epsotech Color GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Farbstoffen und Pigmenten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Böhner seit 17.9.2025 | Liquidator |
Robert Hahn seit 22.11.2002 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
VitasheetGroup GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
epsotech Germany GmbHKirchberg, Kreis JülichJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben 1. Geschäftsmodell Unsere Gesellschaft gehört zu den bedeutendsten Herstellern von thermoplastischen Halbzeugen in Europa. Die thermoplastischen Halbzeuge werden dabei als Folien und Platten in den Produktbereichen Polystyrol, Styrol-Copolymer sowie Polyolefine an unserem Standort in Jülich-Kirchberg produziert. Die epsotech Germany GmbH konzentriert sich unverändert auf Europa, um als Teil des epsotech Verbundes eine möglichst vollständige Marktdurchdringung im Zusammenspiel mit den Schwesterfirmen zu erzielen. Nach Deutschland sind Polen, BeNeLux, Frankreich und England die wichtigsten Märkte für unser Unternehmen. Die epsotech Holding GmbH hält unverändert 100 % der Anteile. Oberstes Konzernunternehmen ist die Lenbach Equity Opportunities I.SCSp. mit Sitz in Luxemburg. 2. Forschung und Entwicklung Im Jahr 2021 wurde die Forschung und Entwicklung intensiv fortgesetzt. Bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Produkten steht die Entwicklung von verbesserten Rezepturen mit erhöhtem Kundennutzen im Vordergrund. Neben der Optimierung und Variation von Rezepturen für bestehende Anwendungen stand auch die Entwicklung neuer Produktgruppen mit neuen Eigenschaften im Vordergrund. Insgesamt wurden für Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr T€ 235 (Vorjahr: T€ 247) aufgewendet. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogen Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland und im westlichen Europa war 2021 durch die Corona-Pandemie und den damit verbundenen Rückgang des Welthandels gekennzeichnet. Dieses strategisch schwierige Umfeld führte jedoch nicht zu einer Trübung der Marktaktivitäten und der Nachfrage nach unseren Produkten in unserem Kernmarkt Deutschland, aber auch nicht im Rest Westeuropas. Aufgrund der zunehmenden politischen Distanz Westeuropas zu Russland sind die Absatzmöglichkeiten in diesem Markt weiterhin limitiert. Durch die mittelständisch geprägte Struktur des Wirtschaftszweiges und die Vielzahl der Anbieter ist die Wettbewerbssituation unverändert intensiv. Aufgrund der weltweit schwierigen Rohstoffversorgung im Geschäftsjahr 2021 konnte jedoch wieder von einem Verkäufermarkt gesprochen werden. Die Preise unserer Produkte folgten im Wesentlichen den zum Teil volatilen Rohstoffpreisen. Nach moderaten Preiserhöhungen zu Beginn des Jahres kam es aufgrund der weltweiten Rohstoffverknappung im 2. Halbjahr zu teils explosionsartigen Preiserhöhungen der Vorprodukte. Diese konnten jedoch insbesondere durch vertragliche Verpflichtungen nur bedingt an den Markt weitergegeben werden. 2. Geschäftsverlauf Das Volumen des Vorjahres konnte trotz der weltweiten Corona-Pandemie deutlich gesteigert werden. Insgesamt liegen die Volumen- und Umsatzergebnisse deutlich über den Zielen (der Geschäftsjahresplan für 2021 lag bei ca. T€ 45.000 bzgl. Umsatz). Ungeachtet der Volumensteigerung wurde der Fokus auf die Vermeidung und Verringerung des Vertriebs von unrentablen Produkten gelegt, jedoch konnten nicht alle Einkaufspreiserhöhungen aufgrund von vertraglichen Verpflichtungen an den Markt weitergegeben werden. Am Produktportfolio wurde prinzipiell festgehalten, defizitäre Produkte wurden durch andere mit höherer Wertschöpfung ersetzt. Durch Einsatz von Agenturkräften wurde die Mitarbeiterzahl dem Bedarf angepasst bzw. wurden Fehlzeiten abgedeckt. Die Anzahl der Stammmitarbeiter wurde um 3 auf durchschnittlich 176 (Vorjahr: 173) Personen erhöht, aber auch die Anzahl der Leiharbeitskräfte hat sich entsprechend dem hohen Produktionsvolumen erhöht. Schulungen der Mitarbeiter wurden intensiviert, um die Effizienz im Produktionsprozess zu optimieren. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern. 3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich im Wesentlichen durch die Abschreibungen von T€ 736 bei gleichzeitigen Zugängen von T€ 297 um T€ 438 vermindert. Im Jahr 2021 leistete die Tochtergesellschaft epsotech Austria Ges. m. b. H., Gaspoltshofen, AUT, keine Dividende. Der Wert der Tochtergesellschaft wurde zum 31.12.2021 unverändert mit T€ 831 bilanziert. Die Geschäftsentwicklung der epsotech Austria Ges. m. b. H., Gaspoltshofen, AUT, war rückläufig gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Jahresfehlbetrag von T€ 145 (Vorjahr: Jahresüberschuss € 159) erwirtschaftet. Grundsätzlich sind wir optimistisch, dass sich die Ertragslage im Laufe des Jahres 2022 wieder positiver entwickeln wird. Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Jahresvergleich um T€ 3.695. Die Vorräte in unserem Unternehmen haben sich gegenüber dem Stichtag des letzten Jahres um T€ 3.791 deutlich erhöht. Im Wesentlichen ist dies auf die stark gestiegenen Einkaufspreise zurückzuführen, aber daneben auch auf eine höhere Lagerhaltung zur Absicherung von Lieferengpässen. Die selbst produzierten Regenerate werden in ihrer Bewertung - wie im Vorjahr - an den Substitutionsprodukten gemessen, und deren Menge ist etwas gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund höherer Umsätze um T€ 2.003 gestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich stichtagsbedingt um T€ 117. Das an den Gesellschafter ausgereichte Darlehen erhöhte sich durch Verrechnung von Zinsen um T€ 48 auf T€ 2.956. Die flüssigen Mittel sind um T€ 1.816 gesunken und betrugen am Stichtag T€ 2.539. Finanzlage Finanziert ist unsere Gesellschaft unverändert hauptsächlich durch Eigenkapital, Lieferverbindlichkeiten, langfristige Bank- und Mietkaufdarlehen sowie die Nutzung von Factoring. Die Grundstücke und Gebäude sind durch eigene Mittel und langfristige Darlehen der Geschäftsbanken finanziert. Die Verbindlichkeit dieser Darlehen zum 31. Dezember 2021 betrug T€ 5.710 (Vorjahr: T€ 6.425). Es besteht unverändert eine Finanzierungsoption von bis zu T€ 8.000 aus einem Factoring-Vertrag. Diese Finanzierungsoption wurde entsprechend dem Bedarf genutzt und zum Stichtag 31. Dezember 2021 bestand eine Nettoverbindlichkeit von T€ 1.131 (Vorjahr: T€ 614) aus dem Factoring-Vertrag. Das Eigenkapital betrug am 31. Dezember 2021 T€ 6.365 (Vorjahr: T€ 5.183). Mindernd wirkte sich gegenüber dem Vorjahr zwar der im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete Jahresfehlbetrag von T€ 1.318 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag T€ 1.733) aus. Zum Jahresende wurde jedoch zur Eigenkapitalstärkung ein unterjährig seitens der Gesellschafterin ausgereichtes Darlehen von T€ 2.500 in die Kapitalrücklage eingebracht. Die Eigenkapitalquote stieg auf 22,9 % (Vorjahr: 21,1 %), gleichzeitig stieg die Bilanzsumme um 13,3 %. Die Rückstellungen sind deutlich auf T€ 8.395 (Vorjahr: T€ 5.055) gestiegen. In den Rückstellungen für das Jahr 2021 sind um T€ 2.639 höhere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen enthalten als im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich aufgrund von planmäßigen Tilgungen um TEUR 715. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt gesunken, überwiegend aufgrund der gestiegenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und betragen T€ 4.339 (Vorjahr: T€ 4.980). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus empfangenen Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen um TEUR 161. Ertragslage Die Umsatzziele für das Jahr 2021 wurden deutlich übertroffen, überwiegend durch ein höheres Absatzvolumen und durch die Weitergabe der gestiegenen Einkaufpreise, obwohl die andauernde weltweite Corona-Pandemie mit weiteren Lockdowns einen deutlichen Rückgang der weltweiten Nachfrage verursachte. Margenschwache Aufträge wurden weiterhin ausgeleitet, jedoch konnten aufgrund von vertraglichen Verpflichtungen nicht alle Rohstoffpreissteigerungen an den Markt weitergegeben werden. Die Umsätze stiegen um 40,4 % auf T€ 52.384 (2020: T€ 37.318). Durch die fortgeführte Strategie der Optimierung des Produktportfolios mit Verzicht auf Aufträge mit unzureichenden Deckungsbeträgen und den Fokus auf innovative neue Produkte mit Rezepturverbesserungen konnten die Stückdeckungsbeiträge weiter verbessert werden. Es konnten jedoch nicht alle Rohstoffpreise an den Markt weitergegeben werden, sodass die relative Gesamtmarge auf 29,3 % (Vorjahr: 37,6 %) gesunken ist. Da die Nachfrage im Jahr 2021 gestiegen ist, hat sich das absolute Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 89. Der gestiegene Materialaufwand resultiert aus der mengenbedingten Erhöhung der Umsatzerlöse und aus dem starken Anstieg der Rohstoffpreise. Der Materialeinsatz erhöhte sich von 63,0 % im Vorjahr auf 73,2 % bedingt dadurch, dass Einkaufspreiserhöhungen nicht bzw. nur zeitverzögert an den Markt weitergegeben werden konnten. Die Personalkosten sind im Geschäftsjahr 2021 um T€ 115 gestiegen. Der Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau von Stammpersonal. Der Anstieg der Abschreibungen beträgt lediglich T€ 31; sie liegen damit fast auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 6.409 sind gegenüber dem Vorjahr (T€ 5.139) deutlich gestiegen. Die höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren überwiegend aus gestiegenen Gewährleistungsaufwendungen und der höheren Konzernumlage sowie durch weitere Aufwendungen für Beratung. Die Zinserträge resultieren aus Darlehen an Konzerngesellschaften. Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen, der Finanzierung über Factoring sowie aus Zinsen für das Darlehen zur Finanzierung der Immobilie. Das Zinsergebnis beläuft sich insgesamt auf T€ -365 (Vorjahr: T€ -348). Im Geschäftsjahr wurde, wie im Vorjahr, kein Beteiligungsertrag erzielt. Der im Geschäftsjahr 2021 erzielte Jahresfehlbetrag beläuft sich auf T€ 1.318 und ist damit gegenüber dem Vorjahresergebnis etwas verbessert, in dem ein Jahresfehlbetrag von T€ 1.733 erzielt wurde. Die Umsatzziele wurden für das Geschäftsjahr 2021 erreicht. Jedoch wurde das angestrebte leicht positive Ergebnis aufgrund der folgenden Sondereffekte verfehlt: 1) Außerordentliche Personalaufwendungen im Zusammenhang mit der Umstellung auf SAP zum 1.1.2022 in Höhe von rund T€ 215, welche in 2022 nicht noch mal anfallen werden, 2) Außerordentliche Rekrutierungskosten in Höhe von ca. T€ 150 bis T€ 200 und 3) rund T€ 950 aufgrund der starken Rohstoffpreisentwicklung im ersten Halbjahr, welche aufgrund von vertraglichen Preisklauseln nicht an den Kunden weitergegeben werden konnten. Nach der geänderten Vertragssituation mit den Kunden konnten weitere Verluste aus den Rohstoffpreisänderungen im zweiten Halbjahr vermieden werden. Bei einer Bereinigung des Ergebnisses 2021 um die oben genannten Sondereffekte wäre das Geschäftsjahr 2021 ergebnismäßig positiv verlaufen. Dies erklärt die weitere optimistische Planung für das Geschäftsjahr 2022. III. Prognosen, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die Nachfrageentwicklung in der EURO-Zone war im Jahr 2021 zufriedenstellend. Nach einem guten und vielversprechenden Auftakt ging die Nachfrage im Lauf des Jahres insbesondere in Deutschland Corona bedingt deutlich zurück. Wir gehen für 2022 von einer vorsichtigen Erholung der Konjunktur aus und rechnen mit Ausnahme von Großbritannien mit einem moderaten Wachstum in der gesamten EURO-Zone gegenüber dem Jahr 2021. Der