Stammdaten

Register
Amtsgericht Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen) HRB 61983
Vorher
InVois AGLIQUIDE 24 AG
Eingetragen
27.10.2006
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteVermittlung von KreditenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind - der regelmäßige Ankauf von Forderungen - die Vermittlung von Forderungsfactoring - externes Forderungsfactoring - Beratung auf dem Gebiet des Forderungsfactoring und des Forderungsmanagement - das Betreiben von Netzwerkdiensten - die Beratung auf dem Gebiet der Finanzdienstleistung und der Unternehmensübernahme - Inkassodienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Jens Mäkel
seit 10.12.2025
Prokura
Dinko Mehmedagic
seit 10.12.2025
Vorstandsmitglied
Klaus Jakobs
seit 2.12.2025
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GOYA Finance AG (vormals: LIQUIDE 24 AG)

Neustadt an der Weinstraße (vormals: Bad Dürkheim)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Liquide24 AG (im Weiteren "Liquide24" oder "Gesellschaft" genannt) besitzt die Zulassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Erbringung von Factoring-Dienstleistungen gem. § 1 Abs. 1a Nr. 9 KWG. Liquide24 ist vornehmlich im Bereich der Kleinkunden und Mengengeschäfte ausgerichtet. Der Fokus liegt hier vor allem auf B2C Forderung. Der Vorstand besteht seit Januar 2024 aus den Herren Pascal Kuhn (Vorstand Markt) und Thomas Banck (Vorstand, ausgeschieden 06/24). Die Leitung der IT-Abteilung liegt seit 2020 bei Herrn Ivo Jerxsen (Prokurist), die Leitung des Risikomanagements seit 2018 bei Frau Susanne Kuhn (Prokuristin). Beiden Prokuristen haben Gesamtprokura.

II. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Geschäftsergebnisse

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des Factoring-Marktes

Seit einem Jahr befindet sich die deutsche Wirtschaft in der Rezession. Im 3. Quartal 2023 schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,1 Prozent. Diese Negativentwicklung hat sich für das Gesamtjahr mit minus 0,3 Prozent fortgesetzt. Wachstumsbremsen waren die weiterhin hohe Inflation und Kostensteigerungen, die den Konsum schwächen. Der Nachfragerückgang ist mittlerweile in vielen Branchen zu spüren. Auch die Insolvenzzahlen steigen. Kreditgeber und Lieferanten sind gezwungen, auf die hartnäckige Konjunkturkrise zu reagieren. Auch der noch immer währende Krieg in der Ukraine beeinflusst die Stimmung in allen Wirtschaftsbereichen negativ. Eine wichtige Maßnahme scheint die Ausweitung der Zahlungsziele zu sein. Diese Entlastung der Debitoren hat den Zahlungsverzug zuletzt verringert. Zwischen Juli und Dezember 2023 sank die durchschnittliche Verzugsdauer auf 8,47 Tage.

Im 2. Halbjahr 2022 waren es noch fast 11 Tage. Nicht nur die Gefahr von Forderungsausfällen und die Insolvenzzahlen sind zuletzt gestiegen, zusätzlich belasten auch höhere Finanzierungskosten die Liquidität. Wenig Zuversicht auf baldige Besserung der wirtschaftlichen Lage vermitteln zudem die Konjunkturprognosen. Die Forderungslaufzeit blieb gesamtwirtschaftlich zuletzt nahezu unverändert. Im 2. Halbjahr 2023 lag diese bei durchschnittlich 40,52 Tagen (1. Halbjahr 2023: 40,70 Tage). Die Außenstandsdauer liegt damit nach wie vor unter dem Vor-Corona-Niveau.

In den vergangenen Monaten haben die Gläubiger die Zahlungsziele wieder ausgeweitet, nachdem Energiepreis- und Corona-Krise eher eine Kürzung der Zahlungsziele zur Folge hatten. Die Lieferanten gewährten im 2. Halbjahr 2023 im Durchschnitt ein Zahlungsziel von 32,05 Tagen (1. Halbjahr 2023: 29,93 Tage). Damit kehrt das Zahlungsziel im B2B-Geschäft zu den Werten früherer Jahre zurück. So wurden im 2. Halbjahr 2020 durchschnittlich 31,98 Tage gewährt. Auch bei höheren Risiken waren Lieferanten und Kreditgeber offenbar gezwungen, im Zeichen eines schwierigeren Absatzes ihren Kunden entgegenzukommen. Die verschlechterten Rahmenbedingungen stellten viele Geschäftspartner vor Herausforderungen. Dabei dürfte sich die Ausweitung der Zahlungsziele dämpfend auf den gemessenen Zahlungsverzug ausgewirkt haben, da dem Schuldner mehr Zeit zum Begleichen der Rechnung blieb.

2. Geschäftsentwicklung

Die Liquide24 AG betreibt seit vielen Jahren das Factoring in ausgewählten Nischen-Märkten in Deutschland. Mit dem Produkt "Persaldo24" wird konzentriert auf KFZ-Sachverständige Factoring von Forderungen gegen Versicherungen von Unfallverursachern gefactort.

Zudem betreibt die Liquide24 klassisches KMU-Factoring jedoch mit regionaler Ausrichtung. Die Konzentration der Akquisition liegt schon immer im regionalen Umfeld des jeweils für die Liquide24 AG tätigen Vertriebspartners. Die Gesellschaft unterliegt seit vielen Jahren einer Stagnation im Umsatz. Die sich in 2023 fortsetzende Inflation und der damit einhergehende Preisanstieg aller Güter und Dienstleistungen ergibt ein Bild der permanenten "Grenzrentabilität". So sind nur wenige Monate im Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven Ergebnis zu verzeichnen.

