahresüberschuss vor Gewinnverteilung 29.609 27.087
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 8.317 7.356
Ab-/Zunahme der Rückstellungen -5.241 134
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -1.439 -1.260
Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -10.627 -15.674
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 5.705 3.056
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -78 -18
Zinsaufwendungen/Zinserträge 2.345 1.928
Ertragsteueraufwand 9.682 8.599
Ertragsteuerzahlungen -9.017 -7.750
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 29.256 23.458
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 1 17
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -549 -729
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.140 319
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -12.536 -10.139
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögen 174 250
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -4.816 -820
Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 2.233
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -71 -17
Erhaltene Zinsen 624 1.234
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -15.033 -7.652
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0 1.978
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -5.473 -5.448
Gezahlte Zinsen -2.969 -3.162
Auszahlungen an Unternehmenseigner -15.572 -14.971
Auszahlungen an Minderheitengesellschafter -127 -118
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -24.141 -21.721
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -9.918 -5.915
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -721 1.788
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 -306
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 20.042 24.475
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 9.403 20.042

Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:

2022 2021 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Sonstige Wertpapiere 12.377 12.541 -164
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 21.308 22.201 -893
Zahlungsmitteläquivalente -24.282 -14.700 -9.582
9.403 20.042 -10.639

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

MUTTERUNTERNEHMEN
Gezeichnetes Kapital Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Eigenkapital
EUR EUR EUR
1. Januar 2021 25.600,00 102.575,10 128.175,10
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Währungseffekte 0,00 -69,86 -69,86
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 7.389,38 7.389,38
1. Januar 2022 25.600,00 109.894,62 135.494,62
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Währungseffekte 0,00 0,00 0,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 14.392,78 14.392,78
Stand am 31.12.2022 25.600,00 124.287,40 149.887,40
ANTEILE DES KOMMANDITISTEN
Kumuliertes übriges Konzernergebnis
Kapitalanteil der Kommanditisten Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung Andere neutrale Transaktionen Eigenkapital
EUR EUR EUR EUR
1. Januar 2021 147.355.491,22 -5.388.843,88 -13.547.526,60 128.419.120,74
Ausschüttungen 0,00 0,00 -15.988.373,85 -15.988.373,85
Währungseffekte 0,00 0,00 383.076,03 383.076,03
Übrige Veränderungen 0,00 3.855.074,07 0,00 3.855.074,07
Konzern-Jahresüberschuss 26.913.476,64 0,00 279.488,11 27.192.964,75
1. Januar 2022 174.268.967,86 -1.533.769,81 -28.873.336,31 143.861.861,74
Ausschüttungen 0,00 0,00 -15.572.389,14 -15.572.389,14
Währungseffekte 0,00 0,00 -944.471,37 -944.471,37
Übrige Veränderungen 0,00 -1.388.764,18 0,00 -1.388.764,18
Konzern-Jahresüberschuss 29.370.390,25 0,00 0,00 29.370.390,25
Stand am 31.12.2022 203.639.358,11 -2.922.533,99 -45.390.196,82 155.326.627,30
ANTEILE ANDERER GESELLSCHAFTER
Kumuliertes übriges Konzernergebnis
Minderheitenkapital Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung Andere neutrale Transaktionen Eigenkapital
EUR EUR EUR EUR
1. Januar 2021 3.909.684,01 -920.439,73 -1.085.141,59 1.904.102,69
Ausschüttungen 0,00 0,00 -156.975,80 -156.975,80
Währungseffekte 0,00 0,00 34,50 34,50
Übrige Veränderungen 0,00 -83.850,31 0,00 -83.850,31
Konzern-Jahresüberschuss 165.748,82 0,00 0,00 165.748,82
1. Januar 2022 4.075.432,83 -1.004.290,04 -1.242.082,89 1.829.059,90
Ausschüttungen 0,00 0,00 -127.378,99 -127.378,99
Währungseffekte 0,00 0,00 -191.473,83 -191.473,83
Übrige Veränderungen 0,00 193.326,44 0,00 193.326,44
Konzern-Jahresüberschuss 224.117,72 0,00 0,00 224.117,72
Stand am 31.12.2022 4.299.550,55 -810.963,60 -1.560.935,71 1.927.651,24
KONZERNEIGENKAPITAL
EUR
1. Januar 2021 130.451.398,53
Ausschüttungen -16.145.349,65
Währungseffekte 383.040,67
Übrige Veränderungen 3.771.223,76
Konzern-Jahresüberschuss 27.366.102,95
1. Januar 2022 145.826.416,26
Ausschüttungen -15.699.768,13
Währungseffekte -1.135.945,20
Übrige Veränderungen -1.195.437,74
Konzern-Jahresüberschuss 29.608.900,75
Stand am 31.12.2022 157.404.165,94

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben

1. Angaben zur Gesellschaft

Die Hackforth Holding Verwaltungsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Herne und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Bochum unter der Handelsregisternummer HRB 10087 eingetragen.

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Hackforth Holding GmbH & Co. KG, Herne.

2. Inhalt und Gliederung

Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte in der Form des Gesamtkostenverfahrens.

3. Konsolidierungskreis

Die Vulkan VDT Services S.r.l., Novi Ligure/Italien, befindet sich in Liquidation. Des Weiteren haben sich keine Veränderungen des Konsolidierungskreises ergeben. Eine Übersicht über den Konsolidierungskreis enthält Anlage 1 zum Konzernanhang.

4. Konsolidierungsmethoden

Unternehmen des Konsolidierungskreises mit einer Anteilshöhe über 50,0 % sind im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen worden.

Für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2009 beginnen, ist gemäß BilMoG die Buchwertmethode nicht mehr zulässig. Sie wurde durch die Neubewertungsmethode ersetzt. Für Altfälle, bei denen die Buchwertmethode angewandt wurde, darf diese beibehalten werden.

5. Kapitalkonsolidierung

Anstelle der Beteiligungsbuchwerte wurden in der Konzernbilanz die Buchwerte der Vermögensgegenstände und Schulden der vollkonsolidierten Tochterunternehmen angesetzt. Dabei wird die Buchwertmethode angewandt, wonach zunächst der Wertansatz der Beteiligung mit dem Buchwert des anteiligen Eigenkapitals des Tochterunternehmens aufgerechnet wird. Diese Methode wurde bis zum 31.12.2009 angewandt. Seit dem 01.01.2010 wird für Zugänge nach der Neubewertungsmethode verfahren.

Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wurde analysiert und, wenn er auf der Aktivseite entstanden ist, auf diejenigen Bilanzpositionen verteilt, die stille Reserven und Lasten enthalten und als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen bzw. erfolgsneutral mit den Rücklagen verrechnet. Entstand er auf der Passivseite, wurde er als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung innerhalb des Ausgleichspostens für Anteile der Kommanditisten ausgewiesen.

Die aus der Erstkonsolidierung resultierenden aktiven Unterschiedsbeträge von TEUR 321 und die passiven Unterschiedsbeträge von nunmehr TEUR 5.563 wurden von der Gesellschaft jeweils als vor der Konzernzugehörigkeit erwirtschaftetes Eigenkapital eingeordnet und dementsprechend im Konzerneigenkapital mit den Gewinnrücklagen innerhalb des Ausgleichspostens für Anteile der Kommanditisten verrechnet.

Die nicht von Konsolidierungsvorgängen beeinflussten Aktiva und Passiva wurden unverändert aus den jeweiligen Abschlüssen übernommen. Alle übrigen Aktiva und Passiva wurden gemäß Konzernbilanzierungsrichtlinie übergeleitet. Die auf die Kommanditisten entfallenden Anteile an Kapital und Rücklagen sowie an Gewinnen und Verlusten der konsolidierten Unternehmen sind im Ausgleichsposten für Anteile der Kommanditisten erfasst.

Die auf Dritte entfallenden Anteile an Kapital und Rücklagen sowie an Gewinnen und Verlusten der konsolidierten Unternehmen sind im Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter erfasst.

Die Erstkonsolidierung der Hackforth Holding Verwaltungsgesellschaft mbH, Herne, erfolgte auf den 1. Januar 2000. Erstkonsolidierungen von Tochtergesellschaften, die nach diesem Stichtag in den Konsolidierungskreis einbezogen wurden, erfolgten auf den Tag, an dem die Voraussetzungen hierfür erstmals erfüllt waren.

6. Assoziierte Unternehmen

Die Vulkan Africa Pty Ltd, Rondebosch/Südafrika ist seit dem 21. November 2019 mit 49,0 % der Stimmrechte an der Vulkan South Africa Pty Ltd, Rondebosch/Südafrika beteiligt. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 0,00. Die Gesellschaft wurde zum 1. Januar 2021 erstmalig als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Im Berichtsjahr ist das Eigenkapital mit TEUR 843 negativ, der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 208. Der anteilige negative Equity-Wert zum Bilanzstichtag beträgt TEUR -438.

7. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden im Wesentlichen über 5 Jahre abgeschrieben. Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen sind nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Anlagegüter linear berechnet worden. Die durchschnittliche Nutzungsdauer der Betriebsausstattung beträgt 5 bis 15 Jahre, der Geschäftsausstattung 1 bis 13 Jahre und der Kraftfahrzeuge 3 bis 5 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 250,00 wurden im Zugangsjahr direkt als Aufwand erfasst. Anlagenzugänge, deren Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 800,00 betragen, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang erfasst.

Auf Zugänge zum Anlagevermögen wird die Abschreibung zeitanteilig verrechnet.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Rohstoffe und Waren sind mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren Marktpreis bewertet. Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten bzw. beim Vorliegen der Voraussetzungen mit einem Festwert, der 80 % der Anschaffungskosten beträgt, bewertet. Eine Festwertaufnahme fand zuletzt zum 31. Dezember 2022 statt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen, aber keine Fremdkapitalzinsen. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, liquide Mittel und geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert, Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen sind einzeln im Umfang erkennbarer Risiken sowie pauschal wegen des allgemeinen Kreditrisikos wertberichtigt.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Sie berücksichtigen in angemessenem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie Preissteigerungsraten und bei Laufzeiten größer als 1 Jahr entsprechende Abzinsungsbeträge. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB wurden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (im Falle von Altersversorgungsverpflichtungen: zehn Geschäftsjahre) abgezinst.

