REPRO Schneider GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Krieger seit 8.4.2021 | Geschäftsführer |
Dennis Epping seit 14.9.2018 | Prokura |
Goran Zubanovic seit 8.3.2002 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
4Fleet Group GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäftsmodell der GesellschaftDie 4Fleet Group GmbH (nachfolgend "4Fleet") akquiriert und betreut im Geschäftsbereich "4Fleet - Flottengeschäft" sowohl nationale Großkunden als auch Kunden in Österreich und der Schweiz und versorgt diese mit Fahrzeugreifen, Zubehör und den erforderlichen Serviceleistungen. Zu den Produktgruppen gehören PKW- und LKW-Reifen, die von den Großkunden wie Leasinggesellschaften, Flottengesellschaften und Speditionen bezogen werden. Das Flottengeschäft umfasst weiterhin die Zentralregulierung und Zentralfakturierung in Form eines "Account Service" und die damit verbundenen Dienstleistungen für Reifenhändler. Der Geschäftsbereich "Tyres and Systems" (TYSYS) befasst sich im Wesentlichen mit dem Vertrieb von Reifen, Felgen und Kompletträdern sowie Systemlösungen in den Bereichen Montage und Logistik für Autohersteller, Reifenhändler, Autohäuser und Kfz-Werkstätten. Sitz der Gesellschaft ist Köln. 2. Konjunktur- und Branchenumfeld 20231.1. Ökonomische Rahmenbedingungen Der Nahostkonflikt, Schwierigkeiten bei der Sicherung der Lieferketten und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland die wirtschaftliche Lage beeinflusst. Deutschland konnte dem Krisenmodus der letzten Jahre in 2023 nicht entfliehen und befindet sich in einer rezessiven Konjunkturphase. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt in den Jahren 2021 und 2022 wieder positive Wachstumsraten aufgewiesen hatte, war das Bruttoinlandsprodukt 2023 mit -0,3% rückläufig, wie das Statistische Bundesamt ermittelte. 1 Die weiterhin angespannte geopolitische Situation, die 2023 mit dem Nahostkonflikt noch mehr Unsicherheit erfuhr, eine lahmende Weltkonjunktur und hohe Zinsen können hier unter anderem als Ursachen für diese Entwicklung aufgeführt werden. Die restriktive Geldpolitik ist auf die hohe Inflation zurückzuführen, die in Deutschland im Jahr 2023 nach wie vor mit jahresdurchschnittlichen 5,9% 2 hoch ausfiel und damit unter dem Vorjahr (6,9%) lag. Infolge dieser hohen Inflation und einer damit einhergehenden Kaufkraftreduzierung für die Konsumenten war die Kaufzurückhaltung der Verbraucher in 2023 ausgeprägt. Dies spiegelte sich auch in dem von der ifo gemessenen Konsumklima, das in den ersten Monaten des Jahres zwar noch anstieg, aber recht bald stagnierte, wider. Das wiederum führte dazu, dass die meisten Wirtschaftsbereiche über eine sinkende Nachfrage und zunehmend geringeren Aufträgen berichteten. 3 "Für einen nachhaltigen Aufschwung der Konsumfreude ist es notwendig, bei den Ursachen der Verunsicherung anzusetzen und hier zu einer Lösung zu kommen. Konkret heißt das, dass zum einen weitere Schritte in Richtung Preisstabilität unternommen und zum anderen Lösungen für die diversen Krisenherde gefunden werden müssen", so die GfK in Ihrem Kommentar zum Konsumklima am Jahresende. 4 Die deutliche Konsumzurückhaltung kann somit als eine weitere wesentliche Ursache für die rezessive wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 aufgeführt werden. 5 Positiv in diesem schwierigen und herausfordernden Umfeld war dagegen die Arbeitsmarktsituation, die sich nach wie vor als robust zeigte: "Der Arbeitsmarkt erweist sich angesichts der wirtschaftlichen Schwächephase bis zuletzt als widerstandsfähig, auch wenn sich die Dynamik im Verlauf merklich abgeschwächt hat. Die Zahl der offenen Stellen ist laut Umfrageergebnis des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) trotz der konjunkturellen Flaute mit rund 1,7 Mio. weiterhin hoch. Trotz der verhaltenen BIP-Entwicklung hatte die Erwerbstätigkeit im Herbst 2023 erstmals 46,0 Mio. Personen überschritten und erreichte im Jahresdurchschnitt einen Wert von 45,9 Mio. Erwerbstätigen." 6 So fasste die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, dann auch im Januar zusammen: "Gemessen am Ausmaß der Belastungen und Unsicherheiten behauptet sich der Arbeitsmarkt aber nach wie vor gut: Erwerbstätigkeit und Beschäftigung sind so hoch wie nie zuvor und auch 2023 zählt zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung." 7 Fahrzeugmärkte PKW Markt Zum 1. Januar 2024 waren in Deutschland mit 49,1 Mio. Pkw rund 340 Tsd. mehr Fahrzeuge zugelassen als noch am 1. Januar 2023. In diesem vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) ausgewiesenen Gesamtbestand sind SUVs und die sogenannten Car Utilities mit enthalten, also Fahrzeuge die mit 4x4- bzw. Leicht-Lkw-Reifen ausgerüstet werden. Damit ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein Bestandsplus von rund +0,7%. Hinsichtlich der Aufteilung des Bestandes nach Segmenten stellen die Fahrzeuge der Kompaktklasse (23,2%/ -0,5%Pkt) weiterhin das mengenmäßig größte Segment dar gefolgt von Kleinwagen (17,7%/ -0,3%Pkt). Auf dem dritten Platz folgt erstmals das am stärksten wachsende Segment im Markt der SUVs (12,2%/ +1,2%Pkt), dass damit das Segment der Mittelklasse (11,7%/ -0,3%Pkt) ersetzt. Der Trend der letzten Jahre setzt sich fort und die Autos, die auf deutschen Straßen unterwegs sind, werden immer älter. Zum Stichtag 1. Januar 2024 war ein Auto in Deutschland im Durchschnitt 10,3 Jahre alt (Vorjahr: 10,0 Jahre). Mehr als eine Million (1,358 Mio./ Anteil: 2,8%) und damit 100 Tausend mehr als im Vorjahr der zugelassenen Autos sind inzwischen älter als 30 Jahre, das ist ein Anstieg von +8,0% gegenüber dem Vorjahr. 