Stammdaten

Register
Amtsgericht Hildesheim HRB 1698
Vorher
Gohlke Elektronik-GmbH, Geräte- und BaugruppenfertigungCCS Gohlke GmbH
Eingetragen
19.11.1990
Branche
Herstellung von bestückten LeiterplattenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Gegenstand neu vorgetragen, nun: Herstellung, Entwicklung, Fertigung, Montage, Prüfung, Reparaturen, Umbauten und der Vertrieb von elektronischen und mechanischen Geräten und Baugruppen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Marc Hefti
seit 24.1.2020
Prokura
Henrik Tornbjerg
seit 24.1.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GPV DACH AG
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
GPV DACH AG
Germany
51.600 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GPV Germany GmbH

Hildesheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Als EDMS-Dienstleister (Electronic Design and Manufacturing Service) mit Standorten in Hildesheim, Sexau bei Freiburg i. Br. und Aichach (Bayern) bedienen wir diverse Industrieunternehmen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und Herstellung von elektronischen Baugruppen und Geräten als Dienstleistung für unsere Kunden.

Die Zugehörigkeit der GPV Germany zur GPV-Gruppe ermöglicht es den Kunden von den Strukturen einer international tätigen Organisation mit globalen Produktionsstätten und Beschaffungsmöglichkeiten zu profitieren.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Elektro-Industrie zeichnete sich im abgelaufenen Geschäftsjahr durch ein teils stagnierendes, teils wachsendes nationales und internationales Wachstum aus. Der deutsche Markt für Güter der Elektro- und Digitalindustrie belief sich 2022 auf einen Wert von 167 Mrd. Euro. Damit lag er um 13 Prozent höher als im Jahr davor. Mit erwarteten Zuwächsen von 9 Prozent für 2023 und 1 Prozent für 2024 fällt das nominale Wachstum in 2023 deutlich positiv und im Jahr 2024 allenfalls verhalten aus. Die GPV Germany ist durch die Zugehörigkeit zu der GPV-Gruppe weltweit vernetzt. Die Gesellschaft hat somit Wettbewerbsvorteile gegenüber Wettbewerbern, die nur innerhalb Deutschlands agieren. Insbesondere die größeren Beschaffungsmöglichkeiten am Markt durch die Gruppengröße und geografische Verteilung für Komponenten auf der Einkaufseite als auch die Möglichkeit der Produktentwicklung mit entsprechenden Testumgebungen für Kundenaufträge, verschaffen dem Standort in Deutschland für unsere Kunden Vorteile.

2.2 Geschäftsverlauf

Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die von dem Management der GPV Germany laufend überprüft werden, um daraus entsprechende Maßnahmen abzuleiten und die zur Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Dabei werden insbesondere die Plan- und die Istwerte, als auch die Vorjahresistwerte miteinander verglichen.

Die genannten Kennzahlen zeigen im Geschäftsjahr 2023 im Vorjahresvergleich die nachstehende Entwicklung:

Leistungsindikator Ist 2023 Ist 2022 Veränderung
Umsatzerlöse TEUR 46.373 34.198 +12.175
Jahresergebnis TEUR -1.649 -449 -1.200

Die genannten Kennzahlen zeigen im Geschäftsjahr 2023 im Prognosevergleich die nachstehende Entwicklung:

Leistungsindikator Ist 2023 Prognose 2023 Veränderung
Umsatzerlöse TEUR 46.373 42.064 +4.309
Jahresergebnis TEUR -1.649 -1.000 -649

Die für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 42.064 sind übertroffen worden. Hauptgrund für die Plan-Ist-Abweichung in Höhe von TEUR 4.309 ist die positive Auftragsentwicklung.

Das für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte Jahresergebnis in Höhe von TEUR -1.000 ist nicht erreicht worden. Grund für die Plan-Ist-Abweichung in Höhe von TEUR -649 sind die angestiegenen Materialkosten und der daraus resultierende höhere Materialanteil aus dem Produktmix sowie die höheren Zinsaufwendungen.

Umsatz und Auftragsentwicklung

Die Auftragslage und damit die Auslastung haben sich über das Jahr hinweg positiv entwickelt und sind insbesondere auf die Produkt- und Kunden-Vielfalt in unserem Portfolio zurückzuführen. Die erhöhten Materialkosten und die, durch die Materialallokation angespannte Marktlage haben zu einer Umsatzsteigerung durch Preiserhöhungen und Zusatzbestellungen geführt. Insgesamt stieg der Umsatz um 35,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr an, so dass ein Jahresumsatz von TEUR 46.373 erzielt wurde (Vorjahr TEUR 34.198).

