Stammdaten

Register
Amtsgericht Bayreuth HRB 2424
Eingetragen
18.7.1995
Branche
Verlegen von BüchernEinzelhandel mit BüchernVerlegen von Zeitschriften
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Herausgabe von Büchern aller Art, insbesondere von Bilder- , Kinder- und Jugendbüchern, sowie deren Vertrieb, insbesondere unter dem Warenzeichen "Loewe".

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Gondrom KG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Gondrom KG
Germany
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Loewe Verlag GmbH

Bindlach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht

Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die Buchbranche war auch im Berichtszeitraum in erheblichem Maße strukturellen Veränderungen ausgesetzt, dies insbesondere aufgrund drastischer Preiserhöhungen im Rohstoffbereich (Papier/Pappe), der allgemeinen Erhöhung der Energiekosten sowie der nach wie vor weiter bestehenden Lieferketten-Problematik. Der Umsatz im Verlagsbuchhandel ging 2022 um insgesamt 1,5 % gegenüber dem Vorjahr zurück.

An der Struktur der Buchverlage hat sich auch im Berichtsgeschäftsjahr nichts Wesentliches gegenüber den Vorjahren geändert.

Die Berichtsgesellschaft hat sich - gemäß MediaControl-Marktbericht 2022 - im Segment Kinder- und Jugendbücher (Hard-/Softcover und Taschenbuch) auf die 3. Position verbessert, jedoch mit einem Marktanteil von 4,59 % geringfügig verschlechtert, dies bei weitgehend ausgeglichener Absatzwirkung der Produkt- und Alterszielgruppensegmente. Im Vordergrund der Absatzwirkung stehen dabei nachhaltig wirkende Produktmarken und weitgehend etablierte Kinderbuch-Reihen sowie im Fokus der Entwicklung die Segmente Bilderbuch/Pappbilderbuch, Vorlesen und Kinderbuch im Altersbereich 6 bis 11 Jahre.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde ein Ergebnis in Höhe von EUR 2.642.461 aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags an die Muttergesellschaft abgeführt.

Es wird davon ausgegangen, dass sich die Ergebnisse zukünftiger Geschäftsjahre wieder nachhaltig verbessern lassen. Von der Geschäftsführung werden dazu beständig Maßnahmen zur Programmprofilierung, verbesserten Vertriebssteuerung sowie durchgreifenden Kostensenkung initiiert und umgesetzt.

An der Unternehmenszielsetzung der Gondrom-Gruppe, die Marktposition im Kinder- und Jugendbuch nachhaltig zu sichern und mit neuen Programmauftritten zu entwickeln, hat sich nichts geändert. Schwerpunkte der Programmentwicklung und -durchsetzung bestehen weiter in der Profilierung des Erstlese- und Kinderbuchbereiches. Zusätzliche Initiativen gelten der Entwicklung in den Segmenten Beschäftigung/Kreativität, Sachbuch, Vorlesen und neuerdings Comics/Graphic Novels sowie ab dem Geschäftsjahr 2024/2025 Manga.

2. Darstellung und Analyse der Lage der Gesellschaft

2.1. Vermögenslage

Nachfolgend werden die zusammengefassten Bilanzen zum 30.06.2023 und zum 30.06.2022 gegenübergestellt und die Veränderungen der Bilanzposten gezeigt:

30.06.2023 30.06.2022 Abw.
EUR % EUR % EUR %
AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 36.390 0,2 770 0,0 35.620 4.626
II. Sachanlagen 258.816 1,3 214.247 1,2 44.569 20,8
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 17.010.995 84,4 15.252.400 82,4 1.758.595 11,5
II. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände 2.572.140 12,8 2.815.351 15,2 -243.211 -8,6
III. Flüssige Mittel 95.042 0,5 79.531 0,4 15.511 19,5
C. Rechnungsabgrenzungsposten 166.532 0,8 147.022 0,8 19.510 13,3
20.139.915 100,0 18.509.321 100,0 1.630.594 8,8

PASSIVA

30.06.2023 30.06.2022 Abw.
EUR % EUR % EUR %
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.565 0,1 25.565 0,1 0 0,0
II. Rücklagen 2.556 0,0 2.556 0,0 0 0,0
Eigenkapital gesamt 28.121 0,1 28.121 0,1 0 0,0
B. Rückstellungen 1.563.681 7,8 1.123.132 6,1 440.549 39,2
C. Verbindlichkeiten 18.548.113 92,1 17.358.068 93,8 1.190.045 6,9
20.139.915 100,0 18.509.321 100,0 1.630.594 8,8

Kennzahlen wie Eigenkapitalquote oder Verschuldungsgrad führen nicht zu aussagekräftigen Ergebnissen, weil die Loewe Verlag GmbH ihren jährlichen Gewinn aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags an die alleinige Gesellschafterin, die Gondrom GmbH & Co. KG, abführt.