Vor diesem Hintergrund war das Geschäftsjahr 2023 auch geprägt von sehr lang andauernden Übernahmegesprächen mit einem kapitalstarken Investor der die Liquide24 zur Umsetzung seines eigens entwickelten Factoring-Geschäftsmodells erwerben wollte und schließlich auch hat. Der Kaufvertrag wurde im Juli 2023 geschlossen, die sich ergebenden Veränderungen und Umschreibungen im Aktienbuch erfolgte jedoch erst in 01.2024. Diese intensiven Gespräche haben große Kapazitäten gebunden die zur Akquisition von Neugeschäft hätten dringend zur Verfügung stehen müssen. Der bisherige Vorstand, Herr Jochen Stepp, verantwortete auch wesentliche Volumina des Neugeschäfts bzw. die Anbindung neuer Factoring-Kunden.

3. Geschäftsergebnis

Die Bilanzsumme der Liquide 24 AG stieg von T€ 753 auf T€ 1.151, das entspricht einem Zuwachs von nahezu 53% der Bilanzsumme von 2022.

Das Geschäftsergebnis ist jedoch aufgrund fehlender Vertriebskapazitäten und ineffizienter Prozesse erneut negativ. Die Zinserträge sind von T€ 955 um T€ 108 auf T€ 847 gesunken, der Jahresfehlbetrag stieg von T€ 75 auf T€ 238.

Die Zinsaufwendungen sanken zwar von T€ 354 auf T€ 307, im Gegenzug stiegen die anderen Verwaltungsaufwendung von T€ 505 auf T € 569. Auffallend ist dabei der Anstieg für Rechts- und Beratungskosten von über T€ 100 auf T€ 170. Diese Kosten sind unter anderem auch für die Prüfungen aller den Aktienanteilsverkauf betreffenden Regelungen zuzuschreiben. In dieser Position stecken aber zuordnungsfremde und marktunüblich hohe Provisionen und Beratungskosten von Vertriebspartnern.

Das finanzierte Factoringvolumen lag 2023 bei T€ 27.430 (Vj. T€17.832)., insgesamt wurde ein Forderungsvolumen von T€ 33.739 (Vj. T€ 21.953) umgesetzt. Die Anzahl der Belege lag bei 19.548 (Vj. 12.319) und somit ergibt sich ein durchschnittlicher Rechnungsbetrag von € 1.725,96 (Vj. € 1.782,07).

Kundenstruktur

Die Kundenstruktur der Liquide 24 AG ist von den bis zum 31.12.2023 als Kerngeschäftsfelder definierten Kundenkreise dominiert. Im Geschäftsfeld "Persaldo24" werden die Forderungen von KFZ-Gutachtern gegenüber Unfallgeschädigten und deren Versicherern gefactort. Hier wird seit 2018 der KFZ-Gutachtermarkt mit schneller Liquidität versorgt und gleichzeitig die Abwicklung gegenüber den Kfz-Haftpflichtversicherungen vorgenommen. Hierbei handelt es sich um ein sehr stabiles Geschäftsfeld mit bis zu keinem Ausfall. Dieser Vertriebsbereich findet überregional statt, wobei der zuständige Vertriebspartner jeden seiner Gutachterkunden persönlich kennt. Zukünftig soll dieser Bereich ausgebaut werden und dringend notwendige Investitionen im Bereich KI-gestützter Automatisierung geleistet werden. Zudem betreibt die Liquide 24 das klassische KMU-Factoring mit Kunden im Bereich T€ 1.000 bis T€ 5.000 Umsatzvolumen pro Jahr.

Durch die Vertriebsausrichtung in 2023 wurden auch Kunden im Bereich des Reverse-Factoring-Geschäfts an die Liquide24 angebunden. Der ehemalige Vorstand versprach sich durch größere Vertragsvolumina auch größeres Ertragspotenzial. Im dritten und vierten Quartal 2023 wurden aber gerade diese größeren Vertragsabschnitte nicht fristgerecht bedient.

Die Risikobetrachtung wurde hier marktseitig nicht ordnungsgemäß vorgenommen. Der neue Vorstand hat das Reverse-Factoring-Geschäft einstimmig eingestellt und sämtlichen verbliebenen Kunden die Verträge gekündigt.

Bilanzstruktur / Ertragslage

Bei der Liquide 24 AG sprechen wir, insbesondere bei einem Finanzdienstleistungsinstitut, von sehr kleinen Bilanzverhältnissen. Mit dem Abschluss 2023 kommt die Gesellschaft erstmalig auf eine Bilanzsumme von über 1 Million EURO. Maßgeblich dafür sind leider nicht die Umsätze aus wachsendem Neugeschäft, die zur Abdeckung der negativen Entwicklung notwendigen und mit Nachrang versehenen eingebrachten Darlehen führen zu einer Bilanzverlängerung die die Bilanzsumme von T€ 1.151 verursachen.

Das operative Ergebnis ist seit Jahren eigenkapitalverzehrend. Nur durch die Nachrangigkeit der vom ehemaligen Vorstand, Herr Jochen Stepp, und weiteren Aktionären, seit Jahren regelmäßig eingebrachten Darlehen wird eine bilanzielle Überschuldung vermieden.

Wie bereits mehrfach ausgeführt, resultiert die sehr schwache Ertragslage aus zu geringen Vertriebsaktivitäten, die auch einer klaren Vertriebsstrategie entbehrte. Die bereits erwähnten Reverse-Factoring-Geschäfte mit großen Volumina, mehrere sechsstellige Beträge, wurden nicht bedient, folglich gab es auch keine Erträge in 2023 aus diesen Einzelpositionen. Auch die Vereinbarungen mit freien Vertriebsmitarbeitern wurden mit nicht zu rechtfertigenden Provisionsregelungen versehen, die am Ende zum Nachteil der Liquide 24 führten. So wurden hohe Provisionsanteile den Vertriebskollegen zugeschrieben, eine Beteiligung an Verlusten aus diesen Geschäften erfolgte jedoch nie.

Betrachtet man das Segment "Persaldo" so sind keine Verluste aus diesem Geschäftsfeld zu melden. Bei dem kleinteiligen KMU-Geschäft sind die Ausfälle branchentypisch gering und wurden über die vorhandene Warenkreditversicherung beglichen.

