Signia GmbH
Selbe AdresseHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nina Sandweg seit 13.1.2025 | Geschäftsführer |
Marcel Schubert seit 5.3.2020 | Prokura |
Stefan Menzel seit 17.7.2018 | Geschäftsführer |
Thomas Boegelein seit 9.2.2018 | Prokura |
Simone Lauber seit 17.3.2016 | Prokura |
Christian Honsig seit 11.6.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Widex A/S | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sivantos GmbHErlangenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023A. Grundlagen des Unternehmens1. GeschäftsmodellDie Sivantos GmbH, Erlangen, ist tätig in der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hörgeräten, Hörsprechanlagen, Audiometern und sonstigen Erzeugnissen, insbesondere Komponenten, Bau- und Ersatzteilen, auf dem Gebiet der Schwerhörigkeit und Akustik - und das nicht nur in Deutschland, sondern in mehr als 87 Ländern rund um den Erdball. Unsere Kunden, Hörakustiker, sorgen dabei dafür, dass unsere Geräte optimalen Nutzen bringen. Die Sivantos GmbH ist zu 100 % in den Konzernverbund des obersten Mutterunternehmens WS Audiology A/S, Lynge/Dänemark (WSA-Gruppe), einbezogen. Mit der Sivantos Holding GmbH, Erlangen, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, auf Basis dessen das gesamte Jahresergebnis abgeführt wird. 2. Forschung und EntwicklungDie durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (FTE) im Entwicklungsbereich betrug im Geschäftsjahr 411 (Vj. 351). Der Aufwand für Forschung und Entwicklung wurde gemäß der vertraglichen Vereinbarung der Auftragsforschung im Konzernverbund weiterbelastet und betrug im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 59.311 (Vj. TEUR 57.361). Im vergangenen Geschäftsjahr war der Fokus der Entwicklungsabteilung in Erlangen vor allem auf die neue Plattform iX gerichtet. Sie wurde mit nicht weniger als 3 neuen Produkten Anfang September auf den Markt gebracht. Für die Hörgerätenutzer bietet sie neu eine verbesserte Funktionalität für das Hören in schwierigen Situationen, insbesondere Gespräche in lauter Umgebung. Die neue Funktionalität baut auf die in den letzten 10 Jahren entwickelten Beamformer, Classifier, binauralem Link, Mehrfach-Kompression usw. auf. Diese Technologien wurden auf revolutionäre Weise verknüpft. Ein wesentlicher Schritt nach vorne. Im Weiteren wurde viel Zeit in die Zukunftsplattformen investiert. Sowohl im Bereich Audiologie wie auch bei der Connectivity sind maßgebliche Verbesserungen erarbeitet worden. Sie werden in den kommenden Jahren in Produkte integriert. Bei der Software-Entwicklung, die bereits einen großen Teil der R&D-Investitionen ausmachen, standen kleinere Verbesserungen und Portfoliopflege im Mittelpunkt der Aktivitäten. Die einwandfreie Funktion der Software-Produkte ist für den Verkauf der Hörgeräte nach wie vor sehr wichtig. Entsprechend groß sind die Anstrengungen für Test- und Validierung. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene EntwicklungDie gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin geprägt von den Kriegsgeschehnissen in der Ukraine und der unter anderem damit verbundenen Inflationssteigerungen und Unsicherheiten bei den Verbrauchern. Hinzu kommt der Konflikt in Nahost, der zu einer weiteren Verunsicherung beiträgt. Gemäß der Gemeinschaftsprognose Herbst 2023 ist davon auszugehen, dass im Kalenderjahr 2023 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,6 % geringer ausfällt als im Vorjahr. Für das Kalenderjahr 2024 wird ein Anstieg des BIP von 1,3 % prognostiziert. Der primäre Absatzmarkt ist das Inland. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden gemäß monatlicher BVHI Marktmeldungen insgesamt 1.583.243 Hörgeräte in Deutschland verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von -3 %. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 startete der Markt rückläufig in Q1 und erreichte im Januar seinen Tiefststand mit aufgelaufen -7 %. Diese Zurückhaltung zog sich auch durch die folgenden Quartale, sodass die Volumenlücke nur noch verringert, aber nicht mehr geschlossen werden konnte. Somit ist die abgesetzte Gesamtmenge auf dem deutschen Hörgerätemarkt erstmalig seit Corona auf einem negativen Niveau von -3 %. Dies ist multiplen Faktoren geschuldet, angefangen von Unsicherheit über die Energiekosten, dem Krieg in der Ukraine und Inflationssorgen. Die negativen Auswirkungen von globalen Lieferketten, wie sie noch im Vorjahr zu verzeichnen waren, sind hingegen zur Gänze gelöst worden. In der Branche hat der neue VdeK-Vertrag sicherlich zu großer Unsicherheit und administrativem Aufwand bei der Nachversorgung von Versicherten ab dem sechsten Jahr, der klassischen