2.2. Finanzlage

Die Finanzlage zum 30.06.2023 stellt sich wie folgt dar:

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit TEUR 3.503
Cashflow aus der Investitionstätigkeit TEUR - 205
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit TEUR - 3.283
Erhöhung liquide Mittel TEUR 15
Liquide Mittel am 01.07.2022 TEUR 80
Liquide Mittel am 30.06.2023 TEUR 95

Die liquiden Mittel zum 30.06.2023 bestehen aus den Guthaben bei Kreditinstituten mit TEUR 91 und dem Portobestand mit TEUR 4.

Anlage- und Umlaufvermögen werden weitgehend durch verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber der alleinigen Gesellschafterin, der Gondrom GmbH & Co. KG, finanziert.

Das Unternehmen verfügte im Berichtsjahr stets über ausreichend liquide Mittel, um alle Verbindlichkeiten fristgerecht und unter Ausnutzung von gewährten Skonti zu begleichen.

2.3. Ertragslage

Die Ertragslage des Unternehmens und deren Veränderung ist aus der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres und des Vorjahres ersichtlich.

Der prozentuale Anteil der einzelnen Aufwandspositionen im Verhältnis zum Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr überwiegend nicht wesentlich verändert. Das Verhältnis des Materialeinsatzes hat sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 %-Punkte verschlechtert und beträgt nunmehr 40,5 %.

Der Personalaufwand hat sich ebenfalls erhöht. Dieser beträgt TEUR 4.620 nach 4.239 TEUR im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Werbe- und Reisekosten, Kosten der Warenabgabe, Raumkosten sowie sonstige Betriebs- und Verwaltungskosten.

Die Prognose aus dem Vorjahr, bei der von einer positiven Ergebnisentwicklung mit einem moderat steigenden Jahresergebnis ausgegangen wurde, konnte nicht eingehalten werden. Insbesondere die seit dem 2. Quartal 2022 steigende Inflation hat zu einer Reduzierung der Rohertragsmarge um 3,6 %-Punkte geführt. Absolut ist das Rohergebnis um TEUR 1.219 gesunken, was sich unmittelbar auf das Jahresergebnis ausgewirkt hat.

Die Jahresergebnisse der Gesellschaft sind gemäß Ergebnisabführungsvertrag in voller Höhe an die Gondrom GmbH & Co. KG abzuführen, so dass sich in der Gewinn- und Verlustrechnung jeweils ein Jahresergebnis i.H.v. TEUR 0 ergibt.

3. Risiko- und Chancenbericht

Die Risikofaktoren für Verlage, somit auch für die Berichtsgesellschaft, bestehen im Hinblick der festgestellten strukturellen Veränderungen des Buchmarktes weiter fort:

• Die seit Jahren festzustellende Flächenreduktion des Bucheinzelhandels setzt sich weiter fort. Die Ursache hierfür liegt in der weiterhin bestehenden Umorientierung des Marktes vom stationären Einzelhandel auf den Online-Vertrieb (Versandbuchhandel).

• Im Zuge dieser Strukturveränderung verlagern sich die Nachfrageimpulse weiter zu Lasten der früher dominanten Position des Bucheinzelhandels als Kulturmittler zunehmend auf die Leser bzw. Buchkäufer selbst.

• Durch die krisenbedingt gestiegenen Beschaffungskosten erhöht sich das Preisniveau spürbar mit voraussichtlich nachhaltiger Wirkung (siehe weiter unten unter a). Es ist zurzeit noch nicht abzusehen, ob und inwieweit sich diese allgemeinen Preiserhöhungen auf das Konsumverhalten auswirken, dies auch vor dem Hintergrund aktuell bedingter allgemein festzustellender Preiserhöhungen.

• Die vorgenannten Markt- und Strukturveränderungen schlagen sich unmittelbar in wachsenden Unsicherheiten hinsichtlich Absatzeinschätzung und zielgerechter Auflagendisposition, dies insbesondere auch für Neuauflagen am Markt eingeführter und bisher durchgesetzter Verlagswerke, nieder.