Der Auftragsbestand zum Jahreswechsel für 2023/24 beträgt TEUR 54.140 und stellt damit eine zufriedenstellende Basis für das Jahr 2024 dar.

Produktion und Beschaffung

Der Maschinenpark und die Produktionseinrichtungen der GPV Germany ermöglichen es uns die Aufträge gemäß der Kundenanforderungen zu fertigen und sichern unseren Kunden ein hohes Produktionsniveau.

Als EDMS-Dienstleister werden vorrangig anspruchsvolle und hochwertige Elektronikprodukte im Kundenauftrag produziert. Losgrößen im Bereich von 250 Stück bis 5.000 Stück sind die bevorzugten Auftragsmengen unserer Kunden.

Durch die internationale Aufstellung der GPV-Gruppe ist es uns möglich, die Einkaufsstrukturen der Gruppe zu nutzen und uns somit Vorteile im asiatischen Beschaffungsmarkt zu ermöglichen. Hiermit wurde der Forderung, auch international neue Beschaffungsquellen zu erschließen und Einkaufsnetzwerke zu nutzen, um dem bestehenden Preisdruck der Distribution entgegenzuwirken, Rechnung getragen.

Eine Optimierung der Rahmenbedingungen und die Nutzung der globalen Strukturen durch die Konsolidierung des Lieferantenmanagements mit der Gruppe erhöht die Materialverfügbarkeit zu besten Konditionen und trägt zur Sicherstellung termingerechter Auslieferungen der Produkte bei. Leicht gemindert wurde diese erfolgreiche Kombination durch die am Beschaffungsmarkt auch noch zu Beginn des Jahres 2023 vorliegende Materialallokation im Markt, die neben der teilweise sehr schwierigen Materialverfügbarkeit und langen Bestellzeiten auch den Auftragsbestand in der Abwicklungszeit verlängerte und die Umsatzentwicklung gebremst hat.

Personal

Auslastungsbedingt wurde in diesem Jahr, wie auch in Vorjahr, die Personalsituation analog zur Auftragssituation und Umsatzentwicklung kontinuierlich angepasst. Im Verlauf des Jahres musste durch Personalaufbau im Produktions- und Administrationsbereich adjustiert werden, um den gestiegenen Umsatzvolumina gerecht werden zu können. Zum Jahresende beträgt die Mitarbeiterzahl 153 Mitarbeiter/innen, hiervon befinden sich 1 Mitarbeiter/innen in Elternzeit. In Ausbildung sind insgesamt 8 junge Menschen, davon 6 Auszubildende zum Elektroniker für Geräte und Systeme im gewerblichen Bereich sowie 2 Auszubildende in der Ausbildung zum Kaufmann/-frau für Büromanagement.

Neben dem hohen Anteil von Facharbeitern/innen, Meistern, staatl. geprüften Technikern und Ingenieuren sichert die Aus- und Weiterbildung der GPV Germany einen hohen Ausbildungsgrad der Mitarbeiter/innen. Dieses qualifizierte Fachpersonal erfüllt, verbunden mit den Produktionseinrichtungen, die anspruchsvollen Forderungen der Kunden in vollem Umfang und stellt auch die zukünftige Leistungsbereitschaft des Unternehmens sicher.

