Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 1248
Eingetragen
3.8.1979
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von land- und forstwirtschaftlichen MaschinenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Die Herstellung, der Vertrieb, die Montage und der Service von Melkanlagen, Kälteanlagen und sonstigen technischen Einrichtungen in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Friedhelm Lemmer
seit 12.9.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
80.00%
Pindustry B.V.NLD
20.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Pindustry B.V.
Netherlands
40.000 DM
20.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lemmer-Fullwood GmbH

Lohmar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 740,00 932,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 26.947,00 35.149,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 371.269,00 354.248,00
398.216,00 389.397,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 123.333,50 123.333,50
522.289,50 513.662,50
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse 4.118.539,00 4.955.036,00
2. Waren 4.109.883,31 3.740.968,00
3. geleistete Anzahlungen 318.726,82 569.512,83
8.547.149,13 9.265.516,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.653.337,56 3.434.270,07
- davon gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht <0,00> <721.931,830>
- davon gegen Gesellschafter <0,00> <23.669,30>
2. sonstige Vermögensgegenstände 267.299,12 895.975,75
- davon gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht <37.082,72> <105.292,70>
- davon gegen Gesellschafter <39.013,68> <24.375,61>
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr <36.239,14> <36.239,14>
3.920.636,68 4.330.245,82
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.751.700,68 1.827.434,00
14.219.486,49 15.423.196,65
14.741.775,99 15.936.859,15

PASSIVSEITE

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 102.258,38 102.258,38
II. Gewinnvortrag 3.588.375,01 3.588.183,95
III. Jahresüberschuss 29.961,18 191,06
3.720.594,57 3.690.633,39
B. Rückstellungen
1. Rückstellung für Pensionen 506.557,00 1.231.053,33
2. Steuerrückstellungen 26.551,00 100.565,30
3. sonstige Rückstellungen 1.891.804,00 1.796.571,00
2.424.912,00 3.128.189,63
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.742.245,94 5.790.205,45
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.177.424,16 1.767.225,88
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 905.799,37 895.984,09
4. sonstige Verbindlichkeiten 770.799,95 664.620,71
- davon aus Steuern <201.004,60> <362.275,81>
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit <28.253,44> <28.878,22>
8.596.269,42 9.118.036,13
14.741.775,99 15.936.859,15

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
Rohergebnis 6.561.043,58 7.085.756,49
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.920.808,84 -3.115.173,52
b) soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung -372.958,37 -736.231,77
- davon für Altersversorgung <-100.980,18> <145.260,01>
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagervermögens
und Sachanlagen -138.010,21 -132.818,64
sonstige betriebliche Aufwendungen -3.005.904,52 -2.848.538,88
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.754,93 1.750,36
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -90.518,28 -138.047,92
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen <49.237,67> <103.772,00>
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.153,16 -109.606,37
Ergebnis nach Steuern 38.751,45 7.089,75
sonstige Steuern -8.790,27 -6.898,69
Jahresüberschuss 29.961,18 191,06

Anhang zum Jahresabschluss 2022

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1. Allgemeine Angaben

Die Lemmer-Fullwood GmbH hat ihren Sitz in Lohmar und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Siegburg (HR B 1248).

Zum Bilanzstichtag ist sie eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Absatz 2 in Verbindung mit Absatz 4 Satz 1 HGB.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) vom 23.07.2015 gemäß Artikel 75 Absatz 1 Satz 1 des Einführungsgesetzes zum HGB (EGHGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 und 288 Satz 2 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlage- und Verbindlichkeitengitter). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

1.2. Angaben der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die einzelnen Bilanzposten

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, nach der linearen Methode bewertet. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften vermindert um planmäßige Abschreibungen (mit Nutzungsdauern zwischen 3 und 14 Jahren) nach der linearen und der degressiven Methode bewertet.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Anlagegüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Anlagegüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit den Nennwerten bewertet. Sie werden um erforderliche Wertberichtigungen gekürzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt der Ansatz mit dem Nennwert.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem Teilwertverfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,87 % p.a. (Stand 31.12.2022 bei einem 10-Jahresdurchschnitt) auf Basis der veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.

