American & Efird (Germany) Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jaume Clotet Soler seit 12.8.2025 | Prokura |
Kristen Higbee Hughes seit 22.8.2019 | Geschäftsführer |
Gérard Jean-Pierre Grassl seit 22.8.2019 | Prokura |
Christopher Randall Alt seit 4.6.2019 | Geschäftsführer |
Lars Becker seit 22.10.2018 | Prokura |
Petra Sabine, geb. Kleißler Grathwohl seit 23.12.2009 | Prokura |
Andreas Fischer seit 23.12.2009 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gütermann GmbHGutach im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021I. Grundlagen der Gütermann GmbH Geschäftsaktivitäten und Organisationsstruktur Die Firma Gütermann wurde 1864 gegründet. In 2014 wurde Gütermann von American & Efird USA übernommen, einem ebenfalls international agierenden Hersteller von Qualitätsnähgarnen in der Textilindustrie. Der Sitz der Gütermann GmbH ist Gutach im Breisgau, Deutschland. Das Geschäftsjahr der Gütermann GmbH läuft vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021. Die Vorjahreszahlen sind jeweils zum Vergleich gegenübergestellt. Es werden drei Bereiche unterschieden: Consumer, Industrie sowie der Bereich TechTex (im Wesentlichen Automobilbranche). Durch den Verkauf von Nähfäden in diesen Segmenten erzielen wir nahezu 100% unserer Umsätze. Unsere Zielgruppen sind hauptsächlich Großhändler, Industrieunternehmen und verschiedene Automobilhersteller. Um dem aggressiven Wettbewerb standhalten zu können, stehen bei uns Innovationen, Qualitätssicherung und Service an oberster Stelle. Neben den externen Kunden beliefert die Gütermann GmbH als große Produktionsgesellschaft die weltweiten Vertriebsschwestergesellschaften. Die Produktion der Gütermann GmbH umfasst die komplette Wertschöpfungskette im Kerngeschäft Nähfäden, von der Spinnerei/Zwirnerei, über die Färberei bis hin zur Wickelei. Dabei kommt im Bereich der Rohgarnproduktion vor allem die von Gütermann entwickelte Micro CoreTechnologie zum Einsatz. Forschung und Entwicklung Entsprechend unserer Strategie und um dem Anspruch unserer Premiumkunden gerecht zu werden, werden bestehende und neue Produkte entsprechend den Markterfordernissen optimiert und neu entwickelt. Die Aufwendungen für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten betragen im aktuellen Geschäftsjahr 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,3 Mio. €). Weitere Aufgabenschwerpunkte liegen in der Festlegung neuer Produktionsverfahren, der Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Forschungsinstituten sowie in der Prozessoptimierung im Fertigungsprozess. In unserem Nähkompetenzzentrum werden an Nähmaschinen neue Anwendungen und verschiedene Nähtechniken vorgestellt und die Vorteilhaftigkeit der Gütermann-Nähfäden demonstriert. II. Wirtschaftsbericht WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Weltwirtschaftliche Entwicklung Das Weltwirtschaftswachstum liegt, laut des DIW, für 2021 bei 6,4%. Als Wachstumstreiber werden hierbei vor allem die positiven Impulse bei den Dienstleistungen, die den privaten Verbrauch wachsen lassen, verzeichnet. Durch variierendes Infektionsgeschehen auf der Welt und die damit einhergehend Maßnahmen, unterscheidet sich auch das Wachstum der Quartale, je nach Region, sehr stark. Auch im Euroraum wächst das BIP auf 5,2% im Jahr 2021 (Vorjahr -6,5%). Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahr von 0,3% auf 2,6% an. Die Arbeitslosenquote konnte auf 7,7% gesenkt werden (Vorjahr 8,0%). Die deutsche Wirtschaft lässt die Pandemie langsamer hinter sich, als erwartet. Durch Lieferengpässe steigt sie lediglich um 2,8% im Vergleich zum Vorjahr mit -4,6%. Durch Sondereffekte wie steigende Ölpreise und die Rückkehr zur normalen Mehrwertsteuer steigt die Inflation auf 3,1% (Vorjahr 0,5%). Die Arbeitslosenquote geht auf 5,7% zurück (Vorjahr 5,9%). In den USA liegt das Bruttoinlandsprodukt 2021 mit 5,7% deutlich über dem des Vorjahres 2020 mit -3,4%. Die Arbeitslosenrate ist von 8,1% im Jahr 2020, durch die Erholung der US-Wirtschaft im Jahr 2021, wieder auf 5,4% gesunken. Die positive Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts in China im Jahr 2020 von 2,3% konnte im Jahr 2021 noch übertroffen werden. Das Wachstum betrug 8,1%, welches auf die expansiv ausgerichtete Geld- und Finanzpolitik zurückzuführen ist. Auch die Arbeitslosenrate konnte von 4,0% im Vorjahr auf 3,8% in 2021 gesenkt werden. Allgemeine Lage des Textil-Marktes Die Konjunkturzahlen des Jahres 2021 und die aktuellen Perspektiven stehen unter dem Eindruck der Krisenüberwindung. Allerdings basieren diese Einschätzungen auf der Zeit vor dem Ukraine-Krieg. Die Umsätze wie die Exporte zeigen zwar klar in Richtung Konjunkturaufschwung, allerdings ausgehend von einer niedrigen Ausgangsbasis. Gegenüber 2020 ist ein Umsatzplus von 5,5% zu verzeichnen. Dabei haben sich in den vergangenen Monaten die Auslandsumsätze besonders gut entwickelt. Der