Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 3654
Eingetragen
13.1.2005
Branche
Spezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauBau von Gebäuden (ohne Fertigteilbau)Architekturbüros für Hochbau
Gegenstand
Betrieb eines Bauunternehmens (Hoch- und Tiefbau)

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Dezelak
seit 27.12.2012
Prokura
Andreas Kufer
seit 27.12.2012
Geschäftsführer
Mario Salvamoser
seit 14.1.2009
Prokura
Max Hechinger
seit 13.1.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Firma Kufer Verwaltungs GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Firma Kufer Verwaltungs GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hechinger Bau GmbH

Pfaffenhofen/Ilm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Gegenstand des Unternehmens

Die Hechinger Bau GmbH ist ein im Raum München und Ingolstadt tätiges mittelständisches Bauunternehmen. Das Leistungsspektrum umfasst vor allem den Hochbau (Wohnungsbau, öffentliche Bauten, Wirtschaftsbau). Der Schwerpunkt liegt im Gebäudeneubau.

Geschäftsverlauf 2023

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, die Sanktionen gegen Russland und die Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht wie zuvor die Coronakrise meistern können; gleichzeitig verschlechterten sich jedoch die zuvor stabilen politischen Rahmenbedingungen, die den Bauboom jahrelang gestützt hatten:

• Der Anstieg der Bauzinsen ab April 2022 von 1% auf 4%,

• eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen,

• unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, getriggert durch die politisch forcierte Umsetzung der Klimawende,

• sich ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, der Stopp von erst neuaufgelegten Fördermitteln und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung sowie

• die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel.

Dies alles hat dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Denn unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, die über einen mehrjährigen Horizont geplant und realisiert werden und die über Jahrzehnte zu finanzieren sind.

Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023 (nominal +6%, real -9%). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt: Der Umsatz ist real um 5,3% gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12% eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils "nur" mit real -1% zu dieser krisenhaften Entwicklung bei.

Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben für die Beschäftigung nicht ohne Folgen: Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus von plus 220.000 Beschäftigten auf 926.700 (2022), konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 lediglich konstant halten (927.700); trotz der geringen Nachfrage bemühen sich die Unternehmen, ihr Personal zu halten.

Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau: Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen per September 2023 um ca. 60% über dem Jahresdurchschnitt von 2020 und bei Bitumen um fast 75%. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45% über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, legte um über 60% zu. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten.

Inzwischen hat sich die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar abgeschwächt: Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7% (nach +16% in 2022), der Umsatz betrug 162,5 Mrd. € (real -5,3%; nominal +1,3%).

In den einzelnen Sparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab:

Im Wohnungsbau wurden 2023 für 260.000 Wohneinheiten (WE) Baugenehmigungen erteilt. Damit wurden etwa 100.000 WE weniger genehmigt als im Vorjahr (-27%; Mehrfamilienhäuser etwa -48.000 WE, somit -25%; Ein- und Zweifamilienhäuser -44.000 WE, somit -41%). Die Auftragsbestände sind 2023 real um fast 20% zurückgegangen; die Auftragspolster der Unternehmen sind weitgehend aufgebraucht.

Die Bauverbände gehen davon aus, dass 2023 etwa 271.000 WE fertiggestellt worden sind (Vorjahr: 295.300 WE). Der Umsatz im Wohnungsbau betrug 58 Mrd. Euro (nominal -6%, real -12%).

Im Wirtschaftsbau ist die Entwicklung zweigeteilt: Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. Euro (nominal -10% gg. Vorjahr). Die Auftragseingänge lagen 2023 im Wirtschaftshochbau im Minus, die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen.

Anders der Wirtschaftstiefbau: Hier gab es im gesamten Jahr 2023 deutliche Investitionsimpulse. Projekte der Mobilitätswende und auch der Energiewende sind an den Markt gegangen, Großprojekte im Öffentlichen Nahverkehr, aber auch für den Stromtrassen-Ausbau wurden beauftragt. Und die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau legte 2023 nominal um 26% zu.

Für 2023 lag der Umsatz im Wirtschaftshochbau bei 32,4 Mrd. Euro (real -6%), im Wirtschaftstiefbau bei 27,6 Mrd. Euro (real +5%). Der Wirtschaftsbau insgesamt erreicht 2023 somit einen Umsatz von 60 Mrd. Euro (nominal +5,5%, real -1,3%).

