LG Electronics Deutschland GmbH

Alfred-Herrhausen-Allee 3, 65760 Eschborn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 107452
Eingetragen
28.3.2003
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
die Herstellung, die Ein- und Ausfuhr, der Groß- und Einzelhandel, einschließlich des Online-Direktvertriebs an Endverbraucher, und die Garantie-Wartung von Elektrohaushaltsgeraten und von Geraten der Unterhaltungselektronik, ferner Solarund Klimatechnik, Informations- und Sicherheitstechnik, Beleuchtungstechnik und von Medizinprodukten sowie alle damit zusammenhangenden Geschäfte. Weiterhin ist die Ein- und Ausfuhr sowie der Handel mit fluorierten Treibhausgasen Gegenstand des Unternehmens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daemin Hwang
seit 20.5.2025
Geschäftsführer
Gil Seong Kang
seit 15.3.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
LG Electronics European Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

LG Electronics European Holding B.V.
Netherlands
54.450.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LG Electronics Deutschland GmbH

Eschborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

a) Organisation und rechtliche Struktur

Die LG Electronics Deutschland GmbH (LGEDG) ist eine Konzerngesellschaft der LG Electronics Inc., Seoul, South Korea (LGE Korea). LGE Korea erstellt und vertreibt Waren in den Bereichen der Unterhaltungs-, Haushalts- und Büroelektronik.

Die LG Electronics Deutschland GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der LG Electronics European Holding B.V. mit Sitz in Amstelveen, Niederlanden, die wiederum eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von LGE-Korea ist. Die LGEDG fungiert als deutsche Vertriebsgesellschaft und bedient im Wesentlichen den deutschen Markt mit 73,6% des Umsatzes. Weitere wichtige Absatzmärkte werden durch Niederlassungen in Österreich und der Schweiz unterstützt und betreut. Von ihrem Sitz in Eschborn aus betreibt die LGEDG den Großhandel mit Produkten aus den Bereichen Unterhaltungselektronik (HE), elektrische Haushaltsgeräte (HA), Technische Büroausstattung (ISP), Solarmodule (SM), Mobiltelefone (MC).

Die LGEDG hat das Solarmodulgeschäft im Laufe des Geschäftsjahres 2022 eingestellt. Der Verkauf von Mobiltelefonen wurde bereits im Jahr 2021 beendet.

Die Gesellschaft hält einen Anteil von 41,21% an der LG Electronics France SAS, Paris/Frankreich (LGEFS). Die LGEFS vertreibt LG Electronics-Produkte auf dem französischen Markt, unabhängig von der LGEDG.

Als Vertriebsgesellschaft wird die Gesellschaft insbesondere auf Basis des finanziellen Leistungsindikators (Kennzahl) Umsatzerlöse gesteuert. Im Berichtsjahr wurde die Rentabilität der Gesellschaft über einen Verrechnungspreismechanismus mit LGE Korea gesteuert, der auf der am 31. Dezember 2018 ausgelaufenen Vereinbarung zwischen der Gesellschaft, LGE Korea und dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) beruht, durch welche die Verrechnungspreismethoden zwischen den betroffenen verbundenen Unternehmen festgelegt wurden ("Advance Pricing Agreement").

Im Geschäftsjahr 2019 beantragte die Gesellschaft eine neue Vorabpreisvereinbarung, die bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 noch nicht fertiggestellt war.

Mittels geeigneter Berichtssysteme in allen Gesellschaften der Unternehmensgruppe LG Electronics werden die wirtschaftlichen Entwicklungen durch ein Controlling auf Basis monatlicher Abweichungs- und Budgetanalysen gesteuert.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zur Unternehmenssteuerung verwendet, dienen aber der Gesellschaft zur Darstellung, Analyse und Bewertung des Geschäftsverlaufs.

b) Kundenstruktur und Beschaffung

In den Produktbereichen Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte besteht der Kundenstamm der Gesellschaft hauptsächlich aus Fachhändlern, Einzelhändlern, Einkaufsgemeinschaften und Online-Händlern. Bei unseren Produkten der Technischen Büroausstattung zählen vor allem Distributoren und Industriekunden sowie Systemintegratoren zu den Kunden. Der Vertrieb der Solarmodule erfolgt(e) über Distributoren und Installateure.

Wie im Vorjahr werden die Produkte ausschließlich von der Muttergesellschaft LG Electronics Inc., Seoul, Südkorea, und von anderen verbundenen Unternehmen bezogen.

2. Forschung und Entwicklung

Die LGEDG ist im Wesentlichen auf Märkten tätig, die als sehr gut etabliert bezeichnet werden können und daher ein sehr hohes Maß an Wettbewerb aufweisen. Forschung und Entwicklung von Produkten werden von Schwesterunternehmen der Unternehmensgruppe durchgeführt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging nach letzten Mitteilungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) im Jahr 2023 um 0,3 % zurück. Preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023, im nach wie vor krisengeprägten Umfeld, ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen infolge steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher (Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 19/2024 vom 15. Januar 2024).

Weltweit hat der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2023 ein Anstieg des realen Bruttoinlandprodukt ("BIP") um 3,2 % p.a. ermittelt. Für die Eurozone gibt der IWF für das Jahr 2023 eine Zunahme des BIP um 0,1 % p.a. an, für Deutschland wurde dabei ein Rückgang des BIP um 0,1 % p.a. gemessen (Quelle: IWF World Economic Outlook Update - April 2024).

2. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Arbeitnehmeranzahl sinkt im Geschäftsjahr 2023 auf 476 Mitarbeiter (511 in 2022).

Der Rückgang der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl ist auf die Senkung in den Bereichen Vertrieb und Marketing auf 304 Mitarbeiter im Jahr 2023 (Vorjahr 319 Mitarbeiter) und in der Verwaltung 166 Mitarbeiter im Jahr 2023 (Vorjahr 186 Mitarbeiter) zurückzuführen.

3. Sonstige wichtige Vorgänge

Im Geschäftsjahr 2017 hat die Gesellschaft einen Vertrag über den Verkauf von Forderungen abgeschlossen. Der Vertrag wird im Geschäftsjahr 2023 fortgeführt. Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen im Rahmen eines echten Factorings in Höhe von T€ 39.348 (Vorjahr T€ 25.155) verkauft. Der Kaufpreis entspricht dem Betrag der tatsächlich bestehenden Forderung einschließlich gesetzlicher Umsatzsteuer abzüglich eventuell vom jeweiligen Debitor geltend gemachter sonstiger Abzüge wie Boni oder Skonti sowie der Factoring-Gebühr des fakturierten Bruttoumsatzes und einem gesondert vereinbarten Zins für die tatsächliche Laufzeit der Forderung.

Die Verwaltung der verkauften Forderungen verbleibt bei der Gesellschaft. Von Kunden erhaltene Zahlungen auf bereits verkaufte Forderungen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten T€ 7.308 (Vorjahr T€ 8.115) ausgewiesen.

4. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 infolge einer gesunkenen Kundennachfrage einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr um T€ 212.967 oder -18% auf T€ 966.805. Damit war die tatsächliche Umsatzentwicklung leicht besser als die Prognose des letzten Jahres für das Geschäftsjahr 2023, die einen Rückgang der Umsatzerlöse um etwa 21,1% gegenüber dem Vorjahr vorsah.

Der Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2023 ist hauptsächlich auf gesunkene Umsätze in den Produktbereichen Unterhaltungselektronik (-T€ 133.067), Technische Büroausstattung (-T€ 44.490) und elektrische Haushaltsgeräte (-T€ 15.277) zurückzuführen. Infolge der Beendigung des Vertriebs von Solarmodulen im Laufe des Geschäftsjahr 2022 sind weiterhin die Umsatzerlöse mit diesen Produkten zurückgegangen (-T€ 18.352).

Obwohl der Vertrieb von Mobiltelefonen bereits im Jahr 2021 eingestellt wurde, wurden bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 1.441 (Vorjahr: T€ 3.154) mit der Erbringung von technischen Dienstleistungen (wie z.B. Software-Upgrades) erbracht. Die Kosten für diese Dienstleistungen wurden von LGE Korea übernommen.

Der Gesamtumsatz des Geschäftsjahres 2023 der Gesellschaft resultiert im Wesentlichen zu 56,3% aus Unterhaltungselektronik (T€ 544.183), zu 27,8% aus dem Bereich Haushaltsgeräte (T€ 269.069) und zu 15,7% aus der Technischen Büroausstattung (T€ 151.892).

Der Umsatzanteil 2023 mit inländischen Kunden ist im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 0,7% Punkte auf 73,6% gestiegen. Der Anteil des Auslandsumsatz 2023 sank korrespondierend um 0,7% -Punkte auf 26,4% der Gesamtumsätze.

a) Unterhaltungselektronik

Der Umsatz mit Produkten aus der Unterhaltungselektronik sank im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um -19,6%.

Dieser Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf die negative Umsatzentwicklung im Bereich TV-Geräten (-19,7%) zurückzuführen.

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatzrückgang von rund -20,5% erwartet. Damit hat die Gesellschaft ihr Umsatzziel für diesen Produktbereich im Wesentlichen erreicht.

b) Haushaltsgeräte

Die Umsätze aus dem Verkauf von elektronischen Haushaltsgeräten sanken im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um -5,4%. Dieser Umsatzrückgang ist auf die Bereiche RAC (Residential Aircondition - Klimaanlagen Privathaushalte, -18,9%), Kältetechnik (-12,1%) und CAC (Commercial Aircondition - Klimaanlagen Büro) zurückzuführen (-2,3%). Im Gegensatz dazu gab es Umsatzsteigerungen in den Bereichen Geschirrspüler (+27,8%) und Kochgeräte (+43,9%).

Im Vorjahr war für das Jahr 2023 ein Umsatzrückgang von -2,5% prognostiziert worden, tatsächlich musste die Gesellschaft jedoch einen leicht höheren Umsatzrückgang von -5,4% hinnehmen.

c) Technische Büroausstattung

Der Umsatz in diesem Bereich sank im Geschäftsjahr 2023 um -22,6% im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz in dem Bereich Monitore sank um -33,5%, aber der Umsatz in dem Bereich PC-/Notebook stieg im Vergleich zum Vorjahr um +15,2%.

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatzrückgang von -28,7% erwartet. Damit hat die Gesellschaft ihr Umsatzziel für den Bereich Technische Büroausstattung etwas übertroffen.

d) Solar

Das Solarmodulgeschäft der Gesellschaft wurde 30. Juni 2022 eingestellt. Aus diesem Grund sanken die Umsatzerlöse im Bereich Solarmodule im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr um -99,5%.

e) Mobiltelefone

Der Vertreib von Mobiltelefonen wurde im Jahr 2021 eingestellt. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr aus der Erbringung technischer Dienstleistungen für Mobiltelefone.

f) Zusammenfassung

Insgesamt entsprach die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 unseren Erwartungen, so dass wir diese als zufriedenstellend einstufen. Hauptgründe für den Umsatzrückgang waren der durch die Inflation bedingte Nachfragerückgang der Kunden und die Einstellung des Solarmodulgeschäfts zum 30. Juni 2022.

5. Lage der Gesellschaft

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse sanken im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um T€ 212.967 oder 18,1% auf T€ 966.805. Einzelheiten zu dieser Entwicklung sind im Abschnitt "4. Geschäftsverlauf" dargestellt.

Entgegen der Umsatzentwicklung stieg aufgrund von Transferpreisanpassungen der Bruttogewinn vom Umsatz im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr (T€ 180.619) um T€ 28.023 (15,5%) auf T€ 208.642. Damit stieg das Bruttoergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen von 15,3% im Vorjahr auf 21,6% im Geschäftsjahr 2023.

Die Vertriebskosten sind infolge des Umsatzrückgangs im Vergleich zum Vorjahr um T€ 7.984 (-4,9%) auf T€ 155.850 gesunken. Hierfür verantwortlich sind hauptsächlich zurückgegangene Aufwendungen für Werbung und Verkaufsförderung (-T€ 6.093) und niedrigere Logistik- und Transportkosten (-T€ 2.769).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um T€ 3.234 (-12,5%) insbesondere aufgrund des Rückgangs der Erträge aus Fremdwährungsumrechnung um T€ -3.717 (-31,6%). Weiterhin haben sich die periodenfremden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um T€ 2.216 auf T€ 4.642 (Vorjahr: T€ 6.858) reduziert, wohingegen die Erträge aus Kostenweiterbelastungen um T€ 2.865 auf T€ 9.739 gestiegen sind.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um T€ 5.200 (-31,7%), im Wesentlichen aufgrund um T€ 6.268 (-39,7%) geringerer Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

Das Ergebnis vor Steuern hat sich im Wesentlichen infolge des gestiegenen Bruttoergebnisses vom Umsatz bei gesunkenen Vertriebskosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 39.538 auf T€ 45.434 (Vorjahr: T€ 5.896) verbessert. Infolge des gleichfalls gestiegenen steuerlichen Ergebnisses haben sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um T€ 9.071 auf T€ 11.381 (Vorjahr: T€ 2.311) erhöht.

Vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Veränderungen erhöhte sich das Jahresergebnis 2023 um T€ 30.467, auf einen Jahresüberschuss von T€ 34.053 (Vorjahr: Jahresüberschuss T€ 3.586).

b) Finanzierung

Die Gesellschaft profitiert von dem positiven Einfluss des Zusammenschlusses von LG Niederlassungen in Europa zur gemeinsamen Finanzierung im Rahmen eines Cash-Poolings. Alle Finanzierungsmaßnahmen werden in der LG Electronics European Shared Service Center B.V. konzentriert, die die Aufgabe der Finanzierung für alle LG Niederlassungen in Europa übernimmt. Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft kurzfristige, verzinsliche Cash-Pooling-Forderungen (in Schweizer Franken, polnischen Zloty und US-Dollar) in Höhe von T€ 125.293 (Vorjahr: T€ 4.654) sowie Cash-Pooling-Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen (in Euro) in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 13.523) aus. Des Weiteren bestehen zum Bilanzstichtag Zinsverbindlichkeiten gegenüber der LG Electronics Vehicle Components, Eschborn (vormals: Sulzbach (Taunus)) in Höhe von T€ 2.758. Der Anstieg der Forderungen aus Cash-Pooling ist vor allem auf den im Berichtsjahr erzielten Jahresüberschuss und der Reduzierung des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen.

