Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 29241
Eingetragen
3.12.2014
Branche
Herstellung von SolarwärmekollektorenHerstellung von Solarzellen und SolarmodulenGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Gegenstand
Entwicklung, Produktion, Integration, Betrieb und Vertrieb von Solartechnologie sowie artverwandter Dienstleisungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Kirsch
seit 27.1.2025
Prokura
Petra Kurtzke
seit 8.2.2022
Prokura
Benjamin Trinkerl
seit 3.12.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

92637 Weiden
600.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Heckert Solar GmbH

Chemnitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft (§ 289 I HGB)

1.1 Geschäft und Rahmenbedingungen

Sitz der Gesellschaft ist Chemnitz, die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister Chemnitz, Abteilung B, unter der Nummer 29241. Die Gesellschaft wird vertreten durch ihren Geschäftsführer, Herrn Benjamin Trinkerl.

Gegenstand des Unternehmens sind die Entwicklung, Produktion, Integration, der Betrieb und Vertrieb von Solartechnologie sowie artverwandter Dienstleistungen. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Tätigkeiten, die keiner gesonderten Erlaubnis bedürfen.

Die Gesellschaft ist ferner zu allen Maßnahmen berechtigt, die dem Geschäftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann andere Unternehmen gründen, erwerben und sich an ihnen beteiligen sowie Unternehmen leiten oder sich auf die Verwaltung der Beteiligung beschränken.

Die Heckert Solar GmbH als ein aktiv tätiges Unternehmen in der Qualitätssicherung und im Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz zeichnet sich insbesondere durch nachfolgende ISO-Zertifizierungen aus:

ISO 9001 Qualitätsmanagementsystem

ISO 14001 Umweltmanagementsystem

DIN ISO 45001 Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsystem.

Geschäft und Rahmenbedingungen

Das Marktumfeld in der Photovoltaik-Branche hat sich im Jahr 2023 mit einem Zubaurekord an Solaranlagen zum Beispiel in Deutschland allgemein positiv entwickelt. Allerdings trieb die erhöhte Nachfrage, auch in der Vergangenheit, den Ausbau der weltweiten Produktionskapazitäten voran. Bei derzeit stabiler Nachfrage und erhöhten Produktionsmengen verschärft sich der Trend des Angebotsüberhanges, der die Unternehmen stark belastet. Volatile Preise in den Zulieferketten und seit Sommer 2023 ein plötzlicher Preisverfall beim Absatz der Module in Europa zwingen die Unternehmen zu strikten Kostensenkungsstrategien.

1.2 Geschäftsverlauf

1.2.1 Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche

Die Weltkonjunktur erweist sich laut IWF (Internationaler Währungsfonds) zwar als widerstandsfähig, aber in den meisten Ländern sind die Wachstumsaussichten nach wie vor gedämpft, wenn nicht sogar mit Abwärtsrisiken verbunden. Die Straffung des geldpolitischen Kurses zur Eindämmung der Inflation als Nachwirkungen der Corona Pandemie, des Russlandkrieges gegen die Ukraine und der neuen Spannungen in Nahen-Osten belasten die Konjunktur und die makrofinanzielle Stabilität. 1)

1) Vgl. IWF Jahresbericht 2023

Die weltweiten Inflationsraten sinken dabei mittelfristig, was wiederum eine Kaufkraftsteigerung zur Folge haben wird. Allerdings erwartet IWF dabei einen langsam wachsenden Welthandel. Die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 sank gegenüber 2022 um 0,5 % auf 3,0 %. Das Wirtschaftswachstum der Industrienationen betrug für das Jahr 2023 1,5 %, für die USA 2,1 %, für die Eurozone nur 0,7 %. In China verschärfte sich die Krise auf dem Immobilienmarkt, die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt belasten den Konsum und die sinkenden Industrieproduktionen und Exporte wirken sich auf das Wirtschaftswachstum aus. Allerdings konnte trotz aller Unsicherheit das Wachstumsziel von 5 % erreicht werden. 2) In Deutschland sank die Wirtschaftsleistung um -0,1 %. Die nach wie vor hohen Preise in allen Wirtschaftsstufen, die steigenden Zinsen und die geringe Nachfrage im In- und Ausland dämpfen trotz leicht nachlassender Inflation die Konjunktur. Das produzierende Gewerbe ist noch immer von Faktoren wie fortwährender Unterbrechung oder Verlängerung der Lieferketten, dem Anstieg der Finanzierungskosten und teilweise der hohen Energiepreise belastet. 3)

Für die Folgejahre erwartet der IWF ein moderates globales Wachstum der Weltwirtschaft (2024: +3,1 %; 2025: +3,2 %), wenngleich die Wachstumserwartungen in Tendenz für 2025 leicht steigend erwartet werden. Die Folgen des Krieges in der Ukraine, der Nah-Ost Konflikt, die weltweiten Handelsbeschränkungen, die anhaltende Inflation, die auf hohem Niveau stagnierenden Zinsen und damit einhergehende höhere Staatsverschuldung einiger Länder und die Turbulenzen an den Finanzmärkten spiegeln sich in den vorsichtigen Schätzungen zum globalen Wachstum wider. 4)

Nach Berechnungen des IWU (Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik) zum bestehenden Photovoltaik-Potenzial in Deutschland sind rund 40 Mio. Gebäude durch geeignete Dachflächen oder Fassaden zur Nutzung möglich. Das würde einem technischen Potenzial von rund 1000 GW/p entsprechen. Derzeit werden nur rund 10 % der Dachflächen und 1 % der Fassadenflächen genutzt. 5) Während in ländlich geprägten Landkreisen aufgrund größerer Grundstücke und geringerer Verschattungen ein Großteil der Häuser zur Errichtung einer PV (Photovoltaik) Anlage geeignet sind, beschränkt sich im städtischen Raum das Potenzial auf ca. die Hälfte dieser Gebäude. 6) Nach Meinungsumfrage durch BSW Solar erwägen ca. 1,5 Millionen der privaten Immobilienbesitzer den Bau einer Solaranlage auf ihrer Dachfläche. Der Verband erwartet daher "für 2024 einen anhaltenden Solarboom" initiiert durch die Privathaushalte. 7)

2) Vgl. IWF/ BMWK Schlaglichter der Wirtschaftspolitik - Monatsbericht 12/2023

3) Vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis) Pressekonferenz 15.01.2024

4) Vgl. IMF World Economic Outlook Update Januar 2024

5) Vgl. Fraunhofer ISE, Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland Januar 2024

6) Vgl. Fraunhofer ISE, Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland März 2023

7) Vgl. BSW Solar, Pressemitteilung vom 03.01.2024

Entwicklung des PV-Weltmarktes in GW/p (GigaWatt peak)
2025 e 2024 e 2023 2022 2021
>600 >550 >400 240 183

Quellen: PV Infolink, IEA,SolarPower Europe, Trendforce, Wood Mackenzie

Die größten Einzelmärkte waren nach vorläufigen Angaben: China mit 216,9 GW/p 1) , die USA mit 32,4 GW/p 2) und Indien mit 10,6 GW/p an neu installierten Leistungen. 3)

1) Vgl NEA (National Energy Administration) China

2) Vgl. SEIA "U.S. Solar Market Insight" März 2024

3) Vgl. JMK Research & Analytics - Daten des Ministeriums für Neue und Erneuerbare Energien

In der Europäischen Union wurden im Jahr 2023 56 GW/p neu installierte Solarstromleistung ausgebaut. Die Gesamtleistung in der EU stieg auf 263 GW/p an (Vorjahr: 208,9 GW/p). Deutschland überschritt erstmals in der EU mit 14 GW/p die 10-GW/p Marke. Gefolgt von Spanien (8,2 GW/p), Italien (4,9 GW/p), Polen (4,6 GW/p) und der Niederlande mit 4,5 GW/p. Solar Power Europe erwartet in ihrem Bericht 2023-2027 ein gebremstes Wachstum von ca. 11 % im Jahr 2024 für die EU. In Deutschland decken die installierte Photovoltaikanlagen mittlerweile ca. 12 % des jährlichen Strombedarfs.

