Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 16126
Eingetragen
30.10.2014
Branche
Herstellung und Runderneuerung von BereifungenHerstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug darausHerstellung von Krafträdern
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von runderneuerten Reifen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Förster
seit 21.5.2025
Geschäftsführer
Hakan Halatli
seit 23.12.2024
Prokura
Geschäftsführer
Günter Ihle
seit 14.10.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Firma Hörger Holding GmbH
93.81%
Firma WHSB Beteiligungs GmbH
6.19%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Firma Hörger Holding GmbH
Germany
93.81%
Firma WHSB Beteiligungs GmbH
Germany
6.19%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RIGDON GmbH

Günzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

RIGDON beschäftigt sich mit Reifenrunderneuerung, der Produktion von modularen Regalbausystemen für Reifenlagerung und dem Betrieb von Reifen- und KFZ-Servicebetrieben. Das Leistungsangebot der Runderneuerung umfasst Heiß- und Kaltrunderneuerung von Leicht-LKW-, LKW- Bus-, Pkw-, Erdmaschinen- und Kran-, Bagger- & MPT- (Multi Purpose) Reifen, sowie die Herstellung technischer Gummiartikel.

II. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2023 stand die deutsche Wirtschaft vor bedeutenden Herausforderungen. Die Auswirkungen der Energiekrise und anhaltende geopolitische Spannungen, insbesondere durch den Ukraine-Krieg, prägten die wirtschaftliche Entwicklung. Trotz Bemühungen zur Stabilisierung sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland um 0,3% ́. Die hohe Inflation belastete die Kaufkraft der Verbraucher und die hohen Zinsen sowie die politischen Unsicherheiten bremsten die Investitionsbereitschaft der Unternehmen.

Die Inflation bewegte sich weiterhin auf einem erhöhten Niveau, vor allem aufgrund steigender Energie- und Lebensmittelpreise. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihre restriktive Geldpolitik mit Zinserhöhungen fort, um die Preissteigerungen zu bremsen. Dies erschwerte jedoch den Zugang zu Krediten für Unternehmen und Verbraucher.

Die deutsche Industrie, insbesondere energieintensive Branchen, kämpfte mit hohen Produktionskosten. Gleichzeitig sorgte die Transformation hin zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft für strukturelle Veränderungen, die langfristig Wachstumsperspektiven bieten könnten.

Zusammenfassend blieb die gesamtwirtschaftliche Lage 2023 von viel Unsicherheiten geprägt, bot aber trotz allem auch Chancen für Innovationen und nachhaltige Entwicklungen in einer sich wandelnden globalen Wirtschaft.

b) Entwicklung LKW-Reifenersatzgeschäft in Deutschland

Das LKW-Reifenersatzgeschäft in Deutschland verzeichnete 2023 eine gemischte Entwicklung. Angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten und gestiegener Betriebskosten, insbesondere durch hohe Energie- und Rohstoffpreise, agierten viele Transportunternehmen kostenbewusst. Dies führte zu einer verstärkten Nachfrage nach kosteneffizienten Alternativen, während Premiumprodukte unter Druck standen.

Die anhaltend hohe Inflation beeinflusste sowohl die Beschaffungskosten als auch die Verkaufspreise, was den Wettbewerb zwischen Herstellern und Händlern intensivierte. Gleichzeitig stieg der Bedarf an

langlebigen und energieeffizienten Reifen, da Flottenbetreiber vermehrt Wert auf Nachhaltigkeit und Betriebskostenoptimierung legten.

Die Entwicklung des Ersatzgeschäfts wurde zudem durch den Trend zur Digitalisierung und das wachsende Angebot an Telematik-Lösungen geprägt. Diese ermöglichten Unternehmen, den Verschleiß von Reifen besser zu überwachen und den Austausch gezielter zu planen, was die Serviceanbieter im Reifensektor wiederum vor neue Herausforderungen stellte, aber auch Potenziale für Zusatzdienstleistungen bot.

c) Geschäftsverlauf 2023

Unser Unternehmen hat bedeutende Schritte unternommen, um seine Produktionsprozesse tiefgreifend zu modernisieren und damit die Marktposition weiter zu stärken.