2.3 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die Umsatzentwicklung des Geschäftsjahres 2023 ist insgesamt 35,6% über dem Vorjahresniveau, sodass wir für das Geschäftsjahr 2023 ein Umsatzplus von TEUR 12.175 verzeichnen. Trotz des Umsatzanstiegs kam es zu einer Ergebnisverschlechterung in Höhe von TEUR 1.200 im Vergleich zum Vorjahr und es wurde ein Jahresfehlbetrag von TEUR 1.649 realisiert (Vorjahresverlust: TEUR 449). Diese Ergebnisveränderung kommt im Wesentlichen aus dem höheren Materialaufwand TEUR 13.504, den angestiegenen Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 1.073 durch inflationsbedingte Gehaltsanpassungen und zusätzlichen Arbeitskräften sowie aus Effekten der Materialwirtschaft, da das hohe Vorratsvermögens zu höheren Zinsaufwendungen von TEUR 732 aus der Finanzierung durch den Konzern geführt haben. Durch höhere Investitionsausgaben sind die Aufwendungen für Abschreibungen um TEUR 25 gestiegen. Gegenläufige Effekte resultieren aus den höheren Umsätzen TEUR 12.175, den geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 350 mit im Wesentlichen weniger Aufwand aus Kursdifferenzen TEUR 270 sowie reduzierte Rechts- und Beratungskosten TEUR 60. Zusätzlich wurde in Prozessverbesserungen investiert, die zur Effizienzsteigerung und kontinuierlicher Qualitätsverbesserung beitragen.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der GPV Germany ist stabil. Der Vorratsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um TEUR 326 auf TEUR 17.129 gestiegen. Grund dafür ist im Wesentlichen ein unterjähriger höherer Materialzufluss durch die Fehlteilsituation von kritischen Einzelkomponenten am Beschaffungsmarkt aus bereits in der Vergangenheit getätigten Bestellungen sowie kundenseitig verschobene Aufträge als Folge der Materialallokation. Gegensätzlich wurde durch die Herausforderungen am Beschaffungsmarkt im laufenden Geschäftsjahr weniger verfügbares Material eingekauft, da nicht zuletzt durch Auftragsverschiebungen durch Kunden Bedarfe in die Zukunft verlagert wurden, um damit einem Anstieg des Vorratsvermögens entgegenzuwirken. Dabei sind die unfertigen Erzeugnisse angestiegen und die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die fertigen Erzeugnisse zurück gegangen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 6.317 (Vorjahr: TEUR 4.872). Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere stichtagsbedingt.

Die Ausstattung an liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag mit TEUR 937 Euro (Vorjahr: TEUR 291) ist basierend auf dem stringenten Forderungsmanagement und den optimierten Bestellvorgängen für Produktionsmaterial ausreichend. Durch das mit der GPV Gruppe betriebene "Cash-Pooling", werden die Bankbestände am Jahresende auf ein notwendiges Minimum zurückgeführt. Die Eigenkapitalquote liegt zum 31. Dezember 2023 bei 4,0 % (Vorjahr: 0,7 %). Der Anstieg des Eigenkapitals ist im Wesentlichen auf eine Einstellung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 2.500 zurückzuführen.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 140 erhöht. Der Erhöhung liegt im Wesentlichen am Aufbau von Rückstellungen für nicht erhaltene Rechnungen TEUR 97, dem Aufbau für Rückstellung für Überstunden TEUR 32, Aufbau von Rückstellungen für Steuer- und Jahresabschlussprüfung TEUR 11 und für Gewährleistungsrückstellungen TEUR 5. Gegenläufig konnten Rückstellungen für nicht genommenem Urlaub TEUR 9 und anderen Bereichen TEUR 3 reduziert werden.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen resultieren aus Kundenanzahlungen auf Materialbestand.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 2.906 (Vorjahr: TEUR 2.920).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist eine Intercompany Cash Pooling Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 19.330 (Vorjahr TEUR 15.094) enthalten. Zudem sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 757 enthalten.

Investitionen

Im Jahr 2023 wurden Neu- und Ersatzinvestitionen mit einem Gesamtvolumen von TEUR 316 (Vorjahr TEUR 226) getätigt.

Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr erhöht, um dem Verschleiß der Maschinen ausreichend entgegenzutreten und die Aktualisierung der Anlagegüter voran zu treiben. Der Fokus der Investitionen ist mit der ertragsoptimierten Standortstrategie abgestimmt.

Finanzlage

Die Liquidität der GPV Germany ist zu jeder Zeit bei Bedarf durch die GPV-Gruppe sichergestellt.

2.4 Gesamtbeurteilung zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens

Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2023 angestiegen und lagen TEUR 12.175 über dem Vorjahreswert. Die Entwicklung in der Ertragslage hat sich wegen der besonderen Herausforderungen auf dem Material- markt negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. Die in den Vorjahren durchgeführten und ständig weiter entwickelten Optimierungen in "Supply-Chain-Prozessen" haben sich im laufenden Jahr 2023 nach weiteren Implementierungen wie Umbauten zur Prozessverschlankung im Lager- und Produktionsbereich positiv ausgewirkt. Die Nutzung der vorhandenen und sich fortan weiter entwickelnden GPV-Gruppenstrukturen bieten dem Unternehmen eine solide Basis, um nach unserer Ansicht kontinuierlich hervorragend am Markt positioniert zu sein. Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf insgesamt als zufriedenstellend.