Für Pensions- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen sieht das HGB eine Vereinfachungsregelung vor, wonach einheitlich derjenige Zinssatz zu verwenden ist, der sich bei Zugrundelegung einer Laufzeit von 15 Jahren ergeben würde.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Project Unit Credit Method) ermittelt. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Damit wird für die Bewertung ein 10-Jahres-Durchschnitts-Zinssatz von 1,78 % angesetzt. Biometrische Rechnungsgrundlagen sind die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck. Der Rententrend wird mit 1,0 % angenommen.

Wäre für den Zinsfuß der Durchschnitt der letzten sieben Jahre (1,44 %) zu Grunde gelegt worden, wäre die Pensionsrückstellung mit EUR 6.360.505,31 auszuweisen gewesen. Insoweit besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von EUR 155.605,00.

Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde die vertragliche Altersgrenze einbezogen. Die Anwartschaft auf Hinterbliebenenversorgung wurde nach der kollektiven Methode angesetzt.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessenem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

8. Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt erfasst. Am Abschlussstichtag werden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr haben, zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Die Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften wurden wie folgt umgerechnet: Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet, die Bilanz mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag. Sich hieraus ergebende Umrechnungsdifferenzen sind im Eigenkapital verrechnet.

9. Befreiender Konzernabschluss

Folgende Gesellschaften nehmen die Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 bzw. § 264 Abs. 3 i. V. m. § 264 b Nr. 3 HGB in Anspruch:

Hackforth Holding GmbH & Co. KG, Herne

Hackforth GmbH, Herne

"Vulkan" Kupplungs- und Getriebebau Bernhard Hackforth GmbH & Co. KG, Herne

A.T. Antriebstechnik GmbH, Herne

Vulkan Lokring-Rohrverbindungen GmbH & Co Kommanditgesellschaft, Herne

Vulkan Lokring-Rohrverbindungen GmbH, Herne

Erläuterung zur Konzern-Bilanz

1. Anlagevermögen

Bei der Entwicklung des Anlagevermögens wurde eine von den historischen An- schaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Entwicklung des Anlagevermögens in der Anlage 2 zum Konzernanhang dargestellt.

Folgende Tochterunternehmen, an denen Konzernunternehmen jeweils 100,0 % der Anteile halten, wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie keine werbende Tätigkeit mehr ausüben und insgesamt für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsprechenden Bildes von untergeordneter Bedeutung sind:

Eigenkapital 31.12.2022 Ergebnis 2022
EUR EUR
Vulkan Harex Stahlfasertechnik GmbH, Herne 93.337,86 5.109,52
Vulkan Strahlverfahrenstechnik GmbH & Co. KG, Hattingen -348.869,91 -22.495,63
Vulkan Strahlverfahrenstechnik GmbH, Hattingen 128.617,28 8.630,36
magnoric SAS, Duppigheim/Frankreich (vormals SAS ubiblue, Strasbourg/Frankreich) 160.163,28 968.696,22

Der Beteiligungsbuchwert an der Vulkan Strahlverfahrenstechnik GmbH & Co. KG wurde bereits im Jahr 2008 vollständig wertberichtigt.

Die Beteiligung an der magnoric SAS beträgt 60 %. Es handelt sich um eine Beteiligung ohne werbende Tätigkeit.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen in Höhe von TEUR 42 mit einer Laufzeit von einem bis fünf Jahren.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 72 mit einer Laufzeit von einem bis fünf Jahren und TEUR 71 mit einer Laufzeit von über fünf Jahren enthalten.

3. Sonstige Wertpapiere

Es handelt sich um Wertpapieranlagen der Vulkan Technologies Pvt. Ltd., Pune/Indien, der Wuxi-Vulkan Technologies Ltd., Jiangsu/China und der VULKAN ESPANOLA S.A., Madrid/Spanien.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem Posten werden Leasing von TEUR 32 (i. Vj. TEUR 16), Disagien von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 5), Zinsen von TEUR 91 (i. Vj. TEUR 4) und Sonstige von TEUR 860 (i. Vj. TEUR 983) ausgewiesen.

5. Aktive Latente Steuern

Im Konzern wurden gemäß § 306 HGB und DRS 18 aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 5.820 und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 969 gebildet. Diese resultieren aus den temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz der einbezogenen inländischen- und ausländischen Konzerngesellschaften sowie aus der Eliminierung von Zwischengewinnen. Weitere Erläuterungen wurden bei den Angaben zu § 314 HGB Abs. 1 Nr. 21 HGB vorgenommen (Anlage 1.5/10).

6. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der Ausweis betrifft den Teil des Deckungsvermögens, der der Absicherung der Pensionsverpflichtung dient, diese jedoch übersteigt. Die Berechnungsmethode ist der von dem Versicherer mitgeteilte Rückkaufswert.

Die in der Bilanzposition "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" saldierten Posten gliedern sich wie folgt:

Anschaffungskosten zum Stichtag Rückkaufswert Erfüllungsbetrag der Schulden Aktiver Unterschiedsbetrag Verrechneter Aufwand Verrechneter Ertrag
301.556,34 301.556,34 216.220,00 85.336,34 -4.474,00 0,00

7. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 25.600,00 entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Stammkapital und ist voll eingezahlt.

Im Konzern-Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 109.894,62 enthalten.

8. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen setzten sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt zusammen:

Anzahl TEUR
Aktive Versorgungsberechtigte 55 2.624
Ausgeschiedene Berechtigte mit
unverfallbaren Anwartschaften 19 3.581
74 6.205

Der Ausweis betrifft den Teil der Pensionsrückstellung, der nach Abzug des Deckungsvermögens verbleibt und der der Absicherung der Pensionsverpflichtung dient, diesen jedoch unterschreitet oder gleich ist.

Die Pensionsrückstellungen setzten sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt zusammen:

Zeitwerte zum Stichtag Anschaffungskosten Erfüllungsbetrag der Schulden Unterschiedsbetrag Verrechneter Aufwand Verrechneter Ertrag
37.037,26 37.037,26 -39.874,00 -2.836,74 1.275,00 736,98

9. Steuerrückstellungen

Ausgewiesen werden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das laufende Geschäftsjahr und Vorjahre von TEUR 3.373.

10. Sonstige Rückstellungen

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Personalbereich 7.540 8.748
Drohverluste 1.512 4.316
Verkaufsbereich 3.776 3.551
Andere Rückstellungen 1.749 3.016
14.577 19.631

11. Derivative Finanzinstrumente

Bezeichnung Vertragssumme Laufzeit Zeitwert zum Bilanzstichtag TEUR
TEUR
Zins Swap 30.000 01/2015-12/2024 -390

Eine Bankbewertung zum Bilanzstichtag liegt vor. Der negative Marktwert ist durch eine Drohverlustrückstellung bilanziell berücksichtigt.

12. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Rahmen der gesamtschuldnerischen Haftung der Unternehmensgruppe besichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen die Warenbezüge teilweise dem Eigentumsvorbehalt der Lieferanten.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Die Restlaufzeiten stellen sich wie folgt dar:

(in TEUR) < 1 Jahr 1 - 5 Jahre - 5 Jahre 31.12. 2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.269 456 0 35.725
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.850 48 2 2.900
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.780 228 8 15.016
Verbindlichkeiten aus Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 3.974 0 0 3.974
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 103 0 0 103
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 469 0 0 469
Sonstige Verbindlichkeiten 14.070 0 0 14.070
71.515 732 10 72.257
(in TEUR) < 1 Jahr 1 - 5 Jahre - 5 Jahre 31.12. 2021
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.174 5.442 0 31.616
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.842 5 8 2.855
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.052 15 15 15.082
Verbindlichkeiten aus Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 3.492 0 0 3.492
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 24 0 0 24
Sonstige Verbindlichkeiten 9.609 8 0 9.617
57.193 5.470 23 62.686

Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Geographisch bestimmte Märkte 2022 2021
TEUR TEUR
Europa 94.491 87.162
Asien / Australien 76.502 63.945
Nordamerika 36.413 30.802
Südamerika 21.651 19.023
Sonstige Regionen 4.721 3.590
233.778 204.522
Anwendungsfallbestimmte Märkte 2022 2021
TEUR TEUR
Vulkan Couplings 134.179 122.501
Vulkan Lokring 47.395 43.123
Vulkan Drive Technology 49.464 38.449
Sonstige 2.739 449
233.778 204.522

2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

Die Bestandsveränderung resultiert aus einer Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse von TEUR 7.866 und einer Erhöhung der fertigen Erzeugnisse von TEUR 2.241.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von insgesamt TEUR 10.038 (i. Vj. TEUR 8.996). Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Periodenfremde Erträge 2022 2021
TEUR TEUR
Auflösung von Rückstellungen (im Wesentlichen aus Derivatgeschäften) 4.877 2.481
Kursgewinne 4.172 5.517
Vereinnahmung von Verbindlichkeiten 599 2
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 266 809
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 95 75
Erträge aus Versicherungen 16 95
Eingang ausgebuchte Forderungen 13 17
10.038 8.996

4. Personalaufwand

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung entfallen auf die Altersversorgung TEUR 1.090 (i. Vj. TEUR 1.088).

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 4.707 (i. Vj. TEUR 5.982). Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Periodenfremde Aufwendungen 2022 2021
TEUR TEUR
Kursverluste 2.733 4.258
Zuführung zu sonstigen Rückstellungen 1.100 315
Wertberichtigungen auf Forderungen 857 1.352
Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen 17 57
4.707 5.982

6. Aufzinsungs- und Abzinsungsbeträge nach § 277 (5) HGB

Im Bereich des Finanzergebnisses von TEUR -2.345 (i. Vj. TEUR -1.928) sind Zinserträge i. H. v. TEUR 0 (i. Vj. TEUR 2) und Zinsaufwendungen i. H. v. TEUR 113 (i. Vj. TEUR 134) für Ab- und Aufzinsungen erfasst.

