Medotrain GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heiko Dr. Frank seit 24.7.2025 | Vorstandsmitglied |
Rainer Dr. Doll seit 24.7.2025 | Vorstandsmitglied |
Thomas Melcher seit 26.11.2021 | Prokura |
Malaika Tetsch seit 28.4.2021 | Prokura |
Viola Krauss seit 22.3.2021 | Prokura |
Christian Hörmann seit 22.3.2021 | Prokura |
Wolfgang Ebert seit 5.11.2018 | Prokura |
Jürgen Beinroth seit 4.1.2016 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WTS Advisory AGStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023AG Stuttgart HRB 21657Bilanz zum 30.06.2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 01.07.2022 bis 30.06.2023
AnhangGrundlagen des Abschlusses Der Jahresabschluss der WTS Advisory AG wird nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den aktienrechtlichen Vorschriften aufgestellt und in Euro angegeben. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften werden teilweise in Anspruch genommen. Die Bilanzgliederung entspricht den Vorschriften nach § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Darstellung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal fünf Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Das Sachanlagevermögen wird nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer unter Anwendung der linearen Methode abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Ab dem Wirtschaftsjahr 2017/2018 wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, und die sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten oder Herstellungskosten zwischen EUR 251,00 und EUR 800,00 liegen, werden sofort abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag werden vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft angesehen wird. Die unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten angesetzt. In diese werden die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten und ein angemessener Teil der Gemeinkosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Wertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls vorgenommen. Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben und Einnahmen, die vor dem Abschlussstichtag angefallen, jedoch einem Zeitraum nach dem Abschlussstichtag zuzurechnen sind, gebildet. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen ausschließlich aus versicherungsgebundenen Altersversorgungsverpflichtungen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, und werden mit dem entsprechenden Zeitwert angesetzt. Vermögensgegenstände, die Deckungsvermögen darstellen, werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwertes der erdienten Anwartschaft nicht bzw. mit 1,0 % berücksichtigt Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten, durchschnittlichen Zinssatz der letzten 7 Jahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Finanzanlagen, Forderungen sowie Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens erfolgt zudem unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips. Bilanzerläuterungen Aktiva Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel gesondert dargestellt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungsverhältnisse im Einzelnen lauten wie folgt: Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen
* Umrechnung erfolgt zum Stichtagskurs
Die unfertigen Leistungen beinhalten im Wesentlichen Kosten, die im Rahmen der Erbringung von Leistungen für zum Bilanzstichtag noch nicht an den Mandanten abgerechnete Projekte entstanden sind. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 3.225.001,10 (i. Vj. EUR 1.524.524,49) sowie sonstige Forderungen in Höhe von EUR 1.928.081,30 (i. Vj. EUR 2.879.012,96) enthalten. Es bestehen keine Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (i. Vj.EUR 647,49). Passiva Eigenkapital Das Grundkapital beträgt unverändert EUR 105.530,00. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 19.12.2022 wurde von dem im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 30.06.2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.272.453,10 ein Betrag in Höhe von EUR 21,00 je Aktie, mithin ein Betrag von gesamt EUR 2.216.130,00 auf das dividendenberechtigte Grundkapital ausgeschüttet und der verbleibende Bilanzgewinn von EUR 56.323,10 auf neue Rechnung vorgetragen.
Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 105.530,00 (i. Vj.EUR 105.530,00) ist eingeteilt in 105.530 (i. Vj.105.530) nennwertlose Stückaktien. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten Versorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt. Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt entsprechend mit dem Zeitwert dieser Rückdeckungsversicherungen in Höhe von EUR 941.000,00. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind die Rückdeckungsversicherungsansprüche (Planvermögen) mit den entsprechenden Versorgungsverpflichtungen zu saldieren. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen. Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.452.434,95 (i. Vj. EUR 1.199.416,59) enthalten. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Insbesondere werden als Umsatzerlöse Beratungshonorare, Erlöse aus weiterbelastbaren Beratungs- und Reisekosten sowie weiterbelastbare sonstige Kosten ausgewiesen. Die Erfassung erfolgt entsprechend dem Realisationsprinzip mit Erbringung der Leistung. Erlösschmälerungen werden von den Umsatzerlösen abgezogen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Zuzahlungen der Mitarbeiter und der Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen: Kosten für Corporate Services, Mietaufwendungen, Reisekosten, KFZ-Kosten, sonstige Dienstleistungen, Werbekosten und Lizenzgebühren. Sonstige Angaben Angaben zum Mutterunternehmen Die WTS Advisory AG ist ein Tochterunternehmen der WTS Group AG, München (AG München HRB 181035). Auf die Erstellung eines Konzernabschlusses wird verzichtet, da von der größenabhängigen Befreiung nach § 293 HGB Gebrauch gemacht wird. Der Jahresabschluss der WTS Advisory AG wird in den Konzernabschluss der WTS Group AG, München, einbezogen. Der Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2022/2023 wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Mitarbeiter Die Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr ohne Berücksichtigung der individuellen Arbeitszeit betrug im Durchschnitt 144 Mitarbeiter. Einschließlich der Teilzeitarbeitnehmer, umgerechnet auf Full-Time-Equivalents (FTE), waren im Geschäftsjahr 2022/2023 im Durchschnitt 140 Mitarbeiter beschäftigt. Diese teilen sich auf in fachliche Mitarbeiter mit 123 / 121 FTE und Verwaltungsangestellte mit 21 / 19 FTE. Finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen Die finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen gegenüber fremden Dritten, bei denen das wirtschaftliche Eigentum am Leasing- bzw. Mietgegenstand nicht der WTS Advisory AG zuzurechnen ist und bei denen die WTS Advisory AG diese Vermögensgegenstände daher nicht aktiviert, beträgt zum 30.06.2023 EUR 4.289.196,00, davon sind EUR 1.368.492,00 mit einer Fälligkeit von größer einem bis drei Jahren und EUR 2.025.864,00 mit einer Fälligkeit größer drei Jahren. Gegenstand dieser Verträge sind insbesondere Immobilien und sonstige Anlagegegenstände. Diesen Verpflichtungen stehen weder Gegenansprüche noch Vorteile gegenüber. Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates Auf die Angabe der Organbezüge der Vorstände wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2022/2023 keine Vergütung. Mitglieder des Aufsichtsrates Fritz Esterer, München Steuerberater Vorstandsvorsitzender der WTS Group AG Vorsitzender Prof. Dr. Edgar Löw, Kriftel Professor an der Frankfurt School of Finance & Management stv. Vorsitzender Michael Ruth, Bad Feilnbach Diplom-Kaufmann WTS Group AG Vorstand Dieter Becker, Tutzing Diplom-Ökonom Nikolaus Färber-Frottier, Gauting European Master of Business Sciences Dirk Spalthoff, Sehnde Diplom-Betriebswirt ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 362.381,84 und den Gewinnvortrag in Höhe von EUR 56.323,10 auf neue Rechnung vorzutragen.
