Titan Intertractor GmbH
Hagener Straße 325, 58285 Gevelsberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Abreu Pereira seit 26.7.2021 | Prokura |
Hans Jürgen Holger Humbek seit 31.8.2017 | Geschäftsführer |
Jörg Bleckmann seit 12.8.2015 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Italtractor ITM S.P.A. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Titan Intertractor GmbHGevelsbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Titan Intertractor GmbH, GevelsbergI. Wirtschaftliche Grundlagen II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage des Unternehmens 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren und sonstige Pflichtangaben III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht - Risiken der voraussichtlichen Entwicklung 2. Risikobericht - Risikomanagement 3. Chancenbericht 4. Gesamtaussage I. Wirtschaftliche Grundlagen Die Gesellschaft ist seit dem 1. November 2012 Teil der Titan International, Inc., Quincy, Illinois/USA. Die Titan-ITM-Gruppe ist weltweit führend in der Entwicklung und Herstellung von Raupenfahrwerks-Komponenten und Unterwagenbauten. Die Titan Intertractor GmbH betreut vorwiegend den zentraleuropäischen Markt. Ihre Produkte, Komponenten für Baumaschinen, bezieht die Gesellschaft überwiegend von den produzierenden Schwestergesellschaften in Europa, Südamerika und Asien. Zur Abdeckung der spezifischen Anforderungen im Unterwagengeschäft im Rahmen der Auftragsfertigung verfügt die Gesellschaft über eine eigene Montagelinie. Im Zusammenhang mit dem Unterwagengeschäft nimmt die Gesellschaft Beschaffungsaufgaben wahr und kauft bei Dritten Komponenten zu, die sie nicht aus der Gruppe beziehen kann. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war grundsätzlich durch einen soliden Auftragsbestand gekennzeichnet. Die im Jahr 2022 erhobenen Zuschläge für Energie-, Material- und Frachtkosten wurden im Jahr 2023 sukzessive und analog der geringeren Belastung auf ein erheblich niedrigeres Niveau reduziert. Der aufgrund des Ukraine-Konfliktes verhängte Lieferstopp in Richtung Russland, sowohl in Bezug auf Direktlieferungen als auch indirekt durch Embargos unserer Kunden, wurde beibehalten und beeinflusste die Geschäftstätigkeit weiterhin negativ. Für das Gesamtjahr 2024 sind weitere Reduzierungen im europäischen kettenbetriebenen Baumaschinenbereich zu erwarten. 2. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft erreichte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von € 139,5 Mio. Dies bedeutete eine Reduzierung gegenüber dem Vorjahr von knapp € 10 Mio. oder rd. 7 %. Der Umsatzrückgang wurde hauptsächlich durch kosteninduzierte Preissenkungen in den Bereichen Material, Energie und Fracht verursacht. Die Gesellschaft erwirtschaftete ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von T€ 10.307. Mit diesem Ergebnis wurde die Prognoseerwartung für das Geschäftsjahr sowie das Vorjahresergebnis von T€ 24.305 aufgrund von negativen Preisentwicklungen verfehlt. Somit lag auch die Materialaufwandsquote mit 85,7% über dem Vorjahresniveau von 76,6%. Die Umsatzrentabilität vor Zinsen und Steuern von 7,4 % lag entsprechend unter der Vorjahresrendite von 16,3 %. Die Eigenkapitalrendite bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug 43,5 % nach 70,4 % im Jahr 2022. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte eine Ausschüttung an die Gesellschafterin in Höhe von T€ 18.000 aus dem Eigenkapital. Weitere Beschlüsse zur Zahlung einer Dividende wurden nicht gefasst. Die Eigenkapitalquote betrug 46,1 % nach 54,6 % in 2022. Der Jahresüberschuss betrug T€ 7.140 (2022: T€ 16.149). Zusammenfassend kann für die Gesellschaft festgestellt werden, dass der Geschäftsverlauf 2023 auf hohem Niveau bezüglich der umgesetzten Volumen stabil und somit zufriedenstellend verlief. 3. Lage des Unternehmens Die Umsatzstruktur nach Segmenten und Regionen blieb nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Von den Umsatzerlösen in 2023 entfielen 94 % auf das Erstausrüstergeschäft, 4 % auf das Ersatzteilgeschäft sowie rund 2 % auf das Intercompany-Geschäft und sonstige Geschäfte. 