3. Darstellung der Risiken

Die GPV Germany lebt als Teil der GPV DACH (Switzerland) AG ein funktionsfähiges und angemessenes Risikomanagementsystem. Das Risikomanagement ist ein fest integrierter Bestandteil des Führungs-, Planungs- und Controlling-Prozesses. Die Risiko-Vermeidung und -Minimierung hat für die Geschäftsleitung eine hohe Priorität. Die regelmäßige Risikoanalyse dient der Geschäftsleitung und den Führungskräften als Basis, dieses System kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Zur Risikobewertung werden fest definierte Risikokriterien zu Grunde gelegt und mindestens einmal pro Jahr intern auditiert. Aufkommende Risikoelemente werden systematisch erkannt und gemindert. Aus heutiger Sicht führen die identifizierbaren Risiken nicht zu einer Bestandsgefährdung des Unternehmens.

Mögliche Auswirkungen des aktuellen Krieges zwischen der Ukraine und Russland sowie des Nahost- Konflikts auf die globalen Wirtschafts- und Finanzmärkte werden von der Gesellschaft laufend überwacht. Aktuell gibt es keine Erkenntnisse über konkretisierende Auswirkungen auf die Absatz- und Beschaffungsmärkte der Gesellschaft. Allgemeine Preisanstiege sowie Sonderkosten des Bestandes werden an die Kunden weitestgehend weitergegeben. Darüber hinaus gibt es keine weiteren Erkenntnisse die Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der GPV Germany haben.

3.1 Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Rechnungswesen des Unternehmens liefert eine breite Datenbasis, auf deren Grundlage regelmäßige Auswertungen zur wirtschaftlichen Entwicklung erstellt und betrachtet werden. Neben obligatorischen Monats- und Quartalsabschlüssen werden die Entwicklungen der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Indikatoren täglich ausgewertet. Die wesentlichen Leistungsindikatoren hierbei sind Umsatz- und Jahresergebnisentwicklung. Durch die pandemisch bedingten Auftragsverschiebungen unserer Kunden aus Vorjahren konnte im Jahr 2023 ein Umsatzanstieg von ca. 36% im Vergleich zum Jahr 2022 realisiert werden. Durch die starken Preissteigerungen im Beschaffungsmarkt für elektronische Komponenten konnte durch eine kontinuierliche Preisweitergabe an unsere Kunden einem größeren Effekt auf den Margenrückgang entgegengewirkt werden. Durch dieses Kennzahlensystem können Tendenzen frühzeitig erkannt und geeignete Maßnahmen eingeleitet werden.

Der Erhaltung und Sicherung der Liquidität kommt eine besondere Bedeutung zu. Das Unternehmen muss finanziell flexibel auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren und es muss in der Lage sein, seinen finanziellen Verpflichtungen zu jedem Zeitpunkt nachkommen zu können. Das Management der GPV Germany steuert die Liquidität des Unternehmens aktiv und zielorientiert, um somit die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Dies erfolgt insbesondere durch ein stringentes Forderungsmanagement und effizienten Kontakt zu den Kunden sowie durch eine konsequente Prüfung der Bestellvorgänge zur "in-time" Belieferung.

Das Risikomanagement wird auch zukünftig das Ziel verfolgen, Liquiditätsbedarfe frühzeitig zu prognostizieren.

3.2 Zahlungsausfallrisiko

Durch ein kontinuierlich weiterentwickeltes und straffes Debitorenmanagement wirkt die GPV Germany einem Zahlungsausfallrisiko bereits effektiv entgegen.

Das Unternehmen minimiert dieses Risiko weiterhin durch eine Warenkreditversicherung. Durch diese Maßnahme wird dem Risiko des Zahlungsausfalles im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfänglich Rechnung getragen.

3.3 Gewährleistungs- und Haftungsrisiken

Für Risiken aus Gewährleistungsansprüchen wurde in dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 Vorsorge durch die Bildung von Rückstellungen getroffen. Des Weiteren bestehen umfangreiche Haftpflicht- und Produkthaftpflichtversicherungen.

Zur weiteren Risikominimierung wurden im Rahmen der Risikobeurteilung folgende Maßnahmen getroffen:

Die Nutzung eines APQP-Systems (Advanced Product Quality Planning)

Erweiterter Versicherungsschutz zur Abdeckung des Risikos von Rückrufaktionen der Automobilbranche.