Aufwand für die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen bzw. Weiterentwicklung existierender Applikationen wird beibehalten, um das Spezialitätengeschäft weiter auszubauen. Insgesamt rechnet die epsotech Germany GmbH mit einem Umsatz von etwa T€ 54.000. Das anvisierte Volumen im Jahr 2022 kann ohne Veränderungen oder Ausbau der Strukturen realisiert werden. Wir gehen aktuell davon aus, dass nahezu alle Preissteigerungen im Beschaffungsbereich an die Kunden weitergegeben werden können. Die Effizienz- und Produktivitätsprojekte sowie die Konzentration auf profitable Produkte werden fortgesetzt. Unsere Gesellschaft erfüllt vorläufig für das Jahr 2022 die Kriterien der Härtefallregelung und wird voraussichtlich wieder zu einem großen Teil von den Abgaben aus dem Erneuerbaren Energien Gesetz befreit sein. Aufgrund dieser Strategie und Bedingungen erwarten wir für unsere Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 ein positives Ergebnis vor Steuern (EBT rund T€ 590) und somit eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Diese Planwerte beruhen auf dem Stand der Planung während der nach wie vor bestehenden Kriegszustände in Osteuropa. Die möglichen finanziellen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2022 kann die Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht beziffern. Es ist gegenwärtig allerdings absehbar, dass das geplante Umsatzniveau und Ergebnis voraussichtlich erreicht werden. 2. Risikobericht Berichterstattung über das Risikomanagementsystem, insbesondere über Finanzrisiken Die epsotech Germany ist in das Risikofrühwarnsystem der epsotech Gruppe integriert. Das Berichtswesen basiert auf einer detaillierten Unternehmensplanung pro Geschäftsbereich und monatlichen Kennzahlenanalysen im Vergleich zur Ist-Entwicklung. Die Gesellschaft berichtet monatlich auf Basis des LucaNet Reporting Tools an das Management der epsotech Holding. Der Markt der wesentlichen Rohstoffe wird zentral durch eine hierauf spezialisierte Abteilung beobachtet bzw. analysiert und Veränderungen der Preise oder drohende Verknappung werden den Tochterunternehmen frühzeitig signalisiert und so Beschaffungsstrategien angepasst. Aufgrund des gesunkenen Volumens der Geschäfte in GBP sind die Wechselkursrisiken aus diesen Geschäften begrenzt und die Geschäftsführung sieht kein wesentliches Fremdwährungsrisiko. Risiken Die Preisentwicklung kann nicht zuverlässig vorausgesagt werden. Neben der weltweiten Entwicklung der Nachfrage sind mittlerweile auch erhebliche Spekulationseffekte, politische Interventionen, Naturkatastrophen sowie Maßnahmen bezüglich der Wettbewerbsbedingungen und Marktmacht der Rohstoffproduzenten maßgebliche Faktoren für die Preisbildung auf den Rohstoffmärkten. Die hohe globale Konzentration und damit verbundene Marktmacht weniger Rohstoffanbieter muss bzgl. Preisbildung und gesteuerte Verknappung/Zuteilung kritisch betrachtet werden. Aufgrund der allgemeinen Verknappung der Rohstoffe in 2021 sind die Rohstoffpreise stark angestiegen. Mit dem Start des Ukraine-Krieges sind die Preise für Elektrizität und Rohöl erneut signifikant angestiegen und haben zu negativen Effekten auf den Weltmärkten geführt, welche nach dem Jahr 2021 ohnehin noch stark strapaziert waren. Preissteigerungen im Rohöl führten erneut zu signifikant steigenden Rohstoffpreisen für die epsotech Germany in den ersten Monaten 2022, diese haben sich aber mittlerweile wieder stabilisiert. Auch die Energiepreise sind nach rapiden Anstiegen im März und April wieder auf ein erwartetes Level für 2022 abgefallen. Inwieweit hier noch in den Folgemonaten bzw. im Gesamtjahresverlauf 2022 mit negativen Einflüssen (z.B. durch hohe Inflation und weiter steigende Zinsen) zu rechnen ist, hängt maßgeblich davon ab, ob die Endverbrauchernachfrage auf einem konstant starken Niveau bleibt. Wir gehen aktuell