Brutto-Cash-Flow (Cash-Flow I)

In EUR 2023 2022
Jahresüberschuss /-fehlbetrag -237.983 -76.018
- Forderungsverzicht mit Besserungsschein 0 -328.187
+ Planmäßige Abschreibungen 95.598 77.460
- Zuschreibungen 0 0
+ außerplanmäßige Abschreibungen/Sonder- AfA 36.180 80.446
- Sonderabschreibungen auf Verbindlichkeiten durch Verzicht 0 0
+ Steuern für Einkommen und Ertrag 0 0
= Brutto-Cash-Flow -106.205 -246.299

III. Risikobericht

Die Liquide24 AG ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1a Nr. 10 Kreditwesengesetz (KWG) und unterliegt damit der laufenden Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Deutsche Bundesbank.

Für das Risikomanagement der Gesellschaft gelten damit unter anderem die Vorgaben der §§ 25a ff. KWG und der sie konkretisierenden "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk, Rundschreiben 10/21 (BA) der BaFin). Diesen Regeln entsprechend hat der Vorstand eine Geschäftsorganisation geschaffen, die insbesondere ein angemessenes und wirksames Risikomanagement umfasst, auf dessen Grundlage die Überprüfung sämtlicher Risiken andauernd sichergestellt ist. Darüber hinaus werden u.a. auch angemessene und wirksame Maßnahmen im Umgang mit der Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und strafbaren Handlungen, Compliance sowie Datenschutz getroffen. Das Risikomanagement wird für das laufende Geschäftsjahr weiter ausgebaut, damit die Gesellschaft bei steigendem Wachstum in der Lage ist, jederzeit seine vorhandenen Risiken zu messen, frühzeitig Trends und Veränderung zu erkennen und geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.

1. Adressausfallrisiko

Das größte Risiko der Gesellschaft ist das Adressenausfallrisiko bei Debitoren. Dieses Risiko ist dem Grunde nach in den letzten Jahren gestiegen, weil unter dem Kostendruck und der Prozessgeschwindigkeit vor allem im Mengengeschäft bei Kleinstbeträgen auf die Einbindung der WKV verzichtet werden musste. Umso wichtiger ist für die Liquide24 die konsequente Durchführung des KYC-Prozesses bei den Kunden. Aufgrund der Festlegung von "Leitblanken", Einräumung von Einreichungs-Limiten in Abhängigkeit der Bonitätsbeurteilung bei den Debitoren, halten sich Ausfälle seit Jahren in unterdurchschnittlichen Größen. Der gezielte Fokus auf niedrige und schnell laufende Forderungsgrößen hat sich als risikoverringerte Strategie bewährt.

2. Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken stellt für eine Factoringgesellschaft ausschließlich das Zinsänderungsrisiko dar. Da wir aufgrund der Vertragsgestaltungen jede Zinsveränderung an unsere Kunden weitergeben können, wird diesem Risiko entsprechend vorgesorgt. Der Preisanstiegt für die Risikoübernahme, zum Beispiel durch die WKV, hat unmittelbar die Kostenweitergabe durch Konditionsanpassung beim Ankauf von Forderungen zufolge.

Die Liquide24 ist, wie die meisten Unternehmen im Finanzdienstleistungssektor, durch Serviceverträge insbesondere bei IT gehalten, das operative Geschäft gewährleistet zu wissen.

Preisrisiken werden durch langfristige Verträge mit fixen Serviceraten abgesichert. Zudem wird durch das interne Knowhow viel Service auch intern umgesetzt.

3. Liquiditätsrisiko

Für jede Factoring-Gesellschaft bzw. für jeden Finanzdienstleister stellt das Liquiditätsrisiko ein wesentliches Risiko dar. Wir unterscheiden das Risiko der Liquidität für das operative Geschäft zum Forderungsankauf und somit das Refinanzierungsrisiko von der Liquidität die zur Sicherung unserer Zahlungsverpflichtungen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs benötigt wird. Die Refinanzierung unseres operativen Geschäfts erfolgt über die eingeräumte Refinanzierungslinie bei Raisin Bank AG, Frankfurt am Main. Hier stehen wir in permanentem Kontakt um alle erdenklich möglichen Geschäftsanforderungen umsetzen zu können. Die eingeräumte Linie von T€ 9.500 ermöglicht es, das Tagesgeschäft, wie auch die geplanten Wachstumspläne umsetzen zu können. Die Liquidität zur Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs wird täglich überwacht, in dem die zur Verfügung stehenden Geldmittel auf unserem Hausbankkonto geprüft und geplant wird.

4. Operationale Risiken

Alle betrieblichen Aktivitäten der Liquide24 bergen operationelle Risiken. Hierunter verstehen wir EDV-technische Risiken, Abwicklungsrisiken und personelle Risiken. Unser Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, Risiken auf diesen Feldern frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Dennoch eingetretene Schadensfälle werden im Team analysiert und diskutiert mit dem Ziel, in Zukunft ähnliche Fälle zu vermeiden. Infolge unserer Granularität des Geschäftsmodells sind grundsätzlich Klumpen-Risiken ausgeschlossen.

EDV-technische Risiken werden durch den nahezu ausschließlichen Einsatz von zertifizierter Standardsoftware minimiert. Unsere gesamte Hardware wird durch unseren Administrator gewartet. Alle verfügbaren Updates und Sicherheitsupdates werden kontinuierlich eingespielt. Ein Notfallplan existiert. Über das Rechenzentrum erfolgt die permanente Redundanz aller Systeme.

Die täglich erstellten Notfallsicherungen des gesamten Datenbestandes versetzen uns in die Lage, innerhalb von 4 Stunden weiterarbeiten zu können.

Unser Notfallkonzept umfasst darüber hinaus die Möglichkeit des dezentralen Arbeitens nahezu aller Mitarbeiter über firmeneigene Laptops oder stationäre Rechner. Über eine sichere VPN-Verbindungen sind diese Arbeitsplätze mit dem Firmennetz verbunden.

