Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 2272
Vorher
AKAD-Akademikergesellschaft für Erwachsenenfortbildung mbH
Eingetragen
29.10.1959
Branche
Erbringung von allen anderen Unterrichtsdienstleistungen a. n. g.Berufliche ErwachsenenbildungAufstiegsfortbildung, Schulen der beruflichen Fortbildung
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Betrieb einer Hochschule sowie die Förderung berufstätiger Menschen mit dem Zweck, sie auf staatliche bzw. auf öffentlich-rechtliche Prüfungen oder auf allgemeinbildende bzw. berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildungsziele mit Hilfe von Lehrbriefen, Direkt-Unterricht und anderen Unterrichtsmethoden vorzubereiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Sebastian Steiger
seit 26.5.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Galileo Global Education Operations SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.565 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AKAD Bildungsgesellschaft mbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

AKAD Bildungsgesellschaft mbH, Stuttgart

(im Folgenden 'AKAD', 'Gesellschaft' sowie 'Unternehmen' genannt)

A. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die AKAD University (auch 'AKAD Hochschule') mit Sitz in Stuttgart ist die älteste private Fernhochschule Deutschlands und eine der größten deutschen privaten Hochschulen. Sie ist durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg staatlich anerkannt und vom Wissenschaftsrat akkreditiert. Die AKAD Bildungsgesellschaft mbH ist Trägergesellschaft der AKAD University.

Als Pionier im deutschen Distance Learning Markt gilt die AKAD University seit 1959 als Spezialist für das zeit- und ortsunabhängige Fernstudium neben dem Beruf. Darüber hinaus wird die AKAD University als einer der Vorreiter der digitalen Transformation in der deutschen Hochschulbildung gesehen, was sich beispielsweise in der erneuten Verleihung des eLearning Awards in 2022 zeigte (www.elearning-journal.com/elearning-award-2022). Das ganzheitliche digitale und bereits mit dem eLearning Award 2018 prämierte Studienmodell ermöglicht Berufstätigen, flexibel, individuell und effizient zum staatlich anerkannten Abschluss zu kommen. Im Jahr 2024 rangierte die AKAD in einem Ranking von Focus Money, bei dem verschiedene Fernstudienanbieter und private Hochschulen getestet wurden, auf einem der vorderen Plätze.

In den vier Studienbereichen der AKAD University, Business Administration & Management, Engineering & Technology, International Communication & Culture sowie Social & Health, stehen 56 Bachelor- (inkl. Dual Studiengängen) (Vj. 57), 17 Master- und MBA-Studiengänge (Vj. 21) sowie über das Institut für Weiterbildung (IfW) über 130 Weiterbildungsmöglichkeiten, wie Zertifikatsstudiengänge, IHK-Lehrgänge, staatlich anerkannte Abschlüsse, Sprachdiplome und Fernlehrgänge zur Auswahl. Alle Studiengänge der AKAD Hochschule sind qualitätsgeprüft und mit dem Siegel der Stiftung Akkreditierungsrat erfolgreich akkreditiert. Die Stiftung Akkreditierungsrat ist eine gemeinsame Einrichtung der Länder für die Qualitätssicherung in Studium und Lehre an deutschen Hochschulen und als einzige Institution in Deutschland für die Akkreditierung von Studiengängen berechtigt. Zudem sind alle Studiengänge vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg staatlich anerkannt. Das komplette Fernstudienprogramm der Hochschule und des Instituts für Weiterbildung (IfW) ist weiterhin aufgrund der gesetzlichen Vorgaben des Fernunterrichtsschutzgesetzes (FernUSG) von der staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.

AKAD betätigt sich in Forschung und Entwicklung sowohl in internen als auch externen Projekten. Intern ist hierbei vor allem die kontinuierliche Weiterentwicklung des Studiengang Portfolios sowie die fortlaufende Digitalisierung der Studienprogramme zu nennen. Im Geschäftsjahr wurden 892 TEUR Entwicklungsleistungen aktiviert. Daneben betätigt sich AKAD regelmäßig an öffentlichen, teilweise geförderten Forschungsprojekten.

B. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der deutsche Fernstudienmarkt für akademische Abschlüsse und nichtakademische Weiterbildungen wird durch grundlegende gesellschaftliche Trends beeinflusst. Dazu gehören der Fachkräftemangel, der steigende Bedarf an akademischen Abschlüssen und Weiterbildungen, die Öffnung der Hochschulen für neue Zielgruppen, insbesondere für beruflich Qualifizierte, sowie die technologischen Entwicklungen und eine umfassende Digitalisierung von Gesellschaft, Arbeits- und Lernwelt.

Die AKAD University fokussiert sich daher weiterhin bei den Bologna-Produkten sowohl auf Bachelorstudiengänge als ersten akademischen Abschluss nach einer Berufsausbildung als auch auf Studiengänge auf Masterniveau, inkl. MBAs, die bereits eine akademische Vorbildung voraussetzen. Bei Fach- und Führungskräften wird darüber hinaus vermehrt nach interdisziplinär denkenden Absolventen verlangt, worauf sich die AKAD University im Rahmen der Ausgestaltung der Abschlüsse und Curricula sowohl in der Hochschule als auch im Institut für Weiterbildung (IfW) ebenfalls einstellt.

