Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 18034
Eingetragen
1.9.2009
Branche
Herstellung von Türen und Fenstern aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Bauelementen, insbesondere von Profilen für Rolläden

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philip Ellrich
seit 12.8.2021
Prokura
Yannick Gross
seit 14.2.2018
Geschäftsführer
Heiko Sonnekalb
seit 9.5.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dr. Arnold Schäfer, Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Saarlouis

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Tätigkeitsfelder

Der Konzern war im Wesentlichen in vier Teilbereichen mit folgenden aktiven Gesellschaften engagiert:

a) Gießerei, Rohrtechnik und Heiztechnik

- Bartz-Werke GmbH, Dillingen (BDI)
- Bartz-Werke Gießerei Dresden GmbH, Dresden (BRD)

b) Rollladen-/Torsysteme, Raffstore und Insektenschutz

- LAKAL GmbH, Saarlouis (LKL)
- LAKAL France S.A.S, Saint-Priest/Frankreich (LKF)

c) Metall- und Gussbearbeitung

- Bartz Bearbeitung GmbH & Co. KG, Überherrn (vorm. HVM Franz GmbH & Co. KG) (BB)

d) Immobilien/Geschäftsbesorgungen/Verwaltung und Controlling

- Dr. Arnold Schäfer, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Saarlouis (DAS)

Die Holdinggesellschaft Dr. Arnold Schäfer, Gesellschaft mit beschränkter Haftung führt für ihre Tochtergesellschaften Geschäftsbesorgungen in den Bereichen Rechnungswesen, Personalabrechnung, Controlling und sonstige Dienstleistungen aus.

Sie kontrolliert alle Tochtergesellschaften.

Der Geschäftsverlauf des Gesamtkonzerns war abhängig von der Entwicklung in den einzelnen Branchen.

B. Allgemeine wirtschaftliche Lage

Die Schwäche der Weltwirtschaft ließ sich zum Ende des Jahres 2022 an verschiedenen Indikatoren ablesen: Der Welthandel nahm in den Monaten Oktober und November um 1,4 % bzw. 2,0 % ab; die globale Industrieproduktion verringerte sich in diesen beiden Monaten um 0,8 % bzw. 0,2 %. Auch der nominale Wert aller Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen hat sich im Dezember gegenüber dem Vormonat deutlich, um 4,9 %, verringert. Hohe Energiepreise und auch die durch den hohen Inflationsdruck induzierte Geldpolitik wirkten dabei konjunkturschwächend.

Das weltwirtschaftliche Klima sowie der anhaltende Energiepreisschock ließen in der Eurozone ebenfalls eine konjunkturelle Schwächephase zu. Die Kaufkraft bei Unternehmen und privaten Haushalten verminderte sich durch die inflationären Belastungen.

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im Jahr 2022 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes insgesamt um 1,8 % gestiegen, jedoch verzeichnete man im vierten Quartal einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 %. Insbesondere der private Konsum und die Investitionen wiesen eine schwache Entwicklung auf. Während private Haushalte durch die Preissteigerungen Kaufkraftverluste zu beklagen haben, drosselte die Industrie insbesondere in den energieintensiven Bereichen ihre Produktion. Das Baugewerbe sieht sich neben weiterhin hohen Materialkosten auch dem steigenden Zinsniveau konfrontiert.

Die Wirtschaft in Frankreich wies im Jahr 2022 den weltwirtschaftlichen Verwerfungen zum Trotz eine solide Resilienz auf, sodass zum Jahresende ein reales Wachstum von 2,6 % durch die Zentralbank vermeldet wurde. Gleichwohl leidet auch Frankreich unter steigenden Preisen für Energie und Vorprodukte. Entlastungen seitens der Regierung lassen überwiegend nur die privaten Haushalte profitieren, nicht die Unternehmen.

Geprägt von Herausforderungen bei Produktionsplanungen, welche durch die Corona-bedingten Störungen der internationalen Handelswege und teils erheblicher Preisexplosionen durch den Krieg in der Ukraine auch im Jahr 2022 anhalten, haben die Eisen- und Stahlgießereien im Jahr 2022 einen Produktionsrückgang von 1,2 % auf 3,119 Mio. t verzeichnet. Die NE-Metallgießereien registrierten demgegenüber einen Rückgang von 1,8 % mit einer Tonnage von 0,792 Mio. t.

Die Gießerei-Industrie erwirtschaftete im Jahr 2022 7,618 Mrd. Euro Umsatz auf der FE-Seite sowie 6,203 Mrd. Euro auf der NE-Metallseite. Insgesamt verbuchten die Gießereien ein Umsatzwachstum von 19,0 %.

