Fritzenschaft & Partner GmbH
Gutenbergstraße 1, 06889 Wittenberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ines Krüger seit 29.9.2023 | Geschäftsführer |
Florian Fritzenschaft seit 4.3.2010 | Geschäftsführer |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fritzenschaft & Partner GmbHLutherstadt WittenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Fritzenschaft & Partner GmbH, Lutherst. WittenbergAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022Fritzenschaft & Partner GmbH, Lutherst. Wittenberg
Anhang für das Geschäftsjahr 2022Fritzenschaft & Partner GmbH, Lutherst. WittenbergAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Das Anlagevermögen - immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen - ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Bemessung der Abschreibungen richtet sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) mit einem Einzelwert unter EUR 800 (netto) werden auf eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Abschreibungen auf den beizulegenden Wert bewertet. Sonstige Ausleihungen sind mit dem Nennwert bewertet. Umlaufvermögen Fertige Erzeugnisse und Waren werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Dabei wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für Leistungen nach dem Abschlussstichtag ausgewiesen. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Es bestehen keine Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, sodass keine Abzinsung vorgenommen wurde. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Vorratsvermögen wurde in 2022 aufgeteilt in die Positionen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie fertige Erzeugnisse und Waren. Im Vorjahr erfolgte der gesamte Ausweis in der Position fertige Erzeugnisse und Waren. Die Vorjahreszahl wurde angepasst. Ansonsten konnten beim Jahresabschluss die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, der Sachanlagen sowie der Finanzanlagen ist im beiliegenden Anlagenspiegel dargestellt. Vorräte Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten im Wesentlichen Heizölbestände und Verpackungsmaterial. In den der Position fertige Erzeugnisse und Waren wird Remissionsware ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Es handelt sich wie im Vorjahr ausschließlich um Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenstände sind debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 27 sowie Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 66 enthalten. Ferner enthält dieser Posten noch nicht verbrauchte Einzahlungen in einen Solidarfonds des Presse-Grosso von T€ 27 (Vj.: T€ 39) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Restlaufzeit der übrigen sonstigen Vermögensgegenstände beträgt bis zu einem Jahr. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen enhalten die Ertragsteuernachzahlungen für das laufende Jahr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Die Rückstellung für Remissionen betrifft zum Bilanzstichtag ausgelieferte und fakturierte Zeitschriften, die von den Kunden im neuen Jahr wieder zurück geschickt werden. Nach der Rücksendung erhalten die Kunden eine Gutschrift und die Gesellschaft belastet entsprechend die Zeitschriftenverlage. In Höhe der Marge zwischen Einkauf und Verkauf verbleibt bei der Gesellschaft eine Rohgewinnminderung die zurück gestellt wird. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten: Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten
Im Übrigen betreffen die sonstigen Verbindlichkeiten kreditorische Debitoren von TEUR 127 (VJ TEUR 149), den Lohn- und Gehaltsbereich mit TEUR 90 (VJ TEUR 77) sowie Kundenkautionen von TEUR 239 (Vj.: TEUR 257), die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, da sie im Regelfall erst längerfristig (bei Ausscheiden der Kunden) fällig werden. Überwiegend haben diese Kautionen damit eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Die Verbindlichkeiten sind nicht gesichert. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Folgende längerfristige Verträge wurden abgeschlossen:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Personalaufwendungen Die sozialen Aufwendungen enthalten TEUR 21 für Altersversorgung (VJ TEUR 24). Es handelt sich um Beiträge an Direktversicherungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Transportkosten, Aufwendungen für externe Dienstleister, Mieten, Kraftfahrzeugkosten und Beratungskosten. Abschreibungen auf Finanzanlagen Auf die Beteiligung an einer Personengesellschaft war eine Abschreibung von TEUR 8 auf den beilzugenden Wert der Beteiligung vorzunehmen. Sonstige Angaben Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Mitarbeiter beschäftigt:
Geschäftsführer Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind Herr Frank Schmalenberger, Dipl.-Betriebswirt (BA) und Herr Florian Fritzenschaft, Verlagskaufmann. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Die in Folge der fortdauernden Ukraine-Krise hohen Inflationsraten führen zu einem beispiellosen Kaufkraftentzug bei den Presse-Konsumenten. Weitere Belastungen für das Unternehmen ergeben sich durch die hohen Energie- und Dieselpreise sowie durch die Erhöhung des Mindestlohns ab Oktober 2022 auf 12,00 €, der das volle Jahr 2023 Wirkung entfaltet. Die weitere Steigerung des Mindestlohns von derzeit 12,00 € auf 12,41 € soll erst zum 01.01.2024 erfolgen. Die Zeitschriftenverlage und der Pressegroßhandel haben im Februar eine neue Branchenvereinbarung mit Wirkung vom 01. März 2023 - 28. Februar 2025 getroffen. Ergebnis der Vereinbarungen war auch eine gleichmäßigere Verteilung und Mengen an Zeitschriften über die Wochentage um die Ressourcen auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette gleichmäßiger einsetzen zu können und um Sonderaufwand abzubauen. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsleitung schlägt vor, den Bilanzgewinn von Euro 1.254.929,75 auf neue Rechnung vorzutragen.
