Marabu GmbH & Co. KG

71732 Tamm, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRA 300662
Vorher
Marabuwerke GmbH & Co. KG
Eingetragen
3.9.1970

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

2 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany
Kommanditist
Germany
19.856.600 €

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

der Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München

Aktiva

Stand am 31.12.2022
TEUR
Stand am 31.12.2021
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.169 6.611
2. Geschäfts- oder Firmenwert 446 636
3. Geleistete Anzahlungen 231 316
6.846 7.563
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.338 27.021
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.256 1.335
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.149 2.141
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 345 475
38.088 30.972
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 784 4.445
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.270 7.884
2. Unfertige Erzeugnisse 1.748 2.423
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 17.567 20.081
4. Geleistete Anzahlungen 1.539 179
28.124 30.567
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.691 15.855
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.563 1.614
18.254 17.469
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12.734 11.226
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.069 933
D. Aktive latente Steuern 1.066 677
E. Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0 4.022
106.965 107.874

Passiva

Stand am 31.12.2022
TEUR
Stand am 31.12.2021
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25 25
II. Kapitalrücklagen 67.137 0
III. Konzernjahresüberschuss (i. V. Konzernjahresfehlbetrag) 1.222 -4.574
IV. Konzernverlustvortrag -4.574 0
V. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 645 527
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0 4.022
64.455 0
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 2.993 3.562
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 6.148 5.515
2. Steuerrückstellungen 1.376 1.087
3. Sonstige Rückstellungen 7.125 8.176
14.649 14.778
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.678 9.543
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 650 929
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.076 4.800
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 12 67.149
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.518 2.785
20.934 85.206
E. Rechnungsabgrenzungsposten 47 56
F. Passive latente Steuern 3.887 4.272
106.965 107.874

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

(i. V. Rumpfgeschäftsjahr von 18. Februar bis 31. Dezember 2021)

der Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München

2022
TEUR
2021
TEUR
1. Umsatzerlöse 126.257 79.109
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 70.908 49.583
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 55.349 29.526
4. Vertriebskosten 34.566 22.348
5. Allgemeine Verwaltungskosten 21.425 13.714
6. Sonstige betriebliche Erträge 6.270 3.249
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.862 1.181
52.583 33.994
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 38 79
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 421 690
10. Steuern vom Einkommen 386 -1.289
-769 678
11. Ergebnis nach Steuern 1.997 -3.790
12. Sonstige Steuern 775 784
13. Konzernjahresüberschuss (i. V. Konzernjahresfehlbetrag) 1.222 -4.574

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

der Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München

A. Allgemeine Grundsätze

Der Konzernabschluss der Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München (Amtsgericht München, HRB 263474), zum 31. Dezember 2022 wurde nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Grundsätzlich entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Die Vorjahreszahlen des Konzernabschlusses der Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München beziehen sich auf das Rumpfgeschäftsjahr vom 18. Februar bis zum 31. Dezember 2021.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs.

Soweit erforderlich, wurden die ausländischen Jahresabschlüsse für den Konzernabschluss an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München, angepasst.

Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München, sowie im Rahmen der Vollkonsolidierung 22 (i.V. 21) in- und ausländische Unternehmen einbezogen.

Im Rahmen der anteilsmäßigen Konsolidierung gemäß § 310 Abs. 1 HGB wird ein inländisches Unternehmen einbezogen.

Die Marabu Inc., Des Plaines/ USA, an der die Marabu GmbH & Co. KG, Tamm, zu 100 % beteiligt ist, wird nach § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da diese Gesellschaft kein operatives Geschäft betreibt und damit von untergeordneter Bedeutung ist.

Die Inovajet S.A. de C.V., Ciudad de Mexico/ Mexiko, an der die Marabu North America LP., Charleston/ USA, zu 100 % beteiligt ist, wird wie in den Vorjahren nach § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da diese Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung ist.

Im aktuellen Geschäftsjahr wurde die Marabu Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH, Tamm, gekauft und ab dem 1. September 2022 in den Konzernabschluss mit einbezogen.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind unter F. 1. einzeln aufgeführt.

C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung

Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde.

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022.

Die Kapitalkonsolidierung der voll und anteilsmäßig einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Bei der Erstkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte der Obergesellschaft gegen die im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung vorhandenen Eigenkapitalwerte (gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Gewinn- bzw. Verlustvortrag) der Untergesellschaften aufgerechnet.

Bei den erstmals in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurde als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Gründungs- bzw. Erwerbszeitpunkt gewählt.

Die Marabu Beteiligungs-GmbH, Tamm und die Marabu GmbH & Co. KG, Tamm, sowie deren Tochtergesellschaften wurden zum Erwerbszeitpunkt am 28. April 2021 erstkonsolidiert. Aus der Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaften ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 5.453. Dieser wird planmäßig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände vereinnahmt. Der Buchwert zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 2.505.

Die neu erworbene Marabu Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH wurde zum 01.09.2022 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen und erstkonsolidiert. Zum Zwecke der Erstkonsolidierung wurden die Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaft neu bewertet. Aus dieser Neubewertung ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 498, welcher über die Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände vereinnahmt wird. Der Buchwert zum 31.12.2022 beträgt TEUR 488.

Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 31. Dezember 2022 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Währungsbedingte Differenzen wurden ergebniswirksam verrechnet.

In der Konzern- Gewinn und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Aufwendungen und Erträge einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll bzw. anteilig konsolidiert.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen wurden eliminiert.

Die sich aus der Erstkonsolidierung ergebenden, passiven latenten Steuern auf die aufgedeckten stillen Reserven wurden anhand eines gewichteten Durchschnittssatzes der Ertragsteuersätze derjenigen Konzerngesellschaften ermittelt, deren Vermögensgegenstände wertmäßig aufgrund ermittelter stiller Reserven aufgestockt wurden. Dieser gewichtete Durchschnittssteuersatz beträgt 16,11 %.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Marabu Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH (MGV) ergaben sich latente Steuern aus der Aufdeckung der stillen Reserven und stillen Lasten der Vermögensgegenstände der MGV. Diese latenten Steuern wurden anhand des für die MGV geltenden latenten Steuersatzes in Höhe von 27,5 % gebildet.

Da sich latente Steuern auf erfolgswirksame Konsolidierungsvorgänge ansonsten nur auf der Ebene des Teilkonzernabschlusses der Marabu GmbH & Co. KG, Tamm, ergaben, wurde bei der Berechnung deren Steuersatz zu Grunde gelegt. Eine Ausnahme hierzu stellt die Zwischenergebniseliminierung dar, bei welcher im Berichtsjahr die jeweiligen Steuersätze der empfangenden Unternehmen als Berechnungsgrundlage dienen.

Die Ermittlung der latenten Steuern in den einzelnen Konzerngesellschaften wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften auf der Grundlage der lokalen Steuersätze vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen wurden unsaldiert ausgewiesen.

Die Abgrenzung latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren wieder ausgleicht.

Die Werte des Jahresabschlusses der ausländischen Gesellschaften wurden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zu Periodendurchschnittskursen vorgenommen. Posten des Eigenkapitals werden mit den historischen Kursen im Erstkonsolidierungzeitpunkt umgerechnet.

Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten ausländischer Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des erstkonsolidierungspflichtigen Kapitals und des erwirtschafteten Konzernergebnisses von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, wurden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet.

Im Übrigen wurde der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung beachtet.

D. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden die nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst.

Im Berichtsjahr wurden die Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit beachtet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie Geschäfts- und Firmenwerte sind zu Anschaffungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 2 Satz 3 2. Halbsatz HGB bewertet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich über die individuell ermittelte Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungen von Geschäfts- und Firmenwerten im Rahmen der Einzelabschlüsse, die aus Asset Deals resultieren, werden in Abhängigkeit von der Stabilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells linear über einen Zeitraum zwischen 5 bis 15 Jahren abgeschrieben.

Der im Rahmen der Erstkonsolidierung zum Zeitwert angesetzte Markenwert wurde mittels der Methode der Lizenzpreisanalogie ermittelt und wird linear über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/ Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen zwei und 50 Jahren.