Hauptabnehmer der Bartz-Gießerei ist der Maschinenbau. Nach vorläufigen Angaben des VDMA hat die Produktion im Maschinenbau in den ersten 11 Monaten des Jahres 2022 ihr Vorjahresniveau halten können. Im ersten Halbjahr lag die Herstellung von Maschinen und Anlagen zwar noch 1,2 Prozent unter Vorjahr. Der hohe Auftragsbestand (Auftragsreichweite im Oktober: 12,1 Monate) konnte wegen zahlreicher Engpässe nicht zügiger abgearbeitet werden. Es mangelt vor allem an Zulieferungen und an Arbeitskräften. In den letzten Monaten kam die Produktion dank einer leichten Entspannung bei den Zulieferungen ins Plus.

C. Geschäftsverlauf

a) Gießerei, Rohrtechnik und Heiztechnik

BDI konnte die für 2022 geplanten Umsatzziele deutlich übertreffen. In den produzierenden Bereichen sowie dem Handelsgeschäft lagen die erzielten Umsätze (vor Konsolidierung) mit 35,5 Mio. EUR um 7,7 Mio. EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Die jeweiligen Produktionsbereiche entwickelten sich wie folgt:

Gießerei

Im Bereich der Gießerei sind die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Umsatz lag (vor Konsolidierung) bei 24,7 Mio. EUR und damit 4,0 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Der Auftragsbestand lag im Jahresverlauf auf einem hohen Niveau.

Rohrtechnik

In der Rohrtechnik konnte das Niveau gehalten werden, sodass der Umsatz (vor Konsolidierung) wie im Vorjahr bei rd. 1,0 Mio. EUR notierte.

Guss-Handel und Handel mit Heiztechnik

Das gesamte Handelsprogramm verzeichnete gegenüber dem Vorjahr eine Umsatzsteigerung. Die Umsätze (vor Konsolidierung) sind mit 10,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mit 6,8 Mio. EUR um 3,8 Mio. EUR gestiegen.

Insbesondere in der Heiztechnik sind die Umsätze mit 5,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mit 3,5 Mio. EUR um 2,4 Mio. EUR gestiegen. Grund hierfür war das Konsumverhalten der privaten Haushalte und die steigenden Preise im Energiesektor.

Im Geschäftsbereich Guss-Handel konnte der Umsatz mit 4,7 Mio. EUR um 1,4 Mio. EUR gegenüber dem Niveau des Vorjahres (3,3 Mio. EUR) gesteigert werden, was auf den Ausbau der Gussbearbeitung und den erhöhten Bedarf der Endkunden nach Gussprodukten zurückzuführen ist.

b) Rollladen-/Torsysteme, Raffstore und Insektenschutz

Die Umsatzerlöse lagen mit 82,5 Mio. EUR um rd. 11 % über dem Niveau des Vorjahreswertes (74,0 Mio. EUR); der Planwert wurde um rd. 8 % überschritten. Der Umsatz auf dem Hauptabsatzmarkt Frankreich konnte um rd. 13 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. In Deutschland notierte der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres.

Auf den übrigen relevanten europäischen Märkten konnten die Vorjahreswerte ebenfalls übertroffen werden. In Luxemburg lag der Zuwachs bei rd. 67 %, in Österreich bei rd. 15 %.

c) Metall- und Gussbearbeitung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind die Umsätze (vor Konsolidierung) mit rd. 1,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mit 1,1 Mio. EUR um 0,1 Mio. EUR gesunken. Die Umsätze werden nunmehr ausschließlich in der Bearbeitung von Gussteilen der Bartz-Werke sowie der Be- und Verarbeitung von Metallen erzielt.

d) Immobilien

Der vorhandene Immobilienbestand ist vollständig zu angemessenen Konditionen vermietet.

D. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme ist im Berichtsjahr von 57,0 Mio. EUR auf 61,3 Mio. EUR gestiegen.

Das Anlagevermögen wird zu 100 % (i. Vj. 93 %) durch Eigenkapital gedeckt.

Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des ausgewiesenen Konzernbilanzgewinns von 44 % auf 46 % gestiegen.

Finanzlage

An kurzfristigen Kontokorrentlinien stehen im Konzern zum Abschlussstichtag 31.12.2022 rund 5,7 Mio. EUR (i. Vj. 6,8 Mio. EUR) zur Verfügung. Diese wurden zum Abschlussstichtag nicht in Anspruch genommen.

Zum Stichtag weist der Konzern einen positiven Finanzmittelfonds in Höhe von 8,6 Mio. EUR (i. Vj. 7,7 Mio. EUR) aus.

Die Investitionsdarlehen wurden vertragsgemäß bedient.

Die Leasingverbindlichkeiten beliefen sich zum Stichtag auf 1,1 Mio. EUR (i. Vj. 1,3 Mio. EUR).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 6,1 Mio. EUR (i. Vj. 1,4 Mio. EUR).