Der deutsche Fernstudienmarkt profitiert von diesem hohen Bildungsbedarf an lebenslangem Lernen. Der Markt für private Studienangebote wächst in den letzten Jahren stetig. Dagegen sinken die Studierendenzahlen an öffentlichen Hochschulen seit 2021 kontinuierlich. Um an diesem Wachstum im Bereich der privaten Hochschulen zu partizipieren, hat die AKAD University im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut neue Studiengänge auf den Markt gebracht. Die Relevanz des bestehenden Portfolios wird dabei kontinuierlich überprüft, sodass die Gesamtzahl an Studiengängen im AKAD Angebot in etwa gleich blieb.

Die Wettbewerbslandschaft ist aufgrund der neuen Möglichkeiten im E-Learning stark durch die Digitalisierung gekennzeichnet. Dies zeigt auch die Marktentwicklung. Während die Anzahl an Studierenden, die einen lokalen Campus besuchen, konstant leicht zurückgeht, wächst die Zahl an rein Online Studierenden nach einem Rückgang nach der Pandemie seit 2023 wieder. In diesem Themenfeld des digitalen Studienmodells nimmt die AKAD eine impulsgebende Stellung ein und treibt die Digitalisierungslösungen stringent voran. Dies spiegelt sich u.a. in der Verleihung des eLearning Awards 2022 an die AKAD wider.

b. Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die AKAD Bildungsgesellschaft mbH einen operativen Gewinn, d.h. ein Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 1,9 Mio. EUR erwirtschaftet (VJ 1,3 Mio. EUR). Der relative Anstieg im EBITDA resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Umsatzerlösen aus Studiengebühren bedingt durch einen insgesamten Anstieg in der Studierendenzahl der AKAD. Der strategische Fokus lag auf den Themengebieten "Digitalisierung" und "Portfolioerweiterung", wobei insbesondere die Erweiterung im Bereich Social & Health weiter vorangetrieben wurde. Im Geschäftsjahr wurde das Konzept der Onlineklausuren im operativen Betrieb weiter verbessert und bietet den Studenten der AKAD University auch unter komplettem Verzicht auf Präsenzveranstaltungen optimale Voraussetzungen für ihr Fernstudium. Zudem wurde auch der Online Campus der AKAD mit neuen Elementen weiterentwickelt. Diese sollen die Studierbarkeit in unserem digitalen Studienmodell weiter erhöhen und zur Kundenzufriedenheit beitragen.

Der Auftragseingang an neuen Studierenden lag im Geschäftsjahr über dem Niveau des Vorjahres. Die Gesamt-Anzahl an Studierenden zum Stichtag 30.6.2024 ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Im Bologna-Bereich (Master und Bachelor) lag die Zahl an Studierenden leicht über dem Vorjahresniveau; im Bereich der IfW Weiterbildungen lag die Zahl der Studierenden leicht unter dem Wert des Vorjahres.

Der Auftragsbestand (Bestand an Studenten in der Zahlphase bewertet mit den jeweiligen verbleibenden Studiengebühren in EUR) zum Abschlussstichtag lag ebenfalls über dem Vorjahreswert.

Durch den im Geschäftsjahresverlauf hohen Auftragsbestand und den im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Auftragseingang des laufenden Geschäftsjahres konnten die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,5% gesteigert werden.

c. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung v.a. die Kennzahlen Studierendenanzahl, Auftragseingang, Umsatzerlöse sowie EBITDA heran.

Die Auftragslage hat sich, nach leichter Abschwächung in den ersten Monaten des Geschäftsjahres, u.a. bedingt durch eine generell eher schleppende Inlandsnachfrage und die hohe Inflation, über dem Vorjahresniveau eingependelt. Wenn auch das budgetierte Niveau nicht erreicht werden konnte, ziehen wir eine positive Bilanz aus dem Übertreffen des Vorjahresniveaus bei den Auftragseingängen. Die aktuellen Krisen (Ukraine, Inflation) haben zu einer generellen Verschlechterung der Konsumlaune bei Privat- und Geschäftskunden im Inland geführt. Vor diesem Hintergrund kann das erreichte Auftragsniveau als klarer Erfolg gewertet werden. Ein wesentlicher Treiber für diesen Erfolg waren auch interne Verbesserungen der Vertriebsprozesse. Der Auftragseingang ist in der Hochschule gestiegen und im Institut für Weiterbildung zurückgegangen im Vergleich zum Vorjahr. Die Masterstudiengänge konnten dabei das Vorjahresniveau übertreffen, wohingegen Bachelor- und Weiterbildungsprodukte unter Vorjahr liegen.

Der Auftragsbestand i.H.v. 24,8 Mio. EUR liegt Stand 30.6.2024 rund 6% über dem Vorjahr (30.6.2023).

Die Anzahl der Studierenden ist im Hochschulbereich (Bologna) von rund 5.800 auf rund 6.000 gestiegen. Im Weiterbildungsbereich war dagegen ein leichter Rückgang von rund 2.800 auf rund 2.700 Teilnehmer zu verzeichnen.