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten beinhaltet neben dem laufenden Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2022 von TEUR 9.838 (i. Vj. TEUR 8.443) auch Steueraufwendungen für das Vorjahr von TEUR 18 (i. Vj. TEUR 156) und Aufwendungen und Erträge aus Abgrenzungen für latente Steuern von TEUR 773 (i. Vj. TEUR 728) bzw. TEUR -774 (i. Vj. TEUR -127).

Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Der Ausweis betrifft Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln in Höhe von TEUR 873 (i. Vj. TEUR 217).

Die eingegangenen Verpflichtungen gegenüber Dritten sind nicht zu passivieren, da die zu Grunde liegenden Verbindlichkeiten durch die Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

2. Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2022 2021
Arbeiter 598 606
Angestellte 804 732
1.402 1.338

Auszubildende - 2022 siebenundzwanzig Personen (i. Vj. sechsundzwanzig) wurden nicht berücksichtigt.

3. Organe der Muttergesellschaft

Geschäftsführer sind die Herren

Diplom-Kaufmann Sebastian Hackforth, Herne

Diplom-Kaufmann Sven Oelert, Odenthal

Diplom-Kaufmann (FH) Sebastian Meise, Herne

4. Sonstige Pflichtangaben

Die Bezüge der Geschäftsführer betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.653, darin sind Bezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung in Höhe von TEUR 229 enthalten.

5. Sonstige Finanzielle Verpflichtungen

Leasing Vertragspartner Laufzeit Aufwand 2022 Gesamtvolumen 2023 bis 2027
in TEUR in TEUR
Diverse Leasinggesellschaften 2017 bis 2027 597 1.226

6. Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 21 und 22 HGB

Die Zusammensetzung der bilanzierten aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 5.820 (i. Vj. TEUR 5.561) sowie der bilanzierten passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 969 (i. Vj. TEUR 758) sind nachfolgender Tabelle zu entnehmen.

Der bei den Personengesellschaften zu Grunde gelegte Steuersatz für die Berechnung der latenten Steuern beträgt 17,5 % (i. Vj. 17,5 %). Dieser bezieht sich auf den für die Stadt Herne relevanten Hebesatz für Gewerbesteuer in Höhe von 500 %. Der Steuersatz der inländischen Kapitalgesellschaften beträgt 33,3 % (i. Vj. 33,3 %) und setzt sich wie folgt zusammen: 17,5 % Gewerbesteuer und 15,8 % Körperschaftssteuer. Es handelt sich hierbei um die künftig geltenden Steuersätze, die im Jahr der Umkehrung der zeitlichen Differenz zu verwenden sein werden. Die Steuersätze der ausländischen Konzerngesellschaften wurden analog ermittelt. Sie bewegen sich in einer Bandbreite zwischen 15 % und 34 % (i. Vj. 15 % und 34 %).

2022 2021
TEUR TEUR
Zusammensetzung latenter Steuern: Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 0 0
Sachanlagen 377 1.213 223 1.098
Vorräte 3.650 0 3.264 56
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 180 47 76 0
Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 369 0 384 0
Sonstige Rückstellungen 1.297 0 1.620 0
Verbindlichkeiten 270 32 390 0
Summe temporäre Differenzen 6.143 1.292 5.957 1.154
Verlustvorträge 0 0 0 0
Summe Verlustvorträge 0 0 0 0
Saldierung -323 -323 -396 -396
Aktive latente Steuern 5.820 5.561
Passive latente Steuern 969 758

Die Veränderung der passiven latenten Steuer beträgt TEUR 211.

7. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers

2022 2021
Abschlussprüfungsleistungen 126 140
Steuerberatungsleistungen 16 24
142 164

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss der Muttergesellschaft soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Nachtragsbericht

Die seit dem 1. Quartal 2020 anhaltende COVID 19-Pandemie sowie der Krieg zwischen Russland und der Ukraine haben keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Lage des Konzerns.

Auch im Jahr 2023 könnte es Auswirkungen aufgrund des COVID 19-Virus und / oder des Krieges zwischen Russland und der Ukraine geben. Jedoch ist in den ersten Monaten eine positive Ergebnisentwicklung zu verzeichnen.

 

Herne, 05. Juli 2023

Hackforth Holding Verwaltungsgesellschaft mbH

Dipl.-Kfm. Sebastian Hackforth

Dipl.-Kfm. Sven Oelert

Dipl.-Kfm. (FH) Sebastian Meise

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2022

(Konsolidierungskreis)

Nominalkapital Anteile mittelbar %
Konsolidierte Unternehmen
I. Inland
Hackforth Holding GmbH & Co KG, Herne 1) EUR 8.487.445 0,0
Hackforth GmbH, Herne EUR 4.000.000 100,0
"Vulkan" Kupplungs- und Getriebebau Bernhard Hackforth GmbH & Co. KG, Herne EUR 2.045.168 100,0
Vulkan Lokring-Rohrverbindungen GmbH & Co Kommanditgesellschaft, Herne EUR 102.258 100,0
A.T. Antriebstechnik GmbH, Herne EUR 25.565 100,0
Vulkan Lokring-Rohrverbindungen GmbH, Herne EUR 25.565 100,0
II. Ausland
American VULKAN Corporation, Winter Haven, Florida/USA USD 37.605 100,0
Vulkan Africa Pty Ltd, Rondebosch/Südafrika 2) ZAR 4 100,0
VULKAN ESPAÑOLA S.A., Madrid/Spanien EUR 600.000 100,0
Vulkan do Brasil Ltda., Itatiba-Sao Paulo/Brasilien BRL 3.767.000 99,2
Vulkan Industries Limited, Brighouse/Großbritannien GBP 22.000 100,0
Vulkan Italia S.r.l., Novi Ligure/Italien EUR 800.000 100,0
Vulkan VDT Services S.r.l., Novi Ligure/Italien EUR 50.000 100,0
VULKAN France SA, Les Pennes Mirabeau/Frankreich EUR 162.000 100,0
Vulkan Skandinavia AS, Molde/Norwegen NOK 100.000 100,0
Vulkan Industries Far East Pte Ltd Singapur/Singapur SGD 100.000 100,0
Wuxi-Vulkan Technologies Ltd., Wuxi, Jiangsu/China CNY 16.525.980 100,0
Vulkan Holding B.V., Alblasserdam/Niederlande EUR 18.152 99,0
Vulkan Nederland B.V., Alblasserdam/Niederland 3) EUR 62.622 100,0
LOKRING Benelux B.V., Alblasserdam/Niederlande 3) EUR 18.000 100,0
Vulkan Technologies Pvt. Ltd., Pune/Indien INR 49.776.100 100,0
VULKAN Korea Corp., Pusan/Südkorea KRW 200.000.000 100,0
Nippon Vulkan Co Ltd., Tokio/Japan JPY 30.000.000 55,0
Vulkan Turkey Mühendislik Denizcilik ve Sanayi Ürünleri Ticaret Limited Şirketi, Istanbul/Türkei TRL 105.000 100,0
VULKAN Australia Pty Ltd., Gosford/Australien AUD 150.000 100,0

1) Anteilszurechnung über Frau Gabriele Hackforth, Herrn Dipl.-Kfm. Sebastian Hackforth und Frau Katrin Leisten, alle Herne
2) mittelbar über VULKAN Lokring-Rohrverbindungen GmbH & Co Kommanditgesellschaft, Herne
3) mittelbar über VULKAN Holding B.V., Alblasserdam/Niederlande

Entwicklung des Konzernanlagevermögens in 2022

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.1.2022 Währungsumrechnung Zugänge
EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.036.045,69 25.648,65 452.249,62
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.353.130,31 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 324.550,51 0,00 96.581,89
19.713.726,51 25.648,65 548.831,51
II. Sachanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 67.233.570,73 -166.867,28 1.726.328,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 50.263.278,60 41.082,20 5.055.457,37
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.087.883,86 105.470,76 2.451.986,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.171.441,16 87.600,76 3.302.025,68
161.756.174,35 67.286,44 12.535.798,32
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 102.258,36 0,00 2.083.102,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 376.517,50
3. Beteiligungen 0,00 0,00 2.016.007,50
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 664.359,86 -12.749,61 232.436,03
5. Sonstige Ausleihungen 497.930,58 -2.326,33 108.145,45
1.264.548,80 -15.075,94 4.816.208,48
182.734.449,66 77.859,15 17.900.838,31
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Umbuchungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 266.787,75 115.285,50 16.665.446,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 3.353.130,31
3. Geleistete Anzahlungen -77.408,00 0,00 343.724,40
189.379,75 115.285,50 20.362.300,92
II. Sachanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.870.665,83 101.610,32 70.562.087,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.942.993,35 813.236,95 57.489.574,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -20.389,61 810.545,25 40.814.406,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -4.982.649,32 2.073.190,27 1.505.228,01
-189.379,75 3.798.582,79 170.371.296,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 2.185.360,36
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 376.517,50
3. Beteiligungen 0,00 0,00 2.016.007,50
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 884.046,28
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 174.314,15 429.435,55
0,00 174.314,15 5.891.367,19
0,00 4.088.182,44 196.624.964,68
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1.1.2022 Währungsumrechnung Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.278.597,45 28.247,61 664.310,28
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.353.130,31 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
17.631.727,76 28.247,61 664.310,28
II. Sachanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.801.191,91 37.618,93 2.349.366,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 36.139.232,87 96.701,56 2.977.243,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.346.408,56 87.246,22 2.326.207,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
91.286.833,34 221.566,71 7.652.817,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 51.129,18 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
51.129,18 0,00 0,00
108.969.690,28 249.814,32 8.317.127,75
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
Umbuchungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 114.772,50 14.856.382,84
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 3.353.130,31
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 114.772,50 18.209.513,15
II. Sachanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 201.322,97 25.986.854,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 549.389,31 938.276,46 38.824.290,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -549.389,31 597.111,74 32.613.361,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
0,00 1.736.711,17 97.424.506,35
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 51.129,18
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 51.129,18
0,00 1.851.483,67 115.685.148,68
BUCHWERTE
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.809.063,37 1.757.448,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 343.724,40 324.550,51
2.152.787,77 2.081.998,75
II. Sachanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.575.233,38 43.432.378,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.665.284,23 14.124.045,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.201.044,60 7.741.475,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.505.228,01 5.171.441,16
72.946.790,22 70.469.341,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.134.231,18 51.129,18
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 376.517,50 0,00
3. Beteiligungen 2.016.007,50 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 884.046,28 664.359,86
5. Sonstige Ausleihungen 429.435,55 497.930,58
5.840.238,01 1.213.419,62
80.939.816,00 73.764.759,38

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Die VULKAN-Gruppe mit ihren drei Geschäftsbereichen MARINE, VULKAN INDUSTRIE UND ENERGIE sowie KÄLTE- UND KLIMATECHNIK ist Marktführer im maritimen und industriellen Kupplungsbau sowie für lötfreie, unlösbare Rohrverbindungen in der Kälte- und Klimatechnik.