Der operative Cashflow konnte die negativen Cashflows aus der Investitions- sowie Finanzierungstätigkeit decken, sodass sich eine Erhöhung des frei verfügbaren Finanzmittelbestandes um rund 0,9 Mio. EUR ergab.

Liquidität war im Verlaufe des Geschäftsjahres zu jedem Zeitpunkt ausreichend vorhanden.

Ertragslage

Die Umsatzentwicklung liegt in Summe mit 16 % über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Im Berichtsjahr wurde bei Umsatzerlösen von 118,7 Mio. EUR (i. Vj. 102,6 Mio. EUR) und einer Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen) von 119,0 Mio. EUR (Vj. 102,7 Mio. EUR) ein Rohertrag (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand) von 53,3 Mio. EUR (Vj. 49,4 Mio. EUR) erzielt. Nach Berücksichtigung von sonstigen betrieblichen Erträgen von 1,5 Mio. EUR (Vj. 1,1 Mio. EUR), des Personalaufwands von 28,2 Mio. EUR (Vj. 27,7 Mio. EUR), Abschreibungen von 2,5 Mio. EUR (Vj. 3,1 Mio. EUR), sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 17,3 Mio. EUR (Vj. 15,0 Mio. EUR), des Beteiligungs- und Zinsergebnisses von -0,6 Mio. EUR (Vj. -0,6 Mio. EUR) sowie Ertragsteuern von 1,8 Mio. EUR (Vj 1,4 Mio. EUR) verbleibt ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 4,1 Mio. EUR (i. Vj. 2,5 Mio. EUR).

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zu Gesamtleistung) stieg von 51,9 % auf 55,2 %. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand zu Gesamtleistung) ist von 26,9 % auf 23,7 % gesunken.

E. Investitionen

Investitionen wurden wie in Vorjahren überwiegend in neue, die Produktionsabläufe verbessernde Maschinen getätigt. Zudem wurde bei LAKAL zur Steigerung der Nachhaltigkeit die Photovoltaikanlage erweitert.

F. Personal

Im Durchschnitt waren im Konzern insgesamt 459 (Vj. 480) Mitarbeiter beschäftigt; Leiharbeitnehmer sind in dieser Zahl nicht berücksichtigt. Die Fluktuation liegt auf einem konstant niedrigen Niveau. Um Auslastungsschwankungen adäquat begegnen zu können, werden Leiharbeitnehmer zielgerichtet eingesetzt. Schulungsmaßnahmen sollen die Qualifikation der Stammbelegschaft entsprechend weiterentwickeln.

G. Chancen- und Risikobericht

Das Produktangebot der Konzernunternehmen wird gezielt vorangetrieben; strategische Überlegungen sehen vor, dass an Konzepten zur Produktportfoliobereinigung und -erweiterung gearbeitet wird, um den Bedürfnissen des Marktes in Zukunft gerecht werden zu können und die jeweilige Marktposition zu stärken.

Die Lösungen im Bereich Rolladen und Sonnenschutz zur Verbesserung des Wärmeschutzes und damit zur Energieeinsparung stellen für LAKAL ebenso Chancen dar, wie auch die Erhöhung der Gebäudesicherheit durch wirksamen Einbruchschutz. Ein Risiko stellen zum einen die hohen Materialpreise (u.a. Aluminium) sowie der sich immer weiter verschärfende Arbeits- und Fachkräftemangel dar.

Für die Bartz-Werke stellen neben den hohen Qualitätsstandards in der eigenen Gießerei sowohl der internationale Gusshandel sowie die eigene Bearbeitung von Gussteilen wertschöpfungsvertiefende Chancen dar. Der Maschinen- und auch der Fahrzeugbau sehen sich dem Risiko weiter steigender Erzeugerpreise ausgesetzt, welche maßgeblich auf hohe Energie- und Lohnkosten zurückzuführen sind.

Ein Ende des Krieges in der Ukraine ist derzeit nicht in Sicht. Die damit verbundenen Sanktionen und wirtschaftlichen Folgen werden die hiesige Volkswirtschaft weiter belasten. Wenngleich eine Gasknappheit aufgrund der milden Wetterlage für das kommende Frühjahr auszuschließen ist, wird die energieintensive Industrie im Jahr 2023 abermals negative Folgen zu tragen haben. Hohe Preisvolatilitäten sowie Ausschläge nach oben stellen ein mögliches Szenario dar.

