Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 26922
Eingetragen
7.2.2022
Branche
Vermittlung von KreditenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
die Beratung, Vermittlung und Verwaltung von Vermögensanlagen, Finanzierungen und Versicherungen. Genehmigungspflichtige Tätigkeiten nach dem Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz - KWG) und Rechtsberatung gehören nicht zum Gegenstand des Unternehmens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mathias Dr. Sczech
seit 8.4.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Stefan Mertes
seit 7.2.2022
Geschäftsführer
Karen Kiesewetter
seit 7.2.2022
Prokura
Juliane Reichard
seit 7.2.2022
Prokura
Sebastian Heydkamp
seit 7.2.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BlackFin Financial Services Fund IIFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
601.088 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bonnfinanz GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Geschäftsbericht 2023

Geschäftsführung


Stefan Mertes Sprecher der Geschäftsführung* Ressort: IT, Operations, Recht & Compliance Ab 01.01.2024


Julia Keller Geschäftsführung Ressort: Finanzen, Personal Ab 01.01.2024


Sebastian Wallusch Geschäftsführung Ressort: Vertrieb, Produktmanagement, Marketing


Eugen Bucher Geschäftsführung Bis 31.03.2023

Lagebericht

Geschäftstätigkeit


Die Bonnfinanz steht für qualitativ hochwertige Allfinanzberatung für private Haushalte und Kleinunternehmen, die sie über ein bundesweites Netz von ca. 340 selbstständig tätigen Handelsvertretern in Deutschland anbietet. Der Kern der Dienstleistung der Bonnfinanz als Mehrfachagent und Vermittlungsgesellschaft ist die ganzheitliche Beratung und lebensbegleitende Betreuung von ca. 450.000 Verträgen. Neben der bewährten Beratungssystematik der Bonnfinanz fokussiert sich die Bonnfinanz auf die fachliche Aus- und Weiterbildung ihrer Finanzberater*innen. Ein wettbewerbsfähiges Produktangebot, die Bereitstellung moderner IT-Systeme für einen digitalen Beratungsprozess, die Funktion eines Haftungsdachs, Marketingunterstützung sowie die Abwicklung und Provisionsabrechnung runden die Geschäftstätigkeit ab.


Die Bonnfinanz befindet sich im Besitz von BlackFin Capital Partners, die über die Allfinanz Holding GmbH 100 % des Stammkapitals besitzt. Mit einem klaren Fokus auf Beratungsqualität und dem Ziel zukünftigen Wachstums gestaltet die Bonnfinanz ihr Leistungsversprechen und ihr Produktangebot unabhängig von Konzerninteressen.


Dabei stützt sie sich auf ihre im Leitbild definierte Vision "Immergut leben"sowie auf die kulturell im Unternehmen verankerten Werte: Wertigkeit, Findigkeit und Befähigung.


Die Bonnfinanz bietet eine Beratung an, die alle finanziellen Fragen abdeckt. Im Zentrum steht dabei nicht das einzelne Produkt, sondern ganzheitliche Finanzkonzepte für Kund*innen unter Berücksichtigung ihrer finanziellen Ziele und Wünsche, der Absicherung gegen existenzielle Risiken sowie der individuellen Anpassung an die jeweilige Lebensphase. Alle finanziellen Entscheidungen werden dabei sorgfältig aufeinander abgestimmt. Die systematische Finanzberatung der Bonnfinanz bildet mit den Leistungsfeldern

Existenzsicherung,

Ruhestandsplanung,

Immobilienwerte sowie

Vermögensaus- und -aufbau das gesamte Spektrum der Finanzdienstleistung ab. Komplementär zur eigenen, historisch erprobten Beratungssystematik greift die Bonnfinanz auf die durch den Branchenstandard auf Basis der DIN-Norm 77230 etablierte Methodik zur Erstellung ganzheitlicher Finanzanalysen zurück. Die Beratung der Kund*innen findet zunehmend digital statt.


Im Rahmen ihrer Finanzkonzepte bietet die Bonnfinanz ihren Kund*innen ein breites und attraktives Angebotsspektrum in allen Leistungsfeldern. Das Produktangebot wird dabei mithilfe von Premium-Produktpartnerschaften realisiert, die die Bonnfinanz entlang ihrer strengen Qualitätsrichtlinien mit führenden Versicherern, Investmentgesellschaften und Finanzierungsplattformen im Markt eingeht. Basis der Produktauswahl durch die Vermittler:innen der Bonnfinanz sind fundierte Produktanalysen, die den Kund:innen transparent dargelegt werden.


Die Bonnfinanz legt zur Sicherstellung einer hohen und nachhaltigen Beratungsqualität großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter:innen und Finanzberater:innen. Dreh- und Angelpunkt der Qualifizierungsmaßnahmen ist der Bonnfinanz Campus, der als integrierte Ausbildungsplattform dem Personal sowohl als physischer Schulungsort, als auch als digitales Lernsystem zur Verfügung steht. In Zusammenarbeit mit der örtlichen IHK Bonn/Rhein-Sieg wird der Finanzplaner (IHK) als eigenständige Qualifizierungsmaßnahme angeboten.

Die allgemeine wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland


Die Entwicklung der Bonnfinanz ist wesentlich beeinflusst durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Die Bonnfinanz erwirtschaftet ihre Provisionserlöse zu 100 % in Deutschland.


Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpfen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes.


Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 ging ebenfalls leicht zurück (- 0,1 %). Dabei sei die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich verlaufen. Aufgrund der hohen Baupreise und der spürbar gestiegenen Bauzinsen sind die Bauinvestitionen im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 % gesunken, insbesondere im Wohnungsbau.


Der private Konsum hat im Jahr 2023 um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr abgenommen und liegt damit ca. 1,5 % unter dem Vorkrisenniveau 2019. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein.


Die staatlichen Haushalte beendeten nach vorläufigen Berechnungen das Jahr 2023 mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Mrd. Euro. Dies entspreche ca.14 Mrd. Euro weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2022 hatten Entlastungspakete im Zuge der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Rahmen der Gas- und Strompreisbremse erfolgten zwar auch im vergangenen Jahr umfangreiche Zahlungen, dagegen entfielen jedoch größtenteils Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Ausblick der deutschen Wirtschaft


Die aktuelle Deutschlandprognose der Deutschen Bundesbank geht von einer Erholung der deutschen Wirtschaft in den kommenden Jahren aus. So erwarte man ein leichtes Wachstum im kalenderbereinigten realen Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2024 um 0,4 %. Allerdings verzögere sich die Wirtschaftserholung, da aktuell vor allem die schwache Auslandsnachfrage die Industrie bremst. Zudem würden die hohen Finanzierungskosten die Investitionen dämpfen. Der private Konsum zeige sich zögerlich. Ab 2024 wird eine zunehmende Expansion der deutschen Wirtschaft prognostiziert (1,2 % in 2025 und 1,3 % in 2026). Dies liege vor allem an zwei Faktoren: Exportsteigerungen (infolge wieder expandierender ausländischer Absatzmärkte) und steigende Konsumausgaben privater Haushalte (aufgrund des stabilen Arbeitsmarktes, kräftig steigender Löhne und rückläufiger Inflation).