Der Geschäftsbereich MARINE produziert hochelastische Kupplungen, die in Antriebssträngen für mittlere und hohe Leistungen eingesetzt werden. Sie finden schwerpunktmäßig in Schiffs-, Boots-, Generatoren-, Industrie- und Bahnantrieben ihre Verwendung. Die wichtigsten Kunden des Geschäftsbereichs MARINE sind Erstausrüster für Motoren und Getriebe, die unsere hochelastischen Kupplungen im Wesentlichen für Schiffs- und Generatorantriebe für Frachtschiffe, Kreuzfahrtschiffe, Schnellfähren, Marineschiffe, Ausflugsschiffe, Fischereiboote, Eisbrecher und Rettungsschiffe als Teil der Antriebstechnologie einsetzen. Darüber hinaus sind Schiffsbetreiber wichtige Kunden in unserem Ersatzteil- und Servicegeschäft. Ferner finden unsere Produkte Anwendung in den wachsenden Marktsegmenten der Offshore-Öl- und Gasindustrie sowie in der Kraftwerksindustrie. Der Geschäftsbereich MARINE vermarktet seine Produkte und Dienstleistungen über ein flächendeckendes, weltweites Vertriebsnetz. Der Weltmarkt, auf dem der Geschäftsbereich MARINE im Wesentlichen tätig ist, wird nennenswert nur noch von zwei weiteren Anbietern bedient, wobei lediglich ein Wettbewerber in etwa die gleichen Kunden mit ähnlicher Produktpalette beliefert. Mit dem Geschäftsbereich MARINE erzielt das Unternehmen in 2022 ca. 59% des gesamten Konzernumsatzes.

Der Geschäftsbereich KÄLTE- UND KLIMATECHNIK produziert und vertreibt Rohrverbindungen, die eine schnelle und sichere, unlösbare Verbindung von Rohren, auch aus unterschiedlichsten Werkstoffen, auf kaltem Wege ermöglicht. Diese Rohrverbindungen finden hauptsächlich Anwendung in Kälte- und Klimaanlagen, Kühl- und Gefrierschränken. Zu den wichtigsten Kunden für den Geschäftsbereich KÄLTE- UND KLIMATECHNIK Produkte gehören Erstausrüster für Kühl- und Gefrierschränke und Automobilklimaanlagen. Weitere Kunden sind Installationsfirmen für Klimaanlagen, freie Service- und Kundendienstfirmen und Automobilwerkstätten. Trotz des verstärkten Auftretens von Kopien unserer Produkte aus China in den letzten Jahren konnte der Geschäftsbereich KÄLTE- UND KLIMATECHNIK seine Stellung im Markt nicht nur behaupten, sondern weiter ausbauen. Ursache hierfür war das sehr hohe Qualitätsniveau der Produkte, sowie die vom Kunden sehr geschätzte Problemlösungskompetenz. Der Geschäftsbereich KÄLTE- UND KLIMATECHNIK hatte in 2022 einen Anteil von ca. 20% am gesamten Konzernumsatz.

Der Geschäftsbereich INDUSTRIE UND ENERGIE befasst sich mit Produkten und Anwendungen im Bereich der industriellen Antriebstechnik. Das Produktspektrum umfasst neben Kupplungen auch Bremsen und Rücklaufsperren für Anwendungen im Bergbau und Kranbau. Etwa 21% des gesamten Konzernumsatzes wurden 2022 in diesem Bereich erzielt.

MARINE

Der Geschäftsbereich Marine steuert alle Aktivitäten im Bereich der Marinetechnik. Komponenten der marinen Antriebstechnik von VULKAN befinden sich in unterschiedlichsten Schiffstypen.

Business-Segmente

Schlepper

Jachten

Navy

Baggerschiffe

Kreuzfahrtschiffe und Fähren

Arbeitsschiffe

INDUSTRIE UND ENERGIE

Der Geschäftsbereich Industrie und Energie von VULKAN umfasst anspruchsvolle industrielle Antriebe und bietet ein breites Produktportfolio für Hochleistungs-Applikationen in verschiedenen Industriezweigen.

Business-Segmente

Landwirtschaftliche Maschinen

Bauwesen und Zement

Bergbau und Mineralienverarbeitung

Öl, Gas und Petrochemie

Häfen

Zellstoff und Papier

Eisenbahn

Eisen und Stahl

Zucker und Ethanol

Energieerzeugung

KÄLTE- UND KLIMATECHNIK

Als Entwickler der LOKRING® Technologie ist der Geschäftsbereich Kälte- und Klimatechnik von VULKAN Marktführer im Bereich lötfreie, unlösbare Rohrverbindungen für Anwendungen im Bereich Haushalts- und Gewerbekälte sowie für die Klimatechnik.

Business-Segmente

Erstausrüster | Produktion

Installation von HVAC-Systemen

Reparatur von Kühlgeräten

Reparatur von Fahrzeugklimaanlagen

Aufgrund der Branchen, in denen die VULKAN-Gruppe tätig ist, sowie seiner global agierenden Kunden, ist die VULKAN-Gruppe stark internationalisiert. Konzernmuttergesellschaft ist die Hackforth Holding Verwaltungsgesellschaft mbH ("Hackforth Holding") mit Sitz in Herne / Deutschland, aus der der Gesamtkonzern gesteuert wird. Zu den rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften gehören Produktionsstandorte in Deutschland, in den USA, Brasilien, Indien und China sowie weitere im Ausland tätige Unternehmen mit Vertriebs- und Servicefunktionen. Die wesentlichen Absatzmärkte der VULKAN-Gruppe sind Europa (40% des Umsatzes), Asien / Australien (33%), Nordamerika (15%) und Südamerika (9%).

Nach Divisionen verteilt sich der Gruppen-Umsatz wie folgt:

II. Weltwirtschaftliche Entwicklung

Die weltwirtschaftliche Entwicklung ist nach einer Zeit der moderateren Entwicklung aktuell durch die Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie und des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine geprägt. In den nächsten beiden Jahren wird mit einem schwächeren Wachstum und einer niedrigeren Dynamik gerechnet. Dieses gilt nicht nur für die sogenannten Industrieländer, sondern auch, wenn gleich in unterschiedlichem Maße, für die Schwellenländer. Für das laufende Jahr sowie für das kommende Jahr 2024 gehen wir entsprechend der zu Grunde liegenden Prognose von einem Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 2,5% bzw. 3,2% pro Jahr aus. Dieses ist gegenüber der Erhöhung in 2022 von 3,2% eine Verlangsamung des Wachstums. 1

Die grundsätzlich höheren politischen Risiken, auch wirtschaftlicher Art, wie zum Beispiel protektionistischer Maßnahmen, haben bisher die wirtschaftliche Erholung und Dynamik leicht gedämpft, jedoch weisen die Stimmungsindikatoren momentan leicht nach oben.

Sehr schwer abschätzbar sind die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen durch den aktuellen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Des Weiteren sind die Folgen aus den Handelskonflikten zwischen den Vereinigten Staaten und China, wo weiterhin ein Großteil des Außenhandels zwischen beiden Ländern mit Zöllen belegt sind, die die weltwirtschaftliche Konjunktur spürbar bremst, nicht absehbar.

Wenn auch zur Stabilisierung der Wirtschaft und zur Reduzierung steigender Inflationsraten gedacht, sind die Folgen der geänderten Geldpolitik vieler Notenbanken und der schnelle Anstieg der Leitzinsen noch nicht vorhersehbar. Die amerikanische Notenbank hat seit März 2022 den Leitzins zum zehnten Mal in Folge angehoben und auf 5,00% und 5,25% festgesetzt, um so die anhaltend hohe Inflation zu reduzieren. Die zentrale europäische Notenbank hat sich der geänderten Geldpolitik der amerikanischen Notenbank angepasst, wobei im Juni 2023 eine weitere Erhöhung des Zinssatzes der europäischen Notenbank auf 4,00% erfolgte. Ob diese Geldpolitik allerdings eine positive Wirkung entfalten kann, wird kritisch gesehen. Aktuell ist bereits ein deutlicher Rückgang der Kreditnachfrage von Haushalten und Firmen zu beobachten, zugleich können steigende Zinsen in Zukunft auch das Wirtschaftswachstum hemmen.

Die für die Realwirtschaft wichtigen Rohstoffmärkte haben sich, nach Jahren niedriger Nachfrage, negativ entwickelt. Die Preise für fast alle wichtigen Rohstoffe sind in den letzten Monaten gestiegen. Aufgrund einer weiterhin hohen Nachfrage erwarten wir auch in den nächsten Monaten ein hohes Preisniveau.

