Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Auto Birne GmbH
An der Gartenanlage 6, 18209 Bad Doberan, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christina Dipl. Betriebswirtin Flößner seit 15.1.2015 | Geschäftsführer |
Uwe Birne seit 26.6.2006 | Geschäftsführer |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 14.29% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Auto Birne GmbHBad DoberanJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 4. Finanzielle Leistungsindikatoren III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten VI. Bericht über Zweigniederlassungen I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind im Neu- und Gebrauchtwagengeschäft insbesondere der Marken Volkswagen PKW und Nutzfahrzeuge sowie Audi tätig und bieten die entsprechenden Finanzdienstleistungsprodukte in Zusammenarbeit mit Volkswagen Financial Services an. Außerdem bieten wir die Wartung und Instandsetzung von Fahrzeugen sowie die Vermietung, um den Kunden mobil zu halten, an. Zu unseren Kunden zählen Firmen und Privatpersonen. 2. Forschung und Entwicklung Das Unternehmen übt als Handelsunternehmen keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit aus. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Automobilbranche bewegte sich 2023 in einem Spannungsfeld aus Chancen und Risiken. Zahlreiche wirtschaftliche Faktoren schufen sowohl neue Möglichkeiten als auch Herausforderungen. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt legte 2023 um moderate 1,5 % zu. Getrieben wurde dieses Wachstum vor allem durch die private Konsumnachfrage, die von einer allmählichen Erholung der Auslandsnachfrage begleitet wurde. Insbesondere der Automobilsektor profitierte von der robusten Konsumlaune der Verbraucher. Die Inflationsrate lag 2023 im Durchschnitt bei 4 %, was zu einem spürbaren Anstieg der Lebenshaltungskosten führte. Die Verbraucher reagierten darauf mit einem vorsichtigeren Konsumverhalten, das sich auch im Automobilsektor bemerkbar machte. Die erhöhten Preise für Autos und die gestiegenen Finanzierungskosten belasteten die Nachfrage. Die EZB setzte 2023 auf eine restriktive Geldpolitik, um die Inflation zu bekämpfen. Die damit verbundenen höheren Zinsen erhöhten die Finanzierungskosten für Konsumgüter wie Autos und könnten potenziell zu einem Rückgang der Nachfrage führen. Der deutsche Automarkt war 2023 von einem starken Kontrast geprägt: Elektrofahrzeuge erzielten mit einem Marktanteil von über 25 % ein Rekordjahr, während der Absatz von Verbrennern aufgrund verschärfter Umweltauflagen und veränderter Kundenpräferenzen stagnierte. Die Automobilindustrie befand sich 2023 in einem rasanten Wandel, getrieben vor allem von Elektrifizierung und autonomer Fahrtechnologie. Hersteller investierten massiv in Forschung und Entwicklung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Strengere Umweltauflagen und Förderprogramme für Elektrofahrzeuge prägten 2023 den regulatorischen Rahmen für die Automobilindustrie. Hersteller mussten sich an diese neuen Rahmenbedingungen anpassen. Globale Lieferkettenstörungen, insbesondere bei Halbleitern und Batterien, belasteten die Automobilproduktion 2023. Hersteller sahen sich gezwungen, ihre Produktionspläne anzupassen. Der Wettbewerb in der Automobilindustrie verschärfte sich 2023 durch den Eintritt neuer, technologieorientierter Wettbewerber. Traditionelle Hersteller sahen sich einem steigenden Innovationsdruck ausgesetzt. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein prägten das Verbraucherverhalten 2023. Kunden entschieden sich zunehmend für Elektrofahrzeuge und flexible Mobilitätslösungen. Marktanteilanalyse 2023 nach Herstellern: Im Jahr 2023 erlebte der Automobilmarkt in Deutschland einen intensiven Wettbewerb und Veränderungen im Verbraucherverhalten. Diese Analyse bietet einen Überblick über die Marktanteile der bedeutendsten Fahrzeughersteller in Deutschland sowie deren Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Gesamtmarktübersicht: Der Gesamtabsatz von Neuwagen in Deutschland belief sich im Jahr 2023 auf etwa 2,8 Millionen Fahrzeuge, was einem Anstieg von 5 % im Vergleich zu 2022 entspricht. Der Anteil der Elektrofahrzeuge (EVs) am Gesamtmarkt erhöhte sich auf über 25 %, während die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor weiterhin rückläufig war. Marktanteile nach Herstellern: Die Marktanteile der führenden Automobilhersteller im Jahr 2023 sind wie folgt:
Analyse der Marktanteile: Volkswagen bleibt trotz eines leichten Rückgangs des Marktanteils der größte Automobilhersteller in Deutschland. Das Unternehmen sieht sich jedoch Herausforderungen bei der Umstellung auf Elektromobilität sowie dem zunehmenden Wettbewerb durch neue Anbieter gegenüber. Zusammenfassung der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen: Im Jahr 2023 boten die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen sowohl Herausforderungen als auch Chancen für die Auto Birne GmbH. Zwar hatten Inflation und steigende Zinsen potenziell negative Auswirkungen auf die Kaufkraft der Verbraucher, jedoch eröffnete das Wachstum im Bereich der Elektromobilität vielversprechende Möglichkeiten zur Expansion unseres Geschäftsmodells. Die Anpassung an technologische Veränderungen sowie eine proaktive Reaktion auf regulatorische Anforderungen werden entscheidend sein, um unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Die Auto Birne GmbH plant, weiterhin in innovative Lösungen zu investieren und unsere Dienstleistungen an die Bedürfnisse unserer Kunden anzupassen, um auch in einem dynamischen Marktumfeld erfolgreich zu bleiben. Im nächsten Abschnitt des Lageberichts werden wir die spezifischen Entwicklungen innerhalb der Auto Birne GmbH im Jahr 2023 genauer betrachten. 2. Geschäftsverlauf Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds können wir auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die Auto Birne GmbH verzeichnete 2023 einen Anstieg der Neuwagenauslieferungen um 7,34 %, von 354 Fahrzeugen im Jahr 2022 auf 380 im Jahr 2023. Die ausgelieferten Neuwagen verteilen sich prozentual wie folgt: 31,1 % Audi, 26,8 % Volkswagen Nutzfahrzeuge und 42,1 % Volkswagen PKW. Im Jahr 2023 konnten wir den Verkauf von Jahres- und Gebrauchtwagen um 22,36 % im Vergleich zum Vorjahr steigern, von 416 auf 509 Fahrzeuge. Dieser Zuwachs ist auf die verbesserte Verfügbarkeit von Jahreswagen der VW AG und die Optimierung unserer Vertriebswege zurückzuführen. Aufgrund anhaltender Preissteigerungen im Gebrauchtwagensegment stieg der Rohgewinn um 34,16 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Lohnerlös erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 16,92 % sowie der Erlös aus Originalteilen um 14,31 %. Unser Geschäftsfeld NORA hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2015 fest im Unternehmen etabliert und zeigt eine positive Entwicklung. Insgesamt verzeichneten wir im Jahr 2023 eine Umsatzsteigerung um 18,8 %. Die Umsatzerlöse haben sich wie erwartet gegenüber dem Vorjahr stark erhöht. Trotz der Steigerung der Erlöse hat sich das Jahresergebnis um 57,5 % gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert, insbesondere durch die Entwicklung der Drohverlustrückstellung. Die Erhöhung der Rückstellung in 2023 führte zu Aufwendungen von TEUR 116, wobei das Ergebnis in 2022 positiv durch die Abnahme der Rückstellung beeinflusst wurde (Erträge von TEUR 415). Weiterhin wurden in 2022 die Ergebnisse der durchgeführten Betriebsprüfung der Jahre 2017 bis 2019 eingearbeitet, wodurch Erträge von TEUR 117 berücksichtigt wurden. Zudem führte eine Erhöhung der Materialquote zu einer Verschlechterung des Betriebsergebnisses in 2023 (siehe auch 3. a) Ertragslage). Unsere Beschäftigungslage ist kontinuierlich als gut zu bezeichnen. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. a) Ertragslage Unsere wesentlichen Ergebnisquellen stellen die Bereiche Verkauf Neu- und Gebrauchtwagen sowie das Werkstattgeschäft dar. Unsere Umsätze hängen hier stark von der Sortimentspolitik und Lieferfähigkeit der Autohersteller ab. Der Rohgewinn ist um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Materialaufwand erhöhte sich überproportional zum Umsatz um 24,8 %. Dadurch erhöhte sich die Materialquote in 2023 von 77,5 % auf 81,5 % und ist damit wieder auf dem Niveau von 2021. Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 7,1 % gesunken, insbesondere durch einen Rückgang der durchschnittlichen Arbeitnehmeranzahl. Die Personalaufwandsquote hat sich von 8,8 % in 2022 auf 6,9 % in 2023 verringert. Das wachsende FD-Geschäft (Leasing, Finanzierung, Wartungsverträge, Versicherungen, Reifenpakete) sichert uns in nachhaltiger Weise das Geschäft für die nächsten Jahre. b) Finanzlage Unsere Finanzlage wird als stabil eingestuft. Unser Finanzmanagement gewährleistet, dass Verbindlichkeiten stets fristgerecht beglichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele eingezogen werden. Im Jahr 2023 wurden die Innenausstattung bei Volkswagen erneuert und die Beleuchtungsanlage in der Werkstatt ausgetauscht. Weiterhin haben wir Photovoltaikanlagen erworben, um uns alternative Einnahmen zu sichern, die nicht so stark vom Wettbewerb beeinflusst werden. Für 2024 planen wir die Erneuerung der Beleuchtung im VW-Schauraum sowie die Anschaffung neuer Werkzeuge für unseren Hochvolt-Batteriestützpunkt. Langfristige Anlagen, abgesehen von Vorführwagen, sind durch Eigenkapital finanziert. Der Bestand an Vorführwagen wird durch einen Rahmenkreditvertrag der Volkswagenbank GmbH unterstützt, wobei Einzelfinanzierungen beim Verkauf der Fahrzeuge abgelöst werden. Unser kurzfristiges Vermögen übersteigt die kurzfristigen Verbindlichkeiten. c) Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist gut. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzbereich stabil. Das langfristig gebundene Vermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 457 auf TEUR 1.487 erhöht. Die Erhöhung betrifft im Wesentlichen den Erwerb von Photovoltaikanlagen. Das mittel- und kurzfristig gebundene Vermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,3 % erhöht. Ursache hierfür ist insbesondere die Erhöhung des Vorratsbestandes. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umschlagshäufigkeit der Forderungen, Umsatzrendite und die Liquidität 3. Grades heran. Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen gibt an, wie oft sich der durchschnittliche Forderungsbestand in einer Periode umgeschlagen hat. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Die Liquidität 3. Grades gibt an, wie hoch die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch langfristige Vermögensgegenstände gedeckt sind. Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen beträgt im Geschäftsjahr 2023 16,0 (2022 14,8). Die Umsatzrendite beträgt im Geschäftsjahr 3,1 % (2022 6,8 %). Die Liquidität 3. Grades beträgt 135,3 % und ist damit um 1,3 Prozentpunkte geringer als im Vorjahr. Alle Kennziffern sind im positiven Bereich und zufriedenstellend. III. Prognosebericht Die Gesellschaft plant keine wesentlichen Veränderungen. Wir bewerten die zukünftige Entwicklung des Unternehmens jedoch optimistisch. Für unsere Planung im Jahr 2024 rechnen wir mit einer moderaten Umsatzsteigerung aufgrund des Anstiegs des allgemeinen Preisniveaus. Dies ist jedoch schwer vorhersehbar aufgrund der unberechenbaren Dynamik der Weltwirtschaft, bedingt durch den fortdauernden Ukraine-Konflikt und die damit einhergehende Kaufzurückhaltung, insbesondere in Zusammenhang mit der Energiekrise. Die anhaltende Rezession in der deutschen Wirtschaft beeinflusst das Kaufverhalten unserer Kunden weiterhin negativ. Obwohl das Zinsniveau leicht gesunken ist, gestaltet sich die Prognose für Umsatz und Gewinn im Jahr 2024 als äußerst herausfordernd. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir auch künftig in der Lage sein werden, unseren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Den erwarteten Umsatzsteigerungen stehen starke Preissteigerungen bei den Kosten gegenüber, weshalb wir für 2024 mit einem Ergebnis rechnen, das auf dem Niveau von 2023 liegen wird. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Im Jahr 2023 wurden rund 2,8 Millionen PKW neu zugelassen. was einen Anstieg von 7,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Knapp die Hälfte aller PKW (48,5 %) hatten einen alternativen Antrieb. Der Anteil der vollelektrischen PKW (BEV) stieg um 11,4 %, trotz Entfall der staatlichen Prämien. Trotz der positiven Entwicklung in 2023 geht das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) von einem Rückgang der Neuzulassungen in Zukunft aus. Laut Prognose rechnet der Verband mit rund 2,65 Mio. Neuzulassungen für 2024, also etwa 200.000 Neuwagen weniger. Die gestiegenen Herstellungskosten und die realverfügbaren Einkommen der Privatkunden stehen im Widerspruch zueinander, sodass der Fahrzeugkauf hinausgezögert werden könnte. Es bleibt abzuwarten, ob die Bundesregierung die Förderung von E-Mobilen reaktiviert, damit der Umstieg auf die Elektromobilität wieder attraktiver wird. Für das Gebrauchtwagengeschäft sieht der ZDK einen leichten Aufwärtstrend von 6,2 Millionen Zulassungen in 2024 (Vgl. 2023: 6,0 Millionen Zulassungen). Ertragsorientierte Risiken: Die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland ist von Unsicherheiten geprägt, insbesondere durch geopolitische Spannungen und mögliche Rezessionen. Diese Faktoren können das Konsumverhalten der Kunden negativ beeinflussen und zu einem Rückgang der Neuwagenverkäufe führen. Auch das steigende Zinsniveau könnte die Finanzierungskosten für Verbraucher erhöhen und somit die Nachfrage nach Neuwagen und Leasingangeboten dämpfen. Dies könnte insbesondere den Absatz im mittleren Preissegment beeinträchtigen. Der Übergang zur Elektromobilität erfordert erhebliche Investitionen in neue Technologien und Infrastruktur. Händler müssen sich anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, was mit finanziellen Belastungen verbunden sein kann. Die voranschreitende Digitalisierung bringt hohe Investitionskosten in EDV mit sich, jedoch auch eine mögliche Effizienzsteigerung der Arbeitsabläufe. Der Automobilhandel ist durch einen hohen Wettbewerbsdruck gekennzeichnet. Neue Marktteilnehmer, insbesondere im Bereich der Elektromobilität und des Online-Verkaufs, könnten bestehende Händler unter Druck setzen und Marktanteile abnehmen. Händler müssen innovative Verkaufsstrategien entwickeln und ihre Dienstleistungen anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Automobilhandel in Deutschland steht im Jahr 2024 vor einer Vielzahl von Risiken, die sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus technologischen und regulatorischen Entwicklungen resultieren. Um diesen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, ist es entscheidend, dass Unternehmen proaktive Strategien entwickeln, um ihre Resilienz zu stärken. Dazu gehören Investitionen in digitale Technologien, Anpassungen an sich verändernde Marktbedingungen sowie eine klare Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Kundenzufriedenheit. Die Fähigkeit zur Anpassung an diese Risiken wird entscheidend dafür sein, wie gut Unternehmen im Automobilhandel in Deutschland im Jahr 2024 und darüber hinaus abschneiden können. Eine kontinuierliche Überwachung der Risikolandschaft sowie eine flexible Unternehmensstrategie sind unerlässlich, um langfristigen Erfolg sicherzustellen. Finanzwirtschaftliche Risiken: Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, sind nicht vorhanden. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. 2. Chancenbericht Der deutsche Automobilhandel steht 2024 vor spannenden Herausforderungen und Chancen, die durch technologische Innovationen, sich verändernde Verbraucherpräferenzen und eine zunehmende Umweltbewusstheit geprägt sind. Der Markt befindet sich in einem Wandel, der sowohl traditionelle als auch neue Akteure betrifft. Durch das Programm der Volkswagen AG "way to zero" und weitere Maßnahmen stellt sich der Konzern neu auf, um zukünftig nachhaltige Mobilität zu schaffen und so den Anforderungen der Märkte gerecht zu werden. Für 2024 planen VW PKW, VW-Nutzfahrzeuge und Audi den Ausbau der BEV- und PHEV-Palette wie z.B. mit dem neuen Audi Q6 e-tron. Es wird auch neue Verbrenner Modelle geben, wie die Neuauflage des VW Passat oder den neuen VW Tayron. Mit diesem Mix sehen wir uns auch in Zukunft breitgefächert aufgestellt, um die Bedürfnisse unserer Kunden bedienen zu können. 