43,34 Mio. (88,3%) der PKW waren auf Privat-Personen zugelassen. Der Anteil der gewerblichen Halter stieg um +0,3%-Punkte auf 5,72 Millionen (11,6%). Benzin (61,6%) und Diesel (28,8%) sind nach wie vor die am häufigsten vorkommenden Antriebsarten, wenngleich der Bestand bei beiden Kraftstoffarten rückläufig ist im Vergleich zum Vorjahr. Einen vergleichsweisen niedrigen Anteil im Bestand stellen die alternativen Antriebsarten wie Elektrofahrzeuge (BEV) mit 2,9%, das sind rund 1,4 Mio. Fahrzeuge (+2,1% zum Vorjahr), oder Hybridfahrzeuge (5,9% Anteil, etwa 2,9 Mio. Fahrzeuge) dar. Beide Antriebsarten weisen mit Steigerungsraten von +39,1% (BEV) und +24,5% (Hybrid) gegenüber dem Vorjahr eine nach wie vor deutliche Wachstumsdynamik auf. 8 Neuzulassungen Im Jahr 2023 wurden mit 2,84 Mio. Neuwagen insgesamt +7,3% mehr Personenkraftwagen neu zugelassen als im Vorjahr. Das sind knapp 200 Tsd. mehr Neufahrzeuge als im Jahr 2022. Ausschlaggebend für den positiven Jahresabschluss waren hierbei die ersten acht Monate des Jahres. Im Herbst hat die Neuzulassungsdynamik aufgrund großer Kaufzurückhaltungen, beispielsweise durch gekürzte Förderungen für E-Autos, deutlich nachgelassen. 9 Mehr als zwei Drittel aller Neuwagen (67,1%, +12,4 %) wurden 2023 gewerblich und 32,8% (-1,9%) privat zugelassen. Es hat sich auch in 2023 der Trend fortgesetzt, dass SUV das Segment ist, dass in Deutschland die meisten Neuzulassungen verzeichnet. Insgesamt 30,1% der neu zugelassenen Pkw in Deutschland waren somit ein SUV. Das zweitstärkste Segment stellte mit einem Anteil von 16,3% die Kompaktklasse, gefolgt von den Kleinwagen mit 11,9% vor den Geländewagen mit 11,4% und der Mittelklasse mit 10,5%, dar. Den stärksten Zuwachs der Neuzulassungen verzeichneten im Jahr 2023 die Fahrzeuge der Oberklasse (+12,9%) und der Sportwagen (+12,7%). Hinsichtlich der Antriebsarten, so festigten benzinbetriebene Pkw's ihre führende Position im deutschen Markt mit einem Anteil von 34,4%, und damit 1,8 %-Pkt mehr als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass die staatliche Förderung von alternativen Antriebsarten im Jahr 2023 zurückgefahren wurde gegenüber dem Vorjahr. Dennoch konnten Elektro-Pkw's in 2023 ihren Marktanteil steigern auf 18,4% (Vorjahr 17,7%). Damit wuchsen die Neuzulassungen der Elektro- Pkw's im Vergleich zum Vorjahr um +11,4%. Anders das Bild bei hybridangetriebenen Fahrzeugen, deren Markanteil auf 29,5% zurückging (Vorjahr 31,2%). Dies ist auf den starken Rückgang der Plug-in Hybride zurückzuführen, deren Neuzulassungen um -51,5% gegenüber dem Vorjahr schrumpften. 10 Nutzfahrzeugmarkt Die Nutzfahrzeuge schlossen das Jahr 2023 ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. Die Neuzulassungsstatistik weist für Zugmaschinen mit 92.628 Fahrzeugen insgesamt einen Zuwachs von +8,4% aus. Darunter befinden sich 42.426 Sattelzugmaschinen, dies bedeutet ein Plus in Höhe von 30,1% gegenüber dem Vorjahr. Die Neuzulassungen der Lastkraftwagen (Lkw) stiegen um +14,5% auf 290.693 Fahrzeuge. Kraftomnibusse legten mit 5.493 Neufahrzeugen um +12,5% zu. 11 Fahrleistung Die Fahrleistung liegt im Jahr 2023 1,9% unter dem Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2022 und im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 3,2% gesunken. Im Laufe des Jahres 2023 ist ein Abwärtstrend der täglichen Fahrleistung zu erkennen. Während in der ersten Jahreshälfte der bereinigte 7-Tagesdurchschnitt weitestgehend über dem 24-Monatsdurchschnitt liegt, kehrt sich dies in der zweiten Jahreshälfte um und sinkt bis zu einem Indexwert unter 105 ab. 12 Zum ersten Mal übersteigt der Anteil der Fahrleistung, die von Fahrzeugen aus anderen Gebieten erbracht wird, den Anteil der Fahrzeuge aus dem jeweiligen Gebiet. Diese Analyse betrifft Fahrzeuge mit mindestens 4 Achsen, die auf Bundesautobahnen unterwegs waren. In den letzten Jahren verzeichnete dieser Trend der zunehmenden Fahrleistungsanteile der auswärtigen Fahrzeuge nur einen leichten Rückgang im Jahr 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie. Das Wachstum dieser auswärtigen Anteile war von 2022 bis 2023 um 0,6 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. 13 Reifenersatzmarkt PKW Der Absatz von Consumerreifen an Endkunden war im Jahr 2023 in Summe in etwa auf Vorjahresniveau (das GfK Handelspanel weist zwar ein Minus von -1,2% aus, das wdk Sell-out Panel hingegen ein Plus von +2,1% aus. Beide Quellen messen dabei ein deutliches Minus bei Sommerreifen und ein deutliches Plus bei Ganzjahresreifen). Der Sell-out liegt somit deutlich unter dem Vorkrisenniveau vor Ausbruch der Corona Pandemie. Mehrere Ursachen treiben diese Entwicklung. Der Trend zu Ganzjahresreifen hält unvermindert an. Im Jahr 2023 weisen Ganzjahresreifen ein deutliches Plus von +7,3% im GfK Handelspanel aus. Zur Steigerung der Bedeutung dieses Segments im Markt tragen neben dem gestiegenen Angebot, der deutlich wärmeren Winter im Zuge des Klimawandels auch die empfundenen Kostenvorteile aus Konsumentensicht gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bei. Zudem kommen Ganzjahresreifen dem zunehmenden Bedürfnis der Endverbraucher nach Komfort entgegen. Der Endverbraucher braucht für sein Fahrzeug nur noch einen Reifensatz statt zwei wie bei Winter- und Sommerbereifung. Zudem erzielt der Endverbraucher Zeit- und Kostenersparnisse, da die jährlich anfallende zweimalige Umrüstung entfällt. Dieser Trend nach Ganzjahresreifen wirkt sich allerdings negativ auf den Sommer- und auch Winterreifenabsatz aus. "Mehr Ganzjahresreifen sorgen nicht für Marktwachstum, weil insbesondere Fahrzeuge mit einer unterdurchschnittlichen Kilometerfahrleistung von den Verbrauchern mit Ganzjahresreifen ausgestattet werden. Ein häufiges Umrüsten ist dann nicht erforderlich, weil die Fahrzeuge aufgrund des Alters trotz niedriger Fahrleistung aus dem Markt genommen werden. Schnellerer Verschleiß als Kriterium für einen höheren Reifenbedarf greift nicht." 