Lutherstadt Wittenberg, den 09. August 2023 Florian Fritzenschaft Frank Schmalenberger Der Jahresabschluss wurde am 05.09.2023 festgestellt. ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022Fritzenschaft & Partner GmbH Großhandel mit Zeitungen und Zeitschriften, Lutherst. Wittenberg
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022Fritzenschaft & Partner GmbH, Lutherst. WittenbergAllgemeine Angaben Die Fritzenschaft & Partner GmbH vertreibt als Großhändler Presseerzeugnisse und Convenience Produkte in einem großen Teil der Gebiete Brandenburgs, Sachsen-Anhalts und Sachsens. In einem Vertriebsgebiet von 15.008 Quadratkilometern und eine Einwohnerzahl von rund 1,2 Mio. werden die Einzelhändler von dem Hauptsitz in Kropstädt (Lutherstadt Wittenberg) und dem weiteren Standort in Freienbrink (Gemeinde Grünheide) aus beliefert. Die Gesellschaft ist Mitglied des Gesamtverbandes Pressegroßhandel e.V., dem alle Grossisten in Deutschland angehören. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Absatzmarkt Gesamt Das Unternehmen sah sich, wie auch in den Vorjahren, einem schwierigen Marktumfeld gegenüber. Neben den strukturellen Veränderungsprozessen durch das geänderte Mediennutzungsverhalten, sowie die Konkurrenz der digitalen Medien, war das Jahr 2022 stark durch explodierende Kosten für Treibstoff, Energie und Personal konfrontiert. Das geht an die Substanz. Mit den Folgen des Ukraine-Kriegs, der Energieknappheit und der Inflation sind weitere Belastungen zu schultern. Außerdem müssen die Verhandlungen zwischen Presse-Grosso und Verlagen über eine neue Branchenvereinbarung hier thematisiert werden. Ziel ist es, verbindliche Regelungen und auskömmliche Margen für die Zusammenarbeit zu treffen. In der Vergangenheit musste das Presse-Grosso regelmäßig erhebliche Margenkürzungen hinnehmen, gleichzeitig sind die Anforderungen an die Leistungen stetig gestiegen. Nicht zuletzt deshalb bleiben Printprodukte weiterhin ein elementarer Bestandteil der Medienvielfalt. Für eine funktionierende Gesellschaft ist eine Presseversorgung in der Fläche wichtig, der ländliche Raum darf nicht benachteiligt werden. Auch bereitet die teilweise geplante Einstellung umsatzstarker Zeitschriften Grund zur Sorge. Der Medienkonzern RTL Deutschland, der die Magazinsparte des Hamburger Verlagshauses Gruner + Jahr zum Jahr 2022 übernommen hat, gab bekannt, dass nach einer Portfolioüberprüfung das Aus von mehr als 20 Zeitschriften geplant ist. Es entsteht der Eindruck, dass Verlage den Glauben an Print verlieren und nicht mehr in die Pflege der Printmarken und das Vertriebsmarketing investieren. Die Folge ist ein Imageverlust und wirtschaftliche Konsequenzen für den Vertrieb von Printprodukten. Dennoch erwies sich die Gesellschaft, in der Funktion eines Großhändlers für gedruckte Zeitungen und Zeitschriften, erneut als verlässlicher Marktteilnehmer. Die rückläufigen Frequenzen am PoS, einhergehend mit den starken Kostensteigerungen, stellten das Unternehmen vor große Herausforderungen. Trotz aller Widrigkeiten ist es gelungen die Lieferkette zum Einzelhandel aufrecht zu erhalten und Presse in der Fläche des Vertriebsgebietes erneut vollumfänglich verfügbar zu machen. Demnach: Das Geschäftsjahr 2022 war ein schwieriges Jahr. Im Jahr 2022 reduzierte sich der Gesamtumsatz um -7,09% auf 27.903.822 €*. Im gleichen Zeitraum reduzierte sich der Gesamtabsatz um -12,30 % auf 17.432.979 Ex. Der Gesamtumsatz enthält das Kerngeschäft Presse, das Geschäftsfeld Non Press, sowie alle sonstigen Erträge. 