Neben der kurzfristigen Konzernfinanzierung mittels Cash-Pooling erfolgt die Finanzierung der Gesellschaft durch den eigenen operativen Cashflow, durch die von den verbundenen Unternehmen eingeräumten Lieferantenkredite aus Warenbeschaffungen sowie seit 2017 durch das Factoring von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Gesamthöchstbetrag von € 50 Mio. zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr: € 50 Mio.).

Die Finanzlage der Gesellschaft ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass 70,5% der Verbindlichkeiten (Vorjahr 74,8%) gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen. Die Finanzierung der Gesellschaft ist somit von der Einbeziehung in den Konzern der LGE Korea abhängig. LGEDG weist wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 zu erfüllen.

c) Vermögens-und Finanzlage

Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um T€ 17.219 (+3,4%) auf T€ 518.974.

Auf der Aktivseite der Bilanz ist dieser Anstieg insbesondere auf die Zunahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Gegenläufige Effekte waren bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, bei den sonstigen Vermögensgegenständen und dem Kassenbestand und dem Guthaben bei Kreditinstituten zu verzeichnen.

Das Finanzanlagevermögen umfasst unverändert die 41,2%ige Beteiligung an der LG Electronics France SAS mit einem Buchwert von T€ 5.648.

Im Vergleich zum Vorjahr sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 57.193 (-16,5%) gesunken. Dies ist darin begründet, dass der Umsatz im Berichtsjahr 2023 stark im Vergleich zum Vorjahr zurückgetreten ist. Die Altersstruktur der Forderungen zeigt, dass über 98,5 % des gesamten Forderungsbestandes innerhalb der Fälligkeitsfrist liegen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen T€ 131.611 (Vorjahr: T€ 14.624). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Zahlungsmittelanlagen in das bestehende, konzerninterne Cash-Pooling.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 36.230 auf T€ 33.298 zum Bilanzstichtag gesunken, was insbesondere auf die Verringerung der Forderungen aus Umsatzsteuern (-T€ 34.623) zurückzuführen ist.

Im Vergleich zum Vorjahr sanken der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten um T€ 3.944 (-83,4%) auf T€ 783 (Vorjahr: T€ 4.727) infolge der Einstellung von Zahlungsmitteln in das konzerninterne Cash-Pooling.

Auf der Passivseite resultiert der Anstieg zum Bilanzstichtag aus einer Zunahme des Eigenkapitals, der Verbindlichkeiten und der Steuerrückstellungen, währen die sonstigen Rückstellungen stark gesunken sind.

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich in Höhe des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2023 um T€ 34.053 erhöht. Unter Berücksichtigung eines geringeren gegenläufigen Effektes aus der Erhöhung der Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote von 24,9% im Vorjahr auf 30,6% zum 31. Dezember 2023 gestiegen.

Die Steuerrückstellungen haben sich korrespondierend zu dem im Berichtsjahr gestiegenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf T€ 8.295 (Vorjahr: T€ 220) erhöht.

Die Reduktion der sonstigen Rückstellungen um T€ 43.196 auf T€ 246.220 resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der Rückstellungen für Kundenboni, Rabatte und Werbekostenzuschüsse auf T€ 195.064 (Vorjahr T€ 233.492).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt um T€ 7.873 auf T€ 18.538 (Vorjahr T€ 10.655).

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen betragen zum Stichtag T€ 3.120 (Vorjahr: T€ 1.692).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um T€ 9.147 auf insgesamt T€ 74.391. Dabei stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem Erwerb von Waren von verbundenen Unternehmen um T€ 21.347 auf einen Saldo von T€ 71.631 (Vorjahr: T€ 50.284). Dagegen sind die Verbindlichkeiten aus Finanzgeschäften insbesondere durch die Tilgung der konzerninternen Cash-Pooling Verbindlichkeiten um T€ 12.200 auf T€ 2.760 (Vorjahr: T€ 14.960) zurückgegangen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um T€ 159 auf T€ 9.441 verringert, In den sonstigen Verbindlichkeiten ist in Höhe von T€ 7.308 (Vorjahr: T€ 8.115) eine Verbindlichkeit gegenüber der Factoring-Gesellschaft für Zahlungseingänge auf verkaufte Forderungen enthalten, die noch nicht an die Factoring-Gesellschaft gezahlt wurden.

III. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikobericht

a) Risikomanagementsystem

Im Rahmen einer Jahresprognose der Umsätze und Bruttomargen werden nach Erstellung der Monatsabschlüsse Soll-Ist-Abweichungen von den Planzahlen analysiert, um mögliche Risiken in den einzelnen Produktbereichen frühzeitig zu erkennen. In monatlichen Sitzungen der Geschäftsführung werden die Analysen der Umsatz- und Margenentwicklung mit der Muttergesellschaft besprochen und Plankorrekturen bzw. Gegenmaßnahmen für negative Abweichungen beschlossen.

Durch die aktuellen makroökonomischen Risiken, insbesondere die Coronavirus-Pandemie, Russlands militärischen Einmarsch in der Ukraine ab Februar 2022 und die hohe Inflation der Produkt- und Energiepreise hat das Risikomanagement noch mehr an Bedeutung gewonnen.

Die Geschäftsführung und die Abteilungsleiter werden wöchentlich über wesentliche Risiken informiert und die notwendigen Entscheidungen werden sofort getroffen.

b) Risikobericht

Die von der Geschäftsführung gesehenen Risiken der künftigen Entwicklung bzw. Risiken im in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten werden im Folgenden in eine unveränderten absteigender Reihenfolge Ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben.

Risiken der zukünftigen Entwicklung ergeben sich vor allem aus der Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in Europa mit einer aktuellen Rezession in Deutschland seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine am 24. Februar 2022. Als Reaktion auf den Einmarsch Russlands in der Ukraine haben die westlichen Staaten mehrere Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt. Diese haben Auswirkungen auf den Warenhandel und sorgten für stärkere Lieferengpässe bei der Beschaffung von Vorprodukten. Durch den Anstieg der Weltmarktpreise für viele Rohstoffe und Energie ist die Inflationsrate seit Anfang 2022 deutlich angestiegen. Andererseits werden Risiken aus dem aktuellen Gaza-Krieg für unser Geschäft von der Geschäftsführung bisher als eher unbedeutend eingeschätzt. Die Gesellschaft ist in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt tätig und daher einem Absatzmarktrisiko ausgesetzt. Insofern sind die technische Weiterentwicklung der Produkte und die rechtzeitige Ausrichtung des Geschäfts auf die Bedürfnisse der Kunden wesentliche Voraussetzungen für die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen. Die Gesellschaft ist insbesondere bei der Produktentwicklung und der strategischen Ausrichtung von der Unternehmensgruppe LG Electronics abhängig. Möglicherweise entstehen Risiken auch aus der Inflation und der aktuellen Rezession in Deutschland, was zu einer schwächeren Kundennachfrage führen könnte.