Dazu zählen u.a. die Inbetriebnahme eines autonomes fahrerlosen Transportsystems (AMR), das Reifenrohlinge autonom transportiert und so die Intra-Logistikkosten in der Produktion reduziert. Auch wurde eine neue EM-Runderneuerungsanlage im Werk in Betrieb genommen, mit der insbesondere die Großreifen-Fertigung effizienter wird und neue Produkte auf den Markt gebracht werden können.

Ein neues Großprojekt wurde in die Unternehmensplanung aufgenommen, das den Bereich der PKW-Reifen-Runderneuerung zukunftsfähig machen wird. Dieses Projekt Bedarf umfangreicher Vorplanungen und wird zu einer der größten Investition in der Unternehmensgeschichte führen. Eine Förderung des Projektes durch das Umwelt-Innovativprogramm-Programm der Bundesregierung wird angestrebt. Die neue Anlage wird innovativste Technologien wie Robotik und Künstliche Intelligenz nutzen, um die Nachhaltigkeit und Effizienz der Produktion von Pkw-Reifen zu ermöglichen.

Die Vertriebsstrategie wurde weiter fortgeführt und ausgebaut, was zu einer weiterhin stabilen Unternehmenslage trotz aller Markt und Geopolitischen Widrigkeiten geführt hat.

Die Bauarbeiten, für die in 2022 beauftragte PV-Anlage mit 1,3 MWP, wurden begonnen, hier wird mit einer Inbetriebnahme in 2024 gerechnet.

Wie nachfolgend dargestellt gingen infolge der schwierigen Konjunktur- und Marktbedingungen Umsätze und Erträge erwartungsgemäß merklich zurück.

d) Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens

Das Aktivvermögen stieg auf TEUR 12.959 (Vorjahr: TEUR 10.113).

Auf der Passivseite zeigt sich das bilanzielle Eigenkapital mit TEUR 4.432 (Vorjahr: TEUR 4.280), wodurch sich die Eigenkapitalquote von 42,32% auf 34,21% veränderte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich zum Bilanzstichtag unverändert auf 2.500 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen von 309 TEUR auf 896 TEUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen von 2.882 TEUR auf 4.981 TEUR.

Notwendige Rückstellungen wurden gebildet und belaufen sich auf TEUR 147. Diese beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Verpflichtungen, Gewährleistung, Kulanz sowie erwartete Aufwendungen aus Rechnungslegungs- und sonstigen rechtlichen Verpflichtungen.

Der vereinfachte Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 914 TEUR (Vorjahr: 1.922 TEUR).

Die Zahlungsfähigkeit der RIGDON GmbH war im Jahr 2023 durchweg gewährleistet.

e) Ertragslage des Unternehmens

Das operative Ergebnis (EBITDA) hat sich von 1.976 TEUR im Vj. auf 980 TEUR reduziert. Der Jahresüberschuss beträgt 153 TEUR (Vj. 673 TEUR). Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 15 % reduziert.

f) Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung wurde das Projekt "Auto-Skiving" ins Leben gerufen. Eine mit mehreren Robotern bestückte mechanische Anlage wurde hierfür eigens in Auftrag gegeben. Diese wird im Zuge eines KI-Entwicklungsprojektes, das zusammen mit einem Technologie Transferzentrums gestartet werden soll, den Arbeitsschritt des "Skivings" automatisieren. Auch hierfür wurde eine Förderung beantragt, die voraussichtlich mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt realisiert werden soll.

III. Risiko- und Chancenbericht

Die Risikopolitik und das Risikomanagementsystem der Gesellschaft zielen darauf ab, den langfristigen Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Im Fokus steht dabei die Gewährleistung eines ausgewogenen Chancen-Risiko-Verhältnisses, die finanzielle Stabilität, die nachhaltige Sicherung der Ertragskraft sowie die schrittweise Reduzierung der Verschuldung. Diese Ansätze dienen dazu, den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern.