Viele Länder erwarten aufgrund dieser Entwicklung steigende Inflationsraten. Diese sich überlagernden, zum Teil gegensätzlichen Einflussgrößen führen zu einer erhöhten Unsicherheit hinsichtlich der Vorhersage der weltwirtschaftlichen Entwicklung. Diese Unsicherheit wird noch durch die aktuelle Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine verstärkt, deren kurz- und mittelfristigen Folgen für die Weltwirtschaft aktuell schwer abschätzbar und zu bewerten sind.

In der nach wie vor größten Volkswirtschaft der Welt, der Volkswirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika, ist im Berichtsjahr 2022 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von - 2,1% erzielt worden. Im Zuge der generellen Erholung der Wirtschaft wird von einer wesentlich schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung für die Jahre 2023 (+1,6%) und 2024 (+1,1%) erwartet. 2 Aufgrund der konjunkturell angespannten Entwicklung in den USA setzt die amerikanische Zentralbank momentan auf maximale Flexibilität in der Geldpolitik, um auf die anhaltende Inflation entsprechend reagieren zu können. Die damit verbundenen Auswirkungen auf andere Währungen als auch das weltweite Zinsniveau bleiben jedoch abzuwarten. Des Weiteren bleiben ebenfalls die wirtschaftspolitischen, weiterhin protektionistischen Maßnahmen der amerikanischen Administration und deren mögliche Folgen abzuwarten.

Da das Wachstum der Wirtschaft in der Volksrepublik China 2022 mit einem Wachstum von 3% niedrig ist, ist für die Jahre 2023 und 2024 mit einer Erhöhung des Wirtschaftswachstums zu rechnen. Aufgrund zurückkehrender Investitionen sowie inländischer Konjunktur- und Infrastrukturprogrammen wird sich das wirtschaftliche Wachstum mit einem Plus von 5,2% (2023) und 4,5% (2024) weiter erhöhen. 3

Es bleibt jedoch abzuwarten, inwieweit die kräftigen geld- und fiskalpolitischen Impulse der chinesischen Regierung zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Belebung führen. Maßnahmen, um die Kreditexpansion zu bremsen und den überhitzten Immobilienmarkt abzukühlen, werden die Finanzierungsbedingungen verschlechtern und die Konjunktur in den nächsten Jahren dämpfen.

1 Kieler Konjunkturbericht Nr.102 vom 16. März 2023, Kiel Institut für Weltwirtschaft
2 Kieler Konjunkturbericht Nr.102 vom 16. März 2023, Kiel Institut für Weltwirtschaft

3 Kieler Konjunkturbericht Nr. 102 vom 16. März 2023, Kiel Institut für Weltwirtschaft

Auch die EURO-Zone und damit ein wesentlicher Teil der Europäischen Union ist aktuell durch die Nachwirkungen der Coronapandemie und des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine stark beeinträchtigt. Trotz der weiterhin zunehmenden politischen Themen führten die Nachholeffekte nach dem schwierigen Jahr 2020 zu einem positiven Wachstum von 3,5% in 2022. Für die kommenden Jahre wird ein schwächeres Wachstum erwartet, die Prognose sieht dabei für das Jahr 2023 ein Wachstum von 0,7% und für 2024 ein Wachstum von 1,5% voraus. Weiterhin bleibt anzumerken, dass das prognostizierte Wachstum regional durchaus sehr unterschiedlich sein kann.

Brasilien konnte sich nun von der politischen Krise langsam erholen. Ausgehend von einem positiven Wachstum des BIP im Jahr 2022 von 2,9%, ist für 2023 ein Wachstum von 0,92 % zu erwarten. Im Jahr 2024 wird ein Wachstum von 1,49 % des BIP erwartet. Seit Sommer 2022 sinkt in Brasilien die Inflationsrate, wodurch die die Wirtschaftliche Entwicklung ein positives Wachstum verzeichnet.

Indien bleibt aufgrund des sehr starken Jahres 2022 mit hohen stabilen Wachstumsraten auf dem Pfad des starken Wirtschaftswachstums. Nach einem Jahr mit einem positiven Wachstum von 6,8% in 2022, erwartet Indien in 2023 ein Wachstum von 5,9% bzw. 6,3% in 2024. Somit wird Indien seinen Rivalen China im Bereich der Wachstumsraten nun übertreffen. Indien verzeichnet somit trotz des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine eine Wachstumsrate von über 5%.

III. Branchenentwicklung

Die Maschinenbauindustrie in Deutschland hat wenig überraschend einen Rückgang im Auftragseingang erlebt, im Vergleich zum Vorjahr um 4 %. Laut Angaben des Branchenverbandes VDMA war der Auftragseingang im Maschinenbau in den Monaten August und September 2022 gut gestiegen, folgend mit einem kleinen Einbruch ab Oktober. Die Gründe hierfür sind zahlreiche Produktionsbehinderungen, wie der Mangel an Zulieferungen und an Arbeitskräften. Ferner sind die direkten und indirekten Auswirkungen des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine noch nicht absehbar. 4

Im Laufe des Jahres 2022 hat die Produktion ihr Vorjahresniveau um 0,3 % verfehlt. Die Auslastung der Maschinenkapazitäten ist leicht gesunken, die Auslastungsquote betrug 89% im Oktober 2022, dabei ist der Rückgang Ausdruck der weiterhin extrem angespannten Lage.4 Des Weiteren können die Unternehmen ihre Auftragsbestände sukzessive abbauen und so trotz rückläufiger Auftragseingänge die vorhandenen Fertigungskapazitäten gut auslasten. 4

Geschäftsbereich MARINE:

Nach der schlechten Situation im Weltschiffbau in den letzten Jahren gab es auch in 2022 einen positiven Trend. So stiegen die Auftragseingänge in 2022 in Höhe von insgesamt EUR 108,4 Mio. CGT auf ein Niveau, welches deutlich über den Zahlen der Vorjahre liegt. 5 Nach Jahren mit niedrigen Öl- und Gaspreisen sind viele Rohstoffpreise in den letzten Monaten stark angestiegen, dadurch wird es vielen Unternehmen in dieser Branche ebenfalls sehr schwer gemacht, ihr Geschäft auskömmlich zu betreiben. Dieses erhöht damit stark den bereits heute vorhandenen Kostendruck in der entsprechenden Zulieferindustrie. Für die Zukunft erwarten wir Impulse für Schiffsneubauten aus verschärften Umwelt- und Klimaschutzbestimmungen, da sich Nachrüstungen und Umbauten älterer Schiffe häufig nicht mehr rechnen. Wenn zusätzlich der landgetriebene Import von Energieträgern aus Russland bedingt durch den Ukrainekrieg endet, wird die zukünftige Energiepolitik noch stärker als bisher von der maritimen Wirtschaft abhängen.

Aufgrund dieser weiterhin schwierigen Branchensituation werden die kostengünstige Produktion sowie die Entwicklung innovativer Systemkonzepte zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die zunehmende Komplexität von Antriebsanlagen aufgrund neuartiger Antriebskonzepte bieten aber auch gerade innovativen Unternehmen Chancen im globalen Wettbewerb. Gerade die deutschen Anbieter der deutschen maritimen Zulieferindustrie mit ihrem hohen Know-how, ihrer Erfahrung und ihren Qualitätsstandards werden diese Chancen durchaus erfolgreich zu nutzen wissen.

4 VDMA Konjunkturbulletin 4/2023
5 Jahresbericht 2022/2023 / Verband für Schiffbau und Meerestechnik e.V.

Geschäftsbereich KÄLTE- UND KLIMATECHNIK:

Ein Vergleich vom Geschäftsbereich KÄLTE- UND KLIMATECHNIK mit anderen Unternehmen der Branche gestaltet sich weiterhin als schwierig, da die Verbindungstechnik vom Geschäftsbereich KÄLTE- UND KLIMATECHNIK in diesem Bereich einzigartig ist und aussagefähige indirekte Vergleiche über die belieferten Industrie- bzw. Branchenzweige nicht vorliegen. Als Lieferant von Komponenten für Produktion, Installation und Service in der Kälte- und Klimatechnik im Bereich der Kühl- und Gefrierschränke, Gebäude- und Fahrzeugklimatisierung ist die Division in wirtschaftlicher Hinsicht weltweit im überwiegenden Maße vom Kaufverhalten der Verbraucher in den gemäßigten Klimazonen abhängig.

Geschäftsbereich INDUSTRIE UND ENERGIE:

Obwohl die Rohstoffpreise in den letzten Monaten wieder leicht gesunken sind, sieht sich die Rohstoffindustrie weltweit immer noch einer schwierigen Situation gegenüber. Insofern konzentrieren sich viele Unternehmen der Rohstoffindustrie eher auf die Kostenreduktion ihrer Produktion als auf die Erschließung neuer Lagerstätten. Für die VULKAN-Gruppe bedeutet dies eine Verstärkung des weltweiten Servicegeschäftes, welches auch in dieser herausfordernden Situation Chancen für ein auskömmliches Geschäft bietet. Insgesamt soll die weltweite Vernetzung der Vulkan Standorte in diesem Bereich weiter vorangetrieben werden.

IV. Geschäftsverlauf

Geschäftsbereich MARINE:

Der Absatz-Schwerpunkt liegt für den Geschäftsbereich MARINE im maritimen Umfeld, sowohl für Neubau-Projekte als auch für das After-Sales-Geschäft.

Mit der Entwicklung des Geschäftes im Verlauf des Jahres 2022 waren wir sehr zufrieden. Durch Nachholeffekte aus dem schwächeren Geschäftsjahr 2021 wurde die Planung beim Umsatz deutlich übertroffen und auch das prognostizierte Ergebnis erreicht und auch übertroffen.