3.4 Marktrisiken

Die Kunden der GPV Germany verteilen sich auf die unterschiedlichsten Branchen:

Audio- und Videotechnik

Medizintechnik

Meß-, Steuerungs- und Regeltechnik

Telekommunikation

Umwelt- und Energietechnik

Automotive

Büro- und Datentechnik

Gebäudeleittechnik

Industrieautomatisation

Informationstechnologie

Gesamtwirtschaftlichen Schwankungen wird mit flexiblen Arbeitszeit- und Beschäftigungsmodellen begegnet. Bezüglich der Herausforderungen im Beschaffungsmarkt, hat sich die GPV auf das Marktgeschehen eingestellt und steht mit ihren Kunden dazu in einem regelmäßigen Austausch, um potenzielle Anpassungen bei den Lieferterminen kunden- und lieferantenseitig zu bewerten und dem nach Möglichkeit entgegenzuwirken.

Rahmenverträge und ein stetiger und enger Kontakt zu Kunden und Lieferanten sollen helfen, möglichst langfristig zu planen und Änderungen frühzeitig zu erkennen. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, kurzfristig reagieren zu können.

Das Management der GPV Germany sieht kein nachhaltiges Risiko für den Fortbestand der Gesellschaft.

3.5 Risiken aus Cyberangriff

Die Zahl der Cyberangriffe auf Unternehmen hat in der jüngeren Vergangenheit exponentiell zugenommen und stellen mittlerweile ein präsentes Risiko auch für die GPV dar. Diesbezüglich hat die GPV zentral über die Gruppe das Sicherheitssystem auf die zunehmenden Anforderungen angepasst, um die Sicherheit von Daten und Prozessen zu gewährleisten. Es findet eine kontinuierliche Überwachung der Cyberangriffe aufgeteilt nach "Malware", "Command & Control" sowie "Phishing" statt. Die Zusammenfassung der Angriffe sowie die daraus abgeleiteten Aktionen werden wöchentlich dem Topmanagement berichtet. Aus den bisher kaum messbaren Auswirkungen dieser Angriffe sieht sich die GPV grundsätzlich gut geschützt. Die Systeme zur Abwehr von Cyber-Attacken werden kontinuierlich weiterentwickelt und auf dem neusten Stand gehalten. Eine Zertifizierung des globalen GPV-Rechenzentrums in Dänemark nach ISO 27001 wurde im Jahre 2022 erfolgreich abgeschlossen und zeigt, dass die aufgestellten Prozesse den internationalen Standards entsprechen. Weitere Zertifizierungen nach ISO 27001 werden für die Standorte bei Bedarf umgesetzt.

4. Darstellung der Chancen

Die aktuellen politischen und konjunkturellen Entwicklungen zeigen auf, wie vielfältig und unvorhersehbar externe Ereignisse nachhaltigen Einfluss auf das Geschäftsleben haben können. Diese sind nur bedingt vorhersehbar und somit schwer planbar.

Ein frühzeitiges Erkennen und eine schnelle Reaktion sind die Maßnahmen, um negativen Entwicklungen entgegenzuwirken und sich auf positive Entwicklungen einzustellen. Je breiter ein Betrieb aufgestellt ist, umso eher ist er in der Lage, die Schwankungen einzelner Branchen oder Produkte auszugleichen. Das setzt aber ein internationales Auftreten und eine gewisse Größe des Unternehmens voraus. Durch das konsequente Prozessmanagement, Erkennen von Optimierungspotenzialen und deren Umsetzung sowie eine größtmögliche Transparenz, ist die GPV Germany in der Lage, sich schnell und flexibel den sich ändernden Voraussetzungen und Rahmenbedingungen anzupassen. Die Integration des Unternehmens in die GPV-Gruppe erleichtert den Zugang zu internationalen Märkten und stützt ein weiteres Wachstum.

Das Management der GPV Germany sieht im strategischen Wandel der Gesellschaft und durch die GPV-Gruppe eine gute Positionierung für die zukünftige Entwicklung.