Nachfolgend gibt die Geschäftsführung einen Überblick über bestehende Risiken und Chancen und deren Einschätzung:

Vertriebsrisiko, Allgemeinwirtschaftliches Risiko

Die stagnierende wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, insbesondere die schwache Baukonjunktur führte schon in 2023 zu Umsatzrückgängen gegenüber dem Jahr 2022. Der Vertrieb konnte dennoch die Umsätze über dem Niveau des Jahres 2021 halten, was auf die personelle Verstärkung und die guten Kundenbeziehungen zurückzuführen ist. Die weiterhin schwache Wirtschaftsentwicklung stellt aber ein Risiko für die Absatzentwicklung dar. Erhebliche Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung und damit auch für unser Marktumfeld ergeben sich aus den geopolitischen Krisen, insbesondere ist hier der weiterhin andauernde Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine zu nennen.

Wettbewerbsrisiko

Für 2024 sieht sich die Gesellschaft trotz der vorstehend genannten Probleme weiterhin gut aufgestellt. Es finden erste Konsolidierungen im Markt statt, was grundsätzlich die Chancen für größere Marktteilnehmer verbessert. Aufgrund des wirtschaftlichen Nachfragerückgangs ist andererseits aber mit einer Verringerung des Bedarfes zu rechnen, was Mitbewerber dazu verleiten könnte, ein aggressives Pricing zu verfolgen. Ein Problem stellen zudem chinesische Wettbewerber dar, die Reifen zu Dumpingpreisen auf den Markt bringen.

Rechtsrisiko

Rechtsrisiken bestehen nur im üblichen Rahmen.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko

In diesem Bereich werden keine Risiken gesehen.

Chancenmanagement

Die Geschäftsführung von RIGDON beobachtet und analysiert das unternehmerische Umfeld kontinuierlich, um nicht nur Risiken zu erkennen, sondern auch neue Möglichkeiten zu identifizieren, die die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens positiv beeinflussen können. Sowohl interne als auch externe Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Nutzung dieser Möglichkeiten basiert auf einem gezielten und sorgfältigen Analyse- und Entscheidungsprozess. Die Umsetzung der daraus abgeleiteten Maßnahmen wird laufend überwacht, um potenzielle Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und diesen gegebenenfalls entgegenzuwirken.

IV. Prognosebericht

Die künftige wirtschaftliche Entwicklung bleibt aufgrund der politischen Unsicherheiten im Inland und der geopolitischen Folgen durch den russischen Angriffskrieg und dem eskalierenden Nahost-Konflikt schwer vorhersehbar. Fest steht jedoch, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 schrumpfen wird.

RIGDON sieht sich trotz der Herausforderungen gut für die Zukunft aufgestellt, insbesondere durch die strategische Weiterentwicklung als umfassender Anbieter mit einem breiten Produktportfolio und die wachsende Bedeutung als unabhängiger Produzent für verschiedene Distributionskanäle.

Dennoch werden die schwierigen Rahmenbedingungen im Jahr 2024 die Ertragsentwicklung des Unternehmens negativ beeinflussen. Wir rechnen angesichts dieser Umstände für 2024 trotz einem merklichen Umsatzanstieg mit einem spürbaren Rückgang bei den Erträgen.

 

Günzburg, 20. Dezember 2024

RIGDON GmbH

gez. Günter Ihle, Geschäftsführer

gez. Bernd Hörger, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.087.705,43 5.938.769,15
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 113.660,00 47.062,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 113.660,00 47.062,00
II. Sachanlagen 6.891.885,45 5.809.547,17
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.548.335,00 1.530.805,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.799.478,00 2.394.931,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.900.771,00 1.030.804,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 643.301,45 853.007,17
5. sonstige Sachanlagen 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 82.159,98 82.159,98
1. Beteiligungen 82.159,98 82.159,98
B. Umlaufvermögen 5.871.598,78 4.173.853,92
I. Vorräte 4.470.086,89 2.939.890,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.190.476,86 1.219.567,04
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 211.035,03 14.396,80
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.959.304,21 10.112.623,07