Generell hat sich der Trend zu kurzfristigeren, kleineren Aufträgen auch in 2022 fortgesetzt. Der damit verbundenen kürzeren Reaktionszeit ist durch eine veränderte Auftragsbearbeitung für bestimmte, davon besonders betroffenen, Produktreihen Rechnung getragen worden. Eine große Herausforderung stellt zudem der anhaltend hohe, sich zum Teil verschärfende Preisdruck dar, der nicht unerhebliche Anstrengungen im Engineering, im Einkauf, in der Produktion und der Logistik zur Kostenreduktion zur Folge hat.

Geschäftsbereich KÄLTE- UND KLIMATECHNIK:

Im Geschäftsjahr 2022 konzentrierte sich der Geschäftsbereich im Wesentlichen auf die Internationalisierung der Produktion sowie die Marktbearbeitung in China, dem weltweit größten Markt für weiße Ware. Beide Maßnahmen tragen damit dem nach wie vor hohen Kostendruck seitens der Kundenseite Rechnung.

Aufgrund des Preisdrucks und der gestiegenen Kundenanforderungen an die Logistik wird zukünftig auch die Wahl des Produktionsortes eine größere Rolle spielen. Aufgrund der begrenzten Produktionskapazitäten in Herne wird der Geschäftsbereich KÄLTE- UND KLIMATECHNIK die vorhandenen Fertigungen der VULKAN-Töchter in der jeweiligen Region des Kunden stärken und ausbauen. Die Produktionsstrategie soll daher zukünftig stärker der Vertriebsstrategie folgen, die eine Regionalisierung auf Asien, Europa und Afrika, sowie Nord- und Südamerika vorsieht. Die Produktionsstandorte im Ausland haben auch im Geschäftsjahr 2022 wie bisher ausschließlich die regionalen Märkte bedient. Für neu hinzugewonnene Kunden in Asien sowie Nord- und Südamerika wird die Strategie der regionalen Produktion zukünftig noch deutlich stringenter umgesetzt werden.

Geschäftsbereich INDUSTRIE UND ENERGIE:

Trotz schwieriger Ausgangslage aufgrund der Nachwirkungen der Coronapandemie und der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Brasilien hat sich die Division Industrie und Energie sehr gut entwickelt. Durch die durchgeführte Neuausrichtung lässt sich in Zukunft weltweit Potenzial heben, was dabei hilft, einen Gegenpol zum maritimen Geschäft aufzubauen und weiteres Wachstum zu generieren. Aufgrund einer internationalen Marktrecherche ist der Schwerpunkt des Produktprogramms neu definiert worden und die Führung des Geschäftsbereiches neu besetzt worden. Auch wenn es sich aktuell um ein schwieriges Marktumfeld handelt, so sieht sich die VULKAN-Gruppe gut für ein weiteres Wachstum in den kommenden Jahren gerüstet.

Gesamtaussage: Insgesamt ist die Geschäftsführung mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2022 außergewöhnlich zufrieden.

V. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz der VULKAN-Gruppe in allen Hauptregionen um insgesamt 29,3 Mio. Euro.

In Europa betrug der Umsatzwachstum 8,41%, wohingegen Nordamerika und Asien/Australien ein Umsatzwachstum von 18,21% bzw. 19,64% aufweist.

Auch die sonstigen Regionen konnten dieses Jahr ein Umsatzwachstum von 31,49% nachweisen und zeigen insgesamt die stärkste positive Veränderung.

Auch im Jahr 2022 konnte die VULKAN-Gruppe mit dem Umsatz von 233,8 Mio. Euro die 200 Mio. EUR-Marke beibehalten.

Europa Nordamerika Südamerika
Jahr 2021 87.160.718 30.801.946 19.023.376
Jahr 2022 94.490.896 36.412.472 21.651.175
Abw. in € 7.330.178 5.610.526 2.627.799
Abw. in % 8,41% 18,21% 13,81%
Asien, Australien Sonstige Summe
Jahr 2021 63.945.104 3.590.684 204.521.828
Jahr 2022 76.501.541 4.721.447 233.777.531
Abw. in € 12.556.437 1.130.763 29.255.703
Abw. in % 19,64% 31,49% 14,30%

Erfreulicherweise konnten trotz den schwierigen Umständen wie dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, steigender Inflation und der fortdauernden Coronapandemie in fast allen Geschäftsbereichen wieder Umsatzzuwächse verzeichnet werden. Mit einem Zuwachs von nur 9,5% trat der Geschäftsbereich MARINE nicht mehr hervor, so wie es in den vergangenen Jahren der Fall war. Gefolgt von dem Geschäftsbereich INDUSTRIE UND ENERGIE mit 28,7% hingegen, hebt sich dieser Geschäftsbereich in 2022 besonders hervor.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs KÄLTE- UND KLIMATECHNIK wuchs dagegen nur mit 9,9%.

MARINE INDUSTRIE UND ENERGIE KÄLTE- UND KLIMATECHNIK Sonstige Summe
Jahr 2021 122.500.890 38.448.562 43.122.930 449.446 204.521.828
Jahr 2022 134.179.193 49.463.933 47.395.465 2.738.940 233.777.531
Abw. in € 11.678.303 11.015.371 4.272.535 2.289.494 29.255.703
Abw. in % 9,53% 28,65% 9,91% 509,40% 14,30%

a) Ertragslage

Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt (in TEUR):

2022 % 2021 % Veränderung
Gesamtleistung 244.144 100,0 205.333 100,0 38.811
Aufwendungen für die Betriebsleistung 207.666 85,1 170.132 82,9 37.534
Betriebsergebnis 36.478 14,9 35.201 17,1 1.277
Finanzergebnis -2.345 -0,9 -1.928 -0,9 -417
Ordentliches Unternehmensergebnis 34.133 14,0 33.273 16,2 860
Periodenfremdes/neutrales Ergebnis 5.331 2,2 3.014 1,5 2.317
Ergebnis vor Ertragssteuern 39.464 16,2 36.287 17,7 3.177
Ertragssteuern 9.855 4,0 9.200 4,5 655
Konzern-Jahresüberschuss 29.609 12,2 27.087 13,2 2.522

Nach einem verhaltenen Jahr 2021 in der VULKAN-Gruppe konnten wir einen Sprung in der Gesamtleistung und im Jahresüberschuss verbuchen. Durch die Nachholeffekte in der Gesamtleistung wirkten die im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen in unserer Kostenstruktur intensiver. Durch die anhaltenden Kostenänderungen bedingt durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, der Inflation, der anhaltenden Covid-19-Pandemie und daher grundsätzlich steigenden Kosten, konnte trotzdem ein ordentliches Betriebsergebnis von 34,1 Mio. EUR erwirtschaftet werden.

Das periodenfremde / neutrale Ergebnis in Höhe von 5,3 Mio. EUR resultiert insbesondere aus Währungseffekte und Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen.

Aufgrund des aktuellen Geschäftsverlaufs und trotz der aktuellen sicherheitspolitischen Lage gehen wir für das Jahr 2023 von einem positiveren Geschäftsverlauf aus.

b) Vermögenslage

Die Vermögenslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt (in TEUR):

31.12.2022 % 31.12.2021 % Veränderung
Anlagevermögen 80.940 31,8 73.765 31,0 7.175
Umlaufvermögen 167.089 65,5 157.750 66,2 9.339
Rechnungsabgrenzungsposten/Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1.070 0,4 1.099 0,5 -29
Latente Steuern 5.820 2,3 5.561 2,3 259
254.919 100,0 238.175 100,0 16.744
Passiva 31.12.2022 % 31.12.2021 % Veränderung
Eigenkapital 157.404 61,8 145.826 61,2 11.578
langfristiges Fremdkapital 7.051 3,2 16.332 6,9 -9.281
kurzfristiges Fremdkapital 90.464 35,0 76.017 31,9 14.447
254.919 100,0 238.175 100,0 16.744

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Bilanzsumme (16,7 Mio. EUR oder 7 %). So betrug diese zum Bilanzstichtag 254,9 Mio. EUR. Es ist deutlich zu erkennen, dass das langfristige Fremdkapital abgebaut wurde und gleichzeitig stieg das kurzfristige Fremdkapital an. Daher gab es eine Anteilige Verschiebung vom langfristigen zum kurzfristigen Fremdkapital. Die Eigenkapitalquote blieb nahezu unverändert.

Auf der Vermögensseite stieg das Umlaufvermögen um 5,9% zum Vorjahr. Insbesondere erhöhten sich die Vorräte und einige Posten der Forderungen des Umlaufvermögens. Es werden insgesamt 7,2 Mio. EUR ins Anlagevermögen investiert.

Bei den Passiva ist die planmäßige Tilgung unserer Kredite bei dem langfristigen Fremdkapital klar zu erkennen. Der Anstieg bei dem kurzfristigen Fremdkapital resultiert insbesondere aus einer Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+13,7 Mio. EUR).

Wir erachten die Kapitalstruktur weiterhin als ausgewogen und gut.

c) Finanzlage

Die Finanzlage hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt (nach DRS 21 in TEUR):

2022 2021 Veränderung
Finanzmittelfonds am 1. Januar 20.042 24.475 -4.433
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 29.256 23.458 5.798
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -15.033 -7.652 -7.381
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -24.141 -21.721 -2.420
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -9.918 -5.915 -4.003
Wechselkurs- oder sonstige Änderungen -721 1.482 -2.203
Finanzmittelfonds am 31. Dezember 9.403 20.042 -10.639

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt über dem Niveau des Vorjahres. Der negative Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ist auf normalem Niveau. Im asiatischen und europäischen Raum wurde in neue Kapazitäten investiert. Bei dem Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit stehen Auszahlungen an die Gesellschafter und die Tilgungen der Kredite im Vordergrund. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit behalten wir das Ziel einer kompletten Entschuldung der VULKAN-GRUPPE weiter im Auge. Weitere Informationen sind der Anlage Kapitalflussrechnung zu entnehmen.