Den Abwicklungsrisiken begegnen wir durch ein umfangreiches 4- Augen-Prinzip sowie durch entsprechende Arbeitsanweisungen. Zudem ist sichergestellt, dass immer mehrere Kompetenzträger im Haus anwesend oder kurzfristig erreichbar sind. Wie jedes Unternehmen sind auch wir personellen Risiken ausgesetzt. Über ausgeprägte Dialogbereitschaft, Teamgeist, vorbildliches Verhalten von Führungskräften, leistungsgerechte Vergütungssysteme, Weiterbildung usw. versuchen wir, unsere Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Wir wissen auch, dass nur motivierte und zufriedene Mitarbeiter jeden Tag Höchstleistung bringen können. Die geringe Fluktuation unserer Kolleginnen und Kollegen bestätigt uns, hier einen marktüblichen Standard zu praktizieren.

5. Rechtsrisken

Rechtsrisiken erwachsen uns in erster Linie durch die vertraglichen Beziehungen, in denen wir insbesondere zu Kunden stehen. Dieses Risiko minimieren wir, indem zum weit überwiegenden Teil nur mit juristisch erprobten Standardverträgen gearbeitet wird. Abweichungen von diesen Mustern, die ausschließlich von ausgewählten Fachanwälten erarbeitet wurden und sind nur mit schriftlicher Genehmigung der Kompetenzträger erlaubt.

6. Nachhaltigkeitsrisiken - ESG

ESG-Risiken beziehen sich auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken, die Unternehmen, Investoren und andere Organisationen in verschiedenen Bereichen ihres Geschäftsbetriebs und ihrer Aktivitäten beeinflussen können.

• Umweltrisiken: Dies sind Risiken, die mit Umweltfaktoren verbunden sind, wie z.B. Klimawandel, Umweltverschmutzung, Ressourcenknappheit, Energieeffizienz und die Einhaltung von Umweltstandards.

• Sozialrisiken: Diese umfassen Risiken, die mit sozialen Aspekten verbunden sind, wie z.B. Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Vielfalt und Inklusion, Arbeitssicherheit, Datenschutz und soziale Verantwortung gegenüber Gemeinschaften.

• Governancerisiken: Diese beziehen sich auf Risiken im Zusammenhang mit der Unternehmensführung, wie z.B. Corporate Governance-Strukturen, Ethik und Integrität, Transparenz, Interessenkonflikte, Führungskompetenz und -unabhängigkeit.

ESG-Risiken können die finanzielle Leistungsfähigkeit eines Unternehmens beeinflussen, indem sie die Betriebskosten erhöhen, den Markenwert schmälern, das Kunden- und Investorenvertrauen beeinträchtigen und rechtliche oder regulatorische Risiken mit sich bringen. Aus diesem Grund berücksichtigen immer mehr Investoren und Unternehmen ESG-Faktoren in ihren Entscheidungsprozessen, um langfristige finanzielle Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sicherzustellen. So wird auch bei der Liquide24 die ESG Faktoren bei den Entscheidungsprozessen immer weiter einbezogen.

Die ESG Strategie der Liquide24 befindet sich noch im Aufbau und wird ständig fortentwickelt. Dabei werden folgende Aspekte berücksichtigt:

6.1. Umweltaspekte:

Bewertung der Umweltauswirkungen der Kunden des Unternehmens durch Analyse der Branchen und sonstiger messbarer Factoren.

Förderung von Umweltbewusstsein: Die Liquide24 ermutigt die Kunden kontinuierlich papierlos zu arbeiten. Sämtliche Kommunikation und Datenbereitstellung erfolgt über das Onlineportal der Liquide24 zum Kunden. Auch die Übertragung von Rechnungen und/oder Mahnungen an die Debitoren soll in erster Linie digital erfolgen.

6.2. Soziale Aspekte:

Die Liquide24 schließt keine Verträge mit Kunden oder Kooperationspartner die keinen den Standards üblichen faire Arbeitsbedingungen garantieren. Dabei werden aktuell Branchen die auch wegen der fehlenden Transparenz als schwer zu prüfen anzusehen sind ausgeschlossen.

6.3. Governance-Aspekte:

Bei der Prüfung neuer Kunden soll sich der Vertrieb auch über die Transparenz der Unternehmensstrukturen informieren und bei potentiellen Kunden auf eine solide Corporate Governance Beurteilung durchführen.

Die Liquide24 plant ein klare ESG-Richtlinie zu formulieren und kommunizieren, um sicherzustellen, dass ESG-Kriterien in Ihren Geschäftsprozessen und Entscheidungen berücksichtigt werden. Dabei soll zukünftig bei der Prüfung von Kunden zusammen mit Partnern ein ESG Scoring eingeführt werden, was zusätzlich zu Bonitätsbeurteilung herangezogen werden muss. Debitorisch soll ein Screening des Bestands erfolgen, um eine aussagekräftige Beurteilung der ESG-Kriterien zu erhalten.

7. Klumpenrisiken

Das Geschäftsmodell der Liquide 24 ist auf Granularität und Mengengeschäft, sowie auf die Vermeidung von Klumpenrisiken ausgerichtet. So ist derzeit kein einziger Kunde oder Debitor mit einem Limit größer T€ 1.000. oder mehr an die Bundesbank gemeldet. Das durchschnittliche Kunden Limit liegt bei T€ 39, das durchschnittliche Debitorenlimit bei T€ 3,5.

