Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 108132
Eingetragen
19.3.1998
Branche
Bauträger für WohngebäudeKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt in: Durchführung jeder Art von Projektentwicklungs- und Bauträgergeschäften. Eingeschlossen sind Bau- und Bauerschließungsmaßnahmen für öffentliche und private Auftraggeber, Vermittlung von Mietern, Pächtern, Käufern, Flächen und Immobilien, Verwaltung von Liegenschaften sowie Beratung im Zusammenhang mit Immobilien. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte einzugehen, die geeignet sind, den Geschäftszweck der Gesellschaft zu fördern. Sie kann hierzu im In- und Ausland Repräsentanzen errichten, sich an anderen Unternehmen beteiligen sowie Unternehmen erwerben oder gründen. Die Gesellschaft kann die Geschäftsführung und Vertretung anderer Unternehmen übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simon Bischoff
seit 16.6.2025
Prokura
Kristof Schmid
seit 16.6.2025
Prokura
Prokura
Heinz Werner Hanen
seit 23.11.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Hanen Holding GmbH & Co. KG
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

evohaus GmbH

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der evohaus GmbH

Die evohaus GmbH ist als Wohnungsbauunternehmen mit Sitz in Karlsruhe als mittelständische Gesellschaft tätig und entwickelt Projekte in ausgewählten Ballungszentren im Bundesgebiet. In geringem Umfang werden Bestandsimmobilien vermietet.

Die Gesellschaft ist konzernunabhängig und entspricht den Merkmalen eines mittelständischen Unternehmens in Deutschland.

Auch im Jahr 2023 hatte die Wohnungswirtschaft in Deutschland mit negativen Einflussfaktoren zu kämpfen. Die instabile Entwicklung der Gesamtwirtschaft führt dazu, dass potente Kaufinteressenten mit Vertragsabschlüssen warten. Die Nachfrage von Kunden mit Finanzierungsbedarf ist stark zurück gegangen. Dies ist bedingt, weil zum einen die Kaufpreise bei Neubauprojekten weiterhin aufgrund der hohen Gestehungskosten auf einem hohen Niveau sind. Zum anderen hat der massive Anstieg der Leitzinsen und daraus folgend der Bauzinsen dazu geführt, dass die Finanzierung von Kaufpreisen für einen Großteil der Bevölkerung nicht mehr darstellbar ist. Dies hat auch dazu geführt, dass die Bautätigkeit im Wohnunsbau in Deutschland in Folge all dieser Gegebenheiten und Entwicklungen zuletzt geradezu eingebrochen ist. Von Januar bis August 2023 gingen die Baugenehmigungen für Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel zurück. Z. B. Projektentwickler verschieben, wenn möglich, den Projektstart für Neuprojekte aufgrund der derzeitigen Nachfragelage. (Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/immobilienmarkt-preise-zukunft-entwicklung-100.html)

I. Geschäftsverlauf und Erläuterungen im Vergleich zum Jahresergebnis 2023

Aufgrund der guten Vertriebserfolge der Vorjahre und die bereits im letzten Jahr berichtete Umsatzverschiebung in das Jahr 2023 war das Jahr 2023 abschließend als vernünftig zu bewerten. Ein Großteil des Eigenkapitalrückgangs 2022 konnte in 2023 ausgeglichen werden. Das im Vorjahr prognostizierte Jahresergebnis in Höhe von 2,5 - 3,0 Mio Euro konnte aufgrund zurückgegangener Absatzzahlen und notwendiger Wertberichtigungen nicht ganz erreicht werden.Auch bei der Firma evohaus wurden im Jahr 2023 keine neuen Projekte in die Ausführungsphase gebracht. Für 2024 ist ebenfalls kein Baubeginn für ein Neuprojekt geplant. Bereits begonnen Projekte konnten im Jahr 2023 fertiggestellt und an unsere Kunden übergeben werden bzw. befinden sich in der Fertigstellung bis zum Herbst 2024. Die in 2023 erzielten Umsatzerlöse resultierten im Wesentlichen aus den notariellen Verkäufen 2022 und früher. Im Jahr 2023 konnten lediglich 23 Wohnungen notariell verkauft werden. Zum Vergleich hierzu können die Jahre 2021 mit 98 und Jahr 2022 mit 43 notariell verkauften Einheiten genannt werden.