2. Absatzmarkt Presse Im Kerngeschäft Presse gab der Umsatz in 2022 um -7,17 % (BRD gesamt: -10,00%) auf 24.792.484,79 €* nach, einhergehend mit einem Absatzrückgang in Höhe von -13,10 % (BRD gesamt: -13,00%) auf 16.609.156 Exemplare. Erfreulicherweise ist die stückbezogene und kostenintensive Remissionsmenge um 10,90% zurückgegangen. 3. Absatzmarkt Non Press Im Geschäftsfeld Non Press reduzierte sich der Umsatz in 2022 von 3.327.854 € auf 3.115.256 €, folglich um -6,39 %. Grund für diese Entwicklung ist der Umstand, dass die großen Konkurrenten wie Lekkerland mit einer aggressiven Margenpolitik Marktanteile gewonnen hat, die dem Unternehmen verloren gingen. 4. Einkaufsmarkt Presse und Non Press Wir verzeichnen eine zugespitzte Lage bei den Verhandlungen zwischen Presse-Grosso und Zeitschriftenverlagen über eine neue Branchenvereinbarung mit Wirkung vom 01.03.2023. Es ist bekannt, dass die Verlage Bauer, Bertelsmann, Burda, Funke, Spiegel und Springer zur Abstimmung untereinander über neue Vertriebsstrukturen beim Kartellamt einen Antrag gestellt haben. Damit wird an einem funktionierenden System, das allen Verlagen und Titeln offensteht und welches weltweit als vorbildlich gilt, gezündelt. Das Presse- Grosso hat ein Angebot unterbreitet, das Umsatzrückgänge und Kostensteigerungen fair verteilt, das Unternehmen hofft auf eine einvernehmlich wirtschaftlich tragfähige Lösung. Die besondere bundesweit einheitliche Form des Branchenabschlusses wurde vom BGH mit Urteil vom 06.10.15 höchstrichterlich bestätigt. Die Verlage gewähren flächendeckend Lieferkonditionen, die sich nach einem einheitlichen gültigen Konditionenabschluss ausrichten, den der mandatierte Bundesverband Presse-Grosso mit mehreren Verlagen ausgehandelt hat. Diese Konditionen gelten für Zeitschriften bis zum 28. Februar 2023. Nachdem die Zeitschriftenverlage und der mandatierte Bundesverband Presse-Grosso in 2019 einvernehmlich beschlossen hatten, während der o. g. Laufzeit, die Regelung zur Mindestumsatz-Regelung zum Ende des Jahres 2019 auslaufen zu lassen, trat am 01.03.2021 vereinbarungsgemäß eine Ersatzregelung in Kraft. Die Mindestumsatzregel wurde durch zwei Zuschläge ersetzt. Zum einen durch einen Remissionszuschlag für periodisch erscheinende Titel, deren Remissionsquoten bestimmte Grenzen der im KVM (Koordinierte Vertriebsmarketing) definierten Maximalwerte überschritten haben, und zum anderen durch einen Nullverkaufszuschlag, wenn die im KVM definierten Grenzwerte überschritten worden sind. Diese Steuerungsfunktionen wirkte sich bereits in 2022 aus. Für BILD wurde (vorzeitig) eine HSP Vereinbarung mit Gültigkeit vom 01.03.21 -28.02.25 geschlossen. Das klassische Großhandelsgeschäft mit allen bekannten Großhandelsfunktionen für Tabak, wie z. B. Lager, Kommissionierung etc. wurde, aufgrund der Einführung von Track&Trace, ab März 2019 in ein Streckengeschäft gewandelt. Die Bestellung und Auslieferung via Track&Trace erfolgt über unsere Logistik, Lager und Kommissionierung erfolgen bei einem Dienstleister mit dem Ziel der wirtschaftlichen Optimierung des Geschäfts. 5. Investitionen Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von rd. 56 T€ getätigt. 