Stuttgart, 29. September 2023 Dieter Becker Nikolaus Färber-Frottier Dirk Spalthoff Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.07.2022 bis 30.06.2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/231. Geschäftsmodell des Unternehmens Die WTS Advisory AG als Mitglied der WTS Gruppe ist ein unabhängiger, innovativer Lösungsanbieter für die zielorientierte Beratung und aktive operative Unterstützung von Unternehmen entlang der gesamten CFO-Agenda. Dies umfasst Lösungen von der externen Berichterstattung, Optimierung der Finanzabteilung, Fragestellungen der Governance, Risk & Compliance bis hin zur M&A- und Transaktionsberatung sowie der Begleitung der digitalen Transformation auf dem Weg zur "Next Generation Finance". Zu den Mandanten der WTS Advisory zählen Unternehmen aller Branchen aus Industrie und Financial Services, vom DAX-Konzern über mittelständische und familiengeführte Unternehmen bis hin zu Startups und PE-Häusern. Hauptsitz der Gesellschaft ist in Stuttgart mit weiteren Niederlassungen in München, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg, Hannover, Kolbermoor und Köln sowie über Tochtergesellschaften in Zürich und Wien. Seit dem Geschäftsjahr 2021/2022 firmiert die Gesellschaft unter WTS Advisory AG mit einem einheitlichen Branding für einen gemeinsamen Marktauftritt mit der WTS Gruppe. 2. Wirtschaftsbericht Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen Global Während das globale Wachstum im Jahr 2022 noch bei 3,4 Prozent lag, haben sich die Prognosen für die Weltwirtschaft laut des Internationalen Währungsfonds (IWF) in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres 2022/23 zunehmend verschlechtert. So ging der IWF im April 2023 nur noch von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent für das gesamte Jahr 2023 aus. Besorgniserregend seien der bislang zu schwache Rückgang der Inflationsrate, die somit notwendig gewordenen Zinsanhebungen der Zentralbanken und eine mögliche Instabilität im Bankensektor. Deutschland 2022 stieg laut des Statistischen Bundesamtes (Destatis) das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland um 1,9 Prozent. Haupteinflussfaktoren auf die gesamtwirtschaftliche Lage waren die Folgen des Kriegs in der Ukraine, die enorm steigenden Energiepreise, verschärfte Material- und Lieferengpässe sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, jedoch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Insgesamt konnte sich die deutsche Wirtschaft trotz dieser Herausforderungen jedoch gut behaupten. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres rechnete der IWF mit einem minimalen Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent für 2023. Auswertungen des Statistischen Bundesamts bestätigten, dass das BIP in Deutschland im 1. Quartal 2023 gegenüber dem 4. Quartal 2022 um 0,3 Prozent gesunken war. Da die deutsche Wirtschaft auch im letzten Quartal 2022 geschrumpft war, sei nun der Zustand einer technischen Rezession erreicht. In dieses Bild passte auch, dass der ifo Geschäftsklimaindex im Mai 2023 auf 91,7 Punkte gefallen war, nach 93,4 Punkten im April. Der erste Rückgang nach sechs Anstiegen in Folge zeigte die Skepsis, die mittlerweile in der deutschen Wirtschaft vorherrschte. Rahmenbedingungen für die Beratungsbranche Das DATEV-Branchenbarometer als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung der Steuerberatungsbranche Deutschlands ging im September 2022 um 2,9 Punkte auf einen noch immer recht stabilen Wert von 123 Punkten zurück. Im März 2023 zeigte sich das Branchenbarometer unverändert und lag mit ebenfalls 123 Punkten noch immer auf dem Niveau der vorgegangenen Befragung. Im Ifo-Beraterklima von Januar 2023, einer Sonderauswertung des Ifo-Geschäftsklimas für das Handelsblatt, bestätigte mehr als jedes zweite Unternehmen aus dem Bereich Rechtsberatung, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung eine gute Geschäftslage. Nur sechs Prozent waren unzufrieden. Jedoch sind Unternehmen aus dem Bereich Rechtsberatung, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung besonders betroffen vom Fachkräftemangel: 68 % von ihnen sahen dies als Hemmschuh für weiteres Wachstum. Vor diesem Hintergrund würden laut JUVE Tax Technology-Lösungen und Künstliche Intelligenz zur Automatisierung steuerlicher Aufgaben und Prozesse eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Einen schweren Einschnitt in der Beratungsbranche musste die M&A Beratung im Laufe des Geschäftsjahres hinnehmen. Das Volumen der Fusionen und Übernahmen (M&A) in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit 2016 eingebrochen. Das Management von Gesellschaften traut sich angesichts der unsicheren Aussichten nicht an transformatorische Deals heran. Viele Verkäufer haben noch die Preisvorstellungen aus den Boomzeiten von vor zwei Jahren im Kopf und tun sich schwer damit, ihre Preise zu senken. Die damit verbundene Zurückhaltung Übernahmen zu initiieren oder zu schließen, führt zu einem deutlichen Rückgang in der M&A-Beratung. Im Juni 2023 zeigte sich eine deutliche Eintrübung in der Beraterbranche. Nach zuletzt drei Anstiegen in