Unsere Analyse der Ertragslage zeigt - stark zusammengefasst - folgendes Bild:

2023 2022 Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Gesamtleistung 38.469 100,0 44.109 100,0 -5.640 -12,8
Leistungsbezogene Aufwendungen 33.776 109,7 48.369 95,0 -14.593 -30,2
Betriebsergebnis 4.693 -9,7 -4.260 -9,7 8.953 -210,2
Finanzergebnis -1.617 -4,2 -675 -1,5 -942
Ordentliches Unternehmensergebnis
vor Steuern 3.076 8,0 -4.935 -11,2 8.011 -162,3
Neutrales Ergebnis -313 360 -673
Ertragsteuern -576 724 -1.300
Jahresüberschuss / -fehlbetrag (-) 2.187 -3.851 6.038

Ausschlaggebend war, dass sich das Betriebsergebnis gegenüber 2022 von - 4,3 Mio€ um 8,9 Mio€ auf 4,7 Mio€ verbessert hat. Wie bereits mit dem Jahresbericht 2022 erläutert, gab es im Jahr 2022 aufgrund von Bauzeitverschiebungen einen Überhang von zu realisierenden Umsätzen in die ersten Jahreshälfte 2023. Ebenso hat die aktuelle gesamtwirtschaftliche Situation dazu geführt, dass Neuprojekte zurückgestellt und somit nicht mit der Realisierung begonnen wurde. Dies führte zu einem reduzierten projektbezogenen und aktivierungsfähigem Materialaufwand, der auch Auswirkung auf die Gesamtleistung hatte.

Die Gesamtleistung reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr im Jahr 2023 von 44.109 T€ um 5.640 T€ auf 38.469 T€. Den realisierten Umsatzerlöse in Höhe von 46,8 Mio € stand eine Bestandsreduzierungen in Höhe von 12,6 Mio€ für die verkauften und übergebenen Bauprojekte entgegen. Aufgrund der reduzierteren Bauaktivität infolge Verschiebung von Neuprojekten, konnte die Reduzierung der Bestandsveränderung nicht durch Aktivierung der Projekte kompensiert werden. Ebenso hatten sich die zu aktivierenden Eigenleistungen gegenüber 2022 nahezu halbiert.

Der erwirtschafteten Gesamtleistung stand ein um 13,6 Mio€ reduzierter projektbezogener Materialaufwand entgegen, so dass die nahezu gleichbleibenden Personalkosten (2,2 Mio€) und die um 1.1 Mio€ reduzierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2,1 Mio€ erwirtschaftet werden konnten. Aufgrund der Fertigstellung und Aktivierung von im Bestand befindlicher Immobilien, die z. T. langfristig vermietet sind, erhöhte sich das Abschreibungsvolumen von 98 T€ um 169 T€ auf 267 T€.

Das negative Finanzergebnis hat sich von 675 T € um 942 T€ auf 1.617 T€ erhöht. Dies resultiert aus dem erhöhten Finanzierungsbedarf einhergehend mit der steigenden Zinsentwicklung. Hierdurch reduziert sich das Betriebsergebnis.

Das ordentliche Unternehmensergebnis stieg von -4,9 Mio€ um 8,0 Mio € aus 3,1 Mio.Ebenso hat das neutrale Ergebnis in 2023 einen negativen Einfluss auf den Jahresüberschuss 2023. Nachdem im Jahr 2022 noch ein positives neutrales Ergebnis in Höhe von 360 T€ durch Versicherungsentschädigungen, Investitionszuschüsse Rückstellungsauflösungen realisiert werden konnten, steht in 2023 ein negatives neutrales Ergebnis in Höhe von 313 T€ zu buche, welches im Wesentlichen der Forderungsberichtigung gegenüber Nachunternehmern aufgrund der Gefahr des Ausfalls geschuldet ist.

Insgesamt war der Geschäftsverlauf 2023 unter Berücksichtigung der branchenspezifischen Themen bilanziell als gut einzustufen. Insbesondere durch die notariellen Verkäufe aus dem Zeitraum vor dem Beginn der Zinserhöhungen (Juli 2022), die dann 2023 übergeben wurden, konnte das Jahr 2023 positiv zum Abschluss gebracht werden.