Die im Rahmen der Erstkonsolidierung angesetzten Zeitwerte des jeweiligen Grund & Bodens und der Gebäude wurden anhand von Grundstücksgutachten zum Stichtag der Erstkonsolidierung ermittelt. Die Abschreibung bei den Gebäuden erfolgt linear über die Restnutzungsdauer des jeweiligen Gebäudes.

Die aktivierten Eigenleistungen sind zu Herstellungskosten bewertet.

Geleistete Anzahlungen werden ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Finanzanlagen sind zum Nennwert bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden.

Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen Stückkosten, die auf Basis der Ist-Kosten des Rumpfgeschäftsjahres ermittelt worden sind. Bestehende Risiken wurden durch Abwertungen in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung des Konzerns zum 28.04.2021 erfolgte die Neubewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren zu Verkaufskosten abzüglich der Marge für das Absatzrisiko.

Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige Erzeugnisse wurden zu Buchwerten übernommen, da diese keine nennenswerte Wertschöpfung beinhalten. Auch bei bereits abgewerteten Langsamdrehern wurden die Buchwerte fortgeführt, da hier typischerweise keine nennenswerten stillen Reserven enthalten sind.

Aufgrund historischer Lagerumschlagshäufigkeiten wurde angenommen, dass die neubewerteten Vorräte innerhalb von 12 Monaten verkauft werden. Im Geschäftsjahr 2022 wirkt sich die Neubewertung der Vorräte aus der Erstkonsolidierung letztmalig auf das Ergebnis aus.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr von bis zu 1 % gebildet.

Die in den Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Disagien werden linear über den Zeitraum der Zinsbindung des entsprechenden Darlehens abgeschrieben.

Der sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebende passive Unterschiedsbetrag wurde in der Bilanz unterhalb des Eigenkapitals als eigene Position dargestellt, dieser hat im Wesentlichen Eigenkapitalcharakter.

Die inländischen Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematisch Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt.

Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der inländischen Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von einer jährlichen Anpassung von 2,0% bei den Renten ausgegangen. Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden bei der Ermittlung der Verpflichtung nicht berücksichtigt.

Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend der gesetzlichen Regelung in § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,79% (im Vorjahr 1,87 %).

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 332 (Unterschiedsbetrag).

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.

Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung).

Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge bzw. Aufwendungen des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt.

Zum 31. Dezember 2022 betragen die infolge der Übergangsregelung nicht in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen TEUR 110. In Anwendung des Übergangswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB soll der ursprüngliche Unterschiedsbetrag über eine Laufzeit von 15 Jahren verteilt werden. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte entsprechend der Vorgehensweise der Vorjahre eine Zuführung in Höhe von TEUR 55, die im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen ist.

Bei der Berechnung der ausländischen Pensionsverpflichtungen kommen teilweise andere Ermittlungsverfahren unter Berücksichtigung länderspezifischer Parameter zur Anwendung, der oben angegebene Rechnungszinssatz wird jedoch auch hier angewandt.

Die Jubiläumsrückstellungen werden mit dem versicherungsmathematisch ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Den Berechnungen liegen das Anwartschaftsbarwertverfahren auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G sowie folgende versicherungsmathematische Annahmen zu Grunde:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Abzinsungssatz zum 31.12. 1,45 1,34
Künftige Lohn-/Gehaltssteigerungen 3,00 3,00
Steigerung der Bemessungsgrundlage 2,00 1,70
Unternehmensspezifische Fluktuation (bis zum Alter von 40 Jahren) 4,00 1,46

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, welcher von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Konzernabschluss unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften wurden auf Basis der zukünftigen Steuerentlastung bzw. -belastung ermittelt. Soweit ein Überhang aktiver latenter Steuern über passive latente Steuern auf Ebene der einzelnen Gesellschaft besteht, wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf eine Aktivierung in der Handelsbilanz II verzichtet.

E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

I. Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - allesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern sind durch die Eliminierung von Zwischengewinnen aus konzerninternen Lieferungen entstanden. Bei der Berechnung wurden Steuersätze der empfangenden Gesellschaften von 0,0 % bis 34,0 % (i.V. 0,0 bis 34,0 %) zu Grunde gelegt.

Die aktiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Stand 01.01.2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Stand 31.12.2022
TEUR
Aktive latente Steuern 677 389 1.066

4. Eigenkapital

Der Betrag, der den Gesellschaftern des Mutterunternehmens am Stichtag zur Gewinnausschüttung zur Verfügung steht, beträgt TEUR 6.784.

Im aktuellen Geschäftsjahr hat die Muttergesellschaft durch Umwandlung einer Verbindlichkeit die Kapitalrücklage um TEUR 67.137 erhöht.

5. Pensionsrückstellungen

Die unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind zum 31. Dezember 2022 mit dem Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 8.230 anzusetzen. Das Deckungsvermögen in Form der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen wurde mit dem Zeitwert in Höhe von TEUR 2.082 angesetzt und mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Die Rückdeckungsversicherungen wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Pensionsverpflichtungen verrechnet.

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

31.12.2022
TEUR
Pensionsverpflichtung 8.230
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) -2.082
Pensionsrückstellung 6.148
Deckungsvermögen (Anschaffungskosten) 2.082

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, Rückstellungen für Boni sowie Jahresabschluss- und Beratungskosten.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr 3.885 3.850
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 7.532 5.106
Restlaufzeit über 5 Jahre 261 587
11.678 9.543

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Grundpfandrechte sowie Pfandrechte in Höhe von TEUR 24.505.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 186 (i.V. TEUR 190) eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren und in Höhe von TEUR 448 (i.V. TEUR 516) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Alle anderen Verbindlichkeiten haben bzw. hatten im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 1.285 (i.V. TEUR 1.388) Verbindlichkeiten aus Steuern und mit TEUR 162 (i.V. TEUR 180) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

8. Passive latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von entgeltlich erworbenen immateriellen und materiellen Vermögensgegenständen, Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen, sonstigen Verbindlichkeiten und Ergänzungsbilanzen (Grundstücke, Bauten und BGA) ermittelt.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Rumpfgeschäftsjahr geltenden Ertragsteuersatz des jeweiligen Tochterunternehmens in Höhe von 0,0 % bis 34,0 %.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Überhänge an aktiven latenten Steuern auf Ebene der Einzelabschlüsse würden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Insgesamt ergaben sich folgende passive latente Steuern:

Entwicklung der in der Bilanz gezeigten passiven latenten Steuern:

31.12.2022
TEUR
31.12.2022
TEUR
Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen 106 106
Latente Steuern aus Einzelabschlüssen 328 321
Latente Steuern aus Erstkonsolidierungen 3.453 3.845
3.887 4.272

Der Posten enthält im Geschäftsjahr keine Saldierung mit aktiven latenten Steuern.

Die passiven latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand 01.01.2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Stand 31.12.2022
TEUR
Passive latente Steuern 4.272 -385 3.887

II. Konzerngewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR %
Druckfarben 99.921 79,1
Kreativfarben 24.081 19,1
Sonstige 2.255 1,8
126.257 100,0

Die Aufteilung dieser Umsatzerlöse in In- und Auslandsumsätze ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:

TEUR %
Inland 19.752 15,6
Ausland 106.505 84,4
126.257 100,0

2. Umsatzkosten/Materialaufwand

Der Materialaufwand nach dem Gesamtkostenverfahren setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR %
Materialaufwand für RHB und bezogene Waren 56.685 96,1
Fremdleistungen 2.307 3,9
58.992 100,0

3. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR %
Löhne und Gehälter 34.359 80,0
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge 8.563 20,0
Personalaufwand 42.922 100,0

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1.428 (i.V. TEUR 411) enthalten.

4. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.693 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 2.756), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 582), Versicherungsentschädigungen für Vorjahre (TEUR 237) sowie periodenfremden Erträge aus der Erstattung von Beiträgen für Vorjahre (TEUR 118).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten einen Ertrag aus der Vereinnahmung des passiven Unterschiedsbetrages in Höhe von TEUR 1.057 (i.V. TEUR 1.891), welcher aus der oben erklärten Erstkonsolidierung entstanden ist und Kursgewinne in Höhe von TEUR 1.033 (i.V. TEUR 345).