Einzelhandel und auch die Beschäftigung sind jedoch noch nicht wieder auf dem Niveau von 2019. Stark erschwert wird der Aufschwung zusätzlich durch die aktuelle "Flaschenhalskonjunktur", verursacht durch massiv ansteigende Rohstoff- und Energiepreise sowie gestörte Lieferketten, verbunden mit extrem hohen Logistikkosten. Diese Probleme werden in den kommenden Monaten durch die russische Invasion in der Ukraine noch weiter zunehmen. Consumer Nach dem überaus starken Jahr 2020, hat sich die Nachfrage im Bereich Consumer in 2021 normalisiert und lag leicht über dem Vor-Pandemie-Niveau. Innerhalb Europas war die Entwicklung sehr unterschiedlich und gerade im stationären Handel geprägt von den jeweiligen Einschränkungen für den Handel. Überproportional ist der Online-Handel gewachsen. TechTex/Industrie Erneut hat uns das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 vor große Herausforderungen gestellt. Nach einer anfänglichen Erholung des Automobil-Geschäftes im ersten Quartal kam es im Verlauf des Jahres durch den anhaltenden Chipmangel und der daraus resultierenden sinkenden Produktion von Neuwägen zu massiven Umsatzrückgängen. Erschwerend waren die steigenden Rohstoffpreise. Die Rückgänge konnten durch Zuwächse im Bereich der technischen Textilien und Outdoor-Anwendungen kompensiert werden. Zusätzlich erholte sich die Bekleidungsindustrie im Q2/Q3 leicht. Allerdings stellten uns auch hier die steigenden Rohstoffpreise und fehlende Auxiliaries vor entsprechende Herausforderungen. Aktuell gehen wir davon aus, dass sich diese Entwicklung in den nächsten Monaten weiter verschärfen wird. Die andauernden Störungen in den globalen Lieferketten, weitere Engpässe in der Chipproduktion sowie steigende Energiepreise werden sich weiter bemerkbar machen. Wesentliche Entwicklungen des Geschäftsjahres Auf die Gütermann GmbH entfallen rund 33% des Umsatzvolumens auf den Bereich Consumer, 25% auf den Bereich Industrie, 12% auf den Bereich TechTex, 28% auf den Bereich Intercompany und 2% auf sonstige Umsatzerlöse. Zur Beschaffung der Rohstoffe wie Filamente, Rohzwirne, Farbstoffe, Hülsen bzw. Verpackungsmaterialien ist die Gütermann GmbH bestrebt, einen ausreichend breiten Lieferantenkreis aufzubauen, um die Rohstoffversorgung gewährleisten sowie Einkaufspreise optimieren zu können. Hierbei werden stetig Synergie-Effekte mit der Konzernmutter und anderen Konzerngesellschaften gesucht. Des Weiteren ist der Einkauf von Energie ein wesentlicher Faktor, bei dem über entsprechende Kontrakte attraktive Konditionen erzielt werden sollen. Allerdings stellen die steigenden Energie- und Rohstoffpreise zusätzliche Belastungen für die Gütermann GmbH dar. Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gütermann GmbH Ertragslage Die Gütermann GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2021 einen Gesamtumsatz von 74,0 Mio. €. Damit liegt der Umsatz über dem Vorjahresniveau (71,1 Mio. €) und die Erwartungen wurden übertroffen. Begründet wird dieser Anstieg durch Umsatzsteigerungen im Bereich Industrie im Wesentlichen durch die Übernahme des slowenischen Industriemarktes von der slowenischen Schwestergesellschaft. Der Anstieg im Bereich Intercompany (+ 2,8 Mio. €) kompensierte zum Teil die Rückgänge im Consumer-Bereich (-3,8 Mio. €). Gegenüber dem Vorjahreswert hat sich die Rohgewinnmarge (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand dividiert durch Gesamtleistung) mit 48,5% (Vorjahr 51,4%) verschlechtert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus höheren Rohstoff- und Energiepreisen. Die Sonstigen betrieblichen Erträge betragen insgesamt 1,4 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €). Sie resultieren vor allem aus dem Mehrerlös von Anlageabgängen in Höhe von 0,6 Mio. €, aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 0,2 Mio. € sowie von realisierten und unrealisierten Kursgewinnen 0,6 Mio. €. Die Personalaufwendungen betragen im Geschäftsjahr 19,5 Mio. € (Vorjahr 18,1 Mio. €). Begründet wird dieser Anstieg im Wesentlichen durch Erstattungen für Kurzarbeitergeld durch die Bundesagentur für Arbeit im Vorjahr. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 15,1 Mio. € liegen nur leicht über dem Niveau des Vorjahres (15,0 Mio.). Das EBITDA liegt bei 1,8 Mio. € (Vorjahr 3,4 Mio. €). Auf Basis des Ergebnisabführungsvertrages mit der American & Efird (Germany) GmbH & Co. KG wurde das Periodenergebnis von 0,5 Mio. € (Vorjahr 0,9 Mio. €) vollständig abgegeben, so dass sich ein Jahresergebnis von Null ergab. Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt -8,1 Mio. € (Vorjahr 2,3 Mio. €). Durch Investitionen in das Anlagevermögen sowie Darlehenszahlungen beläuft sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit auf 7,8 Mio. € (Vorjahr -2,2 Mio. €). Die größten Investitionen in das Anlagevermögen waren mit 0,5 Mio. € Maschinen der Fertigung und mit 0,4 Mio. € Betriebs- und Geschäftsausstattung. Aus dem Verkauf von Maschinen der Fertigung wurden 0,6 Mio. € einbezahlt. Im Berichtszeitraum erfolgten Darlehenseinzahlungen von der Gütermann S.A.U., Spanien in Höhe von 3,6 Mio. €, von der American & Efird (A&E Europe), Slowenien 2,1 Mio. € und von der Gütermann & Co. AG, Schweiz von 2,8 Mio. €. Vermögenslage Zum 31. Dezember 2021 betrug das Eigenkapital der Gütermann GmbH 18,9 Mio. € und hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 nicht verändert. Durch die geringere Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote von 43,4% auf 46,0% leicht verbessert. Die Netto-Finanzverschuldung der Gütermann GmbH, Darlehensverbindlichkeiten (Verbundbereich) abzüglich flüssiger Mittel, weist per 31. Dezember 2021 eine Darlehensschuld in Höhe von -8,0 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) aus. Das kurzfristige Nettovermögen (kurzfristige Vermögenswerte zuzüglich flüssiger Mittel abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten) hat sich auf 25,9 Mio. € (Vorjahr 17,3 Mio. €) erhöht. Das mittel- und langfristige Nettovermögen (langfristige Vermögenswerte bereinigt um langfristige Verbindlichkeiten) ist mit -7,2 Mio. € negativ und hat sich gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 deutlich vermindert (Vorjahr 1,4 Mio. €). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Darlehensverbindlichkeit in Höhe von 8,5 Mio. €, welche sich aus Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Gewährung neuer Darlehen der Gütermann S.A.U., Spanien in Höhe von 3,7 Mio. €, von der American & Efird (A&E Europe), Slowenien 2,1 Mio. € und von der Gütermann & Co. AG, Schweiz von 2,7 Mio. € zusammensetzt. Mitarbeiter Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2021 beschäftigte die Gütermann GmbH 383 Mitarbeiter (Vorjahr 396). Gesamtaussage zur allgemeinen wirtschaftlichen Lage Trotz der, laut Gesamtverband Textil und Mode angespannten konjunkturellen Marktsituation, konnte die Gütermann GmbH, im Vergleich zum Vorjahr und zur Umsatzprognose, eine Umsatzsteigerung in Höhe von 2,9 Mio. € erreichen. Begründet wird dieser Anstieg durch Umsatzsteigerungen im Bereich Intercompany und Industrie. Im Industriebereich wurde der slowenische Industriemarkt von der slowenischen Schwestergesellschaft übernommen. Im Berichtszeitraum wurde ein EBITDA von 1,8 Mio. € erzielt. Damit lag der Wert erheblich unter dem Vorjahr und der Prognose, als ein EBITDA in Höhe von jeweils 3,4 Mio. € erreicht bzw. prognostiziert wurde. Die Verschlechterung resultiert im Wesentlichen aus höheren Personalkosten, gestiegenen Materialaufwendungen sowie aus realisierten und unrealisierten Kursdifferenzen. Der operative Cashflow im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug -8,1 Mio. € und liegt somit unter dem vorjährigen mit 2,3 Mio. €. Qualitätsmanagement Eine Bestätigung unserer Qualität und Innovationskraft ist die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 sowie IATF 16949:2016 durch die DQS GmbH (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen), eine Bewertung, die Gütermann erstmalig 1995 erhalten hat und die seitdem jährlich geprüft wurde. Weitere Zertifizierungen bestehen wie folgt:
III. CHANCENBERICHT Chancen durch eine positive wirtschaftliche Entwicklung Der Erfolg der Gütermann GmbH wird in erheblichem Maße durch die konjunkturelle Lage beeinflusst. Unsere Prognosen beruhen daher auf den zugrunde gelegten wirtschaftlichen Entwicklungen. Würde sich die Weltwirtschaft positiver entwickeln als von uns vorhergesagt, wären auch Umsätze und Ergebnisse möglich, die unsere Erwartungen übertreffen. Chancen durch Forschung und Entwicklung Um weiter erfolgreich im Markt agieren zu können, müssen wir uns weiterhin von unserer Konkurrenz abheben. Wir versuchen nach wie vor, eine hohe Qualität zu angemessenen Preisen anzubieten. Mit unserer Entwicklungsabteilung werden wir wie bisher neue Produkte marktgerecht entwickeln und/oder Prozesse weiterhin optimieren. Des Weiteren werden wir auch in Zukunft daran arbeiten, die Produktionskosten zu reduzieren. Chancen durch unsere Unternehmensstrategie Unsere Unternehmensstrategie sowie die übergeordnete Unternehmensstrategie der A&E-Gruppe beeinflusst in erheblichem Maße unsere Finanz- und Ertragslage, sowie unseren Cashflow. Wir sind bestrebt, mit unserem gesamten angebotenen Produktportfolio profitables Wachstum zu generieren. Wir arbeiten am Ausbau unserer Stellung im Bereich der Automobilindustrie und sehen Chancen durch die Ausweitung unseres Produktsortiments um A&E-Produkte und weitere Neuprodukte. Wir sind davon überzeugt, auch in Zukunft weitere Kunden- und Produktpotentiale sowie neue Absatzmärkte aufzudecken. Durch den Zusammenschluss mit A&E ergeben sich zusätzliche Chancen durch das Ausschöpfen von Synergien wie beispielsweise bei der Beschaffung von Rohstoffmaterialien. Chancen durch Kundenbeziehungen Unsere Kundenbeziehungen sind für uns ein sehr wichtiges Gut. Aus diesem Grunde orientieren wir uns bei der Entwicklung neuer Produkte an unseren Endverbrauchern oder entwickeln gemeinsam mit (hauptsächlich: TechTex-) Kunden individuelle Lösungen. Wir verpflichten uns, unseren Kunden hohe Qualität und ausgezeichneten Service zu angemessenen Preisen anzubieten. Der Fokus liegt weiterhin auf der aktiven Neukundengewinnung, Schwerpunkt technische Textilien und Schuhe/Leder. Auch in Zukunft werden wir jede Chance nutzen, um für unsere Kunden einen noch höheren Mehrwert zu erzielen. Chancen durch Auf- und Ausbau neuer Märkte Durch die Erschließung neuer Absatzkanäle und regelmäßige Marktbeobachtungen sind wir bestrebt, neue Wachstumsmärkte aufzutun. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit A&E und durch die Nutzung bereits vorhandener Vertriebskanäle und Märkte von und über A&E, welche ebenfalls zusätzliche Wachstumspotentiale bieten. IV. RISIKOBERICHT Risikofaktoren Kunden-/Preisrisiken Die Gütermann GmbH verfügt über ein eigenes, ständig optimiertes Debitorenmanagement. Dieses beinhaltet im Wesentlichen die Überwachung der Altersstruktur sowie von zweifelhaften Forderungen. Große Einzelkunden werden regelmäßig auf die Gefahr eines (Debitoren-) Ausfalls hin überprüft. In Märkten mit erhöhtem Risiko arbeiten wir bei Bedarf mit Akkreditiven bzw. Vorkasse. Aufgrund der Covid-19 Pandemie und den damit einhergehenden, teilweise nicht absehbaren wirtschaftlichen Risiken besteht zudem für die Gütermann GmbH ein erhöhtes Risiko von Zahlungsausfällen. Daher wurde das Debitorenmanagement nochmals angepasst, um auf eventuell auftretende Zahlungsverzögerungen rechtzeitig reagieren zu können. Wir schätzen das Risiko von Zahlungsausfällen aktuell jedoch als gering ein. Die Belieferung mit Rohstoffen und Vorprodukten ist gekennzeichnet durch starke Preisschwankungen, da die Rohstoff- und Energiemärkte von Unsicherheiten, der Corona-Pandemie und politischen Krisen negativ beeinflusst werden. Dadurch bestehen Preisrisiken, da die Preisentwicklung bei den wesentlichen Rohstoffen von der Entwicklung des Ölpreises und Energiekosten abhängig ist und diese aufgrund des Krieges in der Ukraine sehr volatil sind. Die Entwicklungen der Rohstoff- und Energiepreise werden fortlaufend überwacht und mit den Lieferanten verhandelt. Zudem stehen wir in unserem Geschäftsumfeld sowohl traditionellen als auch neuen Wettbewerbern gegenüber. Die hierdurch verstärkte Wettbewerbssituation könnte sich in einem erhöhten Preisdruck sowie Kostensteigerungen niederschlagen. Die Kunden- und Preisrisiken stellen insgesamt ein mittleres Risiko dar. Währungsrisiken Wir überwachen potenzielle Währungskursrisiken und verfolgen eine konsequente Risikomanagementstrategie, die unter anderem ein pro-aktives Devisenmanagement vorsieht. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist aufgrund der volatilen Währungsschwankungen hoch und kann negative Konsequenzen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage sowie unseren Cashflow haben. Wir stufen dieses Risiko entsprechend als ein mittleres Risiko ein. Rechtsrisiken Die zurzeit anhängigen Rechtsstreitigkeiten werden von uns als nicht bestandsgefährdend eingestuft und Risiken daraus sind durch entsprechende Rückstellungen abgedeckt. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als gering ein, dennoch können wir erhebliche negative Konsequenzen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage sowie unseren Cashflow nicht ausschließen. Insgesamt stufen wir das Risiko jedoch als gering ein. Produktrisiko Durch unsere Bestrebungen nach kontinuierlicher Verbesserung stellen wir sicher, dass kurzfristig bei unseren Produkten kein Wertberichtigungsbedarf und/oder Margenverfall droht. Zudem ist die langfristige Sicherstellung der Beschaffungsmärkte die Grundlage für eine Versorgung mit Rohstoffen und Vorprodukten. Der Krieg in der Ukraine hat aktuell keinen negativen Effekt auf die Rohstoffversorgung. Dennoch können Einschränkungen im Warenverkehr zu Beschaffungsengpässen führen. Die Auswirkung dieses Risikos hätte erhebliche negative Konsequenzen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage sowie unseren Cashflow. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist jedoch unseres Erachtens gering, insbesondere vor dem Hintergrund der Lagerreichweiten die zur Abdeckung der bestehenden Aufträge ausreichen. Sonstige Risiken Die A&E-Compliance-Regeln sind allen Mitarbeitern zugänglich. Bei rechtskräftigen Vereinbarungen wird das 4-Augen-Prinzip beachtet. Das Verbot von Wettbewerbsabsprachen zwischen Lieferanten und Kunden oder Patentinhabern oder Lizenznehmern wird konsequent beachtet. Die potenziellen negativen Konsequenzen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage sowie unseren Cashflow könnten erheblich sein, jedoch schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos sehr gering ein. Wir stufen dieses Risiko deshalb insgesamt als gering ein. Umweltrisiken Durch regelmäßige Untersuchungen und umfassende Schulungen der verantwortlichen Mitarbeiter wird sichergestellt, dass unsere Produktion die umweltschutzrechtlichen Auflagen erfüllt. Es ist unser Bestreben, in diesem Bereich vorbildhaft zu agieren, welches wir über ein gruppenweites Nachhaltigkeitsprogramm forcieren. Für unsere Bemühungen nach Nachhaltigkeit und effizientem Energiemanagement erhielten wir Anerkennung durch die Zertifizierung nach ISO 50001:2018. Die Konsequenzen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage sowie unseren Cashflow könnten erheblich sein, jedoch schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als unwahrscheinlich ein. Wir stufen dieses Risiko entsprechend als geringes Risiko ein. IT-Risiken IT-Umfeld, IT-Sicherheits- und Systemausfallrisiken werden im Wesentlichen durch Backup-Systeme, Anti-Virenprogramme auf Basis von KI, ständige Kontrollen, Online-Schulungen und regelmäßige Wartungen minimiert. Durch diese Palette von Maßnahmen schützen wir uns und unsere Kunden vor Zugriff durch Unbefugte sowie unbeabsichtigten Datenverlust. Zwar sind die potenziellen finanziellen Auswirkungen als hoch einzustufen, jedoch schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als sehr gering ein. Daher stufen wir dieses Risiko als ein geringes Risiko ein. Personalrisiken Es ist von zentraler Bedeutung, dass wir unsere personellen Ressourcen effektiv steuern, damit wir unseren kurz- und langfristigen Bedarf an Mitarbeitern und an erforderlichen Fachkenntnissen erfüllen können. Diesem Risiko wirkt die Gütermann GmbH gezielt durch eine Reihe von Maßnahmen entgegen. Dazu gehören beispielsweise die Nachfolgeplanung und die Personalplanung, die darauf abzielen, Diversität und den richtigen Personalmix zu erreichen. Weitere Maßnahmen sind der befristete Einsatz externer Ressourcen sowie Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. Obgleich wir die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als eher gering einschätzen, können wir vor allem durch den demographischen Wandel moderate negative Konsequenzen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage sowie unseren Cashflow nicht ausschließen. Wir stufen dieses Risiko insgesamt als geringes bis mittleres Risiko ein. Liquiditätsrisiken Dem Liquiditätsrisiko begegnen wir durch eine laufende Liquiditätsüberwachung sowie einer wöchentlich aktualisierten Liquiditätsvorschau. Zur Finanzierung werden Gesellschafterdarlehen innerhalb des A&E Konzerns ausgereicht, durch diese auch die eventuellen zusätzlichen Finanzierungsbedarfe der Gesellschaft während der Covid-19 Pandemie abgedeckt werden sollen. Durch Reduktion von Fixkosten soll das Liquiditätsrisiko weiterhin abgesenkt werden. Wir stufen dieses Risiko insgesamt als geringes Risiko ein. Covid-19 Pandemie Aus der anhaltenden Covid-19 Pandemie ist aktuell mit nicht mit wesentlichen Folgen für die Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf der Gütermann GmbH zu rechnen. Ein eventuell ungünstigeres Infektionsgeschehen aufgrund neuer Virus-Mutanten und die sich daraus ergebenden Auswirkungen sind aktuell nicht einschätzbar. Wir stufen dieses Risiko insgesamt als geringes bis mittleres Risiko ein. Ukraine-Krieg Der Ukraine-Krieg und die damit verbundenen wirtschaftlichen Risiken treffen auch den American & Efird (Germany) Management GmbH Konzern. Die steigenden Energie- und Rohstoffpreise sowie die gestörten Lieferketten belasten das Ergebnis des Konzerns. Die sich daraus ergebenden Auswirkungen sind aufgrund der nicht absehbaren Länge des Konflikts aktuell nicht quantifizierbar. Wir stufen dieses Risiko insgesamt als mittleres Risiko ein. Gesamtaussage zu Risiken und Chancen Mit unseren Unternehmensstrategien sowie der übergeordneten Unternehmensstrategie der A&E-Gruppe generieren wir mit unserem gesamten angebotenen Produktportfolio profitables Wachstum. Wir arbeiten am Ausbau unserer Stellung im Bereich der Stoffe und sehen Chancen durch die Ausweitung unseres Produktsortiments um A&E-Produkte und weitere Neuprodukte. Wir sind davon überzeugt, auch in Zukunft weitere Kunden- und Produktpotentiale sowie neue Absatzmärkte aufzudecken. Durch den Zusammenschluss mit A&E ergeben sich zusätzliche Chancen durch das Ausschöpfen von Synergien, wie beispielsweise bei der Beschaffung von Rohstoffen. Damit sollten durch planbare Maßnahmen zum weiteren Aufbau neuer Märkte und der Neukundengewinnung allenfalls mögliche Nachfragerückgänge, insbesondere im klassischen Nähfadengeschäft, kompensiert werden können. Darüber hinaus tragen Sortimentserweiterungen zu einer Festigung der Marktstellung bei. Insbesondere durch unsere innovativen Lösungen behaupten wir unsere Marktstellung als kompetenter Partner unserer Kunden. Mittels regelmäßig durchgeführter Kundenzufriedenheitsanalysen erfassen wir Schwachstellen und