Bonnfinanz GmbH
Bonn
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Geschäftsbericht 2023
Geschäftsführung
Stefan Mertes Sprecher der Geschäftsführung*
Ressort: IT, Operations, Recht & Compliance Ab
01.01.2024
Julia Keller Geschäftsführung Ressort:
Finanzen, Personal Ab 01.01.2024
Sebastian Wallusch Geschäftsführung Ressort:
Vertrieb, Produktmanagement, Marketing
Eugen Bucher Geschäftsführung Bis
31.03.2023
Lagebericht
Geschäftstätigkeit
Die Bonnfinanz steht für qualitativ hochwertige
Allfinanzberatung für private Haushalte und
Kleinunternehmen, die sie über ein bundesweites Netz von
ca. 340 selbstständig tätigen Handelsvertretern in
Deutschland anbietet. Der Kern der Dienstleistung der
Bonnfinanz als Mehrfachagent und Vermittlungsgesellschaft ist
die ganzheitliche Beratung und lebensbegleitende Betreuung
von ca. 450.000 Verträgen. Neben der bewährten
Beratungssystematik der Bonnfinanz fokussiert sich die
Bonnfinanz auf die fachliche Aus- und Weiterbildung ihrer
Finanzberater*innen. Ein wettbewerbsfähiges
Produktangebot, die Bereitstellung moderner IT-Systeme
für einen digitalen Beratungsprozess, die Funktion eines
Haftungsdachs, Marketingunterstützung sowie die
Abwicklung und Provisionsabrechnung runden die
Geschäftstätigkeit ab.
Die Bonnfinanz befindet sich im Besitz von BlackFin
Capital Partners, die über die Allfinanz Holding GmbH
100 % des Stammkapitals besitzt. Mit einem klaren Fokus auf
Beratungsqualität und dem Ziel zukünftigen
Wachstums gestaltet die Bonnfinanz ihr Leistungsversprechen
und ihr Produktangebot unabhängig von Konzerninteressen.
Dabei stützt sie sich auf ihre im Leitbild
definierte Vision "Immergut leben"sowie auf die kulturell im
Unternehmen verankerten Werte: Wertigkeit, Findigkeit und
Befähigung.
Die Bonnfinanz bietet eine Beratung an, die alle
finanziellen Fragen abdeckt. Im Zentrum steht dabei nicht das
einzelne Produkt, sondern ganzheitliche Finanzkonzepte
für Kund*innen unter Berücksichtigung ihrer
finanziellen Ziele und Wünsche, der Absicherung gegen
existenzielle Risiken sowie der individuellen Anpassung an
die jeweilige Lebensphase. Alle finanziellen Entscheidungen
werden dabei sorgfältig aufeinander abgestimmt. Die
systematische Finanzberatung der Bonnfinanz bildet mit den
Leistungsfeldern
| ― |
Existenzsicherung,
|
| ― |
Ruhestandsplanung,
|
| ― |
Immobilienwerte sowie
|
| ― |
Vermögensaus- und -aufbau das
gesamte Spektrum der Finanzdienstleistung ab.
Komplementär zur eigenen, historisch erprobten
Beratungssystematik greift die Bonnfinanz auf die durch
den Branchenstandard auf Basis der DIN-Norm 77230
etablierte Methodik zur Erstellung ganzheitlicher
Finanzanalysen zurück. Die Beratung der Kund*innen
findet zunehmend digital statt.
|
Im Rahmen ihrer Finanzkonzepte bietet die Bonnfinanz
ihren Kund*innen ein breites und attraktives Angebotsspektrum
in allen Leistungsfeldern. Das Produktangebot wird dabei
mithilfe von Premium-Produktpartnerschaften realisiert, die
die Bonnfinanz entlang ihrer strengen
Qualitätsrichtlinien mit führenden Versicherern,
Investmentgesellschaften und Finanzierungsplattformen im
Markt eingeht. Basis der Produktauswahl durch die
Vermittler:innen der Bonnfinanz sind fundierte
Produktanalysen, die den Kund:innen transparent dargelegt
werden.
Die Bonnfinanz legt zur Sicherstellung einer hohen und
nachhaltigen Beratungsqualität großen Wert auf die
Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter:innen und
Finanzberater:innen. Dreh- und Angelpunkt der
Qualifizierungsmaßnahmen ist der Bonnfinanz Campus, der
als integrierte Ausbildungsplattform dem Personal sowohl als
physischer Schulungsort, als auch als digitales Lernsystem
zur Verfügung steht. In Zusammenarbeit mit der
örtlichen IHK Bonn/Rhein-Sieg wird der Finanzplaner
(IHK) als eigenständige Qualifizierungsmaßnahme
angeboten.
Die allgemeine wirtschaftliche Lage in
der Bundesrepublik Deutschland
Die Entwicklung der Bonnfinanz ist wesentlich
beeinflusst durch die konjunkturelle Entwicklung in
Deutschland. Die Bonnfinanz erwirtschaftet ihre
Provisionserlöse zu 100 % in Deutschland.
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im
Jahr 2023 nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes
(Destatis) um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. "Die trotz
der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen
Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpfen die
Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige
Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine
geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte
sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen
Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Ruth
Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes.
Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr
2023 ging ebenfalls leicht zurück (- 0,1 %). Dabei sei
die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr
unterschiedlich verlaufen. Aufgrund der hohen Baupreise und
der spürbar gestiegenen Bauzinsen sind die
Bauinvestitionen im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %
gesunken, insbesondere im Wohnungsbau.
Der private Konsum hat im Jahr 2023 um 0,8 %
gegenüber dem Vorjahr abgenommen und liegt damit ca. 1,5
% unter dem Vorkrisenniveau 2019. Dies dürfte vor allem
auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen
sein.
Die staatlichen Haushalte beendeten nach
vorläufigen Berechnungen das Jahr 2023 mit einem
Finanzierungsdefizit von 82,7 Mrd. Euro. Dies entspreche
ca.14 Mrd. Euro weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2022 hatten
Entlastungspakete im Zuge der Energiekrise und Stabilisierung
der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Rahmen der
Gas- und Strompreisbremse erfolgten zwar auch im vergangenen
Jahr umfangreiche Zahlungen, dagegen entfielen jedoch
größtenteils Ausgaben zur Bekämpfung der
Corona-Pandemie.
Ausblick der deutschen Wirtschaft
Die aktuelle Deutschlandprognose der Deutschen
Bundesbank geht von einer Erholung der deutschen Wirtschaft
in den kommenden Jahren aus. So erwarte man ein leichtes
Wachstum im kalenderbereinigten realen Bruttoinlandsprodukt
(BIP) in 2024 um 0,4 %. Allerdings verzögere sich die
Wirtschaftserholung, da aktuell vor allem die schwache
Auslandsnachfrage die Industrie bremst. Zudem würden die
hohen Finanzierungskosten die Investitionen dämpfen. Der
private Konsum zeige sich zögerlich. Ab 2024 wird eine
zunehmende Expansion der deutschen Wirtschaft prognostiziert
(1,2 % in 2025 und 1,3 % in 2026). Dies liege vor allem an
zwei Faktoren: Exportsteigerungen (infolge wieder
expandierender ausländischer Absatzmärkte) und
steigende Konsumausgaben privater Haushalte (aufgrund des
stabilen Arbeitsmarktes, kräftig steigender Löhne
und rückläufiger Inflation).
Auch die Inflation dürfte sich im Jahr 2024 im
Vergleich zum Vorjahr mehr als halbieren und auf ca. 2,7 %
fallen. So lasse die Teuerung von Energie stark nach und sei
auch bei Nahrungsmitteln deutlich rückläufig.
Die Beendigung temporärer
Stützungsmaßnahmen wirke sich den
Bundesbank-Fachleuten zufolge positiv auf die Staatsfinanzen
aus und wirke gewichtiger als steigende Aufwendungen etwa
für Verteidigung und Renten. Daher sinke die
Defizitquote im Jahr 2024 weiter auf 1,3 %.