IV. Prognose und Chancen

1. Allgemeine Situation

Durch die Veränderung der Mehrheitsverhältnisse im Kreis der Aktionäre und der neuen Vertriebsausrichtung mit drei Schwerpunkten: Health Care, Mobility und Plattformgeschäft bzw. KMUs, ist die Liquide 24 AG auf Wachstumskurs ausgerichtet. In enger Zusammenarbeit mit dem Hauptaktionär, F&B Software GmbH, Heidelberg (F&B), ist die Liquide 24 nun in der Lage, sehr schnell auf Kundenwünsche mit digitalen Lösungen einzugehen, um somit signifikante Mehrwerte für die Kunden zu schaffen. Das Netzwerk der F&B wird nachhaltiges Wachstum bei der Liquide 24 AG zufolge haben. Folglich ist eine der Hauptaufgaben des neuen Vorstands darin zu sehen, trotz allen Wachstums, die Qualitätsverbesserungen in der Liquide 24 fortzusetzen und zu gewährleisten. Hierzu sind bereits organisatorische Maßnahmen eingeleitet worden, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Vor diesem Hintergrund sehen wir eine durchweg positive und skalierbare Entwicklung für die nächsten Jahre der Gesellschaft gegeben.

Nach Stand der Kapitalausstattung der Gesellschaft zum 31.12.2023 durch den vorhandenen Verlustvortrag und dem Verlust aus 2023 wird dieser als nicht ausreichend angesehen. Es wurden bereits Maßnahmen mit der neuen Hauptgesellschafterin besprochen, um die dauerhafte ausreichende Kapitalausstattung sicherzustellen. Hierzu wird kurzfristig ein Forderungsverzicht mit Besserungsschein vorhandener Verbindlichkeiten und zeitnah eine Kapitalerhöhung durchgeführt.

2. Investitionen

Durch kurze Entscheidungswege in der Unternehmensgruppe, werden Investitionsentscheidungen sehr schnell getroffen und maßgeblich auf die Erzielung von Neugeschäft mit nachhaltigem Ertrag ausgerichtet und umgesetzt. Investitionen in IT, Personal sowie Geschäftsausstattung wird auch immer unter den ESG-Prämissen geprüft und anschließend die entsprechende Entscheidung für das Notwendige getroffen. Für 2024 ist ein Budget in Höhe von € 1,8 Mio. geplant. Die wesentlichen Investitionen werden in Personal und IT fließen. Die Umsetzung und Planung erfolgt im agilen Umfeld und wird je nach Bedarf angepasst.

3. Planung Neugeschäft und Kosten

Wesentlicher Punkt des Kostenanstiegs wird durch den notwendigen Ausbau der Personalbasis getrieben sein. Der Einstieg in das dritte Vertriebssegment, HealthCare, bedingt es, die notwendigen Mitarbeiterkapazitäten für den Umgang mit dem Factoring-Kernsystem ef3 frühzeitig aufzubauen und zu schulen. Zudem wird der Kundensupport entsprechend gestärkt und neu ausgerichtet. Mit dem Ausbau der Personalstärke gehen die Investitionen in die entsprechende Arbeitsplatzversorgung mit IT einher. Für 2024 wird mindestens mit der Verdopplung der Personalstärke von neun auf achtzehn Mitarbeiter geplant. Dabei wird die geplante Übernahme von Bestandsportfolien aus dem HealthCare Bereich nebst Mitarbeiter eine treibende Kraft sein. Die konservativ gestaltete Neugeschäftsplanung sieht eine Steigerung des Umsatzes auf T€ 1.000. vor, im Jahr 2025 auf T€ 1.932 vor. Die Planung ist hierbei konservativ ausgestaltet und sieht einen positiven Ertrag ab 2026 vor. Der Planung zu Grunde gelegt wurde ein ständiges Wachstum in den vorhanden Kernbereichen.

4. Planung Refinanzierung

Mit nur einem Refinanzierungspartner besteht nach Ansicht des Vorstands immer ein gewisses Liquiditätsrisiko für das operative Geschäft und für das geplante Wachstum. Mit dem Finanzierungspartner bestehen langläufige Verträge und Zusagen auch steigendes Geschäft mitzufinanzieren. Die ersten Gespräche mit weiteren Refinanzierungpartnern sind bereits erfolgt. Ziel ist es, spätestens 2025 weitere Refinanzierungslinien zur Verfügung zu haben. Darüber hinaus kann Liquidität seitens der F&B zur Verfügung gestellt werden, um neues Geschäft abzudecken.

V. Ereignisse nach Feststellung der Bilanz und der GuV 2023

Mit der Bestellung von zwei neuen Vorständen in der Liquide 24 AG zum 01.01.2024, Herrn Pascal Kuhn und Herrn Thomas Banck (ausgeschieden im Juni 2024), wurden die Anforderungen der BaFin, ab diesem Zeitpunkt, mehr als nur eine Person in der Geschäftsleitung zu haben, erfüllt. Mit der Amtsniederlegung von Herrn Jochen Stepp, als Vorstand der Liquide 24 AG, am 12.01.2024 wurde der Aktienübertragung auf die neue Hauptaktionärin, der F&B Software GmbH, Rechnung getragen. Mit der Entscheidung, die Gesellschaft umzufirmieren und auch an einen neuen Standort zu verlegen, werden die Veränderungen bei der Liquide 24 AG fortgesetzt. Zukünftig wird die Liquide 24 AG unter Firmierung "GOYA Finance AG", am Markt aktiv sein.

Der neue Standort wird sich in Neustadt an der Weinstraße, An der Eselshaut 2, befinden. Die hierfür notwendigen gesellschaftsrechtlichen Schritte sind bereits eingeleitet. Im Februar 2024 wurde seitens des neuen Hauptaktionärs ein Nachrangdarlehen in Höhe von T€ 250 zur Stärkung der Liquidität eingebracht. Zur Stärkung der Gesellschaft werden weitere liquide Mittel durch den Hauptaktionär nebst einer Kapitalerhöhung im Jahr 2025 durchgeführt.

Der Lagebericht vom 28.03.2024 wurden um Feststellungen der Wirtschaftsprüferin ergänzt.