von ebendiesem optimistischen Szenario einer anhaltend starken Nachfrage aus und haben die zum Ende des Jahres 2021 aufgestellte Planung für 2022 nach einem positiven Trend im 1. Quartal 2022 bestätigt. Aufgrund der umweltfreundlichen Produktpalette sind keinerlei Einschränkungen oder fiskalpolitische Nachteile zu erwarten. Da unser Kerngeschäft in Europa, insbesondere innerhalb der EU liegt, ist keine große Abhängigkeit und Unsicherheit von einzelnen Ländern oder Kunden gegeben. Damit stellen politische Veränderungen oder ein möglicher Ausfall von einzelnen Kunden keine ernsthafte Gefahr für das Unternehmen dar. Die epsotech Germany GmbH begegnet dem Ausfallrisiko durch Nutzung von Kreditversicherungen sowie mit einem Risikomanagement, welches Zahlungsverzögerungen der Kunden zügig aufdeckt und so schnelle Entscheidungen ermöglicht. Die möglichen Auswirkungen der militärischen Auseinandersetzungen in Osteuropa zu Beginn des Jahres 2022 kann die Geschäftsführung der epsotech Germany GmbH derzeit nicht beziffern, diese werden jedoch fortlaufend beobachtet und analysiert sowie bei Bedarf entsprechende Maßnahmen zur Stabilisierung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingeleitet. 3. Chancenbericht Die Hauptmärkte der epsotech Germany GmbH sind unverändert Deutschland und Europa. In Westeuropa wird im Jahr 2022 mit einer leichten Nachfrageverbesserung gerechnet. Volumen- und Deckungsbeitragssteigerungen sind durch spezialisierte oder neue Applikationen bzw. technische Anwendungen möglich und für unsere Gesellschaft im Fokus der Aktivitäten. Bei Standardprodukten mit unzureichenden Deckungsbeiträgen wird unsere Gesellschaft ihr Angebot permanent überprüfen. In Osteuropa mit Ausnahme der Ukraine und Russlands wird mit einer stetig verbesserten Nachfrage nach unseren Produkten gerechnet. Auch in Südeuropa - mit Ausnahme Italiens - rechnen wir mit einer kontinuierlichen und leicht steigenden Nachfrage. Wir sehen für unsere Gesellschaft nicht nur mit Standardprodukten, sondern auch mit Spezialkunststoffen gute Wachstumspotentiale in diesen Ländern. Interkontinentales Geschäft steht nicht im Fokus unserer Aktivitäten, bestehende Kontakte werden jedoch genutzt, um neue Absatzmöglichkeiten zu entwickeln. Der Markt in Großbritannien ist durch den Brexit schwierig. Abnehmer suchen nach Lösungen, die stabile Preise und Versorgung ermöglichen. Es sollte für unsere Gesellschaft möglich sein, mit spezialisierten Applikationen auf diesem Markt zu bestehen, um die schwierige Wettbewerbssituation bei Standardprodukten zu kompensieren, die stark von den Marktbarrieren abhängig sein wird. Für das Jahr 2022 sind weitere Investitionsprojekte in den Bereichen Prozessoptimierung, Kapazitätsanpassungen, Qualitätsverbesserung sowie in der Informationstechnik geplant. Existierende Anlagen werden entsprechend der Nachfragesituation und dem veränderten Produktportfolio angepasst. Erweiterungen und Anpassungen der Produktpalette werden in Kooperation mit Kunden und Lieferanten vollzogen. Die Strategie eines Universalanbieters wird beibehalten, was die Risiken gegenüber Bedarfsschwankungen einzelner Produkte reduziert. Spezialprodukte von Schwesterfirmen werden weiterhin zur Komplementierung der Produktpalette angeboten. Die Konjunkturlage ist in unserer Branche mit typischerweise sehr kurzen Auftragsreichweiten kaum für einen Zeitraum größer als 3-6 Monate abzuschätzen. Es wird grundsätzlich weiter mit einem moderaten Wachstum des Zukunftsmarkts Kunststoffplatten gerechnet. Zu Beginn des Jahres sind die Rohstoffpreise nochmals weiter gestiegen. Der Auftragseingang war bei stabilen Margen zu Beginn des Jahres 2022 geringfügig unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Bei stärkeren Umsätzen zum Jahresbeginn gegenüber dem Vorjahr lag das Ergebnis bis einschließlich Mai leicht über dem Niveau des Vorjahrs.