98 % aller Umsätze wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr mit Kunden in Europa realisiert. Die restlichen Umsatzerlöse entfielen auf Asien, Amerika und übrige Länder. Der Auftragsbestand per 31. Dezember 2023 sicherte bereits Teile des geplanten Umsatzes im Geschäftsjahr 2024. Aufgrund sich abzeichnender Preis- sowie Volumenreduzierungen zu Jahresbeginn könnten die Umsatzerlöse insbesondere im zweiten Halbjahr Jahres 2024 hinter den Umsatzprognosen zurückbleiben. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei € 1,5 Mio. (Vorjahr: € 2,2 Mio.). Der Materialaufwand belief sich im Berichtsjahr auf € 119,5 Mio. (Vorjahr: € 114,4 Mio.). Die auf den Umsatz bezogene Materialaufwandsquote lag mit 85,7 % über der Vorjahresquote von 76,6 %. Das Rohergebnis lag somit mit € 23,7 Mio. (16,9 % gemessen am Umsatz) unter dem Ergebnis des Vorjahres von € 37,3 Mio. (25,0 %). Der Personalaufwand betrug € 8,0 Mio. und lag damit tarifbedingt über dem Vorjahresniveau von € 7,6 Mio. (+5,1 %). Die Personalaufwandsquote gemessen am Umsatz stieg mit 5,7 % gegenüber dem Vorjahr (5,1 %). Die Abschreibungen betrugen unverändert gegenüber dem Vorjahr € 0,3 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit € 5,0 Mio. unverändert zum Vorjahr. Gemessen an den Umsatzerlösen bedeutete das eine geringfügige Steigerung von 3,4 % auf 3,6 %. Auf dieser Basis erwirtschaftete die Gesellschaft ein operatives Ergebnis von T€ 10.307, das um T€ 13.998 unter dem Vorjahresergebnis von T€ 24.305 lag. Nach Verrechnung des Finanzergebnisses von T€ -13 (Vorjahr: T€ -44) und des gesamten Steueraufwandes von T€ 3.227 (Vorjahr: T€ 8.186) verblieb ein positives Jahresergebnis in Höhe von T€ 7.140 nach T€ 16.149 im Vorjahr. Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2023 € 51,3 Mio. und sank somit gegenüber dem Vorjahr um € 11,9 Mio. (-18,9 %). Auf der Aktivseite war die Bilanzverkürzung im Wesentlichen auf die im Jahr 2023 geleistete Dividendenzahlung aus dem Eigenkapital in Höhe von € 18,0 Mio. zurückzuführen. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie das Eigenkapital sanken entsprechend. Das Anlagevermögen lag mit € 4,4 Mio. um € 0,2 Mio. über dem Niveau des Vorjahres. Die Investitionen fielen dabei mit T€ 526 in 2023 gegenüber dem Vorjahr höher aus (2022: T€ 360). Das Vorratsvermögen lag mit von € 23,7 Mio. geringfügig über dem Vorjahr (€ 23,5 Mio.). Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben stichtagsbedingt mit € 10,8 Mio. rund € 0,9 Mio. über dem Vorjahr. Die gegenüber dem Vorjahr gestiegene Forderungsrelation zum Umsatz ist dabei ebenso auf stichtagsbedingte Effekte zurückzuführen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen hingegen blieben mit € 1,0 Mio. unter dem Vorjahresniveau von € 1,2 Mio. Sonstige Vermögensgegenstände lagen bei € 0,9 Mio. (Vorjahr: € 0,7 Mio.). Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten reduzierte sich von € 23,7 Mio. auf € 10,4 Mio. Im Laufe des Geschäftsjahres wurde eine Dividende in Höhe von € 18,0 Mio. an die Muttergesellschaft ITM ausgeschüttet. Die Kreditlinie bei der Intesa Bank, Frankfurt a.M., beträgt unverändert € 0,5 Mio. Es existieren darüber hinaus weitere Kreditlinien mit anderen Bankinstituten. Es wurden weder im Laufe des Geschäftsjahres noch zum Stichtag Kreditlinien in Anspruch genommen. Der Bankenbestand sicherte dem Unternehmen ausreichend finanzielle Flexibilität. Miet- und Leasingverpflichtungen bestanden unverändert im Zusammenhang mit der Betriebs- und Geschäftsausstattung, dem Fuhrpark und der Miete eines Parkplatzes in Höhe von insgesamt € 0,1 Mio. für 2023. Auf der Passivseite sank das Eigenkapital im Wesentlichen ausschüttungsbedingt von € 34,5 Mio. auf € 23,7 Mio. und deckte in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 die Finanzierungsanforderungen aus den Vermögenspositionen Sachanlagen und Vorräte zu 84 % ab (Vorjahr: 125 %). Die Rückstellungen wurden insgesamt mit € 4,9 Mio. ausgewiesen und sanken somit um € 2,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr, was auf die noch im Jahr 2022 bestehenden Körperschaft- und Gewerbesteuerrückstellungen zurückzuführen war. Zum 31.12.2023 bestanden keine Steuerrückstellungen (Vorjahr: € 1,5 Mio.). Die sonstigen Rückstellungen betrugen € 4,1 Mio. und lagen aufgrund der Entwicklung von Drohverlustrückstellungen mit € 0,6 Mio. unter dem Wert des Vorjahres. Die Verbindlichkeiten insgesamt lagen mit € 22,8 Mio. um € 1,0 Mio. über dem Vorjahresniveau von € 21,8 Mio. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Jahresende dabei nicht. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen lagen mit € 4,5 Mio. projektbedingt um rund € 3,0 Mio. über dem Vorjahreswert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt von € 4,5 Mio. auf € 5,5 Mio. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen hingegen sanken volumen- und stichtagsbedingt von € 14,9 Mio. auf € 12,5 Mio. Sonstige Verbindlichkeiten lagen bei € 0,2 Mio. (Vorjahr: € 0,7Mio.). Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Lage der Gesellschaft trotz der anhaltenden geopolitischen Herausforderungen und des erheblich gesunkenen Preisniveaus insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden kann. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren und sonstige Pflichtangaben Forschungs- und Entwicklungsbericht Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden Laufwerkskomponenten mit integrierter SmartTechnologie (Temperaturüberwachung) zur Serienreife gebracht und sind teilweise schon im Aftermarket-Einsatz. Erste gemeinsame Probeeinsätze im OEM-Bereich sind vereinbart und werden im Jahr 2024 durchgeführt. Weitere Sensor-Applikationen zur Überwachung und Bestimmung der Laufwerks-Lebensdauer sind im Test und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Im Bereich Maritime Applikationen sind spezielle Produkte entwickelt worden, die 2024 im Einsatz getestet werden. Das Mining Produktportfolio ist weiter komplettiert worden und die ITM-Gruppe ist mittlerweile weltweit mit Abstand der Hersteller mit dem umfangreichsten Angebot in Bezug auf die "Product-Range". Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen. Umwelt- und Arbeitnehmerbelange Das Unternehmen ist der Überzeugung, dass nachhaltiges Wirtschaften nur mit verantwortungsvollem Einbezug aller relevanten Umweltaspekte möglich ist. Die Re-Zertifizierung nach ISO 14001 liegt als Grundlage für das Umweltmanagementsystem vor und die erstmalige Zertifizierung nach IS0 45001 wurde erfolgreich durchgeführt. Die Vorbereitungen für eine Zertifizierung nach ISO 50001 in 2024 sind angelaufen und werden Grundlage für ein erfolgreiches Energie- Management sein. Aufgrund des Geschäftszwecks, der Art der Produkte sowie der Fertigungstiefe sind Aspekte des Umweltschutzes für die Gesellschaft im Rahmen des Risikomanagements von nicht ausschlaggebender Bedeutung. Für den Erfolg des Unternehmens sind motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unerlässlich, so dass das Unternehmen großen Wert auf Personalentwicklung, die Aus- und Weiterbildung sowie auf die Attraktivität als Arbeitgeber legt. Die der Gesellschaft als Teil der Titan-Gruppe zugewiesenen Aufgaben in den Bereichen Vertrieb, Engineering, Logistik, Finanz- und Personalwesen spiegeln sich in der Zusammensetzung und Qualifikation der Arbeitnehmerschaft wider. III. Prognosebericht Der OEM Mining Bereich wird sich gegenüber 2023 deutlich abschwächen. Im Bereich Special Projects liegen Projekte vor, allerdings wird das Niveau der beiden Vorjahre nicht erreicht werden können. Straßenbau wird gleichbleibend stabil auf moderatem Niveau erwartet. Auf dieser Basis rechnet das Unternehmen für 2024 mit einem Umsatzrückgang von rund 20% und einem entsprechend geringeren Ergebnis gegenüber dem Berichtsjahr. IV. Chancen- und Risikobericht Die einheitliche Leitung durch den Mehrheitsgesellschafter Titan International, Inc., Quincy, Illinois/USA, hatte im Berichtsjahr erneut erheblichen Einfluss auf das Risikomanagement der Gesellschaft. Gemäß den Regelungen der Security Exchange Commission (SEC) und des Sarbanes-Oxley-Act (SOX) wurden umfangreiche Schlüsselkontrollen definiert, die im Wesentlichen durch interne Prüfungshandlungen überprüft wurden. Die Prüfungen haben keine erwähnenswerten Ergebnisse gezeigt. Seit der SOX-Einführung wurden zahlreiche neue Prüfungshandlungen implementiert, die deutlich über die Anforderungen an ein internes Kontrollsystem (IKS) nach deutschem Handelsrecht hinausgehen. Innerhalb der internen Konzernprüfung wurde die Gesellschaft als eine der Hauptgesellschaften definiert. Dies bedeutet eine umfangreichere Prüfung als bei den kleineren Konzerngesellschaften, aber auch ein sichereres Risikomanagementsystem. Die Titan Intertractor GmbH ist mit ihren Produkten den typischen Geschäftsrisiken und -chancen ausgesetzt, die einen entsprechenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Dazu gehören unverändert und insbesondere konjunkturelle Nachfragerückgänge bzw. -steigerungen in den relevanten Geschäftsbereichen, Neukundengewinnung zur Kompensation möglicher entfallender Geschäfte, die potenzielle Verlagerung bestehender Projekte auf Wunsch der Kunden, Qualitäts- und Marktpreischancen und -risiken sowie Chancen und Risiken aus der technologischen Weiterentwicklung von Industriegütern und deren Fertigungsanforderungen in bestehenden und künftigen Geschäften. 