Der restliche Zubau verteilt sich auf zahlreiche Länder und die Entwicklung des PV-Weltmarktes wird durch vielfältige Faktoren, wie flexible Einsatzmöglichkeit, unabhängige Energieversorgung und wettbewerbsfähige Kosten weltweit angetrieben. 4)

Sinkende Kosten für die Photovoltaik-Komponenten und der Nullsteuersatz bei Lieferung und Installation von PV-Anlagen, der Ende 2022 verabschiedet wurde, befeuerte in 2023 die kleinen Anlagensegmente bis 10 kW/p und bis 30 kW/p Leistung. Diese als Sondereffekt des Jahres 2023 einzuschätzende Entwicklung gefolgt von wesentlichen Preisrückgängen im Jahresverlauf 2023 zeigt den weiterhin intensiven Wettbewerb, sodass die Hauptaufgabe für die Unternehmen auch in den kommenden Jahren der technische Fortschritt und die strikte Umsetzung einer Kostensenkungsstrategie bleibt.

Entwicklung der Heckert Solar GmbH

Vor diesem Hintergrund kann das Jahr 2023 als zufriedenstellend bezeichnet werden. Es ist uns gelungen, trotz sinkender Absatzmengen (in W/p) um 29 %, die Umsatzzahlen auf dem Niveau von 2021 zu halten. Der Umsatz sank im direkten Vorjahresvergleich von Mio. EUR 159,2 im Jahr 2022 auf Mio. EUR 119,1. Der Auslandsanteil des Umsatzes lag konstant bei 5 % (Vorjahr: 5 %). Hiermit ist die Prognose für das abgelaufene Jahr (deutlich sinkender Umsatz) eingetreten.

Die gestiegenen Materialaufwendungen und Energiekosten aus den Vorjahren waren in 2023 nicht so signifikant für die Ertragsentwicklung des Unternehmens. Ferner waren die anhaltend stark negativen Entwicklungen der Absatzpreise und ein damit einhergehender Anstieg der Lagerhaltung von Modulen Faktoren, die uns in der zweiten Jahreshälfte zur teilweisen Drosselung der Produktion unter Nutzung von Kurzarbeit zwangen. Die Materialbeistellungen an unsere Auftragnehmerin für die Lohnfertigung in der LWD Solar GmbH wurden im Jahr 2023 fortgesetzt. Bedingt der Schwierigkeiten in der Photovoltaikbranche weisen wir ein EBIT von Mio. EUR -0,7 aus.

Unsere Strategie, durch eine kontinuierliche Produktion die Kosten zu senken, haben wir auch 2023 konsequent bis zu den Produktionseinschränkungen beibehalten. Unsere nominale Produktionskapazität konnte durch diverse Maschinenupgrades und Umbauten vorhandener Fertigungslinien von 500 MW/p (Vorjahr: 500 MW/p) erwartungsgemäß konstant gehalten werden.

Das EBIT liegt mit Mio. EUR -0,7 um Mio. EUR 7,3 unter dem Vorjahres-EBIT von Mio. EUR 6,6. Das EBITDA beträgt in 2023 Mio. EUR 1,5 (Vorjahr: Mio. EUR 8,4). Der Jahresfehlbetrag von -1,4 Mio. EUR liegt leicht besser als die Prognose von -2 Mio. EUR. Die Eigenkapitalrentabilität sank von 12,6 % im Vorjahr auf -4,2 % in 2023. Der Cashflow i.e.S. (siehe Ermittlung in Abschnitt 1.2.8) beträgt im Geschäftsjahr Mio. EUR -0,4 (Vorjahr: Mio. EUR 6,1).

4) Vgl. SolarPower Europe "EU-Marktausblick für Solarenergie 2023-2027"

1.2.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz sank in 2023 um 25 % von Mio. EUR 159,2 auf Mio. EUR 119,1.

Aufgrund der Volatilität der Nachfrage nehmen wir weiter Abstand von fixen Verträgen mit Kunden, da sich diese in der Vergangenheit als nachteilig für uns erwiesen haben. Von daher entspricht der durchschnittliche Auftragsvorlauf drei bis fünf Wochen.

1.2.3 Beschaffung

In 2023 konnten wir die Beziehungen zu den meisten unserer Lieferanten weiter vertiefen und neue Geschäftsbeziehungen aufbauen.

Aufgrund der jahrelangen Knappheit und des hohen Einflusses auf die Kostenstruktur sind die Beziehungen zu Zelllieferanten besonders wichtig. Hierbei konnte die Zusammenarbeit mit den bestehenden Hauptlieferanten ausgebaut und neue Zelllieferanten qualifiziert werden.

Die Verfügbarkeit von Solarzellen in 2023 konnte als gut bezeichnet werden. Anders als in den vergangenen Jahren sind die Zellpreise vor allem in der zweiten Jahreshälfte stark gesunken.

Durch die sukzessive Umstellung des Transports weg von Luftfracht hin zu See- und Bahnfracht sowie der Umstellung auf DAP und CIP (Incoterms, bei denen der Verkäufer die Transport-/Versandkosten trägt) konnten die Transportkosten signifikant gesenkt werden. Die Containerpreise entwickelten sich im Jahresverlauf sehr volatil mit einer leichten Normalisierung zum Jahresende hin.

Durch strategischen Einkauf und Anpassung der Produktion an die Markt- und Absatzsituation konnten wir am sich stark ändernden Liefermarkt günstige Einkaufspreise erzielen und gleichzeitig haben wir die eigene Lagerhaltung im Berichtsjahr reduzieren können.

1.2.4 Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 3.500 getätigt. Diese umfassten im Wesentlichen Ersatz- und Ergänzungsinvestitionen zu den bestehenden Produktionslinien, zur Qualitätssicherung sowie Investitionen in die IT- und Ladeinfrastruktur.

Mittels Vergabe von Darlehen an unsere Schwestergesellschaft zur Finanzierung einer Investition in ein neues Werk zur Herstellung von PV-Modulen in Thüringen wurden in den Jahren 2020 bis 2023 insgesamt Mio. EUR 18,85 an Darlehen ausgezahlt, wovon zum 31. Dezember 2023 Mio. EUR 11,00 als Ausleihungen und Mio. EUR 0,65 als kurzfristige Forderungen bilanziert sind.