Die handelsbilanzielle Bewertung der Pensionsverpflichtungen richtet sich nach § 253 Abs. 1 und 2 HGB.

Danach sind Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages anzusetzen und bei einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abzuzinsen. Dabei wird gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei den langfristigen Pensionsrückstellungen pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen.

Gehalts- und Rentenentwicklung wurden mit 0 % bzw. 2 % p.a. angenommen.

Da vorhandene Rückdeckungsversicherungen ausschließlich zur Erfüllung der betreffenden Altersversorgungsverpflichtungen dienen, sind sie gem. § 246 Abs. 2 HGB mit diesen Verpflichtungen zu saldieren.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres 2022 durchschnittlich

67 Mitarbeiter (i. Vj: 69).

4. Anteile an anderen Unternehmen

Die Gesellschaft ist an anderen Unternehmen i. S. des § 285 Nr. 11 HGB beteiligt. Die von dieser Vorschrift geforderten Angaben werden gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB unterlassen, da sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung sind.

5. Sonstige Vermögensgegenstände

Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände sind u.a. Forderungen aus Steuern (T€ 121), Provisionsforderungen (T€ 37), eine Darlehensforderung gegenüber einer Beteiligungsgesellschaft (T€ 36) sowie verschiedene Positionen (T€ 73) ausgewiesen.

6. Pensionsrückstellungen

Der Ausweis betrifft von der Gesellschaft erteilte Direktzusagen und entwickelte sich wie folgt:

T€ T€
Stand 31.12.2021 1.231
im Vorjahr saldiertes Deckungskapital 3.152
4.383
Zinsaufwand 81
Personalaufwand -162 -81
4.302
zu saldierende Altersversorgungsverpflichtungen 3.795
Stand 31.12.2022 507

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31. Dezember 2022 T€ 197 und ist für die Gesellschaft grundsätzlich ausschüttungsgesperrt.

Nach § 246 (2) HGB wurden im Berichtsjahr Erträge aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 31 (Vorjahr: T€ 10) mit entsprechenden Zinsaufwendungen saldiert. Der Zinsänderungseffekt wird unter Inanspruchnahme des entsprechenden Wahlrechtes innerhalb des Zinsergebnisses ausgewiesen. Das mit den Pensionsrückstellungen zu saldierende Deckungsvermögens entspricht im Wesentlichen den historischen Anschaffungskosten.

7. Sonstige Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen werden u.a. solche für Gewährleistungs- und Kulanzansprüche in Höhe von T€ 652 (Vorjahr T€ 665), für Personalkostenverpflichtungen in Höhe von T€ 922 (Vorjahr T€ 950), für noch nicht abgerechnete Montagen im Betrag von T€ 46 (Vorjahr T€ 27), für Prozess- und Gerichtskosten T€ 29 (Vorjahr T€ 22), für Provisionen in Höhe von T€ 212 (Vorjahr T€ 102) und für sonstige T€ 31 (Vorjahr T€ 31) ausgewiesen.

8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit > 5 Jahre besichert
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.742.245,94 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.177.424,16 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 805.799,37 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 770.799,95 0,00 0,00
Vorjahr Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit> 5 Jahre besichert
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.790.205,45 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.767.225,88 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 895.984,09 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 664.620,71 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten des Vorjahres sind ebenfalls vollständig innerhalb eines Jahres fällig.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 Verpflichtungen aus unbefristeten Mietverträgen ohne Einbeziehung von Nebenkosten in Höhe von jährlich T€ 402.

10. Geschäftsführer

Gesamtvertretungsberechtigte Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 waren:

 

Herr Friedhelm Lemmer, Kaufmann, Lohmar-Oberstehöhe,

 

Herr Jürgen Lemmer, Kaufmann, Lohmar-Oberstehöhe.