Leider mussten auch wir aber mit dem Nachfragerückgang und damit einhergehend mit dem Neuabschluss von Kaufverträgen umgehen, welche in den wesentlichen Auswirkungen auf die Folgejahre haben wird. Nachdem im Jahr 2021 noch 98 Wohn-/Gewerbeeinheiten notariell verkauft werden konnten, waren es im Jahr 2022 43 und im Jahr 2023 nur noch 23.

II. Vermögens- und Kapitalstruktur

31.12.2023
T€
% 31.12.2022
T€
% Veränderung
T€
%
Anlagevermögen 24.425 39,6 21.601 39,2 2.824 13,1
Vorräte 34.162 55,3 28.755 52,1 5.407 18,8
Forderungen und ARAP 2.895 4,7 4.329 7,8 -1.434 -33,1
Flüssige Mittel 271 0,4 484 0,9 -213 -44,0
Umlaufvermögen 37.328 60,4 33.568 60,8 3.760 11,2
61.753 100,0 55.169 100,0 6.584 11,9
Eigenkapital 19.796 32,1 17.609 31,9 2.187 12,4
Bankverbindlichkeiten 37.202 60,2 31.125 56,4 6.077 19,5
Rückstellungen 1.444 2,3 1.633 3,0 -189 -11,6
Verbindlichkeiten 3.311 5,4 4.802 8,7 -1.491 -31,0
Fremdkapital 41.957 67,9 37.560 68,1 4.397 14,0
61.753 100,0 55.169 100,0 6.584 11,9

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6.584 T€ erhöht. Dies resultiert zum einen aus der Aktivierung von Beständen ins Anlagevermögen für vermietete beziehungsweise Anzahlungen auf noch nicht fertiggestellte Bestandsimmobilien in Höhe von ca. 2,8 Mio €. Des Weiteren erhöhten sich die Bestände an Vorräten für den Abverkauf um ca. 5,4 Mio €. Dem gegenüber steht eine Forderungsreduzierung in Höhe von ca. 1,4 Mio€ auf ca. 2,9 Mio € und um ca. 0,2 Mio € reduzierte Liquide Mittel.

Die Forderungen resultieren im Wesentlichen aus der Rückerstattung von bezahlten Ertragssteuern für das Jahr 2023 und einem Körperschaftsteuerverlustrücktrag aufgrund des Jahresfehlbetrages 2022 der bisher noch nicht zugeflossen ist.

Die Bilanzverlängerung um 6.584 T€ wird im Wesentlichen durch die Aufnahme von Bankverbindlichkeiten gegenüber 2022 in Höhe von ca. 6,1 Mio € getragen. Das Eigenkapital erhöht sich nach dem Verlustjahr 2022 wieder von 17.609 T€ um 2.187 T€ auf 19.796 T€. Dies führt dazu, dass sich die Eigenkapitalquote von 31,9 % um 0,2 %-Punkte auf 32,1 % erhöht. Die Eigenkapitalerhöhung resultiert aus dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 2.187 T€. Im Jahr 2023 wurde keine Dividendenausschüttung getätigt.

III. Finanzlage

Die Gesellschaft operierte 2023 im Dispositionsrahmen der zugesagten erweiterten Kreditlinien. Ursächlich hierfür waren weiterhin hohe Bestände an für den Vertrieb fertiggestellter Einheiten, die aufgrund geringerer Nachfrage nicht am Markt platziert werden konnten. Dies führt weiter dazu, dass fertiggestellte Bestände nicht schnell in Liquidität gewandelt werden können. Des Weiteren wird aufgrund des längeren Abverkaufs einhergehend mit dem daraus resultierenden Vorfinanzierungsbedarf für neue Projekte die Bedeutung der Projektfinanzierungen größer. Mit Abschluss des ersten Kaufvertrages sind gesetzlich geregelte Fertigstellungsverpflichtungen einhergehend, die die vertragskonforme und fristgerechte Umsetzung der Bauprojekte verlangen und somit bereits frühzeitig die Durchfinanzierung des Projektes gewährleisten. Hierfür wird es in Zukunft notwendig sein, projektspezifische Finanzierungen abzuschließen.