5. Prognosebericht

Aufgrund der gesamten Kundenstruktur und dem Produktionsmix wird durch gesteigerte Effizienzen bei Beschaffung, Organisation und Vertrieb dennoch mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von ca. TEUR 500 im Jahr 2024 gerechnet. Dieser wird insbesondere durch hohe Zinsaufwendungen durch die enorme Kapitalbindung in den Materialbeständen, verursacht. Wir erwarten im Jahr 2024 aus der im Vorjahr angepassten Personalstärke positive Effekte im Ergebnis im Hinblick auf die Abarbeitung von rückhängigen Aufträgen. Maßnahmen zur Verbesserung sind die Lagerumschlagshäufigkeit zu erhöhen und damit gleichzeitig die Vorratsbestände zu minimieren, um eine geringere Liquiditätsbindung zu erreichen und Kosten zu senken. Zusätzlich sollen Materialüberhänge an Kunden, Gruppenintern oder Broker abverkauft werden.

Die Geschäftsplanung für 2024 sowie die Aufstellung der Gesellschaft an ihren Standorten in Deutschland ist derzeit von den national und international vorherrschenden Krisen wie dem Ukraine- oder Nahostkrieg kaum beeinflusst. Die Gesellschaft ist nur indirekt durch die weltwirtschaftlichen Auswirkungen der militärischen Auseinandersetzung in der Ukraine und dem Nahost-Konflikt beeinflusst, die die ohnehin angespannte Materialverfügbarkeit und gestörten Lieferketten zusätzlich belastet. Die Geschäftsleitung erwartet, bedingt durch diese besondere, schwer vorhersehbare Entwicklung, eine rückläufige Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2024. Bereits im Jahr 2023 eingeleitete Gegenmaßnahmen bei den Kosten in allen Bereichen durch Überprüfung bei Investitionen und Ersatzbeschaffung und eine konsequente Liquiditätsplanung mildern die Auswirkungen auf das Ergebnis und tragen dazu bei, das Unternehmen zu sichern und den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Für das Geschäftsjahr 2024 haben wir ein Umsatzniveau geplant, das ca. 10% unter dem des Jahres 2023 liegt.

Insgesamt erwarten wir durch die weiterhin effiziente Ausrichtung der Gesellschaft eine stabile Geschäftsentwicklung im Jahr 2024. Trotz der weltweit vorherrschenden Krisensituationen durch die andauernde militärische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine sowie dem Nahost- Konflikt, erwarten wir auch im Jahr 2024 eine stabile Entwicklung der Umsätze, die bereinigt von Fertigungsrückhängen in 2023 aus 2022 auf ähnlichem Niveau sein werden. Das aktuelle Bestellverhalten unserer Kunden unterstreicht die positive Erwartungshaltung. Generell ist das Auftragsvolumen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 14.898 gesunken, da der Effekt der Vorjahre einige unserer Kunden, durch Kurzarbeit und Engpässen in den Lieferketten Aufträge aus den Jahren 2021 und 2022 in das Jahr 2023 verlegt haben, nun nicht mehr nennenswert vorhanden ist.

 

Hildesheim, den 15. März 2024

Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.746,39 7.514,05
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 234.579,09 227.200,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 236.970,85 195.619,67
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.317,31 0,00
499.867,25 422.820,47
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 50,00 50,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.336.157,20 14.644.379,81
2. Unfertige Erzeugnisse, Unfertige Leistungen 2.755.754,59 1.066.581,76
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.036.929,09 1.092.319,52
17.128.840,88 16.803.281,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.317.435,25 4.872.330,69
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 157.261,74 977.521,19
3. Sonstige Vermögensgegenstände 116.174,84 125.845,89
6.590.871,83 5.975.697,77
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 936.987,06 291.034,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.865,86 50.195,71
25.183.229,27 23.550.593,34

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.600,00 51.600,00
II. Kapitalrücklage 2.500.000,00 0,00
III. Gewinnvortrag 116.675,81 565.268,31
IV. Jahresfehlbetrag -1.649.033,19 -448.592,50
1.019.242,62 168.275,81
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 534.176,73 394.521,86
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen 411.680,32 915.647,50
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.906.219,70 2.920.293,82
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.087.124,91 18.972.191,72
4. Sonstige Verbindlichkeiten 224.784,99 179.662,63
23.629.809,92 22.987.795,67
25.183.229,27 23.550.593,34

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 46.373.157,44 34.198.472,24
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.606.218,14 -372.930,63
3. Sonstige betriebliche Erträge 257.937,86 635.913,92
48.237.313,44 34.461.455,53
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 38.946.041,56 25.488.209,79
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 62.695,79 16.104,81
39.008.737,35 25.504.314,60
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.788.634,68 4.885.649,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.159.273,34 989.202,04
6.947.908,02 5.874.851,58
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 209.755,57 184.958,15
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.505.978,64 2.856.328,30
-435.066,14 41.002,90
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.558,67 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.218.100,72 486.223,51
-1.212.542,05 -486.223,51
10. Steuern vom Einkommen 0,00 2.827,89
11. Ergebnis nach Steuern -1.647.608,19 -448.048,50
12. Sonstige Steuern 1.425,00 544,00
13. Jahresfehlbetrag -1.649.033,19 -448.592,50

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

GESELLSCHAFT

GPV Germany GmbH

Daimlerring 33/35

31135 Hildesheim

Registriert beim Amtsgericht Hildesheim unter der Nummer HRB 1698.

