Beteiligungsgesellschaften
Brockhaus Industrie GmbH
Kahley 10 - 18, 58840 Plettenberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Caspar Norman Brockhaus seit 8.8.2018 | Geschäftsführer |
Dirk Eberhard Brockhaus seit 9.3.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 62.94% | |
| 33.06% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Brockhaus Industrie GmbHPlettenbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die Brockhaus-Gruppe ("Brockhaus") mit Sitz in Plettenberg, bestehend aus den Konzerngesellschaften
erbringt Leistungen in den Geschäftsfeldern Materials und Technologies. Zu dem Geschäftsfeld Materials zählen die Geschäftsbereiche des Kaltwalzwerks und Recyclings. Die Geschäftsbereiche Umwelttechnik und die Messtechnik bilden das Geschäftsfeld Technologies. Mit Wirkung zum 01. Januar 2022 wurden durch die Gesellschafter der Muttergesellschaft sämtliche Anteile an der Dr. Brockhaus Messtechnik GmbH & Co. KG sowie 89 % der Anteile an der Brockhaus Lennetal GmbH eingelegt. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt entspricht dem Erwerbszeitpunkt. Stille Reserven oder stille Lasten wurden im Erstkonsolidierungszeitpunkt nicht aufgedeckt. MATERIALS Im Geschäftsbereich Recycling werden Entsorgungsdienstleistungen für regional ansässige metallverarbeitende Betriebe angeboten. Die gesammelten Produktionsschrotte (Stahl und NE-Metalle) werden sortiert und zur Wiedereinschmelzung an Abnehmer in der Metallbranche geliefert. Im Kaltwalzwerk werden Stahl Coils in mehreren Prozessschritten zu einem hochwertigen Bandstahl-Produkt veredelt. Diese Produkte werden von unseren Kunden zu Komponenten weiterverarbeitet, die z. B. im Automobilbau verwendet werden. TECHNOLOGIES Der Geschäftsbereich Umwelttechnik umfasst das Geschäft aus dem Bau und Betrieb von Anlagen zur Reinigung von (Ab-)Gasen und/oder (Ab-)Wasser. Diese Reinigungsanlagen kommen überwiegend in der Öl-, Gas- sowie Chemieindustrie zum Einsatz und werden von unseren Kunden in der Regel gemietet. Zum Geschäftsbereich der Messtechnik zählt die Entwicklung und Herstellung von Test- und Prüfgeräten zur Anwendung im Feld magnetisierbaren Materials sowie hart- und weichmagnetischen Stoffen. Abnehmermärkte sind unter anderen die Automobilbranche, Generatoren- und Transformatorenhersteller sowie Forschungseinrichtungen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im vergangenen Jahr 2023 ist die deutsche Wirtschaft in eine Rezession geraten. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 0,3 % ab. Damit ist die deutsche Wirtschaft in einem weiterhin herausfordernden Umfeld ins Stocken geraten. Gründe dafür sind unter anderem das deutlich erhöhte Zinsniveau, was Investitionstätigkeiten in Gewerbe- und Privatwirtschaft beschränkt, sowie geopolitische Herausforderungen, die den Erholungstrend nach der Corona-Pandemie deutlich dämpften. Branchenentwicklung Das Geschäftsfeld Materials ist von dem gedämpften Konjunkturklima in Deutschland geprägt. Dennoch konnten die beiden Geschäftsbereiche Kaltwalzindustrie und Recycling positive und resiliente Geschäftsverläufe präsentieren. Im Geschäftsfeld Technologies konnten wir trotz der internationalen Verwerfungen und ökonomischen Herausforderungen weiter erfreuliche Ergebnisse erzielen. Dies liegt unter anderem an der Bandbreite von innovativen Produkten und Lösungen in dynamischen Wachstumsmärkten. Kaltwalzwerk Die Kaltwalzindustrie verzeichnete 2023 das historisch schlechteste Jahr seit 2009. Die Nachfrage der deutschen Automobilindustrie hat sich nach den Verwerfungen in den Corona-Jahren bis zum Jahr 2022 im Jahr 2023 weitestgehend stabilisiert, verbleibt aber auf einem niedrigen Niveau. Das gehemmte Wachstum in der deutschen Bauindustrie und den verbundenen Sektoren führte zu einer branchenweiten Reduzierung der Nachfrage. Recycling Unser Markt für Recycling-Dienstleistungen definiert sich regional, da ein Schrottplatz, aufgrund von Transportkosten, nur ein limitiertes Einzugsgebiet bedienen kann. In unserem lokalen Markt gehören wir zu den führenden Unternehmen. Der