1. Risikobericht - Risiken der voraussichtlichen Entwicklung Die sich aus der geopolitischen Lage ergebenden Risiken werden auch in 2024 eine große Herausforderung darstellen. Hierbei werden insbesondere die logistischen Abläufe, im Speziellen die Übersee-Transporte aus Asien, und zwar in Bezug auf Verfügbarkeit und Kosten als Herausforderung betrachtet. Mit einer Energieknappheit rechnet das Unternehmen für 2024 nicht. Möglichen Schwankungen der Materialpreise wird wie bisher über bestehende Materialpreisgleitklauseln entgegengewirkt. Der Kundenstamm, der diesen Regelungen unterliegt, ist weitestgehend mit allen Key Accounts umgesetzt, so dass das Risiko schwankender Deckungsbeiträge diesbezüglich als gering einzustufen ist. Hinsichtlich möglichen Wettbewerbs aus kostengünstigeren produzierenden Ländern wie China oder Indien ist nach wie vor keine Umsatzreduzierung zu befürchten, da die Hauptkunden mehrheitlich auf Systemlieferanten setzen und ausdrücklich die Vorteile einer lokalen Lieferantenstruktur in Bezug auf die erbrachte Gesamtleistung vorziehen. Außerdem bezieht die Titan Intertractor GmbH zunehmend Waren aus den ITM-Werken in Asien und erhöht dementsprechend Ihre Wettbewerbsfähigkeit. 2. Risikobericht - Risikomanagement Ziele und Methoden des Risikomanagements der Gesellschaft sind auf den Erhalt der Substanz des Vermögens sowie auf die Beherrschung der (finanziellen) Folgen ausgerichtet, die sich aus einer Störung der Wertschöpfung des Unternehmens ergeben können. a) Preis- und Währungsänderungsrisiken: Die Gesellschaft fakturiert ihre Leistungen nahezu ausschließlich in Euro und hat daher nicht die Notwendigkeit, die Werthaltigkeit ihrer Forderungen über Devisentermingeschäfte oder andere Sicherungsgeschäfte gegen Währungsschwankungen abzusichern. Auch andere Finanzinstrumente als Teil der Risikomanagementziele und -methoden werden im Unternehmen nicht eingesetzt. Die Bedeutung eines Preisänderungsrisikos auf der Beschaffungsseite ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Gesellschaft ihre Produkte überwiegend aus der Gruppe in Euro bezieht. Auch der verbleibende Warenbezug erfolgt nahezu ausschließlich auf Eurobasis. Rohstoffbedingte Kostenerhöhungen lassen sich überwiegend durch die Veränderung vertraglich vereinbarter Materialpreisgleitklauseln beim Kunden kompensieren. b) Ausfallrisiken: Teil des Risikomanagements der Gesellschaft ist der Abschluss von Versicherungen. Mit einer FBU-Versicherung schützt sich die Gesellschaft gegen Vermögensverluste durch Elementarereignisse (Feuer; Naturkatastrophen) und deren Folgewirkung (Betriebsunterbrechung). Die Gesellschaft begegnet möglichen Forderungsausfällen und den damit verbundenen Liquiditätsrisiken durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung. c) Liquiditätsrisiken: Die Gesellschaft finanziert ihr Vermögen ausschließlich über Eigenkapital und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften der Unternehmensgruppe. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Vorhandene Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen. d) Risiken aus Zahlungsstromschwankungen: Ein effizientes Cash Management berücksichtigt in monatlichen Vorausschauen alle planbaren Zahlungsstromschwankungen. Theoretische Engpässe könnten über vorhandene Kreditlinien ausgeglichen werden. 