Des Weiteren führen strukturelle Verschiebungen in der Kundenstruktur der einzelnen Geschäftsbereiche zu Absatzrisiken, die im Rahmen der monatlichen Soll-Ist-Abweichungsanalysen zwischen der Geschäftsführung und der Muttergesellschaft besprochen werden. Entsprechende Gegenmaßnahmen werden eingeleitet.

Mit der Ausrichtung ihrer Vertriebsaktivitäten versucht die Gesellschaft, ihre Abhängigkeit vom nationalen Markt so zu gestalten, dass die Auswirkungen einer möglichen nationalen Wirtschaftskrise auf den Konzern begrenzt sind.

Um schneller auf den Markt reagieren zu können, werden Vertriebsentscheidungen in wöchentlichen Sitzungen gemeinsam von der Vertriebsleitung und der Geschäftsführung getroffen.

Die sich ständig ändernden Produktanforderungen und der Trend zu sinkenden Verkaufspreisen aufgrund des Wettbewerbsdrucks erfordern eine rechtzeitige Kontrolle der Lagerbestände auf ihre Verkaufsfähigkeit und stellen gleichzeitig ein erhebliches Geschäftsrisiko für die Gesellschaft dar.

Eine verlässliche Lieferfähigkeit ist für unsere Kunden unerlässlich; dem Risiko, bestehende Lieferverpflichtungen aufgrund einer Betriebsunterbrechung nicht erfüllen zu können, wird durch mehrere Konsignationslager entgegengewirkt.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses für das am 31. Dezember 2023 endende Jahr gab es keine größeren Kundenverluste aufgrund der Wirtschaftskrise.

Die Gesellschaft konzentriert sich zudem darauf, das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch ein striktes Kredit- und Forderungsmanagement zu reduzieren. In wöchentlichen Berichten wird die Geschäftsführung über die Entwicklung im Bereich der Forderungen informiert. Dem Ausfallrisiko bei Kundenforderungen wird durch regelmäßige Bonitätsprüfungen und die Vergabe von angemessenen Kreditlimits begegnet. Durch ein striktes Forderungsmanagement wird der rechtzeitige Zahlungseingang kontrolliert und sichergestellt, so dass erhebliche Forderungsausfälle vermieden werden können. Darüber hinaus wird dem Ausfallrisiko durch handelsübliche Kreditversicherungen begegnet. Etwaige Forderungsausfälle werden vom jeweiligen Kreditversicherer in der Regel zu bis zu 90% entschädigt.

Infolge der aktuellen makroökonomischen Risiken wurde das Forderungsmanagement weiter konzentriert, um die Risikoposition der Gesellschaft zu minimieren. Im Geschäftsjahr 2022 hatte die Gesellschaft keine wesentlichen Forderungsausfälle oder Stornierungen bzw. Kürzungen der Kreditlimits unserer Kunden durch die Kreditversicherer zu verzeichnen. Grundsätzlich hat die Gesellschaft keine wesentlichen Zahlungsverzögerungen festgestellt.

Liquiditätsrisiken ergeben sich aus der möglichen Unfähigkeit, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln zu erfüllen, was insbesondere auf die Einbindung der Gesellschaft in einen konzernweiten Cashpool und die Möglichkeit des Abschlusses von Lieferantenkrediten aus dem Bezug von Waren von verbundenen Unternehmen der LG Electronics Inc., Seoul, Südkorea, zurückzuführen ist.

Der Cashpool wird zentral geführt von der LG Electronics European Shared Service Center B.V., Amstelveen, Niederlande. Die Gewährung von liquiden Mitteln aus dem Cashpool zur Finanzierung der Gesellschaft erfolgt nach Bedarf ohne Vereinbarung von Beträgen und Konditionen. Aus diesem Grund ist die Gesellschaft bei Liquiditätsengpässen auf die Unterstützung der LG Electronics European Shared Service Center B.V., Amstelveen, Niederlande, und der Muttergesellschaft angewiesen.

Des Weiteren hat die Gesellschaft durch das Factoring von Kundenforderungen einen Liquiditätsvorteil, der während der aktuellen Wirtschaftskrise ebenfalls von großem Vorteil ist.

Durch die variable Verzinsung des Cash-Poolings ist die Gesellschaft Preisänderungs- und Cashflow-Risiken ausgesetzt, die aber derzeit von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Vorgehensweise der Gesellschaft in Bezug auf das Behandlung des Währungsrisikos (Preisänderungsrisiko), das für die Gesellschaft in Bezug auf Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit unverändert ist, zielt darauf ab, dass Forderungen und Verbindlichkeiten zum gleichen Zeitpunkt auf dieselbe Währung lauten. Ungeachtet der Bemühungen der Gesellschaft, Währungsrisiken zu vermeiden, verbleibt ein gewisses Währungsrisiko im Hinblick auf die Entwicklung des polnischen Zloty, des Schweizer Franken sowie des US-Dollars.

Risiken auf Seiten der Lieferanten sieht die Gesellschaft nicht, da es sich bei den Lieferanten ausschließlich um Konzerngesellschaften handelt und die Gesellschaft nicht von einer Produktion in Russland oder der Ukraine abhängig ist. An dem Grundsatz, dass die Gesellschaft ihre Handelsprodukte weitgehend direkt oder indirekt von der Muttergesellschaft oder von Konzerngesellschaften bezieht, wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

Personalrisiken durch einen Mangel an Fach- und Führungskräften sieht die Gesellschaft derzeit nicht, da sie die ausscheidenden Mitarbeiter zeitnah ersetzen konnte.

Daneben besteht das Risiko einer erheblichen technischen Störung oder des Ausfalls der IT-Systeme. Diesem Risiko wird durch umfangreiche Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen der Muttergesellschaft, die die IT-Systeme betreut, begegnet.

Des Weiteren bestehen grundsätzliche Risiken aus derzeit nicht absehbaren gerichtlichen und behördlichen Verfahren, die die Gesellschaft nicht vermeiden kann und die je nach Ausgang zu unvorhersehbaren Liquiditätsabflüssen führen können. Die allgemeinen Geschäftsrisiken sind durch ausreichend kapitalgedeckte Versicherungsverträge abgedeckt.

Die Risikopositionen haben sich im Vergleich zum Vorjahr, auch unter Berücksichtigung der aktuellen Rezession in Deutschland sowie der hohen Inflation, nicht verändert. Von den genannten Risiken sind das Absatzmarktrisiko und das Ausfallrisiko von Kundenforderungen nach wie vor die nach Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit größten Risiken.

Es besteht kein Risiko, das den Fortbestand des Unternehmens gefährdet.

c) Chancenbericht

Die von der Geschäftsführung gesehenen Chancen werden im Folgenden in unveränderter absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben.