Das EBITDA (1,9 Mio. EUR) konnte den Vorjahreswert sowie den Planwert übertreffen.

d. Ertragslage

Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen durch die monatlichen Gebührenzahlungen der Studierenden in einem sogenannten Abonnement-Modell. Den größten Anteil machen hierbei die Studiengebühren für Bachelor- und Masterstudiengänge des Produktbereiches Hochschule aus.

Durch die monatlichen Ratenzahlungen reagieren die Umsatzerlöse im Vergleich zu Veränderungen im Auftragseingang geschäftsmodellbedingt zeitverzögert. AKAD konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Umsatzerlöse auf 18,3 Mio. EUR steigern, im Vergleich zu 17,5 Mio. EUR im Vorjahr. Neben dem Anstieg der Anzahl an Studierenden konnte auch die generelle Kundenbindung im Bereich der Bologna Angebote verbessert werden. Der Umsatz lag damit deutlich über dem Vorjahreszeitraum und hat damit die Prognose erreicht.

AKAD befindet sich weiterhin in einer Phase erhöhter Investitionstätigkeit, was die Kosten für neu entwickelte Studiengänge sowie der Ausbau des Online Campus und der Online Klausuren zeigen. Es wurden in diesem Zusammenhang Erträge aus aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR erzielt, welche die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten. Außerdem wurde weiterhin in Personalressourcen investiert. Das Gesamtkostenvolumen ist deshalb planmäßig angestiegen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind planmäßig um 0,2 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR für das Geschäftsjahr angestiegen. Die Personalaufwendungen sind nahezu konstant geblieben und liegen bei rund 8,3 Mio. EUR nach knapp 8,5 Mio. EUR im Vorjahr. Die Abschreibungen sind durch Investitionen in Studiengänge und IT-Equipment/Software um 0,3 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR für das Geschäftsjahr gestiegen.

Die von der Gesellschafterin berechnete Management Fee stieg im Geschäftsjahr auf rund 1,4 Mio. EUR (VJ 1,3 Mio. EUR).

Der Steigerung der Umsatzerlöse steht im Geschäftsjahr ein Anstieg in diversen Kostenpositionen (v.a. Abschreibungen des Anlagevermögens sowie Aufwendungen für Honorare externer Lehrkräfte) gegenüber, sodass ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,3 Mio. EUR erzielt wurde (VJ Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,6 Mio. EUR).

e. Finanzlage

Der Finanzmittelbestand hat sich aufgrund des höheren Umsatzniveaus von rund 1,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 2,1 Mio. EUR erhöht. Die Liquiditätsquote von 23% (Anteil liquide Mittel am Gesamtvermögen) liegt dadurch auf einem deutlich höheren Niveau als im Vorjahr (19%). Zur Liquiditätserhaltung besteht gegenüber der Gesellschafterin ein verzinsliches Darlehen mit einer Laufzeit bis 31. März 2025.

f. Vermögenslage

Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung des Lehrbetriebs sowie der Investitionen in neue Studiengänge erhöhte sich der Bestand an immateriellen Vermögensgegenständen um 0,5 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um selbsterstellte, inhaltliche Bausteine neuer Studiengänge und Studieninhalte.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind leicht auf knapp 0,9 Mio. EUR angestiegen (VJ 0,7 Mio. EUR).

Die Eigenkapitalquote ist per 30.6.2024 von rund 29% auf rund 21% gesunken. Der Rückgang der Quote ist v.a. auf den Jahresfehlbetrag zurückzuführen.

Die Rückstellungen sind im Geschäftsjahr konstant geblieben bei rund 1,3 Mio. EUR (VJ 1,3 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind per 30.06.2024 konstant bei 0,6 Mio. EUR geblieben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auf 2,3 Mio. EUR angestiegen (VJ 0,8 Mio. EUR) und beinhalten ein Darlehen gegenüber der Gesellschafterin i.H.v. 0,8 Mio. EUR sowie laufende Verbindlichkeiten aus Management Dienstleistungen gegenüber der Gesellschafterin i.H.v. 1,4 Mio. EUR.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind nahezu konstant geblieben bei rund 0,4 Mio. EUR (VJ 0,3 Mio. EUR). Die passiven Rechnungsabgrenzungen belaufen sich wie im Vorjahr auf 2,6 Mio. EUR. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen auf die sogenannte kostenlose Nachbetreuungsphase entfallende Einnahmen sowie Vorauszahlungen auf Studienzeiten abgegrenzt.

g. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft

Das Geschäftsjahr 2023/2024 war bestimmt durch weitere Investitions- und Wachstumsanstrengungen, was sich u.a. in den Investitionen in neue Studiengänge und den gestiegenen Investitionen in das Online Studienmodell zeigt.

Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden, das Budget wurde erreicht.

Gleichzeit konnte der Auftragseingang an neuen Studierenden auf das anvisierte Niveau gehoben werden. Die Geschäftsentwicklung ist insgesamt günstig verlaufen. Nennenswerte Erkenntnisse, die aus Ereignissen nach dem Stichtag rühren und dieses Bild verändern würden liegen nicht vor.