Auch die Inflation dürfte sich im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbieren und auf ca. 2,7 % fallen. So lasse die Teuerung von Energie stark nach und sei auch bei Nahrungsmitteln deutlich rückläufig.


Die Beendigung temporärer Stützungsmaßnahmen wirke sich den Bundesbank-Fachleuten zufolge positiv auf die Staatsfinanzen aus und wirke gewichtiger als steigende Aufwendungen etwa für Verteidigung und Renten. Daher sinke die Defizitquote im Jahr 2024 weiter auf 1,3 %.

Die Entwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft 2023


Auf der am 26. Januar 2024 vom GDV veranstalteten Jahresmedienkonferenz wurden die Zahlen zum Geschäftsjahr 2023 vorgestellt. GDV Präsident Dr. Norbert Rollinger konstatierte, dass sich die deutsche Versicherungswirtschaft im Jahr 2023 gut behauptet habe. Über alle Sparten hinweg verbuchten die Versicherer ein leichtes Beitragsplus von 0,6 % auf 224,7 Mrd. EUR. Man blicke verhalten optimistisch auf das Jahr 2024. Für das laufende Jahr erwarte man vor dem Hintergrund steigender Nominallöhne und nachlassender Inflation ein Beitragswachstum von 3,8 %.


Im Bereich der Lebensversicherung berichtet der GDV für das Jahr 2023, dass sich die laufenden Beiträge robust entwickelt hätten. Einen deutlichen Rückgang verzeichnete das Einmalbeitragsgeschäft. Insgesamt gingen die Beitragseinnahmen bei den Lebensversicherern um 5,2 % auf 92,0 Mrd. EUR zurück.


In der Schaden- und Unfallversicherung war das Jahr 2023 geprägt von nachgelagerten Anpassungen an Schadensaufwendungen, wie z. B. Baukosten oder gestiegene Preise für Autoreparaturen. Dennoch verbuchte die Sparte ein Beitragswachstum von 6,7 % auf 84,5 Mrd. EUR. Der Schadenaufwand legte aber mit 12,7 % deutlich stärker zu als die Beitragsentwicklung. Allein in der Kfz-Versicherung ergibt sich, durch die gestiegenen Preise, ein versicherungstechnischer Verlust von rund 2,9 Mrd. EUR. Insgesamt ging der versicherungstechnische Gewinn der Sparte um mehr als die Hälfte, auf rund 1,5 Mrd. EUR, zurück.


In der privaten Krankenversicherung erhöhten sich die Beitragseinnahmen 2023 um 2,3 % auf 48,2 Mrd. EUR.


42.6 Mrd. EUR entfielen davon auf die Krankenversicherung (+ 1,3 %). In der Pflegeversicherung stiegen die Beiträge insbesondere wegen Leistungsausweitungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung um 10,3 % auf 5.6 Mrd. EUR.

Deutsche Versicherungswirtschaft - Ausblick


Für das Jahr 2024 erwartet der GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen ein besseres Umfeld für die Lebensversicherung. Gründe hierfür sind aus Sicht des GDV: Höhere Zinsen verbessern die Ertragskraft der Unternehmen, eine steigende Überschussbeteiligung erhöht die Attraktivität der Produkte und die realen Einkommen sollten weiter steigen, während die Inflationsrate abnimmt. Wobei man davon ausgehe, dass die Zentralbanken die Zinsen zumindest bis Mitte des Jahres 2024 auf dem derzeitigen Niveau belassen werden. Man erwarte mit Ende 2024 ein Ende des Rückgangs bei den Beitragseinnahmen und geht von einem Beitragsvolumen von 91,8 Mrd. EUR aus. Dies ergäbe einen sehr leichten Rückgang von 0,2 % gegenüber 2023.


Für den Bereich Schaden- und Unfallversicherung prognostiziert der GDV für das Jahr 2024 einen Beitragszuwachs von 7,7 %.

Geschäftsverlauf der Bonnfinanz GmbH

Gesamtsituation


Trotz anhaltender Belastungen der Märkte infolge von dynamisch steigenden Zinsen, hoher Inflation und Unsicherheiten aufgrund von politischen Entscheidungen konnte das Nettoprovisionsergebnis gegenüber 2022 gesteigert werden. Das marktbedingt rückläufige Finanzierungsgeschäft konnte weitgehend durch Wachstum, vor allem im Versicherungsbereich, kompensiert werden. Aufgrund positiver Auswirkungen aus dem erfolgreichen Transformationsprozess konnten Bestandsprovisionen erstmals sowohl für die Bonnfinanz als auch für unsere Finanzberater*innen wieder gesteigert und Prozesse signifikant verbessert werden.

Lebensversicherung


Das Jahr 2023 war für die Bonnfinanz auch im Bereich Lebensversicherung ein gutes Jahr. Mit einem Anteil von 39,0 % an den Gesamterlösen ist das Segment eines der wichtigsten im Produktportfolio der Bonnfinanz.

Schaden- und Unfallversicherung


Die sich über die vergangenen zwei Jahre abgezeichnete Diversifizierung der Geschäftsverteilung setzte sich auch in 2023 weiter fort. Der Vertrieb der Bonnfinanz hat das Dienstleistungsangebot in allen SHUR-Sparten (Schaden/Haftpflicht/Unfall/Rechtsschutz) rund um die Beratung vertieft und die Bedarfsdeckung nach DIN 77230 verwendet.

Krankenversicherung


Die gesamten Beitragseinnahmen aller Produktpartner in der privaten Krankenversicherung inkl. Pflegeversicherung stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 26,4 %.


Der Anteil der privaten Krankenvollversicherung stieg dabei um 25,2 %. Im Bereich der Krankenzusatzversicherung konnte das Vorjahresergebnis ebenfalls gesteigert werden und führte zu einem Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von 14,3 %.


In der privaten Pflegerentenversicherung stieg die Bewertungssumme im Neugeschäft um 65,5 % auf 10,1 Mio. EUR an. Bei der privaten Pflegezusatzversicherung kam es ebenfalls zu einer Steigerung (32,2 %) im Monatsbeitrag.


Der Gesamtbestand in der privaten Krankenversicherung samt Pflege verzeichnete einen über das Marktwachstum hinausgehenden Zugang (+ 51,5 %) auf 5 Mio. EUR.

Bausparen


Die eingelöste Bausparsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 80,4 Mio. EUR verdoppelt (40,1 Mio. EUR in 2022).


Diese Entwicklung ist vor allem begründet durch das anhaltend hohe Zinsniveau und die Notwendigkeit zur energetischen Sanierung in den nächsten Jahren. Kund*innen verwenden Bausparen als Zinssicherungsinstrument.