6. Personalbereich Die Anzahl der Mitarbeiter umgerechnet auf Vollzeitkräfte konnte leicht reduziert werden. Dadurch ist es gelungen, die Personalkosten weitgehend konstant zu halten. 7. Dienstleistung Kapazitäten im Logistik - Standort Freienbrink werden seit Mai 2017 genutzt zur Remissionsverarbeitung benachbarter (Grosso-) Unternehmen als Dienstleiter und in den folgenden Jahren weiter ausgebaut. Eine Zertifizierung der Abläufe durch Vertreter des VDZ und des BDZV erfolgte im Juni 2018. Darstellung der Lage • Vermögenslage Das Gesamtvermögen erhöhte sich um 651 T€ auf 4.165 T€, was durch die Gewinnthesaurierung insbesondere aus der Zunahme der flüssigen Mittel resultiert. Der Jahresüberschuss von 568 T€ erhöht das Eigenkapital auf 1.605 T€. Die Eigenkapitalquote beträgt 38,5 % des höheren Gesamtkapitals gegenüber 29,5 % im Vorjahr. Die Höhe des Fremdkapitals liegt bei höheren Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen bei gleichzeitigem Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um 83 T€ über dem Vorjahresniveau. • Finanzlage Die liquiden Mittel bewegen sich mit 1.942 T€ (Vj.: 1.037 T€) auf hohem Niveau. Der Cashflow, der sich aus dem Jahresüberschuss zuzüglich der Abschreibungen ergibt, beträgt 675 T€. Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Gesellschaft weist durch die unterschiedliche Fälligkeit von Forderungen und Schulden (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) regelmäßig liquide Mittel aus, die das Eigenkapital übersteigen. Die finanzielle Situation der Gesellschaft erlaubt es daher grundsätzlich den vollen Bilanzgewinn auszuschütten. • Ertragslage Der Rohertrag aus dem Presse Geschäft hat sich im Vergleich zum Vorjahr bedingt durch die Absatz und Umsatzrückgänge um 1,6 % von 5.382 T€ auf 5.222 T€ vermindert. Der Rohertrag aus dem Non Press Geschäft hat sich im Vergleich zum Vorjahr trotz eines Umsatzrückgangs von 146 T€ auf 162 T€ erhöht. Die Erlöse aus dem Verkauf von Altpapier sowie aus Provisionen und Dienstleistungen haben sich um 21 T€ auf 1.580 T€ erhöht. Der Verminderung des Rohergebnisses um T€ 132 stehen Kostensteigerungen bei den Personlakosten (20 T€), den Abschreibungen (9 T€) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen (81 T€) gegenüber. Die Ertragsteuern sind entsprechend der Ergebnisentwicklung um 71 T€ zurück gegangen. Der Jahresüberschuss reduzierte sich um 179 T€ (24 %) auf 568 T€. Forschung und Entwicklung Ziel der Vertriebsabteilung ist es die Sortimente der belieferten Kunden weiter zu optimieren, um auch im Interesse der Verlage eine optimale Marktausschöpfung zu erreichen und Remissionen möglichst gering zu halten. Zweigniederlassungen Betriebsstätten befinden sich in der Lutherstadt Wittenberg (Sitz der Gesellschaft) und in Freienbrink. Chancen und Risiken sowie Ausblick auf 2023 1. Rahmenbedingungen für Presse und Non Press Der Presse-Absatz und -Umsatz geht auch in 2023 zurück. Das gab es in dieser Ausprägung noch nie. Zugleich hat das Unternehmen mit explodierenden Kosten zu kämpfen. Die Ausgaben für Treibstoff und teilweise auch für Personal sind unverändert hoch bzw. steigen weiter an. Das geht an die Substanz. Die zwischenzeitlich stockenden Verhandlungen zwischen Presse-Grosso und Verlagen über eine neue Branchenvereinbarung mit dem Ziel verbindliche Regelungen für die Zusammenarbeit zu treffen, wurden im Februar 2023 abgeschlossen. Die Vertragsdauer ist auf zwei Jahre vom 01.03.2023 - 28.02.2025 festgelegt. Die