GWJ Technology GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lennart Schröder seit 19.1.2026 | Geschäftsführer |
Georg Strünkmann seit 15.6.2020 | Prokura |
Boris Morgenroth seit 7.1.2016 | Prokura |
Thomas Stark seit 25.9.2014 | Prokura |
Frank Seemann seit 8.8.2011 | Geschäftsführer |
Oliver Wunsch seit 8.8.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 39.33% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IPRO Industrieprojekt GmbHBraunschweigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
In der ordentlichen Gesellschafterversammlung am 22. April 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die IPRO GmbH mit Sitz in Braunschweig ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Braunschweig unter der Nummer HRB 414. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften und der sie ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung fast ausschließlich im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. II. Erläuterungen zur Bilanz Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In Jahr 2007 hat die IPRO eine Beteiligung von 225.000,00 Rupien am 500.000,00 Rupien betragenden Stammkapital der IPROSUGAR Engineering Private Limited, Indien, erworben. Das Geschäftsjahr zum 31. März 2023 endet mit einem Jahresfehlbetrag von INR 33.091,00/EUR 370,00 (i. V. Jahresüberschuss INR 204.683,00/EUR 2.432,00) und einem Eigenkapital von INR 4.139.431,00/EUR 46.303,00. Darüber hinaus ist die Gesellschaft mit 70 % am INR 100.000,00 betragenden Stammkapital der im Jahr 2013 gegründeten IPRO INDIA PRIVATE LIMITED, Chandigarh/Indien, beteiligt. Das Geschäftsjahr zum 31. März 2023 endet mit einem Jahresüberschuss von INR 13.123.726,00/EUR 146.799,00 (i. V. Jahresüberschuss von INR 9.165.129,00/EUR 108.935,00) und einem Eigenkapital von INR 26.420.876,00/EUR 295.537,00. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagengitter ersichtlich: Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Die unfertigen Leistungen betreffen bis zum Bilanzstichtag durchgeführte Arbeiten für noch nicht abgeschlossene Kundenprojekte. Die erhaltenen Anzahlungen werden abgesetzt. Die Bewertung erfolgte entsprechend dem vorliegenden Fertigstellungsgrad zu Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Gemeinkostenanteile und verlustfrei nach der retrograden Methode. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Die Forderungen in Höhe von 476.048,97 EUR eine Laufzeit von unter einem Jahr. Für die in den Forderungen enthaltenen Risiken sind angemessene Wertberichtigungen gebildet. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 25.950,00 EUR (i.V. 0,00 EUR) und betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Darlehen an Gesellschafter in Höhe von EUR 123.980,00 (i. V. 168 TEUR) und werden mit einem Zinssatz in Höhe von 1 % verzinst. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden vorausbezahlte Wartungsaufwendungen und Versicherungen ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt, zum Nennbetrag angesetzt und setzt sich aus folgenden Stammanteilen zusammen:
Eigene Anteile im Nominalwert von EUR 102.200,00 wurden gemäß § 272 Abs. 1a HGB offen vom Stammkapital abgesetzt. Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) bewertet worden. Die Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre gemäß § 253 Abs. 2 n. F. HGB abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ergibt. Der Zinssatz beträgt 1,82 % (Stand Dezember 2023). Der erwartete Rententrend wurde mit 2,30 % und die Gehaltssteigerungen mit 2,30 % berücksichtigt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwandt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 46.379,00 und ist ausschüttungsgesperrt. Wegen der geänderten Bewertungsvorgaben für Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen durch das BilMoG ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zum 1. Januar 2010 von EUR 411.137,00. Davon wurden je 1/15 erfolgswirksam in den Jahren 2010 bis 2023 erfasst. Demnach verbleibt zum 31. Dezember 2023 ein nicht bilanzierter Wert von EUR 27.409,00. Die Rückstellungen decken die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden zum Erfüllungsbetrag dotiert. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt und haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 60.563,07 EUR (i.V. 23.675,00 EUR) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Mittelkurs im Entstehungszeitpunkt bewertet. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u. a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 572 TEUR. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u. a. Einstellungen in die Rückstellungen für Gewährleistungen und Restarbeiten in Höhe von 604 TEUR enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen in Höhe von 2 TEUR (i. V. 2 TEUR) Kfz-Steuern. Des Weiteren sind die Anpassungen aufgrund des BilMoG in Höhe von 27 TEUR für Pensionsrückstellungen enthalten. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen EUR 64.281,00 auf die Abzinsung von Rückstellungen. IV. Sonstige Angaben Nach Abschluss des Geschäftsjahres am 31. Dezember 2023 haben sich bisher keine Geschäftsvorgänge von besonderer Bedeutung ereignet. Der von der Gesellschaft an den Geschäftsführer gestellte Kredit in Höhe von 35 TEUR wurde mit einem Zinssatz von 1% verzinst und im Fälligkeitszeitraum 2023 vollständig getilgt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasing- und Mietverpflichtungen in Höhe von derzeit 175 TEUR, die auch jeweils in den Folgejahren anfallen werden. Zum Geschäftsführer ist bestellt:
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2023 5 (i. V. 5) kaufmännische Angestellte und 58 (i. V. 57) technische Angestellte. Die Rückstellungen für laufende Pensionen ehemaliger Geschäftsführer und ihrer Hinterbliebenen betragen EUR 1.075.447,00. Die Gesamtbezüge ehemaliger Organmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betragen für 2023 EUR 66.000,48. Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.
Braunschweig, den 23. Februar 2024 IPRO Industrieprojekt GmbH gez. Frank Seemann, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens IPRO Industrieprojekt GmbH ist eine 1963 gegründete, in Braunschweig ansässige, unabhängige und neutrale Planungsgesellschaft für Industrieanlagen für die Lebensmittel- und Chemieindustrie. Mit der Spezialisierung im Kernsegment Zucker hat die Gesellschaft einen weltweiten Kundenkreis. Das Leistungsspektrum der IPRO Industrieprojekt GmbH ist dadurch geprägt, dass wesentliche Planungsleistungen (Verfahrens- und Prozessplanung, Anlagen- und Rohrleitungsplanung, EMSR-Planung, Bauplanung und Tragwerksplanung) zum Um- oder Neubau von Industrieanlagen vom Entwurf bis zur Detailplanung, national wie international, aus einer Hand bearbeitet werden können. Daneben bietet die Gesellschaft IT- und Datendienste an. IPRO Industrieprojekt GmbH ist eine mittelgroße Gesellschaft mit beschränkter Haftung, wird von einem Geschäftsführer Herr Dipl.-Ing. (FH) Frank Seemann geleitet und ist an folgenden Unternehmen beteiligt:
2. Wirtschaftsbericht 2.1. Überblick Laut BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) stellt sich die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen weiterhin sehr schwach dar. Gründe dafür sind insbesondere die erheblichen Kaufkraftverluste als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, die schwache weltwirtschaftliche Entwicklung, die geopolitischen Krisen sowie die geldpolitischen Straffungen. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein preisbereinigter Rückgang des BIP (Bruttoinlandsprodukt) um 0,3 % (Quelle: BMWK Pressemitteilung Wirtschaftliche Entwicklung 15.01.2024). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 auf weiterhin hohem Niveau mit insgesamt +5,9 % niedriger aus, als in 2022 mit +6,9 %. Insbesondere die Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahr 2023 +12,4 % besonders stark. Im Dezember lag die Inflation bei +3,7 %, sie verstärkte sich damit zum Jahresende nachdem sie in den Monaten zuvor rückläufig gewesen war (Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2024). Diese Ergebnisse (BIP und Inflationsrate) waren weitgehend erwartet worden. Im Einzelnen gingen die Bruttoanlageinvestitionen mit -0,3 % etwas zurück, vor allem da die Bauinvestitionen infolge der gestiegenen Finanzierungs- und Materialkosten im Jahresdurchschnitt 2023 preisbereinigt erneut um rund 2,0 Prozent sanken. Dagegen konnten die Investitionen in Maschinen und Anlagen mit +3,0 % deutlich zulegen. Dazu dürften neben den immer noch hohen Auftragsbeständen und der guten Eigenkapitalausstattung der Unternehmen auch steigende - durch staatliche Maßnahmen gestützte - Investitionen in die Transformation beigetragen haben (Quelle: BMWK Pressemitteilung Wirtschaftliche Entwicklung 15.01.2024). Im Dienstleistungsgeschäft der IPRO wirkte sich die schwache Konjunktur nicht negativ aus. Lediglich im Chemiesektor war die Nachfrage verhalten. Im Lebensmittel- und insbesondere im Zuckersektor hat sich die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr deutlich verstärkt. Im Zuckersektor waren die Konzerne in der Lage aufgrund der gesunkenen Energiepreise und dem weiter gestiegenen Zuckerpreis das Investitionsvolumen in die Produktionsanlagen zu erhöhen (Quelle: London Zucker Futures Preis, investing.com Stand Februar 2024). Insgesamt lagen die Auftragseingänge im Berichtszeitraum in Höhe von 7.513 TEUR 39 % über dem hohen Niveau des Vorjahres. 53 % der Steigerung entfällt auf den Bereich Zucker, 37 % auf den Bereich Lebensmittel und 10 % auf den Bereich Chemie. Der Auftragsbestand sank am Ende der Periode nur leicht im Vergleich zum Vorjahr auf ein durchschnittliches Niveau der letzten fünf Jahre. Im Ausland (EU/Welt) konnte der Auftragseingang aufgrund der verbesserten Lage auf dem Zuckermarkt um ca. 217 % gesteigert werden. Das Verhältnis von Inland/Ausland lag bei etwa 52/48 %. Die Auftragseingänge der einzelnen Geschäftsbereiche haben sich wie folgt entwickelt:
2.2. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr auf 6.906 TEUR gesunken. Die Verringerung ist im Wesentlichen auf Großprojekte zurückzuführen, die nicht abgerechnet worden sind. Dies führte zu einer Bestandserhöhung um 1.150 TEUR. Saldiert veränderte sich somit die Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung) für das Geschäftsjahr 2023 auf 8.056 TEUR. Nach Abzug des Materialaufwandes von 599 TEUR ergab sich ein Rohertrag von 7.457 TEUR. Damit wurde das Niveau des Vorjahres aufgrund von Effizienzsteigerungen um 8,3 % übertroffen. Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben auf gleichem Niveau in Höhe von 701 TEUR und setzen sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellung (572 TEUR) zusammen. Die Personalkosten als größte Kostenposition sind inflationsbedingt, bei leicht höherem Personalstand um 6,9 % auf 5.846 TEUR gestiegen. Bezogen auf die Gesamtleistung sank der Personalkostenanteil aufgrund von gestiegenem Fremdleistungsanteil leicht auf 72,6 %. Im zurückliegenden Geschäftsjahr waren durchschnittlich 63 Mitarbeiter und 1 Geschäftsführer tätig. Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen lag auf leicht gesunkenem Niveau bei insgesamt 1.579 TEUR. Die größte Position bilden hier die Gewährleistungsrückstellungen (604 TEUR). Der schwache Beginn im ersten Quartal 2023 konnte durch kontinuierlichen Auftragseingang und deutliche Umsatzsteigerung, sowohl bei der Eigenleistung als auch bei den Fremdleistungen, in den Quartalen 2 bis 4 mehr als kompensiert werden. Insgesamt ergibt sich ein Jahresüberschuss nach Steuern von 413 TEUR. Das Ergebnis 2023 liegt damit aufgrund der deutlich verbesserten Gesamtleistung und eines verbesserten Finanzergebnisses durch gestiegene Zinsen für Guthaben bei Kreditinstituten, 38 % über dem oberen Bereich der Vorjahresprognose. 2.3. Finanzlage Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit erfolgte hauptsächlich aus erhaltenen Anzahlungen, die im Wesentlichen in Euro erfolgten. Ein Einsatz von Fremdkapital war durch die ausreichende Eigenkapitaldecke nicht erforderlich. Die Investitionen in das Anlagevermögen konnten aus dem laufenden Mittelzufluss der laufenden Geschäftstätigkeit bzw. dem Eigenkapital gedeckt werden. Kredite wurden nicht in Anspruch genommen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen stichtagsbezogen bei 314 TEUR. Die liquiden Mittel betrugen am Ende der Periode 6.829 TEUR. Die Liquidität des Unternehmens war zu jedem Zeitpunkt gesichert. Es wurden Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 3.869 TEUR gebildet. Die sonstigen Rückstellungen betragen 2.219 TEUR. Die Bilanzsumme beträgt 9.273 TEUR. 2.4. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2023 wurden für Investitionen in das Anlagevermögen 288 TEUR aufgewendet. Den Investitionen standen Abschreibungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerten in Höhe von 185 TEUR gegenüber. Das Anlagevermögen von 1.004 TEUR setzt sich zum Stichtag zusammen aus den immateriellen Vermögenswerten mit 65 TEUR, den Sachanlagen mit 434 TEUR und den Finanzanlagen mit 505 TEUR. Die Vorräte an unfertigen Leistungen sind entsprechend des Geschäftsverlaufes auf 3.923 TEUR gestiegen. Die erhaltenen Anzahlungen für die unfertigen Leistungen in Höhe von 3.138 TEUR reichten zur Deckung nicht aus. Die Differenz wurde durch die ausreichende Eigenkapitaldecke vorfinanziert. Insgesamt hat sich das Umlaufvermögen (abzüglich Forderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr 124 TEUR) um ca. 8,4 % auf 8.090 TEUR erhöht. Dem stehen kurzfristige Rückstellungen 2.531 TEUR (Steuerrückstellungen, sonstige Rückstellungen abzüglich Rückstellungen für Aufbewahrung Geschäftsunterlagen 19 TEUR) und Verbindlichkeiten von 739 TEUR gegenüber, so dass sich saldiert das Working Capital um 475 TEUR auf 4.839 TEUR erhöht hat. Die Eigenkapitalquote bezogen auf die Bilanzsumme beträgt 23,0 %. 2.5 Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt 413 TEUR. Der durch erheblich höheren Fremdleistungsanteil und verbesserter Effizienz gesteigerten Gesamtleistung standen inflationsbedingt höhere Kosten im Personalbereich und gestiegene Rückstellungen entgegen. Gleichzeitig hat sich das Finanzergebnis durch den Anstieg des Zinsniveaus für Geldanlagen verbessert. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch eine ausreichende Eigenkapitaldecke und erhaltene Anzahlungen gesichert. 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Die Chancen der IPRO Industrieprojekt GmbH basieren auf anerkanntem Spezialwissen im Bereich der Zuckerherstellung in Verbindung mit der Übertragung der vielfältigen verfahrenstechnischen Technologien aus dem Kerngeschäft auf andere Branchen wie Chemie- und Lebensmittelanlagen. Einen wichtigen Stellenwert erlangt die Digitalisierung, die durch intensive Weiterentwicklung der intelligenten Planungstools die Grundlage für die Zukunft bildet. Darüber hinaus werden Leistungen für Zukunftsthemen im Bereich der regenerativen Energien entwickelt, die die umweltpolitisch erforderlichen Umbauten in der deutschen Industrie in den nächsten Jahrzehnten unterstützen. Hierin liegen