Die von § 285 Nr. 9 a und b HGB geforderten Angaben werden unter Anwendung des § 286 Absatz 4 HGB unterlassen.

11. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von T€ 30 und den Gewinnvortrag zum 1. Januar 2022 über T€ 3.588 auf neue Rechnung vorzutragen.

12. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Lohmar-Oberstehöhe, im Mai 2024

Friedhelm Lemmer

2. Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 65.129,16 0,00 0,00 65.129,16
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 169.863,98 0,00 0,00 169.863,98
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.657.942,65 146.639,21 84.098,41 1.720.483,45
1.827.806,63 146.639,21 84.098,41 1.890.347,43
Finanzanlagen
Beteiligungen 123.333,50 0,00 0,00 123.333,50
2.016.269,29 146.639,21 84.098,41 2.078.810,09
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 64.197,16 192,00 0,00 64.389,16
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 134.714,98 8.202,00 0,00 142.916,98
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.303.694,65 129.616,21 84.096,41 1.349.214,45
1.438.409,63 137.818,21 84.096,41 1.492.131,43
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.502.606,79 138.010,21 84.096,41 1.556.520,59
Buchwerte
Buchwert 31.12.2022 Buchwert 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 740,00 932,00
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 26.947,00 35.149,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 371.269,00 354.248,00
398.216,00 389.397,00
Finanzanlagen
Beteiligungen 123.333,50 123.333,50
522.289,50 513.662,50

Lagebericht 2022

Die Lemmer-Fullwood GmbH ist Partnerunternehmen der international tätigen Fullwood-Gruppe.

Sie fertigt, vertreibt, montiert und wartet Melk-, Kühl- sowie Herdenmanagementsysteme für die Landwirtschaft in den Märkten Deutschland, Schweiz, Österreich, Slowenien, Polen sowie Litauen und Lettland und zählt zu den führenden Anbietern in diesem Marktsegment.

Unsere kontinuierliche positive Geschäftsentwicklung ist im Zusammenhang mit der gezielten Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Landwirte einerseits und der verbundenen Vertriebs- und Servicepartner andererseits zu sehen.

1. Geschäftsverlauf

Umfeld

Auch in 2022 hat die Bundesregierung mit umfangreichen Konjunkturpaketen und Hilfsprogrammen (beispielsweise Überbrückungshilfe IV) versucht die Wirtschaft zu stützen, dies führte allerdings zu einem deutlichen Anstieg der Staatsausgaben und entsprechend steigender Schuldenquote in der Bundesrepublik.

Gesamtwirtschaftlich hat sich das Bruttoinlandsprodukt in 2022 (2021: 2,9 % im Vergleich zu 2020) um 1,8% erhöht und stieg somit auf rund € 3,87 Billionen (Quelle: statista).

Die privaten Konsumausgaben waren stark von der hohen Inflation geprägt. Der private Konsum stieg um 10,7%, preisbereinigt aber nur um 3,4%. 1

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/03/PD23_106_811.html).

Dagegen hat sich die Arbeitslosenquote in Deutschland aufgrund von staatlichen Maßnahmen (im Wesentlichen ist in diesem Zusammenhang das Kurzarbeitergeld zu nennen) im Vergleich zum Vorjahr (2022: 5,3 % im Vergleich zum Vorjahr von 5,7 %) verringert, während die Inflation für 2022 bei 7,9 % lag und damit deutlich über der des Vorjahres von 3,1 %. 2

2 Quelle: Statistisches Bundesamt.

Die branchenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen lassen erkennen, dass Landwirtschaft aus unserer Sicht weiterhin als Zukunftsbranche angesehen wird.

Sicherstellung der Ernährung einer stetig wachsenden Weltbevölkerung, weltweit steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, Forderungen der Endverbraucher nach Regionalität und artgerechter Tierhaltung bilden die Chancen für die europäischen Milcherzeuger.