14 Weitere Ursachen des niedrigeren Sell-outs der letzten Jahre sind aber auch darin zu sehen, dass Homeoffice zugenommen hat und viele Besprechungen online stattfinden, so dass die Anzahl der Geschäftsreisen abgenommen hat. Hinzu kommt, dass die hohen Kraftstoffpreise, insbesondere in den letzten zwei Jahren, die Autonutzung hemmen. Gleichzeitig werden der ÖPNV und der Bahnverkehr durch staatliche Förderungen ("Deutschland-Ticket") für die Bevölkerung attraktiver. Die oben beschriebenen Faktoren führten zu einem deutlichen Rückgang bei Sommerreifen (GfK Handelspanel weist ein Minus von -6,4% aus). Winterreifen entwickelten sich besser als Sommerreifen (-4,4% im GfK Handelspanel, und beim wdk Sell-out Panel mit +0,4% eine nur leicht positive Tendenz). Die positive Entwicklung bei den Neuzulassungen sowie teilweise winterliche Bedingungen zur Umrüstphase Ende November und Anfang Dezember sind hier als Gründe für die nicht ganz so negative Entwicklung von Winter- im Vergleich zu Sommerreifen anzuführen. Ein zusätzlicher Faktor ist in der Vergleichsbasis zu sehen: Im Jahr 2022 hatten Winterreifen eine deutlich ausgeprägtere negativere Entwicklung als Sommerreifen, da die Auswirkungen des deutlichen Inflationsanstiegs auf das Konsumentenverhalten in der Herbstumrüstphase deutlich spürbarer waren als noch im Frühjahr 2022. Negativer als der Sell-out entwickelte sich 2023 der Sell-in (Sell-in = ETRMA Sell-in; ETRMA: E uropean T yre and R ubber M anufacturers Association - Absatz Industrie an den Handel ohne Importfabrikate), der im Berichtszeitraum um insgesamt -8,4% nachgab. Ein wesentlicher Faktor für die negative Sell-in Entwicklung ist darin zu sehen, dass der Handel noch recht hohe Lagerbestände zum Ende des Jahres 2022 aufwies, so dass der Handel im Jahr 2023 auf bestehende Lagervolumina zurückgreifen konnte und infolgedessen weniger Bedarf an Neuware der Industrie hatte. Hinzu kommt, dass die Importmarken, die nicht im ETRMA erfasst werden, auf Grund ihrer niedrigeren Preispositionierung im Jahr 2023 an Marktanteil gewonnen haben. Tabelle 1: Sell-in und Sell-out Entwicklung Consumerreifen im Jahr 2023
Reifenersatzmarkt LKW - Neureifen Der deutsche Lkw-Reifenersatzmarkt (Industrie an Handel) lag im Jahr 2023 mit -19,2% deutlich unter dem Vorjahr. Ausschlaggebend sind ein Zusammentreffen gleich mehrerer Einflussgrößen mit negativem Impakt: schlechte gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen, Rezession in der Bauindustrie, zurückgehende Reifenexporte, gesunkene Fahrleistung, hohe Lagerbestände und Fahrzeugneuzulassungen. Auch konjunkturell betrachtet ist die geopolitische Lage angespannt und damit hochgradig volatil. 15 Reifenersatzmarkt LKW - Runderneuerung Der Markt für runderneuerte Lkw-Reifen (Industrie an Handel) hat sich 2023 ebenfalls rückläufig entwickelt und liegt um -14,3% unter dem Niveau von 2022, wobei das Vorjahr nach der Corona-Pandemie noch auf einem relativ hohen Niveau lag. Für die Kaltrunderneuerung bedeutet dies einen Rückgang von -10,4%, für die Heißrunderneuerung einen Rückgang von -18,9%. 1.2. Unternehmensentwicklung 2023 und finanzielle Leistungsindikatoren Entwicklung der Branche Die 4Fleet ist mit ihrer Erfahrung und langjährigen Kundenbeziehungen ein relevanter Marktteilnehmer in der Branche. Die PKW-Neuzulassungen verzeichneten im Jahr 2023 mit 2,84 Mio. einen deutlichen Zuwachs von +7,3 % zu 2022. Der für die 4Fleet relevante Flottenmarkt gewinnt wie auch im Vorjahr zunehmend an Relevanz und steigert seinen Marktanteil zum Vorjahr von 33 % auf 34 % (Quelle: Dataforce - Neuzulassungen), was hiermit verbundene Wachstumschancen dieser Zielgruppe für den Reifenhandel untermauert. Erstmalig lagen die Neuzulassungen im relevanten Flottenmarkt mit 976.696 Neuzulassungen über den Neuzulassungen der Privatfahrzeuge und liegen über dem bisherigen Höchststand aus 2019 von rund 938.000 Fahrzeugen. Dies bedingte sich durch den hohen Auftragsbestand, da Firmenwagen auch in konjunkturell herausfordernden Zeiten regelmäßig erneuert werden. Im Gegenzug hierzu können Privatkunden den Kauf einen neues PKWs aufgrund der geringeren Laufleistung länger aufschieben. Die enge oligopolistische Ausprägung des Marktes führt zu anhaltendem Wettbewerbs- und in der Folge Ertragsdruck. Neben der Expansionsstrategie anderer Marktteilnehmer führt die Internationalisierung der Ausschreibungen von Leasinggesellschaften durch die Umsatzkonzentration zu weiterem Ertragsdruck. Das Geschäftsjahr 2023 war weiterhin geprägt von hoher Inflation, was zahlreiche Preiserhöhungen zur Folge hatte. Diese konnten, wie auch in 2022 weitestgehend an die Kunden der 4Fleet weitergegeben werden, was zu einer verbesserten Ertragslage geführt hat. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit Umsatzerlösen in Höhe von 145,1 Mio. Euro abgeschlossen. Damit wurde die Prognose um 13,4 Mio. Euro übertroffen. Die Ergebnisprognose für 2023 wurde insgesamt um 1,4 Mio. EUR übertroffen. Die finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen die Gesellschaft gesteuert wird, sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Steuern. Im internationalen Export-A Geschäft der 4Fleet lag der Umsatz von 20,4 Mio. Euro um 0,6 Mio. Euro unter der Prognose für 2023, während die Umsatzerlöse im lokalen Flottenbereich (inkl. Reifenleasing und Mobility Flatrate) um 5,5 Mio. Euro übertroffen wurden. Ausschlaggebender Grund für die nicht in dem Umfang prognostizierten Umsatzzuwächse waren Preiserhöhungen, die erfolgreich sowohl an PKW-als auch LKW-Flottenkunden weitergegeben wurden. Im Geschäftsbereich TYSYS wurden zudem 7,8 Mio. Euro Umsatzerlöse über Prognose erzielt. Die Entwicklung im OEM-Geschäft verlief dabei -3,4 Mio. Euro schlechter als prognostiziert, was auf das Auslaufen der Geschäftsbeziehung mit einem Großkunden zurückzuführen