I. ALLGEMEINES

1. Angaben zu Form und Darstellung der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften des GmbHG erstellt.

Es werden die Aufstellungserleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Der Jahresabschluss wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bewertung der entgeltlich erworbenen, immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen zwischen fünf und zehn Jahren nach der linearen Methode.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen für:

Technische Anlagen und Maschinen mit einer Nutzungsdauer zwischen drei und acht Jahren,

Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einer Nutzungsdauer zwischen drei und dreizehn Jahren

bei einem dauerhaft niedrigeren Wert auch vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Die Gegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten und sofern erforderlich vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt.

Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Waren ausgewiesen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt mit den tatsächlichen Anschaffungskosten oder einem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert. Dabei sind die Grundsätze des strengen Niederstwertprinzips berücksichtigt.

Der Ansatz der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungseinzelkosten unter Berücksichtigung angemessener Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Den Bestandsrisiken wird durch Abwertung Rechnung getragen.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennbeträgen bilanziert. Risiken im Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände sind durch die Bildung ausreichender Wertberichtigungen kompensiert.

Die Kassen- und Bankbestände sind zum Nennwert bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Langfristige Rückstellungen, sofern vorhanden, sind mit dem von der deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst.

Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert.

Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

II. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind in der Anlage zum Anhang (Anlagenspiegel) gezeigt.

2. Vorräte

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.336 14.644
Unfertige Erzeugnisse 2.756 1.067
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.037 1.092
Gesamt 17.129 16.803

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Zusammensetzung und Fristigkeiten der Posten ergeben sich wie folgt:

gesamt Laufzeit < 1 Jahr Laufzeit > 1 Jahr
Forderungen TEUR TEUR TEUR
aus Lieferung und Leistungen 6.317 6.317 0
(im VJ 4.872) (im VJ 4.872) (im VJ 0)
gegen verbundene Unternehmen 157 157 0
(im VJ 978) (im VJ 978) (im VJ 0)
Sonstige 116 59 57
(im VJ 126) (im VJ 69) (im VJ 57)
6.590 6.533 57
(im VJ 5.976) (im VJ 5.919) (im VJ 57)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

4. Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen sind von besonderem Gewicht TEUR 150 für Urlaub und Überstunden (im VJ TEUR 127), TEUR 119 für Tantiemen (im VJ TEUR 109), TEUR 65 für Jahresabschlussprüfung, Abschlusserstellung und Steuererklärung (im VJ TEUR 54), für Beiträge zur Berufsgenossenschaft TEUR 28 (im VJ TEUR 26), TEUR 16 für Gewährleistungsverpflichtungen (im VJ TEUR 11) und für Verpflichtungen aus Entgeltzahlung TEUR 15 (im VJ TEUR 23).

5. Verbindlichkeiten

Zusammensetzung und Fristigkeiten der Verbindlichkeiten zeigt folgende Tabelle. Es bestehen keine Sicherheiten.

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023 EUR bis zu einem Jahr EUR von mehr als einem Jahr EUR von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag 31.12.2022 EUR
EUR
Erhaltene Anzahlungen 411.680,32 411.680,32 0,00 0,00 915.647,50
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.906.219,70 2.906.219,70 0,00 0,00 2.920.293,82
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.087.124,91 757.351,69 19.329.773,22 0,00 18.972.191,72
Sonstige Verbindlichkeiten 224.784,99 224.784,99 0,00 0,00 179.662,63
23.629.809,92 4.300.036,70 19.329.773,22 0,00 22.987.795,67

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus einer Finanzverbindlichkeit TEUR 19.330 (im VJ TEUR 15.094) und aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 757 (im VJ TEUR 3.879). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuern TEUR 204 (im VJ TEUR 150) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 14 (im VJ TEUR 28) enthalten.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

III. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 46.373 (im VJ TEUR 34.198) sind TEUR 15.025 (Vorjahr TEUR 10.743) Erlöse aus Handelswarengeschäft enthalten. In den Umsatzerlösen sind weiterhin Erträge in Höhe von TEUR 578 (im VJ TEUR 784) enthalten, welche aus Intercompany-Weiterberechnungen für erbrachte Leistungen resultieren.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge TEUR 85 (im Vorjahr TEUR 176) und Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 84 (im VJ TEUR 133).

