Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 10519
Eingetragen
7.5.2007
Branche
Erbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenAmbulante Betreuungsdienste für ältere MenschenAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Gegenstand
Das Erbringen von Dienst- und Serviceleistungen aller Art für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeeinrichtungen, Behinderteneinrichtungen, Kinderheime oder sonstige Einrichtungen der Krankenversorgung und des Gesundheits-, Pflege- und Betreuungswesens, insbesondere für solche in der mittelbaren oder unmittelbaren Trägerschaft der Barmherzige Brüder Bayerische Ordensprovinz KdöR oder der Barmherzige Brüder gemeinnützige Träger GmbH, vor allem Barmherzige Brüder gemeinnützige Krankenhaus GmbH, und deren Nebenbetriebe, sowie für sonstige Abnehmer jeglicher Art. Die Leistungserbringung erfolgt im engen und planmäßigen Zusammenwirken mit dem jeweiligen Einrichtungsträger. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philipp Atzler
seit 19.1.2026
Geschäftsführer
Prokura
Nicolas Kelly
seit 2.1.2025
Geschäftsführer
Christian Kuhl
seit 25.6.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BBSG GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BBSG GmbH

Regensburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Die BBSG GmbH mit Sitz in Regensburg ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Barmherzige Brüder gemeinnützige Krankenhaus GmbH, Regensburg. Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 6. Dezember 2006 gegründet und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Regensburg unter Nummer HRB 10519 eingetragen. Die Geschäftsführung erfolgte im Berichtsjahr durch Herrn Christian Kuhl und Herrn Stefan Pollmann.

1 Grundlagen der Gesellschaft - Geschäftsmodell der Gesellschaft

Ziel und wesentliche Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sind das Erbringen von Dienst- und Serviceleistungen für Krankenhäuser der Barmherzige Brüder gemeinnützige Krankenhaus GmbH, Regensburg, der Klinikum St. Elisabeth Straubing GmbH, Straubing.

Seit dem Geschäftsjahr 2022 ist die Gesellschaft als gemeinnützig nach § 52 Abs. 2 Nr. 3 in Verbindung mit § 57 Abs. 2 AO anerkannt. Die steuerbegünstigten Zweckbetriebe sind von der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer befreit. Nicht befreit sind die steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe.

Wesentliche Tätigkeitsfelder sind Reinigungs-, Transport- und Catering-Dienste, Parkhausbetrieb sowie Unterstützungsdienstleistungen in administrativen Bereichen.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 stagnierte vor dem Hintergrund eines von Krisen geprägten Umfelds. Insbesondere wirkten sich die in allen Wirtschaftssektoren nach wie vor hohen Preise negativ auf die Konjunktur aus. Hinzu kamen verschlechterte Finanzierungsbedingungen, verursacht durch gestiegene Zinsen und nachlassende Nachfrage in wichtigen ausländischen Märkten. Der weitreichende Fachkräftemangel stellte eine weitere Herausforderung dar. Aufgrund dieser Schwierigkeiten sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %. Seit dem Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, ist das BIP somit nur um 0,7 % gestiegen. Die Erwerbstätigenzahl in Deutschland lag dabei auf einem Höchststand von durchschnittlich 45,9 Millionen. Das entspricht einer Erhöhung von 0,7 % bzw. 0,3 Millionen Personen im Vergleich zum Vorjahr.

Die Gesundheitswirtschaft als Ganzes hat sich nach dem Rückgang im Corona-Jahr 2020 weiter erholt. Die Bruttowertschöpfung ist in den letzten 10 Jahren stabil gewachsen, deutlich stärker als die der Gesamtwirtschaft. Im Durchschnitt wuchs sie um 4,6 % pro Jahr, die Gesamtwirtschaft durchschnittlich um 3,5 % pro Jahr. In den Krankenhäusern nimmt die Dynamik der Wertschöpfungsentwicklung seit dem krisenbedingten starken Anstieg im Jahr 2020 jedoch wieder ab. Zuletzt wiesen die Krankenhäuser nur noch ein Wachstum von 1,4 % gegenüber dem Vorjahr aus.