Die endverbraucherorientierte Weiterentwicklung der LG Electronics-Produkte führt zu einer steigenden Akzeptanz im Markt. Auch die Umweltfreundlichkeit und Energieeinsparung der Produkte stehen zunehmend im Fokus. Die kontinuierliche innovative Produktentwicklung ist eine besondere Voraussetzung für eine erfolgreiche Marktpositionierung.

Dank der Forschungs- und Entwicklungsarbeit des Konzerns sind diese innovativen Produktentwicklungen die Basis für eine steigende Marktakzeptanz der LG-Produkte für den deutschen Markt.

Die LGEDG konzentriert sich auf dem deutschen Markt insbesondere auf das Kerngeschäft OLED (Organic Light Emitting Diode) TV-Geräte sowie Unterhaltungselektronik, kommerzielle Displays im B2B-Bereich und Haushaltsgeräte.

Die Gesellschaft erwartet durch eine nachhaltige Profilierung im Markt und den Ausbau der Bekanntheit der Marke LG Electronics in Deutschland gute Chancen für eine positive Umsatz- und Marktanteilsentwicklung. Dabei unterstützt die LGEDG den Vertriebsbereich und ihre Handelspartner mit einer Vielzahl von Marketingmaßnahmen. Darüber hinaus betreibt die LGEDG einen eigenen Online-Markenshop als zusätzlichen Vertriebskanal.

Die Gesellschaft sieht in ihren kompetenten und engagierten Mitarbeitern eine wichtige Grundlage für ihren langfristigen Erfolg. Durch Teambildung, Weiterbildungs- und Coachingmaßnahmen werden die Mitarbeiter in ihrer persönlichen Entwicklung innerhalb der Gesellschaft gefördert. In halbjährlichen Mitarbeitergesprächen werden die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten verfolgt und notwendige kurz- bis langfristige Maßnahmen festgelegt.

Aus unserer Sicht haben sich die Chancen für die LGEDG im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Dies gilt sogar dann, wenn man das derzeit schwache wirtschaftliche Umfeld berücksichtigt.

d) Prognosebericht

Die in diesem Abschnitt genannten Zahlen für das Wirtschaftsjahr 2024 stammen aus dem internen Reporting von LG Electronics Deutschland GmbH und beinhalten keine HGB-Anpassungen, wodurch diese einen vorläufigen Charakter aufweisen.

Laut Januar-Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) soll im laufenden Jahr 2024 das globale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 3,2% p.a. betragen. Für das Jahr 2025 wird vom IWF ein leichter Anstieg des globalen BIP um 3,3% p.a. prognostiziert. In der Eurozone soll das BIP im Jahr 2024 um 0,8% p.a. und im Jahr 2025 um 1,0% p.a. wachsen. Die Aussichten für Deutschland liegen darunter mit der Erwartung einem Rückgang des BIP um 0,2% im Jahr 2024 und einem Wirtschaftswachstum von 0,3% p.a. im Jahr 2025. (Quelle: IWF - World Economic Outlook Update Januar 2025)

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet LGEDG einen Rückgang der Umsatzerlöse um etwa -2,5%. Dabei wird erwartet, dass die Umsätze mit Unterhaltungselektronik um 4,4% gegenüber dem Vorjahr steigen werden, während die Umsätze mit Haushaltsprodukten und technischer Büroausstattung voraussichtlich um 16,2% und 1,6% gegenüber dem Vorjahr sinken werden.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet LGEDG einen Anstieg der Umsatzerlöse um 6,4%. Dabei wird erwartet, dass die Umsätze mit Unterhaltungselektronik und Technische Büroausstattung um jeweils 7,8% und 8,2% gegenüber dem Vorjahr steigen werden. Die Umsätze mit Haushaltsprodukten werden voraussichtlich um 2,0%, gegenüber dem Vorjahr steigen werden.

IV. Niederlassungen

Wie im Vorjahr gibt es Niederlassungen in Österreich und in der Schweiz.

 

Eschborn, den 14. Februar 2025

LG Electronics Deutschland GmbH

Seokhong Shin, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 179.362,04 214.573,84
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.125.790,39 2.338.970,56
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.648.236,09 5.648.236,09
7.953.388,52 8.201.780,49
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren und Ersatzteile 53.742.652,90 55.629.918,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 290.058.058,03 347.250.612,76
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 131.611.378,26 14.623.607,40
3. Sonstige Vermögensgegenstände 33.297.620,49 69.527.932,31
454.967.056,78 431.402.152,47
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 782.660,32 4.726.864,15
509.492.370,00 491.758.935,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.264.157,97 1.459.010,06
D. Aktive latenten Steuern 264.538,23 335.465,22
518.974.454,72 501.755.190,83

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (DM 54.450.000,00) 27.839.842,93 27.839.842,93
II. Kapitalrücklage 5.818.274,20 5.818.274,20
III. Gewinnrücklage 796.019,31 796.019,31
IV. Gewinnvortrag 90.463.292,70 86.877.661,41
V. Jahresüberschuss 34.052.673,87 3.585.631,29
158.970.103,01 124.917.429,14
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 8.294.873,32 219.587,52
2. Sonstige Rückstellungen 246.219.957,80 289.416.320,46
254.514.831,12 289.635.907,98
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.119.587,64 1.692.399,47
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.537.933,40 10.665.116,63
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 74.391.019,96 65.244.188,97
4. Sonstige Verbindlichkeiten 9.440.979,59 9.600.148,64
(davon aus Steuern: € 891.269,15; Vorjahr € 0,00)
(davon im Rahmen der Sozialen Sicherheit: € 473.800,52; Vorjahr € 455.738,97)
105.489.520,59 87.201.853,71
518.974.454,72 501.755.190,83

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 966.805.146,55 1.179.772.587,33
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -758.162.792,30 -999.153.698,61
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 208.642.354,25 180.618.888,72
4. Vertriebskosten -155.849.970,60 -163.834.078,71
5. Allgemeine Verwaltungskosten -22.182.699,36 -22.333.407,10
6. Sonstige betriebliche Erträge 22.588.031,58 25.822.326,61
(davon aus der Währungsumrechnung € 8.041.214,09; Vorjahr € 11.758.197,66)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.184.932,16 -16.384.839,37
(davon aus der Währungsumrechnung € 9.524.241,72; Vorjahr € 15.791.986,54)
42.012.783,71 3.888.890,15
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.485.440,35 2.288.726,11
(davon aus verbundenen Unternehmen € 3.454.735,68; Vorjahr € 2.149.565,84)
(davon aus der Abzinsung von Rückstellungen € 30.704,67; Vorjahr € 8.738,67)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -64.080,48 -281.180,91
(davon an verbundene Unternehmen: (€ -61.828,72; Vorjahr € -281.180,91)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 47,85; Vorjahr € 0,00)
3.421.359,87 2.007.545,20
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -11.381.469,71 -2.310.804,06
(davon aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: Aufwand € -70.926,99; Vorjahr Ertrag € 63.012,37)
11. Ergebnis nach Steuern 34.052.673,87 3.585.631,29
13. Jahresüberschuss 34.052.673,87 3.585.631,29

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die LG Electronics Deutschland GmbH mit Sitz in Eschborn (geführt beim Amtsgericht der Stadt Frankfurt am Main unter HRB 107452) ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die entweder in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitgehend im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden wurden im Berichtsjahr unverändert fortgeführt.