Jülich, den 24. Juni 2022 Michael Hangelmann Daniel Faller Christian Lautier Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Alleinige Gesellschafterin unserer Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag die epsotech Holding GmbH, Jülich ("ETH"). Die ETH erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis. In diesen Konzernabschluss ist die Gesellschaft einbezogen. Aufgrund der Einbeziehung in diesen Konzern ist die Gesellschaft von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekanntgemacht. Oberstes Konzernunternehmen ist die Lenbach Equity Opportunities I.SCSp. mit Sitz in Luxemburg, die einen Konzernabschluss für den größten Kreis erstellt. B. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätze Die epsotech Germany GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Anhang in Tausend Euro (TEUR) aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Als Nutzungsdauer werden vier bis zehn Jahre zugrunde gelegt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Einbeziehung von Abschreibungen. Bis zum 1. Januar 2010 wurden die Nutzungsdauern der Gegenstände des Sachanlagevermögens anhand der steuerlichen Abschreibungstabellen bestimmt. Für Zugänge seit dem 1. Januar 2010 werden die tatsächlichen voraussichtlichen Nutzungsdauern für die Ermittlung der jährlichen Abschreibungsbeträge herangezogen. Die Abschreibungen werden entsprechend der festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt vorgenommen:
Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwendungen erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand EUR 800 nicht übersteigen (geringwertige Wirtschaftsgüter). Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, vermindert um eine außerplanmäßige Abschreibung von TEUR 1.300 wegen dauernder Wertminderung. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Niedrigere beizulegende Werte wegen eingeschränkter Verwertbarkeit und Qualitätsmängel werden durch Abwertungen berücksichtigt. Selbstproduzierte Recyclingwerkstoffe werden aufgrund ihrer Einsatzmöglichkeiten bewertet; Ersatzstoffe für Originalrohstoffe mit 80 % des Originalrohstoffpreises, Mischregenerate zum vergleichbaren Marktwert solcher Produkte. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten werden ausgehend vom durchschnittlichen voraussichtlichen Verkaufserlös des Produkts durch angemessene Abschläge für die bis zum Verkauf noch anfallenden Herstellungs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie für einen durchschnittlichen Gewinn ermittelt. In die retrograde Kalkulation der Herstellungskosten werden Materialkosten, Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten sowie der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Eine Abwertung der Produkte erfolgt bei nach Kundenauftrag produzierten Waren nach Einzelfallprüfung und bei Standardwaren nach sechs Monaten um 50 % und nach zwölf Monaten um 100 %. Bei der Einzelfallprüfung wird auf Basis der Wahrscheinlichkeit der Abnahme durch den Kunden eine Wertberichtigung in Höhe von 0 %, 50 % oder 100 % vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gemäß den Konzernrichtlinien vorgenommen. Danach werden Forderungen, die 60 bis 89 Tage bzw. 90 und mehr Tage überfällig sind, zu 50 % bzw. zu 100 % des nicht durch eine Kreditversicherung abgedeckten Teils abgeschrieben. Für spezifische Kreditrisiken werden besondere Wertberichtigungen gebildet. Im Geschäftsjahr partizipiert die Gesellschaft an dem Factoringprogramm der EPSOTECH Gruppe. Forderungen von Kunden, die über einen vollständigen Kreditversicherungsschutz gesichert sind, werden an Factofrance veräußert. Die rechtliche Zuordnung der Forderung verbleibt bei der Gesellschaft und Forderungen gegen Kunden werden bei der Gesellschaft bilanziert. Die Finanzierung durch die Factoringgesellschaft wird als sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Mit dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Zahlungen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, zeitanteilig abgegrenzt. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2021 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %). Durch die Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre anstelle von sieben Jahren resultiert ein Zinseffekt in Höhe von TEUR 169 (Angabe nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt sowie alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Aus der BilMoG-Umstellung zum 1. Januar 2010 ergab sich eine Unterdeckung zu den nach altem Handelsrecht ermittelten Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 381. Diese Unterdeckung wird bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel (TEUR 25) vermindert und als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Die zum 31. Dezember 2021 verbleibende Unterdeckung beläuft sich auf TEUR 76. Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wird auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Bei der Berechnung wurden jährliche Einkommenssteigerungen von 3,0 %, eine jährliche Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze von 3,0 % sowie alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Der für die Abzinsung verwendete fristenkongruente Zinssatz beträgt 1,35 % (Vorjahr: 1,60 %) p.a. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert worden. Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles bewertet. Kurzfristigen Forderungen, Verbindlichkeiten und liquide Mittel in fremden Währungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. C. Angaben zur Bilanz Aktiva 1. Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. 2. Finanzanlagen Unter den Finanzanlagen werden von uns gehaltene Anteile an der epsotech Austria Ges. m.b.H., Gaspoltshofen/Österreich, ausgewiesen. Die Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB sind wie folgt:
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.956 (Vorjahr: TEUR 2.908). Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren - wie im Vorjahr - überwiegend aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 929 (Vorjahr: TEUR 1.183) bzw. betreffen Umsatzsteuerforderungen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben TEUR 2.956 (Vorjahr: TEUR 2.908) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 73) beinhaltet im Wesentlichen Lizenzgebühren/ERP Software Update-Service für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 39. Passiva 4. Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 6.365 (Vorjahr: TEUR 5.183). Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 wurde durch die Gesellschafterin ein von dieser unterjährig ausgereichtes Darlehen i.H.v. TEUR 2.500 in die Kapitalrücklage eingebracht. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten vornehmlich Beträge für ausstehende Eingangsrechnungen, Jubiläumszuwendungen, Gewährleistungsverpflichtungen, Umsatzboni und Preisnachlässe, Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie Urlaubsansprüche der Mitarbeiter. 6. Verbindlichkeiten Für den Rückkauf der Grundstücke wurden im Geschäftsjahr 2018 ein festverzinsliches Darlehen sowie ein Darlehen mit variablem Zins abgeschlossen. Beide Darlehen haben eine Restlaufzeit von 6,5 Jahren. Die Verbindlichkeit aus diesen Darlehen gegenüber dem Kreditinstitut beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 3.835, davon rückzahlbar bis zu einem Jahr TEUR 590 (Vorjahr: TEUR 590) und größer einem Jahr TEUR 3.245 (Vorjahr: TEUR 3.835), davon in den nächsten zwei bis fünf Jahren TEUR 2.360 und nach fünf Jahren TEUR 885. Zusätzlich wurde im Geschäftsjahr 2020 ein KFW-Darlehen in Höhe von TEUR 2.000 mit einer Restlaufzeit von 4 Jahren zur Absicherung der Liquidität aufgenommen. Die Verbindlichkeit zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 1.875, davon rückzahlbar bis zu einem Jahr TEUR 500 und in den nächsten zwei bis fünf Jahren TEUR 1.375. Insgesamt haben die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 4.620 (Vorjahr: TEUR 5.710). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie im Vorjahr durch Grundschulden in Höhe von TEUR 5.900 gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 141) resultieren mit TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 141) aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr und darüber hinaus aus Zinsen. Im Jahr 2019 wurde ein Vertrag über den Mietkauf einer Produktionsmaschine abgeschlossen. Die daraus resultierende Verpflichtung erhöhte sich im Jahr 2020 um TEUR 235. Daraus ergeben sich Zahlungsverpflichtungen zahlbar in Raten von TEUR 401 im Jahr 2022 und TEUR 1.160 in den Jahren 2023 - 2025. Diese Verbindlichkeit ist durch Sicherungsübereignung der Produktionsmaschine gesichert. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen Verbindlichkeiten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr von TEUR 1.160 (Vorjahr: TEUR 1.562) enthalten. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 7.271 (Vorjahr: TEUR 8.378), davon durch Grundschulden TEUR 5.710 (Vorjahr: TEUR 6.425) und durch Sicherungsübereignung TEUR 1.561 (Vorjahr: TEUR 1.953). Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt TEUR 885 (Vorjahr: TEUR 1.475). 7. Haftungsverhältnisse Es bestanden keine Haftungsverhältnisse. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Nach Produktbereichen und geographischen Märkten setzten sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 388 (Vorjahr: TEUR 385), die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren, Kursgewinne aus Währungsumrechnungen von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 10), davon noch nicht realisiert TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Hierunter sind sämtliche betrieblichen Aufwendungen erfasst, die nach den gesetzlichen Vorschriften nicht gesondert auszuweisen sind. Darin enthalten sind Kursverluste aus Währungsumrechnungen von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 38); davon noch nicht realisiert TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). 4. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr: 0). 5. Abschreibungen auf Finanzanlagen Es wurden wie im Vorjahr keine Korrekturen auf den Beteiligungsbuchwert der Anteile an der epsotech Austria Ges.m.b.H., Gaspoltshofen/Österreich, vorgenommen. 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die sonstigen Zinsen enthalten Erträge aus verbundenen Unternehmen von TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 52). Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 0). Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen in Höhe von TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 219) aus Aufzinsungen langfristiger Rückstellungen sowie den Darlehen für die Grundstücke in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 85). E. Sonstige Angaben 1. Zahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/außerbilanzielle Geschäfte Aus Leasingverträgen bestehen neben den unter C.5 genannten Verpflichtungen folgende Zahlungsverpflichtungen:
Es handelt sich im Wesentlichen um Leasingverträge für Gabelstapler, Kraftfahrzeuge und Büroausstattung. Zweck und Vorteil dieser Verträge sind in erster Linie eine geringe Kapitalbindung im Vergleich zu einem Erwerb dieser Vermögensgegenstände sowie der Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragsbindung bei längeren Laufzeiten ergeben, soweit eine künftige Nutzung dieser Gegenstände nicht mehr möglich wäre, wofür derzeit aber keine Anhaltspunkte bestehen. Zur Absicherung des Darlehens mit variablem Zins wurde in gleicher Höhe ein Zinssatzswapgeschäft zu kongruenten Werten und Laufzeiten abgeschlossen. Das Zinssicherungsgeschäft hat einen Anfangsbetrag von TEUR 2.950 und eine Laufzeit von ebenfalls 9,5 Jahren (6,5 Jahre Restlaufzeit und TEUR 1.918 zum Stichtag 31. Dezember 2021). Für das Sicherungs- und Grundgeschäft wurde eine Bewertungseinheit mit dem entsprechend variabel verzinsten Darlehen gebildet. Die Bewertung erfolgt nach der "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden. Der Marktwert beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR -32. Neben den genannten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. 3. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr bzw. bis zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses von den folgenden Herren wahrgenommen:
Zwei Geschäftsführer haben keine Vergütung von der Gesellschaft erhalten. Für Hinterbliebene eines ehemaligen Geschäftsführers bestehen zum 31. Dezember 2021 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 654. Gezahlt wurden an die Hinterbliebenen des ehemaligen Geschäftsführers im Berichtsjahr TEUR 50. 4. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 45 und betrifft ausschließlich Prüfungsleistungen.
Jülich, den 24. Juni 2022 Michael Hangelmann Daniel Faller Christian Lautier Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die epsotech Germany GmbH, Jülich Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der epsotech Germany GmbH, Jülich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der epsotech Germany GmbH, Jülich, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 29. Juni 2022 Deloitte
GmbH
Josef Pergens, Wirtschaftsprüfer Karsten Bölting, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 01.12.2022 festgestellt. |
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