Schrottmarkt verblieb in 2023 unter Vorjahresniveau. Grund dafür sind u.a. die kontinuierlich reduzierten Mengen der umliegenden Stahl- und stahlverarbeitenden Industrie. Unser Jahresergebnis beinhaltet keine nennenswerten Preiseffekte. Umwelttechnik Das Marktsegment, welches wir mit unseren Umwelttechnik-Produkten und Dienstleistungen bedienen, ist als Nische zu bezeichnen. In dieser Nische haben wir uns mit innovativen Produkten etabliert und generierten auch im Jahr 2023 wieder ein erfreuliches Ergebnis. Die sukzessive Erweiterung unseres Kundenstamms verhilft dem Geschäftsbereich zu einem organischen Wachstum. Die wirtschaftliche Stagnation in Europa und Deutschland hatte einen unwesentlichen Einfluss auf die Nachfrage unserer Reinigungs- und Filterleistungen. Messtechnik Die kontinuierlich starke Nachfrage im Bereich der E-Mobilität und Effizienzbestrebungen im Bereich der Transformatorenwirtschaft führt dazu, dass wir im Jahr 2023 ein gutes Ergebnis erzielen können und das Niveau des letzten Jahres erneut übertreffen. Als internationales Unternehmen sind wir auf einen freien globalen Handel angewiesen, die anhalten geopolitischen Herausforderungen konnten unseren Nachfragemarkt jedoch kaum destabilisieren. 2. Geschäftsverlauf und Lage Zur Steuerung der Unternehmensgruppe werden die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern verwendet. Der Konzernumsatz liegt im Jahr 2023 bei insgesamt T€ 94.877 (Vorjahr T€ 109.682). Bei einer Bestandsveränderung in Höhe von T€ -2.354 (Vorjahr T€ 1.708) ergibt sich eine Gesamtleistung im Jahr 2023 in Höhe von T€ 92.523 (Vorjahr T€ 111.391). Zur Erzielung dieses Umsatzes wurden Materialaufwendungen in Höhe von T€ 64.154 (Vorjahr T€ 84.386) eingesetzt. Somit ergibt sich ein Rohergebnis in Höhe von T€ 28.369 (Vorjahr T€ 27.005) was einer Rohergebnisquote von 30,7 % (Vorjahr 24,2 %) entspricht. Das Ergebnis vor Ertragssteuern liegt zum 31. Dezember 2023 bei T€ 4.969 (Vorjahr T€°5.055), was - aus Sicht der Geschäftsführung - einem positiven Ergebnis oberhalb des erwarteten Konzernergebnisses entspricht. a) Finanzlage Bei einem Konzerneigenkapital in Höhe von T€ 26.660 (Vorjahr T€ 23.692) zum 31. Dezember 2023 erhöhte sich die Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr von 44,1 % auf 51,4 %. Dies ist im Wesentlichen auf den positiven Konzernbilanzgewinn des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 2.992 (Vorjahr T€ 2.680) zurückzuführen. Das kurzfristige Fremdkapital beträgt zum Stichtag T€ 12.777 (Vorjahr T€ 15.508) und ist im Wesentlichen mit der planmäßigen Tilgung der laufenden Finanzierung im Geschäftsjahr 2023 begründet. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen zum Stichtag bei T€°5.754 (Vorjahr T€ 5.432) und sind somit um T€ 322 über dem Vorjahreswert. Darüber hinaus bestehen Rückstellungen in Höhe von T€ 4.871 (Vorjahr T€ 5.841), die sich auf Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 2.488 (Vorjahr T€ 2.618), Steuerrückstellungen in Höhe von T€°1.571 (Vorjahr T€ 2.631) sowie sonstige Rückstellungen in Höhe von T€ 812 (Vorjahr T€°592) aufteilen. Die Liquiditätssituation verblieb über den vollständigen Geschäftsverlauf auf einem starken Niveau. Der operative Cash Flow (Cash Flow aus laufender Tätigkeit) der Gesellschaften war im gesamten Berichtsjahr deutlich positiv. Die Finanzierung der Gesellschaften im abgeschlossenen Geschäftsjahr war jederzeit gewährleistet. b) Vermögenslage Der Anteil langfristiger Vermögenswerte reduzierte sich im Geschäftsjahr um 1,0 % bzw. um T€ 238 auf nun T€ 23.545 (Vorjahr T€ 23.783). Das kurzfristige Vermögen inklusive der Liquiden Mittel der Gesellschaften liegt mit T€ 28.332 (54,6 %) um T€ 1.574 unterhalb des Wertes zum 31. Dezember des Vorjahres (T€ 29.906 (55,7 %)). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 21,7 % auf T€ 3.824 (Vorjahr T€°4.881) gesunken, was im Wesentlichen stichtagsbedingte Gründe hat. Dieser Wert besteht weiterhin aus Forderungen einzelner Kunden, die durch unseren Primärversicherer nicht versichert und somit von unserem Factoring-Partner nicht angekauft wurden. Wesentliche Teile dieser Forderungen werden durch eine Zusatzversicherung abgesichert. Auf die übrigen Forderungen wurden angemessene Risikoabschläge im Sinne einer Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Das Vorratsvermögen ist auf T€ 15.318 (Vorjahr T€ 16.275) gesunken, was im Wesentlichen mit dem Absatz auf Lager befindlichen Halbfertig- und Fertigerzeugnissen sowie mit der Schlussrechnung diverser offener Projektleistungen im laufenden Geschäftsjahr 2023 im Zusammenhang steht. c) Ertragslage Die Umsatzrendite vor Ertragsteuern liegt im Geschäftsjahr bei 5,4 % (Vorjahr 4,5 %). Die EBITDA-Marge (Jahresergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) lag in 2023 bei 8,6°% (Vorjahr 6,7 %). Der Materialaufwand liegt im Geschäftsjahr bei T€ 64.154 (Vorjahr T€ 84.386). Bei einer Gesamtsumme der Umsatzerlöse im Konzern in Höhe von T€ 94.877 (Vorjahr T€ 109.682) sowie einer Bestandsveränderung in Höhe von T€ -2.354 (Vorjahr T€ 1.708) ergibt sich eine Materialaufwandsquote von 69,3 % (Vorjahr 75,8 %). Die Betriebsaufwendungen in Höhe von T€ 23.243 (Vorjahr T€ 22.008) bestehen im Wesentlichen aus Personalaufwendungen in Höhe von T€ 12.677 (Vorjahr T€ 11.324) und sonstige betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 8.031 (Vorjahr T€ 8.598). Die Abschreibungen des Geschäftsjahres liegen bei T€ 2.420 (Vorjahr T€ 2.023) was einer Abschreibungsquote von 10,2 % (Vorjahr 8,5%) auf den durchschnittlichen Bestand des Anlagevermögens entspricht. Das Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2023 liegt in der Folge bei T€ 5.562 (Vorjahr T€°5.489). Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses in Höhe von T€ -594 (Vorjahr T€ -433) ergibt sich somit ein Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 4.969 (Vorjahr T€°5.055). Unter Berücksichtigung oben aufgeführter Effekte sowie nach Abzug von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 1.759 (Vorjahr T€ 1.860) ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 3.210 (Vorjahr T€ 3.195). Nach dem Ausweis von Gewinnen auf nicht beherrschende Anteile in Höhe von TEUR 218 (Vorjahr TEUR 181) ergibt sich ein Konzernbilanzgewinn in Höhe von TEUR 2.992 (Vorjahr TEUR 2.680). d) Gesamtwürdigung Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage des Konzerns positiv, da die gesetzten Ziele für 2023 deutlich übertroffen wurden und eine positive Situation der liquiden Mittel beibehalten werden konnte. 3. Risikomanagementziele und -methoden Die Brockhaus Industrie GmbH und seine Tochterunternehmen verfügen als Instrument zur Unternehmenssteuerung über ein Risikomanagementsystem, das die Geschäftsführung und die Führungskräfte bei der gezielten Handhabung der unternehmerischen Risiken unterstützt. Mit diesem Risikomanagementsystem wird die notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Konzerns und der Gesellschaften zur Erreichung der Unternehmensziele geschaffen und die Sicherung des Unternehmensbestandes durch Früherkennung bestandsgefährdender und sonstiger Risiken mit dem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erreicht. Das Risikomanagement basiert auf dem strategischen Controlling, dem operativen Controlling und einem internen Überwachungssystem. Schwerpunkt des strategischen Controllings ist die mittelfristige Planung und Steuerung der Fokusmärkte. Wesentliche Entwicklungen werden erfasst und bewertet. Auf der Basis von Markt- und Wettbewerbsanalysen werden Chancen und Risiken berücksichtigt, die Grundlagen für die Managemententscheidungen sind. Das operative Controlling prüft laufend die operativen Risiken. Die interne Überwachung erfolgt durch das Qualitätsmanagement. Dieses ist der Geschäftsführung direkt zugeordnet. Es prüft und bewertet die Einhaltung interner Vorgaben und Verfahrensanweisungen. Als wesentliche Finanzierungsinstrumente werden bei Kreditinstituten aufgenommene Darlehen verwendet. Daneben wenden die Gesellschaften das Factoring- und das Leasingverfahren an. Besondere Finanzierungsinstrumente setzten die Gesellschaften darüber hinaus nicht ein. 4. Ausblick