Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 17310
Vorher
BIBUS Metals GmbH
Eingetragen
15.4.1997
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen Chemikalien
Gegenstand
Der Handel mit Metallen und Legierungen als Rohstoffe sowie Halb- und Fertigprodukte, insbesondere mit hochwertigen Stählen und Nickellegierungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Olaf Schenk
seit 30.1.2026
Geschäftsführer
Alexander Fattmann
seit 7.10.2020
Prokura
Angela Sprenger
seit 7.10.2020
Prokura
Klaus Bökels
seit 30.4.2020
Geschäftsführer
Christian Bibus
seit 27.8.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BIBUS HOLDING AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
BIBUS HOLDING AG
Switzerland
2700000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BIBUS Metals GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens, Zweigniederlassungen

Die BIBUS METALS GmbH konzentriert sich im Wesentlichen auf den Vertrieb von Hochleistungswerkstoffen, bekannt als Nickel und Nickelbasislegierungen. Die vertriebenen Produkte sind Halbzeuge in Form von Blech, Stab und Rohr in Standard-Lagerabmessungen, die üblicherweise von unseren Kunden oder deren Zulieferern weiterbearbeitet werden. Das Material wird an unserem Standort Waghäusel-Kirrlach eingelagert. Das Ziel ist es, unseren Kunden aus Lagervorrat Materialien zur Verfügung zu stellen, die ansonsten nur mit großen Mindestabnahmemengen und Lieferzeiten bis zu einem Jahr bei den Herstellern zu beschaffen sind. Wir befinden uns damit in der Wertschöpfungskette zwischen den Herstellern und Verbrauchern.

Darüber hinaus schaffen wir Mehrwert dadurch, dass wir mit eigenen Anlagen oder über Dienstleister erste Bearbeitungsschritte, wie Folieren, Sägen oder ähnliches anbieten.

Wir beliefern industrielle Verarbeiter weltweit direkt oder über Schwesterunternehmen (Intercompany). Unser Logistik-Center (Betriebsstätte) befindet sich in 68753 Waghäusel, der Hauptsitz und der Sitz der Geschäftsführung ist in 45136 Essen. In Frankreich, 69970 Chaponnay, hat das Unternehmen ein Vertriebsbüro.

II Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung gesamtwirtschaftlich in Deutschland

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken, die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Quelle: Statistisches Bundesamt (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html)

Entwicklung der Branche

Die Preise der von der BIBUS METALS GmbH gehandelten Produkte - Nickel und Nickelbasislegierungen- sind sehr volatil und stark beeinflusst von der Börsennotierung des Rohstoffs Nickel.

Die Börsennotierung des Rohstoffs Nickel sank von etwa EUR/to 29.000 zu Jahresbeginn auf unter EUR/to 15.000 zum Ende des Jahres 2023, was starke Auswirkungen auf die Marktpreise hat.

Quelle: www.boerse.de

Die Branche war 2023 geprägt von Lagerabbau beim nachgeschalteten Handel aber auch bei den Verbrauchern, die sich 2022 eigene Warenläger aufgebaut hatten, aus Sorge vor Lieferengpässen in Folge des Ukraine-Krieges.

Entsprechend reduzierte sich die Nachfrage, was wiederum das Preisgefüge negativ beeinflusste.

Inflation, Zinsen und Energiepreise dämpften die Stimmung in den meisten Bereichen der Wirtschaft und damit die Investitionsbereitschaft. Das Wachstum in Deutschland war in vielen relevanten Branchen (Chemie, Industrie und Bau) negativ, insgesamt betrug das Wachstum der branchenrelevanten Sektoren etwa -10%

Quelle: SMR GmbH

Verheißungsvolle neue Anwendungsgebiete für Nickel und Nickelbasislegierungen, allen voran die Erzeugung von grünem Wasserstoff, entstanden in 2023 (noch) nicht im erwarteten Umfang. Es gibt zahlreiche Projekte, die ins Stocken geraten sind. Gründe dafür sind vielfältig, oft fehlen einfach die politischen Rahmenbedingungen.

Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

Bereits 2022 stieg der Umsatz in Folge des Ukraine Krieges ab etwa April/Mai außergewöhnlich stark, was seinerzeit mit etwa 17,8 Mio EUR zum besten Umsatz der Firmengeschichte führte.

2023 wurde mit 19,8 Mio EUR eine weitere Umsatzsteigerung erreicht, obwohl die Preise ab der zweiten Jahreshälfte unter Druck gerieten, aber im Jahresschnitt noch deutlich über den Werten aus 2022 lagen. So wurde der Umsatz bei gleichbleibenden Absatzmengen um >10% gesteigert.

Bruttonutzen (Quelle Warenwirtschaftssystem)

Der Bruttonutzen sank seit Jahresbeginn 2023 stark, von 40% im Januar auf 26% im Dezember. Zu den sinkenden Verkaufspreisen kamen steigende Einstandspreise, da Material im Lager eintraf, welches in der absoluten Hochpreisphase eingekauft wurde (mit Lieferzeiten von 8 - 12 Monaten). Der Bruttonutzen sank so von 42% im Jahresdurchschnitt 2022 auf 32% im Jahresdurchschnitt 2023

Personalkostenentwicklung

Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Dies könnte sich zukünftig jedoch ändern.

Die Altersstruktur liegt mit 48 Jahren etwa 4 Jahre über dem Durchschnitt aller Erwerbstätigen in Deutschland (destatis, Pressemitteilung 448, 19.11.2018). Frühzeitiger Personalaufbau wird notwendig aufgrund der zu erwartenden Altersfluktuation, ist aber zudem in der Transformationsphase zu einem digitalisierten Unternehmen unvermeidlich, z.B. Beauftragte für Social-Media und digitales Marketing etc.

Mittel- und langfristig werden neue Berufsbilder einige traditionelle Berufe ablösen, in der Transformationsphase benötigt man diese alten und neuen Berufe parallel.

Kundenstruktur (Quelle Warenwirtschaftssystem)

Die Kundenstruktur zeichnet sich durch weltweite Verteilung aus, wobei der Fokus des Unternehmens auf Deutschland (ein Drittel des Gesamtumsatzes) und dem benachbarten europäischen Ausland liegt. Etwa 25% des Umsatzes stammt aus Intercompany-Geschäften. Durch eine hohe Branchenvielfalt werden Umsatzrisiken durch schwächelnde Segmente weitestgehend kompensiert. Das Unternehmen hatte 2023 insgesamt 635 kaufende Kunden, 67% des Umsatzes erzielte das Unternehmen mit den TOP 50 Kunden, deren Einzelumsätze zwischen TEUR 84 und TEUR 2.395 lagen. Bei dem TOP Kunden Nr. 1 mit TEUR 2.395 Umsatz (=12% Anteil am Gesamtumsatz) handelt es sich um ein Intercompany Unternehmen. Der zweithöchste Umsatz betrug etwa TEUR 1.000 und wurde mit einem externen Kunden erwirtschaftet. Alle Kunden außerhalb der Gruppe liegen damit anteilig unter 5,1% Umsatzanteil.

Die im Wesentlichen von uns belieferten Branchen verteilen sich auf Automotive, Behälterbau, Chemieausrüstung, Maschinenbau, Rohrleitungsbau, Kompensatorenbau und zahlreiche andere industrielle Anwendungen. Im Jahr 2023 haben wir wichtige Kontakte neu erschlossen, und bestehende Kundenbeziehungen weiter intensiviert. Neue Segmente wie Erzeugung von Grünem Wasserstoff und Erneuerbare Energien brachten 2023 noch nicht die erwarteten Impulse, bleiben allerdings weiterhin in unserem Fokus.