Der Konsolidierungsprozess hält an und betrifft insbesondere die freigemeinnützigen Träger. Die Anzahl der Krankenhäuser in freigemeinnütziger Trägerschaft ist zwischen 2012 und 2021 um 112 gesunken (Gesamtrückgang: 130). Dies spiegelt sich auch in der Anzahl der Krankenhausbetten. Hier ist im freigemeinnützigen Bereich ein Rückgang von ca. 15 Tsd. Betten zu verzeichnen, bei einem Gesamtrückgang von ca. 18 Tsd. Betten.

Laut "Krankenhaus-Barometer" erwarteten fast 80% der Krankenhäuser in Deutschland für das Jahr 2023 ein negatives Jahresergebnis. Im Vorjahr waren es nur etwa die Hälfte aller Krankenhäuser. Das sind die schlechtesten Werte seit Einführung des Krankenhaus-Barometers im Jahr 2000. Ursächlich dafür ist die Unterfinanzierung der Kliniken bei der Investitionsförderung seit Jahrzehnten sowie die gestiegenen Sach- und Personalkosten insbesondere in den Jahren 2022 und 2023. Kliniken können die Preise für ihre Dienstleistung nicht eigenverantwortlich an die Inflation anpassen, was einen wesentlichen Unterschied zu anderen Wirtschaftszweigen darstellt.

Im Vergleich zu anderen Branchen trifft Krankenhäuser der starke Anstieg der Energiepreise besonders, da sie einen sehr hohen Energieverbrauch haben. Angesichts dieser Tatsache hat die Bundesregierung Maßnahmen ergriffen, um die Energiekostensteigerung abzufedern. Zum einen wurde ein Hilfsfonds eingerichtet, aus dem Krankenhäuser in Deutschland insgesamt 6 Mrd. Euro erhalten können. Die Beträge wurden bzw. werden im Zeitraum Oktober 2022 bis April 2024 ausgezahlt. Die Zahlungen sind als Ausgleich für gestiegene Bezugskosten von Erdgas, Fernwärme und Strom gedacht. Zusätzlich wirkt das Energiepreisbremsen-Gesetz auch für die Krankenhäuser.

Neben Inflation und gestiegenen Energiepreisen stellt die anhaltende Knappheit an geeignetem Fachpersonal ein Problem dar. Die Personalsicherung und -gewinnung ist seit Jahren eine zentrale Herausforderung im Gesundheitswesen, auch für die BBSG GmbH. Die Situation hat sich in den letzten Jahren im südlichen Bayern nochmals deutlich verschärft.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Geschäftsvolumen der BBSG konnte im vorangegangenen Geschäftsjahr erneut gesteigert werden. Mit der Ausweitung der Umsatzerlöse ist ein Anstieg des Personalaufwands aufgrund der gestiegenen Zahl der Mitarbeiter verbunden.

Der Geschäftsverlauf war insgesamt zufriedenstellend.

2.2.2 Leistungsentwicklung

Da die Servicegesellschaft eine Vielzahl von Dienstleistungen für den Krankenhausverbund Barmherzige Brüder Bayern erbringt, führen Leistungsausweitungen dort auch zu einer verstärkten Nachfrage nach Dienstleistungen der BBSG GmbH. Ebenfalls führen, aufgrund der vertraglichen Konstellation, (tarifbedingte) Lohnsteigerungen zu einer Ausweitung der Umsätze der BBSG GmbH.

Der seit 2020 neu erschlossene Umsatzbereich "Parken" wird für die Gesellschaft zu weiterem Wachstum führen. Durch Preisanpassungen an die geänderte Marktsituation konnten die Umsatzerlöse im Jahr 2023 bereits gesteigert werden. Im Jahr 2024 werden hieraus noch weitere positive Effekte erwartet.

Der Geschäftsbereich Bauwesen übernahm insbesondere die Projektbetreuung des 1. Bauabschnitts des Klinikums St. Elisabeth Straubing (Erweiterungsbau). Diese Großbaumaßnahme dauert weiterhin an. Im Jahr 2023 konnte die Baumaßnahme an der Prüfeninger Straße in Regensburg planmäßig abgeschlossen und das Gebäude an den Mieter übergeben werden.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:

Bereichsergebnisse 2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Operativer Bereich +89 -16 105
Neutraler und periodenfremder Bereich -13 -4 -9
Betrieblicher Bereich +76 -20 96
Finanzbereich -89 -117 28
Jahresfehlbetrag -13 -137 124

Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 12,9 % (2.460 TEUR). Dies ist zurückzuführen auf einen durch das Leistungswachstum begründeten Anstieg der Mitarbeiterzahl. Darüber hinaus haben sich Tariflohnsteigerungen mit ca. 9 % im Tarifbereich Gebäudereiniger und 8 % im Bereich DEHOGA Bayern ausgewirkt.