mit Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Gesamteinschätzung Die Einschätzung der Gesamtrisiko- und Chancensituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken, wobei aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar sind, die einzeln oder auch in Kombination den Fortbestand der Brockhaus Gruppe gefährden könnten. Das interne Kontrollsystem (IKS) der Brockhaus-Gruppe hat das Ziel, die Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Geschäftsprozessen, die Zuverlässigkeit von betrieblichen Informationen und die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen, rechtlichen Vorschriften zu gewährleisten. Das IKS der Brockhaus Gruppe beinhaltet Regelungen zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten (internes Steuerungssystem) und Regelungen zur Überwachung der Einhaltung dieser Regelungen (Internes Überwachungssystem). Teil des internen Überwachungssystems sind die prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen. Diese beinhalten organisatorische Sicherungsmaßnahmen und Kontrollen wie bspw. Organisationsanweisungen, Prozessbeschreibungen, Zugriffsbeschränkungen im IT-Bereich, automatische und manuelle Abstimmungen und die Anwendung eines 4-Augen-Prinzips. Der Geschäftsbereich des Kaltwalzwerks wird beeinflusst von den allgemeinen konjunkturellen Entwicklungen, sowie insbesondere der Entwicklung in der Stahl- und Automobilindustrie. Für 2024 können eine Stabilisierung der Konjunktur sowie eine steigende Nachfrage einen positiven Effekt auf die Entwicklung des Geschäftsbereichs bedeuten. Der Geschäftsbereich Recycling ist im Jahr 2024 weiterhin von der allgemeinen Nachfrage der Stahlwerke und Gießereien, sowie der Rohstoffpreisentwicklung abhängig. Die weiterhin schwächelnde Konjunktur beeinflusst die Branche im Besonderen. Eine weitere Stabilisierung von Konjunktur und Preisniveau, sowie die steigende Nachfrage in der Maschinen- und Automobilindustrie könnte Chancen für das zweite Halbjahr im Geschäftsbereich Recycling bereithalten. Im Geschäftsbereich Umwelttechnik sind die direkten Effekte der geopolitischen Anspannungen weniger stark ausgeprägt, der globale Fokus auf die Verbesserung und Umsetzung von Umwelt- und Arbeitsschutz beeinflusst den Geschäftsbereich dauerhaft positiv. Die petrochemische Industrie in Deutschland sieht sich mit einem Strukturwechsel konfrontiert. Für die Umwelttechnik ist der Umgang mit dieser Herausforderung von besonderer Wichtigkeit, gleichzeitig erschließen wir ein stärker diversifiziertes Kundenportfolio, sodass das Risiko der weiteren Geschäftsentwicklung als gering einzuschätzen ist. Der Geschäftsbereich der Messtechnik profitiert von den Trends der Elektromobilität sowie der kontinuierlichen Elektrifizierung in weiten Teilen der Wirtschaft. Das erhöhte Zinsniveau sowie die bereits erwähnten Herausforderungen im globalen Handel sind potenzielle Risikofaktoren für die Investitionsbereitschaft unseres Kundenstamms. Trotzdem konnten wir weiterhin innerhalb unseres diversifizierten Produkt- und Kundenportfolios stabiles Wachstum vorweisen. 5. Voraussichtliche Entwicklung und Ausblick des Konzerns Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der IWF ein weltweites Wachstum von 3,2 %. Risiken liegen in geopolitischen Entwicklungen wie dem Nahostkonflikt und dem Krieg in der Ukraine, einem anhaltenden Anstieg der Inflation und einer Verlangsamung des Wachstums in China. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg um 0,9 % prognostiziert. Für Deutschland wird die Zunahme voraussichtlich nur 0,2 % betragen. In der deutschen Mittelstands- und Industrielandschaft mehren sich die Herausforderungen: Neue gesetzliche Vorgaben und Berichtspflichten, insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit, erfordern erhebliche Investitionen und Anpassungen in den Betriebsabläufen. Steigende Lohnkosten und ein im internationalen Vergleich fortwährend hohes Energiepreisniveau erschweren die Situation zusätzlich. Die Risiken unserer zukünftigen geschäftlichen Entwicklung liegen im Rahmen der allgemeinen konjunkturellen