Finanzierungen


Bedingt durch das Marktumfeld (Belastung der Haushalte in den Bereichen Energiepreissteigerung und hohe Inflation) ging das provisionierte Plattformvolumen im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 46 % auf 198 Mio. EUR zurück. In der Baufinanzierung nahmen die Stückzahlen deutlich ab. Das Antragsvolumen Bausparen war aufgrund der geringeren Nachfrage nach Baufinanzierungen ebenfalls rückläufig. Der Bereich Privatkredite verzeichnete desgleichen einen Rückgang.

Realimmobilien


In 2023 wurden Pflegeimmobilien, Bestandsimmobilien und Immobilien mit Denkmalschutz-/Sanierungsabschreibung ins Angebot aufgenommen.


Insbesondere vor dem Hintergrund hoher Inflation und dem Trend hin zu Sachwerten wurden in 2023 Immobilien mit einem Gesamtvolumen von rd. 13 Mio. EUR abgesetzt. Dieser Trend wird sich in 2024 voraussichtlich fortsetzen.

Geschlossene Alternative Investmentfonds (AIF)


Im Neugeschäft wurden insgesamt 9,5 Mio. EUR (Vorjahr: 14,1 Mio. EUR) umgesetzt. Die Fonds werden von ausgewählten, erfahrenen Finanzberater*innen vermittelt.

Offene Immobilienfonds


Die Bestände der offenen Immobilienfonds verteilen sich regional auf Deutschland, Europa und Global, mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 111,4 Mio. EUR.

Offene Investmentfonds: Direktgeschäft


Im Segment der Investmentfonds konnte im Jahr 2023 ein Nettomittelzufluss in Höhe von 8,5 Mio. EUR verbucht werden. Der gesamte Fondsbestand ist im Jahr 2023 um 28,4 Mio. EUR und somit um 3,5 % gestiegen.

Investmentfonds: Vermögensverwaltung


Das verwaltete Vermögen (Assets under Management) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr (42,9 Mio. EUR) um 7,9 % auf 39,5 Mio. EUR.


Die Kapitalmärkte unterliegen zum Teil kurzfristigen politischen und wirtschaftlichen Einflüssen, die sich auf Anlageentscheidungen auswirken können.

Edelmetallhandel


Im Jahr 2023 wurden Umsätze in Höhe von 6,1 Mio. EUR (Vorjahr 3,7 Mio. EUR) aus der Vermittlung von Edelmetallen (Gold, Silber, Platin und Palladium) und Technologiemetalle erwirtschaftet. Dies entspricht einem Zuwachs von 64,9 % im Vergleich zum Vorjahr.

Ertragslage


Die Bonnfinanz generiert ihre Umsätze primär aus der Vereinnahmung von Abschlussprovisionen und in geringerem Umfang aus Bestands- und Folgeprovisionen. Wesentliche Umsatzträger in 2023 waren die Lebensversicherung, das Finanzierungsgeschäft, Kapitalanlagen in offenen und geschlossenen Fonds sowie die Schaden- und Unfallversicherung.


Die Erträge der Gesellschaft sanken leicht auf 48,7 Mio. EUR (Vorjahr: 49,4 Mio. EUR). Davon entfielen 47,0 Mio. EUR auf Provisionserlöse (Vorjahr: 47,8 Mio. EUR), 0,4 Mio. EUR auf übrige Umsatzerlöse (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) und 1,4 Mio. EUR auf sonstige betriebliche Erträge (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR).


Die Provisionsaufwendungen reduzierten sich im Verhältnis zur Ertragsentwicklung auf 30,6 Mio. EUR (Vorjahr: 32,2 Mio. EUR). Personalaufwand, Abschreibungen und sonstiger betrieblicher Aufwand sanken auf insgesamt 14,6 Mio. EUR (Vorjahr: 16,7 Mio. EUR).


Das Betriebsergebnis beträgt 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR), das Finanzergebnis beläuft sich auf 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,09 Mio. EUR). Aufgrund des mit der Allfinanz GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages führt die Bonnfinanz 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) ab und weist wie im Vorjahr keinen Jahresüberschuss aus.


Der Bilanzgewinn beträgt unverändert 4,9 Mio. EUR.

Vermögens- und Finanzlage


Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 beläuft sich auf 30,8 Mio. EUR (Vorjahr: 32,9 Mio. EUR). Das Anlagevermögen umfasst 9,6 Mio. EUR (Vorjahr: 10,7 Mio. EUR).


Die kurzfristigen Forderungen betragen zum Bilanzstichtag 20,0 Mio. EUR (Vorjahr: 20,4 Mio. EUR), während sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten auf 12,5 Mio. EUR (Vorjahr: 11,6 Mio. EUR) belaufen.


Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 8,9 Mio. EUR.

Finanzielle Leistungsindikatoren


Als finanzielle Leistungsindikatoren sieht Bonnfinanz in erster Linie die Höhe der Provisionserlöse, der Provisionsaufwendungen und Kosten sowie das Betriebsergebnis.

2023 in EUR 2022 in EUR
Provisionserlöse 46.974.944 47.806.765
Provisionsaufwendungen 30.565.747 32.171.328
Kosten 14.558.340 16.747.693
Betriebsergebnis 3.613.294 461.877

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren


Neben den finanziellen Leistungsindikatoren spielen auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren eine bedeutende Rolle für die Bonnfinanz. Folgende Aspekte sind nach unserer Überzeugung wesentliche Bausteine einer zukunftsweisenden Positionierung im Wettbewerbsumfeld.

Etablierung als Qualitätsführer um den Nutzen der Kund*innen durch das Beratungs-, Produkt- und Serviceangebot nachhaltig zu steigern.

Wahrnehmung als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber, um dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter:innen an sich zu binden.

Stabilisierung des Geschäftsmodells sowie des Beratungsansatzes, um hoch qualifizierte und motivierte Finanzberater:innen zu gewinnen und eine dauerhafte Geschäftsbeziehung aufzubauen.

ESG-Kriterien (Environmental Social Governance) im Arbeitsalltag verankern.

Risikomanagement-Prozess


Die Geschäftsaktivitäten werden von Chancen und Risiken begleitet.


Mit ganzheitlich ausgerichteten Risikomanagementaktivitäten verfolgen wir die Optimierung unserer Risikolage, d. h. eine Begrenzung der Risiken auf ein akzeptables Niveau unter Berücksichtigung der ihnen gegenüberstehenden Chancen. Bei unseren Aktivitäten berücksichtigen wir die Anforderungen von FinVermV, VVG sowie der weiteren einschlägigen gesetzlichen Vorgaben. Durch die regelmäßige Anwendung von gleichbleibenden Verfahren identifizieren und bewerten wir unser Risikopotenzial. Überschreiten die Analyseergebnisse dabei unseren definierten Toleranzbereich, leiten wir risikomindernde Maßnahmen ein. Deren Umsetzung und Wirksamkeit werden überwacht. Darüber hinaus wird gewährleistet, dass das Management zeitnah über neu auftretende Risiken informiert wird und so die frühzeitige Einleitung von erforderlichen Bewältigungsmaßnahmen sichergestellt ist.