Für Buchverlage und darunter auch Kinder- und Jugendbuchverlage bergen die vorgenannten Strukturveränderungen Risiken und Chancen in sich: So kann etwa durch verstärktes Online-Marketing und damit verbundene Zielgruppenansprache die Nachfrage beim Leser/Buchkäufer gezielt gesteigert werden. Unabhängig davon bleibt der stationäre Bucheinzelhandel weiterhin wichtig.

Aus der vorgeschilderten Marktveränderung ergeben sich klare Anforderungen an den Verlag, die konsequent umgesetzt werden: Verstärkung des Online-Marketings, der Zielgruppenansprache (wie z. B. auch im Bereich Schulen/Lehrer) sowie Unterstützung durch Lesungen, Events und individuelle Vermarktungsinitiativen.

Herausragendes Ziel und Chance des Verlages ist es, die marktprägenden Positionen in den Segmenten der Warengruppe 24 (Erstleser) und 25 (Kinderbücher) weiter zu sichern und auszubauen. Daneben gilt es, die Geschäftsfelder Vorlesen, Beschäftigung/Kreativität, Lernhilfen und Sachbuch zusätzlich zu dem Kernbereich Jugendbuch ab 12 bzw. ab 14 programmatisch weiterzuentwickeln.

Ein generelles Risiko besteht in der erwartungsgerechten Einschätzung der Auflagendisposition sowie der mittel- bis langfristigen Absatzerwartung. Dies bedingt in gleichem Maße auch eine weiter kritische Verfolgung des Lagerbestandes.

Zusätzliche nicht unwesentliche Risiken bestehen aktuell zu folgenden Entwicklungen bzw. Perspektiven:

a) Lieferketten- und Beschaffungserschwernis

Verursacht durch die seit dem 2. Quartal 2022 festzustellenden Beeinträchtigungen in der Beschaffung von Druck- und Einbandmaterial für zu produzierende Verlagswerke sowie die weiterbestehende Lieferketten-Problematik ergeben sich für den gesamten Verlagsbuchhandel nachhaltig wirksame Dispositions- und Kostenfolgen, deren Auswirkungen zurzeit noch nicht abzusehen sind. Um "auswuchernde" Preiserhöhungen zu vermeiden, suchen die Verlage allgemein einen kalkulatorischen Ausweg über erhöhte Auflagen, was wiederum zu erhöhtem Risiko hinsichtlich Lagerbewertung und nachhaltiger Absatzperspektive zur Folge hat.

Darüber hinaus haben sich die Frachtkosten für Verschiffungen (Bezug aus Fernost) durch Reduzierung der international eingesetzten Frachtkontingente erhöht. Auch dieses Risiko besteht fort.

b) Auswirkungen gesellschaftlich-politischer Verwerfungen

Durch das Fortbestehen aktuell begründeter Kriegsentwicklungen, klimabedingter Anpassungen sowie einer unvorbereitet eingetretenen Inflationsentwicklung haben sich auch für den Wirtschaftsbereich der Buchverlage spürbare Marktbeeinträchtigungen ergeben, die in das Folgejahr sowie etwa noch weiter fortwirken können. Auch wenn die Inflationsentwicklung bis Ende des Jahres 2023 deutlich zurückgegangen ist, wirkt die allgemein festzustellende Kaufzurückhaltung weiter fort.

c) Konsequenzen aus einem aufgegebenen Software-Projekt

Im Zuge der Durchführung eines grundlegenden Software-Projektes durch die Muttergesellschaft ergaben sich erhebliche Zweifel bzw. Verunsicherungen hinsichtlich einer dazu wesentlichen Teilfunktion, weshalb sich die Unternehmensleitung veranlasst gesehen hat, das Projekt aufzugeben. Die hierzu in der Größenordnung eines höheren 6-stelligen Betrages aufgelaufenen Vorlaufkosten sind durch den Auftragnehmer vollumfänglich zu ersetzen. Hierüber ist ein entsprechendes Klageverfahren mit den insofern grundsätzlich bestehenden Risiken und Vorbehalten zu führen. Das bezeichnete Softwareprojekt war überwiegend, wenn nicht bisher sogar ausschließlich auf die Nutzung der Berichtsgesellschaft ausgerichtet.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan erstellt, der laufend an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement mit einem adäquaten Mahnwesen.

Weitere Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht erkennbar. Folglich sind existenzgefährdende Risiken für das Unternehmen ebenfalls derzeit nicht vorhanden.