Die Entwicklung der deutschen
Versicherungswirtschaft 2023
Auf der am 26. Januar 2024 vom GDV veranstalteten
Jahresmedienkonferenz wurden die Zahlen zum
Geschäftsjahr 2023 vorgestellt. GDV Präsident Dr.
Norbert Rollinger konstatierte, dass sich die deutsche
Versicherungswirtschaft im Jahr 2023 gut behauptet habe.
Über alle Sparten hinweg verbuchten die Versicherer ein
leichtes Beitragsplus von 0,6 % auf 224,7 Mrd. EUR. Man
blicke verhalten optimistisch auf das Jahr 2024. Für das
laufende Jahr erwarte man vor dem Hintergrund steigender
Nominallöhne und nachlassender Inflation ein
Beitragswachstum von 3,8 %.
Im Bereich der Lebensversicherung berichtet der GDV
für das Jahr 2023, dass sich die laufenden Beiträge
robust entwickelt hätten. Einen deutlichen Rückgang
verzeichnete das Einmalbeitragsgeschäft. Insgesamt
gingen die Beitragseinnahmen bei den Lebensversicherern um
5,2 % auf 92,0 Mrd. EUR zurück.
In der Schaden- und Unfallversicherung war das Jahr
2023 geprägt von nachgelagerten Anpassungen an
Schadensaufwendungen, wie z. B. Baukosten oder gestiegene
Preise für Autoreparaturen. Dennoch verbuchte die Sparte
ein Beitragswachstum von 6,7 % auf 84,5 Mrd. EUR. Der
Schadenaufwand legte aber mit 12,7 % deutlich stärker zu
als die Beitragsentwicklung. Allein in der Kfz-Versicherung
ergibt sich, durch die gestiegenen Preise, ein
versicherungstechnischer Verlust von rund 2,9 Mrd. EUR.
Insgesamt ging der versicherungstechnische Gewinn der Sparte
um mehr als die Hälfte, auf rund 1,5 Mrd. EUR,
zurück.
In der privaten Krankenversicherung erhöhten sich
die Beitragseinnahmen 2023 um 2,3 % auf 48,2 Mrd. EUR.
42.6 Mrd. EUR entfielen davon auf die
Krankenversicherung (+ 1,3 %). In der Pflegeversicherung
stiegen die Beiträge insbesondere wegen
Leistungsausweitungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung
um 10,3 % auf 5.6 Mrd. EUR.
Deutsche Versicherungswirtschaft -
Ausblick
Für das Jahr 2024 erwartet der
GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen ein
besseres Umfeld für die Lebensversicherung. Gründe
hierfür sind aus Sicht des GDV: Höhere Zinsen
verbessern die Ertragskraft der Unternehmen, eine steigende
Überschussbeteiligung erhöht die Attraktivität
der Produkte und die realen Einkommen sollten weiter steigen,
während die Inflationsrate abnimmt. Wobei man davon
ausgehe, dass die Zentralbanken die Zinsen zumindest bis
Mitte des Jahres 2024 auf dem derzeitigen Niveau belassen
werden. Man erwarte mit Ende 2024 ein Ende des Rückgangs
bei den Beitragseinnahmen und geht von einem Beitragsvolumen
von 91,8 Mrd. EUR aus. Dies ergäbe einen sehr leichten
Rückgang von 0,2 % gegenüber 2023.
Für den Bereich Schaden- und Unfallversicherung
prognostiziert der GDV für das Jahr 2024 einen
Beitragszuwachs von 7,7 %.
Geschäftsverlauf der Bonnfinanz
GmbH
Gesamtsituation
Trotz anhaltender Belastungen der Märkte infolge
von dynamisch steigenden Zinsen, hoher Inflation und
Unsicherheiten aufgrund von politischen Entscheidungen konnte
das Nettoprovisionsergebnis gegenüber 2022 gesteigert
werden. Das marktbedingt rückläufige
Finanzierungsgeschäft konnte weitgehend durch Wachstum,
vor allem im Versicherungsbereich, kompensiert werden.
Aufgrund positiver Auswirkungen aus dem erfolgreichen
Transformationsprozess konnten Bestandsprovisionen erstmals
sowohl für die Bonnfinanz als auch für unsere
Finanzberater*innen wieder gesteigert und Prozesse
signifikant verbessert werden.
Lebensversicherung
Das Jahr 2023 war für die Bonnfinanz auch im
Bereich Lebensversicherung ein gutes Jahr. Mit einem Anteil
von 39,0 % an den Gesamterlösen ist das Segment eines
der wichtigsten im Produktportfolio der Bonnfinanz.
Schaden- und Unfallversicherung
Die sich über die vergangenen zwei Jahre
abgezeichnete Diversifizierung der Geschäftsverteilung
setzte sich auch in 2023 weiter fort. Der Vertrieb der
Bonnfinanz hat das Dienstleistungsangebot in allen
SHUR-Sparten (Schaden/Haftpflicht/Unfall/Rechtsschutz) rund
um die Beratung vertieft und die Bedarfsdeckung nach DIN
77230 verwendet.
Krankenversicherung
Die gesamten Beitragseinnahmen aller Produktpartner in
der privaten Krankenversicherung inkl. Pflegeversicherung
stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 26,4 %.
Der Anteil der privaten Krankenvollversicherung stieg
dabei um 25,2 %. Im Bereich der Krankenzusatzversicherung
konnte das Vorjahresergebnis ebenfalls gesteigert werden und
führte zu einem Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von
14,3 %.
In der privaten Pflegerentenversicherung stieg die
Bewertungssumme im Neugeschäft um 65,5 % auf 10,1 Mio.
EUR an. Bei der privaten Pflegezusatzversicherung kam es
ebenfalls zu einer Steigerung (32,2 %) im Monatsbeitrag.
Der Gesamtbestand in der privaten Krankenversicherung
samt Pflege verzeichnete einen über das Marktwachstum
hinausgehenden Zugang (+ 51,5 %) auf 5 Mio. EUR.
Bausparen
Die eingelöste Bausparsumme hat sich
gegenüber dem Vorjahr auf 80,4 Mio. EUR verdoppelt (40,1
Mio. EUR in 2022).
Diese Entwicklung ist vor allem begründet durch
das anhaltend hohe Zinsniveau und die Notwendigkeit zur
energetischen Sanierung in den nächsten Jahren.
Kund*innen verwenden Bausparen als Zinssicherungsinstrument.
Finanzierungen
Bedingt durch das Marktumfeld (Belastung der Haushalte
in den Bereichen Energiepreissteigerung und hohe Inflation)
ging das provisionierte Plattformvolumen im Berichtsjahr im
Vergleich zum Vorjahr um 46 % auf 198 Mio. EUR zurück.
In der Baufinanzierung nahmen die Stückzahlen deutlich
ab. Das Antragsvolumen Bausparen war aufgrund der geringeren
Nachfrage nach Baufinanzierungen ebenfalls
rückläufig. Der Bereich Privatkredite verzeichnete
desgleichen einen Rückgang.
Realimmobilien
In 2023 wurden Pflegeimmobilien, Bestandsimmobilien und
Immobilien mit Denkmalschutz-/Sanierungsabschreibung ins
Angebot aufgenommen.
Insbesondere vor dem Hintergrund hoher Inflation und
dem Trend hin zu Sachwerten wurden in 2023 Immobilien mit
einem Gesamtvolumen von rd. 13 Mio. EUR abgesetzt. Dieser
Trend wird sich in 2024 voraussichtlich fortsetzen.
Geschlossene Alternative Investmentfonds
(AIF)
Im Neugeschäft wurden insgesamt 9,5 Mio. EUR
(Vorjahr: 14,1 Mio. EUR) umgesetzt. Die Fonds werden von
ausgewählten, erfahrenen Finanzberater*innen vermittelt.
Offene Immobilienfonds
Die Bestände der offenen Immobilienfonds verteilen
sich regional auf Deutschland, Europa und Global, mit einem
Gesamtvolumen in Höhe von 111,4 Mio. EUR.