Beschaffungs- und Vorratspolitik

Das Unternehmen bietet seinen Kunden einen hohen, gleichbleibenden Qualitätsstandard. Aus diesem Grunde beschränkt sich die Anzahl der regelmäßigen Lieferanten auf wenige, wohl ausgewählte Werke. Je 2 Lieferanten im Bereich Blech und Rohr, 3 Lieferanten im Bereich Stab.

Dazu kommen selektiv Unternehmen, die unseren hohen Qualitätsanforderungen zwar entsprechen, die langjährigen Hauptlieferanten bisher jedoch nicht verdrängen konnten.

Lieferantentreue ist ein wesentlicher Baustein unseres Erfolgs, auf dieser Basis können wir auch unseren Kunden Verlässlichkeit bieten.

Da unser Unternehmenszweck der Vertrieb von Hochleistungswerkstoffen ab Lager ist, bevorraten wir signifikante Mengen an Artikeln, um just-in-time auch kleinere Bedarfsfälle erfüllen zu können.

Die Menge an gelagertem Material hat sich von 2022 zu 2023 nicht wesentlich geändert, die Lagermenge stieg nur um etwa 10%. Allerdings ist der Lagerwert insbesondere durch hochpreisige Lagerzugänge deutlich gestiegen, von TEUR 9.600 auf TEUR 13.600 (+41%)

Ursachen und Änderung von Zinsergebnissen

Der gestiegene Lagerwert hatte Auswirkungen auf die Liquidität des Unternehmens, wodurch die Inanspruchnahme des Kreditrahmens von 35% auf 47% stieg, was sich auch bei den Zinsaufwendungen zeigt.

Lage des Unternehmens

Ertragslage

Das Geschäftsjahr endete mit einem Jahresergebnis von 2.330 T€. Dies ist unter dem Vorjahr, in welchem wir durch zahlreiche Mitnahmeeffekte (günstige Einstandspreise bei explodierenden Verkaufspreisen, Panikkäufe) überproportional profitiert haben. Das Ergebnis 2023 kann eher als Spiegel der Performance angesehen werden. Wir haben unseren Umsatz deutlich um 11% gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Das Rohergebnis wurde durch den erheblich gestiegenen Materialaufwand belastet. Unsere Personalkosten sind marginal gesunken, die Unternehmensstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Liquiditätslage / Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war wesentlich durch wertmäßigen Lageraufbau belastet und beträgt -2.357 T€. In der Phase der Absatzreduktion ab 2. Halbjahr wurden große Mengen an unser Lager geliefert, welches 8 bis 12 Monate zuvor in einer Hochpreisphase eingekauft werden musste. Der negative Cashflow ist daher eine Momentaufnahme.

Vermögenslage

Die Materialintensität stieg von 58,9% im Vorjahr auf 67,8% im Geschäftsjahr 2023. Die Forderungsquote betrug zum 31.12.2023 in 7,4% von der Bilanzsumme (Vorjahr 9,4%). Das Anlagevermögen hat sich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 58,2% erhöht (Vorjahr 51,6%). Die Quote der Verbindlichkeiten liegt bei 41,8% (Vorjahr 48,4%).

Sonstige Leistungsindikatoren

Wir steuern unser Unternehmen mit einem professionellen und technisch hochwertigem ERP-System eines führenden Anbieters und einer Deckungsbeitragsorientierten, betriebswirtschaftlichen Auswertung auf der Ebene des Roh-Ergebnis. Unsere Prozesse sind vom TüV Rheinland zertifiziert worden. Unser Risikomanagement basiert auf Management-Review und Maßnahmenplänen, sowie ein Monitoring von Preisentwicklungen, Bestandsmanagement, Forderungsmanagement und Liquiditätsanalyse.

Gesamtaussage

In einem schwierigem und unerwartetem Marktumfeld, sowie den erheblichen Problemen in Versorgung und Lieferketten, haben wir unsere Kunden- und Marktanteile behalten können. Mit unseren Maßnahmen und Investitionen ist es uns gelungen unsere Kunden sicher und zuverlässig zu beliefern und schlussendlich zum Erfolg unserer Kunden beigetragen.