Folgeversorgung, geführt, da hier die Laufzeit mit dem Anreiz von Prämienzahlungen über die bisher marktüblichen Laufzeiten hinaus verlängert wurde. Die Exportmärkte spiegeln die gesamte Bandbreite von stabilen bis politisch als auch wirtschaftlich instabilen Marktgegebenheiten wider. Gerade die sehr unterschiedlichen gesundheitspolitischen Vorgehensweisen und die relative Nähe zu den unruhigen Regionen haben einen großen Einfluss auf die geschäftliche Entwicklung und führen zu einer hohen Volatilität mit einem bisher in der Gesamtbetrachtung über alle Länder hinweg positiven Verlauf. Preisdruck, Kundenunsicherheit und Wettbewerb werden das Wettbewerbsumfeld aus unserer Sicht daher weiter prägen. Umso wichtiger ist eine hohe Dynamik bei der Produktweiterentwicklung und Treiben von Innovationen, da sie das probateste Mittel darstellen, um gegen den Preisdruck zu arbeiten und den Kundennutzen zu steigern. Für den Gesamtmarkt ist daraus eine Seitwärtsbewegung abzuleiten, indem sich die Dynamik aus Volumenrückgang und Innovationstreibern aufheben. Der Markt ist auf der Herstellerseite weiterhin geprägt von kontinuierlichen Produktentwicklungen, Produktverbesserungen und der Verbreitung von neuen Technologien wie Wireless Communication, hier speziell auch mit RF Technologie (direct streaming), und damit Konnektivität mit modernen Kommunikationsmitteln und -einrichtungen. Daraus ergeben sich neuartige Service-Möglichkeiten über Tele-Dienstleistungen, bei denen weitere Anpassungen der Hörgeräte über Remotezugriff durch den Fachbetrieb erfolgen können. Durch die Corona-Auswirkungen und der Aufnahme des Themenbereichs in die Meisterprüfung hat diese komplementäre Form der Dienstleistung durch den Hörgeräteakustiker an Bedeutung gewonnen. Die weitere Miniaturisierung von Receiver-in-Canal-Geräten (RIC) sowie Designvarianten und modische Gerätefarben mit ansprechenden Chargern für Akkugeräte prägen die großen Märkte. Auch die Lithium-Ionen-Akkutechnik hat sich als ein wesentlicher Baustein bei den Produktinnovationen etabliert. Derzeit verfügen alle wesentlichen Hersteller über umfangreiche Produktsegmente (Hinter-Ohr, Im-Ohr, Offene Versorgung, RIC) sowie das dazugehörige Zubehör zur Anbindung von TV und Smartphones. Der starke Schwung im IDO Markt durch die Pandemie ist vergangen und so verzeichnet dieses Segment einen starken Rückgang und nähert sich immer mehr dem Niveau vor Corona an. Die Volumenverschiebung geht durchgehend zugunsten der modernen RIC-Geräte. Als neues Themengebiet wird KI - Künstliche Intelligenz - adressiert, welche die Hörgeräte weiter in der Klassifikation von Hörsituationen verbessern soll. Hierzu verfolgen die Hersteller unterschiedliche Strategien. Ebenso sind erste Einflüsse von sogenannten "Hearables" erkennbar wie etwa die Integration von rudimentären e-Health Solutions wie Notruffunktion bei Sturz oder Schrittzählerfunktionalität aber auch adaptierte Messmöglichkeiten auf spezifische Tragezeiten der Hörgeräte und aktive Sprechzeiten. Das sehr in die Öffentlichkeit gerückte Thema der OTC-Produkte hat deutlich an Aufmerksamkeit verloren und ist in Bezug auf Chancen und Möglichkeiten für den Deutschen Markt derzeit keine relevante Option für die Fachgeschäfte. Auf der Kundenseite setzt sich vor allem der Konzentrationsprozess weiter fort. Große internationale Einzelhandelsketten wachsen organisch sowie durch Akquisitionen. Neue Handelsketten steigen in die Versorgung Hörgeschädigter ein. Ebenso ist zu erkennen, dass auch kleine bis mittelgroße Einzelhandelsketten aktiv an dieser Konsolidierung teilnehmen und einzelne oder mehrere existierende Geschäfte aufkaufen. Namhafte Hörgerätehersteller verfolgen weiterhin die Strategie der sogenannten Vorwärtsintegration und gehen zunehmend deutlicher und sichtbarer in Verbundaktivitäten in Richtung des Marktes vor. Dabei werden Vorteile der langen Wertschöpfungskette dominant ausgespielt. Ein weiterer Player der großen Herstellergruppen ist nun auch in Deutschland aktiv geworden und hat die Zahl seiner Filialen durch Akquisitionen auf 200 POS (Point of Sale) ausgeweitet. Wir vermuten eine Reaktion der anderen Retailketten und eine weitere Verschärfung des Wettbewerbs bei zum Verkauf angebotenen Fachgeschäften. Damit setzt sich in jedem Fall der bereits in den vergangenen Jahren spürbare Trend zur Konsolidierung im Einzelhandel weiter fort. Als Folge verringert sich der frei zugängliche Markt, da in den eigenen Betrieben überwiegend das eigene Portfolio zur Anpassung kommt, wodurch sich als Folge der Druck auf die herstellerseitigen Verkaufspreise weiter erhöht. Die Marktentwicklung ist dieses Jahr sehr durch zwei Faktoren geprägt. Die Inflation und die Unsicherheit durch den VdeK-Vertrag. Während die Entwicklung in Deutschland sich leicht rückläufig zeigt und in der zweiten Jahreshälfte stabil hinter dem Vorjahr lag, sind die negativen Auswirkungen in anderen Ländern deutlicher. Die Lage ist sehr volatil und obwohl sich der Hörgerätemarkt als Gesundheitsbranche recht robust zeigt, bleiben ungewohnte Schwankungen und Unsicherheit nicht aus. Die Märkte in den entwickelnden Volkswirtschaften in Zentraleuropa sind recht stabil. 