Auch der öffentliche Bau zeigte ein ambivalentes Bild: Insgesamt erreichte der Umsatz 2023 im öffentlichen Hochbau 9,4 Mrd. Euro (nominal +13%, real fast +6%). Im öffentlichen Tiefbau stiegen die Umsätze dagegen nur leicht auf 35 Mrd. Euro (nominal fast +4%, real -3%). Insgesamt hat der öffentliche Bau damit in 2023 gut 44 Mrd. Euro erreicht (nominal +6%, real -1%).

Geschäftsentwicklung der Hechinger Bau GmbH:

Als mittelständisches Unternehmen verfolgen wir eine nachhaltige Strategie und können dafür auf gut ausgebildetes, meist langjähriges Stammpersonal, eine hochwertige technische Ausstattung und eine ausgereifte Unternehmensstruktur mit mehreren Führungsebenen zurückgreifen. Dies führt zu einer hohen Reputation am Markt und langjährigen Kunden- und Lieferantenbeziehungen.

Zusätzlich profitiert unser Unternehmen von seiner zentralen Lage in der Wachstumsregion München-Ingolstadt. Statistiken lassen erwarten, dass die Einwohnerzahlen in unserem Einzugsgebiet weiter deutlich zunehmen werden.

Um das Kundenpotential in der wachsenden "Region 10" zielgerichtet und ortsnah zu erreichen, sind wir seit 2011 mit einer Niederlassung in Ingolstadt vertreten. Seit Eröffnung konnten durch die örtliche Präsenz zahlreiche neue Geschäftskontakte geknüpft und bestehende intensiviert werden. Im Geschäftsjahr 2023 trug die Niederlassung 37% zum Unternehmensumsatz bei.

Zunehmend problematisch wirkt sich für uns der Mangel an Fachkräften aus. Die eigenen Kapazitäten können im Personalbereich nur unter hohen Anstrengungen erhalten oder gar ausgebaut werden, was den ergänzenden Einsatz von Nachunternehmern erforderlich macht. Auch bei den Führungskräften können wir den bestehenden Bedarf nicht decken. So können Geschäftssparten nicht erschlossen oder ausgebaut werden, weil qualifiziertes Personal fehlt, das mit der operativen Leitung betraut werden kann. Besonders im Bereich der Poliere und Vorarbeiter wird sich dieser Mangel in den kommenden Jahren weiter verschärfen und nach Lösungen verlangen.

Im Hinblick auf die Ertragslage stellen wir fest, dass sich die Nachfrage nur dank hoher Anstrengungen im Jahresergebnis niederschlägt. Hohe Materialpreise, tarifliche Lohnsteigerungen sowie ein intensiver Preiswettbewerb in der Region drücken immer stärker auf unsere Umsatzrendite.

Umsatz und Auftragsentwicklung:

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung der in Ausführung befindlichen Bauvorhaben) blieb 2023 um 6% unter der Vorjahressumme. Im Vorjahreslagebericht ging die Geschäftsführung für 2023 von einer Gesamtleistung auf dem Niveau des Jahres 2022 aus.

Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 7%, der Bestand der in Ausführung befindlichen Bauvorhaben sank 2023 um 14%.

Ein Auftragsüberhang von 2 Monaten verspricht eine anfängliche Auslastung für das Frühjahr 2024.

Beschaffung:

Die Bestellung des Baumaterials erfolgt projektbezogen und zeitnah zum Einbau. Für geringe Bedarfsmengen halten die Baustofflager auf den Betriebsgrundstücken der Raiffeisenstraße 4 und Weingarten 1, Pfaffenhofen gängige Materialien vor. Nach deutlichen Preisanstiegen in den Vorjahren, stagnierten die Preise für Baustoffe und Nachunternehmerleistungen im Jahr 2023 oder gingen sogar leicht zurück. Während Baustahl günstiger gehandelt wurde, stiegen die Preise für Ziegel und Beton weiterhin.

Die Beschaffung unserer Hauptprodukte und Nachunternehmerleistungen wird im Unternehmen in der Abteilung Kalkulation/ Einkauf zu weiten Teilen zentral gesteuert. Ziel ist mit großen Posten unsere Verhandlungsposition gegenüber dem Baustoffhandel und unseren Subunternehmern zu stärken, Verhandlungen zu bündeln und durch die Reduzierung der Beschaffungsvorgänge Kosten im Lagerwesen und in der Verwaltung einzusparen.