2. Bilanzierung und Bewertung von Vermögenswerten

Von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben:

Softwarelizenzen: linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren im Jahr der Anschaffung, anteilig im Jahr des Zugangs.

Eine Ausnahme bilden die Softwarelizenzen mit Anschaffungskosten unter € 250, die sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst werden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf ihre Werthaltigkeit überprüft.

Liegen die beizulegenden Zeitwerte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens am Bilanzstichtag unter ihren Buchwerten, werden zusätzliche außerplanmäßige Abschreibungen auf den erzielbaren Betrag vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist.

Abnutzbare Sachanlagen, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen, werden zu den tatsächlichen Anschaffungskosten und den mit der Inbetriebnahme verbundenen Kosten bewertet und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Zugänge zum Sachanlagevermögen werden in der Regel anteilig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Geschäftsausstattung wird linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, die für Computer-Hardware drei bis fünf Jahre, für Kraftfahrzeuge sechs Jahre und für Büroausstattung fünf bis vierzehn Jahre beträgt. Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand der Periode verbucht.

Liegt der beizulegende Zeitwert einzelner Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag unter ihrem Buchwert, wird eine zusätzliche Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist.

Hinsichtlich der Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen mit den Anschaffungskosten oder bei dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden wertberichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos sowie der Preisnachlässe (Skonti) wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Emissionsrechte werden zu ihren Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet.

Liquide Mittel werden mit ihrem Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, wenn sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf bestehende körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist, gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen (Gesamtdifferenzenbetrachtung).

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 27,61 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 11,78 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus einem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 337 %.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, so dass in diesem Falle ein Ausweis des Aktivüberhangs in der Bilanz unter dem Posten "Aktive latente Steuern" erfolgt.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken, drohende Verluste und ungewisse Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die Laufzeiten (Geltendmachung von Garantieleistungen ab Umsatzzeitpunkt) anhand einer Analyse der Garantiefälle der vergangenen zwei Geschäftsjahre berücksichtigt. Die Restlaufzeiten verteilen sich demnach wie folgt:

Restlaufzeit Prozentualer Anteil
31.12.2023
%
31.12.2022
%
Unter 1 Jahr 76 71
Bis zu 3 Jahren 24 29
100 100

Die Berechnung der Boniverpflichtungen und Werbekostenzuschüsse erfolgt aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen mit den Kunden. Umsatzabhängige Verpflichtungen werden basierend auf vertraglich vereinbarten Umsatzzielen abzüglich bereits erfolgter Zahlungen angesetzt, umsatzunabhängige Verpflichtungen werden in Höhe der vereinbarten Zuschüsse ebenfalls abzüglich bereits erfolgter Zahlungen bilanziert.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Entstehens der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, basierend auf dem Devisenkassamittelkurses am Bilanzstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) sowie liquide Mittel oder sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Entstehens der Verbindlichkeit oder mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag, basierend auf dem Devisenkassamittelkurses am Bilanzstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände Software
Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung
Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen
Gesamt Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 1.471.411,63 6.268.613,15 5.648.236,09 13.388.260,87
Zugang 62.320,55 473.859,39 0,00 536.179,94
Abgang 0,00 334.778,71 0,00 334.778,71
Stand 31.12.2023 1.533.732,18 6.407.693,83 5.648.236,09 13.589.662,1
Abschreibung
Stand 01.01.2023 1.256.837,79 3.929.642,59 0,00 5.186.480,38
Zugang 97.532,35 665.188,49 0,00 762.720,84
Abgang 0,00 312.927,64 0,00 312.927,64
Stand 31.12.2023 1.354.370,14 4.281.903,44 0,00 5.636.273,58
Buchwert 31.12.2023 179.362,04 2.125.790,39 5.648.236,09 7.953.388,52
Buchwert 31.12.2022 214.573,84 2.338.970,56 5.648.236,09 8.201.780,49

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen (Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital
%
Eigenkapital
T€
Ergebnis des letzten Ge - schäftsjahres
T€
Stichtag der vorliegenden Informatio - nen
Unmittelbar LG Electronics France SAS, Paris France 41,21 92.393 -8.234 31.12.2023

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Wesentlichen solche Forderungen, die gemäß den Regelungen des im Berichtsjahr abgeschlossenen Factoring Vertrages ("echtes Factoring") nicht bzw. infolge des Erreichens bestehender Factoring Limit stichtagsbezogen noch nicht von dem Factor angekauft werden bzw. wurden.

Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 39.348 (Vorjahr T€ 25.155) verkauft. Die zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos gebildete Pauschalwertberichtigung beläuft sich auf T€ 3.178 (Vorjahr T€ 3.499); zudem wurden ausfallgefährdete Forderungen mit T€ 45 (Vorjahr T€ 21) zusätzlich einzelwertberichtigt.

Es bestehen keine Forderungen gegen die Alleingesellschafterin LG Electronics European Holding B.V., Amsterdam/Niederlande.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus:

Lieferungen und Leistungen (T€ 790; Vorjahr T€ 1.717)

Finanzgeschäfte (T€ 125.994; Vorjahr T€ 7.804)

Sonstiges (T€ 4.827; Vorjahr T€ 5.102).

Die Forderungen aus Finanzgeschäften bestehen aus kurzfristigen, verzinslichen Forderungen aus Cash-Pooling (denominiert in Euro, Schweizer Franken, polnischer Zloty und US-Dollar) in Höhe von T€ 125.294 (Vorjahr: T€ 4.654) sowie Finanzforderungen gegen die LG Electronics Vehicle Components GmbH, Eschborn, in Höhe von T€ 701 (Vorjahr: T€ 3.151). Der Anstieg der Forderungen aus Cash-Pooling ist vor allem auf den im Berichtsjahr erzielten Jahresüberschuss und der Reduzierung des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen.

Die sonstigen Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Weiterbelastungen an den Firmensitz in Korea in Höhe von T€ 1.065 (Vorjahr: T€ 972) und an andere verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 3.762 (Vorjahr: T€ 4.192).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuerforderungen aus der Umsatzsteuer für das laufende Jahr (T€ 24.870; Vorjahr T€ 59.493) sowie Forderungen aus dem laufenden Verrechnungsverkehr gegen eine Factoring Gesellschaft in Höhe von T€ 3.123 (Vorjahr T€ 1.614). Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Vermögensgegenstände Mietkautionen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von T€ 1.382 (Vorjahr T€ 1.328) und Forderungen aus Ertragsteuern für 2023 in Höhe von T€ 3.849 (Vorjahr T€ 4.932) aus im Berichtsjahr über den tatsächlichen Steueraufwand hinaus geleisteten Vorauszahlungen.

Wie im Vorjahr sind alle Forderungen, mit Ausnahme der Mietkaution, innerhalb eines Jahres fällig.

3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rückgang der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten um T€ 195 auf T€ 1.264 (Vorjahr T€ 1.459) resultiert im Wesentlichen aus Vorauszahlungen für Werbeaufwendungen des Geschäftsjahres 2023.