Offene Investmentfonds:
Direktgeschäft
Im Segment der Investmentfonds konnte im Jahr 2023 ein
Nettomittelzufluss in Höhe von 8,5 Mio. EUR verbucht
werden. Der gesamte Fondsbestand ist im Jahr 2023 um 28,4
Mio. EUR und somit um 3,5 % gestiegen.
Investmentfonds:
Vermögensverwaltung
Das verwaltete Vermögen (Assets under Management)
verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr (42,9 Mio. EUR) um
7,9 % auf 39,5 Mio. EUR.
Die Kapitalmärkte unterliegen zum Teil
kurzfristigen politischen und wirtschaftlichen
Einflüssen, die sich auf Anlageentscheidungen auswirken
können.
Edelmetallhandel
Im Jahr 2023 wurden Umsätze in Höhe von 6,1
Mio. EUR (Vorjahr 3,7 Mio. EUR) aus der Vermittlung von
Edelmetallen (Gold, Silber, Platin und Palladium) und
Technologiemetalle erwirtschaftet. Dies entspricht einem
Zuwachs von 64,9 % im Vergleich zum Vorjahr.
Ertragslage
Die Bonnfinanz generiert ihre Umsätze primär
aus der Vereinnahmung von Abschlussprovisionen und in
geringerem Umfang aus Bestands- und Folgeprovisionen.
Wesentliche Umsatzträger in 2023 waren die
Lebensversicherung, das Finanzierungsgeschäft,
Kapitalanlagen in offenen und geschlossenen Fonds sowie die
Schaden- und Unfallversicherung.
Die Erträge der Gesellschaft sanken leicht auf
48,7 Mio. EUR (Vorjahr: 49,4 Mio. EUR). Davon entfielen 47,0
Mio. EUR auf Provisionserlöse (Vorjahr: 47,8 Mio. EUR),
0,4 Mio. EUR auf übrige Umsatzerlöse (Vorjahr: 0,5
Mio. EUR) und 1,4 Mio. EUR auf sonstige betriebliche
Erträge (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR).
Die Provisionsaufwendungen reduzierten sich im
Verhältnis zur Ertragsentwicklung auf 30,6 Mio. EUR
(Vorjahr: 32,2 Mio. EUR). Personalaufwand, Abschreibungen und
sonstiger betrieblicher Aufwand sanken auf insgesamt 14,6
Mio. EUR (Vorjahr: 16,7 Mio. EUR).
Das Betriebsergebnis beträgt 3,6 Mio. EUR
(Vorjahr: 0,5 Mio. EUR), das Finanzergebnis beläuft sich
auf 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,09 Mio. EUR). Aufgrund des mit
der Allfinanz GmbH geschlossenen
Ergebnisabführungsvertrages führt die Bonnfinanz
4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) ab und weist wie im
Vorjahr keinen Jahresüberschuss aus.
Der Bilanzgewinn beträgt unverändert 4,9 Mio.
EUR.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 beläuft sich auf
30,8 Mio. EUR (Vorjahr: 32,9 Mio. EUR). Das
Anlagevermögen umfasst 9,6 Mio. EUR (Vorjahr: 10,7 Mio.
EUR).
Die kurzfristigen Forderungen betragen zum
Bilanzstichtag 20,0 Mio. EUR (Vorjahr: 20,4 Mio. EUR),
während sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten auf
12,5 Mio. EUR (Vorjahr: 11,6 Mio. EUR) belaufen.
Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt
unverändert 8,9 Mio. EUR.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Als finanzielle Leistungsindikatoren sieht Bonnfinanz
in erster Linie die Höhe der Provisionserlöse, der
Provisionsaufwendungen und Kosten sowie das Betriebsergebnis.
|
2023 in EUR |
2022 in EUR |
| Provisionserlöse |
46.974.944 |
47.806.765 |
|
Provisionsaufwendungen |
30.565.747 |
32.171.328 |
| Kosten |
14.558.340 |
16.747.693 |
| Betriebsergebnis |
3.613.294 |
461.877 |
Nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren
Neben den finanziellen Leistungsindikatoren spielen
auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren eine
bedeutende Rolle für die Bonnfinanz. Folgende Aspekte
sind nach unserer Überzeugung wesentliche Bausteine
einer zukunftsweisenden Positionierung im Wettbewerbsumfeld.
| ― |
Etablierung als
Qualitätsführer um den Nutzen der Kund*innen
durch das Beratungs-, Produkt- und Serviceangebot
nachhaltig zu steigern.
|
| ― |
Wahrnehmung als attraktiver und
verantwortungsvoller Arbeitgeber, um dauerhaft
kompetente und engagierte Mitarbeiter:innen an sich zu
binden.
|
| ― |
Stabilisierung des
Geschäftsmodells sowie des Beratungsansatzes, um
hoch qualifizierte und motivierte Finanzberater:innen
zu gewinnen und eine dauerhafte Geschäftsbeziehung
aufzubauen.
|
| ― |
ESG-Kriterien (Environmental
Social Governance) im Arbeitsalltag verankern.
|
Risikomanagement-Prozess
Die Geschäftsaktivitäten werden von Chancen
und Risiken begleitet.
Mit ganzheitlich ausgerichteten
Risikomanagementaktivitäten verfolgen wir die
Optimierung unserer Risikolage, d. h. eine Begrenzung der
Risiken auf ein akzeptables Niveau unter
Berücksichtigung der ihnen gegenüberstehenden
Chancen. Bei unseren Aktivitäten berücksichtigen
wir die Anforderungen von FinVermV, VVG sowie der weiteren
einschlägigen gesetzlichen Vorgaben. Durch die
regelmäßige Anwendung von gleichbleibenden
Verfahren identifizieren und bewerten wir unser
Risikopotenzial. Überschreiten die Analyseergebnisse
dabei unseren definierten Toleranzbereich, leiten wir
risikomindernde Maßnahmen ein. Deren Umsetzung und
Wirksamkeit werden überwacht. Darüber hinaus wird
gewährleistet, dass das Management zeitnah über neu
auftretende Risiken informiert wird und so die
frühzeitige Einleitung von erforderlichen
Bewältigungsmaßnahmen sichergestellt ist.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden die bestehenden
Prozesse weiter mit Blick auf die strategische Ausrichtung
angepasst und fortlaufend optimiert.
Dem Risikomanagement obliegt dabei die Organisation,
Verantwortlichkeitsregelung, Koordination, Überwachung
und Kommunikation des Risikomanagementprozesses. Eine
Bewertung und Definition der Risiken wurden im
Geschäftsjahr durchgeführt und
regelmäßig angepasst. Nennenswerte Risiken werden
beobachtet und die betroffenen Bereiche entsprechend zur
Risikoreduzierung sensibilisiert.
Das operative Risikomanagement findet in den
Fachbereichen statt und ist in die Geschäfts- und
Entscheidungsprozesse integriert.
Unsere maßgeblichen Risiken sind Markt- und
Liquiditätsrisiken, Risiken aus dem Ausfall von
Forderungen sowie operationelle und sonstige Risiken.
Chancen und Risiken aus der
Vermittlungstätigkeit von Versicherungs- und
Finanzprodukten
Marktrisiken
Marktrisiken können für uns insbesondere
hinsichtlich der Vermittlungstätigkeit von
Finanzprodukten an Kund*innen entstehen. Diese können
sich z. B. in einem unerwarteten Rückgang der Nachfrage
nach Finanzvermittlungsgeschäften, durch veränderte
Rahmenbedingungen bei Produktlinien, Erhöhung der
regulatorischen Anforderungen an die Zusammenarbeit mit
Finanzberater*innen oder Änderungen der Vergütungen
zeigen.
Diesen Risiken begegnen wir unter anderem in einer
permanenten und aufmerksamen Beobachtung des Marktgeschehens,
insbesondere hinsichtlich gesetzlicher Rahmenbedingungen.
Auch den Ukraine-Krieg zählen wir zu Marktrisiken. Bei
Umfeldveränderungen werden Maßnahmen
frühzeitig ergriffen. Von erheblichen Marktschwankungen
auf den Finanzmärkten wäre auszugehen, sofern es
den Mitgliedsländern nicht gelingt, die Europäische
Union stabil zu halten. Hier hat die Politik in den
Mitgliedstaaten einen wesentlichen Einfluss. Wir nehmen aus
den möglichen Entwicklungen die Gefahren daraus wahr.