Innerhalb der Europäischen Union produziert die deutsche Landwirtschaft mit 31,9 mio Tonnen ca. 22% der Gesamtmilchmenge und ist damit bedeutender Erzeuger für Frischmilch und haltbare Milchprodukte und hat sich etwa auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert.

Auf dem Weltmarkt haben deutsche Milchverarbeiter, überwiegend genossenschaftlich organisiert, Märkte erschlossen, die mit hochwertigen Produkten bedient werden.

Der Export hochwertiger Nahrungsmittel, die Milch oder Milchbestandteile enthalten, unter dem Qualitätslabel "Made in Germany" verläuft erfolgreich.

Wachsender Wettbewerb fordert die Landwirte Ihre Produkte mit verlässlicher hoher Qualität herzustellen. Die Effizienz der Produktion sowie das Tierwohl rücken dabei vermehrt in den Vordergrund.

Die saisonalen Schwankungen des Milchaufkommens waren schwächer ausgeprägt als in den Vorjahren. Die Milchmenge war in der Hochphase im Frühjahr niedriger und im Saisontief höher als im Vorjahr.

Trotz rekordverdächtig hohen Kosten sowohl für Dünger, Futtermittel sowie Energie ist das Milchaufkommen im ersten Halbjahr zurück gegangen. Durch einen deutlichen Anstieg der Milcherzeugerpreise im zweiten Halbjahr auf bis zu 60 Cent/kg hat die Milchproduktion ab Herbst wieder zugenommen.

Die Milchpreise haben sich im Jahr 2022 deutlich erhöht: so wurde die 50-Cent-Marke im Jahresdurchschnitt erstmals übertroffen. Der durchschnittliche Milchpreis konventioneller Milch liegt erwartungsgemäß für das Jahr 2022 über 50 Cent und hat somit den bisherigen Rekordwert von 37,58 Cent im Jahr 2014 deutlich übertroffen.

Der Preisabstand zwischen konventioneller und ökologischer Milch haben sich deutlich verringert im Jahr 2022.

Der Strukturwandel in der Milchviehhaltung schreitet weiterhin voran. Die Zahl der Milchkühe nimmt leicht ab, während gleichzeitig die durchschnittliche Anzahl von Kühen pro Betrieb steigt.

Die Themen Tierwohl, Betriebssicherheit, Kosteneffizienz und Arbeitsproduktivität bieten der Branche weiterhin Potenzial für Wachstum.

Allerdings hat ein politischer Führungswechsel zu Unsicherheiten in Bezug auf neue Haltungsvorschriften und Förderprogramme geführt. Diese Unsicherheiten erschweren insbesondere Entscheidungen bei langfristigen Investitionsprojekten. Die Politik muss hier dringend aktiv werden und ein verlässliches Regelwerk schaffen, um den Landwirten eine klare Perspektive für die Zukunft zu bieten.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Das abgelaufene Geschäftsjahr verlief für die Lemmer-Fullwood GmbH zufriedenstellend. Investitionspläne unserer Kunden nahmen zu, so dass die Summe der Investitionsentscheidungen für uns im vergleich zum Vorjahr erneut gesteigert werden konnte.

Die herausfordernden Rahmenbedingungen, insbesondere in der Baubracnhe die als angrenzendes Gewerk die Insatalltion der Melkanlagen beeinflusst als auch allgemein verlängerte Lieferzeiten, haben dazu geführt, dass Projekte geschoben oder auch ausgesetzt wurden. Der erzielte Umsatz, welcher den bedeutenden Leistungsindikator der Gesellschaft darstellt, lag daher leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Auftragseingang lag über Vorjahresniveau.

Investitionen

Die Investitionen ins Sachanlagevermögen, insbesondere Betriebs- und Geschäftsausstattung, erfolgten aus dem laufenden Cash-Flow.