2. GeschäftsverlaufIm Vergleich zum Vorjahr haben sich die Umsatzerlöse der Sivantos GmbH (im Folgenden auch "Sivantos" oder "Gesellschaft") vermindert. Die im Inland erzielten Umsatzerlöse aus dem Verkauf und der Reparatur von Hörgeräten sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken, wohingegen bei den Auslandsumsätzen ein leichter Anstieg zu verzeichnen war. Insgesamt liegen die Umsatzerlöse aus dem Verkauf und der Reparatur von Hörgeräten, wie im Lagebericht des Vorjahres prognostiziert, auf dem Niveau des Vorjahres. Die Dienstleistungsumsätze waren im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, sodass insgesamt ein Umsatzrückgang zu verzeichnen ist. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) liegt ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres. Darüber hinaus ist die Ertragslage des Geschäftsjahres durch gestiegene Personalkosten (Mio. EUR 76,4, Vj. Mio. EUR 70,4), gesunkene Beteiligungserträge (Mio. EUR 2,1, Vj. Mio. EUR 3,8), Abschreibungen auf Finanzanlagen (Mio. EUR 2,3, Vj. Mio. EUR 0,0), deutlich gesunkene Zinsaufwendungen (Mio. EUR 0,0 , Vj. Mio. EUR 8,1) sowie gestiegene Zinserträge (Mio. EUR 1,9, Vj, Mio. EUR 0,5) gekennzeichnet. Die Zinsaufwendungen und -erträge spiegeln insbesondere die Entwicklung des Deckungsvermögens (Anstieg Fair Value) zur Finanzierung der Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr wider. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslagea) ErtragslageAbsatz und Umsatz Im Berichtszeitraum hat die Sivantos GmbH im Deutschlandgeschäft und dem Exportvertrieb 531.769 Hörgeräte geliefert (Vj. 572.332). Der Umsatz aus dem Verkauf und der Reparatur von Hörgeräten als der wesentliche Leistungsindikator beträgt TEUR 130.979 (Vj. TEUR 133.252). Davon wurden TEUR 47.687 (Vj. TEUR 47.415) im Ausland (TEUR 26.741, Vj. TEUR 25.382, innerhalb der EU) erzielt und TEUR 83.292 (Vj. TEUR 85.683) in Deutschland. Dazu kommen TEUR 81.469 (Vj. TEUR 83.700) an Erlösen aus Dienstleistungen. Diese wurden überwiegend durch Forschungs- und Entwicklungsleistungen, durch IT-Dienstleistungen und weitere Product-Lifecycle-Management-Leistungen erwirtschaftet. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 2.547 (Vj. TEUR 967) umfassen im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen. Kosten- und Ergebnisentwicklung Bezogen auf die Umsatzerlöse, liegen die Materialkosten mit 54,1 % leicht verbessert unter dem Vorjahresniveau (54,7 %), insbesondere aufgrund des Rückganges der bezogenen Beratungsleistungen im Bereich Forschung und Entwicklung (Mio. EUR 7,5, Vj. Mio. EUR 11,3). Die Personalkosten sind im Verhältnis zu den Umsatzerlösen gegenüber dem Vorjahresgeschäftsjahr auf 36,0 % gestiegen (Vj. 32,5 %). Absolut ist der Personalaufwand auf TEUR 76.416 (Vj. TEUR 70.402) angestiegen. Wesentliche Ursache hierfür ist der Anstieg der Mitarbeiterzahlen auf durchschnittlich 666 (Vj. 633) Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres (TEUR 20.573) sind im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr (TEUR 19.452) gestiegen, was im Wesentlichen auf den Anstieg der Reisekosten zurückzuführen ist. Die Beteiligungserträge des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 2.147 (Vj. TEUR 3.848) resultieren aus Gewinnausschüttungen von Tochtergesellschaften. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von TEUR 1.145 enthalten im Wesentlichen die Ergebnisübernahme der Tochtergesellschaft AS Audio-Service GmbH, Löhne (TEUR 1.141, Vj. TEUR 1.260). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 2.320 (Vj. TEUR 0) sind Folge einer geregelten Liquidation eines Tochterunternehmens aufgrund von Reorganisationsmaßnahmen innerhalb des Konzerns. Die hohen Zinsen und sonstigen Aufwendungen waren im Vorjahr v.a. geprägt durch hohe Verluste im Rahmen der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens zur Finanzierung der Pensionsrückstellungen. b) FinanzlageDie Zahlungsmittelbestände von TEUR 37 (Vj. TEUR 167) bestehen aus externen Bankkonten. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist stichtagsbedingt. Weitere Zahlungsmittelbestände werden nicht als solche ausgewiesen, da aufgrund der Einbeziehung in das konzernweite Cash Management der darüber hinaus bestehende, konzerninterne Finanzierungssaldo über Verrechnungskonten innerhalb der Forderungen gegen oder Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dargestellt ist. Zum 30.09.2023 bestehen aus dem konzernweiten Cash Management Forderungen in Höhe von TEUR 9.529 (Vj. TEUR 13.387). Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen in das immaterielle und in das Sachanlagevermögen und damit verbundenen Auszahlungen fielen mit TEUR 2.814 um TEUR 1.507 höher aus als im Vorjahr. Die Sivantos GmbH war jederzeit und ist derzeit sowie zukünftig solide finanziert und in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Geschäfte im Bereich derivativer Finanzinstrumente wurden nicht getätigt. c) VermögenslageDie Sachanlagen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 6.491 (Vj. TEUR 5.395). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist, bei leicht gestiegenen Abschreibungen, größtenteils Folge gestiegener Investitionen im Vergleich zum Vorjahr. Innerhalb des Umlaufvermögens erhöhten sich sowohl die Vorräte (von TEUR 3.087 auf TEUR 3.253) als auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (von TEUR 21.806 auf TEUR 26.596). Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist im Wesentlichen stichtagsbedingt sowie auf geringere Wertberichtigungen infolge einer besseren Altersstruktur der Forderungen zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von TEUR 4.748 auf TEUR 5.335 gestiegen. Dies resultiert zu einem großen Teil aus im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Vorfinanzierungen für Kunden (Kundendarlehen). Die Gesellschaft finanziert sich aus eigenen operativen Mitteln sowie durch konzerninterne Verrechnungskonten (konzernweites zentrales Cash Management) für Liefer- und Leistungsbeziehungen im Konzernverbund. Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist insbesondere auf gesunkene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gesunkener Forderungen aus dem Cash Management zurückzuführen. Auf der Passivseite sind die sonstigen Rückstellungen um TEUR 4.806 auf TEUR 18.083 (Vorjahr: TEUR 22.889) zurückgegangen. Hintergrund sind rückläufige Vorsorgen für vertragliche Rückgaberechte und geringere Rückstellungen für Bonusvereinbarungen mit Kunden. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (-TEUR 2.773) erklärt sich hauptsächlich aus gesunkenen Nachbelastungen zum Jahresende. Externes Fremdkapital bzw. Bankdarlehen wurden nicht in Anspruch genommen. Die Eigenkapitalquote beträgt 77,5 % (Vj.: 75,4 %). Die Erhöhung resultiert insbesondere aus dem Rückgang der Bilanzsumme. 4. GesamtbeurteilungNach Auffassung der Geschäftsführung ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft unter Berücksichtigung der schwierigen Marktsituation im Geschäftsjahr insgesamt zufriedenstellend. 5. Wesentliche LeistungsindikatorenAnalog zu den wesentlichen Funktionen der Sivantos GmbH, also dem Vertrieb in Deutschland sowie der EMEA-Region und der Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen (F&E) für die WSA-Gruppe, zählen der Umsatz und die F&E-Aufwendungen zu den wichtigsten Leistungsindikatoren. Darüber hinaus stehen kontinuierlich auch die Kennzahlen zur Bestandsentwicklung (Vorräte) (Bestand zum 30.09.2023: TEUR 3.253, Vj. TEUR 3.087), offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Bestand zum 30.09.2023: TEUR 26.596, Vj. TEUR 21.806) und dem Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Fokus, vor allem, um die Effizienz des eingesetzten Kapitals weiter zu optimieren. Nichtfinanzielle Leistungsfaktoren von wesentlicher Bedeutung sind neben der Mitarbeiterzufriedenheit insbesondere die Markt- und Kundenzufriedenheit. Diese messen wir im Wesentlichen über die Erhebungen des Branchenverbands BHVI und konnten hier bisher stets gute Ergebnisse erzielen. 6. ArbeitnehmerZum Bilanzstichtag waren inklusive der Geschäftsführung 618 (Vj. 567) Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente -FTE) bei der Gesellschaft beschäftigt. C. Angaben nach § 289f HGBIm Strategiepapier der Europäischen Kommission vom 25.10.2011 wird Unternehmen, die sich um Corporate Social Responsibility (CSR) bemühen, empfohlen, sich an Leitlinien wie z. B. den OECD-Leitsätzen oder den Leitlinien der "Global Reporting Initiative" zu orientieren. Ein Teilaspekt der CSR ist die Förderung von Vielfalt im Unternehmen, speziell die Gleichstellung von Frau und Mann. Aus diesem Grund achtet die Geschäftsführung bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen auf Vielfalt. Dabei strebt sie insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen in Führungspositionen an.