3. Personalaufwand

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung TEUR 121 (im VJ TEUR 98) enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Intercompany-Weiterberechnungen für erbrachte Leistungen TEUR 570 (im VJ TEUR 409), Gebäudemieten und Nebenkosten TEUR 441 (im VJ TEUR 434), Unterhaltungskosten für Maschinen und Gebäude TEUR 184 (im VJ TEUR 205), Versicherungsaufwendungen TEUR 134 (im VJ TEUR 113), KFZ Aufwendungen TEUR 120 (im VJ TEUR 90), Ausgangsfrachten und Verpackung TEUR 112 (im VJ TEUR 103), Währungsumrechnung TEUR 91 (im VJ TEUR 361), IT-Kosten TEUR 89 (im VJ TEUR 83), Aufwendungen für Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten TEUR 85 (im VJ TEUR 145) und periodenfremden Aufwendungen TEUR 30 (im VJ TEUR 365).

5. Zinsen

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.218 (im Vorjahr TEUR 486) resultieren ausschließlich aus den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

IV. ERGÄNZENDE ANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasing-/Serviceverträgen betragen TEUR 246 (im VJ TEUR 144), solche aus Mietverträgen TEUR 1.573 (im VJ TEUR 867).

2. Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

gewerbliche Mitarbeiter: 93
davon Leiharbeitnehmer: 4
Angestellte (ohne Geschäftsführer): 46
davon Leiharbeitnehmer: 0
139

3. Geschäftsführer

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 ist:

 

Henrik Tornbjerg, Finanzvorstand, Skive, Dänemark.

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Der Geschäftsführer erhält keine Bezüge von der Gesellschaft.

4. Konzernzugehörigkeit

Die GPV Germany GmbH gehört seit dem 28. Dezember 2018 als Tochterunternehmen zur GPV-Gruppe. Das den Konzernabschluss aufstellende Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis der Unternehmen ist die GPV International A/S in Vejle, Dänemark. Der Abschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Das den Konzernabschluss aufstellende Mutterunternehmen für den größten Kreis der Unternehmen ist die Aktieselskabet Schouw & Co A/S in Aarhus, Dänemark. Der Abschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

5. Nachtragsbericht

Wesentliche Vorgänge, die sich auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage auswirken gibt es nicht.

6. Ergebnisverwendung

Die Gesellschaft hat einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.649.033,19 erwirtschaftet. Der Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 1.649.033,19 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Gewinnvortrag auf neue Rechnung beträgt somit insgesamt EUR 116.675,81.

 

Hildesheim, den 15. März 2024

Henrik Tornbjerg, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 516.174,98 0,00 0,00 516.174,98
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 30.399,47 0,00 0,00 30.399,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.261.098,64 55.133,67 0,00 2.316.232,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.373.309,73 199.583,71 0,00 1.572.893,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 28.317,31 0,00 28.317,31
3.664.807,84 283.034,69 0,00 3.947.842,53
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 50,00 0,00 0,00 50,00
4.181.032,82 283.034,69 0,00 4.464.067,51
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 508.660,93 3.767,66 0,00 512.428,59
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 30.399,47 0,00 0,00 30.399,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.033.897,84 47.755,38 0,00 2.081.653,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.177.690,06 158.232,53 0,00 1.335.922,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.241.987,37 205.987,91 0,00 3.447.975,28
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
3.750.648,30 209.755,57 0,00 3.960.403,87
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.746,39 7.514,05
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 234.579,09 227.200,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 236.970,85 195.619,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.317,31 0,00
499.867,25 422.820,47
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 50,00 50,00
503.663,64 430.384,52

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GPV Germany GmbH, Hildesheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GPV Germany GmbH, Hildesheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GPV Germany GmbH, Hildesheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 28. März 2024

Niedersächsische Revision und Treuhand GmbH - Nierut
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Christopher Hesse, Wirtschaftsprüfer

Feststellung Jahresabschluss:

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 10. April 2024 festgestellt.

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