Personal- und Sozialbereich

Gut ausgebildete und leistungsbereite Mitarbeiter sind der wichtigste Erfolgsfaktor in unserem Unternehmen.

Die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit unserer Mitarbeiter stellen wir durch eine regelmäßige Weiterbildung und Qualifizierung sicher.

Wir beschäftigten durchschnittlich 67 Mitarbeiter. Die Fluktuation im Personalbestand ist vergleichsweise niedrig und der Altersaufbau ausgewogen.

Forschung und Entwicklung

Wir sind im Anlagenbau tätig. Im Bereich Forschung und Entwicklung ist nach wie vor unser wichtigstes Ziel, den Gebrauchsnutzen der von uns angebotenen Produkte zu erhöhen. Die Herausforderung der Ausgestaltung speziell auf die Bedürfnisse des Einzelkunden abgestimmter Lösungen steht dabei für uns im Vordergrund.

Wichtiger Meilenstein für die Milchviehwirtschaft und unsere Unternehmen bleibt die anhaltende Marktdurchdringung des autonom arbeitenden Batchmelk System 4.0. Dieses von uns zum Patent angemeldete Konzept gilt als Schlüssel für die hochgradige Automatisierung im Bereich größerer Milchviehherden und bewährte sich in der Praxis hervorragend.

Mit weiteren neuen Konzepten für die effiziente Gestaltung der Milchviehbetriebe, insbesondere in der Automatisierung der Milchgewinnung und Fütterung, bis hin zu autonom arbeitenden Systemen, entwickeln wir an zukunftsorientierten Lösungen für unsere Kunden.

2. Lage der Gesellschaft

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Vermögen x 100) betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 25,2 % nach 23,2 % im Vorjahr. Grund für den Anstieg ist vor allem eine verringerte Bilanzsumme, die sich auf gesunkene Vorräte sowie gesunkene Pensionsrückstellungen zurückführen lassen.

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr wiederum positiv entwickelt.

Unsere Bilanzstruktur ist sehr solide und wird durch kurzfristig gebundenes Vermögen (T€ 14.219) und kurzfristige Fremdmittel (T€ 10.515) zum Bilanzstichtag geprägt. Das Umlaufvermögen deckt das kurzfristige Fremdkapital somit vollständig.

Das Anlagevermögen war in voller Höhe durch Eigenkapital gedeckt.

Die Liquidität der Lemmer-Fullwood GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr positiv verändert. Die Liquidität 3. Grades (liquide Mittel + kurzfristige Forderungen + Vorräte/kurzfristige Schulden x 100) betrug zum 31. Dezember 2022 135,2 % und lag somit um 4,8 Prozentpunkt unter der des Vorjahres.

Unsere Ertragslage entwickelte sich wie folgt:

Das Rohergebnis ist um Vergleich zum Vorjahr um T€ 525 auf T€ 6.561 verringert. Das Betriebsergebnis hat sich auf T€ 123 (Vorjahr: T€ 253) verringert.

Die Abschreibungen liegen auf Vorjahresniveau.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Erwartete Rahmenbedingungen und voraussichtliche Entwicklung

Auch das Jahr 2023 stellt die deutsche Wirtschaft vor verschiedene Herausforderungen: steigende Preise und Zinsen sowie Unsicherheiten quer durch alle sektoren erschwieren das tägliche Geschäft.

Das Bruttoinlandsprodukt hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 0,3% real verringert. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Pandemie, war das BIP um 0,7% höher. 3

3 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 19 vom 15. Februar 2024.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 im Verglecih zum Vorjahr um 5,9% erhöht. 4

4 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024.