3. Chancenbericht Chancen ergeben sich insbesondere durch die erfolgreich umgesetzte Diversifikation der Lieferketten. Im ITM-Werk in China sind die Kapazitäten deutlich ausgebaut worden. Der erhöhte Bezug aus dieser Region steigert die Wettbewerbsfähigkeit der Titan Intertractor GmbH signifikant. Alternativ dazu werden zunehmend Produkte in anderen Low-Cost-Countries wie Indien bezogen, um einseitige Belieferung zu vermeiden bzw. die Abhängigkeit von chinesischen Quellen zu reduzieren. In den europäischen produzierenden Werken sind umfangreiche Investitionen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit im Produktionsbereich geplant. Diese Maßnahmen bedeuten eine weitere strategische Stärkung in Bezug auf Flexibilisierung und Wettbewerbsfähigkeit der Lieferketten. Chancen ergeben sich auch weiterhin durch einzuführende Neuentwicklungen und Serien in unseren Hauptmärkten sowie durch erfolgreiche Fortführung bereits in der Vergangenheit realisierter Großprojekte. 4. Gesamtaussage Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem fordernden Wettbewerbsumfeld. Geopolitische Einflüsse, Material- und Energiepreisschwankungen sowie Logistik-Einflüsse werden weiterhin ein Risiko darstellen und durch möglichst flexible Gestaltung des Materialflusses minimiert werden. Die weiter ausgebaute globale Präsenz und Kapazitätssteigerung stärken diese Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere auch die geplante Fertigung in Indien als wettbewerbsfähige Alternative zu China. Unsere Großkunden, die ebenfalls in den entsprechenden Ländern präsent sind, schätzen die globale Verfügbarkeit unserer Produkte und nutzen diese zunehmend. Transport- und Energiekosten werden durch geeignete Mechanismen (Zuschläge/Indizierung) in die Preisbildung einbezogen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und der Einbindung in den Titan-Konzern sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Herausforderungen gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Gevelsberg, 07. Februar 2024 Titan Intertractor GmbH Holger Humbek, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Titan Intertractor GmbH, GevelsbergI. Allgemeine Angaben Die Titan Intertractor GmbH mit Sitz in Gevelsberg ist beim Amtsgericht Hagen unter der Nummer HRB 6445 registriert. Die Gesellschaft beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG). Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr 2023. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung 1. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode und für Neuanschaffungen, deren Anschaffungskosten € 800,00 überschreiten, pro rata temporis ermittelt. Die Bestimmung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der übrigen Gegenstände des Anlagevermögens wird in Anlehnung an die geltenden steuerlichen AfA-Tabellen vorgenommen, soweit diese auch den wirtschaftlichen Werteverzehr angemessen abbilden. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu je € 800,00 werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. 2. Vorräte Die Vorräte werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden nach dem Durchschnittswertverfahren unter Einbeziehung der Anschaffungsnebenkosten ermittelt. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse beinhalten neben den direkten Material- und Fertigungskosten anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB. Gängigkeitsabschläge werden für ältere und nicht gängige Vorräte in Abhängigkeit von der Lagerdauer vorgenommen. Die Abschläge betragen 50 % bzw. 100 % für Erzeugnisse, die seit zwei bzw. drei Jahren keine Bewegungen mehr aufweisen. Darüber hinaus wird ein Lagerbestand, soweit er über dem Absatz der letzten zwei Jahre liegt, mit 30 % wertberichtigt. Diese Gängigkeitsabschläge können auf Basis fundierter Managemententscheidungen angepasst werden. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Forderungsversicherungen gedeckt. Alle Forderungen sind unabhängig von der Höhe versichert. Ausnahmen bilden langjährige Großkunden mit hoher Bonität, die von der Forderungsversicherung ausgenommen sind. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Bei den ausgewiesenen Rückdeckungsversicherungen handelt es sich um Beträge, die nicht die Voraussetzungen des § 246 Abs.1 und Abs. 2 S.2 HGB erfüllen (sog. Deckungsvermögen) und dementsprechend nicht mit den entsprechenden Verpflichtungen saldiert sind, die ihrerseits in voller Höhe unter den Rückstellungen ausgewiesen werden. 4. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. 5. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 6. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt und voll eingezahlt. 7. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der von der Finanzverwaltung allgemein anerkannten Heubeck-Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck - Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln (RT 2018 G) bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit einem von AON Hewitt geschätzten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83 % (Zinssatz für den siebenjährigen Durchschnitt: 1,75 %). Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag belief sich auf 10.542 EUR. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 2,10 % zugrunde gelegt. Eine Fluktuationsrate wird in Höhe von 0 % unterstellt. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in dem Umfang gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung als Erfüllungsbetrag notwendig ist. In den sonstigen Rückstellungen sind mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 793 (Vorjahr: TEUR 787) enthalten. Die Gesellschaft ist diese Verpflichtung im Wege eines Schuldbeitritts im Rahmen der Übernahme des Geschäftsbetriebs (Asset Deal) von der Firma Wirtgen GmbH, Windhagen, zum 31. Dezember 1998 eingegangen. Der übernommene Geschäftsbetrieb beinhaltete auch Pensionsverpflichtungen gegenüber bereits ausgeschiedenen Mitarbeitern, die aufgrund des gesetzlichen Ausschlusses der Übertragbarkeit der originären Pensionsverpflichtungen nicht auf die Gesellschaft übergehen konnten, von dieser jedoch wirtschaftlich zu tragen sind. Die mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurden analog zu den oben beschriebenen Rückstellungen für Pensionen ermittelt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden in Übereinstimmung mit der Stellungnahme "Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen" des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) vom 19. Juni 2013 ermittelt. Im Rahmen des sogenannten Blockmodells ist ein Erfüllungsrückstand zu bilanzieren. Dieser umfasst den durch die Vollzeitarbeit des Mitarbeiters bei gleichzeitigem Bezug eines Teilzeitentgelts während der Arbeitsphase der Altersteilzeit erworbenen Anspruch des Arbeitnehmers auf künftige Entgeltleistungen sowie hierauf entfallende Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung, denen keine künftigen Gegenleistungen des Arbeitnehmers mehr gegenüberstehen. Die Erfüllungsrückstände, Aufstockungszahlungen und mögliche Abfindungszahlungen wurden mit einem Rechnungszinssatz von 1,75 % p.a. abgezinst. Die Jubiläumsgeldrückstellungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der von der Finanzverwaltung allgemein anerkannten Heubeck-Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck - Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln (RT 2018 G) ermittelt und unter Verrechnung eines Abzinsungssatzes von 1,75 % p.a. bewertet. Die Rückstellungen für Drohverluste wurden für Absatzgeschäfte gebildet, bei denen die vereinbarten Verkaufserlöse unter den zu Vollkosten bewerteten Herstellungskosten zuzüglich aller bis zum Verkauf noch anfallender Kosten liegen. Die Rückstellung für Gewährleistungsrisiken wurde mit einem aus der Vergangenheit entwickelten Erfahrungssatz unter Berücksichtigung von Annahmen für zukünftige Inanspruchnahmen der garantiebehafteten Umsätze des Berichtsjahres ermittelt. 8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 9. Aufwendungen und Erträge Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. 10. Währungsumrechnung Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Realisierte wie unrealisierte Kursgewinne und -verluste sind zum Bilanzstichtag berücksichtigt. Langfristige Fremdwährungsposten existieren zum Bilanzstichtag nicht. 11. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten errechnet. Körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge sowie steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG in Verbindung mit § 8a KStG bestehen nicht. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel auf Seite 11 des Anhangs dargestellt. 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.016 (Vorjahr: TEUR 1.222) resultieren ausschließlich aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr und haben, wie im Vorjahr, eine Fristigkeit von bis zu 12 Monaten. 3. Sonstige Vermögensgegenstände Hierin sind Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 385) enthalten. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird ausschließlich von der Italtractor ITM S.P.A., Valsamoggia (Crespellano) / Italien, gehalten. 