Investitionen:

Der Betrag der Gesamtinvestitionen sank im Vergleich zum Vorjahr um 53% auf 637 T€ (Vorjahr 1.360 T€). Der geplante Investitionsumfang von 670 T€ wurde damit fast erreicht. Die Investitionen im Berichtsjahr betreffen insbesondere den Kauf eines gebrauchten Baukrans, die Installation einer Photovoltaikanlage an der Unternehmenszentrale sowie Ersatzbeschaffungen im Bereich des Fuhrparks.

Personalbereich:

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung und Auszubildende) lag 2023 mit 136 etwas unter Vorjahresniveau (2022: 142). Die Entlohnung erfolgte grundsätzlich durch Monatslohn bzw. Stundenlohn mit Arbeitszeitkonten. Die Vergütung der Arbeiternehmer erfolgte nach tariflichen Vorgaben. Zur Erhöhung der Produktivität werden zudem Prämien- und Akkordmodelle eingesetzt, die mit Erfolg als Anreizsysteme Einsatz finden.

Lage des Unternehmens

Vermögenslage:

Auf Grund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen Hechinger Bau GmbH (beherrschtes Unternehmen) und Kufer Verwaltungs GmbH (herrschendes Unternehmen) beträgt das Kapital der Hechinger Bau GmbH unverändert 1.346 T€. Durch eine Verringerung der Bilanzsumme von 12.130 T€ auf 9.954 T€ in 2023 stieg die Eigenkapitalquote auf 14%.

Zur Stärkung ihrer laufenden Liquidität stand der Hechinger Bau GmbH bislang ein durch Herrn Andreas Kufer ausgereichtes Darlehen in Höhe von 750 T€ zur Verfügung. Dieses Darlehen wurde 2023 zurückgeführt und durch einen Betriebsmittelkredit der Kufer Verwaltungs GmbH über 1.000 T€ und einer Laufzeit bis 31.12.2027 ersetzt.

Der Wert des Anlagevermögens lag Ende 2023 um 16% unter dem Vorjahresniveau. Durch die geringere Bilanzsumme erhöhte sich die Anlagenintensität dennoch von 33% auf 34%. Die Abschreibungen wurden nach gesetzlichen Vorschriften vorgenommen.

Das Umlaufvermögen ging um 1.573 T€ zurück. Dabei stehen den um 2.123 T€ gestiegenen Vorräten rückläufige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (-1.105 T€) und liquide Mittel (-2.591 T€) gegenüber. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden auf der Aktivseite aufgeführt.

Die Rückstellungen stiegen um 10% auf 1.820 T€. Ursächlich hierfür ist eine Erhöhung im Bereich der Nachlaufkosten. Die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten sank 2023 um 26% zum Vorjahr auf 6.779 T€. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus der Minderung der auf der Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Zahlungen auf Bestellungen und der sonstigen Verbindlichkeiten. Demgegenüber stand die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Minderung der sonstigen Verbindlichkeiten resultiert hauptsächlich aus der Rückzahlung des langfristigen Darlehens und aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Steuern.

Finanzlage:

Investitionen wurden auf Grund der guten Liquidität aus dem Barmittelbestand oder über das Mutterunternehmen Kufer Verwaltungs GmbH finanziert.

Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge sind im Wesentlichen durch erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen gedeckt.

Die liquiden Mittel reduzierten sich von 4.067 T€ auf 1.476 T€. Der Cash-Flow (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen) stieg von 4.027 T€ auf 4.554 T€.

Ertragslage:

Das Rohergebnis fiel mit 14.939 T€ um 1% geringer aus als im Vorjahr (15.063 T€).

Dabei wurden, den handelsrechtlichen Bilanzvorschriften entsprechend, zu erwartende Verluste bei der Bewertung der in Ausführung befindlichen Bauaufträge berücksichtigt. Die voraussichtlich zu realisierenden Gewinne wurden nicht angesetzt.

Der Personalaufwand reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 6% auf 8.475 T€.

Investitionsbedingt sind die Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um 7% angestiegen, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 7% zurückgegangen, was insbesondere auf den Rückgang der Aufwendungen für die Instandhaltungen und die Werkzeuge zurückzuführen ist.

Das EBIT des Unternehmens betrug 2023 3.384 T€ und lag damit um 16% über dem Vorjahreswert von 2.916 T€. Das EBT betrug 3.293 T€ (Vorjahr 2.845 T€). Der 2023 erwirtschaftete Gewinn von 3.268 T€ lag deutlich über dem im Vorjahreslagebericht prognostizierten Wert von 1.500 T€. Er wurde im Rahmen des gültigen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die Kufer Verwaltungs GmbH abgeführt. Die Ertragsteuerbelastung verlagert sich auf die herrschende Gesellschaft.