4. Prognosebericht

Für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 wird eine positive Ergebnisentwicklung mit einem im Vergleich zum Berichtsjahr wieder deutlich verbesserten Jahresergebnis erwartet, da sowohl von einer Umsatzsteigerung in den Kernsegmenten als auch von einer Normalisierung bei den Beschaffungspreisen ausgegangen wird.

Die Liquiditätssituation wird für den Prognosezeitraum, hier für das laufende und das folgende Geschäftsjahr, als gesichert erwartet.

 

Bindlach, 5. Januar 2024

gez. Volker Gondrom, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 295.206,00 215.017,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 36.390,00 770,00
II. Sachanlagen 258.816,00 214.247,00
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 563,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.816,00 213.684,00
B. Umlaufvermögen 19.678.177,09 18.147.282,56
I. Vorräte 17.010.994,85 15.252.400,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.572.140,45 2.815.351,32
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 95.041,79 79.531,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 166.532,08 147.021,53
Aktiva 20.139.915,17 18.509.321,09

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 28.121,05 28.121,05
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnrücklagen 2.556,46 2.556,46
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.563.681,01 1.123.132,07
C. Verbindlichkeiten 18.548.113,11 17.358.067,97
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.590.704,70 16.417.965,13
2. sonstige Verbindlichkeiten 957.408,41 940.102,84
Passiva 20.139.915,17 18.509.321,09

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.300.816,62 15.519.783,13
2. Personalaufwand 4.619.764,66 4.239.463,88
a) Löhne und Gehälter 3.857.297,20 3.541.448,16
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 762.467,46 698.015,72
3. Abschreibungen 130.538,35 135.629,02
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 130.538,35 135.629,02
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.258.372,06 6.346.247,14
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 6.164,66 6.442,21
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 312,27 3.512,99
davon Erträge aus Abzinsung 0,00 117,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 641.453,89 256.238,14
davon an verbundene Unternehmen 641.063,47 256.222,79
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 54,00 0,00
7. Ergebnis nach Steuern 2.650.999,93 4.545.717,94
8. sonstige Steuern 8.538,89 16.539,00
9. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 2.642.461,04 4.529.178,94
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Loewe Verlag GmbH hat ihren Sitz in Bindlach und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bayreuth (Reg.Nr. HRB 2424).

Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Gesellschaftsvertrages sowie ergänzender Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft weist wie im Vorjahr die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Absatz 2 HGB aus.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB aufgestellt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Im Einzelnen gelten die folgenden Besonderheiten:

• Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wurde von der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse ausgegangen.

• Es wurde ausschließlich von der linearen oder von der degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht. Die Abschreibungen bei den Zugängen wurden zeitanteilig vorgenommen.

• Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 250,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Absatz 2a EStG im Zugangsjahr grundsätzlich als Aufwand erfasst. Der steuerliche Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG für geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde in die Handelsbilanz übernommen, da der vorliegende Sammelposten für das Unternehmen von untergeordneter Bedeutung ist.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte grundsätzlich zu Herstellungskosten. Gemeinkosten werden mit pauschalen Zuschlagsätzen einbezogen. Auf die im Bestand befindlichen Artikel werden - in Abhängigkeit vom Erscheinungs- bzw. Nachdruckjahr des jeweiligen Titels - angemessene Gängigkeitsabschläge vorgenommen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Soweit in fremder Währung fakturiert wurde, erfolgt die Bewertung mit dem Wechselkurs am Tag der Rechnungsstellung bzw. dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.

Der Ansatz der liquiden Mittel erfolgte zum Nominalwert.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zu ihrem Nennbetrag bilanziert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber verbundenen Unternehmen und die sonstigen Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Soweit in fremder Währung fakturiert wurde, erfolgt die Bewertung mit dem Wechselkurs am Tag der Rechnungsstellung bzw. dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.

3. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der beigefügten Anlage zum Anhang.

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.564,59. Dies entspricht in Deutscher Mark einem Betrag i.H.v. DM 50.000,00 (Angabe nach Artikel 42 Absatz 3 Satz 3 EGHGB). Die Umstellung des Stammkapitals auf Euro ist bisher nicht erfolgt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten mit TEUR 279, Rückstellungen für Lizenzverwertungen bzw. Lizenzweitergaben mit TEUR 282, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen mit TEUR 338 sowie Rückstellungen für Absatzhonorare mit TEUR 422.