Für langfristig gehaltene Grundstücke und Eigenimmobilien werden längerfristige Fremdkapitalfinanzierung in Anspruch genommen.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr ca. - 1,6 Mio € gegenüber -12,2 Mio€ im Jahr 2022. Grundlage hierfür war auf der einen Seite das positive Jahresergebnis, welches durch die Zunahme der Vorräte (Projekte im Bau), dem Abbau von Verbindlichkeiten und dem Aufbau von Forderungen nicht vollständig liquiditätstechnisch zufließen konnte. Ebenso war der Cashflow aus Investitionstätigkeiten für die Immobilien, die im Bestand bleiben mit ca. 3,1 Mio € negativ. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist aufgrund Aufnahme von längerfristigen Krediten mit ca. 4,4 Mio € positiv.

Unseren Zahlungsverpflichtungen konnten wir jederzeit nachkommen.

IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken zu minimieren. Die Gesellschaft fakturiert ihre Umsätze in Euro, so dass bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Währungsrisiken bestehen. Dasselbe gilt für die Materialbeschaffung, d.h. für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

V. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung bestehen darin, dass die Vermarktung von Bauprojekten schwieriger und einen längeren Kapitalbeschaffungszeitraum bei Teilen der Wohnungskäufer benötigen wird. Grund hierfür ist eine Verunsicherung der potenziellen Käufer, aufgrund steigender Finanzierungszinsen und der in Deutschland aktuell vorherrschenden pessimistischen Wirtschaftsprognose. Dies führt dazu, dass sich die Nachfrage am Erwerb von Wohneigentum allgemein und auch bei uns drastisch reduziert hat. Während im Jahr 2021 im Monatsdurchschnitt noch 8 Wohnungen notariell verkauft wurden, reduziert sich dies im Jahr 2022 auf durchschnittlich 4. Im Jahr 2023 lag der Durchschnitt bei 2 Einheiten. Das Jahr 2024 wird voraussichtlich wieder positiver verlaufen.

Auch die Absicht des Bundesjustizministeriums, die Kunden immer stärker zu schützen, indem man z. B. darüber nachdenkt, dass Bauobjekte zu 100% fertiggestellt sein sollen, ehe die Werte Zug um Zug getauscht werden, kann das Risiko zukünftig erhöhen. Durch die anstehende Realisierung von Bauprojekten mit höheren Wohneinheitenanzahl (60 Einheiten plus) in Einzelprojekten wird sich die Kapitalbindung und die Haltedauer einzelner abzugebender Einheiten erhöhen, was zu höheren Vorfinanzierungskosten führen wird.

Insbesondere das Thema der Vorfinanzierung der Bauprojekte beziehungsweise der daraus resultierenden Bestände, einhergehend mit reduzierten Neuverkäufen unserer Wohnungen, führt dazu, dass das Thema Fremdkapitalnutzung und damit verbundene gute Verbindungen zu unseren Fremdkapitalpartner unerlässlich ist, um den Liquiditätsbedarf des Unternehmens zu gewährleisten. Die gute Eigenkapitalausstattung und die bestehenden Dispositionszusagen von langjährigen Partnern aus dem Bankensektor unterstützen dies. Die Finanzlage der Gesellschaft ist aufgrund Ihrer vorfinanzierten Bestände, die nicht kurzfristig in Liquidität umzuwandeln sind, branchenspezifisch angespannt aber aufgrund der bestehenden Dispositionszusagen nicht gefärdet. Der Liquiditätsbedarf zur Deckung der Verbindlichkeiten ist gewährleistet.Neben dem Kerngeschäft des Bauens für den Endvertrieb, ist auch weiterhin geplant Immobilien für den eigenen Bestand mit langfristigen Mietverträgen zu errichten. Aufgrund der unterschiedlichen Kapitalbindung der Geschäftsfelder und der unterschiedlichen Finanzierungsstruktur wird es zu einer Erhöhung der Bilanzsumme kommen, da das langfristige Anlagevermögen erhöht wird, welches durch Drittmittel finanziert sein wird. Dies wird das bestehende Verhältnis zwischen Verkaufs- und Bestandsgeschäft verändern, was demzufolge zu einer sinkenden Eigenkapitalquote führen würde.