erkennen Verbesserungspotentiale für die Zukunft. Veränderungen im organisatorischen Bereich werden kontinuierlich vorgenommen und werden deshalb auch in den kommenden Jahren zu einer Optimierung der Prozesse beitragen. Des Weiteren senken wir unsere Produktions- und Logistikkosten durch global günstigen Einkauf. Wir sind nach wie vor bestrebt, auch in konsumentennahen Bereichen künftig eine moderne und effiziente Organisation zu bieten. Die Risiken der zukünftigen Entwicklung liegen insgesamt im Rahmen der allgemeinen Unwägbarkeiten unserer unternehmerischen Aktivitäten sowie der branchenspezifischen Umstände. Wir schätzen keines der zuvor dargestellten Risiken als bestandsgefährdend ein. V. PROGNOSEBERICHT Für alle im Prognosebericht genannten Ziele sowie für alle weiteren zukunftsbezogenen Aussagen gilt, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Prognose der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Für 2022 dürfte, laut DIW, die Wachstumsleistung für die Weltwirtschaft um 4,2% zulegen. Auch für 2023 wird ein positives Wachstum von 3,6% prognostiziert. Begründet wird das Wachstum mit Aufholeffekten im verarbeitenden Gewerbe durch unter anderem das Auflösen der Störungen in den Lieferketten. Für 2022 wird für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften durch die Immunisierung der Bevölkerung mit einer Abnahme der Einschränkungen gerechnet. In weniger fortgeschrittenen Volkswirtschaften ist jedoch mit langsameren Erfolgen bezüglich der Pandemiebekämpfung zu rechnen. Laut DIW wird der Euroraum im kommenden Jahr wieder einen Wachstumskurs einschlagen. Es ist bereits im Sommer 2022 mit dem Vorkrisenniveau zu rechnen. Für 2022 wird ein Bruttoinlandswachstum von 3,7% und eine Inflationsrate von 3,4% prognostiziert. Ab 2023 sollte mit 2,3% Wirtschaftswachstum wieder ein langfristiger Pfad eingeschlagen werden. Die Prognose der Arbeitslosenquote beläuft sich für 2022 auf 7,0% und wird laut DIW im Jahr 2023 sogar auf 6,7% sinken. Laut DIW wird die deutsche Wirtschaft 2022 wieder mehr Fahrt aufnehmen. Wenn sich im kommenden Jahr die Lieferengpässe auflösen und die Pandemie überwunden wird, ist ein Wachstum von 3,0% zu erwarten. Auch die Arbeitslosenquote solle 2022 auf 5,0% und 2023 dann sogar auf 4,7% sinken. Somit hätte Sie ihr Vorkrisenniveau von 2019 erreicht. Für 2022 und 2023 wird eine Inflation von 3,8% bzw. 1,5% erwartet. Die Inflation wird jedoch zu Beginn der Jahre 2022 und 2023 durch die Erhöhung der CO2-Preise einen Impuls erfahren. Im folgenden Jahr dürfte das Wirtschaftswachstum der USA bei 3,6% liegen. Im Jahr 2023 soll das Bruttoinlandsprodukt dann um 2,7% steigen. Auf Grund der dynamischen Binnennachfrage dürfte die Inflation im Jahr 2022 bei etwa 4,6% liegen. Die Notenbank wird wohl beginnen, die Geldpolitik weniger expansiv auszurichten. Da die chinesische Wirtschaft ihr Vorkrisenniveau bereits wieder erreicht hat, wird das Wachstum etwas geringer ausfallen, als in bisherigen Prognosen vermutet. Für 2022 werden trotzdem 4,9% und für 2023 sogar 5,0% Wachstum prognostiziert. In der Textil- und Bekleidungsindustrie wird eine voranschreitende Konjunkturerholung bestätigt. Insbesondere der Export biete Anlass zum Optimismus. In welchem Ausmaß und mit welcher zeitlichen Perspektive die optimistischen Einschätzungen der Unternehmen sowohl der Textil- und Bekleidungsindustrie revidiert werden müssen, muss abgewartet werden. Die Daten des Gesamtverbandes textil+mode stammen von Anfang des Jahres 2022 und wurden somit vor der Ukraine-Invasion erhoben. Daher wird die Krise mindestens noch in den kommenden Monaten ihre Spuren hinterlassen. Auch jenseits der Kriegsfolgen sind die Schwierigkeiten der vergangenen zwei Jahre noch nicht überwunden. Ausblick der Gütermann GmbH Das globale Wirtschaftswachstum wird 2022 erneut von der Covid-19 Pandemie und deren Auswirkung weiterhin geprägt sowie nun auch durch den Konflikt in der Ukraine. Wir erwarten, dass sich nach zwei Jahren das öffentliche Leben stabilisiert, unter der Voraussetzung, dass keine neuen "Virus-Mutanten" erneute Rückschläge der in 2021 eingeleiteten Maßnahmen mit sich bringen. Die Folgen der Pandemie als auch der neu entbrannte Konflikt in der Ukraine zwingen uns weiterhin vorsichtig zu prognostizieren, da die Absatzmärkte durch die stark gestiegenen Preise bzw. Produktknappheit unberechenbar bleiben. Wie 2021, werden wir die Lage kontinuierlich verfolgen und unser Unternehmen entsprechend auf die neue Lage anpassen. Aktuell rechnen wir im Jahr 2022 mit einem Umsatzwachstum von ca. 10 % und erwarten eine EBITDA Steigerung um 20 %. Unsere Prognose ist mit einigen Unsicherheiten behaftet, da die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie und des Ukraine Konflikts auf die Rohstoffpreise, der Marktnachfrage, als auch auf die weltweiten Logistikflüsse zum aktuellen Zeitpunkt nicht vollends absehbar sind.