1.2.5 Personal- und Sozialbereich

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2023 204 eigene Mitarbeiter (inklusive Auszubildende, ruhende Arbeitsverhältnisse und Geschäftsführer) und 12 Fremdarbeiter beschäftigt.

Weiterbildung/Spezialisierung

Die Heckert Solar GmbH ermöglicht, nach Absprache und Prüfung der jeweiligen Ziele, ihren Mitarbeitern die Teilnahme an individuell gewählten Weiterbildungsmaßnahmen, Sprachkursen, Zertifizierungen sowie die Teilnahme an externen Seminaren. Im vergangenen Jahr fanden die Weiterbildungen zum größtenteils als Online- oder Inhouse Schulungen statt.

Auszubildende

Im Laufe des Jahres 2023 konnten 5 neue Auszubildende eingestellt werden.

Personalaufwand

Der Personalaufwand (inkl. Fremdarbeiter) belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Mio. EUR 9,7. Dies entspricht einer Senkung um Mio. EUR 0,8 zum Vorjahr (Mio. EUR 10,5), welche durch einen Rückgang der Anzahl der Beschäftigten verursacht wurde.

1.2.6 Umweltschutz

Der Umgang mit Ressourcen und Energie wird von uns - als einem im aktiven Umweltschutz tätigen Unternehmen - mit besonderem Bedacht und großem Verantwortungsbewusstsein gestaltet.

Dies gilt für den Verbrauch von Strom, Wasser und Heizenergie für das gesamte Unternehmen ebenso für die Abfalltrennung.

Der Strombedarf wird zum Teil über eigene Photovoltaikanlagen gedeckt, der darüber hinaus gehende Bedarf wird mit Ökostrom von unserem Energieversorger abgedeckt. Zudem wird Regenwasser aufgefangen und zum Beispiel als Toilettenwasser verwendet.

Zum Heizen wird nahezu ausschließlich Abwärme aus der Produktion verwendet.

Im gesamten Unternehmen werden Papier/Pappe, Holz sowie Metall getrennt. Diese Materialien werden bei kommunalen Recyclingunternehmen weiterverwertet oder fachgerecht entsorgt, resultierend aus der Verpflichtung zur Einhaltung der Gewerbeabfallverordnung.

Des Weiteren bezieht das Unternehmen ausschließlich Getränke in Mehrwegverpackungen und von Getränkeherstellern aus dem unmittelbaren Umfeld, somit werden kurze Wege (geringer Transportaufwand) gesichert und die regionale Wirtschaft unterstützt.

Nicht reparaturfähige Module (Totalschäden) werden zunächst im Haus gelagert. Die schadhaften Module werden von einem Entsorgungsunternehmen, welches sich auf das Recycling von Modulen spezialisiert hat, entsorgt.

Mit Einführung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) 2016 werden die Rückgabe/Entsorgung von Photovoltaikmodulen über zertifizierte Entsorgungsgesellschaften für den Verbraucher kostenlos ermöglicht. Als Hersteller führen wir seit 2016 die Entsorgungsgebühren an die Entsorgungsgesellschaft entsprechend unserer Verkaufsmengen ab und tragen so aktiv zur weiteren Verbesserung des globalen Umweltschutzes bei.

1.2.7 Ertragslage

Die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen der beiden Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigt folgendes Bild:

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 119.133 98,1 159.197 95,2 -40.064
Bestandsveränderungen 2.150 1,8 7.966 4,8 -5.816
Aktivierte Eigenleistungen 178 0,1 48 0,0 130
Gesamtleistung 121.461 100,0 167.211 100,0 -45.750 -27,4
Materialaufwand -107.759 -88,7 -142.103 -85,0 34.344
Rohertrag 13.702 11,3 25.108 15,0 -11.406 -45,4
Sonstige betriebliche Erträge 4.072 3,4 1.284 0,8 2.788
Personalaufwand -9.770 -8,0 -10.484 -6,3 714
Abschreibungen -2.220 -1,8 -1.862 -1,1 -358
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.490 -5,3 -7.427 -4,4 937
Sonstige Steuern -42 0,0 -44 0,0 2
EBIT -749 -0,6 6.574 3,9 -7.323 > -100
Finanzergebnis -192 -0,2 -56 0,0 -136
Neutrales Ergebnis 0 0,0 0 0,0 0
Ergebnis vor Steuern -941 -0,8 6.518 3,9 -7.459 > -100
Ertragsteuern -495 -0,4 -2.059 -1,2 1564
Jahresergebnis -1.436 -1,2 4.459 2,7 -5.895 > -100
+ Abschreibungen, Zinsen, Steuern, Neutrales Ergebnis 2.907 2,4 3.977 2,4 -1070
EBITDA 1.471 1,2 8.436 5,1 -6.965 -82,6

Hinsichtlich der Erläuterung zur Ertragslage wird auf die vorstehenden Abschnitte 1.2.1 bis 1.2.6 verwiesen.

1.2.8 Finanzlage

Die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft wird nachfolgend anhand einer vereinfachten Kapitalflussrechnung (ohne Anwendung von DRS 21) dargestellt:

Das Finanzmanagement obliegt der Geschäftsleitung/Finanzbuchhaltung.

Laufende Geschäftstätigkeit 2023
TEUR
2022
TEUR
Jahresergebnis -1.436 4.459
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.220 1.862
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -1.184 -189
= Cashflow i. e. S. -400 6.132
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -6 -76
- Einzahlungen aus Investitionszulagen 0 0
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und 25.771 -21.106
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit -20.405 12.416
sind
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4.960 -2.634
Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 6 103
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.915 -3.998
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.507 -23
+ Einzahlungen für Investitionsförderung (Investitionszulagen) 0 0
+ Einzahlungen für Investitionsförderung (Investitionszuschüsse) 714 791
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 3.000 3.200
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -650 -340
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.352 -267
Finanzierungstätigkeit
- Auszahlungen an Unternehmenseigner 0 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 4.017 9.000
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -3.653 -6.463
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 364 2.537
Gesamtübersicht
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4.960 -2.634
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.352 -267
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 364 2.537
= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 3.972 -364
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 558 331
= Finanzmittelbestand am Ende der Periode 4.530 -33
davon liquide Mittel 4.530 558
davon Inanspruchnahme kurzfristiger Kreditlinien 0 -591

Die Liquidität/Finanzierung unterliegt einer regelmäßigen Überwachung und Planung und war stets in einem ausreichenden Maße vorhanden. Es bestehen Kontokorrentlinien in Höhe von insgesamt TEUR 13.500 (Inanspruchnahme TEUR 0) und Importakkreditive/Avalkreditlinien in Höhe von insgesamt weiteren TEUR 22.500 (Inanspruchnahme TEUR 389).