Folge ergibt die Konjunkturbefragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) für Q2 2023 einen deutlichen Rückgang. In der vierteljährlich durchgeführten Geschäftsklimabefragung Juni 2023 liegt der Indexwert für die Unternehmensberatungsbranche bei 96,7 Punkten (Vergleich: Q1/2023: 105,3, Q2/2022: 100,2). Dies entspricht einem Rückgang um -8,6 Punkte. Der Consulting-Branchenindikator entwickelt sich damit im Vergleich mit dem ifo-Geschäftsklimaindex für die Gesamtwirtschaft (ifo-Geschäftsklimaindex 06/2023: 88,5), der nach der gleichen Systematik wie der des BDU erhoben wird, zwar dynamischer, aber in dieselbe Richtung. Auch der ifo-Geschäftsklimaindex fällt um -4,8 Punkte. Unternehmensstrategie Die WTS Advisory AG positioniert sich sowohl auf Mandanten- als auch auf Mitarbeiterseite als Alternative zu den großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und kann durch ihre dynamische Unternehmenskultur als auch durch ihre Unabhängigkeit sehr erfolgreich Marktanteile und Teammitglieder gewinnen. Ziel ist die Verbesserung der heute schon bestehenden guten Position im Financial Advisory in der DACH-Region. Die WTS Advisory AG ist im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere mit Mandanten im Digital Architecture und Financial Reporting gewachsen. Diese Entwicklung wurde unter anderem sowohl durch die Erfüllung von regulatorischen Vorgaben im Zuge von Großprojekte im Bereich der weiteren Digitalisierung- und Automatisierung von Finanzprozessen als auch durch die Begleitung zahlreicher Transformations-Projekte sowie IFRS-Conversions getrieben. Flankiert wurde dies durch einen Anstieg der Beratungsleistungen im Bereich der Environmental Social Governance. Dies führte zu weiteren deutlichen Umsatzsteigerungen. Um den weiteren Geschäftsausbau auf Mandantenseite zu erreichen ist es sowohl das Ziel die guten Beziehungen zu allen bestehenden Mandanten weiter auszubauen, als auch in allen Geschäftsfeldern neue Mandanten im DAX-, Mittelstands- und PE-Bereich als auch in StartUp- und Venture Capital Szene dazu zugewinnen. Des Weiteren ist das Halten der bestehenden Mitarbeiter durch eine moderate Fluktuation als auch die Gewinnung von ausreichenden neuen Teammitgliedern eine wichtige Voraussetzung. Die Digitalisierung von Geschäftsmodellen und vor allem von Prozessen werden auch die Beratungsanforderungen für die WTS Advisory AG verändern. So werden zukünftig ,End-to-End' Beratungs- und Transformationsansätze, hohe Kompetenz in den Themen Prozessautomatisierung, Data Analytics und Frontend-Design sowie ein hohes Maß an Agilität und Flexibilität für den Erfolg eines Beratungsunternehmens von zunehmender Bedeutung sein. Mitarbeiter Die WTS Advisory AG stabilisierte im letzten Jahr ihren Mitarbeiterstamm. So waren im Berichtsjahr unverändert durchschnittlich 140 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Geschäftsverlauf Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergibt sich für die WTS Advisory AG ein leicht gestiegener Umsatz. Die Entwicklung der Geschäftsbereiche unterschied sich jedoch deutlich. Die Geschäftsbereiche Deal Advisory und Digital Process Automation entwickelten sich nicht erwartungsgemäß. Dahingegen konnten die Bereiche Financial Reporting und Finance Transformation gute Ergebnisbeiträge liefern und der Bereich Digital Architecture Steigerungen vorzeigen. Wie bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr ließen sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Preise weiter erhöhen und dadurch die gestiegenen Personalkosten kompensieren. Neben der anhaltenden Personalknappheit im Finanzbereich sind auch deutliche Auswirkungen der zunehmende Bedarf im Digitalisierungsbereich positiv zu spüren. Darüber hinaus steigt der Beratungsbedarf im ESG-Umfeld (Environmental Social Governance). Investitionen Die Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr umfassten primär Investitionen in die Büro- und IT-Ausstattung. Liquidität Die Liquidität ist aufgrund der Teilnahme am Cash-Pooling der WTS Gruppe und durch Ausschüttung von T€ 136 auf T€ 35 zum 30.06.2023 weiter zurückgegangen. Ertragslage Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr von T€ 386 insbesondere durch Auflösung von Personalrückstellungen auf T€ 476 gestiegen. Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 6 %. Ursächlich hierfür ist insbesondere der steigende Gehaltsdruck im angespannten Arbeitsmarkt für Berater. Die WTS Advisory AG, Stuttgart ist in den Konzern der WTS Group AG, München eingebunden. In diesem Zusammenhang werden zentrale Aufgaben, Dienste und Funktionen von anderen Unternehmen im Konzern übernommen und an die WTS Advisory AG, Stuttgart weiterbelastet, die sonst durch eigenes Personal zu erledigen wären. Der überproportionale Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auf Umzugskosten, neue Mietverträge und insbesondere auf die IT-Betreuung im Konzern zurückzuführen. Aufgrund des nur leicht gestiegenen Umsatzes reduzierte sich das Betriebsergebnis damit auf T€ 371. Im Geschäftsjahr konnte ein Jahresüberschuss von T€ 362 (i. Vj. T€ 2.176) erzielt werden. Der Jahresüberschuss lag bedingt durch die vorgenannten Effekte sowohl deutlich unter dem Vorjahr als auch unter Plan. Finanzlage Die Finanzlage der WTS Advisory AG ist als sehr stabil zu bezeichnen. Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsfrist beglichen, offene Forderungen werden regelmäßig überwacht und der Zahlungseingang erfolgt im überwiegendem Maße innerhalb der Zahlungsfrist. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Kapitalstruktur Die WTS Advisory AG finanziert sich vorrangig aus eigenen Mitteln, d.h. vorrangig aus dem Cash-Flow sowie dem Aufbau von Eigenkapital durch Gewinnrücklagen. Die Eigenkapitalquote liegt im abgelaufenem Geschäftsjahr bei 12 % (im Vj. 28 %). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Ausschüttung in Höhe von TEUR 2.216 bei einer um 6 % verringerten Bilanzsumme. Vermögenslage Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich zum 30.06.2023 gegenüber dem Stand vom 30.06.2022 um 25 % verringert. Die Summe der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöht sich um 25 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.709 auf TEUR 2.910 erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um 17 % erhöht. Die steigende Inflation konnte durch Preissteigerung im Wesentlichen weitergegeben werden. Wechselkurseinflüsse hatten in der Berichtsperiode nur einen sehr geringen Einfluss. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die WTS Advisory AG bedient sich bei der internen Steuerung vor allem der Kennzahlen Auslastung und Umsatz je Mitarbeiter, Umsatz je Service Line und Gesamt, Rohertrag Forderungsbestand sowie EBIT. Die Auslastung ist die bestimmende Messgröße für Produktivität und ergibt sich aus dem Verhältnis der auf Kundenprojekten geleisteten Tage und der Gesamtzahl der verfügbaren Tage aller verrechenbaren Mitarbeiter. In der Berichtsperiode lag die Auslastung leicht unter dem erwarteten Niveau. Kann jedoch insgesamt als gut bezeichnet werden. Zusammenfassung der wirtschaftlichen Lage Die wirtschaftliche Lage der WTS Advisory AG kann insgesamt als gut bezeichnet werden, die Umsatzwerte der Berichtsperiode liegen knapp über, die Ergebniswerte deutlich unter den anteiligen Vorjahreswerten. 3. Prognosebericht und Chancen-/Risikobericht Auftragslage Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2023/24 konnte eine stabile Geschäftsentwicklung verzeichnet werden. Die aktuelle Sales-Pipeline ist mit einem Erwartungswert von 4,3 MEUR sehr erfreulich jedoch deutlich niedriger als im Vorjahr. Hier zeigt sich die sich abzeichnende konjunkturelle Eintrübung. Diese trotzdem gute Ausgangslage ist vor allem der breiten Kundenbasis, dem breiten Beratungs-Portfolio und dem tiefen Fachwissen und Erfahrungsschatz der Mitarbeiter zu verdanken. Mitarbeiter Für das neue, laufende Geschäftsjahr 2023/24 plant die WTS Advisory AG eine Erweiterung der Mitarbeiterbasis, sowohl an der reinen Anzahl als auch in den Qualifikationen. Dabei stehen insbesondere Financial Reporting inkl. ESG, Financial Transformation als auch Digital Architecture im Fokus. Allerdings stellt dies aufgrund des engen Arbeitsmarktes eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. In der abgelaufenen Berichtsperiode fanden branchenübliche Anpassungen der Mitarbeitergehälter statt, die zu höheren Personalkosten im laufenden Geschäftsjahr führen. Auch in diesem Geschäftsjahr wird der Anpassungsdruck an die Gehälter, insb. durch die gestiegene Inflation, weiter anhalten. Finanzen Hinsichtlich Liquidität und Finanzbedarf geht die WTS Advisory AG für ihr Grundgeschäft von keinen wesentlichen Veränderungen zu den Vorjahren aus. Das geplante Geschäftswachstum soll aus dem laufenden Cash-Flow ermöglicht werden. Hinsichtlich der Zahlungsziele ist vor dem Hintergrund der steigenden Inflation mit einer