III Chancen-, Risiko- und Prognoseberichterstattung

Chancenbericht

Erneuerbare Energien und die Herstellung von Grünem Wasserstoff werden aus heutiger Sicht zukünftig große Bedarfsträger für unsere Hochleistungswerkstoffe sein. Darauf bereitet sich das Unternehmen durch Akquise, Messebesuche und zahlreiche Gespräche und Kontaktintensivierungen vor. Zudem wurden benötigte Materialien im Laufe des Jahres 2023 eingelagert, um Pilotanlagen und Prototypenbau mit Lieferungen aus Vorrat zu unterstützen und so ein verlässlicher Partner auch in diesen Segmenten zu werden.

Unsere Vertriebsaktivitäten richten wir weiterhin auch auf die Potentiale der Branchen und Segmente aus, die wir auch schon in den Jahren zuvor bearbeitet haben.

Der lagerhaltende Handel wird auch zukünftig eine gefragte Rolle innerhalb der Wertschöpfungskette ausfüllen. Insbesondere Frachtrisiken bei den Transporten aus Fernost dürften sich positiv auf das Lagergeschäft auswirken.

Digitalisierung: Die BIBUS METALS GmbH setzt in ihrer Entwicklung sehr stark auf Digitalisierung, sowohl extern als auch intern. Digitale Anwendungen unterstützen die Mitarbeiter insbesondere bei repetitiven Aufgaben, wodurch mehr Kapazitäten für gewinnbringende Aufgaben frei werden. Die Digitalisierung wird perspektivisch den Personalbedarf sinken lassen. Dies ist bei weiterwachsendem Fachkräftemangel vor dem Hintergrund unserer Altersstruktur überlebenswichtig.

Risikobericht

Unsere Kunden werden perspektivisch zunehmend nachhaltige Produkte und auf Umweltgesichtspunkte orientierte Beschaffungswege und Lieferketten fordern. Hierauf sind wir und unsere Lieferanten noch nicht vollends vorbereitet.

Im Jahr 2024 werden entsprechende Maßnahmen, wie Abfragen des Co2-Fußabdrucks etc., eingeleitet, um bei entsprechender Nachfrage regieren zu können.

Risiko von Forderungsausfällen

Wir haben ein automatisiertes Monitoring und Mahnwesen unserer offenen Forderungen. Die Forderungsaußenstände werden täglich überwacht, alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch eine Warenkreditversicherung versichert. Die Mehrzahl der Kunden zahlt innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele.

Zinsrisiko

Dem Zinsrisiko aufgrund steigender Marktzinsen begegnen wir durch Abbau des Lagerwertes und damit sinkendem Fremdkapitalbedarf. Auf der einen Seite durch optimierte Lagerprogramme und damit sinkendem Beschaffungsvolumen und andererseits durch sinkende Beschaffungspreise bei den bisher getätigten Lagerergänzungen mit Lieferzeiten von bis zu 12 Monaten.

Währungsrisiken

begegnen wir dadurch, dass wir hauptsächlich in Euro einkaufen und auch fakturieren.

Wir können aktuell keine Ausfallrisiken oder Liquiditätsrisiken erkennen.

Prognosebericht

Die Folgen der weltweiten Krisen und kriegerischen Auseinandersetzungen werden uns auch im Jahr 2024 begleiten. Die Abläufe in europäischen und globalen Lieferketten bleiben problematisch. Die Rohstoffpreisentwicklung insbesondere bei Nickel war bis in 2024 hinein negativ. Aufgrund langjähriger Betrachtungen und Auswertungen gehen wir allerdings von stabilen Rohstoffpreisen im Laufe des Jahres 2024 aus.

Die Nachfrage in unseren traditionellen Branchen wird eher stabil bleiben, die Preise ebenso. Sinkende Beschaffungspreise werden einen positiven Effekt auf die Bruttomarge haben.