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.954 ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 1.576), um Aufwendungen für Vorjahre, welche erst im Jahr 2022 abgerechnet wurden (TEUR 190), sowie um Forderungsabschreibungen in Höhe von TEUR 188.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste in Höhe von TEUR 824 (i.V. TEUR 309).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 u. 2 EGHGB (BilMoG-Zuführungsbetrag für Pensionsrückstellung) in Höhe von TEUR 55 (i.V. TEUR 37) enthalten.

6. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 149 (i.V. TEUR 315) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie einen Zinsänderungseffekt aus der Veränderung des Rechnungszinssatzes.

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung:

31.12.2022
TEUR
Zinsaufwand aus Pensionsgutachten 214
Zinsertrag aus Deckungsvermögen -68
Zinsergebnis 146

7. Steuern vom Einkommen

Die Steuern vom Einkommen enthalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von 774 (i.V. TEUR 1.432), darin enthalten sind insbesondere die Erträge aus der Auflösung der bei der Erstkonsolidierung entstandenen, latenten Steuerverbindlichkeit in Höhe von TEUR 849 (i.V. TEUR 1.518).

In den Steuern vom Einkommen sind Steuererstattungen aus Vorjahren in Höhe von TEUR 323 (i.V. TEUR 47) enthalten.

8. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Nr. Name Beteiligungsquote
%
Gehalten von Nr.
I. Verbundene Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden
1 Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München
2 Marabu Beteiligungs-GmbH, Tamm 100,00 1
3 Marabu GmbH & Co. KG, Tamm 100,00 1
4 Marabu France S.A.R.L, Lyon/ Frankreich 100,00 3
5 Marabu (UK) Ltd., Milton Keynes/ Großbritannien 100,00 3
6 Marabu Espana S.A., Granollers/ Spanien 100,00 3
7 Marabu Scandinavia AB, Malmö/ Schweden 100,00 3
8 Marabu Nederland B.V., Almere/ Niederlande 100,00 3
9 Marabu Benelux BVBA, Erkeren/ Belgien 100,00 3
10 Marabu do Brasil Ltda., Sao Paulo/ Brasilien 100,00 2, 3
11 Marabu US Holding GmbH & Co. KG, Tamm 100,00 2, 3
12 Marabu Holding Corporation, Dover Delaware/ USA 100,00 2
13 Marabu North America LP., Charleston/ USA 100,00 11, 12
14 MRM US, LLC., Charleston/ USA 100,00 11
15 Marabu US Properties LP., Charleston/ USA 100,00 11, 14
16 Marabu Canada Corporation, New Brunswick/ Kanada 100,00 3
17 Marabu Italia s.a.s., Vidigulfo/ Italien 100,00 2, 3
18 Marabu Italia s.r.l., Vidigulfo / Italien 100,00 2
19 Marabu (Shanghai) Printing Ink Co. Ltd., Shanghai/ China 100,00 3
20 Marabu Paraguay S.A. Ciudad del Este/ Paraguay 100,00 2, 3
21 Marabu Shop GmbH, Tamm 100,00 3
22 Marabu Hongkong Ltd., Hongkong/ China 100,00 3
23 Marabu Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH, Tamm 100,00 3
II. Gemeinschaftsunternehmen
24 Indujet GmbH, Bietigheim-Bissingen 49,00 3
III. Verbundene Unternehmen, die nach § 296 HGB und § 311 Abs. 2 HGB nicht einbezogen wurden
25 Marabu Inc., Des Plaines/ USA 1) 100,00 3
26 Inovajet S.A. de C.V., Ciudad de México/Mexiko 100,00 13

1) Die Gesellschaft hat ihre werbende Tätigkeit bereits 1990 eingestellt.

9. Offenlegungserleichterungen

Für folgende Gesellschaften wird die Befreiungsvorschrift zur Offenlegung gemäß § 264 (3) bzw. § 264b HGB und § 291 HGB in Anspruch genommen:

Marabu GmbH & Co. KG, Tamm

Marabu US Holding GmbH & Co. KG, Tamm

10. Personal

Im Konzern sind durchschnittlich 543 Arbeitnehmer beschäftigt, darin sind anteilsmäßig sieben Arbeitnehmer von anteilig einbezogenen Unternehmen enthalten.

11. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Wesentlichen bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen, die sich wie folgt zusammensetzen:

TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr 3.999
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 6.019
Restlaufzeit über 5 Jahre 152
10.170

12. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Die im Berichtsjahr gebildeten Bewertungseinheiten sind im nachfolgenden Bewertungsspiegel dargestellt:

Risiko Grundgeschäft Sicherungsgeschäft
Variable Art Art Währg. Betrag Art Währg.
Währung Wertänderungen Absicherung kurzfristiger Fremdwährungsverbindlichkeiten TEUR 450 Devisenswap TEUR
Währung Zukünftiger Zahlungsstrom Absicherung künftiger EUR Zahlungsausgänge TBRL 307 Non deliverable forward TBRL
Risiko Sicherungsgeschäft Art der Bewertungseinheit Prospektive Effektivität
Variable Betrag
Währung 450 Micro-Hedge Laufzeit- und Volumenkongruenz
Währung 307 Micro-Hedge Laufzeit- und Volumenkongruenz

Die schwedische Konzerngesellschaft hatte zum Ende des Wirtschaftsjahres derivative Finanzinstrumente in Form von EUR-Devisenterminkäufen, welche der Absicherung von EUR-Verbindlichkeiten dienen. Zum Bilanzstichtag weisen diese Finanzinstrumente positive Marktwerte von insgesamt TEUR +12 auf, die nicht zum Ansatz kamen. Es liegen Bewertungseinheiten mit den oben erwähnten, zugrundeliegenden Grundgeschäften vor. Die abgesicherten EUR-Verbindlichkeiten wurden dafür zum gesicherten Kurs angesetzt (Einfrierungsmethode). Die Bewertungseinheit resultiert aus der prospektiven Effektivität dieser Sicherungsgeschäfte, da sich die Ausstattungsmerkmale von Grund- und Sicherungsgeschäften mit Blick auf Volumen und zeitlichem Anfall entsprechen (critical terms match).

Ein virtueller Währungsterminkauf in Form von sogenannten "NDFs" (Non Deliverable Forwards) wurde durch die brasilianische Konzerngesellschaft zur Absicherung von EUR-Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen abgeschlossen. Die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten und die Sicherungsgeschäfte entsprechen sich mit Blick auf Volumen und zeitlichem Anfall (critical terms match), daher wurde eine Bewertungseinheit gebildet. Die Verbindlichkeiten wurden daher zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag angesetzt, dafür wurde auch der positive Marktwert dieses NDF in Höhe von rund TEUR 5 ertragswirksam aktiviert (Durchbuchungsmethode).

Bei den Währungsinstrumenten wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Die bilanzielle Abbildung als Bewertungseinheit erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Zudem hat die Marabu GmbH & Co. KG im August 2022 ein strukturiertes Devisentermingeschäft über monatlich TEUR 150 mit einer Laufzeit bis 15. Dezember 2023 abgeschlossen. Der positive Marktwert zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR +30. Hierbei handelt es sich nicht um eine Bewertungseinheit, da Laufzeit und Volumenkongruenz auseinanderlaufen. Die Bewertung erfolgt durch das ausgebende Kreditinstitut durch Abzinsung von Zahlungsströmen unter Berücksichtigung marktgerechter Zinsstrukturkurven.

Die Marktwerte wurden durch die Kreditinstitute auf Basis anerkannter finanzmathematischer Methoden ermittelt.