2.3.2 Finanzlage

Die Finanzlage stellt sich im Vergleich der Geschäftsjahre 2023 und 2022 wie folgt dar:

Kapitalflussrechnung (Kurzfassung): 2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Finanzmittel zu Beginn der Periode 1.742 2.852 -1.110
Veränderung aus laufender Geschäftstätigkeit +247 +21 226
Veränderung aus Investitionstätigkeit -57 -227 170
Veränderung aus Finanzierungstätigkeit -404 -904 500
Veränderung insgesamt -214 -1.110 896
Finanzmittel am Ende der Periode 1.528 1.742 -214

Der Zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Das ist im Wesentlichen bedingt durch stichtagsbezogene Veränderungen der Forderungs- und Verbindlichkeitsbestände aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen und dem Gesellschafter. Die Finanzmittelabflüsse im investiven Bereich waren im Vorjahr 2022 geprägt von einer größeren Investition in der Küche am Standort München und sind im Geschäftsjahr 2023 rückläufig. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit resultiert aus Darlehenstilgungen.

Die Ausstattung mit Finanzmitteln ist zum Jahresende als solide zu bezeichnen. Die Zahlungsfähigkeit ist durch den Zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit gewährleistet, Verbindlichkeiten können jederzeit bedient werden.

2.3.3 Vermögenslage

Vermögens- und Kapitalstruktur 31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Aktiva:
Langfristiges Vermögen: 9.218 76,43 9.542 78,35
Kurzfristiges Vermögen: 2.843 23,57 2.636 21,65
12.061 100,0 12.178 100,0
Passiva:
Langfristiges Kapital: 10.694 88,67 11.016 90,46
Kurzfristiges Kapital: 1.367 11,33 1.162 9,54
12.061 100,0 12.178 100,0

Die Bilanzsumme hat sich um 1 % verringert.

Die Eigenkapitalquote stieg leicht auf 44,0 % (Vorjahr 43,7 %). Das Eigenkapital verringert sich um den Jahresfehlbetrag in Höhe von 13 TEUR auf 5.305 TEUR. Der Gewinnvortrag verringert sich um den Vorjahresfehlbetrag in Höhe von 137 TEUR auf 3.201 TEUR.

Investitionen im Geschäftsjahr 2023

Im Geschäftsjahr 2023 wurden ausschließlich laufende Austausch- und Ersatzinvestitionen in geringem Umfang vorgenommen.

2.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 Personal- und Sozialbereich

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 562 Vollkräfte beschäftigt (Vorjahr: 534).

Mitarbeiterfluktuation

Eintritte 252
Austritte 186

Die Anzahl der Fälle von Mutterschutz-/Elternzeitbeginn ist bei der Zahl der Austritte nicht berücksichtigt.

2.4.2 Kennzahl zur Geschäftssteuerung

Die Geschäftsführung steuert die Entwicklung im Wesentlichen auf Basis des Jahresergebnisses.

Wichtige Kennzahlen sind im Personalbereich die Abweichungen Plan/Ist der beschäftigten Vollzeitkräfte.

2.5 Finanzinstrumente

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Bankguthaben. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik.

2.6 Risikomanagementsystem

Im Rahmen des Controllings erfolgt ein regelmäßiger Abgleich der erbrachten Leistungen zu den geplanten Leistungen, sodass die Leistungsentwicklung engmaschig überwacht wird. Im Rahmen des Finanzwesens erfolgt eine kontinuierliche Überwachung der Forderungen und der Geldmittelbestände sowie der Verbindlichkeiten, um jederzeitige Zahlungsfähigkeit gewährleisten zu können.