Für das folgende Geschäftsjahr planen wir konservativ, sowie mit Blick auf die gesunkenen Verkaufspreise im Umsatz um etwa 12% reduziert zu 2023. Das budgetierte Mengenvolumen ist dabei unverändert. Margen erwarten wir erholt. Ohne Berücksichtigung etwaiger Sondereffekte rechnen wir im Jahr 2024 mit einem mit 2023 vergleichbaren Ergebnis.

 

Essen, den 28.03.2024

BIBUS Metals GmbH

Christian Bibus

Klaus Bökels

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 923.078,00 939.545,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 88.624,00 123.158,00
II. Sachanlagen 337.954,00 295.887,00
III. Finanzanlagen 496.500,00 520.500,00
B. Umlaufvermögen 15.262.545,51 12.788.942,33
I. Vorräte 13.579.061,08 9.581.271,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.202.311,42 1.283.894,36
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 481.173,01 1.923.776,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1.516,66
Aktiva 16.185.623,51 13.730.003,99

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.417.210,18 7.087.087,39
I. Gezeichnetes Kapital 1.380.488,08 1.380.488,08
II. Gewinnvortrag 5.706.599,31 2.806.052,61
III. Jahresüberschuss 2.330.122,79 2.900.546,70
B. Rückstellungen 1.749.491,00 1.432.440,00
C. Verbindlichkeiten 5.018.922,33 5.210.476,60
Passiva 16.185.623,51 13.730.003,99

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.444.366,30 7.380.265,00
2. Personalaufwand 1.681.201,04 1.738.312,59
a) Löhne und Gehälter 1.381.834,84 1.440.443,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 299.366,20 297.868,80
davon für Altersversorgung 11.520,00 12.660,00
3. Abschreibungen 121.285,24 94.222,17
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 121.285,24 94.222,17
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.312.879,22 1.222.587,17
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34.519,14 705,83
davon aus verbundenen Unternehmen 20.566,22 693,33
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 75.483,53 90.727,42
davon an verbundene Unternehmen 0,00 9.044,93
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 957.812,62 1.334.275,78
8. Ergebnis nach Steuern 2.330.223,79 2.900.845,70
9. sonstige Steuern 101,00 299,00
10. Jahresüberschuss 2.330.122,79 2.900.546,70

Anhang

1 Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die BIBUS Metals GmbH hat ihren Sitz in Essen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter HR B 17310 eingetragen.

2 Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Dieser Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, sowie unter Beachtung der Vorschrift des § 264 Abs. 2 HGB, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft zu vermitteln, aufgestellt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Der Jahresabschluss enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge. Saldierungen von Aktiv- und Passivposten sowie von Aufwendungen und Erträgen wurden nicht durchgeführt.

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde der Grundsatz der Unternehmensfortführung berücksichtigt.

Alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.

Darüber hinaus ist der vorliegende Jahresabschluss unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB).

3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gegenstände des Anlagevermögens werden in einer EDV-Anlagenbuchhaltung wert- und mengenmäßig erfasst.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Die Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern wurden entsprechend den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im laufenden Geschäftsjahr nicht vorgenommen.

Die Vorräte werden zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich angemessener Aufschläge wie Warennebenkosten und Zoll oder mit den niedrigeren Werten am Abschlussstichtag angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Einzelrisiken aus Forderungen wurden durch Wertberichtigungen erfasst. Die restlichen Forderungen wurden unter Berücksichtigung einer Pauschale von 1 % wertberichtigt.

Für die am Bilanzstichtag aufgetretenen Risiken und noch nicht abgerechneten Kosten, die im laufenden Geschäftsjahr bzw. in den Vorjahren entstanden sind, wurden entsprechend dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht in ausreichendem Umfang Rückstellungen gebildet.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die am Bilanzstichtag bestehenden Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

4 Angaben zur Bilanz

a) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände betragen weniger als ein Jahr. Es bestanden keine Forderungen gegen Gesellschafter.

b) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital lautet auf 2.700.000 DM und ist noch nicht auf Euro umgestellt.

c) Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Es bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr in Höhe von T€ 2.018,9 (Vj. T€ 2.210,5). Die Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit von über einem Jahr betragen T€ 3.000,0 (Vj. T€ 3.000,0). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren bestehen nicht.