Liquiditätsrisiko
Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko
verstanden, seinen Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt
ihrer Fälligkeiten mangels ausreichend vorhandener
liquider Mittel nicht gerecht werden zu können.
Zur Bewältigung dieses Risikos stellen wir eine
mittelfristige Liquiditätsplanung auf. Für das
jeweilige Geschäftsjahr wird dabei eine Prognose der
Zahlungsströme erstellt, die regelmäßig
anhand der aktuellen Liquiditätsentwicklung
überprüft wird. Insbesondere aufgrund der
geopolitischen Rahmenbedingungen wurde die
Liquiditätssituation noch intensiver bearbeitet und
verschiedene Szenarien simuliert.
Risiken aus dem Ausfall von
Forderungen
Unter Forderungsausfallrisiken wird das Risiko
verstanden, dass eine ausstehende Forderung gegenüber
unseren Finanzberater*innen beispielsweise aufgrund
Nichtzahlung oder Insolvenz nicht vereinnahmt werden kann.
Dieses Risiko wird vor allem durch
Sicherheitshinterlegungen, Stornoeinbehalte, eine
systematische Überwachung der Forderungsbestände
sowie der rechtzeitigen Einleitung von Maßnahmen zur
Wahrung unserer Ansprüche bei überfälligen
Forderungen kontrolliert. Die Forderungen gegenüber
Finanzberater*innen beliefen sich zum Bilanzstichtag
31.12.2023 auf rund 2,9 Mio. EUR (Vorjahr 4,4 Mio. EUR).
Der Stand an Wertberichtigungen auf Forderungen
gegenüber Finanzberater*innen betrug zum 31.12.2023 2,4
Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR). Der durchschnittliche
Wertberichtigungsbedarf der letzten drei Jahre beträgt
unverändert 0,3 Mio. EUR.
Operationelle Risiken
Operationelle Risiken bezeichnen Risiken, die aus
unzulänglichen internen Prozessen, menschlichem Handeln,
Systemen oder externen Ereignissen, wie Rechtsrisiken,
entstehen.
Diese Risiken können entweder originär in der
Gesellschaft anfallen oder indirekt über die
verschiedenen für Bonnfinanz tätigen Dienstleister
auf die Gesellschaft einwirken.
Die sich durch diese Auslagerungen ergebenden
operationellen Risiken werden durch ein systematisches und
konsequentes Management der Auslagerungen inkl.
Überwachung und erforderlichenfalls frühzeitige
Eskalation gesteuert.
Als wesentliche Schutzvorrichtung vor operationellen
Risiken dient ein internes Kontrollsystem, das eigens auf die
Reduktion von Risiken ausgerichtet ist. Hierbei wird auch
fehlerhafter Bearbeitung und/oder dolosen Handlungen durch
Stichprobenkontrollen, Vier-Augen-Prinzip, Berechtigungs- und
Vollmachten-Regelungen und Ähnlichem vorgebeugt.
Regelmäßig erfolgt für wesentliche Prozesse
eine Überprüfung durch die jeweiligen Fachbereiche.
Zur Minimierung der Cyber- sowie Ausfallrisiken
geschäftskritischer Systeme und Anwendungen existieren
bei uns bzw. unseren Dienstleistern gespiegelte Systeme und
umfangreiche Datensicherungsverfahren. Diese stellen auch im
Katastrophenfall eine Wiederherstellung kritischer
Infrastruktur, der Systeme, Anwendungen und Daten sicher.
Das Business Continuity Management stellt einen
weiteren wichtigen Baustein zur Absicherung operationeller
Risiken dar. Hierbei werden zur Begegnung von Risiken aus
externen Ereignissen wie z. B. Katastrophenfällen
infolge von Feuer oder Naturkatastrophen für alle
kritischen Prozesse unseres Unternehmens Notfallpläne
für eine möglichst baldige Wiederherstellung des
Geschäftsbetriebes nach Eintritt einer Katastrophe
entwickelt. Regelmäßige Aktualisierungen sowie
Tests dieser Pläne reduzieren das Risiko längerer
Geschäftsunterbrechungen infolge von
Katastrophenfällen.
Rechtsrisiken
Ferner versuchen wir und unsere Dienstleister, die
Risiken aus neuen gesetzlichen Regelungen oder für uns
nachteiligen Änderungen bestehender Gesetze und
Auslegungen durch Gerichte durch ständige Beobach tung
unseres Branchenumfeldes frühzeitig zu identifizieren.
Hierzu zählen u. a. die Richtlinie über Märkte
für Finanzinstrumente (MIFID II) und die Richtlinie zur
Vermittlung von Versicherungen (IDD).
Sonstige Risiken
Für uns als Vertriebsgesellschaft bestehen neben
den zuvor genannten Risikoarten primär
Reputationsrisiken. Diese resultieren dabei nahezu
ausschließlich aus unzulänglichen internen
Prozessen, menschlichem Handeln, Systemen oder externen
Ereignissen. Reputationsrisiken im Zusammenhang mit
operationellen Risiken werden im Rahmen der dort
beschriebenen Verfahren systematisch behandelt.
Zur Abwehr von Reputationsschäden sind ein
Krisenkommunikationsstab und definierte
Krisenkommunikationsprozesse etabliert, die ein zeitnahes
kommunikatives Reputationsmanagement sicherstellen und
diesbezügliche Risiken minimieren.
Chancen aus der aktuellen Marktlage
Dank BlackFin Capital Partners konnten auch im Jahr
2023 weitere wichtige strategische Investitionen
getätigt werden, die unserem Unternehmen positive
Möglichkeiten bieten: finalisierte
Transformationsschritte in den Bereichen Beratungsprozesse,
Finanzberateraufbau, Campus, Partner & Produkte sowie IT.
Konkrete Beispiele für erfolgreiche Projekte
diesbezüglich sind:
| ― |
Anbindung und Erweiterung von
Premium-Produktpartnerschaften im
Versicherungsbereich
|
| ― |
Öffnung der Fonds-Palette und
somit Zugriff auf weitere wichtige Fondsgesellschaften
im Investmentbereich
|
| ― |
Konzeption und Durchführung
einer internen Trainerausbildung "Campus-Trainer (IHK)"
nach IHKStandard
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| ― |
Erreichen der Zertifizierung
"Carbon-Footprint" by Carbomatrix
|
| ― |
Einführung von Prozessen zur
Erhöhung der Markenreichweite in den sozialen
Medien
|
| ― |
Weiterer Aufbau von Prozessen zur
Rekrutierung neuer Finanzberater*innen
|
Diese Maßnahmen bilden das Fundament für
zukünftiges und nachhaltiges Wachstum der Bonnfinanz.
Die Digitalisierung des Beratungsprozesses, die
kontinuierliche persönliche und fachliche Weiterbildung
unserer Finanzberater*innen, die Nutzung neuer Tools sowie
der Einsatz der DIN 77230 zur Analyse der Kundensituation
stellen weitere Wachstumschancen dar. Die kontinuierliche
Ausweitung unserer Produktpartnerschaften und die damit
verbundene Erweiterung des Produktspektrums wird ebenfalls
für neue Absatzpotenziale sorgen.
Durch die hohe Anzahl hochkomplexer Finanzprodukte ist
der Bedarf an qualitativer Beratung im Markt ungebrochen
hoch. Viele Banken bauen ihre Filialnetze weiter ab,
konzentrieren sich auf bevölkerungsreiche
Ballungszentren und geben die Peripherie auf. Hier ergeben
sich für unsere Finanzberater*innen vor Ort neue
Kundenpotenziale. Der Wandel unseres Unternehmens macht die
Bonnfinanz insgesamt für neue Finanzberater*innen
attraktiver.
Die Bonnfinanz sieht im aktuellen Marktumfeld ebenfalls
Chancen für anorganisches Wachstum.