 

Bad Dürkheim, 28.05.2024

LIQUIDE24 AG

Pascal Kuhn

Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Barreserve 228,80 228,80
B. Forderungen an Kreditinstitute 48.658,97 70.965,66
I. täglich fällig 48.658,97 70.965,66
C. Forderungen an Kunden 558.876,53 168.221,45
D. Immaterielle Anlagenwerte 344.449,00 393.510,00
E. Sachanlagen 17.931,00 24.100,00
F. sonstige Vermögensgegenstände 178.378,53 91.827,42
G. Rechnungsabgrenzungsposten 2.476,67 4.498,18
Bilanzsumme, Summe Aktiva 1.150.999,50 753.351,51

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 289.562,63 51.533,04
B. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 169.487,90 184.361,01
C. Sonstige Verbindlichkeiten 553.506,05 153.420,73
D. Rückstellungen 33.889,40 21.500,00
1. sonstige Rückstellungen 33.889,40 21.500,00
E. Nachrangige Verbindlichkeiten 42.400,00 42.400,00
F. Eigenkapital 62.153,52 175.013,73
I. Gezeichnetes Kapital 375.373,00 250.250,00
II. Kapitalrücklage 345.000,00 345.000,00
III. Verlustvortrag 420.236,27 344.217,93
IV. Jahresfehlbetrag 237.983,21 76.018,34
Bilanzsumme, Summe Passiva 1.150.999,50 753.351,51

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 847.102,36 954.853,92
2. Zinsaufwendungen 307.803,47 354.032,14
3. sonstige betriebliche Erträge 250.377,46 341.454,88
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 895.276,58 860.226,40
a) Personalaufwand 326.211,78 355.374,56
Löhne und Gehälter 273.059,37 299.489,08
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 53.152,41 55.885,48
b) andere Verwaltungsaufwendungen 569.064,80 504.851,84
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 95.598,70 77.460,01
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 36.180,50 80.446,61
7. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 680,02
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -237.379,43 -75.176,34
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag -0,22 0,00
10. sonstige Steuern 604,00 842,00
11. Jahresfehlbetrag -237.983,21 -76.018,34

Anhang zum 31. Dezember 2023

der Liquide24 AG

1. Allgemeine Angaben

Die Liquide24 AG mit Sitz in Bad Dürkheim ist unter der Handelsregisternummer: 61.983 beim Amtsgericht Ludwigshafen am Rhein eingetragen.

Mit Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 am 25. Dezember 2008 wurde die Liquide24 AG aufsichtsrechtlich als Finanzdienstleistungsinstitut i. S. v. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG eingeordnet.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches §§ 340 ff HGB, den ergänzenden Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden. Er wurde unter Berücksichtigung der Ergebnisverwendung gemäß § 268 Abs. 1 HGB aufgestellt.

Die Liquide24 AG mit Sitz in Bad Dürkheim ist im Privatbesitz von acht Aktionären. Die Liquide24 AG wurde am 09.08.2006 gegründet. Bei den Aktien handelt es sich um 375.370 stimmberechtigte Stammaktien auf Namen lautend, mit einem jeweiligen Wert in Höhe von EUR 1,00.

Im Dez 2020 wurde im Rahmen einer Kapitalerhöhung die Anzahl der Aktien durch Splittung auf 1-EUR-Aktien von 50.000 auf 55.000 Stück (zu je 1 EUR) erhöht. Dabei flossen dem Unternehmen TEUR 350 Eigenkapital zu. Die Kapitalerhöhung ist mit ihrer Eintragung im Handelsregister im März 2021 unter dem Eigenkapital auszuweisen.

In 2021 wurden weitere Kapitalerhöhungsmaßnahmen unternommen. Dabei wurden durch Einzahlung von TEUR 159 die Liquidität gestärkt und durch Verzichte auf die Rückführung von Darlehen (TEUR 350) durch den Hauptaktionär weitere a.o Erträge generiert. im Dezember wurden auf weitere TEUR 232 Rangrücktrittsdarlehen verzichtet. Der Jahresüberschuss stieg dadurch auf TEUR 237.

Eine Kapitalerhöhungsmaßnahme in 2022 wurde in Höhe von EUR 125.123 vorgenommen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 117.308 vorgenommen. Ausgegeben wurden 117.123 Aktien zu jeweils einem EUR.

Nach diesen Maßnahmen verfügt der Hauptaktionär noch über 76,18 % der Aktien.

Das Eigenkapital beläuft sich hiernach auf insgesamt EUR 62.153,32.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen an Kunden wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Für ausfallgefährdete Forderungen wurden notwendige Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Die darin enthaltenen Forderungen aus dem Factoring sind im Wesentlichen im Rahmen einer Warenkreditversicherung versichert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die immateriellen Anlagewerte sowie die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig abgeschrieben.

Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von Euro 250,01 bis Euro 800,00 wurden als geringwertige Wirtschaftsgüter im Anlageverzeichnis erfasst und am Ende des Jahres sofort voll abgeschrieben. Bei einem Wert ab Euro 800,01 wurden die zugegangenen Gegenstände aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen wurden mit dem Nennwert bewertet. Soweit Wertberichtigungen notwendig waren, wurden diese vorgenommen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennbetrag bewertet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen wurden in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 1 HGB gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Sie beinhalten hauptsächlich die Rückstellungen für die Erstellung des Jahresabschlusses und die gesetzliche Prüfung. Die Rückstellungen haben keine Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr. Die Höhe der sonstigen Rückstellungen entspricht dem zu erwartenden Rückstellungsbedarf. Sie wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde zum Nennbetrag bewertet. Da das Eigenkapital teilweise aufgebraucht wurde, werden weitere liquide Mittel durch den neuen Hauptaktionär nebst einer Kapitalerhöhung im Jahr 2025 durchgeführt.

3. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Forderungen an Kreditinstitute (Bankenbilanz lfd. Nr. 3)

Bei den Forderungen an Kreditinstitute handelt es sich um täglich fällige Kontokorrentguthaben auf bei einem inländischen Kreditinstitut geführten Konten.