D. Prognosebericht inklusive der Chancen- und RisikodarstellungIm Rahmen der geschäftlichen Tätigkeiten ist die Gesellschaft auch Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die im Hause vorhandene Berichterstattung und Kommunikation gibt der Unternehmensleitung die Möglichkeit, auf unternehmerische Risiken zu reagieren. Oberstes Ziel des Risikomanagements ist die Risikobegrenzung. Dabei ist es wichtig, Risiken auf ein akzeptables Maß zu begrenzen und gezielt zu kontrollieren. Die Unsicherheit im Konsumverhalten durch die Kriegsaktivitäten in der Ukraine und im Nahen Osten und Fragen der Inflation und Energiekosten zeigen eine gewisse Kaufzurückhaltung. Hinzu kommt eine Auswirkung auf die Beschäftigtensituation in den Fachgeschäften durch steigende Krankenstände, Fachkräftemangel und offenen Stellen für Auszubildende. Zudem scheint sich der Terminvorlauf in den HNO-Praxen zu verlängern und zu weiter längeren Anpassungszeiten zu führen. Diese Unsicherheit führt zu einem angepassten Einkaufsverhalten, was sich bereits in der Zurückhaltung von Blockbestellungen zeigt, um eine höhere Kapitalbindung zu vermeiden. Auch sieht man erste Anzeichen für Kaufzurückhaltung auf der Endkundenseite, in dem hier von längeren Überlegungen bei der Preispunktwahl von Akustikern berichtet wird. Bezüglich der zukünftigen Umsatzentwicklung wird das Risiko eines Rückganges als moderat eingeschätzt, da die Entwicklung in den letzten beiden Geschäftsjahren gezeigt hat, dass es zu temporären Umsatzrückgängen kommen kann, die sich jedoch bei einer Normalisierung der Lage wieder ausgleichen lassen. Dennoch ist anzumerken, dass die Situation nicht gleich bewertet werden kann und es schwierig bliebt, das aktuelle Verhalten auf der Nachfrageseite mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr zu prognostizieren. Um trotzdem möglichen Risiken zu begegnen, wurden Maßnahmen zur Kostenreduktion und Effizienzsteigerung ergriffen, die zukünftig weiterverfolgt werden. Das kompetitive Umfeld und die Verhandlungsmacht großer Einkaufsgemeinschaften und Key Accounts bleiben weiterhin auf hohem Niveau bestehen. Ob sich die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen ohne größere gesetzliche Änderungen entwickeln werden, ist aktuell nicht absehbar. Derzeit schätzen wir die Rahmenbedingungen des Marktes vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung und den kassenseitigen Signalen weiterhin als eher stabil ein. Die Entwicklung neuer Exportmärkte gekoppelt mit konkurrenzfähigen Produkten sollte das Exportgeschäft voranbringen. Risiken hierbei sind im Wesentlichen den politischen Entwicklungen geschuldet, welche den Hörgerätesektor in den betroffenen Ländern negativ beeinflussen könnten. Auch längere Zulassungszeiträume können hier kontraproduktiv auf die technische Dynamik wirken. Aufgrund der Fusion zwischen der Sivantos Pte. Ltd. und der Widex A/S zur WS Audiology zum 1. März 2019 und der damit verbundenen Stärkung der Marktposition in Deutschland und weltweit sehen wir uns, v.a. aufgrund der gestiegenen Innovationsfähigkeit und der Synergieeffekte, für die zukünftigen Herausforderungen bestens gerüstet. Die Ausfälle von Kundenforderungen befinden sich seit mehreren Jahren auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Prozesse für ein kontinuierliches Controlling der Überfälligkeiten sind eingerichtet und Vorsorgen sind unserer Meinung nach in ausreichender Höhe gebildet. Die Darstellung der zuvor genannten Risiken erfolgt in Form einer Bruttodarstellung, d.h. ohne Berücksichtigung etwaiger entgegenwirkender Maßnahmen. Diese Risiken stellen Unsicherheiten von mittlerer Bedeutung für die Gesellschaft dar. Die Sivantos ist Garantiegeberin im Rahmen der Konzernfinanzierung und haftet diesbezüglich gegenüber den Kreditgebern sowohl einzeln als auch gemeinschaftlich für die Einhaltung von vertraglichen Zahlungsverpflichtungen. Aufgrund der Ertragskraft der WSA-Gruppe sowie der positiven Entwicklung der Gruppe ist eine Inanspruchnahme derzeit nicht zu erwarten. Aus unserer Sicht bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken. Zusammengefasst lässt uns das ausgezeichnete Produktportfolio sowie unsere ausgeprägte Kunden- und Serviceorientierung weiterhin positiv nach vorne blicken. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere durch eine verstärkte Einführung neuer Produkte und Hörsysteme einen Umsatz (Drittumsatz aus dem -Verkauf und der Reparatur von Hörgeräten) über dem Marktniveau, welches als gleichbleibend eingeschätzt wird, verbunden mit einer EBIT-Marge (vor Sondereffekten) auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022/2023. Konkret wird ein Wachstum des Drittumsatzes von ca. 10% gegenüber dem Vorjahr angestrebt. Die Effizienz des eingesetzten Kapitals steht dabei unverändert im Vordergrund. Im Hinblick auf die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung gehen wir als Folge des weiteren Mitarbeiter- und Kompetenzaufbaus von einem leichten Anstieg der Aufwendungen aus, die gemäß der vertraglichen Vereinbarung zur Auftragsforschung im Konzernverbund weiterbelastet werden.