13. Organe des Mutterunternehmens

Geschäftsführer ist:

Nobunari Sawanobori (Geschäftsführer), Tokyo / Japan

Die Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

14. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 88
andere Bestätigungsleistungen 8
Gesamthonorar 96

15. Nachtragsbericht

Mit Kaufvertrag vom 11.01.2023 hat die Marabu GmbH & Co. KG ihre Anteile am Beteiligungsunternehmen Indujet GmbH an den Joint Venture Partner verkauft.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

16. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von TEUR -3.352 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 30. Juni 2023

Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH

Geschäftsführung

Nobunari Sawanobori

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

der Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022
TEUR
Währungsanpassung
TEUR
Veränderung des Konsol. Kreises
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.787 56 0 169 244 59
2. Geschäfts- oder Firmenwert 977 177 0 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 316 0 0 159 -244 0
8.080 233 0 328 0 59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.932 26 14.805 282 10 1.850
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.602 38 0 232 85 337
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.239 -50 0 581 195 802
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 475 -1 0 175 -290 14
32.248 13 14.805 1.270 0 3.003
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 4.449 -6 0 406 0 4.067
44.777 240 14.805 2.004 0 7.129
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.197
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.154
3. Geleistete Anzahlungen 231
8.582
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.205
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.620
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.163
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 345
45.333
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 782
54.697
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022
TEUR
Währungsanpassung
TEUR
Veränderung des Konsol. Kreises
TEUR
Zugänge
TEUR
Zuschreibungen
TEUR
Abgänge
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 176 12 0 883 0 43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 341 143 0 229 5 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
517 155 0 1.112 5 43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 911 -76 6.205 1.032 0 1.205
2. Technische Anlagen und Maschinen 267 36 0 409 -27 375
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 98 -55 0 742 20 751
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
1.276 -95 6.205 2.183 -7 2.331
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 4 0 0 0 6 0
1.797 60 6.205 3.295 4 2.374
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.028
2. Geschäfts- oder Firmenwert 708
3. Geleistete Anzahlungen 0
1.736
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.867
2. Technische Anlagen und Maschinen 364
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0
7.245
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen -2
8.979
Buchwerte
Stand am 31.12.2022
TEUR
Stand am 31.12.2021
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.169 6.611
2. Geschäfts- oder Firmenwert 446 636
3. Geleistete Anzahlungen 231 316
6.846 7.563
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.338 27.021
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.256 1.335
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.149 2.141
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 345 475
38.088 30.972
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 784 4.445
45.718 42.980

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

der Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München

(i. V. Rumpfgeschäftsjahr vom 18. Februar bis zum 31. Dezember 2021)

2022
TEUR
2021
TEUR
Periodenergebnis 1.222 -4.574
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.291 2.418
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -418 1.433
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -301 523
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.872 11.873
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.305 -3.538
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.180 0
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 383 611
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 386 -1.289
-/+ Ertragsteuerzahlungen -68 -14
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.882 7.443
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 16 3
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -328 -953
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.852 46
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.270 -1.396
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 55 83
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -406 -255
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -25 -50.448
+ Erhaltene Zinsen 38 79
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Übertrag) -68 -52.841
2022 2021
TEUR
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Übertrag) -68 -52.841
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 0 67.149
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten -1.469 -15.716
- Gezahlte Zinsen -421 -690
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.890 50.743
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.924 5.345
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 33 128
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 3.236
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 8.734 25
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.691 8.734

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR
Flüssige Mittel 12.734 11.226
Kontokorrent- und Geldmarktkredite -2.043 -2.492
10.691 8.734

Die Kontokorrent- und Geldmarktkredite sind in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten, die wie folgt aufgegliedert werden können:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR
Bankdarlehen 9.635 7.051
Kontokorrent- und Geldmarktkredite 2.043 2.492
11.678 9.543

Konzerneigenkapitalspiegel im Geschäftsjahr 2022

der Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag
TEUR
Stand am 18.2.2021 25 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 527 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0
Umgliederung vom Aktivposten
"Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0 0 0 0
Stand am 1.1.2022 25 0 527 0
Kapitalerhöhung 0 67.137 0 0
Ergebnisvortrag 0 0 0 -4.574
Währungsumrechnung 0 0 118 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0
Umgliederung vom Aktivposten
"Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0 0 0 0
Stand am 31.12.2022 25 67.137 645 -4.574
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag
TEUR
Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag
TEUR
Stand am 18.2.2021 0 0
Währungsumrechnung 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -4.574 0
Umgliederung vom Aktivposten
"Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0 4.022
Stand am 1.1.2022 -4.574 4.022
Kapitalerhöhung 0 0
Ergebnisvortrag 4.574 0
Währungsumrechnung 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 1.222 0
Umgliederung vom Aktivposten
"Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0 -4.022
Stand am 31.12.2022 1.222 0
Konzerneigenkapital Summe
TEUR
Stand am 18.2.2021 25
Währungsumrechnung 527
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -4.574
Umgliederung vom Aktivposten
"Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 4.022
Stand am 1.1.2022 0
Kapitalerhöhung 67.137
Ergebnisvortrag 0
Währungsumrechnung 118
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 1.222
Umgliederung vom Aktivposten
"Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" -4.022
Stand am 31.12.2022 64.455

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

der Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München

Vorwort zur Konsolidierung

Die Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München, geht als reine Holdinggesellschaft neben dem Halten und Verwalten Ihrer Anteile und damit verbundener Gesellschafterdarlehen keiner weiteren ordentlichen Geschäftstätigkeit nach. Die wirtschaftliche Entwicklung und Lage des Konzerns ist daher nahezu ausschließlich von derjenigen des Marabu-Teilkonzerns (entspricht den bisherigen Konzernabschluss der Marabu Beteiligungs-GmbH, Tamm bis 2020) geprägt, wenn man von den fortgeführten, technischen Werteffekten aus der Kaufpreisaufteilung im Rahmen der im Jahr 2021 erfolgten Erstkonsolidierung absieht. Die weiteren Ausführungen zur Lage und zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Konzerns beziehen sich deswegen - soweit nichts anderes explizit erwähnt ist - auf die des Marabu-Teilkonzerns. In Ermangelung von vergleichbaren Vorjahreszahlen für den neu entstandenen Konzern (das Vorjahr war ein Rumpfgeschäftsjahr mit nur rund 8 Monaten) beziehen sich die vergleichenden Darstellungen zum Vorjahr und zur Planung auf den Marabu-Teilkonzern, dessen Geschäftsjahre 2021 und 2022 dem vollen jeweiligen Kalenderjahr entsprachen. Soweit Sachverhalte aus der oben erwähnten Erstkonsolidierung hierfür relevant sind, sind diese explizit erwähnt.

Die Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft des japanischen Familienunternehmens Teikoku Printing Inks Mfg, Co., Ltd. mit Sitz in Tokio. Teikoku ist technologischer Marktführer im Bereich Siebdruckfarben im asiatischen Markt. Die Veränderung der Gesellschafterverhältnisse im Jahr 2021 verlief auch im Jahr 2022 reibungslos und zeigt keinen Einfluss auf die operative Geschäftsentwicklung des Marabu-Teilkonzerns.

1. Einleitung

Das Jahr 2022 war von den Ausläufern der Corona Pandemie sowie des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine geprägt. Im Verlauf des Jahres kam es hierdurch zu erheblichen Lieferengpässen bei Rohstoffen und Frachten und in dessen Folge zu massiven Preissteigerungen, insbesondere im Energiesektor. Hinzu kamen Einschränkungen wie bspw. der Reisetätigkeit, die nach wie vor der Corona Pandemie zuzuschreiben sind.

Die gestiegenen Energiekosten führten dazu, dass einige Industrien zu Preiserhöhungen gezwungen waren oder teilweise die Produktion drosseln mussten. Energieintensive Branchen wie bspw. die Glasindustrie spürten die Auswirkungen deutlich.

In Deutschland stieg das Bruttoinlandsprodukt in 2022 wieder um 1,9% an (Vorjahr 2,8%). Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte stieg die Inflation in Deutschland auf ein historisches Hoch von 7,9%. Auch in vielen anderen für Marabu wichtigen Exportländern stieg die Inflation in außerordentlichem Maße an, vor allem in den USA.

Der Marabu-Teilkonzern konnte sich in diesem turbulenten Umfeld außerordentlich gut behaupten und erzielte einen Umsatz in Höhe von rund EUR 126 Mio. Dies entspricht einem Anstieg von fast 4,3% gegenüber dem Vorjahr. Der Jahresüberschuss des Marabu-Teilkonzerns nach Steuern lag bei rund EUR 4,33 Mio (Vj. EUR 6,28 Mio).

2. Marktentwicklung

Trotz dieser erschwerten Rahmenbedingungen konnte das Unternehmen neue Produkte erfolgreich am Markt einführen. Sie wurden u.a. wieder auf Präsenzmessen und parallel auf Online-Veranstaltungen und Webinaren präsentiert. Die Resonanz und Teilnahme an Messen und an unseren Webinaren stufen wir als sehr gut ein. Zur Unterstützung des technischen Dienstes vor Ort wurden vermehrt Videoschaltungen genutzt. Mit Virtual Reality Brillen unterstützten wir Techniker vom Stammhaus aus weltweit.