3. Gesamtaussage Wir erkennen weiterhin Risiken für die zukünftige Entwicklung in einem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld sowie in Bezug auf die Kaufkraft. Es ist zudem entscheidend, das Kaufverhalten unserer Kunden hinsichtlich Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zu beobachten, da die Nachfrage nach alternativen Antriebssystemen stetig zunimmt. Der Online-Vertrieb wird an Relevanz gewinnen, und die Entwicklung der Zinssätze könnte uns vor Herausforderungen stellen. Allerdings sind wir aufgrund unserer finanziellen Stabilität gut aufgestellt, um möglichen zukünftigen Risiken zu begegnen. Derzeit sind uns keine Risiken bekannt, die die Existenz des Unternehmens gefährden könnten. Wir verfolgen die Entwicklungen in Bezug auf die Ukrainekrise weiterhin und sind überzeugt, dass wir durch unterschiedliche Maßnahmen diese Herausforderungen ohne nennenswerte Umsatzeinbrüche oder Ertragseinbußen bewältigen können. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Im Unternehmen werden hauptsächlich folgende Finanzinstrumente verwendet: Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft kann auf einen solventen Kundenstamm zurückblicken, wobei Forderungsausfälle die Ausnahme darstellen. Zudem pflegen wir eine langjährige Zusammenarbeit mit vielen unserer Kunden. Verbindlichkeiten werden in der Regel fristgerecht beglichen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Kreditlinien bei der VW-Bank, die für die Bestandsfinanzierung verantwortlich ist. Das Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist es, den Unternehmenserfolg vor finanziellen Risiken zu schützen. Bei der Verwaltung der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikostrategie. Bei erkennbaren Ausfall- oder Bonitätsrisiken im Zusammenhang mit finanziellen Vermögenswerten werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken setzen wir auf ein effektives Debitorenmanagement und sind durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Zudem prüfen wir die Bonität potenzieller Kunden vor dem Eingehen neuer Geschäftsbeziehungen umfassend. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Bad Doberan, den 30. Januar 2025 Uwe Birne Christina Flößner BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Auto Birne GmbH mit Sitz in Rostock, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Rostock unter der Nummer HRB 5590, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Vermögensgegenstände (Anschaffungskosten bis EUR 800,00) werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Nebenkosten (Aufarbeitung bzw. andere werterhöhende Maßnahmen) bzw. zu niedrigeren Tageswerten aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für das allgemeine Zins- und Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Dieser wird saldiert mit den Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen ausgewiesen. Die hierfür notwendigen Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Für die Berechnungen wurden die folgenden Annahmen getroffen:
Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme mit dem Erfüllungsbetrag gebildet. Das Vorsichtsprinzip wurde hierbei beachtet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wird die sich daraus resultierende Steuerbelastung passiviert und aktiviert. Eine Saldierung erfolgte nicht. 3. Erläuterungen zur Bilanz Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 227.857,00 (Vorjahr: EUR 239.385,00) und resultiert aus der Aktivierung latenter Steuern. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 3, Seite 8) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt DM 500.000,00 (EUR 255.645,94). Pensionsrückstellungen Es besteht eine Pensionszusage. Die Gesellschaft hat zur Finanzierung der Pensionsverpflichtung Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen und diese an den Anspruchsberechtigten verpfändet. Die Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen wurden zum Zeitwert mit der PUC-Methode bewertet und betragen zum 31. Dezember 2023 EUR 363.809,25. Für die Saldierung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Die Pensionsrückstellung beträgt EUR 1.030.177,00 mit einem Abzinsungssatz von 1,82 % (10-Jahres-Durchschnitt). Mit einem Abzinsungssatz von 1,74 % (7-Jahres-Durchschnitt) ergibt sich eine Rückstellung von EUR 1.044.318,00. Daraus resultiert ein Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von EUR 14.141,00. Dieser Betrag wurde bei der Ermittlung des Gesamtbetrags, der der Ausschüttungssperre unterliegt, berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von TEUR 325 sowie Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 127 enthalten, die im Geschäftsjahr bilanziert wurden. Verbindlichkeiten
Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden folgende Sicherheiten gestellt: - (Raum-) Sicherungsübereignung sämtlicher Fahrzeugbestände, - Sicherungsübereignung sämtlicher Einrichtungsgegenstände, Maschinen und maschineller Anlagen gemäß Raumsicherungsübereignungsvertrag, - eingetragene Briefgrundschulden, - eingetragene Buchgrundschulden, - selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaften, - Sicherungsübereignung des Bestandes an Ersatz- und Austauschteilen sowie Zubehör gemäß Raumsicherungsübereignungsvertrag. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Latente Steuern Die aktiven und passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 3.806,21 (Vorjahr: EUR 283,58) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.000,00) enthalten. Weiterhin sind die Aufwendungen aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von von EUR 19.691,34 (Vorjahr: EUR 69.835,85) ausgewiesen. Steuern vom Einkommen und Ertrag In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 127.869,00) und Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern in Höhe von EUR 36.785,00 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten. 5. Sonstige Angaben Geschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Eine Offenlegung der Geschäftsführerbezüge erfolgt demnach nicht. Mitarbeiter Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Angaben zum Anteilsbesitz
Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen in Höhe von TEUR 2.338. Es handelt sich hierbei um selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaften. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Mietverträge, die auf unbestimmte Zeit geschlossen wurden und kurzfristig (4 bis 6 Monate) kündbar sind. Die jährlichen Mietaufwendungen betragen TEUR 442. Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen für bewegliche Vermögensgegenstände beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 356. Die Restlaufzeiten verteilen sich wie folgt:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2027. Die finanzielle Verpflichtung für bereits vor dem Bilanzstichtag in Auftrag gegebene Bestellungen für Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge beläuft sich auf TEUR 9.439. Aufgrund der sich stabilisierenden Auslieferungen von Neufahrzeugen hat sich der Stand der offenen Bestellungen zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr stark verringert (Vorjahr: TEUR 19.159). Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht. Nachtragsbericht Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.827.721,30 zusammen mit dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 471.013,66 auf neue Rechnung vorzutragen.
sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift der Geschäftsleitung
Bad Doberan, den 30. Januar 2025 Uwe Birne Christina Flößner Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 24.02.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Auto Birne GmbH, Bad Doberan Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Auto Birne GmbH, Bad Doberan, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Auto Birne GmbH, Bad Doberan, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kiel, 31. Januar 2025 RBB GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Jörg Bernstein, Wirtschaftsprüfer |
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