Weitere Risiken für die Gesellschaft, die insbesondere zu einer Bestandsgefährdung des Unternehmens führen würden, sind der Geschäftsleitung derzeit nicht bekannt.In unseren Bauprojekten liegt aber auch eine Chance für die Firma evohaus und die Absetzung von anderen Marktteilnehmern. Die Bauprojekte, die wir vermarkten, zeichnen sich durch einen energieeinsparenden und CO 2 -freien Betrieb aus, so dass unsere Kunden deutlich kostengünstiger wohnen können als die Bewohner herkömmlicher Immobilien. Gerade in Zeiten einer Energiekrise sind 75% geringere Gesamtjahresenergiekosten im Betrieb ein enormer Wettbewerbsvorteil.Chancen für die Gesellschaft sehen wir insbesondere in dem langjährig aufgebauten Know-how der Gesellschaft und dem Bestehen langfristiger Lieferantenbeziehungen zu den Subunternehmern sowie in der energiesparenden Bauweise mit integriertem intelligenten Energiemanagementsystem, was insbesondere gegenüber Konkurrenten am Markt in Zeiten steigender Energiepreise ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil ist.

VI. Prognose

Die bestehenden Rahmenbedingungen für den Immobilienmarkt haben sich seit Mitte 2022 gewandelt und der Trend geht auch in 2024 weiter. Gestiegene Zinsen und somit höhere Finanzierungskosten der potenziellen Käufer stehen den Herstellungskosten bedingten Verkaufspreisen gegenüber. Aufgrund der bestehenden Vertragsverhältnisse zur Herstellung der Bauprojekte, ist es wirtschaftlich nicht möglich, Kaufpreise zur Kompensation der gestiegenen Finanzierungskosten zu reduzieren. Dies führt dazu, dass das sich das auf dem Markt verfügbare Käuferklientel reduziert hat und somit die Nachfrage und damit einhergehend die Abschlussquote für Neuverträge gesunken ist. Dennoch kann die Gesellschaft ohne Kaufpreisnachlässe verkaufen, was durch die nachhaltige Bauweise und Energieversorgung begründet ist.

Insbesondere Wohnungsbaugesellschaften und Projektentwickler und somit auch wir stehen hierdurch vor großen Herausforderungen. Aufgrund von steigenden Bau- und Finanzierungskosten wird die Vermarktung der Wohnungen schwieriger bzw. die Vermarktungsbemühungen müssen intensiviert und angepasst werden. Steigende Herstellkosten und die zu einem frühen Projektzeitpunkt mittels Kauf- und Bauverträge festgeschriebenen Verkaufspreise der Immobilien haben Auswirkungen auf die Margen der Projekte. Da die Bauvorhaben aber aktuell im Wesentlichen fertiggestellt sind, befindet sich die Gesellschaft bezüglich Baukosten auf sicherem Terrain. Potenzielle Käufer werden sich am Markt, die für sie günstigsten Projekte heraussuchen, so dass die Energieeffizienz unserer Projekte und somit Kosteneinsparungspotentiale der Käufer im Betrieb auf längere Sicht der entscheidende Wettbewerbsfaktor ist. Aufgrund der höheren Herstellkosten basierend auf unserem Konzept, stehen wir aber kurzfristig gesehen in starker Konkurrenz zu Mitbewerbern, die herkömmlich und somit günstiger bauen können. Hier ist insbesondere die Expertise unserer Vermarktungspartner gefragt, potenziellen Käufern, die langfristigen Vorzüge unserer Projekte zu erläutern.

Bei der evohaus wurden im Jahr 2023 keine neuen Projekte in die Ausführungsphase gebracht. Für 2024 ist ebenfalls kein Baubeginn für ein Neuprojekt geplant. Bereits begonnen Projekte konnten im Jahr 2023 fertiggestellt und an unsere Kunden übergeben werden bzw. befinden sich in der Fertigstellung bis zum Herbst 2024. Die Jahre 2024 und 2025 sind davon geprägt fertiggestellte Einheiten zu vermarkten und nach heutiger Planung erst ab Mitte 25 wieder mit bereits geplanten Neuprojekte in die Realisierung zu starten.

Aufgrund der bereits heute bestehenden Grundstücksverträge und Projektentwicklungen ist auch bei konservativer Betrachtung von einem Fortbestand des Unternehmens für die Jahre 2025 ff. auszugehen.In der ersten Jahreshälfte 2024 konnte man zwar wieder einen Nachfrageanstieg feststellen, der aufgrund langer Bearbeitungs- und Prüfzeiten der finanzierenden Banken bisher nicht in einem signifikanten Anstieg von Neuabschlüssen geführt hat. Wir gehen aber davon aus, dass dies in der zweiten Jahreshälfte 2024 erfolgen wird, so dass wir wieder notarielle Verkäufe wie im Jahr 2022 (43 Einheiten) realisieren können. Erst im Jahr 2025 sehen wir wieder eine Entspannung und eine deutlich stärkere Nachfrage, wie das Bundesbauministerium.