ist. Durch Zuwächse im Großhandel konnte dieser Effekt jedoch überkompensiert werden. Ertragslage Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr betrugen 145,1 Mio. Euro und liegen damit 19,7 Mio. Euro über Vorjahr. Die gestiegenen Umsatzerlöse setzen sich aus einer Umsatzsteigerung im Geschäftsbereich Flotten, einschließlich Reifenleasing und Mobility Flatrate von 8,1 Mio. Euro sowie im Geschäftsbereich TYSYS von 11,6 Mio. Euro zusammen. Im Consumer-Bereich der 4Fleet wurde der erwartete Umsatzzuwachs einhergehend mit geplanten Stückzahlsteigerungen durch Preiserhöhungen getrieben (+10,3 Mio. Euro). Im LKW-Bereich verzeichnete das internationale Export-A Geschäft eine nahezu konstante Umsatzentwicklung (-0,6 Mio. Euro). Auch das lokale LKW-Geschäft wächst im Umsatz durch Preiserhöhungen (+0,9 Mio. Euro) trotz niedrigerer Stückzahlen. Im Zuge des rückläufigen Geschäfts im lokalen Truck-Bereich sanken jedoch auch die Verlustausgleiche zum Vorjahr (-2,5 Mio. Euro). Die Steigerung im Consumer-Bereich ist überwiegend auf gestiegene Neuzulassungen und gestiegene Fahrleistungen (+2,1% BASt-Bundesanstalt für Straßenwesen) im Vergleich zum Vorjahr und dadurch erhöhten Reifenersatzbedarf der Bestandsfahrzeuge zurückzuführen. Gestiegene Neuzulassungen führten 2023 zu erhöhtem Neuausrüstungsbedarf der Winterkompletträder. Dies zeigt sich ebenfalls im Wachstum des relevanten Flottenmarktes von 12 % zum Vorjahr, der erstmals in puncto Neuzulassungen über denen des privaten Segmentes liegt. Der Umsatz im Geschäftsbereich LKW-Reifenleasing verringerte sich im Vergleich zum Vorjahresniveau. Grund hierfür ist, dass in diesem Geschäftsfeld nunmehr ein Kunde verbleibt, wobei alle weiteren Kunden mittlerweile in das 2020 neu eingeführte Mobility-Flatrate-Konzept überführt wurden. Im Bereich TYSYS lag der Umsatz mit den Original Equipment Manufacturer-Kunden (OEM) -37,4 % unter Vorjahresniveau. Die Verkäufe an den Großhandel konnten demgegenüber um 69,3 % gesteigert werden, was zu einem großen Teil auch auf das WSI-Geschäft (Wholesale Integration) mit der GG zurückzuführen ist. Dabei kauft die GG Reifen aus dem TYSYS Großhandel zurück, die dort nicht benötigt zu werden, um die eigene Verfügbarkeit zu optimieren. Damit ergibt sich insgesamt ein Umsatzzuwachs von 41,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Es sind im Geschäftsjahr 2023 Herstellungskosten in Höhe von 136,2 Mio. Euro angefallen. Sie liegen damit um 17,6 Mio. Euro über dem Vorjahr. Die Bruttomarge liegt somit mit 6,1 % um 0,7 %-Punkte über Vorjahr. Absolut lag das Bruttoergebnis mit 8,9 Mio. Euro rund 2,1 Mio. Euro über Vorjahr. Die Vertriebskosten bewegen sich mit 2,6 % vom Umsatz um 0,4 % unter dem Vorjahresniveau, die Verwaltungskosten bewegen sich auf Vorjahresniveau mit 0,3 %. Insbesondere die Steigerung des Bruttoergebnisses mit 2,1 Mio. Euro führte dazu, dass trotz gesunkener sonstiger betrieblicher Erträge und stark gestiegener Cash Pool Zinsen das Ergebnis nach Steuern mit 3,9 Mio. Euro um 1,3 Mio. Euro über dem Vorjahr liegt. Am 15. April 2010 wurde zwischen der 4Fleet und der GG ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Basierend hierauf wird das Jahresergebnis 2023 in Höhe von 3,9 Mio. Euro an die GG abgeführt. Export A-Geschäft Das Export A-Geschäft, dem Flottenbereich zugehörig, stellt für die 4Fleet lediglich die Weiterleitung von buy-back-Kosten an die Goodyear Operations S.A. (GYO) dar. Es fließen Erlöse und Aufwendungen aus dem Geschäft mit international agierenden LKW-Flottenkunden in Form von Umsatzerlösen und Herstellungskosten in die Gewinn- und Verlustrechnung der 4Fleet ein. Gegenüber 2022 sanken die Umsatzerlöse aus dem Export A-Geschäft um 0,6 Mio. Euro auf 20,4 Mio. Euro. Die Herstellungskosten entsprachen den Umsatzerlösen, sodass insgesamt ein Bruttoergebnis von 0 Euro erzielt wurde. Finanz- und Vermögenslage Seit 1. Januar 2010 ist die 4Fleet eingebunden in das europäische Cash Pooling der Goodyear Gruppe. Hierzu besteht zwischen der GYO und der 4Fleet ein Cash Pool Vertrag. Basierend auf diesem Vertrag besteht zum Stichtag eine Cash-Pool-Verbindlichkeit gegen die GYO in Höhe von 11,7 Mio. Euro (Vorjahr 16,6 Mio. Euro). Auch in den Folgeperioden ist die Finanzierung der Gesellschaft über das europäische Cash Pooling sichergestellt. Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2023 32,5 Mio. Euro (Vorjahr 33,8 Mio. Euro). Die Vorräte sind um 4,9 Mio. Euro auf 7,1 Mio. Euro gesunken. Im Geschäftsbereich TYSYS liegt die Ursache darin, dass im Vorjahresvergleich der Bestand für Kompletträder eines Großkunden aufgrund der auslaufenden Aktivitäten stark zurückgegangen ist. Auch im Großhandelsgeschäft wurden die aus dem Vorjahr übernommenen Bestände weiter reduziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 0,5 Mio. Euro auf 10,7 Mio. Euro, wobei der Verkauf von Forderungen (Factoring) um 2,0 Mio. anstieg. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf 14,3 Mio. Euro gegenüber 10,9 Mio. Euro im Vorjahr. Es bestehen keine speziellen Forderungsausfallrisiken. Für bestimmte Forderungen besteht eine Forderungsausfallversicherung, die risikoreduzierend wirkt. Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Mio. Euro auf 5,0 Mio. Euro gestiegen, wobei ein wesentlicher Anteil wie im Vorjahr auf Rückstellungen für Kundenboni mit 4,8 Mio. Euro (Vorjahr 4,0 Mio. Euro) entfällt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. Euro auf 4,9 Mio. Euro gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen bei 16,2 Mio. Euro (Vorjahr 20,0 Mio. Euro). Im Wesentlichen resultiert die geringere Verbindlichkeit gegenüber der GYO aus dem Cash-Pooling (-5,0 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 12,0 % gegenüber 11,6 % im Vorjahr, resultierend aus einer Reduzierung der Bilanzsumme. 