Die Überwachung der Entwicklung der Rohstoffpreise und Wechselkurse bildet im Konzern einen Schwerpunkt bei der Risikofrüherkennung. Durch Absicherungen in Form von langfristigen Lieferverträgen und der permanenten Kommunikation mit den Lieferanten sowie einem aktiven Bestandsmanagement wird dieser Herausforderung Rechnung getragen. Eine Chance bieten lange und wohl gepflegte Geschäftsbeziehungen. Dies scheint heute umso wichtiger, als dass die vergangenen drei Jahre gezeigt haben, wie fragil die globalen Lieferketten und Handelsbeziehungen sind.

Der Bereich Controlling ist geeignet, Chancen und Risiken ordnungsgemäß zu beurteilen und bei Planabweichungen entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Der Versicherungsschutz der Unternehmen wird regelmäßig überprüft und ist unseres Erachtens angemessen. Risiken im Bereich Cybercrime wurde durch den Abschluss einer Versicherung Rechnung getragen. Für die Organe der Gesellschaften besteht eine D&O-Versicherung.

Das Risiko von Forderungsausfällen ist durch Warenkreditversicherungen begrenzt.

Für Gewährleistungen gegenüber Kunden sind ausreichende Rückstellungen gebildet worden.

Zur Steigerung der Qualität und der Minimierung von Kundenreklamationen ist ein Qualitätssicherungsprozess installiert.

Zur Absicherung von Änderungsrisiken variabler Zinsen wurde ein Zinsswap abgeschlossen.

Insgesamt sind zum aktuellen Zeitpunkt keine Risiken erkennbar, die zu einer Bestandsgefährdung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen oder der Muttergesellschaft Dr. Arnold Schäfer, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, führen würden.

H. Ausblick

Die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, die hohe Inflation sowie die Leitzinsanhebungen prägen weiterhin die weltwirtschaftliche Entwicklung. Der IWF erwartet für das kommende Jahr eine Wachstumsrate für die Weltwirtschaft von 2,9 %. Lieferkettenengpässe spielen eine nicht mehr so große Rolle. Laut der Federal Reserve Bank of New York ist der entsprechende Global Supply Chain Pressure Index in den letzten Monaten gesunken.

In der Eurozone deuten Stimmungsindikatoren darauf hin, dass eine technische Rezession vermieden werden kann. Neben fallenden Gaspreisen stützen insbesondere diversifizierte Energielieferketten, Unterstützungsmaßnahmen für Haushalte und Unternehmen sowie ein robuster Arbeitsmarkt die aktuelle Entwicklung.

In Deutschland deuten laut BMWK die Stimmungsindikatoren auf eine Belebung der wirtschaftlichen Entwicklung hin. Eine schwache Dynamik weisen dabei jedoch die Industrieproduktion und das Baugewerbe aufgrund hoher Energie- und Materialpreise auf.

In Frankreich wirken sich die wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten zunehmend dämpfend auf die Investitionsbereitschaft von Unternehmen und Verbrauchern aus. Die Banque de France erwartet für 2023 eine durchschnittliche Inflationsrate zwischen 4,3 % und 6,9 %.

Der Anstieg des Umsatzniveaus in der Gießereibranche ist größtenteils auf gestiegene und weitergegebene Kosten für Rohstoffe und Energie zurückzuführen. Zwar haben sich an den Börsen zuletzt Entspannungssignale gezeigt, jedoch haben sich Gießereien vertraglich gebunden und beziehen ihre Energie unberührt von den jüngsten Preiskorrekturen zu hohen Preisen.

LAKAL plant für 2023 mit Umsatzerlösen, die auf dem Niveau des Berichtsjahres liegen, bei einer Umsatzrendite -vor Ergebnisabführung- von rd. 5 %.

Die Bartz-Werke planen in der Gießerei und im Handel mit leichten Umsatzrückgängen, während für den Bereich Rohrtechnik ein leichtes Umsatzplus prognostiziert wird. Die erwartete Umsatzrendite -vor Ergebnisabführung- notiert bei knapp 3 %.

Möglichen Belastungen durch höhere Materialkosten als Ergebnis der beschriebenen Risiken wird bei den Konzernunternehmen durch das bestehende Risikomanagement sowie dem Instrument der Teuerungszuschläge gegenüber den Kunden begegnet.

Abschließend lässt sich festhalten, dass die Unternehmen der Dr. Arnold Schäfer Gruppe auch für die Zukunft bilanziell und operativ solide aufgestellt sind.