Forderungen an Kunden: (Bankenbilanz lfd. Nr. 4)

Gliederung nach Restlaufzeit 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Bis 3 Monate 558 168
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 0 0
Summe 558 168

Immaterielle Anlagewerte (Bankenbilanz lfd. Nr. 11)

Im Geschäftsjahr 2022 wurden sämtliche Voraussetzungen geschaffen, damit die uns nahestehende Gesellschaft Dte. W. Rechtsanwalts GmbH das Produkt "Factoring steuerberatender Berufe" nutzen kann. Der Zugang in 2022 bezüglich der Programmierung diverser Module und einer Schnittstellenprogrammierung wurde in Höhe von TEUR 96 auf 5 Jahre abgeschrieben.

sonstige Vermögensgegenstände: (Bankenbilanz Nr. 14)

Gliederung nach Restlaufzeit 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Bis 3 Monate 0 0
Laufzeit bis 1 Jahr 36 6
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 142 86
Laufzeit über 5 Jahre 0 0
Summe 178 92

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaff ungskosten 01.01.
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Anschaffungs- Kosten 31.12.
TEUR
Abschreibungen kumuliert 01.01.
TEUR
Immaterielle Anlagewerte 503 0 0 503 256
Sachanlagevermögen 142 0 0 142 131
Finanzangevermögen 0 0 0 0 0
Summe 645 0 0 645 387
Abschreibungen des Geschäftsjahres
TEUR
Abschreibungen kumuliert 31.12.
TEUR
Restbuchwert 31.12. 2023
TEUR
Restbuchwert 31.12. 2022
TEUR
Immaterielle Anlagewerte 62 318 186 394
Sachanlagevermögen 6 137 6 24
Finanzangevermögen 0 0 0 0
Summe 72 455 192 418

Die Sachanlagen betreffen Software und die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die in den Sachanlagen enthaltenen Vermögensgegenstände werden vollständig von uns im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten, (Bankenbilanz Nr. 1)

Gliederung nach Restlaufzeit 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Bis 3 Monate 192 51
Laufzeit bis 1 Jahr 97 0
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 0 0
Unbefristete, > 5 Jahre Laufzeit 0 0
Summe: 289 51

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, (Bankenbilanz Nr. 2)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

Gliederung nach Restlaufzeit 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Bis 3 Monate Laufzeit 169,5 184,4
1 bis 5 Jahre 0 0
Summe 169,5 184,4

Sonstige Verbindlichkeiten, (Bankenbilanz lfd. Nr. 3)

Gliederung nach Restlaufzeit 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Sofort fällig 0 0
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 553,5 153,4
Laufzeit mehr als 5 Jahre 0 0
Summe: 553,5 153,4

Rückstellungen, (Bankenbilanz lfd. Nr. 4)

In den Rückstellungen sind Rückstellungen für die Prüfung in 2024 für 2023 in Höhe von TEUR 25 enthalten, sowie EUR 3.469,40 Urlaubsrückstellungen und EUR 420,00 sonstige Rückstellungen.

nachrangige Verbindlichkeiten, (Bankenbilanz lfd. Nr. 59)

Gliederung nach Restlaufzeit 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Laufzeit 1- 5 Jahre 0 0
Laufzeit mehr als 5 Jahre 42 42
Summe: 42 42

Die nachrangigen Verbindlichkeiten bestehen gegenüber nahestehenden Personen. Der Rückgang ist durch Tilgungsleistungen für ein Darlehen mit Nachrangabrede bedingt.

Als wesentliche Vertragsbedingungen sind zu nennen:

1.) im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation erfolgt eine Rückerstattung erst nach Befriedigung aller nicht nachrangiger Gläubiger.

2.) die erklärte Nachrangigkeit der Darlehen ist an keine Bedingung gebunden. Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung kann nicht entstehen.

3.) eine Aufrechnung des Rückzahlungsanspruches gegen eigene Forderungen der Gesellschaft und die Stellung von Sicherheiten sind ausgeschlossen.

Der Zinsaufwand für die nachrangigen Verbindlichkeiten betrugen im Berichtsjahr TEUR 0.

Angaben gem. § 35 III S. 1 Nr. 2, a RechKredV

Die Zinserträge und Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 847 (VJ.: TEUR 954) wurden ausschließlich mit in Deutschland tätigen Kunden erzielt.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 307 (VJ: TEUR 354) enthalten mit TEUR 236 (VJ.: TEUR 284) Aufwendungen aus Fremdleistungen und Finanzierungskosten.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft entfallen auf Forderungsausfälle und Kulanzen in Höhe von TEUR 36 (VJ: TEUR 80).

Angaben zum Nachrangdarlehen

Datum Gewährung Fälligkeit Zinssatz Zinsen
in TEUR
19.12.2014 TEUR 42,4 unbefristet 0 % Zinsen ausgesetzt

Angaben gem. § 35 I und III S. 1 Nr. 4 RechKredV außerordentliche Erträge und Aufwendungen

Außergewöhnliche hohe und einmalige Finanzierungskosten in Höhe von TEUR 215 sind unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

4. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es besteht ein Leasingvertrag (Kopierer) mit jährlichen Leasingraten von TEUR 2,7. Es wurde im November 2020 ein neuer KFZ-Leasingvertrag abgeschlossen, der in den Folgejahren zu jährlichen Leasingraten in Höhe von TEUR 10 geführt hat. Im November 2023 wurde der Leasingvertrag aufgelöst, wobei eine Ablösezahlung in Höhe von TEUR 17,7 geleistet wurde. Seit 2021 wird ein zusätzliches KFZ geleast, das mit TEUR 5,5 jährlich anzusetzen ist. In 2022 wurde ein weiterer KFZ-Leasingvertrag abgeschlossen, der zu jährlichen Leasingraten in Höhe von 5,5 TEUR führt.

5. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Herr Jochen Stepp ist hauptberuflich Vorstand der Liquide24 AG. Die Angabe der Gesamtbezüge der Vorstände unterbleibt in Hinblick auf § 286 Absatz 4 HGB.

Die Höhe der von Herrn Jochen Stepp gewährten Darlehen beläuft sich zum 31.12.2023 auf TEUR 499.