Verbindlichkeiten werden, wenn möglich, unter Ausnutzung von Skonto ansonsten innerhalb der Zahlungsfrist beglichen. Zahlungen auf Forderungen gehen überwiegend innerhalb der Zahlungsziele ein.

Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit mit steigenden Zinsen gerechnet und sich deshalb mittel- und langfristig mit Zinssicherungs-Derivaten geschützt. Aufgrund der aktuellen Zinspolitik der EZB hat sich nun der Zeitpunkt eine Zinserhöhung ergeben. Daher hat sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts die Wertentwicklung der Zinssicherungsderivate gegenüber dem Bilanzstichtag positiv entwickelt.

In der Berichtsperiode tätigen wir Investitionen in Höhe von 13 Mio. EUR (Vorjahr: 10,9 Mio. EUR) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen.

Die Geschäftsführung stuft die Liquiditätslage als gut ein und sieht keine Risiken, die zu finanziellen Engpässen führen könnten. Aufgrund der vertraglichen Situation ist die Finanzierung langfristig gesichert, die eingeräumten Kreditlinien wurden auch im Geschäftsjahr 2022 nicht vollkommen in Anspruch genommen.

VI. Chancen- und Risikobericht

Gerade die starke Internationalisierung der VULKAN-Gruppe bietet für eine weitere positive wirtschaftliche Entwicklung zahlreiche Chancen. Die Nähe zu zunehmend global agierenden Kunden und Abnehmern ist unabdingbar für eine immer wichtiger werdende Serviceorientierung und den daraus zu generierenden Erträgen. Hier sieht sich die VULKAN-Gruppe gut aufgestellt. Die Diversifizierung ermöglicht es der VULKAN-Gruppe weiterhin nicht nur regional, sondern auch innerhalb der Geschäftsfelder, vorübergehende Schwankungen so auszugleichen, dass die Gesamtgruppe auf wirtschaftliche Herausforderungen jeglicher Art jederzeit reagieren kann. Neben einer generellen, mittelfristigen wirtschaftlichen Erholung unserer Branchen sehen wir weiterhin gute geschäftliche Chancen in Schwellenländern wie China und Indien, dieses gerade vor dem Hintergrund der internationalen Stärke der VULKAN-Gruppe in der Zusammenarbeit mit global agierenden Unternehmen in diesen Ländern.

Die Hackforth Holding hat daher Prozesse zur Risikoidentifizierung, -steuerung und -vermeidung implementiert. Die Verantwortlichen unserer in- und ausländischen Tochtergesellschaften berichten in regelmäßigen Abständen an die Hackforth Holding. Zudem sind entsprechende Controlling Instrumente implementiert, die ein zeitnahes und enges Monitoring ermöglichen.

Finanzielle Risiken: Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Minimierung von Zinssatzänderungsrisiken setzen wir geeignete Sicherungsinstrumente, wie Cap oder Swap, ein. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen und Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über Bankkredite bei vier Geschäftsbanken, zu denen überwiegend langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein revolvierender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Als international agierendes Unternehmen sind wir in besonderer Weise den Risiken aus den Schwankungen von Währungen ausgesetzt. Im Rahmen der regelmäßigen Analyse der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gruppe wird diesen Effekten ein besonderes Augenmerk gewidmet.

Marktrisiken: Trotz des mittelfristig prognostizierten Wachstums der Weltwirtschaft hängt der Betriebserfolg der VULKAN-Gruppe grundsätzlich vom konjunkturellen Verhalten unserer Branchen und der Wettbewerbssituation unserer Kunden ab.

Durch die starke regionale Diversifizierung der Gruppe kann möglichen Entwicklungen in verschiedenen Märkten effektiv begegnet werden. Der weitere Ausbau des Geschäftsbereichs INDUSTRIE UND ENERGIE und KÄLTE- UND KLIMATECHNIK dient ebenfalls dazu, die Abhängigkeit vom aktuell sehr volatilen Markt der maritimen Antriebstechnik zu begrenzen. In Zukunft soll eine stärkere zentrale Steuerung der VULKAN-Gruppe die Effizienz der Gruppe weiter erhöhen, schneller Potenziale realisieren und deutlich wettbewerbsfähiger machen.

Hinsichtlich der regionalen und branchenbezogenen Ansässigkeit unserer Kunden sehen wir uns angemessen aufgestellt und beliefern in den verschiedenen Anwendungsgebieten die marktführenden Hersteller.

Der Geschäftsbereich MARINE mit ihrer starken Abhängigkeit von Anbietern maritimer Antriebstechnik ist aktuell dem Nachfragerückgang im Neugeschäft und den strukturellen Herausforderungen der Branche in besonderer Weise ausgesetzt. Eine deutliche Ausweitung der bereits vorhandenen Entwicklungskapazitäten mit dem Ziel einer schnelleren Markteinführung neuer innovativer Produkte soll es ermöglichen, bestehende Marktanteile zu sichern bzw. auszubauen.

Für den Geschäftsbereich KÄLTE- UND KLIMATECHNIK besteht das größte Risiko darin, dass die im Mittelpunkt stehende Technologie, nämlich die lötfreie Rohrverbindungstechnik im Bereich Kälte- und Klimatechnik, durch eine alternative Technologie des Wettbewerbs im großen Stil abgelöst werden könnte. Hierfür liegen jedoch nach wie vor keine Anhaltspunkte vor. Weitere Risiken sind Nachahmerprodukte minderer Qualität, die im Markt beobachtet werden. Im Bereich der industriellen Fertigung soll dem Einfluss der Nachahmer von Erstausrüsterprodukten für Kunden in China durch stärkere vertriebliche Maßnahmen begegnet werden. Es liegen darüber hinaus keine Anzeichen vor, dass die Wettbewerber im Bereich der Kälte- und Klimatechnik nennenswerte Marktanteile vom Geschäftsbereich KÄLTE- UND KLIMATECHNIK übernommen haben. Dem Risiko von Nachahmerprodukten setzen wir hohe Qualitätsstandards sowie Markt- und Kundennähe entgegen. Das geringe Ausfallrisiko unserer Produkte hat es uns erlaubt, trotz Nachahmerprodukten erfolgreich zu wirtschaften. Weitere KÄLTE- UND KLIMATECHNIK- spezifische Risiken sind nicht bekannt.

Der Geschäftsbereich INDUSTRIE UND ENERGIE mit ihrem Hauptfertigungsstandort Brasilien ist aktuell regional besonderen Herausforderungen ausgesetzt. Aufgrund der schwierigen politischen Situation sowie des deutlichen Anstiegs der Rohstoffpreise ist unsere Gesellschaft in Brasilien besonderen Risiken ausgesetzt. Die VULKAN-Gruppe reagiert auf diese Herausforderung mit einer Ausweitung des Vertriebes in der Region Lateinamerika sowie einer Internationalisierung der Produktion an weiteren Standorten der VULKAN-Gruppe.

Beschaffungsrisiken: Beschaffungsrisiken durch Engpässe auf der Marktseite sowie unvorhersehbare Preiserhöhungen können nicht ausgeschlossen werden. Wir begegnen diesem Risiko mit einem intensiven Lieferantenmanagement, mit verstärktem Dual Sourcing und mit einer global ausgerichteten Marktbeobachtung.

Qualitätsrisiken: Mögliche Haftungs- und Gewährleistungsansprüche aufgrund von Produktmängeln können sich belastend auf das Unternehmensergebnis sowie die Finanzlage des VUL- KAN-Konzerns auswirken.

Zur Qualitätssicherung wurde ein Qualitätsmanagement eingerichtet, das Fehlerquellen systematisch analysiert und zugleich für eine deutliche Reduzierung von Gewährleistungsrisiken sorgt. Für Gewährleistungsrisiken bestehen entsprechende Haftpflichtversicherungen. Die hohe Qualität unserer Produkte sowie die Güte unserer Qualitätssicherungsmaßnahmen werden uns von vielen Kunden im Rahmen ihrer Qualitätsaudits bestätigt.

Personalrisiken: Um dem Personalbeschaffungsrisiko aktiv vorzubeugen, findet einmal jährlich eine Personalbedarfsermittlung für das Folgejahr statt, so dass erforderliche Personalrekrutierungsaktivitäten rechtzeitig gestartet werden können. Die Teilnahme an Rekrutierungsmessen sowie diverse Personalmarketingaktivitäten z. B. an Schulen, schaffen die im Rahmen der Personalbeschaffung benötigte öffentliche Präsenz.

Mit der ansteigenden Nachfrage des Marktes nach qualifizierten Fach- und Führungskräften wächst das Risiko der unfreiwilligen Mitarbeiter-Fluktuation. Daher schaffen wir Anreize, die die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden, wie

die Schaffung flexibler Arbeitszeiten (z.B. familienfreundliche Teilzeitregelungen, temporäre flexible Arbeitszeitlösungen in Sonderfällen),

betriebliche Vereinbarung zur Nutzung des Homeoffice

die zunehmende Professionalisierung der Aus- und Weiterbildungsaktivitäten,

die umfangreichen Angebote der betrieblichen Altersversorgung

IT-Risiken: Die Bewertung der Risiken der Informationstechnologie findet bei der Hackforth Holding im Rahmen der strategischen Planung sowie der jährlichen IT-Planung ihren Raum. Daraus resultiert z.B., dass die hochkritischen ERP-Systeme in gespiegelten zertifizierten Rechenzentren laufen.

Viele IT-Maßnahmen und -Planungen sind darauf ausgerichtet, dass die Systeme und Daten eine hohe Verfügbarkeit sowie Sicherheit in Bezug auf Zugriffsschutz und Konsistenz haben.

Neue Erkenntnisse werden aktiv aufgegriffen und in das bestehende Sicherheitskonzept eingebunden.

Gesamtaussage zur Risikosituation: Derzeit sieht die Geschäftsführung des VULKAN-Konzerns keine bestandsgefährdenden Risiken. Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf die Weltwirtschaft können aktuell noch nicht abschließend bewertet werden. Eine Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kann jedoch nicht ausgeschlossen werden und kann sich entsprechend auf die Risikolage auswirken.