Das ifo-Institut rechnet damit, dass die deutsche Konjunktur im Jahr 2024 wieder um 0,2% zulegen wird. Für die kommenden Jahre geht das Institut davon aus, dass die Konjunktur in 2025 um 1,5 % steigen wird. Die Inflationsrate wird in diesem Jahr auf 2,3% zurückgehen und im kommenden Jahr auf 1,6% zurückgehen. 5

5 Quelle: Pressemitteilung ifu - Institut vom 6. März 2024.

Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens ist die Investitionsbereitschaft der Milchviehbetriebe. Die weltweiten Einschränkungen und Auswirkungen durch den russichen Angriffskrieg fokussieren auf die Wichtigkeit der Versorgung der Nahrungmittel was einen positiven Einflüsse auf den hiesigen Milchmarkt haben wird.

Die Gesellschaft erwartet trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen eine positive Entwicklung der Auftragslage in den kommenden beiden Geschäftsjahren. Die zunehmenden Schwierigkeiten im Bau und auf dem Beschaffungsmarkt werden in den nächsten Monaten jedoch eine erhebliche Herausforderung für die Auftragsabwicklung darstellen.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Umsatz in den nächsten beiden Geschäftsjahren auf dem Niveau des Vorjahres bleiben wird, während der Auftragseingang voraussichtlich steigen wird.

Dieser Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die künftige Entwicklung unseres Unternehmens beziehen. Solche Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis der zum jetzigen Zeitpunkt verfügbaren Informationen getroffen wurden. Sollten die dabei zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizieren abweichen.

Chancen und Risiken

Durch die Corona-Pandemie und in Folge durch den russischen Angriffskrieg drohen der Volkswirtschaft noch nie dagewesene wirtschaftliche Risiken, die zu einem Rückgang der Kaufkraft und somit auch der Nachfrage führen kann.

Die Bundesregierung versucht durch diverse Maßnahmen (Soforthilfe-Programme, günstige Kredite, Absenkung der Mehrwertsteuer, Überbrückungshilfen und außerordentliche November- und Dezemberhilfen) die Auswirkungen auf die Volkswirtschaft abzumildern.

Sofern sich die allgemeine konjunkturelle Entwicklung in Deutschland oder die Einkommenssituation der Milchbetriebe abweichend von den angenommenen Rahmenbedingungen entwickeln, können sich hieraus positive Einflüsse auf die wirtschaftliche Situation unserer Gesellschaft ergeben.

Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden könnten, sind zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht erkennbar.

Es bestehen geringfügige Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, denen jedoch durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken bestehen aber hieraus keine. Rechtstreitigkeiten oder Schadensersatzforderungen, die eine erhebliche Auswirkung auf die wirtschaftliche Lage unserer Gesellschaft haben, sind ebenfalls nicht erkennbar.

Der zukünftige Erfolg unseres Unternehmens hängt im großen Maße von der Einsatzbereitschaft, dem Engagement und der Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter ab.

Währungsrisiken sind, aufgrund der niedrigen Anzahl von Kauf- oder Verkaufsgeschäften in Fremdwährung, vernachlässigbar.

Die Veränderung der Milchpreise haben entsprechenden Einfluss auf die Ertragssituation und somit auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden. Demnach können sich sowohl Chancen als auch Risiken aus der Entwicklung der Milchpreise ergeben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz der unsicheren Zeiten weder bestandsgefährdende Risiken noch sonstige wesentliche Risiken, die sich nachhaltig auf die zukünftige Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft negativ auswirken, vorliegen.

 

Lohmar-Oberstehöhe, Mai 2024

Friedhelm Lemmer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 und des Lageberichts 2022 der Lemmer-Fullwood GmbH, Lohmar-Oberstehöhe, in der Fassung laut Anlagen I bis IV erteilen wir den folgenden Bestätigungsvermerk:

An die Lemmer-Fullwood GmbH, Lohmar-Oberstehöhe

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lemmer-Fullwood GmbH, Lohmar-Oberstehöhe, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lemmer-Fullwood GmbH, Lohmar-Oberstehöhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 2. Mai 2024

VGP GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Sebastian Vieten, Wirtschaftsprüfer

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