Partner haben sich zudem daruf verständigt, die Lieferketten so effizient wie möglich zu gestalten, u.a. streben sie ab 01.09.2023 eine gleichmäßigere Verteilung der Auslieferung und Mengen über die Wochentage an. Ziel ist es, die vorhandenen Ressourcen gleichmäßiger einzusetzen und Sonderaufwand abzubauen. Viele Verlage erzielen im Vergleich zum Presse-Grosso bessere Ergebnisse und Renditen und haben Dank Digitalisierung ganz andere (Markt-) Chancen. Der Vorstoß in Richtung des Kartellamts der Verhandlungsdelegation der Verlage ist ein Frontalangriff auf das Pressevertriebssystem. Das veränderte Kaufverhalten der Bevölkerung bei Printmedien in Folge des weiteren Wandels des Mediennutzungsverhaltens stellt ein weiteres Risiko der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens dar. Der Blick auf die zukünftige Ertragsentwicklung einerseits und andererseits nach Vorlage der aktuellen Strom-, Gas-, Diesel- und Ölpreise, sowie den Folgen der Mindestlohnanpassung, stärkt die Erkenntnis, dass sich die bereits länger anhaltende rückläufige Ertragsentwicklung in der Branche des Pressegroßhandels verstärkt fortsetzen wird. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden sich zusätzlich negativ auf Entwicklung des Einzelverkaufs für Presseerzeugnisse auswirken. Diese wären insbesondere:
Das Geschäftsfeld Tabak steht in Zukunft vor der Herausforderung der Umsetzung der EU Vorschrift Track & Trace (für alle Teilnehmer aller Lieferketten besteht eine EU-weite Registrierungspflicht, inkl. Verkaufsstellen und Zigarettenautomaten). Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden sich zusätzlich negativ auf den Konsum von Tabakwaren auswirken. 2. Konsolidierung / Chancen Der schrumpfende Markt an Presseerzeugnissen macht es erforderlich, die Vertriebs Strukturen auf Grosso-Ebene den sich verändernden Rahmenbedingungen anzupassen bis hin zur Konsolidierung in größere Grosso-Einheiten. Es ist ein probates Mittel um die Effizienz des Presse-Vertriebssystems, insbesondere unter Kosten-Gesichtspunkten, auch weiterhin zu gewährleisten. Es ist davon auszugehen, dass angesichts dieses Veränderungsdrucks in wenigen Jahren die Anzahl der derzeit noch 18 Grosso-Betriebe weiter zurückgehen wird. 3. Ausblick Die steigenden Energiekosten, die hohe Inflationsrate und der beispiellose Kaufkraftentzug, sowohl für den Einzelhandel als auch für Verbraucher, stellen das Unternehmen vor eine enorme Belastung. Insbesondere bei vielen bereits von der Pandemie hart getroffenen Non-Food-Handelsbetrieben verschärft der Anstieg der Energiekosten die existenzbedrohende Lage. Um die Mehrausgaben für Energie und die Folgen der eingebrochenen Verbraucherstimmung abfedern zu können, ist das Unternehmen auch auf wirksame politische Unterstützung angewiesen.
Lutherstadt Wittenberg, den 09. August 2023 Florian Fritzenschaft Frank Schmalenberger BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Fritzenschaft & Partner GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fritzenschaft & Partner GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fritzenschaft & Partner GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ludwigshafen, den 31. August 2023 ALLTREU
Revision & Treuhand GmbH •
Dipl.-Kfm. Reiner Junker, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Jörg Bauer, Wirtschaftsprüfer |
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