VII. Produktentwicklung

Strategisches Ziel der Vulkan-Gruppe ist es, weiterhin die Technologieführerschaft im Markt innezuhaben. Bei der Ausrichtung der strategischen Ziele spielen auch Umweltbelange wie bspw. der Energieverbrauch oder Emissionswerte eine wesentliche Rolle. Somit hat die strategisch geplante, kontinuierliche Produktentwicklung eine wesentliche Bedeutung.

Im Geschäftsjahr 2022 waren hier 51 Mitarbeiter (2021: 57 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Aufwendungen für die Produktentwicklung inklusive Aufwendungen für externe Dienstleister lagen im Berichtsjahr bei 8,1 Mio. EUR (2021: 7,8 Mio. EUR).

Geschäftsbereich MARINE:

Neben der Lösung komplexer kunden- und projektspezifischer Aufgabenstellungen liegen die Aktivitätsschwerpunkte in der Optimierung des Prozesses "Entwicklung" sowie in der strukturierten Straffung und Überarbeitung des bestehenden Produktportfolios.

Darüber hinaus sind verschiedene zukunftsgerichtete Entwicklungsprojekte initiiert, die mittelfristig das bestehende Programm ergänzen, erweitern bzw. ersetzen sollen.

Damit reagieren wir auf die sich ändernden Marktanforderungen im Bereich dieselgetriebener Großmotoren-Anlagen, die sich durch hohen Wettbewerb auszeichnen und zudem durch gestiegene Anforderungen aus neuen, weltweit gültigen Umweltvorschriften (z. B. Green Shipping) welche innovative Antriebskonzeptionen erforderlich machen.

Geschäftsbereich KÄLTE- UND KLIMATECHNIK:

Wie im Vorjahr beinhalteten die Entwicklungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen Aktivitäten zur Weiterentwicklung / Verbesserung bestehender Produkte bzw. zur Erweiterung von deren Anwendungsbereichen. Die entwickelten Produktverbesserungen führen im Wesentlichen zu einer Erhöhung der Anwendungssicherheit der eigengefertigten Produkte und somit zu einer Steigerung der Kundenzufriedenheit. Entwicklungsaufträge in nennenswertem Umfang an Dritte wurden im Geschäftsjahr 2022 nicht vergeben.

Geschäftsbereich INDUSTRIE UND ENERGIE:

Die Ausweitung und Zusammenfassung der Entwicklungsaktivitäten in einer Organisationeinheit am Standort Itatiba/Brasilien führen weiterhin zu einer schnelleren Einführung neuer Produkte bzw. Überarbeitung bestehender Produkte. Die Zusammenarbeit aller Entwicklungsabteilungen wird stetig intensiviert, was zu einer deutlich effizienteren Bearbeitung von Entwicklungsprojekten führt.

VIII. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Situation

Aufgrund verschiedener Nachholeffekte aus den Vorjahren konnten wir die ursprüngliche Planung für das Jahr 2022 deutlich übertreffen. Für die Jahre 2023 und 2024 gehen wir von einer grundsätzlich positiven Entwicklung der Weltwirtschaft mit positiven Wachstumsraten aus (2023 und 2024 0,5% bzw. 1,4% Wachstum des Bruttoinlandsproduktes). Die niedrigeren Wachstumsraten in den kommenden Jahren sind dabei im Wesentlichen dem sehr starken Wachstum in 2022 geschuldet. Für das Jahr 2023 erwarten wir, dass die wirtschaftliche Belastung durch die Coronapandemie nachlassen wird. Risiken sehen wir im Bereich der politischen Risiken durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, durch Krisen im mittleren Osten und in Asien sowie in einem verstärkten politisch motivierten Protektionismus weltweit. In Europa gehen wir von einer relativ stabilen wirtschaftlichen Entwicklung aus, Risiken ergeben sich aber aus den Nachwirkungen der Coronakrise und den noch nicht absehbaren Konsequenzen des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die Nachholeffekte in 2024 größtenteils abgeschlossen sind und die gesamtwirtschaftliche Kapazitätsauslastung dadurch für sich genommen wieder abnimmt. 6

Ein weiteres Risiko sehen wir mittelfristig in der gezielten Schwächung bestimmter internationaler Währungen, um nationalen Volkswirtschaften Vorteile im internationalen Wettbewerb zu verschaffen.

Wirtschaftliche Entwicklung im VULKAN-Konzern auf der BASIS Q1 2023

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum konnte sich die VULKAN-Gruppe sowohl im Umsatz als auch im Ertrag leicht verbessern. Erfreulich ist, dass der Ergebniszuwachs nicht allein durch eine Steigerung des Umsatzes, sondern auch durch Kostensenkungsmaßnahmen realisiert werden konnte. Hervorzuheben ist die nach wie vor sehr positive Entwicklung unseres Geschäftsbereichs KÄLTE- UND KLIMATECHNIK.

6 Kieler Konjunkturbericht Nr. 102 vom 16. März 2023, Kiel Institut für Weltwirtschaft

Entsprechend unserer Erwartungen hat sich der Auftragseingang als auch der Auftragsbestand der VULKAN-Gruppe sehr gut entwickelt.

Die Bewertung eines von der VULKAN-Gruppe abgeschlossenen langfristigen Zinssicherungsgeschäfts führte auf Grund der weltweiten Zinsentwicklung als auch der kürzeren Restlaufzeit zu einem geringeren Rückstellungsbedarf.

Einen besonderen Schwerpunkt im Rahmen unserer Organisationsentwicklung wird die VULKAN-Gruppe auf die internationale Weiterentwicklung der Entwicklungstätigkeiten legen. Größere Kunden- und Anwendernähe als auch eine zentrale Steuerung nach einem einheitlichen strategischen Ansatz sind gerade für die Entwicklung neuer Technologien, Prozesse und letztendlich auch Produkte von großer Bedeutung.

Die Einrichtung eines zentralen VULKAN GROUP MANAGEMENT mit klar definierten Funktionen und Verantwortlichkeiten bewährt sich weiterhin. Die Kommunikation internationaler Standards und die temporäre internationale Unterstützung von Ländergesellschaften bei spezifischen Problemen sind dadurch deutlich einfacher geworden.

Die in 2021 und 2022 getätigten Investitionen werden, wie in der Vergangenheit auch, den Maschinenpark auf einem technologisch und prozessual hochstehenden Niveau halten, um unseren Kunden technisch und qualitativ hochwertige Produkte und Lösungen anbieten zu können.

Einschätzung der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung erwartet für die beiden nächsten Jahre eine Erholung von der Coronapandemie und somit ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft. Gleichwohl gehen wir davon aus, dass in unserer aktuell größten Sparte VULKAN MARINE für mindestens zwei Jahre noch eine volatile Geschäftslage zu erwarten sein wird. Die Ursache dafür sehen wir in einer generell schwierigen Lage der Schifffahrt sowie den Nachwirkungen der Corona-Krise. Bessere Chancen sehen wir im Bereich des eher projektgetriebenen Schiffbaus, bei dem ein hoher Anteil Beratung und Engineering gewünscht und notwendig ist (wie z: B. im Hybridbereich). Den Kostendruck erwarten wir unverändert hoch, wenn nicht noch steigend.

Für den Geschäftsbereich KÄLTE- UND KLIMATECHNIK erwarten wir mittelfristig ein moderates Wachstum. Dem zunehmenden Kostendruck werden wir durch eine angepasste Fertigungsstrategie begegnen. Neukunden in den Regionen Asien bzw. Nord- und Südamerika sollen aufgrund der geographischen Nähe durch die dort bereits vorhandenen Produktionsstandorte betreut werden. Die dort erzielbaren niedrigeren Produktions- und Logistikkosten werden es uns erlauben, das Ertragsniveau in einem auskömmlichen Bereich zu halten bzw. auszubauen.

Durch die Neuaufstellung des Geschäftsbereiches INDUSTRIE UND ENERGIE erwarten wir mittelfristig ein leichtes Wachstum. Auch wenn die Rahmenbedingungen, schwierig sind, so gehen wir doch davon aus, dass die Konzentration auf klar definierte Segmente und Produktgruppen im Zusammenspiel mit der starken Internationalisierung der VULKAN-Gruppe Erfolge zeigen wird.

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat keine nachteiligen Folgen für die VULKAN Gruppe gehabt. Auch sind diese für die Zukunft nicht absehbar.

Wir gehen für das Jahr 2023 momentan von leicht steigenden Umsätzen, die maßgeblich durch die Nachholeffekte aus der Coronapandemie bedingt sind, und einem positiven Ergebnis, aus. Auch für 2024 rechnen wir mit leicht steigenden Umsätzen und einem stabilen Wirtschaftswachstum. Dem nach wie vor hohen Kostendruck im Erstausrüstergeschäft werden wir durch geeignete Maßnahmen und gezielte Rationalisierungsinvestitionen entgegenwirken. Ergänzt wird dieses durch den weiteren Ausbau unserer gruppenweiten internationalen Supply-Chain-Organisation.

Disclaimer

Dieser Lagebericht enthält Aussagen über zukünftige Ereignisse und Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen basieren. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.

 

Herne, den 05. Juli 2023

Hackforth Holding Verwaltungsgesellschaft mbH

Dipl.-Kfm. Sebastian Hackforth

Dipl.-Kfm. Sven Oelert

Dipl.-Kfm. (FH) Sebastian Meise

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hackforth Holding Verwaltungsgesellschaft mbH, Herne:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Hackforth Holding Verwaltungsgesellschaft mbH, Herne, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hackforth Holding Verwaltungsgesellschaft mbH, Herne, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab.

Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 5. Juli 2023

gkw:treuadvisa GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alfred Gaeb, Wirtschaftsprüfer

Torsten Wippermann, Wirtschaftsprüfer

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