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.432.370,34 4.279.620,08
I. gezeichnetes Kapital 25.050,00 25.050,00
II. Kapitalrücklage 2.125.000,00 2.125.000,00
III. Gewinnvortrag 2.129.570,08 1.456.369,58
IV. Jahresüberschuss 152.750,26 673.200,50
B. Rückstellungen 146.580,65 141.814,64
C. Verbindlichkeiten 8.380.353,22 5.691.188,35
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.500.000,00 2.500.000,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.959.304,21 10.112.623,07

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.585.568,52 8.263.042,51
2. Personalaufwand 4.553.063,78 4.126.538,67
a) Löhne und Gehälter 3.760.031,80 3.401.966,33
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 793.031,98 724.572,34
davon für Altersversorgung 111,10 129,41
3. Abschreibungen 761.426,71 1.249.179,23
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 761.426,71 1.249.179,23
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.024.014,36 2.121.245,70
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 3.407,52 3.582,22
5. Erträge aus Beteiligungen 10.000,00 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 66.028,44 54.423,44
7. Ergebnis nach Steuern 191.035,23 711.655,47
8. sonstige Steuern 38.284,97 38.454,97
Jahresüberschuss 152.750,26 673.200,50

Anhang

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: RIGDON GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Günzburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Memmingen
Register-Nr.: 16126

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der RIGDON GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen, die für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 288 HGB gelten, wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Gewährte Zuschüsse wurden von den Anschaffungskosten gekürzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Wirtschaftsgüter mit einem Nettoeinzelwert von Euro 250,00 bis Euro 1.000,00 (Sammelposten) wurden über einem Zeitraum von jeweils fünf Jahren mit 20 % jährlich abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten. Geleistete Anzahlungen wurden zum Nominalwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Der Ansatz erfolgte mit dem Nominalwert. Einzelwertberichtigungen wurden in erforderlichem Umfang gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Zahlungsmittel und Guthaben gegenüber Kreditinstituten werden mit dem durch Kassenbuch und Kontoauszug beziehungsweise Saldenbestätigung nachgewiesenen Nominalbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung gebildet. Die Bewertung erfolgte mit dem notwendigen voraussichtlichen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnungen erfolgten zu den jeweiligen Stichtagskursen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte nach § 284 Abs. 3 HGB ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Im Geschäftsjahr waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 595.833,00) auf technische Anlagen und Maschinen veranlasst.

Angabe zu Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Gesamtbetrag zum 31.12.2023 € 967.014,05 (VJ: € 942.962,35); davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr € 967.014,05 (VJ: € 942.962,35)

Sonstige Vermögensgegenstände

Gesamtbetrag zum 31.12.2023 € 223.462,81 (VJ: € 276.604,69); davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr € 221.012,81 (VJ: 274.604,69)

davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahrf € 2.450,00 (VJ: € 2.000,00)

Angaben zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen TEuro 10 (Vorjahr: TEuro 10), personalbezogene Rückstellungen (insbesondere Urlaub- und Zeitguthaben, Berufsgenossenschaft TEuro 112 (Vorjahr: TEuro 108), Rückstellung Abschlussprüfung, Rechts- und Steuerberatungskosten TEuro 24 (Vorjahr: TEuro 24).

Angabe zu Verbindlichkeiten

aus Lieferungen und Leistungen € 895.990,93 (VJ.: € 308.693,83); Restlaufzeit bis ein Jahr € 895.990,93 (VJ.: € 308.693,83)

verbundene Unternehmen: € 2.500.000,00 (VJ.: € 2.500.000,00); Restlaufzeit bis ein Jahr € 2.500.000,00 (VJ.: € 2.500.000,00)

davon ggü. Gesellschaftern € 2.500.000,00 (VJ.: € 2.500.000,00)

sonstige Verbindlichkeiten € 4.984.362,29 (VJ.: € 2.882.494,52); Restlaufzeit bis ein Jahr € 284.362,29 (VJ.: 2.882.494,52)

Restlauf > 1 Jahr € 4.700.000,00 (VJ.: € 0,00)

davon aus Steuern € 39.831,01 (VJ.: € 150.094,03)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 1.259,03 (VJ.: 2.223,76)

Gesamtbetrag Verbindlichkeiten € 8.380.353,22 (VJ.: 5.691.188,35)

Restlaufzeit bis Jahr € 3.680.353,22 (VJ.: € 5.691.188,35)

Restlaufzeit > 1 Jahr € 4.700.000,00 (VJ.: € 0,00)

Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEuro 895,9 (Vorjahr: TEuro 308,7) durch Eigentumsvorbehalte gesichert.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Differenzen aus der Währungsumrechnung

Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEuro 3,4 (Vorjahr: TEuro 3,5).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen an Banken und Gesellschafter. Die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEuro 25,0 (Vorjahr: TEuro 25,0).