1.2.9 Vermögenslage

Die Gegenüberstellung der Bilanz für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigt folgendes Bild:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Vermögensstruktur TEUR % TEUR % TEUR %
1. Anlagevermögen 1.429 2,8 733 1,0 696 95,0
a) Immaterielle Vermögensgegenstände
b) Sachanlagen 14.543 28,5 13.484 18,4 1.059 7,9
c) Finanzanlagen 11.650 22,8 14.000 19,1 -2.350 -16,8
Langfristig gebundenes Vermögen 27.622 54,1 28.217 38,4 -595 -2,1
2. Umlaufvermögen 17.200 33,7 37.544 51,1 -20.344 -54,2
a) Vorräte
b) Forderungen, sonstige VG und übrige Aktiva 1.648 3,2 7.031 9,6 -5.383 -76,6
c) Liquide Mittel 4.530 8,9 558 0,8 3.972 > 100
Kurzfristig gebundenes Vermögen 23.378 45,8 45.133 61,5 -21.755 -48,2
3. Rechnungsabgrenzungsposten 39 0,1 83 0,1 -44 -53,0
Gesamtvermögen 51.039 100,0 73.433 100,0 -22.394 -30,5
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Kapitalstruktur TEUR % TEUR % TEUR %
1. Eigenkapital 600 1,2 600 0,8 0 0,0
a) Stammkapital
b) Andere Gewinnrücklagen 4.764 9,3 4.764 6,5 0 0,0
c) Bilanzgewinn 28.656 56,2 30.092 41,0 -1.436 -4,8
Eigenkapital 34.020 66,7 35.456 48,3 -1.436 -4,1
2. Rücklagen f. Zuschüsse 387 0,8 119 0,2 268 > 100
3. Mittel-/langfristiges Fremdkapital a) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.363 12,5 7.679 10,5 -1.316 -17,1
b) Rückstellungen 2.552 5,0 3.400 4,6 -848 -24,9
8.915 17,5 11.079 15,1 -2.164 -19,5
4. Kurzfristiges Fremdkapital 1.849 3,6 2.185 3,0 -336 -15,4
a) Rückstellungen
b) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.271 4,4 7.530 10,3 -5.259 -69,8
c) Verbindlichkeiten aus L+L 2.330 4,6 11.931 16,2 -9.601 -80,5
d) Sonstige Verbindlichkeiten 1.254 2,4 5.128 7,0 -3.874 -75,5
7.704 15,1 26.774 36,5 -19.070 -71,2
Rechnungsabgrenzungsposten 13 0,0 5 0,0 8 > 100
Gesamtkapital 51.039 100,0 73.433 100,0 -22.394 -30,5

2. Nachtragsbericht

Während sich einige durch die Pandemie hervorgerufene Schwierigkeiten in den Lieferketten, in gestiegenen Rohstoffpreisen und dem hohen Krankenstand weitgehend erholten, zeigen sich beim verarbeitenden Wirtschaftszweig angesichts des schwachen Produktionszuwachses, dem Auslauf von pandemiebedingten Förderungsmaßnahmen, der sich nur langsam abflachenden Inflation und den derzeitigen Bedingungen auf dem Finanzmarkt Schwächen.

Belastend für unser Unternehmen wirken sich die indirekten Folgen der oben genannten Ereignisse aus. Zusätzlich kommt es durch den Konflikt im Nahen Osten und der Unsicherheit im Roten Meer zu verlängerten Lieferzeiten und steigenden Transportkosten. Diese können unsere Kostenstruktur für 2024 nachteilig beeinflussen.

Nach den bereits erheblichen Rückgängen der Verkaufspreise für PV-Module im Jahresverlauf 2023 kam es im Jahr 2024 zu einem weiteren signifikanten Preisrückgang. Ursächlich hierfür ist das Wettbewerbsverhalten insbesondere chinesischer Hersteller. Die sich infolgedessen abbildenden Marktpreise liegen in Teilen unter den Herstellkosten. Wir haben auf diese Situation ab dem Frühjahr 2024 mit einer Reduktion der Produktionsmenge reagiert und planen im Frühjahr 2025 die Produktion vorerst stillzulegen. In Fortführung unserer Kundenbeziehungen erfolgt der Aufbau eines Vertriebsmodells basierend auf der Auftragsfertigung unserer bewährten PV-Module in Asien. Die Umsetzung dieses Vertriebsmodells erfolgt in den Jahren 2024 und 2025. Zur detaillierten Darstellung wird auf den Prognosebericht verwiesen. Sofern sich in Umsetzung europäischer Resilienzstrategien u.a. basierend auf den Regelungen des Net Zero Industry Act absehbar kostendeckende Marktpreise ergeben, planen wir die Wiederaufnahme der Produktion in Deutschland.

3. Risikobericht (§ 289 I Satz 4 HGB)

Im Rahmen unseres kontinuierlichen Strebens unser Unternehmen widerstandsfähig zu machen und Werte zu generieren wird unser Risikofrüherkennungssystem stetig weiterentwickelt. Wir sind in einem sehr komplexen, globalen und eng verzahnten Geschäftsumfeld tätig, wodurch ein kompetentes Management von Risiken und Chancen eine große Bedeutung erlangt. Das Risiko- und Chancenmanagement ist eine notwendige und tragende Säule in unseren internen Geschäftsplanungen und -prognosen.

Grundsätzlich verfügt das Unternehmen über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente und feste Verantwortlichkeiten, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Hierzu zählen insbesondere:

Einsatz zuverlässiger Software (SAP) zur Abbildung der Geschäftsprozesse,

Anwendung einheitlicher Richtlinien,

sorgfältige Auswahl und laufende Schulung des Personals,

Schnittstellenüberwachung und Prozessoptimierung,

Arbeitsanweisungen sowie

systematische Überwachung der nachfolgenden Risiken.

Umfeldrisiken und Branchenrisiken

Die Investitionen von Photovoltaikherstellern werden von vielfältigen Faktoren beeinflusst und entwickeln sich sehr volatil, weil die gesamte Branche derzeit durch die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen verunsichert ist. Durch Veränderungen der nationalen und europäischen Förderprogramme kann es zu Nachfrageeinbrüchen kommen. Weiterhin bedürfen Märkte, in denen Netzparität erreicht wird, einer besonderen Produkt- und Marketingstrategie.

Bezogen auf den deutschen bzw. europäischen Markt für PV-Module/-Anlagen wirkt sich zudem das Wettbewerbsverhalten asiatischer, insbesondere chinesischer Wettbewerber deutlich auf die Angebotsmengen und damit Angebotspreise aus. Risiken bestehen durch Umsetzung einer Preisdumpingstrategie dieser zum Teil durch ihre Herkunftsstaaten gestützten Marktteilnehmer, denen auch weiterhin keine adäquaten Gegenmaßnahmen/Förderungen für die in Deutschland und Europa ansässigen Hersteller gegenüberstehen.

Weiter können neu entwickelte Produktionsverfahren bestehende Maschinen und Anlagen unbrauchbar werden lassen.