 

Saarlouis, den 11. April 2023

DR. ARNOLD SCHÄFER, GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG

Heiko Sonnekalb, Geschäftsführer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 159.586,50 59
2. Geschäfts- oder Firmenwert 344.121,49 419
503.707,99 478
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.509.863,75 20.105
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.877.029,58 3.609
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.485.526,04 2.123
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 2.834.658,94 526
27.707.078,31 26.364
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 55.550,00 56
2. Sonstige Ausleihungen 79.578,00 72
135.128,00 127
28.345.914,30 26.969
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.050.454,00 10.788
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 551.110,00 545
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.772.334,00 2.998
4. Geleistete Anzahlungen 133.744,80 111
14.507.642,80 14.442
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.134.065,37 5.946
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.483.283,41 1.687
9.617.348,78 7.633
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.572.007,39 7.712
32.696.998,97 29.788
C. Rechnungsabgrenzungsposten 288.920,22 237
61.331.833,49 56.994

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 613.550,26 614
II. Gewinnrücklagen 3.341.914,12 3.342
III. Konzernbilanzgewinn 24.502.579,05 21.238
28.458.043,43 25.194
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.258.566,05 6.319
2. Steuerrückstellungen 634.101,18 224
3. Sonstige Rückstellungen 4.147.261,53 3.918
11.039.928,76 10.461
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.923.568,36 14.981
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 16.110,05 26
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.430.686,03 2.669
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.363.869,32 3.547
(davon aus Steuern: € 433.015,42; Vorjahr T€ 663)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 254.865,09; Vorjahr T€ 273)
21.734.233,76 21.222
D. Passive latente Steuern 99.627,54 117
61.331.833,49 56.994

Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

01.01. - 31.12.2022 2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 118.669.054,46 102.605
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 309.029,00 79
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.475.640,70 1.116
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -63.047.886,83 -50.836
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.660.853,63 -2.435
-65.708.740,46 -53.271
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -22.947.702,20 -22.397
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.300.499,55 -5.264
(davon für Altersversorgung: € 320.756,43; Vorjahr T€ 378)
-28.248.201,75 -27.661
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -2.526.897,01 -3.099
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
-17.324.978,96 -15.018
8. Erträge aus Genossenschaftsanteilen 860,00 1
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.686,58 5
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -593.076,92 -639
(davon aus Abzinsung: € 117.675,00; Vorjahr T€ 143)
-576.530,34 -633
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.780.632,96 -1.381
(davon aus latenten Steuern: € 17.867,17; Vorjahr T€ 18)
12. Ergebnis nach Steuern 4.287.742,67 2.737
13. Sonstige Steuern -173.216,14 -188
14. Konzernergebnis 4.114.526,53 2.549
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 21.238.052,51 19.689
25.352.579,04 22.238
16. Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn -850.000,00 -1.000
17. Konzernbilanzgewinn 24.502.579,04 21.238

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
T€
2021
T€
Konzernjahresüberschuss 4.115 2.549
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.527 3.100
+/- Zu-/Abnahme der Rückstellungen 169 -975
-/+ Zu-/Abnahme der Vorräte und Forderungen sowie anderer Aktiva -2.101 -5.182
+/- Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva 553 1.133
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagegevermögens -13 36
+/- Zinsaufwand/Zinsertrag 472 488
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.781 1.381
-/+ Ertragsteuerzahlungen -1.371 -1.094
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 6.130 1.436
- Auszahlung für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -81 -31
- Auszahlung für Investitionen in das Anlagevermögen -3.835 -1.411
- Auszahlung für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -12 -5
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 37 209
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 4
+ Erhaltene Zinsen 4 5
Cashflow aus Investitionstätigkeit -3.887 -1.229
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 2.100 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -2.157 -3.310
- Gezahlte Zinsen -476 -493
- Auszahlungen an Unternehmenseigner -850 -1.000
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.383 -4.803
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 860 -4.596
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.712 12.308
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.572 7.712
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.572 7.712
kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
8.572 7.712

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2022

in T€ Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn Summe
1. Januar 2020 614 3.342 18.562 22.518
Konzernergebnis 2020 0 0 1.526 1.526
Gewinnausschüttungen 0 0 -400 -400
31. Dezember 2020 614 3.342 19.688 23.644
Konzernergebnis 2021 0 0 2.549 2.549
Gewinnausschüttungen 0 0 -1.000 -1.000
31. Dezember 2021 614 3.342 21.237 25.193
Konzernergebnis 2022 0 0 4.115 4.115
Gewinnausschüttungen 0 0 -850 -850
31. Dezember 2022 614 3.342 24.502 28.458

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Hinweise und Registerinformationen

Der vorliegende Konzernabschluss wird gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Dr. Arnold Schäfer, Gesellschaft mit beschränkter Haftung hat ihren Sitz in Saarlouis und ist in das im Handelsregister beim Amtsgericht Saarbrücken unter der Nummer HRB 52112 eingetragen.