Erlangen, den 18. April 2024 Sivantos GmbH Christian Honsig, Geschäftsführer Dr. Heike Heuermann, Geschäftsführerin Bilanz zum 30. September 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1.10.2022 bis zum 30.09.2023Allgemeine AngabenDie Sivantos GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft mit Sitz in Erlangen. Sie ist beim Handelsregister B des Amtsgerichts Fürth unter der Nummer HRB 3825 eingetragen. Der Jahresabschluss der Sivantos GmbH (im Folgenden: Sivantos) wurde nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gem. §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind einzelne Posten zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Jahresabschluss wurden bis auf die nachfolgenden Ausnahmen im Vergleich zum Vorjahr stetig angewandt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Ausweis der Bonusverpflichtungen gegenüber Kunden geändert. Abweichend zu den Vorjahren werden diese nicht mehr saldiert unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistung ausgewiesen, sondern unter den sonstigen Rückstellungen. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf TEUR 7.577 (Vj.: TEUR 9.484), der Vorjahresausweis wurde angepasst. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden nur noch die realisierten Aufwendungen und Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung separat unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die unrealisierten Gewinne bzw. Verluste aus Währungsumrechnung (2022/2023: Aufwand von 142, Vj.: Ertrag von TEUR 263) werden saldiert unter einem der beiden Posten ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeImmaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen bewerten wir zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Immaterielle Vermögensgegenstände werden über fünf Jahre, Einbauten in gemieteten Gebäuden und technische Anlagen und Maschinen in mindestens fünf und längstens zehn Jahren, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und acht Jahren abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Sollte der Grund für die Wertminderung in einer künftigen Periode wegfallen, erfolgt eine Zuschreibung, wobei die fortgeführten Anschaffungskosten die Obergrenze darstellen. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen sowie von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Zinsergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. In den Vorräten haben wir Handelswaren zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnittspreis) oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die Handelswaren werden im Wesentlichen von Konzernunternehmen bezogen und sind frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen werden Abschreibungen für Kreditrisiken in ausreichendem Umfang vorgenommen. Für spezielle Ausfallrisiken werden individuell ermittelte Einzelwertberichtigungen erfasst. Die handelsbilanziellen Rückstellungen wurden für alle Pensionsprogramme nach der Anwartschaftsbarwertmethode berechnet. Dabei wurde ein Diskontierungszinssatz von 1,81 % (Vj. 1,77 %), der sich unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, sowie ein Rententrend von 2,25 % (Vj. 2,25 %) verwendet. Der Zinssatz für die Bewertung der Verpflichtungen aus den Pensionsplänen zum Bilanzstichtag entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die von der Heubeck AG veröffentlichten Richttafeln 2018G verwendet. Der sich aufgrund der Bewertung der Pensionsverpflichtungen mit dem zehnjährigen Durchschnittszins im Vergleich zur Bewertung mit dem siebenjährigen Durchschnittszins ergebene Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungs-, jedoch nicht abführungsgesperrt. Die handelsbilanziellen Rückstellungen für Sterbegeld wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre von 1,66 % (Vj. 1,40 %) bewertet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,25 % (Vj. 2,25 %) und erwartete Fluktuationen wurden in Abhängigkeit von Vertragsgruppe und Alter der Mitarbeiter mit 1,12 % bis 4,86 % berücksichtigt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die von der Heubeck AG veröffentlichten Richttafeln 2018G verwendet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit und pensionsähnliche Verpflichtungen werden in Übereinstimmung mit § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), verrechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die von der Heubeck AG veröffentlichten Richttafeln 2018G verwendet. In den sonstigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet. Finanzanlagen, Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere, Flüssige Mittel, Rückstellungen, Finanzschulden und andere Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs im Zeitpunkt der Anschaffung bewertet und mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, soweit dadurch die Anschaffungskosten bei Vermögensgegenständen nicht über- und bei Verbindlichkeiten nicht unterschritten werden. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden stets mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens oder der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts. Die Bilanzierung von latenten Steuern bei der Gesellschaft unterbleibt, da diese Organgesellschaft in einer ertragsteuerlichen Organschaft mit der Sivantos Holding Germany GmbH als Organträgerin ist. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) Aufgliederung der Umsätze
Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und Lizenzen wurden überwiegend mit ausländischen Konzerngesellschaften erwirtschaftet. Hierbei handelt es sich insbesondere um Erlöse aus Forschungs- und Entwicklungsleistungen sowie Vertriebsleistungen, die im Auftrag von verbundenen Unternehmen durchgeführt werden. (2) Sonstige betriebliche ErträgeIn den Erträgen des Geschäftsjahres sind periodenfremde Erträge von TEUR 1.732 (Vj.: TEUR 0) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. (3) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 20.573 (Vj. TEUR 19.452) beinhalten im Wesentlichen Vertriebs- und Werbekosten (TEUR 7.431, Vj. TEUR 9.247), , Aufwendungen aus Konzernumlagen (TEUR 4.492, Vj, TEUR 3.950), Reisekosten (TEUR 2.019, Vj. TEUR 1.373) sowie Frachtkosten (TEUR 1.333, Vj. TEUR 1.334). Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind nicht enthalten. (4) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge bzw. Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Erträge aus dem Deckungsvermögen zur Finanzierung der Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen übersteigen im Berichtsjahr die Aufwendungen aus der Aufzinsung (TEUR 789), so dass Letztere saldiert unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen gezeigt werden. Im Vorjahr enthielten die Zinsen und ähnliche Aufwendungen solche aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 617. Erläuterungen zur Bilanz(5) AnlagevermögenDie Aufstellung unseres Anteilsbesitzes (Anlage 2 zum Anhang) sowie die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage 1 zum Anhang) sind in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. (6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.814 (Vj. TEUR 13.894), kurzfristige Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 7.290 (Vj. TEUR 8.020), Forderungen gegen Tochterunternehmen aus der Gewinnabführung in Höhe von TEUR 1.145 (Vj. TEUR 1.260) und Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 9.529 (Vj. TEUR 13.387). (7) EigenkapitalIm Geschäftsjahr hat sich das Eigenkapital nicht verändert. Im Bilanzgewinn sind TEUR 28.331 Gewinnvortrag enthalten. Gezeichnetes Kapital Sämtliche Anteile an der Gesellschaft hält unverändert die Sivantos Holding Germany GmbH, die in den Konzernabschluss der WS Audiology A/S, Dänemark, einbezogen wird. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 801 resultieren aus der Umstellung der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bei Übergang auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). (8) RückstellungenDie Pensionsrückstellungen umfassen in Höhe von TEUR 7.031 (Vj. TEUR 4.798) die vertraglichen Versorgungsansprüche der übertariflichen Mitarbeiter und Pensionäre nach Verrechnung mit bestehenden Deckungsvermögen. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalsachverhalte (TEUR 7.028, Vj. TEUR 7.558), Vorsorgen aufgrund vertraglicher Rückgaberechte (TEUR 2.469, Vj. TEUR 4.202), Bonusvereinbarungen mit Kunden (TEUR 7.577, Vj. TEUR 9.484) und Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 366, Vj. TEUR 408) gebildet. (9) Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden, Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung, Ausschüttungssperren(a) Einem Erfüllungsrückstand aus Altersteilzeitverpflichtungen (ATZ) von TEUR 1.302 (Vj. TEUR 1.533) stand ein zu verrechnendes Sicherungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 2.304 (Vj. TEUR 2.252) gegenüber. Der Saldo daraus in Höhe von TEUR 1.002 (Vj. TEUR 719) wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betrugen TEUR 2.360 (Vj. TEUR 2.360). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Anteile an Spezialfonds und im geringeren Umfang um Bankguthaben. Damit besteht zum Bilanzstichtag hieraus unverändert keine Ausschüttungs- und Abführungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Folgende Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen wurden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen saldiert und in den Zinsaufwendungen bzw. Zinserträgen ausgewiesen:
(b) Darüber hinaus gewährt die Gesellschaft ihren Mitarbeitern die Teilnahme an einem freiwilligen Entgeltumwandlungsplan ("Deferred Compensation"). Die im Rahmen dieses Plans umgewandelten Gehaltsbestandteile werden in Fondsanteile angelegt, die nur der Deckung der hieraus entstehenden Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Dieses Vermögen, mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 3.783 (Vj. TEUR 3.550), wurde daher mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betrugen TEUR 2.927 (Vj. 2.890). Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen bei Anwendung eines zehnjährigen Durchschnittszinses beträgt TEUR 3.779 (Vj. TEUR 3.586) und bei einem siebenjährigen Durchschnittszins TEUR 3.780 (Vj. TEUR 3.591). Der sich hieraus nach § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB ergebende, ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1 (Vj. TEUR 5). Aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens ergibt sich zum Bilanzstichtag ein gemäß § 268 Abs. 8 HGB für Ausschüttungen und Abführungen gesperrter Betrag in Höhe von TEUR 856 (Vj. TEUR 660). Folgende Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen wurden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und in den Zinsaufwendungen bzw. Zinserträgen ausgewiesen:
1 Beinhaltet nur Zusagen für Entgeltumwandlung in direktem Zusammenhang mit zu verrechnendem Vermögen. (c) Des Weiteren bestanden Pensionsverpflichtungen für zwei weitere Pensionssysteme, welche durch Vermögen besichert sind. Dieses Vermögen dient nur der Deckung der Pensionsverpflichtungen und ist dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen. Der Wert des Vermögens für diese Pensionsverpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 48.074 (Vj. TEUR 46.140). Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betrugen TEUR 47.796 (Vj. TEUR 47.796). Der Erfüllungsbetrag der übrigen Pensionsrückstellungen beträgt bei Anwendung eines zehnjährigen Durchschnittszinses TEUR 49.541 (Vj. TEUR 46.537) und bei einem siebenjährigen Durchschnittszins TEUR 50.453 (Vj. TEUR 49.848). Der sich hieraus nach § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB ergebende, ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 912 (Vj. TEUR 2.311). Für eine der Verpflichtungen wurde der Saldo aus Rückstellung und Deckungsvermögen zum einen als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung i. H. v. TEUR 1.720 (Vj. TEUR 1.933) und für die andere Verpflichtung als Rückstellung für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 3.184 (Vj. TEUR 2.330) ausgewiesen. Aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens ergibt sich somit zum Bilanzstichtag ein gemäß § 268 Abs. 8 HGB für Ausschüttungen und Abführungen gesperrter Betrag in Höhe von TEUR 278 (Vj. TEUR 0). Folgende Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen wurden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und in den Zinsaufwendungen bzw. Zinserträgen ausgewiesen:
Die positive Entwicklung der Deckungsvermögen im Geschäftsjahr führte dazu, dass nach der Verrechnung von Zinsaufwendungen und -erträgen insgesamt ein Zinsertrag in Höhe TEUR 1.195 erzielt wurde, der unter den Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen wird. Die Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Veränderung der Pensionsverpflichtungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 789 (Vj. TEUR 617). (d) Daneben bestehen weitere, nicht ausfinanzierte Pensionsverpflichtungen von TEUR 3.296 (Vj. TEUR 2.432). Bei diesen bestehen zusätzliche, für Ausschüttungen gesperrte Beträge gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 29 (Vj. TEUR 56). (10) Ausschüttungs- bzw. AbführungssperreDem gemäß § 268 Abs. 8 HGB für Ausschüttungen und Abführungen gesperrten Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 1.134 (Vj. TEUR 660) und dem gemäß § 253 Abs. 6 HGB für Ausschüttungen gesperrten Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 942 (Vj. TEUR 2.372) stehen frei verfügbare Kapitalrücklagen (ohne Gewinnrücklagen) in Höhe von TEUR 93.958 (Vj. TEUR 93.958) gegenüber. (11) VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 5.530 (Vj. TEUR 8.303) und beinhalten sonstige Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung und aus Umsatzsteuer an die Gesellschafterin sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsabrechnungen in Höhe von TEUR 5.813 (Vj. TEUR 5.270), kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 353 (Vj. TEUR 1.346) sowie Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 235 (Vj. TEUR 222). Sonstige Angaben(12) MitarbeiterIm Berichtsjahr wurden durchschnittlich 666 (Vj. 633) Mitarbeiter beschäftigt, wobei die Teilzeitmitarbeiter vollständig mit einbezogen sind. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:
(13) Honorare und Dienstleistungen des AbschlussprüfersDie Honorare des Abschlussprüfers werden im Konzernabschluss der WS Audiology A/S, Dänemark, offengelegt. (14) Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des AufsichtsratsEine Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt aufgrund der Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift gem. § 286 (4) HGB. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 9 erhalten. (15) UnternehmensverträgeIm Rahmen der Begründung einer ertragsteuerlichen Organschaft hat die Gesellschaft mit Datum vom 16.09.2015 Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit ihrer Tochtergesellschaft, AS Audio-Service GmbH, Löhne, und mit ihrer Gesellschafterin, Sivantos Holding Germany GmbH, Erlangen (Organträgerin), geschlossen. Mit Datum vom 05.04.2016 wurde ein weiterer Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Tochtergesellschaft Signia GmbH, Erlangen, geschlossen. (16) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen zugunsten verbundener Unternehmen in Höhe eines Gesamtbetrages von TEUR 47.893 (Vj. TEUR 51.002). Da diese Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen zu Gunsten von Vermietern der Sivantos-Gruppe bestehen, wird das Risiko der Inanspruchnahme aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation der Verbundunternehmen als gering eingestuft. Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Mietverträgen und bestehen im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verpflichtungen betragen insgesamt TEUR 9.441; davon sind TEUR 2.166 innerhalb eines Jahres fällig, TEUR 5.162 haben eine Restlaufzeit von 2 bis 5 Jahren und TEUR 2.113 haben eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. Die Sivantos GmbH ist Garantiegeberin im Rahmen der Konzernfinanzierung und haftet diesbezüglich gegenüber den Kreditgebern sowohl einzeln als auch gemeinschaftlich für die Einhaltung von vertraglichen Zahlungsverpflichtungen. Aufgrund der Ertragskraft der WSA-Gruppe sowie der positiven Entwicklung der Gruppe ist eine Inanspruchnahme derzeit nicht zu erwarten. (17) Konzernabschluss des MutterunternehmensDie Sivantos GmbH, Erlangen, wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der WS Audiology A/S, Dänemark, das Mutterunternehmen für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss erstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird nach den IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der WS Audiology A/S für das zum 30.09.2023 endende Geschäftsjahr werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und nach der Einreichung im Bundesanzeiger bekannt gemacht. (18) Geschäftsführung
(19) Aufsichtsrat nach dem Drittelbeteiligungsgesetz
(20) NachtragsberichtNach Abschluss des Geschäftsjahres 2022/2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Erlangen, den 18. April 2024 Sivantos GmbH Christian Honsig, Geschäftsführer Dr. Heike Heuermann, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 30. September 2023der Sivantos GmbH, Erlangen
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sivantos GmbH, Erlangen PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Sivantos GmbH, Erlangen - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sivantos GmbH, Erlangen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Die im Abschnitt "C. Angaben nach § 289f HGB" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt "C. Angaben nach § 289f HGB" enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 18. April 2024 Deloitte
GmbH
Thomas Traub, Wirtschaftsprüfer Andreas Himmelsbach, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 25. Juni 2024 festgestellt. |
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