Gesamtaussage:

Insgesamt sind wir mit der Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 unter den Bedingungen sehr zufrieden. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Es bestehen keine Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden oder die Entwicklung beeinträchtigen.

Voraussichtliche künftige Entwicklung mit Hinweisen auf die wesentlichen Risiken und Chancen:

Prognose:

Die globalen Krisen, insbesondere die Kriege in der Ukraine und Gaza, und deren Folgen dominieren im Sommer 2024 die Themenlage. Hohe Materialkosten und besonders die gestiegenen Zinsen dämpfen die Nachfrage im Wohnungsbau, unserem Tätigkeitsschwerpunkt, deutlich. Der Wettbewerb um die verbleibenden Aufträge hat sich im Vorjahresvergleich deutlich intensiviert. Unser Ausblick beruht auf der gegenwärtigen Lage im August 2024:

Die geplanten Investitionen für 2024 sind mit ca. 460 T€ und damit deutlich niedriger als in den Vorjahren zu veranschlagen.

Die Preise für Nachunternehmerleistungen gingen bis zum Sommer 2024 leicht zurück. In Folge der schwachen Nachfrage dürfte diese Entwicklung für das laufende Jahr anhalten. Auch die Preise für Baustoffe stagnieren oder sinken in geringem Umfang. Wir nehmen auf Seiten der Industrie und des Baustoffhandels einen starken Wettbewerb um die geringe Nachfrage wahr. Im Bereich der Fertigteilhersteller nutzen mehrere unserer Lieferanten derzeit die Kurzarbeiterregelung, um ihre Kapazitäten zu reduzieren. Höhere Kosten je Stunde folgen aus dem Abschluss der Tarifparteien im Frühjahr dieses Jahres. Dieser ist zwar im Hinblick auf den inflationsbedingten Kaufkraftverlust der Arbeitnehmer gerechtfertigt, andererseits verteuert sich unsere Bauleistung abermals. Insgesamt betrachtet können wir unsere Leistung am Markt nicht für den Kunden spürbar günstiger anbieten, um daraus mehr Nachfrage zu generieren, sondern bleiben stark von den schon genannten äußeren Einflüssen abhängig.

Die Hechinger Bau GmbH ist "Tochter" einer Holdingstruktur mit der Kufer Verwaltungs GmbH, Raiffeisenstraße 4, 85276 Pfaffenhofen (KVG) als "Mutterunternehmen", deren Gesellschafter Herr Andreas Kufer ist. Durch einen bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag werden die Überschüsse der Hechinger Bau GmbH an die "Mutter" abgeführt und dort der Ertragsbesteuerung unterworfen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird für die Hechinger Bau GmbH mit einem positiven Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 800 T€ kalkuliert.

Risiken und Chancen:

- Branchentypische Risiken:

Für die branchenüblichen Gewährleistungsrisiken wurden Rückstellungen gebildet.

Die vertragsrechtlichen Risiken, insbesondere die Einhaltung der Regeln der Technik, neue DIN-Vorschriften, EU-Normen sowie allgemeine bauaufsichtsrechtliche Produktzulassungen werden durch organisatorische Vorkehrungen wie Schulungen, Fortbildungsmaßnahmen der verantwortlichen und zuständigen Mitarbeiter auf ein Minimum reduziert.

- konjunkturelle Risiken:

Die Einflussgrößen auf den Geschäftserfolg unseres Unternehmens sind vielfältig. Sowohl globale Faktoren als auch regionale Entwicklungen innerhalb der "Region 10" wirken sich auf die Nachfrage unserer Leistungen aus.

Global dämpfen die hohen Materialkosten und die gestiegenen Zinsen die Nachfrage im Wohnungsbau.

Regional ist unsere Wirtschaft in der "Region 10" stark mit der VW-Tochter AUDI verwoben. Sowohl die Stadt Ingolstadt und ihr Umland wie auch der ansässige Mittelstand profitieren unmittelbar oder mittelbar vom größten Arbeitgeber der Region. Der Strukturwandel hin zur Elektromobilität und zum autonomen Fahren ist in vollem Gange. Hersteller aus den USA und China erhöhen den Innovations- und Kostendruck auf die deutschen Hersteller. Es bleibt abzuwarten, wie gut AUDI für diese Aufgaben gerüstet ist, welche Rolle der bayerischen Marke künftig zukommen wird und wie sich Umstrukturierungen im VW Konzern auf den Standort Ingolstadt auswirken werden.