"Im Bundesbauministerium sieht man nach schwierigen Vorjahren jetzt Anzeichen für eine Besserung der Lage: "Wir sehen nun positive Indikatoren für ein Ende der Talsohle", erklärt ein Sprecher. "Die Preise für Baumaterialien stabilisieren sich, die Inflation sinkt, die Finanzierungszinsen gehen runter und die Anzahl der Immobilienhypotheken hoch." Quelle: Wohnungsbau: Kein Ende der Krise in Sicht - dhz.net (deutsche-handwerks-zeitung.de) vom 18.04.2024Aktuell gehen wir im Jahr 2024 bei Umsatzerlösen von ca. 22 Mio€ von einem positiven Jahresergebnis in Höhe von ca. 0,2 - 0,4 Mio € aus. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen planen wir für das Jahr 2025 wieder mit moderat gestiegenen Umsätzen um die 27 Mio €. Damit einhergehenden planen wir einen Jahresüberschuss in der Größenordnung von 0,5 Mio €

 

Karlsruhe, den 02.07.2024

Die Geschäftsleitung

Bilanz

AKTIVA

EUR Vorjahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 43.933,00 41.893,00
II. Sachanlagen
Grundstücke und grundstückgleiche Rechte mit Wohnbauten 6.404.734,00 6.402.466,00
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 3.527.939,00 1.081.369,00
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 99.043,66 99.043,66
Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 9.877.425,12 9.877.425,12
Technische Anlagen und Maschinen 62.270,00 71.235,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.534,00 45.155,00
Anlagen im Bau 4.370.193,95 3.981.558,62
24.380.139,73 21.558.252,40
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 1.200,00 1.200,00
1.200,00 1.200,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 34.162.200,99 28.755.101,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.777.736,72 4.307.094,73
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 270.888,78 483.591,41
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 117.273,19 22.084,10
61.753.372,41 55.169.217,52

PASSIVA

EUR Vorjahr
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 16.609.278,97 20.460.734,18
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2.186.913,90 -3.851.455,21
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.444.425,76 1.632.621,08
C. VERBINDLICHKEITEN 40.512.753,78 35.927.317,47
davon gegenüber Kreditinstituten 37.201.781,47 31.125.255,46
61.753.372,41 55.169.217,52

Gewinn- und Verlustrechnung

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Rohergebnis 9.449.859,12 1.641.339,86
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.926.475,19 1.908.868,23
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 322.957,36 330.108,47
2.249.432,55 2.238.976,70
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 267.268,92 97.966,27
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.542.247,04 3.192.846,71
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.280,14 6.502,38
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.638.231,60 681.784,46
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 575.815,64 -723.832,56
8. Ergebnis nach Steuern 2.198.143,51 -3.839.899,34
9. sonstige Steuern 11.229,61 11.555,87
10. Jahresüberschuss 2.186.913,90 -3.851.455,21

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

evohaus GmbH

Allgemeine Angaben

Die evohaus GmbH mit Sitz in 76227 Karlsruhe, Emil-Nolde-Straße 2, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter HRB 108132 eingetragen.

Die Gesellschaft evohaus GmbH, Karlsruhe ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB, der Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Vorjahresausweise wurden an die Gliederung des Formblatts angepasst.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten gekaufte Softwarelizenzen, die über 3 bzw. 5 Jahre linear abgeschrieben wurden. Die Zugänge wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Sachanlagen

Die Sachanlagengüter wurden mit den Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten aktiviert, wobei die steuerlich niedrigsten zulässigen Werte zum Ansatz kamen, und unter Heranziehung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden. Erhaltene Tilgungszuschüsse wurden von den Herstellungskosten abgesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Geschäftsbauten werden mit 2%, 2,5% oder 3% p.a. in Abhängigkeit des Anschaffungszeitraumes linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von weniger als 800,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten aktiviert.