4. Aktive und passive latente Steuern

Aus temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten in der Handelsbilanz und ihren steuerlichen Wertansätzen (Gesamtdifferenzbetrachtung) ergibt sich zum Bilanzstichtag insgesamt eine Steuerentlastung in Höhe von T€ 265, die zu einer Bilanzierung von aktiven latenten Steuern führt. Im Vorjahr wurde die Steuerentlastung in Höhe von T€ 335 als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt.

Die temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu aktiven latenten Steuern führen, betreffen die folgenden Bilanzposten:

31.12 .2023 31.12. 2022
Bilanzposten Steuersatz Handels- im Vgl. zu Steuerbilanz
TEUR
Latente Steuer- aktiva (+) / Latente Steuerpassiva (-)
TEUR
Handels- im Vgl. zu Steuerbilanz
TEUR
Latente Steuer- aktiva (+) / Latente Steuerpassiva (-)
TEUR
Aufwand (-) / Ertrag (+) aus der Verän derung bilanzierter latenter Steuern
TEUR
Sonstige Gewährleistungsrückstellung 27,61 % 326 90 493 136 -46
Rücksendungen 27,61 % 6 2 8 2 0
Abfindungen 27,61 % 338 93 593 164 -71
Kundenvermögenswerte in der Schweiz (aktiviert in der Steuerbilanz) 27,61 % 312 86 352 97 -11
Unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung 27,61 % -24 -7 -231 -64 57
958 264 1.215 335 - 71

5. Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt unverändert DM 54.450.000,00; der in Euro umgerechnete Betrag von € 27.839.842,93 ist ausgewiesen.

Der Gewinnvortrag zum 31.Dezember 2023 beträgt € 90.463.292,70.

6. Steuerrückstellungen

Der Anstieg der Steuerrückstellungen um T€ 8.075 auf T€ 8.295 (Vorjahr T€ 220) ist hauptsächlich auf den Effekt der Steuerverbindlichkeiten für das Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Kundenboni, Rabatte und Werbekostenzuschüsse 195.064 233.492
Ausstehende Rechnungen 20.475 21.035
Gewährleistungen 18.186 20.410
Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Urlaub, Boni, Abfindungen etc.) 5.863 6.187
Gema-Gebühren 2.869 3.087
Ausstehende Gutschriften 2.733 4.175
Übrige 1.030 1.030
246.220 289.416

Im 31. Dezember 2023 werden ausstehende Zahlungen zur Vertriebsunterstützung von Kunden in Höhe von T€ 40.826 unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen, die im Vorjahr den sonstigen Verbindlichkeiten zugeordnet waren. Der Vorjahresausweis in Höhe von T€ 32.716 wurde entsprechend angepasst.

8. Verbindlichkeiten

Wie im Vorjahr sind alle Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres fällig und nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 74.391; Vorjahr: T€ 65.244) resultieren aus:

Lieferungen und Leistungen (T€ 71.631; Vorjahr: T€ 50.284)

Finanzgeschäften (T€ 2.760; Vorjahr: T€ 14.960)

Die Verbindlichkeiten aus Finanzgeschäften betreffen Zinsabgrenzungen aus Cash-Pooling (Euro) gegenüber der LG Electronics Shared Services B.V., Niederlande (T€ 2; Vorjahr: T€ 13.523). Weiterhin sind Zinsverbindlichkeiten gegenüber der LG Electronics Vehicle components, Eschborn (vormals: Sulzbach (Taunus)), in Höhe von T€ 2.758 enthalten.

Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin LG Electronics European Holding B.V., Amsterdam/Niederlande.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Zahlungen von Kunden in Höhe von T€ 7.308 (Vorjahr: T€ 8.115) für verkaufte Forderungen enthalten, die noch an die Factoring-Gesellschaft zu zahlen sind.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2023 setzen sich die erzielten Netto-Umsatzerlöse wie folgt zusammen:

Nach Tätigkeitsbereichen:

2023 2022
T€ % T€ %
Unterhaltungselektronik 544.183 56,4 677.250 57,4
elektrische Haushaltsgeräte 269.069 27,8 284.346 24,1
technische Büroausstattung 151.892 15,7 196.382 16,6
Mobiltelefone 1.441 0,1 3.154 0,3
Solarmodule 89 0,0 18.441 1,6
Sonstige 132 0,0 200 0,0
966.805 100,0 1.179.773 100,0

Im Jahr 2022 stellte die Gesellschaft ihr Solarmodulgeschäft ein. Das Geschäft mit Mobiltelefonen wurde im Jahr 2021 eingestellt. Die im Geschäftsjahr 2023 in diesem Tätigkeitsbereich erzielten Umsatzerlöse resultieren aus der Erbringung von technische Dienst- und Wartungsleistungen.

Aus der Erbringung von konzerninternen Dienstleistungen wurden T€ 39.012 (Vorjahr: T€ 37.994) weiterbelastet und als Umsatzerlöse ausgewiesen. Hiervon betreffen T€ 5.237 (Vorjahr T€ 5.543) Konzernverrechnungen an die LG Electronics Inc. mit Sitz in Seoul, Südkorea. Vom Gesamtbetrag in Höhe von T€ 39.012 entfallen T€ 18.756 auf den Bereich elektrische Haushaltsgeräte, T€ 12.582 auf technische Büroausstattung, T€ 6.105 auf Unterhaltungselektronik und T€ 1.438 auf Mobiltelefone sowie 131 T€ auf den Bereich Sonstige.

Nach geografischen Märkten:

2023 2022
T€ % T€ %
Inland 711.782 73,6 859.814 72,9
Ausland
Asien 5.237 0,5 5.543 0,5
Mittel- und Südamerika 0 0,0 -5 0,0
Europäische Union 180.606 18,7 211.695 17,9
Europa Nicht-EU 69.177 7,2 98.240 8,3
MEA 0 0,0 0 0,0
Vereinigtes Königreich 0 0,0 4.459 0,4
Sonstige 3 0,0 27 0,0
255.023 26,4 319.959 27,1
966.805 100,0 1.179.773 100,0

Wie im Vorjahr enthalten die Umsatzerlöse keine Beträge von außergewöhnlicher Größe oder Bedeutung oder Beträge, die sich aus Vorjahresperioden ergeben.

2. Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Im Geschäftsjahr 2023 setzen sich die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen wie folgt zusammen:

2023
T€
2022
T€
Kosten für bezogene Waren 720.703 962.620
Kosten für bezogene Dienstleistungen 37.460 36.534
758.163 999.154

In den Kosten für bezogene Dienstleistungen sind Personalaufwendungen in Höhe von T€ 15.048 (Vorjahr: T€ 15.707) enthalten, die sich auf Leistungen beziehen, die an Unternehmen der LGE-Gruppe erbracht wurden. Auf die Ausführungen im Abschnitt IV. 1. Umsatzerlöse wird verwiesen.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 22.588; Vorjahr T€ 25.822) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterberechnung von Kosten an verbundene Unternehmen (T€ 9.739; Vorjahr: T€ 6.874) und Erträge aus der Währungsumrechnung (T€ 8.041; Vorjahr: T€ 11.758). Darüber hinaus sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 4.642 (Vorjahr: T€ 6.858) enthalten.