Zu unserem Überwachungssystem gehören darüber hinaus unter anderem:

die Anwendung einheitlicher Richtlinien

Arbeitsanweisungen

Maßnahmen zur Funktionstrennung

Die Auswahl und Schulung von qualifiziertem Personal

Laufende Prüfungen durch das Controlling

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancen- und Risikobericht

3.1.1 Operationelle Risiken

Für die BBSG GmbH gilt es, darauf zu achten, dass die Leistungen zu marktfähigen Preisen angeboten werden können, um im Wettbewerb mit anderen Dienstleistern bestehen zu können. Aufgrund aktueller Marktbeobachtungen und der bisherigen guten Zusammenarbeit mit den Auftraggebern im Krankenhausverbund Barmherzige Brüder Bayern wird dieses Risiko als relativ gering eingestuft.

3.1.2 Finanzielle Risiken

In Zukunft muss für die laufenden Tilgungen der Bank- und Gesellschafterdarlehen ausreichend Liquidität im operativen Bereich erwirtschaftet werden. Aufgrund der in der Vergangenheit bewiesenen Nachhaltigkeit der operativen Zuflüsse und der guten Ausstattung der Gesellschaft mit liquiden Mitteln wird dieses Risiko als gering eingestuft.

3.1.3 Personalgebundene Risiken

Problematisch wird weiterhin die Akquise von Mitarbeitern beurteilt. Hervorzuheben ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt in München und Regensburg. Aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten wird es immer problematischer, interessiertes und qualifiziertes Stammpersonal zu finden. Wegen der im Krankenhausverbund unternommenen Anstrengungen zur Personalgewinnung und -bindung beispielsweise durch die Zurverfügungstellung von Wohnraum oder den Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung wird dieses Risiko mittelfristig als hinnehmbar eingestuft.

3.1.4 Strategische Risiken

Die politisch gewollte, begrenzte Vergütungsentwicklung in Kombination mit der derzeitigen inflationären Situation führt viele Krankenhäuser an den Rand ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Strategische Entscheidungen im Gesundheitswesen zu treffen ist zunehmend schwierig.

Die Auswirkung der geplanten Krankenhausreform auf die Gesellschaft als Serviceerbringer kann derzeit nicht prognostiziert werden. Hier braucht es ein Zusammenwirken von Politik und allen Beteiligten um eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung für die Zukunft zu gestalten.

3.1.5 Zusammenfassung der aktuellen Risikolage

Durch die stabile Einbindung in den Krankenhausverbund der Barmherzigen Brüder und nach der Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation können die Risiken für die BBSG GmbH aus heutiger Sicht als mäßig eingestuft werden. Bestandsgefährdende Risiken sind für die folgenden zwölf Monate nicht zu erkennen.

3.2 Chancen

Der Gesundheitssektor ist weiterhin ein stark wachsender Bereich. Aufgrund der demographischen Entwicklung wird die Nachfrage nach medizinischen und pflegerischen Leistungen auch in Zukunft weiter steigen. Dies wirkt sich auch auf den Krankenausverbund Barmherzigen Brüder Bayern aus. Hierdurch wird auch die Nachfrage nach Serviceleistungen, die die BBSG erbringt, in Zukunft tendenziell steigen.

3.3 Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung

Zu Beginn des Jahres 2024 entwickelte sich der Umsatz der Gesellschaft im Bereich Reinigungs-, sonstigen Dienstleistungen und Catering auf einem leicht erhöhten Niveau gegenüber dem Vorjahr (Leistung Januar und Februar im Vorjahresvergleich).

Mit Inbetriebnahme des Parkhauses Barmherzige Brüder hat sich die Gesellschaft einen weiteren Geschäftsbereich aufgebaut. Dieser Umsatzbereich wird mit den bereits umgesetzten Preisanpassungen an den Markt im Jahr 2024 wachsen.

Im Bereich der Kosten ist im Wesentlichen die erwartete Veränderung der Personalkosten - dem größten Block der betriebsbedingten Kosten - zu beachten. So ist für 2024 bedingt durch Fachkräftemangel und genereller Inflation mit einer weiteren Zunahme der durchschnittlichen Personalkosten zu rechnen. Derzeit wird eine Steigerung von ca. 4 % erwartet.