C. Chancen- und Risikobericht

Prognosen für den Bildungsmarkt gehen von einer weiterwachsenden Bereitschaft zu berufsbegleitenden und akademischen Weiterbildungen aus (vgl. u.a. Statista Prognose zum Umsatz in der Branche Erziehung und Unterricht in Deutschland bis 2025). Ziel der AKAD ist es, an diesem Trend zu partizipieren. Entscheidend hierfür ist, neben dem Ausbau des digitalen Studiererlebnisses und des Performance Marketing, die Sicherstellung von Umsatzsteigerungen vor allem durch marktattraktive Studiengänge zu gewährleisten. Die bisherige Wachstumsstrategie soll dabei beibehalten werden. Insbesondere die Bologna-Produkte (Bachelor- und Masterstudiengänge) mit ihren vielfältigen Spezialisierungen bieten Studierenden die Möglichkeit "On-the-Job" als Berufstätige individuelle Qualifizierungen anzugehen und damit einen erforderlichen Kompetenzzuwachs für den fortgesetzten beruflichen Aufstieg sicherzustellen. Auch im Bereich der Dualen Studienangebote wird die AKAD weitere Anstrengungen unternehmen, Business Partnerschaften zu erschließen.

Künftige Marktrisiken, die die Geschäftsentwicklung beeinflussen können, sind a) ein Rückgang der zukünftigen Studentenzahlen und damit verbundener Nachfragerückgang und b) gestiegener Wettbewerb durch bestehende und neue Marktteilnehmer im Bereich Fernunterricht und -studium und damit verbundener steigender Preisdruck sowie nötige Erhöhungen der Marketingausgaben. Um diesen Risiken zu begegnen ist es wichtig, das Angebot der AKAD für die Studierenden weiterhin attraktiv zu halten sowie sich durch Qualitäts- und Alleinstellungsmerkmale auszuzeichnen. Dabei helfen zum einen die erneut ausgebaute erfolgreiche Produktentwicklung und Markteinführung neuer Produkte in Bologna und IfW (Institut für Weiterbildung). Zum anderen ist die fortschreitende Digitalisierung des Geschäftsmodells, welche im Geschäftsjahr weiter stabilisiert wurde, ein entscheidender Erfolgsfaktor. Der Ausbau der Onlineklausuren in den zurückliegenden Jahren war von großer Bedeutung für das vollständig digitale Studienmodell der AKAD. Die Neuentwicklung zusätzlicher Elemente im Online Campus u.a. zur Stärkung der Kundenbindung wurden im Geschäftsjahr vorangetrieben, sodass der AKAD Online Campus stets den aktuellen Anforderungen einer digital orientierten Kundschaft entsprechen kann.

Weitere Risiken für die zukünftige Geschäftsentwicklung können sich aus unerwarteten Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld ergeben. Dabei sehen wir das Geschäft mit digitalen Bildungsangeboten jedoch deutlich weniger anfällig für Konjunkturschwankungen als andere Branchen, was sich in den Pandemie Jahren 2020 und 2021 gezeigt hat.

Die Rückkehr einer hohen Inflation in Kombination mit Tiefständen bei Konsumklima Indizes stellt ein großes gesamtwirtschaftliches Risiko dar, das sich auch auf die AKAD negativ auswirken kann. Mit fortschreitendem Verlust an realer Kaufkraft der Gesamtgesellschaft wird es auch für unsere Zielkundschaft möglicherweise schwieriger, die Kosten für ein Studium zu finanzieren. Bei einer langanhaltenden Stagflationssituation ist mit einem möglichen Nachfragerückgang nach Bildungsangeboten zu rechnen. Die AKAD steht Interessenten jedoch mit diversen Vorschlägen zur Finanzierungsmöglichkeit eines Studiums zur Seite und versucht damit Engpässen entgegenzuwirken. Im Geschäftsjahr wurde dazu eine neue Partnerschaft mit einem Start-Up Unternehmen geschlossen, das Interessenten bei der Beantragung von Bafög unterstützt.

Eine zurückkehrende hohe Inflation ist ebenfalls ein Risiko für die AKAD selbst, da gestiegene Preise auf Lieferantenseite gegebenenfalls nur mit zeitlicher Verzögerung durch höhere Umsatzerlöse aus Studiengebühren kompensiert werden können. Dies wird den Druck auf interne Kosteneffizienz hochhalten.

Im Rahmen der Gesamtstrategie der AKAD sind für die kommenden Perioden weitere Investitionen im Bereich der Produktentwicklung und IT geplant. Im Bereich Produktentwicklung sind, wie auch im Vorjahr, vor allem Investitionen in neue Studiengänge und Formate sowie deren Aktualisierung geplant. Es entstehen potenzielle Risiken aus Akkreditierungsauflagen, Produktentwicklungsverzögerung und Produktanlaufverschiebungen, da diese zu einer späteren Vermarktung der Studiengänge und so zu entgangenem Umsatz führen können. Gegenmaßnahmen sind in diesem Zusammenhang Akkreditierungsverantwortliche, ein internes Qualitätsmanagement sowie ein gezielter Aufbau in der internen Produktentwicklungskompetenz. Im Bereich IT fallen neben Digitalisierungsthemen auch infrastrukturelle Investitionen an. Im Rahmen einer IT Risikoanalyse wurde der Schutzbedarf der Anwendungen, der IT-Systeme, der genutzten Räume sowie eine Liste der kritischen Kommunikationsverbindungen untersucht. Zu den daraus entstehenden Risiken wurde eine Richtlinie zu Datenschutz und Datensicherheit sowie ein IT Notfallplan erstellt.