4. Materialaufwand

Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:

2023
T€
2022
T€
Aufwendungen für Roh-. Hilfs-. und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 720.703 962.620
Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.412 20.827
743.115 983.447

Wie in den Vorjahren sind im Materialaufwand keine wesentlichen Aufwendungen aus den Vorjahren oder Beträge von außergewöhnlicher oder ungewöhnlicher Größe und Bedeutung enthalten.

5. Personalaufwand

Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:

2023
T€
2022
T€
Löhne und Gehälter 53.589 53.281
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.782 7.191
(davon für Altersversorgung T€ 230; Vorjahr T€ 227)
60.371 60.472

Die Personalaufwendungen enthalten wie im Vorjahr keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen aus Vorjahren und auch keine wesentlichen Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr keine wesentlichen Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung enthalten.

Im Geschäftsjahr 2023 bestanden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 11.185 Vorjahr: T€ 16.385) im Wesentlichen aus Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von (T€ 9.524; Vorjahr: T€ 15.792).

7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die planmäßigen Abschreibungen betragen T€ 763 (Vorjahr T€ 732).

8. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis besteht aus sonstigen Zinsen und vergleichbaren Erträge in Höhe von T€ 3.485 (Vorjahr: T€ 2.289) und Zinsen und vergleichbaren Aufwendungen in Höhe von T€ 64 (Vorjahr: T€ 281).

In den Zinserträgen sind Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 3.454 (Vorjahr: T€ 2.150) enthalten, davon periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 675) und Zinserträge aus der Abzinsung von Mietkautionen und langfristigen Rückstellungen in Höhe von T€ 31 (Vorjahr: T€ 9) enthalten.

In den Zinsen und vergleichbaren Aufwendungen sind im Wesentlichen Zinsen an verbundene Unternehmen aus dem Cash-Pool in Höhe von T€ 62 (Vorjahr: T€ 281) enthalten.

Im Finanzergebnis sind keine wesentlichen Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung enthalten.

9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Ertragsteuern sind keine wesentlichen Aufwendungen von ungewöhnlicher Größe und Bedeutung enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 12.777 (Vorjahr: T€ 2.248) beziehen sich auf das laufende Geschäftsjahr.

Die Veränderung der latenten Steuern führte im Geschäftsjahr zu Aufwendungen von T€ 71 (Vorjahr: Ertrag von T€ 63).

Die periodenfremden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich auf einen Ertrag T€ -1.465 (Vorjahr: Aufwand in Höhe von T€ 102).

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind keine wesentlichen Aufwendungen von außergewöhnlicher Größe und Bedeutung enthalten.

Steueraufwendungen oder Steuererträge nach dem Mindeststeuergesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen gemäß § 274 Abs. 3 Nr. 2 HGB sind im Berichtsjahr nicht angefallen.

V. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Im Jahr 2023 fiel die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf 476 (Vorjahr: 511).

Die durchschnittliche Anzahl der nicht-leitenden Angestellten betrug im Jahr 2023 470 (Vorjahr: 505)

Die Gesellschaft bildet keinen mitbestimmten Aufsichtsrat gemäß § 1 DrittelbG, da sie in der Regel weniger als 500 Mitarbeiter beschäftigt.

Tätigkeitsbereiche 2023 2022
Leitende Angestellte 6 6
Verwaltung 166 186
Vertrieb und Marketing 304 319
Mitarbeiter 470 505
Gesamt 476 511

2. Geschäftsführung

Als Geschäftsführer sind bzw. waren bestellt:

Herr Seokhong Shin. Kaufmann. Alleingeschäftsführer, Frankfurt am Main

Da im Geschäftsjahr 2023 nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhielt. wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

3. Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Eventualverbindlichkeiten im Sinne von § 251 HGB bestanden wie im Vorjahr nicht.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeiten
Gesamt
T€
bis zu 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
- Bestellobligo aus dem Kauf von Waren 1.742 1.742 0 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.742 1.742 0 0
- aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 10.363 4.217 6.145 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
12.105 5.959 6.145 0

Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen die Hauptverwaltung in Eschborn, die Niederlassungen in Österreich und der Schweiz sowie das Büro in Nürnberg. Den Fuhrpark sowie bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, wenn die Objekte nicht mehr im vollen Umfang genutzt werden können, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt.

Neben den dargestellten sonstigen finanziellen Verpflichtungen gibt es keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

4. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft übliche Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, einschließlich verbundener Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen betrachtet werden.

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

• Beschaffung von Waren (€ 719 Mio.; Vorjahr: € 957 Mio.) und Dienstleistungen (€ 12 Mio.; Vorjahr: € 16 Mio.)

• Lieferung von Waren (€ 6 Mio.; Vorjahr: € 7 Mio.) und Dienstleistungen/Verkauf von sonstigen Vermögenswerten (€ 39 Mio.; Vorjahr: € 38 Mio.) (ohne Cash-Pool Forderungen)

• Finanzielle Verbindlichkeiten inkl. Cash-Pool (€ 0 Mio.; Vorjahr: € 15 Mio.); Finanzielle Forderungen inkl. Cash-Pool (€ 126 Mio.; Vorjahr: € 8 Mio.)

• Vertragliche Einkaufs- und Verkaufsvereinbarungen

Abgesehen von den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen.

5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:

Honorar für 2023
T€
2022
T€
Abschlussprüfungsleistungen 215 236
Steuerberatungsleistungen 37 18
Summe 252 254

6. Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Die LG Electronics Deutschland GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der LG Electronics European Holding B.V. mit Sitz in Amsterdam/Niederlande und ein verbundenes Unternehmen der Konzernmuttergesellschaft LG Electronics Inc. mit Sitz in Seoul, Südkorea, die in Südkorea einen Konzernabschluss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) aufstellt. Der Konzernabschluss kann auf der Website des Konzerns eingesehen werden (www.lge.com).

7. Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB.

Zum 31. Dezember 2023 unterlag ein Betrag in Höhe von T€ 265 der Ausschüttungssperre, die in voller Höhe auf die aktiven latenten Steuern entfiel.

8. Gewinnverwendung.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 34.052.673,87 zusammen mit dem Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

9. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 liegen um insgesamt 2,5 % unter dem Vorjahresvergleichszeitraum.

 

Eschborn. den 14. Februar 2025

LG Electronics Deutschland GmbH

Seokhong Shin, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LG Electronics Deutschland GmbH, Eschborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LG Electronics Deutschland GmbH, Eschborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LG Electronics Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 14. Februar 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Palm, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christoph Dietzel, Wirtschaftsprüfer

Gewinnverwendung

Mit Gesellschafterbeschluss vom 21. März 2025 wird der im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von EUR 124.515.966,57 (Gewinnvortrag in Höhe von 90.463.292,70 und Jahresüberschuss in Höhe von EUR 34.052.673,87) auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 21.03.2025 festgestellt.

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