Leistungsplanung Kalenderjahr 2024

Im November 2023 wurde die Planung für 2024 beschlossen. Diese sieht einen Anstieg der Vollzeitkräfte auf 586 sowie ein in etwa ausgeglichenes Ergebnis vor.

Regulatorische Eingriffe mit Auswirkungen auf die Vergütungsstruktur der Krankenhäuser können mittelbar auch die BBSG GmbH als Servicedienstleister betreffen. Der Geschäftsverlauf im Jahr 2024 ist demnach zum aktuellen Stand nur grob prognostizierbar. In den einzelnen Kostenbereichen können Abweichungen zu den Planzahlen entstehen.

 

Regensburg, den 8. Mai 2024

BBSG GmbH
Regensburg

Christian Kuhl, Geschäftsführer

Stefan Pollmann, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 5,00
II. Sachanlagen
1. Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 8.820.014,00 9.114.690,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 397.497,00 9.217.511,00 427.100,00 9.541.790,00
9.217.511,00 9.541.795,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 26.297,95 22.986,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.166,00 449,25
2. Forderungen gegen Gesellschafter 973.372,92 582.388,14
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 281.344,49 219.052,84
4. Sonstige Vermögensgegenstände 31.825,86 1.287.709,27 63.862,60 865.752,83
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.527.966,19 1.741.984,15
2.841.973,41 2.630.723,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten
Aktive Rechnungsabgrenzung 1.223,20 4.996,31
12.060.707,61 12.177.514,38

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 275.000,00 275.000,00
II. Kapitalrücklage 1.841.860,72 1.841.860,72
III. Gewinnvortrag 3.201.426,21 3.338.018,00
IV. Jahresfehlbetrag -13.008,78 -136.591,79
5.305.278,15 5.318.286,93
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.059.191,21 941.107,47
1.059.191,21 941.107,47
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.204.287,27 5.417.470,70
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 216.852,28 (i. Vj. EUR 213.183,41) -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 172.572,10 93.370,33
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 172.572,10 (i. Vj. EUR 93.370,33) -
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 184.686,87 280.414,29
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 96.841,85 (i. Vj. EUR 95.727,42) -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 134.692,01 126.864,66
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 134.692,01 (i. Vj. EUR 126.864,66) -
- davon aus Steuern EUR 130.462,54 (i. Vj. EUR 122.639,28) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 2.355,55 (i. Vj. EUR 3.730,29) -
5.696.238,25 5.918.119,98
12.060.707,61 12.177.514,38

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 23.506.092,42 20.806.782,12
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -17.942.062,49 -15.962.401,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.601.940,88 -21.544.003,37 -3.121.001,61 -19.083.403,13
- davon für Altersversorgung EUR -4.687,40 (i. Vj. EUR -4.654,73) -
1.962.089,05 1.723.378,99
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -380.815,84 -350.958,83
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.485.601,04 -1.372.712,94
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -88.919,11 -116.537,17
- davon an verbundene Unternehmen EUR -4.272,58 (i. Vj. EUR -14.801,97) -
6. Ergebnis nach Steuern 6.753,06 -116.829,95
7. Sonstige Steuern -19.761,84 -19.761,84
8. Jahresfehlbetrag -13.008,78 -136.591,79

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die BBSG GmbH, Regensburg, wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 6. Dezember 2006 gegründet. Sie ist eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichtes Regensburg unter HRB 10519 und hat ihren Sitz in Regensburg. Seit dem Geschäftsjahr 2022 ist die Gesellschaft als gemeinnützig nach § 52 Abs. 2 Nr. 3 in Verbindung mit § 57 Abs. 2 AO anerkannt. Die steuerbegünstigten Zweckbetriebe sind von der Körperschaftssteuer und der Gewerbesteuer befreit. Nicht befreit sind die steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe.

Gesellschafter der BBSG GmbH, Regensburg, ist zu 100 % die Barmherzige Brüder gemeinnützige Krankenhaus GmbH, Regensburg.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist für das Geschäftsjahr 2023 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Die BBSG GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

2 Gliederungsgrundsätze

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach § 265 HGB erweitert und erfolgte nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG.

3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Wertansätze sind unverändert in das Jahr 2023 übernommen worden.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu den Anschaffungskosten und - sofern abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet worden.