Im Geschäftsjahr 2023 wurden die bestehenden Prozesse weiter mit Blick auf die strategische Ausrichtung angepasst und fortlaufend optimiert.


Dem Risikomanagement obliegt dabei die Organisation, Verantwortlichkeitsregelung, Koordination, Überwachung und Kommunikation des Risikomanagementprozesses. Eine Bewertung und Definition der Risiken wurden im Geschäftsjahr durchgeführt und regelmäßig angepasst. Nennenswerte Risiken werden beobachtet und die betroffenen Bereiche entsprechend zur Risikoreduzierung sensibilisiert.


Das operative Risikomanagement findet in den Fachbereichen statt und ist in die Geschäfts- und Entscheidungsprozesse integriert.


Unsere maßgeblichen Risiken sind Markt- und Liquiditätsrisiken, Risiken aus dem Ausfall von Forderungen sowie operationelle und sonstige Risiken.

Chancen und Risiken aus der Vermittlungstätigkeit von Versicherungs- und Finanzprodukten

Marktrisiken


Marktrisiken können für uns insbesondere hinsichtlich der Vermittlungstätigkeit von Finanzprodukten an Kund*innen entstehen. Diese können sich z. B. in einem unerwarteten Rückgang der Nachfrage nach Finanzvermittlungsgeschäften, durch veränderte Rahmenbedingungen bei Produktlinien, Erhöhung der regulatorischen Anforderungen an die Zusammenarbeit mit Finanzberater*innen oder Änderungen der Vergütungen zeigen.


Diesen Risiken begegnen wir unter anderem in einer permanenten und aufmerksamen Beobachtung des Marktgeschehens, insbesondere hinsichtlich gesetzlicher Rahmenbedingungen. Auch den Ukraine-Krieg zählen wir zu Marktrisiken. Bei Umfeldveränderungen werden Maßnahmen frühzeitig ergriffen. Von erheblichen Marktschwankungen auf den Finanzmärkten wäre auszugehen, sofern es den Mitgliedsländern nicht gelingt, die Europäische Union stabil zu halten. Hier hat die Politik in den Mitgliedstaaten einen wesentlichen Einfluss. Wir nehmen aus den möglichen Entwicklungen die Gefahren daraus wahr.

Liquiditätsrisiko


Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, seinen Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeiten mangels ausreichend vorhandener liquider Mittel nicht gerecht werden zu können.


Zur Bewältigung dieses Risikos stellen wir eine mittelfristige Liquiditätsplanung auf. Für das jeweilige Geschäftsjahr wird dabei eine Prognose der Zahlungsströme erstellt, die regelmäßig anhand der aktuellen Liquiditätsentwicklung überprüft wird. Insbesondere aufgrund der geopolitischen Rahmenbedingungen wurde die Liquiditätssituation noch intensiver bearbeitet und verschiedene Szenarien simuliert.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen


Unter Forderungsausfallrisiken wird das Risiko verstanden, dass eine ausstehende Forderung gegenüber unseren Finanzberater*innen beispielsweise aufgrund Nichtzahlung oder Insolvenz nicht vereinnahmt werden kann.


Dieses Risiko wird vor allem durch Sicherheitshinterlegungen, Stornoeinbehalte, eine systematische Überwachung der Forderungsbestände sowie der rechtzeitigen Einleitung von Maßnahmen zur Wahrung unserer Ansprüche bei überfälligen Forderungen kontrolliert. Die Forderungen gegenüber Finanzberater*innen beliefen sich zum Bilanzstichtag 31.12.2023 auf rund 2,9 Mio. EUR (Vorjahr 4,4 Mio. EUR).


Der Stand an Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber Finanzberater*innen betrug zum 31.12.2023 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR). Der durchschnittliche Wertberichtigungsbedarf der letzten drei Jahre beträgt unverändert 0,3 Mio. EUR.

Operationelle Risiken


Operationelle Risiken bezeichnen Risiken, die aus unzulänglichen internen Prozessen, menschlichem Handeln, Systemen oder externen Ereignissen, wie Rechtsrisiken, entstehen.


Diese Risiken können entweder originär in der Gesellschaft anfallen oder indirekt über die verschiedenen für Bonnfinanz tätigen Dienstleister auf die Gesellschaft einwirken.


Die sich durch diese Auslagerungen ergebenden operationellen Risiken werden durch ein systematisches und konsequentes Management der Auslagerungen inkl. Überwachung und erforderlichenfalls frühzeitige Eskalation gesteuert.


Als wesentliche Schutzvorrichtung vor operationellen Risiken dient ein internes Kontrollsystem, das eigens auf die Reduktion von Risiken ausgerichtet ist. Hierbei wird auch fehlerhafter Bearbeitung und/oder dolosen Handlungen durch Stichprobenkontrollen, Vier-Augen-Prinzip, Berechtigungs- und Vollmachten-Regelungen und Ähnlichem vorgebeugt. Regelmäßig erfolgt für wesentliche Prozesse eine Überprüfung durch die jeweiligen Fachbereiche.


Zur Minimierung der Cyber- sowie Ausfallrisiken geschäftskritischer Systeme und Anwendungen existieren bei uns bzw. unseren Dienstleistern gespiegelte Systeme und umfangreiche Datensicherungsverfahren. Diese stellen auch im Katastrophenfall eine Wiederherstellung kritischer Infrastruktur, der Systeme, Anwendungen und Daten sicher.


Das Business Continuity Management stellt einen weiteren wichtigen Baustein zur Absicherung operationeller Risiken dar. Hierbei werden zur Begegnung von Risiken aus externen Ereignissen wie z. B. Katastrophenfällen infolge von Feuer oder Naturkatastrophen für alle kritischen Prozesse unseres Unternehmens Notfallpläne für eine möglichst baldige Wiederherstellung des Geschäftsbetriebes nach Eintritt einer Katastrophe entwickelt. Regelmäßige Aktualisierungen sowie Tests dieser Pläne reduzieren das Risiko längerer Geschäftsunterbrechungen infolge von Katastrophenfällen.

Rechtsrisiken


Ferner versuchen wir und unsere Dienstleister, die Risiken aus neuen gesetzlichen Regelungen oder für uns nachteiligen Änderungen bestehender Gesetze und Auslegungen durch Gerichte durch ständige Beobach tung unseres Branchenumfeldes frühzeitig zu identifizieren. Hierzu zählen u. a. die Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MIFID II) und die Richtlinie zur Vermittlung von Versicherungen (IDD).

Sonstige Risiken


Für uns als Vertriebsgesellschaft bestehen neben den zuvor genannten Risikoarten primär Reputationsrisiken. Diese resultieren dabei nahezu ausschließlich aus unzulänglichen internen Prozessen, menschlichem Handeln, Systemen oder externen Ereignissen. Reputationsrisiken im Zusammenhang mit operationellen Risiken werden im Rahmen der dort beschriebenen Verfahren systematisch behandelt.