Die Folgen der Corona-Krise, der Ukraine-Krieg sowie
der Fachkräftemangel im Innen- und Außendienst
stellen insbesondere kleinere Finanzvertriebe vor finanzielle
Herausforderungen, beispielsweise im Bereich der
Digitalisierung. Die in den letzten Jahren gestiegenen
regulatorischen Anforderungen erschweren kleinen und
mittleren Marktteilnehmern zusätzlich den Marktzugang.
Aufgrund der soliden Finanzlage der Bonnfinanz und des
erfolgreichen Aufbaus der IT-Plattform, ergeben sich für
die Bonnfinanz Chancen, kleinere Marktteilnehmer unter
Abwägung aller wirtschaftlichen und regulatorischen
Risiken zu integrieren.
Ausblick
Die Bonnfinanz wird in Zukunft die eigene
Positionierung als Qualitätsvertrieb, der den
Kundennutzen als oberste Maxime in das Zentrum des eigenen
Handelns stellt, noch fokussierter umsetzen. Wir setzen dabei
auf höchste Standards in der Aus- und Weiterbildung
unserer Finanzberater*innen im hauseigenen Campus. Den
eigenen Anspruch formuliert die Bonnfinanz im
Markenversprechen "Immer gut leben". Kern der Dienstleistung
unseres Unternehmens bleiben die ganzheitliche Kundenberatung
und nachhaltige Kundenbetreuung, welche die Ziele und
Wünsche der Kund*innen in den Mittelpunkt stellen.
Als Vertriebsgesellschaft legen wir besonderen Wert auf
qualifizierte und motivierte Mitarbeiter:innen im Innendienst
und Finanzberater:innen im Außendienst. Einen
Schwerpunkt legt die Bonnfinanz deshalb in 2024 auf den
Aufbau neuer Vertriebskapazitäten. Durch den
Eigentümer der Bonnfinanz - BlackFin Capital Partners -
ergeben sich darüber hinaus verbesserte
Investitionsmöglichkeiten im Bereich anorganischen
Wachstums.
Die grundsätzlichen Motive der Kund:innen,
existenzielle Risiken abzusichern, Vermögen aufzubauen,
für das Alter vorzusorgen und das eigene Erbe zu planen,
bestehen immer weiter. Demnach erkennen wir an dieser Stelle
ein unverändertes, langfristiges Geschäftspotenzial
für die Bonnfinanz. Die Bonnfinanz verfügt, im
Branchenvergleich, über einen sehr ausgewogenen
Produktmix. Trotz der anhaltenden Unsicherheiten im globalen
Wirtschaftsumfeld blicken wir optimistisch in die Zukunft und
rechnen mit Provisionserlösen auf Vorjahresniveau bei
gleichzeitig um ca. 5 % sinkenden Provisionsaufwendungen.
Durch unsere strategische Ausrichtung und operative
Qualitäten bleiben unsere Verwaltungsaufwendungen
stabil, was in Summe zu einem deutlichen Anstieg des
Betriebsergebnisses führt.
Dank an die Mitarbeiter:innen
Das Jahr 2023 war nicht nur aufgrund der politischen
Entwicklungen im In- und Ausland erneut ein ereignisreiches
und herausforderndes Geschäftsjahr für unsere
Gesellschaft. Mit Hilfe der Fachkompetenz und des
unermüdlichen Einsatzes aller für unsere
Gesellschaft tätigen Mitarbeiter:innen konnten wir uns
weiter der Erreichung unserer strategischen Ziele
annähern. Dank ihres großen Engagements und ihrer
produktiven Zusammenarbeit als Team konnten wir die Basis
für eine erfolgreiche Zukunft legen.
Gleichermaßen gilt unser Dank den
Interessenvertretungen des Hauses für die
vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023
Bilanz
zum 31. Dezember 2023
Aktiva
|
Anhang |
EUR |
2023 EUR |
2022 EUR |
| Anlagevermögen |
1 |
|
|
|
| Immaterielle
Vermögensgegenstände |
2 |
8.806.299 |
|
9.657.921 |
| Sachanlagen |
|
830.958 |
|
1.016.964 |
|
|
|
9.637.257 |
10.674.885 |
| Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| Vorräte |
3 |
134.507 |
|
84.526 |
| Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
4 |
14.002.650 |
|
15.713.484 |
| Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten |
5 |
6.340.334 |
|
5.710.599 |
|
|
|
20.477.491 |
21.508.608 |
|
Rechnungsabgrenzungsposten |
6 |
|
649.165 |
702.943 |
| Summe der Aktiva |
|
|
30.763.913 |
32.886.436 |
Passiva
|
Anhang |
EUR |
2023 EUR |
2022 EUR |
| Eigenkapital |
|
|
|
|
| Gezeichnetes Kapital |
7 |
601.088 |
|
601.088 |
| Kapitalrücklage |
8 |
647.263 |
|
647.263 |
| Gewinnrücklagen |
9 |
2.704.807 |
|
2.704.807 |
| Bilanzgewinn |
10 |
4.909.823 |
8.862.982 |
4.909.823
8.862.982 |
| Rückstellungen |
11 |
|
5.989.527 |
8.594.230 |
| Verbindlichkeiten |
12 |
|
15.911.404 |
15.429.224 |
| Summe der Passiva |
|
|
30.763.913 |
32.886.436 |
Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
Anhang |
EUR |
2023 EUR |
2022 EUR |
| Provisionserlöse und
übrige Umsatzerlöse |
13 |
|
47.377.140 |
48.272.436 |
| Erhöhung des Bestands
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
14 |
|
-14.628 |
30.168 |
| Sonstige betriebliche
Erträge |
15 |
|
1.374.869 |
1.078.295 |
|
Provisionsaufwendungen |
16 |
30.565.747 |
|
32.171.328 |
| Personalaufwand |
17 |
5.820.550 |
|
6.144.931 |
| Abschreibungen |
18 |
1.524.895 |
|
1.430.432 |
| Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
19 |
7.212.895 |
|
9.172.331 |
|
|
|
45.124.087 |
48.919.022 |
| Betriebsergebnis |
|
|
3.613.294 |
461.877 |
| Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
20 |
|
460.159 |
360.313 |
| Zinsen und ähnliche
Aufwendungen |
21 |
|
69.326 |
268.769 |
| Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag |
22 |
|
18.164 |
47.519 |
| Ergebnis nach Steuern |
|
|
3.985.964 |
505.902 |
| Sonstige Steuern |
23 |
|
265 |
1.166 |
Aufgrund einer
Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsvertrags
abgeführte Gewinne |
24 |
|
3.985.699 |
504.736 |
| Jahresüberschuss |
|
|
- |
- |
| Gewinnvortrag |
|
|
4.909.823 |
4.909.823 |
| Bilanzgewinn |
|
|
4.909.823 |
4.909.823 |
Anhang
Angaben zur Bilanzierung und
Bewertung
Die Angaben im Geschäftsbericht erfolgen generell
auf volle Euro gerundet. Im Anhang werden Rundungsdifferenzen
billigend in Kauf genommen.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB
aufgestellt.
In der Bilanz sind zur Verbesserung der Klarheit der
Darstellung Positionen zusammengefasst. Diese Posten werden
im Anhang erläutert.
Die immateriellen Vermögensgegenstände sind
mit den Anschaffungskosten, abzüglich zeitanteiliger,
linearer Abschreibung, mit einer Nutzungsdauer von 3 bis 10
Jahren bewertet.
Das Sachanlagevermögen (Betriebs- und
Geschäftsausstattung) wurde zu den Anschaffungskosten,
vermindert um die planmäßigen Absetzungen für
Abnutzung, bilanziert.
Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter
Anwendung eines anerkannten Verbrauchsfolgeverfahrens
angesetzt.
Forderungen sind grundsätzlich mit dem Nennwert
angesetzt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.
Für erkennbare Ausfallrisiken bei den Forderungen an die
Handelsvertreter werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen;
auf den um die einzeln wertberichtigten Forderungen
bereinigten Forderungsbestand erfolgt zusätzlich eine
Pauschalwertberichtigung.
