Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen
Collin Lab & Pilot Solutions GmbH
Gewerbestraße 11, 83558 Maitenbeth, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Wiefarn seit 27.4.2019 | Prokura |
Norbert Sonnleitner seit 27.4.2019 | Prokura |
Friedrich Dr. Kastner seit 6.12.2018 | Geschäftsführer |
Christian Hartl seit 6.12.2018 | Prokura |
Cornelis Adrianus Maria Verstraten seit 6.12.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Next Generation Analytics GmbH | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Collin Lab & Pilot Solutions GmbHMaitenbethJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2023 bis zum 30.04.2024LageberichtCollin mit Sitz im bayrischen Maitenbeth entwickelt intelligente Labor-, Pilot und Produktionsanlagen im Modulsystem für die kunststoffverarbeitende Industrie sowie Forschungseinrichtungen. Das inhabergeführte Unternehmen besteht seit 50 Jahren und setzt als Premiumanbieter weltweit technische und qualitative Maßstäbe. Im Rahmen der Produktlinien Teach Line, Lab Line, Pilot Line, Medical Line sowie Polytest Line entwickelt COLLIN individuelle Lösungen - Plattenpressen, Walzwerke, Kalander, Extruder, Compounder, Mono- oder Coextrusionsanlagen, Druckfiltertests, Rheometer oder optische Inspektionssysteme. Materialhersteller, Compoundeure, Folienproduzenten, Unternehmen aus Medizintechnik, Pharmazie und Industrie, Universitäten, Labore und Wissenschaftsinstitute zählen auf Collin. Ergänzt wird das Produktportfolio durch den neuen Bereich Food and Feed für die Nahrungs- und Futtermittelindustrie. Collin-Lösungen dienen der Entwicklung sowie Herstellung von Kunststoffprodukten, Materialuntersuchungen, Testreihen bis hin zu Pilotversuchen, die ein Scale-up auf Produktionsmaßstab erlauben. Darüber hinaus gibt es weltweit 40 eigenständige Vertretungen. Branchenentwicklung Im Jahr 2023 verfehlte der Auftragseingang im Maschinenbau sein Vorjahresniveau preisbereinigt um 12 Prozent. Der Umsatz verblieb real auf Vorjahresniveau. Laut dem Branchenverband VDMA lag der Umsatz im 1. Quartal 2024 um 8% unter dem Vorjahresquartal. Der Auftragseingang verzeichnete im gleichen Zeitraum ein Auftragsminus von 13%. Die anhaltende Flaute der globalen Konjunktur hinterließ auch im Maschinen- und Anlagenbau zunehmend deutlichere Spuren. Die Produktion lief in den ersten Monaten des Jahres dank hoher Auftragsbestände und weniger Engpässe in den Lieferketten vergleichsweise gut. Im Laufe des Jahres trübte sich die Konjunktur jedoch stark ein. Neben den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten belasten insbesondere die hohen Energiekosten, Inflation und hohe Zinsen, die für Unsicherheit und höhere Kosten und somit auch weniger Investitionen sorgten. Geschäftsentwicklung Im Geschäftsjahr 2023/24 lag der Umsatz bei 23,1 Mio € (i.Vj. 32,5 Mio. €) und sank damit um 29 % zum Vorjahr. Der hervorragende Geschäftsverlauf vom vergangenen Geschäftsjahr schwächte sich durch einen sehr starken Einbruch der Auftragseingänge deutlich ab. Die Auftragsflaute beruht in der unsicheren Lage auf dem Weltmarkt, diese wird hervorgerufen durch Kriege, steigende Kosten für Investitionen sowie Bürokratie und staatliche Regulierungen. Der Planumsatz wurde deutliche verfehlt und mehrmals innerhalb des Geschäftsjahres nach unten angepasst. Die finale Umsatzeinschätzung wurde schlussendlich um 1% übertroffen. Die Exportquote sank von im Vorjahr 74% auf 73%. Im Berichtszeitraum wurde ein Auftragseingang von 13,8 Mio € erzielt, der Vorjahreswert von 20,8 Mio € wurde deutlich um 34% unterschritten. Der Eingangsverlauf während des Jahres war durchgehend unterdurchschnittlich, lediglich in zwei nicht zusammenhängenden Monaten lagen die Eingänge weit über dem Durchschnitt. Der Auftragsbestand zum 30.04.2024 betrug 4,6 Mio € und lag damit um 3,4 Mio € bzw. -42% unter dem Vorjahreswert von 8,0 Mio. €. Ertragslage Der Jahresüberschuss sank im Geschäftsjahr 2023/24 deutlich von im Vorjahr 1.888 T€ um 1.818 T€ auf 70 T€. Das Planergebnis für das Berichtsjahr 2023/24 wurde deutlich verfehlt. Unterjährige Ergebnisprognosen zeigten einen deutlichen Verlust, durch frühzeitig eingeleitete Maßnahmen konnte trotzdem ein positives Ergebnis erzielt werden. Durch den deutlichen Auftragsrückgang und in der Folge