1.3. Gesamtaussage der Geschäftsleitung Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Ergebnis nach Steuern deutlich über Vorjahr abgeschlossen. Die Umsatzerlöse liegen hierbei 15,7 % über Vorjahresniveau, während die Herstellungskosten um 14,9 % stiegen und sich im Verhältnis zu den Umsätzen auf ähnlichem Niveau zum Vorjahr bewegen. Die deutlich gesteigerten Umsatzerlöse im Flottengeschäft und die im Verhältnis dazu gleichmäßig niedrigeren Herstellungskosten führen zu einem 2,1 Mio. Euro höheren Bruttoergebnis. Dem gegenüber stehen konstante Vertriebs- und Verwaltungskosten in Höhe (-86 T Euro), was in der Summe ein um 1,3 Mio. Euro über Vorjahr liegendes Ergebnis vor Steuern zur Folge hat. 1.4. Nichtfinanzielle Parameter Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter, Mitarbeiter werden für die Gesellschaft von der GG zur Verfügung gestellt. Die GG beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 2.897 (Vorjahr 2.942) Mitarbeiter (ohne Auszubildende). Im Kalenderjahr 2023 wurden die tariflichen Entgelte zum 1. Oktober um € 60 erhöht (für Auszubildende um € 30). Für die Mehrbelastung aufgrund der gestiegenen Inflation erhielten die Beschäftigten im März und Juli 2023 eine Inflationsausgleichsprämie i.H.v. jeweils € 750. Auszubildende erhielten jeweils € 250. Das Unternehmen bietet individuelle und bedarfsorientierte Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter an, die eine äußerst positive Resonanz erfahren. Das Weiterbildungsprogramm der Gesellschaft legt den Fokus neben der Entwicklung von sogenannten "soft skills" und Führungskompetenzen insbesondere auf die Qualifizierung von fachlichen Fähigkeiten. Dazu gehören sowohl technisch spezialisierte Trainings für die Entwicklung und Produktion als auch Verkaufstechniken für den Vertrieb. Daneben gibt es speziell entwickelte Programme, die die im Unternehmen identifizierten Talente und High Potentials fordern und fördern. Das umfangreiche Ausbildungsprogramm der Gesellschaft erstreckt sich sowohl auf den gewerblichen als auch auf den kaufmännischen Bereich. Hier wird das klassische Ausbildungscurriculum durch ein unternehmensinternes Programm unterstützt, welches sich auf die Entwicklung der Persönlichkeit und der Sozialkompetenz konzentriert. Die krankheitsbedingte Abwesenheit im Geschäftsjahr 2023 betrug 4,55% und liegt damit unter dem Vorjahr (5,6%). 1.5. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 sind Umsatzerlöse i.H.v. 116,9 Mio. Euro geplant für 4Fleet und TYSYS (ohne Export-A Geschäft). Für das Export-A-Geschäfts wird mit Umsatzerlösen von 20,4 Mio. Euro gerechnet. Das Ergebnis nach Steuern der 4Fleet wird mit 2,6 Mio. Euro geplant, was einem Rückgang von -33 % gegenüber 2023 entspricht (-1,3 Mio. Euro). Insgesamt wird für 2024 mit leicht sinkenden Umsätzen gerechnet (-5 %). Dabei entwickelt sich der Consumer Bereich der 4Fleet rückläufig, was aus den im Budget angenommenen Stückzahlrückgängen von -2% resultiert. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) erwartet für 2024 ein Neuzulassungsvolumen von 2,65 Millionen PKW, was einem Rückgang von etwa 7 % vs. 2023 entspricht. In Anlehnung hieran enthält der im Dezember 2023 erstellte Plan der 4Fleet einen Stückzahlrückgang. Dieser fällt allerdings mit angenommenen -2,4% unter Gesamtmarktniveau aus, da die wachsende Bedeutung des relevanten Flottenmarktes berücksichtigt wurde. Auch im LKW-Geschäft werden rückläufige Umsätze erwartet. Wie auch in den Vorjahren wird mit voraussichtlich 100,4 Mio. Euro (inkl. 20,4 Mio. Euro Export A) der Großteil des Gesamtumsatzes durch den Geschäftsbereich "4Fleet - Flottengeschäft" erwirtschaftet werden. Um dies zu erreichen, ist für den Geschäftsbereich Flottengeschäft die Sicherung der Bestandskunden wichtigste Zielsetzung. Dies wird vor dem Hintergrund anstehender internationaler Ausschreibungen, die mit Preisdruck seitens der Kunden einhergehen, zur größten Herausforderung im Consumer-Bereich 2024. Darüber hinaus wird aber auch der Ausbau der Geschäftsanteile bei Bestandskunden in den Geschäftsbereichen der LKW-Flotten und Eigentumsflotten (PKW/LKW) eine Rolle spielen. Die geplante Umsatzverringerung ist auf die avisierten Stückzahlrückgänge zurückzuführen. Dies ergründet sich vor allem durch das Auslaufen der E-Autoprämie Ende 2022, was zu einem Sondereffekt im Jahresbeginn 2023 führte. Da Händler vermehrt Aufträge aus 2022 Anfang 2023 abgerechnet haben, erhöhte sich das Umsatzvolumen 2023 nicht periodengerecht. Außerdem sind leichte Preissenkungen im Consumer- und LKW-Bereich eingeplant. Der Geschäftsbereich TYSYS wird voraussichtlich 37,0 Mio. Euro Umsatz zum 4Fleet Jahresumsatz beitragen. Durch den Umzug der zentralen Logistik und der Komplettradmontage im Jahr 2024 entfällt das WSI-Geschäft mit der Goodyear Germany GmbH (GG). Die dadurch fehlenden Umsätze werden durch geplante Absatzsteigerungen im Großhandelsgeschäft teilweise ausgeglichen. Zudem wird angestrebt, auch den Komplettradabsatz im Vergleich zum Vorjahr wieder zu steigern. Ein weiteres Ziel wird darin bestehen, dem wachsenden Preisdruck standzuhalten, um die Erträge zu stabilisieren. Insgesamt wird mit steigenden Erträgen gerechnet, die aus den wachsenden Großhandels Aktivitäten resultieren, während die Erträge im OEM-Geschäft weiter zurückgehen werden. Der strategische Fokus im OEM-Segment wird auf der Gewinnung neuer Kunden liegen, während im Großhandel der Ausbau der Präsenz in den Reifenbörsen und die Optimierung der preislichen Positionierung im Vordergrund stehen. Chancen können sich weiterhin durch eine allgemeine Markterholung ergeben Demgegenüber müssen jedoch auch Risiken, aus der steigenden Inflation gesehen werden, die sich dämpfend auf die Nachfrageverhalten auswirken. Risikobericht Die Gesellschaft ist in das Risikomeldesystem des