Der Kassenbestand und die laufenden Guthaben bei
Kreditinstituten werden mit den Nominalbeträgen
angesetzt.
Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB besteht
für Deckungsvermögen eine Saldierungspflicht,
sodass Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller
übrigen Gläubiger entzogen sind und
ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus
Altersversorgungsverpflichtungen dienen, mit diesen
Verpflichtungen verrechnet auszuweisen sind. Die darin
enthaltenen gemischten Fonds wurden nach § 253 Abs. 1
Satz 1 HGB mit den Anschaffungskosten aktiviert. Die Fonds,
die ausschließlich zur Erfüllung der
Pensionsverpflichtungen im Rahmen eines Contractual Trust
Arrangements dienen, wurden gemäß § 253 Abs.
1 Satz 4 HGB i. V. m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB
nachfolgend mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei
handelt es sich um den Marktwert der Fondsanteile.
Die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den
Nominalbeträgen angesetzt.
Bei Rückstellungen, deren Höhe sich
ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines
Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, ergibt sich
der Wertansatz gem. § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB aus dem
Maximum von Mindestleistung und Aktivwert der
Rückdeckungsversicherung.
Für die Beendigung der Dienstverhältnisse
ohne Versorgungsfall wird eine unternehmensspezifische
Fluktuationswahrscheinlichkeit angesetzt, die sich nach dem
Alter und der im jeweiligen Alter abgeleisteten Dienstzeit
richtet.
Für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung wird
gemäß § 253 Abs. 2 HGB grundsätzlich der
von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zinssatz
für eine Restlaufzeit von 15 Jahren der Bewertung
zugrunde gelegt.
In diesem Jahr wurde für die Bewertung ein
prognostizierter Jahresendzins von 1,82 % verwendet, der dem
zum 31.12.2023 von der Deutschen Bundesbank
veröffentlichten Zinssatz für eine Restlaufzeit von
15 Jahren exakt entspricht.
Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen
wurde nach der Projected Unit Credit Method (Projizierte
Einmalbeiträge) in Verbindung mit § 253 Abs.1 HGB,
unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G der
Heubeck-Richtabel GmbH Köln, berechnet. Folgende
versicherungsmathematische Parameter wurden verwendet:
| ― |
Rechnungszins: 1,82 %
|
| ― |
Gehaltssteigerung: 2,60 %
|
| ― |
Inflationsrate: 1,90 %
|
Der Bewertung der Jubiläumsrückstellungen
wurde ebenfalls ein durchschnittlicher Marktzins mit einer
Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Im Gegensatz zu
den Pensionsverpflichtungen ist für die
Jubiläumsrückstellungen weiterhin ein
7-Jahres-Durchschnittszinssatz zu verwenden. In diesem Jahr
wurde für die Bewertung ein prognostizierter
Jahresendzins von 1,74 % verwendet, der dem von der Deutschen
Bundesbank veröffentlichten Zinssatz zum 31.12.2023
exakt entspricht.
Die Rückstellung für
Jubiläumsaufwendungen wurde ebenfalls nach der Projected
Unit Credit Method unter Verwendung der Richttafeln 2018 G
von Heubeck berechnet. Folgende versicherungsmathematische
Parameter wurden verwendet:
| ― |
Rechnungszins: 1,74 %
|
| ― |
Gehaltssteigerung: 2,60 %
|
Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe
des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag
passiviert.
Angaben zur Bilanz
(1) Anlagevermögen
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
Stand
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
Stand
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
11.751.109 |
444.354 |
- |
- |
12.195.463 |
| Geleistete
Anzahlungen |
165.024 |
21.042 |
- |
- |
186.066 |
|
11.916.133 |
465.396 |
- |
- |
12.381.529 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung |
1.524.884 |
33.280 |
-18.053 |
- |
1.540.111 |
|
1.524.884 |
33.280 |
-18.053 |
- |
1.540.111 |
| Anlagevermögen
insgesamt |
13.441.017 |
498.676 |
-18.053 |
- |
13.921.640 |
|
Abschreibungen (kumuliert) |
|
Buchwerte |
|
Stand
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Stand
31.12.2023 |
Stand
31.12.2023 |
Vorjahr 31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
2.258.212 |
1.317.018 |
- |
3.575.230 |
8.620.233 |
9.492.897 |
| Geleistete
Anzahlungen |
- |
- |
- |
- |
186.066 |
165.024 |
|
2.258.212 |
1.317.018 |
- |
3.575.230 |
8.806.299 |
9.657.921 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung |
507.921 |
205.552 |
-4.319 |
709.154 |
830.957 |
1.016.964 |
|
507.921 |
205.552 |
-4.319 |
709.154 |
830.958 |
1.016.964 |
| Anlagevermögen
insgesamt |
2.766.132 |
1.522.570 |
-4.319 |
4.284.384 |
9.637.257 |
10.674.885 |
(2) Immaterielle
Vermögensgegenstände
Es handelt sich hierbei um erworbene IT-Software.
(3) Vorräte
Der Warenbestand belief sich am 31.12.2023 auf 134.507
EUR (Vorjahr: 84.526 EUR).
(4) Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
|
2023 EUR |
davon mit einer
Restlaufzeit von
mehr als
1 Jahr EUR |
2022 EUR |
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
7.002.708 |
- |
7.961.725 |
| Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
6.686.875 |
- |
6.686.875 |
| Sonstige
Vermögensgegenstände |
313.067 |
63.601 |
1.064.884 |
| davon aus Steuern |
(-) |
(-) |
(-) |
| Stand 31.12. |
14.002.650 |
63.601 |
15.713.484 |
Unter den "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen"
werden hauptsächlich Forderungen gegen Vertreter im
Sinne der §§ 92 und 92 b HGB ausgewiesen.
Die wesentlichen Posten unter der Position "Sonstige
Vermögensgegenstände" sind Forderungen an Vertreter
aus Darlehen und aus dem Bonnfinanz-Beteiligungsplan in
Höhe von 291.389 EUR (Vorjahr: 362.942 EUR).
(5) Kassenbestand und Guthaben bei
Kreditinstituten
|
2023 EUR |
2022 EUR |
| Kassenbestand |
- |
269 |
| Guthaben bei
Kreditinstituten |
6.340.334 |
5.710.330 |
| Stand 31.12. |
6.340.334 |
5.710.599 |
(6) Rechnungsabgrenzungsposten
Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um
vorausbezahlte Lizenzen und Anzahlungen für Wettbewerbe.
(7) Gezeichnetes Kapital
|
2023 EUR |
2022 EUR |
| Stand 31.12. |
601.088 |
601.088 |
Die Allfinanz Holding GmbH, Frankfurt am Main,
hält am Bilanzstichtag 100 % der Anteile am Stammkapital
unserer Gesellschaft.
Das Stammkapital der Gesellschaft ist eingeteilt in
1.174 auf den Namen lautende Anteile mit einem rechnerischen
Anteil am Stammkapital von 512,00 EUR je Stück.
(8) Kapitalrücklage
|
2023 EUR |
2022 EUR |
| Stand 31.12. |
647.263 |
647.263 |
(9) Gewinnrücklagen
|
2023 EUR |
2022 EUR |
| a) gesetzliche
Rücklage |
|
|
| Stand 31.12. |
51.129 |
51.129 |
| b) andere
Gewinnrücklagen |
|
|
| Stand 31.12. |
2.653.678 |
2.653.678 |
| Gewinnrücklagen
insgesamt |
2.704.807 |
2.704.807 |
(10) Bilanzgewinn
|
2023 EUR |
2022 EUR |
| Stand 01.01. |
4.909.823 |
4.909.823 |
| Jahresüberschuss |
- |
- |
| Stand 31.12. |
4.909.823 |
4.909.823 |
| davon Gewinnvortrag |
4.909.823 |
4.909.823 |
(11) Rückstellungen
|
2023 EUR |
2022 EUR |
|
Pensionsrückstellungen |
304.017 |
389.418 |
|
Steuerrückstellungen |
- |
236.376 |
| Sonstige
Rückstellungen |
5.685.510 |
7.968.436 |
| Stand 31.12. |
5.989.527 |
8.594.230 |
In der Position "Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen" weisen wir neben der
Pensionsrückstellung in Höhe von 2.291.460 EUR
(Vorjahr: 2.275.160 EUR) treuhänderisch durch die Willis
Towers Watson Treuhand GmbH verwahrtes Vermögen aus.