Im Markt zeigt sich eine Veränderung des Konsumverhaltens durch die gestiegenen Energiekosten und die hohe Inflation. Im 2. Halbjahr 2022 war ein deutliche Kaufzurückhaltung bei den Endkunden spürbar. Diese Veränderung machte sich auch bei Marabu, insbesondere im Bereich Kreativfarben, bemerkbar. Vor allem energieintensive Branchen reagierten auf die sich verändernden Rahmenbedingungen. Hersteller aus diesen Branchen begannen neue, weniger energieintensive Möglichkeiten bspw. für die Bedruckung von Glas auszuloten. Die Umstellung von herkömmlichen Druckverfahren auf sparsamere Varianten bietet Marabu auch Chancen, mit neuen Produkten in bestehenden Märkten aktiv zu werden. Viele Entwicklungsprojekte und Neukunden bieten Chancen für Wachstum im Sieb- und Tampondruck sowie im Digitaldruck.

3. Konzerngesellschaften

Alle Konzerngesellschaften des Marabu-Teilkonzerns konnten, mit Ausnahme der beiden asiatischen Gesellschaften, das Geschäftsjahr in der Gewinnzone abschließen. Der hohe Gewinn der französischen Gesellschaft ist auf den Verkauf des Betriebsgrundstücks in Bondy nahe Paris dazu zurückzuführen. Durch die Standortschließung in Bondy und die Konsolidierung des Handelsgeschäfts in Lyon (Vertrieb, Verwaltung) und Granollers (Lager) erwarten wir uns dauerhafte Synergien und gesteigerte Profitabilität für die Zukunft. Die Tochtergesellschaften in China und Hongkong entwickelten sich aufgrund starker Einschränkungen durch Chinas Zero-Covid-Politik unter den Erwartungen und landeten in der Verlustzone. Eine Rückkehr in die Gewinnzone ist im Geschäftsjahr 2023 geplant, nachdem China die Zero-Covid-Strategie im 1. Quartal 2023 beendet hat.

Alle anderen Gesellschaften konnten von einer Wiederbelebung der Nachfrage nach Druckfarben nach dem Ende der Corona-Pandemie profitieren und steigerten ihre Umsätze und Jahresüberschüsse teilweise signifikant. Lediglich die amerikanische und kanadische Tochtergesellschaft schnitten beim Jahresüberschuss etwas unter Vorjahr ab, weil im Vorjahr noch staatliche Coronahilfen das Ergebnis stützten und die Konsumentennachfrage für Kreativfarben in den USA aufgrund der dortigen Inflation zurückging.

Die einzige Beteiligungsgesellschaft, die Indujet GmbH (49% Beteiligung), entwickelte sich im Geschäftsjahr unter den Erwartungen, insb. weil sie die stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise im wettbewerbsintensiven Digitalfarbenmarkt nicht rechtzeitig in die Verkaufspreise weitergeben konnte. Die anhaltend schwache Ertragslage der Indujet GmbH bewog die Geschäftsleitung dazu, seine 49%-Anteile an der Indujet GmbH zu verkaufen. Der Verkauf wurde im Januar 2023 vollzogen, die Einigung mit dem Käufer hierzu fand schon im Dezember 2022 statt.

4. Personal

Im Jahresverlauf stieg die Beschäftigtenzahl per Dezember auf 556 Mitarbeiter.

5. Beschaffung und Produktion

Die Preisentwicklung bei Rohstoffen sowie Verpackungen ging unterjährig weiter steil nach oben. Erst zum Jahresende zeigte sich eine leichte Erholung bei den Transportkosten. Die weltweit steigende Nachfrage sowie die geringen Lagerbestände wirkten sich schnell und nachhaltig auf die Preise aus. In der Logistikkette kam es aufgrund von immer wieder geschlossenen Seehäfen sowie einem Mangel an Frachtcontainern zu Verzögerungen.

Im Werk Tamm stieg das Produktionsvolumen mit Digitalprodukten gegenüber Vorjahr signifikant. Bei den Siebdruckfarben konnte die Produktionsmenge ebenfalls gesteigert werden. Dies führte in Verbindung mit der knappen Rohstofflage und den krankheitsbedingten Ausfällen zu angespannten Lieferverhältnissen. Die Lieferrückstände bauten sich ab Frühsommer durch den unerwartet steigenden Auftragseingang stetig auf. Dem konnte schließlich durch gezielten Personalaufbau und Samstagsarbeit begegnet werden.

Als Folge eines deutlich geringeren Discounter- und Onlinegeschäfts wurden in der Kreativfarbensparte in 2022 im Vergleich zu 2021 ca. 35% weniger Ansätze (to) im Werk Bietigheim-Bissingen hergestellt. Auch die Abfüllleistung (Stück pro Abfüllanlage) ist um ca. 44 % zurückgegangen. Im Zuge dessen konnten Zusatzschichten vermieden werden und es wurden die Leasingkräfte wieder abgebaut.

6. IT

Eine objektive Beurteilung des IT-Sicherheitsrisikos des Unternehmens erfolgte durch eine Expertenprüfung in Form eines beauftragten Penetrationstests. Der Abschlussbericht liegt vor. Die daraus resultierenden und empfohlenen Maßnahmen sind alle abgeschlossen.

Ferner wurde im Jahr 2022 die E-Commerce-Lösung fertiggestellt und anschließend weiter ausgebaut. Rund 10% der Kundenbestellungen werden zwischenzeitlich über diese E-Commerce-Plattform abgewickelt. Wir gehen von einer weiteren deutlichen Steigerung aus, da auch die Kunden bei Online-Bestellungen von transparenteren und schnelleren Abläufen profitieren.

Darüber hinaus wurde eine neue Personalsoftware erfolgreich eingeführt. Die Nutzung läuft reibungslos. In 2023 soll auch die Reisekostenabrechnung von Mitarbeitern auf diese Software umgestellt werden.

7. Qualität, Arbeitssicherheit, Umwelt

Im Jahresverlauf kam es in den einzelnen Landesgesellschaften zu keinen Betriebsstörungen oder umweltschädigenden Vorfällen. Maßnahmen der jährlichen Umwelt und Arbeitssicherheitsprogramme sowie ASA-Sitzungen trugen wieder zur Fortentwicklung und Absicherung organisatorischer Belange bei. Zudem wurden die bereits in 2021 eingeführten, regelmäßigen KVP und Sicherheits-Begehungen aller Gebäude erfolgreich fortgeführt.

Ein auf 5 Jahre ausgelegtes Programm zur Modernisierung des Werks in Tamm (Produktionsanlagen und Infrastruktur) wurde gestartet. Zielsetzung ist es, die Kapazitäten der Fertigung für die Geschäftsentwicklung bereitzustellen und zugleich mit einer kontinuierlichen Steigerung der Produktionseffizienz und Produktqualität die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern.

Im Bereich Umweltmanagement wurde der Fahrplan zur Reduzierung unseres CO 2 -Fußabdrucks vertieft und um neue Erkenntnisse erweitert. Des Weiteren wurde in Q4/2022 ein Projekt zur Verbesserung/Erweiterung des Marabu Rechtskatasters begonnen.

Im Bereich Qualitätsmanagement wurde das für die gesamte Marabu Gruppe gültige Marabu Management Handbuch auf das Web-basierte ConSense PORTAL mit vollumfänglicher Sharepoint 365-Integration umgestellt. Das Marabu Management System basiert auf den Normen ISO 9001, ISO 14001 und ISO 45001, ist konzernweit in 8 Sprachen verfügbar und mit einer automatischen Übersetzungsfunktion ausgestattet.

Im Jahr 2022 wurden neben einzelnen Marktthemen die Themen und getroffenen Maßnahmen bzgl. IT-Sicherheit, Arbeitssicherheit und der Brandschutz turnusmäßig bewertet.

8. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im Folgenden werden zunächst die Einflüsse aus der oben im Vorwort beschriebenen Fortführung der Werte aus der im Rahmen der Erstkonsolidierung durchgeführten Kaufpreisaufteilung zum 28.4.2021 auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Geschäftsjahr 2022 dargelegt. Anschließend werden nur noch die Einflüsse auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Marabu Teilkonzerns mit Hilfe einer vergleichenden Darstellung des Geschäftsjahrs 2022 mit dem Vorjahr und der Planung, weil dies aus den im Vorwort beschriebenen Gründen sachgerecht und aussagekräftiger ist.

Die Erstkonsolidierung zum 28.4.2021 beeinflusste die Ertragslage des Konzerns auch im Geschäftsjahr 2022 in wesentlicher Weise. Die Fortführung der Aufstockungsbeträge aus der Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung (28.4.2021) und der daraus entstehenden latenten Steuerverbindlichkeit sowie des hieraus resultierenden, passivischen Unterschiedsbetrags (s. Details dazu unten) bewirkte saldiert einen aufwandswirksamen Betrag, der die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns mit rund EUR 3,4 Mio belastete. Der Löwenanteil davon entfiel auf die Auflösung der in den Vorräten zum Kaufstichtag aufgedeckten stillen Reserven.

Der Einfluss der Erstkonsolidierung auf die Ertragslage des Konzerns wird im Folgejahr deutlich sinken und in den Jahren danach - saldiert betrachtet - keinen entscheidenden Einfluss mehr haben.

Die Finanzlage des Konzerns blieb von den fortgeführten Erstkonsolidierungseffekten hingegen unberührt, weil es daraus keinen Einfluss auf die flüssigen Mittel des Unternehmens gab.

Die oben beschriebene, rein technische Ertragsbelastung aus der Fortschreibung der Werte aus der Erstkonsolidierung verringerte im Geschäftsjahr 2022 den Konzernjahresüberschuss auf rund EUR 1,2 Mio. Der Gesellschafter des Unternehmens, die Teikoku Printing Inks Mfg, Co., Ltd. mit Sitz in Tokio, entschied während des Geschäftsjahrs, das Eigenkapital des Unternehmens durch eine Sacheinlage seiner Forderungen gegenüber dem Unternehmen in Höhe von rund EUR 67 Mio durch Einstellung in die Kapitalrücklage zu stärken und damit den Bilanzverlust auszugleichen, der aus dem Vorjahr vorgetragen wurde. Das Eigenkapital stieg unter anderem auch deswegen deutlich auf EUR 64,5 Mio, die Eigenkapitalquote betrug am Ende des Geschäftsjahrs 60,26% (im Vorjahr negativ aufgrund des niedrigen Stammkapitals bei entsprechend hohem Bilanzverlust).

Nach der obigen Darstellung der Effekte aus der Erstkonsolidierung bezieht sich der nachfolgend dargestellte Teil der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur noch auf den Marabu-Teilkonzern (s. dazu auch die Ausführungen im Vorwort).

Die Umsätze des Marabu-Teilkonzern stiegen trotz Einbruchs der Konsumentennachfrage in unserem Kreativfarbengeschäft und dem kriegsbedingten Wegbruch des russischen Markts kräftig um knapp EUR 5,4 Mio auf rund EUR 126,3 Mio zum Vorjahr. Dies lag vor allem an der guten Umsatzentwicklung in den ausländischen Konzerngesellschaften im Druckfarbenbereich. Im Falle der Konzerngesellschaft in den USA spielte auch der USD-Kurs eine Rolle. Da der USD gegenüber dem EUR um ca. 11% stärker wurde, wurden die lokalen USD-Umsätze für den Konzernabschluss entsprechend mit höheren EUR-Beträgen konvertiert. Allein dieser Effekt sorgte für eine Umsatzsteigerung zum Vorjahr von ca. EUR 1,6 Mio. Auch die Tochtergesellschaft in Brasilien konnte ihren Umsatz deutlich um fast 22% ausbauen, was aber Ende des Jahres 2022 aufgrund der politischen Krise in Brasilien sein vorübergehendes Ende fand. Die Lage sollte sich aber im kommenden Jahr wieder entspannen.

Trotz der starken Umsatzentwicklung sank das Bruttoergebnis im Marabu-Teilkonzern leicht um TEUR 210 aufgrund stark steigender Energie- und weiter steigender Rohstoffpreise in der Fertigung, wegen Tarifsteigerungen, höherer IT-Kosten sowie Kosten für Rohstoffauslagerungen aufgrund der Vorbereitung einer Werksmodernisierung der deutschen Konzerngesellschaft in Tamm (s. auch Kapitel 7). Zudem belasteten um TEUR 377 gestiegene Wertabschläge auf das Vorratsvermögen das Bruttoergebnis, hier insbesondere aufgrund stark beeinträchtigter Gängigkeit der Kreativprodukte der amerikanischen Konzerngesellschaft auf dem US-Markt, der besonders stark an einer inflationsbedingt sehr ausgeprägten Konsumzurückhaltung privater Haushalte litt. Zudem beeinträchtigten die lockdown-bedingten Absatzschwierigkeiten in der chinesischen Konzerngesellschaft die Gängigkeit vieler Produkte. Die Umsatzkosten beinhalten aufgrund eines starken Lageraufbaus in etlichen ausländischen Konzerngesellschaften, insbesondere in der US-amerikanischen, einen Aufwand aus der Zwischengewinneliminierung von TEUR 714.

Die Vertriebs- und Verwaltungsgemeinkosten stiegen im Marabu-Teilkonzern ebenfalls um knapp EUR 3,9 Mio. Hier gab es tarifbedingte und individuelle Personalkostensteigerungen und solche aufgrund eines versicherungsmathematisch bedingten Aufwands aus den Pensionsrückstellungen, der sich durch den früheren Austritt von zwei Geschäftsführern (Ruhestand und vorzeitige Abberufung) sowie durch die Anpassung des kalkulatorischen Rententrends ergab. Zudem gab es im Vorjahr eine Entlastung bei der US-amerikanischen Konzerngesellschaft aus einer staatlichen Corona-Subvention (Paycheck Protection Program), die im Geschäftsjahr nicht mehr gewährt wurde. In Summe stiegen die Personalkosten in Höhe von EUR 1,3 Mio gegenüber Vorjahr. Dies konnte durch eine Reduzierung der Kosten für Zeitarbeit insb. in der Versandlogistik in der deutschen Konzerngesellschaft um TEUR 281 zum Vorjahr abgemildert werden, da diese aufgrund Umsatzrückgangs an diesem Standort weitestgehend durch eigene Mitarbeiter abgewickelt werden konnte. So wie im Bereich der Fertigung stiegen auch hier die Energiekosten, auffällig stark in der schwedischen Konzerngesellschaft. Ferner stiegen auch die IT-Kosten signifikant zum Vorjahr aufgrund weiterer IT-Sicherheitsmaßnahmen (u.a. Cloud Backups bei externen Dienstleistern, oben erwähnter weiterer Penetrationstest unserer IT-Systeme), Kosten für Hardwareaustausche (Switche und Firewalls) sowie der Entwicklungskosten für die oben erwähnte E-Commerce-Lösung. Reise- und Messekosten stiegen zudem aufgrund der steigenden Zahl an Kunden- und Messebesuchen nach Ende der Corona-Pandemie.

Aufgrund dieser Belastungen erwirtschaftete der Marabu-Teilkonzern ca. EUR 4 Mio weniger aus der operativen Geschäftstätigkeit. Dies konnte durch einen Gewinn aus dem Verkauf eines Betriebsgrundstücks der französischen Konzerngesellschaft in Höhe von ca. EUR 1,1 Mio, durch ein Wechselkursergebnis im Konzern von rund TEUR 200 sowie durch einen technischen Zinseffekt aus einem marktbedingt gestiegenen Diskontzinssatz für die Pensionsrückstellungen, der zu einer gegenüber Vorjahr um ca. TEUR 330 geringeren Zinsbelastung führte, abgemildert werden.