Die AKAD University ist eine von dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg staatlich anerkannte Hochschule. Zudem ist die AKAD Hochschule durch den Wissenschaftsrat institutionell akkreditiert. Um Anerkennung und Akkreditierung zu erhalten und den Betrieb der Hochschule zu gewähren, sind regelmäßige Qualitätssicherungen und Prüfungen sicherzustellen. Andernfalls droht ein Verlust der Zulassung. Um die nötigen formalen und qualitativen Aspekte der Zulassung sicherzustellen, gibt es interne Akkreditierungsverantwortliche sowie ein internes Qualitätsmanagement.

Die Umsätze der AKAD sind aufgrund einer vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg erteilten Bescheinigung nach § 4 Nr. 21 a) bb) UStG von der Umsatzsteuer befreit. Ein Verlust dieser Befreiung kann zu steuerlichen Folgen und Veränderungen im Absatz der Produkte führen. Die Wahrscheinlichkeit für ein solches Risiko ist als eher gering zu bewerten.

Neben allen Risiken bieten sich für AKAD als Anbieter digitaler Bildungsmodelle auch Chancen. Die Vorteile und Flexibilität eines vollständig digitalen Fernstudiums im Vergleich zur eher statischen Lehre an einem Campus insbesondere an öffentlichen Hochschulen liegen für Berufstätige, die einen akademischen Abschluss oder eine Weiterbildung absolvieren, auf der Hand. Die zeitliche Flexibilität des AKAD Studienmodells hat sich insbesondere durch den weiteren Ausbau unserer anytime-anywhere Online Klausuren deutlich erhöht.

Neue Kooperationen im B2B Bereich bieten weiteres Potential für ein zusätzliches Wachstum an Studierenden. Insbesondere für AKAD Dual Studiengänge suchen wir weitere renommierte Partner mit Potential an neuen Studierenden.

Aus heutiger Sicht sehen wir mittelfristig keine weiteren berichtspflichtigen Risiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinflussen könnten.

D. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung gem. § 285 Nr. 33 HGB nach Abschluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

E. Prognosebericht

Auch das Geschäftsjahr 2024/2025 wird von der Weiterentwicklung des Hochschulbetriebes, den strategischen Wachstumsinitiativen sowie grundsätzlichen Markttrends geprägt bleiben. Beim Hochschulbetrieb wird weiter die Evolution des AKAD-Studienmodells vorangetrieben. Der Fokus auf Digitalisierung wird durch die weitere Verbesserung des Angebots von Online Klausuren, die den Studierenden einen deutlichen Mehrwert in Sachen örtlicher und zeitlicher Flexibilität schaffen, verstärkt. Außerdem werden neue Funktionalitäten im Bereich unseres Online Campus die Studierbarkeit unserer Angebote noch weiter verbessern. Parallel dazu wird weiterhin der Wachstumskurs der AKAD University durch den Ausbau von Marketing und Vertrieb, Firmenkooperationen und des Online-Performance Marketings vorangetrieben.

Im kommenden Geschäftsjahr wird angestrebt, Synergien mit Schwesterunternehmen der Galileo Gruppe zu nutzen, um die AKAD wettbewerbsfähiger und effizienter zu machen. Die AKAD selbst ist seit März 2022 Teil der Galileo Gruppe, deren Hauptsitz in Paris ist. Diese können u.a. in der gemeinsamen Generierung von Content, im Abschluss von effizienten Konzernrahmenverträgen oder gemeinsamer Tool- und Softwareentwicklung genutzt werden. Dazu wurden bereits unterschiedliche Projekte aufgesetzt.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird ein weiteres Wachstum des Studierendenbestands um rund 5% im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Das Niveau des Auftragseingangs wird leicht über Vorjahr erwartet. Das leichte Wachstum im Auftragseingang soll sowohl durch den Start neuer Studiengänge als auch durch eine Effizienzverbesserung im Onlinemarketing, einen Ausbau des Vertriebs und verbesserte technische Strukturen erreicht werden. Der Umsatz sowohl aus Bologna Studiengängen als auch aus IfW Produkten für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird voraussichtlich moderat über dem des Geschäftsjahres 2023/2024 liegen. Für das operative Ergebnis (EBITDA) wird im Jahr 2024/2025 ein moderates Wachstum im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023/2024 angestrebt.

Vor dem Hintergrund der aktuell stabilen Geschäftsentwicklung, neu eingeführter Produkte sowie dem Auf- und Ausbau der neuen School für Social & Health sieht die Geschäftsführung die Planung und Gesamtstrategie zur weiterhin positiven Steigerung der Geschäftsentwicklung als realistisch und umsetzbar an.