Zur Abwehr von Reputationsschäden sind ein Krisenkommunikationsstab und definierte Krisenkommunikationsprozesse etabliert, die ein zeitnahes kommunikatives Reputationsmanagement sicherstellen und diesbezügliche Risiken minimieren.

Chancen aus der aktuellen Marktlage


Dank BlackFin Capital Partners konnten auch im Jahr 2023 weitere wichtige strategische Investitionen getätigt werden, die unserem Unternehmen positive Möglichkeiten bieten: finalisierte Transformationsschritte in den Bereichen Beratungsprozesse, Finanzberateraufbau, Campus, Partner & Produkte sowie IT. Konkrete Beispiele für erfolgreiche Projekte diesbezüglich sind:

Anbindung und Erweiterung von Premium-Produktpartnerschaften im Versicherungsbereich

Öffnung der Fonds-Palette und somit Zugriff auf weitere wichtige Fondsgesellschaften im Investmentbereich

Konzeption und Durchführung einer internen Trainerausbildung "Campus-Trainer (IHK)" nach IHKStandard

Erreichen der Zertifizierung "Carbon-Footprint" by Carbomatrix

Einführung von Prozessen zur Erhöhung der Markenreichweite in den sozialen Medien

Weiterer Aufbau von Prozessen zur Rekrutierung neuer Finanzberater*innen


Diese Maßnahmen bilden das Fundament für zukünftiges und nachhaltiges Wachstum der Bonnfinanz. Die Digitalisierung des Beratungsprozesses, die kontinuierliche persönliche und fachliche Weiterbildung unserer Finanzberater*innen, die Nutzung neuer Tools sowie der Einsatz der DIN 77230 zur Analyse der Kundensituation stellen weitere Wachstumschancen dar. Die kontinuierliche Ausweitung unserer Produktpartnerschaften und die damit verbundene Erweiterung des Produktspektrums wird ebenfalls für neue Absatzpotenziale sorgen.


Durch die hohe Anzahl hochkomplexer Finanzprodukte ist der Bedarf an qualitativer Beratung im Markt ungebrochen hoch. Viele Banken bauen ihre Filialnetze weiter ab, konzentrieren sich auf bevölkerungsreiche Ballungszentren und geben die Peripherie auf. Hier ergeben sich für unsere Finanzberater*innen vor Ort neue Kundenpotenziale. Der Wandel unseres Unternehmens macht die Bonnfinanz insgesamt für neue Finanzberater*innen attraktiver.


Die Bonnfinanz sieht im aktuellen Marktumfeld ebenfalls Chancen für anorganisches Wachstum.


Die Folgen der Corona-Krise, der Ukraine-Krieg sowie der Fachkräftemangel im Innen- und Außendienst stellen insbesondere kleinere Finanzvertriebe vor finanzielle Herausforderungen, beispielsweise im Bereich der Digitalisierung. Die in den letzten Jahren gestiegenen regulatorischen Anforderungen erschweren kleinen und mittleren Marktteilnehmern zusätzlich den Marktzugang.


Aufgrund der soliden Finanzlage der Bonnfinanz und des erfolgreichen Aufbaus der IT-Plattform, ergeben sich für die Bonnfinanz Chancen, kleinere Marktteilnehmer unter Abwägung aller wirtschaftlichen und regulatorischen Risiken zu integrieren.

Ausblick


Die Bonnfinanz wird in Zukunft die eigene Positionierung als Qualitätsvertrieb, der den Kundennutzen als oberste Maxime in das Zentrum des eigenen Handelns stellt, noch fokussierter umsetzen. Wir setzen dabei auf höchste Standards in der Aus- und Weiterbildung unserer Finanzberater*innen im hauseigenen Campus. Den eigenen Anspruch formuliert die Bonnfinanz im Markenversprechen "Immer gut leben". Kern der Dienstleistung unseres Unternehmens bleiben die ganzheitliche Kundenberatung und nachhaltige Kundenbetreuung, welche die Ziele und Wünsche der Kund*innen in den Mittelpunkt stellen.


Als Vertriebsgesellschaft legen wir besonderen Wert auf qualifizierte und motivierte Mitarbeiter:innen im Innendienst und Finanzberater:innen im Außendienst. Einen Schwerpunkt legt die Bonnfinanz deshalb in 2024 auf den Aufbau neuer Vertriebskapazitäten. Durch den Eigentümer der Bonnfinanz - BlackFin Capital Partners - ergeben sich darüber hinaus verbesserte Investitionsmöglichkeiten im Bereich anorganischen Wachstums.


Die grundsätzlichen Motive der Kund:innen, existenzielle Risiken abzusichern, Vermögen aufzubauen, für das Alter vorzusorgen und das eigene Erbe zu planen, bestehen immer weiter. Demnach erkennen wir an dieser Stelle ein unverändertes, langfristiges Geschäftspotenzial für die Bonnfinanz. Die Bonnfinanz verfügt, im Branchenvergleich, über einen sehr ausgewogenen Produktmix. Trotz der anhaltenden Unsicherheiten im globalen Wirtschaftsumfeld blicken wir optimistisch in die Zukunft und rechnen mit Provisionserlösen auf Vorjahresniveau bei gleichzeitig um ca. 5 % sinkenden Provisionsaufwendungen. Durch unsere strategische Ausrichtung und operative Qualitäten bleiben unsere Verwaltungsaufwendungen stabil, was in Summe zu einem deutlichen Anstieg des Betriebsergebnisses führt.

Dank an die Mitarbeiter:innen


Das Jahr 2023 war nicht nur aufgrund der politischen Entwicklungen im In- und Ausland erneut ein ereignisreiches und herausforderndes Geschäftsjahr für unsere Gesellschaft. Mit Hilfe der Fachkompetenz und des unermüdlichen Einsatzes aller für unsere Gesellschaft tätigen Mitarbeiter:innen konnten wir uns weiter der Erreichung unserer strategischen Ziele annähern. Dank ihres großen Engagements und ihrer produktiven Zusammenarbeit als Team konnten wir die Basis für eine erfolgreiche Zukunft legen.