Vorräte

Unter dem Vorratsvermögen sind unfertige Bauleistungen angesetzt, die zum Bilanzstichtag mit den Herstellungskosten gemäß § 255 HGB bewertet wurden, wobei die steuerlich niedrigsten zulässigen Werte zum Ansatz kamen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht aktiviert. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Des Weiteren wurden erhaltene Anzahlungen für die unfertigen Bauten offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden gebildet. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Es handelt sich hier um Forderungen in Höhe von 350 T€ (2022: 400 T€) gegenüber dem Gesellschafter, die sonstige Forderungen darstellen. Die Forderung wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Enthalten sind im Wesentlichen Forderungen aus Steuerüberzahlungen in Höhe von 1.289 T€ (2022: 2.528 T€).

Die Forderungen wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Bei dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um ggf. zeitanteilig abgegrenzte Aufwendungen für das kommende Geschäftsjahr.

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt am 31. Dezember 2023 insgesamt 1.000.000,00 €.

Rückstellungen

Die Rückstellungen umfassen sonstige Rückstellungen in Höhe von 1.444 T€ (2022: 1.633 T€), die im Wesentlichen Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Nachunternehmerleistungen für bereits an Kunden übergebende Wohnungen, Gewährleistungen, noch zu erbringende Nacharbeiten Tantiemeansprüche und strittige Subunternehmerleistungen enthalten. Die sonstigen Rückstellungen wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Die Rückstellungen wurden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt; das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurde nicht ausgeübt. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Pensionsverpflichtungen waren nicht zu bilden.

Verbindlichkeiten

Die Wertansätze der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen den jeweiligen Erfüllungsbeträgen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben 21.796.541,89 € (2022: 20.926.025,41 €) eine Laufzeit bis zu einem Jahr und 10.760.250,03 € (2022: 7.188.883,48 €) eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden gesichert; Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 30.261 überdies durch die Abtretung von Kaufpreisansprüchen bzw. die Abtretung von Miet- und Pachtzahlungen besichert (2022: Mio€ 24,3 durch Abtretung von Kaufpreisansprüchen besichert). Somit haben insgesamt Verbindlichkeiten in Höhe von 10.760.250,03 € (2022: 7.188.883,48 €) eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren. Verbindlichkeiten von insgesamt Mio€ 37,2 € ((2022: Mio€ 31,1) sind durch Grundschulden und Mio€ 30,3 darüberhinaus durch die Abtretung von Kaufpreisansprüche bzw. Miet- und Pachtzahlungen besichert (2022: Mio€ 24,3 durch Abtretung von Kaufpreisansprüchen besichert).

Es bestehen übliche Eigentumsvorbehälte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Pflichtangaben

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen, die auch Gesellschafter sind, in Höhe von 17.117,37 € (2022: 6.480,01 €).

Es besteht eine Haftung als Mitglied an WEGs gemäß §9a (4) WEG.

Sonstige finanziellen Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen ergeben sich für die Gesellschaft aus Mietverträgen für die angemieteten Räume in der Emil-Nolde-Straße 2 in Karlsruhe und eine Bürofläche in Köln. Die jährliche Nettomietverpflichtung für die Räumlichkeiten beträgt derzeit 162 T€ bei einer festen Mietlaufzeit bis zum 31.10.2032 bzw. bis zum 31.12.2024. Die Gesamtverpflichtung hieraus beläuft sich auf 1.213 T€.

Weitere finanzielle Verpflichtungen resultieren aus den Leasingverpflichtungen für den Fuhrpark; diese betragen im Dezember 2023 monatlich T€ 12. Die daraus resultierenden finanziellen Verpflichtungen belaufen sich in Abhängigkeit der Laufzeiten der Leasingverträge somit auf rd. T€ 263.

Aus Erbbaurechtsverträgen resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 6.485. Diese resultieren im Wesentlichen aus zwei vermieteten Bestandsimmobilien (T€ 6.302), die noch einen Erbbauzinslaufzeit von 87 bzw. 97 Jahre haben. Der daraus resultierende Jahreserbbauzins beträgt aktuell T€ 66. Die anderen Erbbauzinsen resultieren aus Vertriebsobjekten und wurden bis zur voraussichtlichen Übergabe an die Eigentümergemeinschaft bewertet.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen somit insgesamt T€ 7.961.

Geschäftsführer

Geschäftsführer war

Herr Heinz Hanen, Architekt, Karlsruhe.