- finanzielle Risiken:

Dem Bonitätsrisiko der Kunden wird durch zeitnahe Anforderung von Abschlagszahlungen entsprechend dem Baufortschritt Rechnung getragen. Dennoch birgt die aufziehende Rezession in der Baubranche zusätzliche Ausfallrisiken für uns. Die vorvertragliche Prüfung unserer Kunden und Überwachung der Außenstände hat laufend zu erfolgen. Mögliche Ausfallrisiken berücksichtigen wir mittels Einzelwertberichtigungen.

Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

Risikobericht Finanzinstrumente

Zu den Finanzinstrumenten zählen originäre und derivative Finanzinstrumente. Ein Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt nicht. Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite die Forderungen und die flüssigen Mittel, auf der Passivseite die Verbindlichkeiten. Finanzanlagen bestehen nicht.

Nach der vorgenommenen Risikoanalyse der Finanzinstrumente bestehen aus heutiger Sicht keine Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung unseres Unternehmens von Belang sind.

 

Pfaffenhofen a. d. Ilm, 04.09.2024

gez. Andreas Kufer, Geschäftsführer

gez. Max Hechinger, Geschäftsführer

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.374.063,00 4.040.163,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.447,00 28.079,00
II. Sachanlagen 3.358.616,00 4.012.084,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 112.235,00 128.572,00
2. technische Anlagen und Maschinen 240.633,00 219.203,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.004.648,00 3.664.309,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.100,00 0,00
B. Umlaufvermögen 6.498.003,38 8.070.866,01
I. Vorräte 3.301.499,52 1.178.103,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.720.259,18 2.825.520,62
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 70.962,87 11.269,97
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.649.296,31 2.814.250,65
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.476.244,68 4.067.241,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 81.605,46 18.927,82
Summe Aktiva 9.953.671,84 12.129.956,83

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.345.816,48 1.345.816,48
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 1.245.816,48 1.245.816,48
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.820.412,27 1.661.529,50
C. Verbindlichkeiten 6.779.450,03 9.116.860,85
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63.622,13 126.556,61
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.408.489,43 2.951.263,26
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.307.338,47 6.039.040,98
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.993,06 5.750,00
Summe Passiva 9.953.671,84 12.129.956,83

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.939.115,31 15.063.207,85
2. Personalaufwand 8.474.982,27 9.021.226,29
a) Löhne und Gehälter 5.881.007,90 6.269.815,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.593.974,37 2.751.411,27
davon für Altersversorgung 967.926,53 1.019.978,35
3. Abschreibungen 1.285.994,98 1.196.969,10
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.285.994,98 1.196.969,10
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.794.510,27 1.928.884,88
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.315,30 7.334,61
davon aus verbundenen Unternehmen 2,14 17,59
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 99.825,34 78.086,79
davon an verbundene Unternehmen 78.718,98 49.110,96
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.080,41
8. Ergebnis nach Steuern 3.292.037,34 2.845.375,40
9. sonstige Steuern 24.461,72 15.765,27
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 3.267.575,62 2.829.610,13
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Hechinger Bau GmbH hat ihren Sitz in Pfaffenhofen/Ilm und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Ingolstadt (Reg.Nr. HRB 3654).

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss der Hechinger Bau GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Nutzungsdauern liegen im Wesentlichen zwischen 2 und 20 Jahren.

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2023 wurden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf den Vorjahresbestand wurden planmäßig fortgeführt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge werden mit den Herstellungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert erfasst. Die Herstellungskosten enthalten auch Verwaltungsgemeinkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Alle erkennbaren Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen angemessen Rechnung getragen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungsbildung erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Im Berichtsjahr ergeben sich aufgrund der Inanspruchnahme der nur steuerlich geltenden IT-Abschreibung und der Inanspruchnahme der degressiven Abschreibung in den Vorjahren Abweichungen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz, die aber aufgrund der bestehenden Organschaft nicht zu passiven latenten Steuern führen.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem am Ende des Anhangs beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von Euro 69.849,24 (Vorjahr: Euro 10.855,04) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von Euro 1.113,63 (Vorjahr: Euro 414,93) sonstige Forderungen.