Die im Lagebericht getroffenen Einschätzungen basieren auf gegenwärtigen Erwartungen und Prognosen sowie den derzeit verfügbaren Informationen. Aufgrund der jeder Planung innewohnenden Unsicherheiten kann die tatsächliche Entwicklung von diesen Einschätzungen abweichen.

 

Stuttgart, den 11. Oktober 2024

AKAD Bildungsgesellschaft mbH

Florence Hausemann, Geschäftsführerin

Kamil El Ghali Senhaji, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

30.06.2024 30.06.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen 5.682.172,60 5.266.538,25
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.587.123,08 5.082.990,13
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.415.466,85 1.864.483,52
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.171.656,23 3.218.506,61
II. Sachanlagen 56.137,80 63.793,37
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.137,80 63.793,37
III. Finanzanlagen 38.911,72 119.754,75
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 38.911,72 119.754,75
B. Umlaufvermögen 3.105.929,87 2.268.924,17
I. Vorräte 31.024,60 27.818,01
Waren 31.024,60 27.818,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 989.533,04 763.461,51
1.Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 878.224,36 698.797,74
2.Sonstige Vermögensgegenstände 111.308,68 64.663,77
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.085.372,23 1.477.644,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 335.460,11 341.066,48
Aktiva 9.123.562,58 7.876.528,90

Passiva

30.06.2024 30.06.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital 1.938.853,81 2.254.817,43
I. Gezeichnetes Kapital 25.565,00 25.565,00
II. Kapitalrücklage 2.728.299,24 2.728.299,24
III. Verlustvortrag (Vj. Gewinnvortrag) -499.046,81 78.117,12
IV. Jahresfehlbetrag -315.963,62 -577.163,93
B. Rückstellungen 1.328.833,39 1.284.054,64
1.Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 61.978,00 153.495,00
2.Sonstige Rückstellungen 1.266.855,39 1.130.559,64
C. Verbindlichkeiten 3.259.271,46 1.740.299,95
1.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 559.750,49 618.264,21
2.Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.271.387,49 842.743,05
3.Sonstige Verbindlichkeiten 428.133,48 279.292,69
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.596.603,92 2.597.356,88
Passiva 9.123.562,58 7.876.528,90

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2023 - 30.06.2024 1.7.2022 - 30.06.2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 18.294.675,70 17.499.356,12
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 891.997,47 931.090,11
3. Sonstige betriebliche Erträge 735.687,80 550.779,25
4. Materialaufwand -2.156.437,18 -1.930.997,45
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -244.306,44 -228.255,03
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.912.130,74 -1.702.742,42
5. Personalaufwand -8.323.165,77 -8.477.255,83
a) Löhne und Gehälter -6.947.654,73 -7.109.319,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.375.511,04 -1.367.936,31
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.097.214,37 -1.762.033,92
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.497.923,57 -7.247.552,54
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -154.193,15 -132.446,46
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
10. Ergebnis nach Steuern -306.573,07 -569.060,72
11. Sonstige Steuern -9.390,55 -8.103,21
12. Jahresfehlbetrag -315.963,62 -577.163,93

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

I. Allgemeine Angaben

Die AKAD Bildungsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Stuttgart und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter HRB 2272 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB sowie des § 286 Abs. 4 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig 5 Jahre zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt.

Von externen Autoren erstellte Lernmittel werden als immaterielle Vermögensgegenstände - unter dem Posten "Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten" - ausgewiesen und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Seit dem Geschäftsjahr 2017 wird das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB dahingehend ausgeübt, dass selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (hauptsächlich neue Studiengänge sowie Studienmaterialien) aktiviert werden. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten, d.h. mit den bei ihrer Entwicklung angefallenen Personalaufwendungen (Einzelkosten) als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei den Studiengängen wird von einer Nutzungsdauer von fünf Jahren ausgegangen, da die Akkreditierung üblicherweise für diesen Zeitraum erfolgt. Bei Studienmaterialien wird ebenfalls von einer Nutzungsdauer von fünf Jahren ausgegangen.

Die Nutzungsdauer beträgt bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Die - im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen - Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen für die bestehenden Pensionsverpflichtungen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Eine Verpfändung der Ansprüche an die Pensionsberechtigten liegt nicht vor, eine Verrechnung mit den Pensionsrückstellungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ist daher nicht erfolgt. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Waren wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei eingeschränkter Verwertbarkeit oder zum Abschlussstichtag niedrigeren Marktpreisen werden Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorgenommen.

Forderungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % (Vorjahr: 1 %) auf Forderungen Rechnung getragen.

Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert bewertet.

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen und auf steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern mit einer Verlustverrechnung innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines unternehmensindividuellen Steuersatzes. Die sich ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB verrechnet. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt.

Die als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Beträge stellen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag dar, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten, von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen auf die sogenannte kostenlose Nachbetreuungsphase entfallende Einnahmen sowie Vorauszahlungen auf Studienzeiten abgegrenzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind dem Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang zu entnehmen.

Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen erfassten Zugänge in Höhe von TEUR 2.556 resultieren aus Investitionen in den AKAD Campus, in von externen Autoren erstellte Lernmittel, Anschaffung von E-Book-Lizenzen, sonstige IT-Software sowie die Aktivierung neu erstellter Studiengänge und Studienmaterialien. Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 892 (Vorjahr: TEUR 931) aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 892 an.

Umlaufvermögen

Vorräte

Die unter dem Posten Waren ausgewiesenen Bestände beinhalten im Wesentlichen über den freien Buchhandel bezogene Lernmittel (hauptsächlich Fachbücher) für die jeweiligen Studiengänge.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr Restlaufzeit von mehr als Gesamt 30.06.2024
TEUR 1 Jahr TEUR
Forderungen aus Lieferungen und 878 0 878
Leistungen (Vorjahr) (699) (0) (699)
Sonstige Vermögensgegenstände 111 0 111
(Vorjahr) (65) (0) (65)
Summe 989 0 989
(Summe Vorjahr) (764) (0) (764)

Liquide Mittel

Aufgrund öffentlich-rechtlicher Verpflichtungen ist ein Guthaben von TEUR 500 bei der Oberbank AG, Linz/Österreich, hinterlegt (Vorjahr: TEUR 500).

Eigenkapital

Der Jahresfehlbetrag des Vorjahres i.H.v. TEUR 577 wurde mit dem Gewinnvortrag verrechnet und wird als Verlustvortrag ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr erfolgte keine Veränderung der Kapitalrücklage.

Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge

Der Gesamtbetrag der Ausschüttungssperre, der sich aus Aktivierungen gemäß § 268 Abs. 8 HGB sowie aufgrund des Unterschiedsbetrags gemäß § 253 Abs. 6 HGB ergibt, setzt sich wie folgt zusammen:

Betrag per 30.06.2024
in TEUR
Beträge aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller 2.033
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Vorjahr: 1.569)
Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Rückstellungen für 0
Altersversorgungsverpflichtungen zwischen einem Ansatz mit dem 7- Jahres-Durchschnittszinssatz und dem Ansatz mit dem 10-Jahres- Durchschnittszinssatz (Vorjahr: 0)
Gesamt 2.033
Vorjahr (1.569)

Den ausschüttungsgesperrten Beträgen von insgesamt TEUR 2.033 stehen frei verfügbare Kapitalrücklagen von TEUR 2.728 gegenüber.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Den Pensionsverpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Berechnungen wurden anhand der PUC-Methode auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G vorgenommen. Die Bewertung erfolgte mit einem Rechnungszinssatz (gemäß Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 und unter Berücksichtigung des 10-Jahres-Durchschnitts nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB) von 1,84 % (Vorjahr: 1,80 %). Gehalts- und Rententrends wurden nicht berücksichtigt, analog Vorjahr.

Außerdem bestehen mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 288 gemäß versicherungsmathematischem Gutachten. Die Berechnungen wurden anhand der PUC-Methode auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G vorgenommen. Die Bewertung erfolgte mit einem Rechnungszinssatz (gemäß Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 und unter Berücksichtigung des 10- Jahres-Durchschnitts nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB) von 1,84 % (Vorjahr: 1,80 %). Gehalts- und Rententrends wurden nicht berücksichtigt, analog Vorjahr. Das tatsächliche Kassenvermögen beläuft sich auf TEUR 149, woraus sich eine nicht zu bilanzierende Unterdeckung von TEUR 139 ergibt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

30.06.2024 30.06.2023
TEUR TEUR
Leistungen an Arbeitnehmer 622 587
Urlaubsabgeltung 271 253
Jubiläum 56 60
Übrige sonstige Rückstellungen 88 97
Rückstellungen für sonst. Pflichtbeiträge 6 6
Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten 69 60
Rückstellungen ausstehende Lieferantenrechnungen 154 66
Gesamt 1.266 1.130

Die Berechnung der Rückstellung für bestehende Verpflichtungen aus Jubiläumszuwendungen basiert auf einem versicherungsmathematischen Gutachten unter Anwendung der PUC-Methode sowie der Heubeck-Richttafeln 2018 G. Zugrunde gelegt wurde ein Rechnungszinssatz (unter Anwendung von § 253 Abs. 3 Satz 2 HGB) von 1,86 % (Vorjahr: 1,57 %). Gehalts- und Beitragsbemessungsgrenze- Trends wurden mit 2,5 % berücksichtigt, analog Vorjahr.

Verbindlichkeiten

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit von 1 bis zu 5 Jahre Restlaufzeit von mehr als 5 Jahre Gesamt 30.06.2024
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 560 0 0 560
(Vorjahr) (618) (0) (0) (618)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.271 0 0 2.271
(Vorjahr) (843) (0) (0) (843)
Sonstige Verbindlichkeiten 428 (0) (0) 428
(Vorjahr) (279) (0) (0) (279)
- davon aus Steuern 145 0 0 145
(Vorjahr) (147) (0) (0) (147)
-davon im Rahmen d. soz. Sicherheit 7 0 0 7
(Vorjahr) (16) (0) (0) (16)
Summe 3.259 0 0 3.259
(Vorjahr) (1.740) (0) (0) (1.740)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin i.H.v. 2.271 TEUR.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen setzen sich wie folgt zusammen:

2024 2023
TEUR in % TEUR
Studiengebühren Hochschule 12.729 69,6 12.135
Studiengebühren Weiterbildung 1.637 8,9 1.861
Prüfungs- und Überzeitgebühren 3.796 20,7 3.439
Sonstige Umsatzerlöse 145 0,8 71
Erlösschmälerungen -12 -0,1 -7
Gesamt 18.295 100,0 17.499

Die sonstigen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 145 beziehen sich v.a. auf sonstige Gebühren, wie z.B. für Studiengangwechsel.