Gutach im Breisgau, 5. Mai 2022 Gütermann GmbH Die Geschäftsführer Christopher R. Alt Kristen H. Hughes Jürgen Drescher Quellen: DIW Wochenbericht 37-2021 DIW Wochenbericht Nr. 8/2022 Textil+Mode: Konjunkturbericht 02-2022 Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Zwischen der American & Efird (Germany) GmbH & Co. KG, Gutach im Breisgau, und der Gütermann GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Es wurde das gesetzliche Gliederungsschema gemäß § 266 HGB angewandt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden. Das Geschäftsjahr der Gütermann GmbH läuft vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021. Die Vorjahreszahlen sind jeweils zum Vergleich gegenübergestellt. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Gütermann GmbH mit Sitz in Gutach im Breisgau im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nummer HRA 703588 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen bzw. ggf. bei außerplanmäßigen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vermindert. Dabei werden betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 3 und 5 Jahren zugrunde gelegt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 285 Nr. 13 HGB über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer spiegelt hierbei die durchschnittlichen Produktlebenszyklen bzw. Kundenbindungsdauern wider. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, entsprechend seiner Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen bzw. ggf. bei außerplanmäßigen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vermindert. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagegegenstände umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten des Produktionsbereichs, Abschreibungen sowie Sondereinzelkosten der Fertigung, nicht jedoch Finanzierungskosten. Dabei werden folgende betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertigen Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden und ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 1,7 bis 2,8 % berücksichtigt. Der Ansatz der Bankguthaben erfolgt zu den Nennwerten. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzins der vergangenen 10 Jahre auf eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,87 % (12/2020: 2,30 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 11. März 2016 verwendet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,25 % (12/2020: 2,25 %) und Rentensteigerungen von jährlich 1,0% (12/2020: 1,0 %) zugrunde gelegt, sowie ein BBG-Trend in Höhe von 2,25 % p. a. (12/2020: 2,25 %) und eine Fluktuation in Höhe von 0,00 % p. a. (12/2020: 0,00 %) unterstellt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst und betreffen ausschließlich die in den beiden nachfolgenden Absätzen genannten Rückstellungsposten. Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre auf eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,35 % (12/2020: 1,60 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 11. März 2016 verwendet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,25 % (12/2020: 2,25 %) sowie eine Fluktuation in Höhe von 2,25 % p. a. (12/2020: 2,25 %) unterstellt. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre auf eine angenommene Restlaufzeit von zwei Jahren von 0,34 % (12/2020: 0,49 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 11. März 2016 verwendet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,25 % (12/2020: 2,25 %) sowie ein BBG-Trend in Höhe von 2,25 % p. a. (12/2020: 2,25 %) unterstellt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt aufgrund des bestehenden Organschaftsverhältnisses mit der American & Efird (Germany) GmbH & Co. KG, Gutach im Breisgau. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Im Geschäftsjahr gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen. Im Vorjahr waren es TEUR 777, die aus der Abschreibung von Betriebseinrichtungen in Höhe von TEUR 163 sowie von Verkaufsmöbeln in Höhe von TEUR 614, aufgrund geänderter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, resultierten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises wären Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.873 (Vj. TEUR 5.221) innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 13.511 (Vj. TEUR 13.216) innerhalb der sonstigen Forderungen auszuweisen. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin belaufen sich auf TEUR 13.511 (Vj. TEUR 17.980). Aktive Latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29 % zugrunde gelegt. Zum Ende des Geschäftsjahres ergibt sich eine aktive latente Steuer nach § 274 HGB aus den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, Rückstellungen für drohende Verluste, Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen, Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen, Rückstellungen für Urlaubsverpflichtungen, Rückstellungen für Gleitzeitverpflichtungen sowie für unrealisierte Währungseffekte. Die Aktivierung des Aktivsaldos der latenten Steuern nach § 274 HGB, die aus temporären Differenzen resultieren, unterbleibt aufgrund des bestehenden Organschaftsverhältnisses mit der American & Efird (Germany) GmbH & Co. KG, Gutach im Breisgau. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren (1,87 %) im Vergleich zu den vergangenen 7 Geschäftsjahren (1,35 %) beträgt TEUR 194 (12/2020: TEUR 263) und ist zur Ausschüttung gesperrt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gleitzeitguthaben, Jubiläumszuwendungen, Erfolgsbeteiligungen und sonstige Personalverpflichtungen, Sondervergütungen, Kundenboni und Retouren/Gutschriften, externe Beratungshonorare und Jahresabschlusskosten, Berufsgenossenschaftsbeiträge und sonstige ausstehende Kostennoten gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises wären Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.789 (Vj. TEUR 12.732) innerhalb der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie von Darlehen in Höhe von TEUR 8.477 (Vj. TEUR 0) auszuweisen. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (Vj. TEUR 0).
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse
Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten
Sonstige betriebliche Erträge Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf TEUR 859 (Vj. TEUR 917) und bestehen im Wesentlichen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 55 (Vj. TEUR 11), aus Entschädigungen von Versicherungen TEUR 7 (Vj. TEUR 6), aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 173 (Vj. TEUR 34) sowie dem Mehrerlös aus Anlageabgängen von insgesamt TEUR 554 (Vj. TEUR 10). Im Geschäftsjahr gab es keine Wertaufholung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Vj. TEUR 819). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 73 (Vj. TEUR 161) und beinhalten primär einen Mehraufwand für Rückstellungen in Höhe von TEUR 13 (Vj. TEUR 75), Beratungsaufwendungen in Höhe von TEUR 12 (Vj. TEUR 60) sowie Beiträge in Höhe von TEUR 30 (Vj. TEUR 23). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR 0 (Vj. TEUR 97). Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern betragen TEUR 1 (Vj. TEUR 0). Ergebnisabführungsvertrag Auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde der Gewinn in Höhe von TEUR 483 von der American & Efird (Germany) GmbH & Co. KG übernommen. Sonstige Angaben
Die Leasingverträge ermöglichen die Verteilung der Liquiditätsabflüsse über den jeweiligen Vertragszeitraum und enden in 2022. Die Zahlungsabflüsse aus den angegebenen Mietverpflichtungen berücksichtigen das Geschäftsjahr 2022. Die Mietverträge sind unbefristet. Die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist beträgt 3 Monate. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Geschäftsführung Geschäftsführer sind Jürgen Drescher, Managing Director A&E Gütermann Europe, Christopher R. Alt, Senior Vice President Elevate Global Strategic Accounts, und Kristen H. Hughes, General Counsel. Aufgrund § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer verzichtet, da Herr Alt und Frau Hughes über kein Dienstverhältnis mit der Gesellschaft verfügen. Prüfung- und Beratungsgebühren Das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 beläuft sich auf insgesamt TEUR 263 und betrifft ausschließlich Prüfungsleistungen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Berichtsjahr wurden keine wesentlichen marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB durchgeführt. Konzernverhältnisse Unsere Gesellschaft ist Bestandteil des Konzernabschlusses der American & Efird (Germany) Management GmbH, Gutach-Breisgau, die verpflichtet ist, den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufzustellen. Der Abschluss ist im Bundesanzeiger abrufbar. Oberstes Mutterunternehmen ist die Platinum Equity Capital Partners III, L.P., USA, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Bei dieser Gesellschaft ist auch der Konzernabschluss erhältlich. Nachtragsbericht Mit Beginn des Krieges am 24. Februar 2022 in der Ukraine wurden durch die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und anderen westlichen Ländern Sanktionen gegenüber der Russischen Föderation verhängt. Aus den Sanktionen ergeben sich für die Gütermann GmbH keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Beide Konfliktstaaten stellen weder aus Absatz- noch aus Einkaufssicht ein wesentliches Geschäftsfeld des Konzerns dar. Aufgrund der politischen Instabilität ergeben sich indirekte Effekte wie weiter steigende Rohstoffpreise und mögliche Lieferkettenschwierigkeiten, deren Auswirkung auf die Gütermann GmbH zum gegenwertigen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar sind.
Gutach im Breisgau, 5. Mai 2022 Gütermann GmbH Die Geschäftsführer Christopher R. Alt Kristen H. Hughes Jürgen Drescher Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021
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