Gleichermaßen gilt unser Dank den Interessenvertretungen des Hauses für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

Bilanz

zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Anhang EUR 2023 EUR 2022 EUR
Anlagevermögen 1
Immaterielle Vermögensgegenstände 2 8.806.299 9.657.921
Sachanlagen 830.958 1.016.964
9.637.257 10.674.885
Umlaufvermögen
Vorräte 3 134.507 84.526
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4 14.002.650 15.713.484
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5 6.340.334 5.710.599
20.477.491 21.508.608
Rechnungsabgrenzungsposten 6 649.165 702.943
Summe der Aktiva 30.763.913 32.886.436

Passiva

Anhang EUR 2023 EUR 2022 EUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 7 601.088 601.088
Kapitalrücklage 8 647.263 647.263
Gewinnrücklagen 9 2.704.807 2.704.807
Bilanzgewinn 10 4.909.823 8.862.982 4.909.823
8.862.982
Rückstellungen 11 5.989.527 8.594.230
Verbindlichkeiten 12 15.911.404 15.429.224
Summe der Passiva 30.763.913 32.886.436

Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anhang EUR 2023 EUR 2022 EUR
Provisionserlöse und übrige Umsatzerlöse 13 47.377.140 48.272.436
Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 14 -14.628 30.168
Sonstige betriebliche Erträge 15 1.374.869 1.078.295
Provisionsaufwendungen 16 30.565.747 32.171.328
Personalaufwand 17 5.820.550 6.144.931
Abschreibungen 18 1.524.895 1.430.432
Sonstige betriebliche Aufwendungen 19 7.212.895 9.172.331
45.124.087 48.919.022
Betriebsergebnis 3.613.294 461.877
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20 460.159 360.313
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21 69.326 268.769
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 22 18.164 47.519
Ergebnis nach Steuern 3.985.964 505.902
Sonstige Steuern 23 265 1.166
Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne
24 3.985.699 504.736
Jahresüberschuss - -
Gewinnvortrag 4.909.823 4.909.823
Bilanzgewinn 4.909.823 4.909.823

Anhang

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung


Die Angaben im Geschäftsbericht erfolgen generell auf volle Euro gerundet. Im Anhang werden Rundungsdifferenzen billigend in Kauf genommen.


Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB aufgestellt.


In der Bilanz sind zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung Positionen zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang erläutert.


Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, abzüglich zeitanteiliger, linearer Abschreibung, mit einer Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren bewertet.


Das Sachanlagevermögen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) wurde zu den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Absetzungen für Abnutzung, bilanziert.


Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Anwendung eines anerkannten Verbrauchsfolgeverfahrens angesetzt.


Forderungen sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für erkennbare Ausfallrisiken bei den Forderungen an die Handelsvertreter werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen; auf den um die einzeln wertberichtigten Forderungen bereinigten Forderungsbestand erfolgt zusätzlich eine Pauschalwertberichtigung.


Der Kassenbestand und die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nominalbeträgen angesetzt.


Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB besteht für Deckungsvermögen eine Saldierungspflicht, sodass Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, mit diesen Verpflichtungen verrechnet auszuweisen sind. Die darin enthaltenen gemischten Fonds wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB mit den Anschaffungskosten aktiviert. Die Fonds, die ausschließlich zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements dienen, wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB i. V. m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB nachfolgend mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei handelt es sich um den Marktwert der Fondsanteile.


Die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den Nominalbeträgen angesetzt.


Bei Rückstellungen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, ergibt sich der Wertansatz gem. § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB aus dem Maximum von Mindestleistung und Aktivwert der Rückdeckungsversicherung.


Für die Beendigung der Dienstverhältnisse ohne Versorgungsfall wird eine unternehmensspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeit angesetzt, die sich nach dem Alter und der im jeweiligen Alter abgeleisteten Dienstzeit richtet.


Für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung wird gemäß § 253 Abs. 2 HGB grundsätzlich der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren der Bewertung zugrunde gelegt.


In diesem Jahr wurde für die Bewertung ein prognostizierter Jahresendzins von 1,82 % verwendet, der dem zum 31.12.2023 von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren exakt entspricht.


Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurde nach der Projected Unit Credit Method (Projizierte Einmalbeiträge) in Verbindung mit § 253 Abs.1 HGB, unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richtabel GmbH Köln, berechnet. Folgende versicherungsmathematische Parameter wurden verwendet:

Rechnungszins: 1,82 %

Gehaltssteigerung: 2,60 %

Inflationsrate: 1,90 %


Der Bewertung der Jubiläumsrückstellungen wurde ebenfalls ein durchschnittlicher Marktzins mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Im Gegensatz zu den Pensionsverpflichtungen ist für die Jubiläumsrückstellungen weiterhin ein 7-Jahres-Durchschnittszinssatz zu verwenden. In diesem Jahr wurde für die Bewertung ein prognostizierter Jahresendzins von 1,74 % verwendet, der dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz zum 31.12.2023 exakt entspricht.


Die Rückstellung für Jubiläumsaufwendungen wurde ebenfalls nach der Projected Unit Credit Method unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Heubeck berechnet. Folgende versicherungsmathematische Parameter wurden verwendet:

Rechnungszins: 1,74 %

Gehaltssteigerung: 2,60 %


Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Angaben zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
01.01.2023
Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand
31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
11.751.109 444.354 - - 12.195.463
Geleistete Anzahlungen 165.024 21.042 - - 186.066
11.916.133 465.396 - - 12.381.529
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.524.884 33.280 -18.053 - 1.540.111
1.524.884 33.280 -18.053 - 1.540.111
Anlagevermögen insgesamt 13.441.017 498.676 -18.053 - 13.921.640
Abschreibungen (kumuliert) Buchwerte
Stand
01.01.2023
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2023
Stand
31.12.2023
Vorjahr 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2.258.212 1.317.018 - 3.575.230 8.620.233 9.492.897
Geleistete Anzahlungen - - - - 186.066 165.024
2.258.212 1.317.018 - 3.575.230 8.806.299 9.657.921
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 507.921 205.552 -4.319 709.154 830.957 1.016.964
507.921 205.552 -4.319 709.154 830.958 1.016.964
Anlagevermögen insgesamt 2.766.132 1.522.570 -4.319 4.284.384 9.637.257 10.674.885

(2) Immaterielle Vermögensgegenstände


Es handelt sich hierbei um erworbene IT-Software.

(3) Vorräte


Der Warenbestand belief sich am 31.12.2023 auf 134.507 EUR (Vorjahr: 84.526 EUR).

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2023 EUR davon mit einer
Restlaufzeit von
mehr als
1 Jahr EUR
2022 EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.002.708 - 7.961.725
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.686.875 - 6.686.875
Sonstige Vermögensgegenstände 313.067 63.601 1.064.884
davon aus Steuern (-) (-) (-)
Stand 31.12. 14.002.650 63.601 15.713.484


Unter den "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" werden hauptsächlich Forderungen gegen Vertreter im Sinne der §§ 92 und 92 b HGB ausgewiesen.


Die wesentlichen Posten unter der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind Forderungen an Vertreter aus Darlehen und aus dem Bonnfinanz-Beteiligungsplan in Höhe von 291.389 EUR (Vorjahr: 362.942 EUR).

(5) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

2023 EUR 2022 EUR
Kassenbestand - 269
Guthaben bei Kreditinstituten 6.340.334 5.710.330
Stand 31.12. 6.340.334 5.710.599

(6) Rechnungsabgrenzungsposten


Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um vorausbezahlte Lizenzen und Anzahlungen für Wettbewerbe.

(7) Gezeichnetes Kapital

2023 EUR 2022 EUR
Stand 31.12. 601.088 601.088


Die Allfinanz Holding GmbH, Frankfurt am Main, hält am Bilanzstichtag 100 % der Anteile am Stammkapital unserer Gesellschaft.