Aktivierte Eigenleistungen

Im Geschäftsjahr wurden aus neu erstellten Studiengängen und Studienmaterialien Erträge aus aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 892 erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. TEUR 736 enthalten i.W. Erträge aus Projektförderung in Höhe von TEUR 512 sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 79. Es sind daneben weitere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 12 enthalten.

Materialaufwand und bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 244.

Die bezogenen Leistungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.912. Hauptbestandteile dabei waren Unterrichtshonorare sowie sonstige Entwicklungsaufwendungen für Lehrinhalte.

Personalaufwand

Die Personalkosten belaufen sich auf TEUR 8.323.

Hierin enthalten sind Löhne und Gehälter (TEUR 6.948) und gesetzliche Sozialaufwendungen (TEUR 1.375). Davon entfallen auf Altersvorsorge TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 28).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Marketing-, IT-, Raum-, sowie sonstigen Verwaltungskosten zusammen.

Zinsergebnis

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 154 ausgewiesen. Hierin sind Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe TEUR 0 enthalten (Vorjahr: TEUR 0). TEUR 110 entfielen auf Zinsaufwand für eine Kautionsversicherung. TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 22) entfallen auf Zinsaufwand an verbundene Unternehmen für das Gesellschafterdarlehen.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtung aus Gesamt Davon mit einer Restlaufzeit von (in TEUR)
TEUR bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Mietverträgen 2.671 548 2.123 0
Leasingverträgen 22 12 10 0
Dienstleistungsverträgen 66 66 0 0
Wartungsverträgen 552 444 108 0
Gesamt 3.311 1.070 2.241 0

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der GGE TCO 1 SAS, Paris/Frankreich, zum 30. Juni 2024 einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss (Registernummer 879 031 110 RCS Paris) wird im französischen Handelsregister offengelegt.

Zusammensetzung der Organe

Der Geschäftsführung der AKAD Bildungsgesellschaft mbH, Stuttgart, gehören an:

Frau Florence Hausemann, Bad Honnef, Geschäftsführerin

Herr Kamil El Ghali Senhaji, Paris/Frankreich, Geschäftsführer

Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Anzahl und Struktur der Belegschaft

Im Geschäftsjahr waren in der Gesellschaft durchschnittlich 167 Mitarbeiter (Vorjahr: 192), davon 26 Aushilfen (Vorjahr: 61) beschäftigt.

 

Stuttgart, den 11. Oktober 2024

AKAD Bildungsgesellschaft mbH

Florence Hausemann, Geschäftsführerin

Kamil El Ghali Senhaji, Geschäftsführer

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

Anschaffungskosten- und Herstellungskosten
01.07.2023 Zugang Abgang 30.06.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.060.021,06 891.997,47 0,00 3.952.018,53
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.558.787,60 1.663.700,31 0,00 21.222.487,91
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 22.618.808,66 2.555.697,78 0,00 25.174.506,44
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 879.138,45 37.993,97 0,00 917.132,42
Summe Sachanlagen 879.138,45 37.993,97 0,00 917.132,42
III. Finanzanlagen
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 119.754,75 0,00 80.843,03 38.911,72
Summe Finanzanlagen 119.754,75 0,00 80.843,03 38.911,72
Summe Anlagevermögen 23.617.701,86 2.593.691,75 80.843,03 26.130.550,58
Kumulierte Abschreibungen
01.07.2023 Zugang 30.06.2024
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.195.537,54 341.014,14 1.536.551,68
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.340.280,99 1.710.550,69 18.050.831,68
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 17.535.818,53 2.051.564,83 19.587.383,36
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 815.345,08 45.649,54 860.994,62
Summe Sachanlagen 815.345,08 45.649,54 860.994,62
III. Finanzanlagen
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 0,00 0,00 0
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0
Summe Anlagevermögen 18.351.163,61 2.097.214,37 20.448.377,98
Buchwerte
30.06.2023 30.06.2024
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.864.483,52 2.415.466,85
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.218.506,61 3.171.656,23
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.082.990,13 5.587.123,08
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.793,37 56.137,80
Summe Sachanlagen 63.793,37 56.137,80
III. Finanzanlagen
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 119.754,75 38.911,72
Summe Finanzanlagen 119.754,75 38.911,72
Summe Anlagevermögen 5.266.538,25 5.682.172,60

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.05.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AKAD Bildungsgesellschaft mbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AKAD Bildungsgesellschaft mbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AKAD Bildungsgesellschaft mbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 11. Oktober 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wolfgang Braun, Wirtschaftsprüfer

Fabian Ungerer, Wirtschaftsprüfer

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