negative Ergebnisvorhersagen wurden frühzeitig Maßnahmen ergriffen. Durch Kosteneinsparungen, Verschiebung von Investitionen, Streichung von Messeauftritten sowie Einführung von Kurzarbeit über mehrere Monate trugen zu einem positiven Ergebnis bei. Die Gesamtleistung im Berichtsjahr lag bei 23.494 T€, der Vorjahreswert betrug 32.177 T€. Der Materialaufwand lag im Berichtsjahr bei 7.732 T€, die Materialquote beträgt 33% und stieg leicht um 0,3% gegenüber Vorjahr an. Der Personalaufwand betrug 9.107 T€, im Vorjahr lag er darüber bei 9.610 T€, die Personalquote stieg von im Vorjahr 29,9% auf 38,8% im Berichtsjahr an. Am Bilanzstichtag waren 114 Mitarbeiter beschäftigt (i.Vj. 119). Die Abschreibungen des Anlagevermögens lagen bei 1.308 T€ (i.Vj. 1.287 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr 6.335 T€, der Vorjahreswert betrug 8.813 T€. Die Gesamtkapitalrentabilität vor Zinsen sank von 10,58% auf 3,76%, die Umsatzrentabilität fiel von 5,79% auf 0,3%. Ebenso sank die EK-Rentabilität von 24,18% auf 0,95%. Vermögens- und Finanzlage Das Eigenkapital sank am Bilanzstichtag auf 7.378 T€, im Vorjahr lag es bei 7.807 T€. Die Bilanzsumme hat sich um 5.446 T€ auf 14.421 T€ verringert, die Eigenkapitalquote ist von im Vorjahr 39,3% auf 51,2% der Bilanzsumme angestiegen. Das Anlagevermögen sank um 543 T€ auf 3.243 T€. Die Investitionen in das Anlagevermögen belaufen sich im Berichtsjahr auf 896 T€ (i.Vj. 1.224 T€), davon Investitionen in eigengefertigte Labor- und Vorführmaschinen für unser Technikum 671 T€ und Betriebs- und Geschäftsausstattung 132 T€. Die Vorräte sind ohne Berücksichtigung von Anzahlungen um 1.637 T€ auf 6.379 T€ gesunken, die erhaltenen Anzahlungen sind um 127 T€ auf 1.935 T€ gesunken, insgesamt sank die Bilanzposition Vorräte um 1.582 T€ auf 4.445 T€. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen fielen im Berichtsjahr um 161 T€ auf 979 T€. Die Forderungen gegenüber der Next Generation Analytics Inc. aus lfd. Verrechnung und aus Darlehen wurden im Berichtsjahr um 54 T€ zugeschrieben, damit sank die kumulierte Wertberichtigung von im Vorjahr 1.030 T€ auf 976 T€ und betrugen nach Wertberichtigung 0 T€ (i.Vj. 0 T€). Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind um 402 T€ auf 2.300 T€ gestiegen, enthalten ist ein Mieterdarlehen an die NGA Immobilien in Höhe von 1.962 T€ (i.Vj. 1.602 T€) sowie Steuerforderungen in Höhe von 243 T€ (i.Vj. 255 T€). Die liquiden Mittel sanken um 419 T€ auf 127 T€, die Verbindlichkeiten an Kreditinstitute sanken um 2.062 T€ auf 3.622 T€. Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten stiegen um 228T€ auf 509 T€ an. Die Rückstellungen sind um 542 T€ auf 2.989 T€ niedriger. Die Steuerrückstellungen fielen um 76 T€ auf 224 T€, die Sonstigen Rückstellungen sanken um 465 T€ auf 2.765 T€. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fielen um 2.299 T€ auf 186 T€. Der Verschuldungsgrad ist gesunken von im Vorjahr 154% auf 95%, die Nettoverschuldung fiel von 11.514 T€ im Vorjahr auf 6.916 T€. Forschung und Entwicklung Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden zahlreiche Maschinen weiter modernisiert und überarbeitet. Unser Standardisierungsprojekt läuft somit schon seit Jahren sehr erfolgreich und hilft die Komplexität und damit auch die Fehlerquote weiter zu reduzieren. Gänzlich neu entwickelt wurde unser Compunder ZK20, damit konnte eine Lücke im Produktportfolio geschlossen werden. Eine Variante dieser Maschine wird auch als zentrale Komponente in unserem neuen Bereich Food and Feed, also Nahrungs- und Tiernahrungstechnologie eingesetzt. Dieser Bereich ist eine logische Ergänzung unserer Geschäftsbereiche, da Lebensmittelextrusion heute eine zentrale Technologie in der Erzeugung von modernen Nahrungs- und Futtermitteln darstellt Bei unseren Kunden geht der Trend auch in Richtung breiterer Anlagen, so ist bei Pilotanlagen eine Bahnbreite von 800 mm inzwischen zum Standard geworden und es gibt eine Tendenz zu noch breiteren Anlagen. Die Produktlinie Pilot Line wurde und wird auch in Zukunft in 200 mm Schritten auf 1.000, 1.200 und 1.400 mm erweitert. Das von Collin gewohnte modulare Konzept soll hier unbedingt beibehalten werden und schafft so eine klare Abgrenzung zu Großanlagenherstellen deren Anlagen teilweise auch in diesen Breiten erhältlich sind. Um den gestiegenen Anforderungen im Bereich CO2 Footprint weiter Rechnung zu tragen arbeiten wir auch gerade an der Fertigstellung einer kühlwasserlosen Extruderserie. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Der Kunststoff- und Gummimaschinenbau durchlebt weiterhin herausfordernde Zeiten. Die Nachfrageschwäche betreffe alle Märkte gleichermaßen. Die Verunsicherung wird getrieben durch die zahlreichen Krisen u.a. Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, internationale Streitigkeiten und steht daher vor großen Herausforderungen. Die Auftragseingänge im Kunststoffmaschinenbau fielen in den ersten 8 Monaten im Jahr 2024 lt. Branchenverband VDMA rapide um 16% zum Vorjahreszeitraum. Die Auftragsflaute schlägt sich nun auch direkt im Umsatz nieder, da zwischenzeitlich alle Bestandsaufträge abgearbeitet sind. Daher liegen auch die Umsätze im gleichen Zeitraum um 7 % hinter dem Vorjahr zurück. Die Branchenprognose wurde kürzlich nach unten korrigiert und man rechnet im aktuellen Kalenderjahr mit einem Umsatzminus von 10 bis 15 %. Collin ist bekannt für innovative Lösungen und Konzepte. Immer mehr Kunden erwarten sich Lösungen und nicht nur Produkte. Wir greifen viele dieser Themen, die vom Markt an uns herangetragen werden auf und evaluieren die Chancen und Risiken für unser Unternehmen. Der im letzten Geschäftsjahr eingeführte TQC (Technical Quotation Check), eine tägliche Morgenbesprechung (30-60 Min) in der aktuelle Vertriebs- und Technikanfragen zeitnah und effizient behandelt werden. Diese Prüfung vermeidet Fehler bereits in der Angebotsphase. Forderungsausfallrisiken werden durch die Einholung von Bonitätsauskünften sowie die Einforderung von Anzahlungen vor Auftragsbeginn und ein geregeltes Mahnwesen minimiert. Die Rechnungswährung ist hauptsächlich in EUR, Fremdwährungsrisiken bestehen nur zu einem geringen Anteil am Umsatz und werden durch Währungsabsicherungsgeschäfte, falls sinnvoll, auf ein Minimum begrenzt. Für Preisschwankungs- und Qualitätsrisiken sind geeignete Instrumente vorhanden, Lieferantenbewertungen, Qualitätsmanagement mit Qualitätszirkeln sowie langfristige Lieferantenverträge mit vorhandenen Alternativlieferanten begrenzen das Risiko. Dem Liquiditätsrisiko wird mittels laufender Überwachung, einer Liquiditätsplanung und Analyse entgegengewirkt. Die finanziellen Mittel für die Versorgung des operativen Geschäftes werden vom Controlling überwacht und sichergestellt. Zudem ist die von den Banken eingeräumte Kreditlinie nicht ausgeschöpft, so dass die Liquidität des Unternehmens auch bei krisenbedingten Auftragsverzögerungen jederzeit gesichert ist. Darüber hinaus besteht ein umfangreiches Berichtswesen, das monatliche Reporting umfasst (Auftragseingang, Umsatz, Auftragsbestand, Erfolgsrechnung usw.). Neben dem regelmäßigen Reporting wird eine umfangreiche Planung für das Folgejahr erstellt, die anhand der tatsächlichen Entwicklungen zeitnah aktualisiert wird. In den regelmäßig stattfindenden Managementsitzungen werden diese Informationen analysiert, diskutiert und daraus folgende Maßnahmen verabschiedet. Prognosebericht Das Geschäft zieht deutlich an und läuft gegen den Branchentrend. Bereits zum Zeitpunkt der Planerstellung gingen merklich höhere Auftragseingänge ein. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2024/25 ist geplant auf 27,3 Mio €. Die Auftragseingänge entwickeln sich in den vergangenen Monaten sehr positiv und sind nach 6 Monaten im aktuellen Geschäftsjahr der höchste Wert der vergangenen 10 Jahre. Trotz der aktuell sehr positiven Entwicklung beobachten wir die Märkte sehr genau und werden situationsbedingt notwendige Maßnahmen sofort ergreifen können. Ende Oktober 2024 sind 82% der Zielumsätze als Aufträge im Haus (i.Vj. zum gleichen Zeitpunkt 54%). Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung liegt die Ergebnisprognose auch deutlich über dem Vorjahreswert. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen außer den zuvor beschriebenen Krisen nicht vor. Deren mittelfristige Auswirkung auf die gesamtwirtschaftliche Situation und damit auch auf das Unternehmen ist aktuell nur sehr schwer einzuschätzen. Die Gesellschaft hat jedoch alles unternommen, um weitestgehend unbeschadet dieser weltweiten Krisen zu überstehen.
Maitenbeth, den 27.11.2024 Collin Lab & Pilot Solutions GmbH gez. Dr. Friedrich Kastner, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Angaben und Erläuterungen zur Form und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Collin Lab & Pilot Solutions GmbH, (eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Traunstein unter HRB 27483) wurde für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten wurden um planmäßige Abschreibungen vermindert, wobei von Nutzungsdauern zwischen 3 und 15 Jahren ausgegangen wurde. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die in Arbeit befindlichen Aufträge wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten der in Arbeit befindlichen Aufträge wurden angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens eingerechnet. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Einzelwertberichtigungen und einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die sonstigen Rückstellungen wurden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt und decken alle Risiken angemessen und ausreichend ab. Dabei werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Bei den Abschreibungen des Geschäftsjahres handelt es sich ausschließlich um planmäßige Beträge. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Es handelt sich im Wesentlichen um die Abgrenzung von Wartungs- und Lizenzkosten, Messekosten, im Übrigen um Versicherungen, Beiträge, Gebühren und vorausbezahlte Reisekosten. Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel
Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen solche aus Steuern mit TEuro 191,3 (Vj.: TEuro 116,2) Die Steuerverbindlichkeiten betreffen Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuern. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf ca. 27,0% (Vj.:26,0%) Inlandsumsätze und 73,0% (Vj.: 74,0%) Auslandsumsätze. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen die Leistungsverrechnung mit verbundenen Unternehmen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind vor allem Raumkosten, Kfz-Kosten, Verwaltungs- und Vertriebskosten enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEuro 217,1 (Vj.: TEuro 85,4) enthalten, davon TEuro 25,2 (Vj.:TEuro 5,6) von Gesellschaftern. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Zinsen für Kontokorrent (TEuro 440,0; Vj.: TEuro 183,1) sowie Aval- und Kreditprovisionen (TEuro 36,2; Vj.: 31,7). Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen ausschließlich Körperschafts- und Gewerbesteuer. Sonstige Steuern Bei den sonstigen Steuern handelt es sich um Kfz-Steuer und um Ökosteuer. 4. Sonstige Pflichtangaben Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma COLLIN Lab & Pilot Solutions GmbH mit Sitz in Maitenbeth im Handelsregister Traunstein unter HRB 27483 eingetragen. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane Alleiniger Geschäfsführer der Dr. Collin Lab & Pilot Solutions GmbH ist: Dr. Friedrich Kastner Die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4HGB. Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 1. Mai 2023 bis 30. April 2024 waren durchschnittlich beschäftigt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen rund TEuro 4.699,1 (Vj.: TEuro 5.173,0), davon Leasingverbindlichkeiten für Gebäude von TEuro 4.141,2. Die Restlaufzeit der Verträge beträgt unter 10 Jahre. Beteiligungen
Ergebnisverwendung Der Jahresabschluss der Collin Lab & Pilot Solutions GmbH weist zum 30. April 2024 einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 70.434,86 aus. Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Jahresüberschuss sowie dem Gewinnvortrag von EUR 7.057.420,68 neben den im Geschäftsjahr 2023/2024 bereits vorgenommenen Ausschüttungen von insgesamt EUR 500.00,00 einen weiteren Betrag von EUR 250.000,00 auszuschütten. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.
Maitenbeth, 27. November 2024 Collin Lab & Pilot Solutions GmbH gez. Dr. Friedrich Kastner, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die COLLIN Lab & Pilot Solutions GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der COLLIN Lab & Pilot Solutions GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der COLLIN Lab & Pilot Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses ingesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 05.12.2024 TSB Treuhand GmbH gez. Dipl.-Kfm. Bohdan Mossa-Schlump, Wirtschaftsprüfer gez. Dr. Peter Flach, Wirtschaftsprüfer |
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