Anschaffungswert: 2.000.829 EUR
Zeitwert per 31.12.2023: 1.987.443 EUR
Vorjahreswert: 1.885.742 EUR
Dieses Vermögen dient ausschließlich der
Sicherung eingegangener Pensionsverpflichtungen im Rahmen
eines Contractual Trust Arrangements (CTA).
Die Position ergibt sich somit aus der Verrechnung der
Verpflichtungen aus Pensionszusagen mit dem Zeitwert der zu
verrechnenden Vermögensgegenstände.
Der Betrag aus der Bewertung der
Vermögensgegenstände des Deckungsvermögens i.
S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu ihrem beizulegenden
Wert, sofern dieser die Anschaffungskosten der jeweiligen
Vermögensgegenstände übersteigt, unterliegt
einer Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB in
Höhe von - EUR (Vorjahr: - EUR).
2016 hat der Gesetzgeber beschlossen, dass bei der
Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen zukünftig
anstelle des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ein
10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet wird. Der
Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der
Pensionsrückstellung nach Maßgabe des
10-Jahres-Durchschnittszinssatzes und dem Ansatz der
Rückstellungen nach Maßgabe des
7-Jahres-Durchschnittszinssatzes beträgt 12.393 EUR
(Vorjahr: 57.410 EUR). Gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB ist
dieser Unterschiedsbetrag ausschüttungsgesperrt.
Bei den sonstigen Rückstellungen entfallen
3.592.000 EUR (Vorjahr: 4.836.400 EUR) auf Verpflichtungen
gegenüber Handelsvertretern. Im Wesentlichen handelt es
sich um Bonifikationen.
Für Schadenersatzansprüche wurden 620.171 EUR
(Vorjahr: 1.233.530 EUR) zurückgestellt, für
Prozesskosten 124.535 EUR (Vorjahr: 254.398 EUR).
(12) Verbindlichkeiten
|
|
davon mit
einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr |
davon mit
einer Restlaufzeit
zwischen einem
und fünf Jahren |
davon mit
einer Restlaufzeit
von mehr als
fünf Jahren |
|
|
2023 EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
2022 EUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
656.250 |
375.000 |
281.250 |
- |
1.031.250 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
9.564.714 |
7.470.773 |
2.093.941 |
- |
12.422.550 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
3.985.699 |
3.985.699 |
- |
- |
504.736 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
1.704.741 |
1.069.741 |
635.000 |
- |
1.470.688 |
| davon aus Steuern |
(251.448) |
(251.448) |
(-) |
(-) |
(276.471) |
| davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit |
(-) |
(-) |
(-) |
(-) |
(-) |
| Stand 31.12. |
15.911.404 |
12.901.213 |
3.010.191 |
- |
15.429.224 |
Die "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen"
beinhalten hauptsächlich Verbindlichkeiten
gegenüber Finanzberater*innen im Sinne der §§
92 und 92b HGB.
Unter den "Sonstigen Verbindlichkeiten" befinden sich
hauptsächlich Verpflichtungen gegenüber
Finanzberater:innen.
Von den bilanzierten Verbindlichkeiten sind keine durch
Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.
Angaben zur Gewinn- und
Verlustrechnung
(13) Provisionserlöse und
übrige Umsatzerlöse
|
2023 EUR |
2022 EUR |
| Provisionserlöse |
46.974.944 |
47.806.765 |
| Übrige
Umsatzerlöse |
402.196 |
465.671 |
|
47.377.140 |
48.272.436 |
Von den Provisionserlösen entfallen 18.336 Tsd.
EUR auf Lebensversicherungen, 13.179 Tsd. EUR auf SHUK und
Rechtsschutz, 5.405 Tsd. EUR auf Finanzierungen und
Bausparen, 8.203 Tsd. EUR auf Kapitalanlagen, 1.731 Tsd. EUR
auf Krankenversicherungen sowie 121 Tsd. EUR auf Sonstiges.
Die Provisionserlöse werden ausschließlich
in Deutschland erzielt.
Die übrigen Umsatzerlöse enthalten
hauptsächlich Erlöse aus Weiterbelastungen an
AußendienstMitarbeiter:innen.
(14) Erhöhung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen
Es handelt sich um Bestandserhöhungen im Lager
Häuser und im Lager Auszeichnungen.
(15) Sonstige betriebliche
Erträge
|
2023 EUR |
2022 EUR |
| Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen |
836.617 |
831.669 |
| Übrige
Erträge |
538.252 |
246.626 |
|
1.374.869 |
1.078.295 |
Die übrigen Erträge enthalten
hauptsächlich periodenfremde Erträge in Höhe
von 534.037 EUR (Vorjahr: 179.953 EUR). Es handelt sich dabei
hauptsächlich um Erträge aus abgeschriebenen
Forderungen.
(16) Provisionsaufwendungen
|
2023 EUR |
2022 EUR |
| Abschlussprovision |
23.224.369 |
25.082.834 |
| Betreuungsprovision |
6.261.773 |
5.967.669 |
| sonstige Bezüge |
1.079.605 |
1.120.825 |
|
30.565.747 |
32.171.328 |
(17) Personalaufwand
|
2023 EUR |
2022 EUR |
| Löhne und
Gehälter |
5.014.804 |
5.212.489 |
Soziale Abgaben und
Aufwendungen
für Altersversorgung und für
Unterstützung |
805.746 |
932.442 |
| davon für: |
|
|
| soziale Abgaben |
726.507 |
849.550 |
| Altersversorgung |
79.239 |
82.892 |
| Unterstützung |
- |
- |
|
5.820.550 |
6.144.931 |
(18) Abschreibungen
Zu Einzelheiten verweisen wir auf das Anlagengitter.
(19) Sonstige betriebliche
Aufwendungen
|
2023 EUR |
2022 EUR |
| Gebühren und andere
Kosten |
2.572.946 |
2.790.779 |
| DV-Kosten und
Inventarmiete/-wartung |
2.423.448 |
3.948.626 |
| Allgemeine
Betriebskosten |
1.122.841 |
1.234.684 |
| Mieten |
799.635 |
704.374 |
| Werbekosten |
294.025 |
493.868 |
|
7.212.895 |
9.172.331 |
In den IT-Kosten sind hauptsächlich Wartungskosten
für Hardware und Software sowie Software-Leasing
enthalten. Die Gebühren und anderen Kosten beinhalten
Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von 424.389 EUR
(Vorjahr: 195.228 EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um
Abschreibungen auf Forderungen an
AußendienstMitarbeiter:innen.
(20) Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge
Von den Zinserträgen entfallen 325.000 EUR
(Vorjahr: 325.000 EUR) auf verbundene Unternehmen.
Der Ertrag aus CTA-Vermögen in Höhe von
102.590 EUR (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 152.377 EUR)
wird mit den Zinsaufwendungen für
Pensionsrückstellungen in Höhe von 37.432 EUR
(Vorjahr: 60.995 EUR) saldiert ausgewiesen.
(21) Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
Es handelt sich hauptsächlich um den Zinsaufwand
für die beiden Nachrangdarlehen in Höhe von 36.990
EUR (Vorjahr: 11.190 EUR).
Honorar des Abschlussprüfers
|
2023 EUR |
2022 EUR |
|
Abschlussprüfungsleistungen |
38.064 |
36.540 |
| Andere
Bestätigungsleistungen |
80.922 |
84.900 |
| Gesamthonorar |
118.986 |
121.440 |
(22) Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag
| 2023 EUR |
2022 EUR |
| 18.164 |
47.519 |
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen
Gewerbesteuer, Kapitalertragsteuer und
Solidaritätszuschlag für Vorjahre.
(23) Sonstige Steuern
| 2023 EUR |
2022 EUR |
| 265 |
1.166 |
Die sonstigen Steuern beinhalten ausschließlich
Kfz-Steuer.