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEuro 155 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing-, Wartungs- und Mietverträgen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 65
Angestellte 18
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 83
(Vorjahr: 77)

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Geschäftsführer geführt:

Günter Ihle ausgeübter Beruf: Vulkaniseurmeister

Bernd Hörger ausgeübter Beruf: Dipl.-Betriebswirt (BA)

Schutzklausel

Hinsichtlich der Bezüge der Organe der Gesellschaft macht die Gesellschaft vom Wahlrecht nach § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch.

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Günzburg, 20. Dezember 2024

gez. Günter Ihle, Geschäftsführer, Vulkaniseurmeister

gez. Bernd Hörger, Dipl.-Betrienswirt (BA

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 86.217,15 92.000,00 21.018,00 0,00 199.235,15
2. geleistete Anzahlungen 19.340,00 1.678,00 -21.018,00 0,00 0,00
Immaterielle Wirtschaftsgüter gesamt 105.557,15 93.678,00 0,00 0,00 199.235,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.945.961,36 0,00 76.442,45 0,00 2.022.403,81
2. technische Anlagen und Maschinen 4.891.046,73 345.273,84 468.574,89 102.975,00 5.601.920,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.966.015,17 1.139.880,53 0,00 63.182,50 3.042.713,20
4. geleistete Anzahlg. u. Anlagen i. Bau 853.007,17 335.311,62 -545.017,34 0,00 643.301,45
Sachanlagen gesamt 9.656.030,43 1.820.465,99 0,00 166.157,50 11.310.338,92
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 82.159,98 0,00 0,00 0,00 82.159,98
Beteiligungen gesamt 82.159,98 0,00 0,00 0,00 82.159,98
Anlagevermögen gesamt 9.843.747,56 1.914.143,99 0,00 166.157,50 11.591.734,05
Abschreibungen
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
AfA kumuliert per 31.12.2023
Euro
Buchwerte 31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.495,15 27.080,00 0,00 0,00 85.575,15 27.722,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 19.340,00
Immaterielle Wirtschaftsgüter gesamt 58.495,15 27.080,00 0,00 0,00 85.575,15 47.062,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 415.156,36 58.912,45 0,00 0,00 474.068,81 1.530.805,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.496.115,73 407.434,73 101.108,00 0,00 2.802.442,46 2.394.931,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 935.211,17 267.999,53 61.268,50 0,00 1.141.942,20 1.030.804,00
4. geleistete Anzahlg. u. Anlagen i. Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 853.007,17
Sachanlagen gesamt 3.846.483,26 734.346,71 162.376,50 0,00 4.418.453,47 5.809.547,17
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 82.159,98
Beteiligungen gesamt 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 82.159,98
Anlagevermögen gesamt 3.904.978,41 761.426,71 162.376,50 0,00 4.504.028,62 5.938.769,15
Buchwerte 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 113.660,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00
Immaterielle Wirtschaftsgüter gesamt 113.660,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.548.335,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.799.478,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.900.771,00
4. geleistete Anzahlg. u. Anlagen i. Bau 643.301,45
Sachanlagen gesamt 6.891.885,45
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 82.159,98
Beteiligungen gesamt 82.159,98
Anlagevermögen gesamt 7.087.705,43

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.04.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 Nr. 1 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RIGDON GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RIGDON GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RIGDON GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Wörishofen, 23. Dezember 2024

DR. ERHART GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Marco Erhart, Wirtschaftsprüfer

gez. Dr. Georg Kerler, Wirtschaftsprüfer

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