Gegenüber Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten in der Höhe von T€ 6,6 (Vj. T€ 12,7) Diese sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Neben den handelsüblichen Eigentumsvorbehalten bestehen keine Bürgschaften.

5 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge aus der Währungsumrechnung ergeben sich in Höhe von T€ 10,7 (Vorjahr T€ 0,0). Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ergeben sich in Höhe von T€ 2,3 (Vorjahr T€ 0,9).

6 Sonstige Angaben

a) Mitarbeiter

Im Jahr 2023 wurden durchschnittlich 22 Mitarbeiter (Vorjahr: 19 Mitarbeiter) beschäftigt.

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus langfristigen Raum-Mietverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 173,4.

c) Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der BIBUS Metals GmbH sind im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Christian Bibus, einzelvertretungsberechtigt

Herr Klaus Bökels, einzelvertretungsberechtigt

Wegen der Nichtangabe von Organbezügen wird auf § 286 Abs. 4 HGB verwiesen.

d) Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Firma BIBUS HOLDING AG, Allmendstraße 26, SCHWEIZ - 8320 Fehraltorf. Seitens der Firma BIBUS HOLDING AG, Fehraltorf (Schweiz) wird ein Konzernabschluss erstellt, der jedoch mangels Verpflichtung nicht offengelegt wird.

7 Unterzeichnung

 

Essen, den 28. März 2024

BIBUS Metals GmbH

Christian Bibus

Klaus Bökels

sonstige Berichtsbestandteile

Entwicklung des Anlagevermögens der Firma BIBUS Metals GmbH zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023
I. I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 188.766,18 8.889,03 0,00 0,00 197.655,21
188.766,18 8.889,03 0,00 0,00 197.655,21
II. Sachanlagen
1. Gründstücke, grundstücksähnliche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.847,94 0,00 0,00 0,00 7.847,94
2. technische Anlagen und Maschinen 98.456,52 0,00 0,00 0,00 98.456,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 721.385,44 119.929,21 0,00 49.793,13 791.521,52
827.689,90 119.929,21 0,00 49.793,13 897.825,98
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 520.000,00 0,00 0,00 24.000,00 496.000,00
2. Genossenschaftsanteile 500,00 0,00 0,00 0,00 500,00
520.500,00 0,00 0,00 24.000,00 496.500,00
1.536.956,08 128.818,24 0,00 73.793,13 1.591.981,19
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023
I. I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 65.608,18 43.423,03 0,00 0,00 109.031,21
65.608,18 43.423,03 0,00 0,00 109.031,21
II. Sachanlagen
1. Gründstücke, grundstücksähnliche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.847,94 0,00 0,00 0,00 7.847,94
2. technische Anlagen und Maschinen 61.319,52 4.643,00 0,00 0,00 65.962,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 462.635,44 73.219,21 0,00 49.793,13 486.061,52
531.802,90 77.862,21 0,00 49.793,13 559.871,98
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
597.411,08 121.285,24 0,00 49.793,13 668.903,19
Buchwerte
31.12.2022
31.12.2023
I. I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.158,00 88.624,00
123.158,00 88.624,00
II. Sachanlagen
1. Gründstücke, grundstücksähnliche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 37.137,00 32.494,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.750,00 305.460,00
295.887,00 337.954,00
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 520.000,00 496.000,00
2. Genossenschaftsanteile 500,00 500,00
520.500,00 496.500,00
939.545,00 923.078,00

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.05.2024 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk

An die BIBUS Metals GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BIBUS Metals GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BIBUS Metals GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ravensburg, den 28. März 2024

MTG Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Kübel, Wirtschaftsprüfer

Marc Walser, Wirtschaftsprüfer

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