Angaben zu sonstigen Vermögensgegenständen

Euro 10.517,06 (Vorjahr Euro 0,00) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Angaben zu Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten (bei den Werten in Klammern handelt es sich um die Vorjahreswerte).

Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr
Euro
über 1 Jahr
Euro
davon über 5 Jahre
Euro
Gesamt
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63.622,13 0,00 0,00 63.622,13
(62.934,48) (63.622,13) (0,00) (126.556,61)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.408.489,43 1.000.000,00 0,00 4.408.489,43
(2.951.263,26) (0,00) (0,00) (2.951.263,26)
sonstige Verbindlichkeiten 2.020.459,46 286.879,01 0,00 2.307.338,47
(4.959.020,49) (1.080.020,49) (750.000,00) (6.039.040,98)
Summe 5.492.571,02 1.286.879,01 0,00 6.779.450,03
(7.973.218,23) (1.143.642,62) (750.000,00) (9.116.860,85)

Von den Verbindlichkeiten sind Euro 201.287,50 (Vorjahr Euro 370.147,32) durch Sicherungsübereignung von beweglichen Wirtschaftsgütern besichert. Davon betreffen Euro 63.622,13 (Vorjahr: Euro 126.556,61) die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Euro 137.665,37 (Vorjahr: Euro 243.590,71) die sonstigen Verbindlichkeiten.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von Euro 62.194,83 (Vorjahr: Euro 73.708,84) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von Euro 4.346.294,60 (Vorjahr: Euro 2.877.554,42) sonstige Verbindlichkeiten.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Berichtsjahr Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 4.346.294,60 (Vorjahr: Euro 2.877.554,42) enthalten.

sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Miet- und Leasingverträge für unbewegliche und bewegliche Wirtschaftsgüter mit einem Jahreswert von TEuro 488.

Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem am Ende des Anhangs beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Außergewöhnliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEuro 184. Die sozialen Abgaben sind gemindert um die Rückerstattung von in früheren Jahren erhobenen Beitragszuschlägen zur Berufsgenossenschaft in Höhe von TEuro 82.

IV. Sonstige Pflichtangaben

Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung und Auszubildende):

Arbeitnehmergruppen Anzahl
Angestellte 25
Arbeiter 106
Aushilfen 5
136

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung übten im Geschäftsjahr aus:

Herr Andreas Kufer, Maurermeister

Herr Max Hechinger, Maurermeister

Die Angabe der Geschäftsführervergütungen unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von Euro 0,00, da der erwirtschaftete Gewinn in Höhe von Euro 3.267.575,62 aufgrund des am 14. Januar 2016 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die Kufer Verwaltungs GmbH abgeführt wird. Der noch vorhandene Gewinnvortrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Pfaffenhofen, 04.09.2024

gez. Andreas Kufer

gez. Max Hechinger

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
immaterielle Vermögensgegenstände 127.947,00 0,00 0,00 0,00 127.947,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 161.161,91 0,00 0,00 0,00 161.161,91
2. technische Anlagen und Maschinen 1.146.666,65 96.400,90 86.789,85 0,00 1.156.277,70
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.500.358,18 539.626,08 281.025,31 0,00 10.758.958,95
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.100,00 0,00 0,00 1.100,00
11.808.186,74 637.126,98 367.815,16 0,00 12.077.498,56
11.936.133,74 637.126,98 367.815,16 0,00 12.205.445,56
Abschreibungen Restbuchwert
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
immaterielle Vermögensgegenständen 99.868,00 12.632,00 0,00 112.500,00 15.447,00 28.079,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.589,91 16.337,00 0,00 48.926,91 112.235,00 128.572,00
2. technische Anlagen und Maschinen 927.463,65 73.840,90 85.659,85 915.644,70 240.633,00 219.203,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.836.049,18 1.183.185,08 264.923,31 7.754.310,95 3.004.648,00 3.664.309,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 1.100,00 0,00
7.796.102,74 1.273.362,98 350.583,16 8.718.882,56 3.358.616,00 4.012.084,00
7.895.970,74 1.285.994,98 350.583,16 8.831.382,56 3.374.063,00 4.040.163,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss der Hechinger Bau GmbH, Pfaffenhofen/Ilm, für das Geschäftsjahr 2023 wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hechinger Bau GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hechinger Bau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hechinger Bau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zudem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ingolstadt, 16. September 2024

RSV
Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Adelheid Ruhl, Wirtschaftsprüferin

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