Entwicklungen, insbesondere jedoch in der Entwicklung der Stahl- und Automobilindustrie. Inwieweit sich der zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes bestehende Krieg in der Ukraine bzw. der Nahostkonflikt auf die Erreichung der Unternehmensziele auswirken werden, kann nicht abschließend beurteilt werden. Als international agierendes Unternehmen sind wir auf einen funktionierenden Welthandel angewiesen. In welchem Ausmaß sich die Negativ-Faktoren aus den zunehmenden geopolitischen Konflikten auf Umsatz und Vorsteuerergebnis der Gesellschaft auswirken werden, lässt sich derzeit nicht seriös abschätzen. Dennoch gehen wir von einem Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau aus. 6. Nachhaltigkeitsbestrebungen der BROCKHAUS Group Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie und spielt eine wesentliche Rolle in all unseren Geschäftsbereichen. Dieser Bericht gibt einen Überblick über unsere aktuellen Nachhaltigkeitsinitiativen und -erfolge sowie unsere zukünftigen Ziele. Unsere ESG-Strategie zielt darauf ab, langfristig Werte zu schaffen, Risiken zu minimieren und unseren positiven Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft zu maximieren. Die bevorstehende CSRD wird uns zukünftig einen klaren Rahmen bieten, um unsere Fortschritte systematisch zu erfassen und transparent zu kommunizieren. Umwelt (Environmental) Wir haben uns auf die CO 2 -Vermeidung und Verringerung konzentriert, die wir selbst beeinflussen können. Im Rahmen unseres kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) setzen wir bereits seit einigen Jahren eine Vielzahl von Energieeinsparungsmaßnahmen und Investitionen um. In diesem Jahr werden wir den CO 2 -Ausstoß über mehrere Ausgleichsprojekte kompensieren. Die Brockhaus Group verfolgt das Ziel der Emissionsminderungen. Dafür ist es notwendig, transparent und glaubwürdig mit dem Thema Reduzierung der Treibhausgase umzugehen. Aus diesem Grund wurde in dem Jahr 2022 eine Verifizierung anhand der internationalen Normen DIN EN ISO 14064 und 14067 angestrebt und erfolgreich erreicht. Diese Verifizierung soll in den folgenden Jahren aufrechterhalten werden. Soziales (Social) Unsere Mitarbeiter stehen im Mittelpunkt unserer sozialen Verantwortung. Wir fördern ihre berufliche Entwicklung durch regelmäßige Schulungen und Weiterbildungsprogramme. Darüber hinaus engagieren wir uns in sozialen Projekten und unterstützen lokale Gemeinschaften durch verschiedene Programme. Eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen Deutschlands ist Migration und die damit verbundene Integration. Wir sehen Sport als zentralen Treiber einer erfolgreichen Integration und eines interkulturellen Austauschs. Aus diesem Grund unterstützt und fördert die BROCKHAUS Group diverse Sportteams im Umkreis. Unternehmensführung (Governance) Eine solide und transparente Unternehmensführung ist für uns von zentraler Bedeutung. Wir haben unsere Governance-Strukturen gestärkt, um sicherzustellen, dass Entscheidungen im Einklang mit unseren ESG-Zielen stehen. Der Code of Conduct des Unternehmens wurde in Abstimmung mit unseren Stakeholdern und Beschäftigten entwickelt und umfasst die zentralen Werte und die Ethik unseres Handelns. Dieser Bericht stellt unsere bisherigen Bemühungen und Erfolge im Bereich der Nachhaltigkeit dar, während wir uns auf die zukünftigen Anforderungen der CSRD vorbereiten. Wir sind fest entschlossen, auch in Zukunft einen positiven Beitrag für Umwelt, Gesellschaft und verantwortungsbewusste Unternehmensführung zu leisten.
Plettenberg, 31. Juli 2024 Brockhaus Industrie GmbH Caspar N. Brockhaus, Geschäftsführer CEO Brockhaus Group Dirk E. Brockhaus, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben zum Konzern Die Gesellschaft ist eingetragen beim Amtsgericht Iserlohn unter der Nummer HRB 3179. Der Konzernabschluss der Brockhaus Industrie GmbH ist auf Grundlage der handelsrechtlichen Vorschriften des § 290 ff. HGB auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens sowie der einbezogenen Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2023 aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die zur Erläuterung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind unter Beachtung des Kriteriums der Wesentlichkeit in den Konzernanhang übernommen worden. II. Angaben zum Konsolidierungskreis Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag unmittelbar oder mittelbar folgende Beteiligungen von 20 % oder mehr: Vollkonsolidierte Unternehmen (neben der Muttergesellschaft): (a) in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen (§ 313 II Nr. 1 Satz 1 HGB):