Goodyear Konzerns eingebunden. Zur Erkennung und Minimierung von wirtschaftlichen, rechtlichen und sonstigen Risiken hat die Geschäftsführung effiziente Planungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme implementiert, die über umfassende Planungs-, Entscheidungs- und Controllingprozesse die frühzeitige Identifikation von Risikopotenzialen und damit die Einleitung geeigneter Korrekturmaßnahmen gewährleisten. Darüber hinaus besteht ein standardisiertes Risikomanagementsystem zur Früherkennung von bestands- und entwicklungsgefährdenden Risiken bzw. zur Förderung der erfolgreichen Weiterentwicklung des Unternehmens. Dieses Risikomeldesystem beinhaltet auch Forderungsausfallrisiken, die aufgrund von wirtschaftlichen Entwicklungen auftreten können. Zusätzlich besteht eine Forderungsausfallversicherung im Konzernverbund, die hohe Risikosummen gegenüber einzelnen Kunden auffängt. Darüber hinaus wurde ein standardisiertes Risikomanagementsystem zur Früherkennung von bestands- und entwicklungsgefährdenden Risiken bzw. zur Förderung der erfolgreichen Weiterentwicklung implementiert. In Bezug auf Produkthaftungsrisiken ist die Gesellschaft in den weltweiten Versicherungsschutz des Goodyear Konzerns eingebunden. Die Liquidität wird im Wesentlichen über den europäischen Cash-Pool gewährleistet. Für die Zukunft sieht die Gesellschaft außer den für die Reifenbranche bestehenden konjunkturellen Risiken vor allem steigende Rohmaterialkosten sowie steigende Energiekosten als Einflussgröße, die aufgrund von langfristigen Verträgen nicht immer vollständig an die Kunden weitergegeben werden können. Nach zahlreichen Preiserhöhung 2023, die erfolgreich an die Kunden weitergegeben wurden, rechnet die 4Fleet im Jahr 2024 damit, dass Kostensteigerungen im verringerten Maße an Kunden weitergegeben werden können. Dies kann in der Folge zu Ertragsschmälerungen führen. Zudem sind Anpassungen der Vergütungen an Händler zwar in der Prognose für 2024 enthalten, könnten jedoch höher ausfallen als bisher geplant aufgrund massiver Kostensteigerungen seitens der 4Fleet-assoziierten Händler. Dies könnte in der Folge zu Ertragsschmälerungen führen. Die Konzentration der Leasinggesellschaften geht weiter voran. Der Markt zeigt bereits enge oligopolistische Strukturen, die sich in einer erhöhten Wettbewerbsintensität niederschlagen. Dies spiegelt vor allem der europäische Zusammenschluss von ALD und Leaseplan wider, der sich in Form erhöhten Preisdrucks auch auf die Lieferanten auswirken könnte. Eine Ausweitung des Ukrainekriegs und die einhergehende Energieverknappung hatten im Jahr 2023 zweifellos Einfluss auf das Preisgefüge des Flotten- und Komplettradmarktes. Zusätzliche negative Effekten werden zum derzeitigen Zeitpunkt nicht erwartet und sind nicht Teil der Prognose für 2024. Durch die Optimierung der Logistikprozesse wird TYSYS keine Geschäftsbeziehung zur GG mehr unterhalten. Durch die damit verbundenen Umstellungen besteht das Risiko einer zeitweilig eingeschränkten Verfügbarkeit, die sich negativ auf den Reifenabsatz auswirken könnte. Auch die Verlagerung der Komplettradmontage birgt das Risiko eingeschränkter Verfügbarkeit aufgrund von Anlaufproblemen. Insgesamt betrachtet gehen wir jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt von einer erfolgreichen Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Chancenbericht Chancen bestehen in den nächsten Jahren im Hinblick auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung durch den Ausbau der Geschäftsanteile bei Bestandskunden. Die Neukundenakquise in den Bereichen der PKW-Transporter und Nutzfahrzeugflotten ist nach wie vor im Fokus, kurzfristige Gewinne lassen sich allerdings kaum realisieren. Da so gut wie alle Fuhrparks Reifen und den dazugehörigen Service fest vergeben haben, kann Akquise im Flottengeschäft nur über Verdrängung erfolgreich sein. Weitere Chancen bestehen im Ausbau des Winterkomplettradgeschäftes. Die 4Fleet gilt hier als ausgewiesener Spezialist bei den Flottenbetreibern. Allerdings herrscht in diesem Segment ein Preisdruck, der dazu führt, dass nicht alle Ausschreibungen auch wirtschaftlich sinnvoll sind. An diesen Geschäften wird sich die 4Fleet nicht beteiligen. Darüber hinaus wird die geplante Ausweitung des Goodyear Retail Systems GmbH (GRS) - Partnernetzwerkes zu einer Umsatzsteigerung des Flottenumsatzes führen. Für den Geschäftsbereich TYSYS liegt auf lange Sicht weiteres Potenzial in einem intensivierten digitalen Marktauftritt und der Realisierung von weiterem Absatzpotential durch die verstärkte Zusammenarbeit mit den drei anderen Großhändlern der Goodyear. Darüber hinaus ergibt sich durch den Markteintritt mehrerer auf Elektrofahrzeuge spezialisierter Hersteller ein wachsender Bedarf im Kerngeschäftsbereich von TYSYS, der Ausstattung von Neufahrzeugen mit Winterkompletträdern. Die steigende Nachfrage nach Autoservicedienstleistungen stellt eine Chance dar. Der erzielte zeitliche Vorsprung vor den relevanten Wettbewerbern wird auch für das Reifengeschäft von Vorteil sein. Es ist davon auszugehen, dass der von den Leasinggesellschaften gewählte Autoservicedienstleister zukünftig auch den Reifenbedarf decken wird. Es ist unbedingt erforderlich, dass die GRS-Partner sich qualifizieren und weiterbilden, um für den steigenden Anteil elektrischer Flottenfahrzeuge Autoservice-Dienstleistungen anbieten zu können. Chancen liegen eindeutig in der Innovationskraft der Goodyear-Gruppe. Besondere Chancen im Hinblick auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung sind in Produktsegmenten zu erwarten, die Fahrzeugintelligenz und Reifenthemen miteinander verknüpfen. So ist z.B. die Pannenprävention mit den von Goodyear angebotenen Tools erheblich verbessert worden. Die marktweite Umsetzung wird weitere Absatzchancen bieten.