II. Angaben zum Konsolidierungskreis (einschließlich Anteilsbesitz)

Nachstehende Unternehmen werden nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:

Firma Sitz Anteil am Kapital
%
Konsolidierungsgrund
Dr. Arnold Schäfer, Gesellschaft mit beschränkter Haftung (DAS) Saarlouis 100 Mutterunternehmen
Tochtergesellschaften
Dr. Arnold Schäfer Bergbau GmbH (DSB) Saarlouis 100 § 290 Abs. 1 und 2 HGB
Bartz-Werke GmbH (BDI) Dillingen 100 § 290 Abs. 1 und 2 HGB
Bartz Bearbeitung GmbH & Co. KG (BB) Überherrn 100 § 290 Abs. 1 und 2 HGB
HVM Franz Geschäftsführungs-Gesellschaft mbH (HVM GF) Überherrn 100 § 290 Abs. 1 und 2 HGB
Saar-Tonindustrie GmbH (STI) Saarlouis 100 § 290 Abs. 1 und 2 HGB
ZWN GmbH (ZWN) Saarlouis 100 § 290 Abs. 1 und 2 HGB
LAKAL GmbH (LKL) Saarlouis 100 § 290 Abs. 1 und 2 HGB
LAKAL France S.A.S. (LKF) Saint Priest/Frankreich 100 § 290 Abs. 1 und 2 HGB
Enkelgesellschaften
Bartz-Werke Gießerei Dresden GmbH (BDR) Dresden 100 § 290 Abs. 1 und 2 HGB
Eisenwerk Pfeilhammer GmbH (EWP) Pöhla 100 § 290 Abs. 1 und 2 HGB

Die HVM Franz GmbH & Co. KG wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr in Bartz Bearbeitung GmbH & Co. KG umfirmiert.

III. Angaben zum Konsolidierungsstichtag

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens Dr. Arnold Schäfer, Gesellschaft mit beschränkter Haftung aufgestellt.

IV. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

1. Kapitalkonsolidierung:

Bei den Tochterunternehmen BDI, BDR, EWP, LKL, DSB, STI und ZWN erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung nach der Buchwertmethode im Sinne des § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB a.F. im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss (1. Januar 2000).

Bei der Kapitalkonsolidierung der Tochtergesellschaften DSB, EWP und ZWN entstandene aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von EUR 1.234.303,82 (DSB EUR 202.371,56; EWP EUR 81.294,08; ZWN EUR 949.954,69) wurden gemäß § 309 Abs. 1 HGB a.F. im Jahre der Erstkonsolidierung offen mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Der offene Ausweis war nur im Jahr der erstmaligen Verrechnung erforderlich. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der LKL in Höhe von EUR 4.886.668,53 wurde in Anlehnung an die in der steuerlichen Ergänzungsbilanz vorgenommene Verteilung der stillen Reserven auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ausgewiesen.

Passive Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt EUR 377.216,96 (BDI EUR 235.678,46; BDR EUR 141.538,50) sind auf Gewinnthesaurierungen zwischen Anschaffung und erstmaliger Einbeziehung der Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss zurückzuführen und wurden dem Posten "Gewinnrücklagen" zugeordnet.

Bei den Tochterunternehmen BB, HVM GF und LKF erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode im Sinne des § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Der bei der Erstkonsolidierung der BB zum 31.07.2017 nach § 301 Abs. 3 HGB verbliebene aktive Unterschiedsbetrag (750.810,51 EUR) wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und wird über 10 Jahre abgeschrieben.

2. Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen werden gem. § 303 Abs. 1 HGB eliminiert. Die sich auf kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten eventuell ergebenden Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden ergebniswirksam behandelt.

3. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden lediglich die Außenumsatzerlöse gezeigt. Innenumsätze sind mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet (§ 305 Abs. 1 Nr. 1 HGB). Bei den übrigen Aufwendungen und Erträgen sind konzerninterne Vorgänge gem. § 305 Abs. 1 Nr. 2 HGB gegenseitig eleminiert worden. Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises haben sich nicht ergeben.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Vermögensgegenstände und Schulden werden im Konzernabschluss grundsätzlich einheitlich bewertet.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden gem. § 309 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB über 10 Jahre linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, sofern von einer dauernden Wertminderung auszugehen ist.

Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und, sofern die der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungsdauer entspricht der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen oder degressiven Methode.

Die Anlagegüter mit Netooanschaffungskosten bis EUR 250 werden voll abgeschrieben. Die Anlagegüter mit Nettoanschaffungskosten über EUR 250 bis EUR 1.000 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Bei den Tochterunternehmen Bartz-Werke GmbH und Bartz-Werke Gießerei Dresden GmbH wurden im Berichtsjahr geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800 in voller Höhe abgeschrieben. Auf eine einheitliche Bewertung wurde verzichtet, da die Auswirkungen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind (§ 308 Abs. 2 S. 3 HGB).