Gegenüber der alleinigen Gesellschafterin, der Gondrom GmbH & Co. KG, bestanden zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten i.H.v. EUR 17.590.704,70 (Vorjahr EUR 16.417.965,13), die unter der Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden. Sie sind ihrem Charakter nach den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen als auch den sonstigen Verbindlichkeiten zuzuordnen und resultieren aus dem Ergebnisabführungsvertrag und dem Pachtvertrag.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 30.06.2023 ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr (Vorjahr)
EUR
Restlaufzeit Zwischen einem und fünf Jahren
EUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
EUR
Gesamtbetrag
EUR
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 32.445,61 0,00 0,00 32.445,61
(12.180,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 808.319,67 0,00 0,00 808.319,67
(819.353,31)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.590.704,70 0,00 0,00 17.590.704,70
(16.417.965,13)
4. sonstige Verbindlichkeiten 116.643,13 0,00 0,00 116.643,13
(108.569,53)
- davon aus Steuern: EUR 54.404,14
18.548.113,11 0,00 0,00 18.548.113,11
(17.358.067,97)

4. Sonstige Angaben

a) Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Aus einer Rahmenkreditlinienvereinbarung besteht eine Haftung aus der Schuldmitübernahme als Gesamtschuldner für Verbindlichkeiten der Unternehmensgruppe. Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.358 (Vj. TEUR 585), die bei der alleinigen Gesellschafterin als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden.

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird als sehr gering eingestuft; Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen derzeit nicht vor.

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zwischen der Loewe Verlag GmbH (= Pächterin) und der alleinigen Gesellschafterin, der Gondrom GmbH & Co. KG (= Verpächterin) besteht ein Betriebsüberlassungs- und Pachtvertrag. Der Vertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Die Verpächterin verpachtet das gesamte durch die Pächterin genutzte unbewegliche und bewegliche Anlagevermögen an die Loewe Verlag GmbH. Das Pachtentgelt betrug im Geschäftsjahr TEUR 1.229. Diese finanziellen Verpflichtungen sind zugleich Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Zwischen der alleinigen Gesellschafterin, der Gondrom GmbH & Co. KG (beherrschende Gesellschaft), und der Loewe Verlag GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Demgemäß wurde der gesamte Gewinn des Geschäftsjahres an die beherrschende Gesellschaft abgeführt.

c) Geschäftsführung

Die Vertretung und Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgte im Geschäftsjahr durch Herrn Volker Gondrom, Geschäftsführer.

d) Beschäftigte Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2022/2023 beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 64,75 , davon 64,75 Angestellte und 0 gewerbliche Arbeitnehmer.

5. Ergebnisverwendung

Ein Vorschlag oder Beschluss zur Ergebnisverwendung ist nicht veranlasst, da mit der alleinigen Gesellschafterin, der Gondrom GmbH & Co. KG, ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.

Anlage zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten 01.07.2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
30.06.2023
Euro
Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 673.210,45 0,00 0,00 0,00 673.210,45
2. geleistete Anzahlungen 0,00 36.390,00 0,00 0,00 36.390,00
673.210,45 36.390,00 0,00 0,00 709.600,45
II. Sachanlagen:
1. technische Anlagen und Maschinen 13.523,88 0,00 0,00 0,00 13.523,88
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 867.555,32 185.246,96 114.419,31 0,00 938.382,97
881.079,20 185.246,96 114.419,31 0,00 951.906,85
Summe Anlagevermögen 1.554.289,65 221.636,96 114.419,31 0,00 1.661.507,30
Abschreibungen 01.07.2022
Euro
Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
30.06.2023
Euro
Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 672.440,45 770,00 0,00 673.210,45
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
672.440,45 770,00 0,00 673.210,45
II. Sachanlagen:
1. technische Anlagen und Maschinen 12.960,88 563,00 0,00 13.523,88
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 653.871,32 129.205,35 103.509,70 679.566,97
666.832,20 129.768,35 103.509,70 693.090,85
Summe Anlagevermögen 1.339.272,65 130.538,35 103.509,70 1.366.301,30
Buchwert 30.06.2023
Euro
30.06.2022
Euro
Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 770,00
2. geleistete Anzahlungen 36.390,00 0,00
36.390,00 770,00
II. Sachanlagen:
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 563,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.816,00 213.684,00
258.816,00 214.247,00
Summe Anlagevermögen 295.206,00 215.017,00

sonstige Berichtsbestandteile

 

Bindlach, 5. Januar 2024

gez. Volker Gondrom, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang) und dem Lagebericht handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen erstellten Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Loewe Verlag GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Loewe Verlag GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Loewe Verlag GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Bayreuth, 15. März 2024

Martin Pieper, Wirtschaftsprüfer

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