Die Angabe der Bezüge unterbleibt gemäß §286 (4) HGB.

Prokuristen

Prokuristen waren

Herr Jascha Hollmann, Diplomvolkswirt, Neuburg am Rhein.

Herr Marcel Milbich, Diplomingenieur, Knittlingen, bis 30.09.2023

Arbeitnehmeranzahl

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahr 2023 betrug 22 ; hierin enthalten sind Voll- und Teilzeitangestellte und Studentische Aushilfskräfte.

Nachtragsbericht

Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus in Verbindung mit den bestehenden dem Herstellungsprozess einhergehenden Verkaufspreisen, ist die Nachfrage am Erwerb unserer Immobilien zurückgegangen, so dass die vorhandenen Bestände an fertigen Wohnungen nicht so schnell wie gewünscht in Liquide Mittel gewandelt werden können. Daher ist es zur Sicherung der Liquidität erforderlich, auf unsere Finanzierungpartner bis zum Abbau der Bestände und für die Realisierung neuer Projekte zurückzugreifen, um den Liquiditätsbedarf für den Geschäftsbetrieb zu gewährleisten.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Karlsruhe, den 02.7.2024

Die Geschäftsführung

gez. Heinz Hanen

Bestätigungsvermerk

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die evohaus GmbH, Karlsruhe

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der evohaus GmbH, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der evohaus GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 02.07.2024

CL Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH & Co.KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Michael Ohmer, Wirtschaftsprüfer

Ingo Teine, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Es wird beschlossen, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 2.186.913,90 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 16.609.278,97 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Datum der Feststellung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 18. Juli 2024 festgestellt.

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand 01.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 90.748,19 19.921,60 16,76 0,00 110.686,55
90.748,19 19.921,60 16,76 0,00 110.686,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstückgleiche Rechte mit Wohnbauten 6.415.833,11 657.987,91 553.681,04 1.049.700,00 6.577.802,06
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 1.594.979,90 854.217,58 1.661.240,04 0,00 4.110.437,52
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 99.043,66 0,00 0,00 0,00 99.043,66
4. Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 9.877.425,12 0,00 0,00 0,00 9.877.425,12
5. Technische Anlagen und Maschinen 157.422,01 3.621,43 0,00 0,00 161.043,44
6. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 186.358,62 487,32 -16,76 9.448,66 177.380,52
7. Anlagen im Bau 3.981.558,62 2.603.556,41 -2.214.921,08 0,00 4.370.193,95
22.312.621,04 4.119.870,65 -16,76 1.059.148,66 25.373.326,27
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 1.200,00 0,00 0,00 0,00 1.200,00
1.200,00 0,00 0,00 0,00 1.200,00
22.404.569,23 4.139.792,25 0,00 1.059.148,66 25.485.212,82
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Abschreibungen
Umbuchungen
Abgänge
Zuschreibungen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.855,19 17.881,60 16,76 0,00 0,00 66.753,55
48.855,19 17.881,60 16,76 0,00 0,00 66.753,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstückgleiche Rechte mit Wohnbauten 13.367,11 159.700,95 0,00 0,00 0,00 173.068,06
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 513.610,90 68.887,62 0,00 0,00 0,00 582.498,52
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Technische Anlagen und Maschinen 86.187,01 12.586,43 0,00 0,00 0,00 98.773,44
0,00
6. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.203,62 8.212,32 -16,76 9.448,66 1.104,00 138.846,52
7. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
754.368,64 249.387,32 -16,76 9.448,66 1.104,00 993.186,54
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
803.223,83 267.268,92 0,00 9.448,66 1.104,00 1.059.940,09
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.933,00 41.893,00
43.933,00 41.893,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstückgleiche Rechte mit Wohnbauten 6.404.734,00 6.402.466,00
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 0,00 0,00
mit Geschäfts- und anderen Bauten 3.527.939,00 1.081.369,00
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 0,00 0,00
ohne Bauten 99.043,66 99.043,66
4. Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 9.877.425,12 9.877.425,12
5. Technische Anlagen und Maschinen 62.270,00 71.235,00
6. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
38.534,00 45.155,00
7. Anlagen im Bau 4.370.193,95 3.981.558,62
24.380.139,73 21.558.252,40
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 1.200,00 1.200,00
1.200,00 1.200,00
24.425.272,73 21.601.345,40

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