Das Stammkapital der Gesellschaft ist eingeteilt in 1.174 auf den Namen lautende Anteile mit einem rechnerischen Anteil am Stammkapital von 512,00 EUR je Stück.

(8) Kapitalrücklage

2023 EUR 2022 EUR
Stand 31.12. 647.263 647.263

(9) Gewinnrücklagen

2023 EUR 2022 EUR
a) gesetzliche Rücklage
Stand 31.12. 51.129 51.129
b) andere Gewinnrücklagen
Stand 31.12. 2.653.678 2.653.678
Gewinnrücklagen insgesamt 2.704.807 2.704.807

(10) Bilanzgewinn

2023 EUR 2022 EUR
Stand 01.01. 4.909.823 4.909.823
Jahresüberschuss - -
Stand 31.12. 4.909.823 4.909.823
davon Gewinnvortrag 4.909.823 4.909.823

(11) Rückstellungen

2023 EUR 2022 EUR
Pensionsrückstellungen 304.017 389.418
Steuerrückstellungen - 236.376
Sonstige Rückstellungen 5.685.510 7.968.436
Stand 31.12. 5.989.527 8.594.230


In der Position "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" weisen wir neben der Pensionsrückstellung in Höhe von 2.291.460 EUR (Vorjahr: 2.275.160 EUR) treuhänderisch durch die Willis Towers Watson Treuhand GmbH verwahrtes Vermögen aus.


Anschaffungswert: 2.000.829 EUR
Zeitwert per 31.12.2023: 1.987.443 EUR
Vorjahreswert: 1.885.742 EUR


Dieses Vermögen dient ausschließlich der Sicherung eingegangener Pensionsverpflichtungen im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA).


Die Position ergibt sich somit aus der Verrechnung der Verpflichtungen aus Pensionszusagen mit dem Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände.


Der Betrag aus der Bewertung der Vermögensgegenstände des Deckungsvermögens i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu ihrem beizulegenden Wert, sofern dieser die Anschaffungskosten der jeweiligen Vermögensgegenstände übersteigt, unterliegt einer Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von - EUR (Vorjahr: - EUR).


2016 hat der Gesetzgeber beschlossen, dass bei der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen zukünftig anstelle des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet wird. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes beträgt 12.393 EUR (Vorjahr: 57.410 EUR). Gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB ist dieser Unterschiedsbetrag ausschüttungsgesperrt.


Bei den sonstigen Rückstellungen entfallen 3.592.000 EUR (Vorjahr: 4.836.400 EUR) auf Verpflichtungen gegenüber Handelsvertretern. Im Wesentlichen handelt es sich um Bonifikationen.


Für Schadenersatzansprüche wurden 620.171 EUR (Vorjahr: 1.233.530 EUR) zurückgestellt, für Prozesskosten 124.535 EUR (Vorjahr: 254.398 EUR).

(12) Verbindlichkeiten

davon mit
einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
davon mit
einer Restlaufzeit
zwischen einem
und fünf Jahren
davon mit
einer Restlaufzeit
von mehr als
fünf Jahren
2023 EUR EUR EUR EUR 2022 EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 656.250 375.000 281.250 - 1.031.250
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.564.714 7.470.773 2.093.941 - 12.422.550
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.985.699 3.985.699 - - 504.736
Sonstige Verbindlichkeiten 1.704.741 1.069.741 635.000 - 1.470.688
davon aus Steuern (251.448) (251.448) (-) (-) (276.471)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (-) (-) (-) (-) (-)
Stand 31.12. 15.911.404 12.901.213 3.010.191 - 15.429.224


Die "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" beinhalten hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber Finanzberater*innen im Sinne der §§ 92 und 92b HGB.


Unter den "Sonstigen Verbindlichkeiten" befinden sich hauptsächlich Verpflichtungen gegenüber Finanzberater:innen.


Von den bilanzierten Verbindlichkeiten sind keine durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(13) Provisionserlöse und übrige Umsatzerlöse

2023 EUR 2022 EUR
Provisionserlöse 46.974.944 47.806.765
Übrige Umsatzerlöse 402.196 465.671
47.377.140 48.272.436


Von den Provisionserlösen entfallen 18.336 Tsd. EUR auf Lebensversicherungen, 13.179 Tsd. EUR auf SHUK und Rechtsschutz, 5.405 Tsd. EUR auf Finanzierungen und Bausparen, 8.203 Tsd. EUR auf Kapitalanlagen, 1.731 Tsd. EUR auf Krankenversicherungen sowie 121 Tsd. EUR auf Sonstiges.


Die Provisionserlöse werden ausschließlich in Deutschland erzielt.


Die übrigen Umsatzerlöse enthalten hauptsächlich Erlöse aus Weiterbelastungen an AußendienstMitarbeiter:innen.

(14) Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen


Es handelt sich um Bestandserhöhungen im Lager Häuser und im Lager Auszeichnungen.

(15) Sonstige betriebliche Erträge

2023 EUR 2022 EUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 836.617 831.669
Übrige Erträge 538.252 246.626
1.374.869 1.078.295


Die übrigen Erträge enthalten hauptsächlich periodenfremde Erträge in Höhe von 534.037 EUR (Vorjahr: 179.953 EUR). Es handelt sich dabei hauptsächlich um Erträge aus abgeschriebenen Forderungen.

(16) Provisionsaufwendungen

2023 EUR 2022 EUR
Abschlussprovision 23.224.369 25.082.834
Betreuungsprovision 6.261.773 5.967.669
sonstige Bezüge 1.079.605 1.120.825
30.565.747 32.171.328

(17) Personalaufwand

2023 EUR 2022 EUR
Löhne und Gehälter 5.014.804 5.212.489
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung
805.746 932.442
davon für:
soziale Abgaben 726.507 849.550
Altersversorgung 79.239 82.892
Unterstützung - -
5.820.550 6.144.931

(18) Abschreibungen


Zu Einzelheiten verweisen wir auf das Anlagengitter.

(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023 EUR 2022 EUR
Gebühren und andere Kosten 2.572.946 2.790.779
DV-Kosten und Inventarmiete/-wartung 2.423.448 3.948.626
Allgemeine Betriebskosten 1.122.841 1.234.684
Mieten 799.635 704.374
Werbekosten 294.025 493.868
7.212.895 9.172.331


In den IT-Kosten sind hauptsächlich Wartungskosten für Hardware und Software sowie Software-Leasing enthalten. Die Gebühren und anderen Kosten beinhalten Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von 424.389 EUR (Vorjahr: 195.228 EUR). Es handelt sich im Wesentlichen um Abschreibungen auf Forderungen an AußendienstMitarbeiter:innen.

(20) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge


Von den Zinserträgen entfallen 325.000 EUR (Vorjahr: 325.000 EUR) auf verbundene Unternehmen.


Der Ertrag aus CTA-Vermögen in Höhe von 102.590 EUR (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 152.377 EUR) wird mit den Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen in Höhe von 37.432 EUR (Vorjahr: 60.995 EUR) saldiert ausgewiesen.