Chancen für eine nachhaltig stabile Entwicklung des Geschäftsmodells. Nach einem preisbereinigten Rückgang des BIP (Bruttoinlandsprodukt) um 0,3 % zum Jahresende 2023 deuten aktuelle Frühindikatoren noch nicht auf eine rasche konjunkturelle Erholung hin. Somit ist davon auszugehen, dass die Konjunkturdelle im Laufe des Jahres 2024 auch Auswirkungen auf das aktuelle Geschäftsjahr der IPRO haben kann (Quelle: BMWK Pressemitteilung Wirtschaftliche Entwicklung 15.01.2024). Der andauernde Ukraine-Krieg führt weiterhin zu einer grundsätzlichen Verstärkung der bereits bestehenden hohen Volatilitäten auf den Absatzmärkten und zu Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten unserer Kunden, insbesondere in den Bereichen Rohstoffe und Energie. Darüber hinaus können sich in der EU durch den gewährten zollfreien Zugang für Agrarimporte der Ukraine weitere Marktverwerfungen ergeben. Die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen sowie die Dauer dieser temporären Ausnahmesituation - mit Blick auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2024 - sind weiterhin nur schwer abschätzbar (Quelle: Südzucker Quartalsbericht 1.-3. Quartal 2023/24). Investitionen in die Modernisierung von Industrieanlagen unserer Kunden können dadurch verzögert werden. Aktuellen Berichten der Zuckerunternehmen der EU zufolge, wird trotz der Widrigkeiten von einer guten Geschäftsentwicklung auch in 2024 ausgegangen (Quelle: Südzucker Quartalsbericht 1.-3. Quartal 2023/24; Nordzucker Post 1/2024 v. 25.01.2024). Der Zuckerpreis in der EU ist in den letzten 52 Wochen um weitere ca. 11,5 % auf ca. 630 €/t gestiegen (Quelle: London Zucker Futures Preis, investing.com Stand Februar 2024). Es ist zu erwarten, dass die Nachfrage nach Planungsleistungen in diesem Segment zumindest im Frühjahr 2024 weiterhin hoch ist. Im Lebensmittel- und Chemiesektor wird erwartet, dass die Nachfrage erst gegen Ende des laufenden Jahres wieder zunimmt. Gleichzeitig müssen erneut höhere Preise am Markt durchgesetzt werden, um weiter steigende Personalkosten bei anhaltender Inflation und Fachkräftemangel zu kompensieren. Das könnte bei nachlassender Nachfrage im 2. Halbjahr zu einer Herausforderung werden. Insgesamt ist aufgrund des guten Auftragsbestandes mit Beginn des Jahres 2024 und dem kontinuierlichen Auftragseingang eine solide Grundauslastung in den ersten beiden Quartalen bei leicht sinkenden Umsätzen zu erwarten. Der weitere Verlauf wird von der konjunkturellen Entwicklung insbesondere im Segment Zucker abhängen, die trotz der erschwerten Erntebedingungen der abgeschlossenen Rübenkampagne verhalten positiv von den Zuckerunternehmen der EU beurteilt wird (Quelle: Nordzucker AG, Pressemitteilung 20.02.2024). Wenn das so eintrifft, ist im zweiten Halbjahr mit stabilen Umsätzen zu rechnen. Wenn nicht, können das die anderen Bereiche nur eingeschränkt auffangen. Die Personalstärke wird voraussichtlich steigen, wenn es gelingt geeignete Fachkräfte zu gewinnen. Abschließend wird unter Berücksichtigung des oben Beschriebenen für das Geschäftsjahr 2024 ein Ergebnis nach Steuern in der Bandbreite von -100 TEUR bis 300 TEUR erwartet. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht zu erwarten.
Braunschweig, den 23. Februar 2024 IPRO Industrieprojekt GmbH gez. Frank Seemann, Geschäftsführer Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die IPRO Industrieprojekt GmbH, Braunschweig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der IPRO Industrieprojekt GmbH, Braunschweig - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IPRO Industrieprojekt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Braunschweig, den 28. Februar 2024 PKF
Fasselt
Johannes, Wirtschaftsprüferin Troch, Wirtschaftsprüferin |
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