Personalrisiken

Mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern kann Know-how verloren gehen. Leistungsträger können entsprechende Lücken hinterlassen, welche nicht kurzfristig besetzt werden können. Zur Verringerung dieses Risikos setzen wir auf die Unterstützung von Personalvermittlern, eine aktive Werbung in Jobbörsen, Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität durch Benefits ein. Die betriebliche Ausbildung, wie auch die geförderte Aufstiegsfortbildung nimmt eine wichtige Rolle in unserer Personalpolitik ein.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der hohen Haushaltsverschuldungen in vielen großen Volkswirtschaften und der nur langsam abflachenden Inflation kann es zu erheblichen Verwerfungen kommen, welche auch für unser Unternehmen negative Folgen haben könnten.

Die derzeit hohen Zinsen auf dem Finanzmarkt können sich bei der Realisierung von Solarprojekten auswirken und dies kann sich wiederum negativ in den Abnahmemengen unserer Kunden widerspiegeln. Um Nachfrageschwankungen einzelner Märkte auszugleichen, streben wir eine Stärkung des Absatzes in verschiedenen Ländern durch unseren zweistufigen Vertrieb an.

Zusätzlich besteht das Risiko von vermehrten Forderungsausfällen. Zur Reduzierung dieses Risikos wurde ein entsprechendes Forderungsmanagement aufgebaut und fortwährend angepasst.

Der Bezug von Materialien, insbesondere Solarzellen bzw. Solarmodulen aus dem Ausland, sowie der Absatz produzierter Solarmodule in das Ausland führte zu Risiken aus Wechselkursschwankungen. Diesem Risiko sowie Liquiditäts- und Zahlungsstromrisiken begegnet die Gesellschaft mit einer intensiven Steuerung auf Basis von regelmäßigen Berichten und Liquiditätsplanungen sowie teilweisen Währungssicherungsmaßnahmen.

Sonstige Risiken

Aufgrund der langen branchenüblichen Garantiefristen von 11 und mehr Jahren (Produktgarantie) bis zu 25 Jahren (Leistungsgarantie) kann es zu Garantieaufwendungen kommen, welche die Erwartungen und damit die getroffene Risikovorsorge übersteigen.

Ungeplante längere Ausfälle von Produktionsanlagen oder Lieferengpässe bei Vorprodukten sowie die geringe Marktnachfrage können zu einer verminderten Produktion und damit einem geringeren Absatz mit der Folge von Ergebnisbeeinträchtigungen führen.

Konzentrationsrisiken hinsichtlich Kunden und Lieferanten bestehen und bestanden aufgrund der hohen Diversifizierung nicht.

Die Auswirkungen des seit 2022 andauernden Russland-Ukraine Krieges und des derzeitigen Nah-Ost Konfliktes auf die Real- und Finanzwirtschaft sind u. a. die anhaltende Inflation und die Unsicherheit in den Transportwegen, die Änderungen in den Lieferrouten hervorgerufen haben.

Die dargestellten Risiken betreffen die wichtigsten Einflussfaktoren, stellen aktuell aber keine bestandsgefährdenden Risiken dar.

4. Forschung und Entwicklung (§ 289 II Nr. 2 HGB)

Wir sehen in Forschung und Entwicklung unsere Kernkompetenz, um zum einen die Qualität kontinuierlich weiter zu verbessern und zum anderen Kosten stetig zu senken. Neue, innovative Modulkonzepte werden in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen entwickelt. Die Heckert Solar GmbH unterhält zu diesem Zweck ein eigenes umfassendes Prüflabor und steht in ständigem Kontakt zu Lieferanten und Instituten.

Nur mit einem hohen Maß an Prozess- und Materialwissen ist es möglich, Prozesse optimal einzustellen und neue Materialien möglichst schnell in die Produktion einzuführen. Im abgelaufenen Jahr wurde ein neues Modullayout für die Verwendung von M10 TOPCon Zellen entwickelt. In 2023 beschäftigten wir uns hauptsächlich mit folgenden Themen:

Lötung Runddrähte im Fertigungsumfeld

Laminierversuche, Klimaprüfungen und Einführung von POE-Einbettungsfolien für die Verwendung von TOPCon Zellen

Anschaffung und Einführung weiterer Messtechnik für die produktionsbegleitende Bewertung von Zellabzügen

Optimierung der Laminierprozesse

Mitentwicklung und Einführung eines KI-Basierten Messsystems zur automatisierten Bewertung von Lötstellen in Anschlussdosen

Entwicklung neues Modullayout für M10 TOPCon- Halbzellen

Prototypenserie neues Modulkonzept für M10 TOPCon-Halbzellen

Planung einer neuen Fertigungslinie für M10 TOPCon-Halbzellen

UV-Alterungstests von verschiedenen Einkapselungsfolien und Backsheetfolien.

Für Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr ca. TEUR 400 aufgewendet.

Für die einzelnen Projekte bilden wir Arbeitsgruppen, je nach Bedarf bestehen diese aus den Abteilungen Qualitätssicherung, Forschung & Entwicklung, Prozesstechnik, Technik, Instandhaltung und Produktion. Weiterhin sind wir mit Instituten in mehreren Forschungsprojekten eingebunden. Von dem in 2020 gestarteten BMWK-Forschungsprojekt KOMOGER wurden eine Vielzahl von Meilensteinen realisiert. Ein Nachfolgeprojekt mit dem Akronym "Quelle" wurde offiziell beim Projektträger Jülich eingereicht. Als Starttermin ist der Mai 2024 vorgesehen.

5. Prognose- und Chancenberichterstattung (§ 289 I Satz 4 HGB)

Weltweit bestätigt der IWF für das Jahr 2024 ein schwaches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 3,2 %. In den Industrienationen dürfte BIP gleichbleibend um 1,4 % betragen. Dabei erhöht sich das BIP in den USA voraussichtlich um 2,1 %, in der Eurozone um 1,2 %. In Deutschland ist das BIP mit 0,3 % für 2024 leicht gesunken. 1) Jedoch liegt das weltweite Wachstum noch deutlich unter dem historischen Durchschnittswachstum von 3,8 % (in den Jahren 2000 bis 2019).

1) Vgl. IMF World Economic Outlook Update 2024 und Statistisches Bundesamt Pressemeldung 019 vom 15. Januar 2025

Rückblickend auf 2023 fällt das Wirtschaftswachstum in den Industrienationen allgemein höher aus, als am Jahresanfang prognostiziert (1,2 %; Vorjahr: 2,7 %). Für die USA blieb das Wachstum robust auf 2,9 %, im Euro-Raum sank es auf 0,4 % und in China erholte sich der BIP von 3,0 % im Jahr 2022 auf 4,9 % für 2023 nur mäßig. Die Gründe für den nur leichten Anstieg in China liegen in der nur kurzzeitigen Konsumbelebung nach dem Ende der pandemiebedingten Beschränkungen, im angespannten Immobilienmarkt und die gedämpfte globale Nachfrage für Exporte. 2)

Die IEA (Internationale Energieagentur) geht in ihrem Bericht" Electricity 2024- Analysis and forecast to 2026" davon aus, dass der Anteil an erneuerbaren Energien am weltweiten Stromerzeugungsmix von derzeit 30 % im Jahr 2023 auf 37 % im Jahr 2026 wachsen wird. Diese Entwicklung wird vor allem durch die billiger werdende Photovoltaik unterstützt. Dabei wird der größte Anstieg der weltweiten Stromnachfrage aus dem asiatischen Raum zu erwarten sein. Allerdings muss weltweit der starke Ausbau der Kapazitäten aus erneuerbaren Energien auch mit beschleunigten Investitionen in Stromnetze und Systemflexibilität einhergehen, um die reibungslose Integration zu sichern. 3)

Weitere Voraussetzungen für den prognostizierten Bedeutungszuwachs der erneuerbaren Energien, sind Anreize durch entsprechende politische Rahmenbedingungen einschließlich der Verteuerung von CO 2-Emissionen sowie steigende Preise für fossile Energieträger.