Im Geschäftsjahr wurden mit Ausnahme der Abschreibung geringwertiger Anlagegüter im Wert von mehr als 250,00 EUR bis zu 1.000,00 EUR netto (Verteilung über fünf Jahre analog § 6 Abs. 2 a EStG) nur planmäßige und lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Sachanlagen weisen eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 33 Jahren auf.

Die Vorräte betreffend Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden gemäß dem strengen Niederstwertprinzip nach § 253 Absatz 4 HGB mit den gleitenden Durchschnittspreisen oder, soweit diese unter den durchschnittlichen Preisen liegen, mit den letzten Einkaufspreisen bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen Gesellschafter, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten und die Kassenbestände sind zu ihren Nominalbeträgen angesetzt und zum Bilanzstichtag durch entsprechende Unterlagen nachgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB) der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4 Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagennachweis dargestellt, der diesem Anhang abschließend beigefügt ist.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 973 TEUR (Vorjahr: 582 TEUR) sowie gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 281 TEUR (Vorjahr: 219 TEUR) sind dem Liefer- und Leistungsbereich zuzurechnen.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.059 TEUR (Vorjahr: 941 TEUR) betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen mit 1.026 TEUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 5.204 TEUR (Vorjahr: 5.417 TEUR) haben eine Restlaufzeit von 21 Jahren. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren betragen 4.082 TEUR. Das Bankdarlehen ist durch eine Grundschuld in Höhe von 6.000 TEUR besichert.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 184 TEUR (Vorjahr: 280 TEUR) handelt es sich um Darlehensverbindlichkeiten. Die Restlaufzeit des Darlehens beträgt 2 Jahre.

5 Sonstige Angaben

5.1 Haftungsverhältnisse

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse gemäß § 268 Abs. 7 i. V. m. § 251 HGB liegen nicht vor.

5.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Pachtverträgen.

5.3 Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der BBSG GmbH, Regensburg, wird in den Konzernabschluss der Barmherzige Brüder gemeinnützigen Träger GmbH, München, einbezogen. Der Konzernabschluss wird durch Einreichung beim elektronischen Unternehmensregister unter HRB 167285, Amtsgericht München offengelegt.

5.4 Abschlussprüferhonorar

Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers werden im Anhang des Konzernabschlusses der Barmherzige Brüder gemeinnützige Träger GmbH, München, dargestellt.

5.5 Mitarbeiter der Gesellschaft

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 773 Mitarbeiter beschäftigt. Sie verteilen sich wie folgt:

Wirtschaftsdienst 741
Verwaltung 32
Summe 773

5.6 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

5.7 Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 waren, Herr Christian Kuhl, Geschäftsführer der Barmherzige Brüder gemeinnützige Träger GmbH, Regensburg, und Herr Stefan Pollmann, Dipl.-Kaufmann.

5.8 Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Nr. 9 a HGB wird in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5.9 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Regensburg, 8. Mai 2024

Christian Kuhl, Geschäftsführer

Stefan Pollmann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.494,35 0,00 0,00 0,00 46.494,35
II. Sachanlagen
1. Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 9.822.525,16 0,00 0,00 0,00 9.822.525,16
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.025.971,58 56.531,84 0,00 4.127,24 1.078.376,18
10.848.496,74 56.531,84 0,00 4.127,24 10.900.901,34
10.894.991,09 56.531,84 0,00 4.127,24 10.947.395,69
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.489,35 5,00 0,00 46.494,35
II. Sachanlagen
1. Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 707.835,16 294.676,00 0,00 1.002.511,16
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 598.871,58 86.134,84 4.127,24 680.879,18
1.306.706,74 380.810,84 4.127,24 1.683.390,34
1.353.196,09 380.815,84 4.127,24 1.729.884,69
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 5,00
II. Sachanlagen
1. Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 8.820.014,00 9.114.690,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 397.497,00 427.100,00
9.217.511,00 9.541.790,00
9.217.511,00 9.541.795,00

Bescheinigung zur Offenlegung

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276 und 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BBSG GmbH, Regensburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BBSG GmbH, Regensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BBSG GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 8. Mai 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rüger, Wirtschaftsprüfer

Straßberger, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der BBSG GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde am 17. Juni 2024 festgestellt.

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