Verlängerung des Zahlungsverhaltens im Vergleich zu den Vorjahren zu rechnen. Der Zahlungseingang, respektive eventuelle überfällige Forderungen, werden weiterhin genau überwacht, das bisherige aufmerksame Liquiditäts- und Finanzmanagement wird so fortgesetzt werden. Prognose Für die kommenden Geschäftsjahre erwartet der Vorstand zahlreiche Herausforderungen aber auch Chancen. Die Weitergabe der deutlichen Preissteigerungen im Bereich Personal, IT und Mietkosten steht einem hohen Kostenbewusstsein der Mandanten entgegen. Gleichzeitig ergeben sich durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine, den geopolitischen Verwerfungen, der weiterhin hohen Inflation und konjunkturelle Eintrübung in Deutschland für unsere Mandanten als auch für die WTS Advisory AG komplexe Herausforderungen. Wir gehen daher weiter von einer diversifizierten Entwicklung für unser Service Portfolio aus. Beratungsbereiche die zur Bewältigung der multidimensionalen Krisen im Markt dienen, wie beispielsweise Prozessoptimierung, Effizienzsteigerungen, Treasury-Management, werden voraussichtlich stärker gefragt sein. Auch im Compliance-Bereich und im Bereich der Environmental Social Governance ist von stabilen bis steigenden Umsätzen auszugehen. Wohingegen für M&A und Transaction Advisory weiterhin unsichere Zeiten bestehen. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 sowie 2024/2025 erwartet die WTS Advisory AG eine stabile Geschäftsentwicklung und eine moderate Umsatzausweitung sowie eine Umsatzrendite vor Steuern im oberen einstelligen Bereich (Berichtsjahr 1,3 %). Insgesamt sieht der Vorstand der WTS Advisory AG die Gesellschaft weiterhin sehr gut positioniert und rechnet vor diesem Hintergrund weiter mit einer positiven Entwicklung der Ertragslage. Vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Kriegs in Ukraine, der Lieferengpässe, der Krisenszenarien bei der Energieversorgung und der hohen Inflationsrate sind die langfristigen Auswirkungen auf die Beratungsbranche derzeit noch nicht absehbar und mit deutlichen Unsicherheiten behaftet. Chancen- und Risikobericht Die WTS Advisory AG verfügt seit Jahren über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm, der sich stetig weiterentwickelt. Viele Kunden kommen regelmäßig auf die Gesellschaft mit neuen Projektaufträgen zu. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und die Herausforderungen in der Lieferkette, der Energieversorgung, der Inflation und viele distributive Branchenentwicklungen führen bei unseren Mandanten zu erheblichen Kostendruck und ggf. veränderten Zahlungsverhalten. Auch die Erwartung bei unseren Mitarbeitern zur Kompensation der Inflation können die Vermögens- Finanz- und Ertragslage zukünftig schwächen. Der Vorstand hat zusammen mit den Partner Maßnahmen ergriffen, um diesen Risiken zu begegnen. Hierzu gehören Preissteigerungen für unsere Beratungsleistungen, eine erhöhte Überwachung des Working Capitals und eine Intensivierung des Forderungsmanagements. Forderungsausfälle waren bisher eher Ausnahme, jedoch verzeichnete die WTS Advisory AG leicht steigende Zahlungsausfälle. Für die Zukunft erwarten wir erhöhte Risiken. Sollten bei Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sein, werden entsprechende Vorsorgen gebildet. Verbindlichkeiten werden regelmäßig innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist bezahlt, die WTS Advisory AG finanziert sich ausschließlich über Eigenmittel. Allgemeine Veränderungen in der Struktur des Beratungsmarktes - gerade auf Seiten der großen Prüfungsgesellschaften - können weiteres Potential von außerordentlichem Wachstum durch Gewinnung von Teams mit sich bringen. Umgekehrt kann die Abwanderung von Teams oder Schlüsselpersonen zum Wettbewerb, wie bereits in der Vergangenheit geschehen, zu einer Erosion von Mitarbeitern und Kundenbeziehungen führen. Basierend auf die finanzielle Stabilität sieht sich die WTS Advisory AG für die Bewältigung der künftigen Chancen und Risiken sehr gut aufgestellt. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 4. Erklärung gem. § 312 Abs. 3 S. 3 AktG Der Vorstand der WTS Advisory AG erklärt im Hinblick auf die im Abhängigkeitsbericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte und Maßnahmen in dem vom 01.07.2022 bis 30.06.2023 laufenden Geschäftsjahr, dass die WTS Advisory AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und nicht durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen benachteiligt wurde.