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Innerhalb des Vorratsvermögens werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelsware unter Zugrundelegung der durchschnittlichen Einstandspreise bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung von Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des durch die Fertigung veranlassten Werteverzehrs des Anlagevermögens bewertet. Zum Stichtag erfolgte außerdem ein am Absatzmarkt orientierter Niederstwerttest. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus durchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertung berücksichtigt.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

In den Fällen, in denen die Forderungen am Bilanzstichtag risikobehaftet sind, werden entsprechende Einzelwertberichtigungen gebildet.

Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf den Forderungsbestand Rechnung getragen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet.

Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird - wie im Vorjahr - nicht mehr der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre 1,44 % zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher für 2022 1,78 % beträgt. Der Differenzbetrag der Rückstellung aus den beiden unterschiedlichen Zinssätzen beträgt TEUR 239 (Vj. TEUR 388). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Rentensteigerungen von 2,00 % zu Grunde gelegt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 122
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 124
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 245

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte die Absicherung des Zahlungsstromänderungsrisikos aus der variablen Verzinsung zum 3-Monats-Euribor durch Abschluss eines Zins-Swaps. Dieser stellt ein Mikro-Hedge dar, der ausschließlich das gesamte Grundgeschäft - die korrespondierende Verbindlichkeit valutiert zum Bilanzstichtag mit TEUR 10.856 - über dessen Laufzeit absichert. Aufgrund der Bewertungseinheit nach § 254 HGB wurde der negative Wert des Sicherungsgeschäfts nicht als Drohverlustrückstellung bilanziert. Weiterhin wird die Einfrierungsmethode angewendet, so dass die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Zudem werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen nach § 274 HGB werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleiben in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

2. Anlagespiegel

Der Konzernanlagenspiegel ist in einer Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

3. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten

Wesentliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht vorhanden.

4. Verbindlichkeitsspiegel

Restlaufzeit
in TEUR (Vorjahr) gesamt bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr davon mehr als fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.924 2.199 12.725 6.867
(14.981) (1.991) (12.990) (7.930)
Erhaltene Anzahlungen 16 16 0 0
(25) (25) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.431 2.431 0 0
(2.669) (2.669) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 4.364 2.738 1.626 900
(3.547) (2.822) (725) (0)
21.734 7.384 14.350 7.767
(21.222) (7.507) (13.715) (7.930)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 14.889 (TEUR 14.283) durch Grundpfandrechte sowie Sicherungsübereignung verschiedener Vermögenswerte abgesichert.

5. Latente Steuern

Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen (Handelsbilanz II) und steuerlichen Wertansätzen der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Passive latente Steuern ergeben sich nicht. Vom Ansatzwahlrecht des Überhangs aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Sekundäre, konsolidierungsbedingte latente Steuern und deren Entwicklung:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Veränderung
TEUR
Aus Konsolidierungsmaßnahmen im Rahmen der Erst- und Folgekonsolidierung HVM 99 117 -18
Summe passive latente Steuern 99 117 -18

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 15,05 % zugrunde gelegt.

IV. Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanzierungsmethoden

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Angaben zu den Einzelposten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen

2022
TEUR
2021
TEUR
Umsatzerlöse aus
Rollläden/Tore/Raffstore/Insektenschutz 84.625 75.961
Gießerei 29.299 23.960
Heiztechnik/Rohrtechnik/Handel/Vorrichtungsbau/Gussbearbeitung 6.973 4.601
Übrige 1.585 1.494
Konzernumsatz brutto 122.482 106.016
abzügl. Erlösschmälerungen -3.813 -3.411
Konzernumsatz gemäß GuV 118.699 102.605

Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten

2022
TEUR
2021
TEUR
Inland 47.669 39.765
Ausland 74.813 66.251
Konzernumsatz brutto 122.482 106.016
abzügl. Erlösschmälerungen -3.813 -3.411
Konzernumsatz gemäß GuV 118.669 102.605

Periodenfremde Erträge

- Auflösung von Rückstellungen: TEUR 427 (Vj. TEUR 257)
- Gewinne aus Abgängen des Sachanlagevermögens: TEUR 29 (Vj. TEUR 23)
Ertragssteuererstattungen: TEUR 0 (Vj. TEUR 49)
- Sonstige: TEUR 50 (Vj. TEUR 36)

Periodenfremde Aufwendungen

- Verluste aus Abgängen
- des Sachanlagevermögens TEUR 11 (Vj. TEUR 59)
- Steuernachzahlungen TEUR 0 (Vj. TEUR 1)

VII. Sonstige Angaben

1. Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

- Gehaltsempfänger: 160 (Vj. 168)
- Lohnempfänger: 299 (Vj. 312)
- Gesamt: 459 (Vj. 480)

2. Abschlussprüferhonorar

- Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 61
- Steuerberatungsleistungen: TEUR 32

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Abschlussstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 1.290, ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 16.301 sowie Verpflichtungen aus Lieferkontrakten von TEUR 1.289.

4. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, aus Gewährleistungsverträgen oder aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten ergeben sich nicht.

5. Befreiungswahlrechte nach § 264 Abs. 3 HGB

Nachfolgende inländische Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft werden für das Geschäftsjahr 2022 die Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB nutzen und deshalb auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse 2022 verzichten:

- Bartz-Werke GmbH, Dillingen

- LAKAL GmbH, Saarlouis

6. Bewertungseinheit

Folgende Bewertungseinheit wurde gebildet:

Grundgeschäft/Sicherungsinstrument Risiko/Art der Bewertungseinheit Valutierender Darlehensbetrag am Stichtag/Höhe des abgesicherten Risikos
(1) Darlehen mit variablem Zinssatz/ Zinsswap Zinsrisiko/ micro hedge TEUR 10.856

zu (1): Die gegenläufige Wertänderung/Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Sicherungszeitraum voraussichtlich vollständig aus, weil die Risikoposition (Grundgeschäft) unverzüglich nach Entstehung in betraglich gleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch einen Zinsswap abgesichert wurde. Bis zum Abschlussstichtag haben sich die gegenläufigen Wertänderungen/Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig ausgeglichen.

7. Gesamtbezüge für Organmitglieder des Mutterunternehmens

In Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

8. Beirat

Dem Beirat der Dr. Arnold Schäfer, Gesellschaft mit beschränkter Haftung gehören an:

Michael Gihr, Rechtsanwalt
Armin Meyer
Günter Jakobs, Rechtsanwalt
Joachim Demmer, Wirtschaftsprüfer
Dr. Dominik Monz, Rechtsanwalt/Steuerberater

Die Beiratsvergütungen belaufen sich insgesamt auf TEUR 94 (Vj. TEUR 94).

9. Gewinnverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Bilanzgewinn der Dr. Arnold Schäfer, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Saarlouis, den 11.04.2023

DR. ARNOLD SCHÄFER, GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG

Heiko Sonnekalb, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.010.924,78 81.264,20 3.247,56 52.200,00 1.141.141,42
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.961.641,17 0,00 0,00 0,00 3.961.641,17
4.972.565,95 81.264,20 3.247,56 52.200,00 5.102.782,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 29.471.499,80 89.290,17 0,00 74.037,00 29.634.826,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.671.664,26 253.773,40 91.884,08 0,00 27.833.553,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.752.077,18 1.046.750,37 313.413,91 0,00 11.485.413,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 525.657,00 2.444.688,94 9.450,00 -126.237,00 2.834.658,94
68.420.898,24 3.834.502,88 414.747,99 -52.200,00 71.788.453,12
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 55.550,00 0,00 0,00 0,00 55.550,00
2. Sonstige Ausleihungen 71.901,30 11.789,58 4.112,88 0,00 79.578,00
127.451,30 11.789,58 4.112,88 0,00 135.128,00
73.520.915,49 3.927.556,66 422.108,43 0,00 77.026.363,71
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2022
Zuschreibungen
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 952.269,28 32.533,20 3.247,56 981.554,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.542.438,63 75.081,05 0,00 3.617.519,68
4.494.707,91 0,00 107.614,25 3.247,56 4.599.074,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 9.366.012,21 758.951,00 0,00 10.124.963,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.062.356,35 986.044,23 91.876,58 24.956.524,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.628.729,56 674.287,53 303.129,49 8.999.887,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
42.057.098,12 0,00 2.419.282,76 395.006,07 44.081.374,81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.. Anteile an assoziierten
Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
46.551.806,03 0,00 2.526.897,01 398.253,63 48.680.449,41
Buchwerte
Stand 31.12.2022
Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 159.586,50 58.655,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 344.121,49 419.202,54
503.707,99 477.858,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 19.509.863,75 20.105.487,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.877.029,58 3.609.307,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.485.526,04 2.123.347,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.834.658,94 525.657,00
27.707.078,31 26.363.800,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2.. Anteile an assoziierten
Unternehmen 0,00 0,00
3. Wertpapiere des
1. Genossenschaftsanteile 55.550,00 55.550,00
2. Sonstige Ausleihungen 79.578,00 71.901,30
135.128,00 127.451,30
28.345.914,30 26.969.109,46

Feststellung Konzernabschluss

Der Abschluss wurde am 28.04.2023 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Dr. Arnold Schäfer, Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Dr. Arnold Schäfer, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Saarlouis, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dr. Arnold Schäfer, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlagebe richts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dillingen, den 11.04.2023

W+ST WIRTSCHAFTSPRÜFUNG AG & CO. KG
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Alexander Withum, Wirtschaftsprüfer

Philipp Gödicke, Wirtschaftsprüfer

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