(21) Zinsen und ähnliche Aufwendungen


Es handelt sich hauptsächlich um den Zinsaufwand für die beiden Nachrangdarlehen in Höhe von 36.990 EUR (Vorjahr: 11.190 EUR).

Honorar des Abschlussprüfers

2023 EUR 2022 EUR
Abschlussprüfungsleistungen 38.064 36.540
Andere Bestätigungsleistungen 80.922 84.900
Gesamthonorar 118.986 121.440

(22) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2023 EUR 2022 EUR
18.164 47.519


Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Gewerbesteuer, Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag für Vorjahre.

(23) Sonstige Steuern

2023 EUR 2022 EUR
265 1.166


Die sonstigen Steuern beinhalten ausschließlich Kfz-Steuer.

(24) Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne

2023 EUR 2022 EUR
3.985.699 504.736


Mit der Allfinanz Holding GmbH, Frankfurt am Main, als herrschendem Unternehmen, wurde am 18./19.12.2019 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen; der Eintrag ins Handelsregister erfolgte am 27.01.2020.

Allgemeine Angaben

Identifikation der Gesellschaft


,

Bonnfinanz GmbH Soenneckenstraße 10-12, 53119 Bonn
Sitz der Gesellschaft: Bonn
Handelsregister: Amtsgericht Bonn HRB 26922


Organe


Die Namen der Mitglieder der Geschäftsführung sind auf der Seite 3 aufgeführt. Diese Seite ist Bestandteil des Anhangs.

Mitarbeiter


Im Jahresdurchschnitt beschäftigten wir 66 Innendienstmitarbeiter*innen (Vorjahr: 66).


Zum 31.12.2023 beschäftigte die Gesellschaft 61 Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 70) im Innendienst.


Im Außendienst waren zum selben Zeitpunkt 340 Handelsvertreter:innen (Vorjahr: 370) nach § 84 ff. HGB für das Unternehmen tätig.

Bezüge, Vorschüsse, Kredite und eingegangene Haftungsverhältnisse an Mitglieder der Organe


Die Geschäftsführung wurde direkt über die Gesellschaft vergütet. Eine Angabe der Bezüge unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB, da die Nennung der Gesamtvergütung Rückschlüsse auf die individualisierte Vergütung der Vorstände zuließe.


Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihren Hinterbliebenen sind keine Rückstellungen zu bilden. Bestehende Pensionsverpflichtungen sind im Rahmen des Verkaufs der Bonnfinanz per Schuldübernahme übertragen worden. Dafür besteht eine Nachhaftung der Bonnfinanz GmbH.


Vorschüsse und Kredite wurden nicht gewährt. Haftungsverhältnisse an Mitglieder der Organe bestehen nicht.

Haftungsverhältnisse


Alle Pensionsverpflichtungen für ausgeschiedene und pensionierte Mitarbeiter:innen sind im Rahmen des Verkaufs der Bonnfinanz per Schuldübernahme übertragen worden. Dafür besteht eine Nachhaftung der Bonnfinanz.


Die Pensionsverpflichtungen aus Direktzusage für alle aktiven Mitarbeiter*innen sind auf einen eigenen Abrechnungsverband des einstufigen CTAs mit der Willis Towers Watson Treuhand GmbH als Treuhänder übertragen worden. Dafür ergibt sich das Recht des Unternehmens, geleistete Zahlungen an Versorgungsberechtigte unter bestimmten Voraussetzungen aus dem CTA-Vermögen erstatten zu lassen. Darüber hinaus bestehen weitere Pensionsverpflichtungen des Unternehmens aus Direktzusage an inzwischen ausgeschiedene Mitarbeiter, für die ein Schuldbeitritt der Deutscher Herold AG besteht. Da hier wirtschaftlich nicht mit einer Inanspruchnahme des Unternehmens zu rechnen ist, werden diese Verpflichtungen nicht passiviert.


Verbindlichkeiten aus Pensionsdirektzusagen sind zum Stichtag in Höhe von 75.683 EUR (Vorjahr 116.096 EUR) bilanziert.


Zudem besteht für alle mittelbaren Pensionsverpflichtungen eine subsidiäre Haftung nach § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG der Gesellschaft Bonnfinanz.


Es bestehen Haftungsverhältnisse i. S. d. §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB aus Bürgschaften gegenüber Dritten in Höhe von 125.100 EUR (Vorjahr: 125.100 EUR).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen


Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 4.659 TEUR (Vorjahr 4.873 TEUR), die in den Jahren 2024 bis 2031 fällig werden. Davon gegenüber verbundenen Unternehmen - EUR (Vorjahr: - EUR).

Verbundene Unternehmen und Konzernzugehörigkeit


Die Allfinanz Holding GmbH, Frankfurt am Main, hat uns gemäß § 20 Absatz 4 AktG mitgeteilt, dass sie mit Mehrheit am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt ist.


Die Bonnfinanz GmbH gehört unmittelbar zu 100 % der Allfinanz Holding GmbH. Der BlackFin Financial Services Fund II - vertreten und verwaltet durch BlackFin Capital Partners SAS, Paris (Frankreich) - hält mittelbar eine 100 %ige Beteiligung an unserer Gesellschaft. Der Abschluss der Allfinanz Holding GmbH, Frankfurt am Main, wird im Bundesanzeiger oder im Unternehmensregister veröffentlicht.


Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen.

Vorgänge nach Geschäftsjahresschluss


Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bonnfinanz nachhaltig beeinflussen würden.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Vortrag auf neue Rechnung = 4.909.823 EUR
Bilanzgewinn 2023 = 4.909.823 EUR

Berechnung Ausschüttungssperre § 268 Absatz 8 HGB

Passive latente
Steuern
Ausschüttungs
sperre
2023 EUR 2023 EUR 2023 EUR
Bewertungsunterschied § 246 Absatz 2 HGB
(Deckungsvermögen)
0,00 0,00 0,00
Unterschiedsbetrag Durchschnittszinssatz
§ 253 Absatz 6 Satz 2 HGB
12.393,00 12.393,00
Summe
ausschüttungsgesperrt
12.393,00

Dem stehen gegenüber

2023 EUR 2023 EUR
Kapitalrücklage laut Bilanz 647.263,13 EUR,
davon 8.980,00 EUR gebunden
638.284,00
Gewinnrücklagen 2.653.678,11
Gewinnvortrag aus 2022 4.909.823,45
8.201.785,56
Summe
ausschüttungsgesperrt
12.393,00
Summe
ausschüttungsfähig
8.189.392,56

 

Bonn, den 29. April 2024

Die Geschäftsführung

Stefan Mertes

Julia Keller

Sebastian Wallusch


Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bonnfinanz GmbH, Bonn

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der Bonnfinanz GmbH, Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bonnfinanz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen


Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.


Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.


Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.


Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresab-schluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 30. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Sack
Wirtschaftsprüfer

Sandro Trischmann
Wirtschaftsprüfer


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