Mit Wirkung zum 01. Januar 2022 haben die Gesellschafter der Gesellschaft 89 % der Anteile an der Brockhaus Lennetal GmbH, Plettenberg sowie sämtliche Anteile der Dr. Brockhaus Messtechnik GmbH, Lüdenscheid in die Gesellschaft eingebracht. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt entspricht dem Erwerbszeitpunkt. Stille Reserven oder stille Lasten wurden im Erstkonsolidierungszeitpunkt nicht aufgedeckt. III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Einbeziehung der Konzernunternehmen erfolgte gemäß § 301 HGB (Erwerbsmethode) auf Basis der Wertansätze im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Die angewandte Erwerbsmethode schreibt vor, dass bei Unternehmenszusammenschlüssen im Rahmen einer Neubewertung sämtliche stillen Reserven und stillen Lasten des übernommenen Unternehmens aufgedeckt und alle identifizierbaren immateriellen Vermögensgegenstände gesondert ausgewiesen werden (Neubewertungsmethode). Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Transaktionen werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Sämtliche Abschlüsse werden in € aufgestellt. Fremdwährungsabschlüsse werden gemäß § 308a HGB in die funktionale Währung (Euro) der Muttergesellschaft nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Dies hat zur Folge, dass alle Bilanzposten, außer Eigenkapital, mit dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden. Das Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wird mit dem historischen Kurs bewertet. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt mit dem Durchschnittskurs, der für den Zeitraum des Einbezugs der Gewinn- und Verlustrechnung der jeweiligen Tochtergesellschaft ermittelt wurde. Die aufgrund der Umrechnung entstandenen Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital als Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung erfasst. IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Richtlinien erstellt. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die Aktivierung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt für:
Die Abschreibungen erfolgen durchgängig pro rata temporis. 2. Geschäfts- oder Firmenwert Aus der Erstkonsolidierung der Brockhaus Industrie resultiert ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von T€ 8.937, der linear über 15 Jahre abgeschrieben wird. Das Geschäftsmodell der Brockhaus Gruppe liegt mit der Umwelttechnik, Recycling und Messtechnik in wachsenden Geschäftsbereichen. Die Brockhaus Gruppe hat eine maßgebliche Größe erreicht, die den Abschluss langfristiger Vertragsbeziehungen im Bereich des Recyclings und der Umwelttechnik aber auch in der Betreuung der Messtechnik sicherstellen kann. Die Firmenwerte sind somit nachhaltig und auf Dauer angelegt. Die systematische Untersuchung des Firmenwerts hinsichtlich der einzelnen Komponenten führt zum Ergebnis, dass die Nutzungsdauer mindestens 15 Jahre beträgt. 3. Sachanlagen Die Aktivierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt bei den beweglichen Anlagen zwischen drei und zwanzig Jahren. Die Abschreibung erfolgt durchgängig pro rata temporis. Die Herstellungskosten umfassen Einzel- und Gemeinkosten. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis einschließlich € 250 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand verbucht. Solche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, bei denen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als € 250, aber nicht mehr als € 800 betragen, werden im Jahr ihrer Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. 4. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern den Gegenständen des Anlagevermögens am Abschlussstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedriger beizulegender Wert beizulegen ist, als er sich bei der Anwendung der vorstehend erläuterten Bewertungsmethoden ergibt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit Wertminderungen nicht mehr bestehen, wird dem Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB Rechnung getragen. 5. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Konzernanschaffungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren Marktwert zum Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die angemessenen Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, wird durch Gängigkeits- und Reichweitenabschlägen Rechnung getragen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. 6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Auf den Forderungsbestand aus dem Selbstbehalt oder für solche Forderungen, die nicht durch Factoring oder Warenkreditversicherung abgedeckt sind, wurden so weit geboten, Einzelwertberichtigungen sowie eine Pauschalwertberichtigung gebildet. 7. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nominalbetrag bilanziert. 8. Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Versicherungsaufwendungen, Kfz-Steuern und Beratungskosten abgegrenzt, soweit sie auf das Folgejahr fallen. 9. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbar gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die nach kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) zum diskontierten Erfüllungsbetrag mit einem zehnjährigen Durchschnittszinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB von 1,82 % (i.Vj. 1,78 %) ermittelt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des siebenjährigen (1,74 %; i.Vj, 1,44 %) und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf € 18.321 (i.Vj. € 87.164). Die Berücksichtigung eines Anwartschaftstrends entfällt, es wurde von einem erwarteten Rententrend von 1,50 % (i.Vj. 1,50 %) ausgegangen. Der Bewertung lagen wie im Vorjahr die Richttafeln 2018 G nach Prof. Dr. Heubeck zugrunde. Der Ermittlung der Pensionsrückstellung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten des Versicherungs- und Wirtschaftsmathematikers Hartmut Karras, Hamm, vom 26. März 2024 zugrunde. 10. Steuer- und sonstige Rückstellungen Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Rückstellungen für Garantieverpflichtungen der Geschäftsbereiche Messtechnik und Umwelttechnik wurden pauschal mit 0,5 % der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres berechnet. 11. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden verzinst. 12. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte. 13. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach §274 HGB zulässig ist sowie für Konsolidierungsbuchungen nach § 306 HGB. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt grundsätzlich mit einem Steuersatz von 31,58 %, der sich aus dem Körperschaftsteuersatz, Solidaritätszuschlag und der durchschnittlichen Gewerbesteuerbelastung zusammensetzt. 14. Währungsgeschäfte Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Für Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit einem Betrag über EUR 10.000 werden Kurssicherungsgeschäfte geschlossen. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betrug, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. V. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist als Anlage zum Anhang detailliert dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Teil im Wege eines Factorings verkauft und darüber hinaus durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Mietkautionen in Höhe von T€ 17 mit einer Restlaufzeit >5 Jahren sowie sonstige Kredite in Höhe von T€ 49 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren enthalten. Alle weiteren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Gezeichnetes Kapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt (siehe Anlage 4). Das eingezahlte Stammkapital der Brockhaus Industrie GmbH in Höhe von T€ 100 wird von den Gesellschaftern der Brockhaus Industrie wie folgt gehalten:
4. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen die noch nicht veranlagten Geschäftsjahre. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 812 betreffen im Wesentlichen Ansprüche aus Urlaubsansprüchen von Mitarbeitern (T€ 233), Rückstellungen für Tantieme (T€ 185) und Beiträge zu Berufsgenossenschaften (T€ 86). 6. Verbindlichkeiten Nach Restlaufzeiten gegliedert:
VI. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden in folgenden Geschäftsbereichen erzielt:
Im Wesentlichen wurden die Umsätze im Inland erzielt, die Gesellschaft Dr. Brockhaus Messtechnik erzielte Umsätze auch im Ausland, hier im Wesentlichen in den USA und der Volksrepublik China. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen maßgeblich Erträge aus der PKW-Nutzung in Höhe von T€ 245 (Vorjahr T€ 141), Erstattungen von Energiesteuern in Höhe von T€ 49 (Vorjahr T€ 26), Erträge aus Anlagenabgang von T€ 11 (Vorjahr T€ 36) sowie Kursgewinne i.H.v. T€ 23 (Vorjahr T€ 14). 3. Abschreibungen In den Abschreibungen sind Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von T€ 595 enthalten. 4. Sonstige betrieblich Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 8.031 beinhalten im Wesentlichen KFZ Kosten in Höhe von T€ 1.496 (Vorjahr T€ 1.418), Energiekosten in Höhe von T€ 1.176 (Vorjahr T€ 2.105), Instandhaltungskosten in Höhe von T€ 796 (Vorjahr T€ 1.048) sowie weitere Betriebs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten. Des Weiteren wurden im Berichtsjahr Kursverluste i.H.v. T€ 37 (Vorjahr T€ 38) als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen Unter sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden maßgeblich Zinserträge der einzelnen Festgeldanlagen erfasst. VII. Angaben zu Konzernkapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des DRS 21 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der Finanzmittelfonds am Ende der Geschäftsjahresperiode spiegelt den Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" wider. Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds liegt im Geschäftsjahr bei T€ -1.505, was insbesondere mit wesentlichen Auszahlungen aus der Tilgung der Bankkredite in 2023 begründet ist. VIII. Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen
IX. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Auf das Kommanditkapital einer im Geschäftsjahr 2020 gegründeten Gesellschaft besteht eine Einzahlungsverpflichtung in Höhe von T€ 99. 2. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren folgende Arbeitnehmer beschäftigt:
3. Geschäftsführer Als einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind
bestellt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Honorar Wirtschaftsprüfer Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1, 2 HGB beträgt insgesamt T€ 80 davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen T€ 80. 5. Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Personen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Geschäfte mit nahestehenden Personen nur zu marktüblichen Bedingungen getätigt. 6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. X. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Konzernbilanzgewinn in Höhe von T€ 5.672 auf neue Rechnung vorzutragen.
Plettenberg, 31. Juli 2024 Geschäftsführung der Brockhaus Industrie GmbH Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023
Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31.12.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Brockhaus Industrie GmbH, Plettenberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Brockhaus Industrie GmbH, Plettenberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Brockhaus Industrie GmbH, Plettenberg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 31. Juli 2024 HSMV
- Hansen Schotenroehr Müller Voets
Thomas Ernst Müller, Wirtschaftsprüfer Manuel Boers, Wirtschaftsprüfer Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am: 31. Juli 2024. |
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