Köln, den 31. Mai 2024 4Fleet Group GmbH Die Geschäftsführung
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https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_038_811.html#:~:text=Wie%20das%20Statistische%20
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine AngabenDie 4Fleet Group GmbH, Köln, (nachfolgend "4Fleet"), eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln, HRB 37038, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 unverändert zum Bilanzstichtag des Vorjahres eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Alleingesellschafterin ist die Goodyear Germany GmbH, Hanau (GG). Zwischen der 4Fleet und der GG besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Basierend hierauf wird das Jahresergebnis an die GG abgeführt. 2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Das Anlagevermögen besteht ausschließlich aus technischen Anlagen und Maschinen, die im Zuge des Flottengeschäftes erworben werden und den Kunden für eine monatliche Nutzungsgebühr zur Verfügung gestellt werden. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer, angesetzt und linear auf Basis der in den Kundenverträgen festgeschriebenen Laufzeit abgeschrieben:
Anschließend gehen die Anlagen in Kundenbesitz über. Die Vorräte (ausschließlich Handelswaren) setzen sich zusammen aus Reifenbeständen für den Geschäftsbereich Reifenleasing, die zu (fortgeführten) Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Wertes zum Bilanzstichtag bewertet werden sowie für den Geschäftsbereich Tyres and Systems (TYSYS) mit Lagerbeständen für Komplettradkomponenten und Kompletträder, die zu Anschaffungskosten mit gleitenden Durchschnittspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet werden. Im Bereich Reifenleasing werden auf monatlicher Basis von den Leasingkunden Bestandsaufnahmen vorgenommen, indem diese melden, welche Fahrzeuge und Reifen aktiv sind (inklusive Kilometerstand) sowie die Fahrzeuge, die nicht mehr aktiv sind. Diese Meldungen erfolgen stets schriftlich. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Nominalwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Bei der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird die Pauschalwertberichtigung unverändert auf Basis einer rechnerisch ermittelten historischen Ausfallquote ermittelt. Der Ansatz der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nominalwerten gegebenenfalls abzüglich angemessener Wertberichtigungen. 3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang und werden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden sofern vorliegend gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Fremdwährungsumrechnung Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden imparitätisch bewertet: Sie werden mit den Entstehungskursen oder den niedrigeren (Forderungen) bzw. den höheren (Verbindlichkeiten) Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag umgerechnet. Zum Bilanzstichtag lagen keine Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährung vor. Verbundene Unternehmen Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen behandelt, die von der The Goodyear Tire & Rubber Company, Akron, Ohio/USA, beherrscht werden. Latente Steuern Es besteht ein umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerliches Organschaftsverhältnis mit der GG. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die GG als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaft sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie allein die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der 4Fleet im Abschluss der GG erfasst. III. Erläuterungen zu BilanzpostenAnlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den nachfolgenden Anlagespiegel:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Zum 31. Dezember 2023 weisen wir Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von T€ 10.377 (Vorjahr T€ 8.330) aus. Gegen die Goodyear Operations SA, Luxemburg (GYO), weisen wir Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 3.273 (Vorjahr T€ 1.994) aus. Weiteren verbundenen Unternehmen gegenüber bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 691 (Vorjahr T€ 598). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert € 500.000. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen haben sämtlich eine Laufzeit von unter einem Jahr und beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kundenboni in Höhe von T€ 4.835 (Vorjahr T€ 4.022). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung von T€ 3.892 (Vorjahr T€ 2.613) sowie Verbindlichkeiten aus umsatzsteuerlicher Organschaft in Höhe von T€ 99 (Vorjahr T€ 307). Aus dem Cash-Pooling weisen wir Verbindlichkeiten gegenüber der GYO von T€ 11.686 (Vorjahr T€ 16.641) aus. Weiteren verbundenen Unternehmen gegenüber bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 565 (Vorjahr T€ 395). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag T€ 2.418 (Vorjahr T€ 771). Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.917 (Vorjahr T€ 397) sind innerhalb eines Jahres fällig. Diese entfallen im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten gegenüber dem Factor in Höhe von T€ 1.686 (Vorjahr T€ 62) sowie kreditorischen Debitoren in Höhe von T€ 231 (Vorjahr T€ 335). Sonstige Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit größer als ein Jahr liegen aus Reifenleasing in Höhe von T€ 501 (Vorjahr T€ 374) vor. Es liegen keine sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit von größer als fünf Jahren vor. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren aus der Erbringung von Lieferungen und Leistungen an nationale Großkunden sowie Kunden in Österreich und der Schweiz für die Verkäufe von Fahrzeugreifen, Zubehör und den erforderlichen Serviceleistungen (Flottengeschäft), aus Einnahmen aus dem Reifenleasinggeschäft sowie aus dem Komplettradgeschäft "TYSYS". Es handelt sich um Netto-Umsätze nach Abzug von Erlösschmälerungen. Die Erlöse wurden in Höhe von T€ 116.790 (Vorjahr T€ 97.898) im Inland sowie in Höhe von T€ 28.277 (Vorjahr T€ 27.463) im europäischen Ausland erzielt. Die Aufgliederung nach Geschäftsbereichen ergibt sich wie folgt:
Materialaufwand (in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen enthalten) Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen enthalten Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von T€ 119.572 (Vorjahr T€ 98.245) und bezogene Leistungen (Montage- und andere Serviceleistungen) in Höhe von T€ 16.599 (Vorjahr T€ 20.293). Vertriebskosten Die Vertriebskosten resultieren wie im Vorjahr vor allem aus weiterbelasteten Personalaufwendungen der GG. Allgemeine Verwaltungskosten Die allgemeinen Verwaltungskosten resultieren vor allem aus weiterbelasteten Shared Service Leistungen für Verwaltungstätigkeiten der GG. Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge liegen im Wesentlichen in Höhe von T€ 37 für periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie für Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 13 vor. Im Vorjahr lagen sonstige betrieblichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 249 sowie Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 0,4 vor. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kurseffekte aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 17 (Vorjahr T€ 19). V. Sonstige AngabenAußerbilanzielle Geschäfte Die Gesellschaft nimmt seit dem 10. Dezember 2019 an einem Factoring Programm der Gesellschafterin mit einer Factoringgesellschaft teil. Das Programm hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024, wobei das Programm ausschließlich Forderungen gegen einen definierten Debitorenkreis betrifft. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen in Höhe von T€ 5.976 (Vorjahr T€ 4.071) verkauft. Mit diesem Programm wird die Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Das Risiko von Forderungsausfällen geht jeweils auf den Factor über. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestehen unverändert zum Vorjahr folgende zum 14. Januar 2028 auslaufende Kreditlinien bei einem Bankenkonsortium:
Die 4Fleet ist nicht Kreditnehmerin, haftet aber wie im Vorjahr, soweit gesetzlich zulässig, neben den anderen Gesellschaften des deutschen Goodyear Teilkonzerns für alle Ansprüche des Bankenkonsortiums aus den oben genannten Krediten und Kreditlinien. Ferner hat die 4Fleet als Sicherheit für alle Ansprüche des Bankenkonsortiums ihre bestehenden und zukünftigen Zahlungsansprüche gegen Kunden und Lieferanten abgetreten und ihre Bankkonten verpfändet. Die Haftungsverhältnisse stehen in Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft oder der von verbundenen Unternehmen. Auf Basis der zum Aufstellungszeitpunkt vorliegenden Informationen bezüglich der Bonität, des Zahlungsverhaltens und der wirtschaftlichen Situation der jeweiligen Hauptschuldner geht die Gesellschaft davon aus, dass diese die den Haftungsverhältnissen zu Grunde liegenden Verpflichtungen erfüllen können. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen wird daher als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von T€ 889 handelt es sich um Mietverpflichtungen gegenüber der Schwestergesellschaft Goodyear Retail Systems GmbH (GRS). Die Verpflichtungen weisen folgende Fristigkeit in € auf:
Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr waren 23 Mitarbeiter für die Gesellschaft tätig, die alle bei der GG beschäftigt sind. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern waren im Berichtszeitraum die folgenden Personen bestellt:
Bezüge der Geschäftsführung Den Geschäftsführern wurden von der Gesellschaft keine Bezüge gewährt. Sie erhalten ihre Vergütung von der GG für die bei der GG ausgeübte Tätigkeit. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die 4Fleet steht im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit mit anderen Unternehmen des Goodyear Konzerns in Beziehung. Alle Geschäfte sind unter marktüblichen Bedingungen zustande gekommen. Das Volumen der Transaktionen der 4Fleet mit den Konzernunternehmen ergibt sich wie folgt:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die für das Geschäftsjahr enthaltenen Aufwendungen für den Abschlussprüfer belaufen sich auf T€ 44 und betreffen ausschließlich das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen. Konzernkreis Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 hält die GG unverändert direkt 100 % der Anteile an der 4Fleet. Die GG und ihre operativen Tochtergesellschaften werden in den nach US-GAAP erstellten Konzernabschluss der Goodyear Europe B.V., Tilburg, Niederlande, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Dieser Konzernabschluss entspricht dem kleinsten Konsolidierungskreis. Zudem werden die Gesellschaften in den nach US-GAAP erstellten Konzernabschluss der The Goodyear Tire & Rubber Company, Akron, Ohio/USA zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Dieser Konzernabschluss entspricht dem größten Konsolidierungskreis. Dieser Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger unter "The Goodyear Tire & Rubber Company" veröffentlicht, was gemäß § 292 HGB zur Befreiung der GG von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses führt. Einführung der globalen Mindestbesteuerung Mit der Einführung der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung in Deutschland, die auf einer OECD-Initiative basieren, soll eine effektive Mindeststeuer in Höhe von 15% weltweit sichergestellt werden. Diese Vorschriften werden auch unter dem Begriff Pillar 2 gefasst. In Deutschland wurden die entsprechenden Regelungen (nachfolgend auch als MinStG bezeichnet) am 15.12.2023 durch den Bundesrat beschlossen und am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet. Somit sind diese Regelungen am 28.12.2023 in Kraft getreten und gelten erstmals für Abschlüsse, die nach dem 30.12.2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Für das Geschäftsjahr 2023 entsteht keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Es ist zu erwarten, dass sich auf die Gesellschaft zukünftig keine Auswirkungen durch die Anwendung dieser Gesetze ergeben werden. Ergebnisverwendung Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird das positive Jahresergebnis von € 3.891.501,83 an die GG abgeführt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht) Der Absatz der 4Fleet entwickelt sich in den ersten beiden Monaten 2024 im Consumer-Bereich zunächst etwas positiver als erwartet. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Händler mehr Aufträge als geplant aus 2023 Anfang 2024 abgerechnet haben. Auch der Truck-Bereich liegt entgegen dem geplanten Umsatzrückgang derzeit auf Vorjahresniveau. Es zeichnet sich ab, dass es für die Autohersteller zur Herausforderung wird das in den letzten Jahren deutlich gestiegene Preisniveau zu halten. Dem Kaufkraftverlust der Privathaushalte begegnen die Autohersteller mit taktischen Zulassungen, die derzeit 26% der Neuzulassungen ausmachen und sich dem Niveau von 2019 (28%) nähern. Der für die 4Fleet relevante Flottenmarkt ist in den ersten beiden Monaten mit einem Wachstum von 21% gestartet. Dies resultiert jedoch aus dem immer noch hohen Auftragsbestand, der nach Auslaufen des Umweltbonus voraussichtlich zurückgehen wird.
Köln, den 31.05.2024 Die Geschäftsführung Goran Zubanovic Dirk Krieger BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die 4Fleet Group GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der 4Fleet Group GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 4Fleet Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 31. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer ppa. Christopher Finke, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 03. Juni 2024 festgestellt. |
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