Im Ertragssteuerbereich profitierte der Marabu-Teilkonzern auch noch im Jahr 2022 von einer sehr niedrigen Gewerbesteuerbelastung in Deutschland, was die Folge der oben erwähnten Kaufpreisaufteilung aus dem Jahr 2021 ist, die sich auch steuerlich deutlich auswirkt. Der Entlastungseffekt war jedoch weitaus geringer als im Vorjahr, was der Hauptgrund dafür ist, dass die Ertragssteuerquote auf Konzernebene deutlich niedriger liegt als im Vorjahr. Andererseits war das Unternehmen erneut - wie im Vorjahr auch - durch eine Grunderwerbsteuer in Höhe von ca. TEUR 500 belastet, die aus dem planmäßigen Kauf einer Grundstücksgesellschaft von einem Leasinggeber resultierte (s. dazu weiter unten).

Der Marabu-Teilkonzern konnte am Ende nicht ganz an den wirtschaftlichen Erfolg des Vorjahres anknüpfen, dennoch das Geschäftsjahr mit einem soliden Konzernjahresüberschuss von rund EUR 4,3 Mio abschließen, der um ca. EUR 1,95 Mio unter dem Vorjahr lag.

Die Vermögenslage des Marabu-Teilkonzerns wurde im Geschäftsjahr 2022 zum einen durch einen deutlichen Aufbau des Anlagevermögens geprägt. Das Unternehmen übernahm alle Anteile an der Marabu Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH vom Leasinggeber nach 18 Jahren Grundmietzeit am 1.9.2022. Diese Grundstücksgesellschaft wurde zum 1.9.2022 erstmals in den Konzern einbezogen. Dadurch erhöhte sich der Vermögensausweis von Grund und Boden sowie Gebäuden um insgesamt EUR 8,6 Mio, was auch die Aufdeckung von stillen Reserven beinhaltete. Dem gegenüber wurde das Mieterdarlehen, welches das Unternehmen der Grundstücksgesellschaft im Rahmen des Mietvertrags gewährt hatte, im Rahmen der Erstkonsolidierung eliminiert und senkte das Anlagevermögen um rund EUR 3,6 Mio zum Vorjahr.

Zum anderen wurde die Bilanz durch einen Aufbau der Vorräte um knapp EUR 2 Mio geprägt. Der Vorratsaufbau betraf vorwiegend den Lagerbestand an Siebdruck- und Digitaldruckartikeln, darunter auch Maschinen. Er überstieg den Bestandsabbau an Kreativartikeln deutlich, der durch wesentlich vorsichtigere Einkaufspolitik in der deutschen Konzerngesellschaft erreicht werden konnte. Er war in den beiden Jahren zuvor aufgrund des Nachfragebooms während der Corona-Pandemie stark aufgebaut worden, um die plötzliche Verbrauchernachfrage zu befriedigen.

Nicht zuletzt wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von fast TEUR 800 aufgebaut, was vor allem an den gestiegenen Umsätzen lag.

Die Vermögensmehrungen des Marabu-Teilkonzerns wurden einerseits durch selbst generierte, flüssige Mittel aus der stabilen Ertragslage finanziert, andererseits auch durch neue Bankdarlehen. Beim selbst generierten Cashflow verhalf dem Unternehmen auch das sehr zurückhaltende Entnahmeverhalten des Gesellschafters. Dies in Verbindung mit der jährlichen Gewinnverteilung in der deutschen Konzerngesellschaft ließ die Gesellschafterdarlehen um rund EUR 4,5 Mio auf etwas über EUR 24,2 Mio ansteigen. Im Rahmen der oben erwähnten Übernahme der Grundstücksgesellschaft wurden die zum Übernahmestichtag fälligen, restlichen Bankdarlehen in Höhe von EUR 3,9 Mio in zwei neue Bankdarlehen umgeschuldet und auf fünf weitere Jahre weiterfinanziert. Die Zunahme der Gesellschafter- und Bankdarlehen führten im Vergleich zum Vorjahr zu einer um 3,2 Prozentpunkte gesunkenen Eigenkapitalquote, die zum 31.12.2022 bei 31,9% lag.

Wie oben erwähnt, war die stabile Ertragslage der entscheidende Faktor für den guten Cashflow im Gesamtkonzern. Trotz des hohen Bestands- und Forderungsaufbaus konnte das stabile operative Geschäft einen Cashüberschuss von rund EUR 3,9 Mio generieren. Dem standen Cashabflüsse aus Investitionen in Höhe von nur rund TEUR 68 gegenüber, weil der Cashzufluss aus dem oben erwähnten Verkauf des Grundstücks der französischen Konzerngesellschaft in Höhe von rund EUR 1,9 Mio in diesem Betrag saldiert ist. Der laufenden Kapitaldienst (inkl. o. e. Mieterdarlehen) betrug rund EUR 1,9 Mio und die Gesellschafterentnahmen lediglich TEUR 47. Im Ergebnis nahm der Zahlungsmittelbestand um EUR 2 Mio zu. Der Gesamtkonzern verfügt damit am Ende des Geschäftsjahrs über einen Zahlungsmittelbestand von EUR 10,7 Mio und über weitere noch nicht beanspruchte Kreditlinien. Es ist damit auch für unvorhergesehene Bedarfsspitzen finanziell solide ausgestattet.

Aufgrund der oben erwähnten, beginnenden Werksmodernisierung in Tamm und mit Hilfe einer langfristigen Unternehmens- und Kapitalbedarfsplanung (s. auch Kapitel Risikomanagement) hat das Unternehmen zur mittelfristigen Sicherstellung des Working Capital eine Darlehensfinanzierung der deutschen Konzerngesellschaft in Höhe von EUR 4 Mio mit den beiden Hausbanken vorbereitet, welche im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen werden soll. Die Verhandlungen hierzu haben bereits begonnen.

Die zu Grunde liegenden Konditionen der derzeitigen Kreditlinien und Bankdarlehen sind als marktüblich anzusehen, teilweise wurden auch variable Verzinsungen vereinbart.

9. Risikomanagement

Im Zuge der turnusmäßigen TÜV-Überwachungsaudits der Firmengruppe wurde am 19. und 20. Juli 2022 unsere Firmenzentrale in Tamm nach ISO 9001/14001 auditiert. Darüber hinaus wurden die Konzerngesellschaften in Spanien und Paraguay in das Matrixzertifizierungsprojekt der Gruppe mit aufgenommen und erstmals erfolgreich nach ISO 9001 bzw. ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert. Zusätzlich wurden in der englischen, brasilianischen und chinesischen Konzerngesellschaft die ISO 9001 - Überwachungsaudits erfolgreich absolviert. Mittlerweile wurde somit bereits an insgesamt 12 Firmenstandorten der Marabu Gruppe ein QM- bzw. UM-System eingeführt und erfolgreich nach zutreffenden ISO-Normen zertifiziert, Im Zuge des jährlichen Management Reviews wurde auch die Wirksamkeit der Risikomanagementmaßnahmen durch die Geschäftsführung, BU-Leiter, die jeweiligen Beauftragten sowie durch die lokalen Geschäftsführer und Qualitäts- und Umweltbeauftragten der oben erwähnten Konzerngesellschaften neu beurteilt und die Risikomanagementmatrix "Anforderungen interessierter Kreise und betr. Prozesse" entsprechend aktualisiert. Je nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoeinstufung der jeweiligen Unternehmensrisiken wurde der ggfs. notwendige Handlungsbedarf abgeleitet.

Im Jahr 2022 wurden neben einzelnen Marktthemen insbesondere wieder die Themen und getroffenen Maßnahmen bzgl. IT-Sicherheit, Arbeitssicherheit und der Brandschutz turnusgemäß bewertet.

Die im Vorjahr eingeführten, regelmäßigen KVP- und Sicherheits-Begehungen aller Gebäude wurden fortgeführt, um Sicherheitslücken aufzudecken und Sauberkeit & Ordnung zu fördern. Dies wurde im Rahmen der Auditvorbereitungen auch in den o.g. Konzerngesellschaften im Ausland in ähnlicher Weise, aber nur punktuell durchgeführt.

Beim Ausbau des kaufmännischen Risiko-Managementsystems ist auch weiterhin die stetig verbesserte, rollierende Budgetierung und Langfristplanung zu erwähnen. Der Zeithorizont der Langfristplanung wurde von vier auf sechs Jahre verlängert, um einen etwaigen Kapitalbedarf und entsprechende Finanzierungen auch für die oben erwähnte, anstehende Modernisierung des Werks in Tamm rechtzeitig zu ermitteln und abzusichern. Verbesserungen und vor allem Beschleunigungen des Planungsprozesses brachten insbesondere die Nutzung neuer Planungsfunktionen unserer Planungssoftware. Insgesamt begegnen wir mit unseren Planungsansätzen dem Risiko, entstehende kurz- oder langfristige Finanzierungslücken zu übersehen oder zu spät zu erkennen.