5. Rückstellungen Aus der Umstellung der Berechnung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von TEUR 157. Die Gesellschaft machte von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurde demzufolge eine anteilige Zuführung von TEUR 10 im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Zum Abschlussstichtag 2023 belief sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen auf TEUR 10. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigten im Wesentlichen Rückstellungen für Drohverluste (TEUR 1.123), Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag mit der Firma Wirtgen (TEUR 794) und Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 600). Enthalten in den sonstigen Rückstellungen waren außerdem die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 319), für nicht genommenen Urlaub, Zeitguthaben, Abfindungen und Bonuszusagen (TEUR 295) sowie Rückstellungen für Jubiläumsgeld (TEUR 237), für Altersteilzeit (TEUR 121) und die Rückstellungen für Prüfungskosten und Aufbewahrungspflichten (TEUR 62). Die Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag mit der Wirtgen GmbH repräsentierten mittelbare Pensionsverpflichtungen. Aus der Umstellung der Berechnung dieser mittelbaren Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von TEUR 265. Die Gesellschaft machte von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurde demzufolge eine anteilige Zuführung von TEUR 18 im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Zum Abschlussstichtag 2023 belief sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf TEUR 17. Die Gesellschaft hat mit bestimmten Mitarbeitern Altersteilzeitvereinbarungen abgeschlossen und dementsprechend eine Rückstellung für die daraus entstandenen Altersteilzeitverpflichtungen gebildet. Die Berechnung der Erfüllungsrückstände, der Aufstockungsbeträge und der Abfindungen erfolgte mit dem Barwert. 6. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach ihrer Art und ihrer Restlaufzeit ist nachfolgend in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind nicht von den Vorräten offen abgesetzt worden, da sie Aufträge betrafen, für die zum Bilanzstichtag keine Lagerbestände ausgewiesen wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultierten, wie im Vorjahr auch, aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultierten im Wesentlichen aus Versicherungserstattungen im Zusammenhang mit einem Unfall auf dem Werksgelände im Mai 2023 (TEUR 1.010), aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 378) sowie aus Währungskursgewinnen (TEUR 37). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten vor allem Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 1.461), Konzernumlagen (TEUR 866), Ausgangsfrachten (TEUR 550), Garantieaufwendungen (TEUR 324), Versicherungen (TEUR 261), Mieten, Pachten, Leasing (TEUR 190), Versandverpackungen (140 TEUR), Bank- und Garantiegebühren (127 TEUR) und Währungskursverluste (TEUR 109). Nennenswerte periodenfremde Aufwendungen waren nicht enthalten. Die Instandhaltungsaufwendungen fielen auch zur Beseitigung des Unfallschadens an. 4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge resultierten aus der Anlage auf Kontokorrentkonten. 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 44) enthielten hauptsächlich Beträge aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 17. 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Jahr 2023 ergaben sich Steuern auf Einkommen und Ertrag in Höhe von insgesamt TEUR 3.155. 7. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern (TEUR 73) setzten sich aus Grundsteuer (TEUR 53), Umsatzsteuerzahlungen für Kfz Sachbezug und Sachbezug Mitarbeiterverpflegung (TEUR 18) sowie Kraftfahrzeugsteuer (TEUR 2) zusammen. V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für technische Anlagen, Fuhrpark sowie Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung beliefen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 647. Sie verteilten sich zeitlich wie folgt:
Die Vorteile der laufenden Leasingverträge liegen für die Gesellschaft in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und in der Vermeidung eines möglichen Verwertungsrisikos. Nachteilig könnte sich möglicherweise die langfristige Bindung an den Vertragspartner und die damit zusammenhängende geringere Flexibilität gestalten. Die Möglichkeiten der Vertragsverlängerung oder Auslösung des Leasinggegenstandes unterliegen geschäftsüblichen Chancen und Risiken. Außer den dargestellten Miet- und Leasingverpflichtungen gibt es keine nicht in der Bilanz enthaltenen Verpflichtungen. 2. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter betrug:
3. Geschäftsführung Herr Hans Jürgen Holger Humbek, Leiter Engineering, wohnhaft in Bochum, ist seit dem 25.07.2017 als Geschäftsführer tätig. In Übereinstimmung mit § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge verzichtet. 4. Gesellschafter Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Italtractor ITM S.P.A., Valsamoggia (Crespellano) / Italien. Der in italienischer Sprache erstellte Konzernabschluss der Italtractor ITM S.P.A. ist bei dieser Gesellschaft erhältlich. Der Konzernabschluss wird nicht in Italien offengelegt. Oberstes Mutterunternehmen war bis zum 31. Oktober 2012 die Titan Europe plc, Worcestershire / England, mit der Registrierungsnummer 3018340. Mit Vertrag vom 19. Oktober 2012 und mit Wirkung zum 31. Oktober/1. November 2012 kaufte die Titan International Inc., Quincy/USA, 75,44 % der Anteile der Titan Europe plc. Insgesamt hält die Titan International Inc. direkt und indirekt 100 % der Anteile an der Titan Europe plc. Als verbundene Unternehmen werden demgemäß alle Unternehmen angesehen, bei denen die Titan International Inc. direkt oder indirekt mehr als 50 % der Anteile hält oder einen beherrschenden Einfluss ausübt. Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen ist bei der Titan International, Inc. erhältlich. Er wird in den USA nach den Regelungen der SEC offengelegt. 5. Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen Wesentliche Geschäftsbeziehungen bestehen zu den folgenden Gesellschaften:
Die Gesellschaft kauft ihre Produkte vorwiegend von ihren Schwestergesellschaften, im Wesentlichen Komponenten für Baumaschinen, zu vorgegebenen Preisen ein. Diese Preise beinhalten einen marktüblichen Gewinnaufschlag für den Verkäufer. Hinsichtlich ihrer Preisgestaltung beim Vertrieb ist die Gesellschaft nicht an Vorgaben aus der Gruppe gebunden. Darüber hinaus werden der Gesellschaft von der Italtractor ITM S.P.A. sowie der Titan Europe plc Umlagen für bestimmte Verwaltungsleistungen belastet, die diese Unternehmen für die Gesellschaft erbringen. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen ansonsten keine weiteren Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen. 6. Honorar Abschlussprüfer Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr bezieht sich ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen und beträgt TEUR 50. 7. Nachtragsbericht Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses haben sich keine Ereignisse ergeben, die einen wesentlichen Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. 8. Vorschlag zur ErgebnisverwendungEin Gesellschafterbeschluss zur Auszahlung einer Dividende lag zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses 2023 nicht vor. Aus Gewinnvortrag und Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2023 ergibt sich ein Betrag in Höhe von TEUR 11.358. Der ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich auf 10.542 EUR.
Gevelsberg, den 07. Februar 2024 Titan Intertractor GmbH Holger Humbek, Geschäftsführer AnlagespiegelAnlagenspiegel zum 31. Dezember 2023Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Kumulierte Abschreibungen
Restbuchwerte
sonstige Berichtsbestandteile
Gevelsberg, 07. Februar 2024 Titan Intertractor GmbH Holger Humbek, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.05.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Titan Intertractor GmbH, Gevelsberg PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Titan Intertractor GmbH, Gevelsberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.Januar 2023 bis zum 31.Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Titan Intertractor GmbH, Gevelsberg, für das Geschäftsjahr vom 1.Januar 2023 bis zum 31.Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den LageberichtDer gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 7. Februar 2024 Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Carsten Carstens, Wirtschaftsprüfer Thomas Reifert, Wirtschaftsprüfer |
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