Stuttgart, 29. September 2023 Vorstand Dieter Becker Nikolaus Färber-Frottier Dirk Spalthoff BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WTS Advisory AG, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WTS Advisory AG, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WTS Advisory AG, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 19. Oktober 2023 HBS
GmbH
Wolfgang Hedel, Wirtschaftsprüfer Regine Köppel, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Insbesondere verweisen wir auf § 328 HGB. Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 01.07.2022 - 30.06.2023der WTS Advisory AG mit Sitz in StuttgartDer Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 01.07.2022 - 30.06.2023 einen umfassenden Überblick über die Lage der WTS Advisory AG sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle verschafft und die Geschäftsführung des Vorstands überwacht. Maßgebliche Grundlage dieser Überwachung waren die vom Vorstand vorgelegten schriftlichen Berichte über die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft. Außerhalb der Sitzungen, in denen der Vorstand für Rückfragen und weitere Erläuterungen zur Verfügung stand, ließ sich der Aufsichtsratsvorsitzende laufend durch den Vorstand über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und alle für die Gesellschaft wesentlichen Vorgänge informieren. Auf Grundlage der umfassenden Berichterstattung konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung durch den Vorstand überzeugen. Der Aufsichtsrat hat die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft begleitet und den Vorstand in diesem Zusammenhang beraten. Der Aufsichtsrat, welcher keine Ausschüsse gebildet hat, hielt im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Sitzungen ab, an denen auch jeweils Mitglieder des Vorstands teilgenommen haben. Im Rahmen dieser Sitzungen wurden alle für die Gesellschaft bedeutenden Angelegenheiten eingehend beraten und behandelt. Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert. Die HBS GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Gesellschaft für das am 30.06.2023 beendete Geschäftsjahr geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussunterlagen und der Bericht des Wirtschaftsprüfers wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Nach eigener Prüfung hat der Aufsichtsrat von den Prüfungsergebnissen zustimmend Kenntnis genommen und keine Einwendungen erhoben. An der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 30.01.2024 hat der Abschlussprüfer teilgenommen und über die wesentlichen Punkte seiner Prüfung berichtet. Er stand den Mitgliedern des Aufsichtsrats für Fragen zur Verfügung. Gegenstand der Prüfung durch den Aufsichtsrat war außerdem der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 01.07.2022 - 30.06.2023 aufgestellte Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht). Der Abhängigkeitsbericht wurde durch den Abschlussprüfer geprüft und mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:
Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats in der oben genannten Bilanzsitzung vor. Der Abschlussprüfer hat in dieser Sitzung auch über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts berichtet. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie gegen den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in der oben genannten Bilanzsitzung gebilligt und damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich auch dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Im Berichtszeitraum haben sich weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand personelle Veränderungen ergeben. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der WTS Advisory AG für ihre Leistung im Geschäftsjahr 01.07.2022 - 30.06.2023.
München, den 30. Januar 2024 Friedrich Esterer, Vorsitzender des Aufsichtsrates |
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