Darüber hinaus besteht ein Nachrangdarlehen in Höhe von TEUR 42.

Zusammensetzung und Verzinsung:

Darlehensstand zum 1.1.23 Zinssatz Tilgung Schlusswert 31.12.23
10 1,6 9 1
73 1,75 5 68
30 1,75 7 23
0 0 0 366
0 0 0 41

Abschlussprüferhonorar

Das an den Abschlussprüfer für Abschlussprüfungsleistungen entrichtete Honorar beträgt TEUR 13 zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr folgende Personen an:

• Dr. Harald Schäfer (Aufsichtsratsvorsitzender)

• Frau Steuerberaterin Ingrid Stepp

• Andreas-Georg Freiherr von Zobel zu Giebelstadt, Geschäftsführer

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Bezüge.

Arbeitnehmer

Es wurden unter anteiliger Berücksichtigung der Teilzeitbeschäftigten im Jahresdurchschnitt 9 Mitarbeiter beschäftigt.

2023 2022 2021 2020 2018
Vorstand 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0
Kaufmännische Angestellte 5,0 4,0 4,0 4,0 2,0
Angestellte in Teilzeit 3,0 3,0 2,0 3,0 2,0
Summe 9,0 8,0 7,0 8,0 5,0

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 238,0

Der Jahresfehlbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen und mit dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 420 verrechnet werden. Der Verlustvortrag beträgt nach Vortrag des Jahresüberschusses TEUR 658.

7. Nachtragsbericht

Im Januar 2024 vollzog sich eine bedeutende Veränderung im Aktionärsbestand der Liquide 24 AG, wobei die F&B Software GmbH nunmehr der Hauptaktionär ist. Diese Änderung führte zu einer Neuausrichtung der Vertriebsstrategie des Unternehmens.

Die Entscheidung zur Umfirmierung der Gesellschaft in "GOYA Finance AG" sowie die Verlegung des Unternehmensstandorts nach Neustadt an der Weinstraße (An der Eselshaut 2) wurden getroffen, wobei die dafür notwendigen gesellschaftsrechtlichen Schritte bereits eingeleitet wurden.

Der Anhang vom 28.03.2024 wurden um Feststellungen der Wirtschaftsprüferin ergänzt.

 

Bad Dürkheim, 28.05.2024

LIQUIDE24 AG

Pascal Kuhn

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

1. Prüfung des Jahresabschlusses der Goya Finance AG für das Geschäftsjahr 2023 sowie Bericht des Aufsichtsrats

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung mit Anhang der Goya Finance AG für das Geschäftsjahr 2023 mit Erläuterungen des Steuerberaters sowie der Entwurf des Berichts des Aufsichtsrates und der Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sind den Aufsichtsratsmitgliedern vorab über- sandt worden.

a) Prüfung des Jahresabschlusses der Goya Finance AG für das Geschäftsjahr 2023

Die vom Vorstand zum 31. Dezember 2023 aufgestellte Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung mit Anhang liegt dem Aufsichtsrat vor. Diese Unterlagen sind die ser Niederschrift als Anlage 1 beigefügt. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Inhalt der Unterlagen erläutert. Fragen des Aufsichtsrats zu den Inhalten der Unterlagen wurden vom Vorstand beantwortet. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates konnte die Unterlagen vorab prüfen.

Der Aufsichtsrat hat sodann unter Teilnahme aller seiner Mitglieder an der Abstimmung mit drei JA-Stimmen sowie ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung folgenden Beschluss gefasst:

"Der Jahresabschluss der Goya Finance AG zum 31. Dezember 2023, bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung mit Anhang, wird hiermit gebilligt.

Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. "

b) Beschlussfassung über den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung

Dem Aufsichtsrat liegt der Entwurf eines Berichts des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2023 vor. Er ist dieser Niederschrift als Anlage 2 beigefügt.

Der Aufsichtsrat hat sodann unter Teilnahme aller seiner Mitglieder an der Abstimmung mit drei JA-Stimmen sowie ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung folgenden Beschluss gefasst:

"Der Aufsichtsrat beschließt, an die ordentliche Hauptversammlung der Goya Finance AG, welcher der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 vorgelegt werden wird, den dem Aufsichtsrat im Entwurf vorliegenden Bericht zu erstatten."

2. Vorschlag des Vorstandes für die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung des Jahres 2024 sowie Beschlussfassung über die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrates zur ordentlichen Hauptversammlung des Jahres 2024

Das Vorstandsmitglied Pascal Kuhn hat dem Aufsichtsrat den Entwurf einer Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung des Jahres 2024 nebst der dazugehörigen Beschlussvorlage zugeleitet. Dieser Entwurf ist dieser Niederschrift als Anlage 3 beigefügt.

Der Aufsichtsrat hat sodann auf Vorschlag seines Vorsitzenden unter Teilnahme aller seiner Mitglieder an der Abstimmung mit drei JA-Stimmen sowie ohne Gegen- stimme und ohne Enthaltung folgenden Beschluss gefasst:

"Der Aufsichtsrat ist mit dem vom Vorstand vorgelegten Entwurf der Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung des Jahres 2024 einverstanden. Den darin enthaltenen Beschlussvorschlägen schließt sich der Aufsichtsrat an."

3. Bericht des Vorstands gern. § 90 AktG

Weitere Beschlüsse wurden nicht gefasst.

Der Vorstand äußerte sich noch zur aktuellen Kommunikation mit der Firma efcom.

Diesbezügliche Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Vorstand beantwortet.

 

Mannheim, den 3. September 2024

gez. Dr. Harald Schäfer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der LIQUIDE24 AG- bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der LIQUIDE24 AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meiner Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Anlage zu diesem Bestätigungsvermerk enthält eine weitergehende Beschreibung meiner Verantwortung für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil meines Bestätigungsvermerks.

 

Mannheim, den 31. Mai 2024

Barbara Hoffmann, Wirtschaftsprüferin

Anlage zum Bestätigungsvermerk

Weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, meineslschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss oder im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

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