Zur Minimierung von Risiken aus Wechselkursen wurden im Geschäftsjahr in einzelnen Konzerngesellschaften Wechselkursabsicherungen für USD- und EUR-Fremdwährungspositionen abgeschlossen, die ausschließlich Währungsrisiken des zugrunde liegenden Warengeschäfts der jeweiligen Tochtergesellschaft absichern und daher auch zusammen mit dem Grundgeschäft als Bewertungseinheit bilanziert wurden.

Das Unternehmen verfügt ferner über eine adäquate Absicherung der üblichen, insbesondere der existenziellen Unternehmensrisiken durch ein betriebliches Versicherungswerk, welches über aufeinander abgestimmte Gruppenpolicen und lokale Policen auch die besonderen Risiken einer internationalen Unternehmensgruppe in angemessener Weise abdeckt.

Im Bereich des Risikomanagements in der IT hat sich das Unternehmen verstärkt auf die Schutzmaßnahmen aller extern erreichbaren Dienste konzentriert. Hierzu wurden alle Websites hinter Webfilter mit aktiven Schwachstellenschutzfunktionen umgezogen und die Schutzregeln entsprechend eingerichtet. Aufgrund des im Februar abgeschlossenen, sogenannten "Penetrationstests" hat das Unternehmen als Maßnahme die Administration aller Systeme durch Admin-Gruppen mit eingeschränkten Nutzerrechten eingeteilt, um pro Gruppe die Sicherheit einzelner Zugriffe zu schützen und zu überwachen. In den Auslandsgesellschaften wurde eine Phishing-Simulation durchgeführt und nur mit wenigen Ausnahmen bestanden. Die wenigen Benutzer wurden nachgeschult. Beim in Vorjahren bereits eingeführten internen "Online Cyber Awareness Training" für alle Mitarbeiter gab es keine nennenswerten Neuerungen, die Mitarbeiter haben Ihre Pflichtkurse und Auffrischungen weitestgehend absolviert.

10. Wirtschaftsprüfung

Auf der Gesellschafterversammlung am 25. August 2022 in Tokio wurde beschlossen, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co KG, Stuttgart, mit der Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 zu beauftragen.

11. Wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

11.1. Risiken

Russland und die Ukraine waren wichtige Absatzmärkte für Marabu. Wir rechnen mit einem fortwährenden, dauerhaften Verlust dieser Märkte. Beschaffungsseitig stehen wir bei Rohstoffen nicht in direkter Abhängigkeit zu Russland und der Ukraine. Ein großes Risiko stellt eine erneute Verknappung von Gas und Strom vor allem in der zweiten Jahreshälfte des kommenden Geschäftsjahrs in Deutschland dar. Hiervon wäre das Unternehmen direkt und durch die Verknappung bei Vorprodukten auch indirekt stark betroffen. Ob und wie weit sich der Krieg in der Ukraine auch auf Nachbarländer ausdehnen wird, ist im Moment nicht einschätzbar. Die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Folgen sind daher ebenfalls nicht abschätzbar, könnten aber erhebliche Ausmaße annehmen. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine stellt daher aktuell ein mittleres bis hohes Risiko für Marabu dar.

Ein weiteres Risiko liegt in der zunehmenden Abkühlung der Handelsbeziehungen zwischen China und den USA. Ob und wie weit sich diese Spannungen auch auf andere Länder auswirken werden, bleibt offen. Insbesondere eine Unterstützung Russlands seitens Chinas oder eigene militärische Aktionen Chinas gegen Taiwan würden erhebliche Nachwirkungen auf die weltweiten Handelsbeziehungen haben. Da das Unternehmen sowohl im chinesischen auch als auch im amerikanischen Markt stark vertreten ist, könnten solche Konflikte unter Umständen große Marktabschwächungen mit sich bringen.

Abgesehen vom Preis- und Margendruck durch Wettbewerbsmaßnahmen und Nachteilen der Beschaffung durch Konsolidierungen auf der Lieferantenseite oder währungsbedingt teureren Einkaufspreisen, sieht das Unternehmen ansonsten kurzfristig keine darüber hinaus gehenden grundsätzlichen, konjunkturell bedingten Risiken. Nachteilig können sich zudem Verzögerungen in der Einführung und Vermarktung von neuen Produkten auswirken.

Ein fortgesetzter Rückgang des Fachhandels für unser Konsumgütergeschäft in Europa ist kritisch zu sehen. Einerseits steigt damit automatisch die Abhängigkeit von Großkunden und zeitgleich sinkt die Beratungsintensität beim Endverbraucher.

Nennenswerte Verluste aufgrund von Zahlungsausfällen werden auch in Zukunft durch das etablierte Debitorenmanagement und entsprechende Ausfuhrkreditversicherungen vermieden.

11.2. Chancen

Das Unternehmen nutzt einerseits seine Stärken in der Produktqualität und dem Service, andererseits die Kundennähe, Innovation und Vermarktungskonzepte, um besser zu sein als der Wettbewerb.

In definierten strategischen Zielmärkten sieht das Unternehmen Potenziale, seine Marktanteile auszubauen. Insbesondere bei neuen Technologien für mehr Nachhaltigkeit sieht es weiterhin großes Potential in den kommenden Jahren.

Der Technologiewandel hin zum Digitaldruck wird die Nachfrage nach neuen innovativen Druckfarben weiter verstärken. Hier sieht sich das Unternehmen sehr gut aufgestellt.

Auf nahezu allen Kontinenten ergeben sich weitere Wachstumschancen. Vor allem auf dem US-amerikanischen Markt sieht das Unternehmen für die Anwendungen seiner Produkte in den kommenden Jahren ein sehr gutes Wachstumspotential.

12. Ausblick

Insgesamt ist das Unternehmen für seine Planung des Geschäftsjahrs 2023 (erstellt im Oktober 2022) von einer Stabilisierung der Marktlage ausgegangen.

Eine weitere Verschlechterung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (z. B. neue Corona-Mutationen, Verschlimmerung des Kriegsverlaufs in der Ukraine und dessen Auswirkungen) wurden dabei nicht unterstellt.

Das Unternehmen sieht dennoch folgende Herausforderungen für den weiteren Jahresverlauf des Geschäftsjahrs 2023:

Steigende Rohstoffpreise - schlechte Verfügbarkeiten

Steigende Kosten für Energie, Gas und Öl - Verfügbarkeiten kritisch

Keine Friedenslösung in der Ukraine und Russland und Ausdehnung auf Weißrussland

Inflationsbedingte Verteuerungen in nahezu allen Bereichen

Gegebenenfalls nachlassende Nachfrage (weltweit) bei weiterer Verschärfung der Lage

Weltweite Abkühlung der Handelsbeziehungen westlicher und asiatischer Handelspartner (vor allem USA - China)

Für das Geschäftsjahr 2023 plant das Unternehmen im Gesamtkonzern mit einer Umsatzsteigerung gegenüber 2022 um rund 1,75%. Es wird eine ähnliche Ertragslage wie im Jahr 2022, mit einem niedrigen siebenstelligen Ergebnis, erwartet. In unserer Langfristplanung sehen wir Umsatz- und Ertragssteigerungen in allen Bereichen. Basis der Planung bilden die allgemeinen Annahmen zur Konjunktur sowie ein Bündel an strategischen Projekten, die in eine Mittelfristplanung bis 2028 eingeflossen sind. Globale Effekte wie weitere Kriegsausbrüche, Pandemien, etc. sind in dieser Langfristplanung ebenfalls nicht eingeflossen.

 

München, den 30. Juni 2023

Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH

Geschäftsführung

Nobunari Sawanobori

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, welche er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), welche er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 30. Juni 2023

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Volker Hecht, Wirtschaftsprüfer

Dominik Renz, Wirtschaftsprüfer

Billigung Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der Teikoku Printing Inks Germany Holding GmbH, München, für das Geschäftsjahr 2022 wurde am 28. September 2023 gebilligt.

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