(24) Aufgrund einer Gewinngemeinschaft,
eines Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne
| 2023 EUR |
2022 EUR |
| 3.985.699 |
504.736 |
Mit der Allfinanz Holding GmbH, Frankfurt am Main, als
herrschendem Unternehmen, wurde am 18./19.12.2019 ein
Ergebnisabführungsvertrag geschlossen; der Eintrag ins
Handelsregister erfolgte am 27.01.2020.
Allgemeine Angaben
Identifikation der Gesellschaft
,
| Bonnfinanz GmbH |
Soenneckenstraße
10-12, 53119 Bonn |
| Sitz der
Gesellschaft: |
Bonn |
| Handelsregister: |
Amtsgericht Bonn HRB
26922 |
Organe
Die Namen der Mitglieder der Geschäftsführung
sind auf der Seite 3 aufgeführt. Diese Seite ist
Bestandteil des Anhangs.
Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt beschäftigten wir 66
Innendienstmitarbeiter*innen (Vorjahr: 66).
Zum 31.12.2023 beschäftigte die Gesellschaft 61
Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 70) im Innendienst.
Im Außendienst waren zum selben Zeitpunkt 340
Handelsvertreter:innen (Vorjahr: 370) nach § 84 ff. HGB
für das Unternehmen tätig.
Bezüge, Vorschüsse, Kredite und
eingegangene Haftungsverhältnisse an Mitglieder der
Organe
Die Geschäftsführung wurde direkt über
die Gesellschaft vergütet. Eine Angabe der Bezüge
unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB, da die Nennung der
Gesamtvergütung Rückschlüsse auf die
individualisierte Vergütung der Vorstände
zuließe.
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber
früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihren
Hinterbliebenen sind keine Rückstellungen zu bilden.
Bestehende Pensionsverpflichtungen sind im Rahmen des
Verkaufs der Bonnfinanz per Schuldübernahme
übertragen worden. Dafür besteht eine Nachhaftung
der Bonnfinanz GmbH.
Vorschüsse und Kredite wurden nicht gewährt.
Haftungsverhältnisse an Mitglieder der Organe bestehen
nicht.
Haftungsverhältnisse
Alle Pensionsverpflichtungen für ausgeschiedene
und pensionierte Mitarbeiter:innen sind im Rahmen des
Verkaufs der Bonnfinanz per Schuldübernahme
übertragen worden. Dafür besteht eine Nachhaftung
der Bonnfinanz.
Die Pensionsverpflichtungen aus Direktzusage für
alle aktiven Mitarbeiter*innen sind auf einen eigenen
Abrechnungsverband des einstufigen CTAs mit der Willis Towers
Watson Treuhand GmbH als Treuhänder übertragen
worden. Dafür ergibt sich das Recht des Unternehmens,
geleistete Zahlungen an Versorgungsberechtigte unter
bestimmten Voraussetzungen aus dem CTA-Vermögen
erstatten zu lassen. Darüber hinaus bestehen weitere
Pensionsverpflichtungen des Unternehmens aus Direktzusage an
inzwischen ausgeschiedene Mitarbeiter, für die ein
Schuldbeitritt der Deutscher Herold AG besteht. Da hier
wirtschaftlich nicht mit einer Inanspruchnahme des
Unternehmens zu rechnen ist, werden diese Verpflichtungen
nicht passiviert.
Verbindlichkeiten aus Pensionsdirektzusagen sind zum
Stichtag in Höhe von 75.683 EUR (Vorjahr 116.096 EUR)
bilanziert.
Zudem besteht für alle mittelbaren
Pensionsverpflichtungen eine subsidiäre Haftung nach
§ 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG der Gesellschaft Bonnfinanz.
Es bestehen Haftungsverhältnisse i. S. d.
§§ 251 und 268 Abs. 7 HGB aus Bürgschaften
gegenüber Dritten in Höhe von 125.100 EUR (Vorjahr:
125.100 EUR).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und
Leasingverträgen in Höhe von 4.659 TEUR (Vorjahr
4.873 TEUR), die in den Jahren 2024 bis 2031 fällig
werden. Davon gegenüber verbundenen Unternehmen - EUR
(Vorjahr: - EUR).
Verbundene Unternehmen und
Konzernzugehörigkeit
Die Allfinanz Holding GmbH, Frankfurt am Main, hat uns
gemäß § 20 Absatz 4 AktG mitgeteilt, dass sie
mit Mehrheit am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt
ist.
Die Bonnfinanz GmbH gehört unmittelbar zu 100 %
der Allfinanz Holding GmbH. Der BlackFin Financial Services
Fund II - vertreten und verwaltet durch BlackFin Capital
Partners SAS, Paris (Frankreich) - hält mittelbar eine
100 %ige Beteiligung an unserer Gesellschaft. Der Abschluss
der Allfinanz Holding GmbH, Frankfurt am Main, wird im
Bundesanzeiger oder im Unternehmensregister
veröffentlicht.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und
Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen
vorgenommen.
Vorgänge nach
Geschäftsjahresschluss
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von
besonderer Bedeutung eingetreten, die die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Bonnfinanz nachhaltig
beeinflussen würden.
Vorschlag für die Verwendung des
Bilanzgewinns
| Vortrag auf neue
Rechnung |
= |
4.909.823 EUR |
| Bilanzgewinn 2023 |
= |
4.909.823 EUR |
Berechnung Ausschüttungssperre
§ 268 Absatz 8 HGB
|
Passive
latente
Steuern |
Ausschüttungs
sperre |
|
2023 EUR |
2023 EUR |
2023 EUR |
Bewertungsunterschied
§ 246 Absatz 2 HGB
(Deckungsvermögen) |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
Unterschiedsbetrag
Durchschnittszinssatz
§ 253 Absatz 6 Satz 2 HGB |
12.393,00 |
|
12.393,00 |
|
Summe
ausschüttungsgesperrt |
12.393,00 |
Dem stehen gegenüber
|
2023 EUR |
2023 EUR |
Kapitalrücklage laut
Bilanz 647.263,13 EUR,
davon 8.980,00 EUR gebunden |
638.284,00 |
|
| Gewinnrücklagen |
2.653.678,11 |
|
| Gewinnvortrag aus
2022 |
4.909.823,45 |
|
|
8.201.785,56 |
|
|
Summe
ausschüttungsgesperrt |
12.393,00 |
|
Summe
ausschüttungsfähig |
8.189.392,56 |
Bonn, den 29. April 2024
Die
Geschäftsführung
Stefan
Mertes
Julia
Keller
Sebastian
Wallusch
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Bonnfinanz GmbH, Bonn
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Bonnfinanz GmbH,
Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und
der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bonnfinanz
GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen
Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen
Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen den
Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf
externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften
Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie
unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen
Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein
Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von
Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die
Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu
lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen
Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum
Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften
Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung
erlangten Kenntnissen aufweisen oder
|
| ― |
anderweitig wesentlich falsch
dargestellt erscheinen.
|
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresab-schluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen,
die sie in Übereinstimmung mit den deutschen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung
als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines
Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von
wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen
Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und
Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt
sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir
die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage
für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das
Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, ist höher als das Risiko, dass aus
Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose
Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
|
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen
und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
geschätzten Werte und damit zusammenhängenden
Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie,
auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise,
ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit
Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame
Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur
Fortführung der Unternehmenstätigkeit
aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen,
dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht
mehr fortführen kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau
und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Gesellschaft.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei
insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von
den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten
bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben
aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben
sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir
nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares
Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von
den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 30.
April 2024
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Christian
Sack
Wirtschaftsprüfer
Sandro
Trischmann
Wirtschaftsprüfer
Impressum
Bonnfinanz GmbH Soenneckenstraße 10-12 53119 Bonn
Telefon 0228-533-0 info@bonnfinanz.de
Geschäftsführung
Stefan Mertes (Sprecher)
Julia Keller
Sebastian Wallusch
Handelsregister
Amtsgericht Bonn HRB 26922
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
DE 811 32 6 111
Immer gut leben. |