2) Vgl BMWK "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik (Monatsbericht 03/2024)"

3) Vgl IEA "Electricity 2024- Analysis and forecast 2026"

2023 ist der Weltmarkt für Photovoltaik gegenüber dem Vorjahr nach vorläufigen Zahlen von 250 GW/p auf rund 413 GW/p angestiegen, d.h. über 50 %. 1) Die Analysten prognostizieren für die Folgejahre ein langsameres Wachstum des reifen PV-Marktes. Die Unternehmen der Photovoltaik-Branche müssen konzentrierter und sorgfältiger sein, um sich im verschärfenden Wettbewerb unter den Anbietern behaupten zu können. Dabei sind Effizienzsteigerungen notwendig, um rentabel am Markt zu bestehen.

Prognostizierte Entwicklung des PV-Weltmarktes in GW/p
2025 e 2026 e 2027 e
>600,0 >700,0 >800,0

Quellen: Analystenschätzungen, eigene Erwartung

Die Übersicht verdeutlicht die immer noch sehr guten langfristigen Wachstumsperspektiven. Diese werden von einigen wichtigen Märkten, wie vor allem China, den USA, Indien und Europa bestimmt. Die globale weitere Entwicklung wird geprägt sein von ehrgeizigen Zielen für erneuerbare Energien durch Regierungen, die Abschaltung von Kohlekraftwerken, die steigenden Bedenken hinsichtlich der Energiesicherheit und sinkender Stromgestehungskosten für Solaranlagen (LCOE). Wachstumsregionen bleiben zukünftig Afrika, Mexiko, Australien, der Mittlere Osten, Südamerika und Südostasien.

Die Geschäftsführung teilt die positiven Erwartungen für den Photovoltaik Markt, insbesondere in Bezug auf die Entwicklung der weltweiten Nachfrage. Allerdings werden die hohe Wettbewerbsintensität und die daraus resultierenden Anforderungen an die Unternehmen zur Umsetzung von Optimierungen und Kostensenkungen langfristig bestehen bleiben.

1) Vgl. BloombergNEF "Solar surging 58% in 2023, 413 GW of installations expected globally"

Wir erwarten einen wachsenden Markt in Europa, welcher jedoch von sehr hohen Lagerbeständen und einem hohen Angebot asiatischer Hersteller gekennzeichnet ist. Dies führt trotz des Wachstums zu signifikant fallenden Preisen. In diesem anspruchsvollen Marktumfeld erwarten wir einen Umsatzrückgang, welchen wir durch unseren zweistufigen Vertrieb mit direktem Kontakt zu Handwerkern/Installateuren versuchen wollen zu reduzieren.

Aufgrund dieser Entwicklungen war das Jahr 2023 gekennzeichnet von einem deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse, welche zu einem negativen Jahresergebnis von Mio. EUR -1,4 führten. Die Liquidität war im Jahresverlauf 2023 gesichert. Aufgrund der anhaltend stark negativen Entwicklung der Absatzpreise wird im Jahresverlauf 2024 unter Nutzung von Kurzarbeit und Entlassungen die Produktion gedrosselt und planmäßig im Frühjahr 2025 beendet. Gleichzeitig erfolgt der Einstieg in ein Handelsmodell mit Auftragsfertigung unserer bewährten PV-Module durch asiatische Partner und Vertrieb über unser Vertriebsnetz in Deutschland und Europa. In diesem Umfeld verzeichnen wir für das Geschäftsjahr 2024 einen weiteren signifikanten Rückgang der Umsatzerlöse und hierausfolgend ein negatives Jahresergebnis, welches den Fehlbetrag des Berichtsjahres 2023 noch einmal deutlich übersteigt. Mit weiterer Umsetzung dieses Vertriebsmodells planen wir in den Folgejahren wieder einen Anstieg der Umsatzerlöse, wenn auch unterhalb des Niveaus der Jahre bis einschließlich 2023. Ungeachtet dessen planen wir ab dem Geschäftsjahr 2025 wieder positive Jahresüberschüsse zu erzielen. Aufgrund unserer soliden Eigenkapitalausstattung sowie einer liquiditätssichernden Unternehmensführung beurteilen wir die marktseitig herausfordernde Entwicklung als nicht bestandsgefährdend.

In der Umsetzung dieses Planes werden Maßnahmen zur Liquiditätssicherung u.a. durch striktes Working Capital Management und die Beschränkung auf notwendige Investitionen in einem deutlich geringeren Umfang umgesetzt.

Unserer Einschätzung nach haben Speichersysteme (Eigenverbrauch) den Durchbruch in 2023 endgültig geschafft, den Anreiz geben Förderprogramme und die Einführung des Nullsteuersatz auf PV-Anlagen und allen wesentlichen Komponenten (Module, Wechselrichter, Energiespeicher etc.).

Mit unserem Fokus auf kleine Solaranlagen sehen wir uns auch weiterhin gut aufgestellt. Als äußerst wichtig erachten wir Auslandsmärkte, wir werden zukünftig einen größeren Teil unserer Produktion als bisher im Ausland absetzen.

Hinsichtlich der Kosten werden Verbesserungen sukzessive eingeführt. Für die Folgejahre wird ein Wachstum angestrebt.

Sofern in Umsetzung der Regelungen des Net Zero Industry Act tatsächlich eine positive Entwicklung der Absatzpreise für in Europa produzierte Solarmodule eintritt, planen wir die Wiederaufnahme der Produktion in Deutschland. Vorerst werden wir unsere Produktionsanlagen hierfür bereithalten.

 

Chemnitz, den 14. Februar 2025

Heckert Solar GmbH, Chemnitz

Der Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.429.154,65 732
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.345.812,62 7.466
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.339.220,47 3.453
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 500.400,33 332
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.357.643,12 2.234
14.543.076,54 13.485
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 11.000.000,00 14.000
26.972.231,19 28.217
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.336.080,78 19.449
2. Unfertige Erzeugnisse 56.733,25 649
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 13.970.963,72 12.266
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -377.687,62 -1.924
5. Geleistete Anzahlungen 213.830,19 7.104
17.199.920,32 37.544
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 501.589,20 1.078
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.796.273,54 5.953
2.297.862,74 7.031
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.530.385,52 558
24.028.168,58 45.133
C. Rechnungsabgrenzungsposten 39.066,02 83
51.039.465,79 73.433

Passiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 4.764.493,50 4.765
III. Gewinnvortrag 30.092.060,63 25.632
IV. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -1.436.002,78 4.460
34.020.551,35 35.457
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen 387.016,00 119
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 500.330,46 900
2. Sonstige Rückstellungen 3.900.729,35 4.685
4.401.059,81 5.585
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.634.011,45 15.209
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.330.019,43 11.931
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.254.307,71 5.128
davon aus Steuern: EUR 762.826,34 (Vorjahr: TEUR 4.415)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.328,00 (Vorjahr: TEUR 2)
12.218.338,59 32.268
E. Rechnungsabgrenzungsposten 12.500,04 4
51.039.465,79 73.433

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 119.132.842,60 159.197
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.149.598,12 7.966
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 178.321,16 48
4. Sonstige betriebliche Erträge 4.072.374,90 1.284
125.533.136,78 168.495
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 99.840.080,04 133.118
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.918.582,87 8.985
107.758.662,91 142.103
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.274.994,03 9.085
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.495.200,22 1.398
davon für Altersversorgung: EUR 1.549,42 (Vorjahr: TEUR 4)
9.770.194,25 10.483
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.220.391,47 1.862
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.490.771,66 7.428
-706.883,51 6.619
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 140.664,87 179
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 332.871,35 235
-192.206,48 -56
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 494.801,50 2.059
12. Ergebnis nach Steuern -1.393.891,49 4.504
13. Sonstige Steuern 42.111,29 44
14. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -1.436.002,78 4.460

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Heckert Solar GmbH, Chemnitz (im Folgenden "Gesellschaft" genannt), für das Geschäftsjahr 2023 wurde unter Anwendung der Vorschriften des HGB aufgestellt. Es handelt sich um eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Chemnitz und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter HRB 29241 eingetragen.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht mit folgenden Ergänzungen den §§ 266 und 275 HGB. In der Bilanz wurde in Vorjahren ein Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen gebildet und erhaltene Anzahlungen werden aktivisch von den Vorräten abgesetzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren.

Sachanlagevermögen

Grund und Boden wurden in Höhe der Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Der Ansatz des übrigen Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- und Herstellungskosten (entsprechend der steuerrechtlichen Bewertungsuntergrenze), vermindert um planmäßige, lineare bzw. degressive Abschreibungen, soweit handelsrechtlich zulässig. Die Gebäude und baulichen Anlagen werden über 5 bis 50 Jahre, technische Anlagen und Maschinen über 3 bis 21 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über 3 bis 15 Jahre abgeschrieben.

Vermögensgegenstände, deren Anschaffungswert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 beträgt, wurden zu einem Sammelposten zusammengefasst und linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Bei den förderungsfähigen Anlagegütern wurde der Investitionszuschuss weitgehend anschaffungskostenmindernd im Jahr der Anschaffung berücksichtigt. Aufgrund der gebundenen Fördermittel, die bis Ende 2023 zur Verfügung stehen, wurden die noch nicht abgerufenen Mittel bereits im Voraus bezahlt und als Sonderposten ausgewiesen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

2. Umlaufvermögen

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgte zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten. Die Berechnung erfolgt nach der Methode des gleitenden Durchschnitts. Zum Bilanzstichtag erfolgte eine Bewertung mit den niedrigeren beizulegenden Werten abgeleitet aus aktuellen Marktpreisen/Einkaufspreisen, soweit sich eine Abwertung aufgrund des Niederstwertprinzips ergab. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten entsprechend der steuerrechtlichen Wertuntergrenze bewertet. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden insofern vorgenommen, als dies unter Beachtung eines retrograden Bewertungsansatzes erforderlich war. Erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Geleistete Anzahlungen werden in Höhe des Betrages der geleisteten Zahlung (Nominalwert) bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

3. Passiva

Stammkapital

Der Ansatz des Stammkapitals erfolgte mit dem Nennbetrag.

Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen

Dieser Posten beinhaltet erhaltene Fördermittel, die ertragswirksame Auflösung erfolgt über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren und latenten Risiken und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Garantierückstellungen (Garantiezeitraum bis 25 Jahre) basieren auf einer Schätzung der Garantiekosten als Prozentsatz der Umsatzerlöse des jeweiligen Produktionsjahres verteilt über den Zeitraum der gewährten Garantien für Material/Verarbeitung und Modulleistung. Langfristige Rückstellungen werden mit den von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen laufzeitkongruenten Zinssätzen abgezinst. Im Berichtsjahr ergeben sich wie im Vorjahr keine wesentlichen Zinsaufwendungen/-erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung.

Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Latente Steuern

Wesentliche Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz, die zu latenten Steuern führen könnten, bestehen nicht. Das Aktivierungswahlrecht für einen Überhang aktiver latenter Steuern wird nicht ausgeübt.

III. Erläuterungen zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt nach § 284 Abs. 3 HGB. Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dem Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 ein Darlehen in Höhe von TEUR 7.000 an die LWD Solar GmbH ausgereicht. Das Darlehen ist endfällig, hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2025 und wird mit 1 % p.a. verzinst. Das Darlehen ist mit einer Grundschuldeintragung im Grundbuch der LWD Solar GmbH in Höhe von TEUR 7.000 besichert. Das Darlehen wurde bis 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 6.000 von der LWD Solar GmbH getilgt.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 ein Darlehen in Höhe von TEUR 4.000 an die LWD Solar GmbH ausgereicht. Das Darlehen ist endfällig, hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2025 und wird mit 1 % p.a. verzinst. Das Darlehen ist mit einem Sicherungsübereignungsvertrag vom 22. Juni 2020 der darin aufgeführten Maschinen und Anlagen der LWD Solar GmbH in Höhe von TEUR 4.000 besichert.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 ein Darlehen in Höhe von TEUR 6.000 an die LWD Solar GmbH ausgereicht. Das Darlehen ist endfällig, hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2025 und wird mit 1 % p.a. verzinst. Das Darlehen ist mit einem Sicherungsübereignungsvertrag vom 1. Oktober 2020 der darin aufgeführten Maschinen und Anlagen der LWD Solar GmbH in Höhe von TEUR 6.000 besichert.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Ein kurzfristiger Darlehensvertrag mit der LWD Solar GmbH über ein Darlehen in Höhe von TEUR 650 mit Laufzeit bis 30. November 2024 und einem Zinssatz von 4,5 % p.a. wurde im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen. Das Darlehen ist durch Sicherungsübereignung von Maschinen und technischen Anlagen besichert.

Das ausgereichte Darlehen der Gesellschaft an den Geschäftsführer aus dem Geschäftsjahr 2019 in Höhe von TEUR 1.000, verzinst mit 1 % und einer Laufzeit bis 31. Dezember 2024 wurde in 2023 vollständig getilgt.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021 ein Darlehen in Höhe von TEUR 250, verzinst mit 1 % an den Geschäftsführer ausgereicht. Das Darlehen war bis 31. März 2026 endfällig und wurde im Jahr 2023 vollständig getilgt.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021 ein Darlehen in Höhe von TEUR 128, verzinst mit 1 % an den Geschäftsführer ausgereicht. Das Darlehen war bis 18. August 2025 endfällig und wurde im Jahr 2023 ebenso vollständig getilgt.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021 ein Darlehen in Höhe von TEUR 120 an den Geschäftsführer ausgereicht. Das Darlehen ist endfällig, hat eine Laufzeit bis 31. Oktober 2026 und wird mit 1 % verzinst. Es erfolgte im Jahr 2023 eine Tilgung in Höhe von TEUR 29. Der Restwert dieses Darlehens an den Geschäftsführer, der in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen wird, beträgt TEUR 91 zum 31. Dezember 2023 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Im Vorjahr betrug der in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Restwert dieser Darlehen an Geschäftsführer TEUR 1.103 (Stand 31. Dezember 2022) und hatte eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Sämtliche anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr kurzfristig.

3. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 600.000,00.

4. Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen (TEUR 3.901; Vorjahr TEUR 4.685) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Garantieleistungen (TEUR 2.552; Vorjahr: TEUR 3.400); Rückstellungen für Resturlaub (TEUR 207; Vorjahr: TEUR 269), Mehrstunden (TEUR 18; Vorjahr: TEUR 48), Bonuszahlungen (TEUR 76; Vorjahr: TEUR 134), Berufsgenossenschafts-/IHK-Beiträge/Ausgleichsabgabe (TEUR 109; Vorjahr: TEUR 132), sowie weitere kurzfristige ungewisse Verbindlichkeiten.

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeiten-Spiegel:

davon Restlaufzeit
Verbindlichkeiten Insgesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.634 2.271 6.363 0
(Vorjahr in TEUR) (15.209) (9.323) (5.664) (222)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.330 2.330 0 0
(Vorjahr in TEUR) (11.931) (11.931) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.254 1.254 0 0
(Vorjahr in TEUR) (5.128) (5.128) (0) (0)
Summe Verbindlichkeiten 12.218 5.855 6.363 0
(Vorjahr in TEUR) (32.268) (26.382) (5.664) (222)

Die unter den Vorräten aktivisch abgesetzten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (TEUR 378; Vorjahr: TEUR 1.924) sind sämtlich kurzfristig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

Grundschulden auf Betriebsgrundstücke (EUR 5.524.840,00).

Des Weiteren bestehen Sicherheiten durch Raumsicherungsübereignung des Gesamtbestands Alulager (Friedrich-Hähnel-Str. 82, 09120 Chemnitz), des Gesamtbestands an Solarzellen, Solarmodulen sowie sonstigen Waren, die zur Produktion von Photovoltaikanlagen dienen (Carl-von-Bach-Str. 11, 09116 Chemnitz; Am Daßlitzer Kreuz 19, 07957 Langenwetzendorf) sowie durch Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus dem Energieliefervertrag zur Freiflächenphotovoltaikanlage.

6. Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR 1.000).

Weitere wesentliche Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sowie weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden am Bilanzstichtag nicht.

7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

TEUR
Umsatz aus Verkauf von Modulen, inkl. Zubehör 119.051
Sonstige Erlöse 82
119.133

Die Umsatzerlöse entfallen mit ca. 95 % auf das Inland sowie mit ca. 5 % auf das Ausland.

8. Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 68) enthalten. Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 102) auf Aufwendungen aus Währungsumrechnungen.

9. Personalaufwand

Die Heckert Solar GmbH arbeitet mit Zeitarbeitsfirmen für die Produktion von Solarmodulen zusammen. Um den Einblick in die Ertragslage zu verbessern, werden Honorare für Fremdarbeiter als Bestandteil der Position Löhne und Gehälter im Personalaufwand ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Honorare für Fremdarbeiter/Leiharbeiter auf TEUR 609 (Vorjahr: TEUR 1.111).

10. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 370 (Vorjahr: TEUR 524).

11. Nachtragsbericht

Bezüglich möglicher negativer Auswirkungen der Entwicklungen auf dem europäischen Markt für PV-Module infolge des Wettbewerbsverhaltens chinesischer Modulproduzenten und hierdurch induziert deutlich sinkender Absatzpreise für PV-Module verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht zur zukünftigen Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Aufgrund erheblicher Überbestände im Markt und eines massiven Preisdumpings seitens chinesischer Hersteller, haben wir die Produktionsmengen im Laufe des Jahres 2024 signifikant vermindert. Um dem Preisdruck gerecht zu werden, wurden Solarmodule extern unter eigenem Namen zugekauft. Auch hierzu verweisen wir auf die Erläuterungen im Lagebericht.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

IV. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag zum 31. Dezember 2023 von EUR 1.436.002,78 mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und in Höhe von EUR 28.656.057,85 auf neue Rechnung vorzutragen.

V. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr beträgt:

2023 Vorjahr
Eigene Arbeitnehmer 180 177
davon Angestellte 86 79
davon Arbeiter 94 98
Fremdarbeiter/Leiharbeiter 18 34
Gesamt 198 211

2. Mindeststeuergesetz

Die Anwendung des deutschen Mindeststeuergesetzes bzw. internationaler Mindeststeuergesetze hat keine Auswirkungen auf die Gesellschaft.

3. Geschäftsführung

Benjamin Trinkerl, Chemnitz, Kaufmann

Auf die Angabe der Gesamtbezüge nach § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 43 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

 

Chemnitz, den 14. Februar 2025

Heckert Solar GmbH, Chemnitz

Der Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Bruttobuchwerte
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.027.151,26 1.507.104,33 25.543,70 129.386,00 3.430.413,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.846.169,72 157.640,22 0,00 0,00 11.003.809,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.431.694,00 553.279,44 1.816.251,51 522.518,78 25.278.706,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.750.789,77 300.671,01 9.776,63 137.304,93 1.923.932,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.233.653,05 981.601,91 -1.851.571,84 6.040,00 1.357.643,12
38.262.306,54 1.993.192,58 -25.543,70 665.863,71 39.564.091,71
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 14.000.000,00 0,00 0,00 3.000.000,00 11.000.000,00
54.289.457,80 3.500.296,91 0,00 3.795.249,71 53.994.505,00
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Anpassung Betriebsprüfung Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.294.434,59 706.824,05 0,00 0,00 2.001.258,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.380.010,95 277.986,37 0,00 0,00 3.657.997,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.978.993,27 1.105.690,97 927.911,76 217.286,78 19.939.485,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und 0,00
Geschäftsausstattung 1.418.750,00 129.890,08 0,00 125.107,93 1.423.532,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
24.777.754,22 1.513.567,42 927.911,76 342.394,71 25.021.015,17
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
26.072.188,81 2.220.391,47 927.911,76 342.394,71 27.022.273,81
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.429.154,65 732.716,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.345.812,62 7.466.158,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.339.220,47 3.452.700,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 500.400,33 332.039,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.357.643,12 2.233.653,05
14.543.076,54 13.484.552,32
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 11.000.000,00 14.000.000,00
26.972.231,19 28.217.268,99

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Heckert Solar GmbH, Chemnitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Heckert Solar GmbH, Chemnitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heckert Solar GmbH, Chemnitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter- für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 14. Februar 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